Brihat Tantrasara Übersetzung 3
Brihat Tantrasara Übersetzung 3 – Weitere Vidyās, Anwendungen und Yantra-Weihe. Der dritte Pariccheda des Brihat Tantrasara ergänzt besondere Vidyās, Mantras und Anwendungen. Er enthält unter anderem Abschnitte zu Mañjughoṣa, Durgā, Garuḍa, Hanūmān, Tryambaka und Yoginīs sowie Regeln für die Weihe eines Yantra. Die Zielsetzungen reichen von religiöser Verehrung bis zu historischen Schutz- und Machtvorstellungen.
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Diese Seite enthält die vollständige deutsche Übersetzung von P3-0001 bis P3-0359, einschließlich der zugehörigen Prosa. Die Originalnummern können sich wiederholen; die P-Kennungen sind eindeutig. Unsichere Lesarten und Übersetzungen sind in eckigen Klammern gekennzeichnet. Sanskrit: Brihat Tantrasara Sanskrit 2; Devanagari: Brihat Tantrasara Devanagari 3.
Pariccheda 3: Weitere Vidyās, Anwendungen und Yantra-Weihe
Karṇapiśācī und Mañjughoṣa
P3-0001 · 1
Drittes Kapitel. Nun das Karṇapiśācī-Mantra. In einem anderen Tantra heißt es: „[Die Lautnamen] Karṇa, Āsya, Īkṣaṇa, Lohita, Uraga, Ananta und Cikāra, verbunden mit den Wörtern für Vergangenheit und Zukunft, Bhuvaneśī und der Gemahlin des Feuers: Dies ist das mit Tārā beginnende Mantra. Vyāsa hat es mit 100.000 Wiederholungen verehrt. Durch Hingabe an Paiśācikī erlangt man gewiss bald Allwissenheit.“ [Die zusammengezogene erste Zeile ist beschädigt; die genaue Lautauflösung lässt sich nicht sicher rekonstruieren.]
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P3-0002 · 2
Ein anderes Mantra: „Zweimal kaha, dann kālike; ebenso zweimal gṛhṇa, dann piṇḍaṃ piśāci svāhā. O Geliebte, dieses Mantra wird mit nṛpa-Silben angegeben.“ [Der verständliche Wortteil bedeutet: „O Kālikā, nimm, nimm den Bissen, o Piśācī! Svāhā.“ Die verschlüsselte Silbenzahl nṛpa bleibt unklar.]
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P3-0003 · 3
Die Meditation: „Wir verneigen uns vor jener Paiśācikī: schwarz, rotäugig, dreiäugig, klein und mit herabhängendem Bauch; mit einer Zunge so rot wie eine Bandhūka-Blüte, mit Händen, die Segen und Furchtlosigkeit verleihen, das Gesicht nach oben gewandt; mit verfilzten Haaren wie rauchenden Flammen, mit Schädelschalen in den beiden glänzenden Händen, unstet, allwissend und im Herzen eines Leichnams wohnend.“ [Die zusammengesetzten Handbezeichnungen sind teilweise beschädigt; die genannten Gesten und Schädelschalen stehen beide im Text.]
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P3-0004 · 4
Nun die Verehrung: „Bei Nacht, um Mitternacht, setze man Piśācikī im Herzen ein. Man bringe ein Bali aus verbranntem Fisch dar, verehre sie nachts und wiederhole ihr Mantra.“
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P3-0005 · 5
Mit „Oṃ, Karṇapiśācī, nimm das Bali aus verbranntem Fisch an, nimm es an! Bewirke, bewirke mein Gelingen! Svāhā“ bringe man das Bali aus verbranntem Fisch dar.
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P3-0006 · 6
„Rotes Sandelholz, Bandhūka, Hibiskusblüten und die übrigen vorhandenen Gaben besprenge man mit Wasser unter den Worten: O Herrin der Götter, mache [sie] zu Nektar! Svāhā.“
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P3-0007 · 7
Am Vormittag vollziehe man eine gewisse Zahl von Wiederholungen. Mittags esse man einmal eine fleischlose Mahlzeit und wiederhole nachts ebenso oft. Außer Betel und Ähnlichem darf man nichts Weiteres essen. Das Tarpaṇa umfasst ein Zehntel des Japa: „Oṃ, ich befriedige Karṇapiśācī; hrīṃ svāhā.“ Nachdem man so der Reihe nach das Puraścaraṇa mit 100.000 Wiederholungen ausgeführt hat, bringe man ein Zehntel als Feueropfer dar. Wenn dieses nicht möglich ist, führe man ein Zehntel als Tarpaṇa aus und bitte um einen Segen. Man schreibe das Grundmantra mit rotem Sandelholz und verehre die erwählte Gottheit auf dem Yantra.
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P3-0008 · 8
Nun werden die Zeichen des Gelingens genannt: Wenn man am Himmel hūṃ-Rufe und Ähnliches hört oder die Gestalt einer langen Feuerflamme sieht, erkenne man, dass die Vollkommenheit eintreten wird, und führe die Praxis dementsprechend fort.
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P3-0009 · 9
Ein anderes Mantra: Praṇava, Māyā, „Karṇapiśācī, sprich in mein Ohr! Hūṃ phaṭ svāhā.“ Man gebe Lampenöl an beide Füße und wiederhole nachts 100.000-mal. Danach wird man allwissend. Für dieses [Mantra] gibt es weder [äußere] Verehrung noch Meditation.
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P3-0010 · 10
Ferner: Tārā, Kāma-Bīja, „Jayādevī, svāhā!“ Auch hierbei entfallen der Nyasa des Sehers und die übrigen Nyāsas. Zuerst wiederhole man 100.000-mal, bringe dann eine Hauseidechse zu Fall, verehre darauf Jayādevī nach Vermögen und vollziehe Japa, bis sie lebt [beziehungsweise wieder lebendig wird]. Dann gelingt die Praxis. Das Gelingen besteht darin, dass sie bei einer im Geist oder auf andere Weise gestellten Frage erscheint; dann sieht man auf ihrem Rücken alles Vergangene, Zukünftige und Weitere. [Der Lebensbezug yāvat sā jīvati ist im Zusammenhang nicht völlig eindeutig.]
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P3-0011 · 11
Nun die Mañjughoṣa-Mantras: „Sieg sei Śrī Mañjughoṣa, der die Dunkelheit der Massen geistiger Trägheit vernichtet, über das Meer des Saṃsāra hinüberführt und den Praktizierenden Glück bringt!“
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P3-0012 · 12
Im Āgamottara: „Man nehme den Anfang der Mātṛkā, das Feuer-Bīja, Vāmāṃśa, den Kūrma genannten [Laut], dann Meṣeśa und Mīneśa, verbunden mit dem linken Auge und Indu. Śambhu hat dieses sechssilbige Mañjughoṣa-Mantra verkündet.“ Der Anfang der Mātṛkā ist a; Vāmāṃśa ist der vierte Halbvokal, va; Kūrma ist ca, Meṣeśa la und Mīneśa dha. [Im Vers steht meghesa, in der Erklärung meṣeśa; die verschlüsselte Lautfolge wird entsprechend der Erklärung wiedergegeben.] „Dieses wird als Dīpanī, die entzündende [Form], bezeichnet; nun wird das Grundmantra genannt.“
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P3-0013 · 13
„Aṅkuśa, das Śakti-Bīja, dann das Ramā-Bīja, o Geliebte: Dieses aus drei Bījas bestehende Mantra vernichtet die Dunkelheit geistiger Trägheit. Das Śakti-Bīja, Ramā-Bīja und dann Kāma-Bīja, o Geliebte: Diese aus drei Lauten bestehende Vidyā wird Śrutidharī genannt, die das Gehörte im Gedächtnis bewahrt.“
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P3-0014 · 14
„Ha, auf Feuer gesetzt und mit linkem Auge und Indu geschmückt: O Geliebte, dies wird als die einsilbige Sarvajña-Vidyā, die Vidyā der Allwissenheit, bezeichnet.“ [Die Bestandteile sind verschlüsselte Lautangaben.]
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P3-0015 · 15
„Ob das Mantra für den Praktizierenden als Siddha, Sādhya, Susiddha oder feindlich gilt: Durch Hingabe wird es dennoch heilbringend und schenkt Einsicht.“
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P3-0016 · 16
„Mittags im Wasser, beim Essen auf dem Speisegefäß, auf Kuhdung an einem äußeren Ort, beim Geschlechtsverkehr auf der Brust der Geliebten, im Kuhstall und nachts auf einem Kuhschädel zeichne der vorzügliche Praktizierende sorgfältig mit einem Sandelholzstift ein einer Sanduhrtrommel ähnliches Yantra und die Mantrasilben dreimal oben und unten.“
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P3-0017 · 17
„Zur Vertreibung schreibe man das Yantra (Mantra) besonders auf Kuhhaut. Im Wasser wird man stets siegreich, beim Essen einem großen Herrn gleich; auf Kuhdung wird man redegewandt, im Kuhstall erlangt man Allwissenheit. Auf der Brust [geschrieben] bewahrt man stets das Gehörte im Gedächtnis; auf einem Kuhschädel wird man ein großer Dichter.“
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P3-0018 · 18
„Man mische Kuhurin, die Wurzel des Badarī-Baums, Sandelholz und Staub, wiederhole darüber achtmal [das Mantra] und trage stets ein Tilaka davon. Nachdem man sich verneigt hat, bitte man voller Hingabe um den höchsten Segen. Hat man von ihm den Segen erhalten, bewege man sich nach Belieben.“
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P3-0019 · 19
„Keine Verehrung anderer Gottheiten, kein Bad und kein Aussprechen von Praṇava! Man reinige die Zähne mit dem Gewandsaum oder mit Salz, lege das Nachtgewand nicht ab und sei niemals [rituell] rein. Nachdem der Verständige dies aus dem Mund des Gurus erfahren hat und sorgfältig so verfährt, wird er in einem Monat zum Fürsten der Dichter, in zwei Monaten zum Herrn und in drei Monaten zu einem Menschen, der sämtliche Lehrgebiete kennt.“
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P3-0020 · 20
„Wer einen Sohn wünscht, erhält einen Sohn; wer Vermögen wünscht, reichliches Vermögen. Wer Lebensdauer und Gesundheit wünscht, erlangt alle Wünsche.“
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P3-0021 · 1
[Abbildung 44.] Dann Hand- und Körper-Nyāsa: „Kṣāṃ śāṃ, Verehrung den beiden Daumen!“ Ebenso am Herzen und den weiteren Stellen. Im Tantra heißt es: „O Geliebte, die beiden Laute werden Saṃvartaka und Vakeśa genannt. Mit diesen beiden, versehen mit den sechs langen Vokalen, vollziehe man die sechs Glieder.“ Saṃvartaka ist kṣa; Vakeśa ist śa.
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P3-0022 · 2
Die Meditation: „Ich verneige mich vor Mañjughoṣa: weiß wie der Mond, mit Schwert und Buch in den Händen, überaus schön und friedvoll, ein Jüngling mit fünf Haarbüscheln, mit [großem, vorzüglichem Antlitz], mit Augen so lang wie Lotusblätter, geschickt im Verbrennen verkehrter Einsicht.“ [pṛthutaravaramukhya ist in der Lesart nicht eindeutig.]
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P3-0023 · 3
„Dann vollziehe man die Pīṭha-Verehrung, beginnend mit der tragenden Śakti. Mit Geistern, Verstorbenen und den übrigen [Bestandteilen] bilde man darauf den Pīṭha-Sitz. Mit Verehrung dem Wissensspender! gebe man Fußwasser; ebenso [eine Gabe] dem, der mir Einsicht schafft. Dem Vernichter geistiger Trägheit gebe man Duftstoff, dem Herrn der Yakṣas Arghya. Mit Für den Spender sämtlicher Vollkommenheiten! gebe der Verständige Blumen.“ [Die zweite Gabenbezeichnung fehlt in der überlieferten Zeile.]
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P3-0024 · 4
„Dann nehme man Kunda-Blüten und verehre die Bhairavas: Asitāṅga, Ruru, Caṇḍa, Krodha, Unmatta, Kapālī, Bhīṣaṇa und Saṃhāra, der als achter gilt.“
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P3-0025 · 5
„Dann gebe man Räucherwerk und die weiteren Gaben und nehme die Blumen ab. Mit diesen Blumen verehre man besonders die acht Yakṣiṇīs: Surasundarī, Manohāriṇī, Kanakāvatī, Kāmeśvarī, Rati, Padminī, Naṭī und Anurāgiṇī. Diese Yoginīs sind jeweils mit dem Hṛllekhā-Bīja am Anfang zu verehren.“ [Einige Namen sind in der Quelle unregelmäßig verbunden; die achtteilige Aufzählung ist entsprechend getrennt.]
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P3-0026 · 6
„Nachdem man so den Herrn der Götter verehrt hat, wiederhole man das Mantra 600.000-mal. Mit in Ghee getränkten Kunda-Blüten bringe man 1.100 Gaben im entzündeten Feuer dar, in der Wildnis oder im Haus der Ahnen [auf dem Verbrennungsplatz]. So wird der Mantrakundige mit wirksamem Mantra ein großer Herr der Yogins.“
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P3-0027 · 7
Im Kukkuṭeśvaratantra: „Pārvatī befragte Śaṅkara, den höchsten Herrn, den Gott der Götter und Lehrer der Welt, der bequem auf dem Rücken des Meru saß.“
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P3-0028 · 8
Śrī Pārvatī sprach: „Erhabener, Kenner aller Pflichten, [bewandert] in sämtlichen Lehrschriften und Āgamas, beschreibe mir Mañjughoṣa, der in der Welt die gewünschten Ziele verleiht.“
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P3-0029 · 9
„Was insbesondere wiederholt man, damit Menschen den Rang eines Dichters erlangen? [Nenne] das Mantra, das sämtliche Wünsche und das Gelingen des Geistes verleiht, den Verehrern ihre Wünsche erfüllt und einem weiteren wunscherfüllenden Baum gleicht.“
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P3-0030 · 10
Śrī Śaṅkara sprach: „Höre, Göttin, das große Mantra, das den Praktizierenden Glück bringt. Wer es kennt, wird selbst mit trägem Verstand gewöhnlich Vācaspati gleich.“
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P3-0031 · 11
„Das Mantra, verbunden mit Körper-Nyāsa, Hand-Nyāsa und äußerem Nyāsa, verleiht durch Japa Vollkommenheit, auch ohne Feueropfer, Verehrung und die übrigen Handlungen.“
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P3-0032 · 12
„Der Praktizierende vollziehe vorschriftsgemäß Japa oder lasse es vollziehen. Er erlangt Allwissenheit; wahrlich, wahrlich, o Pārvatī!“
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P3-0033 · 13
„So viele Gesichter Kārttikeya besitzt, so viele Hunderttausende Male wiederhole man das Mantra. Auch er wird dann in sämtlichen Lehrgebieten dem erhabenen Bṛhaspati gleich.“ [Kārttikeya wird gewöhnlich mit sechs Gesichtern dargestellt: 600.000 Wiederholungen.]
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P3-0034 · 14
Śrī Pārvatī sprach: „Wer ist hier der Seher, welches das Versmaß, welche Gottheit wird verehrt? Über wen soll man meditieren? Sage mir dies alles, du den Verehrern Zugewandter!“
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P3-0035 · 15
Īśvara sprach: „Der Seher heißt Bṛhadāraṇyaka, das Versmaß ist Virāṭ. Er selbst, Mañjughoṣa genannt, verleiht durch die Gabe der Hingabe Befreiung.“
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P3-0036 · 16
„Man meditiere über ihn in Bhairava-Gestalt und wiederhole das Mantra mit ungeteilter Aufmerksamkeit. Dann verleiht das Mantra Befreiung; daran soll kein Zweifel bestehen.“
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P3-0037 · 17
„Ich werde dort die Meditation über den großherzigen Bhairava beschreiben. Höre meine Darlegung, wie man meditiert und das Mantra wiederholt.“
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P3-0038 · 18
„O Maheśānī, aus dem Wunsch nach deinem Wohl werde ich der Reihe nach die sattvische, die rajasische und anschließend die tamasische Meditation beschreiben.“
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P3-0039 · 19
„Man meditiere über die sattvische Gestalt, die sofort Vollkommenheit bewirkt, und vollziehe Japa. Sie verleiht den Praktizierenden Vollkommenheit und den Verehrern das Ersehnte.“
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P3-0040 · 20
„O Göttin, diese Bildung des Mantras ist selbst in den drei Welten schwer zu erlangen. Sie darf nicht öffentlich gemacht werden, ist höchst geheim und darf nicht jedem Beliebigen gegeben werden.“
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P3-0041 · 21
„O Geliebte, ich werde die Bildung des Mantras beschreiben, geheimer als das Geheime. Das sechssilbige Mantra in Gestalt von Viṣṇu, Agni, Pāśin, Śaśin und den weiteren [verschlüsselten Lauten] wurde zum Glück der Welten verkündet. Es bringt Allwissenheit und Redegewandtheit in Versammlungen hervor; dem, der sich Veden und Vedānta widmet, verleiht es Vermögen.“ [Die Lautverschlüsselung caladhīsvarūpa ist beschädigt.]
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P3-0042 · 22
„Wenn der Praktizierende das erste Mantra zehntausendmal wiederholt und die Bali-Opferspeise isst, wird er geradezu einem zweiten Bṛhaspati gleich.“
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P3-0043 · 23
„Wer als Mensch einen Monat lang Puraścaraṇa ausführt, aus dessen Mund strömt eine von poetischem Empfinden erfüllte Rede. Nach drei Monaten beständiger [Praxis] ist er ein Dichter, ohne Zweifel.“
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P3-0044 · 24
„Auf einem Kuhschädel, auf dem Rücken einer Kuh, auf einem Cakra oder auf Kuhdung schreibe man zuerst das Mantra ins Yantra und wiederhole dann das Mantra erneut.“
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P3-0045 · 25
„Zuerst führe man allein die Meditation aus; der Verständige vergegenwärtige [die Gottheit] längere Zeit. An einem einsamen Ort wiederhole man mit gesenktem Gesicht das Mantra.“ [japennanmatram ist beschädigt.]
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P3-0046 · 26
„Am Vollmondtag beginnend verehre man mit 108 Kunda-Blüten und wiederhole das Mantra an einer Kreuzung von vier Wegen.“
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P3-0047 · 27
„Nach Besteigen des Dreischädelsitzes wiederhole der Regelkundige um Mitternacht mit offenem Haar das Mantra sechs Monate lang, nachdem er [die Vorschrift] eingehalten hat. Er wird als Redner Bṛhaspati gleich; daran soll kein Zweifel bestehen.“ [yati kṛtvā ist unklar.]
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P3-0048 · 28
„Ein Hundeschädel, ein Schakalschädel und ein Stierschädel: Dies ist der bekannte Dreischädelsitz, der den Praktizierenden Glück bringt.“
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P3-0049 · 29
„Man bilde den Sitz auf dem Kuhschädel, mit dem Hundeschädel links und dem Schakalschädel rechts, und führe die Verehrung aus.“
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P3-0050 · 30
„Man zeichne ein deutlich halbmondförmiges Yantra, einer jungen Mondsichel gleich; darin verehre man mit Kunda-Blüten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0051 · 31
[Abbildung 45.] „Mit der linken Lotushand [vollziehe man] Japa und Verehrung, beim Verfahren der Liebesvereinigung dagegen mit der rechten. Am Rand einer Kreuzung von vier Wegen, auf dem Kopf eines Stiers sitzend, meditiere man über [die Gestalt], weiß wie die frostigen Strahlen des Vollmonds.“
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P3-0052 · 32
„Auf den Köpfen von Hund und Schakal sitzend, vergegenwärtige [der Praktizierende ihn], verehre mit Kunda und vollziehe reichlich Japa. Dann bereite man auch auf Kuhhaut ein nur sechseckiges Cakra mit frischem Safran und Rocanā.“ [Die erste Satzhälfte ist teilweise beschädigt; rasa bezeichnet als Zahlwort sechs.]
