Shri Vidyarnava Tantra Mantras

Aus Yogawiki

Shri Vidyarnava Tantra – Mantras erschließt den Klangreichtum der Śrīvidyā: kurze Bījas, Anrufungen der Gottheiten, Gāyatrīs, Formeln für Verehrung und Nyāsa sowie längere Mantrareihen. In diesem Werk gehört eine Formel zu ihrem Zusammenhang: zu einer Gottheit, einem Überlieferungsweg und einer bestimmten inneren oder äußeren Handlung.

Der Artikel bietet einen erläuterten Einstieg und die große Gāyatrī-Reihe des achten Kapitels. Das anschließend verlinkte, kapitelweise Formelregister führt zu den zahlreichen weiteren Formeln und zu ihrer Auslegung in der deutschen Ausgabe. Dort werden auch bloße Benennungen, Chiffren, Lautableitungen, Varianten und „wie zuvor“-Verweise erhalten. Eine nicht ausgeschriebene Formel wird nicht nachträglich zu einem vermeintlichen Original ergänzt. Alle Mantras vom Shri Vidyarnava übersichtlich.

Shri Yantra, Mantra und innere Ausrichtung gehören im Werk zusammen.

Einen passenden Einstieg finden

Kurze Formeln lernst du in den Abschnitten Kulasundarī und Nārāyaṇa kennen. Ihre Kürze hat unterschiedliche Gründe: Bījas verdichten Lautbedeutungen, während eine Anrufung ihre Hinwendung sprachlich ausdrückt. Der Tryambaka-Vers bietet ein Beispiel für einen längeren Vers mit übersetzbarem Bildgehalt. Die Gāyatrī-Reihe macht schließlich sichtbar, wie ein wiederkehrender Formelbau auf verschiedene Gottheiten bezogen wird.

Wiederkehrende Wörter verstehen

  • Namaḥ drückt Verehrung beziehungsweise Verneigung aus. Wem sie gilt, ergibt sich aus der jeweiligen Formel.
  • Svāhā ist eine rituelle Abschluss- und Darbringungsformel. Ihre Funktion ist aus dem jeweiligen Zusammenhang zu erschließen.
  • Bīja bedeutet „Samen“ oder „Keim“ und bezeichnet hier eine Keimsilbe. Ihre Bedeutung lässt sich nicht wie die eines gewöhnlichen Satzes übersetzen.
  • Ṛṣi, Chandas und Devatā benennen in den Mantrazuordnungen den Seher, das Versmaß und die Gottheit. Solche Angaben gehören zur überlieferten Einordnung der Formel.
  • Nyāsa bezeichnet das rituelle Einsetzen oder Zuordnen, häufig von Lauten und Mantragliedern am Körper; Viniyoga die Bestimmung oder Anwendung eines Mantras im jeweiligen Zusammenhang.

Die Erläuterungen helfen beim Lesen der folgenden Beispiele. Sie lösen die Unterschiede der einzelnen Überlieferungen nicht auf: Eine ähnlich aussehende Formel kann in einem anderen Abschnitt anders eingeordnet sein.

Wie diese Sammlung aufgebaut ist

  • Ausgeschriebene Formeln: Der vorhandene Lautbestand wird wiedergegeben. Eine auffällige Schreibung wird nicht allein deshalb geändert, weil heute eine andere Fassung geläufig ist.
  • Bījas und Lautfolgen: Keimsilben haben keine gewöhnliche wörtliche Übersetzung. Erläutert werden ihre Benennung und die im Text beschriebene Funktion.
  • Verschlüsselte Formeln: Namen wie Māyā, Kāma oder Vāgbhava können Laute bezeichnen. Eine Auflösung wird nur dort übernommen, wo sie in der bearbeiteten Quelle oder ihrer ausdrücklichen Erklärung belegt ist.
  • Formelteile und Verweise: Ein Anfang, ein Nyāsa-Glied oder eine bloße Nennung ist keine vollständige Rezitationsfassung. Auslassungen und unsichere Lesungen bleiben sichtbar.

Die Registereinträge sind Quellenpassagen, keine Zählung unterschiedlicher Mantras. Wiederholte Vorkommen bleiben dort erhalten, wo sie einen anderen Kontext, eine Variante oder eine Erläuterung tragen. Die IAST- und Devanagari-Textseiten bilden den zugehörigen Sanskritzusammenhang ab.

Überlieferung und eigene Praxis

Der Text betont Guru, Einweihung und die genaue Unterscheidung von Überlieferungswegen. Die Formelübersicht dient zunächst dem Studium. Wer bereits einen Mantra in einer vertrauten Tradition praktiziert, kann hier lernen, sorgfältiger auf Klang, Bedeutung und innere Haltung zu achten. Historische Heilungs- und Wirkungsversprechen sind Aussagen der Quelle. Die Sammlung macht daraus keine garantierten Wirkungen.

Besonders nahe liegt der Verbindung von Japa und Bhakti die Frage: Wird mein Üben aufmerksamer, meine Sprache freundlicher, mein Handeln mitfühlender? Diese heutige Reflexion ergänzt das Studium, ohne die historischen Riten umzudeuten.

Zur Ausgabe: Alle Textteile · 108 inspirierende Verse · Mantras und Formelregister

Das kapitelweise Mantra- und Formelregister

Teil 1: Kapitel 1–15 · Teil 2: Kapitel 16–23 · Teil 3: Kapitel 24–27 · Teil 4: Kapitel 28–31 · Teil 5: Kapitel 32–36

Die 9825 verlinkten Belegabsätze bewahren die Erläuterungen der Übersetzung. Die Zahl bezeichnet Textabsätze einschließlich Mantralehre und Nyāsa, nicht ebenso viele selbständige oder vollständige Mantras.

Kulasundarī: drei Bījas

Die Lautfolge wird hier ausdrücklich Kulasundarī zugeordnet. Die Einzelsilben werden nicht als gewöhnliche Wörter übersetzt.

So wird die dreilautige Kulasundarī-Nityā bezeichnet. Die Formel lautet: „aiṃ klīṃ sauḥ“.

Fundstelle: Kapitel 14, Kulasundarī-Nityā

Nārāyaṇa: Verehrung

Die sprachliche Bedeutung ist die ehrfürchtige Anrufung Nārāyaṇas.

oṃ namo nārāyaṇāya: „Verehrung dem Nārāyaṇa.“ So weit die Vidyā des südlichen Heiligtums der vaiṣṇavischen Lehransicht.

Fundstelle: Kapitel 8, Die Vidyās der religiösen Heiligtümer

Die Sonnenformel in ihrer überlieferten Schreibung

Die auffällige Schlussform wird bewahrt; sie ist nicht stillschweigend durch eine heute geläufige Fassung ersetzt.

oṃ ghṛṇiḥsūrya ādityom: so die ausgeschriebene Sonnenformel. [Die auffällige Endschreibung ādityom bleibt erhalten.] Damit endet die Vidyā des westlichen Heiligtums der solaren Lehransicht.

Fundstelle: Kapitel 8, Die Vidyās der religiösen Heiligtümer

Gaṇeśa: das Bīja und seine Varianten

Hier stehen einzelne Bījas und ihre Varianten. Sie sind nicht als gewöhnliche Sanskritsätze zu übersetzen.

