Brihat Tantrasara Übersetzung 4
Brihat Tantrasara Übersetzung 4 – Ritualregeln, Homa, Stotras und Kavachas. Der vierte Pariccheda des Brihat Tantrasara verbindet Regeln für Verehrung und Feueropfer mit einem großen Bestand an Stotras und Kavacas. Nach den rituellen Vorschriften führen die Lobgesänge in die Sprache von Hingabe, Zuflucht und Meditation. Die Schutztexte beziehen die Anrufung auf Körperteile, Himmelsrichtungen und Lebenssituationen.
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Diese Seite enthält die vollständige deutsche Übersetzung von P4-0001 bis P4-1256, einschließlich der zugehörigen Prosa. Die Originalnummern können sich wiederholen; die P-Kennungen sind eindeutig. Unsichere Lesarten und Übersetzungen sind in eckigen Klammern gekennzeichnet. Sanskrit: Brihat Tantrasara Sanskrit 2; Devanagari: Brihat Tantrasara Devanagari 3.
Pariccheda 4: Ritualregeln, Homa, Stotras und Kavacas
Regeln der Verehrung und des Japa
P4-0001 · 1
Viertes Kapitel. Nun Verschiedenes. Zunächst die Himmelsrichtung bei der Verehrung. Hinsichtlich Viṣṇu heißt es im Nāradīya: „Gebadet, in weiße Gewänder gekleidet, nach der rituellen Mundspülung und nach Osten gewandt begebe man sich auf einen reinen Sitz und vertreibe die Geister.“
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P4-0002 · 2
Anderswo, im Kompendium: „Der Mantrakundige sitze auf dem Sitz, nach Osten oder Norden gewandt, im gebundenen Lotussitz, gesammelt und mit beherrschten Sinnen.“
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P4-0003 · 3
Auch im Sārasamuccaya: „Nach Osten oder in die Richtung des Reichtumsspenders [Norden] gewandt.“ Bei der nächtlichen Verehrung gilt diese [Wahl-]Regel nicht.
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P4-0004 · 4
So die Smṛti: „Nachts führe man die Götterhandlung stets nach Norden gewandt aus. Ebenso führe man auch Śivas Verehrung stets rein und nach Norden gewandt aus.“
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P4-0005 · 5
Nun Vorschriften und Verbote bei der Verehrung. Im Yantratantraprakāśa: „Zwei Liṅgas soll man nicht verehren, ebenso nicht zwei Gaṇeśas; zwei Śaktis oder zwei Sonnen[gottheiten] soll man nicht gemeinsam an einem Ort verehren.“
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P4-0006 · 6
„[Ebenso nicht] zwei Cakras aus Dvārakā oder zwei Śālagrāma-Steine. Durch deren regelmäßige Verehrung erfährt der Haushalter Unruhe.“
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P4-0007 · 7
Im Laiṅga: „Man vereinige zehn, fünf oder hundert Liṅgas oder verehre sie einzeln mit Bilva-Blättern, o Göttin.“ [Die zusammengezogene Zahl daśapañcaśata kann alternativ anders gruppiert werden.]
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P4-0008 · 8
„Auch ein Haushalter soll ein Pāśupata-Liṅga aus Ton, Stein oder anderen Stoffen und einen Śālagrāma-Stein verehren.“
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P4-0009 · 9
Im Yāmala: „Viṣṇu verehre man nicht mit ungebrochenem Reis, Vināyaka nicht mit Tulasī; Durgā nicht mit Dūrvā, die Sonne nicht mit Bilva-Blättern.“
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P4-0010 · 10
„Die Wissenden sollen Datura- und Arka-Blüten für Viṣṇu stets ausschließen.“
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P4-0011 · 11
Im Gautamīya: „Man nehme niemals rotes Sandelholz oder rote Blumen; den Sohn Devakīs verehre man nicht mit Bilva-Blättern oder dessen Blüten.“
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P4-0012 · 12
Wenn es dort zugleich heißt: „Mit Lotus, Oleander, beiden Tulasī-Arten, Jātī, Ketaka, Nāgakeśara, Pāvantī, Kahlāra, Campaka, Wasserlilien, Nandyāvarta, Yūthī, Mallikā, Navamallikā, Kunda, Mandāraka, Saugandhika, Keśara, Kuruṇṭa, Aśoka, Sarja, Bilva, Munipuṣpa, reinen Āmalaka-Blättern, Karṇikāra und Palāśa sowie anderen Blumen verehre man nach Verfügbarkeit“, dann gilt die Vorschrift für Bilva für den Fall, dass die [regulär] vorgeschriebenen Blumen fehlen.
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P4-0013 · 13
In einem anderen Tantra: „Für Göttinnen [schließe man] Arka und Mandāra aus, für die Sonne Tagara. Gaṇeśa und der Sonne sind rote Blumen besonders lieb. Für Śiva schließe man Kunda, Madantī, Yūthī, Bandhūka, Ketaka, roten Hibiskus, beide Trisandhyā-Arten, Mālatī, Ketakī, Safran, rote Wasserlilie und Hayāri aus.“ [Das Verb „ausschließen“ steht am Ende und wird auf die Eingangsreihe bezogen; einzelne Pflanzennamen sind unsicher.]
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P4-0014 · 14
Ferner: „Mit stark riechenden, geruchlosen, durch Würmer, Haare oder Ähnliches verunreinigten, in Gewändern gesammelten oder herbeigebrachten [Blumen] verehre der Verständige Śiva nicht.“
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P4-0015 · 15
„Mit Knospen soll man nicht verehren, außer Campaka und Lotus. Viṣṇu verehre man nicht mit trockenen Blättern, Blumen oder Früchten, mit [nach dem Bad] herbeigebrachten, abgestandenen, erbettelten oder schwarzen [Blumen], mit selbst geöffneten oder von selbst auf den Boden gefallenen Blumen. Besonders schließe man Bṛhatī-Blüten und geruchlose aus.“ „Selbst geöffnet“ bedeutet: vom Menschen eigenhändig zum Aufblühen gebracht. [snātvānītaiḥ ist im Kontext der Verbote ungewöhnlich und bleibt als Lesart markiert.]
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P4-0016 · 16
„Niemals verehre man mit Blumen, die weniger als drei Blütenblätter haben. Auf dem Boden liegende, vom Körper berührte, durch Haare, Insekten und Ähnliches verunreinigte Blumen sowie Kumuda, Pāṭala und Śirīṣa soll man meiden. Bodenberührte Blumen schließe man aus, mit Ausnahme von Śephālī und Bakula.“
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P4-0017 · 17
Ferner: „Bei Bilva, Khadira, Āmalaka-Blättern, Tamāla und Lotus macht Abreißen oder Zerbrechen sie nicht unrein.“
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P4-0018 · 18
Im Gautamīya: „Schmutzige, bodenberührte, durch Würmer, Haare und Weiteres verunreinigte und abgestandene Blumen meide man bei der Gottheitsverehrung. Lotus und Āmalaka bleiben zwei Tage rein; Tulasī und Bilva-Blätter sind stets rein. Oleander ist einen Tag verwendbar, du Reicher an Askese.“
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P4-0019 · 19
Im Jñānārṇava: „O Göttin, man verehre nicht mit abgestandenen Blumen, selbst wenn sie aus Gold bestehen; ebenso nicht mit Blumen, die bereits dargebrachte Opferreste oder Speisereste sind, höchste Herrin.“
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P4-0020 · 20
Bezüglich Tripurā im Vārāhīya: „Mit Palāśa- und Kāśa-Blüten verehre man nicht; man halte sie fern. Durch Verehrung mit Āmalaka- und Tamāla-Blättern und beiden Tulasī-Arten entsteht Vergehen; selbst ihre Berührung raubt den Wohlstand. Bei Tripurās Verehrung sollen die Wissenden Tulasī stets ausschließen. Schon durch den Geruch von Tulasī wird Sundarī zornig.“
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P4-0021 · 21
Im Kaulāvalīya: „Rotes Arghya [Lesart unklar], weiße Dūrvā, Nīlakaṇṭha und Kuruṇṭaka gebe man der großen Göttin nicht, wenn man für sich Heil wünscht.“ [raktamārghyaṃ ist in dieser Pflanzenfolge nicht sicher deutbar.]
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P4-0022 · 22
Auch im Yoginītantra bezüglich der Göttin: „Mit gelber Jhiṇṭī, weißem Tagara und weißer Uḍra-Blüte unterlasse man stets die Verehrung. Mit beiden Tulasī-Arten, Mandāra, Kahlāra, Tamāla sowie Kuśa- und Kāśa-Blüten verehre man die große Göttin nicht.“
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P4-0023 · 23
Ferner, allgemein: „Bakula, Aśoka und Arjuna verehre man ohne Stiel, o Maheśvarī; mit Stiel schließe man sie aus. Viṣṇukrāntā, Hibiskus, Nāgakeśara, Nāgavallabha, Bandhūka und Mandāra verehre man mit Stiel. [Eine beschädigte Berührungsanweisung] und bodenberührte [Blumen] berühre man nicht. Śephālī und Bakula, o Heilbringende, darf man auch nach Bodenberührung darbringen. Mālūra darf bodenberührt gegeben werden; sein Holz [verwende man] als Sandelholz. Die Wurzel des Bilva ist ausgeschlossen, ebenso das Bananenblatt.“ Ferner: „Bilva-Blatt, Mādhya, Tamāla- und Āmalaka-Blätter, Kahlāra, Tulasī, Lotus und Munipuṣpa [sind verwendbar], auch wenn sie abgestanden sind, ebenso andere knospenförmige [Gaben]. Lotus, Bilva und Tulasī-Blätter sowie Jātī-Blüten werden durch Abreißen und Zerbrechen nicht unrein, Śaṅkarī.“ [ahastavarja und mādhya sind unklare Lesarten.]
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P4-0024 · 24
Für die Nakṣatra-Vidyā und weitere [Vidyās] im Matsyasūkta: „Vorzüglich sind rote Koka-Blüten, Bandhūka, hundertblättriger Lotus, beide Varvara- und Karṇikāra-Arten, Vaka, Mandāra, Mango und Oleander; beide Mallikā-Arten, Jātī, Kṣauma-Blüten, Jayantikā, Bilva-Blatt, Kuruvaka, Munipuṣpa, Keśara, beide Vāsantī-Arten, Kāśa-Blüten, Marūvaka, Madana, Gewürznelke, Yūthī und Śephālikā. Man verehre mit duftenden weißen und roten Blumen und Blättern, Bilva, Marūvaka und Weiterem, unter Ausschluss von Tulasī-Blättern.“ [Einige Pflanzennamen sind durch die Lesart unsicher.]
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P4-0025 · 25
Obwohl es heißt: „Niemals soll eine Verehrung ohne Tulasī stattfinden“, gilt diese Regel dennoch nicht bei Tripurā und den weiteren [hier ausgenommenen Gottheiten].
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P4-0026 · 26
Ferner: „Eine Verehrung Sundarīs, Bhairavīs, Kālīs, Brahmās, Vighnas [Gaṇeśas] und Vivasvats ohne Tulasī: Diese Verehrung ist fruchtlos.“ Gemeint ist: „nicht fruchtlos“, also fruchtbringend. Daher ist bei Bhairavī und den übrigen Tulasī wegen der vorherigen Aussage stets wegzulassen. Bei der Verehrung der anderen liegt weder in ihrer Anwesenheit noch in ihrem Fehlen ein Fehler. [Der Kommentar korrigiert ausdrücklich viphalā zu aviphalā; die widersprüchliche zitierte Lesart bleibt erkennbar.]
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P4-0027 · 27
„Viṣṇu verehre man nicht mit ungebrochenem Reis“ ist ein Verbot des Reises, der mangels Blumen durch allgemeine Übertragung der Regel [als Ersatz] zulässig wäre.
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P4-0028 · 28
Denn es heißt: „Fehlen Blumen, ist die tägliche Verehrung auch mit Wasser, Dūrvā oder Reis auszuführen, o Schöne.“ [Das Verbot] zielt nicht auf Arghya und die weiteren Gaben.
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P4-0029 · 29
Ferner: „Duftstoff, Blumen, ungebrochener Reis, Gerste, Kuśa-Spitzen, Sesam, Senf und Dūrvā werden als Arghya für sämtliche Gottheiten angegeben.“ Ebenso [ist] „Durgā verehre man nicht mit Dūrvā“ und Weiteres [entsprechend zu verstehen].
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P4-0030 · 30
Denn im Śrīkrama heißt es: „Ohne Dūrvā, o Göttin, findet hier niemals Verehrung statt. Deshalb soll man Dūrvā verwenden, die aus sämtlichen Blumen besteht, o Śivā.“
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P4-0031 · 31
So auch Rāghavabhaṭṭa: „Mit allen Blumen, vorgeschriebenen und nicht vorgeschriebenen, ist stets die Verehrung sämtlicher Gottheiten auszuführen. Die Verbindung durch Hingabe ist hier die Ursache [der Wirksamkeit].“
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P4-0032 · 32
Auch in einem anderen Tantra: „Die Verehrung der Göttin ist stets mit Wasser- und Landblumen, vorgeschriebenen oder nicht vorgeschriebenen, mit hingebungsvollem Geist auszuführen.“ Dies bezieht sich bei Fehlen der vorgeschriebenen Blumen auf außerordentlich starke Hingabe.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0033 · 33
So auch im Kālītantra: „Mit heilbringendem Apāmārga und Bhṛṅga, unter Ausschluss von Tulasī.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0034 · 34
Im Muṇḍamālatantra: „Datura, Aśoka, Bakula, weiße und schwarze Aparājitā …“ Die Blumenregel ist anhand dieser und weiterer Aussagen zu verstehen.
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P4-0035 · 35
Nun Besonderheiten des Japa. Weil Japa ohne Setu, die Brücke, vergeblich ist, wird diese bestimmt.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0036 · 36
Im Kālikāpurāṇa: „Praṇava ist die Brücke der Lehrschriften und gilt als [Brücke] der Mantras. Ohne oṃ am Anfang fließt [das Mantra] aus und zerfällt am Ende. Wie Wasser ohne Damm augenblicklich in die Tiefe fließt, so verrinnt das Mantra ohne Brücke augenblicklich bei den Opfernden.“
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P4-0037 · 37
„Der vierzehnte Vokal, au genannt, mit Anusvāra und Nāda, wird als Brücke für Śūdras bezeichnet.“
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Fünf Arten der Reinigung und Vollendung
P4-0038 · 38
Nun die fünfgliedrige Reinigung. Da Verehrung ohne sie fruchtlos ist, wird sie bestimmt. Im Kulārṇava: „Reinigung des Selbst, des Ortes, des Mantras, der Stoffe und als fünfte der Gottheit: Solange man diese nicht ausführt, o Göttin, wie könnte es für ihn Gottheitsverehrung geben? Ohne die fünf Reinigungen wird Verehrung zu einer schädigenden Ritualhandlung.“
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P4-0039 · 39
„Durch gründliches Baden, Elementereinigung, Atemregelung und die weiteren Handlungen sowie durch sämtliche Nyāsas, beginnend mit den sechs Gliedern, wird die Selbstreinigung vollzogen.“
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P4-0040 · 40
„Durch Kehren, Bestreichen und Weiteres wird [der Ort] rein wie das Innere eines Spiegels, geschmückt mit Baldachin, Räucherwerk, Lampen, Blumen, Girlanden und weiteren Dingen sowie mit Pulvern in fünf Farben. Dies heißt Reinigung des Ortes.“
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P4-0041 · 41
„Man verflechte die Silben des Grundmantras mit den Mātṛkā-Lauten und wiederhole zweimal, in vorwärts und rückwärts gerichteter Folge. Dies heißt Mantrareinigung.“
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P4-0042 · 42
„Man besprenge die Verehrungsstoffe vorschriftsgemäß mit Grund- und Waffenmantra und zeige Dhenu-Mudrā und die übrigen [Mudrās]. Dies heißt Reinigung der Stoffe.“
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P4-0043 · 43
„Der Mantrakundige stelle die Göttin auf dem Pīṭha auf und vervollständige ihre Glieder. Der Wissende besprenge Girlanden, Räucherwerk und die übrigen Gaben dreimal mit Wasser unter dem Grundmantra. Dies heißt Reinigung der Gottheit. Nach diesen fünf Reinigungen führe man die Verehrung aus.“
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P4-0044 · 44
Nun die Mittel zur Vollkommenheit des Mantras. Im Gautamīya heißt es: „Wenn ein richtig praktiziertes Mantra keine Vollkommenheit hervorbringt, führe man dieselbe [Praxis] erneut aus; dann wird es sicher wirksam.“
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P4-0045 · 45
„Wenn das erneut praktizierte Mantra nicht wirksam wird, führe man dieselbe [Praxis] erneut aus; dann wird es wirksam, ohne Zweifel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0046 · 46
„Wenn das erneut praktizierte Mantra noch immer nicht wirksam wird, sind die sieben von Śaṅkara genannten Mittel anzuwenden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0047 · 47
„Drehen, Sperren, Gefügigmachen, Drücken, Nähren, Austrocknen und schließlich Verbrennen führe man der Reihe nach aus; dann wird das Mantra wirksam.“
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P4-0048 · 48
„Drehen besteht im Verflechten mit dem Wind-Bīja der Reihenfolge nach. Man schreibe dieses verflochtene Mantra ins Yantra mit Śihla, Kampfer, Safran, Uśīra und Sandelholz.“ [Śihla ist ein unsicherer Stoffname.]
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P4-0049 · 49
„Das Niedergeschriebene befinde sich in Milch, Ghee, Honig und Wasser. Durch Verehrung, Japa und Feueropfer wird das gedrehte [Mantra] Vollkommenheit verleihen.“
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P4-0050 · 50
„Wenn es durch Drehen nicht wirksam wird, führe man sein Sperren aus. Man umschließe es mit dem Sārasvata-Bīja und wiederhole es. So gesperrt wird es wirksam; wenn nicht, mache es gefügig!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0051 · 51
„Mit rotem Lack, Sandelholz, Kuṣṭha, Kurkuma, Mādana und [Manaḥ-]Śilā schreibe man das Mantra auf schöne Birkenrinde und trage es am Hals; Vollkommenheit entsteht. Oder man führe sein Drücken aus.“ [Die beiden letzten Stoffnamen sind in der Lesart nicht eindeutig.]
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P4-0052 · 52
„Man wiederhole die Wörter in einer Verbindung von unten und oben und meditiere ebenso über die Gottheit in einer unten und oben [wechselnden] Gestalt. Man schreibe die Vidyā mit Arka-Milchsaft und trete mit dem Fuß darauf. Mit dem so gestalteten Mantra führe man täglich Feueropfer aus. Gedrückt und von Scham erfüllt wird es wirksam. Dann nähre man es.“ [Die genaue Folge adhorottara ist knapp und unregelmäßig.]
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P4-0053 · 53
„Man setze die drei Bāla-Bījas an seinen Anfang und sein Ende. Man schreibe die Vidyā mit Kuhmilch und Honig und vergegenwärtige sie in der Hand. So genährt wird sie wirksam; wenn nicht, führe man Austrocknen aus.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0054 · 54
„Man durchflechte das Mantra mit zwei Wind-Bījas. Diese Vidyā ist, mit vorzüglicher Asche geschrieben, am Hals zu tragen. Wenn sie auch ausgetrocknet unwirksam bleibt, ist sie durch das Feuer-Bīja zu verbrennen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0055 · 55
„Bei der Verbrennungshandlung setze man an jede einzelne Mantrasilbe das Feuer-Bīja, an Anfang und Ende, unten und oben. Man schreibe das Mantra mit Öl des Brahmavṛkṣa und trage es am Hals. Dann wird das Mantra wirksam: So hat Śaṅkara gesagt.“
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P4-0056 · 56
Śiva sprach: „So wurde es richtig beschrieben, allein aus Hingabe zu dir. Schon durch eines wird das Ziel erfüllt; um wie viel mehr durch viele, du Gelübdetreue!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0057 · 57
„Noch eine Ursache der Mantravollkommenheit werde ich beschreiben: Der Verständige umschließe das Mantra mit den Mātṛkā-Lauten und wiederhole es hundertmal in vorwärts und rückwärts gerichteter Folge, danach allein das Mantra. So verfahre man täglich, bis 100.000 erreicht sind. Sicher tritt Mantravollkommenheit ein: So sagen die Tantrakundigen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0058 · 58
Nun die Zeichen der Vollkommenheit: „Müheloses Gelingen der Wünsche ist das höchste Zeichen der Vollkommenheit; ebenso die Beseitigung des Todes und die Schau der Gottheit. Müheloses Gelingen der Anwendung ist das vorzüglichste Zeichen der Vollkommenheit.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0059 · 59
„Eintritt in einen fremden Körper, Eintritt in eine Stadt, Aufsteigen nach oben, Bewegung in der Welt des Beweglichen und Unbeweglichen, Begegnung mit Khecarīs, Hören ihrer Erzählungen und Weiteres, Sehen der Öffnungen der Erde: Dies sind Zeichen der höchsten [Vollkommenheit]. Ruhm, Erwerb von Fahrzeugen, Schmuck und Weiterem, sehr langes Leben, höchstes Gefügigmachen von Königen und ihrem Gefolge, glückbringendes Staunen in allen Welten, Beseitigung von Krankheiten und Gift durch den Blick; mühelos erlangt der Mantrakundige vierfache Gelehrsamkeit, Leidenschaftslosigkeit, Befreiungssehnsucht, Entsagung, die Gefügigkeit aller, Übung des achtgliedrigen Yoga, Verzicht auf Genusswünsche, Mitgefühl für alle Wesen und das Entstehen von Allwissenheit und weiteren Eigenschaften. Der Besitz solcher Eigenschaften kennzeichnet die mittlere Vollkommenheit.“ [Die vier Arten der Gelehrsamkeit werden hier nicht einzeln genannt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0060 · 60
„Ruhm, Erwerb von Fahrzeugen, Schmuck und Weiterem, sehr langes Leben, Zuneigung der Könige und ihres Gefolges, Gefügigkeit der Menschen, große Macht, Reichtum und Güter wie Söhne und Gemahlinnen: Dies sind die unteren Vollkommenheiten, die erste Stufe der Mantrakundigen. Wer jedoch unmittelbar ein vollkommen wirksames Mantra besitzt, ist Śiva, ohne Zweifel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0061 · 61
Die Fehler der Mantras. Im Muṇḍamālatantra sprach Śaṅkara: „Die Mahāvidyā Bhuvaneśī wurde einst vom Götterkönig verehrt. Damals verlor die Mahāvidyā ihre Kraft.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0062 · 62
„Die kraftlose einsilbige [Vidyā] wurde durch Vāgbhava zum Leuchten gebracht. Die Kāmarāja genannte Vidyā wurde einst vom Blütenbogen-Träger mit einem Pfeil bedrängt und durch Bhuvaneśī wieder eingesetzt.“ [Der Schluss ist grammatisch knapp; bhuvaneśyāḥ kann auch einen Zugehörigkeitsbezug ausdrücken.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0063 · 63
„Die Kumārī-Vidyā wurde von dir verflucht, du Gemahlestreue. Allein in Śiva-Gestalt und allein in Śakti-Gestalt wurde die Vidyā von mir eingesetzt: Tārā, von Mondgestalt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0064 · 64
Bezüglich Bhairavī und weiterer Vidyās: „Schlafend, verbrannt, festgenagelt und von vernichtender Gestalt; berauscht, ohnmächtig, kraftlos und gelähmt; abgeschnitten, gesperrt, alt, ohne Bīja und ohne Śakti.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0065 · 65
So im Viśvasāra: „Abgeschnitten, gesperrt, ohne Śakti, abgewandt, taub, ohne Augen, festgenagelt, gelähmt, verbrannt, herabgefallen, verängstigt, befleckt, verworfen, gespalten, tief schlafend, berauscht, ohnmächtig, seiner Kraft beraubt, vermindert, zerstört, kindlich, knabenhaft, jugendlich, erwachsen, alt, grausam, ohne Bīja, ohne Vollkommenheit, träge, falsch, ohne Anteil, ohne Wesen, schielend, ohne Leben, beräuchert, umschlungen, betört, hungrig, überheblich, gliedlos, überzornig, übergrausam, beschämt, friedlich, von seinem Ort gefallen, verstümmelt, ohne Zuneigung, überalt und bedrängt: Ich werde die Kennzeichen dieser [Mantrafehler] beschreiben.“ [Einzelne Fachnamen wie kūṭa, niraṃśaka und nistriṃśaka sind wörtlich übertragen; ihre technischen Definitionen folgen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0066 · 66
„Ein Mantra, bei dem am Anfang, in der Mitte und am Ende das Wind-Bīja vorkommt, verbunden oder unverbunden, von Vokalen durchsetzt, dreimal, viermal oder fünfmal, heißt abgeschnitten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0067 · 67
„Ein am Anfang, in der Mitte und am Ende mit zwei Erd-Bījas gekennzeichnetes Mantra gilt als gesperrt und entbehrt Genuss und Befreiung.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0068 · 68
„Ein Mantra ohne Māyā-, Tritattva-, Śrī-Bīja und Rāva gilt als kraftlos, wenn [dies] nicht in seiner Mitte vorkommt.“ [Die Bedingung im zweiten Versfuß ist unvollständig; der Folgesatz setzt sie fort.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0069 · 69
„[Wenn] Kāma-Bīja in der Mitte, Māyā am Anfang und Aṅkuśa am Kopf [fehlen], gilt es als abgewandt. Ha mit Bindu …“ [Die genaue Zuordnung der über zwei Verse verteilten Negation ist beschädigt; der letzte Satz setzt sich fort.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0070 · 70
„… oder Indu am Anfang, am Ende und in der Mitte: Es gilt als taub. Ein fünfsilbiges Mantra ohne Repha, Arka und Indu gilt als augenlos und verleiht Leid, Kummer und Krankheit.“ [Die Zuordnung von ha und Indu zum tauben Mantra ist in der überlieferten Syntax nicht eindeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0071 · 71
„Wenn Haṃsa, Prāsāda, Vāgbhava, ha mit Bindu, Jīva, Rāva mit vierfacher Frucht, Māyā und das Wort namāmi am Anfang, in der Mitte oder am Ende fehlen, ist es festgenagelt.“ [Mehrere verschlüsselte Bīja-Bezeichnungen sind in dieser Aufzählung nicht sicher auflösbar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0072 · 72
„Wo Astra und Purandara nicht vorkommen, eines in der Mitte und zwei am Kopf, ist das Mantra gelähmt und ohne Vollkommenheit.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0073 · 73
„Ein Mantra, an dessen Kopf [ein Laut] mit Feuer und Wind verbunden siebenfach erscheint, wird verbranntes Mantra genannt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0074 · 74
„Wo Astra mit zwei, drei, sechs oder acht Silben erscheint, wird das Mantra als herabgefallen bezeichnet und entbehrt sämtlicher Vollkommenheiten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0075 · 75
„Ein Mantra, an dessen Anfang Māyā oder Praṇava oder Śiva oder Śakti nicht vorschriftsgemäß stehen, heißt verängstigt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0076 · 76
„Ein Mantra, bei dem am Anfang, in der Mitte und am Ende vier ma-Laute stehen, ist befleckt und mit sämtlichen Hindernissen verbunden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0077 · 77
„Ein Mantra, in dessen Mitte da oder an dessen Kopf zweimal Kavaca und [danach] Astra steht, heißt verworfen.“ [Die genaue Alternative der Lautanordnung ist im Vers knapp.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0078 · 78
„Zweimal dyo an Herz und Kopf, vaṣaṭ und vauṣaṭ in der Mitte: Dieses Mantra ist gespalten und von sämtlichen Lehrschriften ausgeschlossen.“ [dyo ist ein unklarer Lautname beziehungsweise eine beschädigte Lesart.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0079 · 79
„Ein dreisilbiges [Mantra] ohne Haṃsa heißt tief schlafend.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0080 · 80
„Ein siebzehnsilbiges Mantra oder eine solche Vidyā, die mit fünf phaṭ beginnt, heißt berauscht. Ebenso ist ein Mantra, in dessen Mitte Astra steht, ohnmächtig.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0081 · 81
„Ein Mantra bei der Unterbrechung des Gliedes heißt seiner Kraft beraubt.“ [virāme'ṅgasya ye mantro ist grammatisch beschädigt; das genaue technische Kennzeichen ist nicht sicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0082 · 82
„Ein achtzehnsilbiges Mantra, am Anfang, in der Mitte und am Ende mit vier Astra versehen, ist als furchtbar zu erkennen.“ [Hier steht bhīma statt des zuvor aufgezählten hīna.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0083 · 83
„Ein neunzehnsilbiges Mantra, verbunden mit Tārā und reich an Hṛllekhā- und Aṅkuśa-Bīja, heißt zerstört.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0084 · 84
„Ein siebensilbiges gilt als Kind, ein achtsilbiges als Knabe, ein sechzehnsilbiges als jugendlich und ein vierzigsilbiges als erwachsen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0085 · 85
„Ein Mantra mit dreißig, vierundsechzig, hundert oder vierhundert Silben heißt alt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0086 · 86
„Ein neunsilbiges Mantra mit Dhruva heißt grausam. Wo am Ende Hṛdaya und in der Mitte das Kopfmantra stehen, aber Śikhā und Varma, vauṣaṭ und phaṭ nicht vorkommen, oder wo Śiva- und Śakti-Laute fehlen, heißt es ohne Bīja.“ [Die Gliederabschlüsse sind technische Mantrabestandteile.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0087 · 87
„Wenn an diesen Stellen phaṭ kräftig erscheint, ist das Mantra ohne Vollkommenheit. Ein zehnsilbiges Mantra ist träge.“ [prāuḍha ist hier als „kräftig“ verstanden; die genaue syntaktische Verbindung ist unregelmäßig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0088 · 88
„Ein einsilbiges Mantra ist Kūṭa und wird zugleich anteillos genannt. Ein zweisilbiges ist ohne Wesen, ein viersilbiges schielend.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0089 · 89
„Ein sechssilbiges ist ohne Leben; ein Mantra mit siebeneinhalb oder zwölfeinhalb Silben ist beräuchert und wird getadelt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0090 · 90
„Mit zweieinhalb Bījas, ebenso mit einundzwanzig, zwanzig oder dreißig Silben, gilt es als umschlungen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0091 · 91
„Ein zweiundzwanzigsilbiges Mantra heißt betört. Ein Mantra mit zweiunddreißig, siebenundzwanzig oder vierundzwanzig Silben gilt als hungrig.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0092 · 92
„Ein Mantra mit elf, fünfundzwanzig oder dreiundzwanzig Silben heißt überheblich.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0093 · 93
„Ein Mantra mit sechsundzwanzig, sechsunddreißig oder neunundzwanzig Silben ist gliedlos.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0094 · 94
„Ein Mantra mit achtundzwanzig oder einunddreißig Silben gilt als überzornig und wird für sämtliche Handlungen getadelt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0095 · 95
„Ein Mantra mit dreißig oder dreiunddreißig Silben gilt als übergrausam und wird für sämtliche Handlungen getadelt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0096 · 96
„Mantras mit einer Anzahl von vierzig bis dreiundsechzig Silben heißen beschämt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0097 · 97
„Mantras mit fünfundsechzig Silben sind friedlich. Alle Mantras von fünfundsechzig bis neunundneunzig Silben heißen von ihrem Ort gefallen und sind nicht günstig.“ [Die überschneidenden Angaben stehen so im Text.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0098 · 98
„Mantras mit dreizehn oder fünfzehn Silben gelten sämtlich als verstümmelt; [ebenso] hundert oder hundertfünfzig.“ [Der Schluss reiht die Zahlen ohne eindeutige neue Satzverbindung an.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0099 · 99
„Zweihundertzweiundneunzig oder eines weniger, bis zu einer Anzahl von dreihundert: Diese heißen ohne Zuneigung.“ [Die zusammengesetzte Zahlenfolge śatadvayaṃ dvinavati ist als 292 gelesen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0100 · 100
„Ein Mantra mit vierhundert bis tausend Lauten ist überalt und von sämtlichen Lehrschriften ausgeschlossen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0101 · 1
„Mantras mit mehr als tausend Silben sind Daṇḍakas und heißen bedrängt. Zweitausendsilbige Mantras, in sieben Abschnitte geteilt, sind als Lobpreisgestalten zu erkennen; so sind diese Mantras beschaffen. Ebenso haben die Mantrakundigen die Vidyās bei sämtlichen Handlungen zu verstehen. Wer ein Mantra verehrt, ohne diese Fehler zu kennen, erlangt selbst in hundertmal zehn Millionen Kalpas keine Vollkommenheit.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
Mantrafehler und Feuerstätten
P4-0102 · 2
Nun die Befriedung der Mantrafehler. Ebendort: „Alle Mantras mit Fehlern wie abgeschnitten und Weiterem, die in den einzelnen Tantras bestimmt werden, erlangen durch die Kraft der Mātṛkā-Laute Vollkommenheit.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0103 · 3
„Man umschließe das Mantra, besonders die Vidyā, mit den Mātṛkā-Lauten und wiederhole zuerst 108-mal, damit die Frucht gelingt. Dann wird das Mantra beziehungsweise die Mahāvidyā die vorgeschriebene Frucht verleihen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0104 · 4
„Man umschließe mit Mātṛkā, setze den Laut in die Mitte und [reinige] dann die Mantrasilben: Diese Reinigung ist von den Tantras anerkannt.“ [Die Syntax der zweiten Zeile ist beschädigt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0105 · 5
„Man binde die Yoni-Mudrā und ziehe den Wurzellotus zusammen. Man meditiere über die daraus entstehenden Mantrasilben, die bis zum Brahmarandhra hinauf- und zurückgehen, atme ein und halte den Atem an. Der Mantrakundige wiederhole tausendmal, um die Mantrafehler zu befrieden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0106 · 6
Ferner: „Bei diesen Fehlern setze man in die Blätter Māyā oder Kāma und an den Anfang Śrī, zur Befreiung von dem Fehler.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0107 · 7
Ferner: „Auch ein fehlerhaftes Mantra wird wirksam, wenn es mit Tārā umschlossen ist. Zu welchem [Mantra] jemand Hingabe hat, auch dieses Mantra wird für ihn wirksam.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0108 · 8
Ferner: „Praṇava, die Göttin Mātṛkā und Hṛllekhā sind die drei Nektare. Durch Verbindung mit diesen drei Nektaren wird selbst ein fehlerhaftes Mantra wirksam.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0109 · 1
Nun die Regeln für das Feueropferbecken. Die Ableitung des Wortes Kuṇḍa nennt der in der Sārāvalī überlieferte Viśvasāra: „Auf der Erde, kau, wird eine wunderschöne Vertiefung gesehen, o Göttin; daher heißt es Kuṇḍa, zum Wohl der Praktizierenden.“ Bila bedeutet Grube. „Wunderschön“ bedeutet: versehen mit Umrandung, Yoni und weiteren Merkmalen.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0110 · 2
Zunächst die Bestimmung des Gebäudes, dabei zuerst die Bestimmung des Bodens. Im Gautamīya: „Man nehme so viel Boden in Besitz, wie die Anlage umfassen soll.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0111 · 3
„Boden mit weißer Erde heißt brāhmisch, mit roter Erde kṣatriyisch, gelber vaiśyisch, schwarzer śūdrisch. So wird Boden vierfach beschrieben. Brāhmischer bewirkt die Erfüllung aller Ziele, kṣatriyischer gilt als Herrschaft verleihend, vaiśyischer vermehrt Vermögen und Getreide; śūdrischer wird getadelt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0112 · 4
In der Gaṇeśavimarṣiṇī: „Zuerst prüfe der Baukundige den Boden. Er entferne verborgene Fremdkörper und weitere Verunreinigungen oder grabe ihn eine Mannestiefe aus.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0113 · 5
„Der Mantrakundige plane den Pavillon, mit dem Bauplatz verbunden, im Osten, Nordosten oder Norden, entsprechend der Aufteilung.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0114 · 6
„Neun, sieben oder fünf Ellen im Maß, ringsum viereckig.“ Fünf Ellen gelten bei nur einem Opferbecken.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0115 · 7
Ebendort heißt es: „Bei der Ausführung mit einem Becken soll das Gebäude fünf Ellen messen.“ Dieses eine Becken ist im nördlichen Teil des Gebäudes günstig.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0116 · 8
So heißt es: „Im Norden lege man ein einziges viereckiges Becken an. Bei 100.000 Feueropfergaben fertige man es dort; in der Gebäudemitte liegt kein Fehler.“ [Die Alternative des letzten Versfußes steht so im Text.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0117 · 9
Ebenso in der Vasiṣṭhasaṃhitā: „Der Verständige fertige im nordöstlichen Teil des Bauplatzes eine Anlage von sechs, zwölf, acht oder sechzehn Ellen ringsum, versehen mit vier Toren und geschmückt mit Torbögen und Weiterem.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0118 · 10
Im Kompendium: „Auf einem Gebiet von einem Drittel dieses Maßes bilde man für das Maṇḍala eine viereckige Altarterrasse, eine Elle hoch.“ [aratni bezeichnet das Maß vom Ellenbogen zur Hand.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0119 · 1
Nun, aus diesem Anlass, die neun Opferbecken. In der Śāradā: „Der Wissende teile im zuvor genannten Pavillon das Gebiet außerhalb der Altarterrasse dreifach und plane im mittleren Teil, beginnend mit Osten …“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0120 · 2
„… in den acht Richtungen acht Becken von schönen Gestalten der Reihe nach.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0121 · 3
Die Vasiṣṭhasaṃhitā beschreibt die acht Beckenarten: „Viereckig, yoniförmig, halbmondförmig, dreieckig, schön kreisrund, sechseckig, lotusförmig und achteckig: Dies sind ihre Namen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0122 · 4
[Arten der Opferbecken, Abbildung 51.] „Das Becken des Lehrers befinde sich dazwischen, zwischen Gaurīs Gemahl [Nordosten] und Mahendra [Osten]. Man messe wie zuvor eine Fläche von einer Elle ab. Dieses Becken ist ringsum viereckig und heilbringend.“ [madhye ist hier durch die Richtungsangabe präzisiert.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0123 · 5
„Der Verständige teile die zum Quadrat gemachte Fläche in fünf Teile. Vorn setze er einen Anteil an, im Maß eines halben halben Eck[abstands].“ [koṇārddhārddha ist geometrisch nicht eindeutig; die wörtliche Maßangabe bleibt erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0124 · 6
„Mit diesem Maß ziehe der Mantrakundige einen Bogen und ebenso einen weiteren. Dann lege er zwei Schnüre an; das Becken wird yoniförmig.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0125 · 7
„Der Verständige teile die quadratische Fläche in zehn Teile. Der Tantrakundige lasse oben und unten je einen Teil weg, lege vorn die Sehnenschnur an und ziehe mit diesem Maß einen Bogen. So entsteht ein schönes halbmondförmiges Becken.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0126 · 8
Denn Bhaṭṭas Erklärung sagt: Vorn bedeutet gegenüber, wie ein hingelegter Bogen mit Pfeil. Ferner: „Vorn lege man die Sehnenschnur an, weil [die Gestalt] eine halbe Schale bildet.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0127 · 9
„Man teile die Fläche in vier Teile, setze an beiden Seiten je einen Anteil an und markiere vorn nach diesem Maß. Der Verständige lege drei Schnüre an; dies wird als dreieckiges Becken bezeichnet.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0128 · 10
„Man teile die Fläche in achtzehn Anteile und setze einen Anteil außen an. Mit diesem Maß ziehe man den Kreis: Dies wird als rundes Becken bezeichnet.“ [Die Teilungsform ist in der Lesart verkürzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0129 · 11
„Man teile die Fläche achtfach und setze in der Mitte zu beiden Seiten der Schnur je einen Anteil an. Mit diesem Maß von der Mitte aus …“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0130 · 12
„… bilde der vorzügliche Mantrakundige an beiden Seiten vier Fischfiguren [sich überschneidende Kreisbögen]. Dann lege er sechs Schnüre an; dies heißt sechseckiges Becken.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0131 · 13
„Man teile die quadratische Fläche in achtzehn Anteile, setze einen Anteil außen an und ziehe mit diesem Maß einen Kreis.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0132 · 14
„Man bilde außen drei Kreise für Lotuszentrum und die weiteren [Lotusteile]. Dies heißt Lotusbecken, schön für die Augen.“ Außen bedeutet hier: in der Mitte; das Wort „außen“ kann „Mitte“ ausdrücken, weil Unveränderliche mehrere Bedeutungen besitzen, sagen die Lehrer. Bhaṭṭa sagt: Man bilde die Kreise für Lotuszentrum und die weiteren Teile jeweils weiter außen. Sonst würde das Maß überschritten. [Beide Auslegungen werden im Ausgangstext nebeneinander genannt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0133 · 15
Bhaṭṭa sagt: „Im achtfach geteilten Quadrat bilde man vier Kreise. In der Mitte befinden sich Lotuszentrum und Staubfäden, im dritten die Blätter, im vierten deren Spitzen. So bilde man die Kreise.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0134 · 16
„Die zuvor genannte Fläche teile man in vierundzwanzig Teile. Man setze einen Teil außen an und bilde ein Quadrat. Ausgehend vom Maß eines halben halben Eck[abstands] des inneren Quadrats bilde man [die Punkte] an den Ecken des äußeren Quadrats und lege nach der richtigen Regel in die Richtungen acht Schnüre an. Dies wird von den Tantrakundigen als achteckiges Becken bezeichnet.“ [Die genaue Bedeutung von koṇārddhārddha bleibt geometrisch unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0135 · 17
„So breit das Becken ist, so tief soll die Ausgrabung sein. Die Gestalt seiner Umrandungen soll der Gestalt des Beckens entsprechen. Drei Umrandungen besitzen die Becken, der Reihe nach von einem Faustmaß. So wurden die Becken beschrieben; nun werden große und kleine Opferkelle beschrieben.“ [Die verkürzte Umrandungsangabe wird später genauer ausgeführt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0136 · 18
„Man fertige für das Opfer die kleine Opferkelle nach dem noch zu beschreibenden Verfahren. Der Lehrer nehme einen der Bäume Śrīparṇī, Śiṃśapā oder einen Milchsaftbaum …“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0137 · 19
„… und teile ein eine Elle langes Stück in sechsunddreißig Teile.“ Eine Elle bedeutet hier eine Armlänge.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0138 · 20
So Agastya: „Die große Opferkelle fertige man für das Feueropfer nach dem Maß eines Arms. Zwanzig Anteile bilden den Stiel, acht die Schale.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0139 · 21
„Ein Anteil misst den Hals, sieben den Mund. Die Breite der Schale [beträgt] drei Anteile; [dies] wird für den Hals genannt.“ [Die Zuordnung von vedī und kaṇṭha ist in der zweiten Zeile widersprüchlich.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0140 · 22
„Der Mund soll dem Maß des Halses entsprechen. Im Mund bilde man einen Kanal vom Maß des kleinen Fingers, damit das Ghee ausfließen kann.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0141 · 23
„In der Mitte der Schale bilde man ein Lotuszentrum von einem Anteil. Außen darum fertige man ringsum eine Vertiefung von einem Anteil.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0142 · 24
„Ihre Vertiefung [beträgt] drei Anteile; außen [bilde man] einen Kreis von einem halben Anteil. Ringsum bilde man Blätter von einem Anteil.“ [Der genaue Bezug von khāta und den Maßen ist knapp.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0143 · 25
„Rings um Mund und Schale sei eine Einfassung von einem halben Anteil. Am Ansatz und an der Spitze des Stiels seien knaufartige Verdickungen von drei beziehungsweise vier Fingerbreiten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0144 · 26
„Die beiden Verdickungen seien von gleichem Anteil; [dies] gilt als Umfang des Stiels. Die Rückseite der Schale soll mit sechs Anteilen schildkrötenförmig sein.“ [Die Maßzuordnung der ersten Zeile ist nicht ganz eindeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0145 · 27
„Auf der Rückseite ihres Mundes zeichne man den Kopf eines Schwans, Elefanten oder Ebers. Damit wurden die Merkmale der großen Opferkelle beschrieben.“ [pautrin wird hier als Eber verstanden.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0146 · 28
„Mit vierundzwanzig Anteilen der großen Kelle fertige man die kleine Kelle. Zweiundzwanzig Anteile werden als Maß ihres Stiels genannt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0147 · 29
„Ihr Umfang [beträgt] vier Anteile; ihr Kopf fasst einen Karṣa Ghee. Mit zwei Anteilen zeichne man im [Ton beziehungsweise Kopf, Lesart paṅka] die Gestalt eines Antilopenhufs.“ [Die Gestaltbezeichnung ist klar, die Unterlage unklar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0148 · 30
„Am Ansatz und Ende des Stiels befindet sich je eine Verdickung, mit einem Ring geschmückt. Damit ist das Verfahren für die kleine Opferkelle beschrieben, übereinstimmend mit sämtlichen Tantras.“ Gaṇḍī bedeutet Knauf und Ring. Bhāguri sagt: „Gaṇḍī [bezeichnet] Ring und Knauf.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0149 · 31
Bei Fehlen der beiden [Kellen] heißt es in Vasiṣṭha: „Bei einem verkürzten Feueropfer fertige man große und kleine Opferkelle aus schönen, unversehrten Palāśa-Blättern oder Aśvattha-Blättern.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0150 · 32
Nun die besonderen Früchte der Becken. Im Kompendium: „Das viereckige wird als sämtliche Vollkommenheiten verleihend für Menschen bezeichnet. Das Yoni-Becken schenkt einen Sohn, das halbmondförmige Heil.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0151 · 33
„Das dreieckige vernichtet die Feinde, das runde dient der Befriedung. Für Abschneiden und Tötung [dient] das sechseckige, das lotusförmige schenkt Augenlicht; das achteckige wird als Krankheiten besänftigend bezeichnet.“ [Die Satzgrenzen der knappen Aufzählung werden nach den einzelnen Beckenformen gesetzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0152 · 34
Nun die Bestimmung des Beckens für wunschbezogene Feueropfer. Im Siddhasārasvata: „Bei Befriedung, Gedeihen und Gesundheit ist das Becken viereckig. Bei Anziehung dreieckig, bei Vertreibung rund. Auch bei Tötung sollen die Mantrakundigen stets ein rundes verwenden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0153 · 35
In einem anderen Tantra: „Bei Förderung [errichte man] das Becken im Norden, bei Befriedung und Weiterem im Westen, bei Vertreibung im Nordwesten und bei Tötung im Süden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0154 · 36
Ferner: „Für Brahmanen sei es viereckig, für Könige rund, für Vaiśyas halbmondförmig und für Śūdras dreieckig.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0155 · 37
„Einige Tantriker wünschen für alle ein viereckiges. O Maheśānī, im viereckigen führe man sämtliche Handlungen aus.“ Ferner: „Das viereckige Becken ist für alle Befähigten geeignet und verleiht alles.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0156 · 38
Die Regel des Ellenmaßes beim Bau von Gebäuden und Weiterem. Im Gautamīya: „Wagen und andere [Fahrzeuge], Sänfte, Boot und Karren sind mit dem Maß-Fingermaß herzustellen, niemals mit einem anderen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0157 · 39
„Alle genannten Faust- und Ellenmaße sind nach dem Opferherrn zu bestimmen, niemals nach jemand anderem.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0158 · 40
Ferner: „Wenn eine Messhandlung beschrieben wird, ohne dass die maßgebliche Person genannt ist, liefert der Opferherr das Maß: Dies ist die Bestimmung der Wissenden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0159 · 41
„Vierundzwanzig Fingerbreiten kennen die Tantrakundigen als eine Elle. Die Länge des mittleren Glieds des Mittelfingers der rechten Hand des Ausführenden wird als Maß-Fingerbreite bezeichnet.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0160 · 42
In einem anderen Tantra: „Als mittleres Maß [nehme man] die Querbreite des eigenen Daumens des Ausführenden. Diese Daumenbreite gilt auch bei sämtlichen anderen Handlungen als Maß.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0161 · 43
Bei Abwesenheit des Opferherrn: „Acht nebeneinander, nicht längs, gelegte Gerstenkörner ergeben eine Fingerbreite; vierundzwanzig [Fingerbreiten] eine Elle.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0162 · 44
Zur weiteren Abstufung [Lesart vayayo’nukrame unklar]: „Acht davon bilden das große, sieben Gerstenkörner das mittlere und sechs das kleine Fingermaß: So bestimmen es die vorzüglichen Weisen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0163 · 45
„Bei tausend Feueropfergaben bilde man ein Becken von einer Elle, bei zehntausend von zwei Ellen und bei 100.000 von vier Ellen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0164 · 46
„Bei einem sechselligen [Becken] vierhunderttausend, bei einem achtelligen eine Million. Bei zehn Millionen beträgt es zehn Ellen: So ist die Anzahl der Ellen festgelegt. Auf Erden gibt es für das Feueropfer kein Becken über zehn Ellen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0165 · 47
In der Śāradā: „Bei zehn Millionen gelten acht Ellen.“ Dies ist nach Schwere beziehungsweise Leichtigkeit der Stoffe zu verstehen. Ferner: „Bei 100.000 Feueropfergaben wird ein einelliges Becken vorgeschrieben.“ Auch dies ist bei Ghee-Feueropfern und Opfern von Honig, Ghee, Dūrvā, Oleander und Weiterem zu verstehen.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0166 · 48
Ferner: „Bei fünfzig Gaben nennt man ein Becken vom Faustmaß, bei hundert vom Ellenbogenmaß, bei tausend von einer Elle, bei zehntausend von zwei, bei 100.000 von vier Ellen. Bei einer Million [sind es] sechs Ellen, bei zehn Millionen acht. In einem einelligen Becken werden 100.000 vorgeschrieben; bis zu einer Million vergrößere man es jeweils um eine Elle.“ [Die unterschiedlichen Maßregeln stehen so nebeneinander.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0167 · 49
Für das Maß von zweielligen und weiteren Becken im Gautamīya: „Die Diagonalschnur des jeweils vorherigen Beckens wird als Maß des jeweils folgenden genannt. Nach der Länge der Diagonalschnur fertige man das zweiellige Becken. Bei sämtlichen Becken vergrößere man überall nach diesem Verfahren.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0168 · 51
Eine Besonderheit beim Beckenbau nennt das Gautamīya: „Dann grabe der Mantrakundige das Becken gemäß der Lehrvorschrift aus und vermeide sorgfältig den Körper und die Kopfregion der Schlange. Ein Schlag gegen den Kopf bewirkt Tod, gegen die Körperteile deren Schädigung, gegen den Schwanz Leid; im Schoß [der Schlange] werden sämtliche Ziele erfüllt.“ [Gemeint ist der im nächsten Vers erklärte Vāstu-Nāga.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0169 · 52
Die Bestimmung von Schlangenkopf und Weiterem: „Mit einem Körper von der Größe des Bauplatzes liegt er stets auf der linken Seite. Alle drei Monate dreht er sich auf der Erde. Die Vollkommenen nennen ihn Vāstu-Nāga.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0170 · 53
„In den drei Monaten beginnend mit Bhādra liegt sein Kopf im Osten, in den drei beginnend mit Mārga im Süden, in den drei beginnend mit Phālguna im Westen und in den drei beginnend mit Jyeṣṭha im Norden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0171 · 54
„So breit das Becken ist, so tief soll die Ausgrabung sein. Zu große Tiefe bewirkt Krankheit, zu geringe Vermögensverlust.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0172 · 55
„Ein schiefes Becken bewirkt Qual, eine unterbrochene Umrandung Tod. Ohne Umrandung entsteht Kummer, bei einer übermäßigen Vermögensverlust.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0173 · 56
„Ein ohne Yoni gefertigtes Becken wird als die Gemahlin vernichtend beschrieben, ein Becken ohne Hals als die Nachkommenschaft zerstörend.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0174 · 57
„Die erste Umrandung ist sattvisch, die zweite rajasisch, die dritte tamasisch: Dies ist die Bestimmung der Umrandungen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0175 · 58
„Die Becken haben drei Umrandungen; bei einem Becken vom Faustmaß sind sie in Höhe und Breite der Reihe nach [eine, eine halbe] Fingerbreite zu verstehen.“ [Die verkürzte Lesart avekārddhāṃguli gibt nicht alle drei Maße eindeutig wieder.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0176 · 59
„Beim Becken vom Ellenbogenmaß sind sie drei, zwei und eine Fingerbreite; beim einelligen vier, drei und zwei Fingerbreiten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0177 · 60
„Beim zweielligen sind sie sechs, vier und drei Fingerbreiten; beim vierelligen acht, sechs und vier.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0178 · 62
„Beim sechselligen sind sie der Reihe nach zehn, acht und sechs Fingerbreiten; beim achtelligen zwölf, zehn und acht; beim zehnelligen vierzehn, zwölf und zehn. In Breite und Höhe sind die Umrandungen ringsum so von den Wissenden zu bestimmen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0179 · 63
„Vor dem Opfernden, über diesen [Umrandungen], liegt die Yoni wie ein Aśvattha-Blatt. Innerhalb der Umrandungen liegt ringsum ein fingerbreiter Rand.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0180 · 64
„Der Verständige vergrößere diese beim einelligen Becken der Reihe nach und bei den anderen bis zum zehnelligen jeweils um eine halbe Fingerbreite.“ „Beim einelligen“ bedeutet: bis einschließlich des einelligen, weil für Nabel und Yoni ein gleiches Maß zu sehen ist. [Der genaue Bezug der halben Fingerbreite bleibt durch den Kommentar knapp.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0181 · 65
Im Gautamīya: „An der ersten Umrandung, vor dem Opfernden, bilde der mit allen Merkmalen vertraute Beckenkenner die Yoni als Lippe des Beckens, einer Elefantenlippe gleich.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0182 · 66
„Für Becken vom Faustmaß, Ellenbogenmaß und einer Elle wird die Yoni mit sechs Fingerbreiten Länge, vier Fingerbreiten Breite und zwei Fingerbreiten Höhe beschrieben.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0183 · 67
„Die Yoni-Spitze mache man eine Fingerbreite groß und leicht nach unten geneigt. Bei den anderen Becken vergrößere man die Yoni jeweils um eine Fingerbreite und auch ihre Spitze jeweils um das Maß zweier Gerstenkörner.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0184 · 68
In der Gaṇeśavimarṣiṇī: „Der Raum außerhalb der Umrandungen heißt Sthala. Von der quadratischen äußeren Fläche aus bilde man einen Kanal, in der Mitte mit einer Öffnung, am Ansatz dick und an der Spitze schmal; dieser Kanal soll schön sein. Man beginne ihn an der außerhalb der Umrandung gelegenen Fläche.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0185 · 69
Ferner: „Der Kanal beginne an der Fläche und [verlaufe] in der Mitte der Yoni, mit einer Öffnung.“ „Mit einer Öffnung“ bezieht sich auf beides.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0186 · 70
Im Gautamīya heißt es: „Der Kanal beginne an der Fläche, mit Öffnung durch die Mitte der Yoni, mit schmaler Spitze und an der Fläche liegendem Ansatz. In der Mitte der Yoni bilde man eine Vertiefung, genannt Ghee-Aufnehmer.“ „Von der Mitte“ bedeutet: bis zur Mitte.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0187 · 71
So in Vasiṣṭha: „Hinten erhöht, wie eine Elefantenlippe, mit einer Öffnung und in der Mitte erhöht.“ „Mit einer Öffnung“ bedeutet: an der mittleren Umrandung. Ferner: „Zwischen Kanal und Umrandungen bilde der Wissende auf der zweiten Umrandung eine Öffnung zum Auflegen des Einfassungsholzes.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0188 · 72
Die Einfassungshölzer: „Drei gerade Hölzer von Armlänge, mit Rinde, unbeschädigt und mit unzerbrochenen Spitzen; nach Ansicht einiger in den vier Richtungen. Für Becken vom Faustmaß, Ellenbogenmaß und einer Elle ist der Nabel hinsichtlich Höhe und [Breite] mit zwei beziehungsweise vier Fingerbreiten [angegeben]. Bei den übrigen Becken vergrößere der Großverständige den Nabel jeweils um zwei Gerstenkörner. Beim Yoni-Becken lasse man die Yoni, beim Lotusbecken den Nabel weg. Man teile die Nabelfläche dreifach und bilde in der Mitte das Lotuszentrum; auf den beiden äußeren Anteilen bilde man acht Blätter.“ [Die verkürzte Zahlenfolge netravedāṃgula gibt die Einzelmaße für drei Größen nicht vollständig an.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0189 · 73
Für die neun Becken nennt der Siddhāntaśekhara die Yoni-Regel: „Bei den Becken im Osten, Südosten und Süden ist die Yoni nach Norden gerichtet, bei den anderen nach Osten; für [das Becken] zwischen Osten und Nordosten gilt Norden. Bei einem verkürzten Feueropfer [genügt] ein ringsum viereckiger Opferboden von einer Elle, eine Fingerbreite hoch. Man nehme die kleine Kelle in die rechte Hand und die Opfergabe mit den drei Süßstoffen; nach Osten gewandt opfere man mit nach unten gewendeter Hand am Ende [des Mantras] der Gemahlin des Feuers. Bei einem mit namaḥ endenden [Mantra] gebe man namaḥ, bei einem mit svāhā endenden Dviṭha. Bei Verehrung und Feueropfer gilt überall dieses Verfahren.“ „Mit namaḥ endend“ bezieht sich auf purāṇische Mantras.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0190 · 74
So im Brahmapurāṇa: „Der eigene Name sämtlicher Wesen, mit oṃ am Anfang und der Verehrungsformel am Ende, heißt Mantra.“ Zum Beispiel: „Dies ist das Fußwasser: Oṃ, Verehrung Āditya!“ „Dies ist das Arghya: Oṃ, Verehrung Āditya!“ und so weiter. Denn es heißt: „Zuerst nenne man die Stoffe, danach die Götter.“ Nicht also: „Oṃ, Verehrung Āditya; dies ist das Fußwasser; Verehrung der Sonne!“ und dergleichen.
