Bhumi Puja vor Baubeginn gemäß Vastu Sangraha

Aus Yogawiki

Bhumi Puja vor Baubeginn gemäß Vastu Sangraha ist die Verehrung der Erde, bevor ein Bauplatz geöffnet wird. Die Gemeinschaft dankt der Erde als Bhudevi, der gütigen Gefährtin Vishnus, und bittet um ihren Segen für das Bauvorhaben. Zuerst erhalten die unsichtbaren Mitbewohner des Bauplatzes ihre Gaben. Dann empfängt die göttliche Mutter Wasser, Gewand, Blumen, Licht und Speise; zum Schluss bittet die Gemeinschaft sie um Vergebung für das Graben. Wer so baut, legt den ersten Grundstein auch im Herzen: Dankbarkeit, Ahimsa und die Bereitschaft, den künftigen Ort zum Wohl anderer zu nutzen.

Die Erde trägt und nährt uns; Bhumi Puja bringt ihr Dank und Verehrung entgegen.

Die Anleitung folgt dem Vastu Sangraha von Pandit Sri Rama Ramanuja Achari.

Vorbereitung

Die verantwortliche Person für das Bauvorhaben, der Yajamana, vollzieht die Gaben gemeinsam mit der Familie oder Gemeinschaft. Eine in Puja und Sanskritrezitation erfahrene Leitung spricht vor und führt durch die einzelnen Handlungen; eine helfende Person reicht Wasser, Blumen und Gaben. Klärt vor Beginn mit den Bauverantwortlichen, welche kleine Bodenstelle für die spätere erste Erdbewegung freigegeben ist. Wählt einen ruhigen Zeitpunkt, an dem der Rundgang und die Verehrung ungestört stattfinden können.

Platz und Darstellung
Bereite einen sauberen Altar mit einer Ganesha-Darstellung vor. Für Bhudevi wählen wir die im Text zugelassene Gefäßform: Ein standsicherer Kumbha, mit sauberem Wasser gefüllt und mit einem Tuch geschmückt, vertritt die Göttin. Er steht auf einem Teller mit etwas Reis, in einer größeren Auffangschale. Ein zweites, offenes Wassergefäß dient der Kalasha-Verehrung und dem Besprengen. Trinkwasser für das persönliche Achamana bleibt davon getrennt. Acht kleine saubere Bodenflächen oder Schalen markieren die Hauptrichtungen und Zwischenrichtungen am Rand des Grundstücks. Zeichne beim vorbereiteten Bali-Gefäß ein Dreieck mit der Spitze nach unten; die Tonschale mit der Gabe kommt an seine linke Ecke, von deinem Platz aus gesehen.

Gaben und Geräte
Du brauchst Wasser, Löffel, Auffanggefäße, Reis als Akshata, reichlich Blumen und Blütenblätter, Sandelpaste, Kurkuma, Kumkum, eine Glocke, etwas Räucherwerk, eine standsichere Lampe und eine zweite kleine Flamme für Arati. Für Ganesha liegen ein kleiner Speiseteller und Betelblatt mit Betelnuss bereit. Für Bhudevi kommen eine eigene Betelgabe mit Betelnuss, Kardamom und Nelke sowie zwei kleine saubere Tücher, eine Blüte als Schmuck und Reis als Ersatz für das Mangala-Sutra hinzu. Für die Arati-Flamme braucht ihr Kampfer, eine dafür geeignete Schale und Streichhölzer; eine kleine Pflanzenöllampe ist eine heutige Alternative. Die Speise für Bhudevi besteht aus Banane und einer kleinen süßen Weizenspeise. Essbare Gaben werden vor Beginn frisch zubereitet und abgedeckt.

Für Madhuparka und Panchamrita bereite kleine Portionen Honig (bzw. pflanzlichen Sirup), Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt), Milch (bzw. Pflanzenmilch), Ghee (bzw. Pflanzenöl) und Zucker vor. Die pflanzlichen Möglichkeiten sind heutige Praxisalternativen; die Mantras bewahren ihre überlieferte Wortbedeutung. Für den Bali werden gekochte schwarze Uradbohnen mit Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt) und wenig lebensmitteltauglichem rotem Farbstoff vermischt. Halte acht Portionen, acht kleine Gabenschalen, gelbe Senfsamen und einen gesonderten Löffel bereit. Für die Duftgabe genügt pflanzliche Sandelpaste; im Mantra genannter Moschus wird nicht als tierischer Stoff benötigt. Die Lampen brennen mit Ghee (bzw. Pflanzenöl). Brennende Gegenstände bleiben in der Hand der zuständigen Person oder auf einer nicht brennbaren Unterlage.

Sankalpa vorbereiten
Die Felder in geschweiften Klammern werden vor Beginn ausgefüllt: Land, Ort und Richtung gegenüber dem Himalaya sowie die Kalenderangaben des gewählten Tages. Die Leitung bestimmt das Jahr des sechzigjährigen Zyklus, Ayana, Jahreszeit, Mondmonat, Paksha, Tithi, Wochentag und Nakshatra. {Richtung} lautet beispielsweise paścima für Westen oder vāyavya für Nordwesten. Die Formel nennt hier den Bau eines Wohnhauses; für einen Ashram oder eine Arbeitsstätte wird gṛha an der bezeichneten Stelle durch āśrama beziehungsweise kāryālaya ersetzt. Die folgende Fassung spricht die Leitung für den Yajamana. Die Namen der Bauverantwortlichen werden vor der Sanskritformel auf Deutsch genannt.

Durchführung

1. Die acht Gaben vorbereiten
Fülle die vorbereitete Bali-Mischung in die Tonschale am Dreieck. Halte die rechte Hand segnend darüber und sprich die Silbe siebenmal. Die Gabe ist eine freundliche Anerkennung, dass der Boden schon vor dem Bau von Leben erfüllt ist.

phaṭ | phaṭ | phaṭ | phaṭ | phaṭ | phaṭ | phaṭ ||

Phaṭ: die rituelle Silbe zum Abgrenzen und Reinigen.

2. Rundgang durch die acht Richtungen
Geht nacheinander zu den acht vorbereiteten Stellen. An jeder Stelle werden dieselben fünf vollständigen Formeln gesprochen: Duft auf die Schale geben, Blumen hinlegen, Räucherwerk zeigen, Licht zeigen und zuletzt eine Portion der Bohnengabe ablegen. Praktisch kann der Rundgang im Osten beginnen und im Uhrzeigersinn fortgesetzt werden; die Quelle verlangt die acht Richtungen, ohne hier einen Startpunkt festzulegen.

eṣa gandha oṃ bhūtebhyo namaḥ |
ete puṣpe oṃ bhūtebhyo namaḥ |
eṣa dhūpaḥ oṃ bhūtebhyo namaḥ |
eṣa dīpaḥ oṃ bhūtebhyo namaḥ |
ayaṃ māṣa-bhakta-baliḥ oṃ bhūtebhyo namaḥ ||

Dies ist die Duftgabe, dies sind die Blumen, dies ist der Weihrauch, dies ist das Licht, dies ist die Speisegabe aus schwarzen Bohnen: Om, Verehrung den Wesen des Ortes.

3. Die Wesen des Ortes bitten
Sprich an jeder der acht Stellen nach der Speisegabe diese beiden Verse. Wende dich mit gefalteten Händen den Wesen zu, denen die Gabe gilt.

bhūtāḥ pretāḥ piśācāś ca ye vasanty atra bhūtale |
te gṛhṇantu mayā dattaṃ baliṃ etaṃ prasādhitam ||
pūjitā gandha-puṣpādyair balibhis tarpitās tathā |
deśād asmād viniḥsṛtya pūjāṃ paśyantu mat-kṛtām ||

Die Wesen, Verstorbenengeister und Pishachas, die hier auf der Erde wohnen, mögen die von mir bereitete Gabe annehmen. Durch Duft, Blumen und weitere Gaben geehrt und durch Speise zufriedengestellt, mögen sie aus diesem Bereich heraustreten und die von mir vollzogene Verehrung betrachten.

4. Den Platz für die Puja freigeben
Kehre zum Altar zurück. Gehe mit wenigen Senfsamen noch einmal über den Bereich, der für die Zeremonie bestimmt ist, und streue sie aus, während die Glocke erklingt. Die Leitung spricht die fünf Verse. Die kraftvolle Sprache richtet sich an rituelle Hindernisse; die Tiere und Pflanzen des Bauplatzes werden fürsorglich behandelt.

apasarpantu te bhūtā ye bhūtā bhuvi saṃsthitāḥ |
ye bhūtā vighna-kartāras te naśyantu śivājñayā ||
apakrāmantu bhūtāni piśācāḥ sarvato diśam |
sarveṣām avirodhena brahma karma samārabhe ||
bhūta preta piśācādya rākṣasā yakṣa guhyakāḥ |
sthānāt asmāt vṛjantu anyatra svikaromi bhuvaṃ tvimāṃ ||
vetālāś ca piśācāś ca rākṣasāś ca sarīsṛpāḥ |
apasarpantu te sarve caṇḍikāstreṇa tāḍitāḥ ||
yad atra saṃsthitaṃ bhūtaṃ sthānam āśritya sarvadā |
sthānaṃ tyaktvā tu tat sarvaṃ yatreṣṭaṃ tatra gacchatu ||

Die Wesen, die hier auf der Erde weilen, mögen zurücktreten. Was Hindernisse schafft, möge durch Shivas Gebot vergehen. Wesen und Pishachas mögen in alle Richtungen weichen; ohne Widerstreit mit irgendjemandem beginne ich das heilige Werk. Bhutas, Pretas, Pishachas, Rakshasas, Yakshas und Guhyakas mögen diesen Ort verlassen und sich anderswohin begeben; diesen Boden nehme ich nun in Gebrauch. Vetalas, Pishachas, Rakshasas und kriechende Wesen mögen, von Chandikas Waffe getroffen, alle zurückweichen. Jedes Wesen, das diesen Ort bisher bewohnt hat, möge ihn verlassen und dorthin gehen, wo es ihm gefällt.

5. Das Bauvorhaben Gott anvertrauen
Die Familie sitzt beim Altar. Der Yajamana hält etwas Reis in der rechten Hand, die linke unterstützt sie. Die Leitung spricht den vollständig ausgefüllten Sankalpa. Danach legt der Yajamana den Reis vor die Göttin.

hariḥ oṃ tat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adye śrī bhagavato mahā-puruṣasya śrī viṣṇoḥ ājñayā pravartamānasya, ādya brahmaṇaḥ dvitīya parārdhe śrī śveta varāha kalpe, vaivasvata manvantare aṣṭā-viṃśatitame kali yuge, kali yugasya prathama pāde, jambū-dvīpe meroḥ {Richtung} dig-bhāge, hiraṇmaya varṣe hiraṇmaya deśe {Land} deśe {Ort} mahā nagari antargate vyavahārikāṇāṃ prabhavādi ṣaṣṭi saṃvatsarāṇāṃ madhye, {Jahresname} nāma saṃvatsare, {Ayana} ayane, {Jahreszeit} ṛtau, māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara yuktāyāṃ {Nakshatra} nakṣatra yuktāyāṃ śrī viṣṇu yoge śrī viṣṇu karaṇe, śubha yoga śubha karaṇe, sakala graha guṇa viśeṣaṇa viśiṣṭāyām |
asyāṃ śubha tithau asya yajamānasya upātta samasta durita kṣaya dvārā śrī iṣṭa-devatā prītyarthaṃ prāripsyamāna vāstunaḥ śubhatva saṃpattaye nirvighnena nirmāṇa siddhaye ca gṛha nirmāṇāṅga bhūtaṃ bhūmi pūjāṃ kariṣye |
tad aṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvara pūjāṃ kariṣye ||

Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda, Govinda, Govinda. Unter dem Gebot des erhabenen Vishnu, im zweiten Lebensabschnitt Brahmas, im Zeitalter des weißen Ebers, im Manvantara Vaivasvatas, im Kali-Yuga des achtundzwanzigsten Zyklus und dessen erstem Abschnitt, auf Jambudvipa in der genannten Richtung gegenüber Meru, im genannten Land und Ort, zu den genannten Jahres- und Tagesangaben, unter heilsamen Verbindungen der Gestirne: An diesem guten Tag vollziehe ich für den Yajamana, zur Überwindung angesammelter Verfehlungen und zur Freude seiner Ishta Devata, die Bhumi-Puja als Teil des Hausbaus. Das Vorhaben möge gesegnet sein und das Gebäude ohne Hindernisse entstehen. Damit die Feier vollständig und ungehindert gelingt, verehre ich zuerst Vighneshvara, den Herrn der Hindernisse.