Die sechs Gliederformeln lauten: oṃ gāṃ hṛdayāya namaḥ – Verehrung dem Herzen; śrīṃ gīṃ śirase svāhā – dem Haupt; hrīṃ gūṃ śikhāyai vaṣaṭ – dem Haarschopf; klīṃ gaiṃ kavacāya huṃ – dem Schutzpanzer; glauṃ gauṃ netratrayāya vauṣaṭ – den drei Augen; gaṃ gaḥ astrāya phaṭ – der Waffe. Sie werden zunächst vom Daumen bis zur Handfläche auf die Hände, danach auf die sechs Körperglieder gelegt.

Fundstelle: Kapitel 32, Mahāgaṇeśas Nyāsa, Abschluss der Vorbereitung und neue Anwendungsreihe

Die zehn Glieder der Mahāgaṇapati-Darbringung

Die zunehmende Erweiterung ist eine rituelle Gliederung des Mantras; unvollständige Stufen werden nicht mit der Gesamtform verwechselt.

  • Oṃ svāhā.
  • Oṃ śrīṃ svāhā.
  • Oṃ śrī hrīṃ svāhā. [So die dritte Stufe ohne Bindu nach Śrī in dieser Vorlage.]
  • Oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ svāhā.
  • Oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ svāhā.
  • Oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ glauṃ gaṃ svāhā.
  • Dieselbe Lautfolge mit „gaṇapataye“, „für Gaṇapati“.
  • Dazu „varavarada“, „du vorzüglicher Gewährer von Gaben“.
  • Dazu „sarvajanaṃ me“, „alle Menschen für mich“.
  • Schließlich „vaśamānaya“, „bringe unter [meine] Gewalt“, und Svāhā.

Fundstelle: Kapitel 13, Das zehnfach gegliederte Mahāgaṇapati-Opfer

Śiva: ein sicher lesbarer Teil einer Schutzformel

Der verständliche Satzteil wird zitiert; die unsicheren Bījas davor und danach bleiben offen.

33.SYY.3: – eine besondere Schutzformel. Ihre Bīja-Reihe ist im Druck teilweise unsicher; sicher erkennbar ist namaḥ śivāya māṃ pālaya, „Verehrung Śivas, beschütze mich“. Die unklaren Lautgruppen vor und nach diesem Satz werden nicht durch eine vermutete Vollform ersetzt.

Fundstelle: Kapitel 33, Das Śatākṣara-Yantra aus dem Śrīyantrasāra

Wasser, Licht und Brahman

Eine vedisch geprägte Formel im Zusammenhang des Śatākṣara-Yantras.

33.SYY.5: – auf das siebte die zweite Hälfte der Gāyatrī. Auf das achte wird die Formel oṃ āpo jyotī raso ’mṛtaṃ brahma bhūr bhuvaḥ svar oṃ geschrieben: Wasser, Licht, Essenz, Unsterblichkeit und Brahman werden mit den drei Weltenanrufungen verbunden.

Fundstelle: Kapitel 33, Das Śatākṣara-Yantra aus dem Śrīyantrasāra

Lebenskraft und Gegenwart

Der Ausschnitt gehört zur rituellen Einsetzung von Lebens- und Sinneskräften. Namen und variable Angaben werden nicht als feste Silben eines allgemeinen Mantras behandelt.

Die Abdeckung des mit Duftwasser und Blumen gefüllten Kruges wird entfernt. Eine Blüte wird entnommen, und die jeweilige Kalā wird angerufen. Die Beispielreihe beginnt oṃ āṃ hrīṃ kroṃ haṃsaḥ so’haṃ yaralavaśaṣasahoṃ. Darauf folgen die Bitten: „Die Lebenskräfte-Kalās der betreffenden Gottheit in Gestalt des Śiva-Tattva seien hier gegenwärtig; ebenso ihre Jīva-Kalā, sämtliche Sinnes-Kalās und die Kalās von Sprache, Geist, Augen, Haut, Gehör, Zunge, Geruchssinn und Lebenskräften. Sie mögen hierherkommen und lange glücklich verweilen. Svāhā.“ Die Zahl 15 steht wiederum als Kürzel für die wiederholte Lautfolge. Die Blüte wird auf den Kopf des Bildes gelegt.

Fundstelle: Kapitel 18, Einladung der Kalās bei günstigen Verehrungshandlungen

Tryambaka: die Bitte um Lösung aus der Bindung

Der Beginn des 31. Kapitels entfaltet den Tryambaka-Mantra und erklärt seine Wörter. Die folgende Wortfolge entspricht der dort erläuterten Grundform; ein zusätzliches Oṃ wird dieser Stelle nicht vorangestellt:

tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam |
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya mā'mṛtāt ||

„Wir verehren den Dreiäugigen, den Wohlriechenden, der das Gedeihen fördert. Wie eine reife Gurke sich aus ihrer Bindung löst, möge ich vom Tod frei werden, nicht aber vom Unsterblichen.“

Der Kommentar 31.VAS.6–9 deutet dies als Bitte, durch die Gnade des Herrn aus der Todesbindung gelöst zu werden und nicht vom erreichten Unsterblichen getrennt zu sein. Der Text verbindet diese Auslegung mit der Kenntnis von Mantrabedeutung, Seher, Versmaß und Gottheit. Die Bitte ist eine religiöse Anrufung; sie enthält keine zugesicherte Heilwirkung.

Fundstelle: Kapitel 31, TRY/SAR und VAS, Druckseite 626; Sanskritzusammenhang. Die Trennung der Wörter dient hier der Lesbarkeit; die erklärenden Verse zerlegen einzelne Wörter über Versgrenzen hinweg.

Shiva und Shakti – unterschiedliche Formen göttlicher Gegenwart.

Die Gāyatrī-Reihe des achten Kapitels

Die Anrufungen folgen überwiegend der Bewegung „Mögen wir erkennen – wir meditieren – möge uns anregen“. Die Namen und Eigenschaften wechseln. Die Reihe umfasst in der bearbeiteten Textgrundlage 188 Anfänge, darunter eine markierte Lücke. Nicht jede Formel beginnt mit Oṃ; ein fehlendes Oṃ wird hier nicht ergänzt. Die technische Ziffer 3 beziehungsweise 6, die manche Formeln begleitet, gehört zum Quellenbefund und ist keine ausgeschriebene Silbe.

Die folgende IAST-Wiedergabe bewahrt die zusammenhängende Formelreihe samt ihren Quellenverweisen. Danach folgt die deutsche Wiedergabe mit den Kennungen 8.GY.001–8.GY.188. Die Nummerierung ist eine redaktionelle Lesehilfe. Weitere Benennungen und bloße Verweise werden nicht als zusätzliche voll ausgeschriebene Gāyatrīs ausgegeben.

