Mahakala Samhita Anhang Bijoddhara

Aus Yogawiki

Mahakala Samhita – Bijoddhara: Sanskrit Text und deutsche Übersetzung


Lesen und weitergehen: Einführung · 108 Verse und Mantras · Devanagari zu diesem Text · Vorheriger Textteil · Nächster Textteil · Alle Teile

Dieser zusätzliche Grundtext erläutert Decknamen der Bijas und Kutas. Die Lautanweisungen werden im lesbaren Umfang übersetzt; verschlüsselte oder beschädigte Formeln werden nicht zu vermeintlich vollständigen Mantras ausgebaut.

Die Ausgabe folgt dem vorhandenen lesbaren Text. Die Kapitelgliederung und die Kolophone machen den überlieferten Umfang sichtbar.

Kali und Shiva als Bild der Verehrung. Die Darstellung dient der allgemeinen Einordnung und zeigt keine besondere Ritualgestalt dieses Abschnitts.

Anregung zum Studium: Der Bijoddhara erschließt eine besondere Sprache der Überlieferung: Keimsilben und zusammengesetzte Lautgruppen werden durch Decknamen bezeichnet. Das verlangt aufmerksames Lesen und Geduld. Dieser Anhang hilft, die Sprache der Mantraabschnitte besser zu verstehen; die Versauswahl mit Mantraregister bietet dazu einen weiteren Zugang.

Verwandte Lektüre: Die Wiki-Artikel Mantra, Bija und Sanskrit helfen beim Einstieg in die Fachsprache. Als weitere Schriften können Sharada Tilaka und Kularnava Tantra in das vergleichende Studium einbezogen werden. Die Hinweise eröffnen einen Vergleich, keine Gleichsetzung der Überlieferungen.

Quelle und Gestalt des Textes

Grundlage ist der Anhang in „Mahakala Samhita.txt“; die byteidentische Kopie wird nicht nochmals bearbeitet. Dies ist eine gesonderte Fassung mit eigener Zählung. Einfache OCR-Fehler sind normalisiert, Unsicherheiten örtlich vermerkt.

Sprecherzeile

mahākāla uvāca |

Mahakala sprach.

Anmerkung: Anhang 2; laut Herausgeberfußnote aus der Handschrift kha. Eigener Text mit interner Bezeichnung als drittes Kapitel, nicht identisch mit dem dritten Kapitel des c-Haupttexts.

Umfang und Übermittlung

Mahakala unterscheidet Bijas, Kutas und Upakutas. Die Vorschriften zur Übermittlung stehen in einer eigenen Kapitelzählung.

Kapitel 3, Vers 1

asyāṃ hi vakṣyamāṇāyāṃ saṃhitāyāṃ sureśvari | śatāni trīṇi bījānāṃ santi ṣaṣṭyadhikāni ca ||1||

In dieser Samhita, die nun dargelegt werden soll, Herrin der Götter, gibt es dreihundertsechzig Bijas.

Kapitel 3, Vers 2

aśītiśca śataṃ kūṭā upakūṭāśca saptatiḥ | svasvanāmnaiva vikhyātāḥ ṣaṭśatī ca daśādhikā ||2||

Es gibt hundertachtzig Kutas und siebzig Upakutas, bekannt unter ihren jeweils eigenen Namen: zusammen sechshundertzehn.

Anmerkung: Die drei Gruppen aus 1–2 ergeben610; eine spätere abweichende Schlusszählung wird nicht hierher übertragen.

Kapitel 3, Vers 3

tānyuddharāmi purato yathāgre sugamaṃ bhavet | bījasyaikasya nāmāni santi bhūyāṃsi pārvati ||3||

Ich erläutere sie zuerst, damit das Folgende leicht verständlich werde. Für ein einziges Bija gibt es viele Namen, Parvati.

Anmerkung: Uddhara bezeichnet hier das Erschließen oder Herauslösen einer verschlüsselt bezeichneten Lautfolge.

Kapitel 3, Vers 4

ekaikaṃ kasyacinnāma tattyaktvānyanna sambhavet | taduddhāraṃ parijñāya mantroddhāraṃ samācaret ||4||

Für manches gibt es jeweils nur einen Namen; außer diesem kommt kein anderer in Betracht. Nachdem man seine Erschließung verstanden hat, soll man die Mantras erschließen.

Kapitel 3, Vers 5

bījoddhārākhyapaṭalaṃ tṛtīyaṃ yanmayocyate | yasya kasyāpi nākhyeyamākhyāte brahmahā bhavet ||5||

Dieses von mir erklärte dritte Kapitel namens Bijoddhara darf nicht irgendeinem Beliebigen mitgeteilt werden. Wer es dennoch mitteilt, werde einem Brahmanentöter gleich.

Anmerkung: Die interne Kapitelbezeichnung ist ausdrücklich „drittes Kapitel“. Das Zitat im Vorwort c gehört zu diesem Anhangtext, nicht zu c-Guhyakali 3.5.

Kapitel 3, Vers 6

devī kruddhā ca taṃ pāpaṃ sānvayaṃ pātayatyadhaḥ | na śāstramālokya vadennācarenna japedapi ||6||

Die erzürnte Göttin stürzt den Schuldigen samt seiner Familie hinab. Man soll nicht allein aufgrund des Lesens einer Schrift darüber sprechen, danach handeln oder Japa ausführen …

Anmerkung: Historische Geheimhaltungs- und Übermittlungsregel; keine heutige Drohung. Zitatparallelen im Vorwort c und im e-Anhang.

Kapitel 3, Vers 7

na paśyennopadiśyācca na kuryānnaiva sādhayet | gurūpadeśato labdhe japanyāsārcanādike ||7||

… es nicht betrachten, nicht unterweisen, nicht ausführen und nicht praktizieren. Erst wenn Japa, Nyasa, Verehrung und Weiteres durch die Unterweisung des Guru empfangen wurden, …

Anmerkung: Die Zitate in e verwenden teils eine verschobene Fundstellenzählung; hier gilt die sichtbare Anhangzählung.

Bija-Namen und Lautaufbau

Körperteile, Gottheiten und Naturwörter dienen als Decknamen für Laute und ihre Verbindungen. Die Übersetzung gibt diese Chiffren wieder, ohne beschädigte Bijas auszurechnen.

Kapitel 3, Vers 8

paścāttatsādhayetsarvaṃ sadā tadbhāvabhāvitaḥ | ūrdhvadantādharau binduyutau praṇavavāgbhavau ||8||

… soll man anschließend all dies praktizieren, stets von seinem inneren Sinn durchdrungen. „Obere Zähne“ und „Unterlippe“, jeweils mit Bindu verbunden, sind Pranava und Vagbhava.

Anmerkung: Ab der zweiten Hälfte folgen Lautchiffren. Körperteile dienen als Decknamen; ihre Einzelauflösung wird nicht aus Vermutungen ergänzt.

Kapitel 3, Vers 5 [Quellzählung an Position 9]

tāravedādigāyatrīmukhāgamaśiro'bhidhaḥ | tatrādyo'nyastu caitanyamedhāsārasvatāhvayaḥ ||5||

Der erste heißt Tara, Vedadi, Gayatrimukha und Agamashiras; der andere trägt die Namen Chaitanya, Medha und Sarasvata.

Anmerkung: Die Teilung der ersten Namenreihe ist geringfügig unsicher; die Quelle zeigt als Nummer5.

Kapitel 3, Vers 10

etannāmnāpi kūṭāḥ syustatra kevalanāmataḥ | bījaṃ kūṭopapadataḥ kūṭaṃ jñeyaṃ tu sādhakaiḥ ||10||

Auch Kutas können diese Namen tragen. Steht nur der Name, ist ein Bija zu verstehen; steht das Zusatzwort „Kuta“ dabei, sollen die Sadhakas einen Kuta erkennen.

Anmerkung: Wichtige Unterscheidung von Einzelbija und Lautgruppe.

Kapitel 3, Vers 11

sadīrghekārasaparaḥ sānalo'dhaśca binduyuk | māyālajjābhauvaneśītrapāvrīḍākulāṅganāḥ ||11||

Mit langem I …, mit Anala darunter und mit Bindu verbunden: [dies trägt die Namen] Maya, Lajja, Bhauvaneshi, Trapa, Vrida und Kulangana.

Anmerkung: Fragment: Die Ausgangschiffre in सपरः ist beschädigt; keine fertige Bija-Silbe ergänzt. Anala ist der Deckname „Feuer“.

Kapitel 3, Vers 12

lakṣmīrvāmākṣibindubhyāṃ dakṣāṃso'dho'nalānvitaḥ | kāmo vāmākṣibindubhyāṃ yukto vidhiradho bhuvā ||12||

Lakshmi ist „rechte Schulter“, mit „linkem Auge“ und Bindu und mit Anala darunter. Kama ist Vidhi, mit „linkem Auge“ und Bindu verbunden und mit Bhu darunter.

Anmerkung: Die Decknamen bleiben als solche stehen; räumliche Zuordnungen bezeichnen Lautaufbau.

Kapitel 3, Vers 13

sabindurvadanaṃ pāśaḥ sabindurvāmadṛkkalā | adhoradairūrdhvaradairvāmākṣṇā ca samanvitaḥ ||13||

Vadana mit Bindu ist Pasha; „linkes Auge“ mit Bindu ist Kala. Verbunden mit unteren Zähnen, oberen Zähnen und linkem Auge …

Anmerkung: Die zweite Zeile führt zu den drei Zuordnungen in14.

Kapitel 3, Vers 14

sabinduḥ ko'nalārūḍho gāruḍāṅkuśakālikāḥ | sāsyaḥ siddho'dha… dharmo jayā mūrdhnā'bhidhīyate ||14||

… ist Ka auf Anala, mit Bindu, der Reihe nach Garuda, Ankusha und Kalika. Mit Asya heißt [es] Siddha; mit … Dharma; mit Murdhan wird es Jaya genannt.

Anmerkung: Fragment: Die Bestimmung vor Dharma ist beschädigt; keine fehlende Vokalchiffre ergänzt.

Kapitel 3, Vers 15

vāmaśrutyā hayagrīvo gaurī ca savisargakaḥ | sauṣṭhaḥ sādhyo vadhūrvāmadṛgbindura… kramāt ||15||

Mit „linkem Ohr“ heißt [es] Hayagriva; mit Visarga Gauri. Mit Oshtha heißt [es] Sadhya; Vadhu wird mit „linkem Auge“ und Bindu … gebildet, der Reihe nach.

Anmerkung: Fragment: Das Ende der Lautanweisung ist beschädigt; keine sichere Gesamtreihe konstruiert.

Kapitel 3, Vers 16

vāmakarṇādhoradābhyāṃ sabindubhyāṃ kṣavarṇakaḥ | mahākrodhakṣetrapālau dve bīje bhavataḥ kramāt ||16||

Der Laut Ksha, mit „linkem Ohr“ beziehungsweise „unteren Zähnen“ und jeweils Bindu, ergibt der Reihe nach die beiden Bijas Mahakrodha und Kshetrapala.

Kapitel 3, Vers 17

khaṃ tādṛśasvaropetaṃ kūrcaprāsāda ityapi | bindvoṣṭhayugvāmapārśvamadho raḥ śākinī bhavet ||17||

Kha mit den entsprechenden Vokalen heißt auch Kurcha beziehungsweise Prasada. „Linke Seite“, mit Bindu und Oshtha und mit Ra darunter, wird Shakini.

Anmerkung: Die genaue Schichtung der letzten Anweisung ist leicht beschädigt; keine Lautform hinzugefügt.

Kapitel 3, Vers 18

ūrdhvadantairadhodantaiścaṇḍo viśvaḥ sa eva hi | taccedārūḍhavānhādirabhūtaḥ kiṃpuruṣaḥ kramāt ||18||

Dasselbe [Ausgangszeichen] mit oberen beziehungsweise unteren Zähnen heißt Chanda und Vishva. Wenn der Anfang von Ha darauf aufsteigt, [entstehen] der Reihe nach Abhuta und Kimpurusha.

Anmerkung: हादि bleibt als Lautchiffre stehen; der Bezug des Ausgangszeichens ist nicht völlig sicher.

Kapitel 3, Vers 16 [Quellzählung an Position 19]

bindurhumbaramārūḍhaḥ sa ca bhūmikrameṇa yutaḥ | mukhairvāmākṣikarṇābhyāmadhareścāpyadho radaḥ ||16||

Bindu auf Humbara, und dieses in Folge mit Bhumi verbunden; mit Mukha, linkem Auge und Ohr sowie Adhara und unteren Zähnen …

Anmerkung: Fragment: हुम्बर ist eine beschädigte Chiffre; die ganze Reihenfolge lässt sich nicht sicher zuordnen. Die lesbaren Aufbauwörter werden bewahrt.

Kapitel 3, Vers 20

śaṅkhakumbhāmṛtāveśasomabījānyanukramāt | tathā vidhirnadīkāmaratiprāṇavalāhakāḥ ||20||

… [entstehen] der Reihe nach die Bijas Shankha, Kumbha, Amrita, Avesha und Soma; ebenso Vidhi, Nadi, Kama, Rati, Prana und Valahaka.

Anmerkung: Die Zuordnung zu den beschädigten Aufbauangaben in19 bleibt offen.

Kapitel 3, Vers 21

evaṃ pāśī tvaṣṭṛdasraśaktinakṣatravidyutaḥ | rephordhvakūrparo dakṣo bindvadhoradanādharaiḥ ||21||

Ebenso Pashin, Tvashtri, Dasra, Shakti, Nakshatra und Vidyut. Der rechte Ellbogen oberhalb von Repha, mit Bindu, unteren Zähnen und Adhara …

Anmerkung: Die Konstruktion wird22 fortgesetzt; die Verteilung auf die Namen ist teilweise unsicher.

Kapitel 3, Vers 22

khecaryananto kūṣmāṇḍī cāmuṇḍā ko'pi tādṛśaḥ | triśaktirvāmakarṇena triśikhā vāmacakṣuṣā ||22||

… [ergibt] Khechari, Ananta und Kushmandi; ein entsprechend gebildetes Ka ist Chamunda. Mit linkem Ohr entsteht Trishakti, mit linkem Auge Trishikha.

Anmerkung: Der genaue Bezug von Ka zur Dreiergruppe bleibt unharmonisiert.

Kapitel 3, Vers 23

tālavyavargavarṇau dvāvādyau jādviśikhisthitam | vāmenājñā dānavaḥ syādyoginī ca sabindukau ||23||

Die ersten beiden Laute der palatalen Gruppe … auf zwei Shikhin …: mit dem linken [Zeichen] ist [dies] Ajna; Danava und Yogini sind mit Bindu versehen.

Anmerkung: Fragment: Die Verknüpfung der Lautanweisung ist stark beschädigt; keine vollständigen Bijas behauptet.

Kapitel 3, Vers 24

tattṛtīyastu kālaḥ syādbinduvāmaśravo'nvitaḥ | sa eva vahnimārūḍho bindvadhasthaḥ samanvitaḥ ||24||

Der dritte Laut jener Gruppe, mit Bindu und linkem Ohr verbunden, ist Kala. Derselbe auf Vahni, unterhalb des Bindu, verbunden mit …

Anmerkung: Die Konstruktion wird25 fortgesetzt.

Kapitel 3, Vers 25

śirovadanavāmākṣiśravo'dharacaturdaśī | viṣakhaḍgamatikrāntimālānīlāni ca kramāt ||25||

… Shiras, Vadana, linkem Auge, Ohr, Adhara und Chaturdashi [ergibt] der Reihe nach Visha, Khadga, Atikranti, Mala und Nila.

Anmerkung: Die Zahl der lesbaren Aufbauglieder stimmt nicht eindeutig mit den fünf Namen überein; kein fehlender Name ergänzt.

Kapitel 3, Vers 26

visargādhoradenādyo hādirbījaṃ hi bhairavī | tamārūḍho nabhaḥ pretaḥ sadharā binduyukkriyā ||26||

Der erste Ha-Laut mit Visarga und unteren Zähnen ist das Bija Bhairavi. Nabhas darauf ist Preta; mit Dhara und Bindu [entsteht] Kriya.

Anmerkung: Die räumliche Beziehung des letzten Gliedes ist nicht vollständig sicher.

Kapitel 3, Vers 27

hānto ramā bindumūrdhni cādhodṛgvāmaśravam | nṛsiṃho dhanadā'pi syātsavisargo dhṛtistapaḥ ||27||

Das Ende von Ha [heißt] Rama; mit Bindu am Kopf sowie unterem Blick und linkem Ohr [entstehen] Nrisimha und Dhanada. Mit Visarga [heißen sie] Dhriti und Tapas.

Anmerkung: Fragment: Die Aufbaufolge ist beschädigt; insbesondere अधोदृक् bleibt unsicher. Die Namen sind lesbar.

Gruppen von Bija-Namen

Aufbauanweisungen wechseln mit Namenlisten. Offene Zuordnungen werden nicht durch vorgefasste Silbenfolgen geschlossen.

Kapitel 3, Vers 28

vargāstrayo'pi tadrūpāḥ … vahniśiraḥsthitāḥ | sabindavaḥ savāmākṣāḥ kramādbījāni ṣoḍaśa ||28||

Die drei Lautgruppen in entsprechender Gestalt, … auf dem Haupt des Vahni, mit Bindu und linkem Auge: der Reihe nach sechzehn Bijas …

Anmerkung: Fragment: Ein Aufbauwort ist unlesbar; die sechzehn Namen folgen29–30.

Kapitel 3, Vers 25 [Quellzählung an Position 29]

kaṅkālaṃ mānasaṃ śāntiragnirḍāmarameva ca | nākulaṃ cāpi kāpālaṃ taijasaṃ vajramāsuram ||25||

… Kankala, Manasa, Shanti, Agni, Damara, Nakula, Kapala, Taijasa, Vajra und Asura …

Kapitel 3, Vers 30

bhāruṇḍā kākinī nāgaścakramaudumbarastathā | kūrmaścādhāraraudrāsyau madāvadharasaṃyutau ||30||

… Bharunda, Kakini, Naga, Chakra, Audumbara und Kurma. Adhara und Raudra, mit Asya … und Adhara verbunden …

Anmerkung: Fragment: Die Konstruktion der zweiten Hälfte ist beschädigt. Die sechzehn Namen aus 29–30 werden nicht mit einer erfundenen Lautreihe versehen.

Kapitel 3, Vers 31

rephārūḍhau sabindu ca bho'nusvārasamanvitaḥ | vāmaśravo'nalārūḍhamānandaḥ parikīrtitaḥ ||31||

… auf Repha und mit Bindu; Bha mit Anusvara. „Linkes Ohr“ auf Anala wird Ananda genannt.

Anmerkung: Der Satzanschluss von30 ist unvollständig; die klaren Einzelanweisungen werden beibehalten.

Kapitel 3, Vers 22 [Quellzählung an Position 32]

madhyamo binduvāmākṣṇā drāvaṇaḥ khahutāśayoḥ | nabhaḥ sabindu tasyādiḥ sasargo brahmasaṃyutaḥ ||22||

Der mittlere [Laut] mit Bindu und linkem Auge ist Dravana. Bei Kha und Hutasha ist Nabhas mit Bindu; dessen Anfang mit Sarga und Brahma verbunden …

Anmerkung: Fragment: Der Bezug „mittlerer“ und die anschließende Schichtung sind nicht eindeutig; keine bestimmte Silbe eingesetzt.

Kapitel 3, Vers 33

sabinduramaraḥ prokto'dharoparyanilo'dharaiḥ | vāmaśrutyanvitau kaṇṭhyavargatṛtīyapañcamau ||33||

… mit Bindu wird [es] Amara genannt; Anila über Adhara mit den Adharas … . Der dritte und fünfte Laut der gutturalen Gruppe, mit linkem Ohr verbunden, …

Anmerkung: Fragment: Die Anila-Anweisung ist beschädigt; die Gruppenbezeichnung der zweiten Hälfte ist klar.

Kapitel 3, Vers 34

syātāṃ sabindu kramato vaiśvadevaśca ghoṇakī | mūrdhanyasya ca tasyaiva mahāḍākinirasiṃhakau ||34||

… werden, mit Bindu versehen, der Reihe nach Vaishvadeva und Ghonaki. Bei der entsprechenden retroflexen Gruppe [sind es] Mahadakini und Narasimhaka.

Anmerkung: Narasimhaka ist aus beschädigtem रसिहकौ vorsichtig gelesen.

Kapitel 3, Vers 25 [Quellzählung an Position 35]

tayostārtīyakau varṇau śirovadanasaṃyutau | gaṇeśāpsarasau merusāgarau bhavataḥ kramāt ||25||

Die jeweiligen dritten Laute jener beiden Gruppen, mit Shiras und Vadana verbunden, werden der Reihe nach Ganesha, Apsaras, Meru und Sagara.

Anmerkung: Die zwei Lautgruppen und jeweils zwei Vokalchiffren ergeben die vier Namen.

Kapitel 3, Vers 36

svāsyaḥ svarā ādā sānusvārā varānane | sthāṇu…nādākhyā viparītakrameṇa hi ||36||

… Vokale am Anfang, mit Anusvara, du Schöngesichtige, [tragen] in umgekehrter Reihenfolge die Namen Sthanu, … und Nada.

Anmerkung: Fragment: Anfangsfügung und mittlere Namen sind stark beschädigt; lesbare Nachbarverse werden fortgesetzt.

Sinne, Lebenswinde und weitere Benennungen

Namen aus Körper, Kosmos und Bewusstsein bezeichnen unterschiedliche Lautformen.

Kapitel 3, Vers 37

varṇāḥ kacaṭatāḥ pañca bindudīrghasvarānvitāḥ | śuddho yavargaśca tathā hakāro'pi ca tādṛśaḥ ||37||

Die fünf Laute [beginnend mit] Ka, Cha, Ta und Ta, mit Bindu und langen Vokalen verbunden; ferner die reine Ya-Gruppe und ein entsprechend gebildetes Ha …

Anmerkung: Die Quelle kündigt fünf Laute an, schreibt aber nur vier Gruppenanfänge klar aus; keine fehlende fünfte Silbe ergänzt. Retroflexes und dentales Ta bleiben im Sanskrit unterscheidbar.

Kapitel 3, Vers 38

rūpaṃ rasastathā gandhaḥ sparśaḥ śabdaśca locanam | jihvā ghrāṇaṃ tathā tvakca śrotraṃ nāmānyanukramāt ||38||

… heißen der Reihe nach Rupa (Gestalt), Rasa (Geschmack), Gandha (Geruch), Sparsha (Berührung), Shabda (Klang), Lochana (Auge), Jihva (Zunge), Ghrana (Geruchssinn), Tvach (Haut) und Shrotra (Gehör).

Anmerkung: Die Bedeutungen erläutern die Decknamen; sie sind keine wörtlichen Bedeutungen der Bijas.

Kapitel 3, Vers 346 [Quellzählung an Position 39]

mahāprāṇasamānodānavyānāpānasaṃjñakāḥ | nāgaḥ kūrmo'tha kṛkaro devadatto dhanañjayaḥ ||346||

[Weitere Namen] sind Mahaprana, Samana, Udana, Vyana, Apana, Naga, Kurma, Krikara, Devadatta und Dhananjaya.

Anmerkung: Namen der Lebenswinde als Lautchiffren.

Kapitel 3, Vers 40

puruṣaḥ prakṛtiścaiva mahādarpaśca mātṛkāḥ | vāyustejo dharā toyaṃ viyadbījāni ca priye ||40||

Ferner Purusha, Prakriti, Mahadarpa, die Matrikas, Vayu, Tejas, Dhara, Toya und Viyat: [so heißen] die Bijas, Geliebte.

Anmerkung: Mahadarpa ist so gelesen und wird nicht stillschweigend zu Mahat geändert.

Kapitel 3, Vers 41

savāmakaiḥ sagauraḥ kumāraḥ paripaṭhyate | tārakaṃ binduvadanaiḥ śivā syādbindvadhodatā ||41||

Mit den linken [Zeichen] und Gaura wird [es] Kumara genannt. Taraka [entsteht] mit Bindu und Vadana; Shiva mit Bindu und unteren Zähnen.

Anmerkung: Fragment: Der Ausgangsbezug der ersten Hälfte ist beschädigt.

Kapitel 3, Vers 42

kaulastu vāmanetreṇauṣṭhādhareḥ … saṃvarau | evaṃ vāyunidhirjīvo dhruvo dakśavarī ṛtuḥ ||42||

Kaula [entsteht] mit linkem Auge; mit Oshtha und Adhara … Samvara. Ebenso [heißen die Formen] Vayu, Nidhi, Jiva, Dhruva, Dak-Shavari und Ritu.

Anmerkung: Fragment: Mehrere Zeichen und Namen sind beschädigt; Dak-Shavari ist nur eine unsichere Lesung, keine ergänzte Gottheit.

Kapitel 3, Vers 43

dharāviyajjalānāṃ ca tādṛśena krameṇa hi | abhidhānaṃ yathāsaṃkhyaṃ guṇā nirṛtiravyayam ||43||

Für Dhara, Viyat und Jala lautet bei entsprechendem Aufbau die Benennung der Reihe nach Guna, Nirriti und Avyaya.

Kapitel 3, Vers 44

merurabdhyā ca prāsādo manoharṣasamādhayaḥ | dhyānādhānapramāderṣyārāvikārāhvayāḥ kramāt ||44||

Meru, Abdhi, Prasada, Manas, Harsha, Samadhi; ferner Dhyana, Adhana, Pramada, Irshya und Ra-Vikara heißen [sie] der Reihe nach.

Anmerkung: Die Namenreihe ist teilweise unsicher getrennt; keine zusätzliche Formel zugewiesen.

Kapitel 3, Vers 45

sabindū ropari vamau vāmaśrutyāsyasaṃyutau | bījopari sabindū cādharavāmaśravo'nvitau ||45||

Va und Ma über Ra, mit Bindu, verbunden mit linkem Ohr beziehungsweise Asya; ferner über dem Bija, mit Bindu, verbunden mit Adhara und linkem Ohr …

Anmerkung: Der Ausgangslaut der zweiten Paarung ist nicht klar; keine Ergänzung geraten.

Kapitel 3, Vers 46

viriñcitāpinīgandharvamaṅgalasamāhvayāḥ | nabhasī svā[hā]dimārūḍhe vāmanetrauṣṭhasaṃyute ||46||

… heißen Virinchi, Tapini, Gandharva und Mangala. Die beiden Nabhas auf dem Anfang von Sva[ha], verbunden mit linkem Auge und Oshtha, …

Anmerkung: [हा] ist bereits eine redaktionelle Ergänzung der Quelle; sie wird ausdrücklich gekennzeichnet bewahrt.

Kapitel 3, Vers 47

nirañjanaṃ tattvaṃ ca dvābhyāṃ caikena bindunā | savisargaḥ sa ādityo vidhyārūḍhaḥ sa vāmadṛk ||47||

… sind Niranjana und Tattva, mit zwei beziehungsweise einem Bindu. Mit Visarga ist dieses Aditya; auf Vidhi, mit linkem Auge, …

Kapitel 3, Vers 48

sudarśanaḥ sabinduḥ sa nirbinduḥ sargayugbalā | bindvadhodantayugyakṣaḥ kṣetrapālo dharopari ||48||

… mit Bindu ist es Sudarshana; ohne Bindu und mit Sarga Bala. Mit Bindu und unteren Zähnen [entsteht] Yaksha; auf Dhara [heißt es] Kshetrapala.

Kapitel 3, Vers 446 [Quellzählung an Position 49]

vāyunā veṣṭitā pṛthvī binduvāmaśravoyutā | trikūṭā tripuṭā kordhvaṃ po dakṣaśrutibindubhiḥ ||446||

Prithvi, von Vayu umhüllt, mit Bindu und linkem Ohr, ist Trikuta. Triputa [entsteht aus] Pa oberhalb von Ka, mit rechtem Ohr und Bindu.

Anmerkung: Die zweite Schichtung ist vorsichtig gelesen; keine fertige Bija-Silbe eingesetzt.

Kapitel 3, Vers 50

ikārākārasaṃyuktastathekārasamanvitaḥ | phakāro bindunā yuktaḥ jñānecchāsaṃvidaḥ kramāt ||50||

Pha, mit I, A beziehungsweise E und mit Bindu verbunden, [ergibt] der Reihe nach Jnana, Iccha und Samvid.

Anmerkung: Die kurzen beziehungsweise langen Vokalzeichen der ersten Verbindung sind nicht ganz sicher; die drei Decknamen bedeuten Erkenntnis, Wille und Bewusstsein.

Kapitel 3, Vers 51

varuṇo nākulārūḍho'nusvāro'dharasaṃyutaḥ | bhaśca vāyuradhodantairmitra ādyāṅgirasastathā ||51||

Varuna auf Nakula, mit Anusvara und Adhara; Bha und Vayu mit unteren Zähnen: [diese heißen] Mitra, Adya und Angirasa.

Anmerkung: Die Dreierzuordnung ist durch OCR-Schäden nicht völlig sicher.

Kapitel 3, Vers 52

ādhāro'dharahīnaśca vāmaśrutyā rathantaraḥ | tenaivonaśca gandharvo vāmākṣṇā bṛhaducyate ||52||

Adhara ohne Adhara [als Vokalchiffre], mit linkem Ohr, ist Rathantara. Gandharva, um dasselbe vermindert und mit linkem Auge, wird Brihat genannt.

Anmerkung: Das gleiche Wort आधार/अधर hat unterschiedliche Funktionen; die Sanskritformen bleiben unterschieden.

Kapitel 3, Vers 53

raudro'pyādhāravajjyeṣṭhastadūno'dhodatā'jvaraḥ | manthāno vāmanetreṇa sanādo vidhirapsu ca ||53||

Raudra, wie Adhara gebildet, ist Jyeshtha; um jenes vermindert, mit unteren Zähnen, [heißt es] Ajvara. Manthana [entsteht] mit linkem Auge; Vidhi mit Nada in Ap …

Anmerkung: Fragment: Der letzte Anschluss ist beschädigt; Ajvara ist unsicher gelesen, nicht durch einen bekannten Namen ersetzt.

Kapitel 3, Vers 54

vargasya saptamasyādyo nādādhastāddharopari | dīrghasvarairmaṇinidhayo vṛṣaḥ puṣṭiśca kaumudī ||54||

Der erste Laut der siebten Gruppe, unter Nada und über Dhara, mit langen Vokalen, [ergibt] Mani, Nidhi, Vrisha, Pushti und Kaumudi.

Anmerkung: Die Quelle nennt fünf Namen; keine nichtgeschriebene sechste Form ergänzt.

Kapitel 3, Vers 55

jaśca tādṛksasargaśca ṣaṣṭho vāmaśravo'nvitaḥ | śreṣṭhaṃ pauṣpaṃ nirmalaṃ ca kulaṃ citraṃ ca maṇḍalam ||55||

Ja in entsprechender Form und mit Sarga; der sechste [Laut oder Gruppe] mit linkem Ohr: Shreshtha, Paushpa, Nirmala, Kula, Chitra und Mandala.

Anmerkung: Fragment: Die Verteilung der Aufbauangaben auf die sechs Namen ist nicht zuverlässig; keine Vollreihe rekonstruiert.

Kapitel 3, Vers 56

evaṃ viyatkṣiterūrdhvaṃ sthitiścāpyanalopari | sūkṣmā prabhā suprabhā ca viśuddhirnandinī smṛtiḥ ||56||

Ebenso Viyat über Kshiti, und Sthiti über Anala: Sukshma, Prabha, Suprabha, Vishuddhi, Nandini und Smriti …

Anmerkung: Die Namenreihe reicht in57; die Vokalverteilung wird hier nicht vollständig ausgeschrieben.

Kapitel 3, Vers 57

kīrtiḥ siddhirvibhūtiśca dīptā sṛṣṭiśca santatiḥ | sa ārūḍho vāmapārśvo nādavāmaśravo'nilaiḥ ||57||

… Kirti, Siddhi, Vibhuti, Dipta, Srishti und Santati. „Linke Seite“ darauf, mit Nada, linkem Ohr und Anila …

Anmerkung: सिद्धि ist aus der Korrekturklammer der Quelle übernommen; die neue Aufbaufolge setzt58 fort.

Kapitel 3, Vers 58

pūtanā śaṅkhinī śīrṣavāmaśrutyā jalaṃ kvadhaḥ | pretaḥ sauṣṭhaḥ kalaṅkaṃ syātleṭaḥ saṃkhyā sakānilā ||58||

… [heißt] Putana. Shankhini [entsteht] mit Shiras und linkem Ohr; Jala unter Ka … . Preta mit Oshtha ist Kalanka; Leta [heißt] Samkhya, mit Ka und Anila …

Anmerkung: Fragment: Mehrere Lautbeziehungen und Leta sind beschädigt; nur lesbare Bestandteile wiedergegeben.

Kapitel 3, Vers 56 [Quellzählung an Position 59]

vāmākṣiśirasā bhūmau vāmapārśvo vihaṅgamaḥ | sanā vāmadṛśā śaṅkhinyeva mānasamucyate ||56||

„Linke Seite“ auf Bhumi, mit linkem Auge und Shiras, ist Vihangama. Shankhini mit … und linkem Auge wird Manasa genannt.

Anmerkung: Fragment: सना ist unvollständig; der letzte Name ist aus मानवम् vorsichtig als Manasa gelesen.

Neue Lautreihen

Mehrere Ausgangsbijas werden ihrer Vokale entkleidet und mit anderen Zeichen verbunden. Die lesbaren Namen und Anweisungen bleiben vollständig erhalten.

Kapitel 3, Vers 60

yoginī kamalā strī ca svasvasvaravivarjitā | sarvadīrghairakhaṇḍairyugbindusargairapi kramāt ||60||

Yogini, Kamala und Stri, jeweils ihrer eigenen Vokale entkleidet und der Reihe nach mit allen langen, ungeteilten Vokalen sowie mit Bindu und Sarga verbunden, [ergeben …]

Anmerkung: Die Namenliste folgt61–62; keine durch Zählzwang vervollständigte Lautreihe ergänzt.

Kapitel 3, Vers 61

nidrā pūrṇā tīkṣṇadhūmau jayantī lalitāruṇā | nivṛttiśca pratiṣṭhā ca kaṃkaraṃ bhramaraṃ tathā ||61||

… Nidra, Purna, Tikshna, Dhuma, Jayanti, Lalita, Aruna, Nivritti, Pratishtha, Kankara und Bhramara …

Anmerkung: Die Trennung von ललितारुणा ist nicht ganz sicher; Kankara bleibt als Name bewahrt.

Kapitel 3, Vers 62

sūcī pracaṇḍo vairājaḥ sandhyā vidyā vibhā virāṭ | sāvitrī bhairavaḥ svāpaḥ kumāryojo'parājitā ||62||

… Suchi, Prachanda, Vairaja, Sandhya, Vidya, Vibha, Virat, Savitri, Bhairava, Svapa, Kumari, Ojas und Aparajita.

Anmerkung: Die sichtbare Namenmenge wird nicht auf eine vorgefasste Zahl gebracht.

Kapitel 3, Vers 63

vāmāṅghryaṅgulyagragaṃ ko dahanordhvaṃ ca phau pathau | kṣaḥ śuddho bindudīrghābhyāṃ keśaḥ śikṣā satī madhu ||63||

Ka am Ende der linken Zehen, Pha und Pa über Dahana sowie reines Ksha, mit Bindu und langen Vokalen: Kesha, Shiksha, Sati und Madhu.

Anmerkung: Fragment: Die Lautfolge फौ पथौ ist beschädigt; die vier Namen sind lesbar, ihre genaue Zuordnung bleibt offen.

Weitere Bija-Gruppen

Die Folge verbindet Lautaufbau und Benennungen von Atem, Instrumenten und Waffen.

Kapitel 3, Vers 64

tāṇḍavaṃ jagatī nandā jaṭā haimaṃ vaimalam | keśaraḥ kākinī nemiśchando viśvastathaiva ca ||64||

[Weitere Namen sind] Tandava (der wilde Tanz), Jagati, Nanda, Jata (Haarflechte), Haima (das Goldene), Vaimala (Reinheit), Keshara, Kakini, Nemi (Radkranz), Chandas (Versmaß) und Vishva (das All) …

Anmerkung: Fortsetzung der mit 63 begonnenen Namenreihe; die Namen bezeichnen Bijas.

Kapitel 3, Vers 65

mantrāvalī ca bhāruṇḍā tantrī varṇaśca saṃpuṭā | trivṛtkāpālagokarṇe surabhī rauravaṃ tathā ||65||

… Mantravali (Mantrareihe), Bharunda, Tantri (Saite), Varna (Laut), Samputa (Umschließung), Trivrit (dreifach), Kapala, Gokarna, Surabhi und Raurava …

Kapitel 3, Vers 66

pūrakaḥ kumbhakaścaiva mahākrodhaśca recakaḥ | kṣetrapālaśca deveśi triṃśadbījānyanukramāt ||66||

… Puraka (Einatmung), Kumbhaka (Atemhalten), Mahakrodha, Rechaka (Ausatmung) und Kshetrapala: der Reihe nach dreißig Bijas, Herrin der Götter.

Anmerkung: Die Gesamtzahl gehört zur Quellenzählung; beschädigte Namen werden nicht zur Zahlenerfüllung ergänzt.

Kapitel 3, Vers 67

rephordhvaṃ tādṛśau ikṣau tatho rordhvaṃ satādṛśau | daṇḍalajjāgo'ṃśuśuklakalpamuktāmahākramāḥ ||67||

I und Ksha in entsprechender Form über Repha, ebenso … über Ra: Danda, Lajja, Go, Amshu, Shukla, Kalpa, Mukta und Mahakrama …

Anmerkung: Fragment: Die Ausgangslaute und ihr Verhältnis sind beschädigt; die Namen sind überwiegend lesbar.

Kapitel 3, Vers 68

nṛsiṃhaveṇusāndrakṣamauñjīsūtrāyamekhalāḥ | kuṇḍo gameśca dīpaśca kramādbījāni viṃśatiḥ ||68||

… Nrisimha, Venu (Flöte), Sandra, Ksha, Maunji (Munja-Gürtel), Sutra, Aya, Mekhala (Gürtel), Kunda, Gama und Dipa (Lampe): der Reihe nach zwanzig Bijas.

Anmerkung: Fragment: Die Trennung der mittleren Namensverbindung ist unsicher; kein zwanzigster Name aus Vermutungen ergänzt.

Kapitel 3, Vers 66 [Quellzählung an Position 69]

lakṣmī kālī śākinī ca buddhirbhāruṇḍamānasau | triśikhā yoginī nandā kāpālaṃ kākinī paviḥ ||66||

Lakshmi, Kali, Shakini, Buddhi, Bharunda, Manasa, Trishikha, Yogini, Nanda, Kapala, Kakini und Pavi …

Anmerkung: Die Aufbauanweisung und neuen Namen folgen70–71.

Kapitel 3, Vers 70

udvahantyo'nalaṃ mūrdhnā varṇāḥ syurdvādaśāpare | iṣṭirvedī dakṣiṇā ca tuṅgamandārasetavaḥ ||70||

… tragen Anala auf dem Kopf und ergeben zwölf andere Laute: Ishti (Opfer), Vedi (Altar), Dakshina (Opferlohn), Tunga, Mandara und Setu (Brücke) …

Kapitel 3, Vers 71

tathā cūḍāmaṇirbalī bhrūśikhājambhapaṅktayaḥ | ḍākinī syātsamārūḍhaḥ śākinī dakṣakūrparaḥ ||71||

… sowie Chudamani (Kronjuwel), Bali, Bhru (Augenbraue), Shikha (Scheitel), Jambha und Pankti (Reihe). Der rechte Ellbogen, auf Shakini gestellt, ist Dakini.

Anmerkung: Die zwölf Namen aus 70–71 sind als Reihe erhalten.

Kapitel 3, Vers 72

tā imāntā khatadādī cetphetkārī pralayastathā | madhye cūḍāmaṇervāmamaṇibandhastu hārakaḥ ||72||

Wenn … mit Kha am Anfang …, [entstehen] Phetkari und Pralaya. Das linke Handgelenk inmitten von Chudamani ist Haraka.

Anmerkung: Fragment: Die erste Konstruktion ist stark beschädigt; der lesbare zweite Satz bleibt übersetzt.

Kapitel 3, Vers 73

sāno madhye karṇikākṣo'kṣamadhyaḥ sa ca śṛṅkhalā | phetkāryevādharā'dhodṛgvāmakarṇakṣaṇānanaiḥ ||73||

… in der Mitte … [heißt] Karnikaksha; dasselbe inmitten von Aksha ist Shrinkhala. Phetkari, mit Adhara, unterem Blick, linkem Ohr, Kshana und Anana, …

Anmerkung: Fragment: Der Anfang und einzelne Chiffren sind beschädigt; die Namenfolge setzt74 fort.

Kapitel 3, Vers 74

tretākṛtyāsṛṣṭibhogānāhatākhyāḥ kramādbhavet | dakṣakarṇakṣaṇābhyāṃ ca kośaḥ piṇḍaśca jāyate ||74||

… heißt der Reihe nach Treta, Kritya, Srishti, Bhoga und Anahata. Mit rechtem Ohr und Kshana entstehen Kosha und Pinda.

Anmerkung: Die genaue Lesung क्षण ist unsicher; keine andere Chiffre stillschweigend eingesetzt.

Kapitel 3, Vers 75

mahākrodhaṃ dharā tāṃ khaṃ vāmapārśvaśca tānapi | taṃ hādiśca kramādārūḍhā bījavarṇā varānane ||75||

Dhara auf Mahakrodha, Kha auf jenem, „linke Seite“ auf diesen und der Anfang von Ha darauf: [das sind] der Reihe nach Bija-Laute, du Schöngesichtige …

Anmerkung: Die mehrfache Rückverweisung ist unregelmäßig, wird aber nicht zu einer sicheren Formel geglättet.

Kapitel 3, Vers 76

śruṇajyāśaṅkuvetālāḥ kramaśaḥ parikīrtitāḥ | vaihaṅgamākhyaṃ yadbījaṃ pañcadīrghasvarānvitam ||76||

… genannt Shruna, Jya, Shanku und Vetala. Das Bija namens Vaihangama, mit fünf langen Vokalen verbunden, …

Anmerkung: Fragment: Der erste Name ist beschädigt; keine bekannte Waffe oder Gottheit als Ersatz geraten.

Kapitel 3, Vers 77

samārūḍho'nalastasmātpañca bījānyanukramāt | koṭirghaṇṭā piñjalā ca citā dhvaja iti kramāt ||77||

… und darauf Anala: daraus entstehen fünf Bijas, der Reihe nach Koti, Ghanta (Glocke), Pinjala, Chita (Scheiterhaufen) und Dhvaja (Banner).

Waffen als Lautnamen

Waffen und Geräte dienen als Namen der gebildeten Bijas; unlesbare Einzelglieder werden nicht zur angekündigten Zahl ergänzt.

