Scheitelchakra

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- Sahasrara Chakra erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Scheitelchakra ist ein deutscher Name für das so genannte Sahasrara Chakra, das Zentrum des tausendblättrigen Lotus.

Scheitelchakra

Scheitelchakra hat seinen Namen davon das eben das Chakra auf dem Scheitel ist. Das Scheitelchakra ist eigentlich wie eine Riesenseerose oder Lotusblüte mit allen möglichen Farben und eben hundertacht, manche sagen auch tausendacht Blütenblättern.

Was heißen soll wenn du deine Kundalini erweckt hast und sie bis nach oben hin geht dann bist du in der Unendlichkeit und der Ewigkeit. Sahasrara ist ja eben auch in Indien manchmal der Ausdruck der Sahasra, und tausend ist manchmal die Bezeichnung für Unendlich.

Also Sahasrara Chakra, das Chakra das dir alle Möglichkeiten eröffnet wo du in die Unendlichkeit und die Ewigkeit gehst.

Umgekehrt ist das Scheitelchakra aber auch ein Chakra wo von oben Segen in dich in hinein fließen kann und zwar vielfältiger. Deshalb so viele verschiedene Farben.

Du kannst zu Gott sagen: Oh Gott, nicht mein Wille, dein Wille geschehe. Oder sende mir dein Licht und deine Weisheit, daß sie mich leiten, oder dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten. Das ist ein Konfirmationsspruch.

Gayatri Mantra

Oder bei Yoga Vidya sagen wir gerne: "Om bhur buhva swaha. Tat savitur swarenyam. Bargo devasya dimahi. Di yo yo na pra cho dayat." "Oh Göttliches Licht, du hast die Welt durchdrungen und geschaffen aus Licht. Bitte erleuchte auch mein Verständnis das ich zur Wahrheit hin komme."

In diesem Sinne: wir bitten um Licht. Und das können wir uns vorstellen als Licht oberhalb vom Scheitelchakra. Und wir können uns vorstellen das Licht über das Scheitelchakra in uns hinein strömt. Und fühlen uns so mit Licht, mit Freude, mit Segen und göttlicher Kraft erfüllt.

Umgekehrt kannst du dir vorstellen das Licht von unten nach oben über das Scheitelchakra zum Unendlichen strahlt. Und dann hast du das Gefühl dich zu erheben.

Patanjali

Es gibt einen Vers im Patanjali Yoga Sutra im dritten Kapitel wo er sagt: liebevolle Achtsamkeit, Samyama, auf das Licht oberhalb des Scheitels fürht zu siddha darshana, zur Wahrnehmung einer höheren Welt.

Meditation

Und auch wenn du noch nicht so vollkommen bist, du magst vielleicht jetzt, wenn du die Möglichkeit hast, kurz die Augen schließen und du kannst dir ein Licht vorstellen im Scheitelchakra. Also oberhalb des Scheitels stelle dir ein strahlendes Licht vor. Entweder, daß vom Scheitelchakra das Licht nach oben ausstrahlt oder umgekehrt daß von oben Licht über das Scheitelchakra in dich hinein strömt oder beides parallel.

Und wenn du diese Visualisierung aufrecht erhälst ein paar Minuten, also das Gefühl der Gegenwart des Göttlichen, ein Gefühl von Leichtigkeit und einer höheren Verbundenheit,dann genieße dieses Gefühl. vielleicht magst du jetzt eine oder zwei oder drei Minuten dir das Scheitelchakra vorstellen als strahlendes Licht oberhalb des Kopfes leuchtend nach oben oder leuchtend von oben in dich hinein.

Video Scheitelchakra

Hier findest du ein Vortragsvideo mit dem Thema Scheitelchakra :

Autor/Sprecher/Kamera: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya.

Mehr Infos unter dem Hauptbegriff Sahasrara Chakra.

Scheitelchakra Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Scheitelchakra :

Intuitions - Scheitelchakra Meditation

Konzentration auf das Sahasrara Chakra ermöglicht Verbindung mit vollkommenen Meistern

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2020 -

Durch Achtsamkeit auf das Licht oberhalb des Scheitels, zur Wahrnehmung einer höheren Wirklichkeit:

Im 33. Vers des dritten Kapitels, schreibt Patanjali, im Yoga Sutra

„Murdhajyotisi siddhadarsanam“,

„Durch Samyama, liebevolle Achtsamkeit, auf das Licht am Scheitel des Kopfes, erhält man die Vision vollkommener Meister“

Murdha ist der Scheitel. Jyoti ist das Licht. Darsana ist die Vision, die Wahrnehmung und hat auch etwas mit der Sichtweise oder der Weltanschauung zu tun. Siddha bedeutet vollkommener Meister. Es kann auch das Vollkommene bedeuten. Siddhi bedeutet Erfolg, übernatürliche Kraft oder das, was man erreicht hat. Yoga Siddhi bedeutet große Yoga-Kräfte, aber auch Vollkommenheit im Yoga.