IAST: zusammenhängende Formelreihe

oṃ tatpuruṣāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno dantī pracodayāt : iti gaṇapatigāyatrī ||
āpaduddharaṇāya vidmahe vaṭukeśvarāya dhīmahi tanno vīraḥ pracodayāt : iti vaṭukagāyatrī ||
oṃ digambarāya vidmahe kapālahastāya dhīmahi tannaḥ kṣetrapālaḥ pracodayāt : iti kṣetrapālagāyatrī |
oṃ vyāpikāyai vidmahe nānārūpāyai dhīmahi tanno yoginī pracodayāt : iti yoginīgāyatrī |
oṃ devarājāya vidmahe vajrahastāya dhīmahi tannaḥ śakraḥ pracodayāt : itīndragāyatrī |
rudranetrāya vidmahe śaktihastāya dhīmahi tannoṃ vahniḥ pracodayāt : iti vahnigāyatrī |
oṃ vaivasvatāya vidmahe daṇḍahastāya dhīmahi tanno yamaḥ pracodayāt : iti yamagāyatrī |
oṃ niśācarāya vidmahe khaḍgahastāya dhīmahi tanno nirṛtiḥ pracodayāt : iti nirṛtigāyatrī |
śuddhahastāya vidmahe pāśahastāya dhīmahi tanno varuṇaḥ pracodayāt iti varuṇagāyatrī |
sarvaprāṇāya vidmahe yaṣṭihastāya dhīmahi tanno vāyuḥ pracodayāt : iti vāyugāyatrī |
yakṣeśvarāya vidmahe gadāhastāya dhīmahi tanno yakṣaḥ pracodayāt : iti kuberagāyatrī |
sarveśvarāya vidmahe śūlahastāya dhīmahi tanno rudraḥ pracodayāt : iti śivagāyatrī |
caturānanāya vidmahe vedavaktrāya dhīmahi tanno brahmā pracodayāt : iti brahmagāyatrī |
pātālavāsine vidmahe sahasravadanāya dhīmahi tanno'nantaḥ pracodayāt : ityanantagāyatrī |
śatakoṭine vidmahe mahāvajrāya dhīmahi tanno vajraṃ pracodayāt : iti vajragāyatrī |
tīkṣṇabhallāya vidmahe dīrghadaṇḍāya dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt : iti śaktigāyatrī |
śatrughnāya vidmahe dīrghakāyāya dhīmahi tanno daṇḍaḥ pracodayāt : iti daṇḍagāyatrī |
tīkṣṇadhārāya vidmahe trimūrtyātmakāya dhīmahi tannaḥ khaḍgaḥ pracodayāt

iti khaḍgagāyatrī |

jagadākarṣaṇāya vidmahe mahāpāśāya dhīmahi tannaḥ pāśaḥ pracodayāt : iti pāśagāyatrī |
vaśīkaraṇāya vidmahe mahāṃkuśāya dhīmahi tanno'ṃkuśaḥ pracodayāt : ityaṃkuśagāyatrī |
ayaḥ sārāyai vidmahe dīrghagātryai dhīmahi tanno gadā pracodayāt : iti gadāgāyatrī |
tīkṣṇaśikhāya vidmahe mahākāyāya dhīmahi tannaḥ śūlaṃ pracodayāt : iti śūlagāyatrī |
ramāvāsāya vidmahe sahasrapatrāya dhīmahi tannaḥ, padmaṃ pracodayāt : iti padmagāyatrī |
sudarśanāya vidmahe mahājvālāya dhīmahi tannaścakraṃ pracodayāt : iti sudarśanagāyatrī |
aṇimāsiddhyai vidmahe varābhayahastāyai dhīmahi tannaḥ siddhiḥ pracodayāt : ityaṇimāgāyatrī |
laghimāsiddhyaividmahe nidhivāhanāyai dhīmahi tanno laghimā pracodayāt : iti laghimāgāyatrī |
mahimāsiddhyai vidmahe mahāsiddhyai dhīmahi tanno mahimā pracodayāt : iti mahimāgāyatrī |
īśitvasiddhyai vidmahe jagadvyāpikāyai dhīmahi tannaḥ siddhiḥ pracodayāt : itīśitvagāyatrī |
vaśitvasiddhyai vidmahe śoṇavarṇāyai dhīmahi tannaḥ siddhiḥ pracodayāt : iti vaśitvagāyatrī |
prākāmyasiddhyi vidmahe nidhivāhanāyai dhīmahi tannaḥ siddhiḥ pracodayāt : iti prākāmyagāyatrī |
icchāsiddhyai vidmahe padmahastāyai dhīmahi tannaḥ siddhiḥ pracodayāt 3 |
bhuktisiddhyai vidmahe mahāsiddhyai dhīmahi tannaḥ siddhiḥ pracodayāt 3 |
rasasiddhyai vidmahe bhaktavatsalāyai dhīmahi tannaḥ siddhiḥ pracodayāt 3 |
mokṣasiddhyai vidmahe mahānirmalāyai dhīmahi tannaḥ siddhiḥ pracodayāt : iti siddhīnāṃ gāyatryaḥ ||

brahmaśaktyai vidmahe pītavarṇāyai dhīmahi tanno brāhmī pracodayāt 3 |
śvetavarṇāyai vidmahe śūlahastāyai dhīmahi tanno māheśvari pracodayāt 3 |
śikhivāhanāyai vidmahe śaktihastāyai dhīmahi tannaḥ kaumārī pracodayāt 3 |
śyāmavarṇāyai vidmahe cakrahastāyai dhīmahi tanno vaiṣṇavī pracodayāt 3 |
śyāmalāyai vidmahe halahastāyai dhīmahi tanno vārāhī pracodayāt 3 |
śyāmavarṇāyai vidmahe vajrahastāyai dhīmahi tanna aindrī pracodayāt 3 |
kṛṣṇavarṇāyai vidmahe śūlahastāyai dhīmahi tannaścāmuṇḍā pracodayāt 3 |
pītavarṇāyai vidmahe padmahastāyai dhīmahi tanno lakṣmīḥ pracodayāt 3 - iti mātṛgāyatryaḥ ||

sarvasaṃkṣobhiṇyai vidmahe varahastāyai dhīmahi tanno mudrā pracodayāt 3 |

sarvavidrāviṇyai vidmahe mahādraviṇyai dhīmahi tanno mudrā pracodayāt 3 |

sarvākarṣiṇyai vidmahe mahāmudrāyai dhīmahi tanno mudrā pracodayāt 3 |

sarvavaśaṅkaryai vidmahe mahāvaśyāyai dhīmahi tanno mudrā pracodayāt 3 |

sarvonmādinyai vidmahe mahāmāyāyai dhīmahi tanno mudrā pracodayāt 3 |

mahāṃkuśāyai vidmahe śoṇavarṇāyai dhīmahi tanno mudrā pracodayāt 3 |

sarvakhecaryai vidmahe gaganavarṇāyai dhīmahi tanno mudrā pracodayāt 6 |

bījarūpāyai vidmahe mahābījāyai dhīmahi tanno mudrā pracodayāt 3 |

mahāyonyai vidmahe viśvajananyai dhīmahi tanno mudrā pracodayāt 3 |

trikhaṇḍāyai vidmahe trikātmikāyai dhīmahi tanno mudrā pracodayāt : iti mudrāgāyatryaḥ ||

kāmākarṣiṇyai vidmahe raktavastrāyai dhīmahi tannaḥ kalā pracodayāt 3 |

buddhyākarṣiṇyai vidmahe buddhyātmikāyai dhīmahi tannaḥ kalā pracodayāt 3 |

ahaṅkārākarṣiṇyai vidmahe tattvātmikāyai dhīmahiḥ tannaḥ kalā pracodayāt 3 |

śabdākarṣiṇyai vidmahe sarvaśabdātmikāyai dhīmahi tannaḥ kalā

pracodayāt 3 |

sparśākarṣiṇyai vidmahe sparśātmikāyai dhīmahi tannaḥ kalā pracodayāt 3 :

