Mahakala Samhita Anhang Zusätzliche Grundtextzitate Devanagari

Aus Yogawiki

Mahakala Samhita – Zusätzliche Grundtextzitate in Devanagari: Auch in den Vorworten und Erläuterungen der Ausgaben sind einzelne Passagen des Grundtextes überliefert. Diese Sammlung bewahrt zusätzliche lesbare Zitate gesondert. Vor allem die hier nur auszugsweise bezeugten Guhyakali-Kapitel 10 bis 12 dürfen dadurch nicht als vollständig vorhanden gelten.

Lesen und weitergehen: Einführung · 108 Verse und Mantras · IAST und deutsche Übersetzung · Vorheriger Textteil · Alle Teile

Die Ausgabe folgt dem vorhandenen lesbaren Text. Die Quellenangaben machen den Umfang der einzelnen Zitate sichtbar.

Kali und Shiva als Bild der Verehrung. Die Darstellung dient der allgemeinen Einordnung und zeigt keine besondere Ritualgestalt dieses Abschnitts.

Anregung zum Studium: Auch ein kurzer überlieferter Ausschnitt kann eine wertvolle Frage eröffnen. Die zusätzlichen Zitate führen unter anderem zu Yoga, Befreiung, verschiedenen Traditionswegen und prüfendem Verstehen. Ihre genaue Herkunft steht jeweils beim Text. Die Sammlung ergänzt die Hauptkapitel und macht zugleich sichtbar, wo nur einzelne Stimmen eines größeren Zusammenhangs erhalten sind. Diese Seite dient dem Mitlesen in Devanagari. Für Bedeutung und Zusammenhang ziehe die zugehörige deutsche Erläuterung hinzu. Die Schriftkenntnis kann Schritt für Schritt wachsen; sorgfältiges Lesen ist wichtiger als Eile.

Verwandte Lektüre: Zum vergleichenden Lesen laden Kularnava Tantra, Rudrayamala Tantra und Netra Tantra ein. Eine thematische Ähnlichkeit allein belegt noch keine Entlehnung oder gemeinsame Textfassung. Die Hinweise eröffnen einen Vergleich, keine Gleichsetzung der Überlieferungen.

Quelle und Gestalt des Textes

Die genaue Quelle steht bei jedem Zitat. Die Buchstaben c und e bezeichnen die entsprechenden TXT-Dateien. Vorwortprosa und fremde Vergleichszitate sind von den ausdrücklich als Mahakala-Grundtext angeführten Passagen unterschieden. Unnummerierte Zitate erhalten keine erfundenen Versnummern. Einfache OCR-Fehler sind normalisiert, Unsicherheiten örtlich vermerkt.

Rückverweise und verschiedene Traditionswege

Die Zitate ergänzen einzelne Aussagen aus den fehlenden Haupttextkapiteln. Die Rangordnungen und die teils scharfe Polemik sind historische Textaussagen.

Guhyakali 10.161; Vorwort c, Zeilen2434–2436

पीठमूलप्रतिष्ठा तु पुरा ते प्रतिपादिता । त्रिपुरायाः प्रसङ्गेन तत्रोहः स्वल्प इष्यते ॥

Anmerkung: Tripurā ist im OCR stark entstellt, aber in der unmittelbar zugehörigen Einleitung eindeutig benannt. Das Zitat belegt einen Rückverweis, nicht die vollständige Verfügbarkeit eines Tripura-Khanda.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Zeilen 2955–2956

विशेषेण विविच्यैव कथयिष्यामि पार्वति । तन्मुक्त्वान्यत्तु सर्वेषां समानं सकलं स्मृतम् ॥

Anmerkung: Keine Versnummer im Zitat; der Bezug von „davon“ liegt außerhalb des Ausschnitts.

Guhyakali 10.1264 (Frontispiz e,78–80); Parallelzitat Vorwort c

श्रुतिस्मृत्युदितं कर्म देव्युपासनमेव च । उभयं कुर्वते देवि मदुदीरितवेदिनः ॥

Anmerkung: Historische Selbstbeschreibung des im Text bevorzugten Traditionswegs; keine moderne Ausschließlichkeitsbehauptung. Die Versnummer1264 ist im Frontispiz von e ausdrücklich angegeben.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, anschließender Halbvers

अतोऽदः श्रेष्ठमन्येभ्यो मन्येऽहमिति पार्वति ।

Anmerkung: Unnummerierter Halbvers; die Wertung gehört dem Sprecher der Quelle.

Guhyakali 12.1138 (Frontispiz e,82–84); Parallelzitat Vorwort c

वेदाविरुद्धं कुर्वन्ति यद्यदागमचोदितम् । आगमादेशितमपि जहति श्रुत्यचोदितम् ॥१२।११३८॥

Anmerkung: Die Lesung folgt dem Frontispiz e. Das Vorwort c liest an der letzten Stelle śrutyadeśitam; e hat śrutyacoditam. Die gemeinsame Aussage ist das Unterlassen dessen, was nicht von der Shruti angeordnet ist. Nicht als zwei unabhängige Verse gezählt.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, Fußnote zu Kapalikas

कपालडामरप्रोक्तमतसंचारिणो नराः । कापालिका निगद्यन्ते ते महाकौलिका अपि ॥

Anmerkung: Keine originale Versnummer im Zitat.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, Fußnote zu Digambaras

संहितां भैरवप्रोक्तां ये पुनः समुपासते । दिगम्बरास्ते विख्याता न पुनर्नग्नरूपिणः ॥