Kapitel 3, Vers 78

gaṇeśahādimau varṇau dahanordhvamavasthitau | pañcadīrghasvaropetau bījāni syurdaśaiva hi ||78||

Die beiden Laute Ganesha und Ha-Anfang, über Dahana stehend und jeweils mit den fünf langen Vokalen versehen, ergeben zehn Bijas …

Kapitel 3, Vers 76 [Quellzählung an Position 79]

kabandhakrakacāriṣṭaśmaśānaśavasaukalāḥ | … śiraḥsu śirasānvitāḥ ||76||

… Kabandha, Krakacha, Arishta, Shmashana, Shava und Saukala …, auf den Köpfen mit Shiras verbunden.

Anmerkung: Fragment: Mehrere angekündigte Namen und die anschließende Aufbauanweisung sind beschädigt; keine Zehnerliste erfunden.

Kapitel 3, Vers 80

tāpinī vahninirmuktā bhuvā yuktā ca sundari | śiraḥpañcasvaropetāḥ … ||80||

Tapini, von Vahni befreit und mit Bhu verbunden, du Schöne; Shiras, mit fünf Vokalen versehen …

Anmerkung: Fragment: Der Schluss und die Verbindung zur folgenden Namenreihe sind nicht zuverlässig lesbar.

Kapitel 3, Vers 81

īhā kṣudhā ca santāno mokṣanirmāṇakārakāḥ | vaktrānandapratāpāśca śauṇḍoddhāraparantapāḥ ||81||

[Die Namen lauten] Iha (Streben), Kshudha (Hunger), Santana (Fortgang), Moksha, Nirmana, Karaka, Vaktra, Ananda, Pratapa, Shaunda, Uddhara und Parantapa …

Anmerkung: Die Trennung der zusammengesetzten Reihe ist teilweise unsicher; Namen sind keine zugesicherten Wirkungen.

Kapitel 3, Vers 82

ājñodārapinākāśca bhavanti kramaśaḥ priye | dakṣakūrparamārūḍho vāmapārśvaḥ sa cetkramāt ||82||

… Ajna, Udara und Pinaka, der Reihe nach, Geliebte. „Linke Seite“ auf dem rechten Ellbogen, wenn dieses der Reihe nach …

Anmerkung: Die Aufbauanweisung setzt83 fort.

Kapitel 3, Vers 83

nidrāṃ ca yoginīṃ pūrṇāṃ tīkṣṇāṃ dhūmaṃ jayantikām | lalitāmaruṇāṃ ceti kramādaṣṭau bhavantyamī ||83||

… Nidra, Yogini, Purna, Tikshna, Dhuma, Jayantika, Lalita und Aruna [besteigt], entstehen diese acht [Formen] der Reihe nach …

Kapitel 3, Vers 84

ḍamaruścaiva nārācaḥ śūlabhallārdhacandrakāḥ | vatsadantaḥ kṣurapraśca gostanaśceti pārvati ||84||

… Damaru (Trommel), Naracha (Eisenpfeil), Shula (Spieß), Bhalla (breiter Pfeil), Ardhachandra (Halbmondklinge), Vatsadanta (Kalbszahn), Kshurapra (Rasierklinge) und Gostana (Kuheuter), Parvati.

Anmerkung: Die wörtlichen Bedeutungen erläutern Waffennamen beziehungsweise Bildnamen der Bijas.

Kapitel 3, Vers 815 [Quellzählung an Position 85]

evamagniḥ kṣetrapālaṃ sa cārūḍhaḥ kramādimān | vibhāṃ strīṃ rājasāvitrīṃ bhairavaṃ svāpameva ca ||815||

Ebenso Agni auf Kshetrapala und dieses der Reihe nach auf Vibha, Stri, Raja, Savitri, Bhairava und Svapa …

Anmerkung: Die Reihe wird86 abgeschlossen; Raja ist aus राजसावित्री getrennt, damit nicht als sichere Namenseinheit behauptet.

Kapitel 3, Vers 86

kumārīmoja ityete tāvantaḥ syurna saṃśayaḥ | saṃdaṃśakaśca nālīko bhuśuṇḍī parigho gadā ||86||

… Kumari und Ojas: daraus entstehen ebenso viele [Bijas], ohne Zweifel. [Sie heißen] Samdamshaka (Zange), Nalika (Rohrwaffe), Bhushundi, Parigha (Eisenkeule), Gada (Keule) …

Kapitel 3, Vers 87

śastraśaktisamāyuktāstomaraprāsapaṭṭiśāḥ | vidhirviyadviyadbhūmiṃ bhūmiścāpi varānane ||87||

… mit Waffenkräften verbunden, Tomara, Prasa und Pattisha. Vidhi, Viyat, Viyat, Bhumi und Bhumi, du Schöngesichtige, …

Anmerkung: Die wiederholten Ausgangschiffren Viyat und Bhumi bleiben erhalten.

Kapitel 3, Vers 88

pratiṣṭhāṃ kamalāṃ caiva kaṃkaraṃ bhramaraṃ tathā | śucīpracaṇḍavairājaṃ sandhyāṃ vidyāṃ ca rohati ||88||

… besteigen Pratishtha, Kamala, Kankara, Bhramara, Shuchi, Prachanda, Vairaja, Sandhya und Vidya.

Anmerkung: Die Verteilung der fünf zuvor genannten Ausgangsglieder auf neun Formen ist nicht vollständig erläutert; keine zusätzliche Anweisung ergänzt.

Kapitel 3, Vers 86 [Quellzählung an Position 89]

bhindipālaśca kuṇḍaśca … musalayaṣṭayaḥ | tulā kuntaśca paraśurmudgaraśceti te nava ||86||

Diese neun heißen Bhindipala, Kunda, …, Musala (Mörserkeule), Yashti (Stab), Tula, Kunta (Lanze), Parashu (Axt) und Mudgara (Hammerkeule).

Anmerkung: Fragment: Ein Waffenname ist beschädigt; die Neunzahl wird nicht durch Erfindung gefüllt.

Kapitel 3, Vers 40 [Quellzählung an Position 90]

tāpinyaudumbarādhārāḥ śirasānaladhāriṇaḥ | kuṭhārakartṛkākhaḍgāstrīṇi bījānyanukramāt ||40||

Tapini, Audumbara und Adhara, auf dem Kopf Anala tragend, [ergeben] der Reihe nach die drei Bijas Kuthara (Axt), Kartrika (Schneidemesser) und Khadga (Schwert).

Anmerkung: Die Quelle liest als Nummer40.

Upabijas und ihre Benennungen

Die Quelle definiert Upabija und ordnet Vokalverbindungen lange Namenreihen aus Körper, Bewusstsein und Handlung zu.

Kapitel 3, Vers 61 [Quellzählung an Position 91]

evaṃ śatatrayaṃ proktaṃ bījānāṃ ṣaṣṭisaṃyutam | atha tvamupabījāni niśāmaya sureśvari ||61||

So sind dreihundertsechzig Bijas erklärt worden. Nun höre die Upabijas, Herrin der Götter.

Anmerkung: Die Quelle liest61; keine neue Haupttextkapitelzählung daraus abgeleitet.

Kapitel 3, Vers 62 [Quellzählung an Position 92]

dvayostrayāṇāṃ na halāṃ saṃyogo yatra jāyate | eka ekasvaropeto bindunā sarvadānvitaḥ ||62||

Wo keine Verbindung von zwei oder drei Konsonanten entsteht, sondern ein einzelner mit einem einzigen Vokal und stets mit Bindu versehen ist, …

Anmerkung: Das sichtbare न ist bewahrt; keine gegenteilige Definition aus einem Lehrschema eingesetzt.

Kapitel 3, Vers 63 [Quellzählung an Position 93]

na kadāpi visargeṇa upabījaṃ taducyate | svarairhrasvaistathā dīrghairakhaṇḍaiḥ śirasānvitāḥ ||63||

… niemals aber mit Visarga, das wird Upabija genannt. Mit kurzen, langen und ungeteilten Vokalen, mit Shiras verbunden, …

Anmerkung: Neue Namenreihen folgen; die technische Bedeutung „ungeteilt“ bleibt quellennah.

Kapitel 3, Vers 64 [Quellzählung an Position 94]

svarāścaivaṃ svarādīni nāmāni syuḥ sureśvari | pāśakṣetrakalāsthāṇusarvoddharṣavāgbhavāḥ ||64||

Die so [gebildeten] Vokale tragen die entsprechenden Namen, Herrin der Götter: Pasha, Kshetra, Kala, Sthanu, Sarva, Uddharsha und Vagbhava …

Anmerkung: Die Trennung von सर्वोद्धर्ष ist etwas unsicher.

Kapitel 3, Vers 95

praṇavāśvatthanādākhyāḥ svarāṇāmabhidhedṛśī | rūperāpsarasadveṣalaulyacakṣuruṣo'ñjanam ||95||

… Pranava, Ashvattha und Nada: So lauten die Vokalbezeichnungen. [Die nächste Reihe lautet] Rupa, Ira, Apsaras, Dvesha, Laulya, Chakshus, Rusha und Anjana …

Anmerkung: Die zweite Namensreihe ist teilweise unsicher getrennt; erkennbar sind Gestalt, Abneigung, Unbeständigkeit, Auge, Zorn und Augenschminke als Decknamen.

Kapitel 3, Vers 66 [Quellzählung an Position 96]

sukhaduḥkhamahāprāṇāyuḥsāgaralayākṣayāḥ | nāgatvagasṛṅmāṃsāsthipuruṣecchendriyāhaṃruṭ ||66||

… Sukha (Glück), Duhkha (Leid), Mahaprana, Ayus (Leben), Sagara, Laya, Akshaya, Naga, Tvach (Haut), Asrij (Blut), Mamsa (Fleisch), Asthi (Knochen), Purusha, Iccha (Wille), Indriya (Sinn), Aham und Rut …

Anmerkung: Die letzten Decknamen sind beschädigt und bleiben ohne gesicherte Auflösung.

Kapitel 3, Vers 67 [Quellzählung an Position 97]

jīvatārakasattvādhānaglānīrṣyāścaramādhvakāḥ | pūrakaśceti saṃjñā syādvaktrāḍhyānāṃ halāṃ priye ||67||

… Jiva, Taraka, Sattva, Adhana, Glani (Ermattung), Irshya (Neid), Charama, Adhvaka und Puraka: So lauten die Bezeichnungen der mit Vaktra versehenen Konsonanten, Geliebte.

Anmerkung: Einzelne Namen sind unsicher getrennt; der grammatische Abschluss ordnet die Reihe den Konsonanten zu.

Kapitel 3, Vers 68 [Quellzählung an Position 98]

reto medo majjanarmā dharmadarśanabhāvanāḥ | racanādānagamanavisargakṣāntijñaptayaḥ ||68||

[Die nächste Reihe lautet] Retas (Samen), Medas (Fett), Majjan (Mark), Narman (Scherz), Dharma, Darshana (Schauen), Bhavana (Vergegenwärtigung), Rachana (Gestaltung), Dana (Geben), Gamana (Gehen), Visarga (Entlassen), Kshanti (Geduld) und Jnapti (Erkenntnis) …

Anmerkung: Die Quelle bietet eine beschädigte Korrektur zu नर्मा; die Lesung bleibt vorläufig.

Kapitel 3, Vers 99

cintāvisargavāgghrāṇasparśastvagrasanāṅghrayaḥ | jñānapāṇibhayopasthalobhamānamadormayaḥ ||99||

… Chinta (Denken), Visarga, Vach (Rede), Ghrana (Geruch), Sparsha (Berührung), Tvach (Haut), Rasana (Zunge), Anghri (Fuß), Jnana (Wissen), Pani (Hand), Bhaya (Furcht), Upastha (Geschlechtsorgan), Lobha (Gier), Mana (Stolz), Mada (Rausch) und Urmi (Welle) …

Anmerkung: Rasana ist durch eine schon in der Quelle sichtbare Korrekturklammer gestützt.

Kapitel 3, Vers 100

nāśagarvakrūramūrcchāvajñā tārtīyakasvaraiḥ | raso mohaśca mātsaryaṃ svapnālasye ca jihvikā ||100||

… Nasha (Vernichtung), Garva (Hochmut), Krura (Grausamkeit), Murchha (Ohnmacht) und Avajna (Missachtung): mit den dritten Vokalen. [Die nächste Reihe lautet] Rasa, Moha (Verblendung), Matsarya (Missgunst), Svapna (Traum), Alasya (Trägheit) und Jihvika (Zunge) …

Anmerkung: Die Vokalangabe schließt die vorhergehende Liste ab; keine neue Anfangschiffre ergänzt.

Kapitel 3, Vers 101

tṛṣṇāśaṅkāghṛṇādainyasamānaśvāsaguptayaḥ | suṣuptyasūyākūrmeti rogaviśvāsapraśrayāḥ ||101||

… Trishna (Durst oder Begehren), Shanka (Zweifel), Ghrina (Abscheu), Dainya (Elend), Samana, Shvasa (Atem), Gupti (Schutz), Sushupti (Tiefschlaf), Asuya (Neid), Kurma, …, Roga (Krankheit), Vishvasa (Vertrauen) und Prashraya (Zuneigung) …

Anmerkung: Fragment: Die Verbindung nach Kurma ist beschädigt.

Kapitel 3, Vers 102

akṛtiścāpi nirvedaḥ kaṣāyārohadhāraṇāḥ | dikkīlatamarṣyādhūruhārthamanaḥkramāt ||102||

… Akriti [Lesung unsicher], Nirveda (Überdruss oder Entsagung), Kashaya, Aroha (Aufstieg), Dharana (Halten), Dik (Richtung), Kila, …, Artha (Zweck) und Manas (Geist), der Reihe nach …

Anmerkung: Fragment: Mehrere mittlere Namen sind unverständlich; sie werden nicht rekonstruiert.

Gefühle und geistige Zustände

Freude, Verblendung, Erkenntnis und weitere Erfahrungen erscheinen als Namen von Lautformen.

Kapitel 3, Vers 103

kumbhakaśceti vāmākṣṇā yutānāmabhidhā halām | viṣādaśca pramādaśca paramaḥ sahajastathā ||103||

… und Kumbhaka: So heißen die mit linkem Auge verbundenen Konsonanten. [Eine weitere Reihe lautet] Vishada (Niedergeschlagenheit), Pramada (Nachlässigkeit), Parama (das Höchste) und Sahaja (das Angeborene) …

Kapitel 3, Vers 104

vyānandadhīrayogāsambhogavātsalyadurmadāḥ | vitarkakapaṭaśrāntipraveśāścāpalaṃ tathā ||104||

… Vyananda, Dhira (Standhaftigkeit), Yoga, Sambhoga (Genuss oder Vereinigung), Vatsalya (zärtliche Fürsorge), Durmada (Übermut), Vitarka (Überlegung), Kapata (Täuschung), Shranti (Ermüdung), Pravesha (Eintritt) und Chapala (Unbeständigkeit) …

Anmerkung: Die erste Verbindung ist unsicher; Vyananda wird nicht stillschweigend zu Ananda geändert.

Kapitel 3, Vers 105

āśānutāpasaṃharṣasargehāsamatānatā | āvegaśca prakāśaśca jaḍatāntardhirautsukam ||105||

… Asha (Hoffnung), Anutapa (Reue), Samharsha (Erregung), Sarga, … Samata (Gleichheit), Anata [unsicher], Avega (Aufwallung), Prakasha (Leuchten), Jadata (Stumpfheit), Antardhi (Verschwinden) und Autsukya (Sehnsucht) …

Anmerkung: Fragment: Die Quelle markiert selbst die mittlere Namensverbindung als fraglich; keine vollständige Liste behauptet.

Kapitel 3, Vers 106

dambhogravyādhibodhākhyāścākārasnehasaṃbhramāḥ | vikalpaśceti nāmāni dakṣaśrutyā juṣāṃ halām ||106||

… Dambha (Heuchelei), Ugra (Heftigkeit), Vyadhi (Krankheit), Bodha (Erkennen), Akara (Gestalt), Sneha (Zuneigung), Sambhrama (Bestürzung) und Vikalpa (Vorstellung): So heißen die mit rechtem Ohr versehenen Konsonanten.

Kapitel 3, Vers 107

gandhādhārāvaiśvadevaḥ pragraho ghoṇakī tathā | prāṇāparādhakālāśca maryādāparitāpakāḥ ||107||

[Weiter heißen sie] Gandha (Geruch), Adhara (Grundlage), Vaishvadeva, Pragraha (Ergreifen), Ghonaki, Prana, Aparadha (Verfehlung), Kala (Zeit), Maryada (Grenze) und Paritapa (Qual) …

Kapitel 3, Vers 108

udānālambhasantoṣāstathā gāmbhīryasiṃhakau | kṛkaro drohavairāgyaparikramasahāyakāḥ ||108||

… Udana, Alambha (Ergreifen), Santosha (Zufriedenheit), Gambhirya (Tiefe), Simhaka, Krikara, Droha (Feindseligkeit), Vairagya (Loslösung), Parikrama (Umschreitung) und Sahayaka (Beistand) …

Kapitel 3, Vers 1046 [Quellzählung an Position 109]

mahattattvaṃ saṃsparśaśca kapālamuṣṭimṛtikṣatam | sedāratijugupsārtivikāraṛtambharāḥ ||1046||

… Mahattattva, Samsparsha (Berührung), Kapala (Schädel), Mushti (Faust), Mriti (Tod), Kshata (Wunde), Seda [unsicher], Arati (Unlust), Jugupsa (Abscheu), Arti (Not), Vikara (Veränderung) und Ritambhara (Wahrheit tragend) …

Anmerkung: Fragment: Einzelne Namen, besonders संस्पर्श und Seda, sind beschädigt und nur vorsichtig gelesen.

Kapitel 3, Vers 110

tathā krodhamahākrodhau vāmaśrutyā halāmapi | vivekadrohamaunāni śukvikhedavyatikramāḥ ||110||

… sowie Krodha und Mahakrodha: [Namen] der Konsonanten mit linkem Ohr. [Die nächste Reihe lautet] Viveka (Unterscheidung), Droha (Feindseligkeit), Mauna (Schweigen), Shuk (Trauer), Vikheda (Bedrückung) und Vyatikrama (Überschreitung) …

Kapitel 3, Vers 111

śraddhātuṣṭyaparādhāśca kapālambhākṣamārjavam | sthairyavairāgyasaṃmānahāsyaromāñcabudbudāḥ ||111||

… Shraddha (Vertrauen), Tushti (Zufriedenheit), Aparadha (Verfehlung), Kapalambha [unsicher], Aksha, Arjava (Geradheit), Sthairya (Beständigkeit), Vairagya (Loslösung), Sammana (Ehrung), Hasya (Lachen), Romancha (Haarsträuben) und Budbuda (Blase) …

Anmerkung: Fragment: Die Verbindung um कपालम्भाक्ष ist nicht zuverlässig zu trennen.

Kapitel 3, Vers 112

jugupsāśrudayānītikakṣākauṭilyaniṣṭhurāḥ | vṛttipragāḍhadiṣṭyaṃṣṭyaṃprabhāvāśokanirbhayāḥ ||112||

… Jugupsa (Abscheu), Ashru (Träne), Daya (Mitgefühl), Niti (Führung), Kaksha, Kautilya (Hinterlist), Nishthura (Härte), Vritti (Bewegung oder Lebensweise), Pragadha (Festigkeit), …, Prabhava (Wirkmacht), Ashoka (Sorglosigkeit) und Nirbhaya (Furchtlosigkeit) …

Anmerkung: Fragment: Zwei mittlere Namen in der zweiten Hälfte sind stark beschädigt.

Kapitel 3, Vers 113

ityoṣṭhapariniṣṭhānāmabhidhānaṃ halāṃ priye | sparśaḥ ṣaḍjarṣabhau bherī gāndhāratvaṅniṣādakāḥ ||113||

So lauten die Namen der mit Oshtha verbundenen Konsonanten, Geliebte. [Weiter folgen] Sparsha, Shadja, Rishabha, Bheri, Gandhara, Tvach und Nishada …

Anmerkung: Die Reihe verbindet Berührung und Haut mit Tonnamen und Trommelklang.

Kapitel 3, Vers 114

madhyamaḥ pañcamaścāpi dhaivataṃ vyāna eva ca | udgīthahāyihavāpi hiṅkāro devadattakaḥ ||114||

… Madhyama, Panchama, Dhaivata, Vyana, Udgitha, Hayi, Hava [unsicher], Himkara und Devadattaka …

Anmerkung: Fragment: Die Quelle kennzeichnet die Verbindung um Hayi/Hava als fraglich; keine vedische Formel ergänzt.

Kapitel 3, Vers 115

stobhahuṅkārabhīmā ca nārāśaṃso'pyahaṅkṛtiḥ | ṛgyajuḥsāmātharvākhyā ṛtuḥ saṃvarako'vyayaḥ ||115||

… Stobha, Humkara, Bhima, Narashamsa, Ahamkriti, Rig, Yajus, Saman, Atharvan, Ritu, Samvaraka und Avyaya …

Anmerkung: Die Namen der Veden sind hier Teil der Lautnomenklatur.

Kapitel 3, Vers 116

vikāraśikṣe kalpāṅghre samādhī recakastathā | adhareṇa juṣāṃ saṃjñā halāṃ devi mayeritā ||116||

… Vikara, Shiksha, Kalpa, Anghri, Samadhi und Rechaka. Damit habe ich die Namen der mit Adhara versehenen Konsonanten genannt, Göttin.

Anmerkung: Die mittlere Namenverbindung ist geringfügig unsicher getrennt.

Opferämter und Ritualgeräte

Vedische Priesterämter, Feuer, Opferhandlungen und Geräte bilden weitere Reihen der Lautnomenklatur.

Kapitel 3, Vers 117

hotā ca maitrāvaruṇastathācchāvāka eva ca | grāvastudadhvaryurapi pratiprasthātrakastathā ||117||

[Weiter heißen sie] Hotri, Maitravaruna, Acchavaka, Gravastut, Adhvaryu und Pratiprasthatri …

Anmerkung: Vedische Priesterämter dienen hier als Lautnamen; einfache OCR-Fehler in den Ämterbezeichnungen normalisiert.

Kapitel 3, Vers 118

neṣṭānvetā tathodgātā prastotā pratihartṛkaḥ | subrahmaṇyastathā brahmā brahmaṇācchaṃsikastathā ||118||

… Neshtri, Anvetri, Udgatri, Prastotri, Pratihartri, Subrahmanya, Brahman und Brahmanacchamsin …

Anmerkung: Anvetri ist die Lesung der Quelle, nicht stillschweigend durch ein erwartetes Priesteramt ersetzt.

Kapitel 3, Vers 119

āgnīdhraścāpi hotā … vedikuṇḍe makho vṛtiḥ | gārhapatyo dakṣiṇāgnistathā cāhavanīyakaḥ ||119||

… Agnidhra, ferner Hotri [unsicher], … Vedi (Altar), Kunda (Opfergrube), Makha (Opfer), Vriti (Umhegung), Garhapatya, Dakshinagni und Ahavaniya …

Anmerkung: Fragment: Die Priesterbezeichnung nach Agnidhra ist im OCR mit Fragezeichen versehen; kein erwartetes Potri stillschweigend eingesetzt. Die drei Feuer sind lesbar.

Kapitel 3, Vers 120

tretā … araṇiḥ sāmidhenī rurūdūkhalam | juhū dhruvā sravā srukca tathāvabhṛthastathā ||120||

… Treta (die Dreiheit), … Arani (Feuerholz), Samidheni, Ruru, Ulukhala (Mörser), Juhu, Dhruva, Srava, Sruc und Avabhritha (Schlussbad) …

Anmerkung: Fragment: Eine Benennung nach Treta und einzelne Geräteformen sind beschädigt; die lesbaren Opferlöffel- und Ritualnamen bleiben erhalten.

Kapitel 3, Vers 121

ūrdhvadantānvitā saṃjñā krameṇa parikīrtitā | śabdo yājaḥ prayājaścānuyājaśca viyājakaḥ ||121||

So sind der Reihe nach die Bezeichnungen mit oberen Zähnen genannt. [Die nächste Reihe lautet] Shabda (Klang), Yaja, Prayaja, Anuyaja und Viyajaka …

Kapitel 3, Vers 122

śrotrasaṃyājano vākśukramanthina eva ca | apānabrahmapākājyasomasaṃsthā yathākramam ||122||

… Shrotra (Gehör), Samyajana, Vach (Rede), Shukra, Manthin, Apana, Brahman, Paka, Ajya und Somasamstha, der Reihe nach …

Anmerkung: Opferbegriffe stehen neben Körper- und Lautbezeichnungen.

Kapitel 3, Vers 123

dhanañjayasthānisaṃsthāraśmidābhyāśvināḥ kramāt | tanmantracamasasphyāśca tathānāryasamūhyakau ||123||

… Dhananjaya, Sthani, Samstha, Rashmi, Dabhya, Ashvina, Tanmantra, Chamasa (Schale), Sphya (Opferholzschwert), Anarya und Samuhyaka …

Anmerkung: Fragment: Mehrere Namen, besonders der ersten Hälfte, sind beschädigt und nur vorsichtig getrennt.

Kapitel 3, Vers 124

dhruvaḥ śivo rajaścaiva pramodārcā svadhā vaṣaṭ | prāsādakṣetrapālau cetyadhodantānvitā halaḥ ||124||

… Dhruva, Shiva, Rajas, Pramoda (Freude), Archa (Verehrung), Svadha, Vashat, Prasada und Kshetrapala: [so heißen] die mit unteren Zähnen verbundenen Konsonanten.

Anmerkung: Svadha und Vashat sind hier als Namen genannt, nicht als an dieser Stelle auszuführende Opferanweisung.

Kapitel 3, Vers 125

karṇapaḥ kaurajaścaiva gaṇeśaḥ kartarī tathā | śataghnī śīrṣakaḥ śalyaṃ śaṅkurniśaṭha eva ca ||125||

[Weiter folgen] Karnapa, Kauraja, Ganesha, Kartari (Schneideklinge), Shataghni, Shirshaka, Shalya (Spieß), Shanku (Pfahl) und Nishatha …

Anmerkung: Seltene Waffen- oder Decknamen bleiben ohne erfundene Geräteidentifikation.

Kapitel 3, Vers 126

hetiḥ kīlo'sthibhedī ca vaitastikakaṭakaṭau | rajjurunmāthasaṃmāthau kṣepaṇī muṣṭiko'ruṇī ||126||

… Heti (Waffe), Kila (Stift), Asthibhedin (Knochenbrecher), Vaitastika, Katakata, Rajju (Seil), Unmatha, Sammatha, Kshepani (Wurfgerät), Mushtika (Faustwaffe) und Aruni …

Kapitel 3, Vers 127

kṣurikādigdhasaṃvargā halī pālī kuṇī phalī | tarjanīdhūmalāvedhīdurīdarvīguḍadrumāḥ ||127||

… Kshurika (Messer), Digdha, Samvarga, Hali, Pali, Kuni, Phali, Tarjani, Dhumala, Vedhi, Duri, Darvi (Löffel), Guda und Druma (Baum) …

Anmerkung: Fragment: Die lange Namensreihe ist stellenweise beschädigt; die Trennung einiger Glieder ist vorläufig.

Kapitel 3, Vers 12 [Quellzählung an Position 128]

samanvitā tu śirasā saṃjñā proktedṛśī halām | iti bījopabījānāṃ nāmāni kathitāni te ||12||

So lauten die Namen der mit Shiras verbundenen Konsonanten. Damit habe ich dir die Namen der Bijas und Upabijas erklärt.

Anmerkung: Die Quelle zeigt eine beschädigte Endnummer12; sie wird nicht als gesicherte128 ausgegeben.

Die Erschließung der Kutas

Der Text erklärt seine Anlautregel und führt danach Deckwörter für Lautgruppen ein.

Kapitel 3, Vers 124 [Quellzählung an Position 129]

atho vadāmi deveśi kūṭānāmuddhṛtiṃ parām | yeṣāṃ smaraṇamātreṇa vājimedhaphalaṃ bhavet ||124||

Nun erkläre ich die höchste Erschließung der Kutas, Herrin der Götter. Schon durch ihre Erinnerung soll die Frucht eines Pferdeopfers entstehen.

Anmerkung: Traditionelle Wertzuschreibung; Beginn der Kuta-Lehre.

Kapitel 3, Vers 130

tripuraghnastu yāṃ saṃjñāṃ cakre saugamyahetave | bravīmi tāmevādau te vetsyasi tvaṃ tato'khilam ||130||

Die Bezeichnungen, die der Zerstörer Tripuras zur leichteren Verständlichkeit geschaffen hat, nenne ich dir zuerst. Daraus wirst du alles verstehen.

Kapitel 3, Vers 131

tattacchabde bhavettattadādivarṇasya saṃgrahaḥ | dvayostrayāṇāṃ varṇānāṃ bhinnabhinnābhidhā bhavet ||131||

Bei jedem solchen Wort wird jeweils sein Anfangslaut genommen. Für zwei oder drei Laute gibt es unterschiedliche Benennungen.

Anmerkung: Die Anlautregel ist ausdrücklich erklärt; sie rechtfertigt keine Ergänzung beschädigter Deckwörter.

Kapitel 3, Vers 132

tattannāmnā taduddhāraḥ kartavyaḥ saṃhitāvidā | svarabinduvisargāṇāṃ tatra tatraiva kīrtanam ||132||

Der Kenner der Samhita soll die jeweiligen Laute anhand ihrer Namen erschließen. Vokale, Bindu und Visarga werden jeweils an der betreffenden Stelle genannt.

Kapitel 3, Vers 133

karaḥ kāyaḥ kharaḥ kharvo gajo garvo ghaṭo ghanaḥ | caraścāraṇaśchalaṃ cha… jalaṃ jātī pharo … ||133||

[Als Deckwörter dienen] Kara, Kaya; Khara, Kharva; Gaja, Garva; Ghata, Ghana; Chara, Charana; Chhala, Chha-…; Jala, Jati; … .

Anmerkung: Fragment: Mehrere Gruppenwörter, besonders am Ende, sind beschädigt. Wegen der Anlautregel werden die Deckwörter unübersetzt bewahrt, statt daraus unsichere Lautpaare herzustellen.

Kapitel 3, Vers 134

ṭaṅkaṣṭīkā ṭhalaṣṭhīlā ḍimo ḍimbo ḍhako ḍhako | tarustarma thalaṃ thālī dalaṃ dānaṃ dharā dharaḥ ||134||

Tanka, Tika; Thala, Thila; Dima, Dimba; Dhaka, Dhaka; Taru, Tarma; Thala, Thali; Dala, Dana; Dhara, Dhara.

Anmerkung: Die Wiederholung von Dhaka und die Form Tarma sind unsicher; die retroflexen und dentalen Anfangslaute werden im IAST genau unterschieden.

Kapitel 3, Vers 135

naro nārī padaḥ parva phalaṃ phāṇṭaṃ … balam | bhavo bhālaṃ mano māthā yatiryāgo ravo raṇaḥ ||135||

Nara, Nari; Pada, Parva; Phala, Phanta; …, Bala; Bhava, Bhala; Manas, Matha; Yati, Yaga; Rava, Rana.

Anmerkung: Fragment: Das erste Deckwort des Ba-Paares ist beschädigt und wird nicht aus dem Alphabet ergänzt.

Kapitel 3, Vers 136

layo līlā śaṭhaḥ śarma ṣaṇḍaḥ ṣaṣṭhaḥ samaḥ sadaḥ | haro hāraḥ kṣamā kṣīraṃ triṃśadetāḥ prakīrtitāḥ ||136||

Laya, Lila; Shatha, Sharma; Shanda, Shashtha; Sama, Sadas; Hara, Hara; Kshama, Kshira: Diese dreißig [Zuordnungen] sind genannt.

Anmerkung: Die beiden Sanskritformen हरो/हारः haben unterschiedliche Vokallänge; die IAST-Fassung bewahrt sie.

Zusammengesetzte Lautformen

Aufbauchiffren und ihre Namen werden einander zugeordnet. Beschädigte Listen bleiben örtlich offen.

Kapitel 3, Vers 137

pañcānāmapi vargāṇāmādyavarṇāstrayaḥ kramāt | pañcamaḥ pañcamasyāpi rasahakṣāśca bhūpari ||137||

Die jeweils ersten drei Laute der fünf Konsonantengruppen, danach der fünfte Laut der fünften Gruppe sowie Ra, Sa, Ha und Ksha, [stehen] über Bhu.

Kapitel 3, Vers 138

rambhā bhāvo vṛṣo hṛtiḥ sudhā śākhā yamo nayaḥ | hayo jarā jano vātaḥ śamaḥ śuṇḍā hradaḥ svanaḥ ||138||

[Sie heißen] Rambha, Bhava, Vrisha, Hriti, Sudha, Shakha, Yama, Naya, Haya, Jara, Jana, Vata, Shama, Shunda, Hrada und Svana …

Anmerkung: Hriti ist etwas unsicher gelesen; Hrada ist „See“, nicht ohne Beleg Hridaya.

Kapitel 3, Vers 136 [Quellzählung an Position 139]

dhruvaḥ śobhā harirvīṇā teṣāṃ nāmānyanukramāt | ta evārṇāḥ śeṣavarṇe viśvagartapuṭadravāḥ ||136||

… Dhruva, Shobha, Hari und Vina: So lauten ihre Namen der Reihe nach. Dieselben Laute auf dem Shesha-Laut [heißen] Vishva, Garta, Puta und Drava …

Kapitel 3, Vers 140

sindhurveṇīkuṭījāyādhvānavīcīhaṭhaśramāḥ | jālaśālāgrahagrāhamarpāṭhaśaṭhabhramāḥ ||140||

… Sindhu, Veni, Kuti, Jaya, Dhvana, Vichi, Hatha, Shrama, Jala, Shala, Graha, Graha, …, Patha, Shatha und Bhrama.

Anmerkung: Fragment: Ein Name vor Patha ist beschädigt. Graha/Grāha unterscheiden sich durch Vokallänge im Sanskrit; keine Dublette gestrichen.

Kapitel 3, Vers 141

muktvā nabhastayormadhye nabhasyeva praveśite | salakāre bhaveyuste'pyūnaviṃśatisaṃkhyakāḥ ||141||

Wenn Nabhas weggelassen und Nabhas wiederum in ihre Mitte eingefügt wird, mit dem Laut La, werden sie neunzehn an der Zahl.

Anmerkung: Die Quelle ergänzt [न] in der Zahl; die Anordnung ist syntaktisch unsicher und wird nicht zu einer berechneten Lautreihe ausgebaut.

Kapitel 3, Vers 142

saudhabhadragiriśreṇīśṛṅgapuṣpaviṣacchadāḥ | devadolāphaṇaprīticitraśaṅkuśaraprapāḥ ||142||

[Die Namen sind] Saudha, Bhadra, Giri, Shreni, Shringa, Pushpa, Visha, Chhada, Deva, Dola, Phana, Priti, Chitra, Shanku, Shara und Prapa …

Anmerkung: Einzelne Deckwörter sind leicht beschädigt; ihre genaue Lautauflösung bleibt offen.

Kapitel 3, Vers 143

hemaratnamaṇīnāṃ te nāmnā syuḥ parameśvari | jalānalānilāḥ śūro viparīto bhaṭastathā ||143||

… sowie Hema, Ratna und Mani: So heißen sie, höchste Herrin. Jala, Anala und Anila bilden Shura; in umgekehrter Reihenfolge bilden sie Bhata.

Kapitel 3, Vers 144

dharātoyānalāmūrvī viparītaḥ sa hi vratam | phasahābabhaphakādanyā rephārūḍhā himaṃ payaḥ ||144||

Dhara, Toya und Anala bilden Urvi; umgekehrt heißt dies Vrata. Die Laute Pha, Sa, Ha …, auf Repha, [ergeben] Hima und Payas …

Anmerkung: Fragment: Die Ausgangslautreihe ist beschädigt; weitere Namen folgen145, ohne ergänzte neungliedrige Silbenreihe.

Kapitel 3, Vers 145

śubhaṃ nandā yaśo rāgaḥ kāntiḥ senā sukhaṃ kramāt | sarakachāhakṣapādhastādvakakṣā navamopari ||145||

… Shubha, Nanda, Yashas, Raga, Kanti, Sena und Sukha, der Reihe nach. Unter Sa, Ra, Ka, Chha, Ha, Ksha, Pa … [stehen] Va, Ka, Ksha … über dem neunten …

Anmerkung: Fragment: Die zweite Lautanweisung ist stark beschädigt; keine ausführbare Reihenfolge behauptet.

Kapitel 3, Vers 146

darbhapūragabhapherutṛṣājātiriti śriye | darbhaḥ prauḍhaḥ svano … naro vāmaśruti svakam ||146||

[Die Namen lauten] Darbha, Pura, Gabha, Pheru, Trisha und Jati, du Herrliche. Darbha, Praudha, Svana, … Nara, linkes Ohr und Svaka …

Anmerkung: Fragment: Namen- und Aufbaufolge sind beschädigt; auch die Zahl der Decknamen ist nicht sicher.

Shiva- und Göttinnen-Kutas

Es folgen Kutas unter Namen Shivas und verschiedener Göttinnen sowie weitere kosmische Zuordnungen.

Kapitel 3, Vers 147

śāmbhavaṃ samavṛṣyau ca kṣamā māyā … | etatpāśupataṃ kūṭaṃ tṛṣā līlā śubhaṃ bharaḥ ||147||

… [ist] Shambhava. Sama, Vrisha, Kshama, Maya und … bilden den Pashupata-Kuta. Trisha, Lila, Shubha und Bhara …

Anmerkung: Fragment: Die abschließenden Chiffren des Pashupata-Kuta sind beschädigt; der nächste Aufbau setzt148 fort.

Kapitel 3, Vers 148

kāyaḥ śubhaṃ naraḥ sāmyaṃ rambhā vāmekṣaṇaṃ śiraḥ | māheśvaraṃ kṣīramano hradā hāraḥ karo yatiḥ ||148||

… Kaya, Shubha, Nara, Samya, Rambha, linkes Auge und Shiras [bilden] Maheshvara. Kshira, Manas, Hrada, Hara, Kara und Yati …

Anmerkung: Die Reihenfolge wird quellennah bewahrt; Kshira ist aus क्षौर vorsichtig gelesen.

Kapitel 3, Vers 1446 [Quellzählung an Position 149]

apārūḍhastatpuruṣo ravo jātirharo layaḥ | kṣamā mano vāmakarṇaṃ vāmadevaḥ śiro'nvitaḥ ||1446||

… auf Ap [bilden] Tatpurusha. Rava, Jati, Hara, Laya, Kshama, Manas und linkes Ohr, mit Shiras verbunden, [bilden] Vamadeva.

Kapitel 3, Vers 150

hāro rambhā śubhaṃ … ḍimaḥ kāyaḥ kharo'dharaḥ | sadyojātaḥ sabinduḥ syātkarasāmya… hariḥ ||150||

Hara, Rambha, Shubha, … Dima, Kaya, Khara und Adhara, mit Bindu, sind Sadyojata. Kara, Samya, … Hari …

Anmerkung: Fragment: Zwei Aufbauwörter sind beschädigt; der zweite Kuta wird151 abgeschlossen.

Kapitel 3, Vers 151

kṣīraṃ māyādhoradanairaghoraḥ śirasānvitaḥ | nandākarasvanahlādarambhāvāmaśrutīndubhiḥ ||151||

… Kshira, Maya und untere Zähne, mit Shiras, [bilden] Aghora. Mit Nanda, Kara, Svana, Hlada, Rambha, linkem Ohr und Indu …

Anmerkung: Indu bedeutet hier eine Bindu-Chiffre; keine neue Silbe ergänzt.

Kapitel 3, Vers 152

īśāno vyomakūṭaṃ tu vīṇāśubhayutaṃ manaḥ | śaro vāmaśravaḥ śīrṣaḥ śubhaṃ līlā kṣamā manaḥ ||152||

… [entsteht] Ishana. Der Vyoma-Kuta [besteht aus] Manas, verbunden mit Vina und Shubha, Shara, linkem Ohr und Shiras. Shubha, Lila, Kshama und Manas …

Anmerkung: Die Grenze zwischen zwei Aufbaufolgen ist aus den benannten Kutas erschlossen, nicht aus einer fremden Formel.

Kapitel 3, Vers 153

hāro'ntyāsya rodasī syāllayaḥ kṣīramanaḥśubham | nirvāmadṛgghārabījaṃ śūrayukśāṅkaraṃ bhavet ||153||

… Hara und letztes Asya [bilden] Rodasi. Laya, Kshira, Manas, Shubha, … das Hara-Bija, mit Shura verbunden, werden Shankara.

Anmerkung: Fragment: Die Verbindung निर्वामदृक् ist nicht sicher zu deuten; keine genaue Augen-/Vokalanweisung erfunden.

Kapitel 3, Vers 154

kṣamāmāyārambhaśubhaharasāmyaṃ ca śūrayuk | bhairavī vāmakarṇenduyuktaṃ tadbhavetpriye ||154||

Kshama, Maya, Rambha, Shubha, Hara und Samya, mit Shura sowie linkem Ohr und Indu verbunden, ergeben Bhairavi, Geliebte.

Anmerkung: Die Schlussfügung ist leicht beschädigt, der Aufbauzusammenhang erkennbar.

Kapitel 3, Vers 155

traipuraṃ tu chade kṣīramanaḥ kāyaḥ śubhaṃ tathā | śūro vāmekṣaṇaṃ binduḥ śubhalīlāsadoharāḥ ||155||

Traipura [besteht aus] Kshira, Manas, Kaya, Shubha, Shura, linkem Auge und Bindu auf Chhada. Shubha, Lila, Sadas und Hara …

Anmerkung: Der zweite Kuta setzt156 fort.

Kapitel 3, Vers 156

karamānakṣamānandā sauṣṭho mṛtyuñjayaḥ … | rambhā kṣamāmadohārāmanaḥśūrāḥ sabindavaḥ ||156||

… Kara, Mana, Kshama und Nanda, mit Oshtha, [bilden] Mrityunjaya … . Rambha, Kshama, Mada, Hara, Manas und Shura, mit Bindu, …

Anmerkung: Fragment: Ein Zusatz nach Mrityunjaya ist beschädigt; keine fehlende Lautanweisung ergänzt.

Kapitel 3, Vers 157

savāmakarṇaḥ śrīkaṇṭhaḥ sadoharanayakṣamāḥ | śubhaṃ māyā triśālāyāṃ rudrakūṭaṃ parāparam ||157||

… mit linkem Ohr [sind] Shrikantha. Sadas, Hara, Naya, Kshama, Shubha und Maya auf Trishala [bilden] den Rudra-Kuta, Parapara.

Anmerkung: Trishala ist so lesbar und wird nicht ungeprüft in Trishikha geändert.

