Pingalamata 108 Inspirierende Verse und Mantras
Pingalamata – 108 inspirierende Verse und Mantras erschließt 108 unterschiedliche Stellen aus dem Pingalamata, einer Schrift über Pratishtha, Linga, Murti und die Gestaltung heiliger Räume. Im Mittelpunkt stehen Shiva, Bhairava, Shakti, verantwortliche Übertragung und die Verbindung von Erkenntnis und Handlung.
Ein heiliger Raum kann dich daran erinnern, gesammelt und mit offenem Herzen zu leben. Die folgenden Stellen sprechen von Lehrern, die verständlich erklären, von Menschen, die aufrichtig fragen, von der Sorgfalt der Gestaltung und von der Einheit Shivas in vielen Formen. Lies eine Stelle langsam. Lass sie nachklingen und frage dich, welche Bedeutung sie für dein Handeln gewinnen kann.
Zur Auswahl: Die 108 Einträge sind unterschiedliche Textstellen in der Reihenfolge des Werkes. Manche umfassen einen vollständigen Vers, andere einen Halbvers oder einen Teil eines längeren Gedankens. Ihre Nummern sind redaktionelle Stellenangaben. Unsichere Lesungen bleiben gekennzeichnet. Über „Deutsch im Zusammenhang“ gelangst du jeweils zur fortlaufenden Übersetzung; die beiden weiteren Links führen zum Sanskrit.
Die Auswahl dient dem Lesen und Betrachten. Die darunter erläuterten Mantras stehen in bestimmten historischen Weiheverfahren. Eine persönliche Mantrapraxis orientiert sich an der eigenen Überlieferung und Einweihung.
Ein Einstieg für deine Betrachtung
- Mitgefühl vertiefen: Stelle 7 und Stelle 101 verbinden Erkenntnis und göttliche Gegenwart mit der Zuwendung zu allen Wesen.
- Sorgfältig handeln: Stellen 28–29 beschreiben Tatkraft, Verständnis und eine ruhige Hand. Frage dich, welcher alltäglichen Handlung du heute mehr Aufmerksamkeit schenken möchtest.
- Form und Bewusstsein verbinden: Stelle 35 betrachtet Shiva als friedvolle Gestalt der Erkenntnis. Lies dazu Murti und sakrale Gestalt.
- Die Einheit bedenken: Stellen 91–102 fragen nach dem einen Shiva in verschiedenen Erscheinungen. Lass die Frage zunächst offen und betrachte die Bilder und Vergleiche des Textes.
- Freude in die Praxis bringen: Stelle 104 würdigt einen freudigen Menschen, der sich von Zorn und Rechthaberei abwendet.
Diese Betrachtungsfragen sind heutige Anregungen. Die folgenden Übersetzungen geben die Aussagen des Werkes wieder.

Die vier Artikel: Einführung und deutsche Übersetzung · Sanskrit in IAST · Sanskrit in Devanagari · 108 inspirierende Stellen und Mantras
108 inspirierende Stellen
Aus Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium
Gedanke zur Lektüre: Hier beginnt der Weg mit dem Hören und Verstehen. Für deine heutige Lektüre kann das heißen: Frage nach, wenn dir etwas unklar ist, und gib anderen dieselbe Geduld, die du dir selbst beim Lernen wünschst.
1. Gut, gut, du höchst Verständige! Deine Frage ist angemessen gestellt. Ohne Zweifel werde ich dir die Merkmale des Agama erklären.
Fundstelle 01.006: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
2. Was durch die Merkmale des Versmaßes bestimmt ist, wird Agama genannt. Die Kundigen sollen es gemäß dem Verhältnis zwischen Hörendem und Sprechendem verstehen. [Die Zusammensetzung am Anfang ist sprachlich beschädigt.]
Fundstelle 01.010: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
3. Ebenso die Lehrer und die weiteren Berechtigten: Sie sollen Shiva ergeben und fest in ihren Gelübden sein. Der Mantrin ist durch Mantra eingeweiht und der tantrischen Lebensordnung zugewandt. [Einzelne Bezeichnungen sind entstellt.]
Fundstelle 01.013: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
4. In einer hellen, ebenen und reinen Halle, an einem zuvor rituell verehrten Ort, auf einem mit Kalk bestrichenen Boden soll die Auslegung stattfinden.
Fundstelle 01.015: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
5. Gereinigt, nach Osten oder Norden gewandt und innerlich ganz darauf ausgerichtet, soll der Lehrer dreimal in die Hände klatschen und die Himmelsrichtungen mit dem Astra-Mantra schützen.
Fundstelle 01.016: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
6. Er soll die zu seiner eigenen Praxis gehörenden Zuordnungen außen und innen vollziehen. Dabei meditiert er über den Zustand der Allwissenheit, als sei er selbst Shiva.
Fundstelle 01.017: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
7. Voller Mitgefühl, standhaft und allen Wesen zugewandt, soll er sich bemühen, allen Gnade und Hilfe zukommen zu lassen; die Erkenntnis steht dabei an erster Stelle.
Fundstelle 01.018: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
8. Die Mitte des Sitzes soll mit vielfältigen Blättern und Ranken geschmückt werden. Darüber soll in der Mitte ein Lotus gezeichnet werden, dessen Blüte sich ein wenig geöffnet hat.
Fundstelle 01.025: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
9. Auf dem zuvor gestalteten linken Lotus soll er die Reihe der Gurus verehren; auf dem rechten Lotus das Schreibgerät und die Schnur der Erkenntnis. [Die genaue sachliche Bedeutung von Jnanasutra bleibt offen.]
Fundstelle 01.038: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
10. Nachdem er mit Duftstoffen, Blumen und gegebenenfalls besonderen Gaben verehrt hat, soll er Shiva, Vagishvari und den Herrn der Hindernisse preisen.
Fundstelle 01.039: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
11. Daher soll man sich zur Erlangung der Vollendung auf das Linga stützen.
Fundstelle 01.057: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
12. Man soll die Erklärung so beginnen, dass der Hörer sie versteht: durch Zeichnungen mit Kreide oder anderem Zeichengerät, durch Linien oder durch mündliche Erläuterung.
Fundstelle 01.059: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
13. Auch der Schüler soll sich dem Lehrer zuwenden, Gottheit, Agama und Guru verehren, auf die Knie gehen und sich wiederholt verneigen.
Fundstelle 01.060: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
14. Danach soll er mit ganz auf Shiva gerichtetem Geist der Reihe nach zuhören. Entsteht ein Zweifel, soll er fragen; was er nicht versteht, soll er sich erklären lassen. [Der Wortlaut des letzten Satzteils ist verkürzt.]
Fundstelle 01.061: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
15. soll man hören, wenn der Guru Zeit dafür hat; oder man soll nach eigenem Vermögen nachdenken oder rezitieren, wenn das Verständnis noch schwach ist. [Anfang beschädigt.]
Fundstelle 01.069: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
16. Man soll die eigene Auffassungsgabe erkennen und eine dieser Tätigkeiten aufnehmen. Auf diese Weise soll der Agama bis zu seinem Abschluss gehört werden.
Fundstelle 01.070: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
17. Wenn ein Muni oder Siddha gestorben ist, ob man dies selbst sieht oder davon hört, soll das Studium ruhen. Stattdessen soll man Meditation, Japa und Ähnliches üben.
Fundstelle 01.080: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
18. Man kann Purana oder Dharmashastra zum Zweck der Befriedung lesen oder das Handwerk üben, insbesondere das Zeichnen und das Führen wohlgestalteter Linien. [Lesung im ersten Halbvers unsicher.]