Anmerkung: Das Wort saṃhitām ist im OCR beschädigt; der durch den Kontext gesicherte Sinn wird wiedergegeben.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, anschließender Halbvers

एतेऽपि कौलिकश्रेष्ठाः श्मशानादिषु निर्घृणाः ।

Anmerkung: Nirghrina kann hier „ohne Ekel/Scheu“, im polemischen Kontext auch „unbarmherzig“ bedeuten; nicht pauschal harmonisiert.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, Fußnote zu Mauleyas

प्रपन्ना यामलप्रोक्तं ये पन्थानं सुरेश्वरि । ते मौलेयाः परिख्याता महाकौलिकतो वराः ॥

Anmerkung: Historische Einteilung und Rangfolge des Textes.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, Fußnote zu Bhandakeras

ये च शाबरतन्त्रज्ञास्तन्मतैकप्रवर्तिनः । विख्याता भाण्डकेरास्ते मौलेयसदृशा मताः ॥

Anmerkung: Der Name schwankt im OCR auch als Bhandikera; keine eigene Gruppe daraus gebildet.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, Fußnote zu Madhyasthas

मदुक्तसंहितोक्तिज्ञा मध्यस्थाः परिकीर्तिताः ।

Anmerkung: Unnummerierter Halbvers.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, polemisches Zitat

गर्हाकृतकर्मकर्तारौ […] निन्द्यतां गतौ । सर्वाधमौ परिज्ञेयौ कापालिकदिगम्बरौ ॥

Anmerkung: Fragment: Ein Wort der ersten Zeile ist beschädigt. Die abschätzige Aussage wird als Polemik des historischen Textes wiedergegeben.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, Fortsetzung des polemischen Zitats

श्मशानवासिनौ नित्यौ कुणपाम्बरधारिणौ । सर्वभक्षौ च बीभत्सौ वेदमार्गबहिष्कृतौ ॥

Anmerkung: Historische Fremddarstellung, keine als gesichert ausgegebene Beschreibung sämtlicher Angehöriger dieser Traditionen.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, Fortsetzung

भक्षयेतामभक्ष्यं हि गोमांसं सुरवन्दिते । शक्तिश्चैषामसंभोग्या स्वकीया जननी तथा ॥

Anmerkung: Polemischer historischer Kontext. Ein darüber hinausgehender Personenkreis wird nicht aus dem außerhalb des Zitats stehenden Kommentar ergänzt.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, anschließender Halbvers

विस्तारबीजमित्येवं […] पापकर्मणाम् ।

Anmerkung: Fragment: Prädikat beziehungsweise Verbindung beschädigt.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, weiteres polemisches Zitat

दिगम्बरः पापतमो देवि कापालिकादपि । नरमांसं यदश्नाति देव्यै दत्त्वा प्रसादवत् ॥

Anmerkung: Polemische Behauptung der Quelle; keine heutige Praxisanregung.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, Zuordnung der Schriften

डामरं यामलं चैव तथा भैरवसंहिताम् । तथा शाबरतन्त्राणि शास्त्रमेषां प्रकीर्तितम् ॥

Anmerkung: Keine originale Versnummer im Zitat.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, Fortsetzung

कुर्वन्ति देव्याः पूजादि तत्तन्मन्त्रोदितक्रमैः । पूजां कृत्वा उपादेयाः कदाचारा विगर्हिताः ॥

Anmerkung: Fragment: Der Zusammenhang von upādeyāḥ in der zweiten Zeile ist beschädigt oder widersprüchlich; keine stillschweigende Negation ergänzt.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, anschließender Halbvers

मतज्ञानैः किमेभिस्ते प्रकृतं शृणु साम्प्रतम् ।

Anmerkung: Halbvers; mat ajñānaiḥ im OCR leicht beschädigt.

Warum verschiedene Wege gelehrt werden

Die Göttin fragt nach dem Verhältnis der Agamas. Die Antwort verbindet eine gemeinsame Herkunft mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Verhaltensweisen.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Frage der Göttin

[…] यत्कपालाख्यं संहिता या च भैरवी । यामलं शाबरं तन्त्रं सर्वं शिवमुखोद्गतम् ॥

Anmerkung: Fragment: Anfangswort beschädigt; Rest der Aussage hinreichend verständlich.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Fortsetzung der Frage

एवं त्वमपि देवेश संहितां स्वमतेन […] । त्रिपुरघ्नादुपश्रुत्य मह्यं व्याहृतवानसि ॥

Anmerkung: Fragment: Schluss der ersten Zeile beschädigt.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Fortsetzung der Frage

सर्वेषामागमानां चेदुक्तः प्रथमनायकः । सर्वैकवाक्यता तर्हि कथं न भवति प्रिये ॥

Anmerkung: Die feminine Anrede priye steht auffällig innerhalb der als Göttinnenfrage zitierten Passage; nicht zu priya geändert.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Fortsetzung der Frage

श्रेष्ठं किमेषु ज्ञातव्यं कर्तव्यत्वेन निश्चितम् । पञ्चानामपि पक्षाणां मध्ये सारतरं नु किम् ॥

Anmerkung: Einfache OCR-Normalisierung eṣa→eṣu durch Satzbau; Sanskritzeichen unsicher.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Schluss der Frage

एवं विधेयमथवा सर्वमेव सुरेश्वर । एतत्सर्वमशेषेण निर्णीयाज्ञापय प्रभो ॥

Anmerkung: Keine originale Versnummer im Zitat.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Antwort

सम्यक् पृष्टं त्वया देवि सन्देहस्यापनुत्तये । एवंविधा त्वदन्या का जिज्ञासुर्विद्यते भुवि ॥

