Aggression

Aus Yogawiki

Aggression leitet sich vom Lateinischen „aggredi“ ab. Es bedeutet: „an eine Sache herangehen und sie in Angriff nehmen“, was neutral zu verstehen ist. Die Aggression an sich ist folglich weder schlecht noch gut. Sie ist einfach als Urprinzip im Universum etabliert, als das Prinzip von Mars und Pluto - von nach außen oder nach innen gekehrter Energie.

Ausdruck von Aggression

Die Aggression ist also zunächst als neutral zu betrachten. Sie hat aber wie alles in einer Welt der Polaritäten auch zwei Pole: Sie kann Himmelsmacht und Höllenfeuer zugleich sein. Aggression kann im Positiven genutzt werden und steht dann für Kraft, pure Lebensenergie, Durchsetzungsvermögen, Willensstärke, Fortschritt. Aggression kann aber auch in seiner negativen Ausprägung gelebt werden und steht dann für Zerstörung und Kampf in ganz unterschiedlicher Ausprägung.

Die Aggression bekommt erst dann einen Einfluss auf das Leben eines Menschen, wenn er sich darauf einlässt und mit dem Gefühl der „Aggression“ etwas macht – sie unterdrückt oder sie ausdrückt. Er könnte sie auch als Zeuge einfach nur beobachten, sie bewusst wahrnehmen und losgelöst davon handeln.

Mars, Gott des Krieges, mit Schild, Schwert und Helm. Römische Kopie nach einem griechischen Original von etwa 320 v. Chr., Ergänzungen von Gian Lorenzo Bernini

Einführung

„In den modernen Industriegesellschaften hat man sich stillschweigend darauf geeinigt, dass Aggression nur böse und schlecht ist; man will sie deshalb am liebsten aus der Welt schaffen. Dabei zeigt sich auf den ersten Blick, dass kein anderes Thema das Leben mehr beherrscht. Wenn man sich vom Aggressionsprinzip tatsächlich lösen könnte, wäre es sicher schon längst geschehen.“ [1] Das geht so weit, dass Menschen Angst haben vor Aggression und gar nichts davon wissen wollen. Sie wollen ihre eigene Aggression nicht spüren, unterdrücken sie, und sie wollen natürlich auch nichts von der Aggression anderer Menschen abbekommen. So werden sie nie damit konfrontiert, lernen aber auch nicht, damit zurechtzukommen. [2]

Unsere eigenen inneren Kriege brechen dann entweder als Krankheit aus oder zeigen sich in Form eines Krieges, der irgendwo auf der Welt stattfindet. Das ist die angestaute aggressive Energie, die sich in ihrer extremsten Form einen Ausdruck sucht. Während die Gewalt des Einzelnen als Delikt gilt und streng verboten wird, legitimiert der Krieg die schlimmsten Gräueltaten sogar per Gesetz. Die Verteidigung des Vaterlandes wird dann als wichtig und wertvoll angesehen, und man geht dafür dann sogar in den Tod oder schickt andere dahin. [3]

Experimente mit Affen haben ergeben, dass nicht nur Überfüllung (Territorialaggression) zu Aggression führt, sondern auch soziale Desorganisation. Angst (Furchtaggression) kann ebenfalls ein Auslöser für Aggression sein. Provokationen, die Bedrohung der Rangordnung (Rivalenaggression), die Unterbrechung eines Handlungsablaufes (Reizbarkeitsaggression), enttäuschte Hoffnungen und andere Frustrationen lösen in der Regel auch Aggression aus. [4]

Schneeglöckchen stehen für neues Leben im Frühling.

Mars, die nach außen gekehrte Aggression

Mars – das archetypische männliche Aggressionsprinzip

Die spirituelle Philosophie betrachtet Aggression als die Energie allen Anfangs, die dem Prinzip von Mars zugeordnet wird: „Ohne Aggression könnte nichts beginnen, und so ist der erste Impuls immer ein aggressiver [...] Jeder Neubeginn des Jahres geschieht natürlich aus der aggressiven Energie des Frühlings heraus. Die Säfte steigen, die Bäume schlagen aus, und der Salat schießt sogar […] Wenn Milliarden Knospen ihre wehrlosen Hüllen sprengen, Milliarden gefährlicher spitzer Keime auf brutale Weise die unschuldige Mutter Erde durchbohren, ist uns das durchaus angenehm. Wir genießen die aggressive Marskraft im Frühling – der neue Wachstumszyklus könnte ohne sie nicht beginnen.“ [5]

Es ist aber so, dass alle Geschosse diese Form haben, sie ist spitz und durchdringend. Diese Form ist weder schlecht noch gut, sie ist einfach marsisch und dadurch für bestimmte Dinge bestens geeignet: Die Form kann sich durchsetzen, Widerstände überwinden und sich schnell fortbewegen. Selbst eine spitze Bemerkung trifft viel besser ihr Ziel als platte Reden. [6]

Zeichen von Aggression

Ob wir die Energie von Mars nun mögen oder nicht – sie ist bei jedem Anfang dabei. Auch das erste Wort oder der erste Ton, der die Stille durchströmt, enthält eine aggressive Kraft, die die Stille zerstört. Der Ton ist deswegen nicht böse, er ist einfach nur da. Das Aggressionsprinzip steht aber nicht nur am Anfang, es ist auch sonst immer vorhanden, weil es einfach zur Welt gehört. Wir müssen uns nur die Frage stellen, auf welcher Ebene wir diesem Marsprinzip begegnen wollen.

