Varuni

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Raja Ravi Varna: Rama und Varuna (1848–1906)

1. Varuni (Sanskrit: वारुणी vāruṇī f.) Westen; Bezeichnung gewisser Schlangen; weiblicher Aspekt Varunas, die Energie (Shakti) Varunas, als seine Gattin und Tochter personifiziert; Göttin des Branntweins; Branntwein, Palmbranntwein; Beiname der Gattin Shivas; ein bestimmter Fastentag am 15. Tag in der dunklen (Krishna) Hälfte (Paksha) des Monats (Chaitra); Durvagras und eine andere Grasart; Koloquinte (Indravaruni); das unter dem Einfluss von Varuna stehende Mondhaus (Nakshatra) Shatabhishaj.

Varuni ist die Frau von Varuna, die weibliche Energie von Varuna (Gott des Wassers), doe Energie des Fließens und Loslassens.

2. Varuni (Sanskrit vāruṇī वारुणी f.), ist ein spiritueller Name und bedeutet Frau von Varuna. Varuni kann Aspirantinnen gegeben werden mit Soham Mantra, Durga Mantra.

3. Varuni (Sanskrit वारुणि vāruṇi m.), Sohn des Varuna, Sohn des Wassergottes, Beiname von Bhrigu, Vasishtha, Agastya und anderer Heiliger.

Sukadev über Varuni

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Varuni

Varuni, die Frau von Varuna, damit auch die Göttin des Wassers oder der weibliche Engel des Wassers. Varuna ist der Gott des Wassers oder der Engel des Wassers, wie auch der Engel des wahren Wortes. Und Varuna hat zwei Aspekte, männlich und weiblich. Varuna ist männlich, Varuni ist weiblich. Das ist auch das Interessante in der indischen Mythologie. Im Westen gibt es oft nur einen Engel, Wasser gilt oft als weiblich, da sind die Undinen dafür verantwortlich, und dann gibt es den Feuer-Gott oder die Feuer-Götter, die Salamander, wie sie bezeichnet werden. Also nicht die physischen Salamander, also Tiere, sondern Salamander sind die Feuerwesen, die als männlich angesehen werden.

Dann gibt es die Erdwesen, die Gnome, und es gibt die Luftwesen, die Feen oder die Elfen. Und die Feen und Elfen sind wieder weiblich und die Erdwesen sind dann männlich, eben die Gnome. Im Indischen gibt es jeweils auch Engel für jedes Element, aber jedes Element hat einen männlichen Teil und einen weiblichen Teil. So gibt es eben Varuna und Varuni, also der männliche Engel des Wassers und der weibliche Engel des Wassers. Und du kannst das auch merken, manchmal, wenn du im Wasser bist, hast du mehr das Gefühl, dass es etwas Männliches, manchmal etwas Weibliches ist. In Indien sind übrigens die meisten Flüsse weiblich. Es gibt eben Ganges, die Göttin Ganga. Es gibt auch Yamuna, auch diese gilt als Flussgöttin. Aber es gibt andere Aspekte des Wassers, die dann eher als männlich angesehen werden.

Praktisch alle Flüsse haben auch ihre Lichtwesen, ihre Engel oder ihre Göttinnen, und diese sind typischerweise weiblich. Aber es gibt eben auch Varuna als Gott des Wassers, auch der Ozean-Gott ist auch wiederum ein als männlich angesehener Gott, er hat aber dann wieder einen weiblichen Aspekt. So ist letztlich hinter allem männlich und weiblich, und du kannst selbst überlegen, wie du das fühlst. Aber es ist so eine Hilfe, zu sehen, in allen Elementen ist etwas Göttliches.

In der Luft, da ist Vayu, der Gott der Luft oder der Engel der Luft. Im Feuer oder auch in der Hitze, in der Sonne, überall ist auch wieder etwas Göttliches. Im Regen ist etwas Göttliches, im Wasser, das aus dem Wasserhahn kommt, ist etwas Göttliches. In Mutter Erde ist etwas Göttliches, jeder Baum, jede Pflanze ist etwas Göttliches, jeder Mensch ist etwas Göttliches. Im Grunde genommen, diese Vielzahl von indischen Götter- und Engelswesen kann dir vergegenwärtigen, letztlich ist hinter allem etwas Göttliches. Und so kannst du auch in einem Glas Wasser Göttliches sehen, so kannst du überall, was flüssig ist, Varuni oder Varuna sehen.

Der spirituelle Name Varuni

Varuni ist ein spiritueller Name für Aspirantinnen mit Soham-, Durga- oder einem anderen Mantra.

Varuni ist der Name der Frau von Varuna. Varuna ist der Wassergott, der Gott des Wassers. Varuni heißt auch Westen, denn letztlich kommt das Wasser aus dem Westen. Die regenführenden Wolken kommen aus dem Westen. Varuni ist die Energie des Fließens und des Loslassens.

Varuni soll heißen, dass hier eine wunderbare Energie durch dich fließt. Dass du die Energie durch dich fließen lassen willst. Und Wasser steht auch für Herz und Mitgefühl, für Liebe.

Wenn du Varuni heißt, dann willst du Mitgefühl spüren. Du willst dein Herz überfließen lassen mit Liebe. Du willst Gutes bewirken und du weißt auch, dass es nicht deine eigene Energie ist, die fließt, sondern du willst es durch dich hindurch fließen lassen. Du könntest auch sagen, Varuni ist diejenige, die fließt. Diejenige, durch die Segenskraft fließt. Diejenige, die anderen Gutes tun will, indem sie die göttliche Kraft, den göttlichen Segen durch sich strömen lässt.

Verschiedene Schreibweisen für Varuni

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann: Varuni auf Devanagari wird geschrieben "वारुणि", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen "vāruṇi", in der Harvard-Kyoto Umschrift "vAruNi", in der Velthuis Transkription "vaaru.ni", in der modernen Internet Itrans Transkription "vAruNi".

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