Große Tripurasundari Puja
Große Tripurasundari Puja ist eine Puja zur Verehrung von Tripurasundari, der göttlichen Mutter als Schönheit der drei Welten. Als Lalita und Rajarajeshwari wird sie mit Liebe, Mitgefühl und spiritueller Erkenntnis verbunden. Diese Feier kann am Hausaltar, im Yogacenter oder während Navaratri angeleitet werden.
Die Anleitung ist eine Ausarbeitung nach dem Puja-Grundablauf von Yoga Vidya im Purohita-Handbuch. Die für diese Verehrung ausgewählten Mantras und die zugehörigen Darbringungsformeln sind im Ablauf vollständig ausgeschrieben. Eine mit den Handlungen vertraute Person kann die Leitung übernehmen; weitere Teilnehmende können sich an Rezitation und Gaben beteiligen.
Diese große Fassung entfaltet die Verehrung mit Dhyana, feierlicher Einladung, Sitz- und Gewanddarbringung, ausführlicher Speisewidmung, Blütengabe und Segensgebeten. Das Hauptmantra begleitet das Bad und die 108 Blütengaben.
Das Hauptmantra verbindet aiṃ, klīṃ und sauḥ mit dem Namen Tripurasundaris. Diese Keimsilbenfolge ist besonders auch mit Bala Tripurasundari verbunden. Beim Tilaka bleibt die Tripura-Gayatri in der im Yoga-Vidya-Handbuch verwendeten Fassung erhalten.
Vorbereitung und Materialien
Vor Beginn baden oder duschen, zumindest Hände, Füße und Gesicht waschen und frische, saubere Kleidung anziehen. Den Altar ruhig und sorgfältig vorbereiten. Gemeinsamer Kirtan kann einstimmen. Für die folgenden Darbringungen alles griffbereit anordnen:
- Eine Murti oder ein Bild von Tripurasundari; auch ein Shri Yantra kann die Verehrung tragen. Für das Bad eine wasserfeste Darstellung oder ein geeignetes wasserfestes Symbol vor einem empfindlichen Bild verwenden.
- Ein bis zwei Kerzen oder Öllampen, Feuerzeug und standsichere Unterlagen.
- Ein eigenes Glas mit Trinkwasser und Löffel für die Reinigung sowie eine Schale mit Wasser und Löffel für das rituelle Bad.
- Tablett mit Auffangschale und saubere Tücher zum Trocknen.
- Asche, Sandelholzpaste und Kumkum für das Tilaka.
- Blüten, Blütenblätter oder Reis; nach Möglichkeit eine Blumengirlande oder anderer Schmuck.
- Räucherstäbchen mit Halter sowie Obst oder pflanzliche Süßigkeiten für Prasad.
- Nach Möglichkeit Glocke und Muschelhorn.
Nur Gegenstände übergießen, deren Material dies verträgt. Bei einem empfindlichen Bild ein wasserfestes Symbol davor verwenden. Die Leitung spricht die Rezitationen und führt die Handlungen aus; eine Assistenz kann Gefäße reichen und darauf achten, dass alle in Ruhe teilnehmen können.
Für das ausführliche Abhisheka zusätzlich Milch (bzw. Pflanzenmilch, bei Yoga Vidya besonders Reismilch), klares Wasser und getrennte Auffanggefäße bereitstellen. Ein sauberes Tuch oder Gewand für die Darstellung sowie eine vorbereitete Blumengirlande gehören zu dieser Fassung.
Durchführung
1. Einstimmen und dreimal Om
Die Ritualleitung verneigt sich vor dem Altar. Eine Assistenz kann die Glocke läuten und, wenn vorhanden, das Muschelhorn blasen. Alle singen gemeinsam:
oṃ oṃ oṃ
Übersetzung: Om, der heilige Urklang; dreimal zur Sammlung gesungen.
2. Achamana – innere und äußere Reinigung
Für Achamana mit dem Löffel jeweils eine kleine Menge Trinkwasser in die rechte Hand geben. Die Ritualleitung spricht die folgenden Anrufungen und führt die jeweils beschriebene Handlung aus. Die Geste macht die innere Ausrichtung auch körperlich erfahrbar.
Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.
oṃ keśavāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Keshava.
Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.
oṃ acyutāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Achyuta, dem Unvergänglichen.
Einen kleinen Schluck trinken; danach mit der Hand über den Scheitel, das Sahasrara Chakra, streichen.
oṃ anantāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Ananta, dem Unendlichen.
Wasser in die rechte Hand geben und nach oben und unten sprenkeln.
oṃ govindāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Govinda.
Wasser in die rechte Hand geben und in die vier Himmelsrichtungen sprenkeln.
oṃ nārāyaṇāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Narayana.
Nochmals etwas Wasser in die rechte Hand geben, die Hand über dem Kopf kreisen lassen und anschließend mit den Fingern schnippen. Dazu das Gebet an die heiligen Flüsse sprechen:
oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri namas tubhyaṃ namo namaḥ //
Übersetzung: O Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Verehrung euch, immer wieder Verehrung.