Anmerkung: Die Sprecherzuordnung ergibt sich aus der Einleitung des Vorworts, nicht aus einer überlieferten Sprecherzeile im Ausschnitt.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Fortsetzung

चतुर्ष्वपि च वेदेषु पुराणेष्वखिलेषु च । इतिहासादिषु तथा धर्म एकः स्वयंभुवा ॥

Anmerkung: Der Satz wird in der folgenden zitierten Strophe fortgesetzt.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Fortsetzung

भूतसर्गं विधायैव निर्दिष्टः सार्वलौकिकः । अनन्तरं तु मुनय एकरूपतया स्थितम् ॥

Anmerkung: Satz über die Versgrenze weitergeführt; keine Worte einer fehlenden Strophe ergänzt.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Fortsetzung

तमेव धर्मं देवेशि विविच्य स्वमनीषया । वर्णाश्रमविभागेन कल्पयामासुरञ्जसा ॥

Anmerkung: Historische Legitimation der Varna-Ashrama-Ordnung im Text.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, weitere Erklärung

एवमागमिको धर्म एक एव पुरारिणा । कथितो लोकविस्तारहेतवे ग्रन्थविस्तरः ॥

Anmerkung: Fortsetzung im folgenden Halbvers.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, anschließender Halbvers

[…] तदीयांशभूतैरस्माभिरीश्वरि ।

Anmerkung: Fragment: erstes Wort des Halbverses beschädigt.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Verschiedenheit der Wege

कदाचारसदाचारौ निरीक्ष्य नरजातिषु । सर्वागमानां विषयव्यवस्था परिकल्पिता ॥

Anmerkung: Die Fortsetzung gehört zur Diskussion aus Kapitel 12; die gedruckte Kapitelziffer der Fußnote ist hier beschädigt.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Fortsetzung

शुभदो निखिलो धर्मो देव्याराधनहेतुकः । आगमाभिहितः किन्तु भिन्न आचार इष्यते ॥

Anmerkung: Wirkungsbehauptung und Einteilung gehören zum historischen Text.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Fortsetzung

निर्मर्यादा मर्यादा निर्घृणाः सघृणास्तथा । निर्लज्जाश्च सलज्जाश्च संज्ञाना ज्ञानवर्जिताः ॥

Anmerkung: Mehrere OCR-Formen sind beschädigt; die Gegensatzpaare sind aus dem Satz und dem begleitenden Kommentar hinreichend gesichert, Einzelzeichen unsicher.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Fortsetzung

सात्त्विका राजसाश्चैव तामसाश्च तथा नराः । तत्परत्वं न सर्वेषां व्यवस्था परिकल्प्यते ॥

Anmerkung: Sattva, Rajas und Tamas sind die drei Gunas, hier als Eigenschaften von Menschen verwendet.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Kritik an Kapalikas

पूर्वमप्युक्तमेतत्ते इदानीमपि कथ्यते । […] कापालिका निन्द्या नृकपालमयानि हि ॥

Anmerkung: Fragment: ein Wort am Anfang der zweiten Zeile beschädigt; Satzfortsetzung im nächsten Vers.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Fortsetzung

कुलद्रव्यप्रदानाय ये पात्राणि प्रकुर्वते । कल्पयन्ति तथा शक्तीर्भगिनीर्दुहितृस्नुषः ॥

Anmerkung: Historische polemische Aussage; sie enthält keine Altersangabe oder konkrete sexuelle Handlungsbeschreibung.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, anschließender Halbvers

[…] नरास्थिसंस्पर्शात् संचैलं स्नानमीरितम् ।

Anmerkung: Fragment: erstes Wort beschädigt.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Abwägung

आगमादिप्रसिद्धत्वाद् रुद्रस्य वचनादपि । किञ्चिद्धातव्यमुभयोः किञ्चिद्ग्राह्यं ययोरपि ।

Anmerkung: Die Verbalform des Verwerfens und der letzte Relativanschluss sind beschädigt. Der Sinn der Gegenüberstellung ist gesichert, der genaue Sanskritwortlaut nicht.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Schädelgefäße

कापालिकमते त्याज्ये करोटी पानभोजने । अस्पर्शश्च तथामुष्याः श्रुत्युक्तौ हेय ईश्वरि ॥

Anmerkung: Fragment: asp arśa („Nichtberührung“) und heya ergeben hier keine sichere Syntax; die entsprechende Satzverbindung wird nicht rekonstruiert.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Fortsetzung

न मालाकरणे दोषो जपार्थं तस्य कश्चन । पानभोजनपात्रादिकरणे दोष एव हि ॥

Anmerkung: Unterscheidung der historischen Rituallehre; keine heutige Materialempfehlung.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Schlussfragment der Fußnote

नरमांसाशिता साक्षादत्र मा संशयोऽस्तु ते । […] मतेष्वेवं बोद्धव्यं कमलानने ।

Anmerkung: Fragment: Der verwerfende Kontext steht im Kommentar, im zitierten Wortlaut ist das Prädikat nicht vollständig lesbar.

