Ayurveda Vegan

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Ayurveda Vegan ist eine neue Entwicklung, die Tierschutz, Gesundheit und Ayurveda-Prinzipien miteinander verbindet. Ayurveda ist die Wissenschaft vom Leben - und das sollte auch das Leben der Tiere berücksichtigen. Glücklicherweise kann man alle Milchprodukte, die im klassischen Ayurveda benutzt werden, durch andere Produkte ersetzen.

Ayurveda Vegan - die beste Form von Ayurveda

Ayurveda Vegan ist die bestmögliche Ayurveda-Art. Yoga Vidya gehört zu den Vorreitern des veganen Ayurveda: Die Ayurveda Oase in Bad Meinberg ist rein vegan. Julia Lang, die Leiterin der Ayurveda Oase, ist überzeugte Veganerin, Heilpraktikerin und Ayurveda Therapeutin. Bei Yoga Vidya bietet sie unter anderem die "Vegane Ernährungsberater/in Ausbildung" an. Auch die indische Ayurveda Ärztin Dr. Aruna Rajendran berät auf veganer Grundlage.

Bei Yoga Vidya Bad Meinberg unterrichten außerdem Ayurveda-Spezialisten, wie etwa Leela Mata und indische Ayurveda-Ärzte, die ihren Teilnehmern Milchprodukte empfehlen. Allerdings ist der Trend klar: Ayurveda Vegan ist im Kommen. Ayurveda Vegan ist die mitfühlendste Form, die eigene Gesundheit zu stärken.

Veganer Ayurveda in der Ayurveda Oase

Ayurveda Gesichtsmassage (Mukabhyanga)

In der Ayurveda Oase Yoga Vidya Bad Meinberg sind alle Anwendungen und Empfehlungen vegan, d.h. ohne tierische Produkte. Die therapeutischen Eigenschaften von Milch, Joghurt und Kuh-Ghee können durch andere Mittel ersetzt werden. In der Erfahrung zeigt sich, dass veganes Panchakarma wirkungsvoller als "klassisches Panchakarma" ist und dass Ayurveda-Mittel, die klassischerweise mit warmer Milch verabreicht werden, ohne Milch noch besser wirken.

Taila - das Öl für die Ayurveda Massage

Noch eine Bemerkung: Das Hindi-Wort "Ghee" bedeutet gar nicht "gereinigte Butter". Vielmehr kommt der Ausdruck "Ghee" vom Sanskrit-Wort "Ghrita". Und Ghrita heißt "flüssiges Fett". Es ist also gar nicht sicher, ob die klassischen Ayurveda-Texte wirklich von Kuh-Fett ausgegangen sind, oder ob sie nicht Pflanzenöl gemeint haben, als sie von Ghrita bzw. Ghee gesprochen haben. Wer weiß, vielleicht war klassisches Ayurveda sehr viel veganer, als man heutzutage annimmt.

Ayurveda Vegan - Artikel von Julia Lang

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Veganer Ayurveda voll im Trend

Glücklicherweise ist vegan inzwischen voll im Trend und so manch einer schmückt sich derzeit gern mit dem beliebten Adjektiv. Teilzeit- oder 98% Veganer gibt es da, ein bisschen vegan is(s)t man gerade gern. Konsequent sind nur Wenige (trotzdem immerhin fast eine Million in Deutschland). Erfreulich auch der Trend im Ayurveda, vegan zu essen und zu therapieren. Genau da tun sich die meisten allerdings noch sehr schwer und halten an Milch, Ghee und Honig fest. Nicht so im Ayurveda Therapie- und Wellnessbereich bei Yoga Vidya.

Seit ich vor etwa 2,5 Jahren die Leitung dieses Bereichs übernahm, arbeiten wir zu 100% vegan und bieten auch individuelles Panchakarma vegan an (Herbstjournal 2013). Für vegan lebende Menschen ist es gar nicht so einfach, eine Ayurveda Therapie oder Panchakarma zu machen, ohne tierische Produkte geradezu aufgezwungen zu bekommen.

Ayurveda als Rezeptsammlung, die individuell angepasst werden kann

Ayurveda Abhyanga Massage

Dabei sollten wir nicht vergessen, dass Ayurveda eine Art Rezeptsammlung ist, aus der wir auswählen können - je nach Zeit, Ort, individuellen Eigenarten, Geburtsort, Dosha usw. Es gibt keine statischen Gesetze und so können wir wählen, ob wir uns für Knochenmarkeinläufe, das Fleisch von wilden Tieren, Blut von weiblichen Mäusen, Körperflüssigkeiten von Kühen oder für pflanzliche Alternativen entscheiden. In geschickter Kombination sind diese den Stoffen tierischer Herkunft mindestens ebenbürtig, wenn nicht überlegen.