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P4-0191 · 75
Für tantrische [Mantras] gilt diese Regel nicht, sonst entstünde eine Unstimmigkeit bei Arghya und den weiteren Gaben. „Der Verständige opfere mit einem durch oṃ gereinigten, mit svāhā endenden Mantra am Ende von svāhā, während er über die Mantragottheit meditiert.“ Auch „durch oṃ gereinigt“ und das Weitere beziehen sich auf vedische Mantras; sonst würde ein anderes Mantra entstehen. Daher darf bei einem schon mit svāhā endenden Mantra kein weiteres svāhā gesagt werden.
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P4-0192 · 76
Man fasse die kleine Kelle mit der Śaṅkha-Mudrā, fünf Fingerbreiten [am äußeren Ende] frei lassend. So heißt es: „Man lasse außen fünf Fingerbreiten frei und halte sie mit der Muschel-Mudrā.“
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P4-0193 · 77
Wenn keine Zahl der Feueropfergaben genannt ist: „Bei fehlender Zahlenangabe sind für Japa und die weiteren Handlungen 108 oder tausend [anzusetzen]. Ist kein Opferstoff genannt, gelten Sesam und Ghee als Opfergabe.“
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Homa-Verfahren und Opfergaben
P4-0194 · 78
Nun das tägliche Feueropfer. In der Somabhujagāvalī heißt es: „Ohne Japa wird das Mantra nicht wirksam, ohne Feueropfer verleiht es keine Frucht, ohne Verehrung gewährt es keine Wünsche. Deshalb vollziehe man alle drei. Durch Verehrung erlangt man Verehrung, durch Japa Vollkommenheit, ohne Zweifel. Durch die Feuerhandlung findet man Macht und sämtliche Vollkommenheiten.“
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P4-0195 · 79
Auch im Nīlatantra: „Ich werde das tägliche Feueropfer beschreiben, durch das man alle Ziele erreicht. Nach vollständiger Verehrung führe man das Verfahren beginnend mit Bali aus. Dann vollziehe der vorzügliche Praktizierende Feueropfer und Tarpaṇa. Auch Bali, Vaiśvadeva und die weiteren Handlungen führe der Brahmane aus.“ [balivaiśyādika ist eine beschädigte Lesart.]
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P4-0196 · 80
„Man besprenge mit Arghya-Wasser und zeichne drei Linien. Man bringe das Feuer vorschriftsgemäß herbei und [spreche] Verehrung den Fleischfressern! Nach dem Grundmantra setze man das Feuer im Becken, auf dem Opferboden oder auf der Erde ein. Mit den drei Vyāhṛtis, jeweils auf svāhā endend, opfere man dreimal und dann die sechs Glieder. Man rufe die Göttin herbei, bringe mit dem Grundmantra sechzehn Gaben dar, preise sie, verneige sich und entlasse sie in die Mondscheibe.“
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P4-0197 · 81
Eine Besonderheit bei Śyāmā und den übrigen: „Man opfere den acht Bhairavas mit reinem Sesam samt Ghee, in der Reihenfolge der Richtungen beginnend im Osten, und führe dann das Feueropfer aus.“
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P4-0198 · 1
Nun das Verfahren des verkürzten Feueropfers: „Im Becken oder auf dem Opferboden, durch Betrachtung und die weiteren Handlungen geweiht …“ [Der Satz wird in den folgenden Anweisungen ausgeführt.]
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P4-0199 · 2
Ferner: „Betrachtung geschieht mit dem Grundmantra; Klopfen gilt als mit Śara auszuführen, Besprengen mit demselben; Begießen gilt als mit Varma auszuführen.“ [Śara bezeichnet hier das Waffenmantra phaṭ, Varma hūṃ.]
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P4-0200 · 3
„Man zeichne drei nach Osten und nach Norden gerichtete Linien.“ Nach dem Grundmantra verehre man mit „Oṃ, Verehrung dem Becken!“; je drei Linien nach Osten und Norden sind zu zeichnen. An den östlichen Spitzen verehre man Mukunda, Īśa und Purandara im Uhrzeigersinn, an den nördlichen Brahmā, Vaivasvata und Indu.
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P4-0201 · 4
Bei Sundarī verwende man überall die sechs Tārā-Bījas: „Aiṃ hrīṃ śrīṃ aiṃ klīṃ sauḥ, Verehrung Brahmā!“ So verehre man der Reihe nach.
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P4-0202 · 5
Im Feueropferteil der Brahmasaṃhitā: „Man bilde im Nordosten eine Altarterrasse von einer Elle Breite und Höhe und stelle darauf nach dem beschriebenen Verfahren einen Krug. Dann verehre man die Gottheit vorschriftsgemäß mit den Gaben und führe das Feueropfer angesichts der Gottheit aus.“
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P4-0203 · 6
Dann zeichne man in die Mitte des Beckens Sechseck, Kreis und Dreieck, außerhalb einen achtblättrigen Lotus und außerhalb davon ein Viereck mit vier Toren. Darüber bringe man mit dem Grundmantra Hände voll Blumen dar, bei Sundarī mit Bālā.
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P4-0204 · 7
Dann besprenge man alles mit Praṇava und verehre das Yoga-Pīṭha des Feuers. Auf dem Lotuszentrum verehre man Ādhāraśakti und die übrigen; in den vier Ecken, beginnend mit Südosten: „Oṃ, Verehrung Dharma!“; ebenso Jñāna, Vairāgya und Aiśvarya. In den Richtungen, beginnend im Osten: Adharma, Ajñāna, Avairāgya und Anaiśvarya. In der Mitte: „Oṃ, Ananta“ und „Padma“; „Aṃ, Verehrung dem Sonnenkreis, dessen Wesen zwölf Kalās sind!“; „Oṃ, Verehrung dem Mondkreis, dessen Wesen sechzehn Kalās sind!“; „Raṃ, Verehrung dem Feuerkreis, dessen Wesen zwölf Kalās sind!“ Dann an den Staubfäden, beginnend im Osten, und in der Mitte: „Oṃ, Verehrung Pītā!“; ebenso Śvetā, Aruṇā, Kṛṣṇā, Dhūmrā, Tīvrā, Sphuliṅginī, Rucirā und Jvālinī. Dann „Raṃ, Verehrung dem Feuersitz!“ [Der Ausgangstext nennt hier auch für Feuer zwölf Kalās; dies wird nicht vereinheitlicht.]
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P4-0205 · 8
Dann meditiere man über „Vāgīśvarī, nach der Menstruation gebadet, mit Augen wie blaue Wasserlilien, mit Vāgīśvara vereint“. Mit „Oṃ hrīṃ, Verehrung Vāgīśvara! Oṃ hrīṃ, Verehrung Vāgīśvarī!“ verehre man beide mit fünf Gaben und bringe Feuer herbei, durch einen Sonnenstein oder ein anderes [geeignetes Mittel] entstanden oder aus dem Haus eines vedisch Gelehrten. Bei Sundarī verehre man Kāmeśvara und Kāmeśvarī.
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P4-0206 · 9
Im Gautamīya: „Man nehme Feuer aus einem Stein, aus Reibhölzern, aus dem Haus vedisch Gelehrter oder aus dem Wald.“
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P4-0207 · 10
„Von einem Brahmanen ohne Opferfeuer erhaltenes Feuer bewirkt die halbe Frucht; von einem Angehörigen der Kṣatriya-Gruppe ein Viertel. Von einem Vaiśya oder Śūdra wird das Feueropfer fruchtlos. Deshalb beschaffe man mit aller Sorgfalt das vorgeschriebene Feuer.“
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P4-0208 · 11
In einem anderen Tantra: „Der Praktizierende bringe Feuer aus dem Haus eines Zweimalgeborenen herbei und betrachte es, mit dem mit vauṣaṭ endenden Grundmantra besprochen. Dann rufe er Agni mit dem Waffenmantra herbei und entferne mit dem auf hūṃ phaṭ endenden Grundmantra den Anteil für die Fleischfresser.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0209 · 12
Dann: „Oṃ, Verehrung dem Yoga-Pīṭha des Feuers!“ In den vier Richtungen: „Oṃ, Verehrung Vāmā!“; ebenso Jyeṣṭhā, Raudrī und Ambikā. Nach dem Grundmantra verehre man das Becken mit „Verehrung dem Becken der Gottheit [Name]!“ Darunter meditiere man über Vāgīśvarī in der Gestalt der jeweiligen Gottheit, menstruierend. Man bringe das Feuer wie beschrieben herbei, weihe es durch Betrachtung und die übrigen Handlungen und entnehme daraus mit „raṃ“ das Feuer. Nach dem Grundmantra entferne man mit „Hūṃ phaṭ, für die Fleischfresser, svāhā!“ deren Anteil. Man schütze es mit dem Feuermantra, umhülle es mit „hūṃ“, mache es mit Dhenu-Mudrā zu Nektar und hebe es mit beiden Armen. Man bewege es dreimal kreisend über dem Becken, berühre mit den Knien den Boden und lege es, als Śivas Samen vergegenwärtigt, sich zugewandt in die Yoni der Göttin.
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P4-0210 · 13
Dann verehre man mit „Hrīṃ, Verehrung der Feuergestalt!“, verbinde es durch „Raṃ, Verehrung dem Feuerbewusstsein!“ mit Bewusstsein und entzünde es mit „Oṃ, Citpiṅgala, erschlage, erschlage! Verbrenne, verbrenne! Gare, gare! Allwissender, gib die Anweisung! Svāhā.“ Dann trete man ehrerbietig heran: „Ich verneige mich vor dem lodernden Feuer, Jātavedas, dem Verzehrer der Opfergaben, goldfarben, makellos, entzündet und mit Gesichtern nach allen Seiten.“ [sarvajñājñāpaya ist als Anrufung und Imperativ getrennt.]
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P4-0211 · 14
Dann benenne man es: „Agni, du trägst den Namen der Gottheit [Name].“ Man verehre mit Arghya und den übrigen Gaben unter „Oṃ, Vaiśvānara, Jātavedas, führe hierher, Rotäugiger, vollbringe sämtliche Handlungen! Svāhā.“ Dann: „Oṃ, Verehrung den sieben Zungen Agnis, beginnend mit Hiraṇyā!“; „Oṃ, dem Tausendflammigen, Verehrung dem Herzen!“ und so weiter, „Verehrung den sechs Gliedern Agnis!“; „Oṃ, Agni Jātavedas …“, „Verehrung den acht Gestalten!“ Außerhalb: „Oṃ, Verehrung den acht Śaktis, beginnend mit Brāhmī!“; weiter außen „Oṃ, Verehrung den acht Schätzen, beginnend mit Padma!“; weiter außen „Oṃ, Verehrung den Welthütern, beginnend mit Indra!“; weiter außen „Oṃ, Verehrung den Waffen, beginnend mit Vajra!“
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P4-0212 · 15
Dann lege man zwei Kuśa-Blätter von einer Handspanne Länge ins Ghee, meditiere in dessen linkem, rechtem und mittlerem Teil über Iḍā, Piṅgalā und Suṣumnā und führe das Feueropfer aus. Mit der kleinen Kelle nehme man Ghee aus dem rechten Teil und opfere mit „Oṃ, für Agni, svāhā!“ ins rechte Auge des Feuers. Ebenso nehme man Ghee links und opfere mit „Oṃ, für Soma, svāhā!“ ins linke Auge. Aus der Mitte nehme man Ghee und opfere mit „Oṃ, für Agni und Soma, svāhā!“ ins Stirnauge. Wieder von rechts nehme man Ghee mit „Oṃ namaḥ“ und opfere mit „Oṃ, für Agni Sviṣṭikṛt, svāhā!“ in den Mund des Feuers. [Sviṣṭikṛt ist der Vollender des gut Dargebrachten.]
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P4-0213 · 16
Dann das Feueropfer der großen Vyāhṛtis: „Oṃ bhūḥ svāhā! Oṃ bhuvaḥ svāhā! Oṃ svaḥ svāhā!“ [Erde, Zwischenraum, Himmel.] Mit „Oṃ, Vaiśvānara, Jātavedas, führe hierher, Rotäugiger, vollbringe sämtliche Handlungen! Svāhā“ opfere man dreimal. Dann verehre man im Feuer mit dem Grundmantra die Gottheit, beginnend mit ihrem Pīṭha, und opfere fünfundzwanzigmal Ghee mit dem Grundmantra in ihren Mund. Man vergegenwärtige die Einheit des Feuers und der Gottheit mit sich selbst und bringe elf Gaben mit dem Grundmantra dar. Danach „Für die Gliedergottheiten des Grundmantras, svāhā!“; ebenso „Für die Umkreisgottheiten, svāhā!“ Wenn möglich, bringe man jeder einzeln eine Gabe dar. Dann fasse man den Entschluss und führe das Feueropfer mit dem in der jeweiligen Ritualvorschrift genannten Stoff aus.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0214 · 17
Dann gebe man mit dem Grundmantra die vollständige Schlussgabe, führe mit der Saṃhāra-Mudrā die erwählte Gottheit ins Herz zurück und entlasse sie mit „Verzeihe!“ Man gebe die Ehrengabe und stelle die Fehlerfreiheit fest. Damit endet die Vorschrift des verkürzten Feueropfers.
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P4-0215 · 1
Nun das ausführliche Feueropferverfahren: Der geschmückte Lehrer begebe sich zum Tor des Opferpavillons, bereite das allgemeine Arghya, verehre das Tor und betrete das Gebäude. Er verehre die Gottheit gemäß ihrer Ritualvorschrift, bilde im Nordosten eine Altarterrasse von einer Elle, stelle darauf einen Krug, verehre nach Vermögen und weihe das Becken durch Betrachtung und die übrigen Handlungen. Im Feueropferteil der Brahmasaṃhitā heißt es: „Man bilde im Nordosten eine Altarterrasse von einer Elle Breite und Höhe und stelle darauf nach dem beschriebenen Verfahren einen Krug. Dort verehre man die Gottheit vorschriftsgemäß mit den Gaben und führe das Feueropfer angesichts der Gottheit aus.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0216 · 2
„Betrachtung geschieht mit dem Grundmantra, Klopfen mit Śara; Besprengen mit demselben und Darbha-Gras, Begießen mit Varma. Nach dem Schutz durch Astra beginne man die Weihe.“ Dann spreche man das Grundmantra und verehre das Becken mit „Oṃ, Verehrung dem Becken!“ [Śara und Astra bezeichnen das Waffenmantra, Varma das Schutzmantra.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0217 · 3
Bei Tārā und den übrigen nenne man die jeweilige Gottheit und sage „Verehrung dem Becken!“ Dann zeichne man in der Beckenmitte je drei nach Osten und Norden gerichtete Linien. Alles Weitere ist nach dem Verfahren des verkürzten Feueropfers auszuführen. Im Tantra: „Der Praktizierende bringe Feuer aus dem Haus eines Zweimalgeborenen herbei und betrachte es, mit dem mit vauṣaṭ endenden Grundmantra besprochen. Danach rufe er Agni mit dem Waffenmantra herbei und entferne mit dem auf hūṃ phaṭ endenden Grundmantra den Anteil für die Fleischfresser.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0218 · 4
Dann weihe man das Feuer durch Betrachtung und die übrigen Handlungen und vergegenwärtige die Einheit des irdischen Feuers mit Bauchfeuer und Bindu-Feuer. Mit „Raṃ, ich bilde das Feuerbewusstsein!“ gebe man dem Feuer Bewusstsein, bespreche es 108-mal mit oṃ, mache es mit Dhenu-Mudrā zu Nektar, besprenge es mit „phaṭ“ und umhülle es mit „hūṃ“. Mit „Raṃ, Verehrung der Feuergestalt!“ verehre man es mit Duftstoff, Blumen und den übrigen Gaben, bewege es dreimal kreisend über dem Becken und lege es unter Aussprechen von Praṇava, die Knie am Boden, als Śivas Samen vergegenwärtigt, sich zugewandt in die Yoni der Göttin. Dann gebe man Vāgīśvara und Vāgīśvarī Mundspülwasser und weitere Gaben. „Man meditiere über die im Schoß getragene Gottheit in Feuergestalt und gebe danach zum Schutz der Leibesfrucht einen Darbha-Ring.“ Mit „Citpiṅgala, erschlage, erschlage! Gare, gare! Verbrenne, verbrenne! Allwissender, gib die Anweisung! Svāhā“ entzünde man das Feuer.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0219 · 5
Dann trete man mit gefalteten Händen zum Feuer: „Oṃ, ich verneige mich vor dem lodernden Feuer, Jātavedas, dem Verzehrer der Opfergaben, goldfarben, makellos, entzündet und mit Gesichtern nach allen Seiten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0220 · 6
Dann führe man im eigenen Körper den Nyāsa der Feuerzungen aus: am Glied „Sarayūṃ, Verehrung Hiraṇyā!“; am After „Ṣarayūṃ, Verehrung Kanakā!“; am Scheitel „Śarayūṃ, Verehrung Raktā!“; am Mund „Varayūṃ, Verehrung Kṛṣṇā!“; an der Nase „Larayūṃ, Verehrung Suprabhā!“; am Auge „Rarayūṃ, Verehrung Bahurūpā!“; am ganzen Körper „Yarayūṃ, Verehrung Atiraktā!“ Diese [Zungen gelten] für sattvische Opferhandlungen. [Die Lautfolgen sind in der Quelle so geschrieben; die Namen bedeuten Golden, Goldfarben, Rot, Schwarz, Schönstrahlend, Vielgestaltig und Überrot.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0221 · 7
Bei wunschbezogenen Handlungen [verwendet man] mit den genannten Bījas Padmarāgā, Suvarṇā, Bhadralohitā, Rohitā, Śvetā, Dhūminī und Karālikā; diese sind rajasisch. Bei grausamen Handlungen [verwendet man] mit den zuvor genannten Bījas Viśvamūrti, Sphuliṅginī, Dhūmravarṇā, Manojavā, Lohitā, Karālā und Kālī; diese sind tamasisch. Der Nyāsa ist überall je nach Handlungsart mit der Bīja-Verbindung wie zuvor zu verstehen. [Die Quelle liest am Schluss kālo, eine männliche beziehungsweise beschädigte Form.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0222 · 8
So in der Śāradā: „An Glied, After, Kopf, Mund, Nase, Augen und am ganzen Körper: Die mit sa beginnenden und mit ya endenden [Laute], verbunden mit Feuer und Ārghīśa sowie Bindu, werden von den sieben Lehrern als Feuermantras für die Zungen bestimmt.“ [Die Bīja-Verschlüsselung vahniyārghīśa ist nicht eindeutig; die konkrete Reihe steht in der vorangehenden Prosa.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0223 · 9
Dann Hand- und Körper-Nyāsa: „Für den Tausendflammigen“ an beiden Daumen, namaḥ; „für den mit Heil Erfüllten“ an beiden Zeigefingern, svāhā; „für Uttiṣṭhapuruṣa“ an beiden Mittelfingern, vaṣaṭ; „für den Rauchdurchdringenden“ an beiden Ringfingern, hūṃ; „für den Siebenzüngigen“ an beiden kleinen Fingern, vauṣaṭ; „für den Bogenträger“ an Handflächen und Handrücken, phaṭ. Ebenso an Herz und den weiteren Stellen: „Für den Tausendflammigen, Verehrung dem Herzen!“ und so weiter. [Uttiṣṭhapuruṣa ist der überlieferte Name, etwa „aufgerichteter Mensch“.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0224 · 10
Dann der Nyāsa der Gestalten: am Scheitel „Oṃ, Verehrung Agni Jātavedas!“; an der rechten Schulter „Oṃ, Verehrung dem siebenzüngigen Agni!“; an der rechten Seite „Oṃ, Verehrung Agni, dem Träger der Opfergaben!“; an der rechten Hüfte „Oṃ, Verehrung Agni, dem aus dem Pferdebauch Geborenen!“; am Glied „Oṃ, Verehrung Agni Vaiśvānara!“; an der linken Hüfte „Oṃ, Verehrung Agni, dem Glanz des Kumāra!“; an der linken Seite „Oṃ, Verehrung Agni mit dem Allgesicht!“; an der linken Schulter „Oṃ, Verehrung Agni, dem Mund der Götter!“ Überall steht Praṇava am Anfang.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0225 · 11
Ferner: „Dann setze der Lehrer die acht Gestalten Jātavedas' an Scheitel, Schulter, Seite, Hüfte, Glied, Hüfte, Seite und Schulter ein: Jātavedas, Saptajihva, Havyavāhana, Aśvodaraja, Vaiśvānara, Kaumāratejas, Viśvamukha und Devamukha. Die Feuergestalten werden mit Tārā und dem Wort Agni am Anfang und Verehrung am Ende [eingesetzt].“ [Die Namen bedeuten der Reihe nach: Kenner der Geburten, Siebenzüngiger, Opfergabenträger, aus dem Pferdebauch Geborener, allen Menschen Zugehöriger, Kumāras Glanz, Allgesicht und Göttermund.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0226 · 12
Dann bilde man mit „Raṃ, Verehrung dem Feuersitz!“ den Sitz des Feuers und vergegenwärtige darin seine Gestalt: „Man meditiere über Vahni, hibiskusrot, der in seinen langen Armen die gewünschte [Gabe beziehungsweise Segensgeste], Lanze, Svastika und Furchtlosigkeit trägt; zum Feueropfer geschmückt, im Lotus, dreiäugig, mit verfilztem Haar zum Kopfschmuck gebunden.“ [iṣṭaṃ ist bezüglich des ersten Handattributs nicht eindeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0227 · 13
Dann begieße man die Umrandungen mit reinem Wasser unter Bālā und umwinde sie je dreimal mit Darbha-Gras ohne innere Halme, dessen Spitze jeweils den Ansatz bedeckt. In die Richtungen, außer Osten, lege man die Einfassungshölzer; darauf sind Brahmā und die übrigen Gottheiten im Uhrzeigersinn zu verehren.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0228 · 14
Man meditiere erneut über das Feuer, rufe es dort auf dem Pīṭha herbei und verehre es mit Duftstoffen und weiteren Gaben unter „Oṃ, Vaiśvānara, Jātavedas, führe hierher, Rotäugiger, vollbringe sämtliche Handlungen! Svāhā. Dies ist das Fußwasser, Verehrung Agni!“ und so weiter. Auf der Umrandung verehre man Vāmā, Jyeṣṭhā, Raudrī und Ambikā. In der Mitte im Sechseck: „Sarayūṃ, Verehrung Hiraṇyā! Ṣarayūṃ, Verehrung Kanakā! Śarayūṃ, Verehrung Raktā! Varayūṃ, Verehrung Kṛṣṇā! Larayūṃ, Verehrung Suprabhā! Rarayūṃ, Verehrung Bahurūpā! Yarayūṃ, Verehrung Atiraktā!“ Ihre vorstehenden Gottheiten nennt ein anderes Tantra: „Götter, Ahnen, Gandharvas, Yakṣas, Nāgas, Piśācas und Rākṣasas gelten als die Gottheiten der sieben Zungen.“ Ebenso bei wunschbezogenen Handlungen: „Sarayūṃ, Verehrung Padmarāgā!“ und so weiter; bei grausamen: „Sarayūṃ, Verehrung Viśvamūrti!“ und so weiter.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0229 · 15
In der Gaṇeśavimarṣiṇī: „Hiraṇyā, wie siebenfaches Gold strahlend, steht in der Richtung des Dreizackträgers [Nordosten]. Kanakā, von der Farbe des Vaidūrya, steht im Osten. Raktā, der jungen Sonne gleich, steht im Südosten. Kṛṣṇā, einer dunkelblauen Wolke gleich, steht im Südwesten. Suprabhā, einem Rubin gleich, steht im Westen. Atiraktā, hibiskusgleich, steht im Nordwesten. Bahurūpā steht, wie beschrieben, im Süden und Norden.“ [Die doppelte Richtung der letzten Gestalt steht so im Text.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0230 · 16
Dann an den Staubfäden, in den Ecken beginnend mit Südosten, in der Mitte und den Richtungen: „Oṃ, für den Tausendflammigen, Verehrung dem Herzen! Oṃ, für den mit Heil Erfüllten, für den Kopf, svāhā! Oṃ, für Uttiṣṭhapuruṣa, für den Haarknoten, vaṣaṭ! Oṃ, für den Rauchdurchdringenden, für den Schutzpanzer, hūṃ! Oṃ, für den Siebenzüngigen, für die drei Augen, vauṣaṭ! Oṃ, für den Bogenträger, für die Waffe, phaṭ!“ Auf den Blättern, beginnend im Osten: „Oṃ, Verehrung Agni Jātavedas! Oṃ, Verehrung dem siebenzüngigen Agni! Oṃ, Verehrung Agni, dem Opfergabenträger! Oṃ, Verehrung Agni, dem aus dem Pferdebauch Geborenen! Oṃ, Verehrung Agni Vaiśvānara! Oṃ, Verehrung Agni, dem Glanz des Kumāra! Oṃ, Verehrung Agni mit dem Allgesicht! Oṃ, Verehrung Agni, dem Mund der Götter!“ Nach Verehrung dieser Feuergestalten, die Lanze und Svastika tragen, verehre man die Welthüter in ihren jeweiligen Richtungen.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0231 · 17
Dann nehme man große und kleine Opferkelle in beide Hände, wende sie nach unten und erhitze sie dreimal im Feuer. Man nehme Darbha-Gras und reinige der Reihe nach ihre Spitze, ihren Ansatz und ihre Mitte, besprenge sie mit der rechten Hand und erhitze sie erneut. Das Darbha-Gras werfe man ins Feuer und lege [die Kellen] rechts von sich auf Kuśa-Gras.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0232 · 18
Dann bringe man die Ghee-Schale vor sich, reinige sie mit Wasser, über dem das Waffenmantra wiederholt wurde, gebe Ghee hinein und weihe es durch Betrachtung und die übrigen Handlungen.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0233 · 19
Dann nehme man Kohlen aus dem nordwestlichen Teil heraus und stelle mit „namaḥ“ die Ghee-Schale darauf. Man entzünde zwei Darbha-Halme und gebe sie ins Ghee. Mit „namaḥ“ schwenke man zwei brennende Darbha-Halme über dem Ghee und gebe sie ins Feuer. [Die erste Halmhandlung ist im Sanskrit durch eine wiederholte Einsetzungsanweisung unregelmäßig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0234 · 20
Dann zeige man mit „phaṭ“ brennende Darbha-Halme über dem Ghee und werfe sie ins Feuer. Man nehme das Ghee [vom Feuer], verbinde die Kohlen wieder mit dem Feuer und berühre Wasser. Die rechte Hand oben und nach unten gewandt halte man zwischen Daumen und dem Finger neben dem kleinen Finger [Ringfinger] zwei Darbha-Halme von einer Handspanne. Mit Astra reinige man das Ghee und mit „namaḥ“ führe man mit diesen Kuśa-Halmen vor sich das Durchstreichen des Ghees aus.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0235 · 21
Dann lege man zwei verknotete Darbha-Halme von einer Handspanne ins Ghee, bilde zwei Teile und vergegenwärtige die helle und dunkle Monatshälfte. Links meditiere man über Iḍā, rechts über Piṅgalā, in der Mitte über Suṣumnā und führe das Feueropfer aus.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0236 · 22
Das Verfahren: Mit „namaḥ“ nehme man mit der kleinen Kelle Ghee aus dem rechten Teil und opfere mit „Oṃ, für Agni, svāhā!“ ins rechte Auge des Feuers. Ebenso nehme man Ghee links und opfere mit „Oṃ, für Soma, svāhā!“ ins linke Auge. Aus der Mitte nehme man Ghee und opfere mit „Oṃ, für Agni und Soma, svāhā!“ ins Stirnauge. Dann nehme man mit „namaḥ“ mit der kleinen Kelle Ghee rechts und opfere mit „Oṃ, für Agni Sviṣṭikṛt, svāhā!“ in den Mund des Feuers. Bei jeder Gabe [sammle man] den Sampāta in einem anderen Gefäß.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0237 · 23
Dann das Feueropfer der großen Vyāhṛtis: „Oṃ bhūṃ svāhā! Oṃ bhuvaḥ svāhā! Oṃ svaḥ svāhā!“ [Erde, Zwischenraum, Himmel; im ersten steht hier bhūṃ statt bhūḥ.] Dann opfere man dreimal mit „Vaiśvānara, Jātavedas, führe hierher, Rotäugiger, vollbringe sämtliche Handlungen! Svāhā“ und vollziehe für Agni die Handlungen von der Empfängnisbereitung an.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0238 · 24
Nämlich: Empfängnisbereitung, Puṃsavana [Ritus zur Förderung männlicher Nachkommenschaft], Scheitelteilung, Geburtsritus, Namengebung, erster Ausgang, erste feste Speise, Haarschur, Einführung beim Lehrer, großes Gelübde, Upaniṣad-Bad, Godāna [rituelle Bartschur beziehungsweise Kuhgabe] und Heirat. Bei grausamen Handlungen bis zur Tötung. So heißt es: „Bei heilbringenden Handlungen [reichen die Riten] bis zur Heirat, bei grausamen bis zum Tod.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0239 · 25
Das Verfahren: „Oṃ, ich vollziehe Agnis Empfängnisbereitung! Svāhā.“ So bringe man bei jedem einzelnen Ritus der Reihe nach Ghee-Gaben im Feuer dar.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0240 · 26
Bei Sundarī dagegen: „Oṃ, ich bereite Agnis Empfängnis! Aiṃ, Verehrung.“ So bringe man jeweils eine einzelne Opfergabe dar; dies ist im Kalpasūtra dargelegt. [Das Fragezeichen in agner?garbhādhānaṃ gehört zur unsicheren Vorlage; „360)“ ist eine Anmerkungsmarkierung.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0241 · 27
Bei der Namengebung: „Nachdem man die Hauptgöttin verehrt hat, bringe man zu seiner Namengebung mit dem fünften Pfeil[-Bīja] drei Opfergaben dar. Danach gebe man den Namen: ‚O Opferfeuer, du bist Kāmāgni, das Feuer des Verlangens.‘“ Anschließend verehre man die Eltern des Feuers, Vāgīśvara und Vāgīśvarī, und vereinige sie mit sich selbst. Man stelle sich im Geist fünf Brennhölzer vor, deren unteres Ende, Spitze und Mitte mit Ghee getränkt sind, und opfere sie. [Die Namensformel kāmāgnistavaṃ ist vermutlich beschädigt; die Übersetzung folgt der erkennbaren Benennung als Kāmāgni.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0242 · 28
Dann bringe man für jede der zuvor genannten Zungen, Glieder und Gestalten des Feuers eine Opfergabe dar. Mit dem kleinen Opferlöffel nehme man viermal Ghee, gebe es in den großen Opferlöffel und bedecke diesen mit dem kleinen. Man erhebe sich und opfere mit: „Oṃ, Vaiśvānara, Jātavedas, komm hierher, Rotäugiger! Vollbringe alle Handlungen! Svāhā; Vauṣaṭ.“ [ihāvaha bedeutet wörtlich „bringe hierher“; was herbeigebracht werden soll, bleibt unausgesprochen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0243 · 29
Dann bringe man mit dem Mantra des Herrn der Hindernisse zehn Opfergaben dar, nämlich: „Oṃ svāhā“; „oṃ śīṃ svāhā“; „oṃ śīṃ hrīṃ svāhā“; „oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ svāhā“; „oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ svāhā“; „oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ svāhā“; „oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye svāhā“; „oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye vara-varada svāhā“; „oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye vara-varada sarvajanaṃ svahā“; „oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ gaṇapataye varavarada sarvajanaṃ me vaśamānaya svāhā“. [Die Bījas bleiben unübersetzt. Gaṇapataye: „für Gaṇapati“; vara-varada: „o vorzüglicher Gabenspender“; sarvajanaṃ me vaśamānaya: „bringe alle Menschen in meine Gewalt“. Die vorletzte Formel endet vor dem zugehörigen Verb. Die Vorlage wechselt zwischen śīṃ und śrīṃ; dies wird nicht stillschweigend vereinheitlicht.] Ebenso im Prapañcasāra: „O Göttin, zuerst bringe man zehn Opfergaben mit dem Gaṇapati-Mantra dar, mittels der zehn [Abschnitte], die mit Tārā [Oṃ] beginnen und jeweils die vorhergehenden mit einschließen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0244 · 30
Dann verehre man den Sitz der Gottheit im Feuer. Man stelle sie sich in Gestalt des Feuers vor und verehre sie mit den fünf Diensten und weiteren Darbringungen.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0245 · 31
Bei Sundarī besteht die Besonderheit darin, dass man mit dem Ṣaḍānana-Mantra und den Gliedermantras verehrt und [spricht]: „Oṃ hrīṃ śrīṃ, ich verehre die heiligen Fußsandalen des gesamten Yoginī-Kreises: der offenbaren, verborgeneren, der Überlieferung zugehörigen, der Kula-, Kaulinī-, inneren, geheimen, überaus geheimen und allergeheimsten [Yoginīs].“ [Die Aufzählung ist in samastapraṭaka vermutlich beschädigt; der Sanskritwortlaut der langen Formel bleibt oben unverändert.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0246 · 32
Bei Tārā und den übrigen dagegen verehre man die mit Brāhmī beginnenden, die mit Lakṣmī beginnenden, die mit Indra beginnenden sowie die mit dem Vajra beginnenden [Gottheiten beziehungsweise Waffen]. Dies ist die Besonderheit.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0247 · 33
Dann bringe man mit dem Grundmantra und Ghee fünfundzwanzig Opfergaben in den Mund des Feuers dar. Anschließend vergegenwärtige man die Einheit des Feuers und der Gottheit mit dem eigenen Selbst und opfere mit dem Grundmantra elf Ghee-Gaben. Danach bringe man für jede Umkreisgottheit der betreffenden Gottheit jeweils eine Opfergabe dar.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0248 · 34
Dann vollziehe man das Feueropfer mit den im Vorsatz bestimmten Stoffen, die in der jeweiligen Ritualordnung vorgeschrieben sind. Nämlich: „Bei jeder Handlung opfere man in die Zunge namens Bahurūpā, denn Bahurūpikā ist die Erzeugerin sämtlicher Vollendungen.“ [Sāvitrī bezeichnet hier die hervorbringende Kraft; die Gleichsetzung ist eine Aussage des Textes.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0249 · 35
Im Yāmala: „In der Mitte des Feuerbeckens [verwende man] die Hiraṇyā genannte [Zunge] für Unterwerfungs- und Herbeiziehungsriten; die Kanakā genannte für Lähmung und Ähnliches; die Raktā genannte für Entzweiung. Die Kṛṣṇā genannte wird für Tötungsriten empfohlen, Suprabhā für Befriedung; die Atiraktā genannte für Vertreibung. Bahurūpā verleiht vortreffliche Vollendung.“
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P4-0250 · 36
„Oṃ bhūḥ, für Agni, für die Erde und für das Große: Svāhā. Oṃ bhuvaḥ, für Vāyu, für den Zwischenraum, für den Himmel und für das Große: Svāhā. Oṃ svaḥ, für den Mond, für die Sterne, für die Himmelsrichtungen und für das Große: Svāhā. Oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ, für den Mond, für die Sterne, für die Himmelsrichtungen und für das Große: Svāhā.“ [Die letzte Formel wiederholt in der Vorlage die Empfänger der dritten; bhūḥ, bhuvaḥ und svaḥ bleiben als heilige Ausrufe erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0251 · 37
Die Fingerregel beim Feueropfer für besondere Wünsche: „Zur Befriedung opfere man mit zusammengefügtem Zeigefinger und Daumen. Für Brennen, Fieber und Schadenzauber [verwende man] die Mudrā aus Ringfinger und Daumen; sie wird auch für Entzweiung, Vertreibung und Tötung empfohlen. Mit Zeige- und Mittelfinger wird die Abwehr von Tötung bewirkt. Körperliche [Wohlfahrt], Einsicht, Schönheit, Führung, Gedeihen und Ähnliches sowie alle Herbeiziehungen, auch solche von weit entfernten Gegenständen, kommen durch Zusammenfügen von Zeige- und Ringfinger sogleich zustande. Verblendung, der Wunsch nach Unterwerfung und die Vermehrung von Zuneigung: All dies gelingt mit Zeige- und kleinem Finger. Verblendung, Herbeiziehung, Aufwühlung und Vertreibung [gelingen] mühelos durch Zusammenfügen von kleinem Finger, Mittelfinger und Daumen. Durch ein vorschriftsmäßiges Feueropfer und die Verwendung der entsprechenden Stoffe werden alle Mantras mittels der Anwendung von Mudrā und Mantra wirksam.“ [nīṃti ist vermutlich für nīti, „Führung/kluges Verhalten“, verschrieben.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0252 · 38
Dann lege man die Opferstoffe mit dem kleinen Löffel in den großen und bedecke diesen damit. Man halte beide beim Nabel und bringe mit dem Mantra, das mit „itaḥ pūrvam“ beginnt, sowie mit dem Grundmantra die volle Schlussgabe dar. Mit der Saṃhāra-Mudrā, der Geste der Rücknahme, entlasse man [die Gottheit] in das eigene Selbst. Man opfere erneut mit den Vyāhṛtis, den heiligen Weltenausrufen, und gebe für jede Zunge, jedes Glied und jede Gestalt Agnis eine einzelne Opfergabe.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0253 · 39
Dann besprenge man wie zuvor den oberen Rand des Feuerbeckens mit Wasser. Mit der Saṃhāra-Mudrā vereinige man das Feuer mit dem eigenen Selbst und werfe die Umfassungshölzer mitsamt den ausgebreiteten Grashalmen ins Feuer. Die Besonderheit ist: Bei einem anlassbezogenen Ritus verbrenne man sie; bei einem täglichen Ritus verbrenne man sie nicht. Ebenso in der Śāradā: „Bei einem anlassbezogenen Ritus verbrenne der Mantrapraktizierende diese; beim täglichen dagegen verbrenne er sie nicht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0254 · 40
Dann gebe man die Dakṣiṇā, die rituelle Vergütung. Ebenso in der Jñānamālā: „Bei zehntausend [Wiederholungen] gebe man ein Suvarṇa, bei hunderttausend zehn Suvarṇas. Wie beim Feueropfer, so soll auch beim Japa eine Dakṣiṇā gegeben werden. Fehlen die Mittel, so gilt als Dakṣiṇā, was den Guru zufriedenstellt.“ [Suvarṇa ist eine traditionelle Goldgewichts- beziehungsweise Geldeinheit.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0255 · 41
Wenn das Feueropfer ein Bestandteil der Einweihung ist, bringe man nach dem Feueropfer für die Gottheit und ihre Umkreisgottheiten mit gheegetränktem Sesam oder mit den in der Ritualordnung vorgeschriebenen Stoffen 1.008 oder [ein]hundert Opfergaben für die Gottheit dar. [aṣṭottara sahasraṃ śataṃ vā lautet wörtlich „tausend mit acht darüber, oder hundert“; die übliche Zahl 108 wird hier nicht stillschweigend eingesetzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0256 · 42
Dann führe der Guru den gebadeten Schüler mit gründlich gereinigten Zähnen zum Feuerbecken. Er schaue ihn mit göttlichem Blick an, vereinige dessen Bewusstsein mit sich selbst und vollziehe die Reinigung der Adhvans, der kosmischen Entfaltungswege. Nämlich: Während er mit einem Büschel Kuśa-Gras den Fuß des Schülers berührt, opfere er achtmal Sesam mit Ghee und spreche: „Oṃ śodhayāmi kalādhvaniṃ svāhā – Oṃ, ich reinige den Weg der Kalās; Svāhā.“ Ebenso berühre er den After: „Oṃ śodhayāmi tattvādhvānaṃ svāhā – Oṃ, ich reinige den Weg der Tattvas; Svāhā.“ Den Nabel: „Oṃ śodhayāmi bhuvanādhvānaṃ svāhā – Oṃ, ich reinige den Weg der Welten; Svāhā.“ Das Herz: „śodhayāmi varṇādhvanaṃ svāhā – Ich reinige den Weg der Laute; Svāhā.“ Die Stirn: „Oṃ śodhayāmi padādhvānaṃ svāhā – Oṃ, ich reinige den Weg der Wörter; Svāhā.“ Den Scheitel: „Oṃ śodhayāmi mantrādhvānaṃ svāhā – Oṃ, ich reinige den Weg der Mantras; Svāhā.“ Überall bringe er acht Opfergaben dar. Nachdem er diese der Reihe nach in Paraśiva zurückgenommen hat, lasse er sie auf dem Schöpfungsweg mit den entsprechenden Opfergaben wieder der Reihe nach entstehen: aus dem Mantra-Weg den Wort-Weg, aus dem Wort-Weg den Laut-Weg, aus dem Laut-Weg den Welten-Weg, aus dem Welten-Weg den Tattva-Weg und aus dem Tattva-Weg den Kalā-Weg. In dieser Reihenfolge opfere er. Dann schaue er den Schüler mit göttlichem Blick an und versetze dessen in ihm selbst befindliches Bewusstsein wieder in den Schüler. Nachdem er mit dem großen Opferlöffel die volle Schlussgabe und die übrigen Handlungen vollzogen hat, erteile er die Einweihung in der zuvor beschriebenen Reihenfolge. Damit endet die ausführliche Feueropferordnung. [Mehrere Flexionsformen der Adhvan-Namen sowie andhuṃ sind in der Vorlage unregelmäßig; pāyuṃ erläutert ausdrücklich „After“.]
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P4-0257 · 43
Nun die Mengen der Feueropferstoffe: „Für Ghee gilt beim Feueropfer ein Karṣa; für Milch ein Śukti. Die Weisen haben für die fünf Kuhprodukte dieselbe Menge angegeben; ebenso viel Honig. Milchreis wird mit einem Akṣa bemessen. Dickmilch sei ein Prasṛti, gerösteter Puffreis eine Handvoll; dieselbe Menge gelte für Reisflocken und, wie angegeben, auch für śaktayaḥ [Lesung unsicher, möglicherweise Mehl]. Rohzucker messe man mit einem halben Pala; ebenso Kristallzucker. Gekochtes Opfergetreide sei ein halber Bissen, Zuckerrohr ein Abschnitt bis zum nächsten Knoten. Blätter, Blumen und Kuchen gebe man jeweils einzeln. Bananen und Orangen bringt man als einzelne Früchte dar. Eine Zitronatzitrone teile man in vier Stücke, eine Jackfrucht in zehn.“ [Die traditionellen Maße bleiben erhalten, weil der Text keine Umrechnung angibt; die Worttrennung bei madhudugdhānnam ist unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0258 · 44
„Kokosnüsse werden, wie die Kundigen wissen, in acht Stücke geteilt; eine Bilva-Frucht in drei, eine Kapittha-Frucht in zwei. Eine Gurkenfrucht wird beim Feueropfer, so heißt es, in drei Stücke geschnitten; andere Früchte bleiben ungeteilt. Die Brennhölzer seien zehn Fingerbreiten lang. Drei Dūrvā-Halme sind vorgeschrieben; Guḍūcī sei vier Fingerbreiten lang. Ungeschälter Reis sei eine Handvoll, ebenso Mungbohnen, schwarze Bohnen und Gerste. Geschälter Reis sei die Hälfte davon, Kodrava-Hirse eine Handvoll. Weizen und rote Lotusblüten werden mit einer Handvoll bemessen. Sesam sei eine hohle Hand voll, ebenso Senfkörner. Salz sei ein Śukti, Pfefferkörner zwanzig. Guggulu-Harz habe die Größe einer Jujubenfrucht; ebenso Hiṅgu. Sandelholz, Agaru, Kampfer, Moschus und Safran sollen nach Angabe der Lehrer die Größe eines Tamarindensamens haben. Bei Brennholzopfern stelle der Lehrer sich Vaiśvānara stehend vor; bei Ghee-Opfern liegend, bei den übrigen Stoffen sitzend.“ [śaktayaḥ in der vorigen Einheit sowie einzelne Schreibweisen sind nicht zuverlässig geklärt; die Zusatznummer 43-ka bleibt im Sanskrit erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0259 · 45
„Bei allen Handlungen opfere der Kundige im Mund des Feuers. Ein Opfer in sein Ohr verursacht Krankheit; in sein Auge, so heißt es, Blindheit. In seine Nase [verursacht es] seelische Bedrängnis, auf seinen Kopf Gefährdung des Vermögens.“ [asyāntar wird als „im Mund“ verstanden; die Lesung ist nicht ganz sicher.]
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P4-0260 · 46
„Wo das Holz ist, dort ist das Ohr; wo der Rauch ist, dort die Nase. Wo wenig Flamme ist, ist das Auge; wo die Glut ist, dort der Kopf. Wo eine lodernde Flamme ist, dort ist Jātavedas’ Zunge.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0261 · 47
„Eine Farbe wie Gold, Zinnober, die junge Sonne, Safran oder Honig wird als schöne Farbe dessen bezeichnet, dessen Samen golden ist [Agni].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0262 · 48
„Ein Feuer, dessen Klang einer großen Trommel, einer Regenwolke oder einem mächtigen Elefanten gleicht, bringt Glück. Als glückverheißenden Geruch des Feuers bezeichnen die Tantra-Kundigen einen Duft wie Campaka, Punnāga, Pāṭalā, Yūthikā, Lotus, blauer Lotus, Kahlāra, Ghee oder Guggulu.“ [Das vor Campaka stehende nāśa ist beschädigt oder nicht sicher identifizierbar; es wird nicht mit einer erfundenen Pflanze übersetzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0263 · 49
„Flammen, die sich nach rechts drehen, nicht zittern und einem Schirm gleichen, bringen dem Opferherrn Wohlergehen, besonders auch seinem Reich.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0264 · 50
„Rauch, weiß wie Jasmin und Mond, wird als glückverheißend bezeichnet. Eine schwarze Farbe des Feuers vernichtet den Opferherrn; eine weiße vernichtet rasch das Reich. Ein Laut wie der einer Krähe oder ein Ton des Feuers wie der eines Esels bewirkt die Vernichtung von allem. Fauliger Geruch des Opferfeuers bringt dem Opfernden Leid.“ [svarasvarasamo ist vermutlich verschrieben für einen Vergleich mit der Stimme eines Esels; diese Deutung ist unsicher. Weißer Rauch gilt hier als günstig, weiße Feuerfarbe dagegen als ungünstig.]