6. Ganesha einladen
Lege Sandelpaste, Reis und eine Blüte vor die Ganesha-Darstellung. Vergegenwärtige den freundlichen, elefantenköpfigen Herrn, der jeden guten Anfang segnet.

oṃ bhūr bhuvas suvaḥ śrī mahā gaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Verehrung dem erhabenen großen Ganapati. Ich meditiere über dich, lade dich ein, gebe dir hier deinen Platz und bringe Duft, ungebrochenen Reis und Blumen dar.

7. Ganesha einen Sitz anbieten
Lege etwas Reis vor die Darstellung.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
āsanaṃ samarpayāmi ||

Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Ich bringe einen Sitz dar.

8. Ganeshas Füße ehren
Zeige zwei Löffel Wasser an den Füßen der Darstellung und gieße sie in die Auffangschale.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
pādyaṃ samarpayāmi ||

Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Ich bringe Wasser für die Füße dar.

9. Arghya für Ganesha
Zeige einen Löffel Wasser an der rechten Hand der Darstellung und gieße ihn in die Auffangschale.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
arghyaṃ samarpayāmi ||

Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Ich bringe das Ehrenwasser dar.

10. Trinkwasser für Ganesha
Zeige drei kleine Löffel Wasser vor dem Mund der Darstellung und gieße sie in die Schale.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Ich bringe Wasser zum rituellen Trinken dar.

11. Ganesha baden
Besprenge die Darstellung mit einer in Wasser getauchten Blüte. Zeige anschließend drei kleine Löffel Trinkwasser.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
snānaṃ samarpayāmi |
snāna anantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Ich bringe das Bad dar. Nach dem Bad bringe ich erneut Wasser zum Trinken dar.

12. Gewand und heilige Schnur für Ganesha
Lege für jede der beiden Formeln etwas Reis vor Ganesha.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
vastra arthaṃ akṣatān samarpayāmi |
upavīta arthaṃ akṣatān samarpayāmi ||

Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Als Gewand bringe ich ungebrochenen Reis dar. Als heilige Schnur bringe ich ungebrochenen Reis dar.

13. Ganesha schmücken
Lege Reis als Schmuck nieder, trage einen kleinen Punkt Sandelpaste auf und füge Kurkuma und Kumkum hinzu. Lege eine Blüte oder kleine Girlande an die Darstellung.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
ābharaṇa arthaṃ akṣatān samarpayāmi |
divya gandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrā-kuṃkumaṃ samarpayāmi |
puṣpa mālikāṃ samarpayāmi puṣpaiḥ pūjayāmi ||

Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Als Schmuck bringe ich Reis dar. Ich bringe göttliche Düfte dar und lege Kurkuma und Kumkum auf die Duftgabe. Ich bringe eine Blumengirlande dar und verehre dich mit Blumen.

14. Die achtzehn Namen Ganeshas
Lege bei jedem Namen ein Blütenblatt zu Ganesha.

oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gaja-karṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighna-rājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūma-ketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bāla-candrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakra-tuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpa-karṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skanda-pūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhi-vināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

1. Verehrung dem Schönangesichtigen. 2. Verehrung dem Einen-Stoßzahn-Tragenden. 3. Verehrung dem Braungoldenen. 4. Verehrung dem Elefantenohrigen. 5. Verehrung dem Großbäuchigen. 6. Verehrung dem Gewaltigen. 7. Verehrung dem König der Hindernisse. 8. Verehrung dem Führer. 9. Verehrung dem mit dem rauchfarbenen Banner. 10. Verehrung dem Herrn der Scharen. 11. Verehrung dem jungen Mond. 12. Verehrung dem Elefantenangesichtigen. 13. Verehrung dem mit dem gebogenen Rüssel. 14. Verehrung dem mit Ohren wie Worfelschaufeln. 15. Verehrung Heramba. 16. Verehrung dem älteren Bruder Skandas. 17. Verehrung dem Vollendung gewährenden Führer. 18. Verehrung dem Herrn der Hindernisse.

15. Duft, Licht und Speise für Ganesha
Zeige Räucherwerk dreimal im Uhrzeigersinn, dann die Lampe. Reiche drei Löffel Wasser symbolisch in die Schale. Stelle den kleinen Speiseteller hin, reiche erneut drei Löffel Wasser und lege Betelblatt mit Betelnuss auf den gesonderten Gabenteller.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpaṃ āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣa dīpaṃ darśayāmi |
dhūpa dīpa anantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedya anantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Ich lasse dich den Weihrauchduft genießen. Ich zeige dir das leuchtende Licht. Nach Duft und Licht bringe ich erneut Trinkwasser dar. Ich reiche dir die Speise. Nach der Speise bringe ich wiederum Trinkwasser dar. Ich bringe die Betelgabe dar.

16. Ganeshas Lichtsegen empfangen
Führe die Arati-Flamme dreimal ruhig im Uhrzeigersinn vor Ganesha. Stelle sie sicher ab und reiche drei Löffel Wasser symbolisch.

oṃ ekadantāya vidmahe vakra-tuṇḍāya dhīmahi tanno danti pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ ānanda karpūra nīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūra nīrājana anantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Wir erkennen den Einstoßzahnigen; über den mit dem gebogenen Rüssel meditieren wir. Möge der Stoßzahntragende unsere Einsicht anregen. Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha: Ich zeige das freudige Kampferlicht. Danach bringe ich erneut Trinkwasser dar.

17. Blumen und Vertrauen zu Ganeshas Füßen
Lege eine letzte Blüte oder eine kleine Handvoll Blüten vor Ganesha und verneige dich. Die Naracha-Geste der Vorlage wird hier praktisch mit der zwischen rechtem Daumen und Zeigefinger gehaltenen Blüte vollzogen.

vighneśvarāya varadāya sura-priyāya
lambodarāya sakalāya jagad-hitāya |
nāgānanāya śruti-yajña-vibhūṣitāya
gaurī-sutāya gaṇanātha namo namaste ||
vakra-tuṇḍa mahā kāya koṭi sūrya samaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarva kāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇya bhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantra hīnaṃ kriyā hīnaṃ bhakti hīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

Verehrung dem Herrn der Hindernisse, dem Segensspender, dem Liebling der Götter, dem Großbäuchigen, dem Allumfassenden, der das Wohl der Welt will, dem Elefantenangesichtigen, den Veda und Opfer schmücken, dem Sohn Gauris: Herr der Scharen, wieder und wieder Verehrung. Mit gebogenem Rüssel, gewaltigem Leib und dem Glanz von Millionen Sonnen: Lass alle meine Vorhaben stets ohne Hindernisse gelingen. Ich habe keine andere Zuflucht; du allein bist meine Zuflucht. Aus Mitgefühl schütze mich, Herr der Scharen. Ich verstehe das Einladen, das Verehren und das Verabschieden nicht vollkommen; vergib mir, Höchster. Was ich an Mantra, Handlung und Hingabe unvollkommen vollzogen habe, möge vor dir ganz werden.

18. Das Wassergefäß verehren
Stelle das zweite Wassergefäß auf Reis, gib einen kleinen Tropfen pflanzlichen Duft und eine Blüte hinein und schmücke seine vier Seiten mit Sandelpaste und Kumkum. Halte die rechte Hand über die Öffnung. Sprich die folgenden Verse.

kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudraḥ samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛ-gaṇāḥ smṛtāḥ ||
kukṣau tu sāgarāḥ sarve sapta-dvīpā vasundharā |
ṛgvedo’tha yajurvedaḥ sāmavedo hyatharvaṇaḥ |
aṅgaiś ca sahitāḥ sarve kalaśāmbu samāśritāḥ ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvati |
narmade sindhu kāveri jale’smin sannidhiṃ kuru ||
puṣkarādyāni tīrthāni gaṅgādyāḥ saritas tathā |
āyantu loka-śāntyarthaṃ durita-kṣaya-kārakāḥ ||

An der Öffnung des Kalasha ist Vishnu, an seinem Hals Rudra, an seinem Grund Brahma; in seiner Mitte wohnen die göttlichen Mütter. In seinem Inneren sind alle Ozeane und die Erde mit ihren sieben Kontinenten. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda ruhen mit ihren ergänzenden Wissenszweigen im Wasser dieses Gefäßes. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid in diesem Wasser gegenwärtig. Mögen die heiligen Wasserstellen, angefangen mit Pushkara, und die Flüsse, angefangen mit Ganga, zum Frieden der Welt kommen und Verfehlungen hinwegnehmen.

19. Die sieben Wassermudras zeigen
Zeige nacheinander die sieben Handgesten über dem Gefäß. Kumbha: Lege den linken Daumen auf den rechten und schließe beide Hände zu einer lockeren gemeinsamen Faust mit Hohlraum. Tarkshya oder Garuda: Verhake die kleinen Finger, bringe die Handrücken zueinander, verbinde die Daumen als Schnabel und spreize die übrigen sechs Finger als Flügel. Dhenu: Verbinde jeweils kleinen Finger und Ringfinger der gegenüberliegenden Hand sowie Zeige- und Mittelfinger der gegenüberliegenden Hand; so entstehen vier Fingerpaare. Shankha: Führe die Finger der rechten Hand zwischen linken Daumen und Zeigefinger und umfasse die rechte Hand mit den übrigen linken Fingern. Chakra: Breite beide Hände aus, lege die Handflächen gegeneinander und drehe sie so, dass jeweils ein kleiner Finger den Daumen der anderen Hand berührt. Meru: Verschränke die Finger; nur die Mittelfinger streckst du gemeinsam nach unten. Matsya: Lege die linke Handfläche auf den rechten Handrücken und bewege beide Daumen wie Fischflossen. Nimm anschließend die Blüte aus dem Gefäß und besprenge damit die Geräte und dich selbst.

apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato’pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

Ob unrein oder rein, in welcher Lage man sich auch befindet: Wer des lotusäugigen Vishnu gedenkt, wird außen und innen rein.

20. Bhudevi im Gefäß begrüßen
Wende dich dem geschmückten Kumbha für Bhudevi zu. Lege eine Blüte davor und schaue die Erde als strahlende Mutter: Sie trägt die Saat, nährt die Wesen und ruht selbst in göttlicher Geborgenheit. Der mittlere Vers stammt aus dem Bhu-Sukta; hier begleitet er das Einladen der Göttin, nicht das Entzünden eines Feuers.

viṣṇu-patnīṃ mahīṃ devīṃ mādhavīṃ mādhava-priyām |
lakṣmīṃ priya-sakhīṃ devīṃ namāmy acyuta-vallabhām ||
bhūmir bhūmnā dyaur variṇā’ntarikṣaṃ mahitvā |
upasthe te devy adite’gnim annādam annādyāyādadhe ||
śukla-varṇāṃ viśālākṣīṃ kūrma-pṛṣṭhopari sthitām |
sarva-śasyāśrayāṃ devīṃ dharām āvāhayāmy aham ||

Ich verneige mich vor der großen Göttin Erde, der Gemahlin Vishnus, Madhavi, der Geliebten Madhavas, vor Lakshmi, der lieben Gefährtin, der Geliebten Achyutas. Erde bist du durch deine Fülle, Himmel durch deine Weite, Zwischenraum durch deine Größe. In deinen Schoß, Göttin Aditi, lege ich Agni, den Nahrung Verzehrenden, um Nahrung zu erlangen. Die weißstrahlende Göttin mit weiten Augen, die auf dem Rücken der Schildkröte ruht und allen Feldfrüchten Halt gibt, lade ich als Dharā, die Tragende, ein.