3. Tilaka – die heiligen Zeichen auftragen
Beim Tilaka zuerst mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger der rechten Hand drei Streifen Asche auf die Stirn auftragen:
oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi /
tan no rudraḥ pracodayāt //
Übersetzung: Om. Wir wollen jenes höchste Wesen erkennen und über den großen Gott meditieren. Möge Rudra unseren Geist anregen und erleuchten.
Mit dem rechten Ringfinger etwas Sandelholzpaste zwischen den Augenbrauen auftragen, am Ajna Chakra:
oṃ gandha-dvārāṃ durādharṣāṃ nitya-puṣṭāṃ karīṣiṇīm /
īśvarīṃ sarva-bhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam //
gandhān dhārayāmi
Übersetzung: Ich rufe hier Shri, die Herrin aller Wesen, herbei: durch Duft zugänglich, unüberwindlich, stets genährt und Fruchtbarkeit spendend. Ich trage die duftende Gabe auf.
Mit dem rechten Ringfinger einen Punkt Kumkum auf die Sandelholzpaste setzen:
oṃ aiṃ tripurā-devyai ca vidmahe klīṃ kāmeśvaryai ca dhīmahi /
sauṃ tan naḥ klinne pracodayāt //
Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauṃ verehren wir Tripura Devi und meditieren über Kameshvari. Möge die von göttlicher Liebe erfüllte Göttin unseren Geist anregen. Die Keimsilben sind heilige Laute und werden nicht wie gewöhnliche Wörter übersetzt.
4. Avahana – Gottheiten und Lehrer begrüßen
Zur Avahana die Glocke läuten und zu jeder der folgenden Anrufungen eine Blüte darbringen. Die Anrufung öffnet die Verehrung für die verschiedenen göttlichen Kräfte und die Lehrer der Sivananda Tradition.
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ
Übersetzung: Verehrung Ganesha, dem Herrn der Scharen.
oṃ śaravaṇabhavāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Subrahmanya, dem im Schilfwald Geborenen.
oṃ aiṃ sarasvatyai namaḥ
Übersetzung: Verehrung Saraswati, mit der Keimsilbe aiṃ.
oṃ guṃ gurubhyo namaḥ
Übersetzung: Verehrung den spirituellen Lehrern, mit der Keimsilbe guṃ.
oṃ namo bhagavate śivānandāya
Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Sivananda.
oṃ namo bhagavate viṣṇu-devānandāya
Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Vishnudevananda.
oṃ ādi-śaktyai namaḥ
Übersetzung: Verehrung der ursprünglichen göttlichen Kraft, Adi Shakti.
5. Ganesha, Guru und Devi ausführlich anrufen
Die Glocke weiter läuten. Zum Ende jeder Anrufung eine Blüte darbringen.
oṃ sumukhaś caika-dantaś ca kapilo gaja-karṇakaḥ /
lambodaraś ca vikaṭo vighna-rājo gaṇādhipaḥ /
dhūmra-ketur gaṇādhyakṣo bhāla-candro gajānanaḥ /
dvādaśaitāni nāmāni yaḥ paṭhec chṛṇuyād api /
sarva-kārya-samārambhe vighnas tasya na jāyate //
Übersetzung: Ganesha heißt Schönangesichtiger, Einzähniger, Goldbrauner, Elefantenohriger, Hängebäuchiger, Gewaltiger, Herr der Hindernisse, Herr der Scharen, Rauchbanner, Aufseher der Scharen, Mondstirniger und Elefantengesichtiger. Wer diese zwölf Namen liest oder hört, dem entsteht, so verheißt der Vers, beim Beginn einer Aufgabe kein Hindernis.
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ /
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrī-gurave namaḥ //
Übersetzung: Der Guru ist Brahma, der Guru ist Vishnu, der Guru ist der große Gott Shiva. Der Guru ist unmittelbar das höchste Brahman. Diesem ehrwürdigen Guru gilt meine Verehrung.
sarva-maṅgala-māṅgalye śive sarvārtha-sādhike /
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo 'stu te //
Übersetzung: Du Heil unter allem Heilsamen, Glückverheißende, die alle guten Ziele verwirklicht, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri, Narayani: Dir sei Verehrung.
6. Die Hauptverehrung eröffnen und das Anliegen sammeln
Die folgende Anrufung neunmal sprechen. Eine Blüte darbringen, sich verneigen und ein bis zwei Minuten mit geschlossenen Augen in Dhyana verweilen. Sich die Gegenwart des Göttlichen vergegenwärtigen. Beim Sankalpa das eigene Anliegen innerlich darbringen oder die Puja aus reiner Hingabe widmen. Anschließend folgen Dhyana, Einladung und Sitzdarbringung als eigene Handlungen.
oṃ aiṃ klīṃ sauḥ tripurasundaryai namaḥ
Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauḥ verehre ich Tripurasundari, die Schöne der drei Welten. Die Keimsilben werden als heilige Laute rezitiert.
