Günstlingswirtschaft

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Günstlingswirtschaft - Wortdefinition und praktische Tipps. Günstlingswirtschaft bedeutet, dass jemand diejenigen begünstigt, die ihm besonders gewogen sind. Günstlingswirtschaft bedeutet insbesondere die Bevorzugung von Günstlingen bei der Besetzung von Ämtern. Es gibt eine feine Linie zwischen Liebe/Freundschaft und Neutralität/Strenge. Günstlingswirtschaft ist eine Form der Korruption.

Güte, wichtig bei Günstlingswirtschaft

Günstlingswirtschaft führt dazu, dass Ämter, Positionen, Verantwortungsstellungen nicht von den geeignetsten Menschen ausgeübt werden sondern von denen, die einem anderen am meisten passen. Auf der einen Seite ist das menschliche Element wichtig, auf der anderen Seite braucht es Neutralität. Wenn Positionen nach persönlicher Präferenz, nach Herkunft oder auch nach gegenseitigen Gefallen vergeben werden, verkommt ein Gemeinwesen. Das gilt nicht nur für ganze Staaten. Günstlingswirtschaft gilt es auch zu vermeiden in Kommunen, in Unternehmen, Vereinen und spirituellen Gemeinschaften.

Umgang mit Günstlingswirtschaft

Wenn du in einem Unternehmen Günstlingswirtschaft siehst, dann musst du überlegen, ob du im richtigen Unternehmen bist. Willst du lieber diese Art von Korruption mitmachen oder willst du lieber woanders tätig werden, wo man auf eine andere Art und Weise miteinander umgeht. Aber bevor du zu falschen Schlüssen kommst musst du überlegen, ob es wirklich unethische Günstlingswirtschaft ist oder ob einfach nur die Menschen, die sich besser kennen, freundlicher miteinander umgehen und sich gegenseitig helfen.

Es ist eine feine Linie, dass Kollegen sich stützen und man gegenseitig füreinander einsteht und Günstlingswirtschaft zu betreiben. Es gilt zu überlegen, ob es wirklich Günstlingswirtschaft ist. Wenn es wirklich Günstlingswirtschaft ist, also Menschen begünstigt werden ohne, dass es dafür einen guten Grund gibt, dass dort Netzwerke geschaffen werden, die für äußere nicht zugänglich sind, dann ist es tatsächlich am Klügsten du suchst dir ein anderes Unternehmen, einen anderen Verein, wo deine Talente besser eingesetzt werden. Lass dich nicht korrumpieren.

Günstlingswirtschaft in Gemeinschaften

In Gemeinschaften bilden sich gemeinsame Ziele und man sollte dann auch entsprechend denken

Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2016

Gemeinschaften sind wichtig für den Menschen

Günstlingswirtschaft in Gemeinschaften. Der Mensch ist ein emotionales Wesen. Der Mensch will sich gerne mit anderen gut fühlen. Der Mensch will gerne so mit andern zu Recht kommen, dass es von Liebe und Freude geprägt ist. Ein rein rationales Zusammensein ist kaum möglich. Aber die Grenzen zwischen zwischenmenschlicher Liebe und Eingehen auf die Bedürfnisse von anderen und Günstlingswirtschaft sind fließend. Das gilt in jeder Art von Gemeinschaft, wobei ich jetzt besonders meine eine spirituelle Gemeinschaft wo konkret Menschen zusammen leben. Aber auch ein Verein, ein gemeinnütziger Verein, eine Initiative: Da geht es auch darum, gemeinsam etwas zu bewirken. Man hat gemeinsame Ziele. Angenommen Du hast einen Verein zur Förderung der Streuobst-Wiesen in Deiner Gegend, dann habt ihr ein gemeinsames Ziel. Und jetzt ist die Frage, wie geht man das an. Vielleicht macht man einen gemeinnützigen Verein, um dem eine Form zu geben, oder eine informelle Initiative. Dann wird man überlegen, wie wirkt man zusammen. Oder angenommen, Du willst eine spirituelle Gemeinschaft gründen im kleineren Maße. Einen kleinen Yoga-Verein, wo man Dinge zusammen bringt. Jetzt geht es zunächst darum, wie kommt man miteinander zurecht. Mensch ist jemand, der zielorientiert denkt. Das ist eine Sache. Er ist motiviert, etwas Gutes zu bewirken. Man könnte auch sagen, die Erfolgsmotivation des Menschen ist die Richtung, dass man etwas Gutes bewirken will.