21. Einen Thronsitz anbieten
Lege etwas Reis an den Fuß des Bhudevi-Gefäßes.

aneka-ratna-khacitaṃ kṣīra-sāgara-saṃbhave |
suvarṇa-siṃhāsanaṃ devi svīkuruṣva hari-priye ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Aus dem Milchozean Hervorgegangene, Geliebte Haris, nimm diesen goldenen, mit vielen Juwelen geschmückten Thron an. Ich bringe den Sitz dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

22. Die Füße der Erde ehren
Zeige einen kleinen Löffel Wasser am Fuß des Gefäßes und gieße ihn in die Auffangschale.

gaṅgā-sarid-ānītaṃ gandha-puṣpa-samanvitam |
pādyaṃ dadāmi te devi prasīda parameśvari ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Göttin, höchste Herrin, ich gebe dir Wasser für deine Füße, aus dem Ganges gebracht und mit Duft und Blumen versehen. Sei mir gnädig. Ich bringe Fußwasser dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

23. Ehrenwasser darbringen
Zeige das Wasser vor dem Gefäß und gieße es in die Auffangschale. Die goldene Schale des Gebetes wird innerlich dargebracht; das tatsächlich bereitgestellte Gefäß genügt.

gaṅgā-nadī-samānītaṃ suvarṇa-kalaśa-sthitam |
gṛhāṇārghyaṃ mayā dattaṃ putra-pautra-phala-prade ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Nimm das von mir dargebrachte Ehrenwasser an, aus dem Ganges gebracht und im goldenen Gefäß ruhend, du Schenkerin von Kindern und Kindeskindern. Ich bringe Arghya dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

24. Kühles Trinkwasser reichen
Zeige einen kleinen Löffel frisches Wasser an der Öffnung des Gefäßes und gib ihn in die Auffangschale.

prasannaṃ śītalaṃ toyaṃ prasanna-mukha-paṅkaje |
gṛhāṇācamanārthāya garuḍa-dhvaja-vallabhe ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Du mit dem heiteren Lotusgesicht, Geliebte dessen, der Garuda im Banner trägt, nimm dieses klare, kühle Wasser zum rituellen Trinken an. Ich bringe Trinkwasser dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

25. Madhuparka darbringen
Biete auf einem eigenen Schälchen die kleine Mischung aus Honig (bzw. pflanzlichem Sirup), Ghee (bzw. Pflanzenöl) und Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt) an. Sie bleibt als Gabe auf dem Altar.

vasundharā mahā-devi madhvājya-dadhi-saṃyuktam |
madhu-parkaṃ gṛhāṇemaṃ madhusūdana-vallabhe ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | madhuparkaṃ samarpayāmi ||

Große Göttin Vasundhara, Geliebte Madhusudanas, nimm diesen Madhuparka aus Honig, geklärter Butter und Joghurt an. Ich bringe die süße Ehrengabe dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

26. Mit den fünf Nektaren baden
Gib eine kleine Menge Panchamrita über die Außenseite des in der Auffangschale stehenden Gefäßes: Milch (bzw. Pflanzenmilch), Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt), Ghee (bzw. Pflanzenöl), Zucker und Honig (bzw. pflanzlicher Sirup). Alle Flüssigkeiten werden aufgefangen.

payo-dadhi-ghṛtair yuktaṃ śarkarā-madhu-saṃyuktam |
pañcāmṛtaṃ gṛhāṇedaṃ vasundharā namo’stu te ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | pañcāmṛta-snānaṃ samarpayāmi ||

Vasundhara, Verehrung dir. Nimm die fünf Nektare aus Milch, Joghurt, geklärter Butter, Zucker und Honig an. Ich bringe das Bad mit Panchamrita dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

27. Mit klarem Wasser abspülen
Spüle die Außenseite des Gefäßes behutsam mit sauberem Wasser ab und trockne sie mit einem bereitgelegten Tuch. Reiche danach symbolisch einen Löffel Trinkwasser in die Auffangschale.

hema-kumbha-sthitaṃ svacchaṃ gaṅgādi-sarid-āhṛtam |
snānārthe salilaṃ devi gṛhyatāṃ sāgarātmaje ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | śuddhodaka-snānaṃ samarpayāmi |
snānānantaram ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Göttin, Tochter des Ozeans, nimm zum Bad das klare Wasser an, aus Ganga und den anderen Flüssen gebracht und im goldenen Gefäß ruhend. Ich bringe das Bad mit reinem Wasser dar; nach dem Bad bringe ich Trinkwasser dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

28. Bhudevi bekleiden
Lege die beiden kleinen sauberen Tücher um das Gefäß oder vor seinen Fuß.

divyāmbara-yugaṃ sūkṣmaṃ kañcukaṃ ca manoharam |
vasundharā mahā-devi gṛhāṇedaṃ mayārpitam ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | vastra-yugmaṃ samarpayāmi ||

Große Göttin Vasundhara, nimm die von mir dargebrachten feinen göttlichen Gewänder und das liebliche Obergewand an. Ich bringe das Paar der Gewänder dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

29. Mangala-Sutra und Schmuck darbringen
Lege Reis als Ersatz für das Mangala Sutra nieder. Danach lege eine Blüte als Schmuck dazu. Beide Ersatzgaben sind in dieser Quellenfassung ausdrücklich vorgesehen.

māṅgalya-maṇi-saṃyuktaṃ mukta-vidruma-saṃyuktam |
dattaṃ maṅgala-sūtraṃ ca gṛhāṇa hari-vallabhe ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ maṅgala-sūtra-abhāve akṣatān samarpayāmi |
ratna-tāṭaṅka-keyūra-hāra-kaṅkaṇa-bhūṣite |
bhūṣaṇāni mahā-rāṇi gṛhāṇa karuṇā-nidhe ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | ābharaṇārthaṃ puṣpaṃ samarpayāmi ||

Geliebte Haris, nimm die Glücksschnur an, mit glückbringenden Edelsteinen, Perlen und Korallen geschmückt. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde: Da kein Mangala-Sutra vorhanden ist, bringe ich Reis dar. Große Königin, Schatz des Mitgefühls, die du mit kostbaren Ohrringen, Armreifen und Ketten geschmückt bist, nimm diesen Schmuck an. Ich bringe eine Blüte als Schmuck dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

30. Duft und Glückszeichen darbringen
Trage etwas Sandelpaste und Kumkum an der Außenseite des Gefäßes auf.

karpūra-candanopetaṃ kastūrī-kuṅkumānvitam |
sarva-gandhaṃ gṛhāṇedaṃ sarva-maṅgala-dāyini ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | saubhāgya-dravyaṃ samarpayāmi ||

Du Schenkerin allen Heils, nimm die duftende Gabe mit Kampfer, Sandel, Moschus und Kumkum an. Ich bringe die glückverheißenden Stoffe dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

31. Blumen der Liebe schenken
Lege die bereitliegenden Blumen und Blütenblätter an den Fuß des Gefäßes. Die aufgezählten duftenden Blüten werden im Gebet innerlich hinzugegeben.

mandāra-pārijātābjaiḥ ketaky-utpala-pāṭalaiḥ |
mallikā-jāti-vakulaiḥ puṣpais tvāṃ pūjayāmy aham ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | puṣpāṇi samarpayāmi ||

Mit Mandara, Parijata, Lotus, Ketaki, Wasserlilie, Patala, Jasmin und Vakula verehre ich dich. Ich bringe Blumen dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

32. Bhudevi mit zwölf Namen verehren
Lege zu jedem der zwölf Namen eine Blüte oder ein Blütenblatt nieder. Dies ist die kurze Namensverehrung des Vastu Sangraha; die zusätzlich dort abgedruckte lange Namensreihe wird in dieser Hauptfassung nicht angefügt.

oṃ bhūmyai namaḥ |
oṃ mahīṣyai namaḥ |
oṃ pṛthivyai namaḥ |
oṃ vasundharāyai namaḥ |
oṃ vasudhāyai namaḥ |
oṃ vāsavyai namaḥ |
oṃ hiraṇyagarbhiṇyai namaḥ |
oṃ samudravatyai namaḥ |
oṃ mahī-dharaṇyai namaḥ |
oṃ viṣṇu-patnyai namaḥ |
oṃ vyāpinyai namaḥ |
oṃ dharāyai namaḥ |

1. Verehrung der Erde. 2. Verehrung der Königin. 3. Verehrung der Weiten. 4. Verehrung der Reichtum Tragenden. 5. Verehrung der Reichtum Schenkenden. 6. Verehrung Vasavi. 7. Verehrung der Goldenes im Schoß Tragenden. 8. Verehrung der mit den Ozeanen Verbundenen. 9. Verehrung der die Erde Tragenden. 10. Verehrung der Gemahlin Vishnus. 11. Verehrung der Allesdurchdringenden. 12. Verehrung der Tragenden.

33. Weihrauch darbringen
Zeige der Göttin den duftenden Rauch und stelle das Räuchergefäß wieder sicher ab.

vanaspati-rasodbhūtaṃ gandhāḍhyo gandha uttamaḥ |
āghreyaḥ sarva-devānāṃ dhūpo’yaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ dhūpam āghrāpayāmi ||

Nimm diesen Weihrauch an, aus dem Saft der Pflanzen entstanden, reich an Duft, von vortrefflichem Wohlgeruch und allen Göttern angenehm. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde; ich lasse dich den Weihrauchduft genießen.

34. Das Licht der Hingabe zeigen
Zeige die Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) vor der Göttin. Lass dabei die Bitte lebendig werden, mit klarem Herzen zu handeln.

bhaktyā dīpaṃ prayacchāmi mahā-devi parameśvari |
trāhi māṃ timirāt ghorāt divya-jyoti namo’stu te ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ dīpaṃ darśayāmi ||

In Hingabe bringe ich dir das Licht dar, große Göttin, höchste Herrin. Bewahre mich vor tiefer Finsternis; göttliches Licht, Verehrung dir. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde; ich zeige dir das Licht.

35. Speise und Wasser darbringen
Stelle Banane und süße Weizenspeise vor Bhudevi. Die Zubereitung darf Milch (bzw. Pflanzenmilch) und Ghee (bzw. Pflanzenöl) enthalten. Warte einen ruhigen Augenblick. Reiche dann mit je einem kleinen Löffel symbolisch Wasser während der Mahlzeit, nach der Mahlzeit, zum Händewaschen und zum Mundspülen; alles fließt in die Auffangschale.

rambha-phalaṃ ghṛtaṃ kṣīraṃ godhūmasya ca cūrṇakam |
śarkarā-yukta-naivedyaṃ saṃpādaṃ bhakṣyam uttamam ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ naivedyaṃ nivedayāmi |
madhye pānīyaṃ | uttarapoṣaṇaṃ | hasta-prakṣālanārthaṃ | mukha-prakṣālanārthaṃ samarpayāmi ||

Banane, geklärte Butter, Milch und Weizenmehl, mit Zucker bereitete vortreffliche Speise bringe ich dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde; ich reiche dir die Speise, Wasser während und nach dem Essen sowie Wasser zum Waschen der Hände und des Mundes.

36. Die Betelgabe anbieten
Lege Betelblatt mit Betelnuss, Kardamom und Nelke auf einen kleinen eigenen Teller. Diese Ritualgabe bleibt von dem anschließend verteilten Prasad getrennt.

pūgi-phalaṃ mahad divyaṃ nāgavalli-dalair yutam |
elā-lavaṅga-saṃyuktaṃ tāmbūlaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Nimm diese göttliche Betelgabe an, Betelnuss mit Betelblättern, Kardamom und Nelke. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde; ich bringe Tambula dar.

37. Arati für die Erde
Zeige die kleine Arati-Flamme vor dem Gefäß und verneige dich. Die Anwesenden wenden die offenen Hände kurz zur Wärme und führen sie anschließend an Stirn oder Herz.

oṃ dhanur-dharāyai vidmahe | sarva-siddhyai ca dhīmahi | tanno dharāḥ pracodayāt ||

Wir erkennen die Bogenträgerin und meditieren über die vollkommene Erfüllung. Möge Dharā, die tragende Erde, unsere Einsicht anregen.