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P3-0053 · 33
„Man fertige es nach dem linken Verfahren auf einem einsamen Verbrennungsplatz und verehre mit frischen, im Wald gewachsenen Palāśa-Blüten. Inmitten der Scheibe des Vollmonds vergegenwärtige man einen weißen Jüngling mit einem vorzüglichen Schwert in der Hand.“
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P3-0054 · 34
„Mit üppigem offenem Haar, einem vorzüglichen Buch, nackt und mit Augen so lang wie rote Lotusblätter: [Über ihn meditierend] vollziehe man Japa. Nachts nehme man im Haus eines Ariṣṭa [Name beziehungsweise unklarer Ort] sorgfältig mit der handflächenzarten Hand Öl.“
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P3-0055 · 35
„Man bringe ihm eine damit bestrichene Kāñcana-Blüte dar und vollziehe reichlich Japa. Am Fuß eines Kiṃśuka- oder Akṣoḍa-Baumes bestreiche man beide Füße mit dem Nektar des Mundes [Speichel].“ [tasyai ist im Text feminin; die Baumfolge ist unregelmäßig.]
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P3-0056 · 36
„Nur auf dem Dreischädelsitz sitzend vollziehe man nachts am Vollmondtag Japa nach Vermögen. Unter einem Lakuca-Baum, auf einem einzelnen Schädel sitzend, vergegenwärtige man um Mitternacht [die Gestalt], weiß wie Mondstrahlen. Wenn selbst ein geistig Träger dieses Mantra 300.000-mal wiederholt, wird er in der Welt geradezu Bṛhaspati; dies ist kein Wunder.“
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P3-0057 · 37
„Wer nach dem Essen am Fuß einer Bananenstaude auf einem mit ausgebreiteten Blumen bereiteten Sitz Platz nimmt und beim Aufgang eines einzigen Mondes [beziehungsweise bei Neumondbeginn, Lesart unklar] die Verehrung ausführt, wird hier ein unbesiegbarer Herr der Rede.“ [ekāvidhūdgama ist nicht sicher deutbar.]
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P3-0058 · 38
„Wer die Zunge mit den eigenen Lotushänden abwischt, im Kuhstall mit hunderten Rāsnā-Blüten verehrt und täglich Japa bis zu insgesamt 600.000 Wiederholungen vollzieht, besiegt selbst Īśa; dass er Vākpati besiegt, ist dann erst recht kein Wunder.“
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P3-0059 · 39
„Wer um Mitternacht am Vollmondtag auf dem Holz eines Wäschers steht und mit einem Schwert versehen Japa vollzieht, aus dessen Mund strömt, auch nach einem ganzen Monat [solcher Praxis], machtvoll eine Rede wie Nektar.“ [Die Verbindung der Zeitangaben ist syntaktisch unregelmäßig.]
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P3-0060 · 40
„Wer die Zähne mit Karañja-Holz reinigt, dem ist auch die Rede Bṛhaspatis gewiss leicht zugänglich.“
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P3-0061 · 41
„Der verständige Mantrakundige bringe sorgfältig mit Sesamöl, Kunda- und weißen Wasserlilienblüten Feueropfer dar; er erlangt sämtliche Vollkommenheiten.“
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P3-0062 · 42
„Aus Mañjiṣṭhā, Toyada, Vacā, der Wurzel von weißem Bhānu und Kuṣṭha in gleichen Anteilen, vermischt mit Blut des eigenen Körpers, bereite man ein Tilaka auf der Stirn. Wer so Japa vollzieht, wird beim Erwachen des Wissens einem neuen Bṛhaspati gleich.“ [Die Pflanzenbezeichnung sitabhānu ist nicht sicher bestimmbar; die übrigen Pflanzennamen bleiben als solche erhalten.]
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P3-0063 · 43
Auch im Bhairavatantra: „O Geliebte, höre das makellose Mantra namens Mañjughoṣa, das Vermögen und Nachkommenschaft schenkt, schön ist und Allwissenheit und Redegewandtheit verleiht.“
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P3-0064 · 44
„Es ist die Wurzel fehlerloser Dichtkunst und verleiht überall schöpferische Eingebung.“
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P3-0065 · 45
Die Göttin sprach: „Erhabener, Herr der Girijā, erzähle es angemessen: Wer ist dieser Mañjughoṣa, wie ist er beschaffen, und worin besteht seine Praxis?“
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P3-0066 · 46
Īśvara sprach: „O Göttin, höre meine Worte; daran soll kein Zweifel bestehen. Der Gott Mañjughoṣa bin ich selbst, o Göttin, ohne Zweifel.“
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P3-0067 · 47
„Ich bin der eine Śaṅkara, o Göttin, der selbst vielfältige Gestalten trägt. Höre nun von mir seine Praxis in Wahrheit.“
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P3-0068 · 48
„Das wesentliche Mantra hat sechs Silben und vernichtet sogleich verkehrte Einsicht. Seine Wiederholung ist bis zu 600.000-mal auszuführen; es wird von den Göttern ersehnt.“
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P3-0069 · 49
„Durch Japa während dreier Monatshälften wird ein Mensch redegewandt, o Göttin. Ihm entstehen vorzügliche Dichtkunst und eine Eingebung, die die Welt besiegt.“
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P3-0070 · 50
„Wer drei Monate lang Japa vollzieht, [wird ein Gelehrter], ob er gelehrt oder ungelehrt ist. Wer sechs Monate lang Japa vollzieht, wird allwissend und von scharfem Verstand.“
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P3-0071 · 51
„Nach einem Jahr entstehen sämtliche Vollkommenheiten, wahrlich, o Herrin. Seine Nahrung ist menschlicher Kot, seine Opferspeise der Schmutz der Augen. Man gebe ihm Urin als Fußwasser; der Duftstoff entsteht aus Kot und Khadira. Die Blätter des Waldgewächses sind gewiss seine Blumen. Rizinuswurzeln und Baumwollsamen werden als Arghya bezeichnet; durch Darbringung eines Tuṇḍakī-Stängels entsteht die Gabe zur Mundspülung.“ [Die genaue Pflanzenart āraṇyaka und tuṇḍakī ist nicht bestimmbar.]
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P3-0072 · 52
„O große Göttin, ich werde die Meditation beschreiben, die sämtliche Vollkommenheiten verleiht: Ich verneige mich vor Mañjughoṣa, weiß wie der Mond, mit Schwert und Buch in den Händen, überaus schön und friedvoll, ein Jüngling mit fünf Haarbüscheln, mit [großem, vorzüglichem Antlitz], mit Augen so lang wie Lotusblätter, geschickt im Verbrennen verkehrter Einsicht.“ [pṛthutaravaramukhya ist nicht eindeutig.]
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P3-0073 · 53
„Ich werde die Bildung des Mantras durch die Unterweisung in der Verneigung darlegen. Höre, hochbegnadete Göttin: Im Kali-Zeitalter verleiht es sofort Frucht.“
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P3-0074 · 54
„Das wesentliche Mantra verleiht sämtliche Ziele und hat die Gestalt des Gefügigmachens; makellos, jenseits der Eigenschaften, wesentlich, mit Eigenschaften ausgestattet und alle Wünsche erfüllend. Vor diesem heilbringenden Herrn verneige ich mich; vor Mañjughoṣa verneige ich mich.“
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P3-0075 · 55
„Vor dem Herrn der Sonne, der höchsten Essenz, den Brahmā und die übrigen Götter preisen, dem Roten, mit Rajas versehenen Mañjughoṣa verneige ich mich.“
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P3-0076 · 56
„Die Kundigen erkennen ihn weder durch Worte noch durch den Körper. Vor diesem Friedvollen, mit Tamas versehenen, in gelbe Gewänder Gekleideten verneige ich mich.“
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P3-0077 · 57
„Die Götter fallen ihm zu Füßen, um die Dämonen zu besiegen; das Lebewesen fällt ihm zu Füßen, um Einsicht zu erlangen. Vor ihm verneige ich mich.“
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P3-0078 · 58
„Die Götter erkennen seine Wirklichkeit durch Sattva nicht. Vor dem freudigen Mañjughoṣa, der die Essenz von allem ist, verneige ich mich.“
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P3-0079 · 59
„Vor dem Herrn der Einsicht und Herrn des Alls, dem Grund von Erkenntnis und Weiterem, dem Ganzen und Fruchtlosen, dem Heilspender, verneige ich mich.“ [niṣphala, „fruchtlos“, ist die überlieferte Lesart; möglicherweise ist niṣkala, „unteilbar“, gemeint.]
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P3-0080 · 60
„Der Seher ist Kaṇva, das Versmaß Paṅkti; die Glieder [werden] mit den sechs Silben [gebildet]. Man gebe nach Vermögen eine Ehrengabe, damit der Guru zufrieden ist.“
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P3-0081 · 61
„Schon durch die Zufriedenheit des Gurus tritt sicher Vollkommenheit ein. Den Vater soll man bei der Einweihung nicht zum Guru machen, o Pārvatī. Solange [dies dauert], ist der Sohn unglücklich und der Vater gelangt in die Hölle.“ [yāvat kārla ist beschädigt.]
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Tāriṇī und Sarasvatī
P3-0082 · 62
Nun der Tāriṇī-Kalpa. Im Tāriṇītantra: Īśvara sprach: „Höre, Tochter des Berges, die höchste Vidyā, die geistige Trägheit vernichtet, die Frucht der vier Lebensziele und sämtliche Vollkommenheiten verleiht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0083 · 63
„Der erste Laut der Gruppe, mit Feuer verbunden, mit dem linken Auge geschmückt sowie mit Nāda und Bindu versehen, verleiht Reichtum und Vollkommenheit. Dann Caturmukha, o Göttin, geschmückt mit la, mit dem vierten Vokal und mit dem Mondstück, o Geliebte: Dieses große Bīja verleiht die Frucht der vier Lebensziele. Dann spreche man kṛṣṇa und devī, füge hrīṃ hinzu und nehme den Laut vor kha, versehen mit ī, repha und ma. Danach spreche man Vāgbhava; so bilde man dieses Mantra. O Göttin, dies wird als das neunsilbige Mantra Tāriṇīs bezeichnet.“ [Die folgende Nyāsa-Prosa gibt krīṃ klīṃ kṛṣṇadevi hrīṃ krīṃ aiṃ an; kṛṣṇadevi bedeutet „O dunkle Göttin!“.]
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P3-0084 · 64
„Diese selbst ist die Mahāvidyā, die im Himmel und in der Menschenwelt schwer zu erlangen ist. Die Göttin verleiht die acht Vollkommenheiten und die Frucht der vier Lebensziele.“
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P3-0085 · 65
„Eine dieser gleiche Vidyā, ein diesem gleiches Mantra und eine dieser gleiche Vollkommenheit hat es nicht gegeben und wird es nicht geben.“
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P3-0086 · 66
„O Göttin, wer diese Vidyā erhält: Was wird ihm nicht zuteil? Bald erlangt er eine Rede, die in Prosa und Versen erfreut. Schon durch das Wissen um die Vidyā wird er rasch ein gewandter Dichter, ohne Metrik, ohne Lautlehre und ohne Übung, o Pārvatī.“
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P3-0087 · 67
„Ohne Wissen, ohne Anstrengung und selbst ohne Umgang mit einem Dichter entsteht auf seiner Zunge eine Dichtkunst, gestaltet aus poetischem Empfinden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0088 · 68
Die Verehrungspraxis: „Zuerst nehme man Wasser und wasche die Füße. Nach zweimaliger ritueller Mundspülung binde man den Haarknoten und reinige dann den Boden.“
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P3-0089 · 69
„Nachdem man die Hindernisse vertrieben hat, reinige man die Blumen. O Herrin der Götter, danach reinige man beide Hände mit dem Waffenmantra.“
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P3-0090 · 70
„Man verneige sich vor den Gurus und Gaṇapati und führe die Elementereinigung aus. Im Svādhiṣṭhāna befindet sich das Vāgbhava-Bīja, das sämtliche Vollkommenheiten verleiht. Mit den daraus entstehenden Feuerkräften verbrennen die Wissenden den Körper.“
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P3-0091 · 71
„Mit dem aus hrīṃ entstandenen Wind vertreibe man den Aschehaufen. An der Stirn [vergegenwärtige man] das Kāma-Bīja; mit dem daraus entstehenden Nektar überflute man die Knochen und lasse sie dann fest werden. Der Praktizierende vergegenwärtige sein Selbst unbefleckt, jenseits der Eigenschaften, rein und aus Gottheit bestehend, den Körper von sämtlichen Sünden befreit. Nach der Reinigung des Körpers führe er Atemregelung aus.“
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P3-0092 · 72
„Mit dem ersten Bīja des Grundmantras führe man dreimal Atemregelung aus. Höre dann, o Göttin, den Mantra-Nyāsa, der dem Mantra Vollkommenheit verleiht.“
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P3-0093 · 73
„Śaṅkara wird als Seher genannt, Bṛhatī als Versmaß. Tāriṇī wird als Gottheit genannt, hrīṃ als Bīja, Vāgbhava als Śakti. So setze man den Seher und die weiteren Zuordnungen ein.“ Das Verfahren: am Kopf „Verehrung dem Seher Śaṅkara!“, am Mund „Verehrung dem Versmaß Bṛhatī!“, im Herzen „Verehrung der Gottheit Tāriṇī!“, im Genitalbereich „Hrīṃ, Verehrung dem Bīja!“, an den Füßen „Verehrung der Vāgbhava-Śakti!“
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P3-0094 · 74
Dann Hand- und Körper-Nyāsa: „Krīṃ, Verehrung den beiden Daumen! Klīṃ, den beiden Zeigefingern, svāhā! Kṛṣṇadevi, den beiden Mittelfingern, vaṣaṭ! Hrīṃ, den beiden Ringfingern, hūṃ! Krīṃ, den beiden kleinen Fingern, vauṣaṭ! Aiṃ, den Handflächen und Handrücken, phaṭ!“ Ebenso am Herzen und den weiteren Stellen. Auch bilde man die sechs Glieder mit dem Bīja.
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P3-0095 · 75
„O Göttin, man setze Dharma und die übrigen [Stützen] ein, dann Adharma und die übrigen [Gegenteile]; danach setze man diese der Reihe nach übereinander und in der Mitte ein. Man nenne den wunscherfüllenden Baum und vergegenwärtige danach das Edelstein-Pīṭha. Nach dem Nennen des Leichnams [setze man] darüber eine Schädelschale. In den vier Richtungen setze man, o Göttin, einen Scheiterhaufen mit Feuer ein. Auf dem achtblättrigen Herzlotus setze man dann die acht Śaktis ein: Durgā, Jayā, Medhā, Vijayā, Suprabhā, Kālī, Gaurī und Śivā; diese gelten als die acht Śaktis.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0096 · 76
„Dann setze der Verständige im eigenen Körper die fünf Yonis ein. Am rechten Haaransatz setze man Yonivīrā ein, am linken Yoniviśvā; an der Nasenwurzel, o Herrin der Götter, Yonirūpā. Yonikāmā und Yonihārā [setze man] an den beiden Augen, rechts und links, ein; Yonirūpā an den Lippen, zur Erfüllung sämtlicher Wünsche und Ziele. An den Mundwinkeln, rechts und links, und am Kinn, o große Göttin, setze der vorzügliche Praktizierende Yonichāyā, Yonikāmā und danach Yonirūpā ein. Am rechten Armansatz, ebenso links und im Herzen, o Schönangesichtige, vergegenwärtige der Verständige Yonicintā, Yoninityā und Yonirūpā. An den beiden Brüsten und in der Nabelregion vergegenwärtige er stets die Yoni-Stätte; dort setze er Yonisiddhā, Yonividdhā und Yonirūpā ein. Diese Namen werden von den Kundigen mit Dativendung und namaḥ am Ende gesprochen. Danach meditiere man mit ganz festem Geist über die Göttin im Körper-Pīṭha.“ [„Fünf Yonis“ steht trotz der umfangreicheren Aufzählung im Text; yonivīrā ist aus der getrennten, beschädigten Lesart yo na vīrā gelesen.]
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P3-0097 · 77
Er nennt die Meditation: „Schwarz, mit herabhängendem Bauch, furchtbar, geschmückt mit Schlangenohrringen; mit rotem Gesicht, heraushängender Zunge und rotem Gewand an der Hüfte, mit vollen, erhobenen Brüsten, gewaltig, von einer großen Schlange umschlungen. Auf einem Leichnam, o Herrin der Götter, und darüber auf einer Schädelschale [sitzt sie], in die Betrachtung der Nasenspitze vertieft, äußerst schrecklich und Segen spendend. Vierarmig, langhaarig, hält sie im oberen rechten Arm einen Lotus, im oberen linken ein Trinkgefäß. Mit den unteren rechten und linken Händen zeigt die Göttin Segen und Furchtlosigkeit; aus dem Trinkgefäß trinkt sie einen Blutstrom, o Sadāśivā. Die ewige, in den Bergen wohnende Göttin verleiht sämtliche Vollkommenheiten; sie hat drei Augen und trägt eine Schlange als heiligen Faden. Ihre Nase, Beine, Glieder und Zunge sind lang; ihre drei Augen sind Mond, Sonne und Feuer.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0098 · 77ka
„Die Göttin vernichtet die Feinde, ist überaus furchtbar und spendet Segen. Ihr Kopf ist mit Tigerfell gebunden; sie macht die drei Welten sichtbar. Sie schafft den Praktizierenden Glück und erregt Angst in allen Welten. Vor der so beschaffenen großen Göttin Tāriṇī verneige ich mich.“ Nachdem man so meditiert und mit geistigen Gaben verehrt hat, stelle man das Muschelgefäß wie bei Tārā auf.
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P3-0099 · 78
Ihr Verehrungs-Yantra: „O Herrin der Götter, man fertige das Yantra und setze das Mantra in die Mitte. Dann zeichne man mit rotem Sandelholz acht Blätter; außerhalb zeichne der vorzügliche Praktizierende weitere acht Blätter. In die Mitte des Yantras zeichne man zwei Feuerkreise [beziehungsweise Feuerdreiecke]. Auf das östliche Blatt schreibe man das erste Bīja, auf das südliche das zweite, auf das westliche das dritte. Auf das nördliche Blatt, o Göttin, schreibe man phaṭ und Vāṇī. [Das Yantra] hat vier Tore und acht Donnerkeile.“ [vahni-maṇḍala kann je nach Diagrammkonvention Dreiecke bezeichnen.]
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P3-0100 · 79
Man verehre dort das Pīṭha mit dem zuvor genannten Mantra, meditiere wie zuvor, rufe die große Göttin dort herbei und verehre sie unter Aussprechen des Mantras. [Abbildung 46.] „Nachdem man Pārvatī mit den sechs Gliedern verehrt hat, o Herrin der Götter, verehre man Kṣetrapāla, Bhairava, Gaṇanātha und Mahāntaka an den vier Toren. Auf den acht Blättern, beginnend im Osten, verehre der Praktizierende diese: Aṇimā, Anaṅgamadanā, Laghimā, Madanāturā, Anaṅgakusumā, Aṣṭakarṇikā und Kapālikā, o Herrin der Götter; danach auch die acht Yoginīs. Auf den sechzehn Blättern verehre man die Dienerinnen: Sukhadā, Mokṣadā, Bhuktidā, Bhogadā, Muktidā, Siddhidā, Kāmadā, Dhanadā, Kṣemadā, Śivadā, Varadā, Ātmadā, Yogadā, Bhogadā, Bhaktidā und Sarvasiddhidā. Am Osttor verehre man die acht Vollkommenheiten, beginnend mit Aṇimā; am Südtor, o Göttin, die zehn Feuer-Kalās; am Westtor die Mond-Kalās, am Nordtor die Sonnen-Kalās. Man verehre mit den sechs Gliedern und dann die Waffen. O Herrin der Göttergötter, diese Namen werden mit Dativendung und namaḥ am Ende gesprochen; sie werden als sämtliche Vollkommenheiten verleihend beschrieben. [Man verehre] mit vielerlei Blumen, mit rotem Sandelholz bestrichen, und mit roten Blumen, versehen mit verschiedenen Duftstoffen, o große Göttin.“ [In der ersten Gruppe sind nur sieben Namen ausdrücklich lesbar; die zweite nennt Bhogadā zweimal. Beide Besonderheiten sind erhalten.]