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Sechs historische Ritualanwendungen
P4-0265 · 1
„Eine unterbrochene, kreisförmige Flamme bewirkt Tod und Vermögensverlust. Rauch wie die Flügel eines Papageis oder mit der Farbe einer Taube bewirkt binnen Kurzem Verlust an Pferden und Kühen. Bei derartigen Fehlern bringe der Lehrer zur Sühne mit dem Grundmantra fünfundzwanzig Ghee-Opfergaben dar.“ Damit endet der Abschnitt über das Feueropfer. Nun die Kennzeichen der sechs Handlungen. In der Śāradā: „Nun werde ich in diesem Tantra die Kennzeichen der sechs Handlungen vollständig erklären, entsprechend allen Tantras, damit die Wirkungen ihrer Anwendungen verwirklicht werden.“
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P4-0266 · 2
„Befriedung, Unterwerfung, Lähmung, sodann Entzweiung und Vertreibung, zuletzt Tötung: Diese nennen die Weisen die sechs Handlungen.“
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P4-0267 · 3
„Die Beseitigung von Krankheit, Schadenzauber, besitzergreifenden Mächten und Ähnlichem wird Befriedung genannt. Unterwerfung heißt, alle Menschen fügsam zu machen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0268 · 4
„Die Hemmung aller Betätigungen wird Lähmung genannt. Zwischen einander Zugewandten gegenseitigen Hass hervorzurufen, gilt als Entzweiung.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0269 · 5
„Vertreibung heißt, [jemanden] aus seinem eigenen Land und Ähnlichem zu verdrängen. Lebewesen das Leben zu nehmen, wird Tötung genannt. Man führe die Handlungen aus, nachdem man die jeweils eigene Gottheit, Himmelsrichtung, Zeit und die übrigen [Zuordnungen] erkannt hat.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0270 · 6
„Rati, Vāṇī [Sarasvatī], Ramā [Lakṣmī], Jyeṣṭhā, Durgā und Kālī werden der Reihe nach als Gottheiten der sechs Handlungen bezeichnet. Zu Beginn einer Handlung verehre man sie.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0271 · 7
Kālī [bedeutet hier] Bhadrakālī. „Als Himmelsrichtungen gelten die des Īśa [Nordosten], des Mondes [Norden], Indras [Osten], Nirṛtis [Südwesten], Vāyus [Nordwesten] und Agnis [Südosten]. Beginnend mit Sonnenaufgang werden in jedem Tag und jeder Nacht jeweils zehn Ghaṭikās der Reihe nach zu den Jahreszeiten, mit dem Frühling beginnend: Frühling, Sommer, Regenzeit, Herbst, Vorwinter und Winter.“ [Die Richtungszuordnung folgt der im Text genannten Gottheitenfolge. Eine Ghaṭikā ist eine traditionelle Zeiteinheit.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0272 · 8
Hier sind mit Ghaṭikās Daṇḍas gemeint. „Oder: Mitternacht ist die Herbstzeit, die frühe Morgenzeit der Vorwinter; der Vormittag sei der Frühling, der Mittag der Sommer. Der Nachmittag sei die Regenzeit, die Abenddämmerung gilt als Winter.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0273 · 9
Oder: „Beim Anbrechen der Morgenröte ist Vorwinter, bei Tagesanbruch Winter. Nach einem halben Prahara sei Frühling, mit dem Herannahen des Mittags Sommer; in der vierten Tageswache die Regenzeit, nach Sonnenuntergang Herbst.“ [Prahara beziehungsweise Yāma bezeichnet eine Tages- oder Nachtwache.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0274 · 10
„Vorwinter ist für Befriedung angegeben, Frühling für Unterwerfungsriten. Winter gilt für Lähmung, Sommer für Entzweiung; Regenzeit für Vertreibung, Herbst für Tötungsriten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0275 · 11
Nun die Regel der Mondtage: „Der fünfte, zweite, dritte und siebte [Mondtag] zusammen mit Mittwoch oder Donnerstag gelten für Befriedungsriten. Der sechste, vierte und dreizehnte in Verbindung mit Donnerstag oder Montag; der neunte wird für Stärkungsriten empfohlen. Ebenso der achte, neunte, zehnte und elfte in Verbindung mit Sonntag oder Freitag; für Herbeiziehung dagegen Neumond, der neunte und erste. Vollmond am Samstag oder Sonntag gilt für Entzweiungsriten.“ [Der Sanskrittext lässt bei einzelnen Satzgliedern die zugehörige Ritenart unausgesprochen; die Zuordnung zwischen pauṣṭika und ākarṣaṇa bleibt daher teilweise unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0276 · 12
„Der vierzehnte Mondtag der dunklen Hälfte, ebenso der achte, wenn sie auf einen Samstag fallen, werden für Vertreibung empfohlen, besonders in der Abenddämmerung.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0277 · 13
„Der vierzehnte und achte Mondtag der dunklen Hälfte sowie Neumond, verbunden mit Samstag oder Dienstag, werden für Tötungsriten empfohlen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0278 · 14
„Der fünfte und zehnte Mondtag der hellen Hälfte sowie Vollmond, verbunden mit Mittwoch oder Montag, gelten als Mondtage für Lähmungsriten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0279 · 15
„Günstige Handlungen vollziehe man beim Aufgang günstiger Planeten und bei günstigem Aszendenten; grausame Handlungen bei [den] leeren [Mondtagen] und [ungünstiger] Sonne, Tötung bei einer Todeskonstellation.“ [riktārke ist in seiner astrologischen Zuordnung unsicher; die eingeklammerten Wörter sind keine sicher überlieferten Ergänzungen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0280 · 16
Im Cāmuṇḍā-Tantra: „Beim Unterwerfungsritus wiederhole man [das Mantra] nach Osten gewandt, beim Schadenzauber nach Süden. Lähmung wisse man dem Westen zugeordnet, Befriedung dem Norden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0281 · 17
„Herbeiziehung im Südosten, Tötung im Südwesten; Vertreibung im Nordwesten, im Nordosten [eine Handlung], die Befreiung schenkt. Für Schadenzauber soll außerdem der Boden nach Süden abfallen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0282 · 18
„Die Kleidung wird als rot angegeben, auch die Kopfbinde als rot. Der Schmuck bestehe aus Eisen; Verehrung und die übrigen Handlungen [vollziehe man] mit der linken [Hand].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0283 · 19
„Beim Tötungsritus wird ausdrücklich eine Schnur aus menschlichen Sehnen genannt. Wer die Tötung von Feinden wünscht, fertige eine Gebetskette aus dem Zahn eines Verstorbenen, der nicht im Kampf [getötet wurde], oder eines Esels und wiederhole damit [das Mantra]. Für Herbeiziehungsriten wiederhole man mit Perlen aus einem zerbrochenen Elefantenstoßzahn. Für Entzweiung und Vertreibung wiederhole man [das Mantra], die aus Pferdezähnen bestehende Gebetskette vor Augen, deren Perlen auf einem Faden aus den Haaren der Zielperson aufgereiht sind.“ [yuddhaśūnyasya bedeutet wörtlich „ohne Kampf“; der genaue Bezug ist unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0284 · 20
Nun die Darlegung der Sitzhaltungen und des Übrigen: „Padma, ferner Svastika, Vikaṭa, sodann Kukkuṭa, Vajra und Bhadra: Diese nennen die Weisen die Sitzhaltungen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0285 · 21
„Nachdem man Padmāsana eingenommen hat, schiebe man die beiden Hände zwischen Knie und Oberschenkel hindurch und setze sie auf den Boden; [der übrige Körper] bleibt in der Luft: Dies ist Kukkuṭāsana.“ Die anderen [Haltungen] sind noch zu erläutern.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0286 · 22
„Für Befriedung und die folgenden Handlungen wisse man der Reihe nach die sechs Mudrās: Lotus, Schlinge, Keule, Stampfer, Donnerkeil und Schwert.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0287 · 23
„Wasser wird beim Befriedungsritus empfohlen, Feuer bei Unterwerfung. Erde gilt bei Lähmung, der Raum wird bei Entzweiung genannt; Wind bei Vertreibung, und erneut Feuer bei Tötung.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0288 · 24
„Wenn das jeweils zugehörige Element aufsteigt, soll der entschlossene Mantrapraktizierende die betreffende Handlung richtig und zusammen mit dem entsprechenden Maṇḍala ausführen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0289 · 25
„Die Laute des Mondes, des Wassers, der Erde, des Raumes, des Windes und des Opferfeuers seien der Reihe nach die Mantra-Bījas bei den sechs Handlungen.“ [Die Laute selbst werden hier nicht ausgeschrieben; diese Reihe weicht von der vorhergehenden Elementzuordnung ab.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0290 · 26
„Verflechtung, Einfügung, Einschließung, Absperrung, Anfügung und Ausschmückung: Dies sind die Anordnungen bei den sechs Handlungen.“ [Die technischen Namen lauten Grathana, Vidarbha, Saṃpuṭa, Rodhana, Yoga und Pallava.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0291 · 27
„Man lasse die Buchstaben des Namens vorschriftsgemäß durch das Mantra voneinander getrennt sein. Dies erkenne man als Grathana, Verflechtung; sie wird für Befriedungsriten empfohlen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0292 · 28
„Man schreibe einen Buchstaben des Namens der Zielperson zwischen zwei Mantrabuchstaben. Dies sollen Mantrapraktizierende als Vidarbha, Einfügung, bei Unterwerfungsriten erkennen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0293 · 29
„Das Mantra stehe am Anfang und am Ende des Namens: Dies gilt als Saṃpuṭa, Einschließung. Dies werde für Lähmung empfohlen, erklären die Mantra-Kundigen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0294 · 30
„Das Mantra stehe am Anfang, am Ende und in der Mitte des Namens: Dies gilt als Rodhana, Absperrung. Bei Entzweiungsriten wird dieses als vorzüglich empfohlen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0295 · 31
„Der Name stehe am Ende des Mantras: Dies wird als Yoga, Anfügung, bei Vertreibung angesehen. Das Mantra stehe am Ende des Namens: Dies gilt als Pallava, Ausschmückung, bei Tötung.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0296 · 32
„Als Farben der in den Mantras genannten Gottheiten werden für die sechs Handlungen Weiß, Rot, Gelb, eine Mischfarbe, Schwarz und Rauchfarben angegeben.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0297 · 33
„Die Stoffe zum Schreiben der Mantras sind Sandelholz, Rocanā, Kurkuma, Hausruß, Kohle vom Scheiterhaufen und bei Tötung die acht Gifte: śyena, agni, loṇa und Galle, ferner der geeignete Saft des Stechapfels, Hausruß, die drei scharfen Stoffe und die Gruppe der acht Gifte.“ [Die Liste ist beschädigt oder uneindeutig gegliedert; śyena heißt gewöhnlich „Falke“, agni „Feuer“, loṇa „Salz“. Eine zuverlässige Identifikation sämtlicher hier als Giftstoffe gemeinten Substanzen ist nicht möglich.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0298 · 34
„Nachdem der Einsichtige Gottheit, Zeit, Mudrā und die übrigen [Zuordnungen] richtig erkannt hat, wende er die sechs Handlungen an, um die jeweils beschriebene Wirkung zu verwirklichen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0299 · 35
Im Kulārṇava: „Bei Vertreibung wird Vaṣaṭ genannt, bei Tötung Hūṃ und Phaṭ am Ende; bei Lähmung wird Namaḥ genannt, bei Befriedung und Stärkung Svāhā.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0300 · 36
„Bei Feueropfer und Tarpana füge der Mantrapraktizierende Svāhā an das Ende des Mantras, bei Nyāsa und Verehrung Namaḥ; beim Japa [lasse er es] in seiner gegebenen Form.“ Die Bedeutung ist: Beim Japa zu den jeweiligen Handlungen füge man diese [Schlusswörter] an das Mantra und wiederhole es. Bei Feueropfer und Ähnlichem gilt diese Regel nicht. Einige sagen dies aufgrund der Worte „nicht beim Feueropfer“. Das ist nicht richtig. „Beim Feuerdienst spreche man Svāhā, bei jeder Verehrung Namaḥ. Für Befriedung, Stärkung, Unterwerfung, Entzweiung, Herbeiziehung, Vertreibung und Tötung füge man der Reihe nach Svāhā, Svadhā, Vaṣaṭ, Huṃ, Vauṣaṭ und Phaṭ hinzu. Für Unterwerfung, Herbeiziehung, quälendes Brennen und Fieber wird Svāhā genannt. Zur Besänftigung von Zorn, für Befriedung und Zuneigung fügen die Kundigen Namo hinzu; Vauṣaṭ für völlige Verblendung, Entfachung, Stärkung und Überwindung des Todes. Huṃ für die Vernichtung von Zuneigung, Tötung und Abschneiden; bei Vertreibung und Entzweiung Vauṣaṭ, beim Lahmmachen Vaṣaṭ. Beim Entfachen des Mantras sowie bei Gewinn und Nichtgewinn gilt Vaṣaṭ.“ Aufgrund dieser besonderen Aussage gilt die Regel auch beim Feueropfer. [Die erste Liste nennt sieben Handlungen, aber nur sechs Schlusswörter; diese Unstimmigkeit bleibt erhalten. Die anschließend genannten Zuordnungen stimmen ebenfalls nicht vollständig mit der vorausgehenden Regel überein.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0301 · 37
Die Regel für Schreibflächen und Ähnliches beim Schreiben von Mantras für Befriedung und die übrigen [Riten] steht dort ebenfalls: „Bei Befriedung [verwende man] Silber oder Kupfer, bei Unterwerfung Birkenrinde; bei allen Handlungen Gold, bei grausamen das Tuch eines Verstorbenen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0302 · 38
„Für Befriedung werden die drei Duftstoffe genannt, für Unterwerfung die fünf Kuhprodukte; für alle Handlungen die acht Duftstoffe, für grausame dagegen die acht Gifte.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0303 · 39
„Bei Befriedung sei der Schreibstift Dūrvā-Gras, bei Unterwerfung und den folgenden [Riten] eine Pfauenfeder. Mit Gold [schreibe man] für alle Handlungen; bei grausamen sei [der Schreibstift] eine Krähenfeder.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0304 · 40
„Befriedungsriten [vollziehe man] in Häusern, Unterwerfung im Haus der Caṇḍ[ikā?]. In einem Tempel [vollziehe man] alle [Riten], auf einer Verbrennungsstätte grausame Handlungen.“ [śānkirma und caṇkāgṛhe sind beschädigt; die Gottheitenbezeichnung in der zweiten Ortsangabe ist unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0305 · 41
Nun das Aufsteigen der Elemente: „Die Bewegung der Erde ist stabförmig in beiden Nasenöffnungen. Die des Wassers [ist …], die des Feuers nach oben; die des Windes geht quer. Die Bewegung des Raumes befindet sich in der Mitte: Dies gilt als Aufsteigen der Elemente. Beim Aufsteigen der Erde vollziehe der Selbstkundige Lähmung und Unterwerfung; in der Zeit des Wassers Befriedung und Stärkung, [in der des] Feuers Tötung und Ähnliches, [in der des] Windes Vertreibung von Gegnern und Ähnliches. Beim Aufsteigen des Raumes wird die Vernichtung von Gift und Ähnlichem empfohlen.“ [Die Richtungsangabe für Wasser fehlt oder ist im unklaren to yasyapāvakasya verschmolzen; vasoḥ wird hier auf das Feuer bezogen.]
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P4-0306 · 43
Nun die Maṇḍalas der Elemente: „Das des Raumes ist kreisförmig; das des Windes trägt sechs Punkte. Das des Feuers ist dreieckig und mit einem Svastika versehen; das Lotus-[Maṇḍala] des Wassers ist mit einem Halbmond verbunden. Das der Erde ist viereckig und mit einem Vajra versehen. Die Kundigen kennen diese Maṇḍalas als der Erscheinung der jeweiligen Elemente entsprechend; sie werden mit deren eigenen Farben gefärbt und auch von ihren jeweiligen Namen umgeben. Der Raum ist klar, der Wind schwarz, Feuer rot, Wasser hell und die Erde gelb“, und so weiter. [Die räumliche Zuordnung des Halbmondes folgt der erkennbaren Satzfügung, bleibt jedoch wegen der Zeilenverbindung prüfbedürftig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0307 · 43
Eine andere Anwendung im Kulārṇava: „Man wiederhole das Mantra hunderttausendmal, verbunden mit Meditation und Nyāsa, um Fehler der Anwendung zu befrieden und zum eigenen Schutz. Andernfalls erlangt man die Wirkung nicht und zieht sich den Fluch der Gottheit zu.“
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Lobgesänge und Schutztexte: Bhuvaneśvarī
P4-0308 · 45
Was dagegen [gesagt wird]: „Man soll keinen Tötungsritus vollziehen; wenn man ihn vollzogen hat, wiederhole man [das Mantra] zehntausendmal“, bezieht sich auf die Sühne. Nun Lobgesänge und Schutztexte. Im Vārāhī-Tantra: „Nachdem man am Anfang den Praṇava [Oṃ] gesprochen hat, rezitiere man den Lobgesang oder die Saṃhitā; auch am Ende füge man den Praṇava hinzu. So sprach der ursprüngliche Puruṣa. Dies ist überall so zu verstehen; andernfalls bleibt es ohne Wirkung.“
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P4-0309 · 1
Nun zuerst der Lobgesang an Bhuvaneśvarī. Īśvara sprach: „Nun preise ich zur Erlangung aller Fülle die Mutter, die Ursache der Welt, die unmittelbar aus Glückseligkeit besteht und deren Wesen das Wort-Brahman ist.“
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P4-0310 · 2
„Dich, die Ursprüngliche, die Mutter von allem, die Brahmā, dem Lotusgeborenen, Viṣṇu und Śiva ihre Gestalten verleiht, die Schöpfung, Erhaltung und Auflösung der drei Welten bewirkt, preise ich, o Mutter, und läutere dadurch meine Rede.“
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P4-0311 · 3
„O Tochter des Königs der Berge, du allein bist wahrlich der Grund der Macht selbst des Gottes, der Manmathas Feind ist [Śiva] und in Erde, Wasser, Feuer, dem vorzüglichen Wind, dem Opfernden, dem Mond und der Sonne Gestalt annimmt.“ [Die überlieferte Aufzählung enthält hier sieben Glieder; ein achtes wird nicht ergänzt.]
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P4-0312 · 4
„Mutter, als Ursache der besonderen Würde der dreiströmigen [Gaṅgā], die alle Götter verehren, erkenne ich gerade dies: dass sie ständig in Śambhus Haarflechten kreist, die durch den Blütenstaub deiner Lotusfüße geheiligt sind.“
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P4-0313 · 5
„Der Herr der Mondphasen erfreut die Nachtlotusblüte, keine andere; die Sonne die Tageslotusblüte, ebenfalls keine andere. Ein Einzelner vermag vor allem einen Einzelnen zu erfreuen; du aber erfreust mit deinem Blick die ganze entfaltete Welt.“
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P4-0314 · 6
„Obwohl du die Ursprüngliche aller Welten bist, stehst du in neuer Jugend; obwohl du die Tochter des höchsten Bergkönigs bist, bist du überaus zart. Obwohl du die Mutter der Drei bist, wirst du nicht [als solche?] erkannt. Du bist zu meditieren, o Gaurī, und befindest dich doch nicht auf dem Weg des Denkens.“ [Die Lesung trayāḥ und der Bezug von „nicht erkannt“ sind unsicher; die Drei können die zuvor genannten Götter bezeichnen.]
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P4-0315 · 7
„Wer endlich die unter Menschen schwer zu erlangende Geburt gewonnen und dabei auch die Tüchtigkeit seiner Sinne erlangt hat, dich aber nicht verehrt, o Gebärerin der Welten, der steigt auf die Spitze einer Leiter und fällt wieder herab.“
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P4-0316 · 8
„Die dich, Bhavānī, voller Sehnsucht mit Sandelholz verehren, das mit Kampferpulver und kühlem Wasser vermischt ist, und mit angenehm duftenden Blumen, werden wahrlich als die ursprünglichen Herren sämtlicher Welten gerühmt.“
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P4-0317 · 9
„Nachdem du die mittlere Bahn betreten hast, [liegst du] im ersten Lotus wie ein schlafender Schlangenkönig, nachdem du das Weltall hervorgebracht hast. Du nimmst das herrliche Aussehen einer gewundenen Blitzranke an, durchbrichst die fünf Lotusse und erreichst den Raum [oberhalb].“ [Der Satz wird in der folgenden Einheit fortgeführt; die Klammern verdeutlichen die elliptische Satzfügung.]
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P4-0318 · 10
„Nachdem dein Leib mit den Nektarströmen benetzt worden ist, die von dort herabfließen, kehrst du auf demselben Weg wieder in deine Wohnstätte zurück. In wessen Herzen du je aufleuchtest, Mutter, Angehörige von Maheśvaras Haus, der wird nicht mehr im Mutterleib wohnen [wiedergeboren werden].“
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P4-0319 · 11
„Deine Gestalt, o Gaurī, rufe ich wieder und wieder im Geist hervor: mit herabhängenden schweren Ohrringen, einem entzückenden Gesicht, vollen Brüsten, einer schmalen runden Taille, mit Händen, die [cantā?], Gebetskette, Gefäß und Schrift tragen.“ [cantākṣasūtrakalasāṃ likhitāḍhyahastām ist beschädigt; die sicher erkennbaren Gegenstände sind Gebetskette und Gefäß, wahrscheinlich auch eine Schrift. Das erste Attribut wird nicht frei ergänzt.]
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P4-0320 · 12
„Nachdem die Yogins sich dem Yoga gewidmet, die sechs Feinde besiegt und die Schar der Sinne in dem geläuterten Geist gebunden haben, schauen sie dich, Bhuvaneśvarī: mit schönem Antlitz und Händen, die Schlinge, Stachel, Furchtlosigkeit und Gewährung von Gaben darbieten.“
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P4-0321 · 13
„Du allein wirst auch zu Padmā [Lakṣmī]: strahlend wie erhitztes Gold, von vier Elefanten mit geneigten Nektargefäßen übergossen, in zwei Händen schöne Lotusse tragend und [mit den anderen] Furchtlosigkeit und Gaben gewährend.“
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P4-0322 · 14
„Du bist Durgā, o Göttin Bhavānī: mit acht rankengleichen Armen, die verschiedene furchtbare Waffen tragen, auf dem König der Tiere [dem Löwen] sitzend, von der Farbe eines Dūrvā-Blattes und die Heerscharen der Feinde der Unsterblichen bezwingend.“
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P4-0323 · 15
„Immer wieder erinnere ich mich an die ursprüngliche junge Pulinda-Frau: Ihr Gesicht ist von hervortretenden Tropfen der Sommerhitze geschmückt, ihre Halskette aus Guñjā-Samen gefertigt; sie trägt gelbe Gewänder, hat dunklen Glanz und ist von Liebessehnsucht [ergriffen].“ [anaṅgatandrā heißt wörtlich „Müdigkeit/Versunkenheit des körperlosen [Liebesgottes]“; die genaue Nuance bleibt unsicher.]
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P4-0324 · 16
„Gattin Śrīkaṇṭhas, deine beiden Füße lege ich auf mein Haupt: Schwäne folgen ihnen, von weit her durch das Klingen der Fußringe beim Gehen angezogen, als wären sie verkörperte Worte der Verlässlichen; [die Füße sind] wie zwei Lotusse, deren schöne Stängel nach oben wachsen.“ [śrirasā ist vermutlich für śirasā verschrieben.]
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P4-0325 · 17
„Vor deinen beiden schönen Unterschenkeln verneige ich mich, Bhavānī: Der Stierbannerträger [Śiva] betrachtet sie mit einem Blick, der vor dichter Liebe bebt, wobei er sein Stirnauge geöffnet hat, als sei er unzufrieden damit, nur mit zwei Augen zu schauen.“
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P4-0326 · 18
„Ich erinnere mich an deine Schenkel, die den Stolz der Elefantenrüssel besiegt und an Fülle und Weichheit die Bananenstämme übertroffen haben: wie zwei Säulen, die deine Taille, deren Gewand der Raum ist, gestaltet und gegeben hat, um die Last der Hüften zu tragen.“ [āmbaravasā kann auf die mit einem Gewand bekleidete oder auf die raumbekleidete Taille bezogen sein; die dichterische Fügung ist unsicher.]
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P4-0327 · 19
„Deine Taille möge in der Mitte meines Herzens aufleuchten: Das Alter nach der Kindheit, das Hüften und Brüste zugleich stark anwachsen ließ, hat ihr die Fülle entzogen; ihre Gestalt erkennt man am zarten Spiel der Haarlinie.“ [parihṛṣṭasāraḥ ist vermutlich beschädigt; die Gegenüberstellung von voller Hüfte und schmaler Taille ist erkennbar, die genaue Verbform jedoch unsicher.]
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P4-0328 · 20
„Deinen Nabel, o Göttin, möge ich niemals vergessen: als hätte die neue Jugend dem Liebesgott, der das Feuer von Haras Auge fürchtet, in Freundschaft ein [Wasserbecken?] gegeben, mit Wasser gefüllt und [als unzugängliche Zuflucht?] gestaltet.“ [larvāṇyavāribharitaṃ und pallavamapraviṣ.yaṃ sind beschädigt. Die Bildvorstellung und die Ergänzungen in Klammern sind unsicher; eine vollständige sichere Übersetzung dieser Wörter ist nicht möglich.]
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P4-0329 · 21
„Deine beiden Lotusbrüste, die selbst bei Īśa [Śiva], obwohl er die verräterische Asche [trägt …], mit Safransalbe [versehen sind], erinnern an die mit Zinnober gefärbten Stirnhöcker eines brünstigen Elefanten, der gerade vom Bad aufgestiegen ist und dessen Schaum nur einen Augenblick sichtbar bleibt.“ [Die erste Vershälfte ist in gehapiśunaṃ und kāśmarīkarddamamanu unklar; der Vergleich der zweiten Hälfte ist lesbar.]
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P4-0330 · 22
„Mutter, deine beiden Arme mögen den Weg meiner Erinnerung nicht verlassen: Sie glänzen durch die Ströme hellen Lichtes, die vom Hals darüber hinausfließen; der Liebesgott mit dem Makara-Banner hat sie gewiss als zwei lange Schlingen ausersehen, um den Hals seines eigenen Feindes [Śiva] zu umfangen.“
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P4-0331 · 23
„Tochter des Bergkönigs, niemals werde ich satt, deinen Hals zu betrachten: nicht übermäßig lang, die Schönheit einer Muschel raubend, mit vielerlei Schmuck prächtig geschmückt und von bezaubernden Eigenschaften.“
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P4-0332 · 24
„Mutter, nur wer sich immer wieder an dein Gesicht erinnert, ist wahrhaft geboren: mit sehr langen Augen, einer edlen Stirnfläche, mit einem sanften Lächeln, das die Linien der Wangen leicht aufblühen lässt, mit Lippen wie Bimba-Früchten und einer hohen, langen Nase.“
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P4-0333 · 25
„Wer deinen Haarschopf im Herzen betrachtet, Göttin, in dem die Mondsichel sichtbar ist und der den Bienenschwärmen gleicht, die um stark duftende Blumen kreisen, dessen alte Fessel löst sich von selbst.“
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P4-0334 · 26
„Der Sterbliche, der hier täglich mit innig bewegtem Herzen diesen Lobgesang rezitiert, dessen [Sinn] für die Verständigen durch die Śruti wohl ausgereift ist, wird für lange Zeit zum hohen Sitz von Reichtümern, deren Kennzeichen die Pracht der Kronen von Königen ist, die sich zu seinen Füßen neigen.“ [śrutisuracitapākaṃ ist eine ungewöhnliche dichterische Fügung; die genaue Beziehung zur Śruti bleibt prüfbedürftig.]
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P4-0335 · 1
Damit endet der Lobgesang an Bhuvaneśvarī. Nun der Schutztext der Bhuvaneśvarī. Die erhabene Göttin sprach: „O Herr der Götter, alle Vidyās der Bhuvaneśvarī, die offenbart wurden, habe ich gehört und verstanden. Jetzt wünsche ich zu hören [Fortsetzung folgt].“
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P4-0336 · 3
„Den Schutztext namens Trailokyamaṅgala, ‚Heil für die drei Welten‘, der zuvor genannt wurde: Erkläre ihn, Mahādeva, den höchsten, Freude bringenden.“ Īśvara sprach: „Höre, Pārvatī; ich werde sprechen. Nimm es aufmerksam auf: den Schutztext namens Trailokyamaṅgala, dessen Gestalt aus Mantras besteht.“
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P4-0337 · 4
„O Göttin, er besteht aus vollendeter Vidyā und ist mit aller Herrschaftsmacht ausgestattet. Durch Rezitieren und Tragen wird der Sterbliche an der Herrschaft über die drei Welten teilhaben.“
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P4-0338 · 5
„Der Seher dieses Schutztextes Trailokyamaṅgala ist Śiva; sein Versmaß Virāṭ, seine Gottheit Bhuvaneśvarī, die Trägerin der Welt. Seine Anwendung wird für Dharma, Wohlstand, Wunscherfüllung und Befreiung genannt.“
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P4-0339 · 1
„Das Bīja Hrīṃ schütze meinen Kopf, Bhuvaneśī meine Stirn. Aiṃ schütze mein rechtes Auge, Hrīṃ mein linkes Auge.“
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P4-0340 · 2
„Śrīṃ schütze mein rechtes Ohr; Maheśvarī, deren Wesen die drei Laute sind, schütze stets mein linkes Ohr. Aiṃ schütze immer meine Nase.“ [trivarṇāmtā ist vermutlich für trivarṇātmā verschrieben.]
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P4-0341 · 3
„Hrīṃ, die Göttin, schütze mein Gesicht; Aiṃ meine Zunge. Die vom Sprach[-Bīja] eingeschlossene, deren Wesen drei Laute und das höchste Selbst sind, schütze meinen Hals.“
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P4-0342 · 4
„Śrīṃ schütze stets die Schultern, Hrīṃ immer die Arme; Klīṃ [schütze] die Hände – Tripuṭeśānī, die Herrin der dreifachen Einschließung, die die Herrschaft von Tripurā schenkt.“
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P4-0343 · 5
„Āṃ schütze mein Herz, Hrīṃ behüte stets meine Mitte. Krauṃ schütze meine Nabelgegend – die dreisilbige Bhuvaneśvarī.“
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P4-0344 · 6
„Das All-Bīja schütze stets meinen Rücken – die alles unterwerfende [Göttin]. Hrīṃ schütze meine verborgene Körperregion; ‚namo bhagavati – Verehrung, o Erhabene‘ [schütze] meine Hüfte.“ [sarvabījaṃ wird nicht als bestimmte, hier unausgeschriebene Silbe ergänzt.]
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P4-0345 · 7
„Māheśvarī schütze stets meine Schenkel und beide Knie; Annapūrṇā schütze stets [sie], Svāhā meine beiden Füße.“ [Die Satzgrenze zwischen Māheśvarī und Annapūrṇā ist mehrdeutig.]
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P4-0346 · 8
„Die siebzehnsilbige Annapūrṇā schütze meinen ganzen Leib. Tārā [Oṃ], Māyā [Hrīṃ], Ramā [Śrīṃ], Kāma [Klīṃ], danach die sechzehn Laute [Fortsetzung folgt].“
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P4-0347 · 9
„Die höchste [Göttin], deren Wesen zwanzig Laute sind und die auf dem Kopf sitzt, schütze stets. Tārā [Oṃ], zweimal ‚Durge‘, ‚Rakṣaṇī‘ und ‚Svāhā‘: So lautet die zehnsilbige [Formel].“ [Rakṣaṇī: „Beschützerin“. Der Text bietet eine Aufschlüsselung, keine vollständig normalisierte Rezitationsformel.]
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P4-0348 · 10
„Jayadurgā, dunkel wie eine Regenwolke, schütze mich freudig von allen Seiten. Dieselbe [Vidyā] beginnt mit dem Māyā-Bīja und ist zehnsilbig; sodann die höchste [Fortsetzung folgt].“
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P4-0349 · 11
„Jayadurgā, strahlend wie erhitztes Gold, behüte [mich] in der Feuer[-Richtung, Südosten]. Tārā [Oṃ], Hrīṃ, Duṃ und ‚durgāyai namaḥ – Verehrung für Durgā‘: die höchste [Vidyā], deren Wesen acht Laute sind [Fortsetzung folgt].“
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P4-0350 · 12
„Die Muschel, Diskus, Bogen und Pfeil trägt, behüte mich im Süden. ‚mahiṣamardini svāhā – O Bezwingerin des Büffels, Svāhā‘: die höchste [Vidyā], deren Wesen acht Laute sind [Fortsetzung folgt].“
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P4-0351 · 13
„Die Vernichterin des Büffeldämons schütze stets im Südwesten. Māyā [Hrīṃ], ‚padmāvatī svāhā – Padmāvatī, Svāhā‘ wird als siebensilbig bezeichnet.“ [Die Nominativform padmāvatī steht so in der Vorlage; sie wird nicht stillschweigend in den Vokativ umgeformt.]
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P4-0352 · 14
„Padmāvatī, auf einem Lotus sitzend, behüte mich stets im Westen. Die von Schlinge und Stachel eingeschlossene Māyā[-Silbe], ‚ehi parameśvari svāhā – Komm, höchste Herrin; Svāhā‘ [Fortsetzung folgt].“ [Die Bījas von Schlinge und Stachel werden hier nur benannt.]
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P4-0353 · 15
„Die dreizehnsilbige, mit Tārā [Oṃ] beginnende Aśvārūḍhā, die auf einem Pferd Reitende, behüte [mich] in der Feuer[-Richtung]. ‚sarasvati paṃcasvare nityaklinne madadrave – O Sarasvatī, [du] mit den fünf Vokalen, immer Feuchte, im Rausch Zerfließende [Fortsetzung folgt].‘“ [Die Richtungsangabe anale, Südosten, wird trotz der vorhergehenden Richtungsfolge bewahrt. Die Formel geht in der nächsten Einheit weiter.]
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P4-0354 · 16
„‚Svāhā‘: Die achtsilbige Vidyā behüte mich stets im Norden. Tārā [Oṃ], Māyā [Hrīṃ] und das Schutz[-Bīja]: Die Gattin schütze ständig im Raum [Fortsetzung folgt].“ [Die Angabe „achtsilbig“ passt nicht ohne Weiteres zur vorhergehenden Wortfolge und bleibt als Textangabe erhalten.]
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P4-0355 · 17
„Hūṃ kṣeṃ hrīṃ phaṭ: die zwölfsilbige Mahāvidyā, die alles gewährt. Tvaritā mit den acht Schlangen schütze mich immer in Śivas Ecke [Nordosten].“ [Die zwölfsilbige Formel setzt die Aufschlüsselung der vorausgehenden Einheit fort; der Text schreibt hier nur vier weitere Bījas aus.]
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P4-0356 · 18
„Aiṃ klīṃ sauḥ: Bālā behüte stets meine Scheitelgegend. Bālā Bhairavī, die mit Bindu endet, behüte mich immer auf der Erde.“
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P4-0357 · 19
„So habe ich dir den heiligen, höchsten Trailokyamaṅgala [erklärt], heiliger als das Heiligste, dessen Gestalt die ganze Schar der Mahāvidyās bildet.“
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P4-0358 · 20
„Durch das Rezitieren dieses [Schutztextes] ist selbst Kubera unverzüglich Herr des Reichtums geworden. Indra und alle übrigen Götter sind durch Tragen und Rezitieren Herren aller Vollendungen geworden und erlangen sämtliche Herrschaftsmacht. Nachdem man acht Blumenhandvoll mit dem Grundmantra dargebracht hat, rezitiere man [den Schutztext] einmal.“
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P4-0359 · 21
„Man erlangt die Frucht einer ein ganzes Jahr vollzogenen Verehrung. Nachdem gegenseitige Zuneigung entstanden ist, bleibt Kamalā [Lakṣmī] unbeweglich im Haus [Fortsetzung folgt].“
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P4-0360 · 22
„Und Vāṇī [Sarasvatī] wohnt im Mund: wahrlich, wahrlich, daran besteht kein Zweifel. Der Mensch reinen Sinnes, der den Trailokyamaṅgala genannten [Fortsetzung folgt].“
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P4-0361 · 23
„Höchsten heiligen Schutztext trägt, ist der Vorzüglichste unter den Verdienstvollen. Mit aller Herrschaftsmacht ausgestattet, wird er zum Sieger über die drei Welten.“
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P4-0362 · 24
„Ein Mann [trage ihn] am rechten Arm, eine Frau am linken Arm. Sie wird viele Söhne haben; auch eine Unfruchtbare erlangt einen Sohn.“
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P4-0363 · 25
„Waffen wie die Brahmā-Waffe zerschneiden diesen Menschen nicht. Wer Bhuvaneśvarī verehrt, ohne diesen Schutztext zu kennen [Fortsetzung folgt].“
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P4-0364 · 27
„Der gerät in äußerste Armut und erleidet binnen Kurzem den Tod.“
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Annapūrṇā
P4-0365 · 1
Damit endet im erhabenen Rudrayāmala, im Gespräch zwischen Devī und Īśvara, der Schutztext der Bhuvaneśvarī namens Trailokyamaṅgala. Nun der Lobgesang an Annapūrṇā: „Oṃ. Verehrung, o glückspendende Göttin; Verehrung, Geliebte Śaṅkaras. Verehrung, o Göttin, die Hingabe liebt; Annapūrṇā, dir sei Verehrung!“
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P4-0366 · 2
„Verehrung, o du, die durch Māyā Gestalt angenommen hat; Verehrung, Geliebte Śaṅkaras. Māheśvarī, dir sei Verehrung; Annapūrṇā, dir sei Verehrung!“
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P4-0367 · 3
„Annapūrṇā, du in Gestalt der Gattin des Opferfeuers, Geliebte Haras, du, deren Wesen die Zeitmaße Kalā und Kāṣṭhā sind: Annapūrṇā, dir sei Verehrung!“
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P4-0368 · 4
„Du, die wie tausend aufgehende Sonnen strahlt, mit drei Augen geschmückt, die den Mond auf dem Haupt trägt, große Göttin: Annapūrṇā, dir sei Verehrung!“ [candradūḍe ist vermutlich für candracūḍe verschrieben.]
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P4-0369 · 5
„Göttin in buntem Gewand, makellose, die an der Gabe von Nahrung Freude findet und sich an Śivas Tanz erfreut: Annapūrṇā, dir sei Verehrung!“
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P4-0370 · 6
„Du in der Mitte des sechseckigen Lotus, deren Wesen die jungen Göttinnen der sechs Glieder bilden, du in Gestalt von Brahmāṇī und den übrigen: Annapūrṇā, dir sei Verehrung!“
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P4-0371 · 7
„Göttin auf dem Sitz der Mondsichel, die alle Königsherrschaft verleiht und sämtliche Glückseligkeit hervorbringt: Annapūrṇā, dir sei Verehrung!“
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P4-0372 · 8
„Göttin, die den Praktizierenden das Ersehnte schenkt, die das Leid des Daseins vernichtet, Göttin, unter der Last ihrer Brüste geneigt: Annapūrṇā, dir sei Verehrung!“
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P4-0373 · 9
„Du, deren Lotusfüße Indra und die übrigen verehren, die die Gestalten Rudras und der übrigen annimmt, Göttin, die alle Fülle schenkt: Annapūrṇā, dir sei Verehrung!“
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P4-0374 · 10
„Wer zur Zeit der Verehrung gesammelt diesen Lobgesang rezitiert, in dessen Haus wird Lakṣmī beständig: Daran besteht kein Zweifel.“
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P4-0375 · 11
„Wer ihn am Morgen rezitiert, dem Mantra-Japa vorangehend, dessen Fülle an Nahrung wird von Tag zu Tag größer.“ [mantrajāpapuraḥsaram kann auch „mit vorangehendem Mantra-Japa“ bedeuten; die Reihenfolge ist grammatisch mehrdeutig.]
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P4-0376 · 12
„Er soll nicht jedem Beliebigen gegeben und niemals öffentlich bekanntgemacht werden. Durch Bekanntmachen geht die Vollendung verloren; daher bewahre ihn der Verständige sorgfältig geheim.“
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P4-0377 · 1
Damit endet der Lobgesang an Annapūrṇā. Nun der Schutztext der Annapūrṇā. Die erhabene Göttin sprach: „Alle so schwer zu erlangenden Vidyās der Annapūrṇā, die du aus Mitgefühl erklärt hast, habe ich gehört und verstanden.“
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P4-0378 · 2
„Jetzt wünsche ich den zuvor genannten Schutztext zu hören: den namens Trailokyamaṅgala, dessen Gestalt aus Mantras besteht.“
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P4-0379 · 3
Īśvara sprach: „Höre, Pārvatī; ich werde sprechen, nimm es aufmerksam auf: [den Schutztext] namens Trailokyamaṅgala, Brahman genannt, dessen Wesen die Brahmavidyā ist und der große Herrschaftsmacht verleiht. Durch Rezitieren und Tragen wird der Sterbliche an der Herrschaft über die drei Welten teilhaben.“ [Die in der Vorlage eingeklammerte zusätzliche Benennung ist mitübersetzt.]
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P4-0380 · 4
„Der Seher dieses Schutztextes Trailokyarakṣaṇa, ‚Schutz der drei Welten‘, ist Śiva; sein Versmaß Virāṭ, seine Gottheit Annapūrṇā, die alle Vollendungen schenkt. Seine Anwendung wird für Dharma, Wohlstand, Wunscherfüllung und Befreiung genannt.“ [Der Text wechselt hier von Trailokyamaṅgala zu Trailokyarakṣaṇa.]
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P4-0381 · 5
„Hrīṃ, ‚namo bhagavati – Verehrung, o Erhabene‘, danach das Wort ‚māheśvari – o große Herrin‘ [Fortsetzung folgt].“
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P4-0382 · 6
„Dann ‚annapūrṇe – o Annapūrṇā‘, dann ‚svāhā‘: Dies ist die siebzehnsilbige [Vidyā]. Annapūrṇā, die in den drei Welten berühmt ist, schütze mich.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0383 · 7
„Dieselbe [Formel], ohne Māyā [Hrīṃ] und mit Praṇava [Oṃ] beginnend, ist ebenfalls siebzehnsilbig. Annapūrṇā, die Edelsteingefäß und Nahrungsschale reicht, schütze alle Glieder.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0384 · 8
„Dieselbe, mit dem Śrī-Bīja beginnend und dvirandhrārṇā [achtzehnsilbig?], [schütze] das Gesicht. Mit Praṇava beginnend schütze sie die Augenbrauen, mit dem Sprach-Bīja vorangestellt den Hals.“ [dvirandhra ist eine verschlüsselte Zahlenangabe; die Deutung als achtzehn bleibt prüfbedürftig.]
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P4-0385 · 9
„Mit dem Kāma-Bīja beginnend [schütze] dieselbe Maheśvarī das Herz. Tārā [Oṃ], Śrīṃ, Hrīṃ, dann ‚namo‘ und danach das Wort ‚bhagavatī‘ [Fortsetzung folgt].“
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P4-0386 · 10
„Ferner das Wort ‚māheśvarī‘, ‚annapūrṇe svāhā‘: Die einundzwanziglautige Māheśvarī schütze stets meinen Nabel.“ [Die Aufschlüsselung setzt die vorige Einheit fort; die Wortformen bhagavatī und māheśvarī bleiben als überlieferte Benennungen sichtbar.]
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P4-0387 · 11
„Tārā [Oṃ], Māyā [Hrīṃ], Ramā [Śrīṃ], Kāma [Klīṃ], danach die sechzehn Laute: Die höchste [Göttin], deren Wesen zwanzig Laute sind, sitze auf meinem Kopf und schütze stets.“
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P4-0388 · 12
„Ramā [Śrīṃ], Kāma [Klīṃ] und Dhruva [Oṃ] schütze stets Hände und Füße. Diejenige, deren Wesen zwanzig Laute sind, schütze stets auch das Geschlechtsglied.“ [dhvaja bedeutet wörtlich „Banner“, hier im körperbezogenen Zusammenhang wahrscheinlich das männliche Glied.]
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P4-0389 · 13
„Annapūrṇā, die Mahāvidyā, [schütze mich]; Hrīṃ, Bhuvaneśvarī, schütze den Kopf. Śrīṃ, Hrīṃ und ebenso Klīṃ – Tripuṭā schütze meinen After.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0390 · 14
„Mit dem Bīja, das die sechs langen [Vokale] annimmt, mögen die sechs Glieder mich läutern. Indra schütze mich im Osten, Agni behüte in der Feuer-Ecke [Südosten].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0391 · 15
„Yama schütze mich im Süden, ebenso Nirṛti im Südwesten. Varuṇa schütze im Westen, der Wind behüte ebenso im Nordwesten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0392 · 16
„Kubera schütze mich im Norden, Śaṅkara im Nordosten. Oben und unten mögen Brahmā und Ananta der Reihe nach stets schützen.“
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P4-0393 · 17
„Die mit dem Vajra beginnenden Waffen mögen in den zehn Richtungen der Reihe nach schützen. So habe ich dir den heiligen, höchsten Schutz der drei Welten erklärt [Fortsetzung folgt].“
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P4-0394 · 18
„Durch dessen Tragen und Rezitieren die Götter alle Herrschaftsmacht erlangen. Brahmā, Viṣṇu und Rudra [vermögen] durch Tragen und Rezitieren [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0395 · 19
„In jedem Weltzeitalter jeweils zu erschaffen und zu bewahren. Man bringe der Göttin acht Handvoll Blumen mit dem Grundmantra dar.“ [Der Text nennt drei Götter, aber nur zwei Tätigkeiten; die Auflösung wird nicht ergänzt.]