38. Die acht inneren Blumen darbringen
Nimm Blumen in die aneinandergelegten Hände. Während die Verse erklingen, bringe mit ihnen auch die genannten Herzensqualitäten dar. Lege die Blumen dann vor die Göttin.

ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriya-nigrahaḥ |
sarva-bhūta-dayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śānti-puṣpaṃ tapaḥ-puṣpaṃ jñāna-puṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ bhūmī-prītikaraṃ bhavet ||

Nichtverletzen ist die erste Blume, Sinnesbeherrschung eine weitere. Mitgefühl mit allen Wesen ist eine Blume und ganz besonders Vergebung. Dazu kommen Frieden, Tapas, Erkenntnis und Wahrhaftigkeit. Diese achtfache Blumengabe erfreut die Erde.

39. Um Vergebung für das Graben bitten
Berühre behutsam den Boden oder neige den Kopf zur Erde. Der Bauherr und die Angehörigen können die Hände auf das Herz legen und die Bitte innerlich mitsprechen.

samudra-vasane devi parvata-stana-maṇḍale |
viṣṇu-patni namas tubhyaṃ khanana-kriyāṃ kṣamasva me ||

Göttin, deren Gewand die Ozeane und deren Brüste die Berge sind, Gemahlin Vishnus, Verehrung dir. Vergib mir das Graben.

40. Bhustuti 1: Zuflucht zur Erdmutter
Bleibe mit gefalteten Händen vor Bhudevi. Die folgenden acht Strophen sind der im Vastu Sangraha ausgewählte Lobpreis aus Vedanta Deshikas Bhustuti.

saṅkalpa-kalpa-latikām avadhiṃ kṣamāyāḥ
svecchā-varāha-mahiṣīṃ sulabhānukampām |
viśvasya mātaram akiñcana-kāmadhenuṃ
viśvambharām aśaraṇaḥ śaraṇaṃ prapadye ||

Ohne andere Zuflucht nehme ich meine Zuflucht zur Weltenmutter, zur Erhalterin des Alls: Sie erfüllt das heilige Wollen wie eine Wunschliane, ist die Vollendung der Nachsicht, die Gemahlin des aus freiem Willen erschienenen Varaha, leicht zum Erbarmen bereit und den Besitzlosen eine wunscherfüllende Kuh.

41. Bhustuti 2: Wie ein Kind vor der Mutter
Bleibe mit gefalteten Händen vor Bhudevi. Lausche der folgenden Strophe und lass ihr Bild im Herzen aufleuchten.

nityaṃ hitāhita-viparyaya-baddha-bhāve
tvad-vīkṣaṇaika-vinivartya-bahu-vyapāye |
mugdhākṣarair akhila-dhāriṇi modamānā
mātaḥ stanandhaya-dhiyaṃ mayi vartayethāḥ ||

Mutter, ich verwechsle immer wieder Heilsames und Unheilsames. Zahlreiche Gefahren können allein durch deinen Blick weichen. Du Trägerin von allem, freue dich an meinen kindlichen Worten und wende mir jene Gesinnung zu, mit der eine Mutter ihr kleines Kind betrachtet.

42. Bhustuti 3: Die Geliebte des Welterhalters
Bleibe mit gefalteten Händen vor Bhudevi. Lausche der folgenden Strophe und lass ihr Bild im Herzen aufleuchten.

vedhas-tṛṇāvadhi vihāra-paricchadaṃ te
viśvaṃ carācaratayā vyatibhidyamānam |
amba tvad-āśritatayā paripoṣayantī
viśvambharasya dayitāsi tad-eka-nāmā ||

Von Brahma bis zum Grashalm ist die ganze bewegte und unbewegte Welt der Schauplatz deines göttlichen Spiels. Mutter, weil du alles nährst, was in dir Zuflucht nimmt, bist du die Geliebte des Welterhalters und trägst denselben Namen: Viśvambharā.

43. Bhustuti 4: Die Namen der Erde
Bleibe mit gefalteten Händen vor Bhudevi. Lausche der folgenden Strophe und lass ihr Bild im Herzen aufleuchten.

sarvaṃ-sahety avanir ity acaleti mātaḥ
viśvambhareti vipuleti vasundhareti |
anyāni cānya-vimukhāny abhidhāna-vṛttyā
nāmāny amūni kathayanti tavānubhāvam ||

Mutter, die Allesertragende, die Schützende, die Unbewegliche, die Weltenträgerin, die Weite und die Reichtum Tragende: Diese und andere, dir allein eigene Namen verkünden in ihrer Bedeutung deine Herrlichkeit.

44. Bhustuti 5: Der nährende göttliche Baum
Bleibe mit gefalteten Händen vor Bhudevi. Lausche der folgenden Strophe und lass ihr Bild im Herzen aufleuchten.

tāpān kṣipan prasavitā sumano-gaṇānāṃ
pracchāya-śītala-talaḥ pradiśan phalāni |
tvat-saṅgamād bhavati mādhavi labdha-poṣaḥ
śākhā-śatair adhigato hari-candano’sau ||

Madhavi, durch die Verbindung mit dir genährt, wird jener göttliche Sandelbaum Hari von Hunderten Zweigen umgeben: Er nimmt die Hitze des Leidens, lässt duftende Blumen und edle Herzen erblühen, spendet kühlenden Schatten und schenkt Früchte.

45. Bhustuti 6: Fülle durch deine Fürsorge
Bleibe mit gefalteten Händen vor Bhudevi. Lausche der folgenden Strophe und lass ihr Bild im Herzen aufleuchten.

bhūteṣu yat tvad-abhimāna-viśeṣa-pātraṃ
poṣaṃ tad eva bhajatīti vibhāvayantaḥ |
bhūtaṃ prabhūta-guṇa-pañcakam ādyam etat
prāyo nidarśanatayā pratipādayanti ||

Was unter den Wesen deine besondere Zuwendung empfängt, gelangt zu Gedeihen. Als Bild dafür nennen die Weisen dieses erste Element, die Erde, in dem alle fünf sinnlich erfahrbaren Eigenschaften in Fülle gegenwärtig sind.

46. Bhustuti 7: Varahas rettende Liebe
Bleibe mit gefalteten Händen vor Bhudevi. Lausche der folgenden Strophe und lass ihr Bild im Herzen aufleuchten.

āśvāsanāya jagatāṃ puruṣe parasmin
āpanna-rakṣaṇa-daśām abhinetu-kāme |
antarhitetara-guṇād abalā-svabhāvāt
audanvate payasi majjanam abhyanaiṣīḥ ||

Als der höchste Purusha zum Trost der Welten die Rettung der Bedrängten sichtbar machen wollte, ließest du dich in den Ozean versinken: Deine übrige Macht blieb verborgen, und du nahmst die Gestalt der Hilfsbedürftigen an.

47. Bhustuti 8: Die Erde als Weg zur Befreiung
Bleibe mit gefalteten Händen vor Bhudevi. Lausche der folgenden Strophe und lass ihr Bild im Herzen aufleuchten.

niṣkaṇṭaka-praśama-yoga-niṣevaṇīyāṃ
chāyā-viśeṣa-paribhūta-samasta-tāpām |
svargāpavarga-saraṇiṃ bhavatīm uśanti
svacchanda-sūkara-vadhūm avadhūta-paṅkām ||

Die Weisen preisen dich als Gemahlin des aus freiem Willen erschienenen göttlichen Ebers: Frei vom Schlamm, durch ungehinderte Ruhe und Sammlung zu verehren, mit einem Schatten, der alles Leiden lindert. Du bist der Weg zu himmlischem Glück und Befreiung.

48. Die Verehrung ins Bauvorhaben hineintragen
Verneigt euch gemeinsam. Dankt Bhudevi und Ganesha in eigenen Worten; die ausdrücklich eingeladene Gegenwart wird aus den vorübergehenden Ritualgefäßen ins Herz aufgenommen. Die Hilfsperson nimmt die Blumen vom Wassergefäß, die Tücher und Gaben werden geordnet abgenommen. Die Quelle beendet diese Bhumi-Puja mit dem Bhustuti-Lobpreis; die folgenden praktischen Abschlussangaben ordnen ihre Durchführung heute.

Wenn die Bauverantwortlichen den Platz freigegeben haben, kann jetzt die erste kleine Erdbewegung erfolgen. Die betreffende Person hält kurz inne und erinnert sich an die Bitte um Vergebung. Ein Grundsteinritual (Shilanyasa), eine Naga-Puja und eine spätere Hauseinzugszeremonie bilden jeweils eigene Feiern.

Teilt die frisch und sauber gehaltene Speise als Prasad. Die im Freien abgelegten Bali-Gaben werden anschließend in die vorgesehenen Schalen zurückgenommen und sachgerecht kompostiert oder entsorgt. Wasser mit Badestoffen wird aufgefangen und über den geeigneten Abwasserweg entsorgt; klares restliches Segenswasser darf sparsam an Pflanzen gegeben werden. Blumen können kompostiert, Tücher und Gefäße gereinigt und wiederverwendet werden. Betelnüsse und Ritualfarben gehören nicht in die verteilte Speise. Löscht die Lampen, bevor der Altar verlassen wird.

Eine Anregung aus Bhakti Yoga: Wähle für die Bauzeit eine der acht inneren Blumen als tägliche Übung. Geduld im Gespräch, Wahrhaftigkeit bei Absprachen oder Rücksicht auf ein kleines Tier lassen die gerade dargebrachte Puja im Alltag weiterblühen. Ein Augenblick Meditation vor Arbeitsbeginn erinnert daran, dass der neue Ort auf dem tragenden Schoß der göttlichen Mutter entsteht.

Rezitationsfassungen

Die Nummern entsprechen den Schritten der Anleitung. Reine Handlungsschritte bleiben hier ausgespart. Alle angegebenen Wiederholungen werden beim Vollzug beachtet. Die deutsche Fassung erschließt die Bedeutung; sie braucht nicht zusätzlich zum Sanskrit gesprochen zu werden.

Vollständige IAST-Fassung

1. Die acht Gaben vorbereiten
phaṭ | phaṭ | phaṭ | phaṭ | phaṭ | phaṭ | phaṭ ||

2. Rundgang durch die acht Richtungen
eṣa gandha oṃ bhūtebhyo namaḥ |
ete puṣpe oṃ bhūtebhyo namaḥ |
eṣa dhūpaḥ oṃ bhūtebhyo namaḥ |
eṣa dīpaḥ oṃ bhūtebhyo namaḥ |
ayaṃ māṣa-bhakta-baliḥ oṃ bhūtebhyo namaḥ ||

3. Die Wesen des Ortes bitten
bhūtāḥ pretāḥ piśācāś ca ye vasanty atra bhūtale |
te gṛhṇantu mayā dattaṃ baliṃ etaṃ prasādhitam ||
pūjitā gandha-puṣpādyair balibhis tarpitās tathā |
deśād asmād viniḥsṛtya pūjāṃ paśyantu mat-kṛtām ||

4. Den Platz für die Puja freigeben
apasarpantu te bhūtā ye bhūtā bhuvi saṃsthitāḥ |
ye bhūtā vighna-kartāras te naśyantu śivājñayā ||
apakrāmantu bhūtāni piśācāḥ sarvato diśam |
sarveṣām avirodhena brahma karma samārabhe ||
bhūta preta piśācādya rākṣasā yakṣa guhyakāḥ |
sthānāt asmāt vṛjantu anyatra svikaromi bhuvaṃ tvimāṃ ||
vetālāś ca piśācāś ca rākṣasāś ca sarīsṛpāḥ |
apasarpantu te sarve caṇḍikāstreṇa tāḍitāḥ ||
yad atra saṃsthitaṃ bhūtaṃ sthānam āśritya sarvadā |
sthānaṃ tyaktvā tu tat sarvaṃ yatreṣṭaṃ tatra gacchatu ||

