Ausbeutung

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Ausbeutung - was ist das? Wie geht man damit um? Ausbeutung ist das Ausnutzen anderer oder auch die Ausbeutung von sich selbst. Ausbeutung kommt von Ausbeute, was Ertrag, Gewinn und Kriegsbeute bezeichnet. In früheren Zeiten haben sich kriegerische Stämme nach einem Raubzug gefragt, ob die Beute, die Ausbeute, ausreichend war.

Liebe ist die Sehnsucht aller, auch bei Ausbeutung

Wenn man jemanden ausbeutet, dann bekommt man die Beute, die Ausbeute, regelmäßig und meist sogar ohne Gewalt. So kann ein Fabrikbesitzer seine Arbeiter ausbeuten. Diese Verwendung des Begriffs Ausbeutung spielt gerade im Marxismus eine wichtige Rolle. Ein Ehemann kann seine Frau ausbeuten. In einem anderen Sinn bezieht sich Ausbeutung auch auf die Gewinnung von Bodenschätzen. Hier wird Mutter Erde ausgebeutet. Auch Landwirtschaft kann eine Ausbeutung der Erde bedeuten. In vielen gemeinnützigen Initiativen sind Menschen sehr intensiv engagiert. Dann spricht man manchmal von Selbstausbeutung. Im Allgemeinen sollte man andere nicht ausbeuten. Wenn man für andere tätig ist, die Hilfe brauchen, sollte man das auch nicht als Ausbeutung verstehen. In gewinnzielorientierten Unternehmen sollte man sich aber auch nicht ausbeuten lassen sondern sich um einen gerechten Lohn bemühen.

Umgang mit Ausbeutung anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Vielleicht ist in deiner Umgebung jemand, der wird von anderen ausgebeutet. Der muss vieles tun und verschiedene Menschen kommandieren ihn rum und er kriegt wenig Anerkennung und auch wenig materielle Belohnung dafür. Wie gehst du damit um?

Zunächst mal ist die Frage, was ist das überhaupt für eine Ausbeutung? Manchmal wird Menschen gesagt, sie würden ausgebeutet werden, weil sie in einer gemeinnützigen Organisation arbeiten. Wenn du dich kümmerst um die Tafel für Bedürftige in einer Großstadt kriegst du typischerweise kein oder kaum Geld. Oder auch wer in einem gemeinnützigen Verein als Sporttrainer arbeitet, in einem kleinen Verein, dörflichen Verein, der wird typischerweise entweder gar kein Geld kriegen oder nur eine kleine Aufwandsentschädigung. Wird man dann schon ausgebeutet? Also Menschen, die sich in einem gemeinnützigen Verein engagieren, die sind nicht dort, um Geld zu verdienen. Jetzt ihnen zu sagen: Wehre dich gegen die Ausbeutung, untergräbt die Fundamente einer Gesellschaft, die eben auch auf gemeinnütziges Engagement ausgerichtet ist. Man erlebt es immer wieder, das Menschen zum einen das Ehrenamt loben, aber nachher irgendwo schimpfen, dass einzelne Leute ausgebeutet werden.

Es gibt ja sogar die Behauptung, man müsse sich gegen Selbstausbeutung zur Wehr setzen. Also: sich für andere zu engagieren, das ist nicht ausgebeutet werden. Natürlich: Es gibt gewinnzielorientierte Unternehmen und da muss man schon aufpassen, das man nicht ausgebeutet wird von dem Unternehmer, der vielleicht zu den Millionären, vielleicht sogar zu den Milliardären gehört. Da kann man schauen, wird man sich dort zur Wehr setzen müssen. Manchmal musst du einem Menschen helfen, Selbstwertgefühl zu bekommen. Manchmal kannst du ihn ansprechen und sagen: du verkaufst dich unter Wert. Manchmal kannst du dem Menschen sagen wie viel er bewirkt. Manchmal kannst du auch dem Vorgesetzten sagen, dass der und der Mensch eine Menge leistet. Vielleicht wird gar nicht gesehen was er geleistet hat. Vielleicht wird er dann bei der nächsten Gehaltsbesprechung etwas mehr berücksichtigt werden.

Also: Ausbeutung hat viele verschiedene Aspekte und es gibt einen Unterschied, ob sich jemand ehrenamtlich engagiert, ob sich jemand in einer gemeinnützigen Organisation engagiert oder in einem gewinnzielorientierten Unternehmen. Es ist auch immer die Frage: Wer hat etwas davon, wenn ein Mensch ausgebeutet wird? Ist es eine Person, die dadurch viel Geld bekommt? Das sollte man verhindern, wenn es irgendwie geht. Oder wird es einfach nur als Ausbeutung bezeichnet, weil jemand sich aufopfert für andere. Und wer hat etwas davon? Die Gemeinschaft, notleidende Menschen, und viel Gutes wird dabei bewirkt.

Ausbeutung in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Ausbeutung gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Ausbeutung - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Ausbeutung sind zum Beispiel Sklaverei, Wucher, Ausnutzung, Anspruch, Ambition, Geschäftigkeit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Ausbeutung - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Ausbeutung sind zum Beispiel Selbstlosigkeit, Großzügigkeit, Barmherzigkeit, Unaufrichtigkeit, Selbstherrlichkeit, Selbstaufopferung, . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Ausbeutung, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Ausbeutung, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Ausbeutung stehen:

Eigenschaftsgruppe

Ausbeutung kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Ausbeutung sind zum Beispiel das Verb ausbeuten, sowie das Substantiv Ausbeutender.

Wer Ausbeutung hat, der ist ein Ausbeutender.

Siehe auch

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