Prüfen und das Gute annehmen

Diese Zitate verbinden die Kritik an anderen Richtungen mit der Aufforderung, deren gute Aussagen aufzunehmen.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Auswahl aus den Traditionen

तेषां ये हि कदाचारा निन्दिताः श्रुतिवर्त्मनि । […] ते परित्यक्ता यद्भद्रं तदुरीकृतम् ॥

Anmerkung: Fragment: erstes Wort der zweiten Zeile beschädigt; nicht durch eine vermutete Konfessionsbezeichnung ersetzt.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Gleichnis vom Schwan

मिश्रिताभ्यां पयोऽम्बुभ्यां क्षीरं हंसो यथा पिबेत् । शुभाशुभाभ्यां हि तथा शुभमेव श्रयेत् सुधीः ॥

Anmerkung: Traditionelles Gleichnis, keine naturkundliche Aussage. Haṃsa ist im OCR beschädigt, im begleitenden Kommentar ausdrücklich belegt.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Manu-Zitat innerhalb des Grundtextzitats

यदुक्तं मनुनार्थेऽस्मिन्नवधेहि तदीश्वरि । नीचादप्युत्तमां विद्यां कन्यारत्नं सदुष्कुलात् ॥

Anmerkung: Historische soziale Wertungen des Zitats; nicht als heutige Bewertung von Menschen übernommen. Die im Grundtext wiedergegebene Manu-Zuschreibung wird nicht unabhängig bestätigt.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, anschließender Halbvers

अप्युन्मत्तान्महामन्त्रममेध्यादपि काञ्चनम् ।

Anmerkung: Unnummerierter Halbvers; Fortsetzung des vorangegangenen Zitats.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, Schluss der Abwägung

अतएव महेशानि प्रोक्तं यद्यत् स्थले स्थले । कापालिकैः शुभं वाक्यं तन्मयात्रोपवर्णितम् ॥

Anmerkung: Die Unterscheidung von Annahme und Kritik innerhalb derselben Quelle bleibt erhalten.

Guhyakali, Kapitel 12; Vorwort c, anschließender Halbvers

तेषामेव परित्यक्तं यदसद्यौक्तिकं वचः ।

Anmerkung: Die Verbindung asad-yauktika ist im OCR beschädigt; der Negationsbezug auf die Begründung ist aus dem Kontext erschlossen und nicht buchstabengetreu gesichert.

Guhyakali als Bewusstsein und Schutz

Die im Vorwort auszugsweise zitierten Hymnen richten den Blick auf die formlose Göttin und ihre schützende Gegenwart. Zwischen den Strophen fehlen Teile der Hymnen.

Guhyakali, Sudhadhara-Stotra; Vorwort c, Zeilen 3411–3417

अचिन्त्यामिताकारशक्तिस्वरूपा प्रतिव्यक्त्यधिष्ठानसत्तैकमूर्तिः । गुणातीतनिर्द्वन्द्वबोधैकगम्या त्वमेका परब्रह्मरूपेण सिद्धा ॥

Anmerkung: Einzelne Sanskritzeichen, besonders prativyakty- und nirdvandva-, bleiben wegen des OCR unsicher. Der Hymnus wird im Vorwort genannt, ohne Kapitel- oder Versnummer. Nicht in ein fehlendes Kapitel eingeordnet.

Guhyakali, Sudhadhara-Stotra; Vorwort c, Zeilen 3419–3424

विशुद्धा परा चिन्मयी स्वप्रकाशाऽमृतानन्दरूपा जगद्व्यापिका च । तवेदृग्विधाया निराकारमूर्तेः किमस्माभिरन्तर्हृदि ध्यायितव्यम् ॥

Anmerkung: Zweite zitierte Strophe; die rhetorische Frage wird als Frage bewahrt.

Guhyakali, Siddhitattva-Stotra; Vorwort c, Zeilen 3434–3437

या व्याप्य शक्त्या निजया जगन्ति विष्टभ्य भूतानि तथाखिलानि । वर्तेति सर्वोपरि चित्प्रकाशा सा गुह्यकाली परिपातु विश्वम् ॥

Anmerkung: Verb varteti im OCR beziehungsweise Satzbau unsicher; der Sinn des Bestehens ist hinreichend gesichert. Keine Kapitel- oder Versnummer im Zitat.

Guhyakali, Siddhitattva-Stotra; Vorwort c, Zeilen 3439–3442

सौम्यस्वरूपमपहाय करालरूपं […] दैत्यदानववधाय बिभर्ति गुह्या । सा नः सदा वसतु चेतसि वाचि काये तापत्रयप्रबलपावकवारिधारा ॥

Anmerkung: Fragment: ein Wort vor daitya beschädigt; lesbarer Rest vollständig übersetzt. Die Auslassungszeichen zwischen den Zitaten im Vorwort zeigen, dass keine fortlaufende Hymnusfassung vorliegt.

Guhyakali, Siddhitattva-Stotra; Vorwort c, Zeilen 3444–3447

या ध्याता कपिलादिभिः कृतयुगे श्रीचण्डयोगेश्वरी त्रेतायां क्षितिपैश्च सिद्धिविकरालीति प्रसिद्धाख्यया । विप्रैः सिद्धिकराल्यनाद्यभिधया या द्वापरे गीयते सर्वैरेव जनैस्तथा कलियुगे श्रीगुह्यकालीति च ॥

Anmerkung: Mythische Zuordnung zu Weltzeitaltern; keine historische Datierung des Werkes. Mehrere Flexionsendungen im OCR unsicher.