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P3-0101 · 80
„Mit Bilva-Blättern, Duftstoffen, besonders Hibiskusblüten, weißen und roten Palāśa-Blüten, Oleander und Marūvaka, mit Bilva-, Kunda- und schönen Gewürznelkenblüten, Aparājitā, Campaka und Keśara verehre man die ewige Tāriṇī, o große Göttin. Ebenso verehre man sie mit Mālatī- und Vaka-Blüten samt Dūrvā, mit Kadamba, weißen Blumen, Safran und Kāñcana. Nachdem man so mit diesen Stoffen verehrt hat, o große Herrin, wiederhole man das Mantra 100.000-mal, von opfergeeigneter Speise lebend und mit beherrschten Sinnen.“ [Dieser Vers trägt intern die Nummer 79-ka.] Nun der Sārasvata-Kalpa. Nārada sprach: „Durch welches Mittel, Herr der Götter, entsteht Wissen bei den Menschen und wird die Kenntnis der Veden offenbar? Sage mir dies, Herr der Welt!“
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P3-0102 · 81
Brahmā sprach: „Gut, gut hast du gefragt, zum Wohl der Welten! Ebendies fragte ich einst am Anfang des Kalpa Viṣṇu.“
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P3-0103 · 82
„Was er mir mit gnädigem innerem Selbst in der Gestalt des Brahman-Lautes sagte, o Brahmane, werde ich dir sorgfältig darlegen.“
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P3-0104 · 83
Der Erhabene sprach: „Höre, Brahmā, meinen höchst geheimen Sārasvata-Kalpa. Schon durch sein Verständnis wird geistige Trägheit beseitigt.“
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P3-0105 · 84
„Sämtliche Lehrgebiete werden offenbar und man wird bald allwissend. Durch Übung werden die Worte eines Menschen wahrlich kunstvoll.“
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P3-0106 · 85
„Die Götter erlangten [dadurch] umfassende Macht, Bṛhaspati die Herrschaft über die Rede. Auch der Weise Dvaipāyana wurde, nachdem er es erkannt hatte, zum Vedavyāsa.“
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P3-0107 · 86
„Ich werde die Bildung des Mantras samt Verehrung seiner Glieder und Umkreisgottheiten beschreiben: Ananta, verbunden mit Bindu, geschmückt mit dem Abschluss der linken Wange. Man wiederhole es 1.200.000-mal; selbst ein Stummer wird zum Herrn der Rede.“ [Verschlüsselte Bīja-Bildung; die Vokalzuordnung ist in dieser Lesart nicht sicher.]
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P3-0108 · 87
„Der Verständige meditiere am Nabel über einen reinen zehnblättrigen Lotus. In seiner Mitte vergegenwärtige der Mantrakundige lange die drei Maṇḍalas. Er meditiere über einen Edelsteinthron und dann über eine aus Mondlicht bestehende Farbe. Darauf meditiere er über die Göttin Vāgīśvarī.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0109 · 88
„Die Göttin gleicht dem Glanz von Perlen und entfaltet ein Netz von Mondlicht. Weiß, mit Perlenketten geschmückt und mit einer Mondsichel geziert, zeigt sie mit den rechten Händen die Erklärungsgeste und eine Laut-Gebetskette. In den linken hält sie ein mit Nektar gefülltes Gefäß und ein göttliches Buch. Sie hat volle Brüste, ist in der Mitte schlank, klar und mit vielerlei Edelsteinen geschmückt. Nachdem man so über sie als vom eigenen Selbst ungetrennt meditiert hat, verehre man sie der Reihe nach.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0110 · 89
„Mit dem ersten [Bīja], versehen mit den langen Vokalen, bilde man die Glieder an den Händen. Ebenso führe man am Herzen und den weiteren Stellen die Gliederhandlung mit dem Bīja aus. Der Lehrer setze das Bīja zwischen den Brauen, am Nabel, im Genitalbereich und erneut im Unterleib ein, dann den durchdringenden Nyāsa. Für die Verwirklichung des Gottheitszustands führe man am Körper den Pīṭha-Nyāsa aus. Man verehre sorgfältig das für die Mātṛkā beschriebene Pīṭha, bilde den Sitz aus dem Laut-Lotus und die Gestalt mit dem Grundmantra. Dann rufe man die Göttin Vāgīśvarī darin herbei und verehre sie.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0111 · 90
„Der erste Umkreis besteht aus den Gliedern, der zweite aus den Śaktis. An den Blattspitzen verehre man Brāhmāṇī und die übrigen vorschriftsgemäß. Außen sind die Welthüter zu verehren, außerhalb davon ihre Waffen. So verehre der Mantrakundige, stets Japa und Verehrung zugewandt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0112 · 91
„Durch 1.200.000 Wiederholungen erlangt der Redegewandte sicher Dichtkunst. Morgens wiederhole er tausendmal und trinke Brāhmī mit Vacā. Der Einsichtsreiche vergisst selbst die gehörten Veden und Āgamas nicht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0113 · 92
„Bis zum Hals im Wasser stehend meditiere man in der Sonnenscheibe über die Göttin, einem Lichtbündel gleich, mit ihrem Gefolge, mit Segen und Furchtlosigkeit und mit Mudrā und Buch in den Händen. Wer sechs Monate lang mit beherrschten Sinnen jeweils tausendmal Japa vollzieht, erlangt gewaltige Vollkommenheit der Rede und wird der Erste unter den Dichtern.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0114 · 93
„Nun werde ich die höchste Anwendung beschreiben, die geistige Trägheit vernichtet. Man erhebe sich im letzten Teil der Nacht, werde rein und gesammelt, vergegenwärtige sich selbst und den Guru in reiner Gesinnung und denke die ganze Welt von deren Lichtfülle durchdrungen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0115 · 94
„Man erwecke mit der Śakti die schlafende Göttin Kuṇḍalī, die höchste Gottheit im Mūlādhāra, und durchbreche der Reihe nach die Cakras. Dann führe man sie zu Paraśiva und lasse sie den Nektar erlangen. Man durchbreche den oberen Knoten und [vergegenwärtige] sie als Lampenflamme, durch ihre eigene Bīja-Śakti aufstrahlend, von höchstem Selbstwesen, als Laut-Brahman und unbeweglich. Danach denke man den Körper von ihrer Lichtfülle durchdrungen. Wiederholt man ein Jahr lang täglich tausendmal, wird der Mantrakundige einem zweiten Vācaspati gleich. Er kennt die Bedeutungen der vielfältigen Lehrgebiete, Metrik, Poetik, Logik und weitere; durch die Kraft der Erkenntnis entstehen Dichtkunst und überragende Gelehrsamkeit.“ [saudhī und jitvā sind in der Quelle unregelmäßig; die Einzelverbindung ist unsicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0116 · 96
„Noch einen auf Erden schwer zugänglichen Yoga werde ich beschreiben: Man vergegenwärtige im Nabel-Cakra die sanfte Göttin von roter Gestalt, mit Leinen um die Hüften und rotem Schmuck, göttlich, Schlinge und Elefantenhaken haltend, mit Segen und Furchtlosigkeit. Mit ihrem Nektar vermehrenden Blick erfüllt sie die Wünsche. Nachdem man so meditiert hat, wiederhole man als Mensch vorschriftsgemäß 100.000-mal. Der Brahmane bringe dann mit roten Wasserlilien, bestrichen mit den drei Süßstoffen, Feueropfer dar. Darauf befriedige man die Göttin mit Ghee und Milch und bringe ein Bali aus Milchreis und in Honig getränktem Joghurtgebäck dar. Wer diese Vorschrift ausführt, wird geradezu Vaiśravaṇa gleich.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0117 · 96
„Mit weißem Senf und den drei Süßstoffen als Feueropfer macht man die Welt gefügig. Durch ein Lotus-Feueropfer erlangt man großen, mächtigen Wohlstand.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0118 · 97
„O Göttin, für die Herzens-Vidyā ist nichts schwer zu erlangen. Sie wurde aus Liebe offenbart und darf nicht jedem Beliebigen gegeben werden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0119 · 98
„Diese geheime Ursache des Entstehens von Wissen habe ich dir beschrieben. Viṣṇu gab sie uns; ich gab sie dir, vorzüglicher Brahmane.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0120 · 99
„Wenn der Mantrakundige mit vollkommen wirksamem Mantra seine Hand auf den Kopf selbst eines Einfältigen legt und ihn berührt, [erlangt] auch dieser eine nektargleiche, ungehemmte, göttliche Rede in Prosa und Versen: [Dies ist] die Gnade der vollkommenen Vidyā.“ [Der überlieferte Satz enthält kein ausdrückliches Verb für den Erwerb der Rede.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0121 · 100
Damit endet der Sārasvata-Abschnitt des Svāyambhuvamātṛkātantra. Kātyāyanī-Kalpa. Der Erhabene sprach: „Ein überaus geheimes Mantra hast du erfragt, Pārvatī. Aus hingebungsvoller Zuneigung werde ich es dir beschreiben, Göttin mit reinem Lächeln.“
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P3-0122 · 1
„Wenn die Göttin Kātyāyanī gnädig wird, schenkt sie Dichtkunst, unvergleichliche Herrlichkeit und den höchsten Rang.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0123 · 2
„Auch die Anziehung von Frauen, Tötung und Vertreibung des Gegners sowie die Gefügigkeit von Königen entstehen, o Geliebte.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0124 · 3
„Ich werde alles beschreiben; bedenke meine Worte voller Hingabe. Höre zuerst das große Mantra, beginnend mit Vāgbhava und endend mit namaḥ: Śiva auf dem Feuersitz, mit dem Abschluss von va, geschmückt mit Bindu und Śānti; ca mit Bindu und dem vierzehnten Vokal; Caṇḍikā mit Dativendung. Dies wird als zehnsilbiges Mantra bezeichnet.“ [Die mittlere Lautverschlüsselung ist nicht sicher auflösbar; caṇḍikāyai namaḥ bedeutet „Verehrung Caṇḍikā!“.]
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P3-0125 · 4
„Es ist als Cintāmaṇi bekannt; auch mit Māyā am Anfang wird es betrachtet. Die Gottheit ist Caṇḍikā, das Versmaß Gāyatrī, der Seher Kapila. Man wiederhole 100.000-mal und opfere dann ein Zehntel im Feuer. Man verehre auf dem für die Mātṛkā genannten Pīṭha; die Gliederhandlung wird mit dem Bīja ausgeführt. Zuerst verehre man die Glieder, dann die Waffen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0126 · 5
„Danach sind die Welthüter zu verehren, außerhalb ihre Waffen. Ḍākinī, Yoginī, Khecarī und Śākinī: Diese vollkommenen, Frucht verleihenden Göttinnen sind in den Richtungen zu verehren.“ [ḍākinī ist im Ausgangstext durch einen Zeichenkodierungsfehler beschädigt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0127 · 6
Dann die Meditation: „Ihr rechter Lotusfuß schmückt den mächtigen Herrn der Tiere [den Löwen]; ihre linke Fußspitze drückt den Dämon Mahiṣāsura nieder. Sie ist ganz gnädig, schönangesichtig und hat drei schöne Augen; geschmückt mit Ketten, Fußreifen, Armreifen und einer Krone aus verfilztem Haar. Sie trägt vielfältige Seidengewänder und eine Mondsichel. Mit ihren anmutigen Armen hält die Göttin Schwert, Schild, Donnerkeil, Dreizack, Pfeil, Bogen, Schlinge, Muschel, Glocke und Lotus. Sie strahlt wie zehn Millionen Monde; von den im Himmel weilenden Göttern umgeben, wird sie stets von freudigen Welthütern und den übrigen gepriesen. Wer so die Göttin vergegenwärtigt, wird zum Besten unter den Menschen.“ [Die Lesart urubhṛgādhipa ist beschädigt; der Tierherr ist kontextbezogen als Löwe gelesen.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0128 · 7
„Wie Rāma unter den Kriegern, Purandara unter den Göttern, Garuḍa gegenüber den Schlangen und Śani bei grausamen Handlungen …“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0129 · 8
„… wie der Falke unter den Vögeln, so mächtig ist der Mantrakundige. Dieses höchste Geheimnis wurde von mir in Kürze beschrieben.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0130 · 9
„Höre nun, Geliebte, die Vorschrift für Japa und Feueropfer. Wenn man dieses Mantra in einer Versammlung vorn vergegenwärtigt, o Göttin, erscheint man den Streitrednern wie zehn Millionen Sonnen. Sie fliehen augenblicklich aus Angst, o große Göttin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0131 · 10
„Im Monat Iṣa beginne man am neunten Mondtag der dunklen Hälfte mit Japa. Nach täglich tausend Wiederholungen erreicht man den neunten Tag der hellen Hälfte. Man nehme das Siegerschwert, verehre es vorschriftsgemäß, bringe um Mitternacht ein Bali dar und breche morgens auf. Auf dem Schlachtfeld wiederhole man das Mantra tausendmal. Wenn die Gegner diesen Menschen sehen, o Göttin, entsteht Erschütterung in ihren Herzen.“ [Iṣa ist der Herbstmonat Āśvina.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0132 · 11
„Die Könige meinen, Yama mit seinen Boten sei gekommen, und fliehen, o große Göttin; daran soll kein Zweifel bestehen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0133 · 12
„In weißen Kleidern, schweigend und im Brahmacarya-Gelübde meditiere man über die große Göttin von weißer Farbe mit weißem Schmuck. Einen Monat lang wiederhole man täglich vorschriftsgemäß tausendmal. Der Mantrakundige opfere dreitausendmal Mālatī-, Bakula- und Kunda-Blüten mit Süßstoffen im Feuer; bald wird er zum Herrn der Rede.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0134 · 13
„O Göttin, mühelos schafft er rasch klare Dichtkunst. Oder man wiederhole ein Jahr lang täglich hundertmal. Selbst eine unfruchtbare Frau erhält einen Sohn von Kārttikeyas Tapferkeit; eine unglückliche Frau wird ihrem Mann glückbringend und überaus liebenswert.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0135 · 14
„Man vergegenwärtige die zuvor genannte Gestalt, wiederhole 100.000-mal und opfere dann zehntausendmal mit blauen Wasserlilien oder Lotusblüten im Feuer; so wird man Vaiśravaṇa gleich.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0136 · 15
„In Tigerfell gekleidet, mit einer Schädelkette geschmückt, mit roten, runden, furchtbaren Augen, die spielerisch mit ihrer Zunge Dämonen zerkaut: Mahākālī gleicht einer zweiten Kālarātri und erschüttert die ganze Welt mit Göttern, Dämonen und Bergen. Wer so über die Göttin meditiert, auf dem Verbrennungsplatz oder an einer Kreuzung von vier Wegen sieben Tage lang jeweils dreihundert Wiederholungen ausführt, gelübdetreu, mit festem Geist und regelmäßigem Japa, o Göttin, vernichtet sicher die Feinde.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0137 · 16
„Nach ebendieser Vorschrift bringe man an einer Kreuzung von vier Wegen gesammelt ein Bali dar, verbrannten Fisch und Speise mit Blut zu Bissen geformt. Unter Vergegenwärtigung einer Person lasse man rohes, mit Kurkuma bestrichenes Fleisch darbringen. Nach sieben Tagen erreicht der Feind Yamas Wohnstatt, ohne Zweifel. Weder Hari noch Śaṅkara können ihn irgendwo retten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0138 · 17
Das Bali-Mantra: „Zuerst zweimal das Umā-Bīja, zweimal das Cāmuṇḍā-Bīja; dann kāli kāli, zweimal khādaya, vaśīkuru mahāsattvān, wiederum die beiden anfänglichen Paare und dann die Gemahlin des Feuers. Dieses Bali-Mantra bringt Heil.“ Das Umā-Bīja ist das Hṛllekhā-Bīja, das Cāmuṇḍā-Bīja das Śyāmā-Bīja. [Der Wortteil bedeutet: „Kālī, Kālī, verschlinge, verschlinge! Mache die großen Wesen gefügig!“]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0139 · 18
„In Antilopenfell gekleidet, im eigenen Hof sitzend, vergegenwärtige man sich gesammelt selbst in schrecklicher Gestalt. An einem Dienstag, auch an ungünstigen Mondtagen, nehme man das verehrte Schwert und bringe um Mitternacht ein Bali dar. Sein beim Schlag fließendes Blut gebe man der Göttin vorschriftsgemäß. Der Körper wird für die Feinde unschneidbar und undurchdringlich, ohne Zweifel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0140 · 19
„Man nehme das Māyā-Bīja, dann das Ramā-Bīja und kātyāyanī mit Dativendung, danach die Gemahlin des Feuers. Diese achtsilbige Mahāvidyā verleiht die Frucht sämtlicher Wünsche. Meditation, Verehrung und alles Weitere führe man wie zuvor aus.“ Damit endet der Kātyāyanī-Kalpa.
Textvergleich: IAST · Devanagari
Durgā, Viśālākṣī und Gaurī
P3-0141 · 20
Nun die Durgā-Mantras. Im Viśvasāra: „Nun werde ich das Durgā-Mantra beschreiben; höre, Lotusangesichtige! Schon durch ihre Gnade wird man selbst Gaṅgādhara gleich.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0142 · 21
„Man nehme das Bīja am Abschluss von tha, geschmückt mit dem linken Ohr, verbunden mit Indu und Bindu: ein überaus schwer zu erlangendes Bīja, das unmittelbar die vier Lebensziele verleiht und große Vergehen vernichtet. O Geliebte, in den drei Welten gibt es keine der einsilbigen gleiche Vidyā.“ [Die Lautnamen sind verschlüsselt; die genaue Bīja-Auflösung ist aus dieser Lesart nicht sicher.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0143 · 22
„Ohne Duftstoffe, ohne Blumen, ohne die mit Feueropfer beginnenden Handlungen und ohne Mühen, o große Göttin, verleiht sie allein durch Japa Vollkommenheit.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0144 · 23
„O Göttin, Nārada wird als Seher dieses Mantras genannt, Gāyatrī als Versmaß und Jagaddhātrī als Gottheit: Durgā, die die vier Lebensziele verleiht und in allen Wesen gegenwärtig ist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0145 · 24
„Diese Mahāvidyā ist vielfältig; höre, Herrin der Scharen! Man wiederhole die Vidyā mit Kūrca am Anfang und der Feuerschönen am Ende, oder mit Lajjā am Anfang; der Verständige wiederhole sie mit phaṭ am Ende, oder mit dem Vadhū-Bīja verbunden, oder mit svāhā am Ende. Zur Erlangung der vier Lebensziele wiederhole man sie mit Lakṣmī am Anfang, oder mit Vāgbhava, oder mit Praṇava am Anfang. Auch mit Kāma-Bīja am Anfang oder phaṭ am Ende wiederhole der Verständige sie. Einst beschrieb Brahmā die vielfältige dreisilbige Vidyā.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0146 · 25
„Pārvatī, die eigenen Bījas mit den langen Vokalen setze man wie zuvor im eigenen Körper an Herz und den weiteren Stellen ein. Die Nyāsa-Gruppe und die Handlungen führe man wie zuvor aus. Man vollziehe die Vidyā-Praxis wie bei Kālī und wiederhole die Vidyā Tag und Nacht.“
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P3-0147 · 26
„O Göttin, 1.200.000 Wiederholungen werden als Puraścaraṇa angegeben. Am geeigneten Ort, zur geeigneten Zeit und gemäß den Verhaltensvorschriften wiederhole man voller Hingabe [das Mantra] Durgās, die Unglück vernichtet.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0148 · 27
„Mit Fisch, Fleisch, Suppen, Kuchen, Wild, Hasen und Stachelschweinen verehre man voller Hingabe Durgā, die Unglück fortnimmt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0149 · 28
„Mit selbst entstandenen Blumen [rituelle Bezeichnung für Menstruationsblut], Samenflüssigkeit, duftenden Blumen, Hibiskus, rotem Lack, Zinnober und rotem Sandelholz, vielfältigem Fleisch und vielfältigen Stoffen verehre man die höchste Herrin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0150 · 29
„Mit Krähen, Papageien, Büffeln, Ziegenböcken, Widdern, Menschen, Elefanten, Kamelen, Eseln und Geiern verehre man nach dieser Vorschrift. Dann entsteht große Vollkommenheit; daran soll kein Zweifel bestehen.“ [moṣa ist offenbar eine beschädigte Form für meṣa, Widder.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0151 · 30
Die Meditation: „Auf der Schulter eines Löwen sitzend, mit vielfältigem Schmuck geschmückt, vierarmig, trägt die große Göttin eine Schlange als heiligen Faden. In den beiden linken Händen hält sie Muschel und Śārṅga-Bogen, rechts Rad und fünf Pfeile. In rote Gewänder gekleidet, mit einem Körper wie die junge Sonne, wird die schöne Gemahlin Bhavas von Nārada und den übrigen Weisen verehrt. Ihr Nabel ist wie eine Lotuswurzel, umgeben von drei Bauchfalten. Auf einer aus Edelsteininseln bestehenden Insel mit einem Thron, auf einem erblühten Lotus, meditiere man über Bhavas Gemahlin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0152 · 31
„Ich werde das Durgā-Yantra beschreiben; höre, Geliebte Haras! Zuerst setze man ein Dreieck ein, versehen mit neun Ecken. Man fertige es mit drei Kreisen, acht Blättern, drei Linien und einem Rudra-Bhūpura. Man ordne es nach der genannten Vorschrift und zeichne das Cakra mit vielfältigen Waffen und dem Mantra. Darin verehre man die Göttin als Urnatur. Durgā, im Lotus und auf dem Rücken des Löwen sitzend, ist zu verehren. In den neun Ecken sind Prabhā und die übrigen Śaktis mit Duftstoffen und den weiteren Gaben zu verehren.“ [trivimba und rudrabhūpura sind hinsichtlich der genauen Diagrammgestalt nicht eindeutig.]