7. Dhyana und feierliche Einladung
Die im folgenden Vers beschriebene Gestalt im Herzen vergegenwärtigen und den Vers einmal langsam rezitieren.
aruṇāṃ karuṇā-taraṅgitākṣīṃ
dhṛta-pāśāṅkuśa-puṣpa-bāṇa-cāpām /
aṇimādibhir āvṛtāṃ mayukhaiḥ
aham ity eva vibhāvaye bhavānīm //
Übersetzung: Ich vergegenwärtige mir Bhavani als mein eigenes Selbst: rötlich leuchtend, mit von Mitgefühl bewegten Augen; sie trägt Schlinge, Stachelstock, Blütenpfeile und Bogen. Die Kräfte, beginnend mit Anima, umgeben sie wie Strahlen.
Dieser Dhyana-Vers aus der Lalita Sahasranama verbindet die liebevolle Betrachtung der Göttin mit der Erkenntnis des eigenen Selbst.
Eine Blüte darbringen und die göttliche Gegenwart willkommen heißen:
oṃ tripurasundaryai namaḥ /
āvāhanārthe puṣpaṃ samarpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Tripurasundari. Zur Einladung bringe ich eine Blüte dar.
Eine zweite Blüte als Zeichen eines ehrenvollen Sitzes auf den Altar legen. Innerlich einen lichtvollen Sitz anbieten:
oṃ tripurasundaryai namaḥ /
āsanārthe puṣpaṃ samarpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Tripurasundari. Als Zeichen des Sitzes bringe ich eine Blüte dar.
8. Abhisheka – das rituelle Bad
Bereits dargebrachte Blüten vom Tablett nehmen und auf einen eigenen Platz am Altar legen. Mit dem Löffel Milch (bzw. Pflanzenmilch) über die wasserfeste Darstellung geben und sie in der Schale auffangen. Die Teilnehmenden dürfen nacheinander nach vorn kommen, sich verneigen, einige Löffel darbringen und den nächsten Platz machen. Währenddessen das folgende Mantra wiederholen. Für diese große Darbringungsform 108 Wiederholungen vorsehen. Wenn noch Teilnehmende ihre Gabe darbringen, das Mantra weiterrezitieren; die Einzelanleitungen erlauben eine an die Durchführung angepasste Zahl.
oṃ aiṃ klīṃ sauḥ tripurasundaryai namaḥ
Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauḥ verehre ich Tripurasundari, die Schöne der drei Welten. Die Keimsilben werden als heilige Laute rezitiert.
Zum Ende des Milchbades die verbleibende Milch (bzw. Pflanzenmilch) über die Darstellung gießen.
oṃ tripurasundaryai namaḥ /
snānaṃ samarpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Tripurasundari. Ich bringe das Bad dar.
Nun das Nachbad mit klarem Wasser durchführen. Dabei das Hauptmantra dreimal oder so lange wie für das Übergießen nötig wiederholen.
oṃ aiṃ klīṃ sauḥ tripurasundaryai namaḥ
Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauḥ verehre ich Tripurasundari, die Schöne der drei Welten. Die Keimsilben werden als heilige Laute rezitiert.
oṃ tripurasundaryai namaḥ /
śuddhodaka-snānaṃ samarpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Tripurasundari. Ich bringe das Bad mit reinem Wasser dar.
Nach der letzten Darbringung die Darstellung achtsam mit einem sauberen Tuch trocknen und auf das trockene Tablett stellen. Die aufgefangene Flüssigkeit beiseitestellen.
9. Vastra – ein Gewand darbringen
Der getrockneten Darstellung ein vorbereitetes sauberes Tuch oder Gewand anlegen. Bei einer kleinen Darstellung ein passendes Stoffstück am Sockel niederlegen. Bei einem Yantra wird die Gabe davor abgelegt. Vastra drückt aus, dass die göttliche Gegenwart wie ein hochverehrter Gast versorgt wird.
oṃ tripurasundaryai namaḥ /
vastraṃ samarpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Tripurasundari. Ich bringe ein Gewand dar.
10. Alankara – Zeichen, Blüten und Schmuck
Bei Alankara die gereinigte Darstellung mit den heiligen Zeichen versehen. Asche mit den mittleren drei Fingern auftragen:
oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi /
tan no rudraḥ pracodayāt //
Übersetzung: Om. Wir wollen jenes höchste Wesen erkennen und über den großen Gott meditieren. Möge Rudra unseren Geist anregen und erleuchten.
Sandelholzpaste mit dem Ringfinger auftragen:
oṃ gandha-dvārāṃ durādharṣāṃ nitya-puṣṭāṃ karīṣiṇīm /
īśvarīṃ sarva-bhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam //
gandhān dhārayāmi
Übersetzung: Ich rufe hier Shri, die Herrin aller Wesen, herbei: durch Duft zugänglich, unüberwindlich, stets genährt und Fruchtbarkeit spendend. Ich trage die duftende Gabe auf.
Mit dem Ringfinger einen Kumkum-Punkt setzen und dabei die Tripura-Gayatri der Yoga-Vidya-Grundfassung rezitieren:
oṃ aiṃ tripurā-devyai ca vidmahe klīṃ kāmeśvaryai ca dhīmahi /
sauṃ tan naḥ klinne pracodayāt //
Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauṃ verehren wir Tripura Devi und meditieren über Kameshvari. Möge die von göttlicher Liebe erfüllte Göttin unseren Geist anregen. Die Keimsilben sind heilige Laute und werden nicht wie gewöhnliche Wörter übersetzt.