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P4-0396 · 20
„Durch das Rezitieren dieses Schutztextes erlangt man die Frucht der Verehrung. Vāṇī [Sarasvatī] wohnt in seinem Mund; wahrlich, wahrlich, daran besteht kein Zweifel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0397 · 21
„Als Puraścaraṇa-Verfahren für ihn gelten 108 [Rezitationen]. Wenn man ihn auf Birkenrinde schreibt, als Amulett in Gold einschließt und trägt [Fortsetzung folgt].“
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P4-0398 · 22
„Am Hals oder am rechten Arm, so ist man der Vorzüglichste unter den Verdienstvollen. Waffen wie die Brahmā-Waffe werden, wenn sie seinen Leib erreichen, o Pārvatī, zu Girlanden, zu Blumen, die Freude bringen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
Tripuṭā und Durgā
P4-0399 · 1
Damit endet im Bhairava-Tantra, im Gespräch zwischen Bhairava und Bhairavī, der Schutztext der Annapūrṇā. Nun der Lobgesang an Tripuṭā: „Ich vergegenwärtige mir den Guru in der Mitte des Kopf-Lotus: mit zwei Armen, deren Hände Gaben und Furchtlosigkeit gewähren, friedvoll und freundlich, glückverheißend, überaus gnädig, zusammen mit seiner Śakti sitzend, mit einem freundlichen Gesicht und von der Wesensnatur des Lichtes.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0400 · 2
„Dein erstes eigenes Bīja, o Dreikraft, [ist] baka auf dem Feuer, mit Trimūrti versehen und mit dem Mond verbunden. Die Menschen, die es, goldglänzend, wiederholen, erlangen Wohlstand und Glück.“ [baka ist als verschlüsselter Lautname nicht sicher identifiziert; die vollständige Silbe wird nicht erfunden.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0401 · 3
„Raum, der Freund des Windes, danach das linke Auge, die Scheibe der Nektarwohnstätte, zu einem einzigen Gesicht zusammengefügt: Wenn sie dieses dein zweites eigenes Bīja betrachten, das die Scharen der Götter verehren, erlangen sie Wohlstand.“ [Die verschlüsselte Lautableitung bleibt ohne unbelegte Auflösung; die Fügung nabhovāyumitraṃ ist mehrdeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0402 · 4
„Viriñci auf der Erde, danach das linke Auge, der Mond mit Nāda: Die Menschenherrscher, die dieses sonnenhelle Bīja betrachten, bezaubern die drei Welten und erlangen durch Japa Herrschaft.“ [Viriñci, Erde und linkes Auge sind hier verschlüsselte Lautbezeichnungen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0403 · 5
„Geliebte des Feindes des Liebesgottes, wer die drei [Bījas] zusammenfügt und zu den drei Tagesübergängen wiederholt, während er deine Gestalt betrachtet: Gegen den kann kein Feind mit Worten vorgehen. Für Frauen ist er ein Liebesgott, und Śrī [Lakṣmī] wohnt in seinem Haus.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0404 · 6
„In seinem Mund ist Bhāratī [Sarasvatī], die Werke in Prosa und Versen [hervorbringt]. Gewalttätige schaden ihm nicht; Götter verneigen sich vor ihm. Seine beiden Füße sind der Schmuck auf den Häuptern der Könige; Vollendungen liegen in seiner Hand, und böse besitzergreifende Mächte verlassen ihn.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0405 · 7
„In einem Wald von Pārijāta-Bäumen, auf goldglänzendem Boden, in einem Haus aus einer Vielzahl von Edelsteinen, auf einer erhöhten Plattform, auf einem strahlenden Edelsteinthron stelle man sich einen achtblättrigen Lotus vor [Fortsetzung folgt].“ [aṣṭāraka bedeutet hier wahrscheinlich „mit acht Speichen/Blättern“.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0406 · 8
„In seiner leuchtenden Mitte [stelle man sich] das höchste Paar von Yonis vor und in diesem jene goldglänzende [Göttin], mit strahlenden Ohrringen, einem mondgleichen Gesicht, drei Augen, einem glänzenden muschelgleichen Hals, unter schönen Brüsten geneigt [Fortsetzung folgt].“ [muñcahemaprabhāṃ ist beschädigt; die goldene Erscheinung ist erkennbar, die vollständige Wortfügung nicht.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0407 · 9
„Mit ihren vielen Armen, die von großen Edelsteinen und Diamanten glänzen, trägt sie zwei schöne Lotusse, Schlinge, Bogen, einen goldenen Stachel und Blumenpfeile. Sie trägt großen Edelsteinschmuck, hat eine schöne Taille und einen schönen Hüftgürtel [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0408 · 10
„Ihre Lotusfüße glänzen herrlich mit Fußschmuck; sie trägt Krone und anderen Schmuck und ist freundlich. [Sie ist umgeben] von denen, die zwei weiße Yakschweifwedel, einen Spiegel, dessen Behälter und eine Dose voll vortrefflichen Kampfers tragen [Fortsetzung folgt].“ [tulākoṭirasyasphurat ist unregelmäßig; der Bezug auf Fußschmuck bleibt unsicher. Die begleitenden Trägerinnen sind grammatisch angedeutet, nicht ausdrücklich benannt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0409 · 11
„Ich verehre die Dreikraft: die Gestalterin der drei Welten, die das Leid der Welt fortnimmt, die die Welt aufwühlt und ihre Bewohner trägt; stets voller Glückseligkeit, mit einem halben Ha-Laut und in Gestalt der drei Bindus.“ [hakārārddhavarṇām ist als Mantra-Beschreibung wörtlich wiedergegeben; die genaue Lautgestalt bleibt unaufgelöst.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0410 · 12
„Nachdem man lange über diese ihre Gestalt nachgedacht und sie hingebungsvoll im Yantra vor sich herbeigerufen und mit der selbstentstandenen Blume und weiteren [Gaben] verehrt hat, erlangt selbst ein geringer Mensch die Verwirklichung der vier Lebensziele.“ [svayambhūprasūna ist eine technische Bezeichnung; eine darüber hinausgehende Stoffidentifikation wird hier nicht ergänzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0411 · 13
„Nachdem man Śrī und Śrīpati, Pārvatī und Īśvara, Rati und Kāmadeva zusammen mit den sechs Gliedern, jeweils an ihrem eigenen Yoni[-Ort], mit dem Mantra und auch Bhavānī der Reihe nach verehrt hat, wird man zum Herrscher der Menschen.“ [Die genaue Verknüpfung von svayonau und Bhavānī ist mehrdeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0412 · 14
„Nachdem man sich die beiden Schätze an den beiden Seiten vorgestellt hat, verehre man die Königinnen, dann die Weltenhüter. Nachdem man ihre Waffen an den Spitzen der jeweiligen Blätter verehrt hat, erlangt selbst ein Mensch die acht Vollendungen Bhavas.“ [mahiṣyaḥ bedeutet „Königinnen/Gemahlinnen“; die gemeinten Gestalten werden hier nicht näher genannt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0413 · 15
„Du bist Erde, die Gestalterin, die Schöpferin der Welt; du bist auch Wasser, Viṣṇu und die Bewahrerin der Welt. Du bist Feuer, Rudra und die Aufwühlerin der Welt; du bist mit Herrschaftsmacht versehen und von der Gestalt des Welt-Windes.“ [kṣitistavaṃ und rudrau sind unregelmäßige Lesungen; die elementbezogenen Gleichsetzungen sind dennoch erkennbar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0414 · 16
„Du bist die Ursprüngliche, o Glückverheißende, Geliebte Śambhus, Zuflucht Gewährende. Im Brahmarandhra der Welt bewegst du dich stets [mit …]. Du bist im Stützlosen erreichbar, die einzige Heilige des Daseins, dem Raum gleich: Bhavānī, sei gnädig!“ [sadāraṃ und bhavasyaikapūṇyā sind nicht sicher verständlich; „einzige Heilige“ ist nur eine vorläufige wörtliche Wiedergabe der zweiten Fügung.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0415 · 17
„Du lässt alle mitten in den Ozean des Daseins fallen und machst selbst den Stolz der Weisen ganz klein. Deshalb erkenne ich dich nicht, o du, deren Wesen Bewusstsein und Glückseligkeit, deren Wesen Licht ist: Bhavānī, sei gnädig!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0416 · 18
„Ein Mensch von schwachem Verstand, der hingebungsvoll [dein Mantra] wiederholt, wird durch hunderttausend Wiederholungen zum Dichter. Wenn er deine Gestalt betrachtet, erlangt er in den drei Welten einen selten erreichbaren Zustand: Bhavānī, sei gnädig!“ [japitvā bhaktyā ist metrisch unvollständig; ein nicht überlieferter weiterer Rezitationsumfang wird nicht eingesetzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0417 · 19
„Du bist die tragende Kraft, du bist von der Gestalt des Getragenen. Du durchdringst die Welt, und du bist von der Gestalt der durchdrungenen Welt. Du allein bist Nichtsein, jenseits der Guṇas; du selbst bist Sein: Bhavānī, sei gnädig!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0418 · 20
„Du bist winzig, du bist alldurchdringend, du selbst bist das Weltall. Welcher Lobpreis deiner könnte in der Welt hervortreten? Dennoch weisen deine Eigenschaften mich an, einen solchen Lobpreis zu verfassen: Bhavānī, sei gnädig!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0419 · 21
„Die Menschen, die diesen überaus geheimen Lobgesang zu den drei Tagesübergängen rezitieren, nachdem sie am Ende des Kula[-Ritus] Japa vollzogen haben: Für sie gibt es unter den Bewohnern der drei Welten nichts Unerreichbares; sie erlangen die eigene Wesensgestalt. Bhavānī, sei gnädig!“ [kulānte kann auch „am Ende des Kula[-Textes/-Verfahrens]“ bedeuten; der genaue Bezug ist nicht angegeben.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0420 · 1
Damit endet der Lobgesang an Tripuṭā. Nun der Schutztext der Tripuṭā. Die erhabene Göttin sprach: „Erhabener, Kenner aller Pflichten, der du über die Bedeutung aller Lehrschriften hinausgelangt bist, Herr, erkläre mir den offenbarten Schutztext der Lakṣmī in Gestalt der Dreikraft, der ‚Verwirklichung aller Ziele‘ heißt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0421 · 2
Īśvara sprach: „Höre, Göttin, ich werde den überaus wunderbaren Schutztext erklären, der ‚Verwirklichung aller Ziele‘ heißt und in den drei Welten äußerst schwer zu erlangen ist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0422 · 3
„O Göttin, er besteht aus allen Vollendungen und verleiht jede Herrschaftsmacht. Durch Rezitieren und Tragen wird der Sterbliche an der Herrschaft über die drei Welten teilhaben.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0423 · 4
„Der Seher dieses Schutztextes Sarvārthasādhana ist Śiva; sein Versmaß Virāṭ, seine Gottheit Triśakti, Śrī, die Trägerin der Welt. Seine Anwendung wird für Dharma, Wohlstand, Wunscherfüllung und Befreiung genannt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0424 · 5
„Das Śrī-Bīja schütze meinen Kopf, die Lakṣmī-Gestalt meine Stirn. Hrīṃ schütze mein rechtes Auge, die Herrin der Götter mein linkes.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0425 · 6
„Klīṃ schütze meine rechte Seite, ebenso Kāmeśvarī die linke. Lakṣmī schütze stets meine Nase, Keśava mein Gesicht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0426 · 7
„Gaurī schütze meine Zunge, Maheśvara meinen Hals. Rati schütze die Schultergegend, der Makara-Bannerträger [Kāmadeva] meine Arme.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0427 · 8
„Śaṅkhanidhi, der Muschelschatz, schütze die Hände, Padmanidhi, der Lotusschatz, ebenso die Brust. Brāhmī schütze stets meinen Bauch, Maheśvarī meinen Nabel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0428 · 9
„Kaumārī [schütze] meine Rückengegend, Vaiṣṇavī die verborgene Körperregion. Vārāhī schütze meine Schenkel, Aindrī meine beiden Füße.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0429 · 10
„Cāmuṇḍā schütze meine Gattin, Lakṣmī meine Kinder. Indra schütze stets im Osten, die Feuergottheit im Südosten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0430 · 11
„Yama schütze stets im Süden, ebenso Nirṛti im Südwesten. Varuṇa schütze im Westen, die Windgottheit im Nordwesten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0431 · 12
„Soma schütze stets im Norden, Īśvara behüte im Nordosten. Prajāpati schütze oben, die Gottheit Ananta unten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0432 · 14
„Am Königstor und auf der Verbrennungsstätte, im Wald und auf offenem Land, im Wasser, auf dem Boden und im Zwischenraum, ebenso inmitten einer Schar von Feinden: Die Göttin, begleitet von diesen [Gottheiten], Maheśvarī, deren Wesen die drei Bījas sind, Triśakti, Mahālakṣmī, behüte mich immer und überall.“ [Die Originalnummer 13 im Inneren der Einheit bleibt im Sanskrit erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0433 · 15
„So habe ich dir, Göttin, den höchsten, wunderbarsten Schutztext namens ‚Verwirklichung aller Ziele‘ erklärt, dessen Essenz noch über die Essenz hinausgeht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0434 · 16
„Durch das Rezitieren dieses [Schutztextes] ist selbst Kubera sogleich Herr des Reichtums geworden. Indra und alle anderen Götter sind durch Tragen und Rezitieren Herren aller Vollendungen geworden und erlangen sämtliche Herrschaftsmacht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0435 · 17
„Man gebe acht Handvoll Blumen mit dem Grundmantra und rezitiere [ihn] einmal. Man erlangt die Frucht einer ein ganzes Jahr lang vollzogenen Verehrung.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0436 · 18
„Nachdem gegenseitige Zuneigung entstanden ist, bleibt Kamalā unbeweglich im Haus; Vāṇī wohnt im Mund. Wahrlich, wahrlich, daran besteht kein Zweifel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0437 · 19
„Der Mensch reinen Sinnes, der den höchsten heiligen Schutztext namens Sarvārthasādhana trägt, ist der Vorzüglichste unter den Verdienstvollen. Mit aller Herrschaftsmacht ausgestattet, wird er zum Sieger über die drei Welten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0438 · 20
„Ein Mann [trage ihn] am rechten Arm, eine Frau am linken. Sie wird viele Söhne haben; auch eine Unfruchtbare erlangt einen Sohn.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0439 · 2
„Waffen wie die Brahmā-Waffe zerschneiden seinen Leib nicht. Wer [das Mantra der] höchsten Herrin wiederholt, ohne diesen Schutztext zu kennen, gerät in äußerste Armut und erleidet binnen Kurzem den Tod.“ [Die überlieferte Originalnummer 2 wird trotz der vorausgehenden 20 beibehalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0440 · 1
Damit endet im Rudrayāmala der Schutztext der Dreikraft namens Sarvārthasādhana. Nun der Lobgesang der hundert Namen Durgās. Īśvara sprach: „Ich werde die hundert Namen erklären; höre, Lotusgesichtige. Schon durch dessen Gnade wird Satī Durgā erfreut.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0441 · 2
„Oṃ. Satī, die Wahrhaftige; Sādhvī, die Tugendhafte; Bhavaprītā, die Bhava liebt; Bhavānī, die zu Bhava Gehörige; Bhavamocinī, die aus dem Dasein Befreiende; Āryā, die Edle; Durgā, die schwer Zugängliche; Jayā, die Siegreiche; Ādyā, die Ursprüngliche; Trinetrā, die Dreiäugige; Śūladhāriṇī, die den Dreizack trägt.“ [bhava prītā ist hier als zusammengesetzter Name verstanden.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0442 · 4
„Pinākadhāriṇī, die den Pināka-Bogen trägt; Citrā, die Vielfarbige; Candraghaṇṭā, deren Glocke der Mond ist; Mahātapāḥ, die große Askese übt; Manobuddhirahaṅkārā, die Geist, Einsicht und Ichbewusstsein ist; Cittarūpā, von der Gestalt des Denkens; Citā, [Bewusstsein?]; Citiḥ, Bewusstheit; Sarvamantramayī, die aus allen Mantras besteht; Satyā, die Wahre; Satyānandasvarūpiṇī, deren Wesen Wahrheit und Glückseligkeit ist; Anantā, die Unendliche; Bhāvinī, die Werdende; Bhāvyā, die zu Betrachtende; Bhavyā, die Heilvolle; Abhavyā, die nicht Werdende; Sadāgatiḥ, die immer Bewegliche.“ [Citā kann wörtlich auch „Scheiterhaufen“ heißen; in der Namenfolge bleibt die Deutung unsicher. Die innere Originalnummer 3 wird bewahrt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0443 · 5
„Śambhupatnī, die Gattin Śambhus; Devamātā, die Mutter der Götter; Cintā, der Gedanke; Ratnapriyā, die Edelsteine liebt, immerdar; Sarvavidyā, alles Wissen; Dakṣakanyā, die Tochter Dakṣas; Dakṣayajñavināśinī, die Dakṣas Opfer vernichtet.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0444 · 6
„Aparṇā, die nicht einmal Blätter [isst]; Ekavarṇā, die Einfarbige; Pāṭalā, die Rosafarbene; Pāṭalāvatī, die mit Rosafarbe Versehene; Paṭṭāmbaraparīdhānā, die Seidengewänder trägt; Kalamañjīrarañjinī, die mit süß klingenden Fußringen erfreut.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0445 · 7
„Ameyavikramā, deren Macht unermesslich ist; Trūrā [Name beschädigt]; Sundarī, die Schöne; Kulasundarī, die Schöne des Kula; Vanadurgā, Durgā des Waldes; Mataṅgī; Mataṅgamunipūjitā, die der Weise Mataṅga verehrt.“ [trūrā lässt sich nicht sicher übersetzen; es wird nicht stillschweigend durch krūrā ersetzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0446 · 8
„Brāhmī, die Kraft Brahmās; Māheśvarī, die Kraft Maheśvaras; Aindrī, die Kraft Indras; Kaumārī, die Kraft Kumāras; Vaiṣṇavī, die Kraft Viṣṇus; Cāmuṇḍā; Vārāhī, die Ebergestaltige; Lakṣmī, die Glücksfülle; Puruṣākṛtiḥ, von der Gestalt des Puruṣa.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0447 · 9
„Vimalotkarṣiṇī, die rein Emporhebende; Jñānā, Erkenntnis; Kriyā, Handlung; Satyā, Wahrheit; Vākpradā, die Sprache schenkt; Bahulā, die Fülle; Bahulapremā, von reicher Liebe; Sarvavāhanavāhanā, die auf allen Reittieren reitet.“ [vimalotkarṣiṇī kann auch als zwei Namen Vimalā und Utkarṣiṇī gegliedert werden; die Vorlage entscheidet dies nicht eindeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0448 · 10
„Niśumbhaśumbhahaninī, die Niśumbha und Śumbha erschlägt; Mahiṣāsuramardinī, die den Büffeldämon niedertritt; Madhukaiṭabhahantrī, die Madhu und Kaiṭabha tötet; Caṇḍamuṇḍavināśinī, die Caṇḍa und Muṇḍa vernichtet.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0449 · 11
„Sarvāsuravināśā, die alle Asuras vernichtet; Sarvadānavaghātinī, die alle Dānavas erschlägt; Sarvaśāstramayī, die aus allen Lehrschriften besteht; Vidyā, Wissen; Sarvāstradhāriṇī, die alle Geschosswaffen trägt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0450 · 12
„Anekaśastrahastā, mit vielen Handwaffen in den Händen; Anekāstrasya Dhāriṇī, die Trägerin vieler Geschosswaffen; Kumārī, das Mädchen; Ekakanyā, die einzige Jungfrau; Kaiśorī, die Heranwachsende; Yuvatī, die junge Frau; Yatiḥ, die Asketin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0451 · 13
„Aprauḍhā, die noch nicht Reife; Prauḍhā, die Reife; Vṛddhamātā, die alte Mutter; Balapradā, die Kraft schenkt; Mahādevī, die große Göttin; Muktakeśī, mit gelöstem Haar; Ghorarūpā, von furchtbarer Gestalt; Mahāphalā, die große Frucht [gewährt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0452 · 14
„Agnijvālā, die Feuerflamme; Raudramukhī, mit grimmigem Gesicht; Kālarātriḥ, die Nacht der Zeit/des Todes; Tapasvinī, die Asketin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0453 · 15
„Nārāyaṇī, die zu Nārāyaṇa gehörige Kraft; Bhadrakālī, die glückverheißende Kālī; Viṣṇumāyā, Viṣṇus Māyā; Jalodarī, deren Bauch Wasser ist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0454 · 16
„Śivadūtī, die Śiva als Boten hat; Karālī, die Furchtbare; Anantā, die Unendliche; Parameśvarī, die höchste Herrin; Kātyāyanī, die zu Kātyāyana Gehörige; Sāvitrī, die Kraft Savitṛs; Pratyakṣā, die unmittelbar Wahrnehmbare; Brahmavādinī, die von Brahman spricht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0455 · 17
„Wer diese 108 Namen Durgās täglich rezitiert, für den gibt es in den drei Welten nichts Unerreichbares, o Göttin Pārvatī.“ [Die Überschrift nennt hundert, dieser Vers 108 Namen; beide Angaben bleiben erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0456 · 18
„Er erlangt Geld, Getreide, einen Sohn, eine Gattin, ein Paar [von …], auch einen Elefanten, ferner ein viergliedriges Heer und zuletzt ewige Befreiung.“ [dvayaṃ hastimeva ca ist vermutlich beschädigt; ein nicht belegtes Reittier wird nicht ergänzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0457 · 19
„Nachdem er ein Mädchen verehrt und über die Göttin, die Herrin der Götter, meditiert hat, verehre er [sie] mit höchster Hingabe, während er die 108 Namen rezitiert.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0458 · 20
„Ihm wird die Vollendung [zuteil], o Göttin, selbst durch alle vorzüglichsten Götter. Könige werden zu Dienern; er erlangt die Pracht eines Königreichs.“ [tasyā ist als Bezug auf den Verehrenden grammatisch auffällig; die erste Satzfügung bleibt unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0459 · 21
„Der kundige Ritualkenner schreibe vorschriftsgemäß das Yantra mit Gorocanā, rotem Lack und Safran sowie mit der Dreiergruppe aus Zinnober, Kampfer und Honig. Wer es stets trägt, wird zu Purāri [Śiva, dem Feind der Städte].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0460 · 22
„In der Nacht eines auf Dienstag fallenden Neumonds, wenn der Mond in Śatabhiṣā steht, schreibe man [es] und rezitiere den Lobgesang. Es wird zum Spender von Wohlstand.“ [sa bhavet sampadā pradam enthält eine grammatische Unstimmigkeit; der Bezug auf Yantra oder Rezitation ist nicht eindeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0461 · 1
Damit endet im Viśvasāra-Tantra der Lobgesang der Namen Durgās. Nun der Schutztext der erhabenen Durgā. Īśvara sprach: „Höre, Göttin; ich werde den Schutztext erklären, der alle Vollendungen schenkt. Wer ihn rezitiert und trägt, wird aus Bedrängnis befreit.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0462 · 2
„Wer, ohne den Schutztext zu kennen, das Durgā-Mantra wiederholt, erlangt dessen Frucht nicht, o Göttin, und geht danach in die Hölle.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0463 · 3
„Dieser dein geheimster Schutztext wird erklärt, o Göttin. Er ist sorgfältig geheim zu halten; nimm ihn aufmerksam auf.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0464 · 4
„Die Göttin Umā schütze den Kopf, die Dreizackträgerin die Stirn. Khecarī schütze die beiden Augen, Catvaravāsinī, die an den Kreuzwegen wohnt, die beiden Ohren.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0465 · 5
„Sugandhā, die Wohlriechende, schütze die Nase; Sarvasādhinī, die alles Verwirklichende, das Gesicht. Caṇḍikā schütze die Zunge, ebenso Saubhadrikā den Hals.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0466 · 6
„Aśokavāsinī schütze den Geist, die Vajra-Trägerin die beiden Arme; Mahāvāṇī schütze den Hals, die Mutter der Welt die beiden Brüste.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0467 · 7
„Die Göttin Lalitā [schütze] das Herz, die Löwenreiterin den Bauch; die erhabene Göttin die Hüfte, Vindhyavāsinī die beiden Schenkel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0468 · 8
„Mahābalā, die überaus Starke, [schütze] die beiden Unterschenkel, Bhūtalavāsinī, die auf der Erde wohnt, die Füße. So bist du gegenwärtig, Göttin, deren Wesen der Schutz der drei Welten ist. Schütze mich an allen Gliedern; Göttin Durgā, dir sei Verehrung!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0469 · 9
„Dieser Schutztext, o Göttin, verleiht die Frucht der Mahāvidyā. Wer ihn nach dem Aufstehen am Morgen rezitiert, erlangt die Frucht aller Pilgerstätten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0470 · 10
„Wer den Schutztext mittels Nyāsa auf den Körper legt, für den gibt es nirgends ein Hindernis. Er braucht sich vor Bhūtas, Verstorbenengeistern und Piśācas nicht zu fürchten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0471 · 11
„Im Kampf und am Königshof wird er überall siegreich. Überall erlangt er auf Erden Verehrung wie ein Sohn der Göttin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
Mahiṣamardinī
P4-0472 · 1
Damit endet im Kubjikā-Tantra der Schutztext der Durgā. Nun der Lobgesang an Mahiṣamardinī. Bhairava sprach: „Caṇḍī, die du den gewaltigen, übel handelnden Asura zermalmt hast, bewege dich in meinem Herzen! Zerteile frei die Gefahren [in Gestalt] zahlloser schwer zu tragender Wogen von Leid und Feindseligkeit, die das Innerste treffen. So möge der Schwan meines Geistes, unbedrängt, lange froh sein im grenzenlosen Ozean des Nektars, den er im unvergleichlich herrlichen Wald deiner Lotusfüße erreicht hat.“ [Die lange Fügung bhūridurddaradaradrohormimarmāpadaḥ sowie tonāyaṃ sind beschädigt; die Übersetzung ihrer Verknüpfung ist unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0473 · 2
„Caṇḍī, Mutter, die Götter lassen Nṛsiṃha zurück, dessen mächtig ausschwingende Handfinger Hiraṇya zerreißen und dessen stolze, prächtige Mähne dem Sumeru gleicht, und dienen dem Feind des Elefanten [dem Löwen], der deinen heiligen Füßen dient, die die Fesseln der gebundenen Wesen zermahlen. Welche Furcht vor Feinden könnten die haben, die dir dienen?“ [Die Kompositafügung des Vergleichs mit Sumeru ist unsicher; der Gegensatz Nṛsiṃha/Löwe bleibt bewahrt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0474 · 3
„Caṇḍī, wenn ein Laut oder Wort, das dich betrifft, ins Innere des Ohres gelangt, wird dessen Wahrheit, die Puruṣa und Prakṛti umfasst, von Brahmā und den übrigen besungen. Darum, Göttin, schenke mir heute deine Gunst, der ich ganz dem Küssen deines herrlichen Lotusfußes hingegeben bin, der als einziger Sitz der Nektar-Essenz aller Gottheiten erstrahlt.“ [tvadviṣayāntarākṣarapadaṃ ist in der genauen Gliederung unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0475 · 4
„Mag es wegen der Befolgung deines Kula-Weges Schmähung gegen mich geben – lieber so; oder mag es keine geben. Mag der Ruhm, der in der Verehrung Keśavas und Kauśikas wandelt, nicht in meiner Nähe sein. Mutter, unser Geist möge immer bei der Betrachtung deiner herrlichen Lotusfüße bleiben, des Ortes, dem Brahmā, Hari, der Feind des Liebesgottes, das Opferfeuer und der Feind der Dämonen dienen.“ [Kauśika und daityāri sind hier nicht eindeutig identifiziert; die erste Satzperiode bleibt mehrdeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0476 · 5
„Wenn ich bei der Betrachtung des Vorher und Nachher, verbunden mit jenem Fuß, bezeichnet worden bin, warum sollte dann auch für mich, den Bezeichneten, die Stätte der Vollendung selten [erreichbar] sein? Darum, Göttin, möge dein Paar heiliger Lotusfüße, überreich mit Mitgefühl geschmückt, in meinem Herzen unverletzte Fülle ausbreiten. Wohlergehen Schenkende, verzeihe!“ [Die Fügung nirdiṣṭo … padayukpūrvāparībhāvane ist beschädigt oder ohne Kontext nicht sicher verständlich; die erste Frage bleibt eine vorläufige wörtliche Übersetzung.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0477 · 6
„Selbst der Herr der Wesen, der sein eigenes Selbst umarmt, ist in Verzückung geraten. Auch er, der Herr, wäre nicht erfolgreich beim umfassenden Schutz des Lebens geworden, hätte er nicht durch günstiges Geschick den Duft deines einen Lotusfußes gekostet, der voll honigsüßen Nektars ist, welcher [aus …] Mond und Sandelholzsaft hervorströmt.“ [Die lange Verbindung daivādvicyutacandracandanarasa-prāgalbhyagarbhasravan ist nicht zuverlässig auflösbar; die Bedingungsbeziehung des Schlusses ist ebenfalls unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0478 · 7
„Ach, Mutter! In einem wie mir, dessen Herzensinneres von der Salbung mit dem Nektar der ganzen Brahman-Glückseligkeit leuchtet, die [durch das Überwinden?] des Ozeans anfangloser Verblendung erlangt ist, möge stets der überströmende heftige Regen eures herrlichen Hingabe-Nektars fließen, der die schwere seelische Pein der Götterscharen zu überwinden vermag.“ [vyāhārasiddha ist unklar; die eingeklammerte Beziehung bleibt unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0479 · 8
„Aus dem Inneren des Strahlennetzes, das von ihren Füßen leuchtet, [geht] die dreifache Gottheit hervor, reine Bewusstseinsglückseligkeit, die sich im Herzen ausbreitet, dessen Dunkel vor Millionen glühender Sonnen weicht. Sie erschafft die Schöpfung, breitet die Erhaltung aus und vernichtet wiederum das Geschaffene. Der Glanz wie eine aufgebrochene, salbenschwarze Regenwolke möge stets in unserem Herzen sein.“ [Die Bezüge innerhalb des ersten langen Kompositums und zwischen der dreifachen Gottheit und dem dunklen Glanz sind unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0480 · 9
„Sie ergreift immer den Dämon, der unter der Verkleidung als Büffel [hervortritt], brüllend, umherrennend, strauchelnd, aus dessen Maul Dunkel hervorströmt, den dunkelhäuptigen Dämon. Diese Durgā, die Angst, Bedrängnis und Unglück fortnimmt, die [auch in …] Schrecken verbreitet, die stolze Götterfeinde gewandt zerreißt und durch Sieg erfreut, möge siegen!“ [lakṣāntaratrāsinī und mehrere Verbindungen der ersten Hälfte sind nicht sicher lesbar; der unklare Bezug wird nicht frei ergänzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0481 · 10
„In dem rötlichen Meer der gewaltigen Schlacht, wo Schilde tanzen, die Säume der Yakschweifwedel sich bewegen und aus den mächtig anwachsenden Heeren Śakras und der übrigen unzählige Pfeile hervorschnellen; wo der Hunger und Durst sämtlicher Vögel auflodert, während die mit stolzem Kopf auftretenden bösen Asuras, wie vom Sturm getanzt, zerbrechen und in Stücke zerfallen [Fortsetzung folgt].“ [Die langen Komposita sind teilweise beschädigt; insbesondere die Beziehung von śiraḥ zu den Asuras ist unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0482 · 11
„An jener Stelle zwischen den Hörnern des rasenden Büffels, dessen Tierkopf sich zur Seite neigt und der das heftige Schlagen zur Zeit [des Endes …] hervorbringt, stelle man sich [die Göttin] vor, die sich in Kampfesfreude dreht: in dem schönen, den Müttern zugänglichen Hof, mit den acht Lauten in der Mitte der acht Blätter gebunden [an …].“ [Die Wortverbindungen cañcatkamravirāmakālakāla und vaddhā śrutīr sind beschädigt; insbesondere das Objekt von „gebunden“ lässt sich nicht sicher übersetzen. Die Meditation setzt sich in der nächsten Einheit fort.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0483 · 12
„Die glückverheißende, dunkle [Göttin] trägt in ihren rechten und linken Händen der Reihe nach von oben nach unten Diskus, Muschel, Schneidemesser, Schild, Pfeil, Bogen, Dreizack und die Furcht nehmende Mudrā. Ihre hohe Haarflechte ist aus einer Fülle von Haaren wie dunkle Regenwolken gebunden; ihr furchtbares Gesicht leuchtet beim [Schlagen der Helden?], und sie ist gewaltig durch ihr schreckliches lautes Lachen.“ [skhaladvīrāsphāla ist nicht zuverlässig auflösbar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0484 · 13
„Wer so über deine makellose Gestalt meditiert, Göttin, die Durgā und die übrigen sowie Śakra und die anderen verehren, bewirkt die Erschütterung feindlicher Städte und Ähnliches. Königtum, Sieg über Feinde, Einsicht in wahre Ziele, [Schauen des] Nektars der Dichtung [und …] entstehen für diejenigen von selbst, die Lähmung, Vertreibung, Tötung und die übrigen [Riten] vollziehen.“ [kāvyāmṛtādarśana ist mehrdeutig beziehungsweise beschädigt; die genaue Verbindung zur folgenden Aufzählung bleibt unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0485 · 14
„Diejenigen, die deinen Lobgesang hören und rezitieren, Göttin, der durch aufmerksame Meditation über das Paar deiner Lotusfüße [entstanden ist] und die Herleitung des Mantras sowie die Durchführung der Kula-Dienste behandelt, wenn er geheim unterwiesen worden ist: Ihnen gelangen Wohlstand, Befreiung, Wunscherfüllung und die übrigen [Ziele] rasch in die Hand. Mutter der Welten, Verehrung sei dir, Sieg!“ [dhyānāvadhānāgmayā ist beschädigt; die Entstehungsbeziehung ist unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0486 · 1
Damit endet der Lobgesang an Mahiṣamardinī. Nun ihr Schutztext. Īśvara sprach: „Nun werde ich, große Herrin, den Schutztext erklären, der alle Wünsche erfüllt. Wer dessen Gnade erlangt, wird unmittelbar zu Sadāśiva.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0487 · 2
„Nachdem der Mantrapraktizierende zuerst Oṃ ausgesprochen hat, rezitiere er täglich den Schutztext zur Vollendung des Mantras und zur Vollendung seiner Laute.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0488 · 3
Der Seher des Schutztextes der Mahiṣamardinī ist der erhabene Mahākāla, das Versmaß Anuṣṭubh, die Gottheit die ursprüngliche Śakti. Die Anwendung dient der Erlangung der Früchte der vier Lebensziele.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0489 · 4
„Klīṃ, die Göttin Kāminī, die Wünsche gewährt, schütze meinen Kopf. Der Ma-Laut, die Göttin Maheśvarī, schütze mich an beiden Augen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0490 · 5
„Der Hi-Laut, Hiṅgulā, die Herrin der Götter [oder Dämonen], schütze das Gesicht. Der Ṣa-Laut, die weiße [Göttin], und Aparājitā, die Unbesiegte, schütze mich an der Zunge.“ [hiṃgulāsuranāyikā kann hiṅgulā-sura- oder hiṅgulā-asura-nāyikā enthalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0491 · 6
„Der Ma-Laut, die Göttin Mardinī, die Herrin der Götter, schütze mich. Der Rdi-Laut, die Göttin Sāvitrī, die die Zeit vernichtet, schütze mich.“ [Die Lautaufteilung rddi folgt der Vorlage des Namens Marddinī.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0492 · 7
„Der Ni-Laut, Nityā, schütze mich am Herzen, an Armen und Seiten, am Nabel, Geschlechtsglied, After und Hals, an beiden Ohren und am Rücken; ebenso an der Haarlocke, am Schutzpanzer, an den Füßen, am Gesicht und an beiden Unterschenkeln.“ [kavace heißt hier wörtlich „am Schutzpanzer“; seine Einordnung unter den Körperstellen ist auffällig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0493 · 8
„Svāhā, mit allen Kräften verbunden, schütze mich an sämtlichen Gliedern. Die mit Kāma [Klīṃ] beginnende [Vidyā] schütze mich; Svāhā an allen Gliedern, Mardinī den Kopf.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0494 · 9
„Die zehnsilbige Mahāvidyā Mardinī schütze alle Glieder. Mardinī schütze ständig; Mardinī behüte immer.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0495 · 10
„Am Königssitz und in einer Festung, bei Gefahr durch Löwen, Tiger und Ähnliches, auf der Verbrennungsstätte, im offenen Land, an schwer zugänglichem Ort, in einem Boot und mitten im Feuer: Mardinī schütze ständig; Mardinī behüte immer.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0496 · 11
„Die Göttin Durgā schütze stets, Āryā schütze mich immer. Prabhā schütze, große Herrin; Kanakā behüte jederzeit.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0497 · 12
„Kṛttikā schütze ständig, Abhayā behüte jederzeit. Prabhā und Mahāmāyā mögen schützen; Māyā schütze mich immer.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0498 · 13
„Prabhā schütze, große Herrin; Vimalā schütze jederzeit. Nandinī schütze ständig, Suprabhā behüte immer.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0499 · 14
„Vijayā schütze überall, [ebenso] die neun Kräfte am Leib der Göttin. Die Kräfte mögen stets schützen, die Mudrā mögen sie immer für mich schützen.“ [Die Anzahl der im vorhergehenden Text genannten Namen stimmt nicht ohne Weiteres mit „neun“ überein; die Wiederholungen bleiben erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0500 · 15
„Jayā und Sūkṣmā mögen stets schützen, Viśuddhā jederzeit. Die Yoginīs mögen ständig schützen, die Khecarīs immer.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0501 · 16
„Die Ḍākinīs mögen ständig schützen, die Vollendeten immer mich. Die Göttin Mahiṣamardinī schütze überall und jederzeit.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0502 · 17
„So habe ich dir den göttlichen Schutztext erklärt, der alle Wünsche erfüllt. Man soll ihn nicht hier und dort aussprechen, sondern sorgfältig geheim halten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0503 · 18
„In allen Tantras ist er verborgen, im Viśvasāra ist er erklärt. Die Vidyā ist überall leicht erhältlich; der große Schutztext dagegen schwer zu erlangen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0504 · 19
„Einem Betrüger, einem ohne Hingabe und einem Schmähenden, große Herrin, einem mit fehlenden oder zusätzlichen Gliedern, einem Grausamen oder einem Lügner zeige man weder den göttlichen Lobgesang noch den selbst für die Götter schwer erlangbaren Schutztext.“ [Die körperbezogenen Ausschlusskriterien sind Aussagen der historischen Quelle.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0505 · 20
„Man soll ihn nicht hier und dort aussprechen; dies ist auch von Śaṅkara gesagt worden. Gibt man ihn jenen, große Herrin, so gehen die Vollendungen nach und nach zugrunde.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0506 · 21
„Die Mantras wenden sich ab, nachdem sie einen überaus furchtbaren Fluch gegeben haben; Unheil entsteht für ihn. Darum halte man [den Schutztext] sorgfältig geheim.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0507 · 22
„Nachdem man ihn, Maheśvarī, mit Gorocanā und Safran auf Birkenrinde geschrieben hat, bei einer günstigen Yoga-Konstellation, ebenso bei Brahma, Indra oder Vaidhṛti [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0508 · 23
„Oder in den Yoga-Konstellationen Āyuṣmat oder Siddhi, ebenso in den Karaṇas Bava und Kaulava sowie Vaṇij, unter Śravaṇā, Revatī oder Punarvasu [Fortsetzung folgt].“ [vave wird als Bava gelesen; die astronomischen Fachnamen bleiben erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0509 · 24
„Bei den drei Uttara[-Mondhäusern], ebenso den drei Pūrva[-Mondhäusern], unter Aśvinī oder Rohiṇī, am dritten oder neunten Mondtag [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0510 · 25
„Oder am achten, vierzehnten, sechsten oder fünften Mondtag, bei Neumond oder Vollmond, nachts und ebenso im offenen Land [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0511 · 26
„An einem [Heiligtum mit] einzelnem Liṅga, auf einer Verbrennungsstätte, in einem leeren Haus oder in einem Śiva-Tempel; durch einen Guru oder auch durch Vaiṣṇavas [geschrieben], ebenso mit den selbstentstandenen Blumen [Fortsetzung folgt].“ [guruṇā vaiṣṇavaurvapi ist beschädigt; die Rollenverteilung dieser Personen ist nicht sicher verständlich. Svayambhūkusuma bleibt als technischer Stoffname erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0512 · 28
„Oder mit weißen oder roten Blumen und Sandelholz, das mit Rotem verbunden ist; nachdem man [ihn] mit Kohle vom Leichenscheiterhaufen auf das Leichentuch geschrieben hat, trage man ihn. Alle Ziele werden ihm verwirklicht: So sprach Śaṅkara. Nachdem man ein Mädchen verehrt und das Devī-Sūkta dargebracht und rezitiert hat, speise man hervorragende Brahmanen, die in den Veden bewandert sind. Drei Tage lang veranstalte man Jagd und Erzählung. Dann trage man den großen Schutz, den Schutztext, der alle Wünsche erfüllt.“ [ākheṭakamupākhyānaṃ bedeutet wörtlich „Jagd, Erzählung“; der technische Zusammenhang ist nicht geklärt. Die Schreibstoffe bilden im Text alternative beziehungsweise nicht eindeutig getrennte Angaben.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0513 · 19
„Für ihn gibt es nirgends seelische Bedrängnis, Krankheit, Leid, Trauer oder Furcht. Ein Streitgegner wird bei seinem Anblick stumm, und der König verhält sich wie ein Diener.“ [Originalnummer 19 ist in dieser Position abweichend überliefert.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0514 · 30
„Wer ihn einen Monat lang täglich beherrscht und rein rezitiert, tagsüber von Opferspeise lebt und nachts ganz der Śakti hingegeben ist, und täglich stets sechstausendmal [das Mantra] wiederholt, wird in sechs oder drei Monaten gewiss ein Khecara, ein im Raum Wandelnder.“ [Die unterschiedlichen Zeitangaben werden unverändert wiedergegeben.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0515 · 31
„Ein Sohnloser erlangt einen Sohn, ein Vermögensloser wird vermögend; [er wird] frei von Krankheit und stark, und ein König tritt in Dienerschaft.“ [putradhano ist vermutlich die Verschmelzung von putram und adhano; die Wiedergabe ist entsprechend unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0516 · 32
„Insbesondere wiederhole man die Vidyā stets an der Yoni einer menstruierenden Frau. Der Verständige, der so handelt, ist selbst der erhabene Sadāśiva.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
Lakṣmī und Sarasvatī
P4-0517 · 1
Damit endet im Viśvasāra-Tantra der Schutztext der Mahiṣamardinī. Nun der Lobgesang an Lakṣmī. Īśvara sprach: „Göttin, in den drei Welten verehrte Kamalā, Geliebte Viṣṇus: Wie du bei Kṛṣṇa unbeweglich bist, so bleibe auch bei mir beständig.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0518 · 2
„Īśvarī, die Herrin; Kamalā, die Lotusgöttin; Cañcalā, die Unbeständige; Lakṣmī, die Glücksfülle; Calā, die Bewegliche; Bhūtiḥ, das Gedeihen; Haripriyā, die Geliebte Haris; Padmā, die Lotusgöttin; Padmālayā, deren Wohnstätte der Lotus ist; Sampat, Wohlstand; die hohe Śrī, die Pracht; Padmadhāriṇī, die den Lotus trägt.“ [uccaiḥ wird hier als „hoch/erhaben“ auf Śrī bezogen; die Zählung von zwölf Namen folgt der nächsten Einheit.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0519 · 3
„Wer diese zwölf Namen rezitiert, nachdem er Lakṣmī verehrt hat, bei dem bleibt Lakṣmī beständig, zusammen mit Söhnen, Gattin und den übrigen [Angehörigen/Gütern].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0520 · 1
Damit endet im Viśvasāra-Tantra der Lobgesang an Lakṣmī. Nun ihr Schutztext. Īśvara sprach: „Nun werde ich, große Herrin, den Schutztext erklären, der alle Wünsche erfüllt. Schon durch dessen Kenntnis wird man unmittelbar zu Sadāśiva.“ [Die Überschrift akṣmīkavacam ist um den Anfangsbuchstaben beschädigt; das Kolophon bestätigt Lakṣmī.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0521 · 2
„Für ihn ist keine Verehrung [erforderlich], o Herrin der Götter; der Mensch wiederhole allein das Mantra. Er wird zum Sohn Pārvatīs, von allen Lehrschriften ausgezeichnet.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0522 · 3
„Die Geldspenderin soll stets von denen verehrt werden, die Wissen erstreben, ganz besonders. Kamalā, die Geliebte Viṣṇus, soll stets von Wissensuchenden verehrt werden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0523 · 4
Bei diesem Schutztext der viersilbigen Gattin Viṣṇus ist der Seher der erhabene Śiva, das Versmaß Anuṣṭubh und die Gottheit Vāgbhavī. Vāgbhava ist das Bīja, Lajjā die Śakti, Ramā der Verschluss; der Schutztext besteht aus dem Kāma-Bīja. Die Anwendung dient dem Gedeihen meiner guten Dichtkunst, hohen Gelehrsamkeit und sämtlicher Vollendungen. „Der Laut Aiṃ, Vāgbhavī, die alle Vollendungen schenkt, schütze auf dem Kopf. Hrīṃ schütze zwischen den Augen und Śāṅkarī an beiden Augen.“ [Die Bīja-Namen bleiben wie in der Vorlage; die technischen Funktionen Bīja, Śakti und Kīlaka werden nicht in eine zusätzliche Formel umgeformt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0524 · 5
„An der Zunge, am Umkreis des Mundes, an Ohren, Wangen und Nase, an der Unterlage der Lippen, an der Zahnreihe, am Gaumenansatz und am Kiefer wiederum [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0525 · 6
„Schütze mich Viṣṇus Gattin Lakṣmī, deren Gestalt der Śrī-Laut ist. An beiden Ohren, den beiden Armen und den beiden Brüsten [schütze] Pārvatī [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0526 · 7
„Am Herzen und Handgelenk, am Hals und wiederum an beiden Seiten, an der Rückengegend und ebenso an der verborgenen Körperregion, links und rechts [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0527 · 8
„Am Geschlechtsorgan und Gesäß, am Nabel und beiden Unterschenkeln, an den Kniegelenken, beiden Füßen, den Knöcheln und den Ansätzen der Zehen [Fortsetzung folgt].“ [ghuṭikagulimūlake ist unregelmäßig überliefert; die letzten Körperstellen sind daher unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0528 · 9
„Svadhā [schütze] in der Lebenskraft, an der Scheitellinie und ebenso auf dem Kopf. An allen Gliedern schütze Kāmeśī, die große Göttin, der hohe Aufstieg.“ [samunnatiḥ kann ein weiterer Göttinnenname sein.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0529 · 10
„Puṣṭi, das Gedeihen, und Mahāmāyā mögen schützen; der Hohe behüte stets. Der Seher schütze immer, Göttin; Śambhus Geliebte überall.“ [Die männlichen Formen utkṛṣṭaḥ und ṛṣiḥ stehen so in der Vorlage; sie werden nicht stillschweigend durch Göttinnennamen ersetzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0530 · 11
„Vāgbhavī schütze stets, Haras Gattin schütze mich. Ramā, die große Göttin, schütze; Māyā schütze, die selbst aus sich Herrschende.“ [svarāṭ svayam ist in seinem Bezug mehrdeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0531 · 12
„Lakṣmī, Viṣṇumāyā, die Herrin der Götter, schütze mich an sämtlichen Gliedern. Vijayā schütze im Haus, Jayā immer mich.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0532 · 13
„Śivadūtī schütze stets, Sundarī jederzeit. Bhairavī schütze überall, Bheruṇḍā behüte immer.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0533 · 14
„Tvaritā schütze mich stets, Ugratārā behüte immer. Kālikā schütze mich stets, Kālarātri behüte immer.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0534 · 15
„Die neun Durgās mögen stets schützen, Kāmākhyā immer behüten. Die Yoginīs mögen stets schützen, die Mudrās immer für mich schützen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0535 · 16
„Die Mütter, die Göttinnen und die im Kreis befindlichen Yoginī-Scharen mögen stets schützen: überall, bei allen Aufgaben, bei allen Handlungen, jederzeit [Fortsetzung folgt].“ [mātrāḥ ist vermutlich für mātaraḥ verkürzt oder verschrieben.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0536 · 17
„Die Göttin der Götter, Lakṣmī, die sämtliche Fülle schenkt, schütze mich. So habe ich dir den göttlichen Schutztext zur Erlangung aller Vollendungen erklärt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0537 · 18
„Wer das eigene Wohl wünscht, soll ihn nicht hier und dort aussprechen. Einem Betrüger, einem ohne Hingabe, einem Schmähenden, große Herrin [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0538 · 19
„Einem mit fehlenden oder zusätzlichen Gliedern zeige man ihn niemals. Den göttlichen Lobgesang zeige man nicht [solchen Personen]; durch das Zeigen wird man zum Töter Śivas.“ [śivahā kann wörtlich „Śiva tötend“ oder „Heil vernichtend“ heißen; die scharfe Formulierung und die historischen Ausschlusskriterien bleiben als Quellenaussagen erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0539 · 20
„Einem Angehörigen des Kula, einem mit großem Verlangen, einem ganz der Durgā-Hingabe Zugewandten, einem reinen Vaiṣṇava gebe man den vorzüglichen Schutztext.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0540 · 21
„Dem eigenen friedvollen Schüler, einem Vermögenden und einem Wissenden gebe man den Schutztext: So ist es gesagt, in Übereinstimmung mit allen Tantras.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0541 · 22
„Am Samstag und Dienstag schreibe man das Mantra mitsamt allen Kreisen mit rotem Sandelholz und rotem Lack.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0542 · 23
„Man schreibe den göttlichen Schutztext mit günstigen selbstentstandenen Blumen, mit eigenem Samen und puraśukra [Lesung unklar], verbunden mit verschiedenen Duftstoffen.“ [puraśukraiḥ lässt sich nicht sicher bestimmen; eine Deutung als paraśukra, „fremder Samen“, wird nicht stillschweigend eingesetzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0543 · 24
„Mit Gorocanā und Safran oder mit rotem Sandelholz, an einem günstigen Mondtag oder bei günstiger Yoga-Konstellation, unter Śravaṇā am Sonntag [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0544 · 25
„Unter Aśvinī oder Kṛttikā, unter Phalgunī oder Maghā, bei Verbindung mit Pūrvabhādrapadā, unter Svātī am Dienstag [Fortsetzung folgt].“ [Welches der beiden Phalgunī-Mondhäuser gemeint ist, wird hier nicht gesagt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0545 · 26
„Bei günstiger Yoga-Konstellation in einem Göttertempel schreibe man [ihn] und rezitiere den Lobgesang; in den Konstellationen Āyuṣmat und Prīti, besonders in Brahma [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0546 · 27
„In Indra-Yoga, einem günstigen Yoga, ebenso in Śukra-Yoga, in den Karaṇas Kaulava, Bālava und Vaṇij [vollziehe es] der Vorzüglichste [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0547 · 28
„In einem leeren Haus oder auf einer Verbrennungsstätte, besonders an einem einsamen Ort. Nachdem man ein Mädchen verehrt hat, verehre man die ewige Göttin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0548 · 29
„Man verehre die höchste Gottheit mit Fisch, Fleisch, Gemüse und Kuchen, mit Ghee und Weiterem, mit allem Zubehör, besonders mit Blumen und Räucherwerk.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0549 · 30
„Nachdem man Brahmanen gespeist hat, verehre man die höchste Herrin. Dort veranstalte man drei Tage lang Jagd und Erzählung.“ [Die wörtliche Fügung ākheṭakamupākhyānaṃ bleibt wie in P4-0512 ungeklärt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0550 · 31
„Dann vollziehe man den großen Schutz: So wurde es von Śaṅkara erklärt. Tötung, Entzweiung und die übrigen [Anwendungen] erlangt man; daran besteht kein Zweifel. Man wird zum Sohn Pārvatīs, von allen Lehrschriften ausgezeichnet.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0551 · 32
„Der Guru ist der Gott, unmittelbar Hara; seine Gattin ist Haras Geliebte. Wer sie ohne Unterschied [zwischen ihnen und den Gottheiten] verehrt, für den ist die Vollendung nicht fern.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0552 · 33
„Der Sterbliche, der hier täglich mit innig bewegtem Herzen rezitiert und so die besondere Frucht des Japa [erkennt …], wird für lange Zeit zum hohen Sitz von Reichtümern, deren Kennzeichen die Pracht der Kronen von Königen ist, die sich zu seinen Füßen neigen.“ [japaphalamanumevaṃ lakṣyate yadviśeṣam ist grammatisch beschädigt; die erste Hälfte lässt sich nicht vollständig sicher übersetzen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0553 · 2
Damit endet im Viśvasāra-Tantra der Schutztext der Lakṣmī. Nun der Lobgesang an Sarasvatī. Brahmā sprach: „Hrīṃ, hrī! Du, deren einziges Bīja im Herzen wohnt, deren klare Schönheit [mit] mondhellen Lotus[-Schmuck] verbunden ist, Heilvolle, dem Heilvollen Geneigte, Waldbrand für den Wald schlechter Einsicht, deren Lotusfüße die Welt verehrt! Lotusgöttin, auf dem Lotus Sitzende, die im Geist der sich Verneigenden Freude hervorbringt, die den Berg des Nichtwissens verbrannt hat, Haris eigene Geliebte, Göttin, Essenz des Daseins!“ [kamalākalpavispaṣṭaśobhe ist in der genauen Zusammensetzung unsicher; hrī steht hier ohne abschließendes ṃ.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0554 · 3
„Aiṃ aiṃ aiṃ! Du mit dem erwünschten Mantra, deren Wesen die Herrlichkeit des Lotusgesichts des Lotusgeborenen [Brahmā] ist, die Gestalt und Gestaltlosigkeit offenbart, die aus allen Eigenschaften besteht und doch ohne Eigenschaften, ohne Veränderung ist! Weder Grobe noch Feine, du, deren Gegenstand unerkannt, deren Wahrheit auch nicht erkannt ist; du Welt, im Inneren der Welt, von den höchsten Göttern verehrt, ohne Teile, ewig rein!“ [kavalabhava ist vermutlich für kamalabhava verschrieben; die Verneinungen bleiben als Textaussagen erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0555 · 4
„Hrīṃ hrīṃ hrīṃ! Du durch Japa Erfreute, mit mondheller Krone, deren Hände mit der Vīṇā beschäftigt sind, Mutter, Mutter, dir sei Verehrung! Verbrenne, verbrenne die Stumpfheit; gib vortreffliche Einsicht! Wissen, vom Vedānta besungen und in der Śruti rezitiert, Befreiung Schenkende, Weg der Freiheit, deren Macht über den Weg hinausreicht: Sei meine Gabenspenderin, Śāradā mit weißem Halsgeschmeide!“ [valvakī wird hier als beschädigte Bezeichnung des Saiteninstruments verstanden.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0556 · 5
„Dhrīṃ dhrīṃ dhrīṃ! Du, die Konzentration heißt, die mit Namen und Lobpreis von Festigkeit und Einsicht gerühmt werden soll; Ewige, Ursache des Vergänglichen, von den Scharen der Weisen verehrte Neue und zugleich Alte; Heilige von heiliger Macht, von Hari und Hara verehrte, mit reinen Lauten, mit schönen Lauten; Lautmaß und Wahrheit des halben Lautmaßes, Einsichtige, Einsicht Schenkende, deren Klang Mādhava erfreut!“ [nitye'nitye nimitte und dhṛtimatinutibhiḥ sind mehrdeutig; die Wiedergabe ist an diesen Verbindungen unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0557 · 6
„Hrīṃ kṣīṃ dhīṃ hrīṃ! Du von [dieser] Wesensgestalt, verbrenne, verbrenne das Übel; deine Hände sind mit einem Buch beschäftigt. Du mit zufriedener Gestalt und Gemüt, Lächelnde, Glückvolle, Vidyā [der Lähmung …]! In der Verblendung, im Strom der Betörung, schenke mir gute Einsicht, du stets das Dunkel Vernichtende. Du bist Rede, Stimme, Sprache und Bhāratī, die Zunge des vorzüglichsten Dichters, Vollendung Schenkende, vollendete Vidyā.“ [jambhanistambhavidye ist beschädigt; gīr, gauḥ und vāk werden hier als miteinander verwandte Bezeichnungen von Rede wiedergegeben.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0558 · 7
„Sauṃ sauṃ sauṃ! Du Śakti-Bīja, deren Wesen das Lotusgesicht des Lotusgeborenen ist, die Gestalt und Gestaltlosigkeit offenbart, aus allen Eigenschaften bestehend und doch ohne Eigenschaften, ohne Veränderung! Weder Grobe noch Feine, von unerkanntem Vermögen, Wahrheit von Japa und Erkenntnis, du Welt, im Inneren der Welt, von den Götterscharen verehrt, ohne Teile, ewig rein!“ [jāpyavijñānatattve ist in der genauen Wortfügung unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0559 · 8
„Ich preise dich, dich verehre ich. Bewohne meine Zunge und verlasse sie niemals! Meine Einsicht möge nicht verkehrt sein, und mein Geist möge nicht zum Bösen gehen, Göttin. Möge mich niemals Leid treffen; selbst in Gefahr möge ich nicht in Verwirrung geraten. In Lehrschriften, Streitgespräch und Dichtkunst möge meine Einsicht sich entfalten und niemals stumpf werden!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0560 · 9
„Wer täglich in der Morgenfrühe Vāṇī mit diesen vorzüglichen Versen preist, in Hingabe geneigt, wird redegewandt, von Makel befreit und mit einer selbst Vācaspati genehmen Fülle versehen. Er erlangt die gewünschten Ziele, und die Göttin schützt ihn ständig wie einen Sohn. Sein Glück und seine Dichtkunst breiten sich in der Welt aus; Hindernisse gehen unter.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0561 · 10
„Wer keusch lebt, ein Gelübde hält, schweigt und am dreizehnten Mondtag kein Fleisch isst, wird durch die Rezitation zu einem Sarasvatī zugehörigen Menschen und erlangt die gewünschten Ziele.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0562 · 11
„Der Verständige, der in beiden Monatshälften am dreizehnten Mondtag hingebungsvoll einundzwanzigmal ohne Unterbrechung rezitiert, nachdem er über die Göttin Sarasvatī meditiert hat [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0563 · 12
„Die Göttin in weißen Gewändern und mit weißem Schmuck geschmückt, erlangt in der Welt die gewünschte Frucht; daran besteht kein Zweifel.“ [Das Subjekt von „erlangt“ ist der Rezitierende aus der vorigen Einheit.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0564 · 13
„So hat Brahmā selbst den glückverheißenden Lobgesang der Sarasvatī gesprochen. Man rezitiere ihn täglich mit Sorgfalt; er verleiht Unsterblichkeit.“
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Gaṇeśa und Sūrya
P4-0565 · 1
Damit ist im Brahma-Purāṇa der von Brahmā verfasste Lobgesang an Sarasvatī vollständig. Nun der Lobgesang an Gaṇeśa: „Oṃ. Ihn, den die Guten als den ursprünglichen Oṃ-Laut bezeichnen und den auch die Worte der Śrutis verkünden, den Elefantengesichtigen, vor dessen Füßen sich die Götterscharen neigen und der den Halbmond als Schmuck trägt, verehre ich.“
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P4-0566 · 2
„Ich verneige mich vor dem lotushellen Herrn der Hindernisse, der den Waldbrand des Daseins für diejenigen geschickt löscht, die ganz der Verehrung seiner Lotusfüße hingegeben sind, und aus dem beständig Brunstsaft hervorströmt.“ [Die Doppeldeutigkeit des ausströmenden Elefantensaftes und des löschenden Wassers gehört zum poetischen Bild.]
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P4-0567 · 3
„Wer könnte den Sohn des Feindes des Liebesgottes vergessen? Sein Leib ist mit frischem Safran bestrichen, und mit seinen fächerartigen Ohren verscheucht er die Reihe berauschter Bienen, die sich an den klebrigen Brunstsaft geheftet hat.“
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P4-0568 · 4
„Die Hingebungsvollen verehren den Elefantengesichtigen, der mit seiner lotusschönen Hand [dem Rüssel] Wasser der Gaṅgā herbeiholt, die in Śambhus Haarflechte wohnt, und spielerisch Śiva in seiner Nähe verehrt.“
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P4-0569 · 5
„Ich verehre den Elefantengesichtigen, der in kindlicher Unschuld die beiden Brüste der Tochter des Bergkönigs mit Wassertröpfchen aus seinem Rüssel abspült, nachdem Kumāra daran getrunken hat, um selbst [daran zu trinken].“
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P4-0570 · 6
„Elefantengesichtiger, die von dir aus dem erhobenen Rüssel hervorgebrachten Wassertröpfchen, die aus seiner Öffnung entlassen werden, wandeln im Hof des Himmels als Sterne, durch das Wesen der Zeit mit einem Glanz wie Perlen versehen.“ [kālātmanā ist in seiner Beziehung zu den Sternen mehrdeutig.]