Yoga, Befreiung und andere Ziele

Die Zitate aus Kapitel 11 unterscheiden weltliche Siddhis vom Streben nach Befreiung. Die vollständige Yoga-Lehre dieses Kapitels ist im vorhandenen Haupttext nicht enthalten.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, Halbverspaar zur Vereinigung

स्वाधिष्ठाने कुण्डलिनी […] सदाशिवः । तयोः […] सामरस्यं तत्पूर्वं ते मयोदितम् ॥

Anmerkung: Fragment: Ort Sadashivas und ein Verbindungswort beschädigt. Der Kommentar ergänzt einen Ort, der nicht als gesicherter Grundtext übernommen wird.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, Ritual und weltliche Ziele

देवि कापालिकाः कौला भाण्डिकेरा दिगम्बराः । मौलेया भैरवाध्वन्या वामाचारकराश्च ये ॥

Anmerkung: Satzfortsetzung in den folgenden Strophen.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, Fortsetzung

तेषां नित्यार्चने बुद्धिरैहिकार्थे धृतात्मनाम् । देव्यै दत्त्वा सुरां मांसं स्वयं समुपभुज्य च ॥

Anmerkung: Lesung buddhiḥ im OCR als buddhir- zusammengezogen; die Satzverbindung bleibt als Fortsetzung erkennbar.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, Fortsetzung

रममाणाः सह स्त्रीभिः स्वच्छन्दाचारचारिणः । साधयन्त्यैहिकानर्थान् सिद्धीरपि च काश्चन ॥

Anmerkung: Historische Beschreibung erwachsener Ritualpartner ohne Altersangabe; weder beschönigt noch grafisch erweitert.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, anschließender Halbvers

कामयाना ऐहिकार्थान् कुर्वते नामृते रतिम् ।

Anmerkung: Der Kontrast zum folgenden Befreiungsweg ist Teil der Quelle.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, Befreiung als Ziel

ये कैवल्ये कृतात्मानो विरक्ताः शुद्धबुद्धयः । ये सिद्धीरैहिकफलं तृणवद् गणयन्ति च ॥

Anmerkung: Der Satz wird in der folgenden Strophe abgeschlossen; keine eigenständige vollständige Auswahlstrophe ohne diesen Anschluss.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, Fortsetzung

येषां स्वर्गेऽपि देवेशि कटुतुम्बीफलाकृतिः । ते योगमेवाभ्यस्यन्ति नार्चाध्यानबलिस्तवान् ॥

Anmerkung: Das hier zurückgestellte Dhyana steht in einer Aufzählung ritueller Handlungen; nicht als generelle Ablehnung jeder Meditation ausgelegt.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, die Brahmarshis

ब्रह्मणो मानसाः पुत्रा ये तेषां च कुलोद्भवाः । ब्रह्मर्षयस्तपोनिष्ठाः शान्ता दान्ता जितेन्द्रियाः ॥

Anmerkung: Fortsetzung im folgenden Halbvers.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, anschließender Halbvers

तेऽन्यान् प्रकारान् संत्यज्य योगाभ्यासं प्रचक्रिरे ।

Anmerkung: Unnummerierter Halbvers.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, Frucht des Yoga

योगेन भवबन्धोऽयं विनाशमुपगच्छति । कर्माणि क्षयमायान्ति पूर्वजन्मकृतान्यपि ॥

Anmerkung: Spirituelle Wirkungslehre der Quelle, nicht als empirische Aussage formuliert.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, Erkenntnis und Befreiung

ज्ञानं प्रकाशतेऽत्यर्थं शुद्धं यद्दोषवर्जितम् । ज्ञानयोगबलादेव भवेन्मुक्तिर्न चान्यथा ॥

Anmerkung: Jñānayoga kann auch als zusammengehöriger Ausdruck „Yoga der Erkenntnis“ gelesen werden. Die Ausschließlichkeitsbehauptung gehört zum Text.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, unvollständige Anschlusszeile

फलमुक्तं मुख्यमस्य […] वक्ष्ये गौणमतः परम् ।

Anmerkung: Fragment: Die Fußnoten und moderne Erläuterung unterbrechen die zitierte Zeile; beschädigte Wörter sind nicht rekonstruiert.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, Nebenfrüchte

आरोग्यं देहसौगन्ध्यं चिरजीवित्वमेव च ॥

Anmerkung: Einzeln zitierter Halbvers; dies sind historische Verheißungen, keine gesundheitlichen Empfehlungen.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, Fortsetzung

सर्वज्ञत्वं खेचरत्वं कामरूपित्वमेव च । जायते […] दूरश्रोतृत्वमेव च ॥

Anmerkung: Fragment: eine weitere Fähigkeit in der zweiten Zeile ist beschädigt; die Hindi-Paraphrase wird nicht als Sanskritwortlaut eingesetzt.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, anschließender Halbvers

अणुत्वं च महत्त्वं च शरीरस्य निजेच्छया ।

Anmerkung: Historische Siddhi-Verheißung, keine Beschreibung nachgewiesener Fähigkeiten.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, behandelte Yogaformen

क्रमयोगो हठयोगः प्राणायामविधिस्तथा । आसनानां च सर्वेषां विधानमुपवर्णितम् ॥

Anmerkung: Rückblick innerhalb eines nur auszugsweise erhaltenen Kapitels. Die genannten vollständigen Anleitungen sind durch dieses Zitat nicht verfügbar.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, unterschiedliche Bedürfnisse

त्रैकालिकज्ञानशाली त्रिपुरघ्नो जगत्पतिः । चतुर्युगाचारधर्ता सर्वान्तर्याम्यधीश्वरः ॥

Anmerkung: Fortsetzung im folgenden Vers.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, Fortsetzung

ज्ञात्वा हार्दमभिप्रायं लोकानां विषयैषिणाम् । न्यासपूजाजपबलिप्रभृतीनुक्तवान् परः ॥

Anmerkung: Nyasa ist rituelle Vergegenwärtigung durch Zuordnung von Mantras zu Körperstellen; Bali bezeichnet hier die rituelle Gabe.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, anschließender Halbvers

कामकेलिः सह स्त्रीभिर्यत्र मांससुराशनम् ॥

Anmerkung: Isolierter Halbvers im Zitat; nicht als Bestandteil einer modernen Yogapraxis dargestellt.

