Nanmukan Tiruvantati
Nanmukan Tiruvantati (Tamil: நான்முகன் திருவந்தாதி, wissenschaftliche Umschrift: Nāṉmukaṉ Tiruvantāti; auch Nanmugan Tiruvandadhi, Naanmugan Thiruvandhadhi, Nanmugan Tiruvandadi) gehört zu den eindringlichen Werken der tamilischen Āḻvār-Bhakti. Die 96 Pāsurams stammen von Tirumaḻisai Āḻvār und gehören zum Iyaṟpā-Teil des Nalayira Divya Prabandham. In der Project-Madurai-Zählung stehen sie als Nr. 2382–2477.

Dieser Artikel bietet die vollständige deutsche Übersetzung aller 96 Verse, den vollständigen Tamiltext, die wissenschaftliche Umschrift und ausführliche Erläuterungen zu Inhalt, Theologie und spiritueller Bedeutung des Nanmukan Tiruvantati.
Das Werk beginnt mit einer entschiedenen theologischen Aussage: Für Tirumaḻisai Āḻvār ist Narayana der letzte Ursprung von Welt, Göttern und Veda. Doch wer nur diese ersten Verse liest, kennt das Werk noch nicht. Im Verlauf der 96 Pāsurams verändert sich der Ton. Aus theologischer Gewissheit wird Staunen; aus Staunen wird Sehnsucht; aus Sehnsucht wird Pilgerbewegung; aus Pilgerbewegung wird innere Gegenwart.
Der Āḻvār erinnert Narasimha, Vamana, Rama und Krishna. Er sehnt sich nach Tiruveṅkaṭam, denkt an Tiruvallikeni und Srirangam, ruft den göttlichen Namen und spricht immer wieder mit seinem eigenen Herzen. Schließlich geschieht etwas Entscheidendes: Der Herr, den er in Kosmos, Mythos und Tempel gesucht hat, wird als der erkannt, der bereits im Innersten wohnt.
So lässt sich die Bewegung des ganzen Werkes in fünf Schritten lesen:
Bekenntnis → Erinnerung → Pilgersehnsucht → Zuflucht → Gottesgegenwart im Herzen.
Gerade deshalb ist das Nanmukan Tiruvantati auch für heutige Leser mehr als ein historisches Dokument. Für tamilische Hindus in Deutschland kann es Sprache, Tempelerinnerung und religiöse Heimat miteinander verbinden. Für Yoga-Aspiranten eröffnet es einen lebendigen Zugang zu Bhakti Yoga, Japa, Meditation, Prapatti, Vairāgya und zur Frage, wie aus Wissen eine wirkliche Gottesbeziehung wird.
Das Werk stellt dabei eine zeitlose spirituelle Frage: Kann eine Wahrheit, die man mit dem Verstand erkannt hat, so tief ins Herz sinken, dass sie das ganze Leben verändert?
Warum das Nanmukan Tiruvantati heute noch berührt
Das Nanmukan Tiruvantati spricht mit einer seltenen Verbindung aus Klarheit und Intimität. Tirumaḻisai Āḻvār argumentiert, bekennt, erinnert und verehrt – doch immer wieder bricht etwas Persönliches durch. Er fragt nicht nur, wer Gott ist, sondern was geschieht, wenn dieser Gott das eigene Herz ergreift.
Besonders berührend ist, dass die Nähe Gottes die äußere Welt nicht entwertet. Der Āḻvār liebt die Tempel, Berge, Flüsse und heiligen Geschichten gerade deshalb, weil sie ihm helfen, das Unsichtbare wahrzunehmen. Tiruveṅkaṭam bleibt ein realer Pilgerort – und wird zugleich zu einem inneren Symbol. Der Herr ruht auf der Schlange – und wohnt zugleich im Herzen. Der göttliche Name wird gesprochen – und verwandelt dabei den Menschen, der ihn spricht.
So kann das Werk auch heute drei Ebenen miteinander verbinden:
- Tradition: die Welt der Āḻvārs, Divya Desams und des Nalayira Divya Prabandham;
- Praxis: Gottesname, Gebet, Japa, Puja, Pilgerfahrt und Meditation;
- Erfahrung: die wachsende Gewissheit, dass das Göttliche nicht nur verehrt, sondern innerlich erfahren werden kann.
Nanmukan Tiruvantati auf einen Blick
- Autor: Tirumaḻisai Āḻvār
- Tamilischer Titel: நான்முகன் திருவந்தாதி
- Wissenschaftliche Umschrift: Nāṉmukaṉ Tiruvantāti
- Umfang: 96 Pāsurams
- Sammlung: Nalayira Divya Prabandham
- Teil: Iyaṟpā
- Project-Madurai-Zählung: 2382–2477
- Form: Antāti
- Zentrale Themen: Nārāyaṇa als höchster Herr, Avatāras, Gnade, Tiruveṅkaṭam, Gottesname, Befreiung und Gottesgegenwart im Herzen
- Spirituelle Grundbewegung: vom theologischen Bekenntnis zur unmittelbaren Gottesgegenwart im Herzen
Bedeutung des Namens Nanmukan Tiruvantati
Nāṉmukaṉ bedeutet wörtlich „der Viergesichtige“ und bezeichnet Brahma. Das Werk trägt diesen Namen, weil sein erster Pāsuram mit dem Wort Nāṉmukaṉ beginnt und die Beziehung zwischen Brahmā und Nārāyaṇa thematisiert.
Tiruvantāti bedeutet „heiliges Antāti“. Ein Antāti ist eine tamilische Kettengedichtform: Das Ende eines Verses führt in den Anfang des folgenden Verses. Antam bedeutet „Ende“, ādi „Anfang“. So entsteht eine sprachliche Girlande, in der ein Gedanke den nächsten hervorbringt.
Diese Form passt besonders gut zur Bhakti. Erinnerung an Gott soll ebenfalls nicht abbrechen: Ein Gedanke führt zum nächsten, ein Name zum nächsten, eine Gotteserfahrung zu neuer Sehnsucht. Das Ende wird zum Anfang – und genau darin liegt ein schönes spirituelles Bild: Wirkliche Gotteserinnerung möchte nicht abgeschlossen, sondern fortgesetzt werden.
Tirumazhisai Alvar – Autor von Nanmukan Tiruvantati und Tiruchanda Viruttam
Tirumaḻisai Āḻvār ist einer der zwölf Āḻvārs der tamilischen Vishnu-Bhakti. Neben dem Nanmukan Tiruvantati ist von ihm das bereits im Yoga-Wiki behandelte Tiruchanda Viruttam überliefert. Beide Werke zusammen umfassen traditionell 216 Verse.
Das Tiruchanda Viruttam entfaltet kosmologische und devotional-philosophische Gedanken in rhythmischer Form. Das Nanmukan Tiruvantati wirkt oft noch unmittelbarer und persönlicher. Tirumaḻisai Āḻvār wendet sich an sein Herz, ruft zur Pilgerfahrt auf, beschreibt Tiruveṅkaṭam und spricht immer wieder davon, wie der Herr in sein Inneres eingetreten ist.
Gerade dadurch entsteht der Eindruck eines spirituellen Weges in Echtzeit: Der Dichter formuliert nicht nur eine fertige Lehre. Er lässt den Leser miterleben, wie Überzeugung zu Erinnerung, Erinnerung zu Liebe und Liebe zu einer inneren Gewissheit wird, die sich kaum noch von seinem eigenen Leben trennen lässt.
Die genaue historische Datierung Tirumaḻisai Āḻvārs ist nicht völlig gesichert. Tradition und ein Teil der Forschung ordnen ihn in die frühe mittelalterliche Blüte der tamilischen Bhakti ein. Für das Verständnis seiner Gedichte ist wichtiger als eine einzelne Jahreszahl die geistige Welt, aus der sie hervorgingen: frühe tamilische Vishnu-Bhakti, Tempelverehrung, Veda-Tradition und die Entstehung der Āḻvār-Literatur.
Nanmukan Tiruvantati im Nalayira Divya Prabandham
Im Iyaṟpā des Nalayira Divya Prabandham folgt das Nanmukan Tiruvantati auf die drei großen frühen Antātis von Poigai, Bhutatt und Pey Āḻvār. Danach folgen unter anderem Tiruviruttam, Tiruvasiriyam, Periya Tiruvantati, Tiruvezhukkurrirukkai, Ciriya Tirumatal und Periya Tirumatal.
Die drei ersten Āḻvārs besingen intensiv die Erfahrung des einen Vishnu. Tirumaḻisai Āḻvār führt diese Linie fort und formuliert sie an einigen Stellen besonders entschieden: Sein Werk will nach der traditionellen Śrīvaiṣṇava-Auslegung die ausschließliche höchste Stellung Nārāyaṇas begründen.
Diese theologische Entschiedenheit gehört zum Charakter des Textes – ebenso wie seine wachsende persönliche Innigkeit.
Narayana als Ursprung und innerer Herr
Die ersten Verse fragen: Was ist der letzte Grund der Welt? Für Tirumaḻisai Āḻvār ist die Antwort eindeutig: Nārāyaṇa.
Er ist der Ursprung Brahmās, der Träger der Welten, der Herr des Diskus, der im Milchozean ruht und der in den Avatāras handelt. Doch später wird diese kosmische Theologie verinnerlicht. In Pāsuram 30 heißt es sinngemäß: Derselbe Herr, der auf der Schlange im Wasser ruht, steht, sitzt und liegt in meinem Herzen.
Hier berührt das Nanmukan Tiruvantati unmittelbar eine zentrale Erfahrung von Bhakti Yoga und Meditation: Das Göttliche ist nicht nur eine metaphysische Wirklichkeit „irgendwo“ jenseits des Menschen. Es kann als Gegenwart im eigenen Bewusstsein erfahren werden.
Damit verändert sich auch die Frage des Suchenden. Am Anfang lautet sie: „Wer ist der höchste Herr?“ Später lautet sie eher: „Wie kann ich bei ihm bleiben, wenn ich erkannt habe, dass er schon in mir gegenwärtig ist?“
Narasimha, Vamana, Rama und Krishna
Wie viele Āḻvār-Texte erzählt auch das Nanmukan Tiruvantati die göttliche Wirklichkeit durch die Geschichten der Avatāras.
Narasimha erscheint als gewaltiger göttlicher Löwe, der den scheinbar unüberwindlichen Schutz Hiraṇyakaśipus überwindet. Vamana wird zum kleinen Brahmanen, der Mahābalis Stolz durch seine drei Weltschritte verwandelt. Rama baut den Damm nach Laṅkā, bezwingt Vāli und Rāvaṇa. Krishna tritt gegen den Wagen, tanzt auf der Schlange, überwindet Pūtanā und die wilden Stiere und wird zum geliebten Kuhhirten.
Für den Dichter sind dies nicht bloß Geschichten aus ferner Vergangenheit. Sie zeigen einen Grundzug des Göttlichen: Der Unermessliche macht sich klein genug, um den Menschen nahe zu sein.
Der Gott, der Welten trägt, wird zum Kind. Der Herr jenseits aller Grenzen geht als Vāmana drei Schritte. Der kosmische Nārāyaṇa wird zum Wagenlenker, Kuhhirten und Retter. Bhakti lebt von diesem Paradox: Das Höchste bleibt unermesslich – und wird dennoch persönlich ansprechbar.

Tiruvengadam – Sehnsucht nach dem heiligen Berg
Die Pāsurams 39–48 bilden einen besonders schönen Abschnitt über Tiruveṅkaṭam / Veṅkaṭam. Der Āḻvār beschreibt Wasserfälle, Wälder, Tiere, Elefanten, Jäger, Edelsteine und den hoch aufragenden Berg.
Doch das Entscheidende ist ein Paradox: In Pāsuram 41 sagt der Dichter zum Herrn von Veṅkaṭam:
„Du bist in mein Herz eingetreten – und dennoch möchte ich nach Tiruveṅkaṭam gehen und Dich dort sehen.“
Innere Gottesgegenwart und äußere Pilgerreise schließen einander also nicht aus. Der Pilger reist nicht nur, weil Gott fern ist. Er reist auch, weil Liebe einen sichtbaren Ort sucht, an dem sie sich ausdrücken kann.
Für Menschen in der Diaspora kann gerade dies berührend sein. Ein heiliger Ort mag Tausende Kilometer entfernt liegen und dennoch im Herzen gegenwärtig sein. Erinnerung, Gebet, ein Bild, ein Lied oder ein gemeinsam rezitierter Vers können einen solchen Ort innerlich nahebringen, ohne seine reale geographische und religiöse Bedeutung zu ersetzen.
So wird Tiruveṅkaṭam im Nanmukan Tiruvantati zugleich Berg und innerer Sehnsuchtsort.
Tiruvallikeni und die ruhende Gottesgestalt
Pāsuram 35 gehört zu den bekannten Stellen des Werkes. Der Āḻvār spricht den Herrn von Māvallikkēṇi, dem heutigen Tiruvallikeni in Chennai, an. Der Herr liegt dort auf der fünfköpfigen Schlange.
Der Dichter fragt liebevoll:
„Bist Du müde geworden, weil Du die Welten mit Deinen Füßen maßest, und liegst deshalb schweigend da?“
Theologie wird hier zu Zärtlichkeit. Der allmächtige Trivikrama wird betrachtet, als müsse er sich nach seinem großen Werk ausruhen. Solche Bilder zeigen die Besonderheit der Bhakti: Größe und Nähe, Ehrfurcht und liebevolle Vertrautheit können gleichzeitig bestehen.
Der göttliche Name im Nanmukan Tiruvantati
Immer wieder gewinnt der Name Gottes im Werk besondere Kraft. Pāsuram 49 sagt, dass das Aussprechen des heiligen Namens sogar der Macht des Todes begegnet. Pāsuram 64 bezeichnet das Sprechen Nārāyaṇas als den wahren Gewinn. Pāsuram 69 nennt den Namen des rotäugigen Māl eine Freude für das Ohr.
Damit berührt das Werk unmittelbar die Praxis des Japa und Kirtan.
Oṃ Namo Nārāyaṇāya ist eines der großen Nārāyaṇa-Mantras der späteren Śrīvaiṣṇava- und Vaishnava-Tradition. Das Nanmukan Tiruvantati erklärt dieses Mantra nicht systematisch, doch seine Grundhaltung ist dieselbe: Der Name sammelt das Herz auf den Herrn.
Ein Name kann dabei mehr sein als eine Bezeichnung. In der Bhakti wird er zur Form der Gegenwart. Wer den Namen wiederholt, erinnert nicht nur an Gott – er übt, den Geist immer wieder aus Zerstreuung in Beziehung zurückzuführen.
Oben: Yoga Vidya über Aussprache und Bedeutung von „Om Namo Narayanaya“.
