Palasha
1. Palasha (Sanskrit: पलाश palāśa m. u. n.) Blatt, Laub; Ähriger Schmetterlingsingwer (Shati); Blütenblatt; Zimtkassie (Cinnamomum cassia, Tvakpattra); ein Baum aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae): Malabar-Lackbaum (m.); die Blüte dieses Baumes (n.).
2. Palasha (Sanskrit: pālāśa adj. u. m.) aus dem Holz des Malabar-Lackbaums bestehend; Malabar-Lackbaum.
Palasha im Ayurveda
Der Malabar-Lackbaum (Palasha, Kimshuka) ist eine Wirtspflanze der Lackschildlaus (Kerria lacca), deren harzige Ausscheidungen den Ausgangsstoff für die Herstellung von Gummilack und den daraus gewonnenen Schellack bilden. Der von der Lackschildlaus abgesonderte Gummilack wird von den Zweigen des Palasha abgelöst und weiterverarbeitet.
Der Palasha ist ein Baum mit wertvollen medizinischen Eigenschaften. Verwendung finden im Ayurveda das Gummiharz (Laksha), die Samen (Bija), Blüten (Pushpa), Rinde (Tvach), Blätter (Pattra) und Wurzeln (Mula) des Baumes.
Die Eigenschaften des Palasha:
- Rasa: scharf (Katu), bitter (Tikta) und adstringierend (Kashaya)
- Vipaka: scharf (Katu)
- Virya: erwärmend (Ushna)
Palasha gleicht Kapha und Vata aus, erhöht jedoch Pitta.
Das bei Verletzungen der Rinde austretende Gummiharz (bengalisches Kino) wird als Färbemittel eingesetzt und hilft gegen Durchfall (Atisara). Die Samen (Bija) wirken abführend und als Wurmmittel (Krimighna). Die Blüten (Pushpa) haben eine harntreibende Wirkung. Weitere Anwendungsbereiche des Palasha sind Hautausschläge, Ekzeme, Ödeme, Beschwerden im Analbereich, Kolitis, Unterleibsschmerzen und Augenleiden. Eine Paste aus den zerstoßenen Samen und Wasser hilft bei Skorpionstichen. Außerdem besitzt das Gummiharz in Verbindung mit Amalaki aphrodisierende Eigenschaften.
Namen und Synonyme
- deutsche Namen: Malabar-Lackbaum, Palasabaum, Plossobaum, Kinobaum, Lackbaum
- englische Namen: flame-of-the-forest, bastard teak, parrot tree
- lateinische Namen: Butea monosperma, Butea frondosa, Butea braamania, Erythrina monosperma, Plaso monosperma, Rudolphia frondosa u.a.
- Hindi: पलाश palāś, ढाक ḍhāk, टेसू ṭesū
- Marathi: पळस paḷas, ढाक ḍhāk
- Nepali: पलाँस palām̐s
- Bengali: পলাশ polaś
- Gujarati: કેસૂડો kesūḍo, ખાખરો khākhro, પલાશ palāś
- Oriya: ପଳାଶ paḷāś
- Panjabi: ਢਾਕ ḍhāk, ਪਲਾਸ palās
- Sinhala: ගස් කෑල gas kǣla
- Kannada: ಮುತ್ತುಗ muttuga, ಪಲಾಶ palāśa
- Malayalam: ചമത camata, കിംശുകം kiṃśukam, പ്ലാശ് plāś
- Telugu: కింశుకము kiṃśukamu, పలాశము palāśamu
- Tamil: பலாசம் palācam, கிஞ்சுகம் kiñcukam, புரசு puracu
- Sanskrit: Palasha, Palashaka, Palankasha, Kimshuka, Kinchana, Dvijasneha, Muni, Kanaka, Hastikarna, Hastikarnapalasha, Rajadana, Vatapotha, Meghanada, Dirghaphala, Karaka, Karmin, Ksharashreshtha, Tripakshaka, Triparna, Tripattraka, Trivrinta, Yajnika, Brahmapadapa, Brahmavriksha, Brahmavrikshaka, Brahmopanetri, Kashthadru, Putadru, Parna, Parnin, Vakrapushpa, Raktapushpaka, Lakshataru, Lakshavriksha
Eine Liste mit Sanskrit-Synonymen findet sich in Raja Nighantu 10.36.
Bilder
Siehe auch
- Palashaparni
- Palashakhya
- Palashi
- Palashika
- Bhupalasha
- Palasa
- Parna
- Pattra
- Pravala
- Laksha
- Jatu
- Alakta
- Vanekimshuka
- Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung
- HYP Jahresgruppe
- Sanskrit Kurs Lektion 1
Weblinks
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