Absoluter Lokativ: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Absolute Lokativ''' oder '''Locativus absolutus''' ist eine besondere Verwendung des Lokativs (7. Fall, [[Saptami]]) in der [[Sanskrit Grammatik‏‎|Grammatik‏‎]] des [[Sanskrit]].
Der '''Absolute Lokativ''' oder '''Locativus absolutus''' ist eine besondere Verwendung des Lokativs (7. Fall, [[Saptami]]) in der [[Sanskrit Grammatik‏‎|Grammatik‏‎]] des [[Sanskrit]].


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:Solange die feinstofflichen Energiekanäle ([[Nadi]]) noch mit Verunreinigungen ([[Mala]]) angefüllt ([[Akula]]) sind, geht der Atem bzw. [[Prana]] ([[Maruta]] "Wind") gewiss nicht durch den mittleren Kanal (d.h. [[Sushumna]]).
:Solange die feinstofflichen Energiekanäle ([[Nadi]]) noch mit Verunreinigungen ([[Mala]]) angefüllt ([[Akula]]) sind, geht der Atem bzw. [https://www.yoga-vidya.de/prana/ Prana] ([[Maruta]] "Wind") gewiss nicht durch den mittleren Kanal (d.h. [[Sushumna]]).
:Wie sollte so der Zustand jenseits des Geistes ([[Unmani]]-[[Bhava]]) möglich sein, und wie sollte so das Erreichen ([[Siddhi]]) des Zweckes (von [[Yoga]], [[Karya]]) möglich sein?
:Wie sollte so der Zustand jenseits des Geistes ([[Unmani]]-[[Bhava]]) möglich sein, und wie sollte so das Erreichen ([[Siddhi]]) des Zweckes (von [[Yoga]], [[Karya]]) möglich sein?




==Weblink==
==Weblinks==
*[http://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/tag/sanskrit-text-romische-schrift,deutsche-ubersetzung/page/8/ Hatha Yoga Pradipika 2.4]
[[Datei:Pranayama.jpg|thumb|Pranayama]]
 
*[https://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/1-kapitel-vers-43/ Hatha Yoga Pradipika 1.43]
*[https://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/2-kapitel-vers-4/ Hatha Yoga Pradipika 2.4]


==Siehe auch==   
==Siehe auch==   
*[[Adhikarana]]  
*[[Adhikarana]]  
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung]]
*[[HYP Jahresgruppe]] 
*[[Sanskrit Verb‏‎]]
*[[Sanskrit Verb‏‎]]
*[[Sanskrit Verbalwurzel‏‎]]
*[[Sanskrit Verbalwurzel‏‎]]
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*[[Sanskrit Kurs Lektion 4]]
*[[Sanskrit Kurs Lektion 4]]
*[[Sanskrit Kurs Lektion 26]]
*[[Sanskrit Kurs Lektion 26]]
*[[Sanskrit Kurs Lektion 27]]
*[[Sanskrit Kurs Lektion 32]]
*[[Sanskrit Kurs Lektion 37]] 
*[[Sanskrit Kurs Lektion 55]]
*[[Sanskrit Kurs Lektion 64]]
*[[Partizip Futur]]
*[[Partizip Futur]]
*[[Partizip Präteritum Passiv]]
*[[Partizip Präteritum Passiv]]
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*[[Kausativ]]
*[[Kausativ]]
*[[Absolutivum]]
*[[Absolutivum]]
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==Seminare==
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:Die AMRITA SIDDHI ("Erlangung der Unsterblichkeit") ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem asketisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 35 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen …
:Dr phil Oliver Hahn


[[Kategorie:Glossar]]
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[[Kategorie:Sanskrit]]
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[[Kategorie:Altindische Grammatik]]
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Aktuelle Version vom 30. Dezember 2025, 16:32 Uhr

Ganesha

Der Absolute Lokativ oder Locativus absolutus ist eine besondere Verwendung des Lokativs (7. Fall, Saptami) in der Grammatik‏‎ des Sanskrit.

Verwendung

Der Absolute Lokativ dient dazu, die Begleitumstände, Voraussetzung oder Bedingung einer Handlung (Kriya) auszudrücken. Er entspricht in etwa dem ablativus absolutus im Lateinischen und wird in der deutschen Übersetzung oft mit einem Nebensatz wiedergegeben, der mit "wenn", "als", "solange" usw. eingeleitet wird.


Bildung

Der Absolute Lokativ besteht meist aus zwei Wörtern im Lokativ (Saptami), wobei das eine in der Regel ein Substantiv (Naman) oder Pronomen ist, das andere ein Partizip (Partizip Präteritum Passiv bzw. Partizip Präsens) oder ein Adjektiv sein kann.


  • āsane dṛḍhe (Lok. Sg. n.) "Wenn die Sitzposition (Asana) fest bzw. stabil (Dridha) ist, ..."
  • cale vāte (Lok. Sg. m.) "Wenn der Atem (Vata "Wind") unstet (Chala) ist, ..."
  • malākulāsu nāḍīṣu (Lok. Pl. f.) "Solange die feinstofflichen Energiekanäle (Nadi) noch mit Verunreinigungen (Mala) angefüllt sind (Akula), ..."


Erläuterung: In diesen drei Beispielen werden die im Lokativ stehenden Substantive āsane, vāte und nāḍīṣu jeweils von den Adjektiven dṛḍhe (PPP), cale und malākulāsu begleitet, die jeweils im selben Kasus (Fall, Vibhakti), Numerus (Zahl, Sankhya) und Genus (Geschlecht, Linga) wie ihr zugehöriges Substantiv erscheinen.


Beispielvers aus der Hatha Yoga Pradipika

Hier folgt ein Vers aus dem zweiten Kapitel (Upadesha) der Hatha Yoga Pradipika, das der Praxis des Pranayama gewidmet ist. Der 4. Vers hebt die Bedeutung der Reinheit der feinstofflichen Energiekanäle (Nadis) hervor, die durch die Reinigungsatmung (Nadi Shodhana) bzw. Wechselatmung (Anuloma Viloma) erreicht wird. Der Absolute Lokativ ist malākulāsu nāḍīṣu.


मलाकुलासु नाडीषु मारुतो नैव मध्यगः |
कथं स्यादुन्मनीभावः कार्यसिद्धिः कथं भवेत् || २.४ ||


malākulāsu nāḍīṣu māruto naiva madhyagaḥ |
kathaṁ syād unmanībhāvaḥ kāryasiddhiḥ kathaṁ bhavet || 2.4 ||


Solange die feinstofflichen Energiekanäle (Nadi) noch mit Verunreinigungen (Mala) angefüllt (Akula) sind, geht der Atem bzw. Prana (Maruta "Wind") gewiss nicht durch den mittleren Kanal (d.h. Sushumna).
Wie sollte so der Zustand jenseits des Geistes (Unmani-Bhava) möglich sein, und wie sollte so das Erreichen (Siddhi) des Zweckes (von Yoga, Karya) möglich sein?


Weblinks

Pranayama

Siehe auch

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