Der Mensch liebt die Gesellschaft. Er benötigt aber eine gewisse Aggression, um auf jemanden zuzugehen, um so diesem Impuls Folge leisten zu können. Er ist in Beziehungen und auch für Beziehungen braucht man Mut und Kraft, um eine Beziehung anbahnen zu können, sie danach aufrecht und lebendig zu erhalten, so dass man gemeinsam wachsen kann. Je weniger Beachtung wir einem Prinzip wie Mars schenken, umso heftiger wird es in Erscheinung treten, umso stärker wird es seine Aufmerksamkeit einfordern. [7]

Mars Ultor: Marsdarstellung auf der Rückseite einer römischen Münze von Antoninus Pius. Copyright

„Krieg ist selbstverständlich die gröbste, gefährlichste und primitivste Ebene des Marsprinzips. Es zeigt sich schon daran, dass er stets die primitivsten und brutalsten Charakterzüge aus Menschen hervorholt. Zu keiner Zeit wird mehr gemordet, vergewaltigt, geplündert, gebrandschatzt und gequält. Es war deshalb vor allem der Krieg, der das ganze Prinzip in so in Verruf gebracht hat.“ [8] Weil es aber in der Gesellschaft die stille Vereinbarung gibt, dass Aggression schlecht ist und wir dem Marsprinzip nicht offen begegnen, sondern vielmehr unsere aggressiven Gefühle unterdrücken, bis es nicht mehr länger möglich ist, eskaliert die Aggression meistens auf der primitivsten Ebene. „Die gegeneinander gerichteten negativen Aggressionen sind unter Umständen so angewachsen und auf solch einer primitiven Ebene angekommen, dass man gar nicht mehr miteinander kommunizieren kann.“ [9]

Wenn Menschen in Konflikt geraten, steigen die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin an und provozieren den Menschen zur Handlung: Er kann nur kämpfen oder fliehen. Wer sich nicht traut, zu seiner marsischen Energie zu stehen, wird gegenüber einem anderen, der das sehr wohl tut, immer den Kürzeren ziehen.

Berthel Thorvaldsen: Mars mit seinem Sohn Cupido, der - genau wie seine Mutter Venus - für die Liebe steht. Copyright

Es gibt Möglichkeiten, seine Aggression zu kanalisieren, indem man sich in eine dafür ritualisierte Umgebung begibt. Die Fußballfans leben mit ihren „Kriegsgesängen“ eine solche ritualisierte Form der Aggression, aber natürlich auch die Fußballspieler auf dem Feld, die, wie man immer wieder gut beobachten kann, auch nicht davor zurückschrecken, handgreiflich zu werden. Andere ritualisierte Ventile wären auch noch weitere Sportarten, die im Grunde auf Fairness und Ritterlichkeit bauen, bei denen man aber immer wieder beobachten kann, dass diese nicht eingehalten werden und man versucht unritterlich zu gewinnen.

Mars – sieben Entwicklungsstufen

  • Die unterste und völlig unerlöste Ebene[10] von Mars zeigt sich in Mord und Totschlag, in Krieg und Brutalität. Man zögert nicht, körperliche Gewalt einzusetzen, um seine eigenen Interessen auf jeden Fall durchzusetzen. Auf dieser Ebene geht es im blanken, brutalen Egoismus, es geht darum, seine Ellbogen auszufahren, und man scheut auch vor Vergewaltigung nicht zurück. Der Mensch nimmt sich auf dieser Entwicklungsstufe der Aggression, was möglich ist und nicht, was ihm zusteht. Verletzung und Zerstörung sind auf dieser Ebene zu Hause. Sie dienen hier dem eigenen Vorteil. Das Geschlechterverhältnis wird von hirnloser Triebhaftigkeit bestimmt.
  • Auf der zweiten Ebene der Entwicklungsstufen von Aggression ist das primitive, geistlose Berserkertum überwunden. Die Sexualität ist nicht mehr nur Auslebung des Triebes, sie bezieht den Partner mit ein. Hier bewegen wir uns auf einer Ebene, auf der Konkurrenz und Rivalität eine Rolle spielen. Heißblütige Aktionen der Eroberung und Durchsetzung werden nun mit einem gewissen Willen zu Einsatz und Leistung verbunden.
  • Auf der dritten Entwicklungsstufe setzt der Mensch seinen Tatendrang und seinen Mut für weiterreichende Ziele ein. Hier ist Pionierarbeit angesagt, die eine entschlossene Handlung erfordert, die nicht blind zerstörend agiert, sondern überlegt und machtbewusst handelt. Auf dieser Ebene wird auch die Eigenverantwortung entwickelt.
  • Auf der vierten Entwicklungsstufe der Aggression reflektiert sich der Mensch noch mehr. Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit gewinnen an Bedeutung. Der tatkräftige Einsatz ist mit Vernunft gepaart, Zivilcourage tritt an den Tag. Die Freude an der eigenen Kraft und Energie führt zu mutigen und beeindruckenden Taten, die auch anderen nutzen. Der Egoismus ist überwunden.
  • Auf der fünften Entwicklungsstufe der Aggression genießt der Mensch einfach nur die eigene Kraft und den spontanen Energiefluss. Die Lust am Kampf verfeinert sich zur Kriegskunst. Es geht nicht mehr darum, Krieg zu führen, sondern die Stärke und die Ausstrahlung zu haben, dass keiner es überhaupt wagt, einen anzugreifen. Beispiele dafür sind die europäischen Ritter und die japanischen Samurai. Ehre bestimmt das Spiel des Lebens.
  • Auf der sechsten Stufe der Entwicklung von Aggression genießt der Mensch seine Energie, die absichtslos und frei fließt. Der Tatendrang wird zu bewussten Handlungen, die Absicht verliert an Bedeutung. Wir handeln und des Handelns Willen, weil gehandelt werden muss, weil das zu dem Spiel des Lebens dazugehört und das Rad sich weiterdrehen muss. Die Früchte der Handlungen spielen keine Rolle mehr. Es geht nicht mehr um Belohnung und Zweck. Der Krieg wird heilig und richtet sich nur noch gegen das eigene Ego.

