Huna

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1. Huna (vom hawaiianischen Wort für 'verborgen, verborgenes Wissen'), sehr alte polynesische und insbesondere hawaiianische, schamanistisch geprägte, spirituelle Heilpraktiken

2. Huna , Sanskrit हूण hūṇa, Name eines Volks. Huna ist der Plural eines Sanskrit Substantivs und ist der Name eines Volks.

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Huna - Die drei Selbste des Menschen

Huna ist eine uralte Tradition aus dem polynesischen Raum, manche Quellen vermuten den Ursprung bei den Essenern. Uns ist Huna hauptsächlich bekannt als spirituelle und auch heilerische Praktiken auf Hawaii.

Viel interessante und tiefgehende Werke wurden hierzu verfasst; bei uns vorwiegend bekannt sind die Forschungen und Veröffentlichungen von Max Freedom Long und E. Otha Wingo, die tief und wissenschaftlich in die Geschichte, Philosophie und Praxis von Huna eingestiegen sind.

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Und es gibt Henry Krotoschin, einen schweizerischen Ingenieur, der vorwiegend im Brückenbau tätig war – ein Brückenbauer – und der sich nach seiner Berufslaufbahn mit Leidenschaft und Überzeugungskraft der Verbreitung „seiner“ Interpretation von Huna gewidmet hat. Henry Krotoschin hat das Buch „Huna Praxis – bewusste Lenkung des Schicksals" veröffentlicht, eine klare, verständliche und für jedermann praktikable Anleitung zu Huna.

Nach Henry Krotoschins Darstellung hat der Mensch drei Selbste, die eigenständige Wesenheiten sind mit eigenem Charakter und Willen, mit Eigenschaften und Aufgaben und der Möglichkeit, energetisch mit den anderen Wesen Kontakt aufzunehmen, die anderen zu lehren und zu führen oder sie um Unterstützung und Hilfe zu bitten.

Dies geschieht mit Hilfe verschiedener „Huna Werkzeuge“ auf energetischem Wege. Eine Besonderheit ist hierbei, dass jedes der drei Wesen einen Namen besitzt, mit dem es angesprochen wird. Auf diese Weise wird der Kontakt unmittelbar und direkt.

Die drei Selbste sind:

1. Das mittlere Selbst - Uhane

Das mittlere Selbst entspricht dem Wachbewusstsein. Es hat die Fähigkeit, konkret zu denken, zu analysieren, zu entscheiden, Ziele zu setzen etc. Seine Aufgaben sind es, Willenskraft zu entwickeln und so zu entscheiden und zu bestimmen, welche Mittel zur Erreichung von Zielen zu ergreifen sind. Es hat aber auch die Aufgabe Verantwortung für den Körper und das Leben zu übernehmen und das untere Selbst zu lenken und zu erziehen, es zu trösten und ihm den Kontakt mit dem Höheren Selbst zu ermöglichen. Der Name des mittleren Selbst kann unser Vorname sein, mit dem wir im Alltag angesprochen werden.

2. Das untere Selbst - Unihipili

Zur Auswahl des Namens für das untere Selbst nennt Henry Krotoschin ein schönes Beispiel. So nennt man in der Fliegersprache den automatischen Piloten „George“ („let George do it“); „George“ ist häufig schon ein Begriff für das untere Selbst geworden. Zu den Fähigkeiten von George gehören alle parasympathischen, automatischen Funktionen des Körpers. George hat starke positive und negative Emotionen, Begierden, Leidenschaften und auch Schuldgefühle und kann demnach launisch oder beleidigt sein, krank werden, bis hin zur Verweigerung der Zusammenarbeit mit dem mittleren Selbst. Hier ist es die Aufgabe des mittleren Selbst zu analysieren, was schief gelaufen ist, zu erklären, zu trösten und auch zu loben. George besitzt keine Unterscheidungskraft, ist empfänglich für Suggestionen.

Eine Besonderheit von George ist sein vollkommenes Gedächtnis. Alles Erlebte und viel Empirisches ist abgespeichert und kann jederzeit vom mittleren Selbst abgerufen werden, indem es George direkt anspricht. Das kann ganz einfach sein, einen verlegten Schlüssel suchen, Namen einfallen lassen, bis hin zu verschütteten Erinnerungen oder Verletzungen, deren Aufarbeitung im Moment wichtig wäre.

Der Name des unteren Selbst sollte nicht vom mittleren Selbst festgelegt werden, da es besonders wichtig ist, dass es sich auch angesprochen fühlt. Man kann das untere Selbst einfach fragen, man merkt sehr schnell, ob ihm der Name gefällt oder nicht.

3. Das höhere Selbst - Aumakua

Das höhere Selbst kann als Schutzengel, Atman, höhere Instanz etc. bezeichnet werden. Es ist Beschützer und Helfer, erfüllt Bitten, wacht über das mittlere und untere Selbst und lenkt durch Gedanken, Ideen, Inspiration und Intuition.

Die Huna Werkzeuge

Der Kontakt zwischen den Selbsten geschieht über die Aka-Schnur - ein feinstofflicher Kanal, durch den mittels Mana Aufladung (vgl. Pranayama) die entsprechende Nachricht geschickt wird. Mana hat aber weitaus mehr Bedeutung und Funktionen und entspricht, Prana, Chi, Ki.

Weitere Werkzeuge sind die geistige Kala Reinigung, Visualisierung, Licht, Energielenkung. Das Vorgehen entspricht vollkommen den Yoga-Praktiken.

Huna ist eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Technik, um das Schicksal zu lenken.

Siehe auch