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P3-0153 · 32
„Prabhā, Māyā, Jayā, Sūkṣmā, Viśuddhā, Nandinī, Suprabhā, Vijayā und Sarvasiddhidā: die neun Śaktis.“
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P3-0154 · 33
„Man verehre sie mit hrīṃ am Anfang, mit Duftstoff, Sandelholz und Wasser. O Geliebte, man spreche zuerst oṃ, dann hrīṃ und den jeweiligen Namen mit Dativendung und verehre sie der Reihe nach. Śaṅkha- und Padma-Schatz verehre man links und rechts von der Göttin mit höchster Hingabe, rotem Sandelholz und weiteren Gaben. Am Ende der Verehrung gebe man stets Arghya, Tochter des Berges. Danach ist der Gliederumkreis zu verehren, an den Blattecken die Mütter, im Bhūpura die Welthüter mit Vajra und den übrigen Waffen.“
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P3-0155 · 34
[Abbildung 47.] Damit enden die Durgā-Mantras. Nun die Viśālākṣī-Mantras. Im Ādiyāmala: Īśvara sprach: „Man nehme zuerst Dhruva, dann das Māyā-Bīja, das Wort Viśālākṣī mit Dativendung und Hṛd am Ende. O Śivā, die achtsilbige Mahāvidyā verleiht die acht Vollkommenheiten. Aus gegebenem Anlass wurde die in den drei Welten schwer zugängliche Vidyā beschrieben, o Geliebte.“ [Dhruva bezeichnet oṃ, Hṛd namaḥ: „Verehrung Viśālākṣī!“]
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P3-0156 · 35
„O Maheśānī, ihr Seher ist der große Herr Sadāśiva; Paṅkti wird als Versmaß genannt und Viśālākṣī als Gottheit. Praṇava heißt die Śakti, das Lajjā-Bīja ist das Bīja. Die Anwendung wird für Dharma, Wohlstand, Verlangen und Befreiung angegeben.“
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P3-0157 · 36
„Körper- und Hand-Nyāsa werden vorschriftsgemäß beschrieben: Man bilde sie mit dem Bīja, versehen mit den sechs langen Vokalen und Praṇava am Anfang.“ Die Formel lautet: „Oṃ hrāṃ, Verehrung dem Herzen!“ und so weiter.
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P3-0158 · 37
„Mit dem Grundmantra vollziehe man den durchdringenden Nyāsa und meditiere über die höchste, heilbringende Göttin. Man meditiere über Viśālākṣī, strahlend wie geschmolzenes Gold: die zweiarmige Ambikā, Caṇḍī, mit Schwert und Schild, schön mit vielfältigem Schmuck, heilbringend in roten Gewändern, stets sechzehnjährig, mit freundlichem Gesicht und drei Augen, schön mit einer Schädelkette und vollen, erhobenen Brüsten. Auf einem Leichnam [sitzt] die große Göttin mit einer Krone aus verfilztem Haar. Man vergegenwärtige die Göttin, die die Feinde vernichtet, den Praktizierenden das Ersehnte gewährt, alles Glück hervorbringt und großen Reichtum verleiht. Nach dieser Meditation verehre man die große Göttin mit den Gaben.“
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P3-0159 · 38
„Während des Puraścaraṇa wiederhole der Verständige je Silbe 100.000-mal. Man rufe sie in die Mitte des Yantras und stelle ihre Gegenwart her. Man zeichne ein Dreieck, acht Blätter, dann einen Kreis und ein Viereck mit vier Toren. In dieses Maṇḍala rufe man die Göttin herbei, schön durch alles Glück, und verehre Viśālākṣī mit dem weiten Gesicht vorschriftsgemäß. Nach Verehrung der großen Göttin im Dreieck verehre man der Reihe nach die Mütter: Paṅkajākṣī, Virūpākṣī, Raktākṣī, Sulocanā, Ekanetrā, Dvinetrā, Koṭarākṣī und Trilocanā. Diese acht Yoginīs, Gestalten der acht Vollkommenheiten, sind an den Blattspitzen zu verehren, beginnend im Westen. Im Viereck verehre man die Welthüter, o große Göttin, außerhalb Vajra und die übrigen [Waffen], um Glück zu erlangen.“ Dann vollziehe man Japa nach Vermögen und verfahre wie zuvor.
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P3-0160 · 39
[Viśālākṣī-Yantra, Abbildung 48.] Nun die Gaurī-Mantras. Im Tantra: „Hrīṃ, Gaurī, Geliebte Rudras, Herrin des Yoga, [Varma] phaṭ, Dviṭha.“ Dieses sechzehnsilbige Mantra wurde von den Guten angegeben. [Varma bezeichnet hūṃ, Dviṭha svāhā.]
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P3-0161 · 40
Ihre Verehrung: Nach den Morgenhandlungen und allem bis zur Atemregelung führe man den Nyāsa des Sehers und der weiteren Zuordnungen aus: am Kopf „Verehrung dem Seher Parvata!“, am Mund „Verehrung dem Versmaß Gāyatrī!“, im Herzen „Verehrung der Gottheit Śrī Gaurī!“ Dann Hand- und Körper-Nyāsa: „Hrāṃ, Verehrung den beiden Daumen!“ und so weiter; „Hrāṃ, Verehrung dem Herzen!“ und so weiter.
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P3-0162 · 41
Dann die Meditation: „Stets verehre ich Gaurī, goldfarben, die in ihren Händen Spiegel, Mittel zum Auftragen von Augensalbe, Schlinge und Elefantenhaken hält und sämtlichen Schmuck trägt.“ Nach dieser Meditation und Verehrung mit geistigen Gaben vollziehe man das Aufstellen des Muschelgefäßes und das Weitere bis zum Pīṭha-Mantra, meditiere erneut, rufe die Göttin herbei und verehre sie.
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P3-0163 · 42
Dann verehre man in den Ecken, beginnend mit Südosten, die sechs Glieder mit „Hrāṃ, Verehrung dem Herzen!“ und so weiter. Auf den Blättern, beginnend im Osten: „Oṃ, Verehrung Subhagā!“; ebenso Rati, Kāminī und Kāmadāyinī; danach verehre man Schlinge, Elefantenhaken, Spiegel und Augensalbenstäbchen. Außerhalb verehre man Indra und die übrigen sowie Vajra und die übrigen [Waffen]. Dann vollende man die Handlungen von Räucherwerk bis zur Entlassung.
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P3-0164 · 43
Ihr Puraścaraṇa umfasst 100.000 Wiederholungen; das Feueropfer mit Ghee ein Zehntel. Ferner: „Man wiederhole das Mantra 100.000-mal, von opfergeeigneter Speise lebend und mit beherrschten Sinnen. Zur Vollendung des Puraścaraṇa opfere man ein Zehntel mit Ghee im Feuer.“
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P3-0165 · 44
Die Frucht: Wem auch immer man Duftstoffe, Blumen, Augensalbe, essbare Speisen, Sandelholz und weitere Stoffe gibt, die mit dem Grundmantra besprochen wurden, der wird sicher gefügig.
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P3-0166 · 45
Zum Beispiel: Nachts schreibe man mit Kurkuma den Namen der geliebten Frau auf die Mitte des linken Oberschenkels, bedecke ihn mit der linken Hand und wiederhole hundert- oder tausendmal; so zieht man die gewünschte Frau an. Diese Verehrung und die weiteren Handlungen bewirken Glück, Gefügigkeit und sämtliche Güter.
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Weitere Gottheitsmantras
P3-0167 · 46
Nun das Brahmaśrī-Mantra, in der Mantradevaprakāśinī: Hṛllekhā, eine Verehrungsformel am Anfang, Brahmaśrī: „Du Strahlende, von Königen Verehrte, Jayā, Vijayā, Gaurī, Gāndhārī, du machst die drei Welten gefügig, du machst sämtliche Welten gefügig, du machst alle Frauen und Männer gefügig, [du Schreckliche im guten Kampf, Lesart unklar], hrīṃ svāhā!“ [suyuddhadurghorāṃ ist beschädigt; die folgende Nyāsa-Fassung liest suyuddhadurghorarāve.]
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P3-0168 · 47
Der Glieder-Nyāsa: „Du Strahlende, von Königen Verehrte“ an beiden Daumen, namaḥ; „Jayā, Vijayā, Gaurī, Gāndhārī“ an beiden Zeigefingern, svāhā; „Du machst die drei Welten gefügig“ an beiden Mittelfingern, vaṣaṭ; „Du machst sämtliche Welten gefügig“ an beiden Ringfingern, hūṃ; „Du machst alle Frauen und Männer gefügig“ an beiden kleinen Fingern, vauṣaṭ; „Du mit überaus schrecklichem Kampfgetöse, hrīṃ svāhā“ für die Waffe, phaṭ. Ebenso „Du Strahlende, von Königen Verehrte“ für das Herz, namaḥ; „Jayā, Vijayā, Gaurī, Gāndhārī“ für den Kopf, svāhā; „Du machst die drei Welten gefügig“ für den Haarknoten, vaṣaṭ; „Du machst sämtliche Welten gefügig“ für den Schutzpanzer, hūṃ; „Du machst alle Frauen und Männer gefügig“ für die drei Augen, vauṣaṭ; „Du mit überaus schrecklichem Kampfgetöse, hrīṃ svāhā“ für die Waffe, phaṭ. [Der letzte Anrufungsteil ist eine vorsichtige Deutung der beschädigten Lesart.]
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P3-0169 · 48
Dann die Meditation: „Pārvatī möge euch Wohlstand bringen: Auf ihrem Haupt strahlt der unversehrte Mond; ihre schönen Lotushände halten Schlinge und Elefantenhaken. Ihre Glieder sind rot wie die Bandhujīva-Blüte. Von den Scharen der Unsterblichen verehrt, dreiäugig, ist sie mit roter Salbung, Gewand und Blumen versehen.“ Ihre drei Umkreise bestehen aus den Gliedern, den Welthütern und den Mātṛkās.
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P3-0170 · 49
Ihr Puraścaraṇa umfasst zehntausend Wiederholungen; das Feueropfer mit Milchreis ein Zehntel. Tausend Feueropfergaben mit Sesam und Reiskörnern samt den drei Süßstoffen oder mit Salz, über drei Tage hinweg, bewirken rasches Gefügigmachen. Wer morgens die Göttin in der Sonnenscheibe verehrt und 108-mal Japa vollzieht, macht die drei Welten gefügig.
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P3-0171 · 50
Nun das Rājamukhī-Mantra. Es hat zweiundvierzig Silben und wird im Glieder-Nyāsa gegliedert: „Oṃ, Rājamukhī“ für das Herz, namaḥ; „Vaśyamukhī hrīṃ hrīṃ klīṃ“ für den Kopf, svāhā; „Göttin, Göttin“ für den Haarknoten, vaṣaṭ; „Große Göttin“ für den Schutzpanzer, hūṃ; „Höchste Göttin der Götter“ für die drei Augen, vaṣaṭ; „Mache, mache den Mund aller Menschen mir gefügig, svāhā“ für die Waffe, phaṭ. Alles [Weitere] ist wie beim Śrī-Mantra. Beim Japa und den weiteren Handlungen setze man an die Stelle von „aller Menschen“ den Namen des Ziels. [Rājamukhī bedeutet „mit königlichem Antlitz“, Vaśyamukhī etwa „mit gefügigmachendem Antlitz“; sarva śrīmanoriva ist knapp beziehungsweise beschädigt.]
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P3-0172 · 51
Nun das Indra-Mantra, in der Mantradevaprakāśikā: „Iṃ indrāya“, abgeschlossen mit Hṛd [namaḥ: „Verehrung Indra!“]. Sein Seher ist Brahmā, das Versmaß Paṅkti, die Gottheit Indra; iṃ ist das Bīja, āya die Śakti. Der Glieder-Nyāsa erfolgt mit dem Bīja: „Iṃ, Verehrung den beiden Daumen!“ und so weiter; „Iṃ, Verehrung dem Herzen!“ und so weiter. [Die erste Mantrazeile liest niṃ, die Erklärung iṃ; beide Angaben sind erhalten.]
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P3-0173 · 52
Dann die Meditation: „Ich verneige mich vor Indra, gelbfarben, tausendäugig, allmächtig, mit Donnerkeil und Lotus in den Händen, mit sämtlichem Schmuck versehen, dem Herrn der Richtungswächter.“ Nach dieser Meditation rufe man ihn herbei und verehre ihn.
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P3-0174 · 53
Dann verehre man in den Ecken, beginnend mit Südosten, in der Mitte und in den Richtungen die sechs Glieder mit „Iṃ, Verehrung dem Herzen!“ und so weiter. Auf den Blättern, beginnend im Osten: „Kaṃ, Verehrung Kārttikeya!“; ebenso „Raṃ, Agni“; „Yaṃ, Yama“; „Kṣaṃ, Nirṛti“; „Vaṃ, Varuṇa“; „Yaṃ, Vāyu“; „Saṃ, Soma“; „Īṃ, Īśāna“. Danach verehre man Vajra und die übrigen [Waffen].
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P3-0175 · 54
Sein Puraścaraṇa umfasst 100.000 Wiederholungen, das Feueropfer mit Ghee und Sesam zehntausend Gaben.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0176 · 55
Nun die Anwendung: Auf einen Lotus in einem Viereck stelle man einen in ein neues Tuch gehüllten Wasserkrug, fülle ihn mit duftendem Wasser, verehre darin Indra mit seinem Gefolge und wiederhole tausendmal. Durch Besprengung mit diesem Wasser erhält ein seiner Herrschaft Beraubter sein Reich zurück; andere erlangen höchsten Wohlstand.
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P3-0177 · 56
Nun das Garuḍa-Mantra. Im Kompendium: „Saṃvartaka mit Netra, Pārśva, Tārā und die Feuerschöne: Dies wird als Garuḍa-Mantra bezeichnet, das die beiden Arten von Gift vernichtet. Ein Mensch vergegenwärtige sich selbst als Garuḍa und wiederhole dieses Mantra. Allein durch den Blick vernichtet er das aus dem Schlangengeschlecht entstandene Gift.“ [Die Namen verschlüsseln Mantralaute.]
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P3-0178 · 57
Seine Verehrung: Man vollziehe die Morgenhandlungen und die Nyāsas bis einschließlich des für Viṣṇu genannten Pīṭha-Mantras; dann den Nyāsa des Sehers und der übrigen Zuordnungen: am Kopf „Verehrung dem Seher Rudra!“, am Mund „Verehrung dem Versmaß Paṅkti!“, im Herzen „Verehrung der Gottheit, dem König der Vögel!“ Praṇava ist das Bīja, svāhā die Śakti.
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P3-0179 · 58
Dann Hand- und Körper-Nyāsa: „Lodere, lodere, du Großeinsichtiger, svāhā!“ an beiden Daumen, namaḥ; „Garuḍa, Kronjuwel, svāhā!“ an beiden Zeigefingern, svāhā; „Garuḍa mit feuerflammendem Haarschopf, svāhā!“ an beiden Mittelfingern, vaṣaṭ; „Garuḍa, zerbrich, zerbrich, zerspalte, zerspalte, vertreibe, vertreibe, zermalme, svāhā!“ an beiden Ringfingern, hūṃ; „Oṃ, du Träger der gewaltigen Gestalt, Beseitiger allen Gifts, erschrecke, erschrecke, svāhā!“ an beiden kleinen Fingern, vauṣaṭ; „Verbrenne, verbrenne alles, mache es zu Asche, svāhā!“ an Handflächen und Handrücken, phaṭ. Ebenso an Herz und den weiteren Stellen.
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P3-0180 · 59
Dann setze man die Mantrasilben an den Fingern beider Hände ein, vom Daumen bis zum kleinen Finger, und die fünf Laute an Füßen, Hüfte, Herz, Gesicht und Scheitel.
