Yogi Vemana

Aus Yogawiki
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Yogi Vemana wurde 1820 in einer reichen Familie in der Gegend von Godavari geboren. Sein älterer Bruder war der König Anu Vema Reddy. Sie gehörten der Reddy-Kaste an. Narsamma war die Ehefrau von König Anu Vema Reddy. Sie war sehr keusch, tugendhaft, freundlich, mildtätig und wahrhaftig und war Vemana sehr zugeneigt. Er betrachtete sie als seine Mutter.

Vemana hielt sich eine Tänzerin und verbrachte seine ganze Zeit in ihrem Haus. Narsamma bewahrte ihn vor den Klauen der Prostituierten. Deshalb wurde sie sein erster Guru.

Vemana war faul und vergeudete seine Zeit. Eines Morgens besuchte er die höfische Schmuckwerkstätte, wo Abhirama die Staatsjuwelen anfertigte. Vemana beaufsichtigte ihn bei der Arbeit. Für einige Tage fuhr er damit fort. Den ganzen Tag über war er in der Werkstatt und verlangte von Abhirama eine Erklärung für sein Zuspätkommen. Abhirama sagte: „Mein Herr, frühmorgens muss ich mich baden, Gebete sprechen, Gott verehren und meditieren. Darum bitte ich dich untertänigst, mich für meine Verspätung zu entschuldigen.“ Vemana antwortete: „Ich kann das auf keinen Fall dulden. Beende deine Pflichten zeitiger und sei um sechs Uhr morgens in der Werkstatt. Eine weitere Verspätung kann ich unter keinen Umständen zulassen.“

Der König erfuhr von dieser strengen Vorschrift Vemanas. Er sagte: „In der Tat, recht merkwürdig! Vemana tadelt Abhirama für seine Verspätung, aber er selbst verbringt Tage und Nächte im Hause einer Prostituierten.“

Die Bemerkungen des Königs verletzten Vemana in seiner Eitelkeit. Er wollte herausfinden, was genau Abhirama in den frühen Morgenstunden tat. Er hatte vor, ihm eine Lektion zu erteilen, falls dieser die Unwahrheit gesprochen hatte.

Artikel aus dem Buch „Lives of Saints“ von Swami Sivananda, Divine Life Society, 2009.

Krishna spricht in der Bhagavad Gita: „Selbst die sündigsten der Sünder können durch Weisheit alle Sünden überwinden. Selbst der sündigste Mensch kann pflichtbewusst werden und ewigen Frieden erlangen.“ Im Falle von Yogi Vemana, Arunagiri und dem Hl. Augustinus ist es wahrlich so. Diese drei führten in ihrer Jugend ein verschwenderisches Leben, wurden aber später Heilige mit einem sehr großen Ansehen. Das gibt schweren Sündern und ihren Vertrauten Mut und Hoffnung, ebenfalls große Heilige werden zu können.

Yogi Vemana wird durch Siva Yogi eingeweiht

Vemana ging am frühen Morgen in die Nähe von Abhiramas Haus, versteckte sich und beobachtete aufmerksam all seine Bewegungen und Handlungen. Abhirama wachte früh auf und ging die Entfernung einer Meile zu Fuß. Er folgte dem Ruf seiner Pflichten und nahm sein Bad im Wasserbecken. Er opferte dem Sonnengott Surya und meditierte eine Stunde lang in Padmasana. Daraufhin pflückte er einige Blumen im angrenzenden Garten und lief zu einer Höhle, um dem Heiligen Lambika Siva Yogi seinen Respekt zu zollen.

Abhirama verneigte sich vor dem Yogi und legte ihm die Blumen zu Füßen. Der Yogi sagte: „Oh, geliebter Schüler! Ich bin mit deinem Dienst und deiner Hingabe äußerst zufrieden. Komm morgen früh wieder. Ich werde dich einweihen. Ich werde diese sterbliche Hülle morgen abwerfen.“ Vemana belauschte dieses Gespräch zwischen Abhirama und Siva Yogi. Abhirama dankte seinem Guru und war höchst erfreut darüber, dass er am nächsten Tag seine Einweihung erhalten würde. Er verabschiedete sich von dem Yogi, erreichte die Werkstatt und begann zu arbeiten. An diesem Tage verlangte Vemana keine Erklärung für Abhiramas Zuspätkommen, worüber dieser recht überrascht war.