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P4-0571 · 7
„Wenn der Elefantengesichtige im Ozean spielt und die Wasserfülle die Küste überschreitet, denken die Götter an das Ende des Weltzeitalters und preisen den Herrn des Kailāsa mit den Śrutis.“
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P4-0572 · 8
„Elefantengesichtiger, der eine Schlange als Obergewand trägt: Wenn du mit den Scharen der Götterkinder spielst, verlassen die beiden [Sonne und Mond] einen Augenblick ihren zeitlichen Lauf und werden zu Spielbällen.“ [itendu ist beschädigt; die Deutung des Paars als Sonne und Mond ist wahrscheinlich, aber nicht sicher.]
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P4-0573 · 9
„Ich nehme Zuflucht zu Heramba, sonnenrot, dem einzigen Freund der Hingebungsvollen, der mit fünf vor Brunst glänzenden Gesichtern beständig Götter und Weise bis zum Ende in allen Bedeutungen der Āgamas unterweist.“ [adhyāparyantaṃ und ṛṣon sind unregelmäßig; die Beziehung zum Unterweisen ist entsprechend unsicher.]
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P4-0574 · 10
„Den Elefantengesichtigen lässt mein Geist nicht los: Mit seinen überaus zarten Lotusfüßen erfüllt er aus Mitgefühl die Erde; er ist die ursachenlose Ursache der Worte der Verlässlichen.“
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P4-0575 · 11
„Ich verehre den Sohn des Mondbekrönten, den durch Askese zu Verehrenden, die verdichtete Glückseligkeit, der dem Sohn Satyavatīs einst das mit der Spitze seines Stoßzahns geschriebene Purāṇa darbrachte.“ [Die Quelle nennt hier purāṇam; es wird nicht durch Mahābhārata ersetzt.]
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P4-0576 · 12
„Verehre den ursprünglichen König der Hindernisse, den Sitz der Śrutis und Sitz der Lobgesänge, die spielerische Herabkunft der Gestalt des höchsten Selbst, bei dem sich nicht scheiden lässt, ob er Elefantenwesen oder Menschenwesen ist.“ [śrutī nāmapadaṃ ist orthographisch unklar; die Lesung śrutīnām apadam/padam bleibt prüfbedürftig.]
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P4-0577 · 13
„Ich verehre ihn, der in seinen Händen Schlinge, Stachel, den abgebrochenen Stoßzahn und das Erwünschte trägt und mit großen, perlenartig glänzenden Wassertröpfchen aus der Öffnung seines Rüssels die Leiber der beiden Śivas [Śiva und Śivā] besprengt.“
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P4-0578 · 14
„Ich verehre stets Śambhus Sohn: den Vielen und Einen, den Elefanten mit einem Stoßzahn, von der Gestalt des Bewusstseins, den ursprünglichen Samen der Welt, den die Veda-Kundigen Brahman nennen.“
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P4-0579 · 15
„Ich verehre ihn, der das Weltall bezaubert: Seine Augen bewegen sich sehnsüchtig beim Betrachten des Lotusgesichts seiner Geliebten auf seinem eigenen Schoß; sein Lotusgesicht lächelt, und er ist von der Fülle des Rausches überwältigt.“
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P4-0580 · 16
„Elefantengesichtiger, diejenigen, die zuerst dich verehren und dann alle Lehrschriften lesen: Diese [Schriften] haben nichts anderes als dich darzulegen. Sollte es doch etwas anderes geben, so ist es alles wie unwahr.“
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P4-0581 · 17
„Zu ihm nehme ich Zuflucht, dem Goldfarbenen, dem Herrscher der Welt, dem ursprünglichen Seher in der Sonnenscheibe, dem Elefantengesichtigen, in den die Guten durch die entsprechenden zeitlichen Verbindungen eingehen.“ [tatkālayogaiḥ ist im genauen technischen Sinn nicht erklärt.]
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P4-0582 · 18
„Ich verehre den vom Vedānta besungenen Puruṣa, das Selbst, verdichtete Glückseligkeit im Herzen, den Elefantengesichtigen, durch dessen Glanz das Dunkel der Hindernisse der Menschen vergeht.“
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P4-0583 · 19
„Nachdem er in Śambhus Haarflechte die Mondsichel gesehen hat, hält er sie in kindlicher Unschuld für seinen abgebrochenen Stoßzahn und möchte sie mit seinem Rüssel herabziehen. Er möge Glück ausbreiten!“
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P4-0584 · 20
„Um die Riegel der Hindernisse niederzuwerfen, verherrlicht man den Herrn mit Kokosnüssen, Bananen und weiteren Früchten. Ihn mit dem Gesicht eines brünstigen Elefanten, den stets erwünschten Herrn, möchte ich verehren.“
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P4-0585 · 21
„Diejenigen, die den Ursprünglichen mit dem Gesicht des Elefantenkönigs, der mit vielen Opfern und zahlreichen Askesen verehrt werden soll, vorschriftsgemäß mit diesem Lobgesang preisen, werden zu Schatzkammern sämtlicher Fülle.“
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P4-0586 · 1
Damit endet der König der Lobgesänge an Gaṇeśa. Nun der Schutztext des Haridrā-Gaṇeśa. Īśvara sprach: „Höre, Geliebte, ich werde den Schutztext erklären, der alle Vollendungen bewirkt. Durch Rezitieren und Rezitierenlassen wird ein Mensch aus jeder Bedrängnis befreit.“
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P4-0587 · 2
„Wer das Gaṇeśa-Mantra wiederholt, ohne den Schutztext zu kennen, o Göttin, dem entsteht selbst in hunderten Millionen Weltzeitaltern keine Vollendung.“
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P4-0588 · 3
„Oṃ. Āmoda schütze den Kopf, Pramoda oben an der Haarlocke. Sammoda schütze die beiden Augenbrauen, der Herr der Scharen zwischen den Augenbrauen.“
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P4-0589 · 4
„Gaṇākrīḍa [schütze] die beiden Augen, Gaṇanāyaka an der Nase. Der mit dem Spiel der Scharen Verbundene schütze am Gesicht zur Erlangung aller Vollendungen.“
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P4-0590 · 5
„Sumukha, der Schön-Gesichtige, schütze an der Zunge, Durmukha, der Schrecklich-Gesichtige, stets am Hals. Vighneśa schütze am Herzen, Vighnanāśa, der Hindernisvernichter, an der Brust.“
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P4-0591 · 6
„Der Führer der Scharen schütze meine beiden Arme. Vighnakartā, der Hindernisse hervorbringt, [schütze] am Bauch und Vighnakartā am Geschlechtsglied.“ [Die Wiederholung von vighnakartā wird unverändert bewahrt.]
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P4-0592 · 7
„Gajavaktra, der Elefantengesichtige, [schütze] die Hüftgegend; Ekadanta, der Einzähnige, das Gesäß. Lambodara, der Hängebäuchige, und Aruṇa, der Rötliche, mögen stets meine verborgene Körperregion schützen.“ [Die Verbindung von mamārunaḥ ist grammatisch auffällig; die Gliederung als weiterer Name bleibt unsicher.]
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P4-0593 · 8
„Der eine Schlange als heilige Schnur trägt, schütze mich ebenso an beiden Füßen. Jāpaka schütze stets, der Herr der Scharen an Knien und Unterschenkeln.“
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P4-0594 · 9
„Hāridra, der kurkumafarbene Führer der Scharen, schütze stets alle Glieder. Wer diesen [Schutztext] Gaṇeśas täglich rezitiert, Maheśvarī [Fortsetzung folgt].“
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P4-0595 · 10
„Den Schutztext namens ‚Alle Vollendungen‘, der alle Hindernisse vernichtet, unmittelbar alle Vollendungen bewirkt und von allen Verfehlungen befreit [Fortsetzung folgt].“
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P4-0596 · 11
„Der unmittelbar alle Fülle schenkt und von allen Verfehlungen befreit, unmittelbar alle Fülle schenkt und alle Feinde vernichtet [Fortsetzung folgt].“ [Die Wiederholung im Ausgangstext wird vollständig erhalten.]
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P4-0597 · 12
„Bedrängnis durch besitzergreifende Mächte oder Planeten, Fieber, Krankheit und die übrigen [Bedränger], Guhyakas und andere, gehen allein durch Rezitieren und Tragen im selben Augenblick zugrunde.“
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P4-0598 · 13
„Göttin, dieser von den Göttern verehrte Schutztext bringt Geld und Getreide. In den drei Welten gibt es keinen Gleichen, große Herrin, [für den Schutztext] Gaṇapas [Fortsetzung folgt].“
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P4-0599 · 14
„Des Hāridra [Gaṇeśa], große Herrin, [auch nicht] auf Erden. Wozu andere haltlose Reden, bei denen das Leben nur verausgabt wird?“
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P4-0600 · 1
Damit endet im Viśvasāra-Tantra der Schutztext des Haridrā-Gaṇeśa. Nun der Schutztext des erhabenen Sūrya. Der erhabene Sūrya sprach: „Sāmba, Sāmba, Starkarmiger, höre meinen glückverheißenden Schutztext: den überaus wunderbaren namens Trailokyamaṅgala.“
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P4-0601 · 2
„Wenn ein Mantra-Kundiger ihn richtig kennt, erlangt er gewiss die Frucht. Durch dessen Tragen wurde Mahādeva zum Herrn der Scharen.“
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P4-0602 · 3
„Durch Rezitieren und Tragen ist Viṣṇu stets der Beschützer aller; so erlangen Indra und alle übrigen sämtliche Herrschaftsmacht.“
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P4-0603 · 4
„Der Seher des Schutztextes ist Brahmā, als Versmaß ist Anuṣṭubh angegeben. Die Gottheit ist hier der erhabene Sūrya, den alle Götter verehren.“
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P4-0604 · 5
„Seine Anwendung wird für Gesundheit, Ruhm und Befreiung genannt. Der Praṇava [Oṃ] schütze meinen Kopf, Ghṛṇi meine Stirn.“ [Ghṛṇi ist ein Name der Sonne, „der Glühende“.]
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P4-0605 · 6
„Sūrya behüte die beiden Augen, Āditya beide Ohren: das achtsilbige große Mantra, das die Früchte sämtlicher Wünsche schenkt.“ [Die einzelnen Wörter der zuvor begonnenen Formel werden auf die Körperstellen verteilt.]
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P4-0606 · 7
„Das Bīja Hrīṃ schütze mein Gesicht, Bhuvaneśvarī mein Herz. Das Mond-Bīja, mit Visarga versehen, schütze meine verborgene Körperregion.“
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P4-0607 · 8
„Dieses dreisilbige große Mantra ist in allen Tantras verborgen. Śiva, mit Feuer verbunden, mit dem linken Auge und Bindu geschmückt [Fortsetzung folgt].“ [Dies sind verschlüsselte Lautbezeichnungen; die Silbe wird nicht unbelegt ausgeschrieben.]
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P4-0608 · 9
„Wird als einsilbiges großes Mantra des erhabenen Sūrya bezeichnet. Das geheimere als das Geheime Mantra gilt als wunscherfüllender Edelstein.“
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P4-0609 · 10
„Vom Kopf bis zu den Füßen schütze stets das vorzügliche Mantra. So habe ich dir den göttlichen, in den drei Welten schwer zu erlangenden [Schutztext] erklärt [Fortsetzung folgt].“
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P4-0610 · 11
„Der stets Pracht und Schönheit schenkt, Geld und Gesundheit mehrt, Krankheiten wie Kuṣṭha befriedet und schwere Erkrankung vernichtet.“ [Kuṣṭha bezeichnet historisch verschiedene Hautkrankheiten, einschließlich Lepra.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0611 · 12
„Wer ihn täglich zu den drei Tagesübergängen rezitiert, wird frei von Krankheit und stark. Wozu hier viele Worte? Was immer im Geist vorhanden ist [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0612 · 13
„All dies wird durch das Tragen des Schutztextes verwirklicht. Bhūtas, Verstorbenengeister, Piśācas, Yakṣas, Gandharvas und Rākṣasas [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0613 · 14
„Brahmarākṣasas und Vetālas vermögen [ihn] nicht einmal anzusehen. Selbst durch das bloße Verkünden dieses [Schutztextes] fliehen sie schon von Weitem.“
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P4-0614 · 15
„Nachdem der vorzüglichste Praktizierende [ihn] mit Rocanā, Agaru und Safran auf Birkenrinde geschrieben hat, am Sonntag, bei einem Sonnenübergang, besonders am siebten Mondtag [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0615 · 16
„Trage er ihn und werde zum Sieger über die drei Welten. Nachdem er ihn zwischen drei Metalle eingeschlossen hat, trage er ihn am rechten Arm [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0616 · 17
„An der Haarlocke oder am Hals; er ist selbst Sūrya, daran besteht kein Zweifel. So habe ich dir, Sāmba, den Trailokyamaṅgala genannten [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0617 · 18
„In der Welt schwer zu erlangenden Schutztext aus Zuneigung zu dir offenbart. Wer Sūryas vorzügliches Mantra wiederholt, ohne den göttlichen Schutztext zu kennen, dem entsteht selbst in hunderten Millionen Weltzeitaltern keine Vollendung.“
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Viṣṇu und Rāma
P4-0618 · 1
Damit endet im Brahmayāmala der Schutztext Sūryas namens Trailokyamaṅgala. Nun der Lobpreis des erhabenen Viṣṇu: „Oṃ. Den ursprünglichen Viṣṇu in Fischgestalt verehre, der einst sämtliche Veden aus dem Meer holte, den überaus gewaltigen Feind Śaṅkha erschlug und sie dem Großvater [Brahmā] zurückgab.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0619 · 2
„Als Götter und Asuras den großen Ozean für den göttlichen Nektar mit Vāsuki, Mandara und den übrigen [Hilfsmitteln] quirlten und die Erde heftig herumgewirbelt wurde, erinnere ich mich an jene Schildkröte, die als Unterlage diente.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0620 · 3
„Zu dem ursprünglichen Eber nehme ich Zuflucht, der mit der Spitze seines Hauers die Erde emporhob, deren Gürtel das Meer, deren Obergewand die Flüsse und deren schwere Krone der Meru ist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0621 · 4
„Nṛsiṃha vergesse ich nicht, der mit dem Entschluss, das Leid der Hingebungsvollen zu beseitigen, aus dem Inneren einer Säule hervortrat und den Feind der Götter mit den scharfen Spitzen seiner Nägel zerriss.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0622 · 5
„Vor Trivikrama, dem Alldurchdringenden, verneige ich mich, für dessen einen Fuß die mit vier Meeren geschmückte Erde keinen ausreichenden Platz bot – erst recht nicht für den anderen Fuß der Götter[-Gestalt].“ [nānyasya padaṃ surāṇāṃ ist syntaktisch auffällig; die genaue Bedeutung des Schlusses bleibt unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0623 · 6
„Vor Rāma, dem ursprünglichen Helden [Paraśurāma], verneige ich mich, der mit der Macht seiner Arme einundzwanzigmal die Könige erschlug und ein vollständig aus Blut bestehendes Tarpana darbrachte.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0624 · 7
„Vor Sītās Gatten verneige ich mich hingebungsvoll, der im Geschlecht der Raghus geboren wurde, mitten im Wasser des Meeres eine Brücke errichtete und den Herrscher Laṅkās bezwang.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0625 · 8
„Hingebungsvoll verehre ich Balabhadra Rāma, den überaus Mächtigen, der, nachdem er Kṛṣṇa erreicht hatte, alle Asuras mit dem Pflug heranzog und mit Schlägen des Stampfers zermalmte.“ [kṛṣṇamāsādya ist wörtlich „Kṛṣṇa erreicht habend“; der erzählerische Bezug bleibt unklar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0626 · 9
„Vor dem ursprünglichen Buddha verneige ich mich, der einst, damit die Götter die Asuras besiegen konnten, eine mit vorzüglichen heiligen Kennzeichen versehene Erscheinung annahm und eine Lehrschrift von unfehlbarer Wirksamkeit schuf.“ [śrīvaracihnaveśam ist in seiner genauen Benennung unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0627 · 10
„Wir verehren jenes Pferd, dessen Wesen Viṣṇu ist, den Furchtbaren, der am Ende des Weltzeitalters in einem Augenblick mit seinen Göttern alles [zusammenstieß/zusammenführte] und mit seinem eigenen Glanz verbrannte.“ [Die erste Vershälfte ist in nikhilaḥ und saṅghaṭṭayāmāsa grammatisch unklar; ein nicht ausgeschriebener Kalki-Name wird nicht ergänzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0628 · 11
„Im Herzen preise ich Viṣṇu, dunkel wie ein Tamāla-Baum, die ursprüngliche Wurzel der Welt: Muschel, schönen Diskus, schöne Keule und Lotus in seinen Armen tragend, auf Garuḍa reitend und mit dem Śrīvatsa-Zeichen versehen.“ [dirbhir ist offenbar im Wort für „Arme“ beschädigt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0629 · 12
„Immer wieder erinnere ich mich an den Ursprünglichen der Śrutis, der im Milchozean auf der besonderen Lagerstatt Śeṣas liegt, mit einem Gesicht, das durch inneres Lächeln strahlt, mit weit geöffneten Lotusaugen, einer Regenwolke gleich.“ [śeṣaviśeṣakalpe ist in der genauen Fügung unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0630 · 13
„Mit diesem Lobpreis erfreue man Jagannātha, der die Welt selbst ist, den höchsten Puruṣa, zur Erlangung von Dharma, Wohlstand, Wunscherfüllung und Befreiung.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0631 · 1
Damit endet der Lobpreis des erhabenen Viṣṇu. Nun der Lobgesang an Śrī Rāma. Śrī Hanūmān sprach: „Vor dem Gewaltigen verneige ich mich, der auch als König der Tiere [anerkannt wurde], die sich zusammengeschlossen und versammelt hatten, wie Sugrīva und die übrigen Anführer.“ [Die Fügung rājeti samavāyaṃ ist syntaktisch unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0632 · 2
„Vor dem Helden verneige ich mich, der Vibhīṣaṇa am Meeresufer vorzügliche Zuflucht gewährte, nachdem dieser sich ihm auch nur ein einziges Mal anvertraut hatte.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0633 · 3
„Vor Mahāviṣṇu verneige ich mich, dem großen, verehrten, alldurchdringenden, dem Nektar des Mitgefühls des großen Ozeans, den Jaṭāyu gepriesen hat.“ [Die Wörter mahāna und mahābdheḥ sind in ihrer Verknüpfung unregelmäßig; die Übersetzung ist dort unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0634 · 4
„Vor dem Leuchtenden verneige ich mich, durch dessen Glanz Feuer und die übrigen [Lichter] genährt werden und brennen, der aus eigener Freiheit leuchtet.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0635 · 5
„Den nach allen Seiten Gerichteten verehre ich, durch den im Kampf den Kriegern des Rākṣasa-Herrn spielerisch [Gesichter] nach allen Seiten gezeigt wurden.“ [mukhato … darśitā lässt das gezeigte Objekt grammatisch unklar; die Ergänzung ist unsicher.]
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P4-0636 · 6
„Vor Nṛsiṃha verneige ich mich, der das Menschsein der zu ihm Geflüchteten vernichtet und unter den Menschen so hervorragend ist wie ein Löwe unter den Lebewesen.“ [Der Bezug von nṛbhāvaṃ und nṛṣu ist mehrdeutig; die wörtliche Aussage bleibt erhalten.]
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P4-0637 · 7
„Vor dem Furchtbaren verneige ich mich, vor dem Wind, Sonne, Feuer und Indra samt dem Tod sich fürchten und der Furcht bei den Bösen ausbreitet.“ [tinoti ist vermutlich beschädigt; die Bedeutung „ausbreiten“ ist vorläufig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0638 · 8
„Vor dem Glückverheißenden verneige ich mich, der aus eigener Großzügigkeit ewiges Heil schenkt, ohne auf die Würdigkeit des anderen zu achten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0639 · 9
„Vor dem Tod des Todes verneige ich mich, der den Tod seiner eigenen Diener tötet und alles Erwünschte schenkt. Dafür gibt es viele Beispiele.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0640 · 10
„Vor dem Herrn aller Götter verneige ich mich, dem Verehrungswürdigen, durch dessen Lotusfüße ein sich Verneigender zum höchsten Menschen wird.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0641 · 11
„Den Anteil des eigenen Selbst hoch erhebend [oder zurückstellend], verehre ich täglich allein im Dienersein Rāma, den Hervorragenden der Raghus, zusammen mit Sītā und Lakṣmaṇa.“ [ātmabhāgaṃ samutkṣipya ist nicht sicher verständlich.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0642 · 12
„Die Diener Yamas sind stets Diener Śrī Rāmabhadras. Seine Richtungen sind voller Heil; die Vollendungen sind seine Dienerinnen.“ [śivamayo ist in der Kongruenz mit diśaḥ unregelmäßig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0643 · 13
„Wer täglich diesen von Hanūmān gesprochenen Lobpreis rezitiert, dessen Wesen das Königsmantra ist, wird Rāma hingebungsvoll ergeben.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0644 · 1
Damit endet im Śrīhanūmatkalpa der Lobgesang an Śrī Rāma, dessen Wesen das Königsmantra ist. Nun der Lobgesang namens Rāmas 108 [Namen]. Vedavyāsa sprach: „Höre, Sohn der Gaṅgā; ich werde die heiligen 108 Namen Rāmas mit seinen wunderbaren Taten erklären, die schwere Verfehlungen vernichten. In den drei Welten gibt es kein Geheimnis, das höher wäre als dieses.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0645 · 2
„Auf dem schönen Gipfel des Kailāsa, mit vielerlei Edelsteinen geschmückt, wurde Śaṅkara gesammelt und aufmerksam und verehrte Viṣṇu hingebungsvoll. Dann setzte er sich zum Essen nieder und sprach zu Pārvatī [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0646 · 3
„‚Pārvatī, du von der Welt Verehrte, komm, um mit mir zu essen!‘ Die Göttin Pārvatī sagte ihm: ‚Nachdem ich die tausend Namen wiederholt habe, werde ich essen, Gott. Herr, iss du [schon]!‘“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0647 · 4
„Darauf sprach der höchste Herr lächelnd zu Pārvatī: ‚Du bist gesegnet, hast Verdienst erworben und bist Viṣṇus Verehrerin, Pārvatī.‘“ [dhanyāni ist vermutlich für dhanyāsi verschrieben.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0648 · 5
„‚Ohne günstiges Geschick ist die Hingabe an Viṣṇu schwer zu erlangen, Herrin. Wenn ich Namen höre, die mit dem Ra-Laut beginnen, Pārvatī [Fortsetzung folgt].‘“
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P4-0649 · 6
„‚Wird mein Geist freundlich, weil ich Rāmas Namen darin vermute. Die Yogins erfreuen sich am Unendlichen, an wahrer Glückseligkeit, am Bewusstseins-Selbst: Darum wird mit dem Wort Rāma jenes höchste Brahman bezeichnet.‘“
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P4-0650 · 7
„‚Rāma, Rāma: Ich erfreue mich an Rāma, der den Geist erfreut. Unter den tausend Namen aber [ist] Rāmas Name, o Schön-Gesichtige. Sprich „Rāma“, große Göttin, und iss jetzt mit mir!‘“ [Der verbreitete zusätzliche Halbvers über die Gleichwertigkeit mit tausend Namen steht hier nicht und wird nicht ergänzt.]
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P4-0651 · 8
„Dann sprach Pārvatī den Namen ‚Rāma‘ und aß mit ihm. Nachdem sie gegessen hatte, blieb die große Göttin bei ihrem Gatten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0652 · 9
„Mit einem von Liebe erfüllten Geist fragte sie den erhabenen Mahādeva: ‚Du hast Rāmas Namen den tausend Namen gleichgestellt. Wenn es noch andere Namen des Feindes Rāvaṇas gibt, so erkläre sie mir, Herr der Götter; darin liegt meine höchste Freude.‘“
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P4-0653 · 10
Śrī Śaṅkara sprach: „Höre, Pārvatī, ich werde Rāmacandras Namen erklären. Alle Worte, die es in weltlicher Rede und in den Veden gibt, Pārvatī, sind Namen Rāmabhadras: tausend und noch mehr darunter.“ [sahasranteṣu ist unregelmäßig gegliedert; die Zahlenfügung bleibt unsicher.]
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P4-0654 · 11
„Unter ihnen sind jedoch die 108 Namen die allerwichtigsten. Jeder einzelne Name Viṣṇus [bringt] eine Frucht, die alle Veden übertrifft.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0655 · 12
„Unter tausend derartigen Namen gilt Rāmas Name als der höchste. Gegenüber dem Rezitieren aller Veden und aller Mantras, Pārvatī, erlangt man allein durch Rāmas Namen das zehnmillionenfache Verdienst.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0656 · 13
Nun [die rituelle Bestimmung] des Lobgesangs der 108 Namen Śrī Rāmas: Der Seher ist Īśvara, das Versmaß Anuṣṭubh, die Gottheit Śrī Rāmacandra. Die Anwendung beim Japa dient der Freude Śrī Rāmacandras.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0657 · 14
„Oṃ. Śrīrāma, der erhabene Rāma; Rāmabhadra, der heilvolle Rāma; Rāmacandra, Rāma, der Mond; Śāśvata, der Ewige; Rājīvalocana, der Lotusäugige; Śrīmān, der Prachtvolle; Rājendra, der König der Könige; Raghupuṅgava, der Hervorragende der Raghus.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0658 · 15
„Jānakīvallabha, der Geliebte Jānakīs; Jaitra, der Siegreiche; Citāmitra [Name unsicher, möglicherweise Jitāmitra, der Feindbezwinger]; Janārdana, der die Menschen bewegt; Viśvāmitrapriya, der Geliebte Viśvāmitras; Dānta, der Selbstbeherrschte; Śaraṇatrāṇatatpara, der ganz dem Schutz der Zufluchtsuchenden hingegeben ist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0659 · 16
„Bālipramathana, der Bāli niederwirft; Vāgmī, der Redegewandte; Satyavāk, dessen Rede wahr ist; Satyavikrama, dessen Macht wahrhaftig ist; Satyavrata, dessen Gelübde wahr ist; Vrataphala, die Frucht der Gelübde; Sadā Hanūmadāśraya, stets die Zuflucht Hanūmāns.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0660 · 17
„Kauśaleya, der Sohn Kauśalyās; Kharadhvaṃsī, der Khara vernichtet; Virādhavadhapaṇḍita, der in der Tötung Virādhas Geschickte; Vibhīṣaṇaparitrātā, der Beschützer Vibhīṣaṇas; Daśagrīvāśirohara, der die Köpfe des Zehnhalsigen nimmt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0661 · 18
„Saptatālaprabhettā, der sieben Tāla-Bäume durchbohrt; Harakodaṇḍakhaṇḍana, der Haras Bogen zerbricht; Jāmadagnyamahādarpajvalana, das Feuer, das den großen Stolz des Sohnes Jamadagnis verbrennt; Tāḍakāntaka, der Tāḍakā ein Ende setzt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0662 · 19
„Vedāntasāra, die Essenz des Vedānta; Ameyātmā, das unermessliche Selbst; Bhavavaidya, der Arzt des Daseins; Bheṣaja, das Heilmittel; Dūṣaṇatriśirohantā, der Dūṣaṇa und Triśiras erschlägt; Trimūrti, die dreifache Gestalt; Triguṇa, die drei Eigenschaften; Trayī, die drei Veden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0663 · 10
„Trivikrama, der die drei großen Schritte tut; Trilokātmā, das Selbst der drei Welten; Puṇyacārī, der heilig handelt, so wird er gerühmt; Trilokīrakṣaka, der Beschützer der drei Welten; Dhanvī, der Bogenträger; Daṇḍākāraṇyapuṇyakṛt, der den Daṇḍaka-Wald heiligt.“ [daṇḍākāraṇya ist vermutlich für daṇḍakāraṇya verschrieben; die Originalnummer 10 wird bewahrt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0664 · 21
„Ahalyāpāvana, der Ahalyā läutert; Pitṛbhakta, der seinem Vater ergeben ist; Varaprada, der Gaben gewährt; Jitendriya, der seine Sinne bezwungen hat; Jitakrodha, der seinen Zorn bezwungen hat; Jitalobha, der seine Gier bezwungen hat; Jagadguru, der Lehrer der Welt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0665 · 22
„Ṛkṣavānarasaṅghātī, der Bären und Affen vereint; Citrakūṭasamāśraya, der auf Citrakūṭa Zuflucht nimmt; Jayantatrāṇavarada, der Jayanta die Gnade des Schutzes gewährt; Sumitrāputrasevita, dem Sumitrās Sohn dient.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0666 · 23
„Sarvadevādhideva, der Gott über allen Göttern; Mṛtabālakajīvana, der ein verstorbenes Kind zum Leben erweckt; Māyāmārīcahantā, der den täuschenden Mārīca erschlägt; Mahābhoga, von großer Fülle; Mahābhuja, mit mächtigen Armen.“ [sarvadevādhideveśca ist eine unregelmäßige Form; die Wiedergabe des Namens folgt der erkennbaren Zusammensetzung.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0667 · 24
„Sarvadevastuta, von allen Göttern gepriesen; Saumya, der Sanfte; Brahmaṇya, der dem Brahman beziehungsweise den Brahmanen Zugewandte; Munisaṃstuta, von Weisen gepriesen; Mahāyogī, der große Yogi; Mahodāra, der überaus Großzügige; Sugrīvepsitarājyada, der Sugrīva das ersehnte Königreich gibt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0668 · 25
„Sarvapuṇyādhikaphala, dessen Frucht alles Verdienst übertrifft; Tīrtha, die heilige Übergangsstätte; Sarvāghanāśana, der alle Verfehlungen vernichtet; Ādipuruṣa, der ursprüngliche Puruṣa; Mahāpuruṣa, der große Puruṣa; Parama Puruṣa, der höchste Puruṣa.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0669 · 26
„Puṇyodaya, der Aufgang des Heiligen; Dayāsāra, die Essenz des Mitgefühls; Purāṇa, der Uralte; Puruṣottama, der höchste Puruṣa; Smitavaktra, mit lächelndem Gesicht; Mitabhāṣī, der maßvoll spricht; Pūrṇabhāṣī, der vollständig spricht; Rāghava, der Nachkomme Raghus.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0670 · 27
„Anantaguṇagambhīra, tief durch unendliche Eigenschaften; Dhīrodāttaguṇottara, hervorragend durch ruhige und edle Eigenschaften; Māyāmānuṣacāritra, dessen menschlicher Lebenswandel durch Māyā erscheint; Mahādevābhipūjita, von Mahādeva verehrt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0671 · 28
„Setukṛt, der die Brücke errichtet; Jitavārīśa, der den Herrn des Wassers bezwungen hat; Sarvatīrthamaya, der aus allen heiligen Stätten besteht; Hari; Śyāmāṅga, von dunklem Leib; Sundara, der Schöne; Śūra, der Held; Pītavāsā, der gelbe Gewänder trägt; Dhanurdhara, der Bogenträger.“ [sarvatorthamayā ist beschädigt; der Name wird als sarvatīrthamaya verstanden.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0672 · 29
„Sarvayajñādhipa, der Herr aller Opfer; Yajña, das Opfer selbst; Jarāmaraṇavarjita, frei von Alter und Tod; Śivaliṅgapratiṣṭhātā, der ein Śiva-Liṅga aufstellt; Sarvāghagaṇavarjita, frei von jeder Schar von Verfehlungen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0673 · 30
„Paramātmā, das höchste Selbst; Paraṃ Brahma, das höchste Brahman; Saccidānandavigraha, dessen Gestalt Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit ist; Paraṃ Jyotiḥ, das höchste Licht; Paraṃ Dhāma, die höchste Wohnstätte; Parākāṣṭhā, der höchste Gipfel; Parātpara, höher als das Höchste.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0674 · 31
„Pareśa, der höchste Herr; Pāraga, der ans andere Ufer gelangt; Pāra, das andere Ufer; Sarvadevātmaka, dessen Wesen alle Götter sind; Śiva, der Heilvolle. Dies sind Rāmabhadras 108 Namen.“ [parāgaḥ pāraḥ ist als pāra-ga/pāra verstanden; die Lesung bleibt unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0675 · 32
„Geheimer als das Geheime, Göttin, habe ich sie aus Liebe zu dir erklärt. Wer sie mit hingebungsvollem Herzen rezitiert oder hört, wird von allen Verfehlungen befreit, die in hunderten Millionen Weltzeitaltern entstanden sind.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0676 · 33
„Wasser wird zu festem Boden, Feinde werden zu Freunden, Könige werden zu Dienern, Feuer werden sanft [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0677 · 34
„Die Wesen werden wohlgesinnt, unbeständige Glücksgüter beständig; [unheilvolle] Planeten beziehungsweise besitzergreifende Mächte werden gnädig, Bedrängnisse gehen zugrunde [Fortsetzung folgt].“ [aṇugraha grahā ist beschädigt und als „die Grahas [gehen] zur Gunst über“ verstanden.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0678 · 36
„Für den Menschen, der hingebungsvoll rezitiert, o Berggeborene. Wer mit höchster Hingabe rezitiert, dem sind die drei Welten unterworfen. Was immer er im Herzen begehrt, erlangt er durch das Rühmen. Wer Rāmacandras 108 Namen rezitiert, wird selbst [bei …] nicht von Verfehlung befleckt.“ [jñānenāpi ca kuvarṇo ist nicht zuverlässig übersetzbar; eine Aussage über Wissentlichkeit oder soziale Zugehörigkeit wird nicht unbelegt ergänzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0679 · 37
„Die Frucht aller Veden, Pilgerstätten, Gaben und Askesen erlangt man durch diesen Lobgesang zehnmillionenfach.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0680 · 38
„Wer zu allen heiligen Zeiten rezitiert, erlangt Unendlichkeit. Tausende und Hunderte von Millionen Weltzeitaltern erhält er Aufenthalt in Vaikuṇṭha, zusammen mit zehn früheren und zehn späteren [Generationen].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0681 · 39
„Die Menschen, die Rāma, dunkel wie ein Dūrvā-Blatt, lotusäugig und gelb gekleidet, mit den göttlichen Namen preisen, sind keine im Saṃsāra Wandernden mehr.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0682 · 40
„Verehrung für Rāma, für Rāmabhadra, für Rāmacandra, den Schöpfer, für Raghunātha, den Herrn der Raghus, für den Herrn, für Sītās Gatten!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0683 · 41
„Dieses Mantra, Maheśānī, wiederhole man Tag und Nacht. Von allen Verfehlungen befreit, erlangt man die Vereinigung mit Viṣṇu.“ [japenneva ist orthographisch unklar; die Aufforderung zu Japa ist eindeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0684 · 42
„So habe ich dir, Sohn der Gaṅgā, diese mit den Veden übereinstimmende Herrlichkeit Rāmacandras erklärt, denn du bist der vorzüglichste Vaiṣṇava.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0685 · 43
„Wir verehren den großen Herrn, der Haras Bogen zerbricht, den sandelholzgleichen Genuss für Jānakīs Herz, den Raghus Freude Bringenden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0686 · 1
Damit endet im [Padma-]Purāṇa, im Gespräch zwischen Pārvatī und Īśvara, der König der Lobgesänge an Śrī Rāmacandra. Nun der Schutztext Śrī Rāmas. „Nachdem man über Rāma meditiert hat, dunkel wie ein blauer Lotus, mit Lotusaugen, begleitet von Jānakī und Lakṣmaṇa, mit der Krone seiner Haarflechte geschmückt, mit Schwert und Köcher und mit Bogen und Pfeil in den Händen, den Vernichter der Nachtwandler, den Ungeborenen, Alldurchdringenden, der durch sein eigenes Spiel erschienen ist, um die Welt zu schützen [Fortsetzung folgt].“ [Die Vorlage liest padyapurāṇe; das spätere Kolophon nennt padmapurāṇe.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0687 · 2
„Rezitiere der Weise den Rāma-Schutz, der Verfehlungen vernichtet und alle Wünsche erfüllt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0688 · 3
Der Seher dieses Schutztextes Śrī Rāmas ist Budhakauśika, das Versmaß Gāyatrī, die Gottheit Śrī Rāmacandra. Seine Anwendung beim Japa dient der Freude Śrī Rāmacandras. [Die Quelle nennt Gāyatrī, obwohl die folgenden Verse überwiegend Anuṣṭubh entsprechen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0689 · 4
„Oṃ. Rāghava schütze meinen Kopf, Daśarathas Sohn meine Stirn. Kauśalyās Sohn schütze die beiden Augen, Viśvāmitras Geliebter die Ohren.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0690 · 5
„Der Beschützer des Opfers schütze meine Nase, der Saumitri [Lakṣmaṇa] liebevoll Zugewandte mein Gesicht. Der Schatz des Wissens schütze die Zunge, der von Bharata Verehrte den Hals.“ [vidyānidhiṃ ist grammatisch auffällig; es wird als Name des Beschützers verstanden.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0691 · 6
„Der Träger göttlicher Waffen schütze die Schultern, der Īśas Bogen zerbrach die Arme. Sītās Gatte schütze die Hände, der Bezwinger des Sohnes Jamadagnis das Herz.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0692 · 7
„Kabandhas Feind schütze die Brust, der von den Göttern Verehrte die beiden Brüste. Der Herr des Geschlechts schütze die Seiten, die Freude Ikṣvākus den Bauch.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0693 · 8
„Der Vernichter Kharas schütze die Mitte, Jāmbavats Zuflucht den Nabel. Der die Sinne Bezwingende schütze die verborgene Körperregion, der Vorzüglichste der Raghus den Rücken.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0694 · 9
„Sugrīvas Herr schütze die Hüfte, Hanūmāns Herr die beiden Schenkel. Der Vorzüglichste der Raghus, der das Rākṣasa-Geschlecht vernichtet, schütze die Oberschenkel.“ [Die zweimalige Nennung der Schenkel folgt der Vorlage.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0695 · 10
„Der Brückenbauer schütze die beiden Knie, der Vernichter des Zehngesichtigen die Unterschenkel. Der Vibhīṣaṇa Glücksfülle Schenkende schütze die Füße; Rāma den ganzen Leib.“ [satukṛt ist vermutlich für setukṛt verschrieben.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0696 · 11
„Der Verdienstvolle, der diesen mit Rāmas Kraft ausgestatteten Schutz rezitiert, wird langlebig, glücklich, mit Söhnen gesegnet, siegreich und bescheiden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0697 · 12
„Die sich in Unterwelt, auf Erden und im Raum bewegen, die im Verborgenen wandeln, vermögen den durch Rāmas Namen Geschützten nicht einmal anzusehen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0698 · 13
„Indem ein Mensch an ‚Rāma‘, ‚Rāmabhadra‘ oder ‚Rāmacandra‘ denkt, wird er nicht von Verfehlungen befleckt und erlangt Genuss und Befreiung.“ [Mehrere Wortformen der Namen sind in der Vorlage beschädigt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0699 · 14
„Wer [den Schutz], bewahrt durch Rāmas Namen, das einzige weltbesiegende Mantra, an seiner Hand trägt, dem liegen alle Vollendungen in der Hand.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0700 · 15
„Wer diese Vidyā auf Birkenrinde anfertigt, mit Duftstoffen und Sandelholz bestreicht und trägt, erlangt die gewünschte Frucht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0701 · 16
„Eine Frau, die nach einem Kind unfruchtbar ist, oder deren Kinder gestorben sind, wird viele Kinder haben, die am Leben bleiben; daran besteht kein Zweifel.“ [kākabandhyā ist eine traditionelle Bezeichnung für Unfruchtbarkeit nach einer einmaligen Geburt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0702 · 17
„Wer diesen Rāma-Schutztext namens Vajrapañjara, ‚Diamantkäfig‘, rezitiert, dessen Gebot wird nirgends durchkreuzt; überall erlangt er Sieg und Heil.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0703 · 18
„Wie Hari im Traum diesen Rāma-Schutz angewiesen hatte, so schrieb ihn Budhakauśika morgens nach dem Erwachen nieder.“ [Die Vorlage liest hairḥ, wahrscheinlich hariḥ; die verbreitete abweichende Zuschreibung an Hara wird hier nicht eingesetzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0704 · 19
„Die beiden heilvollen Helden Rāma und Lakṣmaṇa mögen mich auf dem Weg schützen: Bogenträger mit umgebundenen Schwertern und mit den seitlichen Haarlocken [der Jugendtracht].“ [kākapakṣa heißt wörtlich „Krähenflügel“ und bezeichnet hier eine Haartracht.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0705 · 20
„Die beiden sind jung, schön von Gestalt, zart und von großer Kraft, mit großen Lotusaugen, in Bastgewänder und schwarze Antilopenfelle gekleidet [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0706 · 21
„Von Früchten und Wurzeln lebend, selbstbeherrscht, asketisch, keusch: diese beiden Söhne Daśarathas, die Brüder Rāma und Lakṣmaṇa [Fortsetzung folgt].“ [rāmakṣmaṇau ist beschädigt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0707 · 22
„Zuflucht aller Wesen, die besten aller Bogenträger, die Vernichter des Rākṣasa-Geschlechts: Die beiden Vorzüglichsten der Raghus mögen euch schützen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0708 · 23
„Rāma und Lakṣmaṇa mögen stets vor mir auf dem Weg gehen, um mich zu schützen: mit ergriffenen, bespannten Bogen, die Pfeile berührend, mit Köchern unerschöpflicher schneller Pfeile versehen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0709 · 24
„Gerüstet, gepanzert, mit Schwert, Bogen und Pfeilen, jugendlich und uns die Wünsche gewährend, schütze Rāma zusammen mit Lakṣmaṇa.“ [yacchanmanorathañcāsmān ist grammatisch unregelmäßig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0710 · 25
„Vor mir [sei] Nṛsiṃha, hinter mir der Garuḍa-Bannerträger; an beiden Seiten Rāma und Lakṣmaṇa mit Bogen und Pfeilen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0711 · 26
„Rāma, Daśarathas Sohn, der Held, von Lakṣmaṇa begleitet, der Starke, Nachkomme Kakutsthas, der vollständige Puruṣa, Kauśalyās Sohn, der Vorzüglichste der Raghus [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0712 · 27
„Durch Vedānta erkennbar, Herr des Opfers, der Uralte, höchste Puruṣa, Geliebter Jānakīs, der Prachtvolle, dessen Tapferkeit unermesslich ist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0713 · 28
„Vor jenem Vorzüglichsten der Raghus verneige ich mich: Rechts von ihm ist Lakṣmaṇa mit dem Bogen, links die heilvolle Jānakī, vor ihm der Sohn des Windes [Hanūmān].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0714 · 29
„Immer wieder verneige ich mich vor Śrī Rāma, der Unglück beseitigt, sämtliche Fülle schenkt und durch seine Eigenschaften erfreut.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0715 · 30
„Mein Verehrer, der diese meine Namen stets rezitiert, erlangt das Verdienst von zehntausend Pferdeopfern; daran besteht kein Zweifel.“ [Der Text wechselt hier unvermittelt zur Rede in der ersten Person.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
Kṛṣṇa und Gopāla
P4-0716 · 1
Damit endet im Padma-Purāṇa, im Werk Vedavyāsas, der vom erhabenen Vasiṣṭha [und] Śrī Budhakauśika verfasste Schutztext Śrī Rāmas namens Vajrapañjara. Nun der Lobgesang an Śrī Kṛṣṇa: „Erhabener, sei mir gnädig, dessen Selbst durch Nichtwissen abgestumpft ist! [Gewähre mir] höchste Hingabe, die den Staub deiner Lotusfüße liebt.“ [Die Beziehung von Vasiṣṭha zu Budhakauśika bleibt im Kolophon unklar; der erste Vers lässt das Verb bei „Hingabe“ unausgesprochen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0717 · 2
„Ungeborener, sei gnädig, Erhabener, Umfassung unermesslichen Glanzes! Unermesslicher, sei uns gnädig, Vernichter des Leides, höchster Puruṣa!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0718 · 3
„Durch dich selbst Erkennbarer, sei uns gnädig, Selbst der Glückseligkeit, Unversehrter! Du von unbegreiflicher Essenz, Selbst der Welt, sei gnädig, höchster Herr!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0719 · 4
„Sei gnädig, Höchster der Hohen; sei gnädig, heilvoller [Glückverheißender]. Sei gnädig, du mit tiefen Eigenschaften, Tiefer unter den Tiefen, von großem Glanz!“ [śivaśibhana ist beschädigt; die zweite Anrede ist nur teilweise sicher verständlich.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0720 · 5
„Sei gnädig, im Unoffenbarten Ausgebreiteter, du, der dem Bereich der Ausgebreiteten entzogen ist! Sei gnädig, Zartester der Zarten; sei gnädig, Ende derer, die zum Ende gehen!“ [ārdrārdrajātīnāṃ und antāntayāyinām sind ungewöhnliche Fügungen; die Anreden werden vorläufig wörtlich übersetzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0721 · 6
„Schwerwiegender als der Schwere, Herr aller, sei gnädig, Unendlicher der Verkörperten! Sieg dir, Mādhava, dessen Wesen Māyā ist; Sieg dir, Ewiger, Muschelträger!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0722 · 7
„Sieg dir, Muschelträger, Prachtvoller; Sieg dir, Freude des Nandaka[-Schwertes]! Sieg dir, der Diskus und Keule in Händen hält; Sieg dir, Gott Janārdana!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0723 · 8
„Sieg dir, dessen Kopf von einer mit vorzüglichen Edelsteinen besetzten Krone bedeckt ist! Sieg dir, dessen durch Sonnenstrahlen gerötete [Gestalt] vom Schatten des Vogelkönigs abgeschirmt wird!“ [Die genaue Beziehung von niruddhārkakarāruṇa ist unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0724 · 9
„Verehrung sei dir, Feind Narakas; Verehrung sei dir, Vernichter Madhus! Verehrung sei dir mit dem anmutigen Seitenblick; Verehrung sei dir, der Naraka ein Ende setzt!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0725 · 10
„Verehrung, Herr, der Verfehlungen fortnimmt! Verehrung, der alle Furcht beseitigt! Verehrung, der das ganze Selbst [in sich] hält; Verehrung, der den Kaustubha trägt!“ [sambhṛtasarvātman ist in seiner Deutung unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0726 · 11
„Verehrung sei dir, jenseits des Auges; Verehrung sei dir, der Furcht fortnimmt! Verehrung dem in verschiedenen Gestalten Erscheinenden; Verehrung dem, der über den Weg der Śruti hinausgeht!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0727 · 12
„Verehrung Viṣṇu, dem höchsten Selbst, der durch die Unterscheidung der drei Gestalten Ursache der [Schöpfung], Erhaltung und Beendigung des Himmels ist und die Feinde der Götter besiegt!“ [Die Vorlage liest svarga statt sarga; „Himmel“ wird bewahrt, während der erste Vorgang unausgeschrieben bleibt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0728 · 13
„[Verehrung] dem Diskusträger, der die Kreise der Feinde mit seinem Diskus durchbricht, dem Verwandten des Cakra, dem Weltall, dem von der Welt Verehrten, dem, der den Wesen der Welt folgt!“ [cakrabandhu ist eine mehrdeutige Anrede; Cakra kann Kreis, Diskus oder eine weitere verschlüsselte Bezeichnung meinen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0729 · 14
„Verehrung sei dem, über den Yogins meditieren; Verehrung dem, dessen Gestalt das innere Selbst ist! Dir, der Hingabe liebt, dir, der seinen Verehrern Befreiung schenkt, sei Verehrung!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0730 · 15
„Verehrung, Feueropfer, Tätigkeit, Meditation und danach Verneigung: Herr der Götter, jede meiner Handlungen möge deine Verehrung sein!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0731 · 16
„Der Mantrapraktizierende, der lange mittels der verschiedenen Formen von Feueropfer, Japa und Verehrung der Viṣṇu-Verehrung hingegeben ist und dessen Handeln im Herzen [verankert ist], erlangt wahrlich alle Wünsche. Mit Kṛṣṇa als innerem Selbst gelangt er zur höchsten Befreiung, frei von Geburt und Tod.“ [hṛdayakarmā ist in der genauen Nuance unklar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0732 · 17
„Ich verneige mich vor dem Führer Gokulas, Gopāla, umgeben von Kühen, Hirten und Hirtinnen, der unter Kühen Kühe schenkt und von Hirten mit tausend Kühen gepriesen wird.“ [goṣu gopradam und die Beziehung des Instrumentals gosahasraiḥ sind mehrdeutig; das Wortspiel mit go bleibt erkennbar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0733 · 18
„Mit diesem Lobpreis erfreue man Jagannātha, der die Welt selbst ist, den höchsten Puruṣa, zur Erlangung von Dharma, Wohlstand, Wunscherfüllung und Befreiung.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0734 · 1
Damit endet der Lobgesang an Kṛṣṇa. Nun der Lobgesang an Gopāla. Nārada sprach: „Ich verehre Kṛṣṇa in Gestalt des Kuhhirten, dunkel wie eine frische Regenwolke, mit Augen wie blaue Lotusse, die Freude der Hirtinnen [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0735 · 2
„Sein dunkles, lockiges Haupthaar ist mit einer leuchtenden Pfauenfeder gebunden; er ist mit einer aus Kadamba-Blüten gebundenen Waldgirlande geschmückt [Fortsetzung folgt].“ [varha und odvaddha sind orthographisch unregelmäßig; die erkennbaren Schmuckangaben sind übersetzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0736 · 3
„Mit goldenen Ohrringen, die sich bewegen und seine Wangen berühren, mit einer prächtigen Kette großer Perlen, die seine Brust erleuchtet [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0737 · 4
„Seine Gestalt glänzt durch goldene Armreifen, Fußschmuck und Krone; seine Gewänder bewegen sich, vom sanften Wind aufgewirbelt [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0738 · 5
„Mit den süßen Tönen der an seine schönen Lippen gelegten Flöte bezaubert er immer wieder die leuchtenden Herzen der Hirtinnen [Fortsetzung folgt].“ [vaṃśo ist orthographisch unregelmäßig; das Flötenbild ist eindeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0739 · 6
„Als Biene trinkt er den Honig aus den Lotusgesichtern der Hirtinnen und bewegt ihre Herzen mit lächelnden Seitenblicken [Fortsetzung folgt].“ [Das Fragezeichen in vallavī?vadanāmbhoja gehört zur Vorlage.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0740 · 7
„Er ist umgeben von Hirtinnen, deren Leiber in Jugend erblüht sind, die sich aneinander schmiegen und bunte Gewänder und Schmuck tragen [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0741 · 9
„Begierig nach kunstvollem Wasserspiel im salbenschwarzen Wasser der Kālindī, lässt er manchmal die Hirten miteinander kämpfen und ruft die Schar der Kühe. Manchmal steht er in Vṛndāvana im Schatten eines Kadamba-Baumes, umweht von kühlem Wind, der das Wasser der Kālindī berührt hat [Fortsetzung folgt].“ [prabhināñjana ist beschädigt; die dunkle Farbe des Wassers ist erkennbar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0742 · 10
„Er nimmt einen Edelsteinsitz an einem Edelsteinberg ein, in einer goldenen Halle mitten unter Wunscherfüllungsbäumen [Fortsetzung folgt].“ [kalpapāda ist vermutlich eine verkürzte oder beschädigte Bezeichnung für den Wunschbaum.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0743 · 11
„Auf dem schönen Govardhana-Berg, wo der Duft der Frühlingsblumen die Himmelsrichtungen wohlriechend macht, steht er voller Sehnsucht nach dem Genuss des Rāsa[-Tanzes] [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0744 · 12
„Auf die Fläche seiner linken Hand hat er den vorzüglichen Berg als Schirm gelegt und durchbricht [damit] die Regenwolken, die eine ununterbrochene, perlenartige Regenflut entlassen [Fortsetzung folgt].“ [khaṇḍitākhaṇḍatonmukta ist in der genauen Worttrennung unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0745 · 13
„Die Kuhherden mit ihren Kälbern schauen ständig mit erhobenen Köpfen auf ihn und lassen Brülllaute erklingen, aus großer Freude am Spiel der Flöte [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0746 · 14