Pluto, die nach innen gerichtete Aggression

Albrecht Dürer: Die Entführung der Persephone (1516)

Pluto – das archetypisch weibliche Aggressionsprinzip

Mythologisch gesehen ist Pluto der Gott der Unterwelt. Er ist der Herr der Bodenschätze und somit einer der reichsten Götter. Die Bodenschätze stehen hier für den inneren Reichtum, den wir alle in uns tragen und der verborgen ist. Pluto ist der Gott des Totenreichs, er fordert die Seelen am Ende ihres Lebens ein. Pluto verliebte sich in Persephone, die Tochter von Zeus und seiner Schwester Demeter. Andere Namen für Persephone sind Proserpina oder Kore. Kore bedeutet „unreife Frucht, Samenkorn“.

So wie das Samenkorn unter die Welt muss, um zu reifen und zu wachsen, muss auch Persephone und im Grunde jeder Mensch in seine Unterwelt und sich seine verborgenen Schätze ansehen. Auch wenn er diese Schätze manchmal nicht als solche ansehen möchte, bergen sie doch einen großen Teil seiner Kraft. Denn die Kraft, die ein Mensch in das Verstecken und Unterdrücken seiner vermeintlichen Schätze steckt, fehlt ihm an anderer Stelle und hält ihn davon ab, seine Energie frei fließen zu lassen.[11]

Während das marsische Aggressionsprinzip nach außen geht, explodiert, geht das plutonische Aggressionsprinzip nach innen und implodiert, zerstört sich selber, richtet die Aggression gegen sich selbst. Wenn Mars für Mord steht, steht Pluto für Selbstmord. Wenn Mars für Krieg steht, steht Pluto für Bürgerkrieg. Das sind jetzt natürlich extreme Formen.

„Plutos Waffenarsenal […] ersetzt die noch vergleichsweise fairen Waffen und Kämpfe des Marsprinzips durch hinterhältigere Techniken. […] Das Plutoprinzip ist zu gut getarnt, und vor allem schreckt es vor dem Tod nicht zurück, den alle anderen Prinzipien so fürchten. So wird es aus sich selbst heraus zur besten Waffe. Die Tarnung im Hinterhalt in Verbindung mit der Bereitschaft zum Selbstopfer macht Pluto für andere Prinzipien völlig unkalkulierbar und fast unangreifbar.“[12] Plutonium kann ganz lange unauffällig an einer Stelle liegen, setzt man es allerdings in eine bestimmte Verbindungskette, wird es zur Atombombe und zerstört alles um sich herum. Biologische Waffen sind ebenfalls plutonische Waffen, die man nicht erkennen kann und die trotzdem ihre Wirkung zeigen.

Ein Mensch, der sehr stark das plutonische Prinzip lebt, ist nicht bereit los zu lassen. Er hält an den „Schätzen“ seiner Unterwelt fest und möchte sich nicht anpassen. Er setzt sich kompromisslos für „bleibende“ Werte ein, die er als wichtiger ansieht als das eigene Wohl und das Wohl der anderen. In extremster Form zeigt es sich bei den Selbstmordattentätern fundamentalistischer Gruppen. Pluto steht also nicht für kleine Krisen oder Kriege, Pluto steht für große Krisen und große Tabubrüche, die auch nicht vor dem Tod, dem Gang in die Unterwelt, zurückschrecken.[13]

August Gaber: Pluto sitzt mit der melancholischen Persephone auf dem Thron. Vor ihnen liegt Cerberus, der Höllenhund. (1864)

Ein Plutoniker ist bis zur Besessenheit auf seine Vorstellungen, Ideen und Prinzipien fixiert und möchte sie um jeden Preis durchsetzen. Sein Idealismus geht bis zu Fanatismus. Er strebt nach Perfektionismus, den er allerdings niemals erreichen kann. Er bewegt sich in einem extremen Scheuklappendenken, aus dem er kaum entkommen kann. Ein Plutoniker kann beispielsweise seine Aggression so weit unterdrücken, dass er sie noch nicht einmal selber merkt und auch nicht bemerkt, wie er „vollkommen frei von Aggression“, seine Prinzipien mit Gewalt durchsetzen möchte.[14]