Vemana wollte die Einweihung von Siva Yogi am nächsten Tag selbst erhalten. So ersann er einen Plan, Abhirama davon abzuhalten, zu seinem Guru zu gehen. Er beauftragte seine Schwägerin, Abhirama dazu zu bringen, sich am nächsten Tag genau um sechs Uhr morgens in der Werkstatt einzufinden. Die Schwägerin sprach zum König: „Ich habe einen meiner Ohrringe verloren. Bitte sei so lieb und lass Abhirama diesen Ohrring morgen früh anfertigen. Ich brauche ihn noch vor acht Uhr.“ Der König handelte ihrem Wunsch entsprechend.

Abhirama steckte in einem großen Dilemma. Wenn er Siva Yogi am nächsten Morgen nicht treffen würde, wären die Früchte seines mehrjährigen hingebungsvollen Dienstes an seinem Guru verloren gewesen. Es bereitete ihm großes Kopfzerbrechen zu entscheiden, ob er seinem Guru oder dem König gehorchen sollte. Nachdem er angestrengt nachgedacht hatte, entschloss er sich, der Pflicht nachzukommen, die ihm von Geburt an auferlegt war – er ging um sechs Uhr morgens zu seiner Werkstatt und sandte der Königin den Ohrring.

Vemana erwachte unterdessen sehr zeitig, nahm sein Bad in dem Wasserbecken, in dem Abhirama am Vortag gebadet hatte, pflückte ein paar Blumen im angrenzenden Garten, legte sie Siva Yogi zu Füßen und verneigte sich vor ihm. Siva Yogi sprach daraufhin: „Was hat dich zu mir geführt?“ Vemana antwortete: “Oh, anbetungswürdiger Guru! Abhirama, mein Meister, ist wegen einer dringenden Arbeit auf Anordnung des Königs verhindert. Er hat mich angewiesen, dir ohne jeglichen Aufschub meine Aufwartung zu machen.“

Siva Yogi sagte: „Schau, ob Abhirama auf dem Weg zu mir ist.” Vemana gab vor, sich nach ihm umzuschauen und erwiderte schließlich, dass Abhirama nicht auf dem Weg sei. Der Yogi wartete eine Zeit lang und sagte abermals: „Schau, ob Abhirama kommt.“ Vemana gab dieselbe Antwort. Zum dritten Mal sprach der Yogi: „Schau noch einmal.“ Vemana ging nochmals hinaus, tat so, als ob er sich umschauen würde und erklärte wieder, dass er Abhirama nirgends sehe.

Sodann sprach der Yogi: „Abhirama ist gewiss ein höchst bedauernswerter Mann. Ich wollte ihn in die Geheimnisse eines Mantras einweihen. Allein heute hat er es versäumt, seinen Termin einzuhalten. All die Jahre hat er es nicht ein einziges Mal verpasst, zu mir zu kommen. Das ist recht seltsam. Wie grausam das Schicksal doch ist! Wie dem auch sei, so möge ich dich etwas lehren, bevor ich heute diese sterbliche Form ablege.“ Siva Yogi flüsterte das Mantra in Vemanas Ohren und schrieb einige Bija Akshara auf dessen Zunge. Als er Vemanas Augen drückte, hatte dieser eine Vision strahlenden Lichts, das in seinem Glanz dem Schein von hundert Sonnen glich. Vemana war von Verwunderung erschlagen.

Alsbald atmete Siva Yogi seinen Lebensatem aus. Vemana aber kehrte wegen seines schlechten Gewissens mit schwerem Herzen zu seinem Haus zurück. Er ging zu Abhiramas Werkstatt, verbeugte sich vor ihm, ergriff seine Füße und bat um Verzeihung. Abhirama war von Vemanas merkwürdigem Verhalten ziemlich überrascht, da dieser bisher hart, arrogant und rau gegen ihn gewesen war. Doch Vemana rührte sich nicht von der Stelle bis Abhirama sagte: „Ich verzeihe dir.”

Daraufhin erzählte Vemana Abhirama alles, was sich zugetragen hatte und sprach ihm seinen heftigen Dank für die bedingungslose Vergebung aus, welche dieser ihm so gern gewährt hatte. In wunderschönen Telugu-Versen lobte er Abhiramas edle Eigenschaften und gestand seine boshafte Rolle Abhirama, um dessen kostbare Einweihung gebracht zu haben. In einem anderen Vers betrachtete er seine Schwägerin Narsamma als seinen ersten Guru, Abhirama als seinen zweiten und Siva Yogi als seinen Atma Guru.