5. Das Bauvorhaben Gott anvertrauen
hariḥ oṃ tat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adye śrī bhagavato mahā-puruṣasya śrī viṣṇoḥ ājñayā pravartamānasya, ādya brahmaṇaḥ dvitīya parārdhe śrī śveta varāha kalpe, vaivasvata manvantare aṣṭā-viṃśatitame kali yuge, kali yugasya prathama pāde, jambū-dvīpe meroḥ {Richtung} dig-bhāge, hiraṇmaya varṣe hiraṇmaya deśe {Land} deśe {Ort} mahā nagari antargate vyavahārikāṇāṃ prabhavādi ṣaṣṭi saṃvatsarāṇāṃ madhye, {Jahresname} nāma saṃvatsare, {Ayana} ayane, {Jahreszeit} ṛtau, māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara yuktāyāṃ {Nakshatra} nakṣatra yuktāyāṃ śrī viṣṇu yoge śrī viṣṇu karaṇe, śubha yoga śubha karaṇe, sakala graha guṇa viśeṣaṇa viśiṣṭāyām |
asyāṃ śubha tithau asya yajamānasya upātta samasta durita kṣaya dvārā śrī iṣṭa-devatā prītyarthaṃ prāripsyamāna vāstunaḥ śubhatva saṃpattaye nirvighnena nirmāṇa siddhaye ca gṛha nirmāṇāṅga bhūtaṃ bhūmi pūjāṃ kariṣye |
tad aṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvara pūjāṃ kariṣye ||

6. Ganesha einladen
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ śrī mahā gaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

7. Ganesha einen Sitz anbieten
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
āsanaṃ samarpayāmi ||

8. Ganeshas Füße ehren
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
pādyaṃ samarpayāmi ||

9. Arghya für Ganesha
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
arghyaṃ samarpayāmi ||

10. Trinkwasser für Ganesha
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

11. Ganesha baden
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
snānaṃ samarpayāmi |
snāna anantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

12. Gewand und heilige Schnur für Ganesha
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
vastra arthaṃ akṣatān samarpayāmi |
upavīta arthaṃ akṣatān samarpayāmi ||

13. Ganesha schmücken
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
ābharaṇa arthaṃ akṣatān samarpayāmi |
divya gandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrā-kuṃkumaṃ samarpayāmi |
puṣpa mālikāṃ samarpayāmi puṣpaiḥ pūjayāmi ||

14. Die achtzehn Namen Ganeshas
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gaja-karṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighna-rājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūma-ketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bāla-candrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakra-tuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpa-karṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skanda-pūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhi-vināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

15. Duft, Licht und Speise für Ganesha
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpaṃ āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣa dīpaṃ darśayāmi |
dhūpa dīpa anantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedya anantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

16. Ganeshas Lichtsegen empfangen
oṃ ekadantāya vidmahe vakra-tuṇḍāya dhīmahi tanno danti pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ ānanda karpūra nīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūra nīrājana anantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

17. Blumen und Vertrauen zu Ganeshas Füßen
vighneśvarāya varadāya sura-priyāya
lambodarāya sakalāya jagad-hitāya |
nāgānanāya śruti-yajña-vibhūṣitāya
gaurī-sutāya gaṇanātha namo namaste ||
vakra-tuṇḍa mahā kāya koṭi sūrya samaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarva kāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇya bhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantra hīnaṃ kriyā hīnaṃ bhakti hīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

18. Das Wassergefäß verehren
kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudraḥ samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛ-gaṇāḥ smṛtāḥ ||
kukṣau tu sāgarāḥ sarve sapta-dvīpā vasundharā |
ṛgvedo’tha yajurvedaḥ sāmavedo hyatharvaṇaḥ |
aṅgaiś ca sahitāḥ sarve kalaśāmbu samāśritāḥ ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvati |
narmade sindhu kāveri jale’smin sannidhiṃ kuru ||
puṣkarādyāni tīrthāni gaṅgādyāḥ saritas tathā |
āyantu loka-śāntyarthaṃ durita-kṣaya-kārakāḥ ||

19. Die sieben Wassermudras zeigen
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato’pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

20. Bhudevi im Gefäß begrüßen
viṣṇu-patnīṃ mahīṃ devīṃ mādhavīṃ mādhava-priyām |
lakṣmīṃ priya-sakhīṃ devīṃ namāmy acyuta-vallabhām ||
bhūmir bhūmnā dyaur variṇā’ntarikṣaṃ mahitvā |
upasthe te devy adite’gnim annādam annādyāyādadhe ||
śukla-varṇāṃ viśālākṣīṃ kūrma-pṛṣṭhopari sthitām |
sarva-śasyāśrayāṃ devīṃ dharām āvāhayāmy aham ||

21. Einen Thronsitz anbieten
aneka-ratna-khacitaṃ kṣīra-sāgara-saṃbhave |
suvarṇa-siṃhāsanaṃ devi svīkuruṣva hari-priye ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

22. Die Füße der Erde ehren
gaṅgā-sarid-ānītaṃ gandha-puṣpa-samanvitam |
pādyaṃ dadāmi te devi prasīda parameśvari ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

23. Ehrenwasser darbringen
gaṅgā-nadī-samānītaṃ suvarṇa-kalaśa-sthitam |
gṛhāṇārghyaṃ mayā dattaṃ putra-pautra-phala-prade ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

24. Kühles Trinkwasser reichen
prasannaṃ śītalaṃ toyaṃ prasanna-mukha-paṅkaje |
gṛhāṇācamanārthāya garuḍa-dhvaja-vallabhe ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

25. Madhuparka darbringen
vasundharā mahā-devi madhvājya-dadhi-saṃyuktam |
madhu-parkaṃ gṛhāṇemaṃ madhusūdana-vallabhe ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | madhuparkaṃ samarpayāmi ||

26. Mit den fünf Nektaren baden
payo-dadhi-ghṛtair yuktaṃ śarkarā-madhu-saṃyuktam |
pañcāmṛtaṃ gṛhāṇedaṃ vasundharā namo’stu te ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | pañcāmṛta-snānaṃ samarpayāmi ||

27. Mit klarem Wasser abspülen
hema-kumbha-sthitaṃ svacchaṃ gaṅgādi-sarid-āhṛtam |
snānārthe salilaṃ devi gṛhyatāṃ sāgarātmaje ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | śuddhodaka-snānaṃ samarpayāmi |
snānānantaram ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

28. Bhudevi bekleiden
divyāmbara-yugaṃ sūkṣmaṃ kañcukaṃ ca manoharam |
vasundharā mahā-devi gṛhāṇedaṃ mayārpitam ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | vastra-yugmaṃ samarpayāmi ||

29. Mangala-Sutra und Schmuck darbringen
māṅgalya-maṇi-saṃyuktaṃ mukta-vidruma-saṃyuktam |
dattaṃ maṅgala-sūtraṃ ca gṛhāṇa hari-vallabhe ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ maṅgala-sūtra-abhāve akṣatān samarpayāmi |
ratna-tāṭaṅka-keyūra-hāra-kaṅkaṇa-bhūṣite |
bhūṣaṇāni mahā-rāṇi gṛhāṇa karuṇā-nidhe ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | ābharaṇārthaṃ puṣpaṃ samarpayāmi ||

30. Duft und Glückszeichen darbringen
karpūra-candanopetaṃ kastūrī-kuṅkumānvitam |
sarva-gandhaṃ gṛhāṇedaṃ sarva-maṅgala-dāyini ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | saubhāgya-dravyaṃ samarpayāmi ||

31. Blumen der Liebe schenken
mandāra-pārijātābjaiḥ ketaky-utpala-pāṭalaiḥ |
mallikā-jāti-vakulaiḥ puṣpais tvāṃ pūjayāmy aham ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ | puṣpāṇi samarpayāmi ||

32. Bhudevi mit zwölf Namen verehren
oṃ bhūmyai namaḥ |
oṃ mahīṣyai namaḥ |
oṃ pṛthivyai namaḥ |
oṃ vasundharāyai namaḥ |
oṃ vasudhāyai namaḥ |
oṃ vāsavyai namaḥ |
oṃ hiraṇyagarbhiṇyai namaḥ |
oṃ samudravatyai namaḥ |
oṃ mahī-dharaṇyai namaḥ |
oṃ viṣṇu-patnyai namaḥ |
oṃ vyāpinyai namaḥ |
oṃ dharāyai namaḥ |

33. Weihrauch darbringen
vanaspati-rasodbhūtaṃ gandhāḍhyo gandha uttamaḥ |
āghreyaḥ sarva-devānāṃ dhūpo’yaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ dhūpam āghrāpayāmi ||

34. Das Licht der Hingabe zeigen
bhaktyā dīpaṃ prayacchāmi mahā-devi parameśvari |
trāhi māṃ timirāt ghorāt divya-jyoti namo’stu te ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ dīpaṃ darśayāmi ||

35. Speise und Wasser darbringen
rambha-phalaṃ ghṛtaṃ kṣīraṃ godhūmasya ca cūrṇakam |
śarkarā-yukta-naivedyaṃ saṃpādaṃ bhakṣyam uttamam ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ naivedyaṃ nivedayāmi |
madhye pānīyaṃ | uttarapoṣaṇaṃ | hasta-prakṣālanārthaṃ | mukha-prakṣālanārthaṃ samarpayāmi ||

36. Die Betelgabe anbieten
pūgi-phalaṃ mahad divyaṃ nāgavalli-dalair yutam |
elā-lavaṅga-saṃyuktaṃ tāmbūlaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ bhūṃ bhūmyai namaḥ tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

37. Arati für die Erde
oṃ dhanur-dharāyai vidmahe | sarva-siddhyai ca dhīmahi | tanno dharāḥ pracodayāt ||

38. Die acht inneren Blumen darbringen
ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriya-nigrahaḥ |
sarva-bhūta-dayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śānti-puṣpaṃ tapaḥ-puṣpaṃ jñāna-puṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ bhūmī-prītikaraṃ bhavet ||

39. Um Vergebung für das Graben bitten
samudra-vasane devi parvata-stana-maṇḍale |
viṣṇu-patni namas tubhyaṃ khanana-kriyāṃ kṣamasva me ||

40. Bhustuti 1: Zuflucht zur Erdmutter
saṅkalpa-kalpa-latikām avadhiṃ kṣamāyāḥ
svecchā-varāha-mahiṣīṃ sulabhānukampām |
viśvasya mātaram akiñcana-kāmadhenuṃ
viśvambharām aśaraṇaḥ śaraṇaṃ prapadye ||

41. Bhustuti 2: Wie ein Kind vor der Mutter
nityaṃ hitāhita-viparyaya-baddha-bhāve
tvad-vīkṣaṇaika-vinivartya-bahu-vyapāye |
mugdhākṣarair akhila-dhāriṇi modamānā
mātaḥ stanandhaya-dhiyaṃ mayi vartayethāḥ ||

42. Bhustuti 3: Die Geliebte des Welterhalters
vedhas-tṛṇāvadhi vihāra-paricchadaṃ te
viśvaṃ carācaratayā vyatibhidyamānam |
amba tvad-āśritatayā paripoṣayantī
viśvambharasya dayitāsi tad-eka-nāmā ||

43. Bhustuti 4: Die Namen der Erde
sarvaṃ-sahety avanir ity acaleti mātaḥ
viśvambhareti vipuleti vasundhareti |
anyāni cānya-vimukhāny abhidhāna-vṛttyā
nāmāny amūni kathayanti tavānubhāvam ||

44. Bhustuti 5: Der nährende göttliche Baum
tāpān kṣipan prasavitā sumano-gaṇānāṃ
pracchāya-śītala-talaḥ pradiśan phalāni |
tvat-saṅgamād bhavati mādhavi labdha-poṣaḥ
śākhā-śatair adhigato hari-candano’sau ||