Historische Polemik gegenüber anderen Religionen und hinduistischen Traditionen
Das Nanmukan Tiruvantati enthält mehrere ausgesprochen scharfe Verse. Jainas, Buddhisten, Śaivas und andere religiöse Positionen werden an einigen Stellen abgewertet; auch Shiva und Brahma werden in der theologischen Hierarchie des Gedichts ausdrücklich Nārāyaṇa untergeordnet.
Diese Passagen gehören zur vormodernen südindischen Bekenntnis- und Debattenkultur. Die deutsche Übersetzung gibt den Sinn dieser Aussagen wieder, übernimmt ihre Abwertung anderer Traditionen jedoch nicht als eigenes Urteil.
Für eine heutige spirituelle Lektüre lässt sich die positive Mitte hervorheben:
Tirumaḻisai Āḻvār möchte mit ungeteilter Entschiedenheit bei seinem eigenen Gottesweg bleiben.
Solche Entschiedenheit kann auch heute inspirieren, ohne dass daraus Geringschätzung anderer Wege folgen muss. Man kann einen Weg tief lieben, ohne andere herabzusetzen. Das tamilische religiöse Erbe selbst zeigt diese Vielfalt: Neben dem Śrīvaiṣṇavismus stehen große shaivische Werke wie Tevaram, Tiruvasagam, Periya Puranam und Tirumantiram sowie hinduistische, jainistische und buddhistische Stimmen.
Gerade für eine deutschsprachige Wiki-Ausgabe ist deshalb beides wichtig: die historische Schärfe des Originals nicht zu glätten – und sie zugleich nicht als heutiges Werturteil zu übernehmen.
Der Herr im Herzen – die innere Botschaft des Nanmukan Tiruvantati
Zu den schönsten Motiven des Nanmukan Tiruvantati gehört die zunehmende Verinnerlichung. Der Herr ist nicht nur auf dem Schlangenlager, in Śrīraṅgam oder auf Veṅkaṭam.
Er ist im Herzen.
Pāsuram 59 ruft:
„Sei meine Liebe, mein unerschöpflicher Nektar, meine Freude, mein Alles.“
Pāsuram 81 beschreibt, wie der Herr gutes Tamil wie einen Samen in das Herz legt und es wachsen lässt. Pāsuram 86 versichert dem eigenen Herzen: Der höchste Herr ist wirklich da – und er wohnt in denen, die an ihn denken.
Dies ist vielleicht die stärkste Brücke zu Yoga-Aspiranten. Meditation bedeutet dann nicht, eine ferne Wirklichkeit zu erzeugen, sondern die Aufmerksamkeit so zu klären, dass das bereits Gegenwärtige erkannt werden kann.
Der Text bewegt sich damit von Religion als Aussage zu Religion als Erfahrung. Aus „Nārāyaṇa ist der höchste Herr“ wird schließlich: „Er ist in meinem Herzen.“ Genau diese Verinnerlichung macht das Werk so kraftvoll.
Die spirituelle Dramaturgie der 96 Pāsurams
Die 96 Verse lassen sich wie ein innerer Weg lesen:
Pāsurams 1–16: Der Āḻvār klärt seine theologische Mitte. Nārāyaṇa ist für ihn Ursprung, Schutz und letzte Zuflucht.
Pāsurams 17–32: Die großen Avatāra-Geschichten werden zu Beweisen göttlicher Nähe. Narasimha, Vāmana, Rāma und Kṛṣṇa zeigen, dass Gott in die Geschichte eintritt.
Pāsurams 33–48: Die Aufmerksamkeit wandert zu den heiligen Orten. Tiruvallikeni und besonders Tiruveṅkaṭam werden zu Landschaften der Sehnsucht.
Pāsurams 49–64: Der göttliche Name gewinnt immer größere Bedeutung. Verehrung wird persönlicher, Zuflucht unmittelbarer.
Pāsurams 65–80: Fragen nach Dharma, Erkenntnis, Vaikuṇṭha und Befreiung werden mit der wachsenden inneren Bindung an Nārāyaṇa verbunden.
Pāsurams 81–96: Der Weg erreicht sein inneres Zentrum. Gott wird nicht nur geglaubt und gesucht – er wird als Bewohner des Herzens erkannt. Der letzte Vers endet nicht mehr in Suche, sondern in Gewissheit: „Jetzt habe ich erkannt.“
Diese Entwicklung macht das Werk besonders lesenswert. Es führt nicht nur durch Themen – es führt durch eine Verwandlung des Blicks.
Vollständige deutsche Übersetzung des Nanmukan Tiruvantati
Die folgende Fassung gibt alle 96 Pāsurams in ihrer Reihenfolge wieder. Sie ist bewusst flüssig und lesbar formuliert. Stark polemische Verse werden sinngemäß übersetzt und zugleich historisch kenntlich gemacht. Schwierige mythologische Verdichtungen werden so wiedergegeben, dass der Hauptgedanke verständlich bleibt.
Taniyan – einleitender Lobvers
Nārāyaṇa erschuf den viergesichtigen Brahmā, und von Brahmā ging der herrliche Śiva aus – so lautet die Lehraussage. O Herz, wir können leben und geistig wachsen, indem wir diese edle Sprache rezitieren. Preise die Füße des großen Tirumaḻisai aus der blütenreichen Stadt.
Pāsurams 1–16 – Ursprung, Gnade und die eine Zuflucht
1. Nārāyaṇa erschuf den viergesichtigen Brahmā; Brahmā wiederum brachte Śaṅkara hervor. Mit dieser Aussage beginne ich mein Antāti und lege seinen tiefen Sinn offen. Prüft ihn sorgfältig und nehmt ihn ohne Gedankenlosigkeit auf.
2. Wer gründlich prüft, sagt: Das Göttliche ist letztlich eines. Doch niemand ermisst seine ganze Größe. So viele Formen von Askese Menschen auch üben – ihre Vollendung liegt in der Gnade des Herrn, der den Diskus trägt.
3. Wer könnte vollständig verstehen, dass er im Milchozean ruht, einst in Śrīraṅgam Wohnung nahm und beim Weltuntergang auf einem Banyanblatt lag? Wie konnte ich die eine Wirklichkeit erkennen, die Wahrheit der Himmelswesen und das Geheimnisvolle, das sich jeder Begrenzung entzieht?
4. Der Herr mit der Gaṅgā in den Haaren steht nach der Sicht dieses Gedichts selbst in Beziehung zum höchsten Herrn. Ich fasse zusammen: Unser Herr steht ohne einen Zweiten als innerer Grund von allem und ist die Wirklichkeit, auf die alle Dinge letztlich verweisen.
5. O Māl, dessen gebogene Nägel die Brust des scheinbar unbesiegbaren Dämons öffneten! Am Ende eines Weltzeitalters hebst Du alles empor, nimmst es wieder in Dich auf und lässt die großen Ordnungen des Daseins aus Dir hervorgehen. Erkenne dieses Geheimnis.
6. Dieser Vers spricht in der scharf konfessionellen Sprache seiner Zeit über Jainas, Buddhisten und Śaivas und stellt ihnen Mādhava als einzige höchste Zuflucht gegenüber. Seine positive Mitte lautet: Der Dichter will den wunderbaren Māl mit ungeteilter Hingabe preisen.
7. Mag es heute geschehen, morgen oder noch später: Deine Gnade gehört mir. Eines weiß ich klar, o Nārāyaṇa: Ich bin nicht ohne Dich – und Du willst auch mich nicht ohne Dich lassen.
8. O mein Herz, es gibt keinen anderen letzten Beistand als den rotäugigen Herrn mit dem Bogen – Rāma, dessen scharfe Pfeile Laṅkā und die Macht des zehnköpfigen Rāvaṇa zu Fall brachten.
9. Brahmā goss Wasser aus seinem Gefäß und pries mit vedischen Mantras jene Füße, die die Welten durchmaßen. Das heilige Wasser kam auch auf das Haupt des dunkelkehligen Śiva. So besingt der Vers die kosmische Größe der Füße Trivikramas.
10. Wenn schon Brahmā und der Herr mit den langen Haarflechten die goldene Gestalt dessen auf dem feuerspeienden Schlangenlager nicht vollständig schauen können – wie sollten wir seine Größe ermessen? Gerade deshalb: Preise ihn.
11. Möge der Mund ihn preisen, das Auge ihn schauen, das Ohr von ihm hören. Beugt das Haupt und verehrt mit kühlen Blüten den uralten Māl, dessen hohe Krone von Tulasī umgeben ist. Faltet die Hände und vergesst ihn nicht.
12. Du greifst ein, wenn Stolz und Verblendung fallen müssen. Du sandtest den Diskus, um das große Tier aus der Gewalt des Krokodils zu befreien; durch Deine Gnade wurden alte Bindungen gelöst. Deine rettende Tat schenkt Freiheit.
13. Ihr müht den Körper ab, ohne zu erkennen, was wirklich zur Befreiung führt. Die Wirklichkeit, die Freiheit schenkt, der Urgrund der Veden und das höchste Gut der Himmelswesen ist Nārāyaṇa.
14. Nārāyaṇa ist mein Herr. Tirumāl bewahrt mich davor, in zerstörerische Zustände zu fallen. Der Dichter warnt davor, sich von Lehren verwirren zu lassen, die nach seiner Überzeugung den Namen und die Größe dieses Herrn nicht erfassen.
15. Wenn ihr die Füße dessen verehrt, der die Welten überschritt, werdet ihr verstehen, was selbst große Gestalten wie Mārkaṇḍeya und der blaukehlige Śiva erfahren mussten: Auch sie stehen unter einer höheren Gnade.
16. Mein Herz wurde damals fest, als der Herr im großen Krieg eingriff: Viele Könige fielen, und die Sonne schien durch göttliches Wirken verborgen, damit das Geschehen seinen bestimmten Lauf nahm. Auch im Kampf der Welt bleibt er Lenker.
Pāsurams 17–32 – Avatare, Schutz und der Herr im Herzen
17. Unter dem Banyanbaum lehrte der große Asket Śiva einst den Weg des Dharma. Doch auch er, sagt dieses vaishnavitische Gedicht, verehrt den Herrn, der die Welt maß, im Ozean ruht und beim Weltuntergang als Kind auf dem Banyanblatt erschien.
18. Der gewaltige Narasimha spaltete mit seinen scharfen Nägeln die Brust des feindlichen Dämons. Der Dichter sagt in der entschiedenen Sprache seiner Bhakti: Tiefer als jede andere Stütze ist die Zuflucht bei diesem Löwenherrn.
19. Hiraṇyakaśipu hatte durch Askese einen mächtigen Segen Brahmās erhalten; doch der Diskusträger machte diesen Schutz wirkungslos. Du bist es, der uns bewahrt; Du bist selbst der Schutz; und Du bist es, der allen Wesen Vaikuṇṭha schenken kann.
20. Du bist die ganze Welt; alles, was besteht, besteht durch Deine Gnade. Du bist der Gott auch der großen Götter, das Feuer, der mächtige Berg, die acht Richtungen und Sonne und Mond im Weltall.
21. Ist dies der geöffnete Rachen, aus dem Feuer strömt? Sind dies die kreisrunden, flammenden Augen? Ist dies das aufwallende Feuer des göttlichen Löwen? Der Āḻvār steht staunend vor der furchterregenden Schönheit Narasimhas.
22. Er selbst ist der Schöne, er selbst die Löwengestalt. Verehrt seine vertrauten Füße. Er ist als Kind der Herr der sieben Welten und erschien als Fisch, um Leben zu bewahren – der Same, aus dem neues Leben hervorgeht.
23. Muss man überhaupt noch einen anderen Samen säen, wenn Hingabe selbst zum Pflüger des alten Feldes geworden ist? Der dunkle Leib Māls gleicht einer dicht aufsteigenden Regenwolke, die sich am Himmel sichtbar macht.
24. In den verschiedenen Weltaltern erscheinst Du in unterschiedlichen Farben – hell, golden, rötlich und wolkendunkel. Du übersteigst die großen göttlichen Gestalten und wirst im Kampf selbst zum Wagenlenker und Führer, der den inneren Kampf zu Ende bringt.
25. Ohne die gewöhnlichen Maßstäbe menschlicher Größe zu beachten, nahmst Du als Vāmana die Erde in Besitz. Du brachtest den stolzen Mahābali dazu, seine harte Selbstbehauptung aufzugeben. Deine scheinbare Kleinheit enthüllte grenzenlose Größe.
26. Ich will keinen anderen als letzten Gegenstand der Verehrung. O meerfarbener Herr, lass mich Dich wirklich erkennen. Selbst der Herr mit den dichten Haarflechten kann Dich nicht nach Belieben erfassen – schenke mir die Fähigkeit, Dich zu schauen.
27. O ihr Menschen, nennt mein Herz töricht, wenn ihr wollt: Māl selbst ist darin eingetreten. Sollte ich das nicht als meinen größten Gewinn ansehen? Die Füße, die selbst der aschegeschmückte Śiva nicht nach Belieben schaut, darf ich in Liebe erfahren.
28. Dies ist der Damm, den Rāma bauen ließ, damit Laṅkā fallen konnte; dies ist die Macht, durch die Vāli fiel; dies ist die Freude des Bogenschützen, der Rāvaṇas Leib mit seinen Pfeilen bezwang. Der Vers erinnert die eine göttliche Gegenwart in Rāmas Taten.
29. Er ist die Gestalt der Freude, die Gestalt des Lichtes und die wunderbare Gestalt, die sich den Menschen nähert. Mit einem einzigen Pfeil durchdrang Rāma die mächtigen Bäume und offenbarte eine Kraft, die gewöhnliche Maße übersteigt.
30. Er ist mein Herr in Śrīraṅgam und bewahrt mich davor, wieder von dem überwältigt zu werden, was mich bindet. Er steht, sitzt und ruht in meinem Herzen – derselbe, der auf dem Schlangenlager im großen Wasser liegt.
31. Nach der Überlieferung dieses Verses löste Nārāyaṇa selbst den schweren Fluch, den Brahmā über Rudra gebracht hatte. Der Dichter benutzt diese Erzählung, um seine ausschließliche Zuflucht zu Nārāyaṇa zu bekräftigen.
32. Die ganze Welt ist wie eine kleine Sache im göttlichen Leib Kṛṣṇas. Vergeudet nicht eure Zeit in dem, was nur Leiden hervorbringt; sucht vielmehr die Füße dessen, dessen Eigenschaften sorgfältig erkannt und geprüft werden können.
Pāsurams 33–48 – Krishna, Tiruvallikeni und Tiruvengadam
33. Er trat gegen den Wagen, tanzte auf der Schlange, brach das Elefantenungeheuer, trank Pūtanās vergiftete Milch und bezwang die starken Stiere, um Nappiṉṉai zu gewinnen. All diese Taten zeigen Kṛṣṇas zugleich spielerische und schützende Kraft.
