Abendessen

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Abendessen: Das Abendessen ist eine der Hauptmahlzeiten und diese gilt es gesund zu gestalten.

Eine gesunde Ernährung ist Teil des integralen Yoga.

Tipps zum Thema Abendessen

Mein Name ist Sukadev von Yoga Vidya.

Ich will dir nun einige Tipps für ein gutes Yogaabendessen geben. Unter einem guten Abendessen verstehe ich ein Abendessen, welches dir hilft, besser zu schlafen, Energie zu bekommen und gesund zu sein.

Das Abendessen ist heutzutage in den meisten Familien die wichtigste Mahlzeit. Auch bei Yoga Vidya stellt das Abendessen in unseren Ashrams die Hauptmahlzeit dar. Es gibt auch um 11:00 Uhr einen Brunch. Für viele Menschen ist dann der Brunch die wichtigste Mahlzeit, aber eigentlich ist es das Abendessen. Am Tag hast du viel getan und während du aktiv bist, hast du nicht die Zeit, um gut zu verdauen. Deshalb ist es klug, dem Körper tagsüber die Zeit zur Verdauung zu geben.

Das Abendessen ist dagegen eine Mahlzeit, die du ein paar Stunden vor dem Schlafengehen zu dir nehmen solltest. Dann hat dein Körper zunächst ein paar Stunden Zeit, um die Erstverdauung zu machen und während du schläfst, erfolgt die weitere Verdauung. Daher solltest du abends idealerweise nicht zu spät essen.

Letztlich ist der Tagesablauf, wie wir ihn bei Yoga Vidya in den Ashrams gestalten, nach den aktuellen Erkenntnissen der Ökotrophologie (2018) der ideale Tagesablauf. Bei Yoga Vidya haben wir um 11:00 Uhr einen Brunch und um 18:00 Uhr das Abendessen, also nur zwei Mahlzeiten. In früheren Zeiten – in den 80er, 90er und 2000er Jahren – haben die Ökotrophologen*innen gesagt, man solle lieber mehrere kleinere Mahlzeiten anstatt größere Mahlzeiten zu sich nehmen. Fünf Mahlzeiten am Tag galten als ideal. Damals mussten wir uns bei Yoga Vidya immer zur Wehr setzen: „Nein, das stimmt nicht. Unsere Erfahrung ist, dass zwei Mahlzeiten am Tag den meisten Menschen gut tun.“.

In den Jahren 2016, 2017 und 2018 gab es eine Reihe von Studien, die gezeigt haben, dass es am besten ist, wenn man dem Körper täglich 16 Stunden Pause gibt, in denen man nichts isst. Bei Yoga Vidya liegt diese zwischen 19:00 und 11:00 Uhr. 16 Stunden nichts zu essen ist ausgezeichnet, denn dann fällt es zum einen leichter, das Gewicht zu halten, nicht zuzunehmen und zu seinem Idealgewicht zu kommen. Zum anderen hilft es auch, damit der Körper entschlacken kann. Es ist gut für den Blutdruck, die Blutfettwerte, die Verdauung und es ist sogar auch gut, um Krebs vorzubeugen.

Also 16 Stunden am Tag nichts zu essen ist etwas Gutes für den Körper. So ist es empfehlenswert, auf das Frühstück am Morgen zu verzichten, dafür aber ein Mittagessen und ein Abendessen zu haben. Wenn sich das Abendessen um 18:00 Uhr nicht in deinen Tagesablauf integrieren lässt, dann geht auch 19:00 Uhr.

Natürlich sind das nur ungefähre Faustregeln, die nicht für jede*n gelten müssen. Im Yoga betonen wir auch, dass jeder Mensch unterschiedlich ist. Somit mag es auch Menschen geben, die davon profitieren, zu anderen Zeiten oder vielleicht drei Mal am Tag zu essen. Aber meine Meinung ist, dass es gut ist, zwei Mal am Tag in Form von Brunch und Abendessen zu essen.

Was bedeutet das nun für das Abendessen?

Es gibt vier Hauptnahrungsmittelkategorien. Diese vier Hauptnahrungsmittelkategorien sind:

Man sollte jeden Tag etwas von allen vier Nahrungsmittelkategorien zu sich nehmen. Zum Abendessen bietet es sich an Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, gekochtes Gemüse und Salat zu sich zu nehmen, mit den Hülsenfrüchten aber durchaus etwas zu variieren.

Wie integriere ich die vier Nahrungsmittelkategorien in mein Abendessen?

Es ist ratsam, während einer Mahlzeit nicht zu viele verschiedene Lebensmittel zu sich zu nehmen, aber im Laufe einer Woche verschiedenes zu essen.