Von dem Moment an, in dem das Bija Akshara von Siva Yogi auf Vemanas Zunge geschrieben ward, wurde aus ihm ein begeisterter Poet. Er erlangte spirituelle Erleuchtung, wurde zum Asketen und gab die flüchtigen Sinnesfreuden der Welt auf. Seine Lehren brachte er in Extemporeversen hervor. Seine Dankbarkeit gegenüber Abhirama drückte er aus, indem er dessen Namen in seine Verse einbezog. Somit hat er die Erinnerung an Abhirama bewahrt. In einem Vers sagt er: „Oh Herr, bedaure nicht, was geschehen. Zutiefst zu Dank bin ich Dir verpflichtet. All meine Verse widme ich Dir, Deinen Namen auf dieser Erde zu bewahren. In meinem Herzen verehre ich Dich immerdar. Deinetwegen ist es mir gegeben tausende von Versen zu verkünden. Ich verneige mich vor Dir, oh anbetungswürdiger Meister!“

Vemanas Mutter versuchte ihr Bestes, ihren Sohn zu verheiraten. Doch beharrlich wehrte er dies ab.

Yogi Vemanas Wunder

Aufrichtige Hingabe oder wie sich Kupfer in Gold verwandelt

Vemanas Mutter machte sich auf eine Pilgerreise nach Varanasi. Vemana steckte einen Faden durch ein Loch in der Mitte eines Kupferstücks, band ihn um den Hals seiner Mutter und sprach: „Liebe Mutter, wenn dieses Kupferstück bei der Rückkehr deiner Pilgerreise in Gold verwandelt ist, kannst du versichert sein, dass all deine Sünden von den heiligen Wassern des Ganges rein gewaschen sind. Das ist die Aufgabe. Verehre Gott mit wahrer Hingabe.“

Nach einem Jahr kam Vemanas Mutter zurück. Er lief auf sie zu und verneigte sich vor ihren Füßen. Das Kupferstück hatte sie schon ganz vergessen. Vemana aber sagte: „Mutter, gib mir die Goldmünze. Hat sich das Kupfer in Gold verwandelt?“ Da schaute sie auf ihren Hals. Das Kupferstück hatte sich nicht verändert.

Vemana sprach: „Du hast dir mit deiner Pilgerreise nach Varanasi große Mühe gegeben. Du hast im heiligen Ganges gebadet. Aber dein Glaube an die verwandelnde Kraft von Pilgerreise und Bad war nicht stark genug. Das deutet klar daraufhin, dass du keine aufrichtige Hingabe hast. Wenn du dich Gott ernsthaft und aufrichtig zuwendest, wird jeder Ort ein Varanasi für dich sein. Was für einen Nutzen hat diese beschwerliche Pilgerreise ohne wahre Hingabe?“

Die Mutter fragte: „Geliebter Vemana! Wie kann Kupfer zu Gold werden?“

Vemana sagte: „Liebe Mutter! Ich werde dir zeigen, wie aufrichtiger Glaube dies vollbringen kann.“ Er nahm das Kupferstück von seiner Mutter und goß Wasser darüber. Sofort ward es in echtes Gold verwandelt. Er legte es in die Hände seiner Mutter. Sie und alle Anwesenden waren in größtes Erstaunen versetzt.

Vemana bestellt Land

Bittermelone-Momordica charantia

Vemana näherte sich dem König, seinem Bruder, und sprach zu ihm: “Lieber Bruder, bitte nimm dieses Kupferstück an und gib mir dafür einen Morgen Land. Ich will ihn bestellen.“

Die weltlichen Leute können die rätselhafte Art der Heiligen und Yogis nicht verstehen. Der König lachte herzlich und sagte: „Vemana, dein Vorschlag, Landwirt zu werden, ist wahrlich spaßig, und dein Preisangebot für das Land erst recht!“ Narsamma, die Königin aber sprach zu ihrem Mann: “Bitte denke nicht so leichtfertig über ihn. Er ist ein großer Yogi und Bhakta. Seine Wege sind geheimnisvoll. Nimm sein Angebot an und gib ihm das Land.“ Der König willigte ein, und so wurde Vemana ein Morgen Land gewährt.

Vemana kaufte zwei magere, alte, halb verhungerte Ochsen, spannte sie vor einen Pflug und begann, den Boden zu pflügen. Die Leute lachten herzlich über die seltsamen Handlungen des Bauernneulings. Vemana säte Samen bitterer Melonen und im Laufe der Zeit gab es eine üppige Ernte.