„Er ist geschmückt von Hirten, die einzig Kṛṣṇa nachsingen, sich nach seinen Bewegungen richten und Stäbe und Seile in erhobenen Händen halten [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0747 · 15
„Der Höhere als das Höchste wird von Nārada und anderen vorzüglichen Weisen, die in Veden und Vedāṅgas bewandert sind, mit einer Stimme voller liebevoller Zuneigung gepriesen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0748 · 16
„Wer so den Gott betrachtet und ihn hingebungsvoll zu den drei Tagesübergängen preist, dem gewährt dieser, erfreut, die ersehnte Gabe.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0749 · 17
„Er wird ein Liebling des Königs und von allen Menschen geliebt. Er erlangt beständigen Wohlstand und wird gewiss redegewandt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0750 · 1
Damit endet im Gautamīya-Tantra der Lobgesang an Śrī Gopāla. Nun der Schutztext Śrī Kṛṣṇas. Pulastya sprach: „Erhabener, Kenner aller Pflichten, erkläre mir aus Mitgefühl den offenbarten Schutztext namens Trailokyamaṅgala, Herr.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0751 · 2
Sanatkumāra sprach: „Höre, vorzüglichster Brahmane, ich werde den überaus wunderbaren Schutztext erklären, den Nārāyaṇa einst aus Mitgefühl Brahmā mitgeteilt hat.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0752 · 3
„Brahmā hat ihn mir mitgeteilt, und aus großer Zuneigung sage ich ihn dir: die noch geheimere Wahrheit, deren Gestalt die ganze Schar der Brahman-Mantras ist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0753 · 4
„Durch dessen Tragen und Rezitieren entfaltet Brahmā gewiss die Schöpfung; durch dessen Tragen und Rezitieren bewahrt Mahālakṣmī die drei Welten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0754 · 5
„Durch Rezitieren und Tragen ist Śambhu der Auflöser und Kenner aller Prinzipien. Durgā, die Mutter der drei Welten, [hat] die großen Asuras, Mahiṣa und die übrigen [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0755 · 6
„Die auf ihre Gnadengaben stolz waren, durch Rezitieren und Tragen erschlagen. So erlangen Indra und alle übrigen sämtliche Herrschaftsmacht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0756 · 7
„Dieser Schutztext ist äußerst verborgen; man sage ihn nirgends weiter. Einem hingebungsvollen Schüler, einem Praktizierenden, offenbare man ihn.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0757 · 8
„Gibt man ihn einem Betrüger oder dem Schüler eines anderen, so erleidet man den Tod. Bei diesem Schutztext Trailokyamaṅgala ist Prajāpati [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0758 · 9
„Der Seher, das Versmaß Gāyatrī, die Gottheit Nārāyaṇa selbst. Seine Anwendung wird für Dharma, Wohlstand, Wunscherfüllung und Befreiung genannt.“ [Die Vorlage verwendet devī, „Göttin“, vor dem männlichen Namen Nārāyaṇa.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0759 · 10
„Der Praṇava [Oṃ] schütze meinen Kopf; ‚namo nārāyaṇāya – Verehrung für Nārāyaṇa‘ meine Stirn und die beiden Augen: die achtsilbige [Formel], die Genuss und Befreiung schenkt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0760 · 11
„Klīṃ, der einsilbige, alles bezaubernde [Laut], schütze die beiden Ohren. ‚Klīṃ kṛṣṇāya – Klīṃ, für Kṛṣṇa‘ [schütze] stets die Nase; ‚govindāya – für Govinda‘ die Zunge.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0761 · 12
„Das Wort ‚gopījana‘, ‚vallabhāya svāhā – für den Geliebten der Hirtinnen, Svāhā‘ [schütze] mein Gesicht: das achtzehnsilbige große Mantra. Die zehnsilbige [Formel] schütze den Hals [Fortsetzung folgt].“ [Das achtzehnsilbige Mantra ist über mehrere Körperzuweisungen verteilt; die zehnsilbige Formel folgt in der nächsten Einheit.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0762 · 13
„Das Wort ‚gopījana‘, ‚vallabhāya svāhā‘ [schütze] beide Arme. ‚Klīṃ glauṃ klīṃ śyāmalāṅgāya namaḥ – Klīṃ glauṃ klīṃ, Verehrung für den Dunkelleibigen‘: die zehnsilbige [Formel schütze] die Schultern.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0763 · 14
„‚Klīṃ kṛṣṇa klīṃ‘ schütze die Hände; ‚klīṃ kṛṣṇāya‘, der Liebes[-Laut], behüte das Herz, Herrin der Welt. ‚Klīṃ kṛṣṇāya‘ [schütze] meine Hände und Brüste.“ [Die wiederholte Zuweisung zu den Händen sowie die Fügung aṅgajo bleiben bewahrt; letztere kann das Kāma-Bīja bezeichnen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0764 · 15
„‚Gopālāya‘, mit der Gattin Agnis [Svāhā] am Ende, behüte stets beide Bauchseiten. Das vorzügliche Mantra ‚klīṃ kṛṣṇāya‘ schütze stets die beiden Flanken.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0765 · 16
„Die [Wörter] Kṛṣṇa und Govinda, das mit Smara [Klīṃ] beginnende und mit ṅe verbundene Mantra, schütze [mich]. Die achtsilbige [Formel] schütze den Nabel; das zweisilbige ‚Kṛṣṇa‘ behüte [Fortsetzung folgt].“ [ṅe bezeichnet hier offenbar die Dativbildung kṛṣṇāya/govindāya; die Zuweisung einzelner Formeln ist syntaktisch unklar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0766 · 17
„Den Rücken. ‚Klīṃ kṛṣṇakaṅkālaṃ‘; ‚klīṃ kṛṣṇāya‘ mit zweimal Ṭha am Ende schütze stets die beiden Schenkel. Śrīṃ hrīṃ klīṃ, Kṛṣṇa und zweimal Ṭha [Fortsetzung folgt].“ [kṛṣṇakaṅkālaṃ ist als Formelbezeichnung beschädigt oder unklar; Ṭha bleibt als verschlüsselter Schlusslaut erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0767 · 18
„Die siebensilbige [Formel] schütze die Oberschenkel; die dreizehnsilbige behüte [mich]. Śrīṃ hrīṃ klīṃ, danach das Wort ‚gopījanavallabha‘ [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0768 · 19
„‚Bhāya svāhā‘ [schütze] den After. Klīṃ hrīṃ śrīṃ, diese zehnsilbige [Formel] schütze stets die beiden Knie; Hrīṃ śrīṃ klīṃ und die zehnsilbige [Formel …].“ [bhāya ist vermutlich beschädigt; die Wortbildung wird nicht stillschweigend ergänzt. Die Silbenzählung ist nicht überall nachvollziehbar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0769 · 20
„Die dreizehnsilbige [Formel] schütze die Unterschenkel, [er] mit erhobenen Waffen, Diskus und den übrigen. Die achtzehnsilbige, mit Hrīṃ und Śrīṃ davor, ist zwanziglautig [Fortsetzung folgt].“ [cakrādyudāyudhaḥ ist orthographisch unklar; die Bewaffnung ist erkennbar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0770 · 21
„Der mächtige Führer Dvārakās schütze stets meinen ganzen Leib. ‚Namo bhagavate – Verehrung für den Erhabenen‘, danach ‚vāsudevāya – für Vāsudeva‘ [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0771 · 22
„Mit Tārā [Oṃ] am Anfang: Diese zwölfsilbige [Formel] behüte mich stets im Osten. Śrīṃ hrīṃ klīṃ mit der zehnsilbigen [Formel], Klīṃ hrīṃ śrīṃ mit der sechzehnsilbigen [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0772 · 23
„Viṣṇu mit erhobenen Waffen, Keule und den übrigen, schütze mich in Agnis Richtung [Südosten]. Das zehnsilbige Mantra mit Hrīṃ und Śrīṃ behüte mich stets im Süden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0773 · 24
„Tārā [Oṃ], ‚namo bhagavate rukmiṇīvallabhāya svāhā – Verehrung für den erhabenen Geliebten Rukmiṇīs, Svāhā‘: Diese sechzehnsilbige [Formel] schütze in südwestlicher Richtung.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0774 · 25
„‚Klīṃ hṛṣīkeśāya namaḥ – Klīṃ, Verehrung für den Herrn der Sinne‘ behüte mich in Varuṇas [Richtung, Westen]. Die achtzehnsilbige [Formel], mit Kāma [Klīṃ] am Ende, behüte mich stets im Nordwesten.“ [hṛṣīkapadeśāya ist beschädigt und als die angezeigte Wortfügung Hṛṣīka-Īśa verstanden; der vollständige Wortlaut bleibt im Sanskrit überprüfbar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0775 · 26
„Śrīṃ, Māyā [Hrīṃ], Kāma [Klīṃ], ‚kṛṣṇāya govindāya‘ und zweimal Ṭha: Viṣṇu, dessen Wesen das zwölfsilbige Mantra ist, behüte mich stets im Norden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0776 · 27
„Vāgbhava [Aiṃ], Kāma [Klīṃ], ‚kṛṣṇāya‘; Hrīṃ, danach ‚govindāya‘; Śrīṃ, am Ende von ‚gopījanavallabha‘ ‚bhāya svāhā‘, danach die Hände [Fortsetzung folgt].“ [Die Vorlage liest karau tataḥ, „danach die Hände“; diese auffällige Angabe bleibt unaufgelöst. Auch bhāya ist nicht stillschweigend korrigiert.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0777 · 28
„Das zweiundzwanzigsilbige Mantra behüte mich stets im Nordosten. Ihn, der mitten auf Kāliyas Hauben den göttlichen Tanz ausführt [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0778 · 29
„Vor ihm verneige ich mich: Devakīs Sohn, dem König des Tanzes, dem Unwandelbaren. Auch das zweiunddreißigsilbige Mantra behüte mich stets unten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0779 · 30
„‚Kāmadevāya vidmahe puṣpabāṇāya dhīmahi tan no'naṅgaḥ pracodayāt – Wir möchten Kāmadeva erkennen; über den mit Blumenpfeilen meditieren wir. Möge Anaṅga, der Körperlose, uns anregen!‘ Diese [Formel] schütze mich auch oben.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0780 · 31
„So habe ich dir, Brahmane, den Schutztext namens Trailokyamaṅgala erklärt, von Brahmans Gestalt, dessen Leib die ganze Schar der Brahman-Mantras ist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0781 · 32
„Zuvor von Brahmā erklärt, aus Nārāyaṇas Mund gehört, habe ich ihn aus Zuneigung zu dir mitgeteilt; er soll niemandem [beliebig] weitergesagt werden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0782 · 33
„Nachdem man sich vorschriftsgemäß vor dem Guru verneigt hat, rezitiere man den Schutztext einmal, zweimal oder dreimal, entsprechend der Kenntnis. Er besteht wahrlich aus sämtlicher Askese [Fortsetzung folgt].“ [saḥ kann den Schutztext oder den Rezitierenden bezeichnen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0783 · 34
„[Der Rezitierende ist] Lehrer in sämtlichen Mantras; daran besteht kein Zweifel. Als sein Puraścaraṇa-Verfahren gelten 108 [Rezitationen].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0784 · 35
„Nachdem man Feueropfer und die übrigen [Handlungen] mit jeweils einem Zehntel vollzogen hat, vollende man ihn gewiss. Hat man den Schutztext vollendet, so wird man selbst Viṣṇu.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0785 · 36
„Durch das Puraścaraṇa-Verfahren entsteht ihm Mantra-Vollendung. Nachdem sie ihre Rivalität aufgegeben haben, wohnen Lakṣmī und Vāṇī dann stets [bei ihm].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0786 · 37
„Nachdem man acht Handvoll Blumen mit dem Grundmantra dargebracht hat, rezitiere man [ihn] einmal. Man erlangt die Frucht der Verehrung von zehntausend Jahren.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0787 · 38
„Wenn man [ihn] auf Birkenrinde schreibt, als Amulett in Gold einschließt und am Hals oder am rechten Arm trägt, ist man selbst Viṣṇu; daran besteht kein Zweifel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0788 · 39
„Tausend Pferdeopfer und hundert Vājapeya-Opfer, sämtliche großen Gaben und ebenso die Umrundung der Erde [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0789 · 40
„Kommen nicht einem Bruchteil einer einzigen Rezitation gleich. Durch die Gnade des Schutztextes wird ein Mensch schon zu Lebzeiten befreit.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0790 · 41
„Er erschüttert die drei Welten und wird zum Sieger über sie. Wer verehrt, ohne diesen Schutztext zu kennen [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0791 · 42
„Dessen Mantra wird selbst bei zehn Millionen Wiederholungen nicht vollendet.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
Nṛsiṃha und Śiva
P4-0792 · 1
Damit endet im Sanatkumāra-Tantra der Schutztext Śrī Kṛṣṇas namens Trailokyamaṅgala. Nun der Schutztext Nṛsiṃhas. Nārada sprach: „Herr der Götterscharen, Indras und der übrigen, verehrungswürdiger Herr, Weltgebieter, erkläre mir den Schutztext Mahāviṣṇus Nṛsiṃha, Herr!“ [iḍyeśvaraṃ ist in der Flexion unregelmäßig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0793 · 2
„Durch dessen Rezitieren wird ein Wissender zum Sieger über die drei Welten.“ Brahmā sprach: „Höre, Nārada, vorzüglichster Sohn, dessen Reichtum Askese ist; ich werde Nṛsiṃhas Schutztext namens Trailokyavijaya, ‚Sieg über die drei Welten‘, erklären.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0794 · 3
„Durch dessen Rezitieren wird man redegewandt und zum Sieger über die drei Welten. Ich bin der Schöpfer der Welten, mein Kind, weil [ich ihn] rezitiere und trage.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0795 · 4
„Lakṣmī bewahrt die drei Welten, und Maheśvara ist der Auflöser. Durch Rezitieren und Tragen wurden die Götter zu Herren der Richtungen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0796 · 5
„Ich werde [den Schutztext] erklären, der aus dem Brahman-Mantra besteht und Verwirrung und Ähnliches abwehrt; durch dessen Gnade wurde Durvāsas zum Sieger über die drei Welten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0797 · 6
„Durch dessen Rezitieren und Tragen ist auch Krodhabhairava der Gebieter. Der Seher dieses Schutztextes Trailokyavijaya ist Prajāpati, das Versmaß Gāyatrī, die Gottheit der alldurchdringende Nṛsiṃha.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0798 · 7
„Das Bīja Kṣrauṃ schütze meinen Kopf, das mondfarbene große Mantra [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0799 · 8
„Oṃ. Vor dem Gewaltigen, dem Helden, Mahāviṣṇu, dem Lodernden, nach allen Seiten Gerichteten, Nṛsiṃha, dem Furchtbaren, Heilvollen, dem Tod des Todes verneige ich mich.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0800 · 9
„Das zweiunddreißigsilbige Mantra, der König der Mantras, der göttliche Wunschbaum, schütze meinen Hals. Dhruva [Oṃ], Kṣrauṃ, Hṛt [Namaḥ], ‚bhagavate – für den Erhabenen‘ [schütze] meine Augen.“ [hṛt bezeichnet in der Mantra-Aufschlüsselung gewöhnlich Namaḥ; der Text schreibt das Schlusswort hier nicht aus.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0801 · 10
„‚Narasiṃhāya jvālāmāline – Für Narasiṃha, den mit einer Flammengirlande‘ schütze das Ohr; ‚dīptadaṃṣṭrāya agninetrāya – für den mit flammenden Hauern, für den Feueräugigen‘ die Nase [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0802 · 11
„‚Sarvarakṣoghnāya sarvabhūtahitāya sarvajvaravināśāya – für den Vernichter aller Rākṣasas, für den Wohltäter aller Wesen, für den Vernichter sämtlicher Fieber‘; dann die beiden Wörter ‚daha daha – verbrenne, verbrenne‘ [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0803 · 12
„‚Rakṣa rakṣa – schütze, schütze‘, das Panzer-Mantra [Huṃ], ‚svāhā‘ schütze mein Gesicht. ‚Rāmacandrāya namaḥ – Verehrung für Rāmacandra‘, mit Tārā [Oṃ] am Anfang, schütze mein Herz.“ [varmamantraḥ benennt hier eine technische Formel; Huṃ ist als erläuternde Identifikation gekennzeichnet, nicht als in dieser Zeile ausgeschriebener Laut.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0804 · 13
„Klīṃ schütze die beiden Seiten; Tārā [Oṃ], dann das Wort ‚namaḥ‘, ‚nārāyaṇāya‘ [schütze] den Nabel. Āṃ hrīṃ krauṃ kṣrauṃ huṃ phaṭ [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0805 · 14
„Die sechssilbige [Formel] schütze die Hüfte. Oṃ, das Wort ‚namo bhagavate‘ und ‚vāsudevāya‘ [schütze] den Rücken; ‚klīṃ kṛṣṇāya‘ die beiden Oberschenkel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0806 · 15
„Das vorzügliche Mantra ‚klīṃ kṛṣṇāya‘ schütze stets die beiden Knie. ‚Klī glauṃ klīṃ śyāmalāṅgāya namaḥ – Klī glauṃ klīṃ, Verehrung für den Dunkelleibigen‘ schütze die beiden Füße.“ [Das erste klī steht in der Vorlage ohne Bindu.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0807 · 16
„‚Kṣrauṃ nṛsiṃhāya kṣrauṃ – Kṣrauṃ, für Nṛsiṃha, Kṣrauṃ‘ behüte mich stets an allen Gliedern. So habe ich dir, mein Kind, [den Schutztext] erklärt, dessen Gestalt die ganze Schar der Mantras ist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0808 · 17
„Aus Zuneigung zu dir habe ich ihn mitgeteilt; er soll niemandem [beliebig] weitergesagt werden. Nachdem man den Guru verehrt hat, empfange man den Schutztext.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0809 · 18
„Mit allem Verdienst versehen, wird man mit allen Vollendungen versehen. Als sein Puraścaraṇa-Verfahren gelten 108 [Rezitationen].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0810 · 19
„Nachdem der vorzüglichste Praktizierende Feueropfer und die übrigen [Handlungen] mit jeweils einem Zehntel vollzogen hat, hat er den Schutztext vollendet, ist reinen Sinnes und gleicht dem Liebesgott [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0811 · 20
„Nachdem sie ihre Rivalität aufgegeben haben, wohnen Lakṣmī und Vāṇī in seinem Haus. Man gebe acht Handvoll Blumen mit dem Grundmantra und rezitiere [ihn] einmal.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0812 · 31
„Man erlangt sogar die Frucht der Verehrung von tausend Jahren. Wenn man [ihn] auf Birkenrinde schreibt und als Amulett in Gold einschließt und trägt [Fortsetzung folgt].“ [Die Originalnummer 31 steht so in der Vorlage zwischen 20 und 22.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0813 · 22
„Am Hals oder am rechten Arm, wird man selbst Narasiṃha. Eine Frau am linken Arm, ein Mann an der rechten Hand [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0814 · 23
„Trage den heiligen Schutztext und werde mit allen Vollendungen versehen. Eine Frau, die nach einem Kind unfruchtbar ist oder deren Kinder gestorben sind [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0815 · 24
„Die von Geburt an unfruchtbar ist oder ihre Söhne verloren hat, wird viele Söhne haben. Durch die Gnade des Schutztextes wird ein Mensch schon zu Lebzeiten befreit.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0816 · 25
„So erschüttert er die drei Welten und wird zum Sieger über sie. Bhūtas, Verstorbenengeister, Piśācas, Rākṣasas und Dānavas [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0817 · 26
„Fliehen bei seinem Anblick gewiss von einem Land in ein anderes. Wenn der Schutztext in einem Haus oder Dorf vorhanden ist, verlassen sie dieses Land und ziehen weit fort.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0818 · 1
Damit endet in der Brahmasaṃhitā der Schutztext Nṛsiṃhas namens Trailokyamaṅgala. Nun der Lobgesang an Śiva: „Wieder und wieder Verehrung für Śaṅkara, dessen Gestalten Erde, Wasser, Feuer, Wind, Raum, Opferherr, Mond und Sonne sind und der im Inneren aller Wesen wohnt!“ [Die Überschrift wechselt vom zuvor genannten Trailokyavijaya zu Trailokyamaṅgala; makheśa ist hier als Opferherr wiedergegeben.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0819 · 2
„Wieder und wieder Verehrung dem Ewigen, dem übersinnlichen Licht, das im Ende der Śruti Wohnung genommen hat, der Śruti selbst und dem Ursprung der Śruti!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0820 · 3
„Dir, Śambhu, der sich durch die Unterscheidung von grob und fein nicht bestimmen lässt, dir, Bhava, der das aus dem Dasein entstandene Leid vernichtet, sei Verehrung!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0821 · 4
„Wieder und wieder Verehrung dem, der über den Weg des logischen Denkens hinausgeht, die Frucht der Askesen schenkt, großzügig die vier Lebensziele gewährt und allwissend ist!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0822 · 5
„Wieder und wieder Verehrung dem Großen, über den Yogins meditieren, dem ohne Guṇas, der ohne Anfang, Mitte und Ende ist und alle Furcht beseitigt hat!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0823 · 6
„Dir, dem Selbst der Welt, dem Unbegreiflichen, mit leuchtendem Mond auf dem Haupt, der den Stolz des Liebesgottes vernichtet und die Zeit tötet, sei Verehrung!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0824 · 7
„Wieder und wieder Verehrung dem Giftesser, der den Rücken des umherziehenden Stieres bestiegen hat und in dessen Haarflechte der Fluss [Gaṅgā …] gebunden ist!“ [saridvāmasamābaddha ist in seiner genauen Fügung unsicher; vāma wird nicht unbelegt räumlich ergänzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0825 · 8
„Wieder und wieder Verehrung dem Reinen, dessen Wesen rein ist, dem inneren Selbst der Reinen, dem Zerstörer der Städte, dem Vollständigen mit dem heiligen Namen!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0826 · 9
„Wieder und wieder Verehrung dem seinen eigenen Verehrern Ergebenen, der Genuss und Befreiung schenkt, dem Unbekleideten, [der keine Bekleidung/Wohnung hat], dem Gebieter des Weltalls!“ [vivāsase'vivāsāya viśvena śāstre ist beschädigt; die letzten Anreden sind nur vorläufig übersetzbar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0827 · 10
„Wieder und wieder Verehrung dem Ursprung der drei Gestalten, dem Dreiäugigen! Wieder und wieder Verehrung dem, dessen Gestalt [die Wohnstätte] der drei Bereiche ist, dem, der Geburt vernichtet!“ [tridhāmnādhāmarūpāya ist nicht sicher auflösbar; eine plausible Zusammensetzung ist tridhāmnaḥ dhāmarūpāya.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0828 · 11
„Wieder und wieder Verehrung dem, dessen Füße durch die Strahlen der Kronjuwelen von Göttern und Asuras gerötet werden, dem Geliebten, der seiner eigenen Geliebten die Hälfte [seines Leibes] gegeben hat!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0829 · 12
„Mit diesem Lobgesang erfreue man bei der Verehrung hingebungsvoll den Weltherrn, den Allwissenden, höchsten Herrn, der Hingabe und Befreiung schenkt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0830 · 13
„Für ihn [den Verehrenden] gibt es in den drei Welten nichts Unerreichbares. Was ist da eine weltliche Frucht? Die Befreiung selbst liegt in seiner Hand.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0831 · 1
Damit endet der Lobgesang an Śiva. Nun Śivas Schutztext. Die erhabene Göttin sprach: „Erhabener, Herr des Gottes der Götter, von allen heiligen Überlieferungen verehrt, alles ist mir von dir erklärt worden, Gott; der Schutztext jedoch wurde nicht offenbart.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0832 · 2
„Offenbare mir den Schutztext des Prāsāda genannten Mantras, der allen Schutz bewirkt, Gott, wenn du Zuneigung zu mir hast!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0833 · 3
Der erhabene Herr sprach: „Als Seher des Prāsāda-Mantra-Schutztextes gilt Vāmadeva; das Versmaß ist Paṅkti, Herrin der Götter, die Gottheit hier Sadāśiva. Seine Anwendung wird für die Verwirklichung der Wünsche des Praktizierenden genannt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0834 · 4
„Oṃ. Sadāśiva, der Prāsāda heißt, schütze stets meinen Kopf.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0835 · 5
„Maheśvara in Gestalt der sechs Silben [schütze] mein Gesicht; der Achtsilbige, von Śakti eingeschlossen, behüte stets meine beiden Augen.“ [saḍakṣara ist vermutlich für ṣaḍakṣara verschrieben.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0836 · 6
„Der Erhabene, dessen Wesen die fünf Silben sind, beschütze meine beiden Arme. Mṛtyuñjaya, dessen Wesen die drei Bījas sind, schütze stets meine Lebenszeit.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0837 · 7
„Der unvergängliche Dakṣiṇāmūrti, am Fuß des Banyanbaums sitzend, der die Gestalt der sechsunddreißig Laute trägt, schütze mich stets von allen Seiten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0838 · 8
„Rudra, dessen Wesen zweiundzwanzig Laute sind, beschütze meinen Bauch. Nīlakaṇṭha, dessen Wesen drei Laute sind, schütze immer den Hals.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0839 · 9
„Hara als Ardhanārīśvara, dessen Bīja-Gestalt der Wunschedelstein ist, der alle Fülle schenkt, schütze stets meine verborgene Körperregion.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0840 · 10
„Maheśvara, dessen Wesen die einsilbige Gestalt ist, dessen Gestalt der Kūṭa[-Lautkomplex] ist, und Mārtāṇḍabhairavī mögen stets meine beiden Füße beschützen.“ [Die Vorlage nennt die weibliche Form Mārtāṇḍabhairavī; sie wird nicht in Mārtāṇḍabhairava geändert.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0841 · 11
„Der Tumbura genannte, dessen Wesen das große Bīja ist, Tripurāntaka, der Vernichter der drei Städte, der Herr der Götter, schütze mich stets auch auf dem Schlachtfeld.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0842 · 12
„Īśāna schütze stets meinen Kopf oben. Im Süden behüte mich Tatpuruṣa, der Führer des Berges.“ [girivināyaka ist eine ungewöhnliche Bezeichnung und bleibt in ihrer genauen Zuordnung unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0843 · 13
„Der Aghora genannte Mahādeva beschütze im Osten; Mahādeva beschütze mich stets im Westen. Im Norden schütze stets derjenige, der die Gestalt Sadyojātas trägt.“ [Die Richtungszuordnungen werden wie überliefert bewahrt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0844 · 14
„Wer diesen so schützenden, selbst für die Götter schwer erlangbaren Schutztext, Göttin, am Morgen rezitiert, erlangt die erwünschte Frucht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0845 · 15
„Der vorzüglichste Praktizierende, der den Schutztext zur Zeit der Verehrung rezitiert, wird gewiss mit Ruhm, Fülle, Schönheit, Einsicht und Lebensdauer bereichert.“ [vṛt hito ist offenbar beschädigt; die Lesung als „vermehrt/bereichert“ ist vorläufig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0846 · 16
„Der Praktizierende, der diesen Schutztext von Mantra-Gestalt am Hals trägt, erlangt Sieg im Krieg, im Glücksspiel und im Streitgespräch.“ [matasvarūpam ist vermutlich für mantrasvarūpam beschädigt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0847 · 17
„Wer als Praktizierender den Schutztext am rechten Arm trägt, dem sind Götter, Menschen und Gandharvas fügsam; daran besteht kein Zweifel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0848 · 18
„Wer den Schutztext mit beherrschtem Geist auf dem Kopf trägt, dem liegen, Herrin der Götter, die acht Vollendungen, beginnend mit Aṇimā, in der Hand.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0849 · 20
„Der Verständige fertige diese Vidyā auf Birkenrinde an, umhülle sie mit weißer Seide, lege sie in eine silberne Kapsel und trage sie. Er erlangt große Fülle und trägt zuletzt die Gestalt meines Leibes. Sie soll nicht jedem Beliebigen gegeben und niemals öffentlich bekanntgemacht werden.“ [maddehaparūdhṛk ist beschädigt; die Aussage über die Annahme der göttlichen Gestalt ist erkennbar. Die innere Originalnummer 19 bleibt erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0850 · 21
„Einem hingebungsvollen Schüler, einem Praktizierenden, offenbare man sie. Andernfalls geht die Vollendung verloren: Dies ist wahr, du den Geist Erfreuende.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0851 · 22
„Aus Zuneigung zu dir, große Göttin, habe ich den glückverheißenden Schutztext erklärt. Man gebe ihn niemandem [beliebig], Heilvolle, wenn man das eigene Wohl wünscht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0852 · 23
„Wer den aus meinem Mund hervorgegangenen Schutztext mit Duftstoffen, Blumen und Weiterem verehrt, hat damit, große Göttin, alle Götter verehrt; daran besteht kein Zweifel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
Bhairava und Bhairavī
P4-0853 · 1
Damit endet im Bhairava-Tantra der Schutztext des erhabenen Sadāśiva. Nun der Lobgesang an Vaṭukabhairava. Pārvatī fragte Śaṅkara, den höchsten Herrn, Gott der Götter und Lehrer der Welt, der auf dem Gipfel des Kailāsa saß.
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P4-0854 · 2
Śrī Pārvatī sprach: „Erhabener, Kenner aller Pflichten in sämtlichen Lehrschriften, Āgamas und den übrigen [Überlieferungen], [ich wünsche] das aus Bedrängnis rettende Mantra, das den Menschen alle Vollendungen verleiht [Fortsetzung folgt].“
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P4-0855 · 3
„Zum Wohl aller Wesen wird es von mir gewünscht, besonders aber als Mittel zu Befriedung und Gedeihen der Könige [Fortsetzung folgt].“
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P4-0856 · 4
„Du mögest es, Herr der Götter, zusammen mit Glieder-Nyāsa, Hand-Nyāsa und Bīja-Nyāsa erklären, damit meine Freude wächst.“
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P4-0857 · 5
Der erhabene Herr sprach: „Höre, Göttin, das große Mantra, das aus Bedrängnis rettet, alle Leiden befriedet und alle Feinde [abwehrt].“ [Die Vorlage liest nivarddhanam, wörtlich eher „vermehrend“; die Deutung als Abwehr ist kontextbezogen und unsicher, möglicherweise liegt eine Beschädigung für nibarhaṇam vor.]
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P4-0858 · 6
„Dieses Königsmantra, Geliebte, vernichtet schon durch bloßes Erinnern Krankheiten wie Apasmāra, besonders Fieber und die übrigen [Erkrankungen] [Fortsetzung folgt].“ [Apasmāra bezeichnet Anfallsleiden beziehungsweise Bewusstseinsstörungen.]
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P4-0859 · 7
„Es vernichtet Furcht vor Grahas und Königen und vermehrt das Wohlergehen. Aus Zuneigung werde ich dir dieses Mantra erklären, das die Essenz von allem ist, Geliebte.“
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P4-0860 · 8
„Das Mantra, das alle Wünsche und Ziele gewährt und den Menschen den Genuss eines Königreichs verleiht, das Mantra, das aus Bedrängnis rettet, werde ich im Einzelnen erklären.“
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P4-0861 · 9
„Man spreche zuerst den Praṇava [Oṃ] und leite dann den Devī-Praṇava ab. Danach [folgen] ‚vaṭukāya – für Vaṭuka‘ und ‚āpaduddharaṇāya – zur Rettung aus Bedrängnis‘ [Fortsetzung folgt].“ [Der Devī-Praṇava wird hier nur bezeichnet, nicht als bestimmte Silbe ausgeschrieben.]
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P4-0862 · 10
„Dann zweimal ‚kuru – tue‘; danach füge man erneut ‚vaṭukāya‘ ein und leite den Devī-Praṇava ab. Dies ist die Herleitung des Mantras, Geliebte.“
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P4-0863 · 11
„Diese Herleitung des Mantras, Göttin, ist selbst für die drei Welten schwer zu erlangen. Dieses mit allen Kräften ausgestattete Mantra soll nicht öffentlich bekanntgemacht werden.“
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P4-0864 · 12
„Schon beim Erinnern an das Mantra fliehen Bhūtas, Verstorbenengeister und Piśācas von Furcht gequält wie die Wesen vor dem Rudra der Weltauflösung.“ [kalerudrāt ist als „vor dem Rudra der Auflösungszeit“ verstanden; die genaue Zusammensetzung bleibt prüfbedürftig.]
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P4-0865 · 12
„Wer [es] rezitiert, rezitieren lässt oder auch das Buch verehrt, hat weder Furcht vor Feuer und Dieben noch vor Grahas und Königen [Fortsetzung folgt].“ [Die zweite Originalnummer 12 bleibt wie überliefert erhalten.]
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P4-0866 · 14
„Auch keine Furcht vor Seuchen; überall wird er glücklich sein. Lebensdauer, Gesundheit, Herrschaftsmacht und Fülle an Söhnen, Enkeln und den übrigen [Gütern] entstehen ihm stets schon durch die Verehrung des Buches.“
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P4-0867 · 16
Śrī Pārvatī sprach: „Dieser, der Bhairava heißt und als Retter aus Bedrängnis gilt, ist von dir, Gott, als vorzüglicher Bhairava-Kalpa erklärt worden. Ziehe aus seinen tausenden, zehntausenden und hundertmillionen Namen die Essenz heraus und nenne die 108 Namen.“
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P4-0868 · 17
Der erhabene Herr sprach: „Der Praktizierende, der dieses [Verzeichnis] rühmt, das alles Böse abwehrt, erlangt sämtliche Wünsche und auch die Vollendung.“
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P4-0869 · 18
„Höre, Göttin; ich werde die vorzüglichen 108 Namen des großen Bhairava erklären, der hier aus Bedrängnis rettet [Fortsetzung folgt].“
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P4-0870 · 19
„Heilig, alle Verfehlungen fortnehmend, jede Bedrängnis abwehrend, alle Wünsche und Ziele gewährend, Göttin, den Praktizierenden Wohlergehen bringend.“
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P4-0871 · 20
„Zuerst vollziehe man gesammelt das Auflegen auf die Körperglieder: Bhairava auf dem Scheitel; Bhīmadarśana, der Furchtbar-Anzusehende, auf der Stirn; Bhūtāśraya, die Zuflucht der Wesen, auf den Augen; Tīkṣṇadarśana, der Scharf-Blickende, auf dem Gesicht. Kṣetrapa, den Feldhüter, zwischen den Ohren, Kṣetrapāla, den Hüter des Feldes, auf dem Herzen; den Kṣetra Genannten an der Nabelgegend; Sarvāghanāśana, den Vernichter aller Verfehlungen, an der Hüfte. Trinetra, den Dreiäugigen, lege man auf beide Oberschenkel, Raktapāṇika, den Rothändigen, auf beide Unterschenkel; den Herrn des Gottes der Götter auf die Füße und Vaṭuka auf alle Glieder.“
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P4-0872 · 21
„Nachdem man so das Nyāsa-Verfahren vollzogen hat, rezitiere man danach mit einheitlichem Geist den vorzüglichen Lobgesang namens ‚108 Namen‘. Als Versmaß der 108 Namen ist Anuṣṭubh angegeben; als Seher wird der Vṛhadāraṇyaka Genannte bezeichnet. Als Gottheit erklären die Guten Vaṭukabhairava. Die Anwendung dient der Verwirklichung aller Wünsche und Ziele.“ [Die Bezeichnung des Sehers bleibt wie in der Vorlage, ohne unbelegte Identifikation.]
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P4-0873 · 1
„Bhairava, der Furchtbare; Bhūtanātha, der Herr der Wesen; Bhūtātmā, das Selbst der Wesen; Bhūtabhāvana, der die Wesen hervorbringt; Kṣetrada, der das Feld gibt; Kṣetrapāla, der Hüter des Feldes; Kṣetrajña, der Kenner des Feldes; Kṣatriya, der Krieger; Virāṭ, der Weiträumige.“ [bhūtātmanā ist grammatisch unregelmäßig und als Name Bhūtātmā verstanden.]
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P4-0874 · 2
„Śmaśānavāsī, auf der Verbrennungsstätte wohnend; Māṃsāśī, Fleisch essend; Kharparāśī, aus der Schädelschale essend; Makhāntakṛt, der dem Opfer ein Ende setzt; Raktapa, Blut trinkend; Prāṇapa, Lebenskraft trinkend; Siddha, der Vollendete; Siddhida, der Vollendung schenkt; Siddhasevita, dem Vollendete dienen.“
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P4-0875 · 3
„Karāla, der Furchtbare; Kālaśamana, der die Zeit/den Tod besänftigt; Kalākāṣṭhātanu, dessen Leib die Zeitmaße Kalā und Kāṣṭhā sind; Kavi, der Seher; Trinetra, der Dreiäugige; Bahunetra, der Vieläugige; Piṅgalalocana, mit gelbbraunen Augen.“
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P4-0876 · 4
„Śūlapāṇi, mit dem Dreizack in der Hand; Khaḍgapāṇi, mit dem Schwert in der Hand; Kaṅkālī, der ein Skelett trägt; Dhūmralocana, mit rauchfarbenen Augen; Abhīru, der Furchtlose; Bhairava, der Schreckliche; Bhīma, der Gewaltige; Bhūtapa, der Beschützer der Wesen; Yoginīpati, der Herr der Yoginīs.“
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P4-0877 · 5
„Dhanada, der Reichtum gibt; Dhanahārī, der Reichtum nimmt; Dhanada, der Reichtum gibt; Pratibhāvavān, mit Geisteskraft versehen; Nāgahāra, der eine Schlangenkette trägt; Nāgakeśa, mit Schlangen als Haar; Vyomakeśa, dessen Haar der Raum ist; Kapālabhṛt, der einen Schädel trägt.“ [Die Wiederholung von Dhanada bleibt erhalten; pratibhāvavān ist eine ungewöhnliche Form.]
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P4-0878 · 6
„Kāla, die Zeit/der Tod; Kapālamālī, der eine Schädelgirlande trägt; Kāmanīya, der Liebreizende; Kalānidhi, der Schatz der Künste/Mondphasen; Trilocana, der Dreiäugige; Jvalannetra, mit flammenden Augen; Triśikhī, der drei Spitzen/Flammen trägt; Trilokapāt, der Hüter der drei Welten.“
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P4-0879 · 7
„Trivṛttanayana, mit drei runden Augen; Ḍimbha, das Kind; Śānta, der Friedvolle; Śāntajanapriya, der die Friedvollen liebt; Vaṭuka, der junge [Asket]; Vaṭukeśa, der Herr der Vaṭukas; Khaṭvāṅgavaradhāraka, der den vorzüglichen Khaṭvāṅga-Stab trägt.“
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P4-0880 · 8
„Bhūtādhyakṣa, der Aufseher der Wesen; Paśupati, der Herr der gebundenen Wesen; Bhikṣuka, der Bettler; Paricāraka, der Diener; Dhūrta, der Listige; Digambara, dessen Gewand die Himmelsrichtungen sind; Śauri, der Held/Nachkomme Śūras; Hariṇa, der Hirsch; Pāṇḍulocana, mit blassen Augen.“ [Die Anreden Śauri und Hariṇa stehen so in der Vorlage; eine andere Lesung wird nicht eingesetzt.]
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P4-0881 · 9
„Praśānta, der vollkommen Friedvolle; Śāntida, der Frieden schenkt; Śuddha, der Reine; Śaṅkara, der Heil bewirkt; Priyabāndhava, der liebe Verwandte; Aṣṭamūrti, mit acht Gestalten; Nidhīśa, der Herr der Schätze; Jñānacakṣus, dessen Auge Erkenntnis ist; Tamomaya, aus Dunkelheit bestehend.“ [aṣṭamūrttinidhīśa kann auch als zusammengesetzte Anrede gegliedert werden.]
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P4-0882 · 10
„Aṣṭādhāra, mit acht Stützen; Sarpayukta, mit Schlangen verbunden; Śaśī, der Mondträger/Mond; Viṣadhara, der Gift trägt; Śiva, der Heilvolle; Bhūdhara, der die Erde trägt; Bhūdharādhīśa, Herr der Berge; Bhūpati, Herr der Erde; Bhūdharātmaka, dessen Wesen der Berg ist.“
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P4-0883 · 11
„Kaṅkāladhārī, der ein Skelett trägt; Muṇḍa, der Kahlköpfige; Nāgayajñopavītavān, der eine Schlange als heilige Schnur trägt; Jṛmbhaṇa, der Erstarren/Gähnen bewirkt; Mohana, der betört; Stambhī, der lähmt; Māraṇa, der tötet; Kṣobhaṇa, der aufwühlt.“
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P4-0884 · 12
„Śuddhanīlāñjanaprakhyadeha, dessen Leib reinem dunklem Augensalbenstoff gleicht; Muṇḍavibhūṣita, mit Köpfen geschmückt; Bālabhuk, der Kinder verzehrt; Balibhūtātmā, dessen Wesen die Opfergabe ist; Kāmī, der Verlangende; Kāmaparākrama, dessen Macht Verlangen ist.“ [bālabhuk bedeutet nach dieser Lesung „Kinder essend“; eine mögliche Beschädigung für balibhuk, „Opfergaben essend“, ist nicht stillschweigend korrigiert.]
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P4-0885 · 13
„Sarvāpattāraka, der aus jeder Bedrängnis rettet; Durga, der schwer Zugängliche; Duṣṭabhūtaniṣevita, dem böse Wesen dienen; Kālī [weibliche Form in der Vorlage]; Kalānidhi, der Schatz der Künste/Mondphasen; Kānta, der Liebreizende; Kāminīvaśakṛt, der Frauen fügsam macht; Vaśī, der Beherrschende; Sarvasiddhiprada, der sämtliche Vollendungen verleiht; Vaidya, der Arzt; Prabhaviṣṇu, der Mächtige; Prabhāvavān, mit Macht versehen.“
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P4-0886 · 14
„Die 108 Namen des großen Bhairava habe ich dir, Göttin, erklärt: das Geheimnis, das alle Wünsche erfüllt.“
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P4-0887 · 15
„Wer diesen vorzüglichen Lobgesang der 108 Namen liest, hat keinerlei Unglück und auch keine Furcht vor Krankheiten.“
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P4-0888 · 16
„Nirgends erlangt der Mensch irgendeine Furcht vor Feinden.“
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P4-0889 · 17
„Auch Furcht vor Verfehlungen besteht nicht. Man rezitiere den Lobgesang mit ungeteiltem Geist bei Furcht vor Seuchen, Königen, Dieben und Feuer [Fortsetzung folgt].“
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P4-0890 · 18
„Bei äußerst furchtbaren Unglückszeichen, bei Furcht aus bösen Träumen und in schrecklicher Gefangenschaft rezitiere man den Lobgesang gesammelt.“
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P4-0891 · 19
„Alle gelangen zur Besänftigung aus Furcht vor dem Rühmen Bhairavas. Als Puraścaraṇa sind elftausend [Rezitationen] erwünscht.“ [bhayād kann auch „von Furcht [befreit]“ bedeuten; die genaue Satzfügung bleibt mehrdeutig.]
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P4-0892 · 20
„Wer ein Jahr lang täglich zu den drei Tagesübergängen unermüdlich rezitiert, Göttin, erlangt als Mensch die erwünschte Vollendung, selbst wenn sie schwer erreichbar ist.“
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P4-0893 · 21
„Wer Land wünscht, erlangt nach sechs Monaten Japa Land. Ein König wiederhole [den Lobgesang] zur Vernichtung von Feinden acht Monate lang [Fortsetzung folgt].“
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P4-0894 · 22
„Dreimal nachts: Er vernichtet die Feinde. Drei Monate lang nachts rezitiere man, um den König in seine Gewalt zu bringen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0895 · 23
„Der Mensch, der Geld, einen Sohn oder eine Gattin wünscht, rezitiere dreimal oder einmal in der Nacht [Fortsetzung folgt].“
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P4-0896 · 24
„Er erlangt Geld, Söhne und Gattinnen; daran besteht kein Zweifel.“
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P4-0897 · 25
„Ein Furchtsamer wird von der Furcht befreit, Göttin; dies ist wahr, daran besteht kein Zweifel. Welche Wünsche er jeweils hegt, die erlangt er stets.“
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P4-0898 · 26
„Dieses Geheimnis soll nicht öffentlich bekanntgemacht und nicht jedem Beliebigen gegeben werden. Einem aus gutem Kula stammenden, friedvollen, aufrechten und von Heuchelei freien [Menschen] gebe man diesen heiligen Lobgesang, der die Früchte aller Wünsche verleiht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0899 · 27
„Ich werde die Meditation über den Gott erklären; nachdem der Mensch so meditiert hat, rezitiere er: [Man stelle ihn sich vor] wie reinen Bergkristall, mit dem Glanz von tausend Sonnen, achtarmig, dreiäugig, vierarmig oder zweiarmig; den Gott mit einem Schlangengürtel und feuerfarbenem Haar [Fortsetzung folgt].“ [Die verschiedenen Armzahlen sind Alternativen der überlieferten Beschreibung.]
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P4-0900 · 28
„Raumbekleidet, als Herr der Mädchen, Vaṭuka genannt, von großer Kraft; [er trägt] Khaṭvāṅga-Stab, Schwert, Schlinge und Dreizack, sodann [Fortsetzung folgt].“
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P4-0901 · 29
„Ḍamaru-Trommel, Schädel, die Gaben gewährende [Hand] und eine Schlange; [er gleicht] einer dunklen Regenwolke, hat den Glanz einer Masse dunkler Augensalbe [Fortsetzung folgt].“ [Die dunkle Erscheinung steht zusätzlich zur vorausgehenden kristallhellen Beschreibung.]
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P4-0902 · 30
„Mit einem durch Hauer furchtbaren Gesicht, mit Fuß- und Armreifen versehen, mit seiner eigenen Farbe ausgestattet und von einem Hund begleitet.“
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P4-0903 · 31
„Nachdem man so meditiert hat, wiederhole man [das Mantra] voller Freude; man erlangt alle Wünsche.“
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P4-0904 · 32
„Oṃ. Vaṭukanātha siegt, der den Praktizierenden Vollendung schenkt: einen Schädel in der Hand haltend, mit Ohrringen geschmückt, mit einem Stab in der Hand, dunkel wie frische Finsternis und mit einer Schlange als heiliger Schnur. Er nimmt die Hindernisse und Unterbrechungen der Verehrung zur Zeit des Opfers fort.“ [kratusamayasaparyāvighnavicchedahartā ist in der genauen Beziehung von Hindernis und Unterbrechung mehrdeutig.]
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P4-0905 · 33
Nachdem sie diese vorzüglichen 108 Namen gehört hatte, war die Göttin Maheśvarī selbst voller Freude über Bhairava.
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P4-0906 · 1
Damit endet im Viśvasāra, im Āpaduddhāra-Kalpa, der König der Lobgesänge an Vaṭukabhairava. Nun der Lobgesang an Bhairavī: „Mit diesem Lobpreis werde ich dich, Tripurā, preisen, um die erwünschte Frucht zu erlangen, durch den Menschen zu jener von den Göttern verehrten Fülle gelangen.“ [Mehrere Wörter der Überschrift und des Kolophons sind beschädigt; die folgende Textidentität ist eindeutig.]
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P4-0907 · 1
„Brahmā und die übrigen erkennen deine feine Gestalt, den Ursprung der Welt, die anfanglose Gestalt, selbst durch hundert Śrutis nicht. Darum preisen wir deine grobe Gestalt, [deren] Brüste [rankengleich sind], von der Farbe frischen Safrans, die zur Mutter alles aus Sprache Bestehenden geworden ist.“ [kucalatāṃ ist in seiner Verbindung zur Göttin unsicher.]
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P4-0908 · 2
„Tripurā, wir verehren dich, die wie tausend eben aufgehende Sonnen strahlt, deren Hände Schrift/Wissen, Gebetskette, Gaben und Furchtlosigkeit zeigen; dein Lotusgesicht ist mit drei Lotusaugen geschmückt, und du bist schön durch eine leuchtende [Perlen-]Kette.“ [vidyā und tārahāra können hier mehrere Nuancen haben.]
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P4-0909 · 3
„Deine Gestalt, Mutter, schön durch reichlichen Zinnober, unter der Last der Brüste geneigt, ist allein durch die Früchte von Verdienst aus früheren Geburten erreichbar. Was wissen jene von deinem Wesen, deren Geist durch Streit über gegenseitige Unterschiede aufgewühlt und deren Einsicht stumpf ist?“
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P4-0910 · 4
„Die Weisen nennen dich grobgestaltig, die Śrutis verkünden dich; andere nennen dich fein und die Wohnstätte der Worte. Wieder andere erklären dich zur Wurzel der Welten, Bhavānī. Wir halten dich für einen grenzenlosen Ozean des Mitgefühls.“
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P4-0911 · 5
„Im Herzen vergegenwärtigen sie dich, mit einer Mondsichel geschmückt, weiß wie der Herbstmond, aus fünfzig Lauten bestehend, dreiäugig, mit Lotus-Händen, die Buch, Gebetskette, ein Gefäß mit Nektarwasser und die Geste der Erklärung tragen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0912 · 6
„Du bist Śambhu, dessen Hälfte die Tochter des Berges eingenommen hat; du, Mutter, bist Viṣṇu, dessen Leib Kamalā umarmt; du bist der Lotusgeborene, die Wohnstätte der Rede. Und du allein, Tripurā, bist ihre Tätigkeit in der Welt.“ [tvamamba ist in der Vorlage verschmolzen; die Identifikationen werden wie überliefert wiedergegeben.]
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P4-0913 · 7
„Niemals vergesse ich dich im Herzen, die höchste Gottheit, aus reinem Bewusstsein bestehend: Du bringst, gestützt auf die vier aus Sprache entstehenden Zustände, beginnend mit Parā, die in den Wörtern angeordneten [Inhalte] durch Werkzeuge wie die Kehle zum Ausdruck.“ [Die Verbindung von bhāvān padeṣu ist mehrdeutig.]
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P4-0914 · 8
„Nachdem die Erfolgreichen den Atem zusammengezogen und die sechs Feinde bezwungen haben, schauen sie mit unbewegter Einsicht auf ihre Nasenspitze und meditieren oben auf dem Kopf über deine Gestalt, Mutter, mit der Mondsichel als Schmuck, der jungen Sonne befreundet [in ihrem Glanz].“
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P4-0915 · 9
„Dass du die Hälfte des Leibes des Feindes des Liebesgottes eingenommen hast und die Welten erschaffst, sagen die Veden. Dies ist wahr, Tochter des Berges, einzige Mutter der Welt: Andernfalls gäbe es nicht einmal den Bestand des ganzen Weltalls.“ [mantharipoḥ ist vermutlich für manmatharipoḥ verkürzt oder beschädigt.]
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P4-0916 · 10
„Nachdem sie dich, Mutter, an deinem Sitz in den Höhlen des goldenen Berges mit Blumen der göttlichen Bäume verehrt haben, singen die vollendeten Frauen zusammen mit Kinnarīs; ihre Lotusaugen sind vom Genuss des Āsava-Saftes gerötet.“ [Āsava bezeichnet ein vergorenes Getränk.]
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P4-0917 · 11
„Im Herzen verehre ich die Göttin, deren Leib wie das Spiel des Blitzes strahlt, die aus ihrem eigenen Wohnhaus zu Śivas Königsstadt zieht, die Lotusse auf dem Suṣumṇā-Weg zum Aufblühen bringt und deren Glieder mit höchstem Nektar benetzt sind.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0918 · 12
„Mutter, Tripurā, ich nehme richtig Zuflucht zu deinem Leib, der aus reinem Bewusstsein besteht: dem Geburtsort der Glückseligkeit, der Wohnstätte der Śrutis, dem Entstehungsort des Glückes, dessen Lotusfüße Brahmā, Īśa und Viṣṇu verehren.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0919 · 13
„Śāradā vergesse ich niemals im Geist: In Mondgestalt erschafft sie die Welt, die aus Wort und Bedeutung besteht; in Sonnengestalt trägt sie diese wiederum durch ihre eigene Kraft. Als Feuer nimmt sie am Ende des Zeitalters alles fort.“ [arkatanuṃ ist in seiner Flexion auffällig und hier als Gestalt der Göttin verstanden.]
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P4-0920 · 14
„Als Nārāyaṇī, als die aus dem Höllenozean Rettende, als Gaurī, als die Mühsal Besänftigende, als Sarasvatī, als die Wissen Schenkende, als die mit drei Augen Geschmückte verehren sie dich auf vielerlei Weise, Tochter des Bergkönigs.“ [svām ist vermutlich für tvām verschrieben.]
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P4-0921 · 15
„Die Menschen, die dich, Mutter der Welt, der Reihe nach mit zwölf Versen preisen, erlangen die Vollendung der Rede und Wohlstand.“ [Die überlieferte Strophe nennt zwölf Verse, obwohl der vorliegende Lobgesang mehr enthält; die Angabe wird nicht geändert.]
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P4-0922 · 1
Damit endet im Bhairavī-Tantra der König der Lobgesänge an Bhairavī. Nun der Schutztext der Bhairavī. Die erhabene Göttin sprach: „Alle Vidyās der Bhairavī habe ich gehört und verstanden. Jetzt wünsche ich den zuvor genannten Schutztext zu hören [Fortsetzung folgt].“ [bharavyāḥ ist beschädigt.]