34. Mein Wunsch ist es, den Herrn von Tirukkōṭṭiyūr zu preisen; schon dieser Wunsch wird mir zum Guten. Wie könnte ich den Herrn von Veṅkaṭam zurückweisen, dessen Füße die wirkliche karmische Krankheit nicht an mich herankommen lassen?
35. Ist er müde geworden, weil er mit seinen Füßen die Welten maß? Darum liegt er schweigend auf dem fünfköpfigen Schlangenlager in Māvallikkēṇi, dem heutigen Tiruvallikeni, wo die langen Meereswellen an das Ufer schlagen.
36. In Kuṭantai, Veḵkā, Tiruvevvul, Śrīraṅgam, Pēr-aṉbil und im Milchozean ruht der ursprüngliche große Māl auf dem Schlangenlager. Wer ihn innerlich umfängt, dessen Denken wird selbst zu einem Ort seiner Gegenwart.
37. Feuer und Wind, der große Ozean und die Berge, die wandernde Sonne und der kühle Mond, Wolken, die acht Richtungen und die Ordnung des Kosmos – all dies ist im umfassenden Sein Tirumāls enthalten.
38. Der Vers spricht erneut in der polemischen Sprache alter Religionsdebatten: Der meerfarbene Herr vertreibt für den Dichter die verwirrenden Wege, die Menschen voneinander trennen. Seine positive Aussage ist die Entschlossenheit, sich ganz auf den einen geliebten Herrn auszurichten.
39. Ich rufe nach dem Herrn von Tiruveṅkaṭam, um ihn zu sehen; ich sehne mich auch nach Tirukkūṭal. An dem Berg stürzen große Wasserfälle herab, Edelsteine rollen mit, Elefanten erschrecken und Schlangen ziehen sich zurück.
40. Ich sang „Veṅkaṭam“ und blieb stehen, als hätte ich meine Heimat gefunden. Ich denke immer wieder an ihn. Statt mich nur in Netzen gelehrter Begriffe zu verfangen, bin ich nun im Netz der Füße des Herrn gefangen – und empfinde gerade dies als Freiheit.
41. Ich sehne mich danach, nach Tiruveṅkaṭam zu gehen, wo in der Onam-Festzeit die Rufe widerhallen und Wasserfälle Perlen herabtragen. O Herr von Veṅkaṭam, Du bist bereits in mein Herz eingetreten – und dennoch möchte ich Dich auch dort schauen.
42. Geht und verehrt den hoch aufragenden Veṅkaṭa-Berg! Er hat die Kraft, belastende Taten zum Ende zu bringen. Dort legen selbst der lotusgeborene Brahmā und der dreiäugige Śiva Blumen an seine Lotusfüße.
43. Der Herr von Nord-Veṅkaṭam trägt seinen Gipfel bis in die Wolken. Brahmā und Śiva werden im Vers als Verehrer dargestellt, die ihre Hände über dem Haupt zusammenlegen und ihm Schutz und Ehre erweisen.
44. Geht freudig zum bewaldeten Veṅkaṭa-Berg, wo der jugendliche Herr steht – derselbe, der schon als Kind göttliche Kraft zeigte und später die Macht der Dämonen bezwang. O junge Menschen, richtet euren Weg dorthin!
45. Legt mit Liebe Blumen an seine Lotusfüße. Auf dem kühlen, wasserreichen Veṅkaṭam steht er weithin sichtbar und hoch über allem. Dieser Berg ist ein Schatz für die Himmelswesen und für die Menschen der Erde.
46. Veṅkaṭam ist ein Land des leuchtenden Mondes, der Tiere und Jäger, der Wälder und des ständigen Lebens. Selbst die Elefanten scheinen ihre Rüssel zum Herrn auszustrecken. Der ganze Berg wird im Blick des Dichters zu einem Heiligtum.
47. Löwen und andere Tiere, Gold, Perlen, blühende Bäume, vielfarbiges Wasser, Wälder und Affen – Veṅkaṭam ist reich an Natur. Für den Āḻvār ist diese wilde Schönheit selbst Teil der Gegenwart des edelsteinfarbenen Herrn.
48. Veṅkaṭam wird von den Himmelswesen verehrt; Veṅkaṭam löst die Krankheit des alten Karmas. Es ist der Berg des Herrn, der den Diskus ergriff, um feindliche Mächte zu überwinden und die Götter zu schützen.
Pāsurams 49–64 – Gottesname, Srirangam und Zuflucht
49. Beim Quirlen des Milchozeans trug er den Berg als Schildkröte und ließ Vāsuki als Seil um ihn winden. Den heiligen Namen dieses großen Herrn auszusprechen ist für den Dichter ein Mittel, der Macht des Todes selbst zu begegnen.
50. Ich habe einen Weg erkannt, auf dem weder der Tod noch schweres Karma noch zerstörerische Verwandlung mich beherrschen müssen: Kṛṣṇa, der am Flussufer und im Ozean ruht, liegt durch seinen Namen und seine Erinnerung in meinem Herzen.
51. Wer könnte wirklich für mich da sein außer dem Herrn, der ganz sich selbst gehört und doch mein Herr ist? O Herr von dunkler Kāyā-Blütenfarbe, andere erkennen Dich kaum. Für mein Denken ist selbst der ganze Himmel kein angemessener Preis für Deine Nähe.
52. Der Vers verspottet in der scharfen Sprache seiner Zeit bestimmte religiöse Praktiken und hebt dagegen die Verehrung des Herrn hervor. Für heutige Leser ist wichtig: Dies ist historische Bekenntnispolemik; die tragende spirituelle Aussage ist die ausschließliche Liebe des Dichters zu seinem eigenen Gottesweg.
53. Ich kenne keinen anderen letzten Gott als Rāma, den Nachkommen Kakutsthas, der die Festung Laṅkās zerstörte. Der Vers fordert aus seiner vaishnavitischen Perspektive dazu auf, nicht das Begrenzte für das Höchste zu halten.
54. Was als Gottheit erscheint, die Dreiheit der großen Götter und alle Wesen, die in verschiedensten Formen bestehen – all dies hat nach diesem Gedicht seinen Grund im großen Māl. Wer diesen Zusammenhang nicht erkennt, hat nach Auffassung des Āḻvār das Ziel seines Lernens verfehlt.
55. Die Himmelswesen stehen an seinen Füßen und verehren sie Tag für Tag; dadurch erfahren sie Freude. O großer Māl mit dem von Wasserfarben umgebenen Leib – wer könnte Deine Füße vollständig mit Worten preisen?
56. Für den Vater des Liebesgottes gibt es keinen wirklichen Gegner, sagt der Āḻvār. Selbst der Herr, der das Gift des Ozeans trank und Bāṇa beistand, konnte sich ihm nach der vaishnavitischen Erzähltradition nicht gleichstellen. Der Vers bekennt so Nārāyaṇas Vorrang.
57. Wenn man genau spricht, sind gutes Karma und schlechtes Karma, Himmelswesen und Asuras, Sterne und selbst mein eigenes Herz nicht außerhalb seiner umfassenden Wirklichkeit. Der Herr, der den großen Kurundha-Baum fällte, durchdringt alles.
58. Mein Herr wohnt in meinem Herzen und hat dessen Dunkelheit entfernt. Er ist derselbe, der einst die Erde maß. Meine Liebe richte ich auf den göttlichen Kuhhirten, der schweres Karma auflöst und mein Inneres zu seiner Wohnung macht.
59. Sei Du meine Liebe, mein unerschöpflicher Nektar, meine Freude und mein Alles. O Gemahl der goldenen Göttin, o strahlender Keśava: Herrsche über mich ohne Ende – ich bin Dein Diener.
60. Du ziehst umher und suchst Menschen, die Dir dienen wollen; ich ziehe umher und suche Deine Füße. O geheimnisvoller Herr von Srirangam, mein Herz wird niemals aufhören, Dich zu lieben.
61. Wenn man Madhusūdana selbst als Zuflucht nimmt, was könnte dem eigenen Herzen noch wirklich schaden? Die göttliche Gnade, die die sieben Welten ordnet, kommt und verbindet sich mit dem Suchenden.
62. Menschen, die nicht erkennen, wo die Seite Śrīs ist, lehren aus dunkler Unwissenheit anderes. Der Dichter antwortet: Tragt die kühle Tulasī-Girlande Śrīdharas, auf dessen Brust Lakṣmī wohnt, und bleibt bei ihm.
63. Während ich noch in diesem Körper lebe, verbringe ich meine Zeit damit, über Dich zu schreiben, zu lesen und zu hören, mich zu verneigen, Dich zu verehren und Dir Blumen darzubringen. So wird Zeit selbst zur Praxis der Erinnerung.
64. Bringt Blumen dar, verneigt euch und preist ihn: den Herrn mit den goldenen Makara-Ohrringen, den ursprünglichen Meister, den guten Nārāyaṇa. Sein Name ist das Wort, das die lange Kette unserer Geburten durchschneidet – ihn auszusprechen ist der wahre Gewinn.
Pāsurams 65–80 – Vaikuntha, Dharma und die Kraft der Erinnerung
65. Ich habe in meinem Herzen beschlossen, Mādhava eine Girlande aus Worten zu flechten. Wenn ich den wunderbaren Māl so gut ich kann im Denken halte – sagt mir: Sollte es für mich keinen Platz in Vaikuṇṭha geben?
66. Heute ist mein Herz vollständig zum Wohnort des großen Māl geworden, der einst auf der großen Schlange ruhte. Der Vers drückt seine kompromisslose persönliche Ausrichtung aus: Im innersten Heiligtum will der Āḻvār keinen zweiten letzten Herrn aufstellen.
67. Mag ich vieles nicht vermögen, mag meine Herkunft oder mein Fehlverhalten gegen mich sprechen – mein eigentliches Gut ist die Fähigkeit, Nārāyaṇa zu preisen: unseren Herrn, den Herrn des Wissens, den mit Herrlichkeit Geschmückten.
68. Yama, so stellt es der Vers bildhaft dar, ruft seine Boten und sagt: Weicht von den Menschen zurück, die selbst im Vergessen keinen anderen letzten Halt suchen, die den Namen der heiligen Füße bewahren und demütig ihren Weg gehen.
69. Süß für das Ohr ist der Name des rotäugigen Māl. Er ist wie die Erde, die alles trägt. Ich bin dem begegnet, der die Fülle der Dichtung ist; wenn man tiefer schaut, ist auch der verborgene Sinn des Veda nichts anderes als er.
70. Er allein hob als Varāha die Erde empor und trug sie auf seinem gewaltigen Zahn. Jetzt erkenne ich etwas, das ich früher nicht kannte: Derselbe göttliche Herr ordnet und trägt diese beiden Welten.
71. Er ist fern und nah, klein und unermesslich groß; er ist der Kuhhirte und der König von Dvārakā. Wer die Worte dieses wunderbaren Herrn nicht lernen und bedenken will, bleibt nach dem Dichter ohne wahre Erkenntnis.
72. Ob man vom Hausstand oder von Entsagung spricht – bloße Etiketten sind noch kein Dharma. Das Gute, die großen Veden und tiefe Askese finden nach der Überzeugung des Āḻvār ihre Erfüllung in Nārāyaṇa. Wer könnte diese Mitte einfach abtun?
73. Wer könnte die Größe des Diskusträgers erkennen, der alle Welten in sich aufnimmt und wieder hervorbringt? Selbst der dunkelkehlige Śiva und der vieläugige Brahmā erfassen nicht vollständig den Ort und die Größe, die er ihnen zugewiesen hat.
74. Meine Zunge wird keinen anderen letzten Gegenstand des Lobes suchen als den wunderbaren Herrn, der die mächtige Schlange und das wogende Meer in sein kosmisches Wirken einbezog. Meine Sprache gehört seiner großen Gestalt.
75. Mit dieser Zunge will ich nicht menschliche Größe besingen. Mein Lied gehört den roten Füßen des Herrn von Vaikuṇṭha, vor dem selbst der rotgelockte Śiva Blumen darbringt. So formuliert der Āḻvār seine radikale Gottesausrichtung.
76. Gesang und Metrum, große Erzählungen und ihre vielen Bedeutungen, Feuer und Himmel, Manu und die vier Shrutis – all dies steht innerhalb der wunderbaren Māyā des göttlichen Herrn und erhält von ihm seinen Zusammenhang.
77. Auch wenn er mich selbst scheinbar nicht kennen würde – der meerfarbene Herr, der mit Steinen einen Damm über das große Meer bauen ließ, hat mein schweres Karma entfernt und mir einen Geist gegeben, der nicht mehr von ihm fortlaufen will. Da zerfällt die Macht alter Taten.
78. Was könnte denen fehlen, die ihn schauen und verehren? Der Vers erinnert an Śivas große Askese und an die göttlichen Namen, die selbst von mächtigen Gottheiten gehört und verehrt werden. Der Name des Herrn wird so zum Schmuck einer höheren Erkenntnis.
79. Wer den ursprünglichen Herrn gründlich erkennt und ihn mit Liebe im Herzen festhalten kann, sehnt sich danach, dass der eigene Leib und das eigene Leben ganz von ihm erfüllt werden. Solche Menschen eilen ihrer eigenen Vaikuṇṭha-Erfahrung entgegen.
80. Eilt zu Kṛṣṇa, der einst während der großen Flut die Welt verbarg, bewahrte und wieder hervorbrachte. Hört die Lieder und den heiligen Tanz, die ihn über die Erde verbreiten: Dadurch öffnet sich die Tür zur Freiheit und die Tür des Leidens schließt sich.
Pāsurams 81–96 – Gott im Herzen und endgültige Gewissheit
81. Mein Geist war wie eine verschlossene Tür. Du hast gutes Tamil wie einen Samen hineingelegt und mein Inneres zum Wachsen gebracht. Das gelernte Wort ist nicht mehr nur außen geblieben; es hat sich mit mir vermischt und mein Karma gelockert.
82. Der Vater des Liebesgottes ist in mein Herz eingetreten. Gibt es ein Gut, das diesem vergleichbar wäre? Selbst Īśa und der viergesichtige Brahmā, die ihn mit Blüten verehren, können seine Größe nicht bis zum Ende auspreisen.
83. Für die, die sich ihm anschließen, wird der Diskusträger König, Himmelswesen, Himmel, Barmherzigkeit, Verwandter, Mutter und alles andere. Und selbst nachdem er all dies gegeben hat, scheint er noch zu fragen: Was kann ich meinem Verehrer außerdem schenken?
84. Mein Geist schwankt nicht mehr. In der entschiedenen Sprache seiner Tradition sagt der Āḻvār: Keine andere Gottheit steht für ihn auf gleicher Stufe. Seine tägliche Aufgabe ist es geworden, den Herrn Kṛṣṇa zu verehren.