45. Bhustuti 6: Fülle durch deine Fürsorge
bhūteṣu yat tvad-abhimāna-viśeṣa-pātraṃ
poṣaṃ tad eva bhajatīti vibhāvayantaḥ |
bhūtaṃ prabhūta-guṇa-pañcakam ādyam etat
prāyo nidarśanatayā pratipādayanti ||

46. Bhustuti 7: Varahas rettende Liebe
āśvāsanāya jagatāṃ puruṣe parasmin
āpanna-rakṣaṇa-daśām abhinetu-kāme |
antarhitetara-guṇād abalā-svabhāvāt
audanvate payasi majjanam abhyanaiṣīḥ ||

47. Bhustuti 8: Die Erde als Weg zur Befreiung
niṣkaṇṭaka-praśama-yoga-niṣevaṇīyāṃ
chāyā-viśeṣa-paribhūta-samasta-tāpām |
svargāpavarga-saraṇiṃ bhavatīm uśanti
svacchanda-sūkara-vadhūm avadhūta-paṅkām ||

Vollständige Devanagari-Fassung

1. Die acht Gaben vorbereiten
फट् । फट् । फट् । फट् । फट् । फट् । फट् ॥

2. Rundgang durch die acht Richtungen
एष गन्ध ॐ भूतेभ्यो नमः ।
एते पुष्पे ॐ भूतेभ्यो नमः ।
एष धूपः ॐ भूतेभ्यो नमः ।
एष दीपः ॐ भूतेभ्यो नमः ।
अयं माष-भक्त-बलिः ॐ भूतेभ्यो नमः ॥

3. Die Wesen des Ortes bitten
भूताः प्रेताः पिशाचाश् च ये वसन्त्य् अत्र भूतले ।
ते गृह्णन्तु मया दत्तं बलिं एतं प्रसाधितम् ॥
पूजिता गन्ध-पुष्पाद्यैर् बलिभिस् तर्पितास् तथा ।
देशाद् अस्माद् विनिःसृत्य पूजां पश्यन्तु मत्-कृताम् ॥

4. Den Platz für die Puja freigeben
अपसर्पन्तु ते भूता ये भूता भुवि संस्थिताः ।
ये भूता विघ्न-कर्तारस् ते नश्यन्तु शिवाज्ञया ॥
अपक्रामन्तु भूतानि पिशाचाः सर्वतो दिशम् ।
सर्वेषाम् अविरोधेन ब्रह्म कर्म समारभे ॥
भूत प्रेत पिशाचाद्य राक्षसा यक्ष गुह्यकाः ।
स्थानात् अस्मात् वृजन्तु अन्यत्र स्विकरोमि भुवं त्विमां ॥
वेतालाश् च पिशाचाश् च राक्षसाश् च सरीसृपाः ।
अपसर्पन्तु ते सर्वे चण्डिकास्त्रेण ताडिताः ॥
यद् अत्र संस्थितं भूतं स्थानम् आश्रित्य सर्वदा ।
स्थानं त्यक्त्वा तु तत् सर्वं यत्रेष्टं तत्र गच्छतु ॥

5. Das Bauvorhaben Gott anvertrauen
हरिः ॐ तत् सत् । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द ।
शुभे शोभने मुहूर्ते अद्ये श्री भगवतो महा-पुरुषस्य श्री विष्णोः आज्ञया प्रवर्तमानस्य, आद्य ब्रह्मणः द्वितीय परार्धे श्री श्वेत वराह कल्पे, वैवस्वत मन्वन्तरे अष्टा-विंशतितमे कलि युगे, कलि युगस्य प्रथम पादे, जम्बू-द्वीपे मेरोः {Richtung} दिग्-भागे, हिरण्मय वर्षे हिरण्मय देशे {Land} देशे {Ort} महा नगरि अन्तर्गते व्यवहारिकाणां प्रभवादि षष्टि संवत्सराणां मध्ये, {Jahresname} नाम संवत्सरे, {Ayana} अयने, {Jahreszeit} ऋतौ, मासोत्तमे {Monat} मासे {Paksha} पक्षे {Tithi} तिथौ {Wochentag} वासर युक्तायां {Nakshatra} नक्षत्र युक्तायां श्री विष्णु योगे श्री विष्णु करणे, शुभ योग शुभ करणे, सकल ग्रह गुण विशेषण विशिष्टायाम् ।
अस्यां शुभ तिथौ अस्य यजमानस्य उपात्त समस्त दुरित क्षय द्वारा श्री इष्ट-देवता प्रीत्यर्थं प्रारिप्स्यमान वास्तुनः शुभत्व संपत्तये निर्विघ्नेन निर्माण सिद्धये च गृह निर्माणाङ्ग भूतं भूमि पूजां करिष्ये ।
तद् अङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसमाप्त्यर्थम् आदौ विघ्नेश्वर पूजां करिष्ये ॥

6. Ganesha einladen
ॐ भूर् भुवस् सुवः श्री महा गणपतये नमः ।
ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

7. Ganesha einen Sitz anbieten
ॐ गं गणपतये नमः ।
आसनं समर्पयामि ॥

8. Ganeshas Füße ehren
ॐ गं गणपतये नमः ।
पाद्यं समर्पयामि ॥

9. Arghya für Ganesha
ॐ गं गणपतये नमः ।
अर्घ्यं समर्पयामि ॥

10. Trinkwasser für Ganesha
ॐ गं गणपतये नमः ।
आचमनीयं समर्पयामि ॥

11. Ganesha baden
ॐ गं गणपतये नमः ।
स्नानं समर्पयामि ।
स्नान अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ॥

12. Gewand und heilige Schnur für Ganesha
ॐ गं गणपतये नमः ।
वस्त्र अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
उपवीत अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ॥

13. Ganesha schmücken
ॐ गं गणपतये नमः ।
आभरण अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
दिव्य गन्धान् समर्पयामि । गन्धस्योपरि हरिद्रा-कुंकुमं समर्पयामि ।
पुष्प मालिकां समर्पयामि पुष्पैः पूजयामि ॥

14. Die achtzehn Namen Ganeshas
ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गज-कर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्न-राजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूम-केतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बाल-चन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्र-तुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्प-कर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्द-पूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धि-विनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।

15. Duft, Licht und Speise für Ganesha
ॐ गं गणपतये नमः । धूपं आघ्रापयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । प्रत्यक्ष दीपं दर्शयामि ।
धूप दीप अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ।
नैवेद्य अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

16. Ganeshas Lichtsegen empfangen
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्र-तुण्डाय धीमहि तन्नो दन्ति प्रचोदयात् ।
ॐ गं गणपतये नमः आनन्द कर्पूर नीराजनं सन्दर्शयामि ।
कर्पूर नीराजन अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ॥

17. Blumen und Vertrauen zu Ganeshas Füßen
विघ्नेश्वराय वरदाय सुर-प्रियाय
लम्बोदराय सकलाय जगद्-हिताय ।
नागाननाय श्रुति-यज्ञ-विभूषिताय
गौरी-सुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥
वक्र-तुण्ड महा काय कोटि सूर्य समप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्व कार्येषु सर्वदा ॥
अन्यथा शरणं नास्ति त्वम् एव शरणं मम ।
तस्मात् कारुण्य भावेन रक्ष रक्ष गणाधिप ॥
आवाहनं न जानामि नैव जानामि पूजनम् ।
विसर्जनं न जानामि क्षमस्व पुरुषोत्तम ॥
मन्त्र हीनं क्रिया हीनं भक्ति हीनं विनायक ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥

18. Das Wassergefäß verehren
कलशस्य मुखे विष्णुः कण्ठे रुद्रः समाश्रितः ।
मूले तत्र स्थितो ब्रह्मा मध्ये मातृ-गणाः स्मृताः ॥
कुक्षौ तु सागराः सर्वे सप्त-द्वीपा वसुन्धरा ।
ऋग्वेदो’थ यजुर्वेदः सामवेदो ह्यथर्वणः ।
अङ्गैश् च सहिताः सर्वे कलशाम्बु समाश्रिताः ॥
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरी सरस्वति ।
नर्मदे सिन्धु कावेरि जले’स्मिन् सन्निधिं कुरु ॥
पुष्कराद्यानि तीर्थानि गङ्गाद्याः सरितस् तथा ।
आयन्तु लोक-शान्त्यर्थं दुरित-क्षय-कारकाः ॥

19. Die sieben Wassermudras zeigen
अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थां गतो’पि वा ।
यः स्मरेत् पुण्डरीकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरः शुचिः ॥

20. Bhudevi im Gefäß begrüßen
विष्णु-पत्नीं महीं देवीं माधवीं माधव-प्रियाम् ।
लक्ष्मीं प्रिय-सखीं देवीं नमाम्य् अच्युत-वल्लभाम् ॥
भूमिर् भूम्ना द्यौर् वरिणा’न्तरिक्षं महित्वा ।
उपस्थे ते देव्य् अदिते’ग्निम् अन्नादम् अन्नाद्यायादधे ॥
शुक्ल-वर्णां विशालाक्षीं कूर्म-पृष्ठोपरि स्थिताम् ।
सर्व-शस्याश्रयां देवीं धराम् आवाहयाम्य् अहम् ॥

21. Einen Thronsitz anbieten
अनेक-रत्न-खचितं क्षीर-सागर-संभवे ।
सुवर्ण-सिंहासनं देवि स्वीकुरुष्व हरि-प्रिये ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः । आसनं समर्पयामि ॥

22. Die Füße der Erde ehren
गङ्गा-सरिद्-आनीतं गन्ध-पुष्प-समन्वितम् ।
पाद्यं ददामि ते देवि प्रसीद परमेश्वरि ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

23. Ehrenwasser darbringen
गङ्गा-नदी-समानीतं सुवर्ण-कलश-स्थितम् ।
गृहाणार्घ्यं मया दत्तं पुत्र-पौत्र-फल-प्रदे ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

24. Kühles Trinkwasser reichen
प्रसन्नं शीतलं तोयं प्रसन्न-मुख-पङ्कजे ।
गृहाणाचमनार्थाय गरुड-ध्वज-वल्लभे ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः । आचमनीयं समर्पयामि ॥

25. Madhuparka darbringen
वसुन्धरा महा-देवि मध्वाज्य-दधि-संयुक्तम् ।
मधु-पर्कं गृहाणेमं मधुसूदन-वल्लभे ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः । मधुपर्कं समर्पयामि ॥

26. Mit den fünf Nektaren baden
पयो-दधि-घृतैर् युक्तं शर्करा-मधु-संयुक्तम् ।
पञ्चामृतं गृहाणेदं वसुन्धरा नमो’स्तु ते ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः । पञ्चामृत-स्नानं समर्पयामि ॥

27. Mit klarem Wasser abspülen
हेम-कुम्भ-स्थितं स्वच्छं गङ्गादि-सरिद्-आहृतम् ।
स्नानार्थे सलिलं देवि गृह्यतां सागरात्मजे ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः । शुद्धोदक-स्नानं समर्पयामि ।
स्नानानन्तरम् आचमनीयं समर्पयामि ॥

28. Bhudevi bekleiden
दिव्याम्बर-युगं सूक्ष्मं कञ्चुकं च मनोहरम् ।
वसुन्धरा महा-देवि गृहाणेदं मयार्पितम् ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः । वस्त्र-युग्मं समर्पयामि ॥

29. Mangala-Sutra und Schmuck darbringen
माङ्गल्य-मणि-संयुक्तं मुक्त-विद्रुम-संयुक्तम् ।
दत्तं मङ्गल-सूत्रं च गृहाण हरि-वल्लभे ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः मङ्गल-सूत्र-अभावे अक्षतान् समर्पयामि ।
रत्न-ताटङ्क-केयूर-हार-कङ्कण-भूषिते ।
भूषणानि महा-राणि गृहाण करुणा-निधे ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः । आभरणार्थं पुष्पं समर्पयामि ॥

30. Duft und Glückszeichen darbringen
कर्पूर-चन्दनोपेतं कस्तूरी-कुङ्कुमान्वितम् ।
सर्व-गन्धं गृहाणेदं सर्व-मङ्गल-दायिनि ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः । सौभाग्य-द्रव्यं समर्पयामि ॥