Die Darstellung mit Blüten und nach Möglichkeit einer Girlande schmücken. Dazu das Hauptmantra singen:
oṃ aiṃ klīṃ sauḥ tripurasundaryai namaḥ
Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauḥ verehre ich Tripurasundari, die Schöne der drei Welten. Die Keimsilben werden als heilige Laute rezitiert.
oṃ tripurasundaryai namaḥ /
puṣpamālāṃ samarpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Tripurasundari. Ich bringe die Blumengirlande dar.
Dauert das Schmücken länger, das Hauptmantra weiterrezitieren.
11. Archana – Blüten oder Reis darbringen
Für Archanam eine Blüte, ein Blütenblatt oder etwas Reis mit der rechten Hand zum Herzen führen und dann der Darstellung darbringen. 108-mal das folgende Hauptmantra rezitieren und bei jeder Wiederholung eine Gabe niederlegen. Auch die Teilnehmenden können nacheinander ihre Gaben darbringen. Bei größerer Teilnehmerzahl so lange weiterrezitieren, bis alle Gelegenheit dazu hatten.
oṃ aiṃ klīṃ sauḥ tripurasundaryai namaḥ
Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauḥ verehre ich Tripurasundari, die Schöne der drei Welten. Die Keimsilben werden als heilige Laute rezitiert.
12. Dhupa – Räucherwerk darbringen
Für Dhupa ein Räucherstäbchen entzünden, im Uhrzeigersinn vor der Darstellung schwenken und in den Halter stellen. Dabei die Glocke läuten.
oṃ vanaspaty-udbhavair divyair nānā-gandha-samanvitaiḥ /
āghreyaḥ dhūpa-dīpānāṃ dhūpo 'yaṃ pratigṛhyatām //
Übersetzung: Nimm dieses Räucherwerk entgegen, aus Pflanzen gewonnen und mit vielerlei göttlichen Düften versehen, als wohlriechende Darbringung.
oṃ tripurasundaryai namaḥ /
dhūpaṃ samarpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Tripurasundari. Ich bringe Räucherwerk dar.
13. Dipa – Licht darbringen
Für Dipa die brennende Kerze oder Öllampe im Uhrzeigersinn vor der Darstellung schwenken, dazu klingeln und sie anschließend sicher abstellen.
oṃ antar-jyotir bahir-jyotiḥ pratyag-jyotiḥ parātparaḥ /
jyotir-jyotiḥ svayaṃ-jyotir ātma-jyotiḥ śivo 'smy aham //
Übersetzung: Licht im Inneren, Licht im Äußeren, innerstes Licht, höher als das Höchste; Licht des Lichtes, aus sich selbst leuchtend: Als Licht des Selbst bin ich Shiva.
oṃ tripurasundaryai namaḥ /
dīpaṃ samarpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Tripurasundari. Ich bringe Licht dar.
14. Naivedya – die Speise weihen
Die Schale mit Obst oder pflanzlichen Süßigkeiten vor den Altar stellen. Bei Naivedya mit einer Blüte oder der rechten Hand etwas sauberes Wasser im Uhrzeigersinn über die Speise sprenkeln und den Gayatri Mantra dreimal vollständig rezitieren.
oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ /
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi /
dhiyo yo naḥ pracodayāt //
Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar. Möge er unsere Einsicht anregen und erleuchten.
oṃ tripurasundaryai namaḥ /
naivedyaṃ samarpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Tripurasundari. Ich bringe die Speise dar.
Zur ausführlichen Speisewidmung das vorbereitete Wasser darbringen und sprechen:
oṃ deva savitaḥ prasuva /
satyaṃ tv ṛtena pariṣiñcāmi /
amṛtam asy amṛtopastaraṇam asi //
Übersetzung: Göttlicher Savitar, bringe dies hervor. Dich, die Wahrheit, umsprenkle ich mit der kosmischen Ordnung. Du bist Nektar; du bist die Unterlage des Nektars.
Die Prasad-Schale zum Altar hin anheben. Bei jedem svāhā die freie Hand über die Speise zum Altar hin führen; es handelt sich hier um Speisewidmung, nicht um eine Feuerhandlung.
oṃ prāṇāya svāhā /
oṃ apānāya svāhā /
oṃ vyānāya svāhā /
oṃ udānāya svāhā /
oṃ samānāya svāhā /
oṃ brahmaṇe svāhā /
oṃ para-brahma-paramātmane namaḥ //
Übersetzung: Darbringung an Prana, Apana, Vyana, Udana und Samana, die fünf Lebensströmungen; Darbringung an Brahman. Verehrung dem höchsten Brahman, dem höchsten Selbst.
Ein oder mehrere Stücke der Speise auf einer eigenen kleinen Schale am Altar darbringen. Die übrige Gabe wird nach der Feier als Prasad geteilt.