Du könntest beispielsweise sagen: „Montags esse ich Vollkornreis, dienstags esse ich Buchweizen, mittwochs Quinoa, donnerstags Hirse, freitags Vollkornspaghetti, samstags vielleicht wieder Vollkornreis und sonntags Gerste, Dinkel oder irgendetwas anderes“. Es ist also gut, jeden Tag ein anderes Getreide zu dir zu nehmen.

Zum zweiten ist es auch gut, jeden Tag eine andere Hülsenfrucht zu dir zu nehmen. So kannst du zum Beispiel äußern: „Montagabend esse ich Tofu, Dienstag esse ich Mungbohnen, Mittwoch vielleicht Linsen, Donnerstag dann Kichererbsen, Freitag wieder Tofu, Samstag esse ich dann Papadam, was eine indische Spezialität ist und Sonntag wieder etwas anderes“. So hast du auch den vollen Eiweißbedarf gedeckt. Das gleiche Prinzip kannst du auch auf das Gemüse und den Salat anwenden, welche du auch täglich abwechselst.

Das gilt natürlich nur dann, wenn du ein gutes Verdauungssystem hast. Wenn du ein Verdauungssystem hast, was nicht so gut ist, dann wirst du herausfinden, welche der Vollkorngetreide du am besten verdaust und du würdest dich auf diese beschränken. Du überlegst, welche der Hülsenfrüchte verdaust du am besten und du würdest dich auf diese beschränken. Genauso ist es mit den Gemüsen. Es ist durchaus gut, bei dem Gemüse und der Rohkost etwas mehr abzuwechseln. Das wäre das Ideal.

Wenn du das Abendessen einfach zubereiten möchtest, dann kannst du das Getreide und die Hülsenfrucht auch zusammen kochen. Die Kochzeit ist dann für das Getreide meistens etwas zu lange, aber du brauchst nur einen Topf. Es schadet dem Getreide auch nicht, wenn es etwas weicher gekocht ist. Natürlich kannst du auch in zwei Töpfen kochen oder du hast einen Getreidetopf und einen Dampfkochtopf. Dann geht es etwas schneller. Denn die meisten Hülsenfrüchte benötigen ausreichend Kochzeit. Gut sind auch Tofu und Tempeh, denn diese kannst du auch zusammen mit dem Gemüse kochen.

Nun noch etwas zu der Rohkost: Es ist natürlich gut die Rohkost, gerade bei dem Abendessen, abwechslungsreich zu gestalten. Viele Vitamine dürfen eben nicht gekocht werden und so ist es wichtig, ausreichend Rohkost zu verzehren.

Jetzt fehlt unter den vier Nahrungsmittelkategorien das Obst: Das hängt es davon ab, wie gut deine Verdauung ist. Hast du eine gute Verdauung, kannst du entweder am Anfang der Mahlzeit oder am Ende der Mahlzeit, letztlich als Nachtisch, ein oder mehrere Stücke Obst essen. Manche Menschen können aber nicht Obst zusammen mit Getreide verdauen. Dann könntest du zum Beispiel am Vormittag auf Getreide verzichten und stattdessen Obst und andere Lebensmittel zu dir nehmen. Die meisten Menschen können aber durchaus, wenn sie nicht zu viel verschiedenes und auch nicht mengenmäßig zu viel Nahrung essen, Obst zusammen mit dem Getreide, den Hülsenfrüchten, Salat und so weiter zu sich nehmen.

Das sind ein paar Tipps für ein gutes, yogisches Abendessen. Natürlich kannst du dann auch noch überlegen, ob du zum Salat noch ein paar Nüsse oder Öle dazu gibst, ob du diese Öle brauchst, wie du würzen willst und so weiter. Im Ayurveda gibt es auch die Aussage, dass du je nach Doshakonstitution etwa beruhigen oder anregen willst und dann entsprechende Gewürze wählst. Im Ayurveda wird unter anderem gesagt, dass wenn du besser verdauen willst, du vor dem Essen eine kleine Scheibe Ingwer mit ein paar Tropfen Zitronensaft zu dir nehmen solltest.

Aber allgemein: Das Abendessen ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Es ist gut, in jedem Abendessen Hülsenfrüchte, Vollkorn, gekochtes Gemüse und Salat zu haben und zu überlegen, ob man am Abend auch Obst zu sich nimmt. Es ist ratsam, mindestens zwei, drei Stunden nach dem Abendessen und zwei, drei Stunden vor dem Schlafen nichts zu essen.

Idealerweise lässt du zwischen dem Abendessen und Brunch 16 Stunden verstreichen. Wenn so viel nicht möglich ist: Manche sagen auch, 12 bis 14 Stunden Pause zwischen reicht auch aus.

Video Abendessen

Kurzes Vortragsvideo über Abendessen :

Autor/Sprecher: Sukadev Bretz, Seminarleiter zu Kundalini Yoga und Chakras.

Abendessen Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Abendessen :

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Siehe auch

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