Wenn man sich also auf das Licht oberhalb des Scheitels konzentriert, dann kann man Kontakt aufnehmen zu den Siddhas, also zu den vollkommenen Meistern und Wesen. Hierfür gibt es verschiedene Definitionen. Beispielsweise, steht Siddha, im Shaivismus, im Allgemeinen, für einen Gott- oder Selbstverwirklichten. In der Hatha Yoga Pradipika, ist ein Siddha ein großer Meister, der bereits die Vollkommenheit erreicht hat, aber weiterhin Aspiranten, aus einer höheren Wirklichkeitsebene, anleitet.

So hat das Wort Siddha viele Bedeutungen. Siddha Darshana, könnte zum Einen heißen, dass wir diese höheren Wesen wahrnehmen, zum Anderen aber auch, dass wir selbst, die Sichtweise, dieser höheren Wesen, erlangen. Durch diese Sichtweise, sehen wir das Göttliche in allen Dingen. Wir sind dadurch losgelöst von unserer eigenen Psyche und unsere Wahrnehmung, beschränkt sich nun nicht mehr nur ausschließlich auf die grobstoffliche und physische Welt. Durch diese Sichtweise, können wir, die Welt, aus einer höheren Wirklichkeitsebene heraus betrachten. Dieser Vers lässt sich auch sehr schön etwas anders übersetzen. „Durch die Aufmerksamkeit auf das Licht, oberhalb des Scheitels, kommt die Fähigkeit, eine höhere Wirklichkeit wahrzunehmen“

Diese Konzentrationstechnik ist tatsächlich eine der einfachsten Weisen, eine höhere Wirklichkeit wahrzunehmen. Durch die Konzentration auf ein Licht, oberhalb des Scheitels, spürst du, dass du erhaben bist. Du spürst, dass ein Segen, von Oben, auf dich herab kommt. Du spürst, dass du von göttlichem Licht inspiriert wirst. Du kannst dies auf deine ganz persönliche Weise interpretieren. Beispielsweise, als deine persönliche Meisterin oder Meister, Lichtenergie, Shiva, Krishna, Jesus, und so weiter. Mache das, was sich gut für dich anfühlt.

Wenn du dich also für göttliche Führung öffnen willst, dann konzentriere dich ganz einfach auf das Licht oberhalb deines Scheitels. Du kannst diese Übung während des Tages ausführen, um im Alltagsleben deine Psyche zu erheben. Du kannst diese Technik auch nutzen, um eine Meditation einzuleiten und dich in eine meditative Stimmung zu versetzten. Du kannst sie bei Kapalabhati nutzen. Kapalabhati bedeutet ja auch strahlender Kopf oder scheinender Schädel. Du kannst sie auch in verschiedenen Asanas nutzen. Beispielsweise in der Kobra oder dem Drehsitz, wo du dich zum Ende auf das Scheitelchakra konzentrierst. Hier findest du eine geführte Kurzmeditation, eine Murdha Jyoti Samyama, welche du gerne ausprobieren darfst.

  • Sitze oder stehe ruhig und gerade und schließe die Augen
  • Nimm ein paar tiefe Atemzüge und lächle innerlich, in dich hinein
  • Erspüre die Scheitelgegend und stelle dir oberhalb des Scheitels ein Licht vor
  • Du kannst dir vorstellen, dass von deinem Scheitel aus, Licht nach oben ausstrahlt oder, dass, von Oben, Licht in dich hineinströmt
  • Lächle zu diesem Licht hin, stelle dir das Licht vor und halte deine Achtsamkeit dort
  • Öffne dich innerlich, für göttlichen Segen oder durch den Meister

Video - Intuitions - Scheitelchakra-Meditation

Durch Scheitelchakra-Meditation Intuition von feinstofflichen Welten. Die Scheitelchakra-Meditationhat einen hohen Stellenwert: Durch Meditation auf das Licht oberhalb des Kopfes, also über dem Scheitelchakra, kommt die Fähigkeit zu Siddhadarshana, Wahrnehmung der höheren Welten. Hier ein Vortrag dazu, Kommentar zum 33. Vers des 3. Kapitels des Yogasutra von Patanjali:

Siehe auch

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