31. Blumen der Liebe schenken
मन्दार-पारिजाताब्जैः केतक्य्-उत्पल-पाटलैः ।
मल्लिका-जाति-वकुलैः पुष्पैस् त्वां पूजयाम्य् अहम् ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः । पुष्पाणि समर्पयामि ॥

32. Bhudevi mit zwölf Namen verehren
ॐ भूम्यै नमः ।
ॐ महीष्यै नमः ।
ॐ पृथिव्यै नमः ।
ॐ वसुन्धरायै नमः ।
ॐ वसुधायै नमः ।
ॐ वासव्यै नमः ।
ॐ हिरण्यगर्भिण्यै नमः ।
ॐ समुद्रवत्यै नमः ।
ॐ मही-धरण्यै नमः ।
ॐ विष्णु-पत्न्यै नमः ।
ॐ व्यापिन्यै नमः ।
ॐ धरायै नमः ।

33. Weihrauch darbringen
वनस्पति-रसोद्भूतं गन्धाढ्यो गन्ध उत्तमः ।
आघ्रेयः सर्व-देवानां धूपो’यं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः धूपम् आघ्रापयामि ॥

34. Das Licht der Hingabe zeigen
भक्त्या दीपं प्रयच्छामि महा-देवि परमेश्वरि ।
त्राहि मां तिमिरात् घोरात् दिव्य-ज्योति नमो’स्तु ते ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः दीपं दर्शयामि ॥

35. Speise und Wasser darbringen
रम्भ-फलं घृतं क्षीरं गोधूमस्य च चूर्णकम् ।
शर्करा-युक्त-नैवेद्यं संपादं भक्ष्यम् उत्तमम् ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः नैवेद्यं निवेदयामि ।
मध्ये पानीयं । उत्तरपोषणं । हस्त-प्रक्षालनार्थं । मुख-प्रक्षालनार्थं समर्पयामि ॥

36. Die Betelgabe anbieten
पूगि-फलं महद् दिव्यं नागवल्लि-दलैर् युतम् ।
एला-लवङ्ग-संयुक्तं ताम्बूलं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ भूं भूम्यै नमः ताम्बूलं समर्पयामि ॥

37. Arati für die Erde
ॐ धनुर्-धरायै विद्महे । सर्व-सिद्ध्यै च धीमहि । तन्नो धराः प्रचोदयात् ॥

38. Die acht inneren Blumen darbringen
अहिंसा प्रथमं पुष्पं पुष्पम् इन्द्रिय-निग्रहः ।
सर्व-भूत-दया पुष्पं क्षमा पुष्पं विशेषतः ॥
शान्ति-पुष्पं तपः-पुष्पं ज्ञान-पुष्पं तथैव च ।
सत्यम् अष्टविधं पुष्पं भूमी-प्रीतिकरं भवेत् ॥

39. Um Vergebung für das Graben bitten
समुद्र-वसने देवि पर्वत-स्तन-मण्डले ।
विष्णु-पत्नि नमस् तुभ्यं खनन-क्रियां क्षमस्व मे ॥

40. Bhustuti 1: Zuflucht zur Erdmutter
सङ्कल्प-कल्प-लतिकाम् अवधिं क्षमायाः
स्वेच्छा-वराह-महिषीं सुलभानुकम्पाम् ।
विश्वस्य मातरम् अकिञ्चन-कामधेनुं
विश्वम्भराम् अशरणः शरणं प्रपद्ये ॥

41. Bhustuti 2: Wie ein Kind vor der Mutter
नित्यं हिताहित-विपर्यय-बद्ध-भावे
त्वद्-वीक्षणैक-विनिवर्त्य-बहु-व्यपाये ।
मुग्धाक्षरैर् अखिल-धारिणि मोदमाना
मातः स्तनन्धय-धियं मयि वर्तयेथाः ॥

42. Bhustuti 3: Die Geliebte des Welterhalters
वेधस्-तृणावधि विहार-परिच्छदं ते
विश्वं चराचरतया व्यतिभिद्यमानम् ।
अम्ब त्वद्-आश्रिततया परिपोषयन्ती
विश्वम्भरस्य दयितासि तद्-एक-नामा ॥

43. Bhustuti 4: Die Namen der Erde
सर्वं-सहेत्य् अवनिर् इत्य् अचलेति मातः
विश्वम्भरेति विपुलेति वसुन्धरेति ।
अन्यानि चान्य-विमुखान्य् अभिधान-वृत्त्या
नामान्य् अमूनि कथयन्ति तवानुभावम् ॥

44. Bhustuti 5: Der nährende göttliche Baum
तापान् क्षिपन् प्रसविता सुमनो-गणानां
प्रच्छाय-शीतल-तलः प्रदिशन् फलानि ।
त्वत्-सङ्गमाद् भवति माधवि लब्ध-पोषः
शाखा-शतैर् अधिगतो हरि-चन्दनो’सौ ॥

45. Bhustuti 6: Fülle durch deine Fürsorge
भूतेषु यत् त्वद्-अभिमान-विशेष-पात्रं
पोषं तद् एव भजतीति विभावयन्तः ।
भूतं प्रभूत-गुण-पञ्चकम् आद्यम् एतत्
प्रायो निदर्शनतया प्रतिपादयन्ति ॥

46. Bhustuti 7: Varahas rettende Liebe
आश्वासनाय जगतां पुरुषे परस्मिन्
आपन्न-रक्षण-दशाम् अभिनेतु-कामे ।
अन्तर्हितेतर-गुणाद् अबला-स्वभावात्
औदन्वते पयसि मज्जनम् अभ्यनैषीः ॥

47. Bhustuti 8: Die Erde als Weg zur Befreiung
निष्कण्टक-प्रशम-योग-निषेवणीयां
छाया-विशेष-परिभूत-समस्त-तापाम् ।
स्वर्गापवर्ग-सरणिं भवतीम् उशन्ति
स्वच्छन्द-सूकर-वधूम् अवधूत-पङ्काम् ॥

Vollständige deutsche Bedeutung

1. Die acht Gaben vorbereiten
Phaṭ: die rituelle Silbe zum Abgrenzen und Reinigen.

2. Rundgang durch die acht Richtungen
Dies ist die Duftgabe, dies sind die Blumen, dies ist der Weihrauch, dies ist das Licht, dies ist die Speisegabe aus schwarzen Bohnen: Om, Verehrung den Wesen des Ortes.

3. Die Wesen des Ortes bitten
Die Wesen, Verstorbenengeister und Pishachas, die hier auf der Erde wohnen, mögen die von mir bereitete Gabe annehmen. Durch Duft, Blumen und weitere Gaben geehrt und durch Speise zufriedengestellt, mögen sie aus diesem Bereich heraustreten und die von mir vollzogene Verehrung betrachten.

4. Den Platz für die Puja freigeben
Die Wesen, die hier auf der Erde weilen, mögen zurücktreten. Was Hindernisse schafft, möge durch Shivas Gebot vergehen. Wesen und Pishachas mögen in alle Richtungen weichen; ohne Widerstreit mit irgendjemandem beginne ich das heilige Werk. Bhutas, Pretas, Pishachas, Rakshasas, Yakshas und Guhyakas mögen diesen Ort verlassen und sich anderswohin begeben; diesen Boden nehme ich nun in Gebrauch. Vetalas, Pishachas, Rakshasas und kriechende Wesen mögen, von Chandikas Waffe getroffen, alle zurückweichen. Jedes Wesen, das diesen Ort bisher bewohnt hat, möge ihn verlassen und dorthin gehen, wo es ihm gefällt.

5. Das Bauvorhaben Gott anvertrauen
Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda, Govinda, Govinda. Unter dem Gebot des erhabenen Vishnu, im zweiten Lebensabschnitt Brahmas, im Zeitalter des weißen Ebers, im Manvantara Vaivasvatas, im Kali-Yuga des achtundzwanzigsten Zyklus und dessen erstem Abschnitt, auf Jambudvipa in der genannten Richtung gegenüber Meru, im genannten Land und Ort, zu den genannten Jahres- und Tagesangaben, unter heilsamen Verbindungen der Gestirne: An diesem guten Tag vollziehe ich für den Yajamana, zur Überwindung angesammelter Verfehlungen und zur Freude seiner Ishta Devata, die Bhumi-Puja als Teil des Hausbaus. Das Vorhaben möge gesegnet sein und das Gebäude ohne Hindernisse entstehen. Damit die Feier vollständig und ungehindert gelingt, verehre ich zuerst Vighneshvara, den Herrn der Hindernisse.

6. Ganesha einladen
Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Verehrung dem erhabenen großen Ganapati. Ich meditiere über dich, lade dich ein, gebe dir hier deinen Platz und bringe Duft, ungebrochenen Reis und Blumen dar.

7. Ganesha einen Sitz anbieten
Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Ich bringe einen Sitz dar.

8. Ganeshas Füße ehren
Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Ich bringe Wasser für die Füße dar.

9. Arghya für Ganesha
Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Ich bringe das Ehrenwasser dar.

10. Trinkwasser für Ganesha
Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Ich bringe Wasser zum rituellen Trinken dar.

11. Ganesha baden
Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Ich bringe das Bad dar. Nach dem Bad bringe ich erneut Wasser zum Trinken dar.

12. Gewand und heilige Schnur für Ganesha
Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Als Gewand bringe ich ungebrochenen Reis dar. Als heilige Schnur bringe ich ungebrochenen Reis dar.

13. Ganesha schmücken
Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Als Schmuck bringe ich Reis dar. Ich bringe göttliche Düfte dar und lege Kurkuma und Kumkum auf die Duftgabe. Ich bringe eine Blumengirlande dar und verehre dich mit Blumen.

14. Die achtzehn Namen Ganeshas
1. Verehrung dem Schönangesichtigen. 2. Verehrung dem Einen-Stoßzahn-Tragenden. 3. Verehrung dem Braungoldenen. 4. Verehrung dem Elefantenohrigen. 5. Verehrung dem Großbäuchigen. 6. Verehrung dem Gewaltigen. 7. Verehrung dem König der Hindernisse. 8. Verehrung dem Führer. 9. Verehrung dem mit dem rauchfarbenen Banner. 10. Verehrung dem Herrn der Scharen. 11. Verehrung dem jungen Mond. 12. Verehrung dem Elefantenangesichtigen. 13. Verehrung dem mit dem gebogenen Rüssel. 14. Verehrung dem mit Ohren wie Worfelschaufeln. 15. Verehrung Heramba. 16. Verehrung dem älteren Bruder Skandas. 17. Verehrung dem Vollendung gewährenden Führer. 18. Verehrung dem Herrn der Hindernisse.

15. Duft, Licht und Speise für Ganesha
Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha. Ich lasse dich den Weihrauchduft genießen. Ich zeige dir das leuchtende Licht. Nach Duft und Licht bringe ich erneut Trinkwasser dar. Ich reiche dir die Speise. Nach der Speise bringe ich wiederum Trinkwasser dar. Ich bringe die Betelgabe dar.

16. Ganeshas Lichtsegen empfangen
Wir erkennen den Einstoßzahnigen; über den mit dem gebogenen Rüssel meditieren wir. Möge der Stoßzahntragende unsere Einsicht anregen. Om, Gaṃ, Verehrung Ganesha: Ich zeige das freudige Kampferlicht. Danach bringe ich erneut Trinkwasser dar.

17. Blumen und Vertrauen zu Ganeshas Füßen
Verehrung dem Herrn der Hindernisse, dem Segensspender, dem Liebling der Götter, dem Großbäuchigen, dem Allumfassenden, der das Wohl der Welt will, dem Elefantenangesichtigen, den Veda und Opfer schmücken, dem Sohn Gauris: Herr der Scharen, wieder und wieder Verehrung. Mit gebogenem Rüssel, gewaltigem Leib und dem Glanz von Millionen Sonnen: Lass alle meine Vorhaben stets ohne Hindernisse gelingen. Ich habe keine andere Zuflucht; du allein bist meine Zuflucht. Aus Mitgefühl schütze mich, Herr der Scharen. Ich verstehe das Einladen, das Verehren und das Verabschieden nicht vollkommen; vergib mir, Höchster. Was ich an Mantra, Handlung und Hingabe unvollkommen vollzogen habe, möge vor dir ganz werden.