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P3-0181 · 60
Dann die Meditation: „Ich verehre den König der Vögel, der im Lotus der beiden Feuerlaute innerhalb des Varma steht, mit den Anfangslauten der fünf Elemente; geschmückt mit Schlangenkönigen, mit Händen, die Furchtlosigkeit und Segen gewähren, lotusäugig und schönangesichtig. Sein Schnabel zerschneidet böse Schlangen; das Gedenken [an ihn] trocknet alles Gift aus. Er ist das Lebensprinzip, der Führer des Lebens, sein Körper besteht aus den drei Veden, er ist aus Nektar gebildet.“ [Die erste Laut- und Lotuszuordnung ist in der knappen Lesart unsicher.] Nach dieser Meditation und Verehrung mit geistigen Gaben stelle man das Muschelgefäß auf, verehre das Pīṭha bis zum für Viṣṇu angegebenen Pīṭha-Mantra, meditiere erneut und rufe ihn herbei. Man verehre den Vogelkönig im Mātṛkā-Lotus: Sein Zentrum trägt zwei repha-Laute, mit hūṃ dazwischen, und das aus kṣa, i und Bindu bestehende Bīja; die acht Staubfäden tragen je ein Vokalpaar; die acht Blätter tragen die acht Lautgruppen ka, ca, ṭa, ta, pa, ya, śa und la. [kṣakārekāra ist als kṣa plus i gelesen; eine abweichende Vokaltrennung bleibt möglich.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0182 · 61
Der erste Umkreis besteht aus den Gliedern, der zweite aus den acht Nāgas Ananta, Vāsuki, Takṣaka, Karkoṭaka, Padma, Mahāpadma, Śaṅkha und Kulika, der dritte aus Indra und den übrigen. Sein Puraścaraṇa umfasst 500.000 Wiederholungen. Oder man wiederhole für das Puraścaraṇa das Grundmantra zehntausendmal und das Mālā-Mantra tausendmal je Silbe. Das Feueropfer mit schwarzen, in Ghee getränkten Blumen umfasst ein Zehntel.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0183 · 62
Das Mālā-Mantra lautet: „Oṃ, Verehrung dem erhabenen Garuḍa, von der Farbe des Weltbrandfeuers! Komm, komm, du mit einer Zunge, die wie das Feuer der Zeit zuckt! Stürze nieder, stürze nieder! Betöre, betöre! Vertreibe, vertreibe! Wirble, wirble! Lass wirbeln, lass wirbeln! Erschlage, erschlage! Verbrenne, verbrenne! Gare, gare! Hūṃ phaṭ svāhā.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0184 · 63
Inmitten des Milchmeers vergegenwärtige man den dort entstandenen, zuvor beschriebenen Lotus aus Mātṛkā-Lauten, weiß und aus Nektar bestehend. Darin denke man den Gebissenen. An Kopf, Gesicht, Herz und Nabel des Gebissenen vergegenwärtige man die vier Bījas raṃ, haṃ, ṭhaṃ, vaṃ als Nektar ausströmend. Über seinem Kopf meditiere man über Garuḍa, mondsteingleich gefärbt und aus Nektar bestehend. Während man sich vorstellt, wie Garuḍa den Gebissenen mit dem Nektarstrom aus der nektargefüllten Muschel in seiner Hand überflutet, wiederhole man das Mantra. [Abbildung 49.] Allein durch solche Meditation erhebt sich der Gebissene frei von Gift und lebt lange.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0185 · 64
„Oṃ, Verehrung dem erhabenen Garuḍa, in der Gestalt Mahendras, von einer Gestalt wie ein Berggipfel! Vernichte, vernichte! Befreie, befreie! Bewege, bewege! Stürze nieder, stürze nieder! Entgifte, entgifte! Selbst Gift [werde] Nektar und einer Speise gleich; diese Gestalt mache ich kund. Svāhā namaḥ! Nala nala, vara vara, duna duna! Wirf, wirf! Nimm fort, nimm fort! Svāhā.“ Durch dieses Garuḍa-Mantra wird der Mantrakundige selbst Garuḍa. Selbst gegessenes Pflanzengift wird, wenn es damit besprochen ist, zu Nektar; um wie viel mehr Speise, Getränk und die übrigen Dinge. [nala, vara und duna sind hier nicht sicher semantisch deutbare Mantralaute.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0186 · 65
Damit endet das Garuḍa-Mantra. Nun der Garuḍa-Lobpreis: „Suparṇa, Vainateya, Nāgāri, Nāgabhīṣaṇa, Jitāntaka, Viṣāri, Ajita, Viśvarūpin, Garutmat, Khagaśreṣṭha, Tārkṣya und Kaśyapanandana: Dies sind die zwölf Namen des großherzigen Garuḍa. Wer sie morgens nach dem Aufstehen, beim Baden oder auf dem Lager liest, den befällt kein Gift und schädigende Wesen verletzen ihn nicht. Im Kampf und Rechtsverfahren erlangt er Sieg, von Fesseln Befreiung und auf Reisen Gelingen.“ [Die Namen bedeuten: Schöngeflügelter, Sohn Vinatās, Schlangenfeind, Schrecken der Schlangen, Bezwinger des Todes, Giftfeind, Unbesiegter, Allgestaltiger, Flügelträger, bester Vogel, Tārkṣya und Sohn Kaśyapas.] Damit endet der Garuḍa-Lobpreis.
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Hanūmān und weitere Anwendungen
P3-0187 · 66
Nun der Hanūmat-Kalpa. Die Göttin sprach: „Die Śiva-, Gaṇapati-, Śakti-, Viṣṇu- und Sonnenpraktiken und sämtliche anderen habe ich gehört, Herr der Götter, aus deinem Mund hervorgegangen. Wenn es noch eine andere Praxis der Götter gibt, beschreibe sie bitte!“
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P3-0188 · 67
Śaṅkara sprach: „Höre, Göttin; ich werde es beschreiben, merke aufmerksam auf: die heilige Hanūmat-Praxis, die große Vergehen vernichtet. Sie ist das geheimste in der Welt, höchst wirksam und verleiht rasches Gelingen. Durch seine Gnade wurde Jaya zum Bezwinger der drei Welten. Ich werde das Verfahren dieser Praxis beschreiben, das Menschen rasch Vollkommenheit verleiht.“
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P3-0189 · 68
„Viyat mit Naraka, dann hanūmate und rudrātmakāya, Kavaca und phaṭ: Dies ist das zwölfsilbige Mantra. Dieses von mir beschriebene Mantra ist sorgfältig geheim zu halten. Aus Liebe und Hingabe zu dir bin ich dein Diener, o Schöne. Dieses Mantra gab Hari einst Arjuna. Jaya führte die Praxis aus und besiegte alles Bewegliche und Unbewegliche.“ [Viyat und Naraka verschlüsseln die Anfangslaute; hanūmate rudrātmakāya bedeutet „für Hanūmat, dessen Wesen Rudra ist“. Kavaca bezeichnet hūṃ.]
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P3-0190 · 69
„An einem Flussufer, in einem Viṣṇu-Tempel, auf einem einsamen Berg oder im Wald führe man mit gesammeltem Geist die große Praxis aus.“
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P3-0191 · 70
Er nennt die Meditation: „Nachdem er einen großen Berg ausgerissen hat, rennt er auf Rāvaṇa zu und stößt den schrecklichen Ruf aus: Bleib stehen, bleib im Kampf stehen, Bösewicht! Rot wie Lacksaft, zornig, gleicht er dem todbringenden Yama; seine Augen glänzen wie loderndes Feuer und er strahlt wie zehn Millionen Sonnen. Von Aṅgada und den übrigen großen Helden umgeben, hat er Rudras Gestalt. Wer über Hanūmat in dieser Gestalt meditiert und das Mantra wiederholt, dem wird er nach 100.000 Wiederholungen gnädig. Wahrhaftig habe ich es dir gesagt.“
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P3-0192 · 71
„Schon durch Meditation allein erlangen Menschen Vollkommenheit, ohne Zweifel. Morgens bade man am Flussufer, setze sich auf einen Kuśa-Sitz und führe Atemregelung und sämtliche sechs Glieder mit dem Grundmantra aus. Nach Darbringung von acht Händen voll Blumen meditiere man über Rāma mit Sītā. Dann zeichne man mit einem Stäbchen aus rotem Sandelholz einen achtblättrigen Lotus mit Staubfäden in ein Kupfergefäß. In die Mitte schreibe man das Mantra und rufe den Affenherrn dort herbei. Man meditiere über Hanūmat im Lotuszentrum und bringe mit dem Grundmantra Fußwasser, Duftstoffe, Blumen und die übrigen Gaben dar. [Abbildung 50.] Auf den einzelnen Blättern verehre man, beginnend im Osten, Sugrīva, Lakṣmaṇa, Aṅgada, Nala, Nīla, Jāmbavat, Kumuda und Keśarin mit Duftstoffen und Sandelholz. Pavana und Añjanā verehre man rechts und links. Auch den Affen an den Blattspitzen bringe man acht Hände voll Blumen dar. Über den König der Mantras meditierend vollziehe der Praktizierende bis zu 100.000 Wiederholungen. Am Tag, an dem die 100.000 vollendet werden, führe er eine große Verehrung aus. Mit auf den Sohn des Windes gesammeltem Geist vollziehe er Tag und Nacht Japa, bis die unmittelbare Schau eintritt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0193 · 72
„Wenn der Sohn des Windes erkennt, dass der Praktizierende ganz standhaft ist, wird er gnädig und erscheint um Mitternacht vor ihm.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0194 · 73
„Der Affenherr gewährt dem Praktizierenden den gewünschten Segen. Nachdem der vorzügliche Praktizierende ihn erhalten hat, lebe er nach eigenem Wohlgefallen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0195 · 74
„Diese heilige Praxis ist selbst den Göttern schwer zugänglich. Aus Liebe zu dir habe ich sie beschrieben, denn du bist mir ergeben, Pārvatī.“ Damit endet im Gespräch zwischen Göttin und Īśvara im Garuḍatantra die Hanūmat-Praxis.
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P3-0196 · 75
Nun die Vīra-Sādhana: „Die überaus geheime Heldenpraxis Hanūmats wird niedergeschrieben. Ein Brahmane erhebe sich zur Brahma-Stunde und führe die täglichen Handlungen aus. Dann gehe er zum Fluss, bade, rufe die heiligen Gewässer herbei, wiederhole achtmal das Grundmantra und besprenge sich zwölfmal.“ [Die Wortstellung der achtfachen Handlung ist knapp; āditya bezeichnet als Zahlwort zwölf.]
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P3-0197 · 76
Dann lege man beide Gewänder an, setze sich am Gaṅgā-Ufer oder auf einem Berg nieder und führe Hand- und Körper-Nyāsa mit „Hāṃ, Verehrung den beiden Daumen!“, „Hāṃ, Verehrung dem Herzen!“ und so weiter aus.
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P3-0198 · 77
Dann die Atemregelung: Unter Aussprechen der mit a beginnenden Laute atme man durch das linke Nasenloch ein; unter Aussprechen der fünf Konsonantengruppen halte man den Atem an; unter Aussprechen der mit ya beginnenden Laute atme man durch das rechte Nasenloch aus. Nach dreimaliger Ausführung vollziehe man Körper-Nyāsa mit den Mantrasilben und meditiere.
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P3-0199 · 78
„Man meditiere über Hanūmat im Kampf, umgeben von zehn Millionen Affen, eilend, Rāvaṇa zu besiegen. Als er den großen Helden Lakṣmaṇa auf dem Schlachtfeld gefallen sah, erhob er sich rasch, entfachte großen Zorn und ergriff einen gewaltigen Berg. Mit stolzen Hāhā-Rufen erschüttert er die drei Welten; er dehnt sich bis über das Weltenei aus und macht seinen Körper furchtbar groß.“ Nach dieser Meditation wiederhole man sechstausendmal.
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P3-0200 · 79
Sein Mantra: „Zuerst spreche man das eigene Bīja, dann pavana und nandana mit Dativendung, danach die Geliebte des Feuers. Dieses zehnsilbige Mantra wird als göttlicher Wunschbaum für Menschen bezeichnet.“ [pavananandanāya bedeutet „für den Sohn des Windes“; der Abschluss ist svāhā.]
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P3-0201 · 80
Am siebten Tag vollziehe man durchgehend Tag und Nacht Japa. Nachdem er große Angst hervorgerufen hat, kommt [Hanūmat] gewiss, wenn noch ein Drittel der Nacht übrig ist [Lesart der Bruchangabe unsicher]. Wenn der Praktizierende die Täuschung überwindet, erhält er den gewünschten Segen.
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P3-0202 · 81
„Wissen, Vermögen, Herrschaft oder Bezwingung der Feinde: Dies erlangt er augenblicklich, wahrlich, wahrlich, ganz sicher.“
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P3-0203 · 82
Damit endet der Hanūmat-Kalpa. Nun das Viṣarāgni-Mantra. Es besteht aus zwei kha-Lauten, versehen mit Visarga und Bindu. [Die Überschrift viṣarāgni ist möglicherweise eine beschädigte Giftfeuer-Bezeichnung.]
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P3-0204 · 83
Die Verehrungspraxis: Nach den Morgenhandlungen und dem Weiteren vollziehe man den Nyāsa des Sehers und der übrigen Zuordnungen: am Kopf „Verehrung Agni als Seher!“, am Mund „Verehrung dem Versmaß Paṅkti!“, im Herzen „Verehrung der Gottheit Agni!“, im Genitalbereich „Khaṃ, Verehrung dem Bīja!“, an den Füßen „Verehrung der Bindu-Śakti!“
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P3-0205 · 84
Mit kha, verbunden mit den sechs langen Vokalen, bilde man Hand- und Körper-Nyāsa. Meditation und Verehrung sind wie beim Vaiśvānara-Mantra, das in der Śāradā beschrieben wird.
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P3-0206 · 85
Sein Puraścaraṇa umfasst 1.200.000 Wiederholungen; das Feueropfer mit Ghee ein Zehntel.
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P3-0207 · 86
Man meditiere in der linken Handfläche über einen weißen fünfblättrigen Lotus; in seinem Zentrum über kha mit Visarga und auf seinen fünf Blättern über kha mit Anusvāra. Man vergegenwärtige [ihn] rot und aus Nektar bestehend; durch seine Berührung vernichte man alles Gift. Mit einer so vergegenwärtigten Hand berühre man einen von Giftkrankheit Befallenen und wiederhole 108-mal. Man vernichtet sämtliches Gift von Skorpionen und anderen [Tieren], Fieber, Verdauungsstörungen, Visarpa, Zahnschmerzen und weitere Schmerzen, Augenkrankheiten und alle Leiden. [Visarpa bezeichnet eine sich ausbreitende Hauterkrankung.]
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P3-0208 · 87
Nun die Mantras gegen Skorpiongift und weitere Gifte: „Oṃ sa va ha sphuḥ; oṃ hili mili cili hasphuḥ; oṃ hili hili cili cili hasphuḥ. Für Brahmā phuḥ, für Viṣṇu phuḥ, für Indra phuḥ, für alle Götter sphuḥ.“ Diese beseitigen Skorpiongift. „Oṃ geri ṭhaḥ“ ist das Mantra gegen Mäusegift. [Die Lautfolgen sind als Mantralaute ohne sichere gewöhnliche Wortbedeutung erhalten.]
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P3-0209 · 88
„Oṃ saraṇe sphuḥ; oṃ asaraṇe sphuḥ; oṃ viṣaharaṇe sphuḥ.“ Nach Wiederholung dieses Mantras bewirkt das Ausstreuen weißer Senfkörner die Vernichtung der Mäuse. Damit [endet] das Mäusevernichtungs-Mantra. [viṣaharaṇe bedeutet „beim Beseitigen des Gifts“; die übrigen Lautformen sind nicht sicher deutbar.]
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P3-0210 · 89
„Oṃ hrāṃ hrīṃ hūṃ hūṃ oṃ svāhā, Garuḍa, hūṃ phaṭ.“ Dieses Durgā-Mantra beseitigt Spinnengift.
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P3-0211 · 90
„Oṃ, Verehrung dem erhabenen Viṣṇu! Eile, eile! Erschlage, erschlage! Hūṃ phaṭ svāhā.“ Dieses Viṣṇu-Mantra beseitigt das Gift sämtlicher Arten von Kleintieren beziehungsweise Insekten.
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P3-0212 · 91
Nun Ārdrapaṭī, das feuchte Tuch: Praṇava, Hṛdaya: „Erhabene Cāmuṇḍā in roten Gewändern, deren Gestalt und Tapferkeit ungehindert sind, [handle] zur Tötung von [Name], du [Vicetas, unklare Anrufung]“, dann die Geliebte des Feuers. In ein feuchtes rotes Tuch gehüllt, nach Süden gewandt und mit erhobenen Armen vollziehe man Japa am Ufer eines ins Meer fließenden Flusses oder auf salzigem Ödland. Während das Tuch trocknet, vertrocknen die Lebenskräfte des Feindes. Damit endet Ārdrapaṭī. [Hṛdaya bezeichnet namaḥ; vicetase ist in dieser Anrufung nicht eindeutig.]
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Bhairavī, Mahākālī und Jvālāmālinī
P3-0213 · 92
Nun das Śmaśānabhairavī-Mantra: „Bhairavī des Verbrennungsplatzes, die menschliches Blut und Knochensaft verzehrt, gewähre mir Vollkommenheit! Erfülle meine Wünsche! Hūṃ phaṭ svāhā.“
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P3-0214 · 93
Nun das Mahākālī-Mantra: „Oṃ phreṃ phreṃ kroṃ kroṃ, nimm die Opferwesen an! Hūṃ phaṭ svāhā.“ Mit dem Śmaśānabhairavī-Mantra sind Anwendungen für die grausamen Handlungen auszuführen. [Die Zuordnung steht so nach dem Mahākālī-Mantra im Ausgangstext.]
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P3-0215 · 94
Nun die Anwendung des Mahākālī-Mantras. Dabei sind Nyāsa und die weiteren Handlungen nicht auszuführen. Ferner: „Nyāsa, Reinigung und andere Handlungen [entfallen]; darüber soll hier kein Zweifel bestehen.“
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P3-0216 · 95
„In einem schwarzen Krug, gefüllt mit schwarzem Wasser, verehre man Kālikā mit schwarzen Blumen, auf dem Verbrennungsplatz nach Süden gewandt. Sie hat fünf Gesichter, ist überaus zornig und hat drei Augen in jedem Gesicht. Mit rechten und linken Armen hält sie Lanze, Dreizack, Bogen, Pfeil, Schwert und Schild und zeigt Segen und Furchtlosigkeit; sie trägt reichen Schmuck. Nachdem der Praktizierende so über die Göttin meditiert hat, führe er die im Geist beabsichtigte Handlung aus.“
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P3-0217 · 96
„Brāhmī, Māheśvarī, Kaumārī, Vaiṣṇavī, Vārāhī, Aindrī, Cāmuṇḍā und als achte Caṇḍikā: Sie stehen am Ort des Kruges, von Osten bis Nordosten.“
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P3-0218 · 97
Das Verfahren: Nach Meditation über die Göttin und vorschriftsgemäßer Verehrung mit den Gaben verehre man die acht Śaktis, beginnend mit Brāhmī, der Reihe nach von Osten an.
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P3-0219 · 98
Ferner: „Unter eifriger Nennung des Namens opfere man im lodernden Feuer [unter freiem Himmel] zur Beseitigung der Feinde und wiederhole das Göttinnenmantra. [Man verwende] Opferholz von Neem, Vibhītaka-Holz, Hausruß und [Stoffe] vom Verbrennungsplatz. Durch ein Feueropfer mit Vibhītaka-Kohle tötet man mittels der Kālī-Mantra-Anwendung den Feind nach sieben Tagen.“ [vairiṇāṃ śuddhau und śmaśānānta sind beschädigt beziehungsweise hinsichtlich des Ritualstoffs unklar.]
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P3-0220 · 99
„Vertreibung [vollziehe man] am Nachmittag, Tötung bei Abenddämmerung; man halte sich südlich des Dorfes oder anderen [Ortes] auf, nach Süden gewandt.“
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P3-0221 · 100
Nun das Jvālāmālinī-Mantra: „Oṃ, Verehrung der erhabenen Jvālāmālinī, umgeben von Geierscharen! Hūṃ phaṭ svāhā.“ Seine Anwendung, zunächst der Glieder-Nyāsa: „Oṃ namo wird dem Herzen zugeordnet, bhagavati dem Kopf, jvālāmālini dem Haarknoten, dann gṛdhragaṇaparivṛte dem Schutzpanzer; svāhā wird als [Teil] der Waffe genannt. Man setze [die Abschnitte] mit den jeweiligen Abschlüssen im Körper ein.“ Das Verfahren beginnt: „Oṃ namo, Verehrung dem Herzen!“ und so weiter. [Die Kurzverse geben die letzte Aufteilung nicht vollständig eindeutig an. Jvālāmālinī bedeutet „mit einer Flammengirlande“.]
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P3-0222 · 1
„Ohne zu essen, beherrscht, wiederhole man das Mantra; durch Japa wird man siegreich. Dreiundzwanzig Tage lang wiederhole man täglich achttausendmal. Die tägliche Praxis verleiht Vollkommenheit, ohne Zweifel. Allein durch das Gedenken vernichtet der Mantrakundige sämtliche Feinde.“
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P3-0223 · 2
Eine andere Anwendung, im Phetkārīya: „Oṃ ṭhaṃ ṭhāṃ ṭhiṃ ṭhīṃ ṭhuṃ ṭhūṃ ṭheṃ ṭhaiṃ ṭhoṃ ṭhauṃ ṭhaṃ ṭhaḥ; ergreife [Name], ergreife ihn! Hūṃ hūṃ ṭhaḥ ṭhaḥ.“ Man bespreche mit diesem Mantra tausendmal einen fünf Fingerbreiten langen Pflock aus Schakalknochen und vergrabe ihn im Haus einer Person oder unter Nennung ihres Namens auf dem Verbrennungsplatz. Sie wird wahnsinnig.