Fundstelle 01.096: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Prashna – Fragen und Voraussetzungen
Gedanke zur Lektüre: Die Fragen führen zu den Menschen, die ein heiliges Werk tragen. Die folgenden Stellen würdigen innere Ausrichtung und praktische Fähigkeiten; historische Rollen- und Standesvorstellungen gehören zu ihrem ursprünglichen Zusammenhang.
19. wurde Bhairava, der Herr der Götter und Herr der ekstatischen Schar, vielfach mit Tanz, Gesang, Instrumentalmusik, Prosa und Versen gepriesen. [Einzelne Wörter sind entstellt.]
Fundstelle 02.003: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
20. Was immer hierher gehört, o Führer der Götter, erkläre es zum Wohl der Welt: die vorzügliche Ordnung der Weihe.
Fundstelle 02.011: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
21. Aufgrund des Eingehens und Hervorgehens heißt es Linga. Linga nennt man auch ein Zeichen; ein Zeichen wiederum ist eine Mudra. [Die etymologische Verbindung ist in der Vorlage entstellt.]
Fundstelle 02.016: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
22. Eine Mudra stiftet in der Welt Erkennen und Gewissheit; so ist sie Anlass göttlicher Gnade. Dies bezeichnet das Linga. [Der anschließende Hinweis auf Stütze und Gelübde ist beschädigt.]
Fundstelle 02.017: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
23. Das Linga wird zweifach genannt: beweglich und unbeweglich; es gewährt Befreiung und [Lesung unsicher] weltliche Erfüllung. Höre darüber entsprechend der von Shiva kommenden Überlieferung.
Fundstelle 02.018: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
24. Das bewegliche Linga ist der Shiva-Acharya, der seine eigene Lebensordnung wahrt; ebenso der Sadhaka, der für das eigene Ziel oder für andere tätig wird. [Schluss beschädigt.]
Fundstelle 02.019: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
25. Weshalb? Dies gilt dem Erwerb von Siddhi; für Befreiung gelten Menschen jeder Herkunft als geeignet. Ein Acharya, der das Shiva-Gelübde trägt, soll weder übermäßig groß noch übermäßig klein sein.
Fundstelle 02.026: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
26. Er soll die Verfahren der Vidya und des Vastu sowie die Maßschnüre des Linga kennen, in Jyotisha geübt sein und sich beständig der Yoga-Praxis widmen.
Fundstelle 02.029: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
27. Entsprechendes gilt für den Sadhaka. Höre über den Haushälter: Er ist durch die Verbindung mit seiner Frau ein Haushälter; er soll Yoga üben und die Vorschriften kennen. [Der Übergang ist beschädigt.]
Fundstelle 02.030: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
28. Er soll tatkräftig, innerlich gefestigt, im Handwerk kundig und verständig sein. So ist er für alle Aufgaben geeignet, besonders für dieses Vorhaben.
Fundstelle 02.031: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
29. Auch er soll die Merkmale und Maße verstehen, kundig in der Vermessung des Baugrunds sein, eine ruhige Hand und einen geraden Blick besitzen.
Fundstelle 02.034: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
30. Die tüchtigen, mutigen Handwerker und Helfer sollen ein begonnenes Werk vollenden, selbst wenn ihnen dabei das Leben bis an die Kehle dringt – also auch unter äußerster Bedrängnis.
Fundstelle 02.035: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
31. Nun erkläre ich die Merkmale des Auftraggebers, beginnend bei den Brahmanen: Er soll [erstes Merkmal unsicher], mit Tatkraft ausgestattet und ganz auf Shiva ausgerichtet sein.
Fundstelle 02.037: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
32. Für einen Menschen, dessen Leben auf Dharma ausgerichtet ist, soll man die entsprechende Handlung beginnen. Sie ist gewissenhaft zu vollziehen, weil sie zum Zustand der Befreiung hinführt.
Fundstelle 02.038: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
33. alle sind dort der Verehrung Shivas zugewandt, von seiner Allwissenheit durchdrungen. Nun werde ich die geeigneten Fundorte erklären. [Übergang beschädigt.]
Fundstelle 02.043: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Samanyalinga – Allgemeine Merkmale des Linga
34. Man soll mit dem linken Fuß voranschreiten, wenn der Atem in der linken Nadi fließt. Zur Reinigung des Weges soll man sich an Bhairavas furchtzerstörende Gestalt erinnern.
Fundstelle 03.002: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Pratima – Götterbilder
35. Shiva soll friedvoll im Lotussitz, mit Yoga verbunden und als Gestalt der Erkenntnis dargestellt werden. Steht Chamunda in der Mitte, soll an der entsprechenden Stelle Bhringin gestaltet werden. [Der Name Shiva ergibt sich aus dem vorhergehenden Block.]
Fundstelle 05.322: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
36. Vishnu sitzt auf dem König der Vögel, ist mit allen Edelsteinen geschmückt, vierarmig, von schöner Gestalt und trägt Muschelhorn, Diskus und Keule.
Fundstelle 05.347: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Chitra – Bilder und Malerei
37. Zur Erlangung weltlicher Erfüllung und der Befreiung ist ein vorzügliches Baumwolltuch für das Kultbild vorgesehen. [Halbvers.]
Fundstelle 07.005: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
38. Nach dem Verfahren des Mahayoga soll ein achtblättriger Lotus gezeichnet werden. Darauf werden die mit Rakta beginnenden Göttinnen dargestellt und auf dem Fruchtboden Bhairava.
Fundstelle 07.038: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
39. Der Maler soll im Mantra kundig sein und die entsprechende Berechtigung besitzen. Er soll die zuvor genannten Merkmale erfüllen, die Schrift kennen und der Hingabe zugetan sein.
Fundstelle 07.050: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
40. Alle Kultbilder soll man sorgfältig mit einem Tuch bedeckt halten. Zur Zeit von Verehrung, Meditation und Japa soll man sie enthüllen und den Ritus vollziehen.
Fundstelle 07.052: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
41. So soll der Kundige verfahren: Das eigene, persönliche Kultbild soll er nicht öffentlich zeigen; das allgemeine dagegen soll er den Verehrenden zeigen, um ihr Verständnis zu wecken. [Einzelne Verbformen sind entstellt.]
Fundstelle 07.053: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Pitha – Sockel und Träger
42. Das vollständige Mandala wird beschrieben als leuchtend wie der volle Mond, göttlich und den Yoga der Erkenntnis gewährend, mit Khechari verbunden. [Der Schluss ist sprachlich unsicher.]
Fundstelle 08.044: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
43. Das zum Ishana gehörende Linga soll im Nordosten eingesetzt werden. Mit Erkenntnis und Yoga verbunden, verweilt der Verehrende lange in der Welt Ishas. [Die zweite Aussage ist ein traditionelles Wirkungsversprechen.]
Fundstelle 08.133: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
44. Nachdem sie mannigfaltige Freuden erfahren haben, gelangen die mit Erkenntnis und Yoga Verbundenen aus dem Bereich der Sterblichen wieder zu Shivas Stätte, du Schönhüftige. [Lesung im dritten Versviertel unsicher.]
Fundstelle 08.248: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Prasada – Tempelbauten
45. Darüber soll man die Shakti verehren, die sämtliche kosmischen Wege trägt. Auf [beziehungsweise im Bereich] dieser Shakti soll die Vedi angeordnet werden. [Die anschließende Zahlenangabe ist beschädigt.]
Fundstelle 09.070: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
46. Dharma, Erkenntnis, Nichtanhaften und als viertes göttliche Macht werden in dieser Reihenfolge von Südosten bis Nordosten zugeordnet.