15. Arati – die Lichtzeremonie
Alle stehen, soweit dies gut möglich ist. Die Ritualleitung oder eine Assistenz schwenkt die Lampe im Uhrzeigersinn vor dem Altar. Dazu kann die Glocke erklingen und das Muschelhorn geblasen werden. Gemeinsam diese Strophenauswahl aus dem Yoga-Vidya-Arati singen. Die Rajarajeshwari-Strophe nennt Tripurasundari ausdrücklich.
jaya jaya āratī vighna-vināyaka, vighna-vināyaka śrī-gaṇeśa //
jaya jaya āratī rāja-rājeśvarī,
rāja-rājeśvarī tripura-sundarī,
mahālakṣmī mahāsarasvatī,
mahākālī mahāśakti //
jaya jaya āratī sad-guru-nātha, sad-guru-nātha śivānanda //
jaya jaya āratī veṇu-gopāla //
Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung: Ganesha, der Hindernisse beseitigt; Rajarajeshwari, der höchsten Königin, Tripurasundari, der Schönen der drei Welten, und der göttlichen Mutter als Mahalakshmi, Mahasaraswati, Mahakali und Mahashakti; dem wahren Lehrer Sivananda und dem Flöte spielenden Gopala.
Nach dem Gesang mit der rechten Hand dreimal die Lichtkraft zum Altar hin zuwenden. Dann das Licht den Anwesenden reichen. Sie führen die Hände mit Abstand über die Flamme und streichen die empfangene Wärme symbolisch über Kopf oder Gesicht. Die Lampe bleibt dabei unter sicherer Führung.
16. Pushpanjali – die abschließende Blütengabe
Allen Teilnehmenden einige Blüten in die Hände geben. Die Leitung rezitiert; danach bringen die Teilnehmenden nacheinander ihre Blüten am Altar dar und verneigen sich.
yajñena yajñam ayajanta devāḥ /
tāni dharmāṇi prathamāny āsan /
te ha nākaṃ mahimānaḥ sacante /
yatra pūrve sādhyāḥ santi devāḥ //
Übersetzung: Durch das Opfer verehrten die Götter das Opfer; dies waren die ersten heiligen Ordnungen. Diese mächtigen Wesen erreichten den Himmel, wo die frühen göttlichen Sadhyas weilen.
nānā-sugandha-puṣpāṇi yathā kālodbhavāni ca /
puṣpāñjaliṃ mayā dattaṃ gṛhāṇa parameśvari //
Übersetzung: Nimm die von mir dargebrachte Handvoll duftender, zur jeweiligen Jahreszeit gewachsener Blüten entgegen.
sarvābhyo devatābhyo namaḥ /
oṃ tripurasundaryai namaḥ /
puṣpāñjaliṃ samarpayāmi //
Übersetzung: Verehrung allen Gottheiten und Tripurasundari. Ich bringe die Blütengabe dar.
17. Mangala – ausführliche Segensgebete
oṃ svasti prajābhyaḥ paripālayantāṃ nyāyyena mārgeṇa mahīṃ mahīśāḥ /
go-brāhmaṇebhyaḥ śubham astu nityaṃ lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu //
kāle varṣatu parjanyaḥ pṛthivī sasya-śālinī /
deśo 'yaṃ kṣobha-rahito brāhmaṇās santu nirbhayāḥ //
aśubhāni nirācaṣṭe tanoti śubha-santatim /
smṛti-mātreṇa yat puṃsāṃ brahma tan maṅgalaṃ param //
ati-kalyāṇa-rūpatvān nitya-kalyāṇa-saṃśrayāt /
smartṝṇāṃ varadatvāc ca brahma tan maṅgalaṃ viduḥ //
oṃ-kāraś cātha śabdaś ca dvāv etau brahmaṇaḥ purā /
kaṇṭhaṃ bhitvā viniryātau tasmān māṅgalikāv ubhau //
oṃ atha oṃ atha oṃ atha //
maṅgalam asmad-gurūṇāṃ maṅgalaṃ me astu /
sarveṣāṃ maṅgalaṃ bhavatu //
Übersetzung: Wohlergehen den Menschen! Mögen die Regierenden die Erde auf gerechtem Weg beschützen. Möge Kühen und Brahmanen stets Gutes widerfahren, mögen alle Welten glücklich sein. Möge der Regen zur rechten Zeit kommen, die Erde Korn tragen, das Land frei von Unruhe sein und mögen die Brahmanen ohne Furcht leben. Brahman ist das höchste Heil: Schon das Erinnern daran entfernt Unheil und lässt Gutes wachsen. Weil es selbst vollkommenes Heil und dessen ewige Heimat ist und den an es Denkenden Segen schenkt, wird es das Heilsame genannt. Om und Atha gingen ursprünglich aus Brahmas Kehle hervor; darum gelten beide als glückverheißend. Om, Atha, dreimal. Segen unseren Lehrern, Segen mir und Segen allen.