Wie jedes Prinzip hat auch das Prinzip von Pluto eine positive Seite. Pluto ist das Prinzip der radikalen, an die Wurzel gehenden Wandlung. Ein Plutoniker hat die Kraft wie Phönix aus der Asche aufzuerstehen oder sich wie eine Raupe zu verpuppen und als Schmetterling wieder aufzuerstehen. Pluto ist das Prinzip, das den Tod als Voraussetzung für eine tiefgreifende Wandlung und damit für neues Leben ansieht. Es ist das Prinzip der Metamorphose, der völligen Wandlung, der kompletten Umkehr und Umpolung. Das plutonische Prinzip hilft dem Menschen, tief in sich hinein zu gehen, seine Schätze an die Oberfläche zu holen und so eine tiefe Wandlung zu durchlaufen. Ein Beispiel aus der frühchristlichen Geschichte ist die Wandlung von Saulus, dem Christenschlächter, zu Paulus, einem Apostel Christi. Das plutonische Prinzip kann einem Menschen helfen, seinen eigenen Schatten zu integrieren, seine Gegensätze zu vereinen und so eine große Transformation in spirituellem Sinn zu durchlaufen. Der Plutoniker ist dazu bereit, in die Hölle zu gehen, was ihm einen enormen Vorteil auf dem spirituellen Weg verschafft.[15]

Pluto – sieben Entwicklungsstufen

  • Die unterste Entwicklungsstufe[16] des plutonischen Prinzips baut auf Destruktivität, Lust an der Zerstörung, auf Sadismus und Masochismus. Auf dieser Ebene ist der Plutoniker besessen von Ideen und/oder Wesenheiten. Hass, Selbsthass, Rachegedanken, sadistische Misshandlungen, sexueller Missbrauch, Machtmissbrauch stehen auf der Tagesordnung. Hier ist Fanatismus angesagt, die Idealvorstellung ist für den Plutoniker wichtiger als der Mensch.
Agostino Carracci: Pluto legt sich im Dunkeln an Cerberos an, 1592. Als König der Unterwelt trägt er eine Krone und wirkt ganz in sich gekehrt.
  • Auf der zweiten Eben der plutonischen Aggression geht es mehr um Machtmissbrauch in Familie und Politik. Die Übergriffigkeit ist aber mit der Brutalität der untersten Stufe nicht mehr zu vergleichen. Hier wird Wissen missbraucht, man handelt hinterhältig und mobbt andere. Die Schuld wird dabei nach außen projiziert, denn man übernimmt keine Verantwortung. Auf dieser Stufe bewegen sich auch die materiellen Schmarotzer, die sich von anderen durchfüttern lassen. Die Beschäftigung mit okkulten Lehren dient nur dem Ego, und es geht auch hier dann nur um Machtmissbrauch bis hin zu energetischem Vampirismus. Die Märtyrer der islamischen Fundamentalisten bewegen sich ebenfalls auf dieser Ebene.
  • Die dritte Entwicklungsstufe der plutonischen Aggression beinhaltet die bewusste Manipulation und Ausbeutung in subtilen Bereichen. Damit sind beispielsweise die falschen Versprechungen der Werbung und der Lebensmittel- und Pharmakonzerne gemeint, sowie die Machtkämpfe in der Geschäftswelt. Die Menschen sind auf dieser Stufe auf ihre eigene Position fixiert, reiten auf ihren eigenen Prinzipien herum, neigen zu extremem Perfektionismus bis hin zu Zwanghaftigkeit. In Beziehungen spielen Eifersucht und sexuelle Exzesse eine große Rolle. Aber es taucht so langsam die Ahnung auf, dass es auch anders gehen müsste.
  • Auf der vierten Entwicklungsstufe der plutonischen Aggressionsleiter wird das Leben entweder als Exzess oder als Askese gesehen. Hier gibt es nur die zwei Extreme, die Leidenschaft bewegt sich allerdings auf einer weniger leidvollen Ebene. Ein Selbstmordattentäter führt seine Aufgabe auf dieser Ebene reinen Herzens durch. (Die japanischen Faschisten und die fanatischen Mullahs gehören auf die dritte Stufe.) Hier erkennt der Plutoniker zum ersten Mal seine Chance, sich bewusst zurückzunehmen, an seinem Schatten zu arbeiten und sich irgendwann selbst zu erkennen. Die plutonische Regenerationskraft kommt dabei den radikalen Prozessen zugute.
  • Die fünfte Stufe der plutonische Aggressionsleiter steht für Wandlungsfähigkeit und das Einlassen auf seine tiefsten Tiefen und Ängste. Der Mensch erkennt hier ganz klar die Chance, die ihm das Leben bietet, um an seinem Schatten zu arbeiten. Auf dieser Ebene kann sich die innere Haltung eines Menschen vollkommen verändern und die Grundfeste der Persönlichkeit erschüttern. Der Mensch konfrontiert seinen Schatten, überwindet sich selbst und transformiert sich. Es ist ein Stirb-und-Werde-Vorgang. Wie Martin Luther steht man dann da und kann nicht anders.
  • Auf der sechsten Entwicklungsstufe plutonischer Aggression setzt man sich bedingungslos für eine Sache oder eine Idee ein, was es leichter macht, über sich selbst hinauszuwachsen. Man ist bereit, Opfer zu bringen, und erkennt, dass Neues nur entstehen kann, wen Altes vergeht. Tiefe Reue, die bis auf den Grund der Seele geht, ist notwendig, damit eine echte Wandlung eintreten kann. Ein gutes Beispiel für diese Ebene ist die Metmorphose von Saulus, dem Christenschächter, zu Paulus, dem Apostel Christi.
  • Die siebente Ebene der Entwicklungsstufen plutonischer Aggression steht für die Selbstverwirklichung im Aufgeben der Identifikation mit dem Selbst. Das Leben wird selbstlos und der Mensch widmet sich nur noch der Entwicklung des Ganzen und steht somit in einem höheren Dienst. Wer das Selbst verwirklicht hat, ist wie eine Lotusblume aus dem Schlamm emporgewachsen und blüht an der Oberfläche. Er geht genau wie die Lotusblume, deren Oberfläche wasserabweisend ist, keine Verbindung mit der Welt ein. Er ist in der Welt, aber nicht von der Welt.