rūpākarṣiṇyai vidmahe rūpātmikāyai dhīmahi tannaḥ kalā pracodayāt |

rasākarṣiṇyai vidmahe rasātmikāyai dhīmahi tannaḥ kalā pracodayāt 3 |

gandhākarṣiṇyai vidmahe gandhātmikāyai dhīmahi tannaḥ kalā pracodayāt 3 |

citākarṣiṇyai vidmahe cittātmikāyai dhīmahi tannaḥ kalā pracodayāt 3 |

dhairyākarṣiṇyai vidmahe dhairyātmikāyai dhīmahi tannaḥ kalā pracodayāt 3 |

smṛtyākarṣiṇyai vidmahe smṛtisvarūpiṇyai dhīmahi tannaḥ kalā pracodayāt 3 |

nāmākarṣiṇyai vidmahe nāmātmikāyai dhīmahi tannaḥ kalā pracodayāt 3 |

bījākarṣiṇyai vidmahe bījātmikāyai dhīmahi tannaḥ kalā pracodayāt 3 |

ātmākarṣiṇyai vidmahe ātmasvarūpiṇyai dhīmahi tannaḥ kalā pracodayāt 3 |

amṛtākarṣiṇyai vidmahe amṛtasvarūpiṇyai dhīmahi tannaḥ kalā pracodayāt 3 |

śarīrākarṣiṇyai vidmahe śarīrātmikāyai dhīmahi tannaḥ kalā pracodayāt, 3 - iti kāmakarṣiṇyādīnāṃ gāyatryaḥ ||

anaṅgakusumāyai vidmahe raktakaṃcukāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt, 3 |

anaṅgamekhalāyai vidmahe pāśahastāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt, 3 |

anaṅgamadanāyai vidmahe śarahastāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

anaṅgamadanāturāyai vidmahe dhanurhastāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

anaṅgarekhāyai vidmahe dīrghakeśinyai dhīmahi tanno devīṃ pracodayāt 3 |

anaṅgaveginyai vidmahe sṛṇihastāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

anaṅgāṃkuśāyai vidmahe nityakledinyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

anaṅgamālinyai vidmahe suprasannāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 - ityaṣṭadaladevatānāṃ gāyatryaḥ ||

sarvasaṃkṣobhiṇyai vidmahe bāṇahastāyai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 |

sarvavidrāviṇyai vidmahe kārmukahastāyai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 |

sarvavikarṣiṇyai vidmahe śoṇavarṇāyai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 |

sarvāhlādinyai vidmahe jagadvyāpinyai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 |

sarvasammohinyai vidmahe jaganmohinyai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 |

sarvastambhinyai vidmahe jagatstambhinyai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 |

sarvajṛmbhiṇyai vidmahe jagadrañjinyai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 |

sarvavaśaṅkaryai vidmahe -----(?) |

sarvarañjinyai vidmahe vaiḍūryavarṇāyai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 |

sarvonmādinyai vidmahe jaganmāyāyai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 |

sarvārthasādhinyai vidmahe puruṣārthadāyai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 |

sarvasampatprapūriṇyai vidmahe sampadātmikāyai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 |

sarvamantramayyai vidmahe mantramātre dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 |

sarvadvandvakṣayaṃkaryai vidmahe kalātmikāyai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 - iti caturdaśāradevatāgāyatryaḥ ||

sarvasiddhipradāyai vidmahe śvetavarṇāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvasampatpradāyai vidmahe mahālakṣmyai dhīmahi tanno devī pracodayāt | 3

sarvāpriyaṃkaryai vidmahe kundavarṇāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvamaṅgalakāriṇyai vidmahe maṅgalātmikāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvakāmapradāyai vidmahe kalpalatātmikāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvaduḥkhavimocinyai vidmahe harṣapradāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvamṛtyupraśamanyai vidmahe sarvasañjīvinyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvavighnanivāriṇyai vidmahe sarvakāmāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvāṅgasundaryai vidmahe jagadyonyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvasaubhāgyadāyinyai vidmahe jagajjananyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 - iti bahirdaśāradevatāgāyatryaḥ ||

sarvajñāyai vidmahe mahāmāyāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvaśaktyai vidmahe mahāśaktyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvaiśvaryapradāyai vidmahe aiśvaryātmikāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvajñānamayyai vidmahe jñānātmikāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvavyādhivināśinyai vidmahe auṣadhātmikāyai dhīmahi tanno devī

pracodayāt 3 |

sarvādhārasvarūpiṇyai vidmahe ādhārātmikāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvapāpaharāyai vidmahe sarvatīrthasvarūpiṇyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvānandamayyai vidmahe mahānandāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvarakṣāsvarūpiṇyai vidmahe sarvarakṣaṇāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvepsitaphalapradāyai vidmahe phalātmikāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 - ityantardaśāradevatāgāyatryaḥ ||

vaśinīdevyai vidmahe pustakahastāyai dhīmahi tanno vācā pracodayāt |

kāmeśvaryai vidmahe vāgdevyai dhīmahi tanno vācā pracodayāt 3 |

modinīdevyai vidmahe mahāvāṇyai dhīmahi tanno vācā pracodayāt 3 |

vimalādevyai vidmahe mālā dharāyai dhīmahi tanno vācā pracodayāt 3 |

aruṇāvāgdevyai vidmahe śvetavarṇāyai dhīmahi tanno vācā pracodayāt 3 |

jayinīdevyai vidmahe mahāvāgīśyai dhīmahi tanno vācā pracodayāt 3 |

sarveśvaryai vidmahe sarvavāgīśyai dhīmahi tanno vācā pracodayāt 3 |

kaulinīdevyai vidmahe kulamārgagāyai dhīmahi tanno vācā pracodayāt 3 - ityaṣṭāradevatāgāyatryaḥ ||

mahāvāṇinyai vidmahe puṣpātmikāyai dhīmahi tanno bāṇā pracodayāt 3 |

puṣpacāpinyai vidmahe puṇḍrātmikāyai dhīmahi tannaścāpā pracodayāt 3 |

puṣpapāśinyai vidmahe pāśacchedinyai dhīmahi tannaḥ pāśinī pracodayāt 3 |

aṃkuśinyai vidmahe puṣpātmikāyai dhīmahi tannaḥ sṛṇiḥ pracodayāt 3 |

ityaṣṭārāntarālacakradevatāgāyatryaḥ ||

kāmarūpavāsinyai vidmahe rudraśaktyai dhīmahi tannaḥ kāmeśvarī pracodayāt 3 |

jālandharasthāyai vidmahe viṣṇuśaktyai dhīmahi tanno vajreśvarī pracodayāt 3 |

pūrṇapīṭhasthāyai vidmahe brahmaśaktyai dhīmahi tanno bhagamālinī pracodayāt 3 - iti trikoṇāgrasthadevatāgāyatryaḥ || atha cakreśvarīṇāṃ gāyatryaḥ |

tripurādevyai vidmahe kāmeśvaryai dhīmahi tannaḥ klinnā pracodayāt 3 |

tripureśvaryai vidmahe kāmeśvaryai dhīmahi tannaḥ klinnā pracodayāt 3 |

tripurasundaryai vidmahe kāmeśvaryai dhīmahi tannaḥ klinnā pracodayāt 3 |

tripurāśriyai vidmahe kāmeśvaryai dhīmahi tannaḥ klinnā pracodayāt 3 |

tripuramālinyai vidmahe kāmeśvaryai dhīmahi tannaḥ klinnā pracodayāt 3 |

tripuravāsinyai vidmahe kāmeśvaryai dhīmahi tannaḥ klinnā pracodayāt 3 |

tripurāsiddhāyai vidmahe kāmeśvaryai dhīmahi tannaḥ klinnā pracodayāt 3 |

tripurāmbāyai vidmahe kāmeśvaryai dhīmahi tannaḥ klinnā pracodayāt 3 |

mahātripurasundaryai vidmahe kāmeśvaryai dhīmahi tannaḥ klinnā pracodayāt 3 - iti cakreśvarīgāyatryaḥ || atha ṣoḍaśanityānāṃ gāyatryaḥ :

