Ashtamurti

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Ashtamurti Die acht Formen von Shiva. Diese acht Formen Shivas (Ashtamurti) sind: Die fünf Elemente, die Sonne, der Mond und der Priester, der die Opferriten vollzieht.

Swami Sivananda schreibt in seinem Buch: Lord Shiva and his Worship:

Vishnu erschien in der Mohini-Form nach dem er den Milch-Ozean aufgepeitscht hat. Shiva umarmte Vishnu in dieser Form. Sasta ist der Sprössling von Shiva und Mohini. Sasta wird auch Hari-Hara-Putra bzw. der Sohn von Hari und Hara, gerufen.

Appar wollte, dass alle Shaivas Vishnu nur als anderen Aspekt Shivas betrachten.

Laut Appar gibt es drei Aspekte Shivas.

(1) Der niedere Shiva, der die Welt auflöst und Jivas aus ihrer Gefangenschaft befreit.

(2) Die höhere Form wird Parapara genannt. In dieser Form erscheint Shiva als Shiva und Shakti (Ardhanarisvara). Es trägt den Namen Param Jyoti. Brahma und Vishnu waren nicht in der Lage, dieses Jyoti zu verstehen.

(3) Jenseits dieser zwei Formen gibt es Param bzw. das Ultimative Sein, aus dem Brahma, Vishnu und Rudra stammen. Es ist die reine Shaiva-Form. Es ist formlos. Es ist das Shivam des Shaiva Siddhanta. Es ist das Para Brahman aus den Upanischaden und Veden.

Mahavishnu aus dem Vishnu Purana korrespondiert mit Param aus dem Shaiva Siddhantins. Narayana bzw. der höhere Vishnu korrespondiert mit dem Param Jyoti des Appar bzw. Shaiva Siddhantins. Der niedere Vishnu hat die Aufgabe des Erhalts. Er korrespondiert mit dem niederen Shiva.

Was ist die tiefere Bedeutung aller Shaiva Anspielungen darüber dass Vishnu Shiva anbetet, und all der Vaishnava Anspielungen, dass Shiva Vishnu verehrt? Der niedere Shiva muss Naranyana, den Parapara oder Param Jyoti als über sich stehend annehmen. Der höhere Vishnu und der höhere Shiva sind identisch, aber sie sind Param, dem Höchsten, untergeordnet.

In dieser höchsten Ebene, die Shiva Mukti genannt wird, gibt es keine Dualität. Niemand kann etwas sehen, du musst bis zur Stufe unmittelbar unter dem Höchsten gelangen. Shiva Murti bzw. die Manifestation ist tieferstehend als der wahre "Shivam", der formlos ist.

Laut der Shaiva Siddhanta Philosophie gibt es sechundneunzig Tattvas (Dasheiten), und zwar: 24 Atma Tattvas, 10 Nadis, 5 Avasthas bzw. Zustände, 3 Malas bzw. Unreinheiten, 3 Gunas (Sattva, Rajas und Tamas), 3 Mandalas (Surya bzw. die Sonne, Agni bzw. das Feuer und Chandra bzw. der Mond), 3 Körperflüssigkeiten (Vata, Pitta und Sleshma bzw. Kapha), 8 Vikaras bzw. Modifikationen (Kama, Krodha, Lobha, Moha, Mada, Matsarya, Dambha und Asuya), 6 Adharas, 7 Dhatus, 10 Vayus, 5 Koshas und 9 Eingänge. Die vierundzwanzig Tattvas sind die 5 Elemente (Bhutas), 5 Tanmatras (Sabda, etc.), 5 Jnana Indriyas, 5 Karma Indriyas und 4 Karanas (Manas, Buddhi, Chitta und Ahamkara).

All diese 96 beziehen sich auf den Körper. Zusätzlich zu diesen 96 gibt es noch 5 Kanchukas oder Umhüllungen. Dies sind Niyati, Kaala, Kala, Raga und Vidya. Die 5 dringen in den Körper ein und bewirken die Ermüdung der Tattvas des Körpers und damit peinigen sie den Körper.