85. Meine Aufgabe ist es, den Namen des uralten Māl zu preisen; dafür genügt mir jeder Augenblick. Der große Bogenschütze Rāma, der den mächtigen Vāli bezwang, lebt nun in meinem Herzen.
86. Er ist wirklich da, mein gutes Herz! Der höchste Herr ist da; er ist im Herzen derer, die an ihn denken. Er ist sich selbst ohne Ebenbild – und doch ist er sogar für einen einsamen Menschen wie mich persönlich der Herr.
87. Der Vers beschreibt in der Sprache seiner Theologie den Ursprung der Welt und der großen Gottheiten aus Nārāyaṇa. Auch Brahmā und der dunkelkehlige Śiva erscheinen innerhalb dieser von ihm getragenen kosmischen Ordnung.
88. Wenn beim Tod das Leben den Körper verlässt, eilt mit dem Namen dessen, der Müdigkeit und Verwirrung beendet. Wer sein Handeln zur Ruhe bringt, seinen Namen singt und über ihn nachdenkt, lebt wirklich; bloße Bindung an konfessionelle Streitigkeiten ist dagegen kein erfülltes Leben.
89. Eines habe ich erkannt, das nicht vergeblich wird: Denkt täglich ohne Abweichung an die Füße des Herrn des Milchozeans. Wer die Menschen verehrt, die so leben, dessen vermischtes Karma löst sich, und für ihn öffnet sich der Himmel.
90. Wer nach dem höchsten himmlischen Leben verlangt, soll seine Blumen beim Herrn von Veṅkaṭam niederlegen. Seine Liebenden leben mit Blick auf seine Ankunft und neigen sich innerlich nicht mehr vor dem, was sie von ihm fortzieht.
91. Alle dürfen seine Diener werden – Brahmā, die Himmelswesen und alle anderen. Sie legen Lotusblüten zu seinen Füßen und sagen: Wir wollen die Lotusfüße des dunkel leuchtenden Māl erreichen.
92. Ich habe ihn nie wirklich vergessen. Ich trage den großen Māl im Herzen, im Stehen und im Sitzen. Seit der Zeit, als ich noch im Mutterleib war, gilt mein Leben dem Śrīdhara, auf dessen Brust Lakṣmī für immer wohnt.
93. Ich vergesse den Schutz nicht und bleibe beim Namen Kṛṣṇa. O König, der den zahllosen Wesen ihre Körper gab und sie trägt, o Herr der guten Eigenschaften: Menschen, deren Erkenntnis klar geworden ist, wollen Dich nicht verlassen.
94. Was könnten Menschen mit klarer Erkenntnis nicht ertragen, wenn Deine Gnade sie trägt? O Herr auf dem sanften Schlangenlager, schenke mir solche Gnade, dass selbst das Bittere wie Neem mir zur wohlschmeckenden Speise werden kann.
95. Ich habe den Dienst angenommen und bin der Not der Geburt entkommen. Selbst himmlische Freuden sind mir nun nicht das letzte Ziel. Ich lasse die vertrauten Bereiche zurück und richte mich darauf aus, das höhere Land zu schauen.
96. Jetzt habe ich erkannt: Du bist der Gott selbst für Īśa und den viergesichtigen Brahmā. Jetzt kenne ich Dich als meinen Herrn. Du bist die Ursache, Du bist das bereits Gelernte und das noch zu Lernende; Du bist Nārāyaṇa, die gute und heilige Wirklichkeit – jetzt weiß ich es klar.
Nanmukan Tiruvantati – vollständiger Tamiltext
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Taniyan
நாராயணன் படைத்தான் நான்முகனை
நான்முகனுக்கு ஏரார் சிவன் பிறந்தான் என்னும் சொல்
சீரார் மொழி செப்பி வாழலாம் நெஞ்சமே
மொய்பூ மழிசைப் பரன் அடியே வாழ்த்து
Alle 96 Pāsurams
1
நான்முகனை நாராயணன் படைத்தான்
நான்முகனும் தான்முகமாய்ச் சங்கரனைத் தான்படைத்தான்
யான் முகமாய் அந்தாதி மேலிட்டு அறிவித்தேன் ஆழ்பொருளை
சிந்தாமல் கொண்மினீர் தேர்ந்து
2
தேருங்கால் தேவன் ஒருவனே என்றுரைப்பர்
ஆரும் அறியார் அவன் பெருமை
ஓரும் பொருள்முடிவும் இத்தனையே எத்தவம் செய்தார்க்கும்
அருள்முடிவது ஆழியான் பால்
3
பாலில் கிடந்ததுவும் பண்டரங்கம் மேயதுவும்
ஆலில் துயின்றதுவும் ஆரறிவார்
ஞாலத்து ஒருபொருளை வானவர்தம் மெய்ப்பொருளை
அப்பில் அருபொருளை யான் அறிந்தவாறு
4
ஆறு சடைக்கரந்தான் அண்டர்கோன் தன்னோடும்
கூறுடையன் என்பதுவும் கொள்கைத்தே
வேறொருவர் இல்லாமை நின்றானை எம்மானை
எப்பொருட்கும் சொல்லானைச் சொன்னேன் தொகுத்து
5
தொகுத்த வரத்தனாய்த் தோலாதான் மார்வம்
வகிர்த்த வளைஉகிர்த்தோள் மாலே
உகத்தில் ஒருநான்று நீ உயர்த்தி உள்வாங்கி நீயே
அருநான்கும் ஆனாய் அறி
6
அறியார் சமணர் அயர்த்தார் பவுத்தர்
சிறியார் சிவப்பட்டார் செப்பில்
வெறியாய மாயவனை மாலவனை மாதவனை ஏத்தாதார்
ஈனவரே ஆதலால் இன்று
7
இன்றாக நாளையேயாக
இனிச்சிறிதும் நின்றாக நின்னருள் என்பாலதே
நன்றாக நான் உன்னை அன்றி இலேன் கண்டாய்
நாரணனே நீ என்னை அன்றி இலை
8
இலை துணை மற்று என் நெஞ்சே ஈசனை வென்ற
சிலை கொண்ட செங்கண்மால் சேரா
குலைகொண்ட ஈரைந்தலையான் இலங்கையை ஈடழித்த
கூரம்பன் அல்லால் குறை
9
குறை கொண்டு நான்முகன் குண்டிகைநீர் பெய்து
மறைகொண்ட மந்திரத்தால் வாழ்த்தி
கறைகொண்ட கண்டத்தான் சென்னிமேல் ஏறக் கழுவினான்
அண்டத்தான் சேவடியை ஆங்கு
10
ஆங்காரவாரம் அது கேட்டு
அழல் உமிழும் பூங்கார் அரவணையான் பொன்மேனி
யாம் காண வல்லமே அல்லமே
மாமலரான் வார்சடையான் வல்லரே அல்லரே வாழ்த்து
11
வாழ்த்துக வாய் காண்க கண் கேட்க செவி
மகுடம் தாழ்த்தி வணங்குமின்கள் தண்மலரால்
சூழ்த்த துழாய் மன்னும் நீள்முடி என் தொல்லைமால் தன்னை
வழா வண்கை கூப்பி மதித்து
12
மதித்தாய் போய் நான்கின் மதியாதார் போய் வீழ
மதித்தாய் மதிகோள் விடுத்தாய்
மதித்தாய் மடுக் கிடந்த மாமுதலை கோள் விடுப்பான்
ஆழி விடற்கு இரண்டும் போய் இரண்டின் வீடு
13
வீடாக்கும் பெற்றியறியாது
மெய்வருத்திக் கூடாக்கி நின்றுண்டு கொண்டுழல்வீர்
வீடாக்கும் மெய்ப்பொருள்தான் வேத முதற்பொருள்தான்
விண்ணவர்க்கு நற்பொருள்தான் நாராயணன்
14
நாராயணன் என்னையாளி
நரகத்துச் சேராமல் காக்கும் திருமால்
தன் பேரான பேசப்பெறாத பிணச்சமயர் பேசக்கேட்டு
ஆசைப்பட்டு ஆழ்வார் பலர்
15
பலதேவர் ஏத்தப் படிகடந்தான் பாதம்
மலரேற விட்டு இறைஞ்சி வாழ்த்த வலராகில்
மார்க்கண்டன் கண்ட வகையே வரும் கண்டீர்
நீர்க்கண்டன் கண்ட நிலை
16
நிலை மன்னும் என் நெஞ்சம் அந்நான்று
தேவர் தலைமன்னர் தாமே மாற்றாக
பலமன்னர் போர்மாள வெங்கதிரோன் மாயப்பொழில் மறைய
தேராழியால் மறைத்தார் ஆல்
17
ஆல நிழற்கீழ் அறநெறியை நால்வர்க்கு
மேலை யுகத்து உரைத்தான் மெய்த்தவத்தோன்
ஞாலம் அளந்தானை ஆழிக் கிடந்தானை
ஆல்மேல் வளர்ந்தானைத் தான் வணங்குமாறு
18
மாறாய தானவனை வள்ளுகிரால்
மார்விரண்டு கூறாகக் கீறிய கோளரியை
வேறாக ஏத்தி இருப்பாரை வெல்லுமே
மற்றவரைச் சார்த்தி இருப்பார் தவம்
19
தவம் செய்து நான்முகனால் பெற்ற வரத்தை
அவம் செய்த ஆழியான் அன்றே
உவந்து எம்மைக் காப்பாய் நீ காப்பதனை ஆவாய் நீ
வைகுந்தம் ஈப்பாயும் எவ்வுயிர்க்கும் நீ
20
நீயே உலகெல்லாம் நின்னருளே நிற்பனவும்
நீயே தவத்தேவ தேவனும்
நீயே எரிசுடரும் மால்வரையும் எண்திசையும்
அண்டத்து இருசுடரும் ஆய இவை
21
இவையா பிலவாய் திறந்தெரி கான்ற
இவையா எரிவட்டக் கண்கள்
இவையா எரிபொங்கிக் காட்டும் இமையோர் பெருமான்
அரிபொங்கிக் காட்டும் அழகு
22
அழகியான் தானே அரியுருவன் தானே
பழகியான் தாளே பணிமின்
குழவியாய்த் தான் ஏழுலகுக்கும் தன்கைக்கும் தன்மையனே
மீனாய் உயிரளிக்கும் வித்து
23
வித்துமிடல் வேண்டுங் கொல்லோ விடையடர்த்த
பத்தி உழவன் பழம்புனத்து
மொய்த்தெழுந்த கார்மேகம் அன்ன கருமால் திருமேனி
நீர்வானம் காட்டும் நிகழ்ந்து
24
நிகழ்ந்தாய் பால்பொன்பசுப்புக் கார்வண்ணம் நான்கும்
இகழ்ந்தாய் இருவரையும் வீயப்
புகழ்ந்தாய் சினப்போர்ச் சுவேதனைச் சேனாபதியாய்
மனப்போர் முடிக்கும் வகை
25
வகையால் மதியாது மண்கொண்டாய்
மற்றும் வகையால் வருவதொன்று உண்டே
வகையால் வயிரம் குழைத்துண்ணும் மாவலிதான் என்னும்
வயிர வழக்கு ஒழித்தாய் மற்று
26
மற்றுத் தொழுவார் ஒருவரையும் யான் இன்மை
கற்றைச் சடையான் கரிக்கண்டாய்
எற்றைக்கும் கண்டுகொள் கண்டாய் கடல்வண்ணா
யான் உன்னைக் கண்டுகொள்கிற்கும் ஆறு
27
மால்தான் புகுந்த மடநெஞ்சம்
மற்றதுவும் பேறாகக் கொள்வனோ பேதைகாள்
நீறாடித் தான் காண மாட்டாத தாரகலச் சேவடியை
யான் காண வல்லேற்கு இது
28
இது இலங்கை ஈடழியக் கட்டிய சேது
இது விலங்கு வாலியை வீழ்த்தது
இது இலங்கை தானொடுங்க வில் நுடங்கத் தண்தார் இராவணனை
ஊனொடுங்க எய்தான் உகப்பு
29
உகப்புருவன் தானே ஒளியுருவன் தானே
மகப்புருவன் தானே மதிக்கில்
மிகப்புருவம் ஒன்றுக்கொன்று ஓசனையான் வீழ
ஒருகணையால் அன்றிக் கொண்டு எய்தான் அவன்
30
அவன் என்னையாளி அரங்கத்து அரங்கில்
அவன் என்னை எய்தாமல் காப்பான்
அவன் என்னது உள்ளத்து நின்றான் இருந்தான் கிடக்குமே
வெள்ளத்து அரவணையின் மேல்
31
மேல் நான்முகன் அரனை இட்ட விடுசாபம்
தான் நாரணன் ஒழித்தான் தாரகையுள்
வானோர் பெருமானை ஏத்தாத பேய்காள்
பிறக்கும் கருமாயம் பேசின் கதை
32
கதைப்பொருள்தான் கண்ணன் திருவயிற்றின் உள்ள
உதைப்பளவு போது போக்கு இன்றி
வதைப்பொருள்தான் வாய்ந்த குணத்துப் படாதது அடைமினோ
ஆய்ந்த குணத்தான் அடி
33
அடிச்சகடம் சாடி அரவாட்டி
யானை பிடித்தொசித்துப் பேய்முலை நஞ்சுண்டு
வடிப்பவள வாய்ப்பின்னை தோளுக்கா வல்லேற்ற எருத்திறுத்து
கோப்பின்னும் ஆனான் குறிப்பு
34
குறிப்பு எனக்குக் கோட்டியூர் மேயானை ஏத்த
குறிப்பு எனக்கு நன்மை பயக்க
வெறுப்பேனா வேங்கடத்து மேயானை மெய்வினைநோய் எய்தாமல்
தான் கடத்தும் தன்மையான் தாள்
35
தாளால் உலகம் அளந்த அசைவேகொல்
வாளா கிடந்தருளும் வாய்திறவான்
நீளோதம் வந்தலைக்கும் மாமயிலை மாவல்லிக்கேணியான்
ஐந்தலைவாய் நாகத்தணை
36
நாகத்தணைக் குடந்தை வெஃகா திருவெவ்வுள்
நாகத்தணை அரங்கம் பேரன்பில்
நாகத்தணைப் பாற்கடல் கிடக்கும் ஆதி நெடுமால்
அணைப்பார் கருத்தன் ஆவான்
37
வானுலவு தீவளி மாகடல் மாபொருப்பு
தானுலவு வெங்கதிரும் தண்மதியும்
மேனிலவு கொண்டல் பெயரும் திசையெட்டும் சூழ்ச்சியும்
அண்டம் திருமால் அகைப்பு
38
அகைப்பில் மனிசரை ஆறு சமயம் புகைத்தான்
பொருகடல்நீர் வண்ணன்
உகைக்குமேல் எத்தேவர் வாலாட்டும் எவ்வாறு செய்கையும்
அப்போது ஒழியும் அழைப்பு
39
அழைப்பன் திருவேங்கடத்தானைக் காண
இழைப்பன் திருக்கூடல் கூட
மழைப்பேரருவி மணிவரன்றி வந்திழிய
யானை வெருவி அரவொடுங்கும் வெற்பு
40
வெற்பென்று வேங்கடம் பாடினேன்