18. Das Wassergefäß verehren
An der Öffnung des Kalasha ist Vishnu, an seinem Hals Rudra, an seinem Grund Brahma; in seiner Mitte wohnen die göttlichen Mütter. In seinem Inneren sind alle Ozeane und die Erde mit ihren sieben Kontinenten. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda ruhen mit ihren ergänzenden Wissenszweigen im Wasser dieses Gefäßes. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid in diesem Wasser gegenwärtig. Mögen die heiligen Wasserstellen, angefangen mit Pushkara, und die Flüsse, angefangen mit Ganga, zum Frieden der Welt kommen und Verfehlungen hinwegnehmen.

19. Die sieben Wassermudras zeigen
Ob unrein oder rein, in welcher Lage man sich auch befindet: Wer des lotusäugigen Vishnu gedenkt, wird außen und innen rein.

20. Bhudevi im Gefäß begrüßen
Ich verneige mich vor der großen Göttin Erde, der Gemahlin Vishnus, Madhavi, der Geliebten Madhavas, vor Lakshmi, der lieben Gefährtin, der Geliebten Achyutas. Erde bist du durch deine Fülle, Himmel durch deine Weite, Zwischenraum durch deine Größe. In deinen Schoß, Göttin Aditi, lege ich Agni, den Nahrung Verzehrenden, um Nahrung zu erlangen. Die weißstrahlende Göttin mit weiten Augen, die auf dem Rücken der Schildkröte ruht und allen Feldfrüchten Halt gibt, lade ich als Dharā, die Tragende, ein.

21. Einen Thronsitz anbieten
Aus dem Milchozean Hervorgegangene, Geliebte Haris, nimm diesen goldenen, mit vielen Juwelen geschmückten Thron an. Ich bringe den Sitz dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

22. Die Füße der Erde ehren
Göttin, höchste Herrin, ich gebe dir Wasser für deine Füße, aus dem Ganges gebracht und mit Duft und Blumen versehen. Sei mir gnädig. Ich bringe Fußwasser dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

23. Ehrenwasser darbringen
Nimm das von mir dargebrachte Ehrenwasser an, aus dem Ganges gebracht und im goldenen Gefäß ruhend, du Schenkerin von Kindern und Kindeskindern. Ich bringe Arghya dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

24. Kühles Trinkwasser reichen
Du mit dem heiteren Lotusgesicht, Geliebte dessen, der Garuda im Banner trägt, nimm dieses klare, kühle Wasser zum rituellen Trinken an. Ich bringe Trinkwasser dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

25. Madhuparka darbringen
Große Göttin Vasundhara, Geliebte Madhusudanas, nimm diesen Madhuparka aus Honig, geklärter Butter und Joghurt an. Ich bringe die süße Ehrengabe dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

26. Mit den fünf Nektaren baden
Vasundhara, Verehrung dir. Nimm die fünf Nektare aus Milch, Joghurt, geklärter Butter, Zucker und Honig an. Ich bringe das Bad mit Panchamrita dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

27. Mit klarem Wasser abspülen
Göttin, Tochter des Ozeans, nimm zum Bad das klare Wasser an, aus Ganga und den anderen Flüssen gebracht und im goldenen Gefäß ruhend. Ich bringe das Bad mit reinem Wasser dar; nach dem Bad bringe ich Trinkwasser dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

28. Bhudevi bekleiden
Große Göttin Vasundhara, nimm die von mir dargebrachten feinen göttlichen Gewänder und das liebliche Obergewand an. Ich bringe das Paar der Gewänder dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

29. Mangala-Sutra und Schmuck darbringen
Geliebte Haris, nimm die Glücksschnur an, mit glückbringenden Edelsteinen, Perlen und Korallen geschmückt. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde: Da kein Mangala-Sutra vorhanden ist, bringe ich Reis dar. Große Königin, Schatz des Mitgefühls, die du mit kostbaren Ohrringen, Armreifen und Ketten geschmückt bist, nimm diesen Schmuck an. Ich bringe eine Blüte als Schmuck dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

30. Duft und Glückszeichen darbringen
Du Schenkerin allen Heils, nimm die duftende Gabe mit Kampfer, Sandel, Moschus und Kumkum an. Ich bringe die glückverheißenden Stoffe dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

31. Blumen der Liebe schenken
Mit Mandara, Parijata, Lotus, Ketaki, Wasserlilie, Patala, Jasmin und Vakula verehre ich dich. Ich bringe Blumen dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde.

32. Bhudevi mit zwölf Namen verehren
1. Verehrung der Erde. 2. Verehrung der Königin. 3. Verehrung der Weiten. 4. Verehrung der Reichtum Tragenden. 5. Verehrung der Reichtum Schenkenden. 6. Verehrung Vasavi. 7. Verehrung der Goldenes im Schoß Tragenden. 8. Verehrung der mit den Ozeanen Verbundenen. 9. Verehrung der die Erde Tragenden. 10. Verehrung der Gemahlin Vishnus. 11. Verehrung der Allesdurchdringenden. 12. Verehrung der Tragenden.

33. Weihrauch darbringen
Nimm diesen Weihrauch an, aus dem Saft der Pflanzen entstanden, reich an Duft, von vortrefflichem Wohlgeruch und allen Göttern angenehm. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde; ich lasse dich den Weihrauchduft genießen.

34. Das Licht der Hingabe zeigen
In Hingabe bringe ich dir das Licht dar, große Göttin, höchste Herrin. Bewahre mich vor tiefer Finsternis; göttliches Licht, Verehrung dir. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde; ich zeige dir das Licht.

35. Speise und Wasser darbringen
Banane, geklärte Butter, Milch und Weizenmehl, mit Zucker bereitete vortreffliche Speise bringe ich dar. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde; ich reiche dir die Speise, Wasser während und nach dem Essen sowie Wasser zum Waschen der Hände und des Mundes.

36. Die Betelgabe anbieten
Nimm diese göttliche Betelgabe an, Betelnuss mit Betelblättern, Kardamom und Nelke. Om, Bhūṃ, Verehrung der Erde; ich bringe Tambula dar.

37. Arati für die Erde
Wir erkennen die Bogenträgerin und meditieren über die vollkommene Erfüllung. Möge Dharā, die tragende Erde, unsere Einsicht anregen.

38. Die acht inneren Blumen darbringen
Nichtverletzen ist die erste Blume, Sinnesbeherrschung eine weitere. Mitgefühl mit allen Wesen ist eine Blume und ganz besonders Vergebung. Dazu kommen Frieden, Tapas, Erkenntnis und Wahrhaftigkeit. Diese achtfache Blumengabe erfreut die Erde.

39. Um Vergebung für das Graben bitten
Göttin, deren Gewand die Ozeane und deren Brüste die Berge sind, Gemahlin Vishnus, Verehrung dir. Vergib mir das Graben.

40. Bhustuti 1: Zuflucht zur Erdmutter
Ohne andere Zuflucht nehme ich meine Zuflucht zur Weltenmutter, zur Erhalterin des Alls: Sie erfüllt das heilige Wollen wie eine Wunschliane, ist die Vollendung der Nachsicht, die Gemahlin des aus freiem Willen erschienenen Varaha, leicht zum Erbarmen bereit und den Besitzlosen eine wunscherfüllende Kuh.

41. Bhustuti 2: Wie ein Kind vor der Mutter
Mutter, ich verwechsle immer wieder Heilsames und Unheilsames. Zahlreiche Gefahren können allein durch deinen Blick weichen. Du Trägerin von allem, freue dich an meinen kindlichen Worten und wende mir jene Gesinnung zu, mit der eine Mutter ihr kleines Kind betrachtet.

42. Bhustuti 3: Die Geliebte des Welterhalters
Von Brahma bis zum Grashalm ist die ganze bewegte und unbewegte Welt der Schauplatz deines göttlichen Spiels. Mutter, weil du alles nährst, was in dir Zuflucht nimmt, bist du die Geliebte des Welterhalters und trägst denselben Namen: Viśvambharā.

43. Bhustuti 4: Die Namen der Erde
Mutter, die Allesertragende, die Schützende, die Unbewegliche, die Weltenträgerin, die Weite und die Reichtum Tragende: Diese und andere, dir allein eigene Namen verkünden in ihrer Bedeutung deine Herrlichkeit.

44. Bhustuti 5: Der nährende göttliche Baum
Madhavi, durch die Verbindung mit dir genährt, wird jener göttliche Sandelbaum Hari von Hunderten Zweigen umgeben: Er nimmt die Hitze des Leidens, lässt duftende Blumen und edle Herzen erblühen, spendet kühlenden Schatten und schenkt Früchte.

45. Bhustuti 6: Fülle durch deine Fürsorge
Was unter den Wesen deine besondere Zuwendung empfängt, gelangt zu Gedeihen. Als Bild dafür nennen die Weisen dieses erste Element, die Erde, in dem alle fünf sinnlich erfahrbaren Eigenschaften in Fülle gegenwärtig sind.

46. Bhustuti 7: Varahas rettende Liebe
Als der höchste Purusha zum Trost der Welten die Rettung der Bedrängten sichtbar machen wollte, ließest du dich in den Ozean versinken: Deine übrige Macht blieb verborgen, und du nahmst die Gestalt der Hilfsbedürftigen an.

47. Bhustuti 8: Die Erde als Weg zur Befreiung
Die Weisen preisen dich als Gemahlin des aus freiem Willen erschienenen göttlichen Ebers: Frei vom Schlamm, durch ungehinderte Ruhe und Sammlung zu verehren, mit einem Schatten, der alles Leiden lindert. Du bist der Weg zu himmlischem Glück und Befreiung.

Quellen

  • Pandit Sri Rama Ramanuja Achari: Vastu Sangraha, Fassung vom 24. Januar 2023, S. 4–12: Bhuta-Bali, Sankalpa, Bhudevi-Puja, kurze Namensreihe und ausgewählte Bhustuti-Strophen.
  • Derselbe: Puja Sangraha, Abschnitt Sarva Karyeshu Purvangam, S. 9–13: Ganesha-Puja und Kalasha-Puja. Die dortige knappe Speisedarbringung ist gewählt.
  • Vedanta Deshika: Bhustuti, Strophen 1, 3, 5, 6, 7, 12, 14 und 22; Abgleich des vom Vastu Sangraha ausgewählten Lobpreises.
  • Praktische Darstellung der Puja-Mudras und Tariniparijata, Mudra-Abschnitt: Erläuterung der in der Vorlage nur genannten Handgesten.

Ausgeführt wird die Bhumi-Puja mit zwölf Namen der Erde und dem achtstrophigen Bhustuti-Auszug. Die vorbereitende Ganesha- und Kalasha-Verehrung ist aus dem Puja Sangraha desselben Lehrers ergänzt.

Die deutschen Bedeutungen sind eigenständige Übersetzungen der traditionellen Rezitationen. Die Schreibweise wurde vereinheitlicht; eindeutige Verschreibungen bei langen Vokalen, Nasalen und Sanskritkomposita sind berichtigt. Im Erdgebet wurde parvata-stana am bekannten Gebetsparalleltext abgeglichen; die auf das Graben bezogene Bitte bleibt erhalten. Die sieben Mudras ergänzen die knappen Abbildungen der Ritualvorlage durch belegte Beschreibungen. Manche Gebete rufen Bhudevi in Bildern Lakshmis an; diese Wortwahl bleibt als Teil der gewählten Puja erhalten. Die Rezitationsauszüge sind vollständig für diese Anleitung, nicht als vollständige Ausgabe der gesamten Bhustuti gemeint. Pflanzenalternativen, die Materialorganisation, der praktisch geordnete Abschluss und die Alltagsanregung sind heutige Erläuterungen.

Siehe auch

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