Sakarmaka

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Sakarmaka (Sanskrit सकर्मक sakarmaka adj.) wirksam, Folgen habend; (Sanskrit Grammatik:) ein Objekt (Karman) habend, transitiv.

Vishnu majestätisch auf der Weltenschlange

Transitive Verben

Im Sanskrit unterscheidet man wie im Deutschen zwischen transitiven und intransitiven Verben (Akhyata) bzw.Verbalwurzeln (Dhatu).

Transitive Verben erfordern ein direktes bzw. logisches Objekt (Karman), welches in der aktiven Konstruktion (Kartari Prayoga) im Akkusativ (Dvitiya) steht. In der passiven Konstruktion (Karmani Prayoga) steht das logische Objekt im Nominativ (Prathama).

Aktive Konstruktion

  • devadattaḥ kaṭaṃ karoti "Devadatta macht eine Matte (Kata)."

Erläuterung: Die Verbform karoti ist die 3. Person Singular Indikativ der transitiven Wurzel kṛ "machen, tun". Das logische Objekt der Handlung (kaṭam) steht im Akkusativ. Devadatta ist das logische Subjekt bzw. der Agens (Kartri) der Handlung und steht im Nominativ.

  • devadattaḥ putraṃ rakṣati "Devadatta beschützt den Sohn (Putra)."

Erläuterung: Die Verbform rakṣati ist die 3. Person Singular Indikativ der transitiven Wurzel rakṣ "beschützen, behüten". Das logische Objekt der Handlung (putram) steht im Akkusativ. Der Agens Devadatta steht wieder im Nominativ.

Passive Konstruktion

Die beiden obigen Beispielsätze werden im Folgenden in die passive Konstruktion umgewandelt:

  • devadattena kaṭaḥ kriyate "Von Devadatta eine Matte wird gemacht", d.h. "Von Devadatta wird eine Matte gemacht."

Erläuterung: Die Verbform kriyate ist die 3. Person Singular Passiv der transitiven Wurzel kṛ "machen, tun". Das logische Objekt der Handlung (kaṭaḥ) steht im Nominativ. Devadatta ist das logische Subjekt bzw. der Agens (Kartri) der Handlung und steht im Instrumental (Tritiya).

  • devadattena putro rakṣyate "Von Devadatta der Sohn wird beschützt.", d.h. "Der Sohn wird von Devadatta beschützt."

Erläuterung: Die Verbform rakṣyate ist die 3. Person Singular Passiv der transitiven Wurzel rakṣ "beschützen, behüten". Das logische Objekt der Handlung (putro steht laut Sandhi für putraḥ) erscheint im Nominativ. Devadatta ist das logische Subjekt bzw. der Agens (Kartri) der Handlung und steht im Instrumental (Tritiya).

Doppelt Transitive Verben

Die Sanskritgrammatiker unterscheiden von den (einfach) transitiven Verben (Akhyata) bzw. Verbalwurzeln (Dhatu) außerdem noch sogenannte doppelt transitive Verben bzw. Wurzeln, die Dvikarmaka genannt werden. Diese haben in der aktiven Konstruktion (Kartari Prayoga) zwei logische Objekte (Karman), von denen eines als näheres oder direktes Objekt (Mukhyakarman) und das andere als entfernteres oder indirektes Objekt (Gunakarman) bezeichnet wird.

Aktive Konstruktion

In der aktiven Konstruktion erscheinen beide Objekte (also direktes und indirektes Objekt) im Akkusativ:

  • gopo gāṃ (Akk.) payo (Akk.) dogdhi "der Hirte (Gopa) die Kuh (Go) Milch (Payas) melkt", d.h. "Der Hirte melkt die Kuh (um) Milch."

Erläuterung: Die Verbform dogdhi ist die 3. Person Singular Indikativ der doppelt transitiven Wurzel duh "melken". Beide Objekte (Karman) der Handlung (gāṃ und payo laut Sandhi für payas) stehen im Akkusativ (Dvitiya). Der Hirte (gopo ist Sandhi für gopaḥ) ist das logische Subjekt bzw. der Agens (Kartri) der Handlung und steht im Nominativ (Prathama).

  • pitā putraṃ (Akk.) dharmaṃ (Akk.) śāsti "der Vater den Sohn das Recht lehrt", d.h. "Der Vater (Pitri) lehrt den Sohn (Putra) das Recht (Dharma)."

Erläuterung: Die Verbform śāsti ist die 3. Person Singular Indikativ der doppelt transitiven Wurzel śās "lehren, unterweisen". Beide Objekte (Karman) der Handlung (putram und dharmam) stehen im Akkusativ (Dvitiya). Der Vater (pitā) ist das logische Subjekt bzw. der Agens (Kartri) der Handlung und steht im Nominativ (Prathama).

Verschiedene Schreibweisen für Sakarmaka

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Sakarmaka auf Devanagari wird geschrieben " सकर्मक ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen " sakarmaka ", in der Harvard-Kyoto Umschrift " sakarmaka ", in der Velthuis Transkription " sakarmaka ", in der modernen Internet Itrans Transkription " sakarmaka ".

Siehe auch

Video zum Thema Sakarmaka

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Weblinks

Quelle

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