Projektion und Aggression

Da Aggression in stiller gesellschaftlicher Vereinbarung als schlechtes Gefühl angesehen wird, das keiner haben möchte, vor dem die Menschen sogar Angst haben, wird sie gerne in die untersten Tiefen verdrängt und nach Möglichkeit nach außen projiziert. Denn wenn jemand anders aggressiv ist, muss man ja dafür nicht die Verantwortung übernehmen. Man kann dann den anderen für seine Aggression verurteilen, stellt sich allerdings nicht die Frage: Warum stört mich eigentlich die Aggression des anderen? Denn wenn ein Mensch in Frieden ist, kann ihn kein Gefühl und auch keine Aggression eines anderen aus der Ruhe bringen. Was einen Menschen aber aus der Ruhe bringen kann, ist seine eigene unterdrückte und unerlöste Aggression, die er verzweifelt versucht auf andere zu projizieren, damit er sie nicht spüren muss. „Die anderen werden als angriffslustig und aggressiv gesehen, oft auch und gerade wenn das nicht stimmt.“[17]

Also wäre es gut, wenn jeder einzelne für sich überprüft, wo er mit seiner Aggression steht. Wie ehrlich er im Umgang damit ist, ob er sie projiziert oder unterdrückt. Denn wenn das Aggressionsprinzip als solches da ist, ist auch die Energie latent in der Welt und somit in jedem einzelnen. Die Frage ist nur: Wie gehen wir damit um? Schleudern wir sie einem anderen um die Ohren oder übernehmen wir Verantwortung? Wo stehen wir mit der Akzeptanz von uns selbst und damit auch mit der Akzeptanz des anderen in seinem Sein?

„Projektion ist ein Problem und wird Auswirkungen auf allen Ebenen zeitigen. Sie wird eine Gesellschaft immer mehr blockieren und die Menschen zu Feiglingen machen, die ständig meinen, dass andere für ihr eigenes Leben und dessen Probleme verantwortlich sind. […] Fast reflexhaft wird nach Schuldigen gesucht, als ließe sich dadurch irgendein Problem lösen.“[18]

Wie wäre es mal echte Verantwortung für seine Gefühle und in unserem Fall für seine Aggression zu übernehmen? Wie wäre es, wenn wir mutig unseren Schatten konfrontieren und annehmen - vor allem die Seiten in uns, die wir an anderen so verabscheuen? Wenn wir unseren Schatten wirklich ehrlich und offen konfrontieren wollen, uns selbst mit unseren vermeintlich guten und schlechten Seiten sehen und uns dann aus der Verurteilung lösen, wird eine echte tiefgreifende Wandlung möglich sein. Um den Schritt zu tun und unseren Schatten zu konfrontieren, brauchen wir marsische Kraft. Um für eine tiefe Umwandlung bereit zu sein, brauchen wir plutonische Energie.

„Die beste Chance läge darin, auf die eigenen Feinde zu hören. In ihren ebenfalls von Projektionen getragenen Anklagen ließe sich noch am ehesten die Wahrheit über einen selbst erkennen.“[19] „Wer aber die Projektionsschienen seines Landes und seiner Familie durchschaut, ist schon recht gut gerüstet, die eigenen anzugehen. Sie werden sich in den beiden ersteren in der Regel widerspiegeln.“[20] Wir können immer und auf allen Ebenen lernen, aber wenn wir uns einem Thema verweigern, es von uns wegprojizieren oder unterdrücken, ist kein Lernen möglich. Dann kann es sein, dass das Leben uns gegen unseren Willen durch Krankheiten oder Schicksalsschläge belehrt.