Gründe für veganen Ayurveda

Denn wir dürfen einige wichtige Aspekte nicht außer Acht lassen, wobei hier an erster Stelle Ahimsa, Nicht-Verletzen, erwähnt sein soll:

Für Milch leiden fühlende Wesen Höllenqualen. Müttern werden ihre Kinder entrissen, wie fühlt sich das wohl an? Nachdem sie sie 9 Monate unter ihrem Herzen getragen haben, dürfen sie eine Stunde bis einen Tag mit ihnen verbringen, dann werden die Kälbchen isoliert, gemästet und ermordet. Einige werden wieder zu Milchkühen herangezogen und immer und immer wieder zwangsgeschwängert… Laut Schweizer Bundesamt für Ernährung, Herbst 2013, ist Milch mit 52%! der größte einzelne Giftlieferant in der Nahrung. Nur 8% stammen aus Pflanzen.

Die heutige Substanz Milch, ein Giftcocktail par excellence, hat also so gut wie nichts mehr gemein mit der, die in den alten Schriften gemeint ist. Damals waren Kühe tatsächlich heilig, das Kälbchen wurde nicht ermordet, durfte bei der Mutter bleiben und sich satt trinken. Der Mensch nahm lediglich den Überschuss - dafür, dass er die Kuh und ihre Nachkommen pflegte. Wenn sie nicht mehr so viel Milch gab, wurde sie auch nicht, wie heute, lange vor ihrer Zeit ermordet, sondern durfte in Ruhe alt werden und eines natürlichen Todes sterben. Auch gab es nicht die immense Giftbelastung in der Umwelt, wie wir sie heute haben und die sich in der Milch von Säugetieren am Ende der Nahrungskette natürlich potenziert. Selbstverständlich auch beim Menschen, weswegen für Frauen, die eine Schwangerschaft planen, erstens eine Entgiftung und zweitens eine vegane Lebensweise besonders empfehlenswert ist.

Die heute völlig unadäquate Einordnung der Milch als sattwiges, also reines, Nahrungsmittel, auf die sich noch immer gerne berufen wird, bezieht sich also auf eine ganz andere Substanz.

Bei Vorträgen bin ich immer wieder erstaunt darüber, dass etwa die Hälfte der Menschen gar nicht weiß, dass für Milch Kälber sterben, auch in der Biohaltung. Der ganze Horror, die Qual der Mütter und ihrer ermordeten Kinder ist in dieser Milch und den daraus hergestellten Produkten. Sattwig (rein, erhebend) ist das nicht. Tamasig (Ungesund und herunterziehend wegen Giften, Beta Blocker Casomorphine etc.) und rajasig (unruhig machend durch Stresshormone) trifft es wohl eher.

Seit Jahrzehnten werden die Erkenntnisse aus hieb- und stichfesten wissenschaftlichen Studien unterdrückt, die belegen, dass alle sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie Rheuma, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Osteoporose usw., in Zusammenhang mit der Höhe der verzehrten Substanzen tierischer Herkunft, besonders auch Milch, stehen. (Referenz: China Study, Prof. Colin Campbell)

Frisch und lecker - lieber vegan

Abgesehen davon verbraucht die Herstellung eines Liters Milch 1000 Liter Wasser, eines Kilos Butter (Ghee) also 25000 Liter, und die Tierhaltung ist der größte Klimakiller, Regenwald wird dafür abgeholzt und unglaublich viele unschuldige Kinder sterben dafür den Hungertod.

Ich kann aus den genannten Gründen niemandem guten Gewissens dazu raten Milch, Ghee (gesättigtes tierisches Fett, fettlösliche Giftstoffe) und andere tierische Substanzen zu sich zu nehmen. In den 8 Jahren, in denen ich nun eine vollwertige pflanzliche Ernährung mit hohem Frischkostanteil empfehle, durfte ich etliche beeindruckende Veränderungen beobachten. Schön dargestellt ist das auch in dem hervorragenden Film „Gabel statt Skalpell“ von Roger Ebert.

Die beste Medizin für unsere Patienten sowie für Mutter Erde und unsere Mitgeschöpfe ist die Erkenntnis, dass alles miteinander verbunden ist und dass wir nicht hilflos sind, sondern mit der einfachen Entscheidung, vegan zu leben und zu therapieren, einen großen Einfluss ausüben können.

Ayurveda Vegan ist gesund und mitfühlend - und in Übereinstimmung mit den Schriften

Die Zeiten ändern sich und heutzutage können wir aus dem reichen Schatz des Ayurveda, in Übereinstimmung mit den Schriften, eben jene pflanzlichen Substanzen auswählen, die den Menschen in seiner evolutionären Entwicklung hin zu mehr Sattwa unterstützen, anstatt an alten Gewohnheiten festzuhalten, die einfach nicht mehr zeitgemäß sind. - Und natürlich „nebenbei“ auch noch die Welt retten :-)

Die Autorin, Julia Lang, ist Leiterin der Ayurveda Oase Bad Meinberg, Seminar- und Ausbildungsleiterin.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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