Fundstelle 09.080: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Dvara – Türen und Zugänge
47. Am oberen Ende des Gefäßes soll man sich einen Lotus vorstellen, wie den Herzlotus im eigenen Herzen. Das Gefäß wird in seinem grundlegenden Zusammenhang meditiert; danach erfolgt der Mantra-Nyasa. [Mittlerer Ausdruck unsicher.]
Fundstelle 10.085: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
48. Nachdem das Atmatattva herbeigerufen wurde, soll man es im Lotus einsetzen: als das in allen Wesen wirkende Selbst, alldurchdringend. [Die abschließende Gottesbezeichnung ist beschädigt.]
Fundstelle 10.090: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
49. Handlungskraft und Willenskraft gehören zu den beiden äußeren Spitzen, die erkennende Kraft zur mittleren. [Der zweite Halbvers über die Erkenntniskraft oberhalb des Shivatattva ist sprachlich beschädigt.] Gemeint ist die zuvor erwähnte Dreizackgestalt.
Fundstelle 10.103: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
50. Weil Shiva alles durchdringt, wird er hier als Tempelgestalt beschrieben. In dieser Entsprechung werden die Wirklichkeitsebenen, ihre Gestalten und deren Gottheiten erkannt. [Der zweite Halbvers ist sprachlich verkürzt.]
Fundstelle 10.125: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
51. Darüber liegt das Shivatattva; dort ist Shiva selbst gegenwärtig. Nachdem die drei Gottheiten eingesetzt wurden, wird der Leib des Bewusstseins zu einer Einheit gefügt.
Fundstelle 10.128: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
52. Anschließend sollen Guru, Brahmanen und Handwerker nach den eigenen Möglichkeiten Gaben erhalten, nachdem sie ordnungsgemäß bewirtet wurden.
Fundstelle 10.132: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Griha – Häuser und Siedlungen
53. Dort soll man die tägliche Verehrung, Japa, Meditation und Yoga-Praxis ausüben. Gemeinsam mit den Viras soll man die für diese Gemeinschaft vorgesehenen Speisen und Getränke teilen.
Fundstelle 14.038: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Pratishtha – Weihe und Einsetzung
Gedanke zur Lektüre: Diese Stellen gehören zu einer wirklichen Tempelweihe. Als heutige Betrachtung können sie dazu einladen, Erkenntnis und Tun zusammenzubringen: Wofür möchte ich mich innerlich ausrichten, und wie wird diese Ausrichtung in meinem Handeln sichtbar?
54. Diese Kraft heißt Anantashakti, die unbegrenzte Kraft, und ist auch als Dharini, die Tragende, bekannt. Sie verleiht Festigkeit und bringt die Entfaltung der Welt hervor. [Der letzte Ausdruck lässt auch „Vollendung der Welt“ zu.]
Fundstelle 15.369: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
55. Dem Brahma-Teil wird das Atmatattva zugeordnet, dem Vishnu-Teil das Vidyatattva und dem Rudra-Teil das Shivatattva, jeweils in dieser Reihenfolge.
Fundstelle 15.382: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
56. Mit dem vom Guru gelehrten Mantra wird dies Abschnitt für Abschnitt vollzogen, du Schönantlitzige. Ebenso sollen die zuständigen Ritualträger der Reihe nach mit Atmatattva und den weiteren Ebenen verfahren.
Fundstelle 15.388: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
57. Nachdem die vorgeschriebenen Opferhandlungen vollständig vollzogen wurden, sollen die drei Shaktis eingesetzt werden: die Erkenntniskraft in das Linga und die Handlungskraft in den Sockel.
Fundstelle 15.398: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
58. In den Brahma-Stein soll die tragende Shakti eingesetzt werden. Mit der vollständigen Opfergabe soll man über ihre verbundene Einheit meditieren.
Fundstelle 15.399: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
59. Nach der Verehrung mit Duftstoffen, Blumen und weiteren Gaben soll der geeignete Zeitpunkt erkannt werden. „Geeignete Zeit“ umfasst eine äußere und eine innere Zeit.
Fundstelle 15.400: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
60. Die äußere Zeit wird durch Jyotisha bestimmt und soll dem Guru bekannt sein. Die innere Zeit ist subtil; sie richtet sich nach der Anweisung des Gurus. [Die grammatische Form des ersten Halbverses ist beschädigt.]
Fundstelle 15.401: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
61. Ob die Ausführung vollständig oder unvollständig ist: Möge sie durch Shakti erfüllt und angenommen werden. [Halbvers; Bestandteil der in 15.405 beginnenden Anrufung.]
Fundstelle 15.406: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
62. Die Grundlage ist die unbegrenzte Shakti; was auf ihr ruht, ist der höchste Shiva. Nach der Verehrung mit Duftstoffen und Blumen wird die Verbindung rituell befestigt. [Der letzte Ritualausdruck ist nicht eindeutig.]
Fundstelle 15.423: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
63. Man soll die Shakti des Shaktiman als nicht von ihm getrennt meditieren. Nachdem man sie bis zu dem geführt hat, was über die Meditation hinausgeht, soll man sie in der Ordnung der Entfaltung einsetzen. [Einzelne Wortformen sind entstellt.]
Fundstelle 15.467: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
64. Die Gottheit wird auf dem Brahma-Stein fest eingesetzt. Mit dem eigenen Mantra soll man die höchste Wohnstatt meditieren, die Ursache, die selbst keine Ursache hat. [Wortlaut im ersten Halbvers beschädigt.]
Fundstelle 15.468: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
65. Wie der im Körper Wohnende mit dem Körper verbunden ist, so soll die Handlung in die Erkenntnis eingesetzt werden. Wie Erfahrung und Erfahrender verbunden sind, so soll Handlung mit Erkenntnis vereint werden.
Fundstelle 15.478: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
66. Der Sockel wird mit dem Mond, das Linga mit der Sonne verglichen. Die Handlung soll man als Körper auffassen, die Erkenntnis als den im Körper Wohnenden. [Die Mondbezeichnung ist in der Vorlage verkürzt.]
Fundstelle 15.482: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
67. Die Handlung ist wie der Mond zu verstehen, die Erkenntnis wird mit der Sonne verglichen. Die Handlungskraft, du Schönantlitzige, wird wie eine zur Vereinigung bereite junge Frau betrachtet. [Historische geschlechtliche Bildsprache.]
Fundstelle 15.484: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
68. Möge der höchste Herr es durch die Verbindung mit seiner Shakti vollständig machen. Danach soll der Cumbaka gemeinsam mit den Ritualträgern mit dem Wasser der Friedensgefäße [fortfahren; Satz setzt sich im Folgenden fort].
Fundstelle 15.565: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
69. Daher soll der Guru Shiva verehren, sich mit acht Körperteilen wie ein Stab niederwerfen, auf die Knie gehen und sich nach dem Lobpreis verneigen. [Ein Wort im ersten Halbvers ist unsicher.]
Fundstelle 15.572: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
70. Den Sängergruppen soll die Hälfte, den weiteren Unterhaltungskünstlern davon wiederum die Hälfte gegeben werden. Auch Armen, Blinden und Bedürftigen soll man nach den eigenen Möglichkeiten geben. [Die Bruchteile beziehen sich auf die vorangehende Gabenordnung.]
Fundstelle 15.585: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
71. Die Frauen und Mädchen der eigenen Familie soll man ehren, ebenso Dienende und Verwandte. Gefangene sollen freigelassen werden; man soll Lebewesen nicht verletzen, Geliebte.