Kapitel 3, Vers 158

haraṇobhākṣamākāyāmanaḥśubhaviriñcayaḥ | layakṣamāśubhaṃ nāyākarasāmyaharā api ||158||

Hara, …, Kshama, Kaya, Manas, Shubha und Virinchi; ferner Laya, Kshama, Shubha, Naya, Kara, Samya und Hara …

Anmerkung: Fragment: Die Anfangsverbindung ist beschädigt; die Folge wird159 abgeschlossen.

Kapitel 3, Vers 156 [Quellzählung an Position 159]

śūro vāmaśravaḥ śīrṣaiścintāmaṇirudīritaḥ | vadhūlīlāgrāhakāyaśūrāsturvyaṃ prakīrtitam ||156||

… Shura, linkes Ohr und Shiras: [dies] heißt Chintamani. Vadhu, Lila, Graha, Kaya und Shura werden Turvya genannt.

Anmerkung: Der zweite Kuta-Name ist beschädigt; keine Gleichsetzung mit Turya ohne gesicherten Wortlaut.

Kapitel 3, Vers 160

darbhalīlākāyaśubhadhanadānandamucyate | līlāśubhakaragrāhadarbhaśūrāḥ sabindavaḥ ||160||

Darbha, Lila, Kaya, Shubha und Dhanada werden Ananda genannt. Lila, Shubha, Kara, Graha, Darbha und Shura, mit Bindu, …

Anmerkung: Die Trennung von धनदानन्द ist nicht völlig sicher; als Dhanada plus Kuta-Name Ananda verstanden.

Weitere göttliche und kosmische Kutas

Die verschlüsselten Reihen werden fortlaufend wiedergegeben, ohne unsichere Buchstabenverbindungen als fertige Mantras auszugeben.

Kapitel 3, Vers 161

sauṣṭhā mārtaṇḍa uditaḥ svanakṣīrakarāḥ sadaḥ | haro gavi syādvārāho nārasiṃhaḥ samaḥ svanaḥ ||161||

… mit Oshtha [heißen] Martanda. Svana, Kshira, Kara, Sadas und Hara auf Go sind Varaha. Narasimha [beginnt mit] Sama und Svana …

Kapitel 3, Vers 162

nandā sadohāraṭaṅkā darbhaḥ kṣīraṃ sarambhakam | māyā śubhaṃ śūra… sabinduṃ liṅgamucyate ||162||

… Nanda, Sadas, Hara und Tanka. Darbha, Kshira, Rambha, Maya, Shubha, Shura …, mit Bindu, werden Linga genannt.

Anmerkung: Fragment: Der Schluss der Linga-Aufbaufolge vor Bindu ist beschädigt.

Kapitel 3, Vers 163

kharaphāṇṭasamājyāyāṃ bhārgavaḥ samudāhṛtaḥ | harikṣamākarāmānaśubhasāmye ca śūrakaḥ ||163||

Khara, Phanta und Sama auf Jya werden Bhargava genannt. Hari, Kshama, Kara, Mana, Shubha, Samya und Shura …

Anmerkung: Die Folge setzt164 fort; समाज्यायाम् ist etwas unsicher getrennt.

Kapitel 3, Vers 164

śīrṣavāmaśrutiyuto vaihāyasamudāhṛtam | kṣīrasvanakarā darbharavayāgaviriñcayaḥ ||164||

… verbunden mit Shiras und linkem Ohr heißen Vaihayasa. Kshira, Svana, Kara, Darbha, Rava, Yaga und Virinchi …

Kapitel 3, Vers 165

vāyavīyaṃ maṭhaḥ svānaḥ śubhaṃ kāyaḥ sadaśchalam | śūro vāmāśrukāgneyaṃ hradakṣāmasadomanaḥ ||165||

… [bilden] Vayaviya. Matha, Svana, Shubha, Kaya, Sadas, Chhala, Shura und linkes Ohr [bilden] Agneya. Hrada, Kshama, Sadas und Manas …

Anmerkung: वामाश्रुक ist beschädigt und vorsichtig als linkes Ohr verstanden; keine ausgebaute Formel erzeugt.

Kapitel 3, Vers 166

karaḥ śubhaṃ yaśaḥ śūro vāruṇaṃ vāmakarṇakaiḥ | darbho vīṇāmāyāśubhaṃ kṣamābīje tu haṃsakaḥ ||166||

… Kara, Shubha, Yashas und Shura, mit linkem Ohr, [bilden] Varuna. Darbha, Vina, Maya und Shubha auf dem Kshama-Bija sind Hamsaka.

Kapitel 3, Vers 167

māyāśubhaṃ tathā vīṇā śaro vāmaśrutīnduyuk | ḍākinī ravajātī ca kṣamāmāyā hrado gavi ||167||

Maya, Shubha, Vina und Shara, mit linkem Ohr und Indu, [sind] Dakini. Rava, Jati, Kshama, Maya und Hrada auf Go …

Anmerkung: Shara wird so gelesen; nicht ungesichert in Shura geändert.

Kapitel 3, Vers 168

tārtīyakaṃ candrakūṭaṃ sadaḥ karaśubhaṃ layaḥ | grāhaḥ kharvo viriñciḥ syāttāraṃ tāraśubhakṣamāḥ ||168||

… [sind] der dritte Chandra-Kuta. Sadas, Kara, Shubha, Laya, Graha und Kharva [ergeben] Virinchi. Tara [beginnt mit] Tara, Shubha und Kshama …

Anmerkung: तार्तीयकं ist eine ungewöhnliche Form für „drittes“; die Zuordnung des Namens Tara ist etwas unsicher.

Kapitel 3, Vers 164 [Quellzählung an Position 169]

svanaśchadaḥ tathā śūraḥ savāmaśrutiśīrṣakam | vṛṣaḥ śālā himaṃ muktā vaiṣṇavaṃ kūṭamucyate ||164||

… Svana, Chhada und Shura, versehen mit linkem Ohr und Shiras. Vrisha, Shala, Hima und Mukta heißen Vaishnava-Kuta.

Kapitel 3, Vers 170

traivikramaṃ saudhasudhārarāgajotyadhareḥ sakaḥ | parākūṭaṃ tu vijñeyaṃ darbharambhe trapopari ||170||

Traivikrama [besteht aus] Saudha, Sudha, … Jati und Adhara … . Darbha und Rambha auf Trapa sind als Para-Kuta zu verstehen.

Anmerkung: Fragment: Die Traivikrama-Folge ist beschädigt; der zweite Aufbau ist hinreichend lesbar.

Kapitel 3, Vers 171

bhogo … vīṇā hāramāyā gavi sthitā | sado vīṇā haramano viriñciḥ sānilaḥ kalā ||171||

Bhoga [besteht aus] … Vina, Hara und Maya auf Go. Sadas, Vina, Hara, Manas und Virinchi, mit Anila, [bilden] Kala.

Anmerkung: Fragment: Die ersten Aufbauwörter nach Bhoga sind beschädigt; keine fehlenden Decknamen ergänzt.

Kapitel 3, Vers 172

vīṇā śubhaṃ sado hāro hayagrīvaḥ savāmadṛk | svāyambhuvamahākūṭaṃ śubhaṃ līlā kṣamā karāḥ ||172||

Vina, Shubha, Sadas und Hara, mit linkem Auge, [bilden] Hayagriva. Der große Svayambhuva-Kuta [besteht aus] Shubha, Lila, Kshama und Kara.

Anmerkung: Die Zuweisung des letzten Satzes folgt der sichtbaren Benennung; keine zusätzliche Verbindung mit 173 erzwungen.

Kapitel 3, Vers 173

mano viriñcerupari yāmyaṃ hi paricakṣyate | rambhā kṣīraṃ śubhaṃ nandā mano yatiśiro'nvitaḥ ||173||

Manas auf Virinchi wird Yamya genannt. Rambha, Kshira, Shubha, Nanda, Manas und Yati, mit Shiras, …

Kapitel 3, Vers 174

savāmakarṇaṃ brāhmaṃ syāccatvāro bhārgavādyagāḥ | vīṇāviriñcisauparṇaṃ sadoharakarabhramāḥ ||174||

… und mit linkem Ohr sind Brahma. Die vier [vorherigen] auf dem Anfang von Bhargava, Vina und Virinchi [bilden] Sauparna. Sadas, Hara, Kara und Bhrama …

Anmerkung: Fragment: Der Rückverweis „vier“ und die Schichtung des Sauparna-Kuta sind nicht zuverlässig zuzuordnen.

Kapitel 3, Vers 175

śubhaṃ māyā śūravāmakarṇendurguhyako bhavet | śubhagrāhau tathā nandā layaḥ kharvo himaṃ śiraḥ ||175||

… Shubha, Maya, Shura, linkes Ohr und Indu [bilden] Guhyaka. Shubha, Graha, Nanda, Laya, Kharva, Hima und Shiras …

Kapitel 3, Vers 176

vāmaśrutyā nairṛtaṃ syātprapañco jāyate tadā | kharvaḥ śuṇḍā kṣīraśubhamāyāhārakarāstathā ||176||

… mit linkem Ohr sind Nairrita. Nun entsteht Prapancha: Kharva, Shunda, Kshira, Shubha, Maya, Hara und Kara …

Kapitel 3, Vers 177

sarve viriñcimārūḍhā yogo bhadratṛṣe maṇau | maṭhalīlāśubhaṃ māyāsadoharakarāstathā ||177||

… alle auf Virinchi. Bhadra und Trisha auf Mani sind Yoga. Matha, Lila, Shubha, Maya, Sadas, Hara und Kara …

Kapitel 3, Vers 178

viriñcivihitāvāsā bhavedaindraṃ mahāphalam | giripūra…kṣīramandāre piṅgalā bhavet ||178||

… mit ihrem Sitz auf Virinchi ergeben das großfrüchtige Aindra. Giri, Pura, … Kshira auf Mandara werden Pingala.

Anmerkung: Fragment: Ein Deckname in der Pingala-Folge ist beschädigt.

Kapitel 3, Vers 176 [Quellzählung an Position 179]

viṣakāntihimajambhe nādākhyamabhidhīyate | hemaphāṇṭaṃ layā… vajro vāmadṛgindunā ||176||

Visha, Kanti und Hima auf Jambha werden Nada genannt. Hema, Phanta, Laya und …, mit linkem Auge und Indu, [bilden] Vajra.

Anmerkung: Fragment: Die Vajra-Reihe ist teilweise beschädigt; हिम wird aus हिय vorsichtig gelesen.

Kapitel 3, Vers 180

harasāmyakarāhāralayau lajjāsu cidbhavet | dolātṛṣājarākāme dharā jīvaḥ śaro dhvaje ||180||

Hara, Samya, Kara, Hara und Laya auf Lajja werden Chit. Dola, Trisha und Jara auf Kama [sind] Dhara; Jiva und Shara auf Dhvaja …

Anmerkung: Der Anschluss der letzten Gruppe setzt181 fort; die genaue Gruppierung bleibt etwas unsicher.

Kapitel 3, Vers 181

śreṇīyamau sṛṣṭimūrdhni mānavaṃ paripaṭhyate | bhāvaḥ śubhaṃ phalapuṭau bale siddhamudīritam ||181||

… Shreni und Yama auf dem Haupt von Srishti werden Manava genannt. Bhava, Shubha, Phala und Puta auf Bala werden Siddha genannt.

Anmerkung: Die Verknüpfung mit 180 ist nicht vollständig eindeutig; keine unabhängige Vollformel behauptet.

Kapitel 3, Vers 182

ṭaṅkakṣīrasadaḥsenā nirvarṇe nābhasaṃ bhavet | nārīśramakuṭīśūrā vāmākṣiśrutibindubhiḥ ||182||

Tanka, Kshira, Sadas und Sena auf Nirvarna werden Nabhasa. Nari, Shrama, Kuti und Shura, mit linkem Auge, Ohr und Bindu, …

Anmerkung: निर्वर्णे ist eine unsichere Chiffre aus निवणि; keine geläufige Ersatzsilbe ergänzt.

Kapitel 3, Vers 183

ādityaṃ vāsavaṃ śuddhaṃ layakṣīrahimaṃ vṛṣe | karamāyāhariśreṇyastu śuddhaḥ pāśamucyate ||183||

… [bilden] Aditya. Laya, Kshira und Hima auf Vrisha [bilden] das reine Vasava. Kara, Maya, Hari und Shreni werden der reine Pasha genannt.

Anmerkung: Der Schlussname ist aus पशाच vorsichtig als Pasha gelesen; eine andere Lesung bleibt möglich.

Kapitel 3, Vers 184

ādyāḥ parārṇāścatvārastārtīyaṃ śirasi sthitāḥ | śaktirbhīrasadaḥ kharvasukhaṃ māyenduvāmaśruk ||184||

Die ersten vier Laute von Para … auf Shiras [bilden] Shakti. Bhira, Sadas, Kharva und Sukha, mit Maya, Indu und linkem Ohr, …

Anmerkung: Fragment: तार्तीयं und die Fortsetzung sind beschädigt; der zweite Aufbau hat hier keinen sicher lesbaren Abschlussnamen.

Kapitel 3, Vers 185

sṛṣṭirmaṭhaḥ khararavau triśaktau tu sthitirbhavet | darbhaḥ kṣīrasvanau śūraḥ saṃhāro vāmakarṇakaiḥ ||185||

Srishti, Matha, Khara und Rava auf Trishakti werden Sthiti. Darbha, Kshira, Svana und Shura, mit linkem Ohr, [bilden] Samhara.

Anmerkung: Srishti wird als erstes Aufbauglied gelesen; eine abweichende Verbindung mit 184 ist wegen der beschädigten Syntax möglich.

Nirvana, Chakras und kosmische Namen

Die Quelle beschreibt weitere Umstellungen und benennt die so entstehenden Kutas.

Kapitel 3, Vers 186

ādyārṇayorvaiparītye procyate'nākhyayā sa hi | samūne sarve tasyāṃ bhāsā bhavati bhāmini ||186||

Werden die ersten beiden Laute vertauscht, heißt dieses Anakhya. Wenn bei ihr das Ganze um Sama vermindert ist, entsteht Bhasa, du Strahlende.

Anmerkung: Die zweite Form ist etwas unsicher; keine vollständig entschlüsselte Lautfolge berechnet.

Kapitel 3, Vers 187

anākhyābhāsayorekye nirvāṇamabhidhīyate | vaiparītye tayoreva mahānirvāṇamityapi ||187||

Die Vereinigung von Anakhya und Bhasa wird Nirvana genannt; bei umgekehrter Reihenfolge derselben beiden heißt sie Mahanirvana.

Anmerkung: Diese Namen bezeichnen hier Kuta-Aufbauten, keine neu behaupteten Stufen einer Praxis.

Kapitel 3, Vers 188

avāmakarṇāḥ saptaite savāmākṣā varānane | bhavanti kūṭāḥ saptānye pauruṣānantapuṣkarāḥ ||188||

Diese sieben, ohne linkes Ohr, dafür mit linkem Auge, ergeben sieben weitere Kutas, du Schöngesichtige: Paurusha, Ananta, Pushkara …

Kapitel 3, Vers 186 [Quellzählung an Position 189]

hairaṇyagarbhaḥ sattvaṃ ca rajastama iti kramāt | punaranye bhaveyuste saptānye dvisvarānvitāḥ ||186||

… Hairanyagarbha, Sattva, Rajas und Tamas, der Reihe nach. Mit zwei Vokalen versehen, werden daraus wiederum sieben andere [Kutas] …

Anmerkung: Die beiden Vokale werden an dieser Stelle nicht einzeln ausgeschrieben.

Kapitel 3, Vers 160 [Quellzählung an Position 190]

mūlādhāraḥ kuṇḍalinī svādhiṣṭhānaṃ tathaiva ca | maṇipūrakānāhate ca viśuddhājñe kramādimāḥ ||160||

… Muladhara, Kundalini, Svadhishthana, Manipura, Anahata, Vishuddha und Ajna, in dieser Reihenfolge.

Anmerkung: Die sieben Namen schließen Kundalini zusätzlich zu den Chakranamen ein; nicht zu einer Standard-Chakraliste geändert.

Kapitel 3, Vers 161 [Quellzählung an Position 191]

karaṇṭaṅkastasyāgaḥ śarma vāmadṛgindubhiḥ | svanaśūraśiraḥsaṃsthāḥ prāṇabhairavanaigamāḥ ||161||

Kara, Tanka, Tasyaga [unsicher] und Sharma, mit linkem Auge und Indu, auf Svana, Shura und Shiras: Prana, Bhairava und Naigama …

Anmerkung: Fragment: Ausgangswörter und Verteilung der Aufbauglieder sind beschädigt; weitere Namen folgen192.

Kapitel 3, Vers 162 [Quellzählung an Position 192]

suṣumneḍe kramātpañca kūṭāni syuḥ sureśvari | tayorūrdhvaṃ makāraścettāṇḍavaṃ samudīrayet ||162||

… Sushumna und Ida: der Reihe nach fünf Kutas, Herrin der Götter. Steht über diesen beiden der Laut Ma, nennt man [dies] Tandava.

Anmerkung: Der Rückverweis „beide“ ist nicht völlig eindeutig; keine fertige Formel ergänzt.

Kapitel 3, Vers 163 [Quellzählung an Position 193]

sthāyinau varahārau cetsvanaśūropari priye | vāmakarṇendusaṃyuktau … yathākramam ||163||

Wenn Vara und Hara auf Svana und Shura stehen, Geliebte, mit linkem Ohr und Indu verbunden, [entstehen] …, der Reihe nach.

Anmerkung: Fragment: Die beiden Ergebnisnamen sind beschädigt; ihre Formen werden nicht geraten.

Kapitel 3, Vers 164 [Quellzählung an Position 194]

imāveva savāmākṣau vīrakāpilanāmakau | vāśiṣṭho vāmadṛgbindubhadramāyāravahradaiḥ ||164||

Dieselben beiden mit linkem Auge heißen Vira und Kapila. Vasishtha [entsteht] mit linkem Auge und Bindu sowie Bhadra, Maya, Rava und Hrada.

Anmerkung: Die Abfolge der Chiffren wird nicht in eine scheinbar gesicherte Vollsilbe umgeschrieben.

Kapitel 3, Vers 165 [Quellzählung an Position 195]

kharvo maṇistathā nandā layo vāmadṛgindubhiḥ | svapna… gartamanohradavāmākṣimastakaiḥ ||165||

Kharva, Mani, Nanda und Laya, mit linkem Auge und Indu, [bilden] Svapna … . Garta, Manas und Hrada, mit linkem Auge und Mastaka, …

Anmerkung: Fragment: Der Übergang nach Svapna ist beschädigt; die zweite Konstruktion wird196 abgeschlossen.

Kapitel 3, Vers 166 [Quellzählung an Position 196]

vaikārikaṃ kharvamāyāhārapāṭhavṛddhibhiḥ | ugraṃ śubhaśramau śūre savāmaśruti vāruṇam ||166||

… [ist] Vaikarika. Kharva, Maya, Hara, Patha und Vriddhi [bilden] Ugra. Shubha und Shrama auf Shura, mit linkem Ohr, [bilden] Varuna.

Anmerkung: Die Deckwörter der Ugra-Reihe sind leicht beschädigt und vorsichtig gelesen.

Kapitel 3, Vers 167 [Quellzählung an Position 197]

darbhaḥ karaḥ śubhaṃ līlā bṛhallajjopari sthitā | sado rambhā śubhakarāstatraiva ca rathantaram ||167||

Darbha, Kara, Shubha und Lila auf Lajja [sind] Brihat. Sadas, Rambha, Shubha und Kara auf derselben [Chiffre] sind Rathantara.

Kapitel 3, Vers 168 [Quellzählung an Position 198]

tasminneva sadorambhe jyeṣṭhamityabhidhīyate | dūtīrāgaphaṇāstatra procyate mahadākhyayā ||168||

Sadas und Rambha auf derselben [Chiffre] heißen Jyeshtha. Duti, Raga und Phana darauf werden Mahat genannt.

Vedische Opfer als Kuta-Namen

Opfer und Priesterbegriffe dienen als Namen von Lautgruppen. Die Anweisungen bleiben von einem tatsächlichen Opfervollzug unterschieden.

Kapitel 3, Vers 1866 [Quellzählung an Position 199]

puṣpagarbhasukhaṃ bhogo guhyakūṭamudīryate | bhāvaśramabhaṭā bhalle vṛṣaviśvau viśuddhiṣu ||1866||

Pushpa, Garbha, Sukha und Bhoga werden Guhya-Kuta genannt. Bhava, Shrama und Bhata auf Bhalla; Vrisha und Vishva auf Vishuddhi …

Anmerkung: Die vier vedischen Kutas folgen199–200 über zwei Verse verteilt; die erste Verbindung ist etwas unsicher.

Kapitel 3, Vers 200

nayanande ca nārāce sindhusaudhau ca saṃpuṭe | ṛgyajuḥsāmātharvāṇa ityete parikīrtitāḥ ||200||

… Naya und Nanda auf Naracha sowie Sindhu und Saudha auf Samputa: Diese heißen Rig, Yajus, Saman und Atharvan.

Kapitel 3, Vers 201

jālo maurvī yaśonemau prājāpatyamudīryate | tathāṅgirasaṃ vāmakarṇabinduśaravrate ||201||

Jala, Maurvi und Yashas auf Nemi werden Prajapatya genannt. Ebenso [entsteht] Angirasa mit linkem Ohr, Bindu, Shara und Vrata.

Anmerkung: Die genaue Schichtung der zweiten Anweisung ist nicht vollständig sicher.

Kapitel 3, Vers 202

dhaumāvatyaṃ himaṃ vīcī prapāhārau phaṇaṃ gavi | jyotirmayaṃ devahratī kāntirjātau śirodharaḥ ||202||

Dhaumavatya [besteht aus] Hima, Vichi, Prapa, Hara und Phana auf Go. Jyotirmaya [besteht aus] Deva, Hriti und Kanti auf Jati, mit Shiras.

Anmerkung: Hriti und die letzte Aufbauanweisung sind vorsichtig aus beschädigter OCR gelesen.

Kapitel 3, Vers 203

ratnaśreṇīpuṣpaveṇīmālā mūrdhni prabhā matā | jarā chandaḥ phaṇaprītiragniṣṭomo'pyanāhate ||203||

Ratna, Shreni, Pushpa, Veni und Mala auf Murdhan gelten als Prabha. Jara, Chandas, Phana und Priti auf Anahata sind Agnishtoma.

Kapitel 3, Vers 204

jyotiṣṭomastu nirdiṣṭaḥ śaṅkau puṭaviṣadravāḥ | mukhyāgniṣṭoma uddiṣṭaḥ phetkāryāṃ citraśarmaṇī ||204||

Puta, Visha und Drava auf Shanku werden als Jyotishtoma bezeichnet. Chitra und Sharma auf Phetkari heißen Mukhya-Agnishtoma.

Anmerkung: मुख्याग्निष्टोम ist aus मरव्यग्निष्टोम unsicher gelesen; keine Standardbezeichnung eines Opferritus stillschweigend eingesetzt.

Kapitel 3, Vers 205

vātadhvānaṃ vrataṃ piṇḍe vājapeyaṃ prakīrtitam | śuṇḍā kṣīraṃ śubhaṃ darbhaḥ śūro vāmaśrutīnduyuk ||205||

Vata, Dhvana und Vrata auf Pinda heißen Vajapeya. Shunda, Kshira, Shubha, Darbha und Shura, mit linkem Ohr und Indu, …

Kapitel 3, Vers 206

puṇḍarīko grāharāgadarbhāḥ śūle ca ṣoḍaśī | vṛṣo maṭho himaṃ thālī vedyāṃ sautrāmaṇī bhavet ||206||

… [sind] Pundarika. Graha, Raga und Darbha auf Shula sind Shodashi. Vrisha, Matha, Hima und Thali auf Vedi werden Sautramani.

Kapitel 3, Vers 207

śubhaśobhādarbhakarāḥ puruṣamedhastrapopari | citrajātiyaśohārā rājasūyo jaṭopari ||207||

Shubha, Shobha, Darbha und Kara auf Trapa sind Purushamedha. Chitra, Jati, Yashas und Hara auf Jata sind Rajasuya.

Anmerkung: Die Opferbezeichnungen sind hier Namen von Kutas; dieser Vers ordnet kein Menschenopfer an.

Kapitel 3, Vers 208

śramaḥ karaśubhaṃ darbho yaśaśca sviṣṭakṛtkṣate | darbhajātiśubhaṃ kṣīraṃ syāccedamṛtakumbhayoḥ ||208||

Shrama, Kara, Shubha, Darbha und Yashas auf Kshata sind Svishtakrit. Wenn Darbha, Jati, Shubha und Kshira auf Amrita beziehungsweise Kumbha stehen, …

Kapitel 3, Vers 2046 [Quellzählung an Position 209]

bhavetāṃ te krameṇaiva gosavaśca mahāvratam | kāme vasu suvarṇaṃ syānmanaḥ śubhaharā yadi ||2046||

… entstehen der Reihe nach Gosava und Mahavrata. Wenn Manas, Shubha und Hara auf Kama stehen, [entsteht] Vasu-Suvarna.

Anmerkung: Der Name वसु सुवर्ण ist unsicher getrennt; kein bestimmtes Opfer aus Vermutungen ergänzt.

Kapitel 3, Vers 210

viśvajitkṣetrapāle syādbhramavīṇāhimadravaḥ | brahmayajñaḥ sa uddiṣṭaḥ kālyāṃ karaśubhagrahāḥ ||210||

Bhrama, Vina, Hima und Drava auf Kshetrapala sind Vishvajit. Kara, Shubha und Graha auf Kali werden Brahmayajna genannt.

Kapitel 3, Vers 211

manaḥ śubhaśramadarbhalayāścetsyuḥ krameṇa hi | pratiṣṭhāśrīkaṃkareṣu śucyāṃ vairājake tathā ||211||

Wenn Manas, Shubha, Shrama, Darbha und Laya der Reihe nach auf Pratishtha, Shri, Kankara, Shuchi und Vairaja stehen, …

Kapitel 3, Vers 212

aśvo rathastathā viṣṇuḥ sūryo gaja iti kramāt | kāntopari sanāmānaḥ kūṭāḥ syuste sureśvari ||212||

… [heißen sie] Ashva, Ratha, Vishnu, Surya und Gaja, der Reihe nach. Auf Kanti entstehen gleichnamige Kutas, Herrin der Götter.

Anmerkung: Der Bezug der zusätzlichen Kanti-Anweisung ist nicht ganz sicher.

Kapitel 3, Vers 213

darbho himaṃ sado rambhā śubhaṃ bindūrdhvadantakaḥ | balabhinnāgayajñastu kṣurapre dhruvaśaṅkakaḥ ||213||

Darbha, Hima, Sadas, Rambha, Shubha, Bindu und obere Zähne [bilden] Balabhid. Dhruva und Shanku auf Kshurapra sind Nagayajna.

Anmerkung: Die Trennung बलभिन् नागयज्ञ ist erschlossen und leicht unsicher.

Kapitel 3, Vers 214

hemakāyau hariśubhaṃ sāvitrīyoginīṣu hi | ravone sasame'pyardhasāvitrī tatra jāyate ||214||

Hema, Kaya, Hari und Shubha auf Savitri und Yogini … . Wenn Rava entfällt und Sama hinzutritt, entsteht dort Ardha-Savitri.

Anmerkung: Fragment: Der erste Ergebnisname beziehungsweise die Beziehung der beiden Träger ist nicht zuverlässig angegeben.

Kapitel 3, Vers 215

vṛṣajātiśubhaśreṇyaḥ sarvatobhadra… | nālīkabhuśuṇḍigadāprāse svanakarau śubham ||215||

Vrisha, Jati, Shubha und Shreni [bilden] Sarvatobhadra auf … . Svana, Kara und Shubha auf Nalika, Bhushundi, Gada und Prasa …

Anmerkung: Fragment: Ein Trägername ist beschädigt; die zweite Reihe setzt216 fort.

Kapitel 3, Vers 216

ādityago… … | nāge'gniciddhemaharī dvādaśāho maṇisvanau ||216||

… [heißen] Aditya, Go und … . Hema und Hari auf Naga sind Agnichit; Mani und Svana [bilden] Dvadashaha.

Anmerkung: Fragment: Die Ergebnisnamen der ersten Hälfte sind stark beschädigt; die lesbare zweite Hälfte wird fortgeführt.

Kapitel 3, Vers 217

upāṃśuratnarambhābhyāṃ dīkṣā somaḥ prapāvṛṣaiḥ | aśvapratigraho bahiratho'bhyudayasaṃjñakaḥ ||217||

Upamshu [entsteht] aus Ratna und Rambha; Diksha, Soma mit Prapa und Vrisha; ferner Ashvapratigraha, Bahis und der Abhyudaya Genannte …

Anmerkung: Fragment: Die Verteilung von Aufbau- und Ergebnisnamen ist beschädigt; keine sichere Folge von Riten oder Lauten konstruiert.

Kapitel 3, Vers 218

sarvasvadakṣiṇāścāpi kāmo nāgasthale yadi | hemarambhādarbhahimaiḥ sarvadīrghendusaṃyutaiḥ ||218||

… und Sarvasva-Dakshina, wenn Kama an der Stelle Nagas [steht]. Mit Hema, Rambha, Darbha und Hima, verbunden mit allen langen Vokalen und Indu, …

Anmerkung: Die erste Konstruktion ist in ihrem Rückbezug unsicher.

Kapitel 3, Vers 2186 [Quellzählung an Position 219]

gomedhanaramedhaiḍāḥ svāhākārastanūnapāt | godoheṣusamitsenā nava kūṭā yathākramam ||2186||

… [entstehen] der Reihe nach neun Kutas: Gomedha, Naramedha, Aida, Svahakara, Tanunapat, Godoha, Ishu, Samit und Sena.

Anmerkung: Opfernamen dienen hier als Bezeichnungen der Lautgruppen; keine zusätzliche Opferhandlung übersetzt, wo keine steht.

Kapitel 3, Vers 220

maṇirjātiśubhaṃ vīṇā dīrghaiścenduvarjitaiḥ | vajrakaśca darśaśca paurṇamāsastathaiva ca ||220||

Mani, Jati, Shubha und Vina, mit langen Vokalen und ohne Indu, [ergeben] Vajraka, Darsha und Paurnamasa …

Anmerkung: Die Quelle bietet [च] als redaktionelle Ergänzung; die Liste setzt221 fort.

Kapitel 3, Vers 221

nayāvartaḥ saubharaśca priye saubhāgyakṛttathā | kāverīcayane syātāṃ jātidevau kṣudhehayoḥ ||221||

… Nayavarta, Saubhara und Saubhagyakrit, Geliebte. Jati und Deva auf Kshudha beziehungsweise Iha sind Kaveri und Chayana.

Kapitel 3, Vers 222

śramamāyāśubhaṃ kuṇḍe vainateya udāhṛtaḥ | māyāśubhe śiraḥsaṃsthe yaśaḥśaktī padasthite ||222||

Shrama, Maya und Shubha auf Kunda werden Vainateya genannt. Maya und Shubha am Kopf, Yashas und Shakti am Fuß, …

Kapitel 3, Vers 222 [Quellzählung an Position 223]

madhye vīṇā brahmasavaḥ śuṇḍā trailokyamohanaḥ | ādyantayo ratnajāyā madhye nandā hi saṃmukham ||222||

… in der Mitte Vina: [dies ist] Brahmasava; [mit] Shunda [ist es] Trailokyamohana. Ratna und Jaya am Anfang und Ende, Nanda in der Mitte und Sammukha …

Anmerkung: Fragment: Die letzte Verbindung ist unsicher; zweite Quellnummer 222 wird bewahrt.

Kapitel 3, Vers 224

vaktravāmekṣaṇaśrotrabindubhiḥ samalaṅkṛtā | śaṅkhacūḍāgajacchāyaḥ kandarpabalaśātanaḥ ||224||

… versehen mit Vaktra, linkem Auge, Ohr und Bindu: [so heißen die Formen] Shankhachuda, Gajacchaya und Kandarpabalashatana.

Anmerkung: Die Anzahl und Zuordnung der Vokalchiffren zu den drei Namen ist nicht völlig sicher.

Kapitel 3, Vers 225

rambhājātiphalaṃ hāro bhairavyupari bhairavaḥ | kāyo hariśiraḥsaṃsthastau śubhopari saṃsthitau ||225||

Rambha, Jati, Phala und Hara auf Bhairavi sind Bhairava. Kaya auf Haris Kopf, diese beiden auf Shubha, …

Kapitel 3, Vers 226

tau khecarīsamārūḍhau kāmado viṣṇuvikramaḥ | vīṇāsvanoparigate kramaśo maṇihemanī ||226||

… diese beiden auf Khechari: [die Formen heißen] Kamada und Vishnuvikrama. Mani und Hema, der Reihe nach auf Vina und Svana, …

Anmerkung: Die Doppelzuweisung der ersten Hälfte ist leicht beschädigt; keine fehlende Zwischenform ergänzt.

Kapitel 3, Vers 227

aṣṭākapālo'vabhṛthaḥ kramaśo meghavidyutoḥ | darbhasvanakṣīraśubhaṃ parantapapinākayoḥ ||227||

… [sind] Ashtakapala und Avabhritha, der Reihe nach auf Megha und Vidyut. Darbha, Svana, Kshira und Shubha auf Parantapa beziehungsweise Pinaka …

Anmerkung: Die Trägerfolge Megha/Vidyut lässt sich nicht sicher mit 226 zusammenführen; beide Angaben bleiben erhalten.

Kapitel 3, Vers 228

sarpasatraṃ dīrghasatraṃ krameṇaiva sureśvari | darbho himaṃ kāyaharau śubhaṃ ratnahalaḥ striyām ||228||

… [sind] Sarpasattra und Dirghasattra, in dieser Reihenfolge, Herrin der Götter. Darbha, Hima, Kaya, Hara, Shubha, Ratna und Hala auf Stri …

Anmerkung: Die letzte Aufbaufolge hat vor dem Abschluss in229 keinen sicher lesbaren Ergebnisnamen; nichts ergänzt.

Kapitel 3, Vers 226 [Quellzählung an Position 229]

ityaśītiḥ śataṃ kūṭā mayā devi tavoditāḥ | atha tvamupakūṭānāmuddhāraṃ śṛṇu yatnataḥ ||226||

Damit habe ich dir hundertachtzig Kutas erklärt, Göttin. Nun höre aufmerksam die Erschließung der Upakutas.

Anmerkung: Die Quellzählung und Umfangsbehauptung bleiben erhalten; beschädigte Einzelglieder sind nicht zur Zahlenerfüllung ergänzt.

Upakutas und göttliche Waffen

Die Upakutas erhalten Namen göttlicher Waffen; ihre Chiffren werden im lesbaren Umfang wiedergegeben.

Kapitel 3, Vers 230

kūṭānāmeva yā saṃjñā saiva saṃjñātra gṛhyate | naiṣāṃ kaścinniścayo'sti svarāṇāṃ vā halāmapi ||230||

Hier werden dieselben Bezeichnungen wie bei den Kutas verwendet. Für ihre Vokale oder Konsonanten besteht keine feste [allgemeine] Bestimmung.

Anmerkung: Der Text kündigt eigene Aufbauanweisungen statt eines einheitlichen Schemas an.

Kapitel 3, Vers 231

purāriṇā samuddiṣṭā upakūṭāstadākhyayā | divyāstrāṇāmākhyayaiva teṣāmākhyā bhavetpriye ||231||

Die von Purari gelehrten Upakutas tragen diese Bezeichnung. Ihre Namen entsprechen den Namen göttlicher Waffen, Geliebte.

Kapitel 3, Vers 232

praṇavo niḥsvarā lakṣmī roṣṭhaḥ kāmārṇakaṃ tathā | nārāyaṇāstramityuktaṃ brāhmaṃ vīṇāsyaśuṇḍakaḥ ||232||

Pranava, Lakshmi ohne Vokal, Ra mit Oshtha und der Kama-Laut werden Narayana-Astra genannt. Vina, Asya und Shunda [bilden] Brahma …

Anmerkung: Die Form रोष्ठः ist leicht beschädigt und vorsichtig getrennt; der Satzanschluss zu233 bleibt nicht völlig sicher.

Kapitel 3, Vers 233

darbhabhramauṣṭhendubhirhi śāṅkarī śāṅkaraṃ ca tat | śubhajātilayairvāmadṛgindurvaiṣṇavaṃ bhavet ||233||

Mit Darbha, Bhrama, Oshtha und Indu [entsteht] Shankari, und dies ist Shankara. Shubha, Jati und Laya mit linkem Auge und Indu werden Vaishnava.

Anmerkung: Die beiden Formen Shankari/Shankara stehen beide in der Quelle; keine davon als bloßer Fehler gestrichen.

Kapitel 3, Vers 234

prājāpatyāstramudiṣṭaṃ harihimakaratrapāḥ | ḍimbo ravo balaṃ līlā karaḥ sāmyaṃ haro yatiḥ ||234||

Hari, Hima, Kara und Trapa werden als Prajapatya-Astra bezeichnet. Dimba, Rava, Bala, Lila, Kara, Samya, Hara und Yati …

Kapitel 3, Vers 235

svananāgaśiraḥsaṃsthāḥ kauberāgneyakalpanāḥ | aindravāruṇavāyavyayāmyakālāḥ kramādime ||235||

… auf dem Kopf von Svana und Naga [ergeben] der Reihe nach Kaubera, Agneya, Kalpana, Aindra, Varuna, Vayavya, Yamya und Kala.

Anmerkung: Die Schichtung auf Svana/Naga ist nicht vollständig eindeutig; die acht Namen bleiben bewahrt.

Kapitel 3, Vers 236

hemaratnamaṇīnāṃ cedadho himaśubhaṃ yaśaḥ | vāmakarṇendusaṃyuktaṃ bhautaṃ pārjanyavidyutaḥ ||236||

Wenn unter Hema, Ratna und Mani Hima, Shubha beziehungsweise Yashas stehen, mit linkem Ohr und Indu, [entstehen] Bhauta, Parjanya und Vidyut.

Kapitel 3, Vers 237

śubhakṣīrasvanādhastātkṣatopari yadā sthitāḥ | himaṃ payaḥ śubhaṃ nandā yaśo rāgaḥ sukhaṃ tathā ||237||

Wenn unter Shubha, Kshira und Svana, über Kshata, Hima, Payas, Shubha, Nanda, Yashas, Raga und Sukha stehen, …

Anmerkung: Die genaue Verteilung dreier Oberzeichen über sieben Glieder ist nicht vollständig erläutert.

Kapitel 3, Vers 238

nāgapārvatapāṣāṇasauparṇatvāṣṭratāmasāḥ | taimiraśca krameṇaivopakūṭāḥ sapta pārvati ||238||

… [entstehen] die sieben Upakutas Naga, Parvata, Pashana, Sauparna, Tvashtra, Tamasa und Taimira, in dieser Reihenfolge, Parvati.

Kapitel 3, Vers 2386 [Quellzählung an Position 239]

upariṣṭānmaṭhaṃ dattvā svanaṃ kṛtvā tathā hyadhaḥ | te'rṇā madhye … vāmakarṇendusaṃyutāḥ ||2386||

Wenn Matha oben und Svana unten gesetzt werden und jene Laute dazwischen stehen, … mit linkem Ohr und Indu verbunden, …

Anmerkung: Fragment: Ein weiteres Aufbauglied vor der Vokalangabe ist beschädigt.

Kapitel 3, Vers 240

mātaṅgajambhakaiṣīkacakraudumbaradānavāḥ | gāndharvaśceti paiśāco jṛmbhaṇaśceti te nava ||240||

… [heißen sie] Matanga, Jambhaka, Aishika, Chakra, Audumbara, Danava, Gandharva, Paishacha und Jrimbhana: diese neun.

Kapitel 3, Vers 241

ravaḥ sadaḥ kharvasukhaṃ mṛtau prasvāpanaṃ bhavet | svanarambhāhradavṛṣahariśuṇḍordhvagāḥ kṣamāḥ ||241||

Rava, Sadas, Kharva und Sukha auf Mriti werden Prasvapana. Kshama über Svana, Rambha, Hrada, Vrisha, Hari und Shunda …

Anmerkung: Die letzte Ausgangsreihe ist beschädigt und nur vorsichtig gelesen; die Sechserzahl folgt242.

Kapitel 3, Vers 242

vāmanetrendunā ṣaṭsyurvāmaśrutyā pare ca ṣaṭ | haimanaṃ rākṣasaṃ śauraṃ guhyabhāruṇḍaśābarāḥ ||242||

… ergibt mit linkem Auge und Indu sechs Formen, mit linkem Ohr sechs weitere: Haimana, Rakshasa, Shaura, Guhya, Bharunda und Shabara …

Kapitel 3, Vers 243

kālakūṭaṃ brahmaśiro vetālaḥ śāramastathā | rājasaśca tathā cārakṣo dvādaśa syurime kramāt ||243||

… Kalakuta, Brahmashiras, Vetala, Sharama, Rajasa und Araksha: diese zwölf der Reihe nach.

Anmerkung: Sharama und Araksha sind etwas unsicher gelesen; keine geläufigere Waffenbezeichnung als Ersatz eingesetzt.

Kapitel 3, Vers 244

kharvamāyātrapā skāndaḥ prathamaḥ kṣīralajjayoḥ | vaināyakaḥ … gaṇo ravahime tapaḥ ||244||

Kharva, Maya und Trapa [bilden] Skanda. Der erste [Laut] von Kshira und Lajja [bildet] Vainayaka …; Gana [mit] Rava und Hima, Tapas …

Anmerkung: Fragment: Die zweite Hälfte ist in der Quelle ausdrücklich beschädigt; keine sichere zusätzliche Upakuta-Folge ergänzt.

Kapitel 3, Vers 245

sadaḥ kharaḥ śubhaṃ mūrdhni bhavejjātiradho yadi | kālīnadīkumbhalajjākūrcastrīśrīmanobhuvaḥ ||245||

Wenn Sadas, Khara und Shubha am Kopf stehen, Jati aber darunter, [und dazwischen] Kali, Nadi, Kumbha, Lajja, Kurcha, Stri, Shri und Manobhava …

Anmerkung: Die Mittelstellung wird247 erläutert; die Liste reicht246 weiter.

Kapitel 3, Vers 246

bhūtakālāṅkuśapretacaṇḍaprāsādavidyutaḥ | cāmuṇḍāravibrahmavajrakāpālamānasāḥ ||246||

… Bhuta, Kala, Ankusha, Preta, Chanda, Prasada, Vidyut, Chamunda, Ravi, Brahman, Vajra, Kapala und Manasa …

Kapitel 3, Vers 247

madhye cedeta evārṇāḥ śeṣe svasvasvarānvitāḥ | utpātajvarakūṣmāṇḍamū… śrāmakāstathā ||247||

… wenn eben diese Laute in der Mitte stehen, am Ende mit ihren jeweiligen eigenen Vokalen versehen, [entstehen] Utpata, Jvara, Kushmanda, Mu-… und Shramaka …

Anmerkung: Fragment: Ein Name ist abgebrochen; keine vollständige Einundzwanzigerliste erfunden.