வீடாக்கி நிற்கின்றேன் நின்று நினைக்கின்றேன்
கற்கின்ற நூல்வலையில் பட்டிருந்த நூலாட்டிக் கேள்வனார்
கால்வலையில் பட்டிருந்தேன் காண்
41
காணலுறுகின்றேன் கல்லருவி முத்து உதிர
ஓண விழவில் ஒலியதிர
பேணி வரு வேங்கடவா என்னுள்ளம் புகுந்தாய்
திருவேங்கடம் அதனைச் சென்று
42
சென்று வணங்குமினோ சேணுயர் வேங்கடத்தை
நின்று வினைகெடுக்கும் நீர்மையால்
என்றும் கடிக்கமல நான்முகனும் கண்மூன்றத்தானும்
அடிக்கமலம் இட்டேத்தும் அங்கு
43
மங்குல்தோய் சென்னி வடவேங்கடத்தானை
கங்குல் புகுந்தார்கள் காப்பணிவான்
திங்கள் சடையேற வைத்தானும் தாமரை மேலானும்
குடையேறத் தாம் குவித்துக் கொண்டு
44
கொண்டு குடங்கால் மேல்வைத்த குழவியாய்
தண்ட அரக்கன் தலை தாளால் பண்டு எண்ணி
போம் குமரன் நிற்கும் பொழில் வேங்கடமலைக்கே
போம் குமரர் உள்ளீர் புரிந்து
45
புரிந்து மலரிட்டுப் புண்டரிகப் பாதம்
பரிந்து படுகாடு நிற்ப
தெரிந்தெங்கும் தானோங்கி நிற்கின்றான் தண்ணருவி வேங்கடமே
வானோர்க்கும் மண்ணோர்க்கும் வைப்பு
46
வைப்பன் மணிவிளக்கா மாமதியை
மாலுக்கென்று எப்பொழுதும் கைநீட்டும் யானையை
எப்பாடும் வேடுவளைக்கக் குறவர் வில்லெடுக்கும் வேங்கடமே
நாடுவளைத்து ஆடுமேல் நன்று
47
நன்மணி வண்ணனூர் ஆளியும் கோளரியும்
பொன்மணியும் முத்தமும் பூமரமும்
பன்மணி நீரோடு பொருதுருளும் கானமும் வானரமும்
வேடுமுடை வேங்கடம்
48
வேங்கடமே விண்ணோர் தொழுவதுவும்
மெய்ம்மையால் வேங்கடமே மெய்வினைநோய் தீர்ப்பதுவும்
வேங்கடமே தானவரை வீழத் தன்னாழிப் படைதொட்டு
வானவரைக் காப்பான் மலை
49
மலையாமை மேல்வைத்து வாசுகியைச் சுற்றி
தலையாமை தான் ஒருகை பற்றி
அலையாமல் பீறக் கடைந்த பெருமான் திருநாமம்
கூறுவதே யாவர்க்கும் கூற்று
50
கூற்றமும் சாரா கொடுவினையும் சாரா
தீ மாற்றமும் சாரா வகையறிந்தேன்
ஆற்றங்கரை கிடக்கும் கண்ணன் கடல்கிடக்கும்
மாயன் உரைக்கிடக்கும் உள்ளத்து எனக்கு
51
எனக்காவார் ஆரொருவரே
எம்பெருமான் தனக்காவான் தானே மற்று அல்லால்
புனக்காயா வண்ணனே உன்னைப் பிறர் அறியார்
என்மதிக்கு விண்ணெல்லாம் உண்டோ விலை
52
விலைக்கு ஆட்படுவர் விசாதியேற்றுண்பர்
தலைக்காட் பலி திரிவர் தக்கோர்
முலைக்கால் விடமுண்ட வேந்தனையே வேறாக ஏத்தாதார்
கடம் உண்டார் கல்லாதவர்
53
கல்லாதவர் இலங்கை கட்டழித்த
காகுத்தன் அல்லால் ஒருதெய்வம் யான் இலேன்
பொல்லாத தேவரை தேவர் அல்லாரை
திருவில்லாத் தேவரைத் தேறல்மின் தேவு
54
தேவராய் நிற்கும் அத்தேவும்
அத்தேவரில் மூவராய் நிற்கும் முதுபுணர்ப்பும்
யாவராய் நிற்கின்றது எல்லாம் நெடுமால் என்று ஓராதார்
கற்கின்றது எல்லாம் கடை
55
கடை நின்று அமரர் கழல் தொழுது
நாளும் இடைநின்ற இன்பத்தர் ஆவர்
புடைநின்ற நீரோத மேனி நெடுமாலே
நின் அடியை யார் ஓத வல்லார் அவர்
56
அவர் இவர் என்று இல்லை அனங்கவேள் தாதைக்கு
எவரும் எதிர் இல்லை கண்டீர்
உவரிக் கடல் நஞ்சம் உண்டான் கடன் என்று
வாணற்கு உடன் நின்று தோற்றான் ஒருங்கு
57
ஒருங்கிருந்த நல்வினையும் தீவினையும் ஆவான்
பெருங்குருந்தம் சாய்த்தவனே பேசில்
மருங்கிருந்த வானவர்தாம் தானவர்தாம் தாரகைதான்
என் நெஞ்சம் ஆனவர்தாம் அல்லாதது என்
58
என் நெஞ்சம் மேயான் இருள் நீக்கி எம்பிரான்
மன் அஞ்ச முன்னொரு நாள் மண் அளந்தான்
என் நெஞ்சம் மேயானை இல்லா விடை ஏற்றான்
வெவ்வினை தீர்த்து ஆயானுக்கு ஆக்கினேன் அன்பு
59
அன்பாவாய் ஆரமுதம் ஆவாய்
அடியேனுக்கு இன்பாவாய் எல்லாமும் நீயாவாய்
பொன்பாவை கேள்வா கிளரொளி என் கேசவனே
கேடின்றி ஆள்வாய்க்கு அடியேன் நான் ஆள்
60
ஆட்பார்த்து உழிதருவாய் கண்டுகொள் என்று
நின் தாள் பார்த்து உழிதருவேன் தன்மையை
கேட்பார்க்கு அரும்பொருளாய் நின்ற அரங்கனே
உன்னை விரும்புவதே விள்ளேன் மனம்
61
மனக்கேதம் சாரா மதுசூதன் தன்னை
தனக்கேதான் தஞ்சமாக் கொள்ளில்
எனக்கேதான் இன்று ஒன்றி நின்று உலகையேழ்
ஆணை ஓட்டினான் சென்று ஒன்றி நின்ற திரு
62
திருநின்ற பக்கம் திறவிது என்று ஓரார்
கருநின்ற கல்லார்க்கு உரைப்பர்
திருவிருந்த மார்பின் சிரீதரன் தன் வண்டு உலவு தண் துழாய்
தார் தன்னைச் சூடித் தரித்து
63
தரித்திருந்தேன் ஆகவே தாராகணப் போர்
விரித்துரைத்த வெந்நாகத்துன்னை
தெரித்தெழுதி வாசித்தும் கேட்டும் வணங்கி வழிபட்டும்
பூசித்தும் போக்கினேன் போது
64
போதான இட்டு இறைஞ்சி ஏத்துமினோ
பொன்மகரக் காதானை ஆதிப் பெருமானை
நாதானை நல்லானை நாரணனை நம் ஏழ் பிறப்பு அறுக்கும் சொல்லானை
சொல்லுவதே சூது
65
சூதாவது என் நெஞ்சத்து எண்ணினேன்
சொல்மாலை மாதாய மாலவனை மாதவனை
யாதானும் வல்லவா சிந்தித்து இருப்பேற்கு
வைகுந்தத்து இல்லையோ சொல்லீர் இடம்
66
இடமாவது என் நெஞ்சம் இன்று எல்லாம்
பண்டு படநாகணை நெடியமாற்கு
திடமாக வையேன் மதிசூடி தன்னோடு
அயனை நான் வையேன் ஆட்செய்யேன் வலம்
67
வலமாக மாட்டாமை தானாக
வைகல் குலமாக குற்றம் தானாக
நலமாக நாரணனை நாபதியை ஞானப் பெருமானை
சீரணனை ஏத்தும் திறம்
68
திறம்பேன் மின் கண்டீர் திருவடிதன் நாமம்
மறந்தும் புறந்தொழா மாந்தர்
இறைஞ்சியும் சாதுவராய்ப் போதுமின்கள் என்றான்
நமனும் தன் தூதுவரைக் கூவிச் செவிக்கு
69
செவிக்கு இன்பம் ஆவதுவும் செங்கண்மால் நாமம்
புவிக்கும் புவி அதுவே கண்டீர்
கவிக்கு நிறைபொருளாய் நின்றானை நேர்பட்டேன்
பார்க்கில் மறைப்பொருளும் அத்தனையே தான்
70
தான் ஒருவனாகித் தரணி இடந்து எடுத்து
ஏன் ஒருவனாய் எயிற்றில் தாங்கியதும்
யான் ஒருவன் இன்றா அறிகின்றேன் அல்லேன்
இருநிலத்தைச் சென்றாங்கு அடிப்படுத்த சேய்
71
சேயன் அணியன் சிறியன் மிகப்பெரியன்
ஆயன் துவரைக்கோனாய் நின்ற மாயன்
அன்று ஓதிய வாக்கதனைக் கல்லார்
உலகத்தில் ஏதிலராய் மெய்ஞ்ஞானம் இல்
72
இல்லறம் இல்லேல் துறவறம் இல் என்னும்
சொல் அறம் அல்லனவும் சொல் அல்ல
நல்லறம் ஆவனவும் நால்வேத மாத்தவமும்
நாரணனே யாவது ஈதன்று என்பார் ஆர்
73
ஆரே அறிவார் அனைத்து உலகும் உண்டு உமிழ்ந்த
பேராழியான் தன் பெருமையை
கார்செறிந்த கண்டத்தான் எண்கண்ணான் காணான்
அவன் வைத்த பண்டைத் தானத்தின் பதி
74
பதிப்பகைஞர்க்கு ஆற்றாது பாய்திரை நீர்ப்பாழி
மதித்தடைந்த வாளரவம் தன்னை
மதித்தவன் தன் வல்லாகத்து ஏற்றிய மாமேனி மாயவனை
அல்லாது ஒன்று ஏத்தாது என் நா
75
நாக்கொண்டு மானிடம் பாடேன்
நலமாகத் தீக்கொண்ட செஞ்சடையான் சென்று
என்றும் பூக்கொண்டு வல்லவாறு ஏத்த மகிழாத
வைகுந்தச் செல்வனார் சேவடிமேல் பாட்டு
76
பாட்டும் முறையும் படுகதையும் பல்பொருளும்
ஈட்டிய தீயும் இருவிசும்பும்
கேட்ட மனுவும் சுருதி மறை நான்கும்
மாயன் தனமாயையில் பட்டதற்பு
77
தற்பென்னைத் தான் அறியானேலும்
தடங்கடலைக் கற்கொண்டு தூர்த்த கடல்வண்ணன்
எற்கொண்ட வெவ்வினையும் நீங்க விலங்கா மனம் வைத்தான்
எவ்வினையும் மாயுமால் கண்டு
78
கண்டு வணங்கினார்க்கு என்னாங்கொல்
காமன் உடல் கொண்ட தவத்தாற்கு உமையுணர்த்த
வண்டலம்பும் தாரலங்கல் நீள்முடியான் தன் பெயரே கேட்டிருந்து
அங்கு ஆரலங்கல் ஆனமையால் ஆய்ந்து
79
ஆய்ந்து கொண்டு ஆதிப் பெருமானை
அன்பினால் வாய்ந்த மனத்து இருந்த வல்லார்கள்
ஏய்ந்த தம் மெய்குந்தமாக விரும்புவரே
தாமும் தம் வைகுந்தம் காண்பார் விரைந்து
80
விரைந்தடைமின் மேல் ஒருநாள் வெள்ளம் பரக்க
கரந்து உலகம் காத்து அளித்த கண்ணன்
பரந்து உலகம் பாடின ஆடின கேட்டு
படுநரகம் வீடின வாசற்கதவு
81
கதவு மனம் என்றும் காணலாம் என்றும்
குதையும் வினையாவி தீர்ந்தேன்
விதையாக நல்தமிழை வித்தி என் உள்ளத்தை நீ விளைத்தாய்
கற்றமொழி ஆகிக் கலந்து
82
கலந்தான் என் உள்ளத்துக் காமவேள் தாதை
நலந்தானும் ஈதொப்பது உண்டே
அலர்ந்தலர்கள் இட்டேத்தும் ஈசனும் நான்முகனும்
என்று இவர்கள் விட்டேத்த மாட்டாத வேந்து
83
வேந்தராய் விண்ணவராய் விண்ணாகித் தண்ணளியாய்
மாந்தராய் மாதாய் மற்று எல்லாமாய்
சார்ந்தவர்க்குத் தன்னால்தான் நேமியான் மால்வண்ணன் தான் கொடுக்கும்
பின்னால்தான் செய்யும் பிதிர்
84
பிதிரும் மனம் இலேன் பிஞ்ஞகன் தன்னோடு
எதிர்வன் அவன் எனக்கு நேரான்
அதிரும் கழற்கால மன்னனையே கண்ணனையே
நாளும் தொழக் காதல் பூண்டேன் தொழில்
85
தொழில் எனக்குத் தொல்லை மால் தன் நாமம் ஏத்த
பொழுது எனக்கு மற்றதுவே போதும்
கழிசினத்த வல்லாளன் வானரக்கோன் வாலி மதன் அழித்த
வில்லாளன் நெஞ்சத்து உளன்
86
உளன் கண்டாய் நன் நெஞ்சே உத்தமன் என்றும் உளன் கண்டாய்
உள்ளுவார் உள்ளத்து உளன் கண்டாய்
தன் ஒப்பான் தானாய் உளன் காண் தமியேற்கும்
என் ஒப்பார்க்கு ஈசன் இமை
87
இமையப் பெருமலைபோல் இந்திரனார்க்கு இட்ட
சமய விருந்து உண்டு ஆர் காப்பார்
சமயங்கள் கண்டான் அவை காப்பான் கார்க்கண்டன் நான்முகனோடு
உண்டான் உலகோடு உயிர்
88
உயிர்கொண்டு உடல் ஒழிய ஓடும் போது ஓடி
அயர்வென்ற தீர்ப்பான் பேர் பாடி
செயல்தீரச் சிந்தித்து வாழ்வாரே வாழ்வார்
சிறுசமயப் பந்தனையார் வாழ்வேல் பழுது
89
பழுதாகாது ஒன்று அறிந்தேன் பாற்கடலான் பாதம்
வழுவா வகை நினைந்து வைகல் தொழுவாரை
கண்டு இறைஞ்சி வாழ்வார் கலந்த வினை கெடுத்து
விண்திறந்து வீற்று இருப்பார் மிக்கு
90
வீற்றிருந்து விண்ணாள வேண்டுவார்
வேங்கடத்தான் பால்திருந்த வைத்தாரே பல்மலர்கள்
மேல்திருந்தி வாழ்வார் வருமதி பார்த்து அன்பினராய்
மற்றவர்க்கே தாழ்வாய் இருப்பார் தமர்
91
தமராவர் யாவருக்கும் தாமரை மேலாற்கும்
அமரர்க்கும் ஆடரவார்த்தார்க்கும்
அமரர்கள் தாள் தாமரை மலர்கள் இட்டு இறைஞ்சி
மால்வண்ணன் தாள் தாமரை அடைவோம் என்று
92
என்றும் மறந்து அறியேன் என் நெஞ்சத்தே வைத்து
நின்றும் இருந்தும் நெடுமாலை
என்றும் திருவிருந்த மார்பன் சிரீதரனுக்கு ஆளாய்
கருவிருந்த நாள் முதலாக் காப்பு
93
காப்பு மறந்து அறியேன் கண்ணனே என்று இருப்பன்
ஆப்பு அங்கு ஒழியவும் பல் உயிர்க்கும்
ஆக்கை கொடுத்து அளித்த கோனே குணப்பரனே
உன்னை விடத் துணியார் மெய்தெளிந்தார் தாம்
94
மெய்தெளிந்தார் என் செய்யார் வேறானார் நீறாக
கைதெளிந்து காட்டிக் களப்படுத்து
பைதெளிந்த பாம்பின் அணையாய் அருளாய் அடியேற்கு
வேம்பும் கறியாகும் என்று
95
ஏன்றேன் அடிமை இழிந்தேன் பிறப்பு இடும்பை
ஆன்றேன் அமரர்க்கு அமராமை
ஆன்றேன் கடன் நாடும் மண் நாடும் கைவிட்டு
மேலை இடநாடு காண இனி
96
இனி அறிந்தேன் ஈசற்கும் நான்முகற்கும் தெய்வம்
இனி அறிந்தேன் எம்பெருமான் உன்னை
இனி அறிந்தேன் காரணன் நீ கற்றவை நீ கற்பவை நீ
நற்கிரிசை நாரணன் நீ நன்கு அறிந்தேன் நான்
Nanmukan Tiruvantati – vollständige wissenschaftliche Umschrift
Die folgende Umschrift ist schriftgetreu und ISO-15919-orientiert. Sie unterscheidet insbesondere ṭ, ṇ, ḷ, ḻ, ṟ, ṉ sowie die langen Vokale ā, ī, ū, ē, ō. Auch hier endet jede einzelne Textzeile mit <br>.
