Bestechung

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Bestechung bedeutet, jemanden Geld oder sonstige Vorteile zu verschaffen oder selbst derartige Gelder oder Vorteile anzunehmen, um ein egoistisches Ziel durchzusetzen und so selbst einen Vorteil gegenüber anderen Menschen zu bekommen; Bestechungsgelder auszugeben oder anzunehmen ist eine Form der Unlauterkeit.

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Swami Sivananda schreibt über Bestechung

Bestechungen anzunehmen ist sehr verbreitet. Wenn du dich bestechen läßt, wirst du nach dem Gesetz der Aktion und Reaktion für dieses falsche Tun bestraft werden, und das Samskara des Bestochenwerdens wird dich sogar im nächsten Leben zwingen, Bestechungen anzunehmen. Selbst in der nächsten Geburt wirst du ein unehrlicher Mensch sein. Deine Gedanken und Handlungen sind in dein Unbewußtes eingeschrieben. Du wirst deine Unehrlichkeit von Geburt zu Geburt tragen und größte Leiden erdulden müssen.

Vermindere deine Wünsche und lebe ehrlich mit deinen Mitteln. Dann hast du ein gutes Gewissen und wirst stets ohne Angst und Sorgen sein. Du wirst in Frieden sterben. Ich hoffe, daß du die Schwere des Gesetzes von Handeln und Empfangen verstehst. Werde ein ehrlicher Mensch und sei von dem Augenblick an, in dem du diese Zeilen liest, wahrhaftig. Halte dich fern von allen Versuchungen. Dann gibt es wenig Möglichkeiten, Bestechungen anzunehmen oder Sünden zu begehen. Du kannst ein ruhiges Leben führen und dich auf den geistigen Weg vorbereiten.

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Umgang mit Bestechung und Bestechungsversuchen

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Bestechung ist etwas, was die menschliche Gesellschaft zersetzt. Man sollte Bestechung nicht dulden, man sollte keine Bestechungen annehmen, man sollte andere nicht bestechen, und wenn man Kenntnis bekommt von Bestechung oder versuchter Bestechung, sollte man das weiter geben, und wenn man es kann sollte man andere davon abhalten.

Zunächst muss man aber erstmal wissen: was ist überhaupt Bestechung, denn manche Menschen verstehen etwas Falsches unter Bestechung. Es gibt gegenseitiges Geben und Nehmen, und das ist ok. Zum Beispiel wenn man sagt: ich helfe dir beim Staubsaugen, bitte hilf du mir beim Aufhängen von Bildern. So können Nachbarn sich gegenseitig helfen. Im Büroalltag kann das heißen: ich helfe dir bei der Makroprogrammierung von Word, kannst du mir dafür bei der nächsten Präsentation helfen? Das ist keine Bestechung, das ist gegenseitiger Austausch.

Bestechung beinhaltet, dass man einen persönlichen Gefallen für sich annnimmt, und dann im Namen einer Organisation dem anderen einen Gefallen tut, den diese Organisation normalerweise nicht geben würde. Bestechung beinhatet immer, dass da zwei dabei sind und dass man im einen Kontext einen Gefallen für sich persönlich bekommt und dem anderen dafür einen Gefallen tut, aber nicht persönlich sondern im Namen einer Organisation. Typisches Beispiel ist ja, der Baudezanent einer Stadt bekommt von einer Baufirma ein Haus gebaut, und das Haus kostet sehr viel weniger als es normalerweise kosten würde, und dafür schanzt der Baudezanent der Firma einen Auftrag zu und erlaubt der Firma, mehr zu verlangen, als normalerweise üblich wäre. Das heißt; der Baudezanent oder einer im Bauamt bekommt einen Gefallen im wert von 200.000,00 € oder auch nur 20.000,00 € und gibt dafür der Firma einen Vorteil von 20 Millionen €. Oder der einkäufer einer Firma bekommt irgendwo 10.000,00 € und dafür gibt er der Firma im Namen seiner eigenen firma Aufträge, die der anderen Firma Hundertausend oder Millionen wert sind. Das ist Bestechung. Oder der Zollbeamte kriegt 100,00 € in die Hand gedrückt, damit er übersieht, dass man einen Gegenstand dabei hat, der eigentlich 10.000,00 € Zoll kosten würde. Was auch immer... Also das ist Bestechung.

Diese Art von Bestechung sollte man weder dulden, noch sollte man sich daran beteiligen. Es zersetzt die menschliche Gesellschaft und führt dazu, dass gerade die ethisch korrekten Menschen nicht berücksichtigt werden. Nichtbestechlichkeit ist eine der 5 ethisch grundlegenden Grundsätze vom Yoga und eine der menschlichen grundsätze, damit eine gesellschaft funktionieren kann.

Das Wort Bestechung

Bestechung - Wortursprung, Synonyme, Antonyme. Bestechung ist ein moralisch verwerfliches Verhalten, anderen persönliche Vorteile zu verschaffen, um von diesen im Namen einer Institution einen sehr viel größeren Nutzen zu bekommen. Bestechung und Bestechlichkeit sind zunächst Amtsdelikte im öffentlichen Dienst, im Kontext von Amtsträgern. Wer Bestechungsgelder entgegennimmt, ist bestechlich. Wer das immer wieder macht, ist korrupt. Heutzutage spricht man auch im Kontext von Vereinen und Firmen von Bestechung: Wenn z.B. der Einkäufer einer größeren Firma sich von einer Herstellungsfirma sein Haus bauen lässt und dafür der Herstellungsfirma Aufträge zuschanzt, so ist das Bestechung. Im Yoga ist Aparigraha, Unbestechlichkeit, eine der fünf wichtigsten ethischen Grundsätze.

Liebe ist die Sehnsucht aller, auch bei Bestechung

Bestechung in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Bestechung gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Bestechung - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Bestechung sind zum Beispiel Korruption, Übervorteilung, Filz, Hilfsbereitschaft, Treue, Verbindlichkeit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Bestechung - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Bestechung sind zum Beispiel Fairness, Unbestechlichkeit, Objektivität, Gerechtigkeit, Dünkel, Einbildung, Hochmut, . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Bestechung, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Bestechung, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Bestechung stehen:

Eigenschaftsgruppe

Bestechung kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Bestechung sind zum Beispiel das Adjektiv bestechend, das Verb bestechen, sowie das Substantiv Bestechlicher.

Wer Bestechung hat, der ist bestechend beziehungsweise ein Bestechlicher.

Siehe auch

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