Kapitel 3, Vers 248

gālano mākaraḥ svapno mohanaḥ stambhanastathā | balā cātibalā caiva nimīlanamacetanam ||248||

… Galana, Makara, Svapna, Mohana, Stambhana, Bala, Atibala, Nimilana und Achetana …

Anmerkung: Die Namen beziehen sich auf göttliche Waffen beziehungsweise Lautgruppen; Traum, Bezauberung, Erstarrung und Bewusstlosigkeit sind Teile der historischen Nomenklatur.

Kapitel 3, Vers 2485 [Quellzählung an Position 249]

unmādabhairavolūkāpasmārāntardhimāraṇāḥ | traidaśāstraṃ kramāddevi syuḥ kūṭānyekaviṃśatiḥ ||2485||

… Unmada, Bhairava, Uluka, Apasmara, Antardhi, Marana und Traidashastra: der Reihe nach einundzwanzig Kutas, Göttin.

Anmerkung: Die Quelle nennt einundzwanzig, doch die beschädigte Liste ist nicht durch zusätzliche Namen ergänzt.

Kapitel 3, Vers 250

evamuktopakūṭānāṃ saptatiste'grato mayā | smartavyā yatnato devi mantroddhārādikarmaṇi ||250||

So habe ich vor dir die siebzig Upakutas erklärt. Bei der Erschließung von Mantras und ähnlichen Handlungen sollen sie sorgfältig erinnert werden, Göttin.

Anmerkung: Der Abschnitt endet hier; weiterer Grundtext folgt in derselben Anhangfassung.

Gemeinsame Namen unterscheiden

Der Text erklärt, wie derselbe Name je nach Zusatz Bija, Kuta oder Upakuta bezeichnet.

Kapitel 3, Vers 1251 [Quellzählung an Position 251]

āmnāyebhyaḥ purā ṣaḍbhya ekīkṛtya maheśvari | sā māṃ provāca tānsarvānahamanyatra nyaveśayam ||1251||

Einst fasste sie diese aus den sechs Amnayas zusammen und teilte sie mir sämtlich mit, große Herrin; ich fügte sie an anderer Stelle ein.

Anmerkung: Das feminine „sie“ hat hier keinen ausdrücklich wiederholten Namen; keine Sprecheridentität erfunden.

Kapitel 3, Vers 252

dvayostrayāṇāṃ bījānāṃ yadyekaivābhidhā bhavet | dvitīyo vyatyayaḥ kāryastṛtīyaśca samā tathā ||252||

Wenn zwei oder drei Bijas nur einen gemeinsamen Namen haben, ist für das zweite eine Umkehrung vorzunehmen; für das dritte ebenso Sama …

Anmerkung: Fragment: Die letzte Bestimmung समा ist unvollständig; keine verlässliche Auflösungsregel dafür ergänzt.

Kapitel 3, Vers 253

nāmadvayaṃ tathaikasya jñeyaṃ bījasya pārvati | śākinīrāvayoḥ saṃvid… amṛtāmayoḥ ||253||

Ebenso können zwei Namen ein einziges Bija bezeichnen, Parvati: Shakini und Rava, Samvid und …, Amrita und Ama …

Anmerkung: Fragment: Mehrere Paare sind beschädigt; die Quelle setzt selbst ein Fragezeichen.

Kapitel 3, Vers 254

dānavācalayoraṅku… muktayorucividyutoḥ | kāpālakhalayoriṣṭimahatoḥ śeṣajambhayoḥ ||254||

… Danava und Achala; Anku-… und Mukta; Ruchi und Vidyut; Kapala und Khala; Ishti und Mahat; Shesha und Jambha …

Anmerkung: Fragment: Ein Deckname im zweiten Paar ist beschädigt; keine fehlende Silbe ergänzt.

Kapitel 3, Vers 255

phetkārīharitoḥ krodhakūrcayorekyameva hi | bījānāṃ cāpi kūṭānāṃ nāmānyekāni kānicit ||255||

… Phetkari und Harit sowie Krodha und Kurcha sind jeweils identisch. Auch manche Bijas und Kutas haben dieselben Namen.

Anmerkung: Harit ist eine unsichere Form; die behauptete Identität gehört zum Wortschlüssel des Textes.

Kapitel 3, Vers 256

tatra kūṭāstrapākūṭaṃ grāhyaṃ bījaṃ tu kevalam | bhairavyānandaraudrāśca nādabhogakalāguṇāḥ ||256||

Dabei ist mit dem Zusatz „Kuta“ der Kuta zu nehmen, ohne Zusatz aber das Bija. [Gemeinsame Namen sind] Bhairavi, Ananda, Raudra, Nada, Bhoga, Kala und Guna …

Anmerkung: Die erste Sanskritzeile ist beschädigt; ihre Unterscheidungsregel ist durch10 und265 im selben Text gestützt, nicht aus externer Rekonstruktion ergänzt.

Kapitel 3, Vers 257

ḍākinī vajrasiddhāśca prāṇānāhataśaktayaḥ | tathā tāṇḍavanirvāṇabhairavānantasṛṣṭayaḥ ||257||

… Dakini, Vajra, Siddha, Prana, Anahata, Shakti, Tandava, Nirvana, Bhairava, Ananta und Srishti …

Kapitel 3, Vers 258

prabhā dharāpauruṣogratārājñābrahmabhāruṇḍāḥ | bṛhadrathantaraṃ jyeṣṭhaṃ mahadvedāstathaiva ca ||258||

… Prabha, Dhara, Paurusha, Ugra, Tara, Ajna, Brahman, Bharunda, Brihat, Rathantara, Jyeshtha, Mahat und die Veden.

Anmerkung: Die Formen sind als Decknamen wiedergegeben; keine Gleichsetzung sämtlicher Gottheiten daraus abgeleitet.

Kapitel 3, Vers 2546 [Quellzählung an Position 259]

ityekamabhidhānaṃ te kīrtitaṃ bījakūṭayoḥ | yadyajñanāmā yaḥ kūṭaḥ sa yenoccārito bhavet ||2546||

Damit sind dir die gemeinsamen Bezeichnungen von Bija und Kuta genannt. Wer einen Kuta ausspricht, der den Namen eines bestimmten Opfers trägt, …

Kapitel 3, Vers 260

tasya tasyaiva yajñasya tena prāptaṃ phalaṃ bhavet | ekaikaṃ hi japankūṭaṃ siddho bhavati sādhakaḥ ||260||

… soll damit die Frucht eben dieses Opfers erlangen. Schon durch Japa eines einzigen Kuta soll der Sadhaka vollendet werden.

Anmerkung: Traditionelle rituelle Wirkungszusage.

Kapitel 3, Vers 261

kiṃ punaḥ sarvametattattatsthānagataṃ japan | kūṭānāṃ yatphalaṃ proktaṃ bījānāmapi tadbhavet ||261||

Wie viel mehr gilt dies, wenn er all diese an ihren jeweiligen Stellen rezitiert! Die den Kutas zugeschriebene Frucht soll ebenso den Bijas zukommen.

Kapitel 3, Vers 262

kānicinnāmadheyāni priye bījopakūṭayoḥ | ekānyeva bhavettatra bījaṃ śuddhaistu nāmabhiḥ ||262||

Einige Namen von Bijas und Upakutas sind gleich, Geliebte. Dabei ist bei der bloßen Namensnennung das Bija [zu verstehen] …

Kapitel 3, Vers 263

astrāṇāṃ sāhacaryeṇa grāhyaṃ syādupakūṭakam | yathā vidyudbrahmakālabhūtabhairavagāruḍāḥ ||263||

… im Zusammenhang mit Waffen aber der Upakuta. Beispiele sind Vidyut, Brahman, Kala, Bhuta, Bhairava und Garuda …

Kapitel 3, Vers 264

nāgabhāruṇḍavetālacakraudumbarajambhakāḥ | trayāṇāṃ kānicinnāmānyekāni syuḥ sureśvari ||264||

… Naga, Bharunda, Vetala, Chakra, Audumbara und Jambhaka. Einige Namen sind sogar allen drei Arten gemeinsam, Herrin der Götter.

Kapitel 3, Vers 265

tatra bījaṃ kevalena kūṭaṃ kūṭena jāyate | astreṇa copakūṭaṃ syātteṣāṃ nāma niśāmaya ||265||

Dabei bezeichnet der Name allein ein Bija, mit „Kuta“ einen Kuta und mit „Astra“ einen Upakuta. Höre ihre Namen.

Kapitel 3, Vers 266

bhairavaṃ gāruḍaṃ brahma bījakūṭopakūṭakam | yatraikameva hi bhavennāma kūṭopakūṭayoḥ ||266||

Bhairava, Garuda und Brahman [bezeichnen jeweils] Bija, Kuta und Upakuta. Wo Kuta und Upakuta nur einen gemeinsamen Namen haben, …

Kapitel 3, Vers 267

tatra kūṭāstrabhedena nirṇeyaṃ sādhakottamaiḥ | prājāpatyaṃ tathā brāhmaṃ vaiṣṇavaṃ cāpi śāṅkaram ||267||

… sollen hervorragende Sadhakas durch den Unterschied der Zusätze „Kuta“ und „Astra“ entscheiden. [Solche Namen sind] Prajapatya, Brahma, Vaishnava und Shankara …

Kapitel 3, Vers 268

āgneyamaindraṃ vāyavyaṃ yāmyaṃ paiśācavāruṇam | yāni yānyupakūṭāni tattadastrāhvayā bhavet ||268||

… Agneya, Aindra, Vayavya, Yamya, Paishacha und Varuna. Die jeweiligen Upakutas tragen jeweils den Namen der entsprechenden Waffe.

Kapitel 3, Vers 2646 [Quellzählung an Position 269]

tattadastrasya mantraḥ sa evamāha puradviṣaḥ | saṃsiddhaistattadupakūṭaiḥ prayuñjyāttattadastrakam ||2646||

Er ist der Mantra dieser jeweiligen Waffe – so sprach der Feind der Städte. Mit den vollendeten jeweiligen Upakutas soll man die entsprechende Waffe einsetzen können.

Anmerkung: Historische Vorstellung göttlicher Waffen, keine Anleitung für reale Waffen.

Kapitel 3, Vers 270

parārdhaśatasaṃkhyākā niḥsaranti tatastataḥ | ityetatkathitaṃ devi tava sarvamaśeṣataḥ ||270||

Hundert Parardha an Zahl sollen dann aus ihnen hervorströmen. So habe ich dir dies alles restlos erklärt, Göttin.

Anmerkung: Parardha ist eine traditionelle Großzahl; keine unsichere moderne Zahlenumrechnung ergänzt.

Abschluss des dritten Bijoddhara-Kapitels

Fruchtverheißung und Geheimhaltungsregel beschließen das Kapitel. Die Ankündigung weiterer Bijas führt zum folgenden vierten Kapitel.

Kapitel 3, Vers 271

sadā tvayā dhāraṇīyamapramattena cetasā | idaṃ tṛtīyapaṭalamabhyasansāvadhānataḥ ||271||

Du sollst dies stets mit wachem Geist bewahren. Wer dieses dritte Kapitel aufmerksam studiert, …

Kapitel 3, Vers 272

sarvāḥ siddhīravāpnoti pāpānyapi nikṛntati | dīrghāyurdhanavānbhogī dehānte mokṣamāpnuyāt ||272||

… soll sämtliche Siddhis erlangen und auch seine Verfehlungen abschneiden. Langlebig, reich und genussfähig soll er am Ende des Körpers Befreiung erreichen.

Anmerkung: Traditionelle Fruchtverheißung.

Kapitel 3, Vers 273

ado'dhyāyaṃ gopayataścaturvargaḥ prasiddhyati | prakāśayata āśveva nidhanaṃ nirayo'pi ca ||273||

Wer dieses Kapitel geheim hält, dem sollen die vier Lebensziele gelingen. Wer es offenlegt, den sollen rasch Tod und Hölle treffen.

Anmerkung: Historische Geheimhaltungsdrohung, nicht heutige Bewertung der Veröffentlichung.

Kapitel 3, Vers 274

atha tantrāntaroktāni bījāni kathayāmi te | tathā kūṭopakūṭāni bījānāmapi mukhyataḥ ||274||

Nun werde ich dir die in anderen Tantras genannten Bijas sowie Kutas und Upakutas erklären, insbesondere für die Bijas …

Anmerkung: Die Ankündigung setzt die folgende unnummerierte Zeile fort.

Unnummerierte Passage

ṛṣiśchandodevataṃ ca pratyekaṃ pravadāmi te |

… werde ich dir jeweils Rishi, Versmaß und Gottheit nennen.

Anmerkung: Unnummerierte Halbzeile nach 274; keine neue275 erfunden.

Kolophon

iti mahākālasaṃhitāyāṃ bījopabījakūṭopakūṭoddhārākhyastṛtīyaḥ paṭalaḥ |

So endet in der Mahakala-Samhita das dritte Kapitel mit dem Titel „Erschließung der Bijas, Upabijas, Kutas und Upakutas“.

Anmerkung: Dieser Kolophon beendet den ersten Textabschnitt des Anhangs2. Unmittelbar folgt ein eigenes viertes Kapitel mit neuer Zählung; der Anhang ist hier noch nicht zu Ende.

Unnummerierte Passage

caturtho'dhyāyaḥ | bījoddhāraḥ |

Viertes Kapitel: Bijoddhara, die Erschließung der Bijas.

Anmerkung: Überschrift in der Quelle Zeile14981; Beginn einer neuen eigenen Verszählung innerhalb des Anhangs2.

Bijoddhara, viertes Kapitel: weitere Lautordnungen

Das neue Kapitel beruft sich auf das Bhima-Tantra. Es erläutert, wie frühere Regeln für Vokale und Schlusszeichen weitergelten und wie neue Angaben sie verändern.

Kapitel 4, Vers 1

athākalaya kalyāṇi bījānyanyāni kānicit | yānyujahāra bhagavānbhīmātantreśvareśvaraḥ ||1||

Nun vernimm, du Heilvolle, einige weitere Bijas, die der erhabene Herr der Herren im Bhima-Tantra erschlossen hat.

Anmerkung: Die Zuschreibung an das Bhima-Tantra ist eine Quellenangabe des Textes.

Kapitel 4, Vers 2

tadajñānānmadārādhyāyutārṇā jñāyate na hi | vaiśeṣikaprayogāśca vāsantīśāradīyakāḥ ||2||

Ohne ihre Kenntnis lässt sich die von mir verehrte zehntausendsilbige [Vidya] nicht verstehen; ebenso [lassen sich] besondere Anwendungen im Frühling und Herbst …

Anmerkung: Die Zehntausendsilber-Referenz wird nicht ohne eindeutige Angabe einer fremden Kapitelnummer zugeordnet.

Kapitel 4, Vers 3

jñātuṃ na śakyā deveśi vividhāḥ kāmaguhyayoḥ | saṃjñā pūrvavadatrāpi vijñeyā bījakūṭayoḥ ||3||

… und die vielfältigen Anwendungen von Kama und Guhya nicht verstehen, Herrin der Götter. Die Benennungen der Bijas und Kutas sind auch hier wie zuvor zu verstehen.

Anmerkung: Kama und Guhya stehen verkürzt für die entsprechenden Kali-Lehren; keine neue Fassung stillschweigend mit dem Haupttext vermischt.

Kapitel 4, Vers 4

anuktau bindusargāṇāṃ pare pūrvaṃ niyojayet | na hīnau bindusargābhyāṃ bījakūṭāviha smṛtau ||4||

Wenn Bindu und Sarga nicht erwähnt werden, soll im späteren [Abschnitt] das zuvor Genannte eingesetzt werden. Bija und Kuta gelten hier nicht als ohne Bindu oder Sarga.

Anmerkung: Der Text gibt selbst eine Rückverweisregel; beschädigte Angaben werden dennoch nicht eigenmächtig ergänzt.

Kapitel 4, Vers 5

eṣa eva vidhiḥ kāryo'dhyāyayoḥ parapūrvayoḥ | vidhiḥ pūrvaḥ pare yojyaḥ saṃjñādirapi pārvati ||5||

Genau dieses Verfahren gilt für das frühere und das spätere Kapitel: Die frühere Regel ist im späteren anzuwenden, ebenso die Benennungen und Weiteres, Parvati.

Kapitel 4, Vers 6

nādasargasthitau prācāmāgantuḥ pūrvabādhakaḥ | yugmollekhe yugaṃ bodhyamabhāve kevalaṃ hi tat ||6||

Bei einem zuvor bestehenden Nada oder Sarga hebt ein neu hinzutretendes Zeichen das frühere auf. Wenn ein Paar ausdrücklich genannt ist, muss ein Paar verstanden werden; andernfalls nur das einzelne Zeichen.

Anmerkung: Die erste grammatische Fügung ist leicht beschädigt, die Unterscheidungsregel erkennbar.

Kapitel 4, Vers 7

svarāṇāmapi vijñeyā vyavasthedṛgvidheśvari | saṃjñābhedadvayaṃ yeṣu bhīmātantroditaḥ kramaḥ ||7||

Auch für Vokale ist eine solche Ordnung zu verstehen, Herrin. Wo es zwei verschiedene Benennungen gibt, gilt die im Bhima-Tantra gelehrte Reihenfolge …

Anmerkung: Die zweite Hälfte setzt8 fort.

Kapitel 4, Vers 8

kvacicca gurusaṃsiddhapāramparyakrameṇa vā | kvacidvṛddhoktito nāma kvacidarthena vā punaḥ ||8||

… oder mitunter die durch den Guru bewährte Reihenfolge der Überlieferung. Manchmal stammt ein Name aus dem Wort der Alten, manchmal aus seiner Bedeutung.

Kapitel 4, Vers 46 [Quellzählung an Position 4.9]

anūktamapi tenaiva jñātavyamubhayoḥ priye | parivṛttisahāḥ kecitkecittadasahā api ||46||

Auch das nicht Ausgesprochene ist bei beiden daraus zu verstehen, Geliebte. Manche [Formen] erlauben Vertauschung, andere vertragen sie nicht.

Anmerkung: अनूक्तम् ist eine unregelmäßige Lesung für das nicht ausdrücklich Genannte; keine ergänzte konkrete Regel erfunden.

Kapitel 4, Vers 10

tenaiva te'pi boddhavyā abhiyogavatā sadā | varṇeṇākṣarasaṃkīrtau niḥsvaraḥ sa pratīyate ||10||

Auch sie muss der sorgfältig Übende stets auf diese Weise verstehen. Wird ein Zeichen als Laut ausdrücklich genannt, ist es ohne Vokal zu verstehen.

Kapitel 4, Vers 11

anādasargaśca tathā bahubhirapi nirmitaḥ | evaṃ gurukramaprajñātārthyo mantramahārṇavaḥ ||11||

Ebenso ist es ohne Nada und Sarga zu verstehen, selbst wenn es aus mehreren [Zeichen] gebildet ist. So ist der große Ozean der Mantras seinem Sinn nach durch die Guru-Überlieferung zu erkennen …

Kapitel 4, Vers 12

kathito vāpyakathito'nayā rītyāvagamyatām | athaikacittā śṛṇu tatsamuddhāraṃ mayoditam ||12||

… ausdrücklich erklärt oder nicht erklärt: Er soll nach diesem Verfahren verstanden werden. Höre nun mit gesammeltem Geist die von mir gelehrte Erschließung.

Weitere Bija-Bildungen

Decknamen und Lautschichtungen werden fortgesetzt; unlesbare Verbindungen bleiben offen.

Kapitel 4, Vers 13

māyārṇo nādasargābhyāmoṣṭhordhvadacchiro'nvitaḥ | rākāmeṣasaṭāmuṇḍā yoginīkamalārṇakau ||13||

Der Maya-Laut, mit Nada, Sarga, Oshtha, oberen Zähnen und Shiras verbunden, [ergibt] Raka, Mesha, Sata und Munda. Die Laute Yogini und Kamala …

Anmerkung: Die Zahl der Aufbauglieder passt nicht eindeutig zu den vier Namen; die neue Paaranweisung setzt14 fort.

Kapitel 4, Vers 14

pāvakakṣetrapau syātāṃ vidhibījaśca hākinī | rephadantyasakārau cedvahataḥ śirasānvitau ||14||

… sind Pavaka und Kshetrapa; das Vidhi-Bija ist Hakini. Wenn [die Formen] Repha und dentales Sa tragen und mit Shiras versehen sind, …

Anmerkung: Der Bezug der letzten Dualform ist etwas unsicher.

Kapitel 4, Vers 15

caṇḍaviśvau tathā dhyānacañcubīje ubhe smṛte | ruṣo māyāravo yāgaḥ saṃhitā vāmakarṇakaḥ ||15||

… [heißen sie] Chanda und Vishva; ebenso werden die beiden Bijas Dhyana und Chanchu genannt. Rusha, Maya, Rava und Yaga [bilden] Samhita, mit linkem Ohr.

Anmerkung: Die Folge enthält beschädigte Verbindungen; keine fehlende Aufbaustufe ergänzt.

Kapitel 4, Vers 16

sargāṣṭavargadvitīyaḥ parijñeyā piśācinī | bhūtinī ḍākinī vāmākṣṇā pretaḥ kulikenduyuk ||16||

Der zweite Laut der achten Gruppe, mit Sarga, ist als Pishachini zu verstehen. Bhutini [entsteht aus] Dakini mit linkem Auge; Preta mit Kulika und Indu …

Anmerkung: Fragment: Der letzte Satzanschluss ist unvollständig; keine Zuordnung zu einer fertigen Bija-Silbe.

Kapitel 4, Vers 17

pavargādyo dharārūḍha auṣadhī vāmanetrakaiḥ | saṃvidrāvau sa saurambhāvaṭyau niḥśreṇiro'kṣaraḥ ||17||

Der erste Laut der Pa-Gruppe, auf Dhara und mit linkem Auge, ist Aushadhi. Samvid und Rava … Saurambha und Vati …; der Laut Ra ohne Shreni …

Anmerkung: Fragment: Die zweite Hälfte ist stark beschädigt; nur die lesbaren Namen und Bezugselemente werden bewahrt.

Kapitel 4, Vers 18

rāvo niroṣṭhaḥ kauṇapya ūrdhvadantārdhasargayuk | bhogaḥ karālī tarjanyau tataḥ śeṣe kaṭaṃkaṭā ||18||

Rava ohne Oshtha ist Kaunapya; mit oberen Zähnen und halbem Sarga [entsteht] Bhoga. Karali und Tarjani, danach auf Shesha Katankata …

Anmerkung: Fragment: Die Verbindung der letzten Namen ist beschädigt; „halber Sarga“ folgt einer Quellenkorrektur und wird nicht eigenständig aufgelöst.

Kapitel 4, Vers 146 [Quellzählung an Position 4.19]

maṭhīrayābradhna… lakṣāścedvisargiṇaḥ | cūḍāmaṇirvāmakarṇī picchādyapyūrdhvadantinaḥ ||146||

Matha, … Bradhna, … Laksha, wenn mit Visarga; Chudamani mit linkem Ohr, Piccha und Weitere mit oberen Zähnen …

Anmerkung: Fragment: Beide Aufbaureihen sind beschädigt; keine ausgefüllte Formel behauptet.

Kapitel 4, Vers 20

nirākāraḥ karambhistu auṣadhyadharaśālinī | caturaḥ kaṇṭhyavarṇādyāṃstālavyānapi tāvataḥ ||20||

Nirakara, Karambhin; Aushadhi mit Adhara … . Die ersten vier gutturalen Laute und ebenso viele palatale …

Anmerkung: Fragment: Die einleitenden Chiffrenbeziehungen sind unklar; die neue Gruppenanweisung setzt21 fort.

Kapitel 4, Vers 21

tathā mūrdhanyadantyoṣṭhyavarṇānpañca pañca ca | śaṃ tālavyaṃ tathā hakṣau rephayorantarālagān ||21||

… ferner je fünf retroflexe, dentale und labiale Laute, palatales Sha sowie Ha und Ksha, zwischen zwei Rephas gesetzt, …

Kapitel 4, Vers 22

tato nādādyān ekaikānkramaśaḥ … | tathā sanādabinduśca karanāgavidhūnmitān ||22||

… dann der Reihe nach jeweils mit Nada und den weiteren [Zeichen] … sowie mit Nada und Bindu, nach dem Maß von Kara, Naga und Vidhu …

Anmerkung: Fragment: Die Vokal- und Zahlchiffren sind beschädigt; keine konkrete Silbenmenge errechnet.

Die Namen neuer Bija-Reihen

Die lange Liste nennt sämtliche lesbaren Deckwörter. Beschädigte Namen werden nicht durch Wörter mit passendem Anfangslaut ersetzt.

Kapitel 4, Vers 23

bījavarṇānānupūrvyā sarvāṃstānnāmataḥ śṛṇu | ulkāvedījarācaṇḍīkhalapātālakukkuṭāḥ ||23||

Höre nun sämtliche Bija-Laute in ihrer Reihenfolge beim Namen: Ulka, Vedi, Jara, Chandi, Khala, Patala und Kukkuta …

Anmerkung: Die folgenden langen Namenlisten sind Decknamen, keine selbständig ausformulierten Mantras.

Kapitel 4, Vers 24

sāradhānālakṣabhavyākṣaragotrāmahodayāḥ | tulānudāttasvaritāntodāttājaśṛṅkhalāḥ ||24||

… Sara, Dhana, Laksha, Bhavya, Akshara, Gotra, Mahodaya, Tula, Anudatta, Svarita, Anta, Udatta, Aja und Shrinkhala …

Anmerkung: Die Abgrenzung einzelner Namen, insbesondere Anta, bleibt unsicher.

Kapitel 4, Vers 25

pūrvottarau devasiphā carcā dakṣiṇapaścimāḥ | tryaśrujambukajyotiḥ…nāradapuṣkalāḥ ||25||

… Purva, Uttara, Deva-Sipha, Charcha, Dakshina, Pashchima, Tryashru, Jambuka, Jyotis, … Narada und Pushkala …

Anmerkung: Fragment: Ein Name vor Narada ist beschädigt; Deva-Sipha bleibt ungesichert getrennt.

Kapitel 4, Vers 26

nāndī baliḥ pṛthuhrasvanadasātvatatārakāḥ | vṛttatuṅgākhaṇḍapuṇyacārusantānakubjakāḥ ||26||

… Nandi, Bali, Prithu, Hrasva, Nada, Satvata, Taraka, Vritta, Tunga, Akhanda, Punya, Charu, Santana und Kubjaka …

Kapitel 4, Vers 27

purucūḍāmaṇinavrajyākhātādeśatalacchaṭāḥ | kalkajvālāprauḍhavyakrūraśāntidhyamatsarāḥ ||27||

… Puru, Chudamani, … Jya, Khata, Adesha, Tala, Chhata, Kalka, Jvala, Praudhya, Krura, Shanti, … und Matsara …

Anmerkung: Fragment: Die Quelle markiert die zweite Hälfte als fraglich; mehrere beschädigte Verbindungen bleiben offen.

Kapitel 4, Vers 28

purāṇasetucaramagūḍhakīlārthanigamāḥ | vartakonmātha…mukhyabudbudadhāraṇāḥ ||28||

… Purana, Setu, Charama, Gudha, Kila, Artha, Nigama, Vartaka, Unmatha, … Mukhya, Budbuda und Dharana …

Anmerkung: Fragment: Einige mittlere Namen sind unlesbar.

Kapitel 4, Vers 246 [Quellzählung an Position 4.29]

paṭubrahmāṇḍayuktyuktā vidyābhālayugandharāḥ | bhaumatoraṇabhṛṅgārabhūragolmukakāpilāḥ ||246||

… Patu, Brahmanda, Yukti, Ukta, Vidya, Bhala, Yugandhara, Bhauma, Torana, Bhringara, Bhura, Ulmuka und Kapila …

Anmerkung: Bhura sowie die Trennung von Yukti/Ukta sind unsicher.

Kapitel 4, Vers 30

saṃvarto'cirnābhisaṃlaghubalārcānāthakādrayāḥ | ātmā śikhā prāgbhavatristhānakalyāṇavāsanāḥ ||30||

… Samvarta, Archis, Nabhi, … Laghu, Bala, Archa, Natha, Kadra, Atman, Shikha, Pragbhava, Tristhana, Kalyana und Vasana …

Anmerkung: Fragment: Eine Verbindung nach Nabhi ist beschädigt. Samvarta folgt der Korrekturklammer der Quelle.

Kapitel 4, Vers 31

sādhakastaralo vatsabhāvaśauṇḍilakaulikāḥ | ārtaśca paramā sākṣī paṅktiyogottamāḥ kalaḥ ||31||

… Sadhaka, Tarala, Vatsa, Bhava, Shaundila, Kaulika, Arta, Parama, Sakshin, Pankti, Yoga, Uttama und Kala …

Kapitel 4, Vers 32

kākīmukhaśca mukulo … sākalāḥ | kuhukallolavistāronmādavaikālikāstathā ||32||

… Kakimukha, Mukula, … Sakala, Kuhu, Kallola, Vistara, Unmada und Vaikalika …

Anmerkung: Fragment: Mehrere Namen der ersten Hälfte sind beschädigt.

Kapitel 4, Vers 33

mandārasindhukīlālamahendrakaruṇeśvarāḥ | dvīpajambhaṣaḍaṅgātrikakutsaṃghātaśaiśukāḥ ||33||

… Mandara, Sindhu, Kilala, Mahendra, Karuna, Ishvara, Dvipa, Jambha, Shadanga, Trikakut, Samghata und Shaishuka …

Anmerkung: Die Trennung um षडङ्गा ist geringfügig unsicher.

Kapitel 4, Vers 34

vilāsaḥ saṃgrahaḥ ghāṭī kapaṭo bhārasaṃyamau | pratītasandhānasthāvarajaṅgamaśuciglahāḥ ||34||

… Vilasa, Samgraha, Ghati, Kapata, Bhara, Samyama, Pratita, Samdhana, Sthavara, Jangama, Shuchi und Glaha …

Kapitel 4, Vers 35

kharvo madhyaḥ kuṭhāraśca kartṛśāraṅgavāgurāḥ | khaṭvāṅgo bodhinihalau paroṣṭhavrataputrakāḥ ||35||

… Kharva, Madhya, Kuthara, Kartri, Sharanga, Vagura, Khatvanga, Bodhini, Hala, Paroshtha, Vrata und Putraka …

Anmerkung: Einzelne Geräte- und Decknamen sind leicht beschädigt; keine vollständigen Waffenidentifikationen geraten.

Kapitel 4, Vers 36

nirmokottaṃsavetaṇḍaveṇusāndrakṣamaskarāḥ | mauñjīvighasasūtrāyomekhalākuṇḍayonayaḥ ||36||

… Nirmoka, Uttamsa, Vetanda, Venu, Sandra, Ksha, Maskara, Maunji, Vighasa, Sutra, Ayas, Mekhala, Kunda und Yoni …

Anmerkung: Die mittlere Trennung von Sandra/Ksha/Maskara bleibt unsicher.

Neue Gruppen und ihre Zählung

Weitere Ausgangszeichen und Vokalverbindungen bilden neue Gruppen. Unklare Zahlchiffren bleiben ausgewiesen.

Kapitel 4, Vers 37

garbhaprāgvaṃśadīpāścetyete sarve mayoditāḥ | vāmākṣarānaṅgavarṇau kevalaṃ mūrdhnyadhodharau ||37||

… Garbha, Pragvamsha und Dipa: All diese habe ich genannt. Die Laute „linkes Auge“ und Ananga, lediglich am Kopf und unterhalb von Dhara …

Anmerkung: Fragment: Die neue Aufbauanweisung ist beschädigt und setzt38 fort; keine sichere Lautform errechnet.

Kapitel 4, Vers 38

tairevāliṅgitau devi bījāni syuścaturdaśa | raṅkatāṭaṅkalīlārdhadhenukṣobhaṇamāriṣāḥ ||38||

… von denselben [Zeichen] umfasst, Göttin, ergeben vierzehn Bijas: Ranka, Tatanka, Lila, Ardha, Dhenu, Kshobhana und Marisha …

Anmerkung: Einzelne Namensgrenzen, insbesondere Lila/Ardha, sind nicht völlig sicher.

Kapitel 4, Vers 36 [Quellzählung an Position 4.39]

mahāṅkuśamahānaṅgamahāmārīmahāviṣāḥ | mahādrāvamahāmohamahāmāyāḥ kramātsmṛtāḥ ||36||

… Mahankusha, Mahananga, Mahamari, Mahavisha, Mahadrava, Mahamoha und Mahamaya, der Reihe nach.

Kapitel 4, Vers 40

ḍākinī pralayāṇḍau cettaiḥ saptabhiralaṅkṛtau | sabindū punarapyete caturdaśa mayeritāḥ ||40||

Wenn Dakini, Pralaya und Anda … mit jenen sieben [Zeichen] geschmückt und mit Bindu versehen sind, [entstehen] wiederum diese vierzehn von mir genannten [Bijas] …

Anmerkung: Fragment: Die Dualform passt nicht eindeutig zu den lesbaren Ausgangsnamen; keine Zweiergruppe aus Vermutungen hergestellt.

Kapitel 4, Vers 41

prabhañjanā bhrāmarī ca pracaṇḍā ḍākinī tathā | kekarākṣī mahārātriḥ kālarātristathaiva ca ||41||

… Prabhanjana, Bhramari, Prachanda, Dakini, Kekarakshi, Maharatri und Kalaratri …

Kapitel 4, Vers 42

vijayo mandasaṃmohau pralayaḥ patanaṃ tathā | tato yugāntasaṃhārau yakṣaḥ sargayugantakaḥ ||42||

… Vijaya, Manda, Sammoha, Pralaya, Patana, Yuganta und Samhara. Yaksha mit Sarga ist Antaka.

Anmerkung: Die ersten sieben Namen schließen die Vierzehnerliste ab; der letzte Satz beginnt eine neue Aufbaufolge.

Kapitel 4, Vers 43

kṣetrapālaśirogā bhūrnabhastanmauliśāli ca | phalaṃ taduttamāṅgasthaṃ hādireṣāṃ śiraḥsthitaḥ ||43||

Bhu auf dem Kopf von Kshetrapala, Nabhas auf dessen Scheitel, Phala auf dessen Haupt und Ha-Anfang auf dem Kopf dieser [Zeichen] …

Anmerkung: Die aufeinander bezogenen Schichtungen werden bewahrt, nicht als gesicherte Endsilbe ausgegeben.

Kapitel 4, Vers 44

varṇāścatvāra eveti yuktāstairadhvayodibhiḥ | tathā ca nādabindubhyāṃ bījāni prabhavanti hi ||44||

Diese vier Laute, verbunden mit jenen … sowie mit Nada und Bindu, bringen die Bijas hervor …

Anmerkung: Fragment: Das verbindende Chiffrenwort ist bereits in der Quelle fraglich; keine fehlende Vokalreihe ergänzt.

Kapitel 4, Vers 45

kodaṇḍamūrvalātūṇavyomasaindhavavedhasaḥ | sarvārthavegasandhānīśiñjinīliṅganaimayaḥ ||45||

… Kodanda, Murva, Lata, Tuna, Vyoma, Saindhava, Vedhas, Sarvartha, Vega, Samdhani, Shinjini, Linga und Naimi …

Anmerkung: Die Reihe ist stellenweise unsicher getrennt; alle zuverlässig erkennbaren Deckwörter bleiben erhalten.

Kapitel 4, Vers 46

punnāgatripurāraudrasāvitrīśaṅkumajjanāḥ | yāmyendrajīvanīpakṣavīravetālavāḍavāḥ ||46||

… Punnaga, Tripura, Raudra, Savitri, Shanku, Majjana, Yamya, Indra, Jivani, Paksha, Vira, Vetala und Vadava …

Anmerkung: Punnaga ist aus पुल्लाग vorsichtig gelesen.

Kapitel 4, Vers 45 [Quellzählung an Position 4.47]

bhaurāgrapuṭakāśceti dvivāsavamitā ime | sarvoparisthavidhyarṇo trapāvarṇopari sthitau ||45||

… Bhaura, Agra und Putaka: Diese sind nach „zwei Vasavas“ bemessen. Der Vidhi-Laut über allem und [die beiden] auf dem Trapa-Laut …

Anmerkung: Fragment: Erste Namen und Zahlchiffre sind nicht zuverlässig; „zwei Vasavas“ wird nicht zu einer konkreten Gesamtzahl ergänzt. Die nächste Aufbaufolge setzt48 fort.

Vokalreihen und neue Bija-Namen

Die genannten Ausgangslaute werden mit langen Vokalen verbunden. Beschädigte Zähl- und Namensangaben werden nicht vereinheitlicht.

Kapitel 4, Vers 48

sapañcadīrghairgāyatrī karṇikā śṛṅkhalā tathā | gopahvaro nāndikaśca kramādete varānane ||48||

… mit den fünf langen Vokalen [ergeben] der Reihe nach Gayatri, Karnika, Shrinkhala, Gopahvara und Nandika, du Schöngesichtige.

Anmerkung: Fortsetzung der Aufbauanweisung aus 47; Gopahvara ist eine unsichere Lesung.

Kapitel 4, Vers 46 [Quellzählung an Position 4.49]

etāvevottamāṅgena bibhradreṇvarṇa eva hi | bindutatsvarasaṃyuktaḥ kramādbījāni pañca hi ||46||

Der Renu-Laut, der eben diese beiden auf dem Haupt trägt, mit Bindu und ihren jeweiligen Vokalen verbunden, [ergibt] der Reihe nach fünf Bijas …

Anmerkung: Renu ist aus beschädigter OCR vorsichtig gelesen; keine klare Lautform daraus errechnet.

Kapitel 4, Vers 50

sukṛtaṃ duṣkṛtaṃ padmaṃ kuśiko vyaya eva ca | muktā mahākrameṇetārdyordhva… ||50||

… Sukrita, Dushkrita, Padma, Kushika und Vyaya. Mukta mit Mahakrama … darüber …

Anmerkung: Fragment: Die neue Aufbauanweisung in der zweiten Hälfte ist stark beschädigt und wird nicht rekonstruiert.

Kapitel 4, Vers 51

surasaḥ samaro rāgaḥ sāraścaiva kramādime | dānavārṇamadhodadyuglāṅgalaṃ samudāhṛtam ||51||

[Die Formen heißen] Surasa, Samara, Raga und Sara, der Reihe nach. Der Danava-Laut mit unteren Zähnen heißt Langala.

Kapitel 4, Vers 52

vidhyūrdhvavarṇayugmādhodhyānordhva…yugaṃ yadi | tadadho yoginīvarṇāḥ pañcadīrghasvaraiḥ … ||52||

Wenn unter dem Lautpaar über Vidhi, über Dhyana … ein Lautpaar steht und darunter die Yogini-Laute mit den fünf langen Vokalen …

Anmerkung: Fragment: Die Schichtung ist mehrfach beschädigt; keine vollständige Aufbauanweisung behauptet.

Kapitel 4, Vers 53

bhadrikā ca tathā tandrā kuṭilā rañjinī ghaṭī | raṇajātī yaśo'dhasthā mauktikādicatuṣṭayī ||53||

… [entstehen] Bhadrika, Tandra, Kutila, Ranjini und Ghati. Rana und Jati unter Yashas [ergeben] die mit Mauktika beginnende Vierergruppe …

Anmerkung: Die folgende Liste54 zeigt andere Namen; der Rückverweis wird nicht durch ein erfundenes erstes Glied harmonisiert.

Kapitel 4, Vers 54

capeṭī maṇimālā ca hāriṇyutkocinī tathā | śākinyakṣarakasthaṃ khaṃ pañcadīrghaiḥ … ||54||

… Chapeti, Manimala, Harini und Utkochini. Kha auf dem Shakini-Zeichen, mit fünf langen Vokalen, …

Anmerkung: Fragment: Der Schluss der Aufbauanweisung ist beschädigt.

Kapitel 4, Vers 55

lāṅgūlo vardhamānaśca vetra āṣāḍha eva ca | saṭādhaḥ śākinīvarṇaḥ pratyaṅga iti bhāṣitaḥ ||55||

… [ergibt] Langula, Vardhamana, Vetra und Ashadha. Der Shakini-Laut unter Sata heißt Pratyanga.

Anmerkung: Die vorherige Anweisung nennt fünf Vokale, hier sind vier Namen lesbar; keine fünfte Benennung ergänzt.

Kapitel 4, Vers 56

khecarī vāmanetreṇa saṃjñā hi paripaṭhyate | savaktrā khalu cāmuṇḍā phephā bījamudāhṛtam ||56||

Khechari mit linkem Auge wird Samjna genannt. Chamunda mit Vaktra heißt das Bija Phepha.

Anmerkung: Phepha ist eine unsichere Eigenbenennung; keine fehlende Bija-Silbe daraus abgeleitet.

Kapitel 4, Vers 57

pañcadīrghasvaropetaṃ dhanadārṇamadhaḥ saram | rogabālārāhuraviṭaṅkoraṅgyaḥ kramato matāḥ ||57||

Der Dhanada-Laut, mit fünf langen Vokalen, darunter Sara …, [ergibt] der Reihe nach Roga, Bala, Rahu, Ravitanka und Orangi.

Anmerkung: Fragment: Die räumliche Bestimmung und die letzten beiden Namen sind beschädigt; die Namenliste bleibt als vorläufige Lesung kenntlich.

Kapitel 4, Vers 58

kamalārṇaṃ capārṇordhvaṃ pañcadīrghasvarānvitam | sabinduḥ kramaśaḥ pañca bījāni varavarṇini ||58||

Der Kamala-Laut über dem Chapa-Laut, mit fünf langen Vokalen und Bindu, [ergibt] der Reihe nach fünf Bijas, du Schöne …

Anmerkung: Chapa ist so lesbar, möglicherweise beschädigt; keine Ersetzung durch eine vermutete Chiffre.

Kapitel 4, Vers 586 [Quellzählung an Position 4.59]

svastikaśca tathā sūryāvartaśca parikīrtitaḥ | candratārāgrahapadādāvartaścāhvayā bhavet ||586||

… Svastika und Suryavarta; ferner entstehen die Bezeichnungen [Chandravarta, Taravarta und Grahavarta], indem „Avarta“ an Chandra, Tara und Graha angeschlossen wird.

Anmerkung: Die drei ausgeschriebenen Namen sind aus der ausdrücklichen Wortbildungsanweisung abgeleitet, keine ergänzten Bija-Silben.

