Chandana

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Santalum album - Sandelholzbaum

Chandana (Sanskrit: चन्दन candana m. u. n. ) ein Baum aus der Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae): Weißes Sandelholz (Santalum album), Gelbes Sandelholz, pulverisiertes Sandelholz, Sandelholzpaste.

Weißes und Gelbes Sandelholz entstammen beide dem Sandelholzbaum (Santalum album), wobei das Splintholz von weißer bis weißlich-gelber und das Kernholz von gelber Farbe ist.


Chandana im Ayurveda

In der Charaka Samhita (Sutra Sthana 4.10-11, 14, 17) gilt Chandana im Rahmen der Aufzählung der 50 Mahakashayas als Varnya, Kandughna, Vishaghna, Trishnanigrahana, Dahaprashamana und Angamardaprashamana.


Namen und Synonyme

  • deutsche Namen: Weißes Sandelholz, Sandelholz, Sandelholzbaum
  • englische Namen: sandalwood, Indian sandalwood, fragrant sandalwood, white sandalwood
  • lateinischer Name: Santalum album
  • Hindi: चंदन candan, संदल sandal
  • Tamil: சந்தநம் candanam


Bilder

  • Weißes Sandelholz [1]


Sukadev zu Chandana

Eine Devi Puja im Sivananda Saal, Bad Meinberg.

Chandana ist der Sandelholzbaum, das Sandelholz und die Sandelholz-Paste. Chandana oder auf Hindi Chandan ist ein Strauch bzw., wenn er größer wird, ein Baum. Und dieser Baum hat ein bestimmtes Holz. Dieses Holz ist sehr wohlriechend. Chandana gilt als heiliger Baum. Chandana ist insbesondere dem Vishnu und damit auch Krishna heilig. Aus Sandelholz gibt es Japa Malas, also Gebetsketten mit 108 Perlen. Diese bestehen dann eben aus Sandelholz und deshalb heißen sie dann Chandana Malas. In Indien wird im Verkaufsbereich oder bei den Händlern meistens dann Hindi gesprochen, zumindest in Nordindien, und dann sagt man Chandan Malas.

Chandana, also dem Vishnu besonders heilig. Aber die Sandelholz-Pflanze ist auch für alle heilig. Es gibt Murtis aus Sandelholz, also Götterfiguren. Die Murtis aus Sandelholz, aus Chandana, und auch aus Metall, sind Murtis, die man auch mitnehmen kann. Normalerweise, die Stein-Murtis, Marmor-Murtis, Granit-Murtis, sind solche, die fest installiert sind, wie man das so schön sagt, also die einen festen Platz auf dem Altar haben. Natürlich, notfalls kann man sie auch bewegen, aber normalerweise, die Stein-Murtis, Marmor-Murtis bleiben an einer Stelle. Währenddessen die Chandana-Murtis, die Murtis aus Sandelholz, die Götterfiguren aus Sandelholz oder auch aus Messing, diese kannst du auch als Wanderaltar nutzen.

Chandana spielt aber auch eine Rolle in der Puja. Es gibt die Sandelholz-Paste und die Sandelholz-Paste kannst du mit dem Ringfinger auf die Murtis auftragen, auf die Stirn, auf die Handflächen, die Füße, evtl. auch auf das Kehl- und Bauch-Chakra der Murtis. Das gilt als ein Teil der Puja, das Tilaka, das Auftragen der heiligen Pulver, gehört auch zum Alankara, zum Schmücken, dazu. In diesem Sinne ist dann die Sandelholz-Paste, Chandana, ein Zeichen der Verehrung Gottes, auch eine der drei Grundkräfte. Wir benutzen ja bei Yoga Vidya drei heilige Pulver. Wir benutzen Vibhuti, auch Bhasma genannt, also die heilige Asche als Symbol für Shiva. Wir benutzen Chandana als Symbol für Vishnu, Krishna, Rama. Und wir benutzen Kumkum, auf Englisch Red-Powder, ein aus der Turmeric-Wurzel gewonnenes rotes Pulver zur Verehrung der göttlichen Mutter und damit auch zur schöpferischen Kraft.

In Indien gibt es ja drei Hauptrichtungen: Es gibt die Vaishnavas, die daran erkennbar sind, dass sie Sandelholz-Paste auf die Stirn auftragen. Es gibt die Shaivas, die Verehrer von Shiva, die daran zu erkennen sind, dass sie Asche auf die Stirn auftragen. Und es gibt die Shaktas, auch als Tantrikas bezeichnet, die Verehrer der göttlichen Mutter, die daran zu erkennen sind, dass sie Kumkum auftragen, also rotes Pulver. Yoga Vidya entstammt einer traditionsübergreifenden Richtung. Man kann sagen, das ist die Yoga Vedanta Richtung, die versucht, alles miteinander zu verbinden, schon seit Shankaracharya und vielleicht sogar schon seit Krishna. Es geht also darum, alle Aspekte zu verbinden. Und das heißt dann, die Vaishnava Tradition, deshalb haben wir Chandana, die Sandelholz-Paste, auf dem dritten Auge. Wir haben Kumkum zur Verehrung der göttlichen Mutter, Durga, Saraswati, Lakshmi, Kali, rotes Pulver. Und Bhasma Vibhuti, die Asche, zur Verehrung von Shiva und seinen Manifestationen Ganesha und Subrahmanya. Chandana, die Vishnu geweihte Sandelholz-Pflanze als Material für Japa Malas, Gebetsketten, insbesondere auch für Murtis, Chandana Murtis, und Chandana auch als Sandelholz-Paste zum Auftragen des dritten Auges. Im Ayurveda wird auch Chandana gelobt. Chandana wirkt kühlend. Hier geht es mir mehr über die spirituellen Wirkungen von Chandana und die symbolhafte Bedeutung von Chandana. Chandana – Sandelholzbaum, Sandelholz-Paste, Sandelholz, gewidmet dem Vishnu, Krishna, Rama. Chandana – Sandelholz.

Siehe auch

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Infos zum Sanskritwort Chandana

Chandana , Sanskrit चन्दन candana, Sandelholz-Baum oder holz. Chandana ist ein Sanskrit Substantiv und kann ins Deutsche übersetzt werden mit Sandelbaum oder holz.

Durga siegt über den Büffeldämonen Mahishasasura


Verschiedene Schreibweisen für Chandana

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Chandana auf Devanagari wird geschrieben " चन्दन ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen " candana ", in der Harvard-Kyoto Umschrift " candana ", in der Velthuis Transkription " candana ", in der modernen Internet Itrans Transkription " chandana ".

Video zum Thema Chandana

Chandana ist ein Sanskritwort. Sanskrit ist die Sprache des Yoga. Hier ein Vortrag zum Thema Yoga, Meditation und Spiritualität

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Siehe auch


Zusammenfassung Deutsch Sanskrit - Sanskrit Deutsch

Deutsch Sandelbaum oder -holz. Sanskrit Chandana
Sanskrit Chandana Deutsch Sandelbaum oder -holz.