Taniyan in Umschrift
nārāyaṇaṉ paṭaittāṉ nāṉmukaṉai
nāṉmukaṉukku ērār civaṉ piṟantāṉ eṉṉum col
cīrār moḻi ceppi vāḻalām neñcamē
moypū maḻicaip paraṉ aṭiyē vāḻttu
Alle 96 Pāsurams in Umschrift
1
nāṉmukaṉai nārāyaṇaṉ paṭaittāṉ
nāṉmukaṉum tāṉmukamāyc caṅkaraṉait tāṉpaṭaittāṉ
yāṉ mukamāy antāti mēliṭṭu aṟivittēṉ āḻporuḷai
cintāmal koṇmiṉīr tērntu
2
tēruṅkāl tēvaṉ oruvaṉē eṉṟuraippar
ārum aṟiyār avaṉ perumai
ōrum poruḷmuṭivum ittaṉaiyē ettavam ceytārkkum
aruḷmuṭivatu āḻiyāṉ pāl
3
pālil kiṭantatuvum paṇṭaraṅkam mēyatuvum
ālil tuyiṉṟatuvum āraṟivār
ñālattu oruporuḷai vāṉavartam meypporuḷai
appil aruporuḷai yāṉ aṟintavāṟu
4
āṟu caṭaikkarantāṉ aṇṭarkōṉ taṉṉōṭum
kūṟuṭaiyaṉ eṉpatuvum koḷkaittē
vēṟoruvar illāmai niṉṟāṉai emmāṉai
epporuṭkum collāṉaic coṉṉēṉ tokuttu
5
tokutta varattaṉāyt tōlātāṉ mārvam
vakirtta vaḷaiukirttōḷ mālē
ukattil orunāṉṟu nī uyartti uḷvāṅki nīyē
arunāṉkum āṉāy aṟi
6
aṟiyār camaṇar ayarttār pavuttar
ciṟiyār civappaṭṭār ceppil
veṟiyāya māyavaṉai mālavaṉai mātavaṉai ēttātār
īṉavarē ātalāl iṉṟu
7
iṉṟāka nāḷaiyēyāka
iṉicciṟitum niṉṟāka niṉṉaruḷ eṉpālatē
naṉṟāka nāṉ uṉṉai aṉṟi ilēṉ kaṇṭāy
nāraṇaṉē nī eṉṉai aṉṟi ilai
8
ilai tuṇai maṟṟu eṉ neñcē īcaṉai veṉṟa
cilai koṇṭa ceṅkaṇmāl cērā
kulaikoṇṭa īraintalaiyāṉ ilaṅkaiyai īṭaḻitta
kūrampaṉ allāl kuṟai
9
kuṟai koṇṭu nāṉmukaṉ kuṇṭikainīr peytu
maṟaikoṇṭa mantirattāl vāḻtti
kaṟaikoṇṭa kaṇṭattāṉ ceṉṉimēl ēṟak kaḻuviṉāṉ
aṇṭattāṉ cēvaṭiyai āṅku
10
āṅkāravāram atu kēṭṭu
aḻal umiḻum pūṅkār aravaṇaiyāṉ poṉmēṉi
yām kāṇa vallamē allamē
māmalarāṉ vārcaṭaiyāṉ vallarē allarē vāḻttu
11
vāḻttuka vāy kāṇka kaṇ kēṭka cevi
makuṭam tāḻtti vaṇaṅkumiṉkaḷ taṇmalarāl
cūḻtta tuḻāy maṉṉum nīḷmuṭi eṉ tollaimāl taṉṉai
vaḻā vaṇkai kūppi matittu
12
matittāy pōy nāṉkiṉ matiyātār pōy vīḻa
matittāy matikōḷ viṭuttāy
matittāy maṭuk kiṭanta māmutalai kōḷ viṭuppāṉ
āḻi viṭaṟku iraṇṭum pōy iraṇṭiṉ vīṭu
13
vīṭākkum peṟṟiyaṟiyātu
meyvaruttik kūṭākki niṉṟuṇṭu koṇṭuḻalvīr
vīṭākkum meypporuḷtāṉ vēta mutaṟporuḷtāṉ
viṇṇavarkku naṟporuḷtāṉ nārāyaṇaṉ
14
nārāyaṇaṉ eṉṉaiyāḷi
narakattuc cērāmal kākkum tirumāl
taṉ pērāṉa pēcappeṟāta piṇaccamayar pēcakkēṭṭu
ācaippaṭṭu āḻvār palar
15
palatēvar ēttap paṭikaṭantāṉ pātam
malarēṟa viṭṭu iṟaiñci vāḻtta valarākil
mārkkaṇṭaṉ kaṇṭa vakaiyē varum kaṇṭīr
nīrkkaṇṭaṉ kaṇṭa nilai
16
nilai maṉṉum eṉ neñcam annāṉṟu
tēvar talaimaṉṉar tāmē māṟṟāka
palamaṉṉar pōrmāḷa veṅkatirōṉ māyappoḻil maṟaiya
tērāḻiyāl maṟaittār āl
17
āla niḻaṟkīḻ aṟaneṟiyai nālvarkku
mēlai yukattu uraittāṉ meyttavattōṉ
ñālam aḷantāṉai āḻik kiṭantāṉai
ālmēl vaḷarntāṉait tāṉ vaṇaṅkumāṟu
18
māṟāya tāṉavaṉai vaḷḷukirāl
mārviraṇṭu kūṟākak kīṟiya kōḷariyai
vēṟāka ētti iruppārai vellumē
maṟṟavaraic cārtti iruppār tavam
19
tavam ceytu nāṉmukaṉāl peṟṟa varattai
avam ceyta āḻiyāṉ aṉṟē
uvantu emmaik kāppāy nī kāppataṉai āvāy nī
vaikuntam īppāyum evvuyirkkum nī
20
nīyē ulakellām niṉṉaruḷē niṟpaṉavum
nīyē tavattēva tēvaṉum
nīyē ericuṭarum mālvaraiyum eṇticaiyum
aṇṭattu irucuṭarum āya ivai
21
ivaiyā pilavāy tiṟanteri kāṉṟa
ivaiyā erivaṭṭak kaṇkaḷ
ivaiyā eripoṅkik kāṭṭum imaiyōr perumāṉ
aripoṅkik kāṭṭum aḻaku
22
aḻakiyāṉ tāṉē ariyuruvaṉ tāṉē
paḻakiyāṉ tāḷē paṇimiṉ
kuḻaviyāyt tāṉ ēḻulakukkum taṉkaikkum taṉmaiyaṉē
mīṉāy uyiraḷikkum vittu
23
vittumiṭal vēṇṭuṅ kollō viṭaiyaṭartta
patti uḻavaṉ paḻampuṉattu
moytteḻunta kārmēkam aṉṉa karumāl tirumēṉi
nīrvāṉam kāṭṭum nikaḻntu
24
nikaḻntāy pālpoṉpacuppuk kārvaṇṇam nāṉkum
ikaḻntāy iruvaraiyum vīyap
pukaḻntāy ciṉappōrc cuvētaṉaic cēṉāpatiyāy
maṉappōr muṭikkum vakai
25
vakaiyāl matiyātu maṇkoṇṭāy
maṟṟum vakaiyāl varuvatoṉṟu uṇṭē
vakaiyāl vayiram kuḻaittuṇṇum māvalitāṉ eṉṉum
vayira vaḻakku oḻittāy maṟṟu
26
maṟṟut toḻuvār oruvaraiyum yāṉ iṉmai
kaṟṟaic caṭaiyāṉ karikkaṇṭāy
eṟṟaikkum kaṇṭukoḷ kaṇṭāy kaṭalvaṇṇā
yāṉ uṉṉaik kaṇṭukoḷkiṟkum āṟu
27
māltāṉ pukunta maṭaneñcam
maṟṟatuvum pēṟākak koḷvaṉō pētaikāḷ
nīṟāṭit tāṉ kāṇa māṭṭāta tārakalac cēvaṭiyai
yāṉ kāṇa vallēṟku itu
28
itu ilaṅkai īṭaḻiyak kaṭṭiya cētu
itu vilaṅku vāliyai vīḻttatu
itu ilaṅkai tāṉoṭuṅka vil nuṭaṅkat taṇtār irāvaṇaṉai
ūṉoṭuṅka eytāṉ ukappu
29
ukappuruvaṉ tāṉē oḷiyuruvaṉ tāṉē
makappuruvaṉ tāṉē matikkil
mikappuruvam oṉṟukkoṉṟu ōcaṉaiyāṉ vīḻa
orukaṇaiyāl aṉṟik koṇṭu eytāṉ avaṉ
30
avaṉ eṉṉaiyāḷi araṅkattu araṅkil
avaṉ eṉṉai eytāmal kāppāṉ
avaṉ eṉṉatu uḷḷattu niṉṟāṉ iruntāṉ kiṭakkumē
veḷḷattu aravaṇaiyiṉ mēl
31
mēl nāṉmukaṉ araṉai iṭṭa viṭucāpam
tāṉ nāraṇaṉ oḻittāṉ tārakaiyuḷ
vāṉōr perumāṉai ēttāta pēykāḷ
piṟakkum karumāyam pēciṉ katai
32
kataipporuḷtāṉ kaṇṇaṉ tiruvayiṟṟiṉ uḷḷa
utaippaḷavu pōtu pōkku iṉṟi
vataipporuḷtāṉ vāynta kuṇattup paṭātatu aṭaimiṉō
āynta kuṇattāṉ aṭi
33
aṭiccakaṭam cāṭi aravāṭṭi
yāṉai piṭittocittup pēymulai nañcuṇṭu
vaṭippavaḷa vāyppiṉṉai tōḷukkā vallēṟṟa eruttiṟuttu
kōppiṉṉum āṉāṉ kuṟippu
34
kuṟippu eṉakkuk kōṭṭiyūr mēyāṉai ētta
kuṟippu eṉakku naṉmai payakka
veṟuppēṉā vēṅkaṭattu mēyāṉai meyviṉainōy eytāmal
tāṉ kaṭattum taṉmaiyāṉ tāḷ
35
tāḷāl ulakam aḷanta acaivēkol
vāḷā kiṭantaruḷum vāytiṟavāṉ
nīḷōtam vantalaikkum māmayilai māvallikkēṇiyāṉ
aintalaivāy nākattaṇai
36
nākattaṇaik kuṭantai veḵkā tiruvevvuḷ
nākattaṇai araṅkam pēraṉpil
nākattaṇaip pāṟkaṭal kiṭakkum āti neṭumāl
aṇaippār karuttaṉ āvāṉ
37
vāṉulavu tīvaḷi mākaṭal māporuppu
tāṉulavu veṅkatirum taṇmatiyum
mēṉilavu koṇṭal peyarum ticaiyeṭṭum cūḻcciyum
aṇṭam tirumāl akaippu
38
akaippil maṉicarai āṟu camayam pukaittāṉ
porukaṭalnīr vaṇṇaṉ
ukaikkumēl ettēvar vālāṭṭum evvāṟu ceykaiyum
appōtu oḻiyum aḻaippu
39
aḻaippaṉ tiruvēṅkaṭattāṉaik kāṇa
iḻaippaṉ tirukkūṭal kūṭa
maḻaippēraruvi maṇivaraṉṟi vantiḻiya
yāṉai veruvi aravoṭuṅkum veṟpu
40
veṟpeṉṟu vēṅkaṭam pāṭiṉēṉ
vīṭākki niṟkiṉṟēṉ niṉṟu niṉaikkiṉṟēṉ
kaṟkiṉṟa nūlvalaiyil paṭṭirunta nūlāṭṭik kēḷvaṉār
kālvalaiyil paṭṭiruntēṉ kāṇ
41
kāṇaluṟukiṉṟēṉ kallaruvi muttu utira
ōṇa viḻavil oliyatira
pēṇi varu vēṅkaṭavā eṉṉuḷḷam pukuntāy
tiruvēṅkaṭam ataṉaic ceṉṟu
42
ceṉṟu vaṇaṅkumiṉō cēṇuyar vēṅkaṭattai
niṉṟu viṉaikeṭukkum nīrmaiyāl
eṉṟum kaṭikkamala nāṉmukaṉum kaṇmūṉṟattāṉum
aṭikkamalam iṭṭēttum aṅku
43
maṅkultōy ceṉṉi vaṭavēṅkaṭattāṉai
kaṅkul pukuntārkaḷ kāppaṇivāṉ
tiṅkaḷ caṭaiyēṟa vaittāṉum tāmarai mēlāṉum
kuṭaiyēṟat tām kuvittuk koṇṭu
44
koṇṭu kuṭaṅkāl mēlvaitta kuḻaviyāy
taṇṭa arakkaṉ talai tāḷāl paṇṭu eṇṇi
pōm kumaraṉ niṟkum poḻil vēṅkaṭamalaikkē
pōm kumarar uḷḷīr purintu
45
purintu malariṭṭup puṇṭarikap pātam
parintu paṭukāṭu niṟpa
terinteṅkum tāṉōṅki niṟkiṉṟāṉ taṇṇaruvi vēṅkaṭamē
vāṉōrkkum maṇṇōrkkum vaippu
46
vaippaṉ maṇiviḷakkā māmatiyai
mālukkeṉṟu eppoḻutum kainīṭṭum yāṉaiyai
eppāṭum vēṭuvaḷaikkak kuṟavar villeṭukkum vēṅkaṭamē
nāṭuvaḷaittu āṭumēl naṉṟu
47
naṉmaṇi vaṇṇaṉūr āḷiyum kōḷariyum
poṉmaṇiyum muttamum pūmaramum
paṉmaṇi nīrōṭu poruturuḷum kāṉamum vāṉaramum
vēṭumuṭai vēṅkaṭam
48
vēṅkaṭamē viṇṇōr toḻuvatuvum
meymmaiyāl vēṅkaṭamē meyviṉainōy tīrppatuvum
vēṅkaṭamē tāṉavarai vīḻat taṉṉāḻip paṭaitoṭṭu
vāṉavaraik kāppāṉ malai
49
malaiyāmai mēlvaittu vācukiyaic cuṟṟi
talaiyāmai tāṉ orukai paṟṟi