Kapitel 4, Vers 60

kālikārṇaṃ māyikārṇaṃ tattaddīrghaśiro'nvitam | ādau kaulaśilaṃ bījaṃ tato'nu dadhi madhvapi ||60||

Der Kalika-Laut [mit] dem Maya-Laut, den jeweiligen langen Vokalen und Shiras [ergibt] zuerst das Bija Kaulashila, danach Dadhi und Madhu …

Anmerkung: Die Verbindung der beiden Ausgangslaute ist nicht vollständig lesbar; Kaulashila bleibt als Name bewahrt.

Kapitel 4, Vers 61

nāmāsya madhuparko'pi tridaivatamataḥ param | trayīmayaṃ tridevaśca pañca bījānyanukramāt ||61||

Auch Madhuparka ist sein Name. Danach [folgen] Tridaivata, Trayimaya und Trideva: fünf Bijas in Reihenfolge.

Anmerkung: Die sichtbaren Namen in60–61 ergeben bei unterschiedlicher Synonymabgrenzung nicht eindeutig fünf; keine Streichung zur Angleichung.

Kapitel 4, Vers 62

vijayā syāttrapābīje kṣetrapālavihaṅgamau | bhūtinyarṇau trapāgosthau sambhūticaturasrakau ||62||

Kshetrapala und Vihangama auf dem Trapa-Bija [ergeben] Vijaya. Die Bhutini-Laute auf Trapa beziehungsweise Go [sind] Sambhuti und Chaturasraka.

Anmerkung: Die erste Paarzuordnung ist beschädigt; keine zweite Ergebnisbenennung ergänzt.

Kapitel 4, Vers 63

śraśau śukraṃ ca rākāyāṃ sa eva pariniṣṭhitaḥ | a… viratiścaiva śrīkaṇṭha iti ca kramāt ||63||

Shra und Sha, Shukra auf Raka und dasselbe dort eingesetzt … [ergeben] …, Virati und Shrikantha, der Reihe nach.

Anmerkung: Fragment: Ausgangslaute und erster Ergebnisname sind beschädigt; keine vollständige Reihe rekonstruiert.

Weitere Fünfergruppen

Wiederkehrende Trägerzeichen und Ausgangsgruppen bilden neue Bijas; die Rückverweise bleiben als solche erkennbar.

Kapitel 4, Vers 64

ayaṃ kalpādiṣu bhavedyadi pañca samūrdhagaḥ | saṃhārī ca tathā nādāntakaścāmara eva hi ||64||

Wenn dieses [Zeichen] auf den Köpfen der fünf mit Kalpa beginnenden [Formen] steht, [entstehen] Samhari, Nadantaka und Chamara …

Anmerkung: Der Rückbezug auf „dieses“ ist nicht eindeutig; die Fünferliste setzt65 fort.

Kapitel 4, Vers 65

vyajanaṃ vidhṛtiścāpi kramato bījapañcakam | nidrā tathā yoginī ca pūrṇā dhūmrastathaiva ca ||65||

… Vyajana und Vidhriti: der Reihe nach fünf Bijas. Nidra, Yogini, Purna und Dhumra …

Kapitel 4, Vers 66

lalitā codvahantyo'muṃ pañcānyāni prakurvate | aupadeyaśca māraṇḍavinādau tadanantaram ||66||

… sowie Lalita, die jenes [Zeichen] tragen, bilden fünf weitere: Aupadeya, Maranda und Vinada …

Anmerkung: Aupadeya und Maranda sind unsichere Benennungen; nicht in geläufigere Wörter geändert.

Kapitel 4, Vers 67

vimardaśekharau cāpi tathā nadyādipañcake | ayameva hi maulistho virūpo'pyaparāntakaḥ ||67||

… sowie Vimarda und Shekhara. Dasselbe [Zeichen] auf den Köpfen der mit Nadi beginnenden Fünfergruppe [ergibt] Virupa und Aparantaka …

Kapitel 4, Vers 68

prakarī bindukaścāpi pañcadaṇḍādayastathā | pañca syurimamārūḍhā viraso ḍākikastathā ||68||

… Prakari und Binduka. Wenn die fünf mit Danda beginnenden [Formen] auf dieses [Zeichen] steigen, entstehen fünf [Bijas]: Virasa und Dakika …

Anmerkung: Der erste Teil nennt nur vier Ergebnisse zur zuvor genannten Fünfergruppe; keine fehlende Benennung ergänzt.

Kapitel 4, Vers 646 [Quellzählung an Position 4.69]

saumataśca pratānaśca vidikcāpi yathākramam | amumeva samārūḍhe cendrā yoginī tathā ||646||

… Saumata, Pratana und Vidik, in dieser Reihenfolge. Wenn Indra und Yogini dasselbe [Zeichen] besteigen, …

Anmerkung: Indra ist unsicher aus चेन्द्रा gelesen; ein abweichender Ausgangsname bleibt möglich.

Kapitel 4, Vers 70

vaiṭapaścaiva kaulluḥ krameṇa bhavataḥ śriye | śaṅkhādipañcakaśiraḥsthito māyārṇa eva hi ||70||

… entstehen der Reihe nach Vaitapa und Kaullu, du Herrliche. Der Maya-Laut auf den Köpfen der mit Shankha beginnenden Fünfergruppe [ergibt …]

Anmerkung: Kaullu ist eine unsichere Benennung; keine Gleichsetzung mit Kaula behauptet.

Kapitel 4, Vers 71

vicitradhanyāvullopyaṃ vismṛtiḥ pāṇigītikaḥ | ḍākinyāṃ kekarākṣyāṃ ca kṣetrapālasthito yadi ||71||

… Vichitra, Dhanya, Ullopya, Vismriti und Panigitika. Wenn Kshetrapala auf Dakini beziehungsweise Kekarakshi steht, …

Kapitel 4, Vers 72

tathā siddhiphalaṃ śilpabījaṃ ca bhavati kramāt | dasrādicaturūrdhvastha eṣa eva varānane ||72||

… entstehen der Reihe nach Siddhiphala und das Shilpa-Bija. Dasselbe [Zeichen] über den vier mit Dasra beginnenden [Formen], du Schöngesichtige, …

Kapitel 4, Vers 73

sampūrṇā ca tathā maunī bhasmaḥ saṅkalpa eva ca | vāmābhyāṃ netrakarṇābhyāṃ vikalpaḥ parikīrtyate ||73||

… [ergibt] Sampurna, Mauni, Bhasma und Samkalpa. Mit linkem Auge und linkem Ohr wird [es] Vikalpa genannt.

Kapitel 4, Vers 74

kūṣmāṇḍī cāpi cāmuṇḍā triśaktistriśikhā matā | tathā bhā viparītakrame māyārṇadhāriṇī ||74||

Kushmandi, Chamunda, Trishakti, Trishikha und Bha, in umgekehrter Reihenfolge, den Maya-Laut tragend, [ergeben …]

Anmerkung: Bha ist eine unsichere Benennung; die Umkehranweisung wird nicht stillschweigend als Normalreihenfolge ausgegeben.

Kapitel 4, Vers 75

pañcabījānyaṅkuraśca vanaspatividhānakau | saṃvidhānaśca kalahaḥ kālyarṇo daṇḍapañcake ||75||

… fünf Bijas: Ankura, Vanaspati, Vidhana, Samvidhana und Kalaha. Der Kali-Laut in der mit Danda beginnenden Fünfergruppe [ergibt …]

Kapitel 4, Vers 76

lakṣmavikramasaṅkrāntikulamudrāstathaiva ca | cakratumbīsamakṣāśca kramaśaḥ parikīrtitāḥ ||76||

… Lakshma, Vikrama, Samkranti, Kula, Mudra, Chakra, Tumbi und Samaksha, der Reihe nach.

Anmerkung: Die sichtbaren Namen sind mehr als die zuvor angekündigten fünf; keine Streichung oder neue Gruppe aus Vermutungen.

Kapitel 4, Vers 77

īhādipañcaśīrṣasthau māyārṇakṣetrapau yadi | viśikhāṅkuśatanbhū ca hāramaṣṭī vivarṇataḥ ||77||

Wenn der Maya-Laut und Kshetrapa auf den Köpfen der fünf mit Iha beginnenden [Formen] stehen, [entstehen] Vishikha, Ankusha, Tanbhu, Hara und Mashti …

Anmerkung: Fragment: Die Quelle markiert Tanbhu als fraglich; auch Schluss und Namensverteilung sind beschädigt.

Kapitel 4, Vers 78

vāmaśrutyakṣasaṃyukto randhra eṣa prakīrtitaḥ | nadyāditritaye nārasiṃhārṇo mūrdhni viṣṭhitam ||78||

Mit linkem Ohr und Aksha verbunden heißt dieses Randhra. Der Narasimha-Laut auf den Köpfen der mit Nadi beginnenden Dreiergruppe [ergibt …]

Anmerkung: Aksha bleibt als Deckwort erhalten; eine Gleichsetzung mit Auge ist hier nicht erzwungen.

Kapitel 4, Vers 76 [Quellzählung an Position 4.79]

bhavedguhyakapāṭākhyaṃ saṃsṛṣṭiśca vikośakaḥ | khaḍgādipañcake kṣetrapālo bhavati śīrṣagaḥ ||76||

… Guhyakapata, Samsrishti und Vikoshaka. Kshetrapala auf den Köpfen der mit Khadga beginnenden Fünfergruppe [ergibt …]

Kapitel 4, Vers 80

viṭaṅko yogatandrā ca digambara iti kramāt | tathā rasapuṭaścāpi saṃnyāsa iti ca kramāt ||80||

… Vitanka, Yogatandra, Digambara, Rasaputa und Samnyasa, in dieser Reihenfolge.

Gepaarte und mehrfache Lautfolgen

Das Kapitel erweitert seine Kombinationen auf zehn und fünfzehn Bijas. Unvollständig lesbare Listen bleiben offen.

Kapitel 4, Vers 81

vibhā yoṣidvirāṭcaiva bhairavaśca kumārikā | mūrdhnā vahantyo māyārṇaṃ vikarālī ca maunakaḥ ||81||

Vibha, Yoshit, Virat, Bhairava und Kumarika, den Maya-Laut auf dem Kopf tragend, [ergeben] Vikarali und Maunaka …

Anmerkung: Die Ergebnisliste setzt82 fort.

Kapitel 4, Vers 82

balikā vikhalaścāpi visāra iti ca kramāt | māyārṇaṃ yogivarṇe ca yoginyarṇaṃ trapopari ||82||

… Balika, Vikhala und Visara, in dieser Reihenfolge. Der Maya-Laut auf dem Yogi-Laut und der Yogini-Laut auf Trapa, …

Anmerkung: Yogi und Yogini sind in der Quelle verschieden geschrieben; keine automatische Gleichsetzung.

Kapitel 4, Vers 83

pañcadīrghasvarairyuktaṃ syurbījāni daśa kramāt | kalāvatī ca sarvasvaṃ vipriyastadanantaram ||83||

… mit den fünf langen Vokalen verbunden, ergeben zehn Bijas, der Reihe nach: Kalavati, Sarvasva und Vipriya …

Kapitel 4, Vers 84

santāravaikakṣakau ca mañjīro'pyanu tasya hi | samādhānaṃ sudarśanaṃ yauktikaṃ mañjarī tathā ||84||

… Santara, Vaikakshaka, Manjira, Samadhana, Sudarshana, Yauktika und Manjari.

Anmerkung: Die Verbindung Santara/Vaikakshaka ist etwas unsicher getrennt.

Kapitel 4, Vers 85

tadvattrapā manmathārṇe trapāyāmapi manmatham | punastāvanti jāyante bījāni kramaśaḥ priye ||85||

Ebenso Trapa auf dem Manmatha-Laut und Manmatha auf Trapa: Daraus entstehen wiederum ebenso viele Bijas in Reihenfolge, Geliebte …

Kapitel 4, Vers 86

sambhāvanā śuddhanidrā māyāhāro'pyanantaram | tato'nu kīrtayeddevi vipura… svaritottarau ||86||

… Sambhavana, Shuddhanidra, danach Mayahara; sodann soll man Vipura-… und die mit Svarita endenden [Namen] nennen, Göttin …

Anmerkung: Fragment: Die zweite Hälfte ist beschädigt; keine vollständige Zehnerliste hergestellt.

Kapitel 4, Vers 87

vidyāvalaṃ cākrikaṃ ca vikriyo vipṛthustathā | śālako māravarṇaścedyadi kalpādipañcake ||87||

… Vidyabala, Chakrika, Vikriya, Viprithu und Shalaka. Wenn der Mara-Laut auf der mit Kalpa beginnenden Fünfergruppe steht, …

Anmerkung: Vidyabala ist aus विद्यावलं vorsichtig gelesen; die Namensgrenzen bleiben örtlich unsicher.

Kapitel 4, Vers 88

varṇakaśca vivṛttaśca talagūḍhau samanvitau | vidhānamapi kāmārṇaṃ bhavedrāvādipañcake ||88||

… [entstehen] Varnaka, Vivritta, Tala, Gudha und Vidhana. Der Kama-Laut auf der mit Rava beginnenden Fünfergruppe [ergibt …]

Kapitel 4, Vers 89

layaśca vartakaḥ sarvaḥ pārīndraśca śubhaṃyukaḥ | varṇau śākinīḍākinyau māyārṇaṃ pañcadīrghakaiḥ ||89||

… Laya, Vartaka, Sarva, Parindra und Shubhamyuka. Die Laute Shakini und Dakini, der Maya-Laut, mit fünf langen Vokalen, …

Anmerkung: Die genaue Schichtung der neuen Konstruktion ist verkürzt; Shubhamyuka bleibt eine unsichere Namensform.

Kapitel 4, Vers 40 [Quellzählung an Position 4.90]

niyuktirjemanaścāpi saṃvyānaṃ ca tataḥ param | tathā sambaladhammillau tathā pidhvauna eva ca ||40||

… [ergeben] Niyukti, Jemana, Samvyana, Sambala, Dhammilla und Pidhvauna …

Anmerkung: Fragment: Der letzte Name ist in der Quelle fraglich; keine vermeintlich passende Lesung eingesetzt.

Kapitel 4, Vers 61 [Quellzählung an Position 4.91]

vatsabhāvau tathā yogo visaṃsvaranantaram | vadhūramāsmarārṇāśca ḍākinyāṃ pañcadīrghiṇaḥ ||61||

… Vatsa, Bhava, Yoga und danach Visamsvara. Die Laute Vadhu, Rama und Smara auf Dakini, mit den fünf langen Vokalen, …

Anmerkung: Der letzte Ergebnisname ist beschädigt und nur vorsichtig gelesen.

Kapitel 4, Vers 62 [Quellzählung an Position 4.92]

bījāni syuḥ pañcadaśa kramato varavarṇini | pāṭavaṃ pippalaṃ cāpi kalajambhau vivarṇataḥ ||62||

… ergeben fünfzehn Bijas in Reihenfolge, du Schöne: Patava, Pippala, Kala und Jambha …

Anmerkung: विवर्णतः ist in seiner Funktion unsicher; keine zusätzliche Farbe oder Silbe als feste Anweisung ergänzt.

Kapitel 4, Vers 63 [Quellzählung an Position 4.93]

uttānamindirā cāpi tato vinimayo'pi ca | sañjīvanīpakṣarāgatandrāśca vyarṇataḥ priye ||63||

… Uttana, Indira, Vinimaya, Sanjivani, Paksha, Raga und Tandra …, Geliebte.

Anmerkung: Der Schluss व्यर्णतः ist beschädigt; die lesbaren Namen bleiben vollständig erhalten.

Kapitel 4, Vers 64 [Quellzählung an Position 4.94]

kaitavātaṅgasaṃhāriṇaścāpi vighaṭī tathā | kūrcopari bhaveyuścenmāyākālī ca yoginī ||64||

… Kaitava, Atanga, Samharin und Vighati. Wenn Maya, Kali und Yogini auf Kurcha stehen, …

Anmerkung: Die Trennung Kaitava/Atanga ist etwas unsicher; die neue Reihe setzt95 fort.

Kapitel 4, Vers 465 [Quellzählung an Position 4.95]

manmatho vanitā cāpi pañca bījānyanukramāt | visaṃjñā pratyayaścāpi vigapratyaya itaḥ param ||465||

… sowie Manmatha und Vanita, [entstehen] fünf Bijas, der Reihe nach: Visamjna, Pratyaya und anschließend Vigapratyaya …

Anmerkung: Vigapratyaya ist eine beschädigte Benennung; keine geläufige Erkenntniskategorie als Ersatz eingesetzt.

Kapitel 4, Vers 66 [Quellzählung an Position 4.96]

saṃpratyayaśca saṃvigapratyayastadanantaram | daṇḍādipañcādhasthaścetkāpālārṇaṃ varānane ||66||

… Sampratyaya und danach Samvigapratyaya. Wenn der Kapala-Laut unter der mit Danda beginnenden Fünfergruppe steht, du Schöngesichtige, …

Anmerkung: Samvigapratyaya ist leicht beschädigt.

Kapitel 4, Vers 67 [Quellzählung an Position 4.97]

cūlikaścānukṛtiśca guptācārastathaiva ca | pāṣāṇaṃ tasya pūrvaṃ tu vijñeyā guhyakhecarī ||67||

… [entstehen] Chulika, Anukriti, Guptachara, Pashana und – vor diesem zu verstehen – Guhyakhechari.

Anmerkung: Die Quelle korrigiert die Listenposition durch „vor diesem“; die Anweisung wird bewahrt.

Kapitel 4, Vers 68 [Quellzählung an Position 4.98]

māyārṇādhaḥsthitaṃ devi yaduddhārādipañcakam | tathā lakṣmyarṇanīcasthaṃ bhavettvaṣṭrādipañcakam ||68||

Die mit Uddhara beginnende Fünfergruppe unter dem Maya-Laut, Göttin, sowie die mit Tvashtri beginnende Fünfergruppe unter dem Lakshmi-Laut …

Kapitel 4, Vers 646 [Quellzählung an Position 4.99]

kramato daśa bījāni syuruccaiḥśikharaṃ tataḥ | caṇḍinaśca vipāśaśca saṃmoho narma cāpi … ||646||

… ergeben der Reihe nach zehn Bijas: Ucchaih, Shikhara, Chandin, Vipasha, Sammoha und Narman …

Anmerkung: Fragment: Die Verbindung am Ende ist beschädigt; die Liste setzt100 fort.

Kapitel 4, Vers 100

kṣate saṃgyarṇataścāpi śrāntimapi tayoranu | śeṣe visaṃbhrāntirapi trapāyoginyathendirā ||100||

… Kshata, Sangyarnata [unsicher], danach Shranti und zuletzt Visambhranti. Trapa, Yogini und Indira …

Anmerkung: Fragment: Der zweite Name ist stark beschädigt; kein zehnter Listenname aus Vermutungen ergänzt.

Kapitel 4, Vers 101

triśaktirnarasiṃhaśca kevalaṃ varṇataḥ priye | krudhopariṣṭātsaṃviṣṭāḥ pañca bījānyanukramāt ||101||

… Trishakti und Narasimha, jeweils nur als Laut genommen, Geliebte, über Krudh gesetzt, ergeben fünf Bijas in Reihenfolge …

Anmerkung: Der Trägername क्रुध ist unsicher; die Ergebnisliste beginnt102.

Weitere Kombinationen und Namen

Die Lautschichtungen werden fortgesetzt; unklare Ausgangszeichen bleiben als Fragmente markiert.

Kapitel 4, Vers 102

tridevīmaulavikaṭavyālāśca mukharastathā | kṣetrapārṇau dhyānacañcū medhākṛṣṭiriti kramāt ||102||

… Tridevi, Maula, Vikata, Vyala und Mukhara. Die Kshetrapa-Laute [auf] Dhyana und Chanchu [ergeben] Medha und Akrishti, der Reihe nach.

Anmerkung: Die Schichtung der letzten Paaranweisung ist verkürzt; keine fehlenden Vokalzeichen ergänzt.

Kapitel 4, Vers 103

śaṅkhādipañcake tvaṣṭṛvarṇo bījāni pañca hi | prahārī cakradukkaśca karāṭī vātya… ||103||

Der Tvashtri-Laut auf der mit Shankha beginnenden Fünfergruppe ergibt fünf Bijas: Prahari, Chakradukka, Karati, Vatya und …

Anmerkung: Fragment: Mehrere Ergebnisnamen sind beschädigt; Chakradukka ist bereits in der Quelle fraglich.

Kapitel 4, Vers 104

vārīpuṭakapañcādho'nantārṇastrivṛdādayaḥ | pañca triśaktivarṇādho daśa bījānyanukramāt ||104||

Der Ananta-Laut unter der mit Vari-Putaka beginnenden Fünfergruppe sowie die fünf mit Trivrit beginnenden [Formen] unter dem Trishakti-Laut [ergeben] der Reihe nach zehn Bijas …

Anmerkung: Der erste Gruppenname ist nicht völlig sicher getrennt.

Kapitel 4, Vers 105

naiyatyaṃ cāpi santāno vitāno vivarastathā | bṛṃhitaścāpi sāpiṇḍaḥ prākāraḥ kuhikā tathā ||105||

… Naiyatya, Santana, Vitana, Vivara, Brimhita, Sapinda, Prakara und Kuhika …

Kapitel 4, Vers 106

bījāni ca tathā taṣṭā nākulakṣetrapārṇakau | krakacāriṣṭayorvairudhaśca śrīvatsa eva ca ||106||

… die Bijas und ebenso Tashta. Die Laute Nakula und Kshetrapa auf Krakacha beziehungsweise Arishta [ergeben] Vairudha und Shrivatsa.

Anmerkung: Fragment: Die erste Halbzeile ist beschädigt und vervollständigt die vorherige Zehnerliste nicht sicher; Tashta bleibt vorläufiger Name.

Kapitel 4, Vers 107

kūṣmāṇḍī ca tathā … triśaktistriśikhyapi | evaṃ ca viparītena krameṇa varavarṇini ||107||

Kushmandi, ferner …, Trishakti und Trishikha, in umgekehrter Reihenfolge, du Schöne, …

Anmerkung: Fragment: Ein Ausgangsname ist unlesbar; kein fünftes Glied geraten.

Kapitel 4, Vers 108

yoginyarṇaṃ mūrdhni kṛtvā syurbījānīha pañca vai | īśāpārāvarapurugūḍhāhetureva ca ||108||

… den Yogini-Laut auf den Kopf gesetzt, ergeben hier fünf Bijas: Isha, Paravara, Puru, Gudha und Ahetu.

Anmerkung: Die Abgrenzung der ersten Namen ist leicht unsicher.

Kapitel 4, Vers 106 [Quellzählung an Position 4.109]

śaṅkhārṇaṃ mānasārṇe tu pañcadīrghairnirākṛtiḥ | tarpaṇaṃ bhedavaraṭau prītistadanu gadyate ||106||

Der Shankha-Laut auf dem Manasa-Laut mit fünf langen Vokalen [ergibt] Nirakriti, Tarpana, Bheda, Varata und danach Priti.

Kapitel 4, Vers 110

keśaraḥ kākinī nemiḥ śākinī chanda eva ca | caṇḍo viśvaśca śirasā vahantastriśikhārṇakam ||110||

Keshara, Kakini, Nemi, Shakini, Chandas, Chanda und Vishva, den Trishikha-Laut auf dem Kopf tragend, …

Kapitel 4, Vers 111

vāraṇājraśāpau ca śapathaśchanda eva ca | nistāraḥ pramitiścāpi saptabījānyanukramāt ||111||

… [ergeben] Varana, Ajra, Shapa, Shapatha, Chandas, Nistara und Pramiti: sieben Bijas, der Reihe nach.

Anmerkung: Ajra und die Trennung des Anfangs sind in der Quelle fraglich; keine Ersatzbenennung ergänzt.

Kapitel 4, Vers 112

nāgārṇordhvaṃ viṣārṇaṃ hi parattārṇaṃ triśikhārṇake | śreṣṭhārṇe ca nṛsiṃhārṇaṃ cāmuṇḍārṇe khagārṇakam ||112||

Der Visha-Laut über dem Naga-Laut, der Paratta-Laut auf dem Trishikha-Laut, der Nrisimha-Laut auf Shreshtha und der Khaga-Laut auf Chamunda …

Anmerkung: Paratta ist eine beschädigte Chiffre; keine geläufige Gottheit eingesetzt.

Kapitel 4, Vers 113

saptadīrghasvarodyuktaṃ bījānyaṣṭau ca viṃśatiḥ | kramataḥ paripaṭhyāni tatrādau vedhya ucyate ||113||

… jeweils mit sieben langen Vokalen verbunden, ergeben achtundzwanzig Bijas. Sie sollen der Reihe nach gelesen werden; zuerst heißt es Vedhya …

Kapitel 4, Vers 114

yācñākrośasaṃvittivaśadāhāstathaiva ca | racanārādhanaṃ saṃpradāyabhājanameva ca ||114||

… Yachna, Akrosha, Samvitti, Vasha, Daha, Rachana, Aradhana, Sampradaya und Bhajana …

Anmerkung: Decknamen wie Bitte, Ruf, Bewusstsein und Verehrung, keine an dieser Stelle neu erteilten Ritualbefehle.

Kapitel 4, Vers 115

praśnāpāyaśleṣanikāravistārāḥ sadayaḥ | uḍḍīśaḥ prakāraśca pravāho'vasthayā saha ||115||

… Prashna, Apaya, Shlesha, Nikara, Vistara, Sadaya, Uddisha, Prakara, Pravaha und Avastha …

Anmerkung: Sadaya ist in der Quelle fraglich; die Trennung der ersten Verbindung bleibt vorsichtig.

Kapitel 4, Vers 116

nirvaṃśo vyāsa utkrāmaḥ prādeśastadanantaram | nīlāñjanaṃ ca vighnaśca prakṣepasvātireva ca ||116||

… Nirvamsha, Vyasa, Utkrama, Pradesha, Nilanjana, Vighna, Prakshepa und Svati.

Anmerkung: Nirvamsha ist aus निवंशो vorsichtig gelesen.

Zwanzig Ausgangsformen und ihre Benennungen

Eine größere Reihe von Aufbaukombinationen führt zu einer langen Liste. Die beschädigte Zahlchiffre wird nicht allein aus der erwarteten Summe ersetzt.

Kapitel 4, Vers 117

nṛsiṃhaśākinīvarṇau trapāvarṇopari sthitau | khecaryarṇe triśaktyarṇaṃ ḍākinyarṇaṃ kramākṣare ||117||

Die Laute Nrisimha und Shakini auf dem Trapa-Laut; der Trishakti-Laut auf dem Khechari-Laut; der Dakini-Laut auf dem Krama-Zeichen …

Anmerkung: Die Reihe der Aufbaukombinationen reicht bis 122.

Kapitel 4, Vers 118

bhāruṇḍārṇe triśaktyarṇaṃ sūkṣmārṇamapi ca śriye | kārakārṇe trapārṇaṃ ca viriñcyarṇaṃ jaṭārṇake ||118||

… der Trishakti-Laut und auch der Sukshma-Laut auf Bharunda, du Herrliche; Trapa auf Karaka; Virinchi auf Jata …

Anmerkung: Die Doppelzuordnung zu Bharunda bleibt quellennah, ohne fehlenden Träger ergänzt.

Kapitel 4, Vers 116 [Quellzählung an Position 4.119]

kāpālārṇaṃ keśarārṇe khecaryarṇe'mṛtārṇakam | yoginyarṇaṃ drāvaṇārṇe nāgakeśaravarṇakau ||116||

… Kapala auf Keshara; Amrita auf Khechari; Yogini auf Dravana; die beiden Laute Naga und Keshara …

Anmerkung: Der letzte Aufbauanschluss reicht120 weiter und ist nicht völlig eindeutig.

Kapitel 4, Vers 120

kāpālārṇaṃ hi yakṣārṇaṃ mantrāvalyarṇake tathā | yoginyarṇe'pi dasrārṇaṃ nepyarṇau vanitārṇake ||120||

… Kapala und Yaksha auf Mantravali; Dasra auf Yogini; die Nepya-Laute auf Vanita …

Anmerkung: Fragment: Nepya ist in der Quelle fraglich; keine neue Bija-Bezeichnung rekonstruiert.

Kapitel 4, Vers 121

nṛsiṃhārṇaṃ ca nāgārṇe vahnyanantākṣare tathā | vajrārṇe kharvalīle ca keśarārṇe tathaiva ca ||121||

… Nrisimha auf Naga; ferner auf den Zeichen Vahni und Ananta; Kharva und Lila auf Vajra und ebenso auf Keshara …

Anmerkung: Fragment: Die Reihenfolge ist lesbar, aber die ausgelassenen Ausgangsbezüge sind nicht überall zuverlässig zuzuordnen.

Kapitel 4, Vers 122

ḍāmarārṇe tathehārṇaṃ lajjāsaukalavarṇake | kūṣmāṇḍārṇe kabandhārṇaṃ tathā sūkṣmākṣare priye ||122||

… Iha auf Damara; auf den Zeichen Lajja und Saukala; Kabandha auf Kushmanda und ebenso auf Sukshma, Geliebte.

Anmerkung: Einige zurückverwiesene Ausgangslaute sind nicht erneut genannt; keine sichere Gesamtformel ergänzt.

Kapitel 4, Vers 123

bījānāṃ viṃśatirhyeṣā saptadīrghaśiro'nvitā | kharvendumitāni syurbījāni parameśvari ||123||

Diese zwanzig Bijas, mit sieben langen Vokalen und Shiras verbunden, ergeben Bijas in der durch „Kharva-Indu“ bezeichneten Zahl, höchste Herrin.

Anmerkung: Die Zahlchiffre ist in der Quelle fraglich. Aus zwanzig mal sieben wird nicht stillschweigend eine sicher gelesene Gesamtzahl gemacht.

Kapitel 4, Vers 124

uḍḍyānaṃ mañcamaṅgalaṃ bhakāro'rgula eva hi | bhānapāṭhotsargacityeṣaṇāścañcalamannakam ||124||

[Die Namen lauten] Uddyana, Mancha, Mangala, Bhakara, Argula, Bhana, Patha, Utsarga, Chitya, Eshana, Chanchala und Annaka …

Anmerkung: Die erste Reihe ist leicht beschädigt; Bhakara bleibt eine unsichere Benennung.

Kapitel 4, Vers 125

antaḥ pratīcī jyotsnāśca kṛtigrāhagrahā api | tāpaśca tapanaścāpi santāpo vardhanī tathā ||125||

… Antas, Pratichi, Jyotsna, Kriti, Graha, Graha, Tapa, Tapana, Santapa und Vardhani …

Anmerkung: Die beiden Graha-Namen unterscheiden sich im Sanskrit als ग्राह/ग्रह durch Vokallänge; keine Dublette gelöscht.

Kapitel 4, Vers 126

varṇastataḥ śekharaśca yātanākavalamṛṇam | raktaṃ paśustathā rājā karakākarake api ||126||

… Varna, Shekhara, Yatana, Kavala, Rina, Rakta, Pashu, Raja, Karaka und Karaka …

Anmerkung: तथा folgt der Quellenkorrektur. Die beiden Karaka-Formen sind im Sanskrit unterschiedlich lang; die genaue Lesung bleibt unsicher.

Kapitel 4, Vers 127

ulūko lambikā cāpi gururapyupalastataḥ | īśelāhaḥ sāndhyacañcalaveśā guhya eva ca ||127||

… Uluka, Lambika, Guru, Upala, Isha, Ilaha, Sandhya, Chanchala, Vesha und Guhya …

Anmerkung: Die Verbindung Isha/Ilaha ist beschädigt und nur vorsichtig getrennt.

Kapitel 4, Vers 128

grahopyāryā tathā lambā mayūrāpyatha bṛhatī | rayiruddhittrapācchippitīrthāni drava eva ca ||128||

… Graha, Arya, Lamba, Mayura, Brihati, Rayi, Uddhi, Trapa, Chhippi, Tirtha und Drava …

Anmerkung: Uddhi und Chhippi sind unsicher gelesen; keine passenden Ersatzwörter erfunden.

Kapitel 4, Vers 124 [Quellzählung an Position 4.129]

vāṭī janyā ca poṣaśca savanaṃ pṛśnireva ca | kṣudratṛptipuṭadrāvasargamārjanameva ca ||124||

… Vati, Janya, Posha, Savana, Prishni, Kshudra, Tripti, Puta, Drava, Sarga und Marjana …

Kapitel 4, Vers 130

upasargastathā lokānisargaścayanaṃ tathā | vargaśca mahimā bhāṣā durgāyatnaprayatnakau ||130||

… Upasarga, Loka, Nisarga, Chayana, Varga, Mahima, Bhasha, Durga, Yatna und Prayatna …

Kapitel 4, Vers 131

jālaṃ tathā pavargaśca visargo yugameva ca | duṣṭastataḥ paraṃ guhyā nindā kaṇakaṇākiṇāḥ ||131||

… Jala, Pavarga, Visarga, Yuga, Dushta, Guhya, Ninda, Kana, Kana und Kina …

Anmerkung: Die letzten Namensgrenzen und Vokallängen sind unsicher; keine feste Dreierlesung behauptet.

Kapitel 4, Vers 132

guṇo gaṇastathā mūlaṃ pratimānaṃ ca vāruṇī | śaraṇaṃ khaṇḍake bhūśca siddhāntaḥ śrutivastu ca ||132||

… Guna, Gana, Mula, Pratimana, Varuni, Sharana, Khandaka, Bhu, Siddhanta, Shruti und Vastu …

Anmerkung: Die Schlussverbindung श्रुतिवस्तु kann auch eine einzige Benennung sein; offen belassen.

Kapitel 4, Vers 133

mandā daivaṃ tathā sandhā varṣmā nandāvitānakam | kiñjalkatithiṣadyāni saṃgatirbarhameva ca ||133||

… Manda, Daiva, Sandha, Varshman, Nanda, Vitanaka, Kinjalka, Tithi, Shadya, Samgati und Barha …

Anmerkung: Shadya ist eine beschädigte Benennung; keine zusätzliche Deutung behauptet.

Kapitel 4, Vers 134

īriṇī ca tathā sāmyaramaṇīvāra eva ca | mṛgāṅkavīthyau ca paṇaḥ kharaḥ karaṇameva ca ||134||

… Irini, Samya, Ramani, Vara, Mriganka, Vithi, Pana, Khara und Karana …

Kapitel 4, Vers 135

catuṣpathoṣarau rīti dhātumūrtaya eva ca | riṣṭakūṭau tathā kāṣṭhādhūrayo'ghoṣa eva ca ||135||

… Chatushpatha, Ushara, Riti, Dhatu, Murti, Rishta, Kuta, Kashtha, Dhura und Aghosha …

Anmerkung: Aghosha ist aus अघोध vorsichtig gelesen.

Kapitel 4, Vers 136

goṣṭhī dikṣuśca koṣṭhaśca vyālaścāpi lalāṭakaḥ | mahāśaṅkhakṛtaṅkaśca durghaṭo gali eva ca ||136||

… Goshthi, Dikshu, Koshtha, Vyala, Lalataka, Mahashankha, Kritanka, Durghata und Gali …

Anmerkung: Dikshu ist in der Quelle fraglich; mehrere weitere Endungen sind unsicher.

Abschluss der Bija-Gruppen

Weitere Siebener- und Vierzehnerreihen führen zum Sayujya-Bija und zum Abschluss der Bija-Lehre.

Kapitel 4, Vers 137

pataṅgapravahau vāpītyevaṃ sarve mayoditāḥ | cāraphāṇṭalayāḥ kāye dīrghasaptakasaṃyutāḥ ||137||

… Patanga, Pravaha und Vapi: So habe ich sie alle genannt. Chara, Phanta und Laya auf Kaya, mit sieben langen Vokalen verbunden, …

Anmerkung: Die neue Konstruktion setzt138 fort.

Kapitel 4, Vers 138

gaṇaprāṇagoṣṭhāni vādo niṣṭhā tathaiva ca | kṣveḍo mauliriti jñeyā devyānukramato'khilāḥ ||138||

… sind der Reihe nach als Gana, Prana, Goshtha, Vada, Nishtha, Kshveda und Mauli zu verstehen, Göttin.

Anmerkung: Gana folgt der Korrekturklammer der Quelle; Prana ist leicht beschädigt.

Kapitel 4, Vers 1386 [Quellzählung an Position 4.139]

viriñcyarṇaṃ karambhyarṇe'nantārṇaṃ vanitārṇake | svaraistaistaiśca yuktāni bhavanti hi caturdaśa ||1386||

Virinchi auf dem Karambhin-Laut und Ananta auf Vanita, mit den jeweiligen Vokalen verbunden, ergeben vierzehn [Bijas] …

Kapitel 4, Vers 140

ilikaścāpi vehaṇḍastejanaṃ gajayā saha | mehanī stanakālaśca phullo rasika eva ca ||140||

… Ilika, Vehanda, Tejana, Gaja, Mehani, Stana, Kala, Phulla und Rasika …

Anmerkung: Die Namensgrenzen um स्तनकाल sind nicht völlig sicher.

Kapitel 4, Vers 141

rāsāvayau tathā tuṇḍā kuvikāyakakau tathā | kaṇṭhīravaḥ sarvaśeṣe kramaśaḥ parikīrtitaḥ ||141||

… Rasa, Avaya, Tunda, Kuvikayaka … und ganz zuletzt Kanthirava, in dieser Reihenfolge.

Anmerkung: Fragment: Die Quelle markiert die mittlere Verbindung als fraglich; die angekündigten vierzehn werden nicht künstlich aufgefüllt.

Kapitel 4, Vers 142

keśarārṇodumbarārṇau śaṅkhārṇopari viṣṭhitau | taiḥ svaraistena copetaiḥ sapta bījānyanukramāt ||142||

Keshara und Audumbara auf dem Shankha-Laut, mit jenen Vokalen und jenem [Zeichen], ergeben sieben Bijas der Reihe nach …

Anmerkung: Die zwei Ausgangszeichen bei angekündigten sieben Ergebnissen bleiben in ihrer unklaren Beziehung erhalten.

Kapitel 4, Vers 143

nistanaśca virādhaśca turīyā tadanantaram | sthānīgrāvā ghaṇṭikā ca pathyaṃ sarvānipāyi ca ||143||

… Nistana, Viradha, Turiya, Sthani-Grava, Ghantika, Pathya und Sarvanipayi.

Anmerkung: Sthani-Grava und Sarvanipayi sind beschädigte Verbindungen; keine gesicherte Wortteilung behauptet.

Kapitel 4, Vers 144

yajñākṣare nṛsiṃhārṇaṃ tayā rītyaiva cānvitam | manojavāmodakaśca vāsitā rajjireva ca ||144||

Der Nrisimha-Laut auf dem Yajna-Zeichen, auf dieselbe Weise verbunden, [ergibt] Manojava, Amodaka, Vasita und Rajji …

Kapitel 4, Vers 145

ojasvibāṣpe ca sahyaṃ kramaśaḥ sapta pārvati | pūrve yathā kalitaṃ tathātrāpi mahākṣaram ||145||

… Ojasvin, Bashpa und Sahya: sieben in Reihenfolge, Parvati. Das große Zeichen ist hier so zu bilden wie zuvor.

Anmerkung: Der erste Wortlaut der zweiten Hälfte ist beschädigt und aus dem Zusammenhang vorsichtig gelesen.

Kapitel 4, Vers 146

saukalārṇe purāvacca taiśca tena ca saṃyutam | priye bījāni sapta syuriṣmapūtyaṇḍakūrcikā ||146||

Auf dem Saukala-Laut, wie zuvor mit jenen [Vokalen] und jenem [Zeichen] verbunden, entstehen sieben Bijas, Geliebte: Ishma, Puti, Anda-Kurchika …

Anmerkung: Die ersten Ergebnisnamen sind beschädigt; ihre genaue Trennung bleibt offen.

Kapitel 4, Vers 147

bālaraṇḍā kāmakalā valkalo raṅkuko tathā | keśarārṇavyapetāgnikhecaryarṇaṃ kramākṣare ||147||

… Balaranda, Kamakala, Valkala und Rankuka. Der Khechari-Laut, von dem mit Keshara verbundenen Agni entkleidet, auf dem Krama-Zeichen …

Anmerkung: Die zweite Lautanweisung ist nicht vollständig eindeutig; die Namen der ersten Hälfte sind reine Chiffren, keine beschriebene sexuelle Handlung.

Kapitel 4, Vers 148

tato … syurbījānīha sapta vai | śaktividyā ca ṣaṭcakraṃ tataḥ sarvāgamo'pi ca ||148||

… daraus entstehen hier sieben Bijas …: Shakti-Vidya, Shatchakra und Sarvagama …

Anmerkung: Fragment: Die fehlende Vokal- oder Aufbauanweisung am Anfang ist in der Quelle als fraglich markiert; keine Ergänzung zur Siebenerzahl.

Kapitel 4, Vers 146 [Quellzählung an Position 4.149]

kaulabījaṃ tato jñeyamāmnāyātītamityapi | vidyātattvaṃ tatastattvārṇavaśca parikīrtitaḥ ||146||

… sodann sind Kaula-Bija, Amnayatita, Vidyatattva und Tattvarnava zu verstehen.

Anmerkung: Die Reihe schließt die sieben Namen aus 148–149 ab.

Kapitel 4, Vers 150

phetkāryarṇaṃ ca muktāyāṃ śaktisarvasvamucyate | tadeva ca mahāśīrṣaṃ parāparamudīryate ||150||

Der Phetkari-Laut auf Mukta heißt Shakti-Sarvasva. Derselbe mit großem Shiras wird Parapara genannt.

Anmerkung: महाशीर्ष ist vorsichtig gelesen; die genaue Größe oder Zahl des Schlusszeichens wird nicht erschlossen.

Kapitel 4, Vers 151

saṃdaṃśakārṇaṃ bhrāmaryāṃ śāmbhavaṃ paripaṭhyate | tadeva hi pracaṇḍāyāṃ cicchaktirabhidhīyate ||151||

Der Samdamshaka-Laut auf Bhramari wird Shambhava genannt. Derselbe auf Prachanda heißt Chit-Shakti.

Kapitel 4, Vers 152

ādāvulkā bradhnabījaṃ viparītaṃ punarvadet | tadevaṃ sandhiyuktaṃ ca tathaikīkṛtya ca priye ||152||

Zuerst Ulka, dann das Bradhna-Bija; anschließend soll man es umgekehrt sprechen. So mit Sandhi verbunden und zu einem Ganzen vereinigt, Geliebte, …

Anmerkung: Bradhna ist eine unsichere Lesung; keine vollständige Formel durch Rückrechnung ergänzt.

Die Quellenbezüge der Bijas

Der Text nennt720 Bijas und verweist auf Kapala-Damara, Shabara-Tantra und Guru-Unterweisung.

Kapitel 4, Vers 153

sāyujyabījamityuktaṃ mokṣamārgapratiṣṭhitam | iti saptaśataṃ proktaṃ bījānāṃ viṃśatistathā ||153||

… heißt es Sayujya-Bija, auf dem Weg der Befreiung begründet. Damit sind siebenhundertzwanzig Bijas genannt.