Fundstelle 15.586: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Dhvajarohana – Aufrichten der Fahne
72. Dhvaja heißt Zeichen; die Fahne kennzeichnet die Shakti der Gottheiten. [Der folgende Ausdruck ist beschädigt.] Sie steht in Verbindung mit der Gegenwart Shivas.
Fundstelle 19.005: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
73. An der aus Bambus gefertigten Stütze soll die tragende Kraft eingesetzt werden: die alldurchdringende Shakti, Grundlage der Welt, glückverheißend und unvergänglich. [Einzelne Wortverbindungen sind entstellt.]
Fundstelle 19.014: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
74. Nach Weisung, Gebot und Willen Shivas soll man reinigen und einsetzen. So wird die beständige Gegenwart Shivas begründet, die zuvor als in der Handlung verankert beschrieben wurde.
Fundstelle 19.021: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
75. Durch deine Gnade, o Herr, habe ich das rituelle Werk empfangen, dessen Frucht weltliche Erfüllung und Befreiung ist und das die Trennung vom Samsara ermöglicht.
Fundstelle 19.039: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
76. Für Tänzer, Sänger, Musiker und andere Dienende Shivas soll man einen ausreichenden Lebensunterhalt vorsehen und für sie sorgen. [Die erste Berufsbezeichnung ist beschädigt.]
Fundstelle 19.049: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Lingashraya – Bindung an das Linga
77. Nach dem Bad und den weiteren Vorbereitungen soll man Mantra-Nyasa vollziehen, wodurch die beständige Gegenwart erreicht wird.
Fundstelle 20.061: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
78. Die Nichtzweiheit soll ohne Zweifel zur Gewissheit werden, frei von gedanklichen Unterscheidungen: rein, mit allen Vorzügen versehen und in ihrer Verwirklichung unmittelbar erkannt. [Der Satzbau ist verdichtet.]
Fundstelle 20.073: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
79. [Erster Halbvers beschädigt: Aussage über eine höhere und niedere Stätte.] Auch wenn er nicht verehrt wird, verlässt er seine Gegenwart nicht, denn er ist alldurchdringend.
Fundstelle 20.078: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Prayashchitta – Wiedergutmachung
Gedanke zur Lektüre: Die historischen Vorschriften zur Wiedergutmachung sind keine allgemeine Regel für deine heutige Übung. Ein heilsamer persönlicher Anschluss kann sein, Versäumtes ehrlich anzusehen und die Praxis mit neuem Mut wiederaufzunehmen.
80. Ritual und Meditation, die übernommenen Verpflichtungen, Japa sowie regelmäßige und anlassbezogene Feueropfer soll man so ausführen, wie sie gelehrt und verbindlich geworden sind.
Fundstelle 21.004: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
81. Wenn ein Vira als Gast oder Angehörige der Gemeinschaft ins Haus kommen, soll man sie nach den eigenen Möglichkeiten gastlich aufnehmen, mit den gemeinsam bereitgestellten Mitteln.
Fundstelle 21.013: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
82. Auch wer Befreiung sucht, soll dies ohne Hinterlist im Herzen tun. Andernfalls gibt es keine Befreiung, und Siddhi bleibt erst recht fern. [„Dies“ bezieht sich auf die zuvor genannten Formen hingebungsvoller Verehrung.]
Fundstelle 21.025: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
83. Wurde Japa absichtlich unterbrochen, soll er nachgeholt und vierfach wiederholt werden. Wurde die Meditation aus Nachlässigkeit unterbrochen, soll man sich ihr doppelt zuwenden. [Historische Wiedergutmachungsregel.]
Fundstelle 21.033: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Pavitrarohana – Darbringung der heiligen Schnüre
Gedanke zur Lektüre: Das jährliche Fest blickt auf Vollzogenes und Versäumtes zurück. Die Bitte um Vervollständigung kann zu einer heutigen Betrachtung über Demut und Vertrauen werden: Was kann ich verantwortlich nachholen, und was darf ich in Hingabe loslassen?
84. Man soll über die Ganzheit des Jahres meditieren und mit einer dreifachen Schnur umwinden: Tempel, Wassergefäß, Vedi, Stier und die weiteren Gegenstände.
Fundstelle 22.032: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
85. Nachdem dies geschehen ist, soll man über die Gegenwart in sämtlichen kosmischen Wegen meditieren, Geliebte, die vollständige Opfergabe darbringen und abschließend die Bali-Gabe übergeben.
Fundstelle 22.034: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
86. Nach Besprengung und ritueller Berührung [Lesung unsicher] soll man mit Duftstoffen und Blumen verehren. Man soll die Bedeutung der Schrift, den Guru und auch die Viras ehren.
Fundstelle 22.035: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
87. [Der einleitende Ausdruck ist unsicher.] Allein soll man in Hingabe, der Gottheit gedenkend, einschlafen. Am Morgen soll man die große Feier nach Maßgabe der eigenen Mittel ausrichten.
Fundstelle 22.048: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
88. Was aus Unwissenheit oder durch Bedrängnis ohne die vorgeschriebene Ordnung getan wurde, was absichtlich unterblieb, was getan und was nicht getan wurde, [das Gebet geht weiter].
Fundstelle 22.074: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
89. Durch das Unterlassene bin ich in meinen Verpflichtungen beeinträchtigt. Behüte und rette mich, der ich in diesem Werden versinke, o Herr der Lebenden! [Der erste Halbvers ist beschädigt.]
Fundstelle 22.075: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
90. So angesprochen, macht der Herr der Gelübde das Werk ganz und vollständig, durch die Shaktis, o von Yogis Verehrte. [Die grammatischen Verbindungen sind teilweise beschädigt.]
Fundstelle 22.077: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Abschnitt ohne erhaltenen Sachtitel
Gedanke zur Lektüre: Hier fragt Pingala nach der Einheit hinter den verschiedenen Gestalten. Die Überschrift bezeichnet die Überlieferungslage; die folgenden Gedanken bilden dennoch einen zusammenhängenden Zugang zu Shivas ungeteilter Gegenwart.
91. Auch die Unterscheidung in friedvoll und schrecklich scheint nicht angemessen. Wie kann der eine Shiva zweifach sein? Erkläre mir all dies zusammenfassend aus deiner Gnade.
Fundstelle 23.005: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
92. Die Durchdringung, die ich als Gleichheit der Wirklichkeitsebenen erklärt habe, gilt in allen Lingas. Daran besteht kein Zweifel, du Glückliche. [Die Wortfolge im zweiten Halbvers ist verdoppelt.]
Fundstelle 23.007: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
93. Die als kleiner und größer bezeichneten Maße richten sich nach dem Tempelmaß und den Mitteln des Auftraggebers. Damit wird kein Unterschied in Shiva selbst ausgesagt.
Fundstelle 23.012: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
94. Eine geringere Frucht macht ihn selbst nicht geringer. Und wenn er einem Niedrigeren eine hohe Frucht gewährt, wird er dadurch niemals herabgesetzt. [Die Argumentation ist trotz beschädigter Wortformen erkennbar.]
Fundstelle 23.015: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
95. Durch unterschiedliche Anteile an der Gabe wird der Gebende nicht geringer. Ebenso wird der Herr durch kleinere und größere Maße nicht vermindert.
Fundstelle 23.017: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
96. Wie das Menschsein eines ist und dennoch in unterschiedlichen Erscheinungen sichtbar wird, so erscheint Shiva durch die Unterschiede seiner Gestalten verschieden. [Die genaue Zweiteilung des Vergleichs ist im Sanskrit nicht sicher lesbar.]