kāmeśvaryai vidmahe nityaklinnāyai dhīmahi tanno nityā pracodayāt 3 |

bhagamālinyai vidmahe sarvavaśaṅkaryai dhīmahi tanno nityā pracodayāt 3 |

nityaklinnāyai vidmahe nityamadadravāyai dhīmahi tanno nityā pracodayāt 3 |

bheruṇḍāyai vidmahe viṣaharāyai dhīmahi tanno nityā pracodayāt 3 |

vahnivāsinyai vidmahe siddhipradāyai dhīmahi tanno nityā pracodayāt 3 |

mahāvajreśvaryai vidmahe vajranityāyai dhīmahi tanno nityā pracodayāt 3 |

śivadūtyai vidmahe śivaṃkaryai dhīmahi tanno nityā pracodayāt 3 |

tvaritāyai vidmahe mahānityāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

vagīśvaryai(kulasundaryai) vidmahe kāmeśvaryai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 |

nityābhairavyai vidmahe nityānityāyai dhīmahi tanno yoginī pracodayāt 3 |

nīlapatākāyai vidmahe mahānityāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

vijayādevyai vidmahe mahānityāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

sarvamaṅgalāyai vidmahe candrātmikāyai dhīmahi tanno nityā pracodayāt 3 |

jvālāmālinyai vidmahe mahājvālāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

vicitrāyai vidmahe mahānityāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

(lalitāgāyatrī ṣoḍaśī) iti ṣoḍaśanityānāṃ gāyatryaḥ || atha ṣaḍdarśanagāyatryaḥ :

brahmagāyatrī spaṣṭaiva ||

nārāyaṇāya vidmahe vāsudevāya dhīmahi tanno viṣṇuḥ pracodayāt 3 |

ādityāva vidmahe mārtaṇḍāya dhīmahi tannaḥ sūryaḥ pracodayāt 3 |

śivagāyatrī tu prāgeva darśitā |

mahāsiddhāya vidmahe sarvajñāya dhīmahi tanno buddhaḥ pracodayāt 3 |

sarvasaṃmohinyai vidmahe viśvajananyai dhīmahi tannaḥ śaktiḥ pracodayāt 3 |

iti ṣaḍdarśanagāyatryaḥ || atha samayavidyānāṃ gāyatryaḥ :

sarvonmanyai vidmahe viśvajananyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

iti pūrvasamayā ||

bagalāmbāyai vidmahe brahmāstravidyāyai dhīmahi tannaḥ stambhinī pracodayāt 3 |

iti dakṣiṇasamayā ||

kālarātryai vidmahe kāleśvaryai dhīmahi tanno mohinī pracodayāt 3 |

iti paścimasamayā ||

tantrāntareṣu jayadurgā kubjikā pratyaṅgirā durgāḥ paścimasamaye devatā iti || tathā -

nārāyaṇyai vidmahe durgāyai dhīmahi tanno gaurī pracodayāt 3 |

iti jayadurgāgāyatrī ||

kubjikāyai vidmahe narāntramālāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

iti kubjikāgāyatrī ||

aparājitāyai vidmahe pratyaṅgirāyai dhīmahi tanna ugrā pracodayāt 3 |

iti pratyaṅgirāgāyatrī ||

mahādevyai vidmahe durgāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

iti durgāgāyatrī || iti paścimasamayadevatānāṃ gāyatryaḥ ||

athottarasamayānāṃ gāyatryaḥ -

vajravairocinyai vidmahe chinnamastāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

iti chinnamastāgāyatrī ||

kālikāyai vidmahe śmaśānavāsinyai dhīmahi tanno ghore pracodayāt 3 |

iti kālīgāyatrī ||

tārāyai vadmahe chinnamastāyai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

iti tārāgāyatrī || āmnāyavidyānāṃ gāyatryo'traivāntarbhūtā boddhavyāḥ || atha pañcapañcikāgaṇagāyatryaḥ :

śrīvidyāyai vidmahe mahāśriyai dhīmahi tannaḥ śrīḥ pracodayāt 3 |

lakṣmyai devyai vidmahe śrīdevyai dhīmahi tannaḥ śrīḥ pracodayāt 3 |

mahālakṣmyai vidmahe mahāśriyai dhīmahi tannaḥ śrīḥ pracodayāt 3 |

triśaktilakṣmyai vidmahe mahābhairavyai dhīmahi tannaḥ śrīḥ pracodayāt 3 |

sāmrājyalakṣmyai vidmahe jayaṅkaryai dhīmahi tannaḥ śrīḥ pracodayāt 3 |

iti pañcalakṣmyaḥ || atha pañcakośāḥ :

śrīvidyāyai vidmahe mahākośeśvaryai dhīmahi tannaḥ kośā pracodayāt 3 |

parajyotiṣai vidmahe praṇavātmikāyai dhīmahiḥ tannaḥ kośā pracodayāt 3 |

paraniṣkalāyai vidmahe paraśāmbhavyai dhīmahi tannaḥ kośā pracodayāt 3 |

ajapāyai vidmahe haṃsātmikāyai dhīmahi tannaḥ kośā pracodayāt 3 |

mātṛkāyai vidmahe vāgīśvaryai dhīmahi tannaḥ kośā pracodayāt 3 |

iti pañcakośāḥ || atha pañcakalpalatāḥ :

śrīvidyāyai vidmahe kalpalateśvaryai dhīmahi tannaḥ kalpalatā pracodayāt 3 |

tvaritāgāyatrī prāgevoktā | svacchandasaṃgrahe ||

tvaritādevyai vidmahe mahādevyai dhīmahi tannaḥ kalpalatā pracodayat 3 |

pārijāteśvaryai vidmahe kāmapradāyai dhīmahi tannaḥ kalpalatā pracodayāt 3 |

trikūṭāyai vidmahe jagajjananyai dhīmahi tannaḥ kalpalatā pracodayāt 3 |

pañcabāṇeśyai vidmahe sarvasaṃkṣobhiṇyai dhīmahi tannaḥ kalpalatā pracodayāt 3 |

iti pañcakalpalatāḥ | atha pañcakāmadughānāṃ gāyatryaḥ :

śrīvidyāyai vidmahe kāmadugheśvaryai dhīmahi tannaḥ kāmadughā pracodayāt 3 |

amṛtapīṭheśyai vidmahe amṛteśvaryai dhīmahi tannaḥ kāmadughā pracodayāt 3 |

sudhāsūtyai vidmahe sudhātmikāyai dhīmahi tannaḥ kāmadughā pracodayāt 3 |

amṛteśvaryai vidmahe viśvadīpinyai dhīmahi tannaḥ kāmadughā pracodayāt 3 |

annapūrṇāyai vidmahe sarvasaṃjīvinyai dhīmahi tannaḥ kāmadughā pracodayāt 3 |

iti pañcakāmadughāḥ || atha pañcaratnavidyānāṃ gāyatryaḥ

śrīvidyāyai vidmahe ratneśvaryai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

siddhalakṣmyai vidmahe ratneśvaryai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

mātaṅginyai vidmahe ratneśvaryai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

bhuvaneśvaryai vidmahe ratneśvaryai dhīmahi tanno devī pracodayāt 3 |

vārāhyai vidmahe ratneśvaryai dhīmahi tanno devī pracodayāt

Deutsch: die einzelnen Anrufungen

8.GY.001 Oṃ. Mögen wir den höchsten Puruṣa erkennen. Wir meditieren über den mit gekrümmtem Rüssel. Möge der Stoßzahntragende uns anregen.