Wenn das Aggressionsprinzip als solches in der Welt existiert, können wir uns ihm nicht verweigern, wir können nur entscheiden, auf welcher Ebene wir ihm begegnen, ob wir eine brutale Aggression wählen oder eine entwickeltere, erlöstere Variante. Erst wenn wir die unterschiedlichen Spielarten der Aggression durchschaut haben, können wir hoffen und lernen, sie im Keim zu verhindern und nicht für immer im Kreislauf von Aggression und Projektion gefangen zu bleiben.

Swami Sivananda über Aggression

Wie kommt es zur Aggression?

Swami Sivananda spricht in seinem Buch "Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung" über Aggression in Form von Ärger. Er meint, dass Aggression einfach nur eine Gedankenschwingung ist, eine Bewegung, die auf dem See des Denkens entsteht, wenn Tätigkeit und Trägheit vorhanden sind. Es ist eine Welle unerfreulicher Gefühle, die sich erhebt, wenn man mit etwas nicht einverstanden ist.[21] Wenn man sich auf diese Welle einlässt, wenn man dem Ärger nachgibt, die Aggression zulässt, kommen acht Laster zum Vroschein: Ungerechtigkeit, Übereilung, Verfolung, Eifersucht, Besitzergreifen des Eigentums anderer, Töten, scharfe Worte, Grausamkeit. Wenn man der Aggression nachgibt begeht man also alle möglichen sündhaften Taten. "Man verliert seine Erinnerung, das Verstehen umwölkt sich, der Intellekt wird verkehrt."[22].

Es gibt aber auch so etwas wie "edle" oder "gerechte" Wut. Das ist die Wut eines echten spirituellen Lehrers, der seine Schüler maßregelt, weil er weiß, was er tut und somit ihre Laster korrigieren möchte. Dabei bleibt der Lehrer innerlich kühl und gefasst - nach außen wirkt er jedoch heiß und impulsiv. Der Lehrer lässt es nicht zu, dass die Aggression, sein Inneres erreicht. Wenn die äußere Maßregelung vorbei ist, seine scheinbare Aggressionswelle sich wiede rgelegt hat, kommt er sofort wieder zur Ruhe.[23]

"Wenn ein Schüler leicht durch Kleinigkeiten verletzt wird, kann er keinen Fortschritt in der Meditation machen. […] Manche Schüler werden schnell beleidigt und aufgebracht, wenn ihre schlechten Eigenschaften und Nachteile herausgefunden werden. […] Wer keine Einsicht hat, wessen Gedanken nur nach außen gehen, kann seine eigenen Fehler nicht erkennen. […] Wenn ein Schüler Fortschritte machen will, muss er seine Fehler zugeben, sobald ein anderer ihn darauf hinweist. Er muss sein Bestes versuchen, um sie auszurotten und dem Menschen danken, der ihn darauf aufmerksam gemacht hat. Erst dann kann er sich auf geistiger Ebene in der Meditation entwickeln."[24]

Die Aggression wird stärker durch die Wiederholung. Jedes Mal, wenn man sie zulässt, wird sie stärker. Wenn ein Mensch in der Lage ist, seine Aggression zu zügeln, gewinnt ganz stark an Willensstärke, denn Aggression, die man beherrschen kann, wandelt sich soforrt in geistige Energie um. Sow ie Hitze oder Licht in Elektrizität verwandelt werden können,, verwandelt sich die Aggression in Ojas, in spirituelle Energie, in geistige Kraft. Wenn man aber die Aggression herauslässt, wird die Energie dafür verbraucht, das ganze Nervensystem wird dabei erschüttert und mitgenommen. Die Augen röten sich, der Körper fängt an zu zittern und niemand kann einen aggressiven Menschen wirklich stoppen. In seiner Aggression gewinnt er eine unglaublich große Kraft, danach ist aber seine Energie verpufft und er fällt in sich zusammen. [25]

Wie kann man die Aggression überwinden?

Der Mensch wird nur aus Unwissenheit und Selbstsucht aggressiv. Wenn er anfängt, sich selbst zu erforschen, kann er den Egoismus nach und nach loslassen und erst dann können auch Aggression und Ärger verschwinden. Auch wenn man anfängt, das Gegenteil der Aggression zu fördern, kann man die Aggression schwächen. Wenn man anfängt Liebe, Freundschaft, Friedfertigkeit zu pflegen und zu hegen, verschwindet die Aggression langsam. Dafür kann man ein Mantra wiederholen wie "Om Liebe" - immer und immer wieder - bis sich die Liebe einstellt und die Aggression einfach keinen Platz mehr hat. Wenn man die Aggression beherrscht hat, ist die Hälfte des Pfades zurückgelegt. Dann ist man immer gerecht.[26]

Wenn die Aggression sehr stark geworden ist und man sich schon zu sehr damit identifiziert, ist es schwer, sie zu zügeln. Man muss sie schon zügeln, wenn man spürt, dass sie sich nähert und zeigt. Dafür muss man seine Gedanken sehr genau beobachten und sobald sich Gedanken von Zorn, Ärger oder Aggression zeigen, ist es leicht, die Aggression noch aufzuhalten. Sobald man spürt, dass Aufregug aufkommt, ist es wichtig, nciht mehr weiter zu sprechen, Schweigen (Mouna) zu bewahren. Grundsätzlich ist gut, ein bis zwei Stundne am Tag zu schweigen, das kann die Beherrschung der Aggression schon trainieren. "Versuche immer liebenswürdig zu sprechen. Die Worte müssen liebenswürdig und die Argumente hart sein."[27] Das Schweigen hilft einem, di Impulse des Sprechens zu zügeln und der Aggression Ausdruck zu verleihen. So können Emotionen kontrolliert werden und die Aufregung verschwindet.[28]