Fundstelle 23.018: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
97. Die besondere Gegenwart an einem Ort ist wie die Sonne mit ihren Strahlen. So besteht sie in schrecklichen und friedvollen Gestalten, etwa in der Form Bhairavas.
Fundstelle 23.019: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
98. Dies ist gemäß dem Herabkommen der Shakti zu verstehen, das intensiv oder noch intensiver sein kann. Wie die Gnade sich unterschiedlich zeigt, so unterscheiden sich Shivas Erscheinungsformen.
Fundstelle 23.022: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
99. So erscheint der höchste Herr in den Gestalten der Beschützer von Rakshasas, Pishachas, Bhutas und Vetalas sowie der Ganas, Vidyadharas und weiterer Wesen.
Fundstelle 23.025: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
100. Er nimmt die Gestalt von Yakshas und Göttern an und führt die gewünschte Frucht herbei. Denn er bleibt stets jenseitig und alldurchdringend.
Fundstelle 23.026: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
101. Allwissenheit, Freiheit und allumfassendes Wirken kennzeichnen ihn. Der Herr ist allen gegenüber mitfühlend, voller Erbarmen, beständig und ewig.
Fundstelle 23.027: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
102. Jenseits des Denkens und zugleich Grundlage des Geistes wird er in der Annäherung verwirklicht. Dies ist die auf die höchste Wirklichkeit gerichtete Ordnung, die alle Vollendungen gewährt. [Der Bezug des ersten Satzes ist aus dem Zusammenhang erschlossen.]
Fundstelle 23.030: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Aus Siddhisadhanacharyalakshana – Siddhi, Sadhaka und Lehrer
Gedanke zur Lektüre: Zum Abschluss richtet sich der Blick wieder auf den Menschen, der praktiziert. Freude, Hingabe, gutes Verstehen und verlässliche Unterstützung können auch die eigene Praxis tragen.
103. Durch Shivas Willen, verbunden mit Hingabe und erfüllt vom Gedenken an Shiva, erlangen sie Befreiung, du Schönhüftige, nicht auf andere Weise. [„Sie“ bezieht sich auf die zuvor genannten Menschen, denen bestimmte Siddhi-Berechtigungen abgesprochen wurden.]
Fundstelle 25.006: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
104. Er soll freudig und nicht zornig sein und sich von Streitgesprächen und rechthaberischem Reden abwenden. Dies sind besondere Merkmale eines Sadhaka beziehungsweise Lehrers.
Fundstelle 25.032: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
105. Nachdem er gründlich erkannt und geprüft wurde, wird er von Shakti angetrieben, ist mit fester Hingabe verbunden und vom Mantra geprägt. [Einzelne Wortformen sind beschädigt.]
Fundstelle 25.034: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
106. Ihm soll der Sinn des Tantra und der Umfang der Lehre erklärt werden. Nachdem er durch die entsprechenden Einweihungshandlungen bereitet wurde, sollen Mantra und Tantra offenbart werden. [Das erste Verb ist beschädigt.]
Fundstelle 25.035: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
107. Er lebt zurückgezogen in einer Höhle, gestärkt durch Mantra und Tantra. Wenn er die eigene Erfüllung anstrebt, widmet er sich den entsprechenden Übungen.
Fundstelle 25.036: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
108. Mit verlässlichen, entschlossenen Helfern, die ihm in ihrer Eignung entsprechen, und mit allen erforderlichen Mitteln ausgestattet, soll er die Praxis beginnen.
Fundstelle 25.037: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Konkordanz der 108 Verse
Die folgende Konkordanz verwendet die redaktionelle Stellenzählung. Wiederholungen des Sanskritanfangs am Ende des Werkes werden nicht ein zweites Mal als eigene inspirierende Aussage gezählt.
| Auswahl | Fundstelle IAST | Lesebereich | Devanagari |
|---|---|---|---|
| 1 | 01.006 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.006 |
| 2 | 01.010 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.010 |
| 3 | 01.013 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.013 |
| 4 | 01.015 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.015 |
| 5 | 01.016 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.016 |
| 6 | 01.017 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.017 |
| 7 | 01.018 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.018 |
| 8 | 01.025 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.025 |
| 9 | 01.038 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.038 |
| 10 | 01.039 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.039 |
| 11 | 01.057 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.057 |
| 12 | 01.059 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.059 |
| 13 | 01.060 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.060 |
| 14 | 01.061 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.061 |
| 15 | 01.069 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.069 |
| 16 | 01.070 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.070 |
| 17 | 01.080 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.080 |
| 18 | 01.096 – Deutsch · IAST | Vyakhya – Überlieferung, Erklärung und Studium | Devanagari 01.096 |
| 19 | 02.003 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.003 |
| 20 | 02.011 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.011 |
| 21 | 02.016 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.016 |
| 22 | 02.017 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.017 |
| 23 | 02.018 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.018 |
| 24 | 02.019 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.019 |
| 25 | 02.026 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.026 |
| 26 | 02.029 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.029 |
| 27 | 02.030 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.030 |
| 28 | 02.031 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.031 |
| 29 | 02.034 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.034 |
| 30 | 02.035 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.035 |
| 31 | 02.037 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.037 |
| 32 | 02.038 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.038 |
| 33 | 02.043 – Deutsch · IAST | Prashna – Fragen und Voraussetzungen | Devanagari 02.043 |
| 34 | 03.002 – Deutsch · IAST | Samanyalinga – Allgemeine Merkmale des Linga | Devanagari 03.002 |
| 35 | 05.322 – Deutsch · IAST | Pratima – Götterbilder | Devanagari 05.322 |
| 36 | 05.347 – Deutsch · IAST | Pratima – Götterbilder | Devanagari 05.347 |
| 37 | 07.005 – Deutsch · IAST | Chitra – Bilder und Malerei | Devanagari 07.005 |
| 38 | 07.038 – Deutsch · IAST | Chitra – Bilder und Malerei | Devanagari 07.038 |
| 39 | 07.050 – Deutsch · IAST | Chitra – Bilder und Malerei | Devanagari 07.050 |
| 40 | 07.052 – Deutsch · IAST | Chitra – Bilder und Malerei | Devanagari 07.052 |
| 41 | 07.053 – Deutsch · IAST | Chitra – Bilder und Malerei | Devanagari 07.053 |
| 42 | 08.044 – Deutsch · IAST | Pitha – Sockel und Träger | Devanagari 08.044 |
| 43 | 08.133 – Deutsch · IAST | Pitha – Sockel und Träger | Devanagari 08.133 |