Eines Tages kam eine alte Frau zu Vemana und sagte: „Meine Enkel und ich sind am Verhungern. Bitte gib mir etwas Arbeit.“ Vemana erwiderte: „Sammle diese Melonen und häufe sie auf. Ich werde dich dafür am Abend entlohnen.“ Die alte Frau war einverstanden. Sie sammelte einen großen Haufen Früchte. Als Lohn für den Tag gab ihr Vemana eine Frucht. Die alte Frau war darüber zutiefst bekümmert. Sie sagte zu sich selbst: „Was kann ich den Kindern heute zu essen geben? Sie haben Hunger. Was kann ich denn mit dieser einen Frucht anstellen?“

Und mit betrübtem Herzen kehrte sie heim. Die beiden kleinen Enkel kamen auf sie zu und fragten: „Großmutter, was hast du heute zum Lohn erhalten?“ Sie erzählte die ganze Geschichte und legte die Frucht einem Enkel in die Hände. Sehr aufgebracht rief dieser: „Meine Großmutter arbeitet sehr hart, obwohl sie sehr alt ist. Ist das der Lohn für ihre große Mühe?“ Und mit Wucht warf er die Frucht auf den Boden. Sogleich verlor er die Besinnung, denn einige glitzernde Goldkörnchen, die von der Frucht auf den Boden gefallen waren, blendeten seine Augen. Nach einer kurzen Weile erlangte er das Bewusstsein wieder.

Die alte Frau sammelte alle verstreuten Goldkörnchen auf und brachte sie zu einem Ladenbesitzer. Er gab ihr Reis, Ghee, Dal und andere Dinge. Sie brachte alles nach Hause und die Kinder waren über die vielen Esswaren hoch erfreut.

Am nächsten Tag arbeiteten die alte Frau, ihre beiden Enkelsöhne und einige andere Kulis auf Vemanas Feld. Am Abend gab Vemana einem jeden eine Frucht zum Lohn. Einige von ihnen aber stahlen ein paar Früchte. Die Kulis schnitten die Früchte auf. Nur die Früchte, die Vemana gegeben hatte, enthielten Goldkörnchen, die gestohlenen trugen nur bittere Kerne in sich.

Alsbald ging Vemana zu seinem Bruder, dem König, und bat ihn, ihn auf seinem Feld zu besuchen und die Ernte zu sehen. Der König lachte herzlich über diesen Vorschlag und sagte zu Vemana: „Kümmere dich um deine Sachen und erfreue dich selbst an der Ernte!“ Daraufhin wandte sich Vemana an seine Schwägerin, die Königin, und sagte, dass sein Bruder seine Einladung für einen Besuch des Feldes abgelehnt hatte, was ihn sehr enttäusche.

Narsamma ging zu ihrem Mann und sprach: “Es ist nicht recht, deinen Bruder zu enttäuschen, wenn er dich aufrichtig bittet, auf seinem Feld einen Besuch abzustatten. Er ist sehr betrübt. Bitte gib seinem Ersuchen statt und geh zu ihm. Er ist ein Yogi, Bhakta und Dichter.“

Der König willigte ein, Vemanas Feld einen Besuch abzustatten und die Ernte zu sehen. Die Minister und die Königin begleiteten ihn ebenfalls. Vemana zeigte dem König die zwei großen Haufen von Früchten und berührte sie mit der Hand. Und siehe! Alle Früchte wurden in Gold verwandelt. Die Anwesenden erstaunten darüber sehr.

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Die Wunde der Königin

Einmal ging Vemana in den Palast, wo die Königin saß und riss mit seinen Nägeln einen Kratzer in ihre Brust. Sogleich begann Blut herauszurinnen. Die Königin wunderte sich aber nicht weiter über das seltsame Verhalten Vemanas. Sie dachte, es werde schon einen Grund haben. Schließlich wusste sie, dass Vemana ein großer Yogi war.

Aber die Kunde davon erreichte über die Dienerinnen die Ohren des Königs. Der König verlangte von der Königin eine Erklärung für ihr Verhalten. Sie gab ihm eine zufriedenstellende Antwort und räumte so des Königs Verdacht aus dem Wege. Am Abend ging sie in den Palastgarten, wurde von einer Kobra gebissen und fiel in Ohnmacht. Die Dienerinnen rannten zum Palast und benachrichtigten den König, der sogleich zu der Stelle kam, an der die Königin bewusstlos lag. Der Palastarzt kam hinzu und wollte ein Gegenmittel verabreichen. Aber das Gift trat schon über die kleine Wunde an der Brust heraus. Die Königin erwachte aus ihrer Ohnmacht und dankte Vemana, dass er ihr Leben gerettet hatte. So ward das Rätsel des Morgens gelöst. Man sagte, dass Vemana tiefes Wissen über die Zukunft besaß.