"Wenn du es schwierig findest, deinen Ärger zu zügeln, dann gehe sofort hinaus und mache einen schnellen Lauf. Trinke kaltes Wasser. Dies kühlt Körper und Geist. Rufe zehn Minuten lang wie ein Löwe "OM", und singe dann in Gedanken oder mit Worten "Om Shanti". Danke an das Bild deiner Ishta-Devata. (Tratak) Bete. Wiederhole dein Ishta-Mantra zehn Minuten lang. Allmählich vergeht der Ärger."[29]

Es ist wichtig, die wahre Ursache des Ärgers heraus zu finden. Warum regt man sich eigentlich über kleinliche Dinge auf? Man könnte sich auch einfach vorstellen, dass das Lästern eine Bewegung der Luft ist. Denn wenn man selbst Atman ist, dann kann niemand Atman beleidigen. Atman des Lästernden und des Gelaästerten sind eins.[30]

Man könnte sich auch fragen, ob man etwas durch Vergeltung gewinnt. Vergeltung ist im Grunde Energieverschwendung und verletzt die Gefühle der anderen. Wenn man Hass in die Gedankenwelt hineingibt, verschmutzt und beschädigt man sie. Man könnte auch für sich eine Affrimation wiederholen wie: "Möge ich diese Beleidigung ertragen und die Beleidigungen entschuldigen. Ich werde innere geistige Kraft entwickeln und die Fähigkeit durchzuhalten."[31] Und irgendwann werden einem Gedanken und Worte nichts mehr ausmachen. Dann lernt man, selbst dann kühl bleiben, wenn die Herausforderung groß ist.

Swami Sivananda empfiehlt des Weiteren kein Alkohol zu trinken, kein Fleisch und keine Nikotin zu sich zu nehmen und sich in Enthaltsamkeit zu üben. Dabei ist auch das Umfeld, das man für sich aussucht von entscheidender Bedeutung. Es ist wichtig, die Gesellschaft von unguten Menschen zu meiden, sich zurück zu halten, wenig zu reden und sich ind en geistigien Pfad zu versenken.[32]

Eine wichtige Tugend auf dem geistigen Pfad ist Geduld. Man könnte das Mantra "Om Geduld" immer wieder für sich wiederholen und so Geduld in sich stärken. "Ich bin von jetzt an geduldig. Ich will mich von heute an nie mehr aufregen. Ich will die Tugend der Geduld in meinem täglichen Leben üben. Es wird besser und besser." So kannst du das Gefühl entwickeln, dass du einen großen Vorrat an Geduld hast. Denke über den Vorteil dieser Tugend nach und über die Nachteile der Aufregung. Es kann sein, dass du es nicht von Anfang an schaffst, aber du kannst allmählich zur Verkörperung eines geduldigen Menschen werden.[33]

Eine weitere Empfehlung von Swami Sivananda ist, sich nicht mit der Welle der Aggression zu identifizieren. "Wenn eine Welle des Ärgers im Gedankenmeer aufsteigt, dann stelle dich ihr prüfend entgegen und sage dir: ‚Ich bezeuge diese Bewegung, aber ich stehe abseits von ihr.‘ Sie wird absterben und dich nicht mehr beunruhigen. Die Identifizierung mit der Gedankenschwingung ist die Ursache der menschlichen Leiden. Identifiziere dich mit dem Selbst. Stelle dich hin wie ein Löwe und betrachte deine Gedanken."[34]

Wenn man sich bei der Aggression an das Prinzip von Ahimsa erinnert, dann greift man nicht an und man wehrt sich auch nicht. Wer Ahimsa übt, hat einen starken Willen. Es liegt eine unglaubliche Kraft im Prinzip von Ahimsa, die alle beschützt, die sich diesem Gelöbnis anvertrauen. Man braucht sich nicht zu fürchten. Was können Pistolen und Schwerter tun? Zuerst geht es darum, seinen Körper zu beherrschen, ruhig zu bleiben, wenn mna geschlagen wird - egal ob in Wort oder Tat.[35] e sist wichtig, sich abzukühlen, abzuwarten, nachzudenken und zu meditieren. Im nächsten Schritt geht es darum, alles mit Unterscheidungskraft zu beobachten. Die Gedanken werden ruhig und auch der wütender Gegner wird sich beruhigen, weil du ihm keinen Widerstand geboten hast,[36] denn Aktion und Reaktion sind in gleicher Stärke einander entgegengesetzt.[37]