| 44 | 08.248 – Deutsch · IAST | Pitha – Sockel und Träger | Devanagari 08.248 |
| 45 | 09.070 – Deutsch · IAST | Prasada – Tempelbauten | Devanagari 09.070 |
| 46 | 09.080 – Deutsch · IAST | Prasada – Tempelbauten | Devanagari 09.080 |
| 47 | 10.085 – Deutsch · IAST | Dvara – Türen und Zugänge | Devanagari 10.085 |
| 48 | 10.090 – Deutsch · IAST | Dvara – Türen und Zugänge | Devanagari 10.090 |
| 49 | 10.103 – Deutsch · IAST | Dvara – Türen und Zugänge | Devanagari 10.103 |
| 50 | 10.125 – Deutsch · IAST | Dvara – Türen und Zugänge | Devanagari 10.125 |
| 51 | 10.128 – Deutsch · IAST | Dvara – Türen und Zugänge | Devanagari 10.128 |
| 52 | 10.132 – Deutsch · IAST | Dvara – Türen und Zugänge | Devanagari 10.132 |
| 53 | 14.038 – Deutsch · IAST | Griha – Häuser und Siedlungen | Devanagari 14.038 |
| 54 | 15.369 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.369 |
| 55 | 15.382 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.382 |
| 56 | 15.388 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.388 |
| 57 | 15.398 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.398 |
| 58 | 15.399 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.399 |
| 59 | 15.400 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.400 |
| 60 | 15.401 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.401 |
| 61 | 15.406 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.406 |
| 62 | 15.423 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.423 |
| 63 | 15.467 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.467 |
| 64 | 15.468 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.468 |
| 65 | 15.478 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.478 |
| 66 | 15.482 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.482 |
| 67 | 15.484 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.484 |
| 68 | 15.565 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.565 |
| 69 | 15.572 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.572 |
| 70 | 15.585 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.585 |
| 71 | 15.586 – Deutsch · IAST | Pratishtha – Weihe und Einsetzung | Devanagari 15.586 |
| 72 | 19.005 – Deutsch · IAST | Dhvajarohana – Aufrichten der Fahne | Devanagari 19.005 |
| 73 | 19.014 – Deutsch · IAST | Dhvajarohana – Aufrichten der Fahne | Devanagari 19.014 |
| 74 | 19.021 – Deutsch · IAST | Dhvajarohana – Aufrichten der Fahne | Devanagari 19.021 |
| 75 | 19.039 – Deutsch · IAST | Dhvajarohana – Aufrichten der Fahne | Devanagari 19.039 |
| 76 | 19.049 – Deutsch · IAST | Dhvajarohana – Aufrichten der Fahne | Devanagari 19.049 |
| 77 | 20.061 – Deutsch · IAST | Lingashraya – Bindung an das Linga | Devanagari 20.061 |
| 78 | 20.073 – Deutsch · IAST | Lingashraya – Bindung an das Linga | Devanagari 20.073 |
| 79 | 20.078 – Deutsch · IAST | Lingashraya – Bindung an das Linga | Devanagari 20.078 |
| 80 | 21.004 – Deutsch · IAST | Prayashchitta – Wiedergutmachung | Devanagari 21.004 |
| 81 | 21.013 – Deutsch · IAST | Prayashchitta – Wiedergutmachung | Devanagari 21.013 |
| 82 | 21.025 – Deutsch · IAST | Prayashchitta – Wiedergutmachung | Devanagari 21.025 |
| 83 | 21.033 – Deutsch · IAST | Prayashchitta – Wiedergutmachung | Devanagari 21.033 |
| 84 | 22.032 – Deutsch · IAST | Pavitrarohana – Darbringung der heiligen Schnüre | Devanagari 22.032 |
| 85 | 22.034 – Deutsch · IAST | Pavitrarohana – Darbringung der heiligen Schnüre | Devanagari 22.034 |
| 86 | 22.035 – Deutsch · IAST | Pavitrarohana – Darbringung der heiligen Schnüre | Devanagari 22.035 |
| 87 | 22.048 – Deutsch · IAST | Pavitrarohana – Darbringung der heiligen Schnüre | Devanagari 22.048 |
| 88 | 22.074 – Deutsch · IAST | Pavitrarohana – Darbringung der heiligen Schnüre | Devanagari 22.074 |
| 89 | 22.075 – Deutsch · IAST | Pavitrarohana – Darbringung der heiligen Schnüre | Devanagari 22.075 |
| 90 | 22.077 – Deutsch · IAST | Pavitrarohana – Darbringung der heiligen Schnüre | Devanagari 22.077 |
| 91 | 23.005 – Deutsch · IAST | Abschnitt ohne erhaltenen Sachtitel | Devanagari 23.005 |
| 92 | 23.007 – Deutsch · IAST | Abschnitt ohne erhaltenen Sachtitel | Devanagari 23.007 |
| 93 | 23.012 – Deutsch · IAST | Abschnitt ohne erhaltenen Sachtitel | Devanagari 23.012 |
| 94 | 23.015 – Deutsch · IAST | Abschnitt ohne erhaltenen Sachtitel | Devanagari 23.015 |
| 95 | 23.017 – Deutsch · IAST | Abschnitt ohne erhaltenen Sachtitel | Devanagari 23.017 |
| 96 | 23.018 – Deutsch · IAST | Abschnitt ohne erhaltenen Sachtitel | Devanagari 23.018 |
| 97 | 23.019 – Deutsch · IAST | Abschnitt ohne erhaltenen Sachtitel | Devanagari 23.019 |
| 98 | 23.022 – Deutsch · IAST | Abschnitt ohne erhaltenen Sachtitel | Devanagari 23.022 |
| 99 | 23.025 – Deutsch · IAST | Abschnitt ohne erhaltenen Sachtitel | Devanagari 23.025 |
| 100 | 23.026 – Deutsch · IAST | Abschnitt ohne erhaltenen Sachtitel | Devanagari 23.026 |
| 101 | 23.027 – Deutsch · IAST | Abschnitt ohne erhaltenen Sachtitel | Devanagari 23.027 |
| 102 | 23.030 – Deutsch · IAST | Abschnitt ohne erhaltenen Sachtitel | Devanagari 23.030 |
| 103 | 25.006 – Deutsch · IAST | Siddhisadhanacharyalakshana – Siddhi, Sadhaka und Lehrer | Devanagari 25.006 |
| 104 | 25.032 – Deutsch · IAST | Siddhisadhanacharyalakshana – Siddhi, Sadhaka und Lehrer | Devanagari 25.032 |
| 105 | 25.034 – Deutsch · IAST | Siddhisadhanacharyalakshana – Siddhi, Sadhaka und Lehrer | Devanagari 25.034 |
| 106 | 25.035 – Deutsch · IAST | Siddhisadhanacharyalakshana – Siddhi, Sadhaka und Lehrer | Devanagari 25.035 |
| 107 | 25.036 – Deutsch · IAST | Siddhisadhanacharyalakshana – Siddhi, Sadhaka und Lehrer | Devanagari 25.036 |
| 108 | 25.037 – Deutsch · IAST | Siddhisadhanacharyalakshana – Siddhi, Sadhaka und Lehrer | Devanagari 25.037 |
Wichtige Mantras und Gebete im Pingalamata
Die Formeln werden in der Lesung des E-Textes wiedergegeben. Insbesondere werden ungewöhnliche Bijas nicht durch bekanntere Silben ersetzt. Die Devanagari-Form stammt jeweils aus derselben Stelle der vorhandenen Devanagari-Datei. Das dort geschriebene ओं wird beibehalten. Bija-Silben erhalten keine erfundene wörtliche Übersetzung. Svaha ist eine Darbringungsformel; ihre genaue Funktion richtet sich nach dem Ritualzusammenhang.
Die Zahl „2“ bezeichnet in den betreffenden Formeln die Wiederholung des unmittelbar vorausgehenden Wortes. Sie bleibt in der quellengetreuen Darstellung sichtbar. Vollständige Rezitationsformen werden nur dort angeboten, wo der Formelwortlaut abgegrenzt werden kann. Benachbarte beschädigte Ritualanweisungen werden dadurch nicht als geklärt ausgegeben.
Eingangsverehrung Shivas
IAST: oṃ namaḥ śivāya
Devanagari: ओं नमः शिवाय
Bedeutung und Funktion: Om. Verehrung sei Shiva. Eingangsformel des Werkes; ein eigenständiges Zeugnis für das Shiva-Mantra.
Fundstelle 01.001: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
IAST: oṃ śrī hrīṃ hūṃ vauṣaṭ
Devanagari: ओं श्री ह्रीं हूं वौषट्
Bedeutung und Funktion: Bija-Formel im Zusammenhang der Traumbefragung bei der Vorbereitung eines Kultbildes. Die Silben haben hier keine wörtliche Satzübersetzung. Die Quelle nennt die Formel svapna māṇavakaḥ.