Guhyakali, Kapitel 11; Vorwort c, schwieriger Übergang

आचारस्य च सङ्कोचः स्वेच्छाचारित्वमेव च । प्ररोचनातया […] वर्तिष्यन्नीदृशेऽध्वनि । दुष्करत्वादसाध्यत्वाद् योगं तदनु वै जगौ ॥

Anmerkung: Fragment: Der argumentierende Übergang ist beschädigt. Die drei zitierten Zeilen werden nicht zu einer eindeutigen Stufenlehre ergänzt.

Guhyakali 11.1130 (Frontispiz e,86–88); Parallelzitate c und e

वर्त्मद्वयं भगवता दर्शितं करुणावशात् । यस्येच्छा वर्तते यत्र स तत्र रमतां सुखम् ॥

Anmerkung: Die beschädigte Anfangszeile des späten c-Vorwortzitats wird durch c298–300 vollständig geklärt. Das Frontispiz e gibt11.1130 an und liest bhagavataḥ statt bhagavatā; im Vorwort e457–458 sind zudem die ersten Wörter umgestellt. Diese Varianten ändern den grundlegenden Sinn nicht.

Historische Ritualbegründungen und Teilnahmegrenzen

Diese Passagen begründen umstrittene Rituale innerhalb der Tradition und beschränken ihren Teilnehmerkreis. Die Übersetzung stellt sie nicht als heutige Praxisempfehlungen dar.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, rituelle Rechtfertigung

परस्त्रीसङ्गमो मद्योपसेवा प्राणिमारणम् । स्वार्थं चेन्नरकायैव देवार्थं सुकृताय हि ॥

Anmerkung: Historische Rechtfertigung des Textes, keine heutige ethische Zustimmung oder Praxisanregung.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, Fortsetzung

को हेतुरेव जानामि देवीप्रीतिकरा इमे । राजाज्ञेवाप्रणोद्येयं सैव ब्रूते सनातनी ॥

Anmerkung: Fragment: ko hetur eva jānāmi ist syntaktisch beschädigt; keine Negation oder vollständig geschlossene Begründung ergänzt.

Guhyakali, Kapitel 10; Vorwort c, Fortsetzung

न पापजनकं यादृक् यज्ञार्थं पशुघातनम् । न किल्बिषकरस्तादृक् परस्त्रीसङ्गमादिकः ॥

Anmerkung: Die Analogie ist die Argumentation der historischen Quelle; sie wird nicht als heutige Handlungsnorm übernommen.

Guhyakali 10.1663, zitierter Halbvers; Vorwort c, wiederholt um Zeile4036

शैवाः स्मार्ता याज्ञिकाश्च तां न कुर्वन्ति पार्वति ।

Anmerkung: „Sie“ bezieht sich im Vorwort auf Shakti-Puja. Der Halbvers ist dort zweimal zitiert, hier einmal übersetzt.

Guhyakali 10.1675; Vorwort c, Zeilen4034–4035

न साधकं विना नार्या न पुंसः साधिकामृते । मन्त्राः सिद्ध्यन्ति देवेशि कल्पकोटिशतैरपि ॥

Anmerkung: Textaussage über rituelle Partnerschaft. Daraus wird keine allgemeine heutige Voraussetzung für Mantra-Meditation abgeleitet.

Guhyakali 10.1667, zitierter Halbvers; Vorwort c

चतुर्थाश्रमिणो मुक्त्वा ये काल्यर्चनतत्पराः ।

Anmerkung: Satzfragment: Der vierte Ashrama bezeichnet Sannyasa; der vollständige Folgesatz ist hier nicht zitiert.

Guhyakali 10.1664; Vorwort c, Zeilen4039–4041

कौलानामागमज्ञानां तान्त्रिकाचारवर्तिनाम् । अनुकल्पप्रदातॄणां मध्यस्थानां […] च ॥

Anmerkung: Fragment: letzter Ausdruck beschädigt; der im Vorwort vorausgesetzte Gegenstand ist die Berechtigung zur Shakti-Puja.

Zusätzliche Zitate in Datei e

Die Kommentare der Kamakala-Ausgabe zitieren einzelne Stellen aus fehlenden Guhyakali-Kapiteln. Die angegebenen Versbereiche stimmen nicht immer mit der Länge des Zitats überein.

Guhyakali 10.17–18, so der Kommentar e; Zeilen14134–14136

क्षकारादीनकारान्तान् वर्णान् स्वनि विलोमतः । बिन्दुयुक्तान् पठन् शङ्खं पूरयेद् विमलोदकैः ॥

Anmerkung: Der Endlaut na und svani sind unsicher; nicht stillschweigend zur üblichen vollständigen rückläufigen Alphabetreihe ergänzt. Der Kommentar nennt17–18, obwohl nur eine Strophe zitiert ist.

Guhyakali 11.17–18, so der Kommentar e; Zeilen14700–14701

द्वात्रिंशदङ्गुलमितो गर्भो यत्राभिजायते । एतादृशो मण्डलस्तु चक्राकारः सुवर्तुलः ॥

Anmerkung: Der Kommentar versteht maṇḍala hier als Altarfläche, nicht als gezeichnetes Yantra. Die Quellenangabe umfasst17–18, das Zitat nur eine Strophe.