Anmerkung: Die Zahl720 steht ausdrücklich im vierten Kapitel; sie wird nicht mit der360-Zählung des dritten Kapitels verwechselt.

Kapitel 4, Vers 154

sarvāgameṣu gopyāni mahāpāpaharāṇi ca | guptatvādaprasiddhāni bījāni varavarṇini ||154||

Diese Bijas sind in allen Agamas geheim zu halten und sollen große Verfehlungen hinwegnehmen. Wegen ihrer Geheimhaltung sind sie wenig bekannt, du Schöne.

Anmerkung: Traditionelle Wert- und Geheimhaltungsbehauptung.

Kapitel 4, Vers 155

samuddhartumaśakyāni hyupadeśaṃ gurorvinā | kapālaḍāmarīyāni tatra śābarakānyapi ||155||

Ohne die Unterweisung des Guru lassen sie sich nicht erschließen: die aus dem Kapala-Damara und auch die Shabara-[Bijas].

Anmerkung: Die Werk- beziehungsweise Überlieferungsbezüge sind Aussagen des Textes.

Kapitel 4, Vers 156

sakṛduccāraṇenaiṣāmekaikeṣāṃ varānane | naṣṭāni syuḥ pātakāni sarveṣāṃ gadanātkimu ||156||

Schon das einmalige Aussprechen eines jeden von ihnen soll Verfehlungen vernichten, du Schöngesichtige. Wie viel mehr dann das Aussprechen aller!

Kapitel 4, Vers 157

ebhireva mahābījaiḥ priye kapālaḍāmare | tathā śābaratantre ca mantrāṇāmuddhṛtiḥ kṛtā ||157||

Mit eben diesen großen Bijas wurde die Erschließung der Mantras im Kapala-Damara und im Shabara-Tantra vorgenommen, Geliebte.

Neue Namenklassen für Kutas

Nadis, Suktas, Varnas, Flüsse, Berge und Begriffe verschiedener Lehrsysteme bilden die Namenklassen der folgenden Kutas.

Kapitel 4, Vers 158

ataḥ paraṃ tu kūṭānāmuddhāraṃ śṛṇu pārvati | yā saṃjñā pūrvamuddiṣṭā saivātrāpi prakāśate ||158||

Höre nun die Erschließung der Kutas, Parvati. Dieselben Benennungen, die früher genannt wurden, erscheinen auch hier.

Kapitel 4, Vers 156 [Quellzählung an Position 4.159]

kiṃtu kiñcidviśeṣo'sti tamapi vyāharāmi te | yathā kṛtāḥ kūṭasaṃjñā yajñānāṃ nāmabhiḥ purā ||156||

Es gibt jedoch eine Besonderheit; auch sie erkläre ich dir. Wie die Kutas zuvor nach den Namen von Opfern bezeichnet wurden, …

Kapitel 4, Vers 160

tathātrāpi varārohe nānābhedena kathyate | nāḍīnāṃ śrutisūktānāṃ varṇānāṃ saritāṃ tathā ||160||

… so wird auch hier in vielerlei Unterscheidungen verfahren, du Schöne: nach den Namen von Nadis, Shruti-Suktas, Varnas und Flüssen …

Anmerkung: Varna kann Laut oder Farbe heißen; die spätere Aufzählung ist für die konkrete Zuordnung maßgeblich.

Kapitel 4, Vers 161

śailaśaileyavedāntasāṃkhyaśikṣānubandhinām | ṣaḍdarśanīyasaṃjñānāmabhidhānakramairapi ||161||

… von Bergen und Bergzugehörigem, von Begriffen des Vedanta, Samkhya und der Shiksha sowie von Benennungen der sechs Darshanas.

Anmerkung: Die sechs Darshanas werden an dieser Stelle nicht einzeln genannt; keine moderne Standardliste ergänzt.

Kapitel 4, Vers 162

kūṭākhyā tattadākhyānāṃ tadākhyānaṃ suniścitam | yatra na nāmakaṃ tatra kevalaṃ kūṭanāma hi ||162||

Die Kuta-Bezeichnung der jeweiligen Namen ist als die entsprechende Benennung festzuhalten. Wo kein solcher Name steht, gilt lediglich der Kuta-Name.

Anmerkung: Die Satzfügung ist unregelmäßig; der erkennbare Unterschied zwischen thematischem Namen und bloßem Kuta-Namen ist wiedergegeben.

Kapitel 4, Vers 163

pūrṇaṃ śataṃ tatra nāḍyaḥ sūktaṃ dve viṃśatī tathā | dvicatvāriṃśato varṇāstathā nadyaśca saptatiḥ ||163||

Dabei gibt es ein volles Hundert Nadi-Namen, zwei Zwanzigergruppen von Suktas, zweiundvierzig Varnas und siebzig Flüsse.

Anmerkung: „Zwei Zwanzigergruppen“ entspricht vierzig, nicht zweiundzwanzig; spätere Zähldifferenzen werden nicht hier rückwirkend ausgeglichen.

Kapitel 4, Vers 164

uccāvacāḥ parvatādyāstathaivāṣṭādaśa smṛtāḥ | aṣṭau ca saṃjñā vaidikyo hyekaviṃśāḥ prakīrṇakāḥ ||164||

Ferner sind achtzehn höhere und niedrigere Berge und Ähnliches genannt, acht vedische Bezeichnungen und einundzwanzig vermischte Namen.

Anmerkung: Die Zahlen stammen aus der Quelle; eine vollständige Rekonstruktion zur Bestätigung der Summen ist nicht vorgenommen.

Die Nadi-Kutas

Die Quelle nennt eine Gesamtzahl und beginnt mit den nach Nadis benannten Lautgruppen. Nicht jede beschädigte Zuordnung lässt sich zuverlässig bestimmen.

Kapitel 4, Vers 165

ekaṣaṣṭiśca śāstrīyāḥ saṃjñāstadanu pārvati | sarve militvā vijñeyaṃ ṣaṣṭyuttaraśatatrayam ||165||

Danach folgen einundsechzig Bezeichnungen aus den Lehrschriften, Parvati. Zusammen sollen es dreihundertsechzig sein.

Anmerkung: Die zuvor lesbaren Gruppenangaben ergeben nicht ohne Weiteres360. Die Quellenzählung bleibt unverändert; keine Gruppe ergänzt oder Zahl repariert.

Kapitel 4, Vers 166

idānīṃ kramato'mīṣāṃ samuddhāraṃ niśāmaya | hemasvanau cettārāca śūlayorapi ca kramāt ||166||

Höre nun ihre Erschließung der Reihe nach. Wenn Hema und Svana auf Tara und Shula stehen, …

Anmerkung: Die Verteilung der beiden Ausgangszeichen auf die beiden Träger ist leicht beschädigt.

Kapitel 4, Vers 167

sargāvisarge dve nāḍyau bhavato varavarṇini | sadohararavakṣīrakāyahārairvikampinī ||167||

… entstehen die beiden Nadis Sarga und Visarga, du Schöne. Sadas, Hara, Rava, Kshira, Kaya und Hara [bilden] Vikampini.

Anmerkung: Die Nadi-Namen bezeichnen hier Kutas. Hara erscheint in der Folge zweimal und bleibt wiederholt.

Kapitel 4, Vers 168

syātsamaraṇahārakharvahimāni ca tataḥ svanaḥ | nāgamūrdhni … tadā klinnā bhavetpriye ||168||

[Hinzu kommen] Sama, Rana, Hara, Kharva, Hima und danach Svana auf dem Kopf Nagas …; dann entsteht Klinna, Geliebte.

Anmerkung: Fragment: In der Quelle stehen ausdrückliche Leerzeichenmarken „००००“. Die genaue Grenze zur Vikampini-Folge bleibt unklar.

Kapitel 4, Vers 1646 [Quellzählung an Position 4.169]

ravapāṭha…kāyaharayo vahnau hriyām | vīṇā sadohāramāyānadāḥ kṣatakagā hitā ||1646||

Rava, Patha, … Kaya und Hara auf Vahni oder Hri … . Vina, Sadas, Hara, Maya und Nada auf Kshata [sind] Hita.

Anmerkung: Fragment: Die erste Aufbaufolge ist beschädigt und hat keinen sicher lesbaren Ergebnisnamen; die zweite wird weiterübersetzt.

Kapitel 4, Vers 170

harijātisadaḥkāyāstrapāyāṃ bhāsurā bhavet | saṅkocinī sadomāyāharikṣīraṃ bhuśuṇḍike ||170||

Hari, Jati, Sadas und Kaya auf Trapa werden Bhasura. Sadas, Maya, Hari und Kshira auf Bhushundika [sind] Samkochini.

Kapitel 4, Vers 171

svanakṣīre śubhasadohārau raṇayutau punaḥ | śare savāmakarṇendau dhamanī parikīrtitā ||171||

Svana, Kshira, Shubha, Sadas und Hara, mit Rana, auf Shara mit linkem Ohr und Indu, werden Dhamani genannt.

Anmerkung: Die Dualendungen sind unregelmäßig; die lesbaren Chiffren werden vollständig bewahrt.

Kapitel 4, Vers 172

līlāśubhakṣīrakāyamanaḥśūrāstrapopari | prabuddhā ca bhaveddīptā rambhākṣīraharā manaḥ ||172||

Lila, Shubha, Kshira, Kaya, Manas und Shura auf Trapa werden Prabuddha. Dipta [beginnt mit] Rambha, Kshira, Hara und Manas …

Anmerkung: Die Grenze zwischen Ergebnisname und neuer Reihe ist aus den zwei benannten Nadis vorsichtig erschlossen.

Kapitel 4, Vers 173

saśubhaṃ sṛṣṭimūrdhasthaṃ kṣamāvṛṣahimāni tu | darbho jambhaḥ kṣepaṇī syādbhaveccātha prakāśinī ||173||

… mit Shubha auf dem Kopf von Srishti. Kshama, Vrisha, Hima, Darbha und Jambha [ergeben] Kshepani; danach [folgt] Prakashini.

Anmerkung: Die Anweisung der zweiten Hälfte ist verkürzt; der nächste Vers beschreibt Prakashinis Aufbau.

Kapitel 4, Vers 174

kṣīrakāyau rathantaryāṃ hariḥ śubhamataḥ param | manaśca śūravāmākṣibinduyukte varānane ||174||

Kshira und Kaya auf Rathantara, danach Hari, Shubha und Manas, verbunden mit Shura, linkem Auge und Bindu, du Schöngesichtige.

Anmerkung: Die genaue Schichtung einzelner Glieder ist leicht beschädigt; keine vollständige Endform errechnet.

Kapitel 4, Vers 175

ālasyā syāttu sambhūtau sado jātirhariḥ kramāt | raṇahārau trapāśūravarṇau kāme vilambitā ||175||

Sadas, Jati und Hari auf Sambhuti sind Alasya. Rana, Hara sowie die Laute Trapa und Shura auf Kama [bilden] Vilambita.

Kapitel 4, Vers 176

ravaḥ sadaḥ karau māyājyārṇau yoginīśīrṣake | pūrṇāthāveśinī rambhā śubhe maṇimanoyute ||176||

Rava, Sadas, Kara sowie Maya und Jya auf dem Kopf Yoginis [sind] Purna. Danach Aveshini: Rambha auf Shubha, mit Mani und Manas …

Anmerkung: Fragment: Die Aveshini-Folge ist in ihrem Satzabschluss nicht sicher erkennbar; nicht mit dem folgenden Nadi-Namen verschmolzen.

Kapitel 4, Vers 177

śare vāmākṣibinduyukte ghargharā tu tadā bhavet | śaṭhasvanau tathā nandā sado hārastathaiva ca ||177||

… auf Shara mit linkem Auge und Bindu entsteht Gharghara. Shatha, Svana, Nanda, Sadas und Hara …

Anmerkung: Der Übergang von Aveshini zu Gharghara ist beschädigt; kein ausgelassener Mantra ergänzt.

Kapitel 4, Vers 178

vedyārūḍhāḥ kāyanandāsvanakṣīraṃ sadarbhakam | ratyārūḍhaḥ bhavetkṣiptā sampūrṇārṇaṃ manaḥ karaḥ ||178||

… auf Vedi. Kaya, Nanda, Svana, Kshira und Darbha auf Rati [bilden] Kshipta. Der Sampurna-Laut, Manas und Kara …

Anmerkung: Die erste Folge besitzt hier keinen eindeutig lesbaren Ergebnisnamen; die folgenden bleiben übersetzt.

Kapitel 4, Vers 176 [Quellzählung an Position 4.179]

lakṣmyarṇahārayogāśca sā virūkṣā matā priye | sudhāyāṃ cetsadohārarambhājātiśubhāni hi ||176||

… verbunden mit dem Lakshmi-Laut und Hara, gelten als Viruksha, Geliebte. Wenn Sadas, Hara, Rambha, Jati und Shubha auf Sudha stehen, …

Kapitel 4, Vers 180

klinnā tadā himasamau vṛṣakṣīrau ca śūrakau | vāmakarṇendusaṃyuktau snigdhā saṃdaṃśakākṣaram ||180||

… entsteht Klinna. Hima, Sama, Vrisha, Kshira und Shura, mit linkem Ohr und Indu, [bilden] Snigdha. Das Samdamshaka-Zeichen …

Anmerkung: Klinna wird erneut genannt und nicht als versehentliche Dublette entfernt.

Sarasvati und weitere Nadi-Namen

Die Reihen umfassen bekannte und weniger bekannte Namen. Wiederkehrende Namen und örtliche Brüche bleiben sichtbar.

Kapitel 4, Vers 181

svanaśūrānvitaṃ caṇḍī vāmākṣīndusamanvitam | jātirambhāravamaṇī śūrā vāmaśravo'nvitā ||181||

… mit Svana und Shura sowie linkem Auge und Indu ist Chandi. Jati, Rambha, Rava, Mani und Shura, mit linkem Ohr, …

Anmerkung: Die Vokalchiffre im ersten Satz ist leicht beschädigt.

Kapitel 4, Vers 182

iyaṃ sarasvatī nāḍī sadohāraśca na dayā | śubhaḍākinīvarṇau ca kuhūdikśirasi sthitā ||182||

… [bilden] die Nadi Sarasvati. Sadas, Hara und … Daya …; die Laute Shubha und Dakini auf dem Kopf von Kuhu und Dik …

Anmerkung: Fragment: Die zweite Hälfte enthält beschädigte beziehungsweise unklare Zuordnungen; keine weiteren Nadi-Namen aus Vermutungen ergänzt.

Kapitel 4, Vers 183

viṣalīlāśubhadvīpārṇaśūrā vāmakarṇinaḥ | sadevo vāraṇāratnarāgamāyāgadā punaḥ ||183||

Visha, Lila, Shubha, Dvipa und Shura, mit linkem Ohr und Deva, [bilden] Varana. Ratna, Raga, Maya und Gada wiederum …

Anmerkung: Die Worttrennung vor Varana ist unsicher; die nächste Folge setzt184 fort.

Kapitel 4, Vers 1845 [beschädigte Quellzählung an Position 4.184]

yaśasvinī syādyoginyāṃ svanakṣīrau ca śuṇḍayā | śubhahārau ca ṭaṅke syānnāmnā nāḍī payasvinī ||184||

… auf Yogini werden Yashasvini. Svana und Kshira mit Shunda, Shubha und Hara auf Tanka [bilden] die Nadi namens Payasvini.

Anmerkung: Die Quellzahl ist im OCR als1845 beschädigt; die hier normalisierte184 ist aus der Folge gelesen.

Kapitel 4, Vers 185

thālīharau sāravarṇau himaṃ śubhamanastathā | śaktibīje bhavetpūṣā śaṅkhinī syāttadā priye ||185||

Thali, Hara, der Sara-Laut, Hima, Shubha und Manas auf dem Shakti-Bija werden Pusha. Shankhini entsteht dann, Geliebte, [aus …]

Anmerkung: Die zweite Nadi-Folge setzt186 fort.

Kapitel 4, Vers 186

ravo haro hāravarṇo mārārṇaḥ śūravarṇakaḥ | sarve coparyadhobhāvairvāmakarṇendusaṃyutāḥ ||186||

… Rava, Hara, dem Hara-Laut, Mara und Shura, alle in ihren oberen und unteren Stellungen, mit linkem Ohr und Indu verbunden.

Anmerkung: Die Quelle nennt die Schichtung nur allgemein; keine genaue Verschachtelung hinzugefügt.

Kapitel 4, Vers 187

hārasvanakṣamānandāḥ samahārāstrapopari | gāndhārī hastijihvā tu sadaḥphāṇṭau savīṇakau ||187||

Hara, Svana, Kshama, Nanda, Sama und Hara auf Trapa [sind] Gandhari. Hastijihva [beginnt mit] Sadas und Phanta, mit Vina …

Anmerkung: Hara erscheint zweimal; Vokallängen und Wiederholung bleiben im Sanskrit bewahrt.

Kapitel 4, Vers 188

manohārau tathā nandā kāmopari bhavetpriye | nandāharau mānasārṇasvanau syādgavyalambuṣā ||188||

… Manas, Hara und Nanda auf Kama, Geliebte. Nanda, Hara, der Manasa-Laut und Svana auf Go sind Alambusha.

Kapitel 4, Vers 186 [Quellzählung an Position 4.189]

ṭīkāvīcī layaharatvaṣṭṛreṇaḥ śūramūrdhani | vāmadṛgbindusaṃyuktā bhavedviśvodarā priye ||186||

Tika, Vichi, Laya, Hara, Tvashtri und Rena auf dem Kopf von Shura, mit linkem Auge und Bindu, werden Vishvodara, Geliebte.

Anmerkung: Rena ist eine unsichere Lesung; keine Verwechslung mit einem anderen Nadi-Namen stillschweigend korrigiert.

Kapitel 4, Vers 160 [Quellzählung an Position 4.190]

samo nārī śubhaṃ līlā jātiḥ śaktyupari sthitāḥ | tejasvinī karaharau śuṇḍā māyā śubhaṃ tathā ||160||

Sama, Nari, Shubha, Lila und Jati auf Shakti [sind] Tejasvini. Kara, Hara, Shunda, Maya und Shubha …

Kapitel 4, Vers 161 [Quellzählung an Position 4.191]

śūre savāmakarṇendau bhaveccitrā varānane | cāramāyākuṭīśūrā avyaktā yoginīkagāḥ ||161||

… auf Shura mit linkem Ohr und Indu werden Chitra, du Schöngesichtige. Chara, Maya, Kuti und Shura auf Yogini [sind] Avyakta.

Kapitel 4, Vers 162 [Quellzählung an Position 4.192]

rambhājātivṛṣāḥ śūrasaṃhitā gavi gālinī | manaḥsthālyau sahajyārṇaṃ mandārārṇe bhūpari ||162||

Rambha, Jati und Vrisha mit Shura auf Go [sind] Galini. Manas und Sthali mit dem Jya-Laut auf Mandara über Bhu …

Anmerkung: Die neue Konstruktion reicht193 weiter.

Kapitel 4, Vers 163 [Quellzählung an Position 4.193]

madādāhvadakṣamāphāṇṭaharimāyāsamanvitāḥ | yoginyarṇo nāgabīje priye rasavahā bhavet ||163||

… verbunden mit Mada, …, Kshama, Phanta, Hari und Maya; der Yogini-Laut auf dem Naga-Bija wird Rasavaha, Geliebte.

Anmerkung: Fragment: Die Fortsetzung der vorherigen Konstruktion und ihr Ergebnisname sind beschädigt; der abschließende Rasavaha-Satz bleibt übersetzt.

Fortsetzung der Nadi-Kutas

Die Quelle setzt ihre Aufbauanweisungen fort; einzelne unlesbare Träger und Ergebnisnamen werden knapp gekennzeichnet.

Kapitel 4, Vers 164 [Quellzählung an Position 4.194]

sadoravasvanakṣīrabhoge madhumatī smṛtā | yoginyarṇasvanakṣīrahradakāyāstrapopari ||164||

Sadas, Rava, Svana und Kshira auf Bhoga heißen Madhumati. Der Yogini-Laut, Svana, Kshira, Hrada und Kaya auf Trapa …

Kapitel 4, Vers 165 [Quellzählung an Position 4.195]

drāviṇī samarambhe ca durdharṣetyarṇakau | māyāyāṃ cetanā jñeyā satī taruyutā prapā ||165||

… [sind] Dravini. Sama und Rambha [bilden] Durdharsha …; auf Maya ist Chetana zu verstehen. Prapa mit Taru [ist] Sati.

Anmerkung: Fragment: Die mittlere Verbindung zu Durdharsha/Chetana ist beschädigt; keine fehlenden Ausgangszeichen ergänzt.

Kapitel 4, Vers 166 [Quellzählung an Position 4.196]

rambhā himaṃ sudhābīje muditā sadalasvanā | jātirauṣadhivarṇādyā viriñcau parikīrtitā ||166||

Rambha und Hima auf dem Sudha-Bija [sind] Mudita. Sadas, … Svana, Jati und der Aushadhi-Laut am Anfang, auf Virinchi, werden … genannt.

Anmerkung: Fragment: Die zweite Aufbaufolge und ihr Ergebnisname sind beschädigt.

Kapitel 4, Vers 167 [Quellzählung an Position 4.197]

māyārambhākṣamākāyasahitāni sadāṃsi hi | pracaṇḍāyāṃ bhrāmiṇī syātkapilā tu tadā bhavet ||167||

Sadas, mit Maya, Rambha, Kshama und Kaya verbunden, auf Prachanda, ist Bhramini. Kapila entsteht dann [aus …]

Kapitel 4, Vers 168 [Quellzählung an Position 4.198]

prapā līlā pracaṇḍārṇaśūrāstrapopari sthitāḥ | cāraḥ phalaṃ tathā rambhā śubhaṃ māyā sahopari ||168||

… Prapa, Lila, dem Prachanda-Laut und Shura auf Trapa. Chara, Phala, Rambha, Shubha und Maya auf Saha …

Anmerkung: Der zweite Aufbau hat im folgenden Übergang keinen sicher lesbaren Abschlussnamen.

Kapitel 4, Vers 18686 [Quellzählung an Position 4.199]

raṇḍābhāvakuṭīmāyāśubhanandāstrapopari | sauvīrī gajamāyā ca vīcikharvahimaṃ śubham ||18686||

Randa, Bhava, Kuti, Maya, Shubha und Nanda auf Trapa [sind] Sauviri. Gaja, Maya, Vichi, Kharva, Hima und Shubha …

Anmerkung: Die Grenze vor Sauviri ist aus der Namenszuordnung erschlossen; die vorherige unvollständige Folge bleibt offen.

Kapitel 4, Vers 200

śūre savāmanetrendau kṣiṇī parikīrtitā | yoginyarṇo darbhajātīrambhā vairiñcikottarā ||200||

… auf Shura mit linkem Auge und Indu werden Kshini genannt. Der Yogini-Laut, Darbha, Jati und Rambha, oberhalb von Vairinchi, …

Anmerkung: Kshini ist eine beschädigte Nadi-Benennung; keine bekannte Alternative erfunden.

Kapitel 4, Vers 201

sadomanastarumaṭhau ravaphāṇṭau tataḥ param | yoginyarṇo mārabīje rajanī sumukhī yatiḥ ||201||

… danach Sadas, Manas, Taru, Matha, Rava und Phanta … . Der Yogini-Laut auf dem Mara-Bija ist Rajani. Sumukhi [beginnt mit] Yati …

Anmerkung: Fragment: Die erste Folge hat keinen sicher lesbaren Abschlussnamen; die neuen Zuordnungen werden fortgesetzt.

Kapitel 4, Vers 202

svano maṭhaḥ samaśubhe ratiśīrṣe'tha revatī | dalamāyā naraḍimavīcīsamaharā yadi ||202||

… Svana, Matha, Sama und Shubha auf dem Kopf von Rati. Danach Revati: Wenn Dala, Maya, Nara, Dima, Vichi, Sama und Hara …

Anmerkung: Die Verbindung der Nadi-Namen ist wegen des folgenden Wechsels zu Apyayani nicht vollständig gesichert.

Kapitel 4, Vers 203

śūre ca vāmabinduyukte bhavedāpyāyanī tadā | nārīravau marikarau svane śūrau trapopari ||203||

… auf Shura mit linkem [Zeichen] und Bindu stehen, entsteht Apyayani. Nari, Rava, Mari, Kara, Svana und Shura auf Trapa …

Anmerkung: Fragment: „Linkes“ wird ohne sicheren Körperteil gelesen; die zweite Folge hat keinen klar genannten Ergebnisnamen.

Kapitel 4, Vers 204

vṛṣakṣīrau karamanau śubhadarbhāśca śūrake | savyakarṇendusaṃyuktaṃ viśvadūtā bhavetpriye ||204||

Vrisha, Kshira, Kara, Manas, Shubha und Darbha auf Shura, mit linkem Ohr und Indu, werden Vishvaduta, Geliebte.

Anmerkung: Kshira ist aus क्षौर vorsichtig gelesen.

Kapitel 4, Vers 205

māyānīlāṭaṅkavīcīśuṇḍāśarāḥ kramasthitāḥ | vāmaśrutīndunā candrā hemajalaraṇau yaśaḥ ||205||

Maya, Nila, Tanka, Vichi, Shunda und Shara, in Reihenfolge mit linkem Ohr und Indu, [sind] Chandra. Hema, Jala, Rana und Yashas …

Anmerkung: Die Trennung um Nila/Tanka ist geringfügig unsicher.

Kapitel 4, Vers 206

śubhamāyākṣamārambhāśūrāḥ pūrvasvarānvitāḥ | carakharvau tathā śuṇḍā kṣamākāyau sadarbhakau ||206||

… Shubha, Maya, Kshama, Rambha und Shura, mit den früheren Vokalen. Chara, Kharva, Shunda, Kshama, Kaya und Darbha …

Anmerkung: Die erste Aufbaufolge hat keinen sicher sichtbaren Abschlussnamen; die zweite setzt207 fort.

Kapitel 4, Vers 207

pracaṇḍāyāṃ bhavenmaitrī haimaḍimbasvanāstathā | sanandā bhrāmarīmūrdhni bhaveddevi kapardinī ||207||

… auf Prachanda werden Maitri. Haima, Dimba, Svana und Nanda auf dem Kopf von Bhramari werden Kapardini, Göttin.

Kapitel 4, Vers 208

candrāvatī sadonārī ṭaṅkamāyā savīcikāḥ | saśaktyarṇā cakrabīje bhavennandā tadā priye ||208||

Chandravati … . Sadas, Nari, Tanka, Maya und Vichika mit dem Shakti-Laut auf dem Chakra-Bija werden Nanda, Geliebte.

Anmerkung: Fragment: Chandravati steht ohne eindeutig zugehörige Aufbauanweisung; nicht stillschweigend als Synonym Nandas behandelt.

Kapitel 4, Vers 2046 [Quellzählung an Position 4.209]

sadohāragrāmalīlākharvavakrārṇakau smare | ravagrāhahradā darbhaviśālā sānubījake ||2046||

Sadas, Hara, Grama, Lila, Kharva und der Vakra-Laut auf Smara … . Rava, Graha, Hrada und Darbha auf dem Sanu-Bija [sind] Vishala.

Anmerkung: Fragment: Der erste Ergebnisname fehlt oder ist versetzt; keine Ergänzung aus Vermutung.

Kapitel 4, Vers 210

rambhā sadoharamanaḥśubhakṣīrā ramākagāḥ | vicitrā māṇḍavī krāntimanaṭaṅkāśavīcayaḥ ||210||

Rambha, Sadas, Hara, Manas, Shubha und Kshira auf Rama [sind] Vichitra. Mandavi [besteht aus] Kranti, Manas, Tanka, … und Vichi …

Anmerkung: Fragment: Ein Deckwort in der zweiten Folge ist beschädigt.

Kapitel 4, Vers 211

sadohārayutā kāme pracaṇḍārṇamanaḥsamā | saratnāśaṅkhavarṇārdhaṃ lohinī bhavati priye ||211||

… mit Sadas und Hara auf Kama. Der Prachanda-Laut, Manas und Sama, mit Ratna und der Hälfte des Shankha-Lautes, werden Lohini, Geliebte.

Anmerkung: Die Bruch- beziehungsweise Schichtungsangabe ist leicht beschädigt; keine konkrete Silbenhälfte errechnet.

Kapitel 4, Vers 212

sado mano raṇo viśvo hradaḥ kanyāgā vismṛtā | raṇahārau sadohārau svanakṣīrau vadhūpari ||212||

Sadas, Manas, Rana, Vishva und Hrada auf Kanya [sind] Vismrita. Rana, Hara, Sadas, Hara, Svana und Kshira auf Vadhu …

Kapitel 4, Vers 213

sukanyā pūtanā śūrarambhājātiśca yoginī | rambhā sadogrāharavakharvāśca sahimāstathā ||213||

… [sind] Sukanya. Shura, Rambha, Jati und Yogini [bilden] Putana. Rambha, Sadas, Graha, Rava, Kharva und Hima …

Anmerkung: Die Putana-Zuordnung ist ohne ausdrücklich genannten Träger verkürzt; nicht ergänzt.

Kapitel 4, Vers 214

śūre savāmaśruti ca kariṇī parikīrtitā | paṭuvīcīyāgaśubharambhā bhūtinimastake ||214||

… auf Shura mit linkem Ohr werden Karini genannt. Patu, Vichi, Yaga, Shubha und Rambha auf dem Kopf Bhutinis …

Kapitel 4, Vers 215

dhoriṇī samanasamā … saśamā tathā | śūre savāmakarṇendau dhīrā vegavatī punaḥ ||215||

… [sind] Dhorini. Sama, Manas, Sama … mit Shama auf Shura, mit linkem Ohr und Indu, [bilden] Dhira. Dann Vegavati …

Anmerkung: Fragment: Die Quelle enthält eine ausdrückliche Lücke „०००“; Dhorini ist eine unsichere Namensform.

Kapitel 4, Vers 216

viśvalīlāvasamahāraṇamāyāvamopari | jātiraṇamaṇisvanāḥ śūrā vāmaśrutiḥ śiraḥ ||216||

… Vishva, Lila, Vasa, … Rana, Maya auf Vama. Jati, Rana, Mani, Svana, Shura, linkes Ohr und Shiras …

Anmerkung: Fragment: Die erste Aufbaufolge ist beschädigt; die zweite wird217 als Krintani benannt.

Kapitel 4, Vers 217

kṛntanī saiva vāmākṣṇā vivarṇā vinigadyate | kṛntanī maṇinā hīnā sahimā surabhī matā ||217||

… [sind] Krintani. Dieselbe mit linkem Auge heißt Vivarna. Krintani ohne Mani, dafür mit Hima, gilt als Surabhi.

Kapitel 4, Vers 218

surabhyeva hi vāmākṣṇā'gnijvālābhidhīyate | sacaraphāṇṭaratnā samanaḥśūraśravaḥśirāḥ ||218||

Surabhi mit linkem Auge wird Agnijvala genannt. Chara, Phanta und Ratna, mit Manas, Shura, Ohr und Shiras, …

Anmerkung: Welches Ohr gemeint ist, wird hier nicht sicher lesbar bestimmt; keine Ergänzung.

Kapitel 4, Vers 216 [Quellzählung an Position 4.219]

koṭarā grāharambhākṣaśūrāḥ pūrṇākagā'calā | sadoratnaśubhāḥ kāyamanasī raṇa eva ca ||216||

… [bilden] Kotara. Graha, Rambha, Aksha und Shura auf Purna [sind] Achala. Sadas, Ratna, Shubha, Kaya, Manas und Rana …

Anmerkung: Aksha ist eine leicht beschädigte Chiffre.

Kapitel 4, Vers 220

vikalpā nāma dṛkkarṇābhyāṃ ravamāyāśramaiḥ saha | śūro gavi tapinyuktā līlāmaṇimanaḥkarāḥ ||220||

… mit Auge und Ohr sowie Rava, Maya und Shrama heißen Vikalpa. Shura auf Go wird Tapini genannt. Lila, Mani, Manas und Kara …

Anmerkung: Die genaue Verbindung der Vikalpa-Chiffren ist unsicher; der neue Aufbau setzt221 fort.

Abschluss der Nadi-Kutas

Die verbleibenden Folgen schließen die nach Nadis benannte Gruppe ab; beschädigte Zuordnungen bleiben offen.

Kapitel 4, Vers 221

trapāyāṃ tāpinī nāma dhūsarā ḍimbamanoyute | vīcī śubhaṃ sanandenduvāmākṣiṇyatha ceśvari ||221||

… auf Trapa heißt [es] Tapini. Dhusara [besteht aus] Vichi und Shubha, mit Dimba, Manas, Nanda, Indu und linkem Auge, Herrin.

Anmerkung: Die Satzstellung der Dhusara-Folge ist leicht beschädigt; Tapini folgt auf die gleichnamige beziehungsweise ähnlich geschriebene Form aus 220.

Kapitel 4, Vers 222

karo darbhaḥ śramo māyā marīciḥ kaṃkaropari | ravo mano ravo yāgaḥ kaulau jvālinī matā ||222||

Kara, Darbha, Shrama und Maya auf Kankara sind Marichi. Rava, Manas, Rava und Yaga auf Kaula gelten als Jvalini.

Anmerkung: Rava steht zweimal; der Träger Kaula ist aus कौलुं vorsichtig gelesen.

Kapitel 4, Vers 223

layakāyau yoginyarṇe rucirā hāra īritā | narajātī puṣpaḍākinyarṇāḥ śūraśrutīnduyuk ||223||

Laya und Kaya auf Yogini [sind] Ruchira; Hara … wird genannt. Nara, Jati, Pushpa und der Dakini-Laut, mit Shura, Ohr und Indu, …

Anmerkung: Fragment: Der Zusatz Hara ist syntaktisch nicht sicher zuzuordnen; die zweite Folge setzt224 fort.

Kapitel 4, Vers 224

saṃmohā ghanalīle tu sadoharaśuni ca | viśvanandālayāścaudumbare rasavahocyate ||224||

… [bilden] Sammoha. Ghana und Lila auf Sadas, Hara und Shuni … . Vishva, Nanda und Laya auf Audumbara werden Rasavaha genannt.

Anmerkung: Fragment: Die mittlere Konstruktion ist in der Quelle fraglich und hat keinen sicheren Ergebnisnamen. Rasavaha wird erneut genannt, ohne Dublettenstreichung.

Kapitel 4, Vers 225

ṭaṅko nārī tanugrāhahradayāgāḥ krameṇa hi | pūrṇike lambikā proktā śūlā vararaṇau karaḥ ||225||

Tanka, Nari, Tanu, Graha, Hrada und Yaga, der Reihe nach auf Purnika, heißen Lambika. Shula [beginnt mit] Vara, Rana und Kara …

Anmerkung: Die Benennung Purnika ist unsicher gelesen.

Kapitel 4, Vers 226

jalaṃ yaśo mano vīṇā vāmaśrutyardhacandrayuk | nayanakṣame tathā śuṇḍāśūrau pūrṇopari priye ||226||

… Jala, Yashas, Manas und Vina, mit linkem Ohr und Halbmond. Nayana, Kshama, Shunda und Shura auf Purna, Geliebte, …

Anmerkung: Nayana ist aus नयन als Deckname gelesen; keine Augen-Chiffre zusätzlich eingesetzt.

Kapitel 4, Vers 227

tandrāvatī vṛṣo māyā viśvaśubhamathāpi ca | nidrārṇenandā vāmākṣṇā śīlitā ghaṇṭikā matā ||227||

… [sind] Tandravati. Vrisha, Maya, Vishva und Shubha auf dem Nidra-Laut, Nanda mit linkem Auge …, gelten als Ghantika.

Anmerkung: Fragment: शीलिता und seine Beziehung sind unklar; keine zusätzliche Nadi oder Lautform daraus gebildet.

Kapitel 4, Vers 228

raṇamāyāyāganidrārṇakṣīraṃ rambhayānvitam | kaivalyā syāttrapāmūrdhni haṃsabījamanūnakam ||228||

Rana, Maya, Yaga, der Nidra-Laut und Kshira, mit Rambha, auf dem Kopf von Trapa, [sind] Kaivalya. Das unverkürzte Hamsa-Bija …

Anmerkung: Die nächste Konstruktion setzt229 fort.

Kapitel 4, Vers 224 [Quellzählung an Position 4.229]

sattvakūṭādiṣaḍvarṇāstripāke syādavigrahā | nandākṣamāsvanāḥ sāmyaṃ saśubhaṃ yoginīkagam ||224||

… die sechs Laute beginnend mit dem Sattva-Kuta, auf Tripaka, [bilden] Avigraha. Nanda, Kshama, Svana, Samya und Shubha auf Yogini …

Anmerkung: Tripaka ist eine unsichere Trägerbezeichnung; keine geläufigere ersetzt.

Kapitel 4, Vers 230

viśrāntirvāmakarṇe sā turīyā paripaṭhyate | narakāyahradagrāhahimaṃ lajjopari priye ||230||

… [sind] Vishranti. Dieselbe mit linkem Ohr wird Turiya genannt. Nara, Kaya, Hrada, Graha und Hima auf Lajja, Geliebte, …

Kapitel 4, Vers 231

praśāntā yoganiḥśreṇī sasamaṃ saśubhaṃ tathā | kṣīraṃ sarambhaṃ samanaḥ śūraḥ syādvanitopari ||231||

… [sind] Prashanta. Yoga, Nihshreni, Sama, Shubha, Kshira, Rambha, Manas und Shura auf Vanita …

Anmerkung: Die zweite Folge hat keinen hier klar abgeschlossenen Nadi-Namen; nicht stillschweigend mit der nächsten Folge verbunden.

Kapitel 4, Vers 232

haṃsabījaṃ svanakṣīraṃ śūrāścenmanmathopari | nirvāṇā yogasahitāḥ svanaḥ kṣīraḥ sadaḥ karāḥ ||232||

Das Hamsa-Bija, Svana, Kshira und Shura auf Manmatha [sind] Nirvana. Svana, Kshira, Sadas und Kara, mit Yoga, …

Kapitel 4, Vers 233

śubhaṃ śūraśca vāmākṣṇā priye syādapunarbhavā | nāmabhirdehanā nāḍībhirime kūṭāstaveritāḥ ||233||

… Shubha und Shura, mit linkem Auge, sind Apunarbhava, Geliebte. Damit sind dir diese Kutas unter den Namen der Nadis des Körpers erklärt worden.

Anmerkung: Die letzte Fügung ist grammatisch beschädigt, der Abschluss der Nadi-Reihe deutlich.

Nach vedischen Suktas benannte Kutas

Die Namen vedischer Hymnen dienen als Bezeichnungen für chiffrierte Formeln. Der Abschnitt enthält deren Aufbauangaben, nicht den Wortlaut der betreffenden Hymnen.

Kapitel 4, Vers 234

adhunā devi sūktānāṃ nāmnā kūṭānbravīmi te | hārasvanau viśvaśūrau lalitāyāṃ krameṇa hi ||234||

Nun nenne ich dir die Kutas mit den Namen von Suktas, Göttin. Hara, Svana, Vishva und Shura auf Lalita, in Reihenfolge, …

Anmerkung: Beginn der Sukta-Namenreihe; es werden Lautgruppen, nicht die vollständigen vedischen Hymnen wiedergegeben.

Kapitel 4, Vers 235

śivasaṃkalpa udito rambhā lakṣmyarṇa eva ca | grāhaḥ śubhamumāmūrdhni pauruṣaṃ thālyatho manaḥ ||235||

… heißen Shiva-Samkalpa. Rambha, der Lakshmi-Laut, Graha und Shubha auf Umas Kopf [sind] Paurusha. Thali, danach Manas …

Anmerkung: Uma ist aus beschädigtem ममा vorsichtig gelesen; die nächste Folge setzt236 fort.

Kapitel 4, Vers 236

vīṇākāyau tathā nandā śubhaṃ yadi virāji … | anantaṃ himalīle ca jātikāyā gavi smṛtam ||236||

… Vina, Kaya, Nanda und Shubha auf Viraj … . Hima und Lila sowie Jati und Kaya auf Go gelten als Ananta.

Anmerkung: Fragment: Die Quelle markiert die Viraj-Verbindung als fraglich; der erste Ergebnisname ist nicht sicher erhalten.

Kapitel 4, Vers 237

māhitraṃ yakṣahārabhramau śubhamanasyapi | nāge bhagavatī proktā nārījalaravā manaḥ ||237||

Mahitra [besteht aus] Yaksha, Hara, Bhrama, Shubha und Manas … auf Naga; Bhagavati wird genannt. Nari, Jala, Rava und Manas …

Anmerkung: Fragment: Die Grenze zwischen Mahitra und Bhagavati ist nicht eindeutig; keine verschobene Passage rekonstruiert.

Kapitel 4, Vers 238

karaḥ śubhaṃ tathā vīṇā krameṇa kamalopari | bhavetgārtsamadīyamasyavāmīyameva ca ||238||

… Kara, Shubha und Vina, der Reihe nach auf Kamala: [die Namen lauten] Gartsamadiya und Asyavamiya.

Anmerkung: Die beiden Sukta-Namen sind erkennbar, ihre Verteilung auf die vorangehenden Chiffren jedoch nicht sicher.

Kapitel 4, Vers 236 [Quellzählung an Position 4.239]

hemaśuṇḍākarāścāpi śūro vāmadṛgindunā | viṣaṃ manaḥ kāyaśubhaṃ haviṣyāntaṃ hi yoginī ||236||

Hema, Shunda, Kara und Shura, mit linkem Auge und Indu … . Visha, Manas, Kaya und Shubha, am Ende Havishya, Yogini …

Anmerkung: Fragment: Die Benennungs- und Aufbaugrenzen sind beschädigt; keine erfundene Sukta-Zuweisung.

Kapitel 4, Vers 240

manohradau yāgaṭīkāvīcyo vāmadṛgindunā | natamaṃho maṇirbhāvilīle santānamastake ||240||

Manas, Hrada, Yaga, Tika und Vichi, mit linkem Auge und Indu; Natam amho, Mani, Bhavi und Lila auf Santanas Kopf …

Anmerkung: Fragment: „Natam amho“ kann hier ein Sukta-Anfang sein, seine Funktion und die folgenden Namensgrenzen sind aber nicht sicher; kein fremder Volltext ergänzt.

Kapitel 4, Vers 241

nārāśaṃsīpāvamānī ravaḥ samamano yatiḥ | kṣīraśubhaṃ vadhūmūrdhni raṇo māyā yatistathā ||241||

… [heißen] Narashamsi und Pavamani. Rava, Sama, Manas, Yati, Kshira und Shubha auf Vadhus Kopf; Rana, Maya und Yati …

Anmerkung: Die Doppelbenennung lässt sich den vorherigen Folgen nicht völlig sicher zuordnen; keine Verschmelzung behauptet.