Fundstelle 05.015: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Wiederholte Verehrung Shivas
IAST: oṃ namaḥ śivāya namo namaḥ
Devanagari: ओं नमः शिवाय नमो नमः
Bedeutung und Funktion: Om. Verehrung sei Shiva; Verehrung, Verehrung. Die Zeile steht im Kontext der Gewinnung des Holzes für ein Kultbild.
Fundstelle 05.021: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Bitte an Shankari um Vervollständigung
IAST: oṃ namaḥ śāṅkari pūraya 2 svāhā
Devanagari: ओं नमः शाङ्करि पूरय २ स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Verehrung der Shankari; „erfülle, erfülle“. Die Anrufung begleitet die Übergabe des vollzogenen Werkes an die Erkenntniskraft. Die Anredeform śāṅkari bleibt quellengetreu stehen.
Fundstelle 15.408: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Die alldurchdringende, feste Grundlage
IAST: oṃ namo vyāpini sthire acale dhruve hrīṃ laṃ hrīṁ svāhā
Devanagari: ओं नमो व्यापिनि स्थिरे अचले ध्रुवे ह्रीं लं ह्रीं स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Verehrung der Alldurchdringenden, Festen, Unbeweglichen und Beständigen. Die Bija-Folge gehört zum Einsetzen des Grundsteins. Ṃ und ṁ werden wie in der Quelle wiedergegeben.
Fundstelle 15.420: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Anantisha
IAST: oṃ aṃ anantīśāya svāhā
Devanagari: ओं अं अनन्तीशाय स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung Anantishas mit der Bija-Silbe aṃ und der Darbringungsformel svāhā.
Fundstelle 16.127: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Shrikantha
IAST: oṃ śrauṃ śrīkaṃṭhāya svāhā
Devanagari: ओं श्रौं श्रीकंठाय स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung Shrikanthas. Die Quelle bezeichnet sie als Avahana-Mantra, als Formel der Herbeirufung.
Fundstelle 16.130: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Mahadeva
IAST: oṃ māṃ mahādevāya svāhā
Devanagari: ओं मां महादेवाय स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung Mahadevas mit māṃ. Die vorausgehende Zeile behandelt die zugehörigen Mantra-Glieder.
Fundstelle 16.131: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Ganapati
IAST: oṃ gauṃ gaṇapataye svāhā
Devanagari: ओं गौं गणपतये स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Darbringung an Ganapati. Die Quelle hat ausdrücklich gauṃ; dies wird nicht stillschweigend in das bekanntere gaṃ geändert.
Fundstelle 16.136: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Kartikakumara
IAST: oṃ kauṃ kārtika kumārāya svāhā
Devanagari: ओं कौं कार्तिक कुमाराय स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung Kumaras, in der Quelle dem sechsgesichtigen Gott Shanmukha zugeordnet.
Fundstelle 16.138: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Nandikeshvara
IAST: oṃ nauṃ nandikeśvarāya svāhā
Devanagari: ओं नौं नन्दिकेश्वराय स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung Nandikeshvaras mit der Bija-Silbe nauṃ.
Fundstelle 16.140: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Mahakala
IAST: oṃ mo mahākālāya svāhā
Devanagari: ओं मो महाकालाय स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung Mahakalas. Die Quelle hat mo; eine Ergänzung zu moṃ wird nicht vorgenommen.
Fundstelle 16.141: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Bhringiriti
IAST: oṃ bhoṃ bhṛṅgiriṭaye svāhā
Devanagari: ओं भों भृङ्गिरिटये स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung Bhringins unter der in der Formel erhaltenen Namensform bhṛṅgiriṭi.
Fundstelle 16.142: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Chamunda
IAST: oṃ cauṃ cāmuṇḍāyai svāhā
Devanagari: ओं चौं चामुण्डायै स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung Chamundas mit cauṃ.
Fundstelle 16.144: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Indrani
IAST: oṃ iṃ indrāṇyai svāhā
Devanagari: ओं इं इन्द्राण्यै स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung Indranis mit iṃ.
Fundstelle 16.145: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
IAST: oṃ vauṃ vaiṣṇavyai svāhā
Devanagari: ओं वौं वैष्णव्यै स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung Vaishnavis mit vauṃ.
Fundstelle 16.147: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Kaumari
IAST: oṃ kauṃ kaumāryai svāhā
Devanagari: ओं कौं कौमार्यै स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung Kaumaris mit kauṃ.
Fundstelle 16.148: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Maheshvari
IAST: oṃ mauṃ maheśvaryai svāhā
Devanagari: ओं मौं महेश्वर्यै स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung Maheshvaris. Die Kurzvokallesung maheśvaryai der Formel bleibt stehen.
Fundstelle 16.149: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Ardhanarishvara
IAST: oṃ nauṃ iṃ arddhanārīśvarāya svāhā
Devanagari: ओं नौं इं अर्द्धनारीश्वराय स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung Ardhanarishvaras, der Gestalt Shivas mit weiblicher Hälfte.
Fundstelle 16.151: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Hari-Shankara
IAST: oṃ hauṃ śauṃ hariśaṃkarāya svāhā
Devanagari: ओं हौं शौं हरिशंकराय स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung der gemeinsamen Gestalt Hari-Shankara.
Fundstelle 16.153: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Uma-Maheshvara
IAST: oṃ oṃ moṃ umāmaheśvarāya svāhā
Devanagari: ओं ओं मों उमामहेश्वराय स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung von Uma-Maheshvara. Das doppelte oṃ am Anfang wird aus der Quelle übernommen.
Fundstelle 16.155: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Vishnu
IAST: oṃ vauṃ vaṃ vaiṣṇave svāhā
Devanagari: ओं वौं वं वैष्णवे स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Die Quelle bezeichnet diese Formel als Herbeirufung Vishnus. Die tatsächlich ausgeschriebene Form lautet vaiṣṇave; sie wird nicht in viṣṇave verbessert.
Fundstelle 16.157: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Brahma
IAST: oṃ vauṃ brahmaṇe svāhā
Devanagari: ओं वौं ब्रह्मणे स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung Brahmas mit vauṃ.
Fundstelle 16.159: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Nagaraja
IAST: oṃ nauṃ nāgarājāya svāhā
Devanagari: ओं नौं नागराजाय स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung des Königs der Nagas.
Fundstelle 16.163: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Pitrdeva
IAST: oṃ pauṃ pitṛdevāya svāhā
Devanagari: ओं पौं पितृदेवाय स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung der Ahnengottheit. Die Quelle nennt als Kontext den Bestattungsort; keine allgemeine Alltagsanweisung.
Fundstelle 16.165: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Vrishabha
IAST: oṃ hrāṃ hrīṃ vṛṣabhāya svāhā
Devanagari: ओं ह्रां ह्रीं वृषभाय स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Anrufung des Stieres Vrishabha, im Zusammenhang seiner Einsetzung.