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P3-0224 · 3
„Oṃ ḍaṃ ḍāṃ ḍiṃ ḍīṃ ḍuṃ ḍūṃ ḍeṃ ḍaiṃ ḍoṃ ḍauṃ ḍaṃ ḍaḥ; ergreife [Name], ergreife ihn! Hūṃ hūṃ ṭhaḥ ṭhaḥ.“ Man bespreche mit diesem Mantra tausendmal einen eine Handspanne langen Pflock aus menschlichem Knochen und vergrabe ihn im Haus einer Person oder unter Nennung ihres Namens auf dem Verbrennungsplatz. Ihr gesamtes Gefolge geht zugrunde.
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P3-0225 · 4
Wenn er herausgezogen wird, tritt Befriedung ein. Das Befriedungsmantra lautet: „Oṃ saḥ saṃ saṃ haḥ, für [Name] möge Befriedung eintreten! Svāhā.“ Mit diesem Mantra opfere man Milch mit Ghee und Honig im Feuer; dadurch tritt Befriedung ein.
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P3-0226 · 5
„Oṃ ḍhaṃ ḍhāṃ ḍhiṃ ḍhīṃ ḍhuṃ ḍhūṃ ḍheṃ ḍhaiṃ ḍhoṃ ḍhauṃ ḍhaṃ ḍhaḥ; töte [Name], töte ihn! Ṭhaḥ ṭhaḥ.“ Man bespreche mit diesem Mantra tausendmal einen dreizehn Fingerbreiten langen Pflock aus Eselknochen und vergrabe ihn im Haus einer Person. Sie geht durch Fieber zugrunde.
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P3-0227 · 6
„Oṃ ṇaṃ ṇāṃ ṇiṃ ṇīṃ ṇuṃ ṇūṃ ṇeṃ ṇaiṃ ṇoṃ ṇauṃ ṇaṃ ṇaḥ.“ Man bespreche damit tausendmal einen sechs Fingerbreiten langen Pflock aus Khadira-Holz und vergrabe ihn im Haus einer Person oder unter Nennung ihres Namens auf dem Verbrennungsplatz. [Das Mantra] vernichtet alles, was zu ihr gehört.
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P3-0228 · 7
Nun die Befreiung von Eisenfesseln: „Oṃ, Verehrung! Nirṛti, Nirṛti mit scharfer Glut, [löse] diese von Yama gegebene Fessel; durch deren Kenntnis [gelange ich] zum höchsten Himmel …“ [Die überlieferte mantraartige Zeile yanmayaṃ vivretā … aghoroha vairam ist stark beschädigt. Außer den wiedergegebenen Anrufungen und dem Fesselbezug ist keine zuverlässige vollständige Satzübersetzung möglich.]
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P3-0229 · 8
Der Seher dieses Mantras zum Zerbrechen von Fesseln ist Prajāpati, die Gottheit Nirṛti, das Versmaß Triṣṭubh. Seine Anwendung gilt der Beseitigung von Gefangenschaft und anderen Bedrängnissen. [tuṣṭup ist eine beschädigte Versmaßbezeichnung.]
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P3-0230 · 9
„Nachdem man so den Seher und die weiteren Zuordnungen eingesetzt hat, wiederhole der Verständige zehntausendmal. Dann wird er von Gefangenschaft und Bedrängnis befreit, auf keine andere Weise.“
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P3-0231 · 10
Nun das Ciṭi-Mantra: „Man spreche Tārā, zweimal ciṭi, dann cāṇḍāli, danach [ein mit mahad beginnendes Wort], amukaṃ me und zweimal vaśamānaya, dann zweimal ṭha. Dies wird als Ciṭi-Mantra bezeichnet. Durch diese Vorschrift macht man Könige in sieben Tagen gefügig.“ [Der Wortteil bedeutet „O Caṇḍālī, mache [Name] mir gefügig!“; mahadādyāṃ ist nicht eindeutig.]
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P3-0232 · 11
Er nennt das Verfahren: „Man schreibe es auf ein Palmblatt, durchflochten mit dem Namen des Ziels, lege es in Wasser mit Milch und koche es nachts. Das Ziel wird gefügig; daran soll kein Zweifel bestehen.“
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P3-0233 · 12
„Man schreibe es auf ein Palmblatt und vergrabe es im Haus [Tempel] Bhadrakālīs. Diese Anwendung wurde zum Gefügigmachen aller Lebewesen beschrieben.“
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Tryambaka und Sañjīvanī
P3-0234 · 13
Nun das Tryambaka-Mantra: „Wir verehren den Dreiäugigen, den Wohlriechenden, der Gedeihen mehrt. Wie eine Gurkenfrucht von ihrer Bindung möge ich vom Tod befreit werden, nicht von der Unsterblichkeit!“
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P3-0235 · 14
„Vasiṣṭha wird als sein Seher genannt, Anuṣṭubh als Versmaß. Seine Gottheit ist Tryambaka, Pārvatīs Gemahl. Mit den gegliederten Mantrasilben werden die sechs Glieder gebildet.“
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P3-0236 · 15
Das Verfahren: Nach den Handlungen von der Elementereinigung bis zum Pīṭha-Nyāsa vollziehe man den Nyāsa des Sehers und der weiteren Zuordnungen: am Kopf „Verehrung dem Seher Vasiṣṭha!“, am Mund „Verehrung dem Versmaß Anuṣṭubh!“, im Herzen „Verehrung der Gottheit Tryambaka!“ Die Anwendung dient der Befriedung von [Angelegenheit] für [Name].
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P3-0237 · 16
Dann Hand- und Körper-Nyāsa: „Tryambakaṃ“ an beiden Daumen, namaḥ; „yajāmahe“ an beiden Zeigefingern, svāhā; „sugandhiṃ puṣṭivardhanaṃ“ an beiden Mittelfingern, vaṣaṭ; „urvārukamiva bandhanāt“ an beiden Ringfingern, hūṃ; „mṛtyormukṣīya“ an beiden kleinen Fingern, vauṣaṭ; „māmṛtāt“ an Handflächen und Handrücken, phaṭ. Ebenso an Herz und den weiteren Stellen. [Die Abschnitte bedeuten: „den Dreiäugigen“; „wir verehren“; „den Wohlriechenden, der Gedeihen mehrt“; „wie eine Gurkenfrucht von ihrer Bindung“; „möge ich vom Tod befreit werden“; „nicht von der Unsterblichkeit“.] „Drei Silben gelten für das Herz, vier für den Kopf, acht für den Haarknoten, neun für den Schutzpanzer, fünf für die Augen und drei für die Handfläche. Dann setze man die Mantrasilben der Reihe nach an den nach Osten, Westen, Süden und Norden gerichteten Gesichtern ein, danach an Brust, Hals, Mund, Nabel, Herz, Rücken, Bauch, Glied, After, Oberschenkelwurzeln, beiden Knien und Unterschenkeln, beiden Umkreisen [Knöcheln?], Brüsten, Seiten, Füßen, Händen, Nasenseiten und Kopf.“ [tadvṛttayugma ist räumlich nicht eindeutig.]
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P3-0238 · 17
Dann setze man die elf Wörter ein: „Am Kopf, an beiden Brauen, an den Augen, im Gesicht, an beiden Wangen, erneut im Herzen und Bauch, im Genitalbereich, an Oberschenkeln, Knien und Füßen vollziehe man so den Nyāsa.“
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P3-0239 · 18
Dann die Meditation: „Ich verehre Śiva, den schönen Herrn des Kailāsa, im reinen Lotus, mit junger Mondsichel als Krone und drei Augen: Mit zwei Händen übergießt er seinen Kopf mit Nektar aus zwei Krügen, mit zwei weiteren hält er diese, mit zweien trägt er Antilope und Gebetskette; zwei auf dem Schoß ruhende Hände halten ein Nektargefäß.“ Nach dieser Meditation und Verehrung mit geistigen Gaben bereite man das Arghya. [Die Zuordnung der Krüge ist im langen Vers knapp; alle genannten Handpaare sind wiedergegeben.]
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P3-0240 · 19
Dann vollziehe man die für Śiva genannte Pīṭha-Verehrung, meditiere erneut und führe die Handlungen vom Herbeirufen bis zur Darbringung von fünf Händen voll Blumen aus. Danach beginne man die Umkreisverehrung. In den Ecken, beginnend mit Südosten, an den Staubfäden, in der Mitte und in den Richtungen verehre man mit den sechs Gliedern, beginnend mit „Tryambakaṃ, Verehrung dem Herzen!“ Auf den acht Blättern: „Oṃ, Verehrung Arka!“; ebenso Indu, Vasudhā, Jala, Vahni, Vāyu, Viyat und Yajamāna. [Dies sind Sonne, Mond, Erde, Wasser, Feuer, Wind, Raum und Opferherr.]
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P3-0241 · 20
Außerhalb, beginnend im Osten: Ramā, Rākā, Prabhā, Jyotsnā, Pūrṇā, Pūṣā, Pūraṇī und Sudhā. Die Formel lautet „Verehrung Ramā!“ und so weiter. Außerhalb davon: Viśvā, Vidyā, Sitā, Prajñā, Sārā, Sandhyā, Śivā und Niśā. Außerhalb davon: Ārdrā, Prajñā, Prabhā, Medhā, Kānti, Śānti, Dhṛti und Mati. Außerhalb davon verehre man Parā, Umā, Pāvanī, Padmā, Śāntā, Amoghā, Jayā und Amalā. Dann vollende man die Handlungen von Räucherwerk bis zur Entlassung. [Dieser Unterabschnitt trägt intern 19-ka.] Sein Puraścaraṇa umfasst 100.000 Wiederholungen. In der Śāradā heißt es: „So meditierend und mit beherrschten Sinnen wiederhole man dieses Mantra 100.000-mal. Zehntausendmal opfere man zehn in Ghee getränkte Stoffe im Feuer: Bilva, Palāśa, Khadira, Banyan, Sesam, Senf, [daugdha], Milch, Joghurt und Dūrvā; diese kennen die Wissenden.“ [daugdha ist als eigener Ritualstoff nicht sicher bestimmbar; es könnte eine beschädigte Bezeichnung für ein Milcherzeugnis sein.]
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P3-0242 · 21
Die Anwendung: An einem Samstag oder einem anderen Tag berühre man die Wurzel eines Aśvattha-Baumes und wiederhole tausendmal. Ferner: „Wer am Samstag die Wurzel eines Aśvattha berührt und Japa vollzieht, wird unmittelbar vom Tod befreit; wozu andere kleine Handlungen?“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0243 · 22
Ferner: „Nach dem Bad wiederhole man das Mantra tausendmal, zur Sonne gewandt. Von seelischen und körperlichen Leiden befreit erlangt man lange Lebensdauer.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0244 · 23
„Täglich bringe der Mantrakundige 108 Feueropfergaben mit Dūrvā dar. Nachdem er sämtliche Krankheiten besiegt hat, erlangt er lange Lebensdauer.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0245 · 24
„Mit Opferhölzern des Banyanbaums bringe man bis zu zehntausend Gaben im Feuer dar. Reichtum an Vermögen und Getreide entsteht; dies gelingt sehr bald.“
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P3-0246 · 25
Nun Amṛtasañjīvanī, die nektarische Wiederbelebungs-Vidyā: „Zuerst das Prāsāda-Bīja, danach das den Tod beseitigende [Mantra], Tāraka und die Vyāhṛtis; dann Tryambaka. Wer es stets wiederholt, in vorwärts gerichteter Folge umschlossen [von den genannten Bestandteilen] …“ [Der zitierte Satz bricht syntaktisch ab.] „Den Tod beseitigend“ ist das dreisilbige Mṛtyuñjaya-Mantra „Oṃ jūṃ saḥ“. Durch seine Wiederholung entstehen sämtliche Vollkommenheiten.
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P3-0247 · 26
Nun die von Śukra verehrte Mṛtasañjīvanī-Vidyā: der erste Versfuß der Gāyatrī, dann der erste des Tryambaka; der zweite der Gāyatrī, dann der zweite des Tryambaka; der dritte der Gāyatrī, dann der verbleibende des Tryambaka. Das Mantra lautet: „Oṃ, das erwählenswerte [Licht] Savitṛs; wir verehren den Dreiäugigen, den Wohlriechenden, der Gedeihen mehrt. Den Glanz des Gottes meditieren wir; wie eine Gurkenfrucht von ihrer Bindung. Er möge unsere Einsicht anregen; möge ich vom Tod befreit werden, nicht von der Unsterblichkeit.“ [Die ungewöhnliche Satzfolge entsteht durch die ausdrücklich vorgeschriebene Verflechtung beider Mantras.]
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P3-0248 · 27
Die Meditation: „Der klare Gott im reinen Lotus möge euch Wohlstand schenken: In zwei Händen befinden sich volle Krüge, in zweien Antilope und Gebetskette; in seinen eigenen Lotushänden zwei stets volle Gefäße. Mit zweien lässt er sie über seinem Kopf ausströmen und überflutet die Mondsichel und den Körper mit Nektar. Er trägt eine Fülle strahlenden Schmucks.“ Nach dieser Meditation rufe man ihn herbei und verehre mit „Verehrung Tryambaka, dem großen Rudra!“ Durch die Wiederholung entstehen sämtliche Vollkommenheiten. [Die Handaufzählung ist im Ausgangsvers gedrängt.]
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P3-0249 · 28
Nun die Anziehung: „Ich werde die Anziehungsverfahren in Kürze beschreiben, wie sie im Tripurātantra und im Bhūtaḍāmara vorkommen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0250 · 29
„Man nehme Śrī-Bīja, Manmatha-Bīja und Lajjā-Bīja, setze Praṇava voran und dann die Anrufung Tripurādevī. Darauf zweimal [Name der Frau] und zweimal ākarṣaya. Man bilde das mit svāhā endende Mantra und wiederhole zehntausendmal.“ [ākarṣaya bedeutet „ziehe herbei!“.]
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P3-0251 · 30
„Man zeichne ein Sechseck mit rotem Sandelholz und Safran. Der Mantrakundige bilde die sechs Glieder mit dem Lajjā-Bīja, den sechs langen Vokalen, Nāda und Bindu. Man verehre mit roten Blumen, ungebrochenen Reiskörnern, Räucherwerk und Opferspeisen und vergegenwärtige im Geist die Göttin: dreiäugig, mit dem Mond als Kopfschmuck, den Strahlen der jungen Sonne gleich, von zinnoberroter Gestalt, mit einem Lotus in der rechten und einer Gebetskette in der linken Hand. Durch die Gnade dieses Mantras zieht man selbst Rambhā und Urvaśī herbei, ohne Zweifel; um wie viel mehr eine menschliche Frau!“
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P3-0252 · 31
„Man schreibe auf Birkenrinde mit Safran und rotem Lackwasser, vermischt mit Kāśmīra, Agaru, Moschus und Rocanā sowie Blut aus dem Ringfinger, und wiederhole das Kamalākṣī-Mantra: Oṃ śrīṃ, Lotusäugige, ziehe [Name] herbei, ziehe sie herbei! Oṃ phaṭ. Zuerst wiederhole man dieses Mantra 1.001-mal. Dann nehme der Verständige die Birkenrinde und forme ein Kügelchen. Man umhülle es mit feuchter Erde aus der Fußspur des Ziels, trockne es in der Sonnenglut und umhülle es nochmals mit den drei scharfen Stoffen. Man forme eine weibliche Gestalt und lege das Kügelchen in ihren Bauch. Man setze die das Ziel darstellende Figur in ein Gefäß. Nachts an einem einsamen Ort, ihr zugewandt, wiederhole der Praktizierende das Mantra, solange der Geist [bei ihr] bleibt und bis sie erschrocken herbeikommt, ihre Gestalt von Liebessehnsucht ermattet.“ [Die Gefäßanweisung wiederholt auch das Einlegen des Kügelchens; der genaue Ablauf ist nicht völlig klar.]
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Besondere historische Anwendungen
P3-0253 · 32
Nun das Gefügigmachen. Das Cāmuṇḍā-Mantra: Tārā, „Cāmuṇḍā, siegreiche Cāmuṇḍā, betöre [Name], mache ihn gefügig! Svāhā.“
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P3-0254 · 33
Die Meditation: „Cāmuṇḍā ist von den Spitzen ihrer Fangzähne erschreckend, mit schönem Gesicht, in dichter Dunkelheit. Ihre rechten Hände tragen Khaṭvāṅga und Donnerkeil, die linken Schlinge und Kopf. Dunkel, mit gelbbraunem Haar, furchterregend und mit Tigerfell bedeckt, hat sie einen Leichnam als Reittier. Stets sollen die Praktizierenden während des Japa über sie meditieren.“ [gūḍha in der Handbeschreibung ist unklar.]
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P3-0255 · 34
„Nach 100.000 Wiederholungen [opfere man] ein Zehntel mit Kiṃśuka-Blüten im Feuer. Die Göttin Cāmuṇḍā verleiht den Praktizierenden schon durch ihren Namen rasch die Frucht.“
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P3-0256 · 35
Nun das Stiften von Feindschaft: „Von gegenseitigem heftigem Eifer erzürnt, im Kampf miteinander verbunden [sind zwei Tiere beziehungsweise Personen]. Der Praktizierende nehme den durch ihre Krallen aufgewirbelten Staub. Durch Schlagen mit diesem Staub entsteht Feindschaft; mit der Mischung entsteht sicher gegenseitige Feindschaft der Gegner. Mit Büffel- und Pferdemist und Kuhurin schreibe man die Namen zweier Personen; zwischen diesen entsteht rasch gegenseitige Feindschaft.“ [Die erste Beschreibung nennt ihre Träger nicht ausdrücklich.]
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P3-0257 · 36
„Mit Büffel- und Pferdeblut schreibe man auf ein Tuch vom Verbrennungsplatz die Namen; zwischen den so Benannten entsteht gegenseitige Feindschaft.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0258 · 37
„In der Mitte eines sechseckigen Cakras [schreibe man] die Namen der Gegner. Ich werde das Mahābhairava genannte Mantra beschreiben.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0259 · 38
„Oṃ, Verehrung Mahābhairava, der auf dem Verbrennungsplatz wohnt! Stifte, stifte Feindschaft zwischen [Name] und [Name]! Hūṃ phaṭ.“ Man schreibe dieses Mantra dort; sicher entsteht Feindschaft.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0260 · 39
„Ich werde eine andere, auf Erden schwer zugängliche Anwendung beschreiben. Schon durch ihre Kenntnis entsteht sicher Feindschaft unter den Gegnern.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0261 · 40
„Oṃ, Verehrung der erhabenen Śmaśānakālikā! Bringe [Name] zur Feindschaft, bringe ihn zur Feindschaft! Erschlage, erschlage! Gare, gare! Zerreibe, zerreibe! Hūṃ phaṭ svāhā.“ „Mit diesem König der Mantras bringe der reine Verständige im Feuerbecken Neemblätter mit scharfem Öl als Feueropfer dar. Er entzünde Khadira-Feuer vom Verbrennungsplatz und bringe zehntausend Gaben mit Sesam, Gerste und ungebrochenen Reiskörnern dar. Er vergegenwärtige die Göttin Kālikā: strahlend wie Saphir, blau wie der Himmel, überaus grimmig, Bezwingerin von Göttern und Dämonen; dreiäugig, mit gewaltigem Getöse, mit sämtlichem Schmuck; Schädelschale und Schneidemesser in den Händen, über Mond und Sonne stehend, in einem Netz von Pfeilen, umgeben von Verstorbenen und Bhairavas, in der Wildnis der Ahnen wohnend, sämtliche Vollkommenheiten verleihend. Nach Verehrung der großen Göttin mit hingebungsvollem Geist opfere man vielfältige Blumen und Gaben aus Opferziegen im Feuer. Man nehme die Asche und bewahre sie mit dem Mantra besprochen auf. Wen man mit dieser Asche trifft, bei dessen Menschen entsteht Feindschaft.“ [sarajāla ist hier wörtlich als Pfeilnetz wiedergegeben.]