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P4-0923 · 2
„Den namens Trailokyavijaya, der Handwaffen und Geschosswaffen abwehrt. Herr, wer könnte größeres Mitgefühl gewähren als du?“
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P4-0924 · 3
Īśvara sprach: „Höre, Pārvatī, Schöne, Geliebte meines Lebens; ich werde den Trailokyavijaya genannten Schutzpanzer gegen Handwaffen und Geschosswaffen erklären, dessen Gestalt aus Mantras besteht.“
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P4-0925 · 4
„Wer ihn rezitiert und trägt, wird zum Sieger über die drei Welten. Madhusūdana erschlug alle Daityas, nachdem er ihn getragen hatte.“
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P4-0926 · 5
„Brahmā entfaltet die Schöpfung, nachdem er ihn getragen hat, und gewährt das Ersehnte; Kubera [wird] Herr des Reichtums, Vāsava [Indra] Herr der Götter.“
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P4-0927 · 6
„Durch dessen Gnade bin ich Herr, Sieger über die drei Welten und alldurchdringend. Man gebe ihn niemals den Schülern anderer und denen, die nicht praktizieren [Fortsetzung folgt].“
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P4-0928 · 7
„[Auch nicht] Söhnen – geschweige denn anderen; durch das Geben erleidet man den Tod. Der Seher dieses Schutztextes der Bhairavī ist Dakṣiṇāmūrti.“ [Die Beschränkung auf Söhne steht so in der Satzfortsetzung; ein nicht genannter qualifizierender Zusatz wird nicht ergänzt.]
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P4-0929 · 8
„Das Versmaß ist Virāṭ, die Gottheit Bālabhairavī, die Trägerin der Welt. Seine Anwendung wird für Dharma, Wohlstand, Wunscherfüllung und Befreiung genannt.“
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P4-0930 · 9
„Der erste untere [Laut], mit Bindu versehen; Kāma, mit Śakti und Mond verbunden; Bhṛgu, mit dem Manu-Vokal versehen, und Sarga: [So ist die Formel] von der Gestalt dreier Bījas.“ [Dies ist eine verschlüsselte Lautableitung. Die genaue Bedeutung von adhara und manusvara ist nicht zuverlässig aufgelöst; die drei Silben werden nicht erfunden.]
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P4-0931 · 10
„Diese Bālā schütze meinen Kopf; dieselbe, mit Bindu und Nāda versehen, schütze die Stirn. Kumārī, und Kumārikā ohne Sarga [Visarga], [schütze …].“ [Die Verteilung auf die Namen und Formeln ist syntaktisch unklar; die unausgeschriebene Körperzuweisung setzt sich in der folgenden Einheit fort.]
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P4-0932 · 11
„Die beiden Augen schütze [sie]; das Sprach-Bīja behüte stets beide Ohren. Das Kāma-Bīja schütze stets, behüte immer die beiden Nasenöffnungen.“
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P4-0933 · 12
„Bālā, die Sarasvatī gewährt und rein erstrahlt, schütze die Zunge. Hasaiṃ schütze den Hals, Hasakalarīṃ die Schultern und Hasau die Arme.“ [Die Silbe hasaur ist als hasau vor folgendem bhujau überliefert; eine nicht ausgeschriebene Lesung wird nicht ergänzt.]
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P4-0934 · 13
„Die fünfte Bhairavī schütze die beiden Hände; Hasaraiṃ behüte stets das Herz, Hasakalarīṃ schütze die Brust, Hasaroḥ die Brüste.“ [Die Bīja-Lesung hasaroḥ wird ungeändert beibehalten.]
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P4-0935 · 14
„Mich schütze die Göttin Bhairavī, deren Gestalt Bewusstsein ist. Hasraiṃ schütze stets meine beiden Seiten, Hasakalarīṃ immer [Fortsetzung folgt].“
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P4-0936 · 15
„Den Bauch; Hasau die Mitte, die auf Erden schwer erlangbare Bhairavī. Aiṃ īṃ oṃ: Die Bīja-Vidyā behüte stets meine Körpermitte.“
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P4-0937 · 16
„Hasaiṃ schütze stets den Rücken, ebenso Hasakalarīṃ den Nabel. Hasauḥ schütze die Hüftgegend – die sechsfache Kūṭa-Bhairavī für mich.“
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P4-0938 · 17
„Hasaraiṃ schütze die beiden Schenkel, Hasakalarīṃ behüte stets die verborgene Körperregion. Hasauḥ schütze meine Knie, Bhairavī [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0939 · 18
„Die Fülle Gewährende schütze stets. Hasaiṃ [schütze] die Unterschenkel, Hasarīṃ den Fuß; Hasauḥ den ganzen Leib. Bhairavī behüte jederzeit.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0940 · 19
„Hasaiṃ behüte mich im Osten, Hasakalarīṃ in der Feuer[-Richtung, Südosten]. Hasauḥ schütze mich im Süden – Bhairavī, die im Kreis steht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0941 · 20
„Hrīṃ klīṃ blūṃ: Cakrabhairavī schütze mich stets im Südwesten. Hasaiṃ hasakalahrīṃ hasarauḥ: Bhairavī schütze im Westen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0942 · 21
„Krīṃ krīṃ krīṃ schütze im Nordwesten; Hūṃ hūṃ schütze stets im Norden; Hrīṃ hrīṃ schütze stets im Nordosten. Im Süden behüte Kālikā.“ [Die mehrfachen südlichen Zuweisungen bleiben wie überliefert erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0943 · 22
„Die zuvor genannten Bījas mögen mich oben und unten schützen. In den Haupt- und Zwischenrichtungen [schütze] Svāhā, die schwerttragende Kālikā.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0944 · 23
„Oṃ hrīṃ strīṃ phaṭ: Diese Tārā behüte mich überall und immer – im Kampf, im Wald, an schwer zugänglichem Ort, im Wasser, dessen Wellen schwer zu überqueren sind [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0945 · 24
„Die Furchtbare, Schwert und Schneidemesser tragend, beschütze mich stets. So habe ich dir, Göttin, den großen, überaus wunderbaren Schutztext namens Trailokyavijaya erklärt, dessen Essenz noch über die Essenz hinausgeht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0946 · 25
„Wer aufmerksam rezitiert, erlangt die Frucht der Verehrung. Nachdem sie ihre Rivalität aufgegeben haben, wohnen Lakṣmī und Vāṇī dann im Haus.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0947 · 26
„Wer Feinde fürchtet oder vor dem Kampf zurückschreckt, wer im Wald oder im Wasser fürchtet, im Streitgespräch, in der Versammlung oder vor dem Gegenredner, vor dem Zorn des Königs oder einer Schar von Grahas, vor heftigem Sturm oder vor dem Todesgott, auch vor dem schwer zu besänftigenden Zorn des Gurus: Er verehre die Göttin und rezitiere zu den drei Tagesübergängen. Er wird Maheśa gleich und siegreich.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0948 · 27
„Wenn man den aus meinem Mund hervorgegangenen Schutztext namens Trailokyavijaya auf Birkenrinde schreibt, als Amulett in Gold einschließt und trägt [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0949 · 28
„Am Hals oder am rechten Arm, wird man zum Sieger über die drei Welten. Waffen werden zu Blumen, wenn sie seinen Leib erreichen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0950 · 29
„Lakṣmī und Sarasvatī wohnen glücklich in seinem Haus. Wer die höchste Bhairavī wiederholt, ohne diesen Schutztext zu kennen [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0951 · 30
„Oder die Bālā-Vidyā wiederholt, erleidet verarmt den Tod.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
Śrīvidyā und Tripurasundarī
P4-0952 · 1
Damit endet im erhabenen Rudrayāmala, im Gespräch zwischen Devī und Īśvara, der Schutztext der Bhairavī namens Trailokyavijaya. Nun der Lobgesang an Śrīvidyā: „Mutter, was ist nicht im Herzen hingebungsvoller Menschen bewirkt worden durch die Dienste an der Wurzel deiner Lotusfüße, die wie nektargefüllte Regen der Wohlfahrt sind, wie Glückslampen zur Erwählung durch Lakṣmī selbst?“ [Die Verbindung lakṣmī svayaṃ varaṇamaṅgaladīpikābhiḥ ist grammatisch beschädigt; „Erwählung“ ist eine unsichere Deutung von varaṇa.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0953 · 2
„Nur dies bleibt begehrenswert, Mutter mit Augen wie Lotusse im Wasser: bei der Verehrung deiner Füße die Nähe deiner Gestalt, die einem aufgehenden roten Lotus gleicht und von höchstem Nektar durchtränkt ist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0954 · 3
„Wie viele gibt es nicht, Brahmā und die übrigen, deren geringe Macht getrübt ist und die täglich von Auflösung überwältigt werden! Nur der allein, Mutter, bleibt in beständiger Vollendung, der sich auch nur einmal vor deinen Füßen verneigt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0955 · 4
„Wenn deine Verehrer auch nur einmal deinen Seitenblick empfangen haben, Tripurasundarī, dessen Schönheit aus aufkeimendem Mitgefühl entsteht, bezaubern sie, durch die Erscheinung des Liebesgottes liebreizend, junge Frauen selbst in den drei Welten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0956 · 5
„Die Götter verkünden allein Hrīṃ als deinen Namen, Mutter, die im Dreieck wohnt, Tripurā, Dreiäugige. Bei der Erinnerung an dich lassen sie die Bedrängnis durch die Diener [Yamas] hinter sich und spielen im Nandana-Wald mit den Weltenhütern.“ [vamabhaṭā ist vermutlich für yamabhaṭā beschädigt; die Ergänzung bleibt ausdrücklich unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0957 · 6
„Wie könnte die Macht des Giftes im Hals des Zerstörers der Städte nicht grausam werden, [wo es] in voller Menge ist, wenn nicht, Mutter, diese Hälfte deines stets nektargetränkten, kühlen Leibes zur Linderung [da wäre]?“ [hantu purām ist vermutlich für hantuḥ purām beschädigt; die genaue Verbindung von paripūrṇamānaḥ ist unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0958 · 7
„Die Verneigung vor deinen beiden Lotusfüßen, Göttin, erzeugt Allwissenheit und Redegewandtheit in der Versammlung. Außerdem verleiht sie eine strahlende Krone, einen hellen Sonnenschirm, zwei Yakschweifwedel und eine große Erde [als Herrschaftsgebiet].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0959 · 8
„Schau auf mich, den Schutzlosen, Tripurasundarī, Mutter, mit deinen Seitenblicken, die Wunschbäume beim Gewähren des Ersehnten und Ozeane des Mitgefühls sind: Ich bin allein von Hingabe an dich erfüllt und habe meinen Blick auf dich geheftet.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0960 · 9
„Ach, andere richten ihren Geist auf andere und pflegen offenbar Hingabe an geringe Gottheiten. Ich aber erinnere mich im Herzen allein an dich, Göttin; dich allein preise ich. Mutter, du allein bist meine Zuflucht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0961 · 10
„Obwohl es hunderttausende Gegenstände deiner Augenblicke gibt, schau doch irgendwie auf mich, Tripurasundarī! Gewiss ist kein Mensch geboren, wird keiner geboren werden oder wird gerade geboren, der mir als einziger Gegenstand des Mitgefühls gleicht.“ [karuṇaikapātraṃ ist hier die Selbstaussage des Bittenden, nicht eine allgemeine Wertung.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0962 · 11
„Was wäre hier für jene schwer zu erlangen, die täglich deinen Namen ‚Hrīṃ, Hrīṃ‘ wiederholen, du in Tripura Wohnende? Lakṣmī selbst, voller Süße, dient ihnen, die mit Girlanden, Kronen und brünstigen Elefanten geehrt werden.“ [Die genaue Beziehung von mālākirīṭamadavāraṇamānanīyān ist mehrdeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0963 · 12
„Mutter mit Lotusaugen, mögen die Verneigungen vor dir, die Reichtum hervorbringen, sämtliche Sinne erfreuen, Königsherrschaft gewandt verleihen und Verfehlungen fortnehmen, mich selbst unablässig erfüllen und keinen anderen!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0964 · 13
„Deine eine Gestalt siegt als Zeugin des Gottes Parabhairava mit der gebrochenen Axt, der zum Abschluss des Weltzeitalters den Tāṇḍava-Tanz ausführt: [Sie trägt] Schlinge, Stachel, Zuckerrohrbogen und Blumenpfeile.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0965 · 14
„Mutter, dieses dein höchstes Licht möge stets [in mir] haften: deine Gestalt, rot wie reichliche Safransalbe, mit strahlender Krone und einer Mondsichel als Schmuck, im Dreieck aufgegangen und mit höchstem Nektar gesalbt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0966 · 15
„Der Mantra-Kundige, der diesen Lobgesang täglich vor dir wiederholt, Mutter, entfacht durch das große Mantra, das mit drei Hrīṃ-Lauten eingeschlossen ist: Für ihn werden die Herrscher der Erde fügsam und Lakṣmī bleibt lange. Vāṇī ist von einer Fülle reiner guter Worte erfüllt, und langer Ruhm bleibt wach.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0967 · 1
Damit endet der Lobgesang an Śrīvidyā. Nun der Kiṅkiṇī-Lobgesang: „Welches Leid schwindet nicht, wenn deiner gedacht wird, Mutter aller? Welcher Ruhm wird nicht erlangt, wenn du verehrt wirst, Lotusfrau des Kula? Welches Glück wird nicht erlangt, wenn du gepriesen wirst, von den höchsten Göttern Verehrte? Welche Verbindung bringt der Geist nicht hervor, wenn er sich auf dich stützt?“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0968 · 2
„Wenn deiner gedacht wird, vernichtest du die Furcht vor dem Dasein. Verehrt wirst du, Heil Wirkende. Wenn du gepriesen wirst, Göttin, Quelle des Mitgefühls, gibst du das Ersehnte.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0969 · 3
„Du, deren Gestalt ein Ozean höchsten Glückes und Erkennens, deren Wesen Licht ist, deren Lotusfüße von den Kronjuwelen der Götterscharen berührt werden, reine große Wirklichkeit, in der Bewusstsein ruht: Mutter, dir sei Verehrung!“ [mātre mātre erlaubt eine Wiederholung „Mutter, Mutter“ sowie das Wortspiel mit „bloße Wirklichkeit“.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0970 · 4
„Ewige, zur Ursache von Schöpfung, Erhaltung und Rücknahme Gewordene: Aus dem Willen, die Welt hervorzubringen, bestehst du aus den drei Guṇas.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0971 · 5
„Du, die zur Begnadung der Wesen einen göttlichen Leib angenommen hat, höchste Herrin: Mir, deinem Verehrer, der täglich die Verehrung vollzieht [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0972 · 6
„Gib Vollendung in dieser und der anderen Welt, von den Göttern Verehrte! Rette mich, den von den drei Leiden erschöpften Gegenstand [deines Mitgefühls], o Heilvolle!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0973 · 7
„Ich spreche von keinem anderen, höre keinen anderen, denke an keinen anderen; ich erinnere mich an keinen anderen, verehre keinen anderen und nehme bei keinem anderen Zuflucht, indem ich deine Lotusfüße verließe. Rette mich, Göttin, mitfühlend; gib mir Vollendung!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0974 · 8
„Was aus Nichtwissen, Unachtsamkeit oder einem Mangel der Praxis zu wenig oder zu viel ist, all dies mögest du verzeihen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0975 · 9
„Was ohne [die nötigen] Stoffe, ohne [die nötige] Handlung, ohne Vertrauen und Mantra ist, all dies verzeihe aus Mitgefühl, Göttin, Ozean der Barmherzigkeit.“ [dayāndihe ist vermutlich für dayānidhe verschrieben.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0976 · 10
„Welche Handlung ich vollziehe, groß oder gering, all dies ist zu verzeihen, Trägerin der Welt. Dies ist mein Añjali [meine mit gefalteten Händen dargebrachte Bitte].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0977 · 1
Damit endet der Kiṅkiṇī-Lobgesang. Nun der Schutztext der Śrīvidyā. Die Göttin sprach: „Gott der Götter, Mahādeva, der die Freude der Verehrer mehrt, erkläre mir den angekündigten Schutztext der großen Göttin!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0978 · 2
Śrī Mahādeva sprach: „Höre, Göttin, ich werde den Schutztext erklären, dessen Gestalt aus Mantras besteht: Er soll nicht öffentlich bekanntgemacht werden, ist höchst geheim und verleiht die Verwirklichung alles Ersehnten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0979 · 3
„Der Seher des Schutztextes, Göttin, ist der unvergängliche Dakṣiṇāmūrti; als Versmaß ist Paṅkti angegeben, die Göttin ist Tripurasundarī. Seine Anwendung dient der Verwirklichung von Dharma, Wohlstand, Wunscherfüllung und Befreiung.“ [avyaḥ ist vermutlich für avyayaḥ beschädigt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0980 · 4
„Vāgbhava, Kāmarāja und Śakti-Bīja, Herrin der Götter: Vāgbhava schütze mich am Kopf, Kāmarāja ebenso am Herzen.“ [Die drei Mantra-Abschnitte werden hier benannt, nicht vollständig ausgeschrieben.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0981 · 5
„Das Śakti-Bīja schütze stets am Nabel, an der verborgenen Körperregion und an den Füßen. Aiṃ klīṃ sauḥ: Bālā schütze mich am Gesicht zur Erlangung aller Vollendungen.“ [saur ist die vor folgendem Konsonanten überlieferte Form.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0982 · 6
„Hasaiṃ hasakalarīṃ hasauḥ: Bhairavī schütze an der Halsgegend. Sundarī behüte an der Nabelgegend, Kāmakalā stets am Kopf.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0983 · 7
„Zwischen Augenbrauen und Nase [schütze] Mahātripurasundarī. Subhagā schütze an der Stirn, Bhagā mich an der Halsgegend.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0984 · 8
„Bhagodayā [schütze] am Herzen, Bhagasarpiṇī am Bauch, Bhagamālā an der Nabelgegend; Manobhavā schütze am Geschlechtsglied.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0985 · 9
„Die große Göttin Rājarājeśvarī, die Heilvolle, schütze an der verborgenen Körperregion. Jagadambikā, deren Gestalt Bewusstsein ist, schütze an beiden Füßen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0986 · 10
„Nārāyaṇī [schütze] alle Glieder, Śubhaṅkarī bei allen Aufgaben. Brahmāṇī schütze mich im Osten, Vaiṣṇavī ebenso im Süden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0987 · 11
„Vārāhī schütze im Westen, Maheśvarī im Norden. Kaumārī schütze im Südosten, Mahālakṣmī im Südwesten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0988 · 12
„Cāmuṇḍā schütze im Nordwesten, Indrāṇī im Nordosten. Mahāmāyā schütze im Wasser, Sarvamaṅgalā auf der Erde, Varadā im Raum und Bhuvaneśvarī überall.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0989 · 13
„Diesen Schutztext der Göttin, der selbst für die Götter schwer zu erlangen ist, rezitiere man nach dem Aufstehen am Morgen, rein und mit aufmerksamem Geist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0990 · 14
„Für ihn gibt es weder seelische Bedrängnis noch Krankheit noch irgendwo Furcht; auch keine Furcht vor Seuchen und keine Furcht vor Verfehlungen [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0991 · 15
„Er gerät nicht in die Gewalt der Armut und bleibt nicht in der Gewalt des Todes. Er geht in Śivas Stadt, Göttin; wahrlich, wahrlich, sage ich dir.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0992 · 16
„Wer Śrīvidyā wiederholt, ohne diesen Schutztext zu kennen, Geliebte, erlangt deren Frucht nicht und erleidet einen Waffenhieb.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0993 · 1
Damit endet im Siddhayāmala der Schutztext der Śrīvidyā. Nun der Schutztext der Mahātripurasundarī. Die Göttin sprach: „Erhabener, Herr des Gottes der Götter, der die Welt begnadet, durch deine Gnade, Mahādeva, habe ich die Mantras auf vielerlei Weise gehört [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0994 · 2
„Die mannigfaltige Praxis, Gott, ebenso das Entfernen des Verschlusses und die Beseitigung von Fehlern wie Flüchen habe ich von dir gehört, Herr.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0995 · 3
„Der Schutztext der Göttin Rājarājeśvarī wurde mir angekündigt. Ich wünsche ihn von dir zu hören; erkläre ihn mir, Herr!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0996 · 4
Īśvara sprach: „Hunderttausende und Tausende Male bist du immer wieder abgehalten worden; aus der Natur der Frau heraus fragst du mich erneut, Göttin, Geliebte.“ [Die geschlechtsbezogene Aussage ist eine Aussage der Quelle.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0997 · 5
„Den äußerst geheimen Schutztext, der die Früchte aller Wünsche verleiht, erkläre ich dir zu deiner Freude, Herrin der Götter; höre ihn!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0998 · 6
Der Seher dieses Schutztextes der Ṣoḍaśī-Vidyā der Rājarājeśvarī Śrī Mahātripurasundarī ist Mahādeva, das Versmaß Prastāra-Paṅkti, die Gottheit Rājarājeśvarī Mahātripurasundarī. Seine Anwendung dient der Verwirklichung der menschlichen Lebensziele.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-0999 · 7
„Bhairavī schütze mich im Osten, Bālā im Süden. Mālinī schütze im Westen, Trāsinī behüte im Norden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1000 · 8
„Die große Göttin Mahātripurasundarī schütze oben. Unten schütze die Herrin der Götter, die auf dem Grund der Unterwelt wohnt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1001 · 9
„Vāgbhava schütze an der Grundlage [Ādhāra], Kāmarāja ebenso am Herzen. Ḍāmara, der alle Wünsche erfüllt, schütze mich stets auf dem Kopf.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1002 · 10
„Am Brahmarandhra, an allen Gliedern und an den Körperöffnungen schütze mich stets die erhabene Mahāvidyā, die höchste Herrin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1003 · 11
„Aiṃ klīṃ schütze mich an der Stirn; Hrīṃ blūṃ saḥ an beiden Augen. Drāṃ draiṃ [schütze] an Nase und Ohren, Drāṃ drīṃ ebenso am Kinn. Sauḥ schütze am Hals, Sahrīṃ am Herzen und an der Nabelgegend.“ [Die Verteilung der vier Drāṃ-/Draiṃ-/Drīṃ-Laute ist im Satz nicht vollständig eindeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1004 · 12
„Kalahrīṃ klīṃ strīṃ [schütze] an der verborgenen Körperregion, Sahrīṃ an den Füßen. Sahahrīṃ schütze mich von allen Seiten, Saklīṃ auch an den Gelenken.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1005 · 13
„Im Wasser, auf dem Land und im Raum, in den Richtungen und am Königshof schütze mich Tvaritā: Hūṃ kṣe; Manobhavā: Sahrīṃ saklīṃ.“ [kṣe wird als überlieferte Silbe bewahrt, ohne ergänztes ṃ.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1006 · 14
„Haṃsaḥ schütze; die große Göttin, die höchste, teilfreie Gottheit, Vijayā, Maṅgalā, Dūtī, Kalyāṇī, Bhagamālinī, Jvālā, Mālinī, Nityā und Śivā mögen mich stets schützen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1007 · 15
„So habe ich dir aus Liebe diesen Schutztext erklärt, Göttin, der selbst für die Götter schwer zu erlangen ist. Er soll sorgfältig geheim gehalten werden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1008 · 16
„Dies ist das höchste Geheimnis, geheimer als das Geheime, Geliebte: glückbringend, ruhmbringend, lebensverlängernd, Genuss und Befreiung schenkend, heilvoll [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1009 · 17
„Böse Träume der Menschen vernichtend, Männer und Frauen unterwerfend, Herbeiziehung bewirkend, Göttin, Lähmung und Vertreibung bewirkend, Heilvolle.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1010 · 18
„Wer die heilvolle Rājarājeśvarī verehrt, ohne diesen Schutztext zu kennen, wird von den Yoginī-Scharen gefressen; daran besteht kein Zweifel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1011 · 19
„Für ihn entsteht niemals Mantra-Vollendung, Śaṅkarī; in dieser Welt [erleidet er] Armut, Krankheit, Leid und Furcht. In der anderen Welt geht er in die Hölle und erlangt dann eine Tiergeburt. Darum übe man diesen [Schutztext] stets; dadurch wird man ein Berechtigter [zur Praxis].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1012 · 20
„Wer diesen aus meinem Mund hervorgegangenen, überaus heiligen Schutztext vorschriftsgemäß vor dem Verehrungsverfahren rezitiert, genießt die glückverheißenden Freuden von Glück und Lebensgenuss und erreicht dann am Ende der Lebenszeit den Zustand der Göttin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
Pracaṇḍacaṇḍikā
P4-1013 · 1
Damit endet in der Kulānanda-Saṃhitā der Schutztext der Ṣoḍaśī-Vidyā der Tripurasundarī. Nun der Lobgesang an Pracaṇḍacaṇḍikā. „Am Nabel [vergegenwärtige man sich] einen reinen roten Lotus, [darauf] die strahlende Sonnenscheibe, rot wie eine Bandhūka-Blüte; in ihr den großen Yoni-Kreis. In seiner Mitte Pradyumna und seine Geliebte, die sich am umgekehrten Liebesakt erfreuen; auf ihrem Rücken die Heilvolle, deren Wesen der Glanz von zehn Millionen jungen Sonnen ist [Fortsetzung folgt].“ [pradyunma ist beschädigt; die überlieferte Benennung wird als Pradyumna verstanden.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1014 · 2
„In der linken [Hand] hält sie den abgeschnittenen Kopf, in der anderen ein großes Schneidemesser. Sie steht in Pratyālīḍha, ist in die Himmelsrichtungen gekleidet und trägt ihre Haare gelöst. Die höchste [Göttin] trinkt den Blutstrom, der aus ihrem eigenen abgeschnittenen Kopf [beziehungsweise Hals] hervorbricht; sie leuchtet durch drei Augen, die wie die junge Sonne strahlen.“ [Die Quelle nennt hier śiraḥ, „Kopf“; die anatomische Beziehung ist nicht stillschweigend verändert.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1015 · 3
„Mit den reichlich herabfließenden Blutströmen aus den seitlichen Röhren lässt sie [ihre Kräfte] kräftig trinken: die mit Knochen geschmückte, furchtbar gestaltete Varṇinī, deren Lotushand ein Schneidemesser trägt; rot, mit rotem Haar, unbekleidet, ihre eigene Śakti, mit weit auseinanderstehenden Füßen in Pratyālīḍha, mit geröteten Augen, die Yoginī Yoganidrā.“ [vāmādanyatra nālaṃ und die Zuordnung von pāyantīm sind grammatisch beschädigt; die Verknüpfung der ersten Zeile bleibt unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1016 · 4
„Die raumbekleidete, mit gelöstem Haar, gewaltig und furchtbar wie die Wolkenmassen der Weltauflösung, deren Gesicht durch Hauer schwer anzusehen ist und in dessen Öffnung die bewegliche Zungenspitze leuchtet, mit zwei blitzhaft bewegten Augen, mit einer furchtbaren Schlange auf der Brust, von schöner Gestalt, nährt Ḍākinī mit dem Blut, das aus ihrem eben durchschnittenen Hals fließt.“ [Der Bezug der Eigenschaftsreihe auf Hauptgöttin oder Begleiterin ist innerhalb der Meditation nicht überall eindeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1017 · 5
„Im Herzen vergegenwärtige ich mir jene gerühmte, geliebte Chinnamastā, die das Erwünschte schenkt und die Befleckung des Kali[-Zeitalters] fortnimmt: die Essenz im Dasein, Mutter der drei Welten, von Brahmā, Īśāna, Acyuta und anderen [verehrt], die ihre hellen Lotusfüße auf ihre Häupter legen; ihre unbegreifliche Gestalt wird täglich unablässig von Selbstkennern und vorzüglichen Yogins betrachtet.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1018 · 6
„Zur Verwirklichung aller Ziele erinnere ich mich im Geist an die ursprüngliche Prakṛti, die eine dreifache Gestalt annimmt, um Schöpfung, Erhaltung und Auflösung zu bewirken. Aufgrund der drei Guṇas sind Brahmā, Acyuta und der Dreizackträger ihre Umgestaltungen in der Welt. Die Unsterblichen finden Gewinn beim Paar ihrer lächelnden Lotusfüße.“ [traiguṇyār ist vermutlich für traiguṇyāt beschädigt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1019 · 7
„Ich bin der Verehrung mit [Ali], Fleisch und der Vereinigung mit der Frau eines anderen hingegeben. Ich werde durch vielerlei Ansätze menschlicher Zustände [geehrt/gebildet]. Ich habe mich von den Paśu-Menschen abgewandt; ich bin in Bhairavī gegründet. Ich bin ganz den Füßen des Gurus zugewandt; ich bin Bhairava, ich bin Śiva.“ [ali bezeichnet hier wahrscheinlich rituellen Wein, bleibt aber eine technische Lesung; bahuvidhajanabhāvārambhasambhāvito ist nicht zuverlässig auflösbar. Die Aussagen werden als historischer Ritualtext bewahrt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1020 · 8
„Diesen überaus heiligen Lobgesang hat Brahmā einst gesprochen; er verleiht unmittelbar alle Vollendungen und vernichtet schwere Verfehlungen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1021 · 9
„Wer ihn nach dem Aufstehen am Morgen oder auch in der Gegenwart der Göttin rezitiert, dem entsteht, Göttin, eine Vollendung, die die erwünschten Ziele gewährt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1022 · 10
„Geld, Getreide, einen Sohn, eine Gattin, ein Pferd und auch einen Elefanten, Land, die Mahāvidyā und die acht Vollendungen [erlangt er] gewiss.“ [bhaved ist in der Aufzählung syntaktisch unregelmäßig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1023 · 11
„Mutter, du, deren Hüften mit einem Tigerfell geschmückt sind, Schöne mit herabhängendem Bauch, Kleine, liebreizend an den unsagbaren Gelenken, mit einer Reihe von Köpfen geschmückt; du mit dem Schneidemesser, weiß wie Jasmin, mannigfaltig anmutig, die am Fuß Wissen hält, die sich der Verehrer erbarmt, große Māyā: Dir sei Verehrung!“ [jñānaṃ dadhāne pade ist beschädigt oder unverständlich; „am Fuß Wissen hält“ bleibt eine unsichere wörtliche Wiedergabe. Auch die Zuordnung von kundaruciṃ ist grammatisch unklar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1024 · 1
Damit endet der Lobgesang an Pracaṇḍacaṇḍikā. Nun ihr Schutztext. Die Göttin sprach: „Die wohlverborgenen Vidyās Chinnamastās, die du als Herr erklärt hast, Herr der Lebenden, habe ich gehört und verstanden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1025 · 2
„Jetzt wünsche ich den zuvor angekündigten Schutztext zu hören. Erkläre den Schutztext namens Trailokyavijaya, Herr!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1026 · 3
Bhairava sprach: „Höre, Herrin der Götter, von allen Göttern Verehrte; ich werde den alles bezaubernden Schutztext namens Trailokyavijaya erklären [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1027 · 4
„Der unmittelbar aus allen Vidyās besteht und Sieg über Götter und Asuras verleiht. Durch Tragen und Rezitieren ist Īśa alldurchdringend und Sieger über die drei Welten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1028 · 5
„Brahmā, Nārāyaṇa und Rudra sind durch Tragen und Rezitieren Schöpfer, Bewahrer und Auflöser der Welten, Herrin der Götter.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1029 · 6
„Er soll nicht den Schülern anderer gegeben werden, besonders auch nicht solchen ohne Hingabe. Er soll dem hingebungsvollen Schüler gegeben werden, der noch mehr bedeutet als das eigene Leben.“ [Die Lesung śiṣyebhyohya bhaktebhyo ist in der Worttrennung beschädigt; die Unterscheidung von abhaktebhyaḥ folgt dem erkennbaren Gegensatz.]
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P4-1030 · 7
„Der Seher dieses Schutztextes der Göttin Chinnamastā ist Bhairava, das Versmaß Virāṭ, die Gottheit Chinnamastakā.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1031 · 8
„Seine Anwendung wird für Sieg über die drei Welten und Befreiung genannt. Der Hūṃ-Laut, Chinnamastā mit kräftigem Glanz, schütze meinen Kopf.“ [balaprabhā kann auch eine beschädigte Lesung für bālaprabhā sein; sie wird nicht geändert.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1032 · 9
„Hrāṃ hrūṃ aiṃ: Die Dreisilbige, die Raumbekleidete, schütze Stirn und Gesicht. Śrīṃ hrīṃ hūṃ aiṃ: Dieselbe, die Kopf und Schneidemesser trägt, schütze die beiden Augen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1033 · 10
„Diese Vidyā, mit Praṇava am Anfang und Ende, behüte stets die beiden Ohren. ‚Vajravairocanīye huṃ phaṭ svāhā‘ mit Dhruva [Oṃ] am Anfang [Fortsetzung folgt].“ [Vajravairocanīye ist die überlieferte Anrede der Göttin; Huṃ/Phaṭ/Svāhā sind rituelle Laute.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1034 · 11
„Chinnamastā, die Kopf und Schneidemesser trägt, schütze die Nase. Mit den Bījas Śrī [Śrīṃ], Māyā [Hrīṃ], Kūrca [Hūṃ] und Vāk [Aiṃ]: ‚vajravairocanīye hūṃ [Fortsetzung folgt].‘“
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P4-1035 · 12
„‚Hūṃ phaṭ svāhā‘: die sechzehnsilbige Mahāvidyā, deren Gestalt Brahman ist, die an ihrer Seite Varṇinī freudig den Blutstrom trinken lässt [Fortsetzung folgt].“ [Die Varṇinī betreffende Fügung ist grammatisch beschädigt; die Formel setzt die vorige Einheit fort.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1036 · 13
„Chinnamastā mit ihren eigenen Kräften, rot, Kopf und Schneidemesser tragend und den Praktizierenden das Ersehnte schenkend, schütze stets das Gesicht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1037 · 14
„Mit Varṇinī und Ḍākinī verbunden behüte sie mich ringsum. Die mit Ramā [Śrīṃ] beginnende [Vidyā] schütze die Zunge, die mit Lajjā [Hrīṃ] beginnende den Hals.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1038 · 15
„Die mit Kūrca [Hūṃ] beginnende schütze das Herz, die mit Vāk [Aiṃ] beginnende die beiden Brüste. Die mit Ramā [Śrīṃ] eingeschlossene Vidyā, die Herrin der Götter, schütze die beiden Seiten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1039 · 16
„Die mit Māyā [Hrīṃ] eingeschlossene Raumbekleidete schütze an der Nabelgegend. Die mit Kūrca [Hūṃ] eingeschlossene Göttin behüte stets an der Rückengegend.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1040 · 17
„Diese, mit dem Sprach-Bīja [Aiṃ] eingeschlossen und mit ihren Kräften versehen, schütze die Mitte. Īśvarī, mit Kūrca- und Sprach-Bīja: ‚vajravairocanīye hūṃ [Fortsetzung folgt].‘“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1041 · 18
„‚Hūṃ phaṭ svāhā‘: die Mahāvidyā, so strahlend wie zehn Millionen Sonnen. Chinnamastā mit ihren Kräften schütze stets die beiden Oberschenkel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1042 · 19
„Hrīṃ hrūṃ: Varṇinī [schütze] das Knie. Śrīṃ hrīṃ hūṃ: Ḍākinī den Fuß. Die ewige, in allen Vidyās gegenwärtige [Göttin] behüte stets meinen ganzen Leib.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1043 · 20
„Ekaliṅgā schütze im Osten, Yoginī in der Feuer[-Richtung, Südosten]. Ḍākinī schütze im Süden, Śrī Mahābhairavī mich [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1044 · 21
„Ständig im Südwesten. Bhairavī behüte im Westen, Indrākṣī schütze im Nordwesten, Asitāṅgī im Norden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1045 · 22
„Saṃhāriṇī mit dem Schneidemesser schütze stets in Śivas Ecke [Nordosten]. So mögen die acht Kräfte mit ihren Schneidemessern in den Haupt- und Zwischenrichtungen schützen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1046 · 23
„Krīṃ krīṃ krīṃ schütze mich im Osten; Hūṃ hūṃ in der Feuer[-Richtung]. Hrīṃ hrīṃ schütze mich im Süden; im Süden behüte Kālikā.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1047 · 24
„Krīṃ krīṃ krīṃ [schütze] im Südwesten; Hrūṃ hrūṃ behüte mich im Westen. Hūṃ hūṃ schütze in der Wind-Ecke [Nordwesten]; Svāhā stets im Norden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1048 · 25
„Mahākālī mit dem Schwert in der Hand behüte stets in Śivas Ecke. Tārā [Oṃ], Māyā [Hrīṃ], Vadhū [Strīṃ], Kūrca [Hūṃ] und der Phaṭ-Laut: Dies ist das große Mantra [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1049 · 26
„Tārā, die Schwert und Schneidemesser trägt, behüte stets den oberen Bereich. Hrīṃ strīṃ hūṃ phaṭ: Ekajaṭā Satī schütze mich in der Unterwelt. Mit Tārā verbunden behüte Mahānīlasarasvatī im Raum.“ [khe'vthān ist beschädigt; die räumliche Schutzzuweisung bleibt erkennbar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1050 · 27
„So habe ich dir den Schutztext der Göttin erklärt, dessen Gestalt aus Mantras besteht. Durch dessen Tragen und Rezitieren gilt der Gewaltige als der Krodha genannte Bhairava [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1051 · 28
„Er wird selbst Schöpfer und Vernichter von Göttern, Asuras und vorzüglichen Weisen; auf sein Geheiß kommt Madhumatī in die Nähe des Praktizierenden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1052 · 29
„Bhūtinīs und die übrigen, Ḍākinīs, Yakṣiṇīs und die übrigen im Raum Wandelnden nehmen durch die Gnade des Schutztextes seine Befehle an.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1053 · 30
„Dieser aus meinem Mund hervorgegangene Schutztext ist selbst das höchste Brahman. Nachdem man die Göttin mit Duftstoffen und Weiterem und mit dem Grundmantra verehrt hat, rezitiere man ihn einmal.“ [Die genaue Anbindung von mūlenaiva an Verehrung oder Rezitation ist mehrdeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1054 · 31
„Man erlangt die Frucht einer ein ganzes Jahr lang vollzogenen Verehrung. Man schreibe ihn auf Birkenrinde, als Amulett in Gold eingeschlossen [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1055 · 32
„Und trage ihn, die Rede beherrschend, am rechten Arm oder am Hals. Mit aller Herrschaftsmacht versehen, bringt man die drei Welten in seine Gewalt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1056 · 33
„In seinem Haus wohnt Lakṣmī, in seinem Lotusmund Vāṇī. Waffen wie die Brahmā-Waffe werden an seinem Leib sanft.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1057 · 34
„Wer Chinnamastakā verehrt, ohne diesen Schutztext zu kennen, erleidet rasch durch einen Waffenhieb den Tod.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
Śyāmā und Tārā
P4-1058 · 1
Damit endet im Bhairava-Tantra der Schutztext Chinnamastās. Nun der Lobgesang an Śyāmā: „Mutter, Gattin des Zerstörers der drei Städte, dein Bīja [wird aus dem Wort] ‚Kampfer‘ [gewonnen], ohne den mittleren und letzten Vokal, mit Mond und linkem Auge verbunden. Diejenigen, die es dreimal wiederholen, aus deren Mundhöhle strömen Worte als Prosa und Gedichte frei hervor, wenn sie zu aller Vollendung gelangt sind, du Schöne von der Farbe dunkler Regenwolken.“ [Die Wortgliederung madhyamātyasvara ist beschädigt; die verschlüsselte Lautableitung wird nicht durch ein erfundenes Ergebnis ersetzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1059 · 2
„Maheśī mit der Mondsichel auf dem Haupt und den schrecklichen Lauten als Schmuck: Īśāna, mit Mond und linkem Ohr verbunden, ist ein anderes Bīja. Wenn ein Mensch von zwiespältigem oder schwachem Geist es irgendwann auch nur einmal wiederholt, gewinnt er Macht, übertrifft den Herrn der Rede und den Reichtumspender und bezaubert lange die Schar der lotusäugigen Frauen.“ [Die zweite Vershälfte ist in mohayantyannambujākṣī unregelmäßig; die syntaktische Deutung ist unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1060 · 3
„Īśa auf Vaiśvānara [Feuer], verbunden mit dem durch den Mond geschmückten linken Auge: Diejenigen, die dieses andere Bīja-Paar wiederholen, Kālikā mit gelöstem Haar, vernichten ihre Hasser und bringen auch die drei Welten zur Fügsamkeit. Du, aus deren beiden Mundwinkeln zwei Blutströme fließen, [heißt] ‚Dakṣiṇe Kālike‘.“ [Die technische Lautableitung bleibt wie überliefert verschlüsselt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1061 · 4
„Oben links [hältst du] ein Schwert auf der Lotus-Handfläche, unten ebenso einen abgeschnittenen Kopf; rechts Furchtlosigkeit und eine Gabe, du Verfehlungen der [drei] Welten Fortnehmende, Dakṣiṇā Kālikā. Diejenigen, die diesen deinen Namen wiederholen oder die Macht deines Mantras bewahren, Mutter, haben die acht Vollendungen Tryambakas in der Hand, du mit offenem Gesicht.“ [vijagadaghahare ist beschädigt, wahrscheinlich für trijagadaghahare.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1062 · 5
„Den ersten [Laut] der Lautgruppe, auf dem Feuer stehend, von Mond und [Rati] umgeben, dreimal; dann zweimal Kūrca [Hūṃ] und zweimal Lajjā [Hrīṃ], danach deine beiden unteren Ṭha[-Laute] hinzugefügt: Mutter, Gattin des Vernichters des Liebesgottes, wer dies wiederholt und deine Gestalt betrachtet, dessen Lotusblattaugen werden zum Schauplatz von Lakṣmīs Tanz; er wird fähig, jede gewünschte Gestalt anzunehmen.“ [vidhurativalitaṃ und tvadadhaṣṭadvayaṃ sind beschädigt; die Ableitung bleibt an diesen Stellen unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1063 · 6
„Diejenigen, die stets meditieren und das überaus geheime höchste Bīja einzeln, doppelt, dreifach oder als vollständige [Folge], mit deinem Namen verbunden, wiederholen: In ihren Lotusaugen spielt Kamalā, in der hellen Mondscheibe ihres Gesichts die Sprachgöttin, du, deren Hals durch die göttliche Kopf-Girlande herrlich glänzt und die volle Brüste hat.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1064 · 7
„Mutter, wer über dich meditiert, deren Hüften mit einem Gürtel aus vielen Armen der Toten glänzen, raumbekleidet, dreiäugig, Gestalterin der drei Welten, auf der Lagerstatt der Verbrennungsstätte auf dem Herzen eines Leichnams mit Mahākāla geschlechtlich vereinigt: Selbst wer stumpfen Geistes ist, wird ein Dichter.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1065 · 8
„Wer stets über dich, Haras Gattin, meditiert, die in die vom Scheiterhaufen erhellte [Stätte] eingegangen ist, dicht übersät mit furchtbaren Schakalen, Leichnamen, Köpfen und Knochen, zufrieden, überaus jugendlich und obenauf beim Liebesakt: Der erleidet nirgends Erniedrigung.“ [śivāḥ bezeichnet hier Schakale; der Ortsbezug der ersten Hälfte ist elliptisch.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1066 · 9
„Was könnten wir mit stumpfer Einsicht laut von dir sagen, Mutter? Weder der Schöpfer noch Īśa noch Hari kennt dein höchstes Wesen. Dennoch macht die Hingabe an dich uns redselig, Dunkle. Dies sollst du verzeihen; Zorn gegen ein gebundenes Wesen ist wahrlich nicht angemessen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1067 · 10
„Wenn dein Verehrer nachts dein Mantra wiederholt, dem Liebesgenuss mit einer jungen Frau hingegeben, die volle Brüste und Hüften hat, selbst unbekleidet, mit gelöstem Haar und über dich meditierend: Alle Scharen der Vollendungen sind ihm fügsam; als Dichter lebt er auf Erden sehr lange.“ [Die Verknüpfung samantād mit der Frauenbeschreibung ist mehrdeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1068 · 11
„Wenn er stets wiederholt und dich betrachtet, fest [im …] und in umgekehrter Stellung, in überaus inniger Vereinigung mit Mahākāla, dann liegen dem Wissenden, der auf der Erde wandelt, die Scharen der Vollendungen fügsam in der Lotus-Hand, Gattin Haras.“ [samāḥ susthībhūtāṃ ist beschädigt; die genaue Anfangsfassung lässt sich nicht sicher übersetzen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1069 · 12
„Mutter, Erhabene, du bringst das Dasein hervor, bewahrst es und nimmst zur Zeit der Auflösung alles, Erde und die übrigen [Elemente], zurück. Darum bist du auch der Schöpfer, der Herr der drei Welten, Śrīpati und ebenso Maheśa, ja alles. Wie soll ich dich preisen?“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1070 · 13
„Zahlreiche Götterscharen dienen [anderen?], Gattin Haras; sie sind verwirrt, Mutter, und erkennen das Höchste nicht. Zu dir, der Ursprünglichen, die von Hari, Hara, Virañci und den übrigen Göttern verehrt werden soll und frei im großen Glück des Liebesgenusses ruht, habe ich Zuflucht genommen.“ [Die erste Satzhälfte lässt das Objekt von sevante unklar; der mögliche Bezug auf andere Gottheiten bleibt ausdrücklich unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1071 · 14
„Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum: Du allein bist all dies, Heilvolle, Geliebte Giriśas, Kālī. Welcher Lobpreis wäre dir angemessen, Mutter? Sei durch dein Mitgefühl mir, dem Zufluchtlosen, gnädig; [möge] für mich [kein weiteres … im Dasein sein].“ [bhavamanu na bhūyānmama manuḥ ist beschädigt und nicht zuverlässig übersetzbar; eine eindeutige Bitte um Nichtwiedergeburt wird nicht frei eingesetzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1072 · 15
„Wer auf der Verbrennungsstätte steht, in sich gefestigt, mit gelöstem Haar, in die Richtungen gekleidet, tausend Arka-Blumen mit seinem eigenen ausgeflossenen Samen [darbringt] und dabei für jede dein Mantra wiederholt, ganz deiner Meditation hingegeben, Mahākālī: Der wird frei zum Herrscher der Erde.“ [Die Satzform kusumam ist trotz sahasram singularisch; die Opferzahl ist erkennbar. Arka bezeichnet die rituell verwendete Pflanze.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1073 · 16
„Wer am Dienstag mittags auf dem Scheiterhaufen eine im Haus mit dem Besen [aufgenommene] Blume samt Wurzel, mit ausgeflossenem Samen [versehen], darbringt und dabei dein Mantra auch nur einmal liebevoll ausspricht, Kālī: Der fährt stets auf einem Elefanten, als Herrscher der Erde und vorzüglicher guter Dichter.“ [sammārjjanyā … kusumaṃ samūlaṃ ist in seiner Stoff- und Handlungszuordnung unklar; die erste Hälfte bleibt unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1074 · 17
„Wenn dein Verehrer dein Mantra wiederholt und vor sich die Wohnstätte des Blumenbogenträgers betrachtet, mit seinen eigenen Blumen übersät, wird er wie der Herr der Gandharva-Schar, [ein Herr] des Flusses des Dichtungsnektars, und geht zuletzt in den höchsten Zustand ein.“ [svapuṣpa und kusumadhanuṣo mandiram sind technische beziehungsweise poetische Ausdrücke; eine ungesicherte Stoff- oder Körperidentifikation wird nicht ergänzt. nadīnadenaḥ ist beschädigt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1075 · 18
„Mutter, der Mensch, der sich nachts in Vereinigung selbst am Glück der Liebe erfreut und über dich meditiert, lächelnd auf dem fünfzehnspitzigen Sitz, auf dem Herzen des leichnamgleichen Śiva, ganz der Schönheit des heftigen Liebesgenusses mit Mahākāla hingegeben: Der wird zum Vernichter des Liebesgottes [Śiva].“ [tripañcāra bedeutet „dreimal fünf Spitzen/Speichen“.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1076 · 19
„Wer bei deiner Verehrung frei Fleisch mit Haaren und Knochen, auch [von einer] Katze, besonders von Kamel, Schaf, Mensch und Büffel oder Ziege als Opfergabe darbringt, obwohl er im Wohnort der Sterblichen lebt, dem entsteht bei jedem Schritt jede zuvor unerreichte Vollendung.“ [phalalam ist vermutlich beschädigt für palalam, „Fleisch“; die genannten Lebewesen bleiben als Quellenaussage erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1077 · 20
„Der Selbstbeherrschte wiederholt tagsüber hunderttausendmal das Mantra, von Opferspeise lebend, Mutter, geübt in der Meditation über das Paar deiner Füße. Danach wiederhole er nachts nackt beim Genuss der Vereinigung das Mantra hunderttausendmal vollständig; auf Erden wird er dem Vernichter des Liebesgottes gleich.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1078 · 21
„Mutter, dieser Lobgesang, entstanden aus der Herleitung deines Mantras, ‚Wesensgestalt‘ genannt und mit dem Verfahren der Verehrung deiner beiden Lotusfüße verbunden: Wer ihn um Mitternacht oder zur Zeit der Verehrung rezitiert, selbst dessen gewöhnliches Reden entfaltet den Nektargenuss der Dichtkunst.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1079 · 22
„Die Schar gazellenäugiger Frauen folgt ihm, vor Liebe bebend. Der Herr der Erde ist ihm fügsam, und [er ist] Kuberas Stellvertreter. Der Feind gelangt durch einen bloßen Teil seines Spiels ins Gefängnis. Lange ist er zu Lebzeiten befreit und in jeder Geburt ein guter Verehrer.“ [Die Zuordnung von kuberapratinidhiḥ zu Herrscher oder Verehrer ist syntaktisch mehrdeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1080 · 1
Damit endet der von Mahākāla verfasste Lobgesang an Śyāmā. Nun ihr Schutztext. Bhairavī sprach: „Die Kālī-Verehrung und die verschiedenen inneren Haltungen habe ich gehört, Herr. Jetzt wünsche ich den zuvor angekündigten Schutztext zu hören.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1081 · 2
„Du allein bist Schöpfer, Bewahrer und Auflöser. Du allein bist die Zuflucht, Herr; beschütze mich vor Leid und Bedrängnis!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1082 · 3
Bhairava sprach: „Höre das Geheimnis, ich werde es erklären, Bhairavī, Geliebte meines Lebens: den Schutztext namens Śrījaganmaṅgala, dessen Gestalt aus Mantras besteht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1083 · 4
„Wer ihn rezitiert und trägt, bezaubert in einem Augenblick die drei Welten. Auch Nārāyaṇa, der ihn trug und eine Frauengestalt angenommen hatte, [brachte] Maheśvara [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1084 · 5
„Den Herrn des Yoga, in Aufruhr. Der Vorzüglichste der Raghus erschlug, nachdem er ihn getragen hatte, die durch Gnadengaben übermütigen Nachtwandler Rāvaṇa und die übrigen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1085 · 6
„Durch dessen Gnade ist auch Īśa alldurchdringend und Sieger über die drei Welten; Kubera [wurde] Herr des Reichtums und Śacīs Gatte Herr der Götter.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1086 · 7
„So sind alle Götter Herren sämtlicher Vollendungen, Geliebte. Der Seher dieses Schutztextes Śrījaganmaṅgala ist Śiva.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1087 · 8
„Das Versmaß ist Anuṣṭubh; als Gottheit ist Dakṣiṇā Kālikā genannt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1088 · 9
„Seine Anwendung wird für das Bezaubern der Welten, Sieg über Böse, Genuss und Befreiung sowie das Herbeiziehen von Frauen genannt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1089 · 10
„Oṃ. Kālikā, die höchste Einsilbige, der Krīṃ-Laut, schütze meinen Kopf. Krīṃ krīṃ krīṃ: Kālikā, die Schwertträgerin, [schütze] meine Stirn.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1090 · 11
„Hūṃ hūṃ schütze beide Augen; Hrīṃ hrīṃ meine Ohren. Dakṣiṇā Kālikā schütze die beiden Nasenöffnungen, Maheśvarī.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1091 · 12
„Krīṃ krīṃ krīṃ schütze die Zunge; Hrūṃ hrūṃ die Wange. Hrīṃ hrīṃ svāhā: Die [Göttin] dieser Wesensgestalt schütze das gesamte Gesicht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1092 · 13
„Die zweiundzwanzigsilbige, Wohlergehen schenkende Mahāvidyā [schütze] die Schultern. Kālī, die Schwert und Kopf trägt, behüte mich an allen Gliedern ringsum.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1093 · 14
„Krīṃ hūṃ krīṃ: Die dreisilbige Cāmuṇḍā schütze mein Herz. Aiṃ hūṃ oṃ aiṃ [schütze] die beiden Brüste; Hrīṃ phaṭ svāhā die obere Rücken-/Brustgegend.“ [kakut bezeichnet einen erhöhten Körperteil; die genaue Körperzuweisung ist unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1094 · 15
„Die achtsilbige Mahāvidyā mit dem Schneidemesser schütze die Arme. Krīṃ krīṃ hūṃ hūṃ hrīṃ hrīṃ: Die Sechssilbige schütze meine beiden Hände.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1095 · 16
„Krīṃ [schütze] den Nabel und die Körpermitte; Dakṣiṇā Kālikā behüte [sie]. Krīṃ svāhā schütze auch den Rücken: jene zehnsilbige Kālikā.“ [Die vollständige zehnlautige Formel wird hier über mehrere Wörter beziehungsweise Zuweisungen verteilt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1096 · 17
„Krīṃ schütze stets meine verborgene Körperregion, dann ‚kālikāyai namaḥ – Verehrung für Kālikā‘: die siebensilbige Mahāvidyā, die in allen Tantras verborgen ist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1097 · 18
„Hrīṃ hrīṃ dakṣiṇe kālikā hūṃ hūṃ schütze die beiden Hüftseiten. Kālī, die zehnsilbige Vidyā, Svāhā, [schütze] meine beiden Oberschenkel.“ [Die Silbenzählung und die genaue Formeleinteilung sind nicht überall eindeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1098 · 19
„Oṃ hrīṃ krīṃ me svāhā: Kālikā schütze stets an den Knien. Dies ist Kālīs Herz-Vidyā, die die Frucht der vier Lebensziele schenkt.“ [me steht in der Vorlage zwischen den Bījas und Svāhā; es kann das Pronomen „meine“ außerhalb der Formel sein.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1099 · 20
„Krīṃ hrīṃ hrīṃ: Sie schütze den Knöchel; Dakṣiṇā Kālikā behüte [ihn]. Krīṃ hūṃ hrīṃ svāhā: Die vierzehnsilbige [Formel] schütze meinen Fuß.“ [Die Formel ist offenbar über die Satzglieder verteilt; es wird keine vollständige neue Folge ergänzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1100 · 21
„Kālī, die Schwert und Kopf trägt, Gaben gewährt und Furcht fortnimmt, behüte mit sämtlichen Vidyās meinen ganzen Leib ringsum.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1101 · 22
„Kālī, Kapālinī, Kullā, Kurukullā, Virodhinī, Vipracittā, Ugrā, Ugraprabhā, Dīptā und Ghanatviṣā [Fortsetzung folgt].“ [Die Trennung der letzten Namen ist mehrdeutig; es handelt sich um Göttinnennamen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1102 · 23
„Nīlā, Ghanā, Bālākā, Mātrā, Mudrā und Amitā: Alle diese, mit Schwertern und Schädelgirlanden geschmückt, mögen mich [Fortsetzung folgt].“ [mātrā mudrāmitā ist in seiner Gliederung unklar; die Namen bleiben entsprechend der erkennbaren Folge.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1103 · 24
„In den Haupt- und Zwischenrichtungen schützen. Ebenso Brāhmī, Nārāyaṇī, Māheśvarī, Cāmuṇḍā, Kaumārī und Aparājitā [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1104 · 25
„Vārāhī und Nārasiṃhī, alle mit unermesslichem Schmuck, mögen mich mit ihren jeweiligen Waffen überall in den Richtungen schützen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1105 · 26
„So habe ich dir den göttlichen, überaus wunderbaren Schutztext namens Śrījaganmaṅgala erklärt, dessen Gestalt die ganze Schar der Mahāvidyās ist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1106 · 27
„Dieser aus meinem Mund hervorgegangene Schutztext, [selbst] Brahman, zieht die drei Welten herbei. Nachdem man den Guru verehrt hat, rezitiere man ihn vorschriftsgemäß [Fortsetzung folgt].“ [brahman kann hier auch eine Anrede sein; die Fügung ist nicht eindeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1107 · 28
„Dreimal, einmal oder auch wieder das ganze Leben lang. Nachdem man ihn fünfzigmal wiederholt hat, wird man zum Sieger über die drei Welten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1108 · 29
„Durch die Gnade des Schutztextes erschüttert man die drei Welten. In einem Monat wird man ein großer Dichter und Herr aller Vollendungen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1109 · 30
„Man bringe Kālikā einmal eine Handvoll Blumen mit dem Grundmantra dar. Man erlangt die Frucht der Verehrung von hunderttausend Jahren.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1110 · 31
„Wenn man ihn auf Birkenrinde schreibt und in Gold einschließt und trägt, an der Haarlocke, am rechten Arm oder am Hals [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1111 · 32
„Bezaubert man im Zorn die drei Welten und zermalmt sie in einem Augenblick. [Man wird] mit Söhnen und Verwandten versehen, prachtvoll und ein Schatzhaus vielfältigen Wissens.“ [putrabāndhavān ist in der Flexion beschädigt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1112 · 33
„Waffen wie die Brahmā-Waffe gehen zugrunde, wenn sie seinen Leib berühren. Eine Frau, die unfruchtbar ist oder deren Söhne gestorben sind [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1113 · 34
„Wird durch das Tragen des Schutztextes am Hals oder am linken Arm viele Kinder haben, die am Leben bleiben: Daran besteht kein Zweifel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1114 · 35
„Er soll nicht den Schülern anderer gegeben werden, besonders nicht solchen ohne Hingabe; [nur] hingebungsvollen Schülern. Andernfalls erleidet man den Tod.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1115 · 36
„Nachdem sie ihre Rivalität aufgegeben haben, wohnen Kamalā und die Sprachgöttin gewiss beständig im Haus und im Mund, bis zu den Enkeln [über Generationen].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1116 · 37
„Wer Dakṣiṇā Kālī wiederholt, ohne diesen Schutztext zu kennen, dessen Mantra wird selbst nach [śitalakṣa] Wiederholungen nicht vollendet. Er erleidet einen Waffenhieb und binnen Kurzem den Tod.“ [śitalakṣaṃ ist beschädigt; eine sichere Zahl lässt sich nicht bestimmen und wird nicht erfunden.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1117 · 1
Damit endet im Bhairava-Tantra, im Gespräch zwischen Bhairava und Bhairavī, im Kālī-Kalpa, der Schutztext der Śyāmā. Nun der Lobgesang an Tārā: „Mutter Nīlasarasvatī, die den sich Verneigenden Glück und Fülle schenkt, auf dem Herzen eines Leichnams in Pratyālīḍha stehend, mit lächelndem Lotusgesicht, mit Augen wie geöffnete blaue Lotusse, dreiäugig, Schneidemesser, Schädel, Lotus und Schwert tragend: Du allein bist die Zuflucht; bei dir, der Herrin, nehme ich Zuflucht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1118 · 2
„Herrin der Rede, Wunsch-Ranke der Hingabe, Herrin der Verwirklichung aller Ziele, die alle Ziele beim Verfassen von Prosa, Prākṛt und Versen verwirklicht, mit drei Augen wie blaue Lotusse, Ozean des Mitgefühls: Benetze aus Gnade einen wie mich durch die Mehrung des Glücksnektars!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1119 · 3
„Kleine, deren Leib mit einer Fülle von Stolz erfüllt ist, die im Schmuck der Schlangen und des Übrigen leuchtet, mit schöner Hüfte, von Tigerhaut umhüllt, mit schwingenden Glocken bezeichnet, geschmückt mit einer Menschenkopf-Girlande, deren Reihe aus Knoten des Haupthaars eben abgeschnittener, bluttriefender Köpfe [gebunden ist]: Furchtbare, vernichte die Furcht!“ [muṇḍadvayī und mehrere Glieder des langen Schlusskompositums sind unsicher; die genaue Anzahl der Köpfe wird nicht frei festgelegt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1120 · 4
„Du selbst bist die Zuflucht für einen wie mich, o Mantra-Gestaltige: Māyā, die aus dem körperlosen [Liebesgott] umgestaltete Frauen[-Silbe], mit Bindu und Halbmond bezeichnet, aus Huṃ und Phaṭ bestehend. Mutter, deine Gestalt besteht aus drei Bereichen: grob, überaus fein und höchst. Sie ist den Veden in keiner Weise zugänglich; zu ihr, die [dennoch] erreicht ist, nehme ich Zuflucht.“ [māyānaṅgavikārarūpalalanā ist eine verschlüsselte Bīja-Beschreibung, keine sicher aufgelöste Lautfolge; vedanāṃ wird als vedānāṃ verstanden.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1121 · 5
„Durch den Dienst an deinen Lotusfüßen gehen die Verdienstvollen in Vereinigung mit jener [höchsten Wirklichkeit] ein, deren Wesen die Gleichheit mit dem erhabenen höchsten Herrn, dem Dreiäugigen, Brahmā und den übrigen ist. Warum dient ein schwach Einsichtiger den Göttern, Indra und den anderen, deren Leib im Versinken im Daseinsozean geschickt ist und die bei der Verehrung deiner Füße verwirrt sind, Mutter?“ [Die lange Genitivfügung der ersten Hälfte bleibt grammatisch unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1122 · 6
„Mutter, jene Götter, deren Kronen das Siegel des Staubes deiner Lotusfüße tragen, sind im siegreichen Kampf Sieger und gelangen furchtlos [an deinen Schoß]. Andere aber, die im Stolz sagen: ‚Ich bin Gott in der Welt, keiner gleicht mir‘, gehen selbst zugrunde, wie Sonne und Mond [vor …].“ [aṅke und tattulyānniyataṃ yathā śaśiravī sind nicht vollständig sicher auflösbar; die eingeklammerten Bezüge bleiben unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1123 · 7
„Beim Erinnern an deinen Namen fliehen sie und vermögen die Menschen auch nur einen Augenblick auf Erden nicht anzusehen, Mutter: die Scharen von Bhūtas, Verstorbenengeistern, Piśācas und Rākṣasas, Yakṣas und Schlangenherren, Daityas, die hervorragenden Dānavas, Raumwandler, Tiere wie Tiger, Ḍākinīs und zornige Todesmächte.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1124 · 8
„Lakṣmī, die Scharen der Vollendungen, beginnend mit der Fußsandalen[-Vollendung], ebenso die Lähmung von Feinden und Elefantenherden und die Betörung: Mutter, durch den Dienst an deinen Füßen werden diese Eigenschaften den Menschen verwirklicht, schöne Frau. [Schönheit …] und die Gestalt des Liebesgottes [entstehen]; selbst ein Geringer wird hier zum Herrn der Rede.“ [klāntiḥ kānta manobhavotra ist beschädigt; der erste Teil dieser Schlussaussage bleibt unsicher.]