Fundstelle 18.089: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Rudra und die Aufhebung von Verfehlungen
IAST: oṃ namo bhagavate rudrāya śūlapāṇine hana hana daha daha paca paca nāśaya nāśaya sarvapāpa bhakṣa bhakṣa oṃ hrīṁ hūṁ phaṭ ṭha ṭha
Devanagari: ओं नमो भगवते रुद्राय शूलपाणिने हन हन दह दह पच पच नाशय नाशय सर्वपाप भक्ष भक्ष ओं ह्रीं हूं फट् ठ ठ
Bedeutung und Funktion: Verehrung des erhabenen Rudra, des Dreizackträgers. Die Verben bedeuten „schlage, verbrenne, koche, vernichte, verschlinge“; im Zusammenhang richten sie sich auf die Beseitigung von Verfehlung, ausdrücklich sarvapāpa. Dies ist eine Prayaschitta-Formel, keine Aufforderung zu Gewalt gegen Menschen. Die Endsilben ṭha ṭha werden nicht durch eine andere Schlussformel ersetzt.
Fundstelle 21.042: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Herr der Gelübde und Verpflichtungen
IAST: oṃ namo vrataniyameśvarāya pūraya 2 svāhā
Devanagari: ओं नमो व्रतनियमेश्वराय पूरय २ स्वाहा
Bedeutung und Funktion: Verehrung dem Herrn der Gelübde und Verpflichtungen: „erfülle, erfülle“. Im Pavitrarohana bittet die Formel um Vervollständigung des rituellen Werkes.
Fundstelle 22.042: Deutsch im Zusammenhang · IAST · Devanagari.
Ein zusammenhängendes Gebet um Führung im Traum
IAST: oṃ namaḥ śaṃbhotrinetrāya piṅgalāya mahātmane |
Devanagari: ओं नमः शंभोत्रिनेत्राय पिङ्गलाय महात्मने |
IAST: vāmāya viśvarūpāya namobhairavarūpine |
svapnaṃ kathaya me śambho sarvakārye sureśvara ||
Devanagari: वामाय विश्वरूपाय नमोभैरवरूपिने |
स्वप्नं कथय मे शम्भो सर्वकार्ये सुरेश्वर ||
Bedeutung: „Om. Verehrung Shambhu, dem Dreiäugigen, dem Rötlichbraunen, dem Großseeligen; dem Vama, dem Allgestaltigen, dem in Bhairava-Gestalt. Offenbare mir den Traum, o Shambhu, bei allen Vorhaben, o Herr der Götter.“ Die Wortverbindung śaṃbhotrinetrāya ist in der Vorlage grammatisch unregelmäßig; die Übersetzung gibt die erkennbaren Anrufungen wieder. Die Formel steht in der historischen Traumbefragung vor der Bearbeitung des Steins. Fundstellen: 03.028–03.029.
Weitere Formeln, Bijas und nicht sicher auflösbare Angaben
Einige Stellen enthalten zwar erkennbare Formeln, aber beschädigte oder mehrdeutige Lesungen. Sie werden hier nachgewiesen, ohne sie zu einer scheinbar gesicherten Rezitationsfassung umzuschreiben.
| Fundstelle | Befund |
|---|---|
| 03.020 | Anrufung beim Gewinnen des Steins; cale/dhrūve und die Verbindung zu nagādhipati sind sprachlich auffällig. |
| 03.031 | Traumformel mit huṃ und hili 2; die Wendung śubhaṃ dalaya würde wörtlich das Günstige zerstören lassen. Keine stille Korrektur zu einem vermuteten Gegenteil. |
| 05.012 | Gebet an den Baum; Text ausdrücklich mit unsicherer Lesung. Keine Ergänzung des beschädigten Schlusses. |
| 05.022 | Formelrest mit svāhā im Zusammenhang mit Fällen und Niederlegen des Baumes; Anfang nicht sicher. |
| 09.091, 09.106–107, 13.154 | Anweisungen zur Bildung von Formeln aus Namen, Pranava und Endungen namaḥ, svāhā, vauṣaṭ, svadhā, vaṣaṭ sowie hūṃ und phaṭ. Keine ausgeschriebenen vollständigen Gottheitenmantras für jeden Einzelfall. |
| 15.068 | Kalasha-Formel mit doppeltem Om und Anrufung Brahmas; Satzanschluss und Abgrenzung zum Folgeausdruck unklar. |
| 15.080, 15.161 | Buchstabenfolge beziehungsweise Formelbildung mit Om, Gottheitenname und namah. Nicht als frei rekonstruierte Mantraserie ausgeschrieben. |
| 15.405–407 | Zusammenhängende Bitte an Rudra um Annahme und Vervollständigung; die deutsche Bedeutung des mittleren Halbverses steht in der Auswahl und Konkordanz unter 15.406. |
| 15.412 | Bija-Folge; bereits die erste Bija ist mit Fragezeichen markiert. |
| 15.553 | Sieben Bitten um Festigkeit, Unermesslichkeit, Erkenntnis, Beständigkeit, Allgegenwart, Unvergänglichkeit und Erfülltheit; Worttrennung und Negationen sind teilweise unsicher. |
| 16.134, 16.139, 16.146, 16.150, 16.161 | Herbeirufungsformeln für Bhairava, Aditya, Varahi, Shri und Revanta. Mehrere Namensformen beziehungsweise Silbentrennungen sind auffällig; keine normalisierten Ersatzfassungen. |
| 16.242–265 | Formeln für Vajra, Shakti, Stab, Schwert, Schlinge, Fahne, Keule, Dreizack, Diskus und Lotus. Einzelne Bijas und Zuordnungen der Mantra-Glieder sind unsicher. Die vollständigen Quellstellen stehen in den Sanskritausgaben; sie werden hier nicht in praktische Anwendungen umgesetzt. |
| 17.014 | Vyapakeshvara-Anrufung und Gliedermantras. Die Folge enthält einen auffälligen Ausdruck vor dem Kavaca-Mantra; deshalb keine ergänzte Standardserie. |
| 21.035–038 | Teilweise beschädigte Anleitung zur Zusammensetzung der Prayaschitta-Formel. Die ausdrücklich ausgeschriebene Formel folgt in 21.042 und ist oben wiedergegeben. |
Die Sanskritseiten bewahren auch weitere bloße Mantrabezeichnungen, etwa Mula-, Hridaya-, Astra- und Pranava-Mantra. Eine solche Benennung ist nicht automatisch eine vollständig ausgeschriebene Formel. Ebenso werden Varianten mit „wie zuvor“ nicht durch unbelegte Silben ergänzt.
Vom Lesen zur Praxis
Wähle für heute nur eine Stelle. Lies zuerst ihre deutsche Übersetzung und öffne dann den Zusammenhang, wenn ein Ausdruck unklar bleibt. Verweile anschließend einen Augenblick in Stille. Du musst nicht sofort eine besondere Erfahrung machen; manchmal genügt es, einen Gedanken aufmerksam mit in den Tag zu nehmen.
Vielleicht möchtest du jemandem geduldig zuhören, eine Aufgabe sorgfältig vollenden oder deinen Übungsplatz mit einer Blume schmücken. So kann aus der Lektüre eine kleine Handlung der Hingabe werden. Besonders tragfähig sind Nichtverletzen, Mitgefühl, verständliches Lehren und gastfreundliches Handeln.
Weitere Anregungen findest du unter Fünf Anregungen für Yoga-Aspiranten, Hintergründe unter Yoga und innere Bedeutung der äußeren Formen. Für das Üben im Alltag: Yoga und Meditation.
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Quellen und Weiterlesen
Grundlage: Muktabodha Indological Research Institute, Piṅgalāmata, M00305, Revision 0 vom 1. März 2014, NGMCP 3-376/vi; IAST und Devanagari. Quellenlizenz: Creative Commons BY-NC 4.0. Auswahl, Übersetzung und redaktionelle Stellenzählung gehören zur vorliegenden Bearbeitung. Die beschädigte Textgestalt ist nicht durch eine neue kritische Edition ersetzt.
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