8.GY.002 Mögen wir den aus Gefahren Rettenden erkennen. Wir meditieren über Vaṭukeśvara. Möge der Held uns anregen.

8.GY.003 Oṃ. Mögen wir den Nacktgewandeten erkennen. Wir meditieren über den Schädelschale Tragenden. Möge Kṣetrapāla uns anregen.

8.GY.004 Oṃ. Mögen wir die Alldurchdringende erkennen. Wir meditieren über die Vielgestaltige. Möge die Yoginī uns anregen.

8.GY.005 Oṃ. Mögen wir den König der Götter erkennen. Wir meditieren über den Vajra-Träger. Möge Śakra uns anregen.

8.GY.006 Mögen wir das Auge Rudras erkennen. Wir meditieren über den Speerträger. Möge das Feuer uns anregen.

8.GY.007 Oṃ. Mögen wir den Sohn Vivasvats erkennen. Wir meditieren über den Stabträger. Möge Yama uns anregen.

8.GY.008 Oṃ. Mögen wir den in der Nacht Wandelnden erkennen. Wir meditieren über den Schwertträger. Möge Nirṛti uns anregen.

8.GY.009 Mögen wir den mit reinen Händen erkennen. Wir meditieren über den Schlingenträger. Möge Varuṇa uns anregen. [Die technische Seitenangabe gehört nicht zur Anrufung.]

8.GY.010 Mögen wir den Lebenshauch aller erkennen. Wir meditieren über den Stabträger. Möge Vāyu uns anregen.

8.GY.011 Mögen wir den Herrn der Yakṣas erkennen. Wir meditieren über den Keulenträger. Möge der Yakṣa uns anregen.

8.GY.012 Mögen wir den Herrn aller erkennen. Wir meditieren über den Dreizackträger. Möge Rudra uns anregen.

8.GY.013 Mögen wir den Viergesichtigen erkennen. Wir meditieren über den, dessen Mund die Veden sind. Möge Brahmā uns anregen.

8.GY.014 Mögen wir den in Pātāla Wohnenden erkennen. Wir meditieren über den Tausendgesichtigen. Möge Ananta uns anregen.

8.GY.015 Mögen wir den mit hundert Spitzen erkennen. Wir meditieren über den großen Vajra. Möge der Vajra uns anregen.

8.GY.016 Mögen wir den mit scharfer Spitze erkennen. Wir meditieren über den mit langem Schaft. Möge der Speer uns anregen.

8.GY.017 Mögen wir den Feindvernichter erkennen. Wir meditieren über den Langgestreckten. Möge der Stab uns anregen.

8.GY.018 Mögen wir den Scharfschneidigen erkennen. Wir meditieren über den aus den drei Gestalten Bestehenden. Möge das Schwert uns anregen.

8.GY.019 Mögen wir den die Welt Heranziehenden erkennen. Wir meditieren über die große Schlinge. Möge die Schlinge uns anregen.

8.GY.020 Mögen wir den Unterwerfenden erkennen. Wir meditieren über den großen Stachelstock. Möge der Stachelstock uns anregen.

8.GY.021 Mögen wir die aus Eisen Bestehende erkennen. Wir meditieren über die Langgestreckte. Möge die Keule uns anregen.

8.GY.022 Mögen wir den mit scharfer Spitze erkennen. Wir meditieren über den Großgestaltigen. Möge der Dreizack uns anregen.

8.GY.023 Mögen wir den Wohnort Ramās erkennen. Wir meditieren über den Tausendblättrigen. Möge der Lotus uns anregen.

8.GY.024 Mögen wir Sudarśana erkennen. Wir meditieren über den mit großer Flamme. Möge der Diskus uns anregen.

8.GY.025 Mögen wir die Aṇimā-Vollendung erkennen. Wir meditieren über jene, die Gabengewährung und Furchtlosigkeit in den Händen zeigt. Möge die Siddhi uns anregen.

8.GY.026 Mögen wir die Laghimā-Vollendung erkennen. Wir meditieren über jene, die den Schatz als Fahrzeug besitzt. Möge Laghimā uns anregen. [Die Vorlage verbindet „laghimāsiddhyai“ unmittelbar mit „vidmahe“ ohne Wortabstand.]

8.GY.027 Mögen wir die Mahimā-Vollendung erkennen. Wir meditieren über die große Vollendung. Möge Mahimā uns anregen.

8.GY.028 Mögen wir die Vollendung der Herrschaft erkennen. Wir meditieren über die Weltdurchdringende. Möge die Siddhi uns anregen.

8.GY.029 Mögen wir die Vollendung des In-den-Bann-Ziehens erkennen. Wir meditieren über die Rotfarbige. Möge die Siddhi uns anregen.

8.GY.030 Mögen wir die Vollendung ungehinderter Wunscherfüllung erkennen. Wir meditieren über jene, die den Schatz als Fahrzeug besitzt. Möge die Siddhi uns anregen. [Die Wortform „prākāmyasiddhyi“ ist grammatisch auffällig.]

8.GY.031 Mögen wir die Vollendung des Willens erkennen. Wir meditieren über die Lotusträgerin. Möge die Siddhi uns anregen.

8.GY.032 Mögen wir die Vollendung des Genusses erkennen. Wir meditieren über die große Vollendung. Möge die Siddhi uns anregen.

8.GY.033 Mögen wir die Rasa-Vollendung erkennen. Wir meditieren über die ihren Verehrern Liebevolle. Möge die Siddhi uns anregen. [„Rasa“ kann hier Saft, Essenz oder eine entsprechende Vollendung bezeichnen; die besondere Bedeutung bleibt offen.]

8.GY.034 Mögen wir die Vollendung der Befreiung erkennen. Wir meditieren über die überaus Makellose. Möge die Siddhi uns anregen.

8.GY.035 Mögen wir die Kraft Brahmās erkennen. Wir meditieren über die Gelbfarbige. Möge Brāhmī uns anregen.

8.GY.036 Mögen wir die Weißfarbige erkennen. Wir meditieren über die Dreizackträgerin. Möge Māheśvarī uns anregen.

8.GY.037 Mögen wir die auf dem Pfau Reitende erkennen. Wir meditieren über die Speerträgerin. Möge Kaumārī uns anregen.

8.GY.038 Mögen wir die Dunkelfarbige erkennen. Wir meditieren über die Diskusträgerin. Möge Vaiṣṇavī uns anregen.

8.GY.039 Mögen wir die Dunkle erkennen. Wir meditieren über die Pflugträgerin. Möge Vārāhī uns anregen.

8.GY.040 Mögen wir die Dunkelfarbige erkennen. Wir meditieren über die Vajra-Trägerin. Möge Aindrī uns anregen.

8.GY.041 Mögen wir die Schwarzfarbige erkennen. Wir meditieren über die Dreizackträgerin. Möge Cāmuṇḍā uns anregen.

8.GY.042 Mögen wir die Gelbfarbige erkennen. Wir meditieren über die Lotusträgerin. Möge Lakṣmī uns anregen.

8.GY.043 Mögen wir die alles Erschütternde erkennen. Wir meditieren über jene, die Gabengewährung in der Hand hält. Möge die Mudrā uns anregen.

8.GY.044 Mögen wir die alles zum Schmelzen Bringende erkennen. Wir meditieren über die große Schmelzende. Möge die Mudrā uns anregen.