oṃ sarveṣāṃ svasti bhavatu sarveṣāṃ śāntir bhavatu /
sarveṣāṃ pūrṇaṃ bhavatu sarveṣāṃ maṅgalaṃ bhavatu //
sarve bhavantu sukhinaḥ sarve santu nirāmayāḥ /
sarve bhadrāṇi paśyantu mā kaścid duḥkha-bhāg bhavet //
asato mā sad gamaya /
tamaso mā jyotir gamaya /
mṛtyor māmṛtaṃ gamaya //
oṃ pūrṇam adaḥ pūrṇam idaṃ pūrṇāt pūrṇam udacyate /
pūrṇasya pūrṇam ādāya pūrṇam evāvaśiṣyate //
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ //
Übersetzung: Möge allen Wohlergehen, Frieden, Fülle und Segen zuteilwerden. Mögen alle glücklich und frei von Krankheit sein, Gutes sehen und keinen Anteil am Leiden haben. Führe mich vom Unwirklichen zum Wirklichen, von der Dunkelheit zum Licht und vom Tod zur Unsterblichkeit. Jenes ist Fülle, dieses ist Fülle; aus der Fülle geht Fülle hervor. Nimmt man von der Fülle die Fülle, bleibt Fülle. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
18. Segenswünsche und Widmung
Den Segen der Verehrung allen Wesen widmen. Dreimal gemeinsam sprechen:
lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu
Übersetzung: Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
yan mayā kriyate karma jāgrat-svapna-suṣuptiṣu /
tat sarvaṃ tāvakī pūjā bhūyāt bhūtyai ca me śive //
Übersetzung: Welche Handlung ich im Wachen, Träumen und Tiefschlaf vollbringe: Möge all dies deine Verehrung sein und mir zum Gedeihen gereichen, o Glückverheißende.
19. Kshama Yachana – um Vervollständigung bitten
Die Hände vor dem Herzen zusammenlegen. Bei Kshama Yachana die Unvollkommenheiten der eigenen Ausführung vertrauensvoll in die göttliche Gnade legen.
yad akṣaraṃ paribhraṣṭaṃ mātrā-hīnaṃ ca yad bhavet /
pūrṇaṃ bhavatu tat sarvaṃ tvat-prasādān maheśvari //
mantra-hīnaṃ kriyā-hīnaṃ bhakti-hīnaṃ sureśvari /
yat pūjitaṃ mayā devi paripūrṇaṃ tad astu me //
Übersetzung: Was an Silben entfallen ist oder an richtiger Lautdauer fehlt: Möge durch deine Gnade alles vollständig werden, große Herrin. Was ich verehrt habe, obwohl es an Mantra, Handlung oder Hingabe mangelte, möge durch dich vollkommen sein, Göttin und Herrin der Götter.
Vor dem Altar verneigen und einige Minuten in Stille sitzen. Die Ritualleitung kündigt die Meditation kurz an und lässt ausreichend Zeit, damit die Verehrung nachklingen kann.
oṃ tat sat /
brahmārpaṇam astu //
Übersetzung: Om, Das ist die Wahrheit. Möge alles Brahman dargebracht sein.
Abschluss und Weiterführung
Zum Empfangen des geweihten Wassers kann ein gesondert bereitgestelltes Gefäß mit sauberem Trinkwasser am Altar gesegnet werden. Wer möchte, erhält wenige Tropfen in die rechte Hand, trinkt sie und streicht die Hand über den Scheitel. Flüssigkeit mit Pulver- oder Materialresten wird dafür nicht verwendet.
Die geweihten Speisen als Prasad teilen, den Helfenden danken und den Altar gemeinsam ordnen. Blüten können anschließend kompostiert oder an einem geeigneten Platz dem Garten zurückgegeben werden. Die Verehrung kann im Alltag weitergehen, indem man Schönheit achtsam wahrnimmt, mitfühlend handelt und in stillen Momenten nach dem Grund des eigenen Bewusstseins fragt.
Die Kleine Tripurasundari Puja bietet die ergänzende kurze Form. Diese Anleitung enthält alle für ihren Ablauf vorgesehenen Rezitationen.
Siehe auch
- Yoga Vidya Rituale
- Kleine Tripurasundari Puja
- Tripurasundari
- Arati bei Yoga Vidya
- Satsang bei Yoga Vidya
- Lalita Sahasranama
- Shri Yantra
Quellen
- Yoga Vidya: Purohita Handbuch, 3. erweiterte Auflage, Januar 2025, Teil 2, Abschnitt „Puja“: Grundablauf, kleine und große Durchführung, zulässige Hauptmantra-Wiederholung; außerdem Abschnitte „Arati“ und „Arati Mantras“.
- Yoga Vidya: Om Aim Klim Sauh Tripurasundaryai Namaha – Hauptmantra in IAST und Devanagari.
- Yoga Vidya: Lalita Sahasranama – zweite Dhyana-Strophe, beginnend mit aruṇāṃ karuṇā-taraṅgitākṣīṃ.
Die Zusammenstellung überträgt die Yoga-Vidya-Grundform auf die genannte Verehrung. Die kurzen Formeln der einzelnen Darbringungen sind der angerufenen Gottheit beziehungsweise dem Guru grammatisch angepasst. Die Wiederholungszahlen werden als praktische Wahl innerhalb des im Handbuch zugelassenen Rahmens verwendet. Onlinequellen abgeglichen am 11. Oktober 2026.