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P3-0262 · 41
„Wenn Feuer kalt wird, wenn die Sonne auf die Erde fällt, wenn der Ozean austrocknet und der Mond herabstürzt: [Erst] dann, o Göttin, könnte dieser schwer zugängliche König der Anwendungen unwahr werden.“ [Der Ausgangstext liest yadā, „wenn“, auch in der Schlusszeile.]
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P3-0263 · 42
„Der Praktizierende zeichne den König der Cakras, ein Sechseck, versehen mit den Namen der Feinde, und bewirke mit den zuvor genannten Stoffen Feindschaft.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0264 · 43
„Oṃ drāṃ, Feindschaftstifterin, stifte, stifte gegenseitige Feindschaft zwischen [Name] und [Name]! Svāhā.“ Außerhalb des Yantras schreibe man dieses Mantra mit den zuvor genannten Stoffen. Sie werden einander feind; dies ist die Anwendung nach der Kubjikā-Lehre.
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P3-0265 · 44
Nun die Vertreibung: „Ich werde das Vertreibungsverfahren beschreiben, wie es im Śrīmatottara genannt wird. Auf ein Neemblatt schreibe man den Namen mit Büffel- und Pferdemist: Oṃ, Verehrung! Krähen-Schnäblige, Weißangesichtige, vertreibe [Name]! Hūṃ phaṭ. Man verehre dieses Mantra und schreibe es mit den zuvor genannten Stoffen. Dann opfere man das ganze Krähennest aus einem Neem-Baum im Feuer. Man bringe Feuer vom Verbrennungsplatz herbei, entzünde es mit Datura-Holz und opfere mit den großen Ölen oder scharfen Stoffen. Mit dem zuvor genannten Mantra [opfere man] das Blatt, getränkt mit scharfem Senföl, nachdem man Dhavalāmukhī mit fünf Gaben verehrt hat. Der Mantrakundige werfe die Asche auf das Haus des Feindes. Mit meditierendem Geist erfolgt die Vertreibung des Feindes.“
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P3-0266 · 45
„Rauchfarben, dreiäugig, mit dem Mond als Kopfschmuck, mit einem Knoten verfilzter Haare und in Tigerfell gekleidet; von mageren Gliedern, mit einer Knochenkette, in der Lotushand ein Schneidemesser, mit tief liegenden Augen und schönen Fangzähnen, ihr Bauch dem Unterweltabgrund gleich: So vergegenwärtige man die große Göttin im Geist und führe die Vertreibung des Gegners aus.“
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P3-0267 · 46
„O große Herrin, dieses Anwendungsverfahren wurde im Vīratantra beschrieben. Es ist sorgfältig geheim zu halten und niemals öffentlich zu machen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0268 · 47
Ferner: „An einem Samstag oder Dienstag nehme man einen vier Fingerbreiten langen menschlichen Knochen, beschrifte ihn mit [niśārama, unklarer Stoff] und werfe ihn in das Haupthaus. Innerhalb von sieben Tagen bewirkt dies die Vertreibung des Feindes.“ Die Mantras: „Hūṃ, bewirke, bewirke die Vertreibung von [Name]! Svāhā.“ „Hūṃ, erschlage [Name], erschlage ihn! Svāhā.“
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P3-0269 · 48
Das Blockieren der Ausscheidung des Gegners: Man lege Kot des Gegners und einen Skorpion in eine in den Boden gegrabene Grube. Er stirbt durch die Blockade der Ausscheidung; werden [die Stoffe] herausgenommen, tritt Wohlbefinden ein. Das Mantra: „Oṃ, Lähmende, blockiere, blockiere die Ausscheidung von [Name]! Hūṃ phaṭ.“
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P3-0270 · 49
Nun die schädigende Ritualhandlung: Mit „Oṃ, du in gegnerischer Gestalt, Caṇḍikā, gib, gib den Feind [Name]! Svāhā“ bespreche man das Schwert, lese die Schwertmantras und verehre das Schwert. Man bespreche eine Ziege oder ein anderes Tier mit dem Namen des Feindes: „Du bist [Name]“, binde mit rotem Faden dreifach das Maul und vollziehe unter dem Feindesnamen die Lebensgegenwart. Man lese: „Oṃ, dies ist jener Feind, der [mich] hasst, hier in Tiergestalt. Vernichte ihn, große Göttin! Spheṃ spheṃ, verschlinge, verschlinge!“ Man lege eine Blume auf den Kopf des Opfertiers, lese das Bali-Mantra und verehre das Bali. „Heute, im Monat Āśvina, an Mahānavamī, [bringe] ich, Śrī [Name] Devaśarman aus dem Geschlecht [Name], [mit dem Wunsch:] Vernichte den Feind [Name]!, diese Ziege oder diesen Büffel, der Gottheit [Name] zugehörig, dir, der erhabenen Durgā, dar.“ Nach dieser Widmung trenne man [den Kopf] mit „Āṃ hūṃ phaṭ“ ab, spreche das Grundmantra und gebe Blut und Kopf mit „Dieses Blut für Durgā; Verehrung!“ Mit Fleisch von acht Körperteilen führe man unter dem Grundmantra das Feueropfer aus. [bhūlaṃ ist als beschädigte Form von mūlaṃ gelesen; der Widmungssatz ist syntaktisch unregelmäßig.]
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P3-0271 · 50
Nun die Mantras für eine leichte Geburt: „Oṃ, Manmatha, Manmatha, führe, führe! Lambodara, löse, löse! Svāhā.“ „Oṃ, gelöst sind die Schlingen und die Fesseln, gelöst durch die Sonne ihre Strahlen. Befreit von aller Angst ist die Leibesfrucht. Komm, komm, Mārīca! Svāhā.“ Mit einem dieser Mantras bespreche man Wasser achtmal und lasse es trinken. Dann erfolgt eine leichte Geburt. [Die Zuordnung der Sonnenstrahlen ist in der zweiten Zeile grammatisch unregelmäßig.]
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P3-0272 · 51
Nun die Art, unsichtbar zu werden: „Aus Fasern von Arka, Śālmali, Baumwolle, Seide und Lotus [fertige man] fünf Dochte in fünf menschlichen Schädelschalen; mit menschlichem Fett als Öl entstehen die Lampen. Mit fünf weiteren menschlichen Schädelschalen sammle man sorgfältig den Ruß, wie zuvor im Śiva-Tempel. Man vereinige den an fünf Stellen entstandenen [Ruß], bespreche ihn und bestreiche damit die Augen. Selbst von den Göttern wird man nicht gesehen.“
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P3-0273 · 52
Das Mantra: „Oṃ hūṃ phaṭ, Kālī, Kālī, große Kālī, verschlinge, verschlinge Fleisch und Blut! Göttin, kein Mensch möge [mich] sehen! Hūṃ phaṭ svāhā.“ Man bespreche [den Ruß] mit 1.008 Wiederholungen dieses Mantras. Dann bespreche man ihn 1.008-mal mit dem Grundmantra, gebe die Augensalbe an die Augen und wird in den drei Welten unsichtbar.
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Yoginī-Sādhana
P3-0274 · 53
Nun die Yoginī-Praxis. Im Bhūtaḍāmara: „Nun werde ich die vorzügliche Yoginī-Praxis beschreiben, genannt Verwirklichung sämtlicher Ziele, die verkörperten Wesen sämtliche Vollkommenheiten verleiht. Die höchst geheime Mahāvidyā ist selbst den Göttern schwer zugänglich.“
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P3-0275 · 54
„Durch ihre Verehrung wurde der Yakṣa-Herr zum Herrn des Reichtums. Ich werde ihre erste beschreiben, die Schöne der Götter, o Geliebte. Allein durch ihre Verehrung erlangt ein Mensch Königtum.“
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P3-0276 · 55
„Morgens erhebe man sich und führe Bad und die weiteren heiligen Handlungen aus. Man begebe sich zum Tempel und vollziehe die rituelle Mundspülung. Nach Praṇava spreche man sahasrāra hūṃ phaṭ und binde die Richtungen. Der Mantrakundige führe Atemregelung mit dem Grundmantra aus, bilde die sechs Glieder mit Māyā und zeichne einen achtblättrigen Lotus. In diesem Lotus setze man das große Mantra ein und führe den Lebens-Nyāsa aus. Man rufe die Pīṭha-Göttinnen herbei und meditiere über die weltgeliebte Göttin: hell wie der Vollmond, in vielfältigen Gewändern, mit vollen, hohen Brüsten, schön und allen Furchtlosigkeit verleihend. Nach dieser Meditation gebe man mit dem Grundmantra Fußwasser und die weiteren heiligen Gaben, dann Räucherwerk und Opferspeise, Duftstoff, Sandelholz und schönen Betel mit Kampfer. Praṇava, Bhuvaneśī, āgaccha surasundari, die Gemahlin des Feuers: Dieses Mantra wiederhole der Verständige täglich zu den drei Dämmerungszeiten jeweils 1.001-mal, stets über die Göttin meditierend. Am Monatsende vollziehe man den ganzen Tag schöne Bali-Verehrung und Japa; um Mitternacht kommt Sundarī.“ [āgaccha surasundari bedeutet „Komm, Surasundarī!“; sahasrāra bedeutet „Tausendspeichiger“.]
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P3-0277 · 56
„Wenn sie den Praktizierenden als ganz standhaft erkennt, kommt sie in sein Haus. Ganz gnädig steht sie vor ihm, stets mit lächelndem Gesicht. Sobald der vorzügliche Praktizierende die Göttin sieht, gebe er ihr Fußwasser und die weiteren heiligen Gaben, gutes Sandelholz und Blumen und nenne sein Begehren.“
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P3-0278 · 57
„[Er erbitte sie] als Mutter, Schwester oder Gemahlin, voller Hingabe. Ist sie die Mutter, gibt sie täglich Vermögen, wunderschöne Gegenstände und die erbetene Herrschaft.“
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P3-0279 · 58
„Er wird in der Welt wie ein Sohn behütet, wahrlich, wahrlich, ganz sicher. Als Schwester gibt sie Gegenstände und göttliche Gewänder; täglich bringt sie göttliche Mädchen und Nāga-Mädchen herbei. Was er auch erbittet, alles gibt sie täglich. Er wird in der Welt wie ein Bruder mit den im Geist gehegten Wünschen versorgt.“
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P3-0280 · 59
„Wird die schöne Göttin zur Gemahlin des Praktizierenden, so wird der vorzügliche Praktizierende in der Welt zum König über sämtliche Könige. Alles, was geschehen ist und was zukünftig sein wird, teilt sie dem vorzüglichen Praktizierenden gewiss mit.“
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P3-0281 · 60
„Im Himmel, in der Menschenwelt und der Unterwelt ist seine Bewegung überall sicher. Was die Göttin alles gibt, lässt sich nicht beschreiben. Der vorzügliche Praktizierende vereinigt sich auch sexuell mit ihr. Er verzichte auf den Umgang mit anderen Frauen; andernfalls geht er sicher zugrunde.“
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P3-0282 · 61
„Dann werde ich eine andere, einst von Brahmā geschaffene Praxis beschreiben. Man begebe sich ans Flussufer, führe Bad und die weiteren Handlungen aus und zeichne nach allen zuvor genannten Handlungen ein Maṇḍala mit Sandelholz.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0283 · 62
„Man schreibe das eigene Mantra dort hinein, rufe die Göttin herbei und meditiere über Manoharā: mit Rehaugen, einem Gesicht wie der Herbstmond, Lippen wie Bimba-Früchte, mit Sandelholzduft bestrichen, in chinesischer Seide, mit vollen Brüsten, anmutig, dunkel, vielfältig und stets Wünsche erfüllend. Nach dieser Meditation verehre [beziehungsweise wiederhole das Mantra der] Göttin mit Agaru-Räucherwerk, Lampen, Duftstoff, Blütenessenzen und Betel samt den weiteren Gaben unter dem Grundmantra.“ [japed steht an der Stelle, an der die Gabenfolge eine Verehrung erwarten lässt.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0284 · 63
„Tārā, Māyā, gaccha manohare, die Geliebte des Feuers. Mit heiterem Geist wiederhole man das Mantra täglich zehntausendmal. Am Monatsende vollziehe man den ganzen Tag vorzügliches Japa und wiederhole bis Mitternacht. Wenn Manoharā den Praktizierenden als standhaft erkennt, kommt sie ganz gnädig zu ihm: Wähle rasch den Segen, der dir im Geist liegt!“ [gaccha bedeutet „geh“; möglicherweise fehlt ā-, „komm“, doch die überlieferte Form ist erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0285 · 64
„Auch der vorzügliche Praktizierende meditiere über sie und verehre sie freudig mit Fußwasser und den übrigen Gaben. Atemregelung und die sechs Glieder vollziehe er mit Māyā.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0286 · 65
„Man bringe frisches Fleisch als Bali dar und verehre Manoharā gesammelt mit Sandelholzwasser, Blumen und Früchten. So verehrt und gnädig gewährt sie das Erbetene.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0287 · 66
„Täglich gibt sie dem Praktizierenden hundert Goldstücke. Er soll sie vollständig ausgeben; bleibt etwas übrig, wird sie nichts mehr geben.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0288 · 67
„Mit einer anderen Frau darf er keinen Umgang haben; wahrhaftig wurde dies gesagt. Seine Bewegung wird ungehindert, ohne Zweifel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0289 · 68
„Diese Vidyā habe ich dir beschrieben; sie ist von Göttern und Dämonen streng geheim zu halten. Durch Liebe und Hingabe zu dir bin ich gebunden, höchste Herrin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0290 · 69
„Dann werde ich eine andere Praxis beschreiben; höre mit gesammeltem Geist, Geliebte! Der vorzügliche Praktizierende begebe sich unter einen Banyanbaum und verehre die Göttin. Atemregelung und die sechs Glieder vollziehe er mit Māyā.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0291 · 70
„Man bringe frisches Fleisch als Bali dar und verehre sie gesammelt. Täglich gebe man ihr Arghya mit Ucchiṣṭa-Blut.“ [Die genaue Bedeutung dieser Blutbezeichnung wird hier nicht erläutert.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0292 · 71
„O Geliebte, die Göttin hat ein gewaltiges Antlitz und Lippen wie reife Bimba-Früchte; die junge Heilbringende trägt rote Gewänder und erfüllt alle Wünsche. Nachdem der vorzügliche Praktizierende so meditiert hat, wiederhole er das Mantra zehntausendmal. Sieben Tage verehre er sie; am achten verfahre er vorschriftsgemäß. Täglich verehre er mit Körper, Geist und Rede.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0293 · 72
„Tārā, Māyā, Kūrca, dann rakṣa karmaṇi; darauf āgaccha kanakānte … vati svāhā: Dies ist das große Mantra. Nach Darbringung eines schönen Bali wiederhole man bis Mitternacht.“ [Der Wortteil bedeutet ungefähr „Beschütze bei der Handlung! Komm, Goldgeliebte!“; kanakānte tu vati ist beschädigt und wahrscheinlich Teil des Namens Kanakāvatī.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0294 · 73
„Wenn sie den vorzüglichen Praktizierenden als standhaft erkennt, kommt sie in sein Haus. Sobald er sie sieht, gebe er Arghya und die übrigen Gaben.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0295 · 74
„Dann wird sie samt ihrem Gefolge [zu ihm kommend] seine Gemahlin bei Liebesgenüssen. Nachdem sie Kleidung, Schmuck und die übrigen Dinge abgelegt hat, geht sie in ihre eigene Wohnstatt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0296 · 75
„So wird sie stets nach dem Wunsch des Praktizierenden seine Gemahlin. Der Verständige lasse die eigene Gemahlin zurück und verehre sie.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0297 · 76
Kāmeśvarī: „Nun werde ich Kāmeśvarī beschreiben, die sämtliche Wünsche erfüllt. Praṇava, Bhuvaneśānī, dann āgaccha kāmeśvari und die Gemahlin des Feuers: Dieses große Mantra bringt den Praktizierenden Glück.“ [āgaccha kāmeśvari bedeutet „Komm, Herrin des Begehrens!“.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0298 · 77
„Nach allen zuvor beschriebenen Handlungen zeichne man mit Gorocanā auf schönes Birkenpapier eine reich geschmückte Gestalt. Man besteige das Lager und wiederhole das Mantra mit gesammeltem Geist. Der Verständige wiederhole einen Monat lang täglich 1.001-mal und gebe gesammelt eine Lampe mit Ghee und Honig. [Man meditiere über] Kāmeśvarī: mondangesichtig, mit spielenden Bachstelzenaugen, stets beweglich, schön und mit Blütenwaffen als Pfeilen. So meditierend wiederhole man das Mantra; dann kommt sie um Mitternacht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0299 · 78
„Wenn sie den vorzüglichen Praktizierenden sieht, sagt sie: Gib mir einen Auftrag! Dann betrachte er sie als Gemahlin und gebe ihr Fußwasser und die übrigen Gaben.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0300 · 79
„Ganz gnädig erfreut die Göttin den Praktizierenden stets mit Speisen, Liebesgenuss und weiteren Dingen; sie behütet ihn stets wie ihren Gemahl.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0301 · 80
„Nachdem sie die Nacht mit Glück und Herrlichkeit verbracht und reichlich Vermögen, Kleidung, Schmuck und Gegenstände gegeben hat, geht sie gewiss am Morgen. So entsteht ihm täglich Vollkommenheit nach Wunschgestalt.“ [kāmarūpataḥ kann auch „nach Belieben“ bedeuten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0302 · 81
Ratisundarī: „Dann zeichne man auf ein Tuch eine Gestalt gemäß der Meditation: goldfarben, hell an den Gliedern, mit sämtlichem Schmuck, Fußreifen, Armreifen und Ketten, schön und lotusäugig. Nach dieser Meditation und Darbringung vorzüglichen Fußwassers wiederhole der Praktizierende das Mantra; mit Sandelholz und Jātī-Blüten, Guggulu-Räucherwerk und einer Lampe gebe er die Gaben unter dem Grundmantra.“ Das Mantra: „Tārā, Māyā, dann gaccha ratisundari und die Gemahlin des Feuers. Täglich wiederhole man achttausendmal.“ [gaccha bedeutet „geh“; wahrscheinlich ist āgaccha, „komm“, gemeint, doch die Quelle liest gaccha.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0303 · 82
„Am Monatsende vollziehe man den ganzen Tag die heilige Verehrung samt weiteren Handlungen, mit Ghee-Lampe, Duftstoff, Blumen und Betel. Der Wissende wiederhole das Mantra, bis Sundarī kommt. Wenn sie den vorzüglichen Praktizierenden als standhaft erkennt, kommt sie gewiss um Mitternacht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0304 · 83
„Dann verehre man sie voller Hingabe mit einer Girlande aus Jātī-Blüten. Ganz zufrieden erfreut sie den vorzüglichen Praktizierenden mit Liebesgenuss und Speisen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0305 · 84
„Als seine Gemahlin gewährt sie ihm den gewünschten Segen. Nachdem sie Schmuck und Weiteres abgelegt hat, geht sie gewiss am Morgen. Täglich kommt sie nach dem Wunsch des Praktizierenden. An einem einsamen, entlegenen Ort, o Göttin, entsteht Vollkommenheit, ohne Zweifel. Er lasse seine Gemahlin zurück und verehre sie; andernfalls geht er sicher zugrunde.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0306 · 85
Padminī: „Dann werde ich eine andere Praxis beschreiben, im eigenen Haus nahe Śiva. Der Anfang der Veden, Bhuvaneśī, āgaccha padmini und die Geliebte des Feuers: das große Mantra. Man führe alles wie zuvor aus, bereite ein Maṇḍala mit Sandelholz und schreibe das Grundmantra hinein. [Man meditiere über] die auf einem Lotus Sitzende, dunkel, mit vollen, hohen Brüsten, zarten Gliedern, lächelndem Gesicht und Augen wie rote Wasserlilienblätter. So meditierend wiederhole man täglich tausendmal. Am Monatsende, wenn Vollmond eintritt, verehre man vorschriftsgemäß. Der Praktizierende wiederhole mit standhafter Übung bis Mitternacht. Wenn sie seine Tüchtigkeit in allem erkennt, kommt sie in sein Haus.“ [āgaccha padmini bedeutet „Komm, Lotusreiche!“.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0307 · 86