alaiyāmal pīṟak kaṭainta perumāṉ tirunāmam
kūṟuvatē yāvarkkum kūṟṟu
50
kūṟṟamum cārā koṭuviṉaiyum cārā
tī māṟṟamum cārā vakaiyaṟintēṉ
āṟṟaṅkarai kiṭakkum kaṇṇaṉ kaṭalkiṭakkum
māyaṉ uraikkiṭakkum uḷḷattu eṉakku
51
eṉakkāvār āroruvarē
emperumāṉ taṉakkāvāṉ tāṉē maṟṟu allāl
puṉakkāyā vaṇṇaṉē uṉṉaip piṟar aṟiyār
eṉmatikku viṇṇellām uṇṭō vilai
52
vilaikku āṭpaṭuvar vicātiyēṟṟuṇpar
talaikkāṭ pali tirivar takkōr
mulaikkāl viṭamuṇṭa vēntaṉaiyē vēṟāka ēttātār
kaṭam uṇṭār kallātavar
53
kallātavar ilaṅkai kaṭṭaḻitta
kākuttaṉ allāl oruteyvam yāṉ ilēṉ
pollāta tēvarai tēvar allārai
tiruvillāt tēvarait tēṟalmiṉ tēvu
54
tēvarāy niṟkum attēvum
attēvaril mūvarāy niṟkum mutupuṇarppum
yāvarāy niṟkiṉṟatu ellām neṭumāl eṉṟu ōrātār
kaṟkiṉṟatu ellām kaṭai
55
kaṭai niṉṟu amarar kaḻal toḻutu
nāḷum iṭainiṉṟa iṉpattar āvar
puṭainiṉṟa nīrōta mēṉi neṭumālē
niṉ aṭiyai yār ōta vallār avar
56
avar ivar eṉṟu illai aṉaṅkavēḷ tātaikku
evarum etir illai kaṇṭīr
uvarik kaṭal nañcam uṇṭāṉ kaṭaṉ eṉṟu
vāṇaṟku uṭaṉ niṉṟu tōṟṟāṉ oruṅku
57
oruṅkirunta nalviṉaiyum tīviṉaiyum āvāṉ
peruṅkuruntam cāyttavaṉē pēcil
maruṅkirunta vāṉavartām tāṉavartām tārakaitāṉ
eṉ neñcam āṉavartām allātatu eṉ
58
eṉ neñcam mēyāṉ iruḷ nīkki empirāṉ
maṉ añca muṉṉoru nāḷ maṇ aḷantāṉ
eṉ neñcam mēyāṉai illā viṭai ēṟṟāṉ
vevviṉai tīrttu āyāṉukku ākkiṉēṉ aṉpu
59
aṉpāvāy āramutam āvāy
aṭiyēṉukku iṉpāvāy ellāmum nīyāvāy
poṉpāvai kēḷvā kiḷaroḷi eṉ kēcavaṉē
kēṭiṉṟi āḷvāykku aṭiyēṉ nāṉ āḷ
60
āṭpārttu uḻitaruvāy kaṇṭukoḷ eṉṟu
niṉ tāḷ pārttu uḻitaruvēṉ taṉmaiyai
kēṭpārkku arumporuḷāy niṉṟa araṅkaṉē
uṉṉai virumpuvatē viḷḷēṉ maṉam
61
maṉakkētam cārā matucūtaṉ taṉṉai
taṉakkētāṉ tañcamāk koḷḷil
eṉakkētāṉ iṉṟu oṉṟi niṉṟu ulakaiyēḻ
āṇai ōṭṭiṉāṉ ceṉṟu oṉṟi niṉṟa tiru
62
tiruniṉṟa pakkam tiṟavitu eṉṟu ōrār
karuniṉṟa kallārkku uraippar
tiruvirunta mārpiṉ cirītaraṉ taṉ vaṇṭu ulavu taṇ tuḻāy
tār taṉṉaic cūṭit tarittu
63
tarittiruntēṉ ākavē tārākaṇap pōr
viritturaitta vennākattuṉṉai
teritteḻuti vācittum kēṭṭum vaṇaṅki vaḻipaṭṭum
pūcittum pōkkiṉēṉ pōtu
64
pōtāṉa iṭṭu iṟaiñci ēttumiṉō
poṉmakarak kātāṉai ātip perumāṉai
nātāṉai nallāṉai nāraṇaṉai nam ēḻ piṟappu aṟukkum collāṉai
colluvatē cūtu
65
cūtāvatu eṉ neñcattu eṇṇiṉēṉ
colmālai mātāya mālavaṉai mātavaṉai
yātāṉum vallavā cintittu iruppēṟku
vaikuntattu illaiyō collīr iṭam
66
iṭamāvatu eṉ neñcam iṉṟu ellām
paṇṭu paṭanākaṇai neṭiyamāṟku
tiṭamāka vaiyēṉ maticūṭi taṉṉōṭu
ayaṉai nāṉ vaiyēṉ āṭceyyēṉ valam
67
valamāka māṭṭāmai tāṉāka
vaikal kulamāka kuṟṟam tāṉāka
nalamāka nāraṇaṉai nāpatiyai ñāṉap perumāṉai
cīraṇaṉai ēttum tiṟam
68
tiṟampēṉ miṉ kaṇṭīr tiruvaṭitaṉ nāmam
maṟantum puṟantoḻā māntar
iṟaiñciyum cātuvarāyp pōtumiṉkaḷ eṉṟāṉ
namaṉum taṉ tūtuvaraik kūvic cevikku
69
cevikku iṉpam āvatuvum ceṅkaṇmāl nāmam
puvikkum puvi atuvē kaṇṭīr
kavikku niṟaiporuḷāy niṉṟāṉai nērpaṭṭēṉ
pārkkil maṟaipporuḷum attaṉaiyē tāṉ
70
tāṉ oruvaṉākit taraṇi iṭantu eṭuttu
ēṉ oruvaṉāy eyiṟṟil tāṅkiyatum
yāṉ oruvaṉ iṉṟā aṟikiṉṟēṉ allēṉ
irunilattaic ceṉṟāṅku aṭippaṭutta cēy
71
cēyaṉ aṇiyaṉ ciṟiyaṉ mikapperiyaṉ
āyaṉ tuvaraikkōṉāy niṉṟa māyaṉ
aṉṟu ōtiya vākkataṉaik kallār
ulakattil ētilarāy meyññāṉam il
72
illaṟam illēl tuṟavaṟam il eṉṉum
col aṟam allaṉavum col alla
nallaṟam āvaṉavum nālvēta māttavamum
nāraṇaṉē yāvatu ītaṉṟu eṉpār ār
73
ārē aṟivār aṉaittu ulakum uṇṭu umiḻnta
pērāḻiyāṉ taṉ perumaiyai
kārceṟinta kaṇṭattāṉ eṇkaṇṇāṉ kāṇāṉ
avaṉ vaitta paṇṭait tāṉattiṉ pati
74
patippakaiñarkku āṟṟātu pāytirai nīrppāḻi
matittaṭainta vāḷaravam taṉṉai
matittavaṉ taṉ vallākattu ēṟṟiya māmēṉi māyavaṉai
allātu oṉṟu ēttātu eṉ nā
75
nākkoṇṭu māṉiṭam pāṭēṉ
nalamākat tīkkoṇṭa ceñcaṭaiyāṉ ceṉṟu
eṉṟum pūkkoṇṭu vallavāṟu ētta makiḻāta
vaikuntac celvaṉār cēvaṭimēl pāṭṭu
76
pāṭṭum muṟaiyum paṭukataiyum palporuḷum
īṭṭiya tīyum iruvicumpum
kēṭṭa maṉuvum curuti maṟai nāṉkum
māyaṉ taṉamāyaiyil paṭṭataṟpu
77
taṟpeṉṉait tāṉ aṟiyāṉēlum
taṭaṅkaṭalaik kaṟkoṇṭu tūrtta kaṭalvaṇṇaṉ
eṟkoṇṭa vevviṉaiyum nīṅka vilaṅkā maṉam vaittāṉ
evviṉaiyum māyumāl kaṇṭu
78
kaṇṭu vaṇaṅkiṉārkku eṉṉāṅkol
kāmaṉ uṭal koṇṭa tavattāṟku umaiyuṇartta
vaṇṭalampum tāralaṅkal nīḷmuṭiyāṉ taṉ peyarē kēṭṭiruntu
aṅku āralaṅkal āṉamaiyāl āyntu
79
āyntu koṇṭu ātip perumāṉai
aṉpiṉāl vāynta maṉattu irunta vallārkaḷ
ēynta tam meykuntamāka virumpuvarē
tāmum tam vaikuntam kāṇpār viraintu
80
viraintaṭaimiṉ mēl orunāḷ veḷḷam parakka
karantu ulakam kāttu aḷitta kaṇṇaṉ
parantu ulakam pāṭiṉa āṭiṉa kēṭṭu
paṭunarakam vīṭiṉa vācaṟkatavu
81
katavu maṉam eṉṟum kāṇalām eṉṟum
kutaiyum viṉaiyāvi tīrntēṉ
vitaiyāka naltamiḻai vitti eṉ uḷḷattai nī viḷaittāy
kaṟṟamoḻi ākik kalantu
82
kalantāṉ eṉ uḷḷattuk kāmavēḷ tātai
nalantāṉum ītoppatu uṇṭē
alarntalarkaḷ iṭṭēttum īcaṉum nāṉmukaṉum
eṉṟu ivarkaḷ viṭṭētta māṭṭāta vēntu
83
vēntarāy viṇṇavarāy viṇṇākit taṇṇaḷiyāy
māntarāy mātāy maṟṟu ellāmāy
cārntavarkkut taṉṉāltāṉ nēmiyāṉ mālvaṇṇaṉ tāṉ koṭukkum
piṉṉāltāṉ ceyyum pitir
84
pitirum maṉam ilēṉ piññakaṉ taṉṉōṭu
etirvaṉ avaṉ eṉakku nērāṉ
atirum kaḻaṟkāla maṉṉaṉaiyē kaṇṇaṉaiyē
nāḷum toḻak kātal pūṇṭēṉ toḻil
85
toḻil eṉakkut tollai māl taṉ nāmam ētta
poḻutu eṉakku maṟṟatuvē pōtum
kaḻiciṉatta vallāḷaṉ vāṉarakkōṉ vāli mataṉ aḻitta
villāḷaṉ neñcattu uḷaṉ
86
uḷaṉ kaṇṭāy naṉ neñcē uttamaṉ eṉṟum uḷaṉ kaṇṭāy
uḷḷuvār uḷḷattu uḷaṉ kaṇṭāy
taṉ oppāṉ tāṉāy uḷaṉ kāṇ tamiyēṟkum
eṉ oppārkku īcaṉ imai
87
imaiyap perumalaipōl intiraṉārkku iṭṭa
camaya viruntu uṇṭu ār kāppār
camayaṅkaḷ kaṇṭāṉ avai kāppāṉ kārkkaṇṭaṉ nāṉmukaṉōṭu
uṇṭāṉ ulakōṭu uyir
88
uyirkoṇṭu uṭal oḻiya ōṭum pōtu ōṭi
ayarveṉṟa tīrppāṉ pēr pāṭi
ceyaltīrac cintittu vāḻvārē vāḻvār
ciṟucamayap pantaṉaiyār vāḻvēl paḻutu
89
paḻutākātu oṉṟu aṟintēṉ pāṟkaṭalāṉ pātam
vaḻuvā vakai niṉaintu vaikal toḻuvārai
kaṇṭu iṟaiñci vāḻvār kalanta viṉai keṭuttu
viṇtiṟantu vīṟṟu iruppār mikku
90
vīṟṟiruntu viṇṇāḷa vēṇṭuvār
vēṅkaṭattāṉ pāltirunta vaittārē palmalarkaḷ
mēltirunti vāḻvār varumati pārttu aṉpiṉarāy
maṟṟavarkkē tāḻvāy iruppār tamar
91
tamarāvar yāvarukkum tāmarai mēlāṟkum
amararkkum āṭaravārttārkkum
amararkaḷ tāḷ tāmarai malarkaḷ iṭṭu iṟaiñci
mālvaṇṇaṉ tāḷ tāmarai aṭaivōm eṉṟu
92
eṉṟum maṟantu aṟiyēṉ eṉ neñcattē vaittu
niṉṟum iruntum neṭumālai
eṉṟum tiruvirunta mārpaṉ cirītaraṉukku āḷāy
karuvirunta nāḷ mutalāk kāppu
93
kāppu maṟantu aṟiyēṉ kaṇṇaṉē eṉṟu iruppaṉ
āppu aṅku oḻiyavum pal uyirkkum
ākkai koṭuttu aḷitta kōṉē kuṇapparaṉē
uṉṉai viṭat tuṇiyār meyteḷintār tām
94
meyteḷintār eṉ ceyyār vēṟāṉār nīṟāka
kaiteḷintu kāṭṭik kaḷappaṭuttu
paiteḷinta pāmpiṉ aṇaiyāy aruḷāy aṭiyēṟku
vēmpum kaṟiyākum eṉṟu
95
ēṉṟēṉ aṭimai iḻintēṉ piṟappu iṭumpai
āṉṟēṉ amararkku amarāmai
āṉṟēṉ kaṭaṉ nāṭum maṇ nāṭum kaiviṭṭu
mēlai iṭanāṭu kāṇa iṉi
96
iṉi aṟintēṉ īcaṟkum nāṉmukaṟkum teyvam
iṉi aṟintēṉ emperumāṉ uṉṉai
iṉi aṟintēṉ kāraṇaṉ nī kaṟṟavai nī kaṟpavai nī
naṟkiricai nāraṇaṉ nī naṉku aṟintēṉ nāṉ
Die Antati-Form als spirituelle Praxis und Meditation
Im Nanmukan Tiruvantati greift ein Vers in den nächsten über. Ein Schlusswort wird zum Anfang eines neuen Gedankens. So entsteht eine Kette von 96 Pāsurams.