Gerechtigkeit ist wichtig für den Menschen

Zweite Sache, die für den Menschen dann wichtig ist, ist eben dann auch Gerechtigkeit. Wenn wir schon idealistisch sind, dann wollen wir das auch gerecht machen. Also geht es oft darum wie ist der Weg zu diesem Ziel, wie kann man es gut machen. Eine dritte Sache, die Menschen inspiriert und motiviert ist irgendwo Herzlichkeit. Man will sich mit einem anderen austauschen. Man will sich mit einem anderen Menschen verbinden. Und es ist nichts falsches, wenn man versucht, Dinge zusammen mit anderen zu machen, die man mag, mit denen man gut zurecht kommt. Jetzt muss man nur aufpassen, wird daraus keine Günstlingswirtschaft. D.h. man umgibt sich mit Menschen, die gleiche Ideen haben, die einem vielleicht nach dem Mund reden. Und die man dann übermäßig bevorteilt. Angenommen, Du bist Vereinsvorsitzender oder Gründer der Initiative oder Du bist der Yogalehrer, der irgendwo Schüler und Teilnehmer hat. Dann musst Du manchmal überlegen, bin ich vielleicht zu den Menschen, die ich mag, zu zuvorkommend und übertrage ich ihm zu viel Verantwortung, gebe ich Ihnen zu viele Vorteile, dann ist es Günstlingswirtschaft. Und die Günstlingswirtschaft ist dann wiederum nicht gut. Man braucht eine gewisse Neutralität und Objektivität. Man sollte sich nicht mit Günstlingen umgeben. Es ist auch mal wichtig, dass Menschen andere Meinungen haben. Man muss manchmal auch überlegen, sind die Menschen, mit denen ich normalerweise zusammenwirke, sind das die, die für diese Sache besonders gut sind. Es ist nicht einfach abzuwägen, wenn Du meine Vorträge hörst, dann merkst Du, ich bin dort oft unsicher. Ich überlege auch immer wieder. Ich bin ja Leiter einer Lebensgemeinschaft, einer spirituellen Gemeinschaft, man könnte auch sagen von einer Gruppe verschiedener Ashrams und verschiedener Yogazentren, kleinster Gemeinschaften, besteht dann aus einem einzigen Menschen. Die Yogazentren in Koblenz, Hamburg und Harburg und die große Lebensgemeinschaft unter dem Dach Bad Meinberg. Letztlich gibt es dort 200 Lebensgemeinschafts-Mitgliedern. Und dann stellt sich immer wieder die Frage, wem gibt man die Verantwortung, auf wen greift man zurück. Wem gibt man Ausnahmen von bestimmten Regeln. Wie wägt man bestimmte Dinge ab. Da gilt es eine gewisse Neutralität zu wahren. Aber Neutralität ist auch wieder eine Kälte. Rein Regelorientiertheit ist Kälte und manchmal Herzlosigkeit. Jemand zu probieren, den Menschen zu berücksichtigen, in seinen besonderen Anliegen wirkt als Willkür und manchmal auch als Günstlingswirtschaft.

Letztlich muss man immer abwägen und beten, oh Gott, zeige mir Dein Licht und Deine Wahrheit, dass sie mich leiten. Oh Gott, bitte führe mich. Dein Wille geschehe, was ich auch immer tue, ich will es auch Liebe tun, ich will es tun, um anderen Gutes zu tun. Ich will es tun, um Gutes zu bewirken, in Deinen Diensten, im Bewusstsein, meiner Unvollkommenheit und meines Unwissens und meiner Unwissenheit. Wenn Du so demütig bleibst und nicht selbstgerecht bist, dann wirst Du immer wieder neu abwägen – Gerechtigkeit versus Herzlichkeit und letztlich auch Neutralität versus Günstlingswirtschaft. Oder auch, wann wird das sich umgeben mit Menschen, mit dem man gut zu Recht kommt, zur Günstlingswirtschaft. Und wann wird eine zu starke Objektivität zu Kälte und Herzlosigkeit.

Günstlingswirtschaft in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Günstlingswirtschaft gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Günstlingswirtschaft - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Günstlingswirtschaft sind zum Beispiel Vetternwirtschaft, Klüngel, Nepotismus, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt, Treue .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Günstlingswirtschaft - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Günstlingswirtschaft sind zum Beispiel Wettbewerbsfähigkeit, Konkurrenzfähigkeit, Zusammenarbeit, Kooperation, Arroganz, Ausbeutung, Respektlosigkeit . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Günstlingswirtschaft, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Günstlingswirtschaft, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Günstlingswirtschaft stehen:

Eigenschaftsgruppe

Günstlingswirtschaft kann gezählt werden folgenden beiden Eigenschaftsgruppen

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Günstlingswirtschaft ist zum Beispiel das Substantiv Günstling.

Wer Günstlingswirtschaft hat, der ist ein Günstling.

Siehe auch

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