Pandava Gita

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Die Pandava Gita, Sanskrit पाण्‍डव गीता pāṇḍavaḥ gītā, wörtlich Gesang (Gita) der Pandavas, ist eine Sammlung von Gebeten. Die Pandavas, ein Herrschergeschlecht, verehren Vishnu bzw. Narayana in erhebenen Worten und Gebeten. Die Pandava Gita gilt als eine der wichtigsten Bhakti Yoga- Schriften. Die Pandava Gita besteht aus Versen der Mahabharata und verschiedener Puranas.

Vishnu

Die wichtigsten Verse der Pandava Gita

Swami Sivananda erachtete die folgenden Verse als die wichtigsten der Pandava Gita und schloss sie deshalb ein in seinem Werk Sarvagita Sara:

3. Diese Menschen, die frei von Leidenschaft und angefüllt mit erlesener Weisheit sind und des göttlichen Guru Narayana in der Meditation gedenken – diese haben wahrlich all ihre Sünden und ihren Geist verbrannt und trinken niemals wieder die Milch von der Brust ihrer Mütter (d.h. sie werden nicht wiedergeboren).

4. Diese Person namens Narayana ist wahrlich der größte Dieb, der jemals auf dieser Erde gelebt hat. Auch wenn man nur im Geist an ihn denkt, nimmt er restlos alle von den Menschen in vielen Leben angehäufte Sünden hinweg.

5. Ich grüße diesen Vishnu, den Herrn aller Welten, den Lotosäugigen, der nur durch rechte Taten erlangt werden kann; der mit dem Kaustubha –Edelstein (göttlicher Diamant) auf seiner Brust erstrahlt, gekennzeichnet mit dem Srivatsa (Vishnu), der goldgelbe Seidenkleider trägt und blau ist wie das Firmament.

8. Falls es mein Schicksal sein sollte, gefesselt mit der Schlinge des Todes zur Hölle gehen zu müssen, falls ich als Vogel oder Insekt geboren werden oder als ein Wurm viele Leben lang leben müsste, will ich doch stets Hingabe für Gott Vishnu haben, der in meinem Herzen wohnt.

9. Verneigung vor denjenigen, die sich vor Gott Vishnu verneigen, dem Yajna Varaha (eine göttliche Gestalt Vishnus), dem Mächtigen und Gewaltigen.

12. O Herr! Selbst wenn ich in den Körpern von Insekten, Vögeln, wilden Tieren, Reptilien, Feen, Teufeln, Menschen oder irgendwo sonst wiedergeboren werden sollte – bitte segne mich mit fester Hingabe an dich allein und an kein anderes Wesen.

17. Die getäuschte Person, die Vasudeva verlässt, beginnt fremde Götter zu verehren. Sie sucht nach einem Brunnen am Ufer des Ganges, um ihren brennenden Durst zu stillen.

20. Ich bin der Sklave des Sklaven des Sklaven des Sklaven des Sklaven von Gott Narayana. Der König regiert die Welt und alle Menschen darin, aber ich bin verschieden von all diesen Weltmenschen.

21. Lasst mich in all den noch folgenden Geburten der Diener des Dieners derjenigen sein, die durch ihre intensive Hingabe an Vasudeva ein stilles Gemüt erlangt haben und in ihm aufgegangen sind.

23. Wer auch immer von dem, der den Diskus in der Hand hält, dem Herrn der drei Welten, Janardana, getötet wurde, geht in die Heimstatt Vishnus ein. Sogar Gottes Zorn ist seinem Segen gleichzusetzen!

28. Oh Gott der Götter! Du allein bist meine Mutter. Du allein bist mein Vater. Du allein bist mein Verwandter. Du allein bist mein Freund. Du allein bist mein Wissen (meine Erziehung). Du allein bist mein Reichtum. Du allein bist mein Alles.

36. Der Herr sprach: Wer unaufhörlich meiner gedenkt und ausruft: „Krishna, Krishna, Krishna“, den erhebe ich über alle Leiden und Höllen hinaus, so wie der Lotos über dem Wasser erhoben ist.

39. Einer, der in der Hölle gebraten wird, wurde dort von Yama gefragt: „Weshalb verehrst du nicht den göttlichen Herrn Vishnu, der alle Leiden beseitigt?

40. Nachdem der Mensch sich durch Tapas, Meditation und Samadhi in Tausenden von Geburten gereinigt und von allen Sünden geläutert wurde, entwickelt er Hingabe zu Krishna.

42. Welch intensive Liebe doch die unwissenden Menschen für Sinnesobjekte hegen! Lass die Liebe, die nur auf dich gerichtet ist, oh Gott, nie mein Herz verlassen.

52. Oh Krishna! Lass den Rajahamsa (den majestätischen Schwan) meines Geistes nun in die Kammer des Lotos von deinen Füßen jetzt selbst eintreten. Wie kann es das Gedenken deiner Gegenwart geben, wenn die Kehle beim Schwinden des Lebens durch Schleim, Wind und Galle erstickt?

54. Auf wessen Zungen der gesegnete Name Krishnas wohnt, dessen Abermillionen Sünden werden in einem Augenblick zu Asche verbrannt.

60. Ich verneige mich vor den Lotosfüßen Narayanas. Ich führe immer die Verehrungsrituale für Narayana aus. Ich spreche den göttlichen Namen Narayanas aus. Ich meditiere über die unsterbliche Wahrheit des Narayana.

62. Es gibt dieses große Mantra „Narayana“, diese Formel, die jedem alles verleiht und doch ist es überraschend, dass Menschen in die tiefsten Höllen stürzen.

63. Was nützen all die vielen Mantras demjenigen, der Hingabe an Vishnu besitzt? „Om Namo Narayana]]“ – dieses eine Mantra genügt, um alles zu erlangen.

65. Sogar wenn Sünder den Namen Haris anrufen, werden sie von Hari befreit. Selbst bei unbeabsichtigter Berührung verbrennt das Feuer den, der es berührt.

66. Wer einmal die zwei Silben „Hari“ ausgesprochen hat, der hat sich selbst bereit gemacht (seine Lenden gegürtet), um die Reise zu seiner Befreiung anzutreten.

70. Da sind Zerstörung, großes Übel, Blindheit, Trägheit und Torheit in dem Moment, in dem Vasudevas nicht gedacht wird.

73. Nachdem ich über sämtliche Schriften nachgedacht und sie wieder und wieder studiert und in mir bewegt habe, bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass über Narayana alle Zeit meditiert werden sollte.

74. Der Körper mit seinen neun Toren ist voller Krankheit. Das Wasser des Ganges ist die Medizin. Gott Narayana, Hari, ist der Arzt.

75. Die Verehrer machen sich unnötigerweise Sorgen über Nahrung, Kleidung, usw. Würde dieser, das ganze Universum tragende, Gott seine Verehrer verwerfen?

80. So wie alle Wasser, die vom Himmel fallen, in den einen Ozean münden, so gehen alle Verehrungsrituale vor den Göttern zu dem einen Gott, Vishnu.

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