„Als Gemahlin versorgt Padminī den Praktizierenden täglich mit verschiedenartigen göttlichen Speisen, Schmuck und weiteren Dingen. In der Welt und stets im Himmel wird er wie ein Gemahl behütet. Der vorzügliche Praktizierende lasse seine Gemahlin zurück und verehre stets sie, o Geliebte.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0308 · 87
Naṭinī: „Nun werde ich die Mahāvidyā beschreiben, durch deren Erkenntnis der verständige Viśvāmitra die Vidyās Balā und Atibalā verwirklichte, o Geliebte.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0309 · 88
Das Mantra: „Nach Praṇava Mahāmāyā, naṭini und die Geliebte des Feuers. Diese als Mahāvidyā bezeichnete [Vidyā] ist sorgfältig geheim zu halten.“ [naṭini bedeutet „O Tänzerin!“.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0310 · 89
„Man begebe sich zu einem Aśoka-Baum und bade wie zuvor. Alles führe man ganz gesammelt mit dem Grundmantra aus.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0311 · 90
„[Man meditiere über] die helle Göttin, die die drei Welten bezaubert, in vielfältigen Gewändern, mit vielfältigem Schmuck, schön und wie eine Tänzerin gekleidet. So meditierend wiederhole man täglich tausendmal.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0312 · 91
„Man verehre mit Fleischgaben und bringe Räucherwerk und Lampen dar. Der Verständige gebe ihr stets Duftstoff, Sandelholz und Betel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0313 · 92
„Einen Monat lang verehre sie der vorzügliche Praktizierende voller Hingabe. Am Monatsende vollziehe er eine große Verehrung. Nachdem sie dem vorzüglichen Praktizierenden um Mitternacht etwas Angst bereitet hat und ihn als standhaft erkennt, kommt sie in sein Haus.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0314 · 93
„Mit sämtlichen Vidyās und leicht lächelndem Gesicht [spricht sie]: Wähle rasch den Segen, den du im Geist hegst! Wenn der vorzügliche Praktizierende dies hört, vergegenwärtige er sie im Geist voller Zuneigung als Mutter, Schwester oder Gemahlin und stelle sie durch Hingabe zufrieden. Naṭinī erfüllt dies vollständig.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0315 · 94
„Ist die Göttin die Mutter, behütet sie ihn freudig wie einen Sohn und gibt ihm täglich hundert Goldstücke und vollkommene [beziehungsweise Vollkommenheit verleihende] Gegenstände.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0316 · 95
„Ist sie die Schwester, bringt sie täglich ein Göttermädchen, ein Nāga-Mädchen oder eine Königstochter herbei und gibt sie ihm. Der Praktizierende kennt alle Nachrichten der Vergangenheit und Zukunft.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0317 · 96
„Mit Speisen und weiteren Gaben gibt sie die ersehnten Genüsse. Täglich gibt sie ihm gewiss hundert Goldstücke, o Geliebte. Was er auch wünscht, alles gibt sie, ohne Zweifel.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0318 · 97
Nun Madhumatī: „Ich werde die Mahāvidyā beschreiben; merke aufmerksam auf! Man zeichne freudig mit Safran eine Frau auf Birkenrinde, dann einen achtblättrigen [Lotus], und führe Nyāsa und die weiteren Handlungen aus, o Geliebte. Nach Lebens-Nyāsa und dem Weiteren meditiere man dort mit heiterem Geist.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0319 · 98
„Sie gleicht reinem Bergkristall und trägt vielfältigen Schmuck, geschmückt mit Fußreifen, Ketten, Armreifen und Edelsteinohrringen. So meditierend wiederhole man täglich tausendmal.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0320 · 99
„Am ersten Mondtag beginnend verehre man mit Blumen und weiteren Gaben. Mit Räucherwerk und Lampen verehre man freudig zu den drei Dämmerungszeiten.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0321 · 100
„Am Vollmondtag verehre der vorzügliche Praktizierende mit Duftstoffen und den übrigen Gaben, mit Ghee-Lampe, Räucherwerk und schöner Opferspeise. Tag und Nacht vollziehe man ganz gesammelt Japa. Im Morgengrauen kommt sie gewiss zum Praktizierenden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0322 · 1
„Mit freundlichem Gesicht erfreut sie den vorzüglichen Praktizierenden immer wieder durch Liebesgenüsse und Speisen, durch Mädchen der Götter, Dämonen, Gandharvas, Vidyādharas, Yakṣas und Rākṣasas sowie Edelsteinschmuck. Sie gibt gewiss göttliche Stoffe zum Kauen, Saugen und Weiteres.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0323 · 2
„Was im Himmel, in der Menschenwelt und Unterwelt vorhanden ist, o Geliebte, wird wahrhaftig entsprechend den Wünschen des Praktizierenden herbeigebracht und gegeben.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0324 · 3
„Stets gibt sie ihm täglich hundert Goldstücke. Nachdem sie dem Praktizierenden einen Segen gewährt hat, geht sie in ihre eigene Wohnstatt.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0325 · 4
„Durch die Gnade ihres Segens wird er gewiss langlebig, frei von Krankheit, allwissend, schön, wohlhabend und überallhin gehend. Der vorzügliche Praktizierende erfreut sich täglich mit ihr, o Göttin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0326 · 5
Das Mantra: „Tārā, Māyā, dann gaccha anurāgiṇi maithunapriye und die Gemahlin des Feuers. Dieses Mantra wird als sämtliche Vollkommenheiten verleihend bezeichnet.“ [Der Wortteil lautet wörtlich „Geh, Liebende, Liebesvereinigung zugeneigte!“; wahrscheinlich ist āgaccha, „komm“, intendiert.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0327 · 6
„Dies ist Madhumatī, die sämtliche Vollkommenheiten verleiht, o Geliebte. Diese, geheimer als das Geheime, wurde aus Liebe zu dir beschrieben.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0328 · 7
Bestimmung von Zeit, Befähigten, Ort und Weiterem für die Yoginī-Praxis. Die Göttin sprach: „Die heilige, glückbringende Praxis der Yakṣiṇīs habe ich gehört. Zu welcher Zeit und nach welcher Vorschrift ist sie auszuführen, Herr? Wer ist dazu befähigt? Sage es in Kürze, Herr!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0329 · 8
Īśvara sprach: „Im Frühling führe der Verständige die Praxis aus, von opfergeeigneter Speise lebend, mit beherrschten Sinnen, stets der Meditation zugewandt und voller Sehnsucht nach ihrer Schau.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0330 · 9
„An einem entlegenen Ort oder in einsamer Gegend, besonders in Kāmarūpa: Man begebe sich an einen dieser Orte und führe die Praxis ganz gesammelt aus. Nach dieser Vorschrift wird [die Göttin] unmittelbar gegenwärtig, ohne Zweifel.“ [ujjaṭa ist als einsamer beziehungsweise entlegener Ort verstanden.]
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P3-0331 · 10
„Alle Diener der Göttin sind hier besonders befähigt. Auch [andere] sind befähigt, mit Ausnahme eines Dieners des Tāraka-Brahman.“ [Die zweite Zeile vināpy … ist grammatisch mehrdeutig; sie könnte auch „auch ohne [Dienerschaft am] Tāraka-Brahman“ bedeuten.] Damit endet der Abschnitt über die Yoginī-Praxis.
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Verehrungsgrundlagen und Yantra-Weihe
P3-0332 · 11
Nun die Bestimmung der Unterlage für die Verehrung. Im Nāradīya: „Wasser, Feuer, Herz, ein aus Viṣṇus Feld stammendes Cakra, Yantra und Bildgestalt sind stets Orte der Verehrung Haris.“
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P3-0333 · 12
Im Gautamīya: „Stets ist Hari im Śālagrāma, in einem Edelstein, Yantra, Bild oder Maṇḍala zu verehren, jedoch nicht auf bloßem Erdboden.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0334 · 13
„Durch Berührung eines Śālagrāma-Steins werden Sünden aus zehn Millionen Geburten vernichtet. Um wie viel mehr durch Verehrung darin, die Haris Gegenwart herstellt!“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0335 · 14
„Wenn man durch Verdienste vieler Geburten einen schwarzen Stein mit einem Kuhhufzeichen erhält, endet dadurch das [erneute] Geborenwerden.“ Daraus folgt der Vorrang des Steins bei der Viṣṇu-Verehrung; Maṇḍalas und die übrigen [Unterlagen] sind hingegen allgemein verwendbar.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0336 · 15
Im Yoginītantra: „Man verehre die Göttin im Liṅga, ebenso in einem Buch; Mahāmāyā im Maṇḍala, im Yantra und in Bildgestalten. Im Wasser oder im Stein verehre man die höchste Herrin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0337 · 16
Im Kaulāvalīya: „Wo Aparājitā- und Hibiskusblüten vorhanden sind, weißer und roter Oleander oder Droṇa, dort wohnt die Göttin stets. In deren Yantra [vollziehe man] die Verehrung Caṇḍikās.“ All dies gilt, wenn ein Yantra fehlt. [Droṇa ist ein Pflanzenname.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0338 · 17
Ferner: „Das Yantra gilt als aus Mantra bestehend; das Mantra wird auch als Gottheit bezeichnet. Wie Körper und Selbst verschieden sind, so Yantra und Gottheit. Deshalb zeichne man zuerst das Yantra und die Gestalt der Gottheit.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0339 · 18
„Weil es sämtliches Leid beherrscht, das aus Verlangen, Zorn und den übrigen Fehlern entsteht, nennt man es Yantra. Darin wird der verehrte Gott erfreut.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0340 · 19
„Ohne Yantra wird die Gottheit nicht gnädig. Weil es Leid beherrscht, nennen es die Tantrakundigen Yantra.“ Somit hat das Yantra bei der Verehrung Vorrang.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0341 · 20
Nun die Weihe des Yantras. Im Vāmakeśvaratantra sprach Bhairavī: „Die Unterschiede der Cakras habe ich durch deine Gnade gehört, großer Gott. Nun möchte ich die Bestimmung des Einsetzungsrituals hören.“
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P3-0342 · 21
Śrī Śaṅkara sprach: „Höre, hochbegnadete Göttin, Weltschöpferin, Kaulinī, die Bestimmung sämtlicher Laute als Bestandteil seines abschließenden Rituals.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0343 · 22
„Nach dem Bad fasse der Mantrakundige den Entschluss und verehre den Guru. Er bereite die fünf Erzeugnisse der Kuh und bespreche sie mit dem Śiva-Mantra. Mit Praṇava lege er das Cakra hinein. Dann nehme er es heraus und lege es in ein Goldgefäß. Mit den fünf Nektaren, Milch, kühlem Wasser, Sandelholz, Duftstoffen, Moschus und Safran, der Reihe nach mit Milch, Joghurt, Ghee, Honig, Zucker und Weiterem führe der Verständige das Fünf-Nektar-Verfahren aus, unterbrochen von Wasser und Räucherwerk.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0344 · 23
„Mit acht goldenen Krügen, mit Wasser und herben Pflanzenauszügen gefüllt, lasse man die Göttin das vorzügliche Bad nehmen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0345 · 24
„Nach dem Bad stelle man die Göttin auf ein goldenes Pīṭha. Wir erkennen den König der Yantras; wir meditieren das große Yantra. Dieses Yantra möge uns anregen! Man berühre das Yantra mit einer Kuśa-Spitze und bespreche es 108-mal mit dieser Gāyatrī, o Göttin, zur Verwirklichung des Gottheitszustands.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0346 · 25
„Dann reinige man sich selbst und verehre die Gottheit mit den sechs Gliedern. Man rufe die Göttin dort herbei und führe Lebens-Nyāsa aus. Mit sechzehn Gaben, mit Mahāmudrā und den übrigen [Mudrās], mit Früchten, Betel und Opferspeisen verehre man die Göttin dort.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0347 · 26
„Man gebe Seidenfaden und Weiteres, Kleidung und Schmuck, Hammer, Wedel und Glocke nach Angemessenheit, o Maheśvarī. All dies gebe man sorgfältig, auf das eigene Heil bedacht.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0348 · 27
„Dann wiederhole man tausendmal, zur Erfüllung aller gewünschten Ziele. Nach dem Bali-Opfer verneige man sich vor dem König der Yantras.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0349 · 28
„Nach 108 Feueropfergaben gebe man das Sampāta-Ghee [auf das Yantra]. Ist man zum Feueropfer nicht imstande, vollziehe man die doppelte Zahl von Mantrawiederholungen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0350 · 29
„Man bringe eine Kuh herbei, mit goldenen Hörnern und weiterem Schmuck versehen, und gebe sie dem Guru als Ehrengabe. Dann entlasse man die Göttin.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0351 · 30
Im Tantrapradīpa: „Stellt man das Yantra auf einer [Tafel, Lesart phala], an einer Wand oder auf Stoff auf, o Herrin, verliert man Vermögen, Getreide, Söhne, Enkel, Ruhm und Lebensdauer.“ [Die Zeile enthält keine ausdrückliche Verneinung der Aufstellung; die nachfolgende Stelle klärt den negativen Sinn.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0352 · 31
Auch anderswo: „Wer an Söhnen, Enkeln, Haus und den übrigen Dingen hängt, o Göttin, soll das Yantra weder an einer Wand noch auf Tuch oder einer Tafel aufstellen.“
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0353 · 32
Nun das Verfahren der Yantra-Weihe: Nach den täglichen Handlungen fasse man, eingeleitet durch Segensformeln, den Entschluss: „Heute … Ich, Śrī [Name] Devaśarman aus dem Geschlecht [Name], werde zur Freude der Gottheit [Name] die Yantra-Weihe ausführen.“ Man bringe die fünf Erzeugnisse der Kuh herbei, bespreche sie 108-mal mit „hauṃ“ und lege mit Praṇava das Yantra hinein. Dann nehme man es heraus und lege es in ein Goldgefäß oder anderes [geeignetes Gefäß]. Man bade es mit kühlem Wasser, Sandelholz, Duftstoff, Moschus und Safran, bringe die fünf Nektare herbei, bespreche sie 108-mal mit „hauṃ“, reinige sie wie zuvor und bade [das Yantra] damit.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0354 · 33
Das Verfahren: Zuerst bade man mit Milch, dann erneut mit Wasser und gebe Räucherwerk. Ebenso verfahre man mit Joghurt, Ghee, Honig und Zucker. Dann bade man mit Milch und kühlem Wasser, [mit Duftstoff, Sandelholz, Moschus und Safran]. Darauf bade man mit Wasser aus acht goldenen Krügen, vermischt mit Safran und Rocanā. Bei jedem Bad verwende man das Grundmantra.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0355 · 34
Dann nehme man das Yantra heraus, lege es in ein anderes Gefäß und berühre es mit einer Kuśa-Spitze. Man bespreche es 108-mal mit der Gāyatrī „Wir erkennen den König der Yantras; wir meditieren das große Yantra. Dieses Yantra möge uns anregen!“ und vollziehe die Einsetzung der Lebenskräfte.
Textvergleich: IAST · Devanagari
P3-0356 · 35
Im Viśvasāratantra: „Die Gottheiten des Mantras zur Einsetzung der Lebenskräfte sind die Brahmanen beziehungsweise Brahmā und die übrigen [Lesart brāhmaṇādayaḥ]. Brahmā, Viṣṇu und Rudra werden als Seher genannt; Ṛg, Yajus und Sāman [setze man] als Versmaße ein.“ Für dieses Mantra sind Brahmā, Viṣṇu und Maheśvara die Seher, Ṛg, Yajus und Sāman die Versmaße, Bewusstsein die Gottheit; seine Anwendung gilt der Einsetzung der Lebenskräfte. [Die Gottheitsangabe des Verses weicht von der Prosa ab.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
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Das Verfahren: „Āṃ hrīṃ kroṃ yaṃ raṃ laṃ vaṃ śaṃ ṣaṃ saṃ hauṃ haṃsaḥ: Die Lebenskräfte der Gottheit [Name] seien hier als Lebenskräfte gegenwärtig!“ Ebenso mit āṃ und der weiteren Lautfolge: „Das Lebewesen der Gottheit [Name] ist hier gegenwärtig!“ Ebenso: „Sämtliche Sinne der Gottheit [Name]!“ Ebenso: „Rede, Geist, Auge, Ohr, Geruchssinn und Lebenskräfte der Gottheit [Name] mögen hierher kommen und glücklich lange verweilen! Svāhā.“ Nach dieser Einsetzung der Lebenskräfte rufe man die Gottheit dort herbei und verehre sie mit sechzehn oder fünf Gaben. [Interne Nummer 35-ka.] Im Bhairavatantra heißt es: „Man vergegenwärtige die Gestalt mit dem Grundmantra und führe Lebens-Nyāsa aus. Māyā, am Anfang und Ende Pāśa und Aṅkuśa, die sieben mit ya beginnenden Laute mit Bindu, Viyat verbunden mit Satya und Indu; am Ende spreche man haṃsa. Ihre Lebenskräfte seien hier als Lebenskräfte gegenwärtig! Dann: Ihr Lebewesen ist hier gegenwärtig! Erneut spreche man: Sämtliche ihrer Sinne! Und die Wörter für ihre Rede, ihren Geist, ihr Auge, Ohr und ihren Geruchssinn; die Lebenskräfte mögen hierher kommen und glücklich lange verweilen! Zweimal ṭha.“ Nach dieser Einsetzung der Lebenskräfte rufe man die Göttin herbei. [Die verschlüsselten Bījas entsprechen der vorangestellten Lautfolge; die Namen sind als Lautanweisungen erhalten.]
Textvergleich: IAST · Devanagari
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Dann verehre man die sechs Glieder, gebe Seidenfaden und weitere Gaben, wiederhole 1.008-mal und bringe, wenn möglich, ein Bali dar. Man opfere 108-mal im Feuer und gebe bei jeder Gabe den Sampāta [Ghee-Rest auf das Yantra]. Ohne Feueropfer ist die doppelte Zahl von Wiederholungen auszuführen. Dann gebe man die Ehrengabe und stelle die Fehlerfreiheit des Rituals fest.
Textvergleich: IAST · Devanagari
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Damit endet die Vorschrift der Yantra-Weihe. Damit endet das dritte Kapitel des vom großen Gelehrten Śrī Kṛṣṇānanda Bhaṭṭācārya verfassten Tantrasāra.
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Weiterführendes Studium
Die Einordnung, Erläuterungen zur Textgrundlage und Grenzen unsicherer Lesarten findest du im Hauptartikel. Die vollständige Übersetzung ermöglicht das Studium im Zusammenhang; die Lehr- und Gebetsauswahl vertieft ausgewählte Themen. Begleitend bietet das folgende Yoga-Vidya-Video eine heutige Erläuterung; es ist kein Kommentar zu jeder historischen Ritualvorschrift.
Siehe auch
- Kularnava Tantra
- Mantramahodadhi
- Sharada Tilaka Tantra
- Prapanchasara Tantra
- Nityotsava
- Shri Vidyarnava Tantra
- Shakta Pramoda
- Mahakala Samhita
- Rudrayamala Tantra
- Kulacudamani Tantra
- Nitya Shodashikarnava
Seminare
Kundalini Yoga
- 06.11.2026 - 08.11.2026 Kundalini Yoga Einführung
Gründliche Einführung in die Theorie und Praxis des Kundalini Yoga, Yoga der Energie. Die praktischen Übungen des Kundalini Yoga umfassen Pranayama (…- Arjuna Wingen
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Intensives Kundalini Yoga Seminar zur Erweckung der inneren Kundalini Energie, Erweiterung des Bewusstseins und Entfaltung des vollen Potentials. Yoga A…- Manuel Hirning
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Intensives Praktizieren der im Mittelstufen-Seminar gelernten Übungen für noch tiefere Erfahrung und Erweiterung des Bewusstseins ohne viel Theorie. L…- Sukadev Bretz, Shaktipriya Vogt, Radharani Birkner
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