8.GY.045 Mögen wir die alles Anziehende erkennen. Wir meditieren über die große Mudrā. Möge die Mudrā uns anregen.

8.GY.046 Mögen wir die alles in ihren Bann Ziehende erkennen. Wir meditieren über die große Macht der Unterwerfung. Möge die Mudrā uns anregen.

8.GY.047 Mögen wir die alles Berauschende erkennen. Wir meditieren über Mahāmāyā. Möge die Mudrā uns anregen.

8.GY.048 Mögen wir die große Stachelstock-Göttin erkennen. Wir meditieren über die Rotfarbige. Möge die Mudrā uns anregen.

8.GY.049 Mögen wir die überall im Raum Wandelnde erkennen. Wir meditieren über die Himmelsfarbige. Möge die Mudrā uns anregen.

8.GY.050 Mögen wir die von der Gestalt des Bījas erkennen. Wir meditieren über das große Bīja. Möge die Mudrā uns anregen.

8.GY.051 Mögen wir die große Yoni erkennen. Wir meditieren über die Weltmutter. Möge die Mudrā uns anregen.

8.GY.052 Mögen wir die Dreigeteilte erkennen. Wir meditieren über die ihrem Wesen nach Dreifache. Möge die Mudrā uns anregen.

8.GY.053 Mögen wir die das Verlangen Anziehende erkennen. Wir meditieren über die Rotgewandete. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.054 Mögen wir die die Einsicht Anziehende erkennen. Wir meditieren über die aus Einsicht Bestehende. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.055 Mögen wir die das Ichbewusstsein Anziehende erkennen. Wir meditieren über die aus Wirklichkeit Bestehende. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.056 Mögen wir die den Klang Anziehende erkennen. Wir meditieren über die aus allen Klängen Bestehende. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.057 Mögen wir die Berührung Anziehende erkennen. Wir meditieren über die aus Berührung Bestehende. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.058 Mögen wir die Gestalt Anziehende erkennen. Wir meditieren über die aus Gestalt Bestehende. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.059 Mögen wir die Geschmack Anziehende erkennen. Wir meditieren über die aus Geschmack Bestehende. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.060 Mögen wir die Duft Anziehende erkennen. Wir meditieren über die aus Duft Bestehende. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.061 Mögen wir die den Geist Anziehende erkennen. Wir meditieren über die aus Geist Bestehende. Möge die Kalā uns anregen. [Die Vorlage hat „citākarṣiṇī“ neben „cittātmikā“; die Übersetzung „Geist“ folgt dem Zusammenhang.]

8.GY.062 Mögen wir die Standhaftigkeit Anziehende erkennen. Wir meditieren über die aus Standhaftigkeit Bestehende. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.063 Mögen wir die Erinnerung Anziehende erkennen. Wir meditieren über die Gestalt der Erinnerung. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.064 Mögen wir die Namen Anziehende erkennen. Wir meditieren über die aus Namen Bestehende. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.065 Mögen wir die Bījas Anziehende erkennen. Wir meditieren über die aus Bījas Bestehende. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.066 Mögen wir die das Selbst Anziehende erkennen. Wir meditieren über die Gestalt des Selbst. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.067 Mögen wir die Nektar Anziehende erkennen. Wir meditieren über die Gestalt des Nektars. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.068 Mögen wir die den Körper Anziehende erkennen. Wir meditieren über die aus Körper Bestehende. Möge die Kalā uns anregen.

8.GY.069 Mögen wir Anaṅgakusumā erkennen. Wir meditieren über jene, die ein rotes Obergewand trägt. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.070 Mögen wir Anaṅgamekhalā erkennen. Wir meditieren über die Schlingenträgerin. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.071 Mögen wir Anaṅgamadanā erkennen. Wir meditieren über die Pfeilträgerin. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.072 Mögen wir Anaṅgamadanāturā erkennen. Wir meditieren über die Bogenträgerin. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.073 Mögen wir Anaṅgarekhā erkennen. Wir meditieren über die Langhaarige. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.074 Mögen wir Anaṅgaveginī erkennen. Wir meditieren über die Stachelstockträgerin. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.075 Mögen wir Anaṅgāṅkuśā erkennen. Wir meditieren über die ewig Befeuchtende. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.076 Mögen wir Anaṅgamālinī erkennen. Wir meditieren über die überaus Heitere. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.077 Mögen wir die alles Erschütternde erkennen. Wir meditieren über die Pfeilträgerin. Möge die Śakti uns anregen.

8.GY.078 Mögen wir die alles zum Schmelzen Bringende erkennen. Wir meditieren über die Bogenträgerin. Möge die Śakti uns anregen.

8.GY.079 Mögen wir die alles Fortziehende erkennen. Wir meditieren über die Rotfarbige. Möge die Śakti uns anregen. [Hier steht „sarvavikarṣiṇī“, nicht die häufigere Form ohne „vi“.]

8.GY.080 Mögen wir die alles Erfreuende erkennen. Wir meditieren über die Weltdurchdringende. Möge die Śakti uns anregen.

8.GY.081 Mögen wir die alles Bezaubernde erkennen. Wir meditieren über die Weltbezaubernde. Möge die Śakti uns anregen.

8.GY.082 Mögen wir die alles Stillstellende erkennen. Wir meditieren über die Weltstillstellende. Möge die Śakti uns anregen.

8.GY.083 Mögen wir die alles sich Weiten Lassende erkennen. Wir meditieren über die Welterfreuende. Möge die Śakti uns anregen.

8.GY.084 — unvollständig Mögen wir die alles in ihren Bann Ziehende erkennen. [Danach steht in der Vorlage nur eine mit Fragezeichen markierte Lücke. Meditationsteil und Schlussanrufung fehlen.]

8.GY.085 Mögen wir die alles Erfreuende erkennen. Wir meditieren über die Vaiḍūrya-Farbige. Möge die Śakti uns anregen.

8.GY.086 Mögen wir die alles Berauschende erkennen. Wir meditieren über die Māyā der Welt. Möge die Śakti uns anregen.

8.GY.087 Mögen wir die alle Ziele Verwirklichende erkennen. Wir meditieren über die Gewährerin der Lebensziele. Möge die Śakti uns anregen.

8.GY.088 Mögen wir die alle Fülle Vollendende erkennen. Wir meditieren über die Gestalt der Fülle. Möge die Śakti uns anregen.

8.GY.089 Mögen wir die aus allen Mantras Bestehende erkennen. Wir meditieren über die Mutter der Mantras. Möge die Śakti uns anregen.

8.GY.090 Mögen wir die alle Gegensatzpaare Auflösende erkennen. Wir meditieren über die aus Kalā Bestehende. Möge die Śakti uns anregen.

8.GY.091 Mögen wir die alle Vollendungen Gewährende erkennen. Wir meditieren über die Weißfarbige. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.092 Mögen wir die alle Fülle Gewährende erkennen. Wir meditieren über Mahālakṣmī. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.093 Mögen wir die alles Unliebsame Bewirkende [unsichere Lesung] erkennen. Wir meditieren über die Kunda-Blütenfarbige. Möge die Göttin uns anregen. [Die Vorlage hat „sarvāpriyaṃkarī“, wörtlich die alles Unliebsame Bewirkende. Eine mögliche Lesung „sarvapriyaṃkarī“, die alles Liebenswerte Bewirkende, wird nicht stillschweigend eingesetzt.]