"Du zeigst deinen Ärger Untergebenen und hilflos Schwachen gegenüber. Vor deinem Herrn oder Vorgesetzten oder vor starken Persönlichkeiten aber hast du ihn im Griff/ unterdrückst du ihn. Wenn du versuchst, im Untergebenen Gott zu erblicken, wirst du nicht ärgerlich ihm gegenüber sein. Ärger bringt Zerstörung. Unter seinem Einfluss begehst du Fehler und Verbrechen, beleidigst du deine Mitmenschen und redest grobe Worte. Darum solltest du unter allen Umständen deinen Ärger beherrschen. Entwickle Geduld, Toleranz, Erbarmen, Liebe. Übe Unterscheidung und Selbsterkenntnis. Frage dich, was du durch Ärger gewinnst. Deine Energie wird geschwächt, wenn du ärgerlich bist. Es gibt nur ein Selbst in allen. Wenn du einem anderen Schaden zufügst, tust du es gegen dich selbst. In Atma gibt es keinen Ärger, in Atma ist Frieden."[38]

Sukadev über Aggression

Mitgefühl ist eine Hilfe beim Umgang mit Aggression

Aggression kommt vom Lateinischen aggredere und bedeutet etwas anzugehen. Das lateinische Wort Aggressio bedeutet auch Angriff. In diesem Sinn wird das Wort Aggression meist gebraucht. Aggression bedeutet hier angreifen, oft auch Gewaltsamkeit. Ein Staat kein eine Aggression gegen einen Nachbarschaftsstaat durchführen, also einen militärischen Eingriff. Aggression kann eine feindselige, angriffsbereite Stimmung sein, welche eine Vorstufe der Gewalt ist. In diesem Sinne hat sich oft Anti-Aggressions-Training bewährt. Die Fähigkeit zur Aggression ist im Menschen innewohnend. Der Mensch kann lernen, damit geschickt umzugehen und Ahimsa, Gewaltlosigkeit, im Alltag üben.

Aggression gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen ähnlichen Eigenschaften. Synonyme für Aggression sind zum Beispiel: Zerstörungswut, Aggressivität, Gewalt, Wehrhaftigkeit, Dominanz, Standing, Selbstbewusstsein. Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation. Synonyme mit negativer Konnotation sind: Zerstörungswut, Aggressivität, Gewalt. Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel: Wehrhaftigkeit, Dominanz, Standing, Selbstbewusstsein.

Das Gegenteil von Aggresion sind: Frieden, Harmonie, Friedfertigkeit, Konfliktscheuheit, Vermeidung, Anpassung, Harmoniesucht. Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation. Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Aggression, die eine positive Konnotation haben: Frieden, Harmonie, Friedfertigkeit. Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Aggression, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:Konfliktscheuheit, Vermeidung, Anpassung, Harmoniesucht.

Fußnoten

  1. Rüdiger Dahlke: Aggression als Chance: Be-Deutung und Aufgabe von Krankheitsbildern wie Infektion, Allergie, Rheuma, Schmerzen und Hyperaktivität, Goldmann Verlag, 2006, S. 12.
  2. Ebenda, S. 13.
  3. Ebenda, S. 34.
  4. Ebenda, S. 22/23.
  5. Ebenda, S. 51.
  6. Ebenda, S. 52.
  7. Ebenda, S. 54/55.
  8. Ebenda, S. 63.
  9. Ebenda, S. 64.
  10. Die Ausführungen folgen Rüdiger Dahlke: Die Lebensprinzipien: Wege zu Selbsterkenntnis, Vorbeugung und Heilung, Arkana, 2011, S. 35-87.
  11. Rüdiger Dahlke: Aggression als Chance: Be-Deutung und Aufgabe von Krankheitsbildern wie Infektion, Allergie, Rheuma, Schmerzen und Hyperaktivität, Goldmann Verlag, 2006, S. 99-101.
  12. Ebenda, S. 104.
  13. Rüdiger Dahlke: Die Lebensprinzipien: Wege zu Selbsterkenntnis, Vorbeugung und Heilung, Arkana, 2011, S. 407/408.
  14. Ebenda, S. 406.
  15. Ebenda, S. 406/407.
  16. Die Ausführungen folgen Rüdiger Dahlke: Die Lebensprinzipien: Wege zu Selbsterkenntnis, Vorbeugung und Heilung, Arkana, 2011, S. 405-473.
  17. Rüdiger Dahlke: Aggression als Chance: Be-Deutung und Aufgabe von Krankheitsbildern wie Infektion, Allergie, Rheuma, Schmerzen und Hyperaktivität, Goldmann Verlag, 2006, S. 113.
  18. Ebenda, S. 114.
  19. Ebenda, S. 120.
  20. Ebenda, S. 127.
  21. Swami Sivananda: Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung. Praktische Anweisungen und Übungen, S. 158
  22. Ebenda, S. 160.
  23. Ebenda, S. 161.
  24. Ebenda, S. 118.
  25. Ebenda, S. 161/162.
  26. Ebenda, S. 162.
  27. Ebenda, S. 163.
  28. Ebenda, S. 203.
  29. Ebenda, S. 163.
  30. Ebenda, S. 163.
  31. Ebenda, S. 164.
  32. Ebenda.
  33. Ebenda.
  34. Ebenda, S. 165.
  35. Ebenda, S. 133.
  36. Ebenda, S. 314.
  37. Ebenda, S. 135.
  38. Ebenda, S. 192.

Siehe auch

Weblinks

Literatur

Seminare

Raja Yoga Positives Denken Gedankenkraft

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Meditation

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Asanas als besonderer Schwerpunkt

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