Guhyakali, Kapitel 12; Kommentar e, Zeilen15962–15963, beschädigte Versziffer16257

मया कामकलाकाल्या अयुताक्षरनामनि । मन्त्रे मृत्युञ्जयप्राणे सर्वा एव प्रदर्शिताः ॥

Anmerkung: Im Zusammenhang sind Göttinnen verschiedener Amnayas gemeint. Die Quellenziffer16257 ist beschädigt, vermutlich1627; dies ist keine gesicherte neue Nummerierung.

Längere Guhyakali-Parallelformeln

Die folgenden Formeln werden ausdrücklich als Guhyakali-Parallelen angeführt. Sie ersetzen keine beschädigten Stellen der Kamakala-Fassung.

Guhyakali 10.81–95, vierte Formel; Parallelzitat im Kommentar e zu Kamakala 11.61–70

[…] रहां रही […] रछा रछी […] अमृते अमृतोद्भवे अमृतस्वरूपे अमृतवर्षिणि महाप्रकाशयुक्ते स्वाहा ।

Anmerkung: Fragment: Die Bija-Folge ist erheblich beschädigt. Gesondertes Guhyakali-Parallelzitat; nicht in die Kamakala-Fassung eingeschoben. Die Formel dient der im Kommentar beschriebenen Aufhebung eines Fluchs auf das Ritualgetränk.

Guhyakali 10.81–95, fünfte Formel; Parallelzitat e, Zeilen16195–16200

[…] श्रीं […] क्लीं स्त्रीं […] तिरस्करिणि सकलजनवार्वादिनि सकलपशुजनवाक्चक्षुःश्रोत्रघ्राणजिह्वात्वचस्तिरस्कारं कुरु कुरु फट् फट् ।

Anmerkung: Fragment: Anfangsbijas und Beiname sakalajanavārvādini beschädigt. Die Sinnesreihe ist trotz einzelner OCR-Störungen hinreichend verständlich. Pashu bezeichnet hier Menschen außerhalb der vorausgesetzten Einweihung. Diese längere Parallelfassung ergänzt keine fehlenden Silben in Kamakala 11.70.

Weitere überlieferte Ritualzitate

Die Auszüge aus Tarabhaktisudharnava und Purashcharyarnava bewahren zusätzliche Passagen, darunter zwei Strophen mit Verweis auf Guhyakali-Kapitel 16.

Zusatzvers aus Tarabhaktisudharnava; Anhang 2 e, Zeilen17103–17104

क्षीरेण ब्राह्मणैस्तर्प्या घृतेन नृपवंशजैः । माक्षिकैर्वैश्यवर्णैस्तु आसवैः शूद्रजातिभिः ॥

Anmerkung: Als Mahakala-Samhita-Zitat überliefert, vom Herausgeber als im veröffentlichten Text nicht vorgefunden markiert. Historische Varna-Zuordnung, keine heutige Teilnahmebeschränkung.

Guhyakali, Kapitel 16, Versziffer beschädigt; Anhang 2 e, Purashcharyarnava-Zitat

निशामयाधराम्नायगोचरान् देवतामनून् । यत्राद्यभूता विख्याता भीमादेवी भयानका ॥

Anmerkung: Die gedruckte Versangabe nach Kapitel 16 ist im OCR nicht zuverlässig lesbar. Kein Haupttextkapitel16 liegt in den erschlossenen Dateien vor.

Guhyakali, Kapitel 16; Anhang 2 e, Fortsetzung

कुलज्वाला च दुर्गा च सर्वाम्नायप्रपूजिता । तयोः पूजा तु सर्वत्र नित्यत्वेनाभिधीयते ॥

Anmerkung: Kulajvala und nityatvena sind im OCR beschädigt; Sinn und Lesung bleiben entsprechend unsicher. Keine zusätzliche Kulajvala-Anleitung ergänzt.

Guhyakali 10.175–176, so die Fußnote; Anhang 2 e, Meditation und Blüte

ततः प्रसूनं संगृह्य त्रिखण्डामुद्रया सुधीः । करकच्छपिकां बद्ध्वा ध्यानं देव्याः समाचरेत् ॥

Anmerkung: Die Zitatfolge umfasst drei Strophen, die Fußnote nennt175–176; die Differenz wird nicht durch erfundene Nummern aufgelöst.

Guhyakali 10.175–176, Zitierbereich laut e; Fortsetzung

यस्य मन्त्रस्य यद् ध्यानं यादृशं परिकीर्तितम् । तेनैव ध्यानयोगेन ध्यायीत जगदम्बिकाम् ॥

Anmerkung: Keine eigenständige Versnummer in dieser Zitatfassung sichtbar.

Guhyakali 10.175–176, Zitierbereich laut e; Fortsetzung

[…] नासापुटद्वारा हृदयाम्बुजमध्यतः । देवीं पुष्पे समानीय पुष्पं मन्त्रे प्रविन्यसेत् ॥

Anmerkung: Fragment: erstes Wort und Zielangabe mantre („im Mantra“) sind beschädigt beziehungsweise sachlich unklar. Keine nicht belegte Altar- oder Yantra-Angabe eingesetzt.

Guhyakali 10.1707–1708; Anhang 2 e, erwachsene Shakti

स्नातां दिव्याम्बरधरां नानालङ्कारभूषिताम् । युवतीं पीनवक्षोजां तथा चाकृतभोजनाम् ॥

Anmerkung: Der Satz wird im nächsten Vers abgeschlossen. Yuvati bezeichnet hier eine junge Frau; keine minderjährige Altersangabe im Zitat.