Wie man ein heiliges Bad nimmt

Vemanas Mutter sagte: „Lieber Sohn. Übe dich in der Religion. Nimm in den frühen Morgenstunden ein Bad und verehre Gott ganz wie es dein Bruder, der König, tut!“ Vemana erwiderte: „Oh, anbetungswürdige Mutter, mein Bruder badet sich, um seinen Körper zu reinigen. Japa und Verehrungsrituale führt er aus, um seinen Reichtum zu vermehren. Er hat weder echten Glauben, noch echte Hingabe. Folge mir nun zum Wasserbecken. Ich will dir meine Art des Badens zeigen.“

Dann führte er seine Mutter zum Wasserbecken, begab sich hinein, ritzte seinen Bauch auf und wusch alle Unreinheiten aus. Als er wieder aus dem Becken stieg, war sein Bauch unversehrt, und seine Mutter wunderte sich sehr. Darauf verschwand Vemana im Nu. Seine Mutter aber war zutiefst betrübt über sein Verschwinden. Langsam kehrte sie zu ihrem Haus zurück und zu ihrer großen Freude fand ihn dort vor.

Vemanas Segen

Vor ihrer Abreise zum Hause des ihr frisch angetrauten Ehemanns begab sich Vemanas jüngere Schwester zu ihrem Bruder, um ihm ihre Ehre zu erweisen und seinen Segen zu empfangen. Nachdem sie sich vor ihm verneigt hatte, gab er ihr ein paar faulige Früchte. Sie wurden in Edelsteine und Diamanten verwandelt.

Seine letzten Tage

Vemana wurde zum Wandermönch. Er bereiste Andhra Pradesh und verbreitete seine Telugu-Verse. Die Sammlung seiner Verse beläuft sich auf viertausend. Der Strom advaitisch-vedantischen Gedankenguts durchfließt sie. Die meisten von ihnen übermitteln mehr als eine Bedeutung. Aufgrund der schlichten Ausdrucksweise, semantischen Klarheit, Strenge des Stils, Schärfe der Sicht, feinen Tiefgründigkeit der Gedanken und Eindringlichkeit sind Vemanas Verse in der Telugu-Literatur unübertroffen. Sein Ruhm im Telugu-Land wird so lange andauern, wie Telugu gesprochen werden wird.

Nachdem er seine Reise beendet hatte, ließ sich Vemana in Katarupalli nieder und erteilte seinen Schülern und Anhängern Anweisungen. Hier ging er in Mahasamadhi ein. Seine Schüler errichteten an der Stelle, an der seine Überreste begraben lagen, ein Grab. Noch heute wird sein Jahrestag im Dorf mit großem Pomp gefeiert. Nach seinem Samadhi und bis zum heutigen Tag geschehen immer noch Wunder.

Einmal schlug ein Blitz in sein Grab ein, ohne einen Riss zu hinterlassen. Vemana stieg aus dem Grabe und erschien den Leuten mit dem Blitz in der Hand und als zwölfjähriger Junge. Einer seiner Schüler sang ihm zu Ehren ein Satastotra - hundert Zweizeiler in Sanskrit. Danach kehrte Vemana ins Grab zurück.

Ehre sei Vemana, dem großartigen Yogi, dem großen Bhakta und dem begeisterten Dichter-Philosophen von Andhra. Möge sein Segen mit uns sein!

Siehe auch

Literatur

  • Swami Sivananda: Die Kraft der Gedanken; Books. ISBN 3-922477-94-1
  • Swami Sivananda: Shrimad Bhagavad Gita, Erläuternder Text und Kommentar von Swami Sivananda; Mangalam Books. ISBN 3-922477-06-2
  • Swami Sivananda: Hatha-Yoga / Der sichere Weg zu guter Gesundheit, langem Leben und Erweckung der höheren Kräfte; Heinrich Schwab Verlag. ISBN 3-7964-0097-3
  • Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis; Mangalam Books. ISBN 3-922477-00-3
  • Swami Sivananda: Sadhana; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0
  • Swami Sivananda: Autobiographie von Swami Sivananda; Bad Mainberg 1999. ISBN 3-931854-24-8

Weblinks

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