Rezitationen in Devanagari
Die Texte folgen dem Ablauf. Jede ausgeschriebene Rezitation der Anleitung erscheint hier in Devanagari; Wiederholungszahlen und Handlungen stehen beim entsprechenden Ritualschritt. Die Übertragung enthält keine vedischen Tonzeichen.
1. Einstimmen und dreimal Om
ॐ ॐ ॐ
2. Achamana – innere und äußere Reinigung
ॐ केशवाय नमः
ॐ अच्युताय नमः
ॐ अनन्ताय नमः
ॐ गोविन्दाय नमः
ॐ नारायणाय नमः
ॐ गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति /
नर्मदे सिन्धु कावेरि नमस् तुभ्यं नमो नमः //
3. Tilaka – die heiligen Zeichen auftragen
ॐ तत्पुरुषाय विद्महे महादेवाय धीमहि /
तन् नो रुद्रः प्रचोदयात् //
ॐ गन्ध-द्वारां दुराधर्षां नित्य-पुष्टां करीषिणीम् /
ईश्वरीं सर्व-भूतानां ताम् इहोपह्वये श्रियम् //
गन्धान् धारयामि
ॐ ऐं त्रिपुरा-देव्यै च विद्महे क्लीं कामेश्वर्यै च धीमहि /
सौं तन् नः क्लिन्ने प्रचोदयात् //
4. Avahana – Gottheiten und Lehrer begrüßen
ॐ गं गणपतये नमः
ॐ शरवणभवाय नमः
ॐ ऐं सरस्वत्यै नमः
ॐ गुं गुरुभ्यो नमः
ॐ नमो भगवते शिवानन्दाय
ॐ नमो भगवते विष्णु-देवानन्दाय
ॐ आदि-शक्त्यै नमः
5. Ganesha, Guru und Devi ausführlich anrufen
ॐ सुमुखश् चैक-दन्तश् च कपिलो गज-कर्णकः /
लम्बोदरश् च विकटो विघ्न-राजो गणाधिपः /
धूम्र-केतुर् गणाध्यक्षो भाल-चन्द्रो गजाननः /
द्वादशैतानि नामानि यः पठेच् छृणुयाद् अपि /
सर्व-कार्य-समारम्भे विघ्नस् तस्य न जायते //
गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः /
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्री-गुरवे नमः //
सर्व-मङ्गल-माङ्गल्ये शिवे सर्वार्थ-साधिके /
शरण्ये त्र्यम्बके गौरि नारायणि नमो ऽस्तु ते //
6. Die Hauptverehrung eröffnen und das Anliegen sammeln
ॐ ऐं क्लीं सौः त्रिपुरसुन्दर्यै नमः
7. Dhyana und feierliche Einladung
अरुणां करुणा-तरङ्गिताक्षीं
धृत-पाशाङ्कुश-पुष्प-बाण-चापाम् /
अणिमादिभिर् आवृतां मयुखैः
अहम् इत्य् एव विभावये भवानीम् //
ॐ त्रिपुरसुन्दर्यै नमः /
आवाहनार्थे पुष्पं समर्पयामि //
ॐ त्रिपुरसुन्दर्यै नमः /
आसनार्थे पुष्पं समर्पयामि //
8. Abhisheka – das rituelle Bad
ॐ ऐं क्लीं सौः त्रिपुरसुन्दर्यै नमः
ॐ त्रिपुरसुन्दर्यै नमः /
स्नानं समर्पयामि //
ॐ ऐं क्लीं सौः त्रिपुरसुन्दर्यै नमः
ॐ त्रिपुरसुन्दर्यै नमः /
शुद्धोदक-स्नानं समर्पयामि //
9. Vastra – ein Gewand darbringen
ॐ त्रिपुरसुन्दर्यै नमः /
वस्त्रं समर्पयामि //
10. Alankara – Zeichen, Blüten und Schmuck
ॐ तत्पुरुषाय विद्महे महादेवाय धीमहि /
तन् नो रुद्रः प्रचोदयात् //
ॐ गन्ध-द्वारां दुराधर्षां नित्य-पुष्टां करीषिणीम् /
ईश्वरीं सर्व-भूतानां ताम् इहोपह्वये श्रियम् //
गन्धान् धारयामि
ॐ ऐं त्रिपुरा-देव्यै च विद्महे क्लीं कामेश्वर्यै च धीमहि /
सौं तन् नः क्लिन्ने प्रचोदयात् //
ॐ ऐं क्लीं सौः त्रिपुरसुन्दर्यै नमः
ॐ त्रिपुरसुन्दर्यै नमः /
पुष्पमालां समर्पयामि //
11. Archanam|Archana – Blüten oder Reis darbringen
ॐ ऐं क्लीं सौः त्रिपुरसुन्दर्यै नमः
12. Dhupa – Räucherwerk darbringen
ॐ वनस्पत्य्-उद्भवैर् दिव्यैर् नाना-गन्ध-समन्वितैः /
आघ्रेयः धूप-दीपानां धूपो ऽयं प्रतिगृह्यताम् //