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P4-1125 · 9
„Der hingebungsvolle Mensch, der dieses heilige Tārā-Aṣṭaka morgens, mittags und abends beherrscht und rein rezitiert [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1126 · 10
„Erlangt Dichtkunst und Wissen und wird Kenner der Bedeutung aller Lehrschriften. Nachdem er unvergänglichen Wohlstand erlangt und die gewünschten Freuden genossen hat, gewinnt er Ruhm, Schönheit, Gesundheit und die Liebe aller; er erlangt Ansehen in den Welten und zuletzt Befreiung.“ [nerujyam wird als beschädigtes nairujyam, „Krankheitsfreiheit“, verstanden.]
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P4-1127 · 1
Damit endet im Nīla-Tantra das Tārā-Aṣṭaka. Nun der Schutztext Tārās. Īśvara sprach: „In zehn Millionen Tantras ist die Vidyā geheim zu halten, die aus größter Furcht befreit. Höre ihren göttlichen Schutztext, der alle Wünsche erfüllt!“
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P4-1128 · 2
Der Seher des Tārā-Schutztextes ist Akṣobhya, das Versmaß Triṣṭubh, die Gottheit die erhabene Tārā. Seine Anwendung beim Japa dient dem Gedeihen der Vollendung aller Mantras. „Der Praṇava [Oṃ], die große Herrin von Brahman-Gestalt, schütze meinen Kopf. Der Hrīṃ-Laut, die große Herrin in Bīja-Gestalt, schütze an der Stirn.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1129 · 3
„Der Strīṃ-Laut, die große Herrin in Gestalt der Lajjā, [schütze] stets am Gesicht. Der Hūṃ-Laut, der die Kraftgestalt Bhavānīs trägt, schütze am Herzen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1130 · 4
„Der Phaṭ-Laut, die Geberin der Früchte aller Vollendungen, schütze alle Glieder. Die kleine Herrin der Götter, die Furcht nimmt, schütze mich an beiden Wangen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1131 · 5
„Die große Herrin Lambodarī schütze stets beide Schultern. Die mit Tigerhaut umhüllte Göttin, Śivas Geliebte, schütze an der Hüfte.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1132 · 6
„Die große Herrin mit vollen, hochragenden Brüsten schütze die beiden Seiten; die mit roten runden Augen behüte stets an der Hüftgegend.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1133 · 7
„Bhuvaneśvarī mit heraushängender Zunge schütze mich stets am Nabel. Die Göttin mit furchtbarem Gesicht, Haras Geliebte, schütze stets am Geschlechtsglied.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1134 · 8
„Die Hindernisse vernichtende Piṅgograikajaṭā schütze am Unterschenkel. Die Göttin Maheśvarī, die die Schädelschale eines Toten trägt, [schütze] am Kniegelenk.“ [Piṅgograikajaṭā kann als „die mit einer gelbbraunen, furchtbaren einzelnen Haarflechte“ verstanden werden.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1135 · 9
„Die Dunkelfarbene schütze stets meine beiden Knie. Die Göttin mit Schlangen-Ohrringen schütze danach an beiden Füßen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1136 · 10
„Die Göttin mit einer Schlangenkette schütze stets alle Glieder. Die Göttin, die [Schlangen als Armreifen?] trägt, schütze im offenen Land.“ [nāgakaṅka ist beschädigt oder verkürzt; der Bezug auf Armreifen ist unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1137 · 11
„Die Vierarmige, die Feinde vernichtet, schütze stets beim Gehen. Die große Göttin mit dem Schwert in der Hand schütze stets beim Hören.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1138 · 12
„Die Göttin mit dunklem Gewand, die Hindernisse vernichtet, schütze mich. Die mit dem Schneidemesser in der Hand schütze stets beim Streit mitten unter Feinden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1139 · 13
„Die Göttin von Brahman-Gestalt schütze stets im Kampf. Die Göttin mit Schlangenarmreifen schütze stets beim Essen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1140 · 14
„Die große Göttin mit Leichnamen als Ohrschmuck schütze stets beim Liegen. Die Göttin, die Vīrāsana einnimmt, schütze stets im Schlaf.“ [śavakarṇā wird wörtlich als leichnambezogener Ohrschmuck verstanden; die genaue ikonographische Gestalt wird nicht ergänzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1141 · 15
„Die Göttin mit Bogen und Pfeil schütze mich inmitten von Hindernissen. Die Göttin mit schlangengeschmückter Hüfte schütze mich bei allen Handlungen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1142 · 16
„Die Göttin mit dem abgeschnittenen Kopf schütze stets im Wald. Die Göttin mitten im Scheiterhaufen schütze stets beim Tötungsritus.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1143 · 17
„Die Göttin im Raubkatzenfell [schütze] hinsichtlich Söhnen, Gattin, Geld und den übrigen [Gütern]. Die geschmückte Göttin, Haras Geliebte, schütze mich.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1144 · 18
„‚Rakṣa rakṣa – schütze, schütze‘ [schütze] im Flusshain, mit Hūṃ hūṃ phaṭ verbunden. Die große Göttin in Bīja-Gestalt schütze stets auf dem Berg.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1145 · 19
„‚Maṇidharā vajriṇi … mahāpratisare rakṣa rakṣa hūṃ hūṃ oṃ hrīṃ svāhā – Juwelenträgerin, Vajra-Trägerin, große Beschützerin, schütze, schütze! Hūṃ hūṃ oṃ hrīṃ svāhā‘: [Dies ist] Maheśvarī.“ [Die erste Anrede steht als maṇidharā im Nominativ; devī und tathā gehören möglicherweise zur erläuternden Prosa innerhalb der Formel. Der vollständige überlieferte Wortlaut steht im Sanskrit.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1146 · 20
„‚Puṣpaketurājārha‘ [Lesung unsicher] schütze mich stets im Wald. ‚Oṃ hrīṃ vajrapuṣpe hūṃ phaṭ – Oṃ hrīṃ, Vajra-Blume, hūṃ phaṭ‘: Die alle Wünsche Gewährende [schütze] im offenen Land.“ [Die erste Formel ist nicht zuverlässig gliederbar; „Blumenbanner“ und „königswürdig“ sind erkennbare Wortbestandteile, jedoch keine sichere Gesamtübersetzung.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1147 · 21
„‚Oṃ puṣpe puṣpe mahāpuṣpe – Oṃ, Blume, Blume, große Blume‘: Maheśvarī schütze die Söhne. Hūṃ svāhā, mit Śakti verbunden, schütze stets die Gattin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1148 · 22
„Oṃ āṃ hūṃ phaṭ svāhā: Die große Herrin, Haras Geliebte, schütze beim Glücksspiel. Oṃ hrīṃ: Die Göttin Sarvavighnotsāriṇī, die alle Hindernisse vertreibt, behüte mich stets vor Hindernissen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1149 · 23
„‚Oṃ pavitravajrabhūme hūṃ phaṭ svāhā – Oṃ, heiliger Vajra-Boden, hūṃ phaṭ svāhā‘: Die Göttin, die alle Hindernisse vernichtet, schütze mich auf der Erde.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1150 · 24
„‚Oṃ āḥ surekhe vajrarekhe hūṃ phaṭ svāhā – Oṃ āḥ, schöne Linie, Vajra-Linie, hūṃ phaṭ svāhā‘: Die Göttin namens Lākinī schütze mich in der Unterwelt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1151 · 25
„Die Hrīṃ-Lautige, Maheśvarī in Kraftgestalt, schütze mich im Osten. Der Strīṃ-Laut, die Herrin der Götter, Maheśvarī in Gattinnengestalt, schütze [mich].“ [Für die zweite Zuweisung ist hier keine Richtung ausdrücklich genannt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1152 · 26
„Die große Göttin in Hūṃ-Gestalt, in Zorngestalt, schütze mich. Mahāmāyā in Phaṭ-Gestalt schütze stets im Norden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1153 · 27
„Im Westen schütze mich die Göttin in Phaṭ-Gestalt, Haras Geliebte. In der Mitte schütze mich die Herrin der Götter, die Bergtochter in Hūṃ-Gestalt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1154 · 28
„Die Dunkelfarbene schütze stets, die Sprach-Ursprüngliche immer und überall. Bhavānī, die alle Herrschaftsmacht gewährt, schütze im Haus.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1155 · 29
„Die Göttin, die sich am Geben von Wissen erfreut, schütze am Mund, Sarasvatī; bei Lehrschriften, Streitgespräch und Kampf, im Wasser und auf einem gefährlichen Berg [Fortsetzung folgt].“ [sarasvatau ist vermutlich für einen Namen Sarasvatīs beschädigt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1156 · 30
„Die Furchtbar-Gestaltige schütze stets, die Furcht Vernichtende auf der Verbrennungsstätte. Die schreckliche Durgā behüte mich am furchtbaren Wohnort von Bhūtas und Verstorbenengeistern.“ [bhayanāvinī ist vermutlich für bhayanāśinī verschrieben.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1157 · 31
„Śivadūtikā schütze mich stets und überall, große Herrin. Die Größe des Schutztextes kann ich selbst in hundert Jahren nicht [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1158 · 32
„Erklären, Göttin, und auch nicht, welche Frucht er hervorbringt: Hinsichtlich Söhnen, Gattinnen und Verwandten, in jedem Land und jederzeit [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1159 · 33
„Hat er keine Furcht und wird von Königen verehrt. Ob rein geworden oder auch unrein, [wer] den alle Wünsche erfüllenden Schutztext [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1160 · 34
„Rezitiert oder sich an ihn erinnert, ist als Sterblicher frei von Leid und Trauer und wird in allen Lehrschriften gewiss zum König der Dichter, große Herrin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1161 · 35
„Der Sterbliche wird Herr aller Rede, [dem die Welt fügsam ist], Herr des Reichtums. Im Kampf, Glücksspiel und Streitgespräch ist dort gewiss Sieg.“ [lokavaśyaḥ bedeutet formal „der Welt unterworfen“; der Kontext legt „die Welt beherrschend“ nahe, diese Deutung bleibt unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1162 · 36
„Der Sterbliche hat Söhne und Enkel, ist Geliebter aller Frauen; Feinde werden zu Dienern, und er ist stets der Liebling aller.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1163 · 37
„Ein Stolzer wird klein, ein Streitgegner strauchelt bei seinem Anblick. Der Tod wird fügsam; die Herrscher der Erde sind seine Diener.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1164 · 38
„Im Zusammenhang wurde der ganze alle Wünsche erfüllende Schutztext erklärt. Der Sterbliche, der ihn rezitiert oder sich an ihn erinnert, vermag zu verfluchen und zu begnaden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1165 · 39
„Er wird König der Dichter, Herr über die Ozeane der Scharen von Freuden. Der Sterbliche wird Herr aller Rede, [dem die Welt fügsam ist], und stets glücklich.“ [Die Vorlage hat die weibliche Form sarvavāgīśvarī bei martyaḥ; die Formen sind uneinheitlich. Auch lokavaśyaḥ bleibt wie zuvor mehrdeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1166 · 40
„Nachdem man die Gnade des Gurus erlangt und die wohlverborgene Vidyā empfangen hat, ist selbst dann der Schutztext, Göttin, in den drei Welten schwer zu erlangen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1167 · 41
„Der Guru ist der Gott, unmittelbar Hara; seine Gattin ist Haras Geliebte. Wer sie ohne Unterschied [von den Gottheiten] verehrt, für den ist die Vollendung nicht fern.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1168 · 42
„Die Mantra-Verfahren, große Herrin, wurden wie zuvor erklärt, Geliebte. Am Nabel stelle man sich das Licht vor, ebenso das Gesicht oberhalb des Herzens.“ [Die Beziehung von vaktram zu hṛdayopari ist nicht vollständig eindeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1169 · 43
„Herrschaftsmacht und gute Dichtkunst [erlangt er], [wird] großer Herr der Rede und König. Stets, große Herrin, [soll er] Umgang mit Frauen pflegen.“ [tasya lässt den ersten Satz elliptisch; mahilāsaṅga kann rituelle beziehungsweise geschlechtliche Gemeinschaft bezeichnen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1170 · 44
„Der Sterbliche, der den fünf Verhaltensweisen hingegeben ist, wird vollendet, nicht anders. Der Sterbliche sei mit Śakti verbunden; er wird vollendet, nicht anders.“ [Die fünf Verfahren werden in dieser Strophe nicht einzeln genannt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1171 · 45
„Brahmā, Viṣṇu, Rudra sowie die Götter, Asuras und Menschen werden von Scham ergriffen, wenn sie diesen Praktizierenden sehen, Göttin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1172 · 46
„Die Götter, die im Himmel, auf Erden und in der Unterwelt Vollendung schenken, preisen stets den vorzüglichsten Praktizierenden bei seinem Anblick, Göttin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1173 · 47
„Auch alle Götter, deren Wesen Hindernis ist, im Himmel, auf Erden und in Rasātala, preisen stets den vorzüglichsten Praktizierenden bei seinem Anblick.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1174 · 48
„So habe ich dir, Göttin, [dies] richtig erklärt: Es bewirkt unmittelbar Genuss und Befreiung und hat die Gestalt eines Wunschbaumes.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1175 · 49
„Wer den ursprünglichen Guru aufsucht und gnädig stimmt und sich mit dieser Stütze eines Wunschbaumes verbindet, selbst [wenn …] Verblendung, Rausch oder Stumpfheit [vorliegt], ist auf Erden vollendet und gelangt ans andere Ufer aller Leiden und Gefahren. Der Todesgott ist sein Freund, ebenso die Könige, Göttin, und seine Gefahren gehen rasch zugrunde.“ [mohenāpi madena vāpi rahito jāḍyena vā yujyate ist beschädigt beziehungsweise widersprüchlich; rahitaḥ kann „frei davon“ bedeuten. Eine sichere vollständige Übersetzung dieser Verbindung ist nicht möglich.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1176 · 50
„Waffen wie die Brahmā-Waffe werden auf Erden zu Girlanden, zu Blumen und zu Freudenbringern, wenn sie seinen Leib erreichen. In seinem Haus bleibt Lakṣmī beständig; Vāṇī wohnt gewiss in seinem Mund.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1177 · 51
„Wer als Mensch Tārā verehrt, ohne diesen Schutztext zu kennen, wird kurzlebig, vermögenslos und töricht: Daran besteht kein Zweifel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1178 · 52
„Wer ihn schreibt und am Hals, auf dem Kopf oder am Arm trägt, dem werden alle Ziele verwirklicht, was immer in seinem Geist vorhanden ist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1179 · 53
„Man schreibe das Mantra gesammelt mit Gorocanā und Safran oder rotem Sandelholz oder rotem Lack, große Herrin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1180 · 54
„Am achten Mondtag an einem Dienstag oder auch am vierzehnten Mondtag schreibe man das Yantra gesammelt in der Dämmerung, Herrin des Gottes der Götter.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1181 · 55
„Unter Maghā oder Śravaṇā, besonders auch unter Revatī, wenn der Mond ins Löwe-Zeichen gegangen ist und die Sonne im Krebs steht [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1182 · 56
„Wenn Jupiter ins Fische-Zeichen gegangen ist und Saturn im Skorpion steht, schreibe und trage man [es], nach Norden gewandt.“ [Die verschiedenen Bedingungen werden ohne astronomische Harmonisierung wiedergegeben.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1183 · 57
„Wer nachts auf der Verbrennungsstätte, im offenen Land oder besonders in einem leeren Haus das Yantra schreibt, dessen Vollendung ist unerschütterlich.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1184 · 58
„Man schreibe das Mantra auf ein Blatt Birkenrinde, auch durch den Guru, Maheśvarī. Wer es hingebungsvoll mit Meditation und Konzentration trägt [Fortsetzung folgt].“ [guruṇā ist in die Aufforderung elliptisch eingefügt; die genaue Rollenverteilung bleibt unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1185 · 59
„Für den entsteht binnen Kurzem Vollendung; hier soll kein Zweifel gehegt werden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1186 · 1
Damit endet im erhabenen Rudrayāmala-Tantra der Schutztext der Ugratārā. Nun der Schutztext Tārās namens Trailokyamohana, ‚Bezauberung der drei Welten‘. Die Göttin sprach: „Die Verehrung Tārās und danach sämtliche Vidyās habe ich gehört, Herr. Jetzt wünsche ich den Schutztext zu hören, dessen Gestalt aus Mantras besteht [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1187 · 2
„Den namens Trailokyamohana, der jede Bedrängnis abwehrt. Er wurde schon zuvor angekündigt, Herr; offenbare ihn mir aus Mitgefühl!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1188 · 3
Bhairava sprach: „Von Göttern, Dānavas und Vidyādharas Verehrte, Geliebte meines Lebens, der höchste Schutztext namens Trailokyamohana soll gehört werden [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1189 · 4
„Der aus allen Vidyās, Göttin, gewiss aus allen Mantras besteht, allen Schutz bewirkt und alle Vidyās verleiht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1190 · 5
„Auch Vedavyāsa ist durch dessen Tragen und Rezitieren allwissend. Īśa ist durch dessen Tragen und Rezitieren Herr und Sieger über die drei Welten; Kubera Herr des Reichtums, Śacīs Gatte Herr der Götter. Durch tägliches Rezitieren und Tragen sind alle Herren der Richtungen mit sämtlichen Vollendungen versehen und erlangen alle Herrschaftsmacht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1191 · 6
„Durch dessen Gnade bin ich Herr der Bhairavas, Herrin der Götter, der überaus gewaltige Herr des Zorns, als Gebieter unter den Göttern bezeichnet.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1192 · 7
„Man gebe ihn nicht den Schülern anderer, sondern nur den eigenen Schülern. Gibt man ihn solchen ohne Hingabe, auch Söhnen, so erleidet man den Tod.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1193 · 8
„Der Seher dieses Schutztextes Trailokyamohana ist Śiva; das Versmaß Virāṭ, als Gottheit ist Ugratārā genannt. Seine Anwendung wird für die vier Lebensziele und die Vidyā angegeben.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1194 · 9
„Oṃ hrīṃ strīṃ schütze meinen Kopf; Hūṃ phaṭ meine Stirn. Die fünfeinhalbsilbige Tārā schütze meine beiden Augen.“ [Die Silbenzählung wird ohne Ergänzung eines nicht überlieferten halben Lautes bewahrt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1195 · 10
„Oṃ hrīṃ strīṃ hūṃ schütze die beiden Ohren, Namaḥ die Nase. Die sechssilbige Tārā, mit Köpfen geschmückt, schütze das Gesicht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1196 · 11
„Hrīṃ strīṃ hūṃ phaṭ schütze das Gesicht; Maheśvarī die Zunge. Hrīṃ strīṃ hūṃ: Jene Nīlasarasvatī schütze meinen Hals.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1197 · 12
„Strīṃ: Tārā in einsilbiger Gestalt schütze stets die Schultern. Hūṃ: Die in Gestalt eines einzigen Bīja seiende [Göttin] schütze immer meinen Nacken.“ [ghāṭāṃ ist nicht sicher lesbar; die Deutung als „Nacken“ ist vorläufig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1198 · 13
„Aiṃ hrīṃ strīṃ hūṃ phaṭ: Vāktārā schütze meine beiden Arme. Śrīṃ hrīṃ strīṃ hūṃ phaṭ: Śrītārā schütze meine beiden Brüste.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1199 · 14
„Hrīṃ hrīṃ strīṃ hūṃ phaṭ: Tārā schütze mein Herz. Hūṃ hrīṃ strīṃ hūṃ phaṭ: Die Bīja-Tārā behüte stets meinen Rücken.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1200 · 15
„Klīṃ hrīṃ strīṃ hūṃ phaṭ: Die in Kāma-Gestalt schütze die beiden Seiten. Oṃ hrīṃ strīṃ hūṃ namaḥ: Die große Sechssilbige schütze [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1201 · 16
„Aiṃ sauḥ oṃ aiṃ hrīṃ phaṭ svāhā behüte stets die Hüftgegend: die achtsilbige Mahāvidyā, unmittelbar von Brahmans Gestalt. Khaṃ hūṃ hauṃ oṃ aiṃ śrīṃ hrīṃ behüte stets die verborgene Körperregion: die siebensilbige Ugratārā, deren Gestalt die Grund-Vidyā ist.“ [Die erste ausgeschriebene Folge enthält sieben Lautglieder; die Angabe „acht“ bleibt als Quellenaussage erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1202 · 17
„Oṃ hrīṃ hāṃ hūṃ namaḥ tārāyai, dann das Wort ‚sakala‘, ‚dustara‘, das Wort ‚tāraya‘, nochmals ‚tāraya‘, zweimal Praṇava [Oṃ] und ‚svāhā‘: Die Mahāvidyā behüte stets die beiden Knie.“ [Namaḥ tārāyai: „Verehrung für Tārā“; sakala: „alles“; dustara: „schwer zu überqueren“; tāraya tāraya: „führe hinüber, führe hinüber“. Die syntaktische Verbindung sakalapadantataḥ dustaraḥ ist beschädigt; eine normalisierte Gesamtformel wird nicht frei ergänzt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1203 · 18
„Aiṃ sauḥ oṃ aiṃ klīṃ phaṭ svāhā: Die von höchstem Wesen schütze die Unterschenkel. Oṃ hrīṃ strīṃ hūṃ phaṭ: Tārā, mit Haṃsa am Anfang und Ende, neunsilbig; die große Ugratārā, Maheśvarī, schütze stets meine beiden Füße.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1204 · 19
„Aiṃ hrīṃ śrīṃ hsauḥ shauḥ vada vada vāgvādini [überliefert: vāgvādinī] – Aiṃ hrīṃ śrīṃ hsauḥ shauḥ, sprich, sprich, Sprachverkünderin‘, und dreimal das Kāma-Bīja: [Dies hat] die Gestalt Nīlasarasvatīs. ‚Aiṃ aiṃ aiṃ kāhi kāhi kalarīṃ svāhā‘: Tārā, die aus vierunddreißig Schriftzeichen besteht, schütze stets meinen ganzen Leib.“ [hsauḥ, shauḥ, kāhi und kalarīṃ sind nicht sicher normalisierbar; kāhi wird nicht frei lexikalisch übersetzt. Die Bezeichnung „vierunddreißig“ ist nicht ohne Weiteres nachvollziehbar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1205 · 20
„Indra, mit linkem Auge verbunden, Erde, Sarasvatī und Agnis Geliebte [Svāhā]: Die zehnsilbige Grund-Vidyā mit Kūrca [Hūṃ] am Anfang und Ende schütze auch oben.“ [Die verschlüsselten Lautnamen Indra und Erde bleiben unaufgelöst; die Beziehung von sarasvatī zur Ableitung ist mehrdeutig.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1206 · 21
„Tārā [Oṃ], Māyā [Hrīṃ], Vadhū [Strīṃ], Kūrca [Hūṃ], Kālī, dann Kāmakalā; ‚ugratāre‘, Bhaga, Kāma, Parā, Lakṣmī, Śiva und Aṅkuśa: Dies habe ich jetzt als die große Ṣoḍaśī der Göttin Tārā erklärt. Durch ihr vorschriftsmäßiges Empfangen treibt man den Tod auf den Todesweg.“ [Einige Glieder sind verschlüsselte Bīja-Bezeichnungen, andere Göttinnennamen; eine vollständige gesicherte sechzehnsilbige Lautfolge ist aus dieser Stelle allein nicht herzustellen.]
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P4-1207 · 22
„Diese Vidyā habe ich in den Tantras und den Yāmalas verborgen. Jetzt ist sie dir als Bestandteil des Schutztextes erklärt worden, Geliebte.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1208 · 23
„So habe ich dir, Göttin, den höchsten, geheimer als das Geheime Schutztext namens Trailokyamohana erklärt, dessen Gestalt aus Mantras besteht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1209 · 24
„Dieser aus meinem Mund hervorgegangene Schutztext besteht aus Brahmavidyā, Heilvolle, und ist allein von Brahmans Gestalt; er besteht aus Mantra-Vidyā. Wenn man den Guru vorschriftsgemäß verehrt und den Schutztext dreimal oder einmal, entsprechend der Kenntnis, rezitiert, wird man im selben Augenblick Bhairava.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1210 · 25
„Von allen Verfehlungen befreit, erhebt man zehn Millionen Familiengeschlechter. Man wird Guru in allen Vidyās und auch ein zur Durchführung von Japa und den übrigen [Handlungen] Berechtigter.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1211 · 26
„Als sein Puraścaraṇa-Verfahren gelten 108 [Rezitationen]. Nachdem man 108-mal wiederholt hat, wird man zum Indra der Erde. Als Held wandert man durch die drei Welten wie Guha, der Herr der Scharen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1212 · 27
„Die Rede in Prosa und Versen wird wie der Strom der Gaṅgā. Nachdem man acht Handvoll Blumen mit dem Grundmantra gegeben hat, rezitiere man [ihn]. Man erlangt die Frucht der Verehrung von fünftausend Jahren.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1213 · 28
„Wenn man ihn auf Birkenrinde schreibt und als Amulett in Gold einschließt und trägt, ein Mann am rechten Arm, eine Frau am linken, wird die Frau viele Söhne haben und der Mann mit Geld und Söhnen versehen sein. Als Herr aller Vollendungen wandert man wie Bhairava.“
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P4-1214 · 29
„Waffen wie die Brahmā-Waffe werden zu Girlanden, zu Blumen und Freudenbringern, wenn sie seinen Leib erreichen, Bhairavī. In seinem Haus wohnen Lakṣmī und Vāṇī gewiss lange.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1215 · 30
„Der niedrige Mensch, der Tārā verehrt, ohne diesen Schutztext zu kennen, wird kurzlebig, vermögenslos und töricht: Daran besteht kein Zweifel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
Bagalāmukhī und Mātaṅgī
P4-1216 · 1
Damit endet im Gespräch zwischen Bhairavī und Bhairava, im Tārā-Kalpa, der Schutztext Tārās namens Trailokyamohana. Nun der Lobgesang an Bagalāmukhī: „Ich erinnere mich an Bagalāmukhī, die Rede und Geist der Gegner lähmt: Ihre schönen Wangen glänzen durch bewegliche goldene Ohrringe; ihr mondscheibengleiches Gesicht strahlt mit der Farbe goldener Campaka-Blüten. Sie schlägt die Gegner mit der Keule und hält die Spitze einer beweglichen Zunge.“ [campamakadyuti und jihvañcalāṃ sind beschädigt; der Vergleich und das Halten der Zunge bleiben erkennbar.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1217 · 2
„Wer so über sie meditiert: goldglänzend, auf einem Leichensitz inmitten eines schönen roten Lotus-Kreises im Nektarozean, den Gegner von der Spitze des Throns niedergeworfen, die Zunge des Feindes in ihrer Hand drückend und eine schwingende Keule tragend – dessen sämtliche Bedrängnisse vergehen plötzlich und sofort.“ [Die Satzform yānti lässt „vergehen“ nur elliptisch erkennen; die räumliche Zuordnung des Gegners zum Thron ist unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1218 · 3
„Göttin, der Mantrapraktizierende, der zur Verehrung deiner Lotusfüße hingebungsvoll Handvoll gelber Blumen in die linke Hand legt und [dein] Mantra mit schönen Lauten [rezitiert], dann ganz der Meditation über den Sitz hingegeben durch Atemhalten sich an das Erd-Bīja erinnert: In Rede und Herz seines Feindes entsteht augenblicklich Stumpfheit.“ [Die Stelle benennt das Erd-Bīja, schreibt es aber nicht aus.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1219 · 4
„Der Streitgegner wird stumm, der König zum Bettler, Feuer wird kalt; der Zornige wird ruhig, der Böse gut, der Schnelle lahm; der Stolze klein, der Allwissende stumpf, durch deinen Mantrapraktizierenden gebunden. Śrī Nityā, Bagalāmukhī, täglich [vergegenwärtige ich mir] die Verehrung für dich!“ [kalyāmi ist beschädigt; das genaue Verb der Schlusszeile bleibt unsicher.]
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P4-1220 · 5
„Dein Mantra genügt zum Niederschlagen der Gegner, und dein Lobgesang ist heilig; dein Yantra zügelt Streitgegner, siegt über die drei Welten und ist wunderbar. Mutter, in wessen Mund der liebliche Name ‚Śrī Bagalā‘ ist, durch dessen Aussprechen deines Namens werden in der Versammlung die Münder der Streitgegner gelähmt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1221 · 6
„Deine Gestalt möge vor mir erscheinen, Mutter: die Bösen lähmend, heftige Hindernisse befriedend, Armut vertreibend, Furcht vor Königen besänftigend, die Herzen der Frauen mit beweglichen Gazellenaugen herbeiziehend, alleiniger Sitz des Glücks, mit einem mitleidsvollen Blick auf meine Augen, den Tod tötend.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1222 · 7
„Mutter, zerbrich das Gesicht meines Gegners, nagle seine bewegliche Zunge fest! Versiegle die Brahmī [Rede?], die Einsicht von Dämonen und Göttern; lähme die heftige Bewegung. Göttin, zermalme die Feinde mit der scharfen Keule, Hell-Leibige in gelbem Gewand! Bagalā, nimm die Schar der Hindernisse der sich Verneigenden fort, du mit mitfühlendem Blick!“ [brāhmīṃ mudraya daityadevadhiṣaṇām ist in seiner Wortbeziehung unklar; die Rede-Deutung bleibt unsicher. kāruṇyapūrṇe kṣaṇe ist wahrscheinlich im Wort für „Blick“ beschädigt.]
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P4-1223 · 8
„Mutter, Bhairavī, Bhadrakālī, Vijayā, Vārāhī, Zuflucht der Welt, Śrīvidyā, Samayā, Maheśī, Bagalā, Kāmeśī, Rāmā, Ramā, Mātaṅgī, Tripurā, noch höher als das Höchste, die Himmel und Befreiung schenkt: Ich bin dein Diener und habe Zuflucht genommen. Herrin der Welt, rette mich aus Mitgefühl!“
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P4-1224 · 9
„In Aufruhr, unter einer Diebesschar, bei Waffenschlägen, in Gefangenschaft, in Krankheit, beim gelehrten Streit und [Streitgespräch], wenn der König zornig ist, zu göttlicher Zeit nachts; bei Unterwerfung oder Lähmung, beim Töten des Feindes, an einsamem Ort oder unter Menschen, beim Gehen und Stehen: Wenn der Entschlossene zu den drei Zeiten rezitiert, erlangt er rasch Heil.“ [vāvāde ist beschädigt und als Wiederholung des Streitbezugs verstanden.]
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P4-1225 · 10
„Wer hier täglich aufmerksam diesen heiligen Lobgesang der Göttin rezitiert und ebenso im Kampf dieses Yantra am Arm, an der Hand oder am Hals trägt: Könige, Feinde, vor Brunst blinde Elefanten, Schlangen, Löwen und die übrigen werden betört; Lakṣmī und die Vollendungen bleiben beständig.“ [te vai yāsti ist beschädigt; die genaue Verbform ist unsicher.]
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P4-1226 · 11
„Du bist die höchste Vidyā, Mutter der drei Welten, die Scharen der Hindernisse durchschneidet, Frauen herbeizieht und die Herzen der Menschen völlig betört. Du bewirkst Lähmung und Vertreibung und betörst die Herzen der gebundenen Wesen. Die Bhairavī, die Zungen festnagelt, siegt wie das Brahmā- und die übrigen Mantras.“ [jihvākolana ist vermutlich für jihvākīlana verschrieben.]
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P4-1227 · 12
„Wissen, Wohlstand, beständiges Glück, Lebensdauer, Söhne und Enkel, die Verwirklichung jeder Königsherrschaft, Ehre, Genuss, Unterwerfung, Gesundheit und Wohlergehen: All dies wird von einem Menschen auf dieser Erde erlangt.“
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P4-1228 · 13
„Welche Japa-Zurüstung von mir vollzogen und gesprochen worden ist, höchste Herrin, zur Zügelung der Bösen: Nimm sie an! Verehrung sei dir.“
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P4-1229 · 14
„Als Brahmā-Waffe ist [dies] bekannt, in den drei Welten schwer zu erlangen. Man soll es einem Guru-Ergebenen geben, nicht jedem Beliebigen.“
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P4-1230 · 15
„Man erinnere sich an jene Bagalāmukhī: gelb gekleidet, zweiarmig, dreiäugig, mit zarten Gliedern, mit Stein und Hammer in der Hand. Das Rezitieren dieses Lobgesangs morgens und mittags bewirkt die Verwirklichung der Aufgabe.“ [śilāmudgarahastām kann auch ein zusammengesetztes Werkzeug, einen Steinhammer, bezeichnen; die Zweigliedrigkeit bleibt unsicher.]
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P4-1231 · 1
Damit endet im Rudrayāmala-Tantra der Lobgesang an Śrī Bagalāmukhī. Nun der Schutztext der Mātaṅgī. Die erhabene Göttin sprach: „Gut, gut, Mahādeva! Erkläre, Herr der Götter, den göttlichen Schutztext der Mātaṅgī, der den Menschen alle Vollendungen bewirkt!“
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P4-1232 · 2
Īśvara sprach: „Höre, Göttin, ich werde den glückverheißenden Schutztext der Mātaṅgī erklären. Er soll geheim gehalten werden, große Göttin; schweigend vollziehe man Japa.“
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P4-1233 · 3
Der Seher dieses Schutztextes der Śrī Mātaṅgī ist Dakṣiṇāmūrti, das Versmaß Virāṭ, die Gottheit Mātaṅgī. Seine Anwendung dient der Vollendung der vier Lebensziele. „Oṃ. Mātaṅginī schütze den Kopf, Bhuvaneśī die beiden Augen, Toḍalā die beiden Ohren und Tripurā mein Gesicht.“ [vadarna ist beschädigt.]
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P4-1234 · 4
„Mahāmāyā schütze am Hals, Māheśvarī ebenso am Herzen. Tripurā schütze an beiden Seiten, Kāmeśvarī an meinem After.“
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P4-1235 · 5
„Ebenso Caṇḍī an beiden Oberschenkeln, Ratipriyā an beiden Unterschenkeln; Mahāmāyā an beiden Füßen, Kuleśvarī an allen Gliedern.“
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P4-1236 · 6
„Vaiṣṇavī schütze stets die großen und kleinen Glieder. Am Brahmarandhra schütze stets die als Mātaṅgī Gegenwärtige.“
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P4-1237 · 7
„Sie, Mahāpiśācinī, schütze stets an der Stirn. Sumukhī schütze an beiden Augen; die Göttin schütze die Nase.“
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P4-1238 · 8
„Mahāpiśācinī schütze danach stets am Gesicht. Lajjā schütze meine Zähne, die mit einem Besen in der Hand die beiden Lippen.“
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P4-1239 · 9
„Am Kinn und an der Halsgegend [schütze] wiederum die Dreizahl des Ṭha-Lautes; mit Visarga versehen, große Göttin, schütze sie stets das Herz.“ [Die Verteilung der drei Laute über die genannten Körperstellen wird nicht näher erklärt.]
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P4-1240 · 10
„Lolā schütze meinen Nabel, Kālikā die Augen. Cāmuṇḍā schütze am Bauch, Kātyāyanī ebenso am Geschlechtsglied.“
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P4-1241 · 11
„Ugratārā schütze am After, Ambikā die Füße. Śarvāṇī schütze die Arme, Caṇḍabhūṣaṇā das Herz.“
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P4-1242 · 12
„Mātṛkā schütze an der Zunge, Puṣṭikā im Osten. Vijayā schütze im Süden, Medhā in Varuṇas Richtung [Westen].“
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P4-1243 · 13
„Im Südwesten schütze Śraddhā; im Nordwesten Lakṣmaṇā. Im Nordosten schütze die Göttin Mātaṅgī, die Heil bewirkt.“ [śraddhayā ist ein Instrumental; die Deutung als Göttinnenname Śraddhā folgt dem Listenaufbau und bleibt grammatisch unsicher.]
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P4-1244 · 14
„Sureśī schütze im Südosten, Bagalā im Norden. Oben schütze die große Göttin, die das Wohl der Götter bewirkt.“
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P4-1245 · 15
„Vaśinī, die Beherrschende, von der Gestalt der Welt, schütze mich stets in der Unterwelt. Praṇava [Oṃ], dann Māyā [Hrīṃ], das Kāma-Bīja [Klīṃ] und Kūrca [Hūṃ] [Fortsetzung folgt].“
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P4-1246 · 16
„Mātaṅginī mit ṅe [Dativendung], Astra [Phaṭ] und bis zur Gattin des Feuers [Svāhā]: Dies ist das Mantra. Die Elfeinhalbsilbige schütze mich stets und überall.“ [Die Quelle gibt die Lautzahl verschlüsselt und mit einem halben Laut an; eine normalisierte Formel wird nicht neu eingesetzt.]
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P4-1247 · 17
„So habe ich dir, Göttin, den höchsten, geheimer als das Geheime Schutztext namens Trailokyamaṅgala erklärt, der selbst für die Götter schwer zu erlangen ist.“
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P4-1248 · 18
„Wer ihn täglich rezitiert, wird zu einer Wohnstätte der Fülle. Er erlangt unvergleichliche höchste Herrschaftsmacht; daran besteht kein Zweifel.“
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P4-1249 · 19
„Wenn man den Guru vorschriftsgemäß verehrt und den Schutztext rezitiert, erlangt man gewiss Herrschaftsmacht, gute Dichtkunst und Vollendung der Rede.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1250 · 20
„Stets vollbringe für ihn Mātaṅgī, die Frau, Heil. Brahmā, Viṣṇu und Rudra sowie die hervorragenden Götter [Fortsetzung folgt].“ [mahilā maṅgalaṃ caret ist in der Beziehung von „Frau“ zu Mātaṅgī mehrdeutig.]
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P4-1251 · 21
„Brahmarākṣasas, Vetālas, Grahas und die übrigen Arten von Wesen werden von Scham ergriffen, wenn sie diesen Praktizierenden sehen, Göttin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1252 · 22
„Wer den Schutztext trägt, erlangt gewiss alle Vollendungen. Auch Könige [gelangen] in Dienerschaft, und er verwirklicht die sechs Handlungen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1253 · 23
„Er ist überall vollendet: Wozu viele weitere Worte? Wer als Mensch Mātaṅgī verehrt, ohne diesen Schutztext zu kennen [Fortsetzung folgt].“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P4-1254 · 24
„Wird kurzlebig, vermögenslos und töricht; daran besteht kein Zweifel. Stets soll man Hingabe an den Guru und einen festen Sinn für den Schutztext pflegen.“
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P4-1255 · 25
„Ihm verleiht die Göttin Mātaṅginī alle Vollendungen.“
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P4-1256 · ohne Nummer
Damit endet im hinteren Abschnitt des Nandyāvarta der Schutztext der Mātaṅginī, der rasch Früchte schenkt. Damit endet der vierte Pariccheda. Damit endet im Tantrasāra, verfasst vom großen hochgelehrten Śrī Kṛṣṇānanda Bhaṭṭācārya, der vierte Pariccheda. [tvariphaladāyinī und praricchedaḥ sind beschädigte Schreibungen; beide Kapitelkolophone bleiben übersetzt erhalten.]
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Weiterführendes Studium
Die Einordnung, Erläuterungen zur Textgrundlage und Grenzen unsicherer Lesarten findest du im Hauptartikel. Die vollständige Übersetzung ermöglicht das Studium im Zusammenhang; die Lehr- und Gebetsauswahl vertieft ausgewählte Themen. Begleitend bietet das folgende Yoga-Vidya-Video eine heutige Erläuterung; es ist kein Kommentar zu jeder historischen Ritualvorschrift.
Siehe auch
- Kularnava Tantra
- Mantramahodadhi
- Sharada Tilaka Tantra
- Prapanchasara Tantra
- Nityotsava
- Shri Vidyarnava Tantra
- Shakta Pramoda
- Mahakala Samhita
- Rudrayamala Tantra
- Kulacudamani Tantra
- Nitya Shodashikarnava
Seminare
Kundalini Yoga
- 06.11.2026 - 08.11.2026 Kundalini Yoga Einführung
Gründliche Einführung in die Theorie und Praxis des Kundalini Yoga, Yoga der Energie. Die praktischen Übungen des Kundalini Yoga umfassen Pranayama (…- Arjuna Wingen
- 13.11.2026 - 15.11.2026 Kundalini Yoga Mittelstufe
Intensives Kundalini Yoga Seminar zur Erweckung der inneren Kundalini Energie, Erweiterung des Bewusstseins und Entfaltung des vollen Potentials. Yoga A…- Manuel Hirning
Indische Schriften
- 26.12.2026 - 02.01.2027 Indische Rituale Ausbildung
Du interessierst dich für indische Rituale? Du hast die einzigartige Gelegenheit, in dieser Rituale Ausbildung bei Yoga Vidya die kleine Puja, große P…- Sukadev Bretz, Shankari Winkelbauer
- 01.01.2027 - 10.01.2027 Yogalehrer Weiterbildung Intensiv A1 - Jnana Yoga und Vedanta
Kompakte, vielseitige Weiterbildung für Yogalehrer rund um Jnana Yoga und Vedanta.
Tauche tief ein ins Jnana Yoga und Vedanta, studiere die indischen S…- Vedamurti Dr Olaf Schönert
Chakras
- 20.11.2026 - 22.11.2026 Heilreise durch die Chakren
Tauche ein in eine transformative Reise durch die sieben Hauptchakren und erfahre, wie du deine Energiezentren aktivieren, ausbalancieren und für dein …- Nese Niekrens, Gajendra Sebastian Niekrens
- 26.12.2026 - 01.01.2027 Kundalini Yoga Intensiv Praxis - Live Online
Intensives Praktizieren der im Mittelstufen-Seminar gelernten Übungen für noch tiefere Erfahrung und Erweiterung des Bewusstseins ohne viel Theorie. L…- Sukadev Bretz, Shaktipriya Vogt, Radharani Birkner
Energiearbeit
- 06.11.2026 - 08.11.2026 Kundalini Yoga Einführung
Gründliche Einführung in die Theorie und Praxis des Kundalini Yoga, Yoga der Energie. Die praktischen Übungen des Kundalini Yoga umfassen Pranayama (…- Arjuna Wingen
- 13.11.2026 - 15.11.2026 Kundalini Yoga Mittelstufe
Intensives Kundalini Yoga Seminar zur Erweckung der inneren Kundalini Energie, Erweiterung des Bewusstseins und Entfaltung des vollen Potentials. Yoga A…- Manuel Hirning