Diese Struktur kann selbst als spirituelles Bild gelesen werden. Ein guter Gedanke soll nicht einfach enden. Gotteserinnerung soll zur nächsten Gotteserinnerung führen. Ein Vers reicht dem nächsten gleichsam die Hand.
Auch in der Meditation geschieht etwas Ähnliches: Der Geist läuft normalerweise von Gegenstand zu Gegenstand. Die Praxis muss Denken nicht gewaltsam vernichten; sie kann ihm eine neue Richtung geben. Ein Gedanke an das Göttliche führt zum nächsten, ein Mantra zur nächsten Wiederholung, eine Erinnerung zu größerer Sammlung – bis das, was zuerst Übung war, allmählich zu einer inneren Grundstimmung wird.
Von Tiruvengadam zum inneren Tempel
Die Veṅkaṭam-Verse zeigen die äußere Bewegung der Bhakti: Der Dichter möchte gehen, sehen, Blumen bringen und den heiligen Berg erreichen.
Gleichzeitig sagt er: Der Herr ist bereits in mein Herz eingetreten.
Für einen Yoga-Aspiranten kann darin eine schöne Balance liegen. Äußere Formen – Tempel, Bilder, Puja, Pilgerreise, Kirtan – können das Herz sammeln. Innere Praxis – Meditation, Japa, Gebet – macht diese äußeren Formen lebendig.
Es braucht nicht entweder „außen“ oder „innen“. Das Nanmukan Tiruvantati kennt beides.
Prapatti – was bedeutet Zuflucht im Nanmukan Tiruvantati?
Zuflucht ist in diesem Werk nicht nur ein theologischer Begriff. Sie wird emotional erfahren.
Der Dichter sagt sinngemäß:
- Ich habe keinen anderen letzten Halt.
- Dein Name ist süß für mein Ohr.
- Du bist mein Nektar und mein Alles.
- Du bist in mein Herz eingetreten.
- Seit frühester Zeit gehöre ich zu Dir.
- Selbst das Bittere kann durch Deine Gnade süß werden.
Dies steht nahe zum später stark ausgearbeiteten Śrīvaiṣṇava-Begriff der Prapatti.
Zuflucht bedeutet dabei nicht, Verantwortung abzugeben. Sie bedeutet auch nicht, das eigene Denken auszuschalten. Sie bedeutet: Ich richte mein Leben auf etwas Größeres aus als mein wechselndes Ego und muss nicht mehr alles allein tragen.
Gerade darin liegt die Wärme der Prapatti: Der Mensch handelt, übt und entscheidet – und darf zugleich vertrauen.
Spirituelle Inspiration des Nanmukan Tiruvantati für Yoga-Aspiranten
Das Nanmukan Tiruvantati ist kein modernes Yoga-Handbuch. Gerade deshalb können seine Impulse frisch wirken: Sie kommen aus einer anderen Welt und sprechen doch Erfahrungen an, die spirituell Suchende bis heute kennen.
1. Gib dem Geist eine klare Richtung. Tirumaḻisai Āḻvār weiß, wen er sucht. Spirituelle Praxis gewinnt Kraft, wenn sie nicht nur aus wechselnden Interessen besteht, sondern eine Mitte bekommt.
2. Verbinde Wissen und Liebe. Der Text argumentiert theologisch – und spricht zugleich voller Sehnsucht. Jñāna und Bhakti müssen keine Gegensätze sein. Was erkannt wird, darf geliebt werden; was geliebt wird, darf tiefer verstanden werden.
3. Wiederhole den göttlichen Namen. Der Name wird als Freude, Schutz und Erinnerung erfahren. Japa kann den zerstreuten Geist immer wieder nach Hause holen.
4. Mache das Herz zum Tempel. Heilige Orte sind wichtig. Doch ihre tiefste Wirkung entfalten sie, wenn etwas von ihrer Atmosphäre im eigenen Denken, Fühlen und Handeln weiterlebt.
5. Lass Pilgersehnsucht zu. Ein heiliger Ort kann die Praxis vertiefen. Wer nicht reisen kann, kann ihn im Gebet, im Bild, in der Rezitation und in der Meditation innerlich besuchen.
6. Nimm die Zeit ernst. Das Werk erinnert an Karma, Tod und Befreiung. Nicht um Angst zu erzeugen, sondern um das Wesentliche nicht ständig auf später zu verschieben.
7. Sei verwurzelt, ohne eng zu werden. Die historische Polemik des Werkes kann heute in eine reifere Haltung übersetzt werden: Tiefe Liebe zum eigenen Weg und aufrichtiger Respekt vor anderen schließen sich nicht aus.
Oben: „Om Namo Narayanaya“ im Yoga-Vidya-Satsang – eine einfache Praxis, um die im Nanmukan Tiruvantati so zentrale Erinnerung an Nārāyaṇa lebendig werden zu lassen.
Wie kann man das Nanmukan Tiruvantati lesen?
Die 96 Pāsurams eignen sich gut für eine abschnittsweise Lektüre. Eine einfache Praxis kann sein:
- einen Pāsuram im Tamil lesen;
- die Umschrift langsam sprechen;
- die deutsche Übersetzung lesen;
- einen Namen, ein Bild oder einen Satz auswählen;
- einige Minuten still darüber meditieren;
- anschließend ein Nārāyaṇa-Mantra wiederholen.
Besonders geeignet für eine meditative Einzelbetrachtung sind beispielsweise:
- Pāsuram 7 – „Ich bin nicht ohne Dich; Du bist nicht ohne mich“;
- Pāsuram 30 – der Herr im Herzen und auf dem Schlangenlager;
- Pāsuram 41 – Tiruveṅkaṭam und der Gott, der bereits ins Herz eingetreten ist;
- Pāsuram 59 – „Sei meine Liebe, mein Nektar, meine Freude, mein Alles“;
- Pāsuram 83 – Gott wird für seine Verehrer Mutter, Verwandter, Himmel und alles;
- Pāsuram 86 – „Er ist da, o mein gutes Herz“;
- Pāsuram 96 – die abschließende Gewissheit: „Jetzt habe ich erkannt.“
Nanmukan Tiruvantati für tamilische Hindus in Deutschland
Für tamilische Hindus in Deutschland kann das Nanmukan Tiruvantati Sprache, religiöse Erinnerung und gelebte Gegenwart miteinander verbinden.
Die drei Ebenen dieses Artikels können dabei unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen:
- der Tamiltext bewahrt die Sprache des Originals;
- die Umschrift hilft beim Rezitieren;
- die deutsche Übersetzung macht den Sinn auch für Menschen zugänglich, die klassisches Tamil nicht vollständig verstehen.
Gerade die Verse über Tiruveṅkaṭam können in der Diaspora besonders stark wirken. Ein Mensch kann weit von einem heiligen Ort entfernt sein – und ihn dennoch im Herzen tragen. Wer als Kind Tempelgeschichten gehört hat, wer später Tamil nur noch teilweise lesen kann oder wer durch Ehe, Freundschaft oder Yoga erstmals Zugang zur tamilischen Tradition findet, kann denselben Text auf unterschiedlichen Ebenen betreten.
Auch Familien können das Werk gemeinsam lesen: zuerst eine Zeile Tamil, dann die Umschrift, anschließend die deutsche Bedeutung. Vielleicht erzählt jemand die dazugehörige Krishna- oder Rāma-Geschichte, vielleicht folgt ein Mantra. So wird kulturelle Weitergabe nicht nur Wissensvermittlung, sondern gemeinsames spirituelles Erleben.
Nanmukan Tiruvantati und andere tamilische Schriften
Besonders eng verbunden ist das Werk mit:
- Tiruchanda Viruttam – dem zweiten erhaltenen Werk Tirumaḻisai Āḻvārs;
- Mudhal Tiruvantati, Irantam Tiruvantati und Munram Tiruvantati – den drei frühen Antāti-Werken;
- Periya Tiruvantati von Nammalvar;
- Tiruvaymoli;
- Tiruppavai und Nachiyar Tirumozhi von Andal;
- Periya Tirumoli, Ciriya Tirumatal und Periya Tirumatal von Tirumangai Alvar;
- Ramanuja Nurrantati, das ebenfalls in einer Antāti-Tradition steht.
Im größeren tamilischen Hinduismus bilden Tevaram, Tiruvasagam, Tirumantiram, Periya Puranam und Kamba Ramayanam wichtige Vergleichspunkte.
Schluss – „Er ist da, o mein gutes Herz“
Das Nanmukan Tiruvantati beginnt mit einer Aussage über den Ursprung des Kosmos und endet mit einer Aussage über das eigene Herz.
Dazwischen liegt ein ganzer spiritueller Weg.
Tirumaḻisai Āḻvār erinnert Nārāyaṇas kosmische Größe. Er sieht ihn als Narasimha, Vāmana, Rāma und Krishna. Er schaut auf das Schlangenlager im Milchozean, auf Śrīraṅgam, Tiruvallikeni und den heiligen Berg Tiruveṅkaṭam. Er ruft den Namen, spricht mit seinem Herzen, bittet um Schutz und lernt immer tiefer zu vertrauen.
Und dann ändert sich die Perspektive.
Der Herr, nach dem der Dichter überall Ausschau hält, ist nicht nur dort draußen.
Er ist da, o mein gutes Herz.
Diese Aussage aus Pāsuram 86 kann wie die Mitte des ganzen Werkes gelesen werden. Sie macht die äußere Pilgerreise nicht überflüssig. Sie macht sie tiefer. Der Tempel bleibt Tempel, der Berg bleibt Berg, das Mantra bleibt Klang – doch all dies beginnt auf das Innere hinzuweisen.
Am Ende, in Pāsuram 96, sagt der Dichter nicht mehr: „Ich suche.“ Er sagt:
„Jetzt habe ich erkannt.“
Vielleicht ist das die schönste Botschaft des Nanmukan Tiruvantati für einen heutigen Menschen. Spirituelles Leben muss nicht bedeuten, immer mehr außergewöhnliche Erfahrungen zu sammeln. Manchmal besteht der Weg darin, immer klarer zu sehen, was schon lange da ist.
Für einen Yoga-Aspiranten kann daraus eine sehr einfache Praxis werden:
Erinnere. Rufe den Namen. Werde still. Öffne das Herz. Schau noch einmal.
Und für tamilische Hindus, die weit von den Tempeln Südindiens entfernt leben, trägt das Werk eine besonders tröstliche Hoffnung:
Der heilige Berg kann weit entfernt sein. Die Sprache kann sich verändern. Generationen können in einem anderen Land aufwachsen. Doch die Gotteserinnerung, die ein Werk wie das Nanmukan Tiruvantati trägt, kann von Herz zu Herz weitergegeben werden.
So endet diese Dichtung nicht wirklich mit ihrem 96. Pāsuram. Wie es der Form des antāti entspricht, kann ihr Ende wieder zum Anfang werden – im nächsten gesprochenen Namen, im nächsten Gebet, in der nächsten Generation und im nächsten Augenblick, in dem ein Mensch erkennt:
Er ist da.
Siehe auch
- Tirumazhisai Alvar
- Alvar
- Nalayira Divya Prabandham
- Tiruchanda Viruttam
- Mudhal Tiruvantati
- Irantam Tiruvantati
- Munram Tiruvantati
- Periya Tiruvantati
- Tiruvaymoli
- Tiruppavai
- Nachiyar Tirumozhi
- Periya Tirumoli
- Ciriya Tirumatal
- Periya Tirumatal
- Ramanuja Nurrantati
- Vishnu
- Narayana
- Krishna
- Rama
- Narasimha
- Vamana
- Varaha
- Lakshmi
- Brahma
- Shiva
- Srirangam
- Tirupati
- Tiruvallikeni
- Kumbakonam
- Vaikuntha
- Bhakti Yoga
- Prapatti
- Mantra
- Japa
- Om Namo Narayanaya
- Meditation
- Pilgerreise
- Tamil Schriften
Quellen und Textgrundlage
- Project Madurai: Nālāyira Tivya Pirapantam, Iyaṟpā – Nanmukan Tiruvantati, 96 Pāsurams, Korpuszählung 2382–2477.
- Śrīvaiṣṇavam: Nāṉmukaṉ Tiruvantāti – vollständige Unicode-Fassung mit Taniyan, zur Kontrolle von Worttrennung und Lesarten.
- KOYIL: nAnmugan thiruvandhAdhi – traditionelle Śrīvaiṣṇava-Einleitung und fortlaufende Erläuterungen zu den 96 Pāsurams.
- Prapatti.com: Nānmugan Tiruvandādi – wissenschaftsnahe Umschrift zum Vergleich.
- Acharya.org: nAnmugan thiruvandhAdhi – transliterierte Ausgabe und Variantenhinweise.
Editionshinweis: Der Tamiltext wurde aus mehreren elektronischen Textzeugen gegengeprüft und für das Yoga-Wiki mit moderater moderner Worttrennung dargestellt. Einzelne Sandhi- und Worttrennungsvarianten unterscheiden sich zwischen Ausgaben. Die werkinterne Zählung 1–96 und die Project-Madurai-Korpuszählung 2382–2477 sind eindeutig.