Kapitel 4, Vers 242

jālaṃ somāraudranāmakūṭaṃ śaktau prakīrtitam | maitrāvaruṇakaṃ nārīmāyāśramaṃ saśūrakam ||242||

… und Jala auf Shakti heißen der Soma-Raudra-Kuta. Nari, Maya und Shrama mit Shura [bilden] Maitravarunaka …

Anmerkung: Die Folge setzt243 fort; die exakte Grenze bleibt leicht unsicher.

Kapitel 4, Vers 243

gavyagniṣomīyamatho sadomāyādharākṣamāḥ | vṛṣaśca vanitāmūrdhni aindrāgnaṃ paṭu kuṭyati ||243||

… auf Go; Agnishomiya … . Sadas, Maya, Dhara, Kshama und Vrisha auf Vanitas Kopf [bilden] Aindragna. Patu, Kuti und Yati …

Anmerkung: Fragment: Die Agnishomiya-Zuordnung ist beschädigt; die folgenden Reihen bleiben erhalten.

Kapitel 4, Vers 244

svanadarbhau pracaṇḍāyāṃ vaiśvadevaṃ jalaṃ naraḥ | yāgo maṭhaḥ svano dasraṃ bhāruṇḍāmarirambhayā ||244||

… Svana und Darbha auf Prachanda [sind] Vaishvadeva. Jala, Nara, Yaga, Matha, Svana, Dasra, Bharunda, … und Rambha …

Anmerkung: Fragment: Ein Deckname vor Rambha ist beschädigt; keine zusätzliche Form ergänzt.

Kapitel 4, Vers 245

virāji syādvṛṣagrāhau jyeṣṭhakūṭo vināyakaḥ | prāyaniti syādvāyavyaṃ ḍimbasvanakṣamāstathā ||245||

… auf Viraj. Vrisha und Graha, der Jyeshtha-Kuta und Vinayaka … [ergeben] Vayavya. Dimba, Svana und Kshama …

Anmerkung: Fragment: Der mittlere Träger- oder Verknüpfungsausdruck ist beschädigt; die einzelnen lesbaren Chiffren bleiben bewahrt.

Kapitel 4, Vers 246

nandā vinādārṇamapi gavi nairṛtamucyate | līlāsadomaṭhāḥ kāyamanaḥśūrāstu taijase ||246||

… Nanda und der Vinada-Laut auf Go werden Nairrita genannt. Lila, Sadas, Matha, Kaya, Manas und Shura auf Taijasa …

Kapitel 4, Vers 247

vaibhrājadarbhamuddharṣavarṇarambhāyutāḥ priye | āryamṇaṃ kaumbhake bīje dānaṃ raṇajale tathā ||247||

… [sind] Vaibhraja. Darbha, Uddharsha, Varna und Rambha auf dem Kumbhaka-Bija [sind] Aryamna, Geliebte. Dana, Rana und Jala …

Anmerkung: Die Trennung vor Vaibhraja ist erschlossen; die letzte Folge setzt248 fort.

Kapitel 4, Vers 248

korakārṇaṃ svanaḥ kāyo mānastokaśca mauktike | rambhā svanaḥ kṣamā darbhā lakṣmīrlakṣmyupari sthitā ||248||

… der Koraka-Laut, Svana und Kaya auf Mauktika [sind] Ma Nastoka. Rambha, Svana, Kshama und Darbha auf Lakshmi [sind] Lakshmi.

Anmerkung: Koraka ist eine unsichere Chiffre; Ma Nastoka ist als Sukta-Benennung erkennbar, kein vollständiges vedisches Zitat.

Kapitel 4, Vers 246 [Quellzählung an Position 4.249]

taraḥ phalaṃ maṭhaḥ svanaḥ śukle gāruḍamucyate | hariḥ karo yaśaḥ kṣīraṃ śrīrbhavetkamalopari ||246||

Tara, Phala, Matha und Svana auf Shukla werden Garuda genannt. Hari, Kara, Yashas und Kshira auf Kamala werden Shri.

Anmerkung: Tara ist aus तरः gelesen; die Vokallänge ist nicht völlig sicher.

Kapitel 4, Vers 250

calaṃ raṇo mano'thodhaḥ śubhaṃ kṣīravirāṭgam | devī raudraṃ jalaṃ māyāravahradaśubhāni hi ||250||

Chala, Rana, Manas …, Shubha und Kshira auf Virat [sind] Devi. Raudra [besteht aus] Jala, Maya, Rava, Hrada und Shubha …

Anmerkung: Fragment: Eine Aufbauangabe der ersten Hälfte ist beschädigt.

Kapitel 4, Vers 251

kṣate'thātharvaṇaṃ ḍākinyarṇavīṇadānilāḥ | saśubhāḥ sarva evaite audumbaraśiraḥsthitāḥ ||251||

… auf Kshata. Atharvana [besteht aus] dem Dakini-Laut, Vina, … Anila und Shubha, sämtlich auf Audumbaras Kopf.

Anmerkung: Fragment: Das Glied zwischen Vina und Anila ist nicht sicher zu lesen; keine zusätzliche Silbe ergänzt.

Kapitel 4, Vers 252

mādhvīkaṃ ṭīlaśāle ca janamāyākarāstathā | virāḍuparyatha dharā vṛṣakṣīrakarāmanaḥ ||252||

Madhvika [besteht aus] Tila, Shala, Jana, Maya und Kara auf Virat. Danach Dhara, Vrisha, Kshira, Kara und Manas …

Anmerkung: Tila und die Grenze zur neuen Folge sind etwas unsicher.

Kapitel 4, Vers 253

śubhaṃ śūraśca sarve'mī vāmakarṇendusaṃyutāḥ | aindravāruṇamāhendraṃ cakrārṇaṃ saha līlayā ||253||

… Shubha und Shura, alle mit linkem Ohr und Indu, [bilden] Aindra-Varuna. Mahendra [besteht aus] dem Chakra-Laut mit Lila …

Anmerkung: Die nächste Folge setzt254 fort.

Kapitel 4, Vers 254

kṣīraśūrakarāścāpi sānuke tvāṣṭramucyate | śūrarambhākṣīraṇaśubhaṃ kramātsantānamastake ||254||

… Kshira, Shura und Kara auf Sanuka; [dies] wird Tvashtra genannt. Shura, Rambha, der Kshira-Laut und Shubha, der Reihe nach auf Santanas Kopf, …

Anmerkung: Die Grenze zwischen Mahendra und Tvashtra ist beschädigt; beide Quellnamen bleiben ohne erfundene Zwischenfolge erhalten.

Kapitel 4, Vers 255

uktaṃ hairaṇyakeśīyaṃ chadahārau taraḥ śubham | sadasācamake haṃsaḥ paryayastu caraḥ svanaiḥ ||255||

… heißen Hairanyakeshiya. Chhada, Hara, Tara und Shubha mit Sadas auf Chamaka [sind] Hamsa. Die Umkehrung … Chara mit Svana …

Anmerkung: Fragment: Die letzte Anweisung ist unvollständig; keine bestimmte Umkehrfolge ergänzt.

Kapitel 4, Vers 256

kuṭīsamakarā gosthā nāciketasamucyate | rambhāṭaṅkau tathā śūrakṣame caiva kṣudhopari ||256||

… Kuti, Sama und Kara auf Go werden Nachiketasa genannt. Rambha, Tanka, Shura und Kshama auf Kshudha …

Kapitel 4, Vers 257

thalahārau gartalīle śūre senduḥ savāmadṛk | uktamauśanasaṃ kūṭaṃ maṭhagarvasvanāḥ kramāt ||257||

… Thala, Hara, Garta und Lila auf Shura, mit Indu und linkem Auge, heißen Aushanasa-Kuta. Matha, Garva und Svana, der Reihe nach, …

Anmerkung: Die erste Verbindung Thala/Hara ist in der Quelle fraglich; der vorherige Kshudha-Aufbau hat keinen sicheren Abschlussnamen.

Kapitel 4, Vers 258

bārhaspatyaṃ sānuke syāttathā kharagajau jalam | ravaḥ śubhaṃ samo gosthaṃ medhyahāraravau sadaḥ ||258||

… auf Sanuka sind Barhaspatya. Khara, Gaja, Jala, Rava, Shubha und Sama auf Go [sind] Medhya. Hara, Rava und Sadas …

Anmerkung: Der Medhya-Name ist aus der Satzgrenze erschlossen und bleibt leicht unsicher.

Kapitel 4, Vers 2586 [Quellzählung an Position 4.259]

viśvasvanau vadhūbīje nīlalohitamucyate | śarmasvanau sarambhau cedyatikṣīre gavi sthite ||2586||

… Vishva und Svana auf dem Vadhu-Bija werden Nilalohita genannt. Wenn Sharma, Svana, Rambha, Yati und Kshira auf Go stehen, …

Anmerkung: Die folgende Farbreihe beginnt bereits in dieser zweiten Hälfte.

Farben und verwandte Bezeichnungen

Die folgenden Kutas tragen Farbnamen und verwandte Bezeichnungen. Auch hier bleiben die Ausgangswörter als Decknamen stehen.

Kapitel 4, Vers 260

śuklo'tho ravojātīyugaṃ raṇaśubhānvitam | svanaśūrau ca yoginyāmaruṇaṃ sampracakṣate ||260||

… [entsteht] Shukla (Weiß). Das Paar Rava und Jati, mit Rana, Shubha, Svana und Shura auf Yogini, wird Aruna (Morgenrot) genannt.

Anmerkung: Beginn der nach Farben benannten Kutas; die Farbwörter sind Benennungen, keine Farbenanweisung für eine Zeichnung.

Kapitel 4, Vers 261

hemalīle ca māyā ca gavi citraṃ prakīrtitam | karābhyāṃ puṭitau grāhaśūrau … śuciḥ ||261||

Hema, Lila und Maya auf Go heißen Chitra (Bunt). Graha und Shura, von zwei Kara umschlossen, auf … [ergeben] Shuchi (Hell/Rein).

Anmerkung: Fragment: Der Trägername der zweiten Konstruktion ist beschädigt.

Kapitel 4, Vers 262

hedevijamakakṣāṇāṃ śubhā cedantarāntarā | vāmadṛgbindusaṃyuktaṃ rohitaṃ varṇayanti hi ||262||

Wenn Shubha jeweils zwischen He, Deva, … und Ksha steht, mit linkem Auge und Bindu, bezeichnet man [dies] als Rohita (Rot).

Anmerkung: Fragment: Die Anfangsreihe ist beschädigt; keine sichere Lautfolge rekonstruiert.

Kapitel 4, Vers 263

gamaḥ samo naraśaṭhau nandā vāmadṛgindunā | kṛṣṇaṃ ceddhāralīlā ca māyā viśvaṃ śubhaṃ himam ||263||

Gama, Sama, Nara, Shatha und Nanda mit linkem Auge und Indu [sind] Krishna (Schwarz). Hara, Lila, Maya, Vishva, Shubha und Hima …

Kapitel 4, Vers 264

yoginyāṃ dhavalastu syātsvanaḥ puṭarabhārṇayuk | kākinyāṃ kāyabhāruṇḍavarṇaiḥ svanakṣamā yadi ||264||

… auf Yogini sind Dhavala (Weiß). Svana mit Puta und dem Rabha-Laut auf Kakini …; wenn Kaya, der Bharunda-Laut, Svana und Kshama …

Anmerkung: Fragment: Die mittlere Folge und ihr Ergebnisname sind beschädigt; die nächste setzt265 fort.

Kapitel 4, Vers 265

kāme gauraḥ kararaṇau śubhaṃ mūrdhnyanilānvitam | vinādārṇaṃ cedraktamaudumbaraśiraḥsthitam ||265||

… auf Kama stehen, [entsteht] Gaura (Hellgelb). Kara, Rana und Shubha am Kopf, mit Anila verbunden … . Wenn der Vinada-Laut auf Audumbaras Kopf steht, [entsteht] Rakta (Rot).

Anmerkung: Fragment: Die Kara-Rana-Folge ist keinem sicheren Namen zuzuordnen; nichts ergänzt.

Kapitel 4, Vers 266

ṭaṅko raṇo yatīlīlā tathā śubhadau yadi | yoginyāṃ śabalastu syācchaśāle layaḥ karaḥ ||266||

Wenn Tanka, Rana, Yati, Lila und Shubha … auf Yogini stehen, [entsteht] Shabala (Gefleckt). Chha, Shala, Laya und Kara …

Anmerkung: Die erste Schlussverbindung शुभदौ ist beschädigt; die neue Reihe setzt267 fort.

Kapitel 4, Vers 267

mano yatistrapāyāṃ hi kalmāṣaḥ pāṇḍaraḥ puraḥ | nandātaruraṇayāgaśubhakṣīrā rathantare ||267||

… Manas und Yati auf Trapa [sind] Kalmasha (Gesprenkelt). Danach Pandara (Bleich): Nanda, Taru, Rana, Yaga, Shubha und Kshira auf Rathantara.

Kapitel 4, Vers 268

yogineyārṇalakṣīrakaratāpinivarṇayuk | trapāśokaḥ phalaṃ … yatiḥ kṣīrakarāḥ sakṛt ||268||

Mit dem Yogini-Laut, … Kshira, Kara und dem Tapini-Laut verbunden; Trapa, Shoka, Phala, … Yati, Kshira und Kara gemeinsam …

Anmerkung: Fragment: Mehrere Chiffren und die Gruppengrenze sind beschädigt; keine vollständige Farbkuta-Folge ergänzt.

Kapitel 4, Vers 266 [Quellzählung an Position 4.269]

śaktau nīlaṃ yaśaḥ kāyau stryarṇakṣīrau kapālake | haritaṃ lohitaṃ ṭaṅkasamau tarunaraśramāḥ ||266||

… auf Shakti [sind] Nila (Blau). Yashas, Kaya, der Stri-Laut und Kshira auf Kapala [sind] Harita (Grün). Lohita (Rot) [beginnt mit] Tanka, Sama, Taru, Nara und Shrama …

Kapitel 4, Vers 270

māyākharvau rephayutādhastādvāmaśrutīnduyuk | hradayāganarāḥ paścācchramakāyaharāstataḥ ||270||

… Maya und Kharva, darunter mit Repha und mit linkem Ohr und Indu verbunden. Danach Hrada, Yaga, Nara, Shrama, Kaya und Hara …

Anmerkung: Der Trägerbezug der ersten Hälfte ist beschädigt; die zweite Folge setzt271 fort.

Kapitel 4, Vers 271

kaṃkaraḥ pārāhu ruditaḥ śyāmo narapaṭū tataḥ | ṭīkājare kṣamānemau jalaṃ māyā ca pāṇiyuk ||271||

… Kankara, Parahu … [wird genannt]. Shyama (Dunkel) [besteht aus] Nara, Patu, Tika, Jara, Kshama, Nemi, Jala und Maya, mit Pani verbunden.

Anmerkung: Fragment: Parahu ist in der Quelle mit Fragezeichen versehen; die erste Zuordnung bleibt offen.

Kapitel 4, Vers 272

karaḥ śubhaṃ śaktiśīrṣakālau dhūmo hariḥ karaḥ | samanandā kṣamākharvahimaṃ santānamastake ||272||

Kara, Shubha, Shakti, Shiras und Kala [bilden] Dhuma (Rauchfarben). Hari, Kara, Sama, Nanda, Kshama, Kharva und Hima auf Santanas Kopf …

Anmerkung: Die Schichtung der ersten Folge ist unsicher; die zweite setzt273 fort.

Kapitel 4, Vers 273

rāgakṣamāraṇasamāḥ śubhaṃ vṛṣa itīha ṣaṭ | kapilo vanitāśīrṣaṃ kṣamāhladakarāstataḥ ||273||

… Raga, Kshama, Rana, Sama, Shubha und Vrisha: diese sechs [kommen hinzu]. [Das Ergebnis heißt] Kapila (Gelbbraun). Sodann: Vanitas Kopf, Kshama, Hlada und Kara …

Anmerkung: Anschluss an272; die Decknamen hḷada/hṛda sind im OCR nicht durchgehend sicher zu unterscheiden.

Kapitel 4, Vers 274

[…] śubhaṃ himaṃ jñeyaṃ piṅgalākhyamudumbare | śubhaṃ rambhākṣarasvanau ca karvurograśca kaṃkare ||274||

… Shubha und Hima auf Udumbara sind als Pingala (Rotbraun) zu verstehen. Shubha, der Laut Rambha und Svana … Karvura (Bunt), Ugra auf Kankara …

Anmerkung: Fragment: Anfangswort und Grenze zwischen den Aufbauangaben beschädigt; keine vollständige Formel erschlossen.

Kapitel 4, Vers 275

valaṃ sadoraṇayaśo grāhanandā smaropari | dhūsaro jarayā yāgaviśvau vṛṣa iti kramāt ||275||

Vala, Sada, Rana, Yashas, Graha und Nanda auf Smara: Dhusara (Grau). Mit Jara sodann Yaga, Vishva und Vrisha, der Reihe nach …

Anmerkung: Die Bindung von jarayā an die vorausgehende oder folgende Formel bleibt unsicher.

Kapitel 4, Vers 276

nemau hāridramuditaṃ bhramau samaṃ śubham […] | bhāruṇḍa uktaṃ kausumbhaṃ māyūraṃ cāsarāṇeyuk ||276||

… auf Nemi wird Haridra (Kurkuma-gelb) genannt. Auf Bhrama: Sama und Shubha … Bharunda wird genannt; Kausumbha (Saflorfarben) und Mayura (Pfauenfarben), verbunden mit dem Laut Asara …

Anmerkung: Fragment: Die Quelle enthält selbst ein Fragezeichen; Decknamen und Zuordnungen der zweiten Hälfte nicht sicher lesbar.

Kapitel 4, Vers 277

svanograḥ kāmabījaṃ cet pāṭalaṃ ṭhalarambhayā | jātilayaśca śūraśca gavi pīto vṛṣaḥ karaḥ ||277||

Svana, Ugra und das Kama-Bija [ergeben] Patala (Blassrot). Mit Thala und Rambha: Jati, Laya und Shura auf Go [ergeben] Pita (Gelb). Vrisha und Kara …

Anmerkung: Thala als Deckname unsicher. Das Kama-Bija wird hier benannt, nicht ausgeschrieben.

Kapitel 4, Vers 278

prapā ca triśikhāyāṃ syāt kharajātiraṇāmaṇiḥ | hladastrapāyāṃ śoṇaḥ syāt kapiśo ḍimagarvayuk ||278||

… und Prapa auf Trishikha; Khara, Jati, Rana, Mani und Hlada auf Trapa: das wäre Shona (Scharlachrot). Kapisha (Braun) [wird] mit Dima und Garva verbunden …

Anmerkung: Aufteilung der Kette raṇāmaṇiḥ und Zuordnung des ersten Halbverses unsicher; die deutsche Wiedergabe lässt dies offen.

Kapitel 4, Vers 2746 [Quellzählung an Position 4.279]

yoginyarṇakṣamāhāra māyā kākinyuparyapi | śuṇḍā manodharā ca bhrūḥ śarakṣīrau ca śūravat ||2746||

… der Laut Yogini, Kshama, Hara und Maya, auch auf Kakini; Shunda, Manodhara, Bhru, Shara und Kshira, mit Shura …

Anmerkung: Fragment: Die Zusammensetzung ist beschädigt, insbesondere die Decknamengrenzen. Quellnummer 2746 steht an Position 279; keine zusätzliche Strophe.

Kapitel 4, Vers 280

vāmabhrūtāndunā yuktau hladapāṭhamanaḥphalam | khecaryarṇaṃ ca yoginyā aindragopaḥ prakīrtitaḥ ||280||

… verbunden mit linker Braue und Indu … Hlada, Patha, Manas, Phala sowie der Laut Khechari mit Yogini: [das Ergebnis] wird Aindragopa (rot wie das Indragopa-Insekt) genannt.

Anmerkung: Fragment: Der erste Sandhi ist beschädigt; keine gesicherte vollständige Zusammensetzung. Anschluss an279.

Kapitel 4, Vers 281

pāṭhahladaḥ śubhaṃ kāyamanaḥ śūraḥ savāmadṛk | sendu hārīta udito hariḥ kṣīraharau hladā ||281||

Patha, Hlada, Shubha, Kaya, Manas und Shura mit Vamadrish (linkem Auge) und Indu: dies wird Harita (Grün) genannt. Hari, Kshira und Hara mit Hlada …

Anmerkung: Die Schlussform hḷadā ist unsicher; Fortsetzung282.

Kapitel 4, Vers 282

karamāyāśubhāni syuḥ kāmale hariṇaḥ punaḥ | virāji hladaviśvogrā manobalaraṇaharāḥ ||282||

… Kara, Maya und Shubha auf Kamala wären [die Formel] Harina (Falb). Wiederum auf Viraj: Hlada, Vishva, Ugra, Manas, Bala, Rana und Hara …

Anmerkung: Kamala kann hier ein chiffrierter Deckname sein; nicht als konkrete Silbe aufgelöst.

Kapitel 4, Vers 283

kākinyarṇaṃ kṣamā śaktau rājasaṃ rāgalīlayā | keśarārṇaṃ raṇasamau grāharambhā kramādamī ||283||

… der Laut Kakini und Kshama auf Shakti: Rajasa. Mit Raga und Lila: der Laut Keshara, Rana, Sama, Graha und Rambha, diese der Reihe nach …

Anmerkung: Rajasa bleibt als Ergebnisname stehen; eine bestimmte Farbe wird nicht ergänzt.

Kapitel 4, Vers 284

pūrṇakekādravaḥ proktastaittiro yauvaneyayuk | kṣamāvṛṣo manasvyarṇaṃ śūro vāmaśrutīndubhiḥ ||284||

… Purna, Keka … wird genannt. Taittira (Rebhuhnfarben), mit Yauvaneya verbunden: Kshama, Vrisha, der Laut Manasvin und Shura mit Vamashruti (linkem Ohr) und Indu …

Anmerkung: Fragment: pūrṇakekādravaḥ ist in seiner Wortgliederung unsicher. Auch der Anschluss der folgenden Aufbauangabe bleibt offen.

Kapitel 4, Vers 285

senā kṣamākarasamāḥ kharvaḥ keśaravarṇitaḥ | śūre vāmaśrutīndryā ulbaṇaḥ parikīrtitaḥ ||285||

Sena, Kshama, Kara, Sama und Kharva … Keshara … auf Shura mit Vamashruti und [beschädigtem Zeichen]: [dies] wird Ulbana (Grell) genannt.

Anmerkung: Fragment: keśaravarṇitaḥ und der Schluss von vāmaśrutīndryā sind nicht sicher verständlich.

Nach Flüssen benannte Kutas

Von Ganga und Yamuna bis zu weniger sicher lesbaren Flussnamen: Die Bezeichnungen ordnen weitere chiffrierte Zusammensetzungen. Die Angaben sind keine geografische Beschreibung.

Kapitel 4, Vers 286

jātī nārī haṭhakarasvanamitrārṇaṃ vāmadṛk | sendustu saṃkaro nāmnā'taḥ paraṃ saridāhvayāḥ ||286||

Jati, Nari, Hatha, Kara, Svana, der Laut Mitra und Vamadrish mit Indu: dies heißt Sankara (Gemischt). Danach folgen die nach Flüssen benannten [Kutas].

Anmerkung: Hatha ist als Deckname aus dem OCR übernommen; nicht in Haṭhayoga umgedeutet.

Kapitel 4, Vers 287

bhaṭo'ntyonaśca darbhaśca śuṇḍāgrāhau gavi sthitau | gaṅgā yamakṣame sā grāvādyāṇadhiḥ sureśvari ||287||

Bhata … Darbha, Shunda und Graha, auf Go stehend: Ganga. Yama und Kshama …, o Herrin der Götter …

Anmerkung: Fragment: antyona sowie die Schlusskette grāvādyāṇadhiḥ sind beschädigt; Nachfolgeformel nicht vollständig erschlossen.

Kapitel 4, Vers 288

māraṇḍe yamunā proktā'muṣyāmeva yame jarā | sarasvatyucyate nāmnā jātīsamadalaṃ naraḥ ||288||

… auf Maranda wird Yamuna genannt. Wenn in eben dieser [Formel] beim Yama Jara [eingesetzt wird], heißt sie Sarasvati. Jati, Sama, Dala und Nara …

Anmerkung: Die Operation ist elliptisch: Einsetzen beziehungsweise Ersetzen nicht völlig gesichert. Maranda bleibt unsicherer Deckname.

Kapitel 4, Vers 284 [Quellzählung an Position 4.289]

śubhaṃ kṣamā sudhāyāṃ ceccandrabhāgā varānane | ṭīkā maṭhaḥ śamo māyā vipāśā gavi kathyate ||284||

… Shubha und Kshama auf Sudha: [dies heißt] Chandrabhaga, o Schönangesichtige. Tika, Matha, Shama und Maya auf Go werden Vipasha genannt.

Anmerkung: Quellnummer 284 an Position 289 bewahrt; Fortsetzung der in288 begonnenen Chandrabhaga-Folge.

Kapitel 4, Vers 260 [Quellzählung an Position 4.290]

manoviśvau śubhatuṣau mitrārṇaṃ hi savāmadṛk | airāvatī harimaṇī karamāye capopari ||260||

Manas, Vishva, Shubha, Tusha und der Laut Mitra mit Vamadrish: Airavati. Hari, Mani, Kara und Maya auf Chapa …

Anmerkung: Quellnummer 260 an Position 290. Chapa-Deckname im OCR unsicher.

Kapitel 4, Vers 2861 [Quellzählung an Position 4.291]

devikā gomatī garvapārvatīkāstasyatiḥ | jātī ratyupari proktā cāramāyāraṇāḥ puṭaḥ ||2861||

… Devika. Gomati wird [mit] Garva, Parvati … Yati und Jati auf Rati genannt. Chara, Maya, Rana und Puta …

Anmerkung: Fragment: Mitte der ersten Zeile beschädigt, daher Gomati-Aufbau unvollständig. Quellnummer 2861 an Position 291.

Kapitel 4, Vers 262 [Quellzählung an Position 4.292]

śuṇḍā vadhvāṃ vitastā syād […] līlānarāḥ kramāt | rathakārṇaṃ dāne […] muktāyāṃ narmadā matā ||262||

… Shunda auf Vadhu wäre Vitasta. … Lila und Nara, der Reihe nach; der Laut Rathaka, Dana … auf Mukta: [dies] gilt als Narmada.

Anmerkung: Fragment: mehrere beschädigte Decknamen; die Quelle hat selbst ein Fragezeichen. Quellnummer 262 an Position 292.

Kapitel 4, Vers 2463 [Quellzählung an Position 4.293]

sudhā ḍimastarurjātiḥ siprā syāt […] | […] yaśubhaṃ dasraṃ kaviryudīritā ||2463||

Sudha, Dima, Taru und Jati: [daraus] wäre Sipra … Shubha und Dasra … [als Name] wird Kavi ausgesprochen.

Anmerkung: Fragment: Mehrere Wörter und die Ergebnisbenennung Kavi sind beschädigt; keine stillschweigende Gleichsetzung mit einem bekannten Fluss. Quellnummer 2463 an Position 293.

Kapitel 4, Vers 2564 [Quellzählung an Position 4.294]

kṛṣṇavellāṃ […] jātirlīlā ca śūrayuk | kharastamaṃ ca rambhā ca grāhaśūrau gavi sthitau ||2564||

Krishnavella … Jati und Lila mit Shura. Khara, Tama, Rambha, Graha und Shura auf Go …

Anmerkung: Fragment: zwei Decknamen nach Krishnavella nicht zuverlässig lesbar. Quellnummer 2564 an Position 294.

Kapitel 4, Vers 2965 [Quellzählung an Position 4.295]

tuṅgabhadrā tathā caṃkaṭhalajātilayāḥ kramāt | khecaryarṇaṃ ca yoginyā bhīmarathyupadiśyate ||2965||

… Tungabhadra. Sodann Chanka, Thala, Jati und Laya, der Reihe nach, sowie der Laut Khechari mit Yogini: [diese Formel] wird als Bhimarathi gelehrt.

Anmerkung: Erste zwei Decknamen unsicher gegliedert; Quellnummer 2965 an Position 295.

Kapitel 4, Vers 256 [Quellzählung an Position 4.296]

gajamāyā vātayati kalyāṇaṃ senayānvitam | savāmadṛginduyutaṃ bhaved godāvarīti hi ||256||

Gaja, Maya, Vata, Yati und Kalyana, mit Sena sowie Vamadrish und Indu verbunden: dies wäre nämlich Godavari.

Anmerkung: Quellnummer 256 an Position 296.

Kapitel 4, Vers 2567 [Quellzählung an Position 4.297]

tāpī manaḥsamau śuṇḍā bhālaṃ maṭha iti kramāt | śūro gavi payoṣṇī syāt kāyo ravayatirnaraḥ ||2567||

Tapi: Manas, Sama, Shunda, Bhala und Matha, der Reihe nach. Shura auf Go wäre Payoshni. Kaya, Rava, Yati und Nara …

Anmerkung: Die Abgrenzung der zwei Flussformeln folgt der sichtbaren Wortstellung und bleibt unsicher. Quellnummer 2567 an Position 297.

Kapitel 4, Vers 268 [Quellzählung an Position 4.298]

vātastataḥ pūrakārṇaṃ śuṇḍā vāmadṛgindunā | hladayāgau jāti kaśā vṛṣākarṇamastake ||268||

… Vata, danach der Laut Puraka, Shunda mit Vamadrish und Indu; Hlada, Yaga, Jati und Kasha auf dem Kopf von Vrishakarna …

Anmerkung: Der Deckname vṛṣākarṇa und seine Gliederung bleiben unsicher. Fortsetzung299; Quellnummer 268 an Position 298.

Kapitel 4, Vers 2466 [Quellzählung an Position 4.299]

karatoyā gaṇḍakī tu rambhā sama mano yati | vṛṣaḥ śubhaṃ nemigaśced bāhudā tu raṇo giriḥ ||2466||

… Karatoya. Gandaki aber: Rambha, Sama, Manas, Yati, Vrisha und Shubha, wenn [diese] auf Nemi stehen. Bahuda hingegen: Rana und Giri …

Anmerkung: Quellnummer 2466 an Position 299.

Kapitel 4, Vers 300

svano yati yoginyarṇaṃ nemigaṃ sarayū punaḥ | dānamāyāhayayatinarā gavi śarāvatī ||300||

… Svana, Yati und der Laut Yogini auf Nemi. Wiederum Sarayu … Dana, Maya, Haya, Yati und Nara auf Go: Sharavati.

Anmerkung: Zuordnung der aneinandergereihten Flussnamen Sarayu und Sharavati unsicher; kein nicht belegter Unterschied der Formeln ergänzt.

Kapitel 4, Vers 351 [Quellzählung an Position 4.301]

sado raṇo raṇapuṭau bhoge ravasamau manaḥ | yatiḥ kṣamā ca rambhā ca carapāyāṃ kauśikī matā ||351||

Sada, Rana sowie Rana und Puta auf Bhoga; Rava, Sama, Manas, Yati, Kshama und Rambha auf Charapa: [dies] gilt als Kaushiki.

Anmerkung: Rana erscheint wiederholt; die Grenze der Formeln bleibt unsicher. Charapa nicht sicher lesbar. Quellnummer 351 an Position 301.

Kapitel 4, Vers 302

ravaverivo […] gajavana jātilīlā yatistathā | śūre vāmadṛgindubhyo bhavedatmalinī priye ||302||

… Gaja, Vana, Jati, Lila und Yati auf Shura, mit Vamadrish und Indu: dies wäre Atmalini, o Geliebte.

Anmerkung: Fragment: Anfangswörter und Flussname Atmalini unsicher; Quelle setzt selbst ein Fragezeichen.

Kapitel 4, Vers 303

tarurgarvaśca śuṇḍā ca jātikāyau gavi sthitau | turāvatī sabhaṅgā tu sadamāyā puṭālayaḥ ||303||

Taru, Garva, Shunda, Jati und Kaya auf Go: Turavati. Sabhanga aber: Sada, Maya, Puta und Laya …

Anmerkung: Beide Flussnamen sind unsicher lesbar; nicht zu bekannteren Namen ergänzt.

Kapitel 4, Vers 304

yatirviriñcau vetravatī ravaḥ samanoyati […] | raṇaprabhā kumbhaśīrṣe rambhāpaṭu kuṭī madaḥ ||304||

… Yati auf Virinchi: Vetravati. Rava, Sama, Manas, Yati … Rana und Prabha auf Kumbhashirsha. Rambha, Patu, Kuti und Mada …

Anmerkung: Fragment: erstes Zeilenende von der Quelle als unsicher markiert; Zuordnung der mittleren Folge offen.

Kapitel 4, Vers 305

śūro vāmadṛgindubhyāṃ carmaṇvatyabhidhīyate | kṣetrārṇaṃ bhrama durdharṣa varṇarambhā carapopari ||305||

… Shura mit Vamadrish und Indu: dies heißt Charmanvati. Der Laut Kshetra, Bhrama, Durdharsha … Rambha auf Charapa …

Anmerkung: Decknamengrenzen und charapa unsicher; Fortsetzung306.

Kapitel 4, Vers 306

suvarṇarekhā tamasā kāyahlada yatiḥ samaḥ | grāhānantārṇapūrṇāḥ syurmanoyāgaravāḥ samaḥ ||306||

… Suvarnarekha. Tamasa: Kaya, Hlada, Yati, Sama, Graha, der Laut Ananta und Purna. Manas, Yaga, Rava und Sama …

Anmerkung: Die Satzgliederung folgt der Abfolge der Flussnamen; keine Silben entschlüsselt.

Kapitel 4, Vers 307

śubhakṣamāyoginyarṇāḥ kākinyordhve tayāpakā | kāyo harirjalaṃ grāharavaśūrāḥ kramāt sthitāḥ ||307||

… Shubha, Kshama und der Laut Yogini über Kakini: Tayapaka. Kaya, Hari, Jala, Graha, Rava und Shura, der Reihe nach angeordnet …

Anmerkung: Flussname Tayapaka beschädigt beziehungsweise unsicher; nicht geografisch identifiziert.

Kapitel 4, Vers 308

nirvindhyā vāmakarṇenduyutā nemau hladaḥ śubham | kṣīraudumbaravarṇau ca virajāriṣṭamastake ||308||

… mit Vamakarna (linkem Ohr) und Indu verbunden: Nirvindhya. Auf Nemi: Hlada, Shubha sowie die Laute Kshira und Udumbara; Viraja auf Arishtas Kopf …

Anmerkung: Abgrenzung von Viraja als Ergebnisname oder Deckname unsicher; keine vollständige Formel behauptet.

Kapitel 4, Vers 306 [Quellzählung an Position 4.309]

ḍimbaḥ paṭustarusamau gajagrāhau ca śaktike | muralā mahānadī vīṇāmāyā raṇayaśau ravāḥ ||306||

Dimba, Patu, Taru, Sama, Gaja und Graha auf Shaktika: Murala. Mahanadi: Vina, Maya, Rana, Yashas und Rava …

Anmerkung: Quellnummer 306 an Position 309.

Kapitel 4, Vers 310

kāpāle syāt sudhādhvānasadohāre himāni ca | madane vāgmatī proktā nārīmāyā yatihladaḥ ||310||

… auf Kapala. Sudha, Dhvana, Sada, Hara und Hima auf Madana werden Vagmati genannt. Nari, Maya, Yati und Hlada …

Anmerkung: Dhvana als Deckname unsicher; Fortsetzung311.

Kapitel 4, Vers 211 [Quellzählung an Position 4.311]

kṣamāraṇau kekare syād vāraṇā manasaḥ hladaḥ | kṣīraṃ himaṃ vajraśīrṣe soma pārāvato punaḥ ||211||

… Kshama und Rana auf Kekara: Varana. Manas, Hlada, Kshira und Hima auf Vajrashirsha: Soma. Wiederum Paravata …

Anmerkung: Die Namen Soma und Paravata sind nicht sicher gegeneinander abzugrenzen. Quellnummer 211 an Position 311.

Kapitel 4, Vers 312

paṭuraṇo manaścātha maṇinade varānane | yoginyā karahārau ca bhramapadmākṣarasvanāḥ ||312||

Patu, Rana und Manas, sodann auf Maninada, o Schönangesichtige. Mit Yogini: Kara und Hara, Bhrama, der Laut Padma und Svana …

Anmerkung: Maninada könnte ein Ergebnis- oder Trägername sein; genaue Gliederung offen.

Kapitel 4, Vers 353 [Quellzählung an Position 4.313]

hera vāmadṛgindubhyāṃ yuktā jyotī rasāgame | hemaṃ śaṭho vṛṣaudumbarau mandākinyudīritā ||353||

… Hera, mit Vamadrish und Indu verbunden: Jyoti. Auf Rasagama: Hema, Shatha, Vrisha und Udumbara; [dies] wird Mandakini genannt.

Anmerkung: Hera und Rasagama sind unsichere Decknamen. Quellnummer 353 an Position 313.

Kapitel 4, Vers 3145 [Quellzählung an Position 4.314]

yaśaḥ kṣīravṛṣāmāyā śūro vāmadṛgindubhiḥ | malaprahāriṇī nāma śatadrurjalaparvaṇi ||3145||

Yashas, Kshira, Vrisha, Maya und Shura mit Vamadrish und Indu: [dies] heißt Malapraharini. Shatadru auf Jalaparvan …

Anmerkung: Quellnummer 3145 an Position 314. Der Name Malapraharini ist im OCR beschädigt und nicht als gesicherte geografische Bezeichnung zu lesen.

Kapitel 4, Vers 214 [Quellzählung an Position 4.315]

taru raṇo jātilayayatikāyanarāḥ priye | indunā vāmanetreṇa śamajātihladāyatiḥ ||214||

Taru, Rana, Jati, Laya, Yati, Kaya und Nara, o Geliebte, mit Indu und Vamanetra (linkem Auge). Shama, Jati, Hlada und Yati …

Anmerkung: Anschluss an314; Quellnummer 214 an Position 315.

Kapitel 4, Vers 316

rāgo vāmaratīndubhyāṃ hiraṇyākṣa udīritaḥ | jāyā rambhā ca nandā ca khaḥ pūrṇāṅke ca sindhukaḥ ||316||

… Raga mit Vamarati und Indu: [dies] wird Hiranyaksha genannt. Jaya, Rambha, Nanda und Kha auf Purnas Schoß: Sindhuka.

Anmerkung: Vamarati als Deckname oder beschädigte Lesung unsicher; nicht zu Vamadrish geändert.

Kapitel 4, Vers 317

śūrastaruḥ śubhaṃ kṣīraṃ māyā ca ghargharo mataḥ | rambhā viṣaṃ manaḥ śūrakākinyaḥ koka ucyate ||317||

Shura, Taru, Shubha, Kshira und Maya gelten als Gharghara. Rambha, Visha, Manas, Shura und Kakini werden Koka genannt.

Anmerkung: Gharghara ist in der Quelle orthografisch beschädigt; die minimale Lesung bleibt unsicher.

Kapitel 4, Vers 318

śākhāśubhakṣamāgarvamāyāḥ kaulucamastake | lohityo'lakanandā ca hṛdayāgaraṇākhalaḥ ||318||

Shakha, Shubha, Kshama, Garva und Maya auf Kauluchas Kopf: Lohitya. Alakananda: Hrida, Yaga, Rana …

Anmerkung: Fragment: Kaulucha und der letzte Deckname beschädigt; Abschluss der Alakananda-Folge nicht gesichert.

Kapitel 4, Vers 2316 [Quellzählung an Position 4.319]

śubhamāye mahāśīrṣe yāgau raṇahladau tathā | grāhahārau bhogavatī khedopari samāhitāḥ ||2316||

Shubha und Maya auf Mahashirsha; Yaga, Rana und Hlada sowie Graha und Hara, auf Kheda zusammengefügt: Bhogavati.

Anmerkung: Bindung der Anfangsfolge an318 oder319 unklar. Quellnummer 2316 an Position 319.

Kapitel 4, Vers 320

kṣamā śuṇḍā gajakara śubhanārīmanāṃsi hi | gavi vakṣu garva samadharāmāyā ravāyati ||320||

Kshama, Shunda, Gaja, Kara, Shubha, Nari und Manas auf Go: Vakshu. Garva, Sama, Dhara, Maya, Rava und Yati …

Anmerkung: Vakshu und die Grenze der folgenden Formel unsicher; Fortsetzung321.

Kapitel 4, Vers 321

śaktau śītāphāṇṭa samadharāmāyā ramāyatiḥ | śaktau dṛṣadvatī phalguḥ samahārakarā maṭhaḥ ||321||

… auf Shakti: Shita. Phanta, Sama, Dhara, Maya, Rama und Yati auf Shakti: Drishadvati. Phalgu: Sama, Hara, Kara und Matha …

Anmerkung: Sītā/śītā und Phanta sind aus dem OCR nicht eindeutig zu bestimmen; keine Flussnamen-Normalisierung.

Kapitel 4, Vers 322

māyā śubhaṃ ratermūrdhni chadmaparvatasyatiḥ | vīṇā parantape devi timirā parikīrtitā ||322||

… Maya und Shubha auf Ratis Kopf. Chhadma, Parvata, Yati und Vina auf Parantapa: [dies] wird Timira genannt, o Göttin.

Anmerkung: Gliederung chadmaparvatasyatiḥ unsicher; die lesbaren Decknamen bleiben erhalten.

Kapitel 4, Vers 323

valaṃ raṇo naro yāgo jātivṛṣa iti kramāt | trapāyāṃ phenilā devi sadohārahimabhramāḥ ||323||

Vala, Rana, Nara, Yaga, Jati und Vrisha, der Reihe nach auf Trapa: Phenila, o Göttin. Sada, Hara, Hima und Bhrama …

Anmerkung: Die Quelle liest जातिनृष; vṛṣa ist eine unsichere minimale OCR-Klärung, nicht gesicherte Buchstabenlesung.

Kapitel 4, Vers 324

śubhamāye nāgaśīrṣe kaukṣikā kiraṇā punaḥ | ravo raṇaṣṭaṅkarambhe kalyāṇaudumbare tathā ||324||

… Shubha und Maya auf Nagashirsha: Kaukshika. Wiederum Kirana: Rava, Rana, Tanka, Rambha sowie Kalyana und Udumbara …

Anmerkung: Die Decknamengrenze raṇaṣṭaṅka ist unsicher; Fortsetzung325.

Kapitel 4, Vers 325

śubhamāyoddhāravarṇaṃ kalpāriṣṭākṣarāṇi ca | vadhvā campāvatī śūradharve raṇa iti kramāt ||325||

… Shubha, Maya, der Laut Uddhara sowie die Laute Kalpa und Arishta, mit Vadhu: Champavati. Shura, Dharva und Rana, der Reihe nach …

Anmerkung: Abgrenzung von Kirana und Champavati sowie Dharva unsicher; keine fehlende Zwischenschicht ergänzt.