ॐ त्रिपुरसुन्दर्यै नमः /
धूपं समर्पयामि //
13. Dipa – Licht darbringen
ॐ अन्तर्-ज्योतिर् बहिर्-ज्योतिः प्रत्यग्-ज्योतिः परात्परः /
ज्योतिर्-ज्योतिः स्वयं-ज्योतिर् आत्म-ज्योतिः शिवो ऽस्म्य् अहम् //
ॐ त्रिपुरसुन्दर्यै नमः /
दीपं समर्पयामि //
14. Naivedya – die Speise weihen
ॐ भूर् भुवः स्वः /
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि /
धियो यो नः प्रचोदयात् //
ॐ त्रिपुरसुन्दर्यै नमः /
नैवेद्यं समर्पयामि //
ॐ देव सवितः प्रसुव /
सत्यं त्व् ऋतेन परिषिञ्चामि /
अमृतम् अस्य् अमृतोपस्तरणम् असि //
ॐ प्राणाय स्वाहा /
ॐ अपानाय स्वाहा /
ॐ व्यानाय स्वाहा /
ॐ उदानाय स्वाहा /
ॐ समानाय स्वाहा /
ॐ ब्रह्मणे स्वाहा /
ॐ पर-ब्रह्म-परमात्मने नमः //
15. Arati – die Lichtzeremonie
जय जय आरती विघ्न-विनायक, विघ्न-विनायक श्री-गणेश //
जय जय आरती राज-राजेश्वरी,
राज-राजेश्वरी त्रिपुर-सुन्दरी,
महालक्ष्मी महासरस्वती,
महाकाली महाशक्ति //
जय जय आरती सद्-गुरु-नाथ, सद्-गुरु-नाथ शिवानन्द //
जय जय आरती वेणु-गोपाल //
16. Pushpanjali – die abschließende Blütengabe
यज्ञेन यज्ञम् अयजन्त देवाः /
तानि धर्माणि प्रथमान्य् आसन् /
ते ह नाकं महिमानः सचन्ते /
यत्र पूर्वे साध्याः सन्ति देवाः //
नाना-सुगन्ध-पुष्पाणि यथा कालोद्भवानि च /
पुष्पाञ्जलिं मया दत्तं गृहाण परमेश्वरि //
सर्वाभ्यो देवताभ्यो नमः /
ॐ त्रिपुरसुन्दर्यै नमः /
पुष्पाञ्जलिं समर्पयामि //
17. Mangala – ausführliche Segensgebete
ॐ स्वस्ति प्रजाभ्यः परिपालयन्तां न्याय्येन मार्गेण महीं महीशाः /
गो-ब्राह्मणेभ्यः शुभम् अस्तु नित्यं लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु //
काले वर्षतु पर्जन्यः पृथिवी सस्य-शालिनी /
देशो ऽयं क्षोभ-रहितो ब्राह्मणास् सन्तु निर्भयाः //
अशुभानि निराचष्टे तनोति शुभ-सन्ततिम् /
स्मृति-मात्रेण यत् पुंसां ब्रह्म तन् मङ्गलं परम् //
अति-कल्याण-रूपत्वान् नित्य-कल्याण-संश्रयात् /
स्मर्तॄणां वरदत्वाच् च ब्रह्म तन् मङ्गलं विदुः //
ॐ-कारश् चाथ शब्दश् च द्वाव् एतौ ब्रह्मणः पुरा /
कण्ठं भित्वा विनिर्यातौ तस्मान् माङ्गलिकाव् उभौ //
ॐ अथ ॐ अथ ॐ अथ //
मङ्गलम् अस्मद्-गुरूणां मङ्गलं मे अस्तु /
सर्वेषां मङ्गलं भवतु //
ॐ सर्वेषां स्वस्ति भवतु सर्वेषां शान्तिर् भवतु /
सर्वेषां पूर्णं भवतु सर्वेषां मङ्गलं भवतु //
सर्वे भवन्तु सुखिनः सर्वे सन्तु निरामयाः /
सर्वे भद्राणि पश्यन्तु मा कश्चिद् दुःख-भाग् भवेत् //
असतो मा सद् गमय /
तमसो मा ज्योतिर् गमय /
मृत्योर् मामृतं गमय //
ॐ पूर्णम् अदः पूर्णम् इदं पूर्णात् पूर्णम् उदच्यते /
पूर्णस्य पूर्णम् आदाय पूर्णम् एवावशिष्यते //
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः //
18. Segenswünsche und Widmung
लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु
यन् मया क्रियते कर्म जाग्रत्-स्वप्न-सुषुप्तिषु /
तत् सर्वं तावकी पूजा भूयात् भूत्यै च मे शिवे //
19. Kshama Yachana – um Vervollständigung bitten
यद् अक्षरं परिभ्रष्टं मात्रा-हीनं च यद् भवेत् /
पूर्णं भवतु तत् सर्वं त्वत्-प्रसादान् महेश्वरि //
मन्त्र-हीनं क्रिया-हीनं भक्ति-हीनं सुरेश्वरि /
यत् पूजितं मया देवि परिपूर्णं तद् अस्तु मे //
ॐ तत् सत् /
ब्रह्मार्पणम् अस्तु //