Guhyakali 10.1707–1708; Anhang 2 e, Fortsetzung

हस्ते गृहीत्वा वामोरौ स्थापयेच्छक्तिमुत्तमाम् । अशक्नुवानो वोढुं तां देवीं वामेऽथ वासने ॥

Anmerkung: Historische Ritualanweisung; als Zitat bewahrt, nicht zur heutigen Partnerpraxis umformuliert.

Guhyakali 10.1618 und1624, laut Fußnote e; Bali-Zitat

गणेशवटुकक्षेत्रपालेभ्यो बलिमाहरेत् । योगिनीभ्यश्च पूर्वादिप्रादक्षिण्येन देशिकः ॥

Anmerkung: Deshika: Lehrer oder leitender Ritualkundiger. Die Fußnote nennt zwei getrennte Fundstellen; nicht als lückenloser Abschnitt ausgegeben.

Guhyakali 10.1618/1624, laut e; anschließender Halbvers

गणाधिपतये पश्चाद् वटुकाय निवेदयेत् ।

Anmerkung: Unnummerierter Halbvers im Zitat. Die Wiederholung gegenüber der vorherigen Strophe bleibt sichtbar.

Dipini-Vidya mit unsicherer Zuschreibung

Der Herausgeber konnte diesen zitierten Abschnitt nicht im ihm verfügbaren Guhyakali- oder Kamakala-Text finden. Die lesbaren Aufbauanweisungen werden hier mit diesem Vorbehalt wiedergegeben.

Dipini-Vidya; Anhang 2 e, Purashcharyarnava-Zitat, Zuschreibung unsicher

वाङ्माया कमलाबीजं वाग्भवाद्ये नियोजयेत् । तारं लक्ष्मीं च वाग्बीजं मन्मथं भुवनेश्वरीम् ॥

Anmerkung: Der Herausgeber fand diesen Abschnitt weder im Guhyakali- noch im Kamakala-Khanda. Deshalb als Zitat mit unsicherer Mahakala-Zuschreibung gesondert bewahrt. Die Decknamen werden nicht zu Silben ergänzt.

Dipini-Vidya, unsichere Zuschreibung; Anhang 2 e, Fortsetzung

तज्जप्त्वा च ततः पश्चाद् वाग्भवाख्यं समुच्चरेत् । प्रणवं भुवनेशानीं रमां कामं च वाग्भवम् ॥

Anmerkung: Satzfortsetzung im nächsten Vers; technische Formelbeschreibung.

Dipini-Vidya, unsichere Zuschreibung; Anhang 2 e, Fortsetzung

कामराजं ततो जप्त्वा त्रैलोक्यक्षोभकारकम् । ऊंकारं चापि वाग्बीजं रमां मन्मथमायया ॥

Anmerkung: Die Quelle schreibt ऊंकार, deshalb nicht stillschweigend in ओंकार geändert. Der Wortlaut bleibt eine Aufbauanweisung, keine vollständig ausgeschriebene Formel.

Dipini-Vidya, unsichere Zuschreibung; Anhang 2 e, Fortsetzung

स्वप्नावतीं महादेवि जपेत् तत्र समाहितः । प्रणवं चाधरं कामं रमां च भुवनेश्वरीम् ॥

Anmerkung: Adhara ist als Deckname bewahrt; keine fehlende Bija-Lesung ergänzt.

Dipini-Vidya, unsichere Zuschreibung; Anhang 2 e, Fortsetzung

मधुमतीं ततो जप्त्वा मायाश्रीकूर्चबीजकम् । प्रणवाद्यं च देवेशि हंसबीजपुटीकृतम् ॥

Anmerkung: Kurcha ist im OCR beschädigt; die Lesung bleibt unsicher. Putita bezeichnet die Rahmung einer Formel mit einem Laut oder einer Lautgruppe.

Dipini-Vidya, unsichere Zuschreibung; Anhang 2 e, Schluss-Halbvers

एतद्बीजं समुच्चार्य शक्तिकूटं ततो जपेत् ।

Anmerkung: Die fehlenden konkreten Silben werden nicht ergänzt.

Bilder und Videos zur Vertiefung

Feuerzeremonie bei Yoga Vidya: eine heutige Darstellung gemeinsamer Verehrung.
Shiva und Shakti: eine Darstellung zur Betrachtung des Göttlichen.

Die folgenden Einführungsvorträge erläutern allgemeine Begriffe; sie sind keine Kommentare zu den einzelnen Versen.

Kali – die Schwarze Göttin

Tantra – Wort und Bedeutung

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Betrachtung zum gelesenen Abschnitt

Aufmerksam zu lesen bedeutet hier auch, die Grenzen eines Ausschnitts wahrzunehmen. Zugleich kann eine klar verständliche Aussage zum Begleiter werden: prüfen, nachdenken und das Erkannte im Leben erproben. Unterscheidungskraft und Hingabe können einander darin unterstützen. Die 108 ausgewählten Verse eröffnen einen nächsten Schritt für das persönliche Schriftenstudium. Der Wechsel zur deutschen Erläuterung verbindet die Aufmerksamkeit für den Schrifttext mit dem Verstehen seiner Bedeutung.

Siehe auch

Die folgenden Tantra- und Yogaschriften eröffnen weitere Zugänge zum Studium. Ihre Lehren und Ritualordnungen sind jeweils in ihrem eigenen Zusammenhang zu lesen.

Wegweiser durch die Ausgabe