Kapitel 4, Vers 326

grāhaśca dānave proktā parṇāśā palitā manaḥ | yatirbhālaṃ narasamau līlā cāpi mahopari ||326||

… und Graha auf Danava werden Parnasha genannt. Palita: Manas, Yati, Bhala, Nara, Sama und Lila auf Maha …

Anmerkung: Die Namen Palita und Maha sind im Zusammenhang als Decknamen bewahrt.

Kapitel 4, Vers 327

senā rambhā yatikṣīre varṇamaudumbaraṃ tathā | kaṃkāla ūrmilā nāma dharamāyā sadoravaḥ ||327||

Sena, Rambha, Yati, Kshira sowie der Laut Udumbara auf Kankala: [dies] heißt Urmila. Dhara, Maya, Sada und Rava …

Anmerkung: Urmila ist im OCR verstümmelt, die Lesung deshalb unsicher; keine zusätzliche Formel für Palita rekonstruiert.

Kapitel 4, Vers 328

hṛdayāgau mahāśīrṣe tāmraparṇyatha mālinī | samamāyāharāvāta kṣīrakharvahimāni ca ||328||

… Hrida und Yaga auf Mahashirsha: Tamraparni. Sodann Malini: Sama, Maya, Hara, Vata, Kshira, Kharva und Hima …

Anmerkung: Fortsetzung329.

Kapitel 4, Vers 326 [Quellzählung an Position 4.329]

vadhvā raṇo jalamaṭhau kāyaḥ svana iti priye | kṛtamālā bhaved buddhau praharau haṭha eva ca ||326||

… mit Vadhu. Rana, Jala, Matha, Kaya und Svana, o Geliebte: auf Buddhi wäre dies Kritamala. Prahara und Hatha …

Anmerkung: Prahara im Dual ist unsicher; Quellnummer 326 an Position 329.

Kapitel 4, Vers 330

mano hāro śubhaṃ kāme bhavet somakhavā sarit | caro ravaḥ phalayati śobhājāti gavi sthitā ||330||

… Manas, Hara und Shubha auf Kama: dies wäre der Fluss Somakhava. Chara, Rava, Phala, Yati, Shobha und Jati auf Go …

Anmerkung: Somakhava ist ein unsicher gelesener Flussname; nicht zu einer vermuteten geografischen Form korrigiert.

Kapitel 4, Vers 331

mekalāyārṇamāye ca khecarīyoginyakṣare | vadhvāstathā ca kākinyā bandhūrātha pravāhinī ||331||

… Mekala. Der Laut … und Maya sowie die Laute Khechari und Yogini, mit Vadhu und Kakini: Bandhura. Sodann Pravahini …

Anmerkung: Fragment: Der Anschluss mekalāyārṇa ist nicht eindeutig zu gliedern; ein Deckname bleibt offen.

Verschiedenartige Kutas

Eine weitere Gruppe verwendet Namen von Gegenständen, Lautvorstellungen und göttlichen Orten. Die Übersetzung bewahrt auch beschädigte Zwischenfolgen als Fragmente.

Kapitel 4, Vers 332

varahāramaṭastyarṇasvanā lajjopari sthitāḥ | atha uccāvacāḥ kūṭā nānānāmāna īśvari ||332||

Vara, Hara, Mata, … Laut und Svana, auf Lajja stehend. Nun [folgen] verschiedenartige Kutas mit vielerlei Namen, o Herrin.

Anmerkung: Fragment im Decknamenkatalog: sty-arṇa unsicher. Der Übergangssatz ist vollständig verständlich.

Kapitel 4, Vers 333

līlā gajagrāhakharva himaṃ sāmyaṃ gavi sthitam | udayo'staḥ phalavṛṣasamahāramanaḥkṣamāḥ ||333||

Lila, Gaja, Graha, Kharva, Hima und Samya auf Go: Udaya (Aufgang). Asta (Untergang): Phala, Vrisha, Sama, Hara, Manas und Kshama …

Anmerkung: Die Namen Udaya/Asta bezeichnen hier Kutas, nicht eigenständige astronomische Anweisungen.

Kapitel 4, Vers 334

viriñcau maṭhaśuṇḍe ca sadomāyāharā śubham | śūro vāmaśravaścandre mandāraḥ samudīritaḥ ||334||

… auf Virinchi. Matha, Shunda, Sada, Maya, Hara, Shubha und Shura mit Vamashravas (linkem Ohr) und Chandra: [dies] wird Mandara genannt.

Anmerkung: Fortsetzung der Asta-Folge aus 333 und anschließender Mandara-Kuta.

Kapitel 4, Vers 335

bhaṭobhyono […] manohārau bhramabhrāmarivarṇakau | […] calabhrākhyātaśchatraṃ samahimakṣamāḥ ||335||

Bhata … Manas, Hara, Bhrama und der Laut Bhramari … wird [unsicherer Name] genannt. Chhatra (Schirm): Sama, Hima und Kshama …

Anmerkung: Fragment: Aufbauanfang, Träger und Ergebnisname vor Chhatra beschädigt. Nicht rekonstruiert.

Kapitel 4, Vers 336

rambhāmanaḥkharāḥ sarve yoginyāmabhidhīyate | jātiraṇau śūrasamau harakṣīrau ca cakragau ||336||

… Rambha, Manas und Khara, alle auf Yogini, werden [so] bezeichnet. Jati, Rana, Shura, Sama, Hara und Kshira auf Chakra …

Anmerkung: Anschluss an335; Fortsetzung337. Kein fehlender Ergebnisname ergänzt.

Kapitel 4, Vers 2337 [Quellzählung an Position 4.337]

māyā kharo himaṃ kūrma […] śūro sukhānvitam | yoginyarṇaścarmaṇi syāccaṇḍasamakharau tataḥ ||2337||

Maya, Khara, Hima und Kurma … Shura mit Sukha, der Laut Yogini auf Charman. Sodann Chanda, Sama und Khara …

Anmerkung: Fragment: Wort nach Kurma beschädigt; Schichtung und Ergebniszuordnung nicht vollständig verständlich. Quellnummer 2337 an Position 337.

Kapitel 4, Vers 338

rambhā jātiśca kūrmāṅgaṃ yāgodaśca va khecarī | dūtī jātiśca darbhaśūrau saṃjñā gandharva ucyate ||338||

Rambha, Jati, Kurmanga, Yagoda und Khechari … Duti, Jati, Darbha, Shura und Samjna: [dies] wird Gandharva genannt.

Anmerkung: Kurmanga/Yagoda und der Übergang zwischen den Folgen unsicher; nicht in eine gesicherte Formel überführt.

Kapitel 4, Vers 3346 [Quellzählung an Position 4.339]

bhavo vīṇā ravo māyā sṛṣṭau maṇiriti smṛtaḥ | jātirlīlā raṇasamau hāraśūrau gavi sthitau ||3346||

Bhava, Vina, Rava und Maya auf Srishti gelten als Mani (Juwel). Jati, Lila, Rana, Sama, Hara und Shura auf Go …

Anmerkung: Quellnummer 3346 an Position 339.

Kapitel 4, Vers 340

ratnābhidho hemanāmā rambhājātisadoharāḥ | khurārṇo nāgago devi prāsādau dayauginau ||340||

… heißt Ratna (Edelstein). Die Hema (Gold) genannte [Formel]: Rambha, Jati, Sada, Hara und der Laut Khura auf Naga, o Göttin. Prasada …

Anmerkung: Fragment am Schluss: nach prāsādau ist die Lesung nicht zuverlässig; kein Aufbau ergänzt.

Kapitel 4, Vers 241 [Quellzählung an Position 4.341]

vīṇā manaśca śūraśca paurastyasvarabinduyuk | dharodumbaravarṇau ca hladakṣīrahimaṃ kharaḥ ||241||

Vina, Manas und Shura, verbunden mit dem vorausgehenden Vokal und Bindu. Die Laute Dhara und Udumbara sowie Hlada, Kshira, Hima und Khara …

Anmerkung: Paurastya kann auch „östlich“ heißen; als technische Rückverweisung nicht sicher. Quellnummer 241 an Position 341.

Kapitel 4, Vers 342

yoginyā dhātukūṭaḥ syāt svastikastamaṃ phāṇṭayuk | bhramaṃ kāyamanoścaśca nāga ṛddhistu māyayā ||342||

… mit Yogini wäre dies der Dhatu-Kuta. Svastika: Tama mit Phanta, Bhrama, Kaya, Manas … auf Naga. Riddhi (Gedeihen) aber mit Maya …

Anmerkung: Fragment: Wort nach Manas beschädigt; Deckname Phanta unsicher.

Kapitel 4, Vers 343

pāṭho vṛṣo yatirvīgo vṛddhirdarbhaśca rambhayā | śūro muktākagaḥ śūrakṣamā darbhasvanāḥ priye ||343||

Patha, Vrisha, Yati … Vriddhi, Darbha mit Rambha und Shura auf Muktaka. Shura, Kshama, Darbha und Svana, o Geliebte …

Anmerkung: Fragment: vīgo und die Grenze zwischen Riddhi/Vriddhi unsicher; keine zwei vollständigen Formeln behauptet.

Kapitel 4, Vers 344

aparājito bhaved vadhvāṃ hemakṣīraṃ sadastathā | rambhā trapāmūrdhni padaṃ mano nandā ca ṭīkayā ||344||

… auf Vadhu wäre Aparajita (Unbesiegt). Hema, Kshira, Sada und Rambha auf Trapas Kopf; Pada, Manas und Nanda mit Tika …

Anmerkung: Die mittlere Folge hat hier keinen zuverlässig zuzuordnenden Ergebnisnamen.

Kapitel 4, Vers 345

vīcī sadohāra lajjākramo rambhā ca jālayuk | śubhamāye viriñcau hi jaṭāvallī tu vallabhe ||345||

… Vichi (Welle). Sada, Hara, Lajja, Krama, Rambha mit Jala sowie Shubha und Maya auf Virinchi: Jatavalli, o Geliebte.

Anmerkung: Die Quelle zeigt ein Störzeichen nach Rambha; keine ausgelassene Silbe ergänzt. Jatavalli wörtlich etwa „Flechtenranke“ bleibt Kuta-Name.

Kapitel 4, Vers 246 [Quellzählung an Position 4.346]

śobhāgrāhagrahaśubhayoginī rāgayuk kṣamā | darbhasvanasurā devi dhanuryogini darbhayuk ||246||

Shobha, Graha, Graha, Shubha, Yogini mit Raga, Kshama, Darbha, Svana und Sura, o Göttin. Dhanus (Bogen), auf Yogini mit Darbha …

Anmerkung: Decknamengrenzen und Zuordnung unsicher; grāha und graha sind verschiedene sichtbare Formen. Quellnummer 246 an Position 346.

Kapitel 4, Vers 347

kṣīrahladau dhvaje vajraṃ yaśohārau ca nandayā | jātiḥ sadastrapāmālāsado māyāhladaḥ karaḥ ||347||

Kshira und Hlada auf Dhvaja: Vajra. Yashas und Hara mit Nanda; Jati, Sada, Trapa, Mala, Sada, Maya, Hlada und Kara …

Anmerkung: Die Wiederholung von Sada bleibt bewahrt; die Zwischenabgrenzung ist unsicher.

Kapitel 4, Vers 348

kṣīraśūrau vāmakarṇaḥ bindurekhā prakīrtitā | maṭha rambhā manodarbhatrapānāda udāhṛtaḥ ||348||

… Kshira, Shura und Vamakarna: [dies] wird Bindurekha (Bindu-Linie) genannt. Matha, Rambha, Manas, Darbha und Trapa: Nada (Klang) wird genannt.

Anmerkung: Trapa/Nada-Grenze aus der Syntax erschlossen, Buchstabenlesung nāda im OCR unsicher.

Kapitel 4, Vers 346 [Quellzählung an Position 4.349]

karasvane kṣīrasadohārau […] tu tantrakaḥ | śaṅkhaḥ sarambho manasā yaśo dṛṣṭirvadhūpari ||346||

Kara, Svana, Kshira, Sada und Hara … [dies heißt] Tantraka. Shankha: mit Rambha, Manas, Yashas und Drishti auf Vadhu.

Anmerkung: Fragment in der ersten Folge: beschädigter Trägername. Quellnummer 346 an Position 349.

Kapitel 4, Vers 350

manohima dhruvaśaṭhā sambhāve cakra ucyate | vyutkramācchavitavidārṇo rambhāmāyāyaśāṃsi ca ||350||

Manas, Hima, Dhruva und Shatha auf Sambhava werden Chakra genannt. In umgekehrter Reihenfolge … Laut … sowie Rambha, Maya und Yashas …

Anmerkung: Fragment: der umzukehrende Lautname ist beschädigt; keine Umkehrformel hergestellt.

Dakini, Samaya und weitere Kutas

Weitere Formeln verbinden Namen von Göttinnen mit Laut- und Ritualbegriffen. Die vorausgehenden und folgenden Halbverse gehören vielfach zusammen.

Kapitel 4, Vers 351

pūrṇakāmaḥ kṣate prokto ḍākinyarṇaṃ ca rambhayā | jātiḥ sado'nvitā cakre ḍākinīkūṭamucyate ||351||

… auf Kshata wird Purnakama (Erfülltes Verlangen) genannt. Der Laut Dakini mit Rambha, Jati und Sada, auf Chakra: [dies] heißt Dakini-Kuta.

Anmerkung: Anschluss an350.

Kapitel 4, Vers 352

pradarbhau ca svanakṣīrakalpā mālābhidhīyate | audumbarārṇaṃ ravayatiśramāḥ sāmyaṃ sureśvari ||352||

Pra und Darbha, Svana, Kshira und Kalpa werden Mala (Kranz) genannt. Der Laut Udumbara, Rava, Yati, Shrama und Samya, o Herrin der Götter …

Anmerkung: Pra-Darbha-Gliederung unsicher; Fortsetzung353.

Kapitel 4, Vers 353

manthānākhyo hi lāṅgūle darbhaśramakaro manaḥ | himaṃ viriñcau trijaṭā dīpārṇaṃ samakāyayuk ||353||

… auf Langula: [die Formel] namens Manthana (Quirl). Darbha, Shrama, Kara, Manas und Hima auf Virinchi: Trijata (Drei Flechten). Der Laut Dipa mit Sama und Kaya …

Anmerkung: Dipa-Laut nicht als konkretes Bija ergänzt.

Kapitel 4, Vers 354

svanaḥ śukrakace prokta uccakhaṇḍo varānane | raṇaḥ sadomanastyarṇaḥ śubhaśūrayutastataḥ ||354||

… Svana auf Shukrakacha wird Uchchakhanda genannt, o Schönangesichtige. Sodann Rana, Sada, Manas, … Laut, verbunden mit Shubha und Shura …

Anmerkung: Fragment: ty-arṇa-Deckname beschädigt; Shukrakacha/Uchchakhanda unsichere Namen.

Kapitel 4, Vers 2355 [Quellzählung an Position 4.355]

vāmakarṇendusaṃyuktaḥ kiñjalkaḥ samudāhṛtaḥ | darbhakāyaharigrāhā gavi līlaḥ śubhakṣamaḥ ||2355||

… verbunden mit Vamakarna und Indu: [dies] wird Kinjalka (Blütenfaden) genannt. Darbha, Kaya, Hari und Graha auf Go: Lila. Shubha und Kshama …

Anmerkung: Quellnummer 2355 an Position 355; Lila möglicherweise Anschlussdeckname statt Ergebnis, Grenze offen.

Kapitel 4, Vers 356

svanalakṣmyasya śūrāśca seturvāmaśrutīndubhiḥ | asivarṇasvanakṣīraśubhaṃ kulamudāhṛtam ||356||

… Svana, Lakshmi … und Shura mit Vamashruti und Indu: Setu (Brücke). Der Laut Asi, Svana, Kshira und Shubha werden Kula genannt …

Anmerkung: svanalakṣmyasya ist syntaktisch beschädigt; keine vollständige Setu-Formel behauptet.

Kapitel 4, Vers 357

yoginyāṃ hladaviśvau ca hāramāyāṅkhanārṇakāḥ | samayākhyo mahākūṭaḥ pūrṇāyāṃ samudāhṛtaḥ ||357||

… auf Yogini. Hlada, Vishva sowie die Laute Hara, Maya und … auf Purna: [dies] wird der große Kuta namens Samaya (Bindung, Vereinbarung) genannt.

Anmerkung: Fragment: der letzte Lautname ist nicht zuverlässig lesbar.

Kapitel 4, Vers 358

darbharambhāmatha mano jātiśubhakharāḥ phalam | sarvakṣatake […] mantrakūṭamudāhṛtam ||358||

Darbha, Rambha, sodann Manas, Jati, Shubha, Khara und Phala auf Sarvakshataka …: [dies] wird Mantra-Kuta genannt.

Anmerkung: Fragment: Schluss der Aufbauangabe beschädigt; Sarvakshataka als Träger unsicher.

Kapitel 4, Vers 355 [Quellzählung an Position 4.359]

śramavarṇādhare nandā śubhajāti ṛṣāraṇaḥ | digbīje varṇakūṭaṃ syāt sattvakūṭapade tathā ||355||

Unter dem Laut Shrama: Nanda, Shubha, Jati … auf dem Dig-Bija (Richtungs-Bija): dies wäre Varna-Kuta (Laut-Kuta); ebenso an der Stelle des Sattva-Kuta …

Anmerkung: Fragment: ṛṣāraṇa nicht zuverlässig gegliedert; Anschluss der zweiten Aussage unklar. Quellnummer 355 an Position 359.

Kapitel 4, Vers 360

ḍamarustryakṣaraṃ […] | […] uddhṛtaṃ devi harirjātiśubhaṃ tathā ||360||

Damaru, dreisilbig …, o Göttin, wird herausgehoben … sowie Hari, Jati und Shubha …

Anmerkung: Fragment: weite Teile beider Zeilen nicht zuverlässig verständlich; die dreisilbige Formel nicht rekonstruiert.

Kapitel 4, Vers 361

darbho ḍamaruvarṇaśca nandā digadhvaraṃ bhavet | śaṭhaḥ svanaśubhaṃ śūraḥ kālarātriśiraḥsthitaḥ ||361||

Darbha, der Laut Damaru und Nanda: [dies] wäre Digadhvara. Shatha, Svana, Shubha und Shura auf Kalaratris Kopf …

Anmerkung: Digadhvara ist unsicher gelesen; Fortsetzung362.

Kapitel 4, Vers 362

kailāsakūṭaṃ phetkārīvarṇādhasthaḥ svanakṣame | śūre savāmakarṇendustrikūṭākhyo'bhidhīyate ||362||

… Kailasa-Kuta. Unter dem Laut Phetkari: Svana und Kshama auf Shura, mit Vamakarna und Indu; [dies] heißt Trikuta.

Anmerkung: Die genaue Schichtung der Phetkari-Angabe bleibt unsicher.

Vedanta- und Samkhya-Begriffe als Formelnamen

Erkenntnis, Wille, Geist, Selbst und Bewusstsein dienen nun als technische Namen der Kutas. Der Abschnitt ist keine zusammenhängende Einführung in diese Philosophien.

Kapitel 4, Vers 363

prakriyānāmabhiḥ kūṭā ito vedāntasāṃkhyayāḥ | himaṃ kharogragrāhāśca rambhājñānaṃ capopari ||363||

Von hier an [folgen] Kutas mit Namen aus den Lehrverfahren von Vedanta und Samkhya. Hima, Khara, Ugra, Graha und Rambha auf Chapa: Jnana (Erkenntnis).

Anmerkung: Lesung vedāntasāṃkhyayāḥ grammatisch beschädigt, Bezug auf beide Lehren hinreichend klar; Chapa als Träger unsicher.

Kapitel 4, Vers 2364 [Quellzählung an Position 4.364]

icchā kāya śubhaṃ rambhā kṣamā bhrāmaryuparyutā | devaśākhamanaścāpi himaṃ nāge kṛtirmatā ||2364||

Ichchha (Wille): Kaya, Shubha, Rambha und Kshama auf Bhramari. Deva, Shakha, Manas und Hima auf Naga gelten als Kriti (Tun).

Anmerkung: Quellnummer 2364 an Position 364.

Kapitel 4, Vers 3615 [Quellzählung an Position 4.365]

kharvo raṇaḥ samahimaṃ svanaśca kṣamayā saha | yoginyarṇaḥ kṣate kalpo dharmo hema sado manaḥ ||3615||

Kharva, Rana, Sama, Hima und Svana mit Kshama, dazu der Laut Yogini auf Kshata: Kalpa (Festsetzung). Dharma: Hema, Sada und Manas …

Anmerkung: Quellnummer 3615 an Position 365; Fortsetzung366.

Kapitel 4, Vers 366

mocinyarṇo yoginī ca dharāśubhyā yaśaḥ | […] vairāgyamuditamaiśvaryaṃ ṭaṅkaśuṇḍayā ||366||

… der Laut Mochini und Yogini, Dhara, Shubha und Yashas …: Vairagya (Leidenschaftslosigkeit) wird genannt. Aishvarya (Herrschaftsmacht): mit Tanka und Shunda …

Anmerkung: Fragment: Träger und Formelgrenze zwischen Dharma und Vairagya beschädigt.

Kapitel 4, Vers 367

kāyagrahāsivarṇāstrī pharohaṭhamanastataḥ | himaṃ nivṛttivirāji tato bhāva priye00 ||367||

Die Laute Kaya, Graha und Asi …, sodann Phara, Hatha und Manas; Hima, Nivritti und Viraj …; danach Bhava (Werden, Zustand), o Geliebte …

Anmerkung: Fragment: Gliederung sowie Anfangs- und Schlussanschluss beschädigt; die Quelle endet mit 00. Keine sichere vollständige Formel.

Kapitel 4, Vers 368

śūro mahodayaḥ kālyāṃ yamaśūrasadāsi hi | grāhahārau ca yoginyā kūṭaḥ syāt keśarābhidhaḥ ||368||

Shura auf Kali: Mahodaya (Großer Aufgang). Yama, Shura, Sada, Asi, Graha und Hara mit Yogini: dies wäre der Kuta namens Keshara.

Anmerkung: Der Anfang könnte noch zur Folge367 gehören; die genaue Grenze bleibt offen.

Kapitel 4, Vers 366 [Quellzählung an Position 4.369]

śākhā saudhaśca nandā ca manaḥ sāmyaṃ ca carmaṇi | śūdro'vidyā ca kṣatrārṇe sadaḥ karaharirmanaḥ ||366||

Shakha, Saudha, Nanda, Manas und Samya auf Charman … Shudra; Avidya (Unwissenheit) auf dem Laut Kshatra … Sada, Kara, Hari und Manas …

Anmerkung: Fragment: Grenze zwischen Ergebnis und neuen Decknamen unklar; keine philosophische Gleichsetzung von Shudra und Unwissenheit ergänzt. Quellnummer 366 an Position 369.

Kapitel 4, Vers 370

kalpārṇakālībījābhyāṃ rāgo līlā himaṃ haraḥ | raṇaḥ sadaśca dhanadā himakharvau sadarbhakau ||370||

… mit dem Laut Kalpa und dem Kali-Bija. Raga, Lila, Hima, Hara, Rana und Sada: Dhanada (Reichtum gebend). Hima und Kharva mit Darbha …

Anmerkung: Ob Dhanada Ergebnis oder weiterer Deckname ist, bleibt unsicher; die Silben des Kali-Bija werden nicht ergänzt.

Kapitel 4, Vers 371

hāro māyā ca nandā ca kṣate tāmisramucyate | līlāśūramanastyarṇaḥ kalpārṇau ca viriñcike ||371||

… Hara, Maya und Nanda auf Kshata: [dies] heißt Tamisra (Finsternis). Lila, Shura, Manas, … Laut und der Laut Kalpa auf Virinchika …

Anmerkung: Fragment: ty-arṇa beschädigt, daher Aufbau der nächsten Folge unvollständig.

Kapitel 4, Vers 372

gajo ravo manaścāpi kekarārṇadridau tathā | kṣamā ramāyā dveṣaḥ syāt phararāgau raṇo haraḥ ||372||

Gaja, Rava, Manas, der Laut Kekara … und Kshama mit Rama: [dies] wäre Dvesha (Abneigung). Phara, Raga, Rana und Hara …

Anmerkung: Fragment: Deckname nach Kekara beschädigt; Fortsetzung373.

Kapitel 4, Vers 373

jātiśūrau vāmakarṇenduvipāka udāhṛtaḥ | rambhāmāyāyatibhiryoge yonirudāhṛtā ||373||

… Jati und Shura mit Vamakarna und Indu: [dies] wird Vipaka (Reifung) genannt. Rambha, Maya und Yati auf Yoga: [dies] wird Yoni (Ursprung, Mutterschoß) genannt.

Anmerkung: Yoga kann auch „Verbindung“ heißen; als Trägerdeckname hier nur vorläufig verstanden.

Kapitel 4, Vers 374

kṣagrau svanau jalaraṇāvupādhiḥ syād vadhūpari | hayamabhadraraṇā nandā manaḥkūṭamudīryate ||374||

… Svana, Jala und Rana auf Vadhu: [dies] wäre Upadhi (begrenzende Bedingung). Haya … Bhadra, Rana und Nanda: Manas-Kuta (Geist-Kuta) wird genannt.

Anmerkung: Fragment: Anfang und haya-mabhadra beschädigt; keine sichere vollständige Formel.

Kapitel 4, Vers 375

manodharastyarṇaṃ viśvalayāstriśikhayānvitāḥ | buddhirnandā manorambhā yatiḥ pāṭhaḥ smaropari ||375||

Manodhara, … Laut, Vishva und Laya, verbunden mit Trishikha: Buddhi (Erkenntnisvermögen). Nanda, Manas, Rambha, Yati und Patha auf Smara …

Anmerkung: Fragment: sty-arṇa nicht zuverlässig lesbar. Buddhi erscheint als Kuta-Name, nicht als Definition psychischer Funktionen.

Kapitel 4, Vers 376

ahaṃkārastato dūtīkharamāyāhimāni ca | kṣamā śaktau cittamuktaṃ jalanārīharo manaḥ ||376||

… Ahamkara (Ichbildung). Sodann Duti, Khara, Maya, Hima und Kshama auf Shakti: [dies] wird Chitta (Geist, Bewusstseinsfeld) genannt. Jala, Nari, Hara und Manas …

Anmerkung: Ahamkara am Beginn aus dem beschädigten OCR dem Zusammenhang entsprechend gelesen; einzelne Zeichen unsicher.

Kapitel 4, Vers 377

śramo yatisvapādtaṃ līlāyāgau kṣamā karaḥ | hārastyarṇau ca nandā ca sanāsyāśca carapopari ||377||

Shrama, Yati …, Lila, Yaga, Kshama, Kara, Hara, … Laut und Nanda … auf Charapa …

Anmerkung: Fragment: mehrere Decknamen und Ergebnisbenennung beschädigt; keine zusammenhängende vollständige Formel erschlossen.

Kapitel 4, Vers 278 [Quellzählung an Position 4.378]

yaduḥ kharārṇasadasī grāho vadhvarṇa eva ca | triśikhāyāṃ yogabhūmipiṇḍaḥ phalanayau manaḥ ||278||

Yadu, der Laut Khara, Sada, Graha und der Laut Vadhu auf Trishikha: Yogabhumi (Yoga-Stufe). Pinda (Körper, Gebilde): Phala, Naya und Manas …

Anmerkung: Abgrenzung yogabhūmi/piṇḍa dem folgenden Aufbau entsprechend erschlossen, nicht sicher. Quellnummer 278 an Position 378.

Kapitel 4, Vers 376 [Quellzählung an Position 4.379]

yatiḥ pāṭhaśca pūrṇāyāṃ sudraṣṭaṅkaśca viśvayuk | audumbarau nigaditaṃ nirañjanamiti priye ||376||

… Yati und Patha auf Purna. Sudra, Tanka, verbunden mit Vishva … Udumbara: [dies] wird Niranjana (Unbefleckt) genannt, o Geliebte.

Anmerkung: Fragment: s udra-Deckname und Trägergliederung unsicher. Quellnummer 376 an Position 379.

Kapitel 4, Vers 380

kalārṇasamamāyāśca rambhā kṣīraṃ gavi sthitam | tanmātraṃ yaśasā māyāstyarṇaṃ prāgau vṛṣastathā ||380||

Der Laut Kala, Sama, Maya, Rambha und Kshira auf Go: Tanmatra (subtile Sinnesqualität). Mit Yashas: Maya, … Laut … und Vrisha …

Anmerkung: Fragment: zweite Aufbaufolge beschädigt, Fortsetzung381.

Kapitel 4, Vers 381

hriyāmindriyamākhyātamakṣaraṃ karadarbhayuk | līlā śubhaṃ ca saṃjñārṇaṃ buddhau devi prakīrtitam ||381||

… auf Hri: [dies] wird Indriya (Sinnesvermögen) genannt. Akshara (Unvergänglich, Laut): verbunden mit Kara und Darbha, Lila, Shubha und dem Laut Samjna auf Buddhi, o Göttin.

Anmerkung: Akshara als Ergebnisname ist gegenüber einer bloßen Angabe „Laut“ nicht völlig sicher.

Kapitel 4, Vers 382

ravahladau karo māyāpāṭhau bījaṃ ca kaustubhakam | prajñā śuṇḍā marastyarṇamāyāḥ prakṛtirucyate ||382||

Rava, Hlada, Kara, Maya, Patha und das Kaustubha-Bija: Prajna (Einsicht). Shunda, Mara, … Laut und Maya: [dies] heißt Prakriti (Urnatur) …

Anmerkung: Fragment: sty-arṇa beschädigt; Fortsetzung383. Keine fehlenden Bija-Silben ergänzt.

Kapitel 4, Vers 383

triśaktau khadakhaḍgārṇau māyākāyāśca śūrayuk | pramārṇaṃ vāmakarṇendu yamasamakarasvanāḥ ||383||

… auf Trishakti. Die Laute Khada und Khadga, Maya und Kaya mit Shura; der Laut Prama, Vamakarna und Indu; Yama, Sama, Kara und Svana …

Anmerkung: Fragment: Abgrenzung und Ergebnisname der mittleren Folge fehlen oder sind beschädigt. Prama/Khada unsicher.

Kapitel 4, Vers 384

kṣīraṃ ṭaṅkāhvaye bīje pratyayaḥ parikīrtitaḥ | bhāvo himaṃ śubhaṃ pāṭhaḥ ṣaḍūrmirdānave matā ||384||

… Kshira auf dem Bija namens Tanka: [dies] wird Pratyaya (Vorstellung, Erkenntnisinhalt) genannt. Bhava, Hima, Shubha und Patha auf Danava gelten als Shadurmi (die sechs Wogen).

Anmerkung: Die sechs Wogen werden hier nur benannt, nicht einzeln erklärt.

Kapitel 4, Vers 385

janaśūrau tāpineya yoginyarṇo khuropari | sattā sado himakarau śubhaśramamanāṃsi ca ||385||

Jana, Shura, Tapineya und der Laut Yogini auf Khura: Satta (Sein). Sada, Hima, Kara, Shubha, Shrama und Manas …

Anmerkung: Tapineya-Deckname aus dem OCR unsicher; Fortsetzung386.

Selbst, Bewusstsein und Einheit

Die letzten Reihen führen über Jivatman und Paramatman zu Einheit und Brahman. Einige Selbstidentifikationsformeln sind wörtlich lesbar; beschädigte Lautfolgen bleiben offen.

Kapitel 4, Vers 386

ramāyāṃ paramāḥ syāt phaṇakāyau śubhaṃ manaḥ | nandā diśi syājjīvātmā tattvamasyadvayākṣarāt ||386||

… auf Rama wäre Parama (das Höchste). Phana, Kaya, Shubha, Manas und Nanda auf Dish: Jivatman (individuelles Selbst). Aus den Lauten des nichtdualen „tat tvam asi“ – „Das bist du“ …

Anmerkung: Die letzte Zusammensetzung kann anders gegliedert werden; Fortsetzung387. Die technische Bildungsregel bleibt unsicher.

Kapitel 4, Vers 287 [Quellzählung an Position 4.387]

sasandhiḥ praṇavo devi paramātmābhidhīyate | yoginyarṇaṃ ca rambhā ca śūragrāhau kṣatopari ||287||

… [mit] Pranava und der Lautverbindung, o Göttin: [dies] heißt Paramatman (höchstes Selbst). Der Laut Yogini, Rambha, Shura und Graha auf Kshata …

Anmerkung: Anschluss386: Sandhi und Pranava werden genannt, ohne hier eine vollständig ausgeschriebene Ergebnisformel zu liefern. Quellnummer 287 an Position 387.

Kapitel 4, Vers 388

pratibimbastathābhāso vātaśūrakṣamāḥ kramāt | rāgaścakre nimittaṃ tu śaṅkhasvanaśubhāni hi ||388||

… Pratibimba (Spiegelbild). Sodann Abhasa (Erscheinung): Vata, Shura, Kshama und Raga, der Reihe nach auf Chakra. Nimitta (Anlass, wirkende Ursache) aber: Shankha, Svana und Shubha …

Anmerkung: Fortsetzung389.

Kapitel 4, Vers 3846 [Quellzählung an Position 4.389]

kāpālārṇaṃ ca digbīje puṣpaṃ yamayaśastathā | nāge bandhaḥ sūkṣmakūṭaṃ māyā himamataḥ param ||3846||

… sowie der Laut Kapala auf dem Dig-Bija. Pushpa, Yama und Yashas auf Naga: Bandha (Bindung). Sukshma-Kuta (das Subtile): Maya, Hima, sodann …

Anmerkung: Quellnummer 3846 an Position 389.

Kapitel 4, Vers 340 [Quellzählung an Position 4.390]

jāyāgrau dānave nityaṃ girirājasvanājalam | triśaktau sāklikūṭaṃ tu dūtīviṣamataḥ param ||340||

… Jaya und Agra auf Danava: Nitya (Ewig). Giriraja, Svana und Jala auf Trishakti: Sakli-Kuta. Duti und Visha, sodann …

Anmerkung: Fragment beziehungsweise unsichere Formelgrenzen: Sakli beschädigt und nicht philosophisch ergänzt. Quellnummer 340 an Position 390.

Kapitel 4, Vers 2351 [Quellzählung an Position 4.391]

svyarṇamāye tathā nandā diśi caiva jarā tataḥ | grāhaśaṅkhau tathā mūrdhni sadasatkūṭamucyate ||2351||

… [beschädigter] Laut, Maya und Nanda auf Dish; sodann Jara, Graha und Shankha auf dem Kopf: [dies] heißt Sadasat-Kuta (Sein und Nichtsein).

Anmerkung: Fragment: erster Deckname sowie Bezug von „auf dem Kopf“ unklar. Quellnummer 2351 an Position 391.

Kapitel 4, Vers 2352 [Quellzählung an Position 4.392]

darbho himaṃ mano nandā yatirvarṇendu vāmadṛk | bhavedupaśamaḥ kāyahāraratrāḥ […] śūra eva ca ||2352||

Darbha, Hima, Manas, Nanda, Yati, Varna, Indu und Vamadrish: [dies] wäre Upashama (Zur-Ruhe-Kommen). Kaya, Hara … und Shura …

Anmerkung: Fragment: Anfangsreihe in varṇendu unsicher, zweite Reihe ausdrücklich mit Fragezeichen in der Quelle. Quellnummer 2352 an Position 392.

Kapitel 4, Vers 343 [Quellzählung an Position 4.393]

mekhalāyāṃ smṛtiḥ proktā sadorambhāśubhāni ca | śaktisarvasvabīje syāccaitanyaṃ kūṭamīśvari ||343||

… auf Mekhala: [dies] wird Smriti (Erinnerung) genannt. Sada, Rambha und Shubha auf dem Shakti-Sarvasva-Bija: dies wäre Chaitanya-Kuta (Bewusstsein), o Herrin.

Anmerkung: Quellnummer 343 an Position 393.

Kapitel 4, Vers 3864 [Quellzählung an Position 4.394]

ekārasamakāveva varṇaśūrau rathantare | prabodhasvanaśuṇḍau ca ḍākinyarṇastataḥ param ||3864||

E-Laut, Sama und Ka, Varna und Shura auf Rathantara: Prabodha (Erwachen). Svana, Shunda, danach der Laut Dakini …

Anmerkung: Die Gliederung varṇa-śūra sowie Prabodha als Ergebnisname ist unsicher. Quellnummer 3864 an Position 394.

Kapitel 4, Vers 3465 [Quellzählung an Position 4.395]

triśikhāmāśayaḥ syācchuramadevo'tha māyayā | yutā nandā diśi śive cidghanastvabhidhīyate ||3465||

… auf Trishikha wäre Ashaya (innere Anlage). Shura … Deva, sodann mit Maya verbundene Nanda auf Dish, o Shiva: [dies] heißt Chidghana (reine Bewusstseinsfülle).

Anmerkung: Fragment: churamadeva-Folge beschädigt; Chidghana nicht aus einer rekonstruierten Formel erklärt. Quellnummer 3465 an Position 395.

Kapitel 4, Vers 3466 [Quellzählung an Position 4.396]

haṃsārṇaṃ jyeṣṭhakūṭe tu ekakūṭamudīryate | sāhamevāsamityevaṃ layakūṭaṃ prakīrtyate ||3466||

Der Laut Hamsa auf dem Jyeshtha-Kuta wird Eka-Kuta (Einheit) genannt. „sāham evāsam“ – „Ich war eben sie“: so wird der Laya-Kuta (Auflösung) bezeichnet.

Anmerkung: Die Formel sāham evāsam ist lesbar, ihre grammatische Fassung bleibt auffällig; nicht zu einer gebräuchlicheren Selbstidentifikationsformel geändert. Quellnummer 3466 an Position 396.

Kapitel 4, Vers 367 [Quellzählung an Position 4.397]

ramāhārau himasamau grāhastriśikhayā saha | bhavedapunarāvṛttirekātmyaṃ rambhayānvitam ||367||

Rama, Hara, Hima, Sama und Graha mit Trishikha: [dies] wäre Apunaravritti (Nichtwiederkehr). Ekatmya (Einheit des Selbst), mit Rambha verbunden …

Anmerkung: Die Grenze der neuen Ekatmya-Folge bleibt unsicher. Quellnummer 367 an Position 397.

Kapitel 4, Vers 368 [Quellzählung an Position 4.398]

darbho nandā tathā grāho yoginyarṇaṃ diśāvapi | darbhaśūrau bhāvajāti triśaktau parikathyate ||368||

Darbha, Nanda, Graha und der Laut Yogini, auch mit Disha. Darbha, Shura, Bhava und Jati auf Trishakti werden [so] erklärt …

Anmerkung: Ergebnisname folgt399; Verbindung von Ekatmya und dieser Folge nicht ganz sicher. Quellnummer 368 an Position 398.

Kapitel 4, Vers 2366 [Quellzählung an Position 4.399]

vijñānamayamīśānaḥ samaḥ śālā yatistathā | rambhāmanastyarṇalakṣma ānandamaya ucyate | syāttadbrahmāhamasmyetat kūṭaṃ brahmamayaṃ priye ||2366||

… Vijnanamaya (aus Erkenntnis bestehend). Ishana, Sama, Shala, Yati, Rambha, Manas, … Laut und Lakshma: [dies] heißt Anandamaya (aus Glückseligkeit bestehend). „tad brahmāham asmi“ – „Ich bin jenes Brahman“: dies wäre der Brahmamaya-Kuta (aus Brahman bestehend), o Geliebte.

Anmerkung: Fragment innerhalb der Anandamaya-Folge: ty-arṇa unsicher. Die Schlussformel und ihre Bedeutung sind hinreichend lesbar. Dreizeiliger Vers; Quellnummer 2366 an Position 399.

Kolophon

iti viṃśatyadhikasaptaśatabījopabṛṃhitaṣaṣṭyadhikaśatatrayakūṭāni […] mahākālasaṃhitoktāni samāptāni |

Hier enden die in der Mahakala-Samhita genannten dreihundertsechzig Kutas, erweitert durch siebenhundertzwanzig Bijas …

Anmerkung: Kolophon; ein weiterer Werkname beziehungsweise Zusatz vor mahākālasaṃhitā ist beschädigt („mīmātantra“ im OCR) und nicht übersetzt. Die angegebenen Zahlen werden als Textaussage bewahrt, nicht als unabhängig bestätigte Zählung.

Bilder und Videos zur Vertiefung

Feuerzeremonie bei Yoga Vidya: eine heutige Darstellung gemeinsamer Verehrung.
Shiva und Shakti: eine Darstellung zur Betrachtung des Göttlichen.

Die folgenden Einführungsvorträge erläutern allgemeine Begriffe; sie sind keine Kommentare zu den einzelnen Versen.

Kali – die Schwarze Göttin

Tantra – Wort und Bedeutung

Weiterführende Seminare

Indische Schriften

26.12.2026 - 02.01.2027 Indische Rituale Ausbildung

Du interessierst dich für indische Rituale? Du hast die einzigartige Gelegenheit, in dieser Rituale Ausbildung bei Yoga Vidya die kleine Puja, große P…
Sukadev Bretz, Shankari Winkelbauer
01.01.2027 - 10.01.2027 Yogalehrer Weiterbildung Intensiv A1 - Jnana Yoga und Vedanta

Kompakte, vielseitige Weiterbildung für Yogalehrer rund um Jnana Yoga und Vedanta.
Tauche tief ein ins Jnana Yoga und Vedanta, studiere die indischen S…
Vedamurti Dr Olaf Schönert

Mantras und Musik

06.11.2026 - 08.11.2026 Asana Intensiv - Musikalisch-Meditativ

Yoga und Musik ergänzen sich ideal. Jede Asana wird von Musik, Mantra Gesang und anderen Klängen auf deiner Reise nach innen begleitet! Die Yoga Stell…
Gopi Jana Kretschmer da Conceição
06.11.2026 - 08.11.2026 Harmonium Lernseminar

Lerne, Harmonium zu spielen! Wenn vorhanden, bitte eigenes Harmonium mitbringen. Keine Vorkenntnisse nötig.
Alisa Yakhontova

Bilder und Videos · Quellen und Literatur · Verwandte Themen

Betrachtung zum gelesenen Abschnitt

Die Beschäftigung mit Laut und Bedeutung kann selbst zu einer Schule der Aufmerksamkeit werden. Geduld mit einer schwierigen Stelle, Sorgfalt beim Lesen und Offenheit für Unterweisung gehören zu einem aufrichtigen Studium. Für die eigene Mantrawiederholung darf der vertraute, zuverlässig gelernte Mantra im Mittelpunkt stehen; die verschlüsselten Angaben dieses Anhangs werden im überlieferten Zusammenhang belassen.

Siehe auch

Die folgenden Tantra- und Yogaschriften eröffnen weitere Zugänge zum Studium. Ihre Lehren und Ritualordnungen sind jeweils in ihrem eigenen Zusammenhang zu lesen.

Wegweiser durch die Ausgabe