8.GY.094 Mögen wir die alles Glückverheißende Bewirkende erkennen. Wir meditieren über die Gestalt des Glückverheißenden. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.095 Mögen wir die alle Wünsche Gewährende erkennen. Wir meditieren über die Gestalt der Wunschliane. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.096 Mögen wir die von allem Leid Befreiende erkennen. Wir meditieren über die Freude Gewährende. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.097 Mögen wir die allen Tod Stillende erkennen. Wir meditieren über die alles Belebende. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.098 Mögen wir die alle Hindernisse Abwendende erkennen. Wir meditieren über die alle Wünsche Umfassende. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.099 Mögen wir die an allen Gliedern Schöne erkennen. Wir meditieren über den Ursprung der Welt. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.100 Mögen wir die alles Glück Gewährende erkennen. Wir meditieren über die Weltmutter. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.101 Mögen wir die Allwissende erkennen. Wir meditieren über Mahāmāyā. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.102 Mögen wir die Gesamtheit aller Kraft erkennen. Wir meditieren über die große Kraft. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.103 Mögen wir die alle Herrschaft Gewährende erkennen. Wir meditieren über die Gestalt der Herrschaft. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.104 Mögen wir die aus allem Wissen Bestehende erkennen. Wir meditieren über die Gestalt der Erkenntnis. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.105 Mögen wir die alle Krankheiten Vernichtende erkennen. Wir meditieren über die Gestalt des Heilmittels. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.106 Mögen wir die Gestalt aller Grundlagen erkennen. Wir meditieren über die Gestalt der Grundlage. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.107 Mögen wir die alles Unrecht Tilgende erkennen. Wir meditieren über die Gestalt aller heiligen Wasserstätten. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.108 Mögen wir die aus aller Glückseligkeit Bestehende erkennen. Wir meditieren über die große Glückseligkeit. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.109 Mögen wir die Gestalt allen Schutzes erkennen. Wir meditieren über die alles Schützende. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.110 Mögen wir die alle gewünschten Früchte Gewährende erkennen. Wir meditieren über die Gestalt der Frucht. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.111 Mögen wir die Göttin Vaśinī erkennen. Wir meditieren über die Buchträgerin. Möge die Rede uns anregen.

8.GY.112 Mögen wir Kāmeśvarī erkennen. Wir meditieren über die Göttin der Rede. Möge die Rede uns anregen.

8.GY.113 Mögen wir die Göttin Modinī erkennen. Wir meditieren über die große Vāṇī. Möge die Rede uns anregen.

8.GY.114 Mögen wir die Göttin Vimalā erkennen. Wir meditieren über die Kettenträgerin. Möge die Rede uns anregen.

8.GY.115 Mögen wir Aruṇā, die Göttin der Rede erkennen. Wir meditieren über die Weißfarbige. Möge die Rede uns anregen. [Der Name Aruṇā und die ausdrückliche Weißfärbung stehen so nebeneinander.]

8.GY.116 Mögen wir die Göttin Jayinī erkennen. Wir meditieren über die große Herrin der Rede. Möge die Rede uns anregen.

8.GY.117 Mögen wir Sarveśvarī erkennen. Wir meditieren über die Herrin aller Rede. Möge die Rede uns anregen.

8.GY.118 Mögen wir die Göttin Kaulinī erkennen. Wir meditieren über die auf dem Kula-Weg Wandelnde. Möge die Rede uns anregen.

8.GY.119 Mögen wir die große Vāṇinī [Lesung unsicher] erkennen. Wir meditieren über die aus Blumen Bestehende. Möge die Pfeilgöttin uns anregen. [Die erste Bezeichnung lautet „mahāvāṇinī“, während der Schluss die Pfeilgöttin nennt; die Abweichung bleibt offen.]

8.GY.120 Mögen wir die Blumenbogen-Trägerin erkennen. Wir meditieren über die aus Zuckerrohr Bestehende. Möge die Bogengöttin uns anregen.

8.GY.121 Mögen wir die Blumenschlingen-Trägerin erkennen. Wir meditieren über die Schlingen Zerschneidende. Möge die Schlingenträgerin uns anregen.

8.GY.122 Mögen wir die Stachelstock-Göttin erkennen. Wir meditieren über die aus Blumen Bestehende. Möge der Stachelstock uns anregen.

8.GY.123 Mögen wir die in Kāmarūpa Wohnende erkennen. Wir meditieren über Rudras Kraft. Möge Kāmeśvarī uns anregen.

8.GY.124 Mögen wir die in Jālandhara Stehende erkennen. Wir meditieren über Viṣṇus Kraft. Möge Vajreśvarī uns anregen.

8.GY.125 Mögen wir die am Pūrṇa-Pīṭha Stehende erkennen. Wir meditieren über Brahmās Kraft. Möge Bhagamālinī uns anregen.

8.GY.126 Mögen wir die Göttin Tripurā erkennen. Wir meditieren über Kāmeśvarī. Möge die Feuchte uns anregen.

8.GY.127 Mögen wir Tripureśvarī erkennen. Wir meditieren über Kāmeśvarī. Möge die Feuchte uns anregen.

8.GY.128 Mögen wir Tripurasundarī erkennen. Wir meditieren über Kāmeśvarī. Möge die Feuchte uns anregen.

8.GY.129 Mögen wir Tripurāśrī erkennen. Wir meditieren über Kāmeśvarī. Möge die Feuchte uns anregen.

8.GY.130 Mögen wir Tripuramālinī erkennen. Wir meditieren über Kāmeśvarī. Möge die Feuchte uns anregen.

8.GY.131 Mögen wir Tripuravāsinī erkennen. Wir meditieren über Kāmeśvarī. Möge die Feuchte uns anregen.

8.GY.132 Mögen wir Tripurāsiddhā erkennen. Wir meditieren über Kāmeśvarī. Möge die Feuchte uns anregen.

8.GY.133 Mögen wir Tripurāmbā erkennen. Wir meditieren über Kāmeśvarī. Möge die Feuchte uns anregen.

8.GY.134 Mögen wir Mahātripurasundarī erkennen. Wir meditieren über Kāmeśvarī. Möge die Feuchte uns anregen.

8.GY.135 Mögen wir Kāmeśvarī erkennen. Wir meditieren über die ewig Feuchte. Möge die Ewige uns anregen.

8.GY.136 Mögen wir Bhagamālinī erkennen. Wir meditieren über die alles in ihren Bann Ziehende. Möge die Ewige uns anregen.

8.GY.137 Mögen wir die ewig Feuchte erkennen. Wir meditieren über die in ewigem Rausch Dahinschmelzende. Möge die Ewige uns anregen.

8.GY.138 Mögen wir Bheruṇḍā erkennen. Wir meditieren über die Gift Beseitigende. Möge die Ewige uns anregen.

8.GY.139 Mögen wir die im Feuer Wohnende erkennen. Wir meditieren über die Vollendung Gewährende. Möge die Ewige uns anregen.

8.GY.140 Mögen wir Mahāvajreśvarī erkennen. Wir meditieren über Vajranityā. Möge die Ewige uns anregen.

8.GY.141 Mögen wir Śivas Botin erkennen. Wir meditieren über die Glückverheißendes Bewirkende. Möge die Ewige uns anregen.

8.GY.142 Mögen wir Tvaritā erkennen. Wir meditieren über die große Ewige. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.143 Mögen wir Vāgīśvarī [Lesart: Kulasundarī] erkennen. Wir meditieren über Kāmeśvarī. Möge die Śakti uns anregen.

8.GY.144 Mögen wir Nityābhairavī erkennen. Wir meditieren über Nityānityā. Möge die Yoginī uