Nepotismus

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Nepotismus - Definition und praktische Lebenshilfe. Nepotismus, auch Vetternwirtschaft genannt, kann das Gerechtigkeitsgefühl einer Gesellschaft gründlich zersetzen. Nepotismus bedeutet, dass man Ämter besetzt, Posten besetzt, nicht nach Verdienst und Eignung, sondern nach Verwandtschaftsgrad. Nepotismus kommt vom italienischen Wort nepotismo. Zunächst bezeichnete nepotismo im 15./16. Jahrhundert eine Vorgehensweise der Päpste, eigene Verwandte in hohe kirchliche Ämter zu bringen. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde das Wort Nepotismus dann verwendet für jede Form von Begünstigung von Verwandten. Das italienische Wort nepotismo geht zurück auf das lateinische Wort nepos, Neffe, Enkel, Urenkel, Nachkomme. Nepotismus ist ein Laster, das man vermeiden sollte, wenn man Aparigraha als eines der fünf Yamas im Yoga, beachten will. Familiensinn und Liebe zu seinen Verwandten ist etwas zutiefst Menschliches. Sich um Familienangehörige zu kümmern gehört zu dem, was Menschsein ausmacht. Es gibt jedoch eine feine Linie zwischen Familiensinn und Nepotismus, die man nicht überschreiten sollte.

Klarheit und Ehrlichkeit, ein Gegenpol zu Nepotismus

Umgang mit Nepotismus anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Nepotismus ist die Begünstigung von anderen Familienmitgliedern. Nepotismus kommt von "Nepos", der Neffe. Aber Nepotismus im Weiteren heißt, dass jemand seine ganze Familie begünstigt oder seine engsten Freunde. Nepotismus ist etwas, das eine Gesellschaft zersetzen kann. Nepotismus ist aber auch etwas, das die Grundlage einer Gesellschaft sein kann. Das ist die Doppelgesichtigkeit des Nepotismus. Menschen sind liebevoll, wenn sie mit anderen zusammen sind, die sie mögen.

In diesem Sinne kann es hilfreich sein, sich mit Menschen zu umgeben, die einen mögen und die man mag. Menschen mögen auch gern mit denen zusammen arbeiten, mit denen sie gut zurechtkommen und denen, in die sie Vertrauen haben. Daher ist es durchaus auch nachvollziehbar, dass Menschen in Verantwortungspositionen gerne auch diejenigen mitnehmen mit denen sie schon zu tun hatten.

Andererseits, wenn eine Gesellschaft die Posten nach Verwandtschaftsgrad und persönlicher Nähe zu den Menschen vergibt, dann ist das sehr frustrierend. Dann kommen auch nicht die besten Talente an die Spitze und dann bemühen sich auch diejenigen nicht, die in Machtpositionen oder Verantwortungspositionen sind, der Verantwortung gerecht zu werden. Denn sie sind ja nicht deshalb dort hingekommen, weil sie für den Posten geeignet sind, sondern weil sie verwandt sind mit dem Ober-Boss.

Im Normalfall gilt es, Nepotismus zu vermeiden und gerade diejenigen, die einem nahestehen und Verwandte muss man noch stärker auf ihre Geeignetheit für einen Posten prüfen, als man es mit anderen machen würde. Wenn man in den Ruf des Nepotismus kommt, dann kann das ziemlich zersetzend sein für die gesamte Gemeinschaft, für den gesamten Verein. Gerade in unseren west- und nordeuropäischen Gesellschaften ist Nepotismus nichts, was geduldet wird und ich meine, aus guten Gründen. Trotzdem wird man schauen, dass man mit Menschen zusammenwirkt, mit denen man gut zurechtkommt in einem Verein, in einer Initiative. Aber ein paar zu haben mit denen man nicht zurecht kommt und insbesondere viele zu haben, die unterschiedlicher Meinung sind, das macht die Dynamik einer Initiative, einer Gemeinschaft, eines Vereins, eines Unternehmens, einer Institution aus.

Nepotismus in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Nepotismus gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Nepotismus - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Nepotismus sind zum Beispiel Vetternwirtschaft, Cliquenwirtschaft, Bestechlichkeit, .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Antonyme Nepotismus - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Nepotismus sind zum Beispiel Demokratie, Gerechtigkeit, Lauterkeit, Moral, Diktatur, Ungerechtigkeit, Amoral . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Nepotismus, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Nepotismus, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Nepotismus stehen:

Eigenschaftsgruppe

Nepotismus kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Nepotismus sind zum Beispiel das Adjektiv nepotistisch , sowie das Substantiv Nepote.

Wer Nepotismus hat, der ist nepotistisch beziehungsweise ein Nepote.

Siehe auch

Gottvertrauen entwickeln Yoga Vidya Seminare

Seminare zum Thema Gottvertrauen entwickeln:

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