Putana

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1. Putana (Sanskrit: पूतना pūtanā f.) ist der Name einer Dämonin, der Tochter von Bali, in der Bhagavatam, der Bhagavata Purana. Putana war eine Amme, die von Kamsa gesandt wurde, um Krishna zu töten. Sie säugte viele Babys und vergiftete sie dann. Bei Krishna hatte diese Strategie aber keinen Erfolg: Krishna als Avatar, als Inkarnation Vishnus, war gegen Gifte immun und saugte vielmehr alle Schlechtigkeit aus Putana heraus. Das endete damit, dass Krishna Putana zu Tode saugte.

Baby Krishna

2. Putana ist auch ein Name der Chebulischen Myrobalane (Haritaki). Im Ayurveda findet Putana vor allem als Bestandteil von Triphala Anwendung.

3. Putana (Sanskrit: पूतना pūtana), eine Art Gespenst.

Sukadev über Putana

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Putana

Putana ist der Name einer weiblichen Asura, einer Dämonin, die von Kamsa geschickt worden war, um Krishna zu vergiften. Das ist eine lange Geschichte, und eine Geschichte, die keine schöne Geschichte ist. Sie war die Tochter von Bali, einem anderen Dämonen, und Kamsa war ein Dämon und dieser Kamsa hatte gehört, dass jemand geboren worden war, der ihn künftig vom Thron stürzen wollte oder sollte oder vom Thron stürzen würde. Also ließ Kamsa alle Babys töten, damit niemand da ist, der ihn töten könnte. In seinem eigenen Königreich erließ er deshalb den Befehl, alle Kinder umzubringen.

Da er aber nur ein Königreich hatte und nicht die ganze Welt regierte, sandte er dann Häscher aus und letztlich Mörder, Auftragsmörder, die die Kinder auch in den umliegenden Staaten umbringen sollten. Und insbesondere hatte Kamsa auch gehört, dass es einen Hirtenstamm gab, wo ein Kind war, das ganz besonders herausragend war, Krishna. Und so dachte er: "Vielleicht ist es Krishna." Und so schickte er dann eine Dämonin, nämlich Putana, damit sie ihre Brüste mit Milch füllt und ihn vergiftet. Sie sollte sich als Amme verdingen in den verschiedenen Orten, an den verschiedenen Stellen, und so sollte sie alle Kinder umbringen. Und dies machte dann Putana und ging von Dorf zu Dorf, verdingte sich als Amme, die den Kindern Milch gab, und die Kinder starben.

Aber Putana war eine Dämonin, wenn anschließend die Menschen sie mit Waffengewalt in Gefangenschaft nehmen wollten, konnten sie es nicht tun, Putana hatte unglaubliche Kräfte. So kam Putana auch zu Krishnas Hirtenstamm, und sie nahm Krishna und wollte ihn an ihrer Brust saugen lassen. Und Krishna saugte an ihrer Brust, aber anstatt dass er an der vergifteten Milch starb, starb stattdessen Putana. Putana fiel tot um, und das half dann ihr selbst, ihrer Seele, sich zu lösen von diesem Dämonen-Dasein. Ihr Körper wurde riesengroß, fiel herunter, zusammen mit allem schlechten Karma, das sie angehäuft hatte, und ihre Seele konnte sich befreien.

Putana war also eine Dämonin, eine Asura, die Krishna vergiften sollte und die stattdessen von Krishna von all ihrem negativen Karma befreit wurde. Er saugte das Gift aus ihr heraus. In diesem Sinne kannst du auch sagen, angenommen, du gehörst zu denjenigen, die vielleicht Dinge getan haben, die sie bereuen, und wo du feststellst, das war nicht richtig. Dann kannst du dich ganz an Gott wenden, du kannst Gott um Vergebung bitten, du kannst Gott bitten, dass er dir hilft. Und Gott wird aus dir die Papas, die Sünden, die Negativität heraussaugen, er wird dir helfen, dass du rein bist, dass du leicht bist, dass du die höchste Verwirklichung erreichen kannst.

Die meisten der Menschen, die zum Yoga hingezogen werden, sind zwar solche, die schon von Kindheit an hohe Ideale haben und hohe ethische Ansprüche, aber es gibt immer wieder solche, die wie vom Saulus zum Paulus, vom Verbrecher zum Heiligen werden. Ich kenne sogar Menschen, die im Gefängnis wegen Gewalttaten waren, im Gefängnis dann zum Yoga gekommen sind und dann zu großen Wohltätern der Menschheit geworden sind. Gerade weil sie gesehen haben, wie leicht man auf die schlechte Bahn kommt, sind sie so motiviert, alles daran zu setzten, anderen zu helfen.

In diesem Sinne, was auch immer du getan hast, bringe es Gott dar und vertraue darauf, Gott saugt letztlich alle Papas, alles schlechte Karma aus. Es kann dabei sein, dass etwas von dir abfallen muss, es kann sein, dass es irgendwie aufgebläht wird, um abzufallen. Aber vertraue Gott, Gott wird dir helfen, dich leicht zu fühlen.

Krishna und die Hexe Putana

Kurz nach Krishnas Geburt beauftragte Kamsa die Hexe Putana alle Kinder zu töten, die kürzlich in den Dörfern und Städten geboren waren. Putana gelang es dann auch, sich in Gestalt einer jungen, hübschen Frau im Haus Nandas und Yashodas Zutritt zu verschaffen. Sie lächelte die Einwohner Gokulas an, schaute ihnen in die Augen und diese waren von ihrer Schönheit gefangen. Und eben, weil sie so schön war, wie eine Göttin, wurde sie von niemandem daran gehindert in Krishnas Zuhause einzudringen. Als sie, die schon unzählige Kinder getötet hatte, Krishna in seinem Babybettchen sah, war ihr sofort klar, dass dieses Baby etwas ganz besonderes war.

Krishna schloss seine Augen und Putana nahm ihn hoch. Yashoda hinderte sie nicht daran, weil Puntana so wunderschön war und sie zudem auch noch so mütterlich wirkte wie eine Amme. Aber sie wusste nicht, dass die Hexe ihre Brüste mit einem tödlichen Gift eingerieben hatte, und sobald sie Krishna hochgenommen hatte, schob sie ihm gleich eine Brustwarze in den Mund.

Doch Krishna starb nicht daran, er trank nicht nur ihre Milch, sondern saugte ihr auch noch gleichzeitig die Lebenskraft aus dem Körper. Putana schrie wie von Sinnen, als sie Richtung Boden fiel. Sie nahm dabei wieder ihre ursprüngliche, häßliche Gestalt an. Ihr Körper wuchs dermaßen an, dass er Bäume umriss. Die Dorfbewohner hatten viel zu tun, um ihn in Stücke zu schneiden und dann auf riesigen Scheiterhaufen zu verbrennen.

Sie wunderten sich dann, dass der Rauch, der von den Scheiterhaufen aufstieg einen angenehmen Duft versprühte. Was sie nicht wussten war, dass Puntana zum Zeitpunkt ihres Todes ihre Befreiung erlangte. Denn obwohl sie in der Absicht zu Krishna gekommen war, ihn zu töten, so war doch er es, den sie gesucht hatte. Schließlich ist egal, in welcher Absicht man Gott sucht. Wenn das Einzige, das man will, der Wunsch nach Gott ist, dann wird es einem auch gelingen, ihn zu erreichen.

Putana im Ayurveda

Putana

Putana ist eine der wichtigsten ayurvedischen Heilpflanzen. Putana harmonisiert alle drei Doshas (Vata, Pitta und Kapha).

In der Charaka Samhita (Sutra Sthana 4.11, 13-14, 16, 18) gilt Putana (Haritaki) im Rahmen der Aufzählung der 50 Mahakashayas als Kushthaghna, Virechanopaga, Hikkanigrahana, Kasahara, Jvarahara und Vayahsthapana.

Die Frucht von Putana ist Teil der Triphala genannten Ayurveda Medizin.

Namen und Synonyme

  • deutsche Namen: Chebulische Myrobalane, Schwarzbrauner Myrobalanenbaum
  • englische Namen: yellow myrobalan, chebulic myrobalan
  • lateinischer Name: Terminalia chebula
  • Hindi: हरीतकी harītakī
  • Marathi: हिरडा hirḍā
  • Sanskrit: Putana, Haritaki, Haritaka, Harita, Abhaya, Jivapriya,

Rudrapriya, Chetaki, Jaya, Vijaya, Mangalya, Kayastha, Vayahstha, Shreyasi, Rohini, Devi, Shaka, Haimavati, Pathya, Shuklavacha, Shvetavacha

Verschiedene Schreibweisen für Putana

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann. Putana auf Devanagari wird geschrieben " पूतन ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen " pūtana ", in der Harvard-Kyoto Umschrift " pUtana ", in der Velthuis Transkription " puutana ", in der modernen Internet Itrans Transkription " pUtana ".

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Seminare

Ayurveda

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Indische Götter - Mythen und Legenden

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Bhakti Yoga

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