Chi

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1. Chi (Sanskrit: चि ci) ist eine (doppelt) transitive Sanskrit Verbalwurzel (Dhatu) und bedeutet: aneinanderreihen, schichten, aufbauen (des Feueraltars); sammeln, einsammeln, lesen, pflücken; beschütten, bedecken; (Passiv:) zunehmen, ergiebig sein, gedeihen. Das PPP dieser Wurzel lautet Chita.

2. Chi (Sanskrit: चि ci) ist eine Sanskrit Verbalwurzel und bedeutet: wahrnehmen; das Augenmerk richten auf; aufsuchen, suchen, forschen nach, Nachforschungen anstellen über, durchsuchen, jemand irgendwo suchen.

3. Chi , Hindi छी chī , Igitt .

4. Chi (auch Qi geschrieben, sprich: tschi) ist in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) die Bezeichnung für Lebensenergie. Was im Yoga als Prana bezeichnet wird, wird im Chinesischen als Chi bezeichnet. Mehr zum Thema Chi unter dem Hauptstichwort Ch'i.

Chi - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Chi

Chi ist der chinesische Begriff für Prana, die Lebensenergie. Chi kann geschrieben werden: Chi, Ch’i, Qi oder Qui. Chi, auch manchmal gesprochen Ki, ist also die Lebensenergie, das Prana. Chi ist die Lebensenergie, die das ganze Universum durchströmt, das überall wirkt, überall fließt. Chi ist die feinstoffliche Energie hinter der physischen Welt. Chi strömt in den Menschen hinein, strömt durch den Menschen hindurch.

Chi als Wort wird aus zwei chinesischen Zeichen geschrieben. Das erste bedeutet Holz und das zweite symbolisiert die Suche nach dem Gleichgewicht des Menschen im Universum und auch in seinem inneren Wesen. So bedeutet Chi zum einen, dass man in dieser Welt etwas tun kann, dafür steht das Holz wie auch, dass man sich auf die spirituelle Suche begeben kann. Der Fluss von Chi soll ins Gleichgewicht kommen, so kommt es auch zum Gleichgewicht von Yin und Yang und wenn Chi fließt, ist der Mensch glücklich, kann er viel bewirken und ihm geht es gut.

Um das Chi zum Fließen, in Harmonie zu bringen, empfehlen die Chinesen Verschiedenes. Dazu gehört zum einen ein gesunder Lebensstil, also gute Gewohnheiten, Ess- und Schlafgewohnheiten, eine gesunde Ernährung, ein guter Rhythmus von Wachen und Schlafen, beruflicher Tätigkeit, Regeneration, Zeit in der Natur. Auch der Wohnraum ist wichtig, z.B. Feng Shui, die Wohnraumlehre in China. Diese legt besonderen Wert auf den Fluss des Chi.

Chi kann auch fließen, wenn Harmonie zwischen Menschen herrscht. Und um das Chi fließen zu lassen, kann man Übungen machen wie Tai Chi oder Chi Gong. Auch bestimmte Massagetechniken wollen helfen, das Chi wieder zum Fließen zu bringen, z.B. Tuina. Oder natürlich Akupunktur, Akupressur oder Moxa, also eine bestimmte Form der Heilung. Letztlich läuft die ganze traditionelle chinesische Medizin darauf hinaus, Chi wieder zum Fließen zu bringen.

Chi in der Traditionellen Chinesischen Medizin

In der traditionellen chinesischen Medizin geht man davon aus, dass der Körper von einer subtilen Energie durchströmt wird. Sie fließt durch spezielle Energiebahnen, die Meridiane genannt werden. Kann das Chi frei und ungehindert fließen, ist der Mensch gesund. Gibt es irgendwo Störungen im Energiefluß, ensteht eine Krankheit. Mehr zum chinesischen Begriff Chi findest du unter dem Stichwort Chi'i.

Chi Video

Hier findest du ein Video zu Chi mit einigen Informationen und Anregungen:

Audiovortrag zu Chi

Hier kannst du die Tonspur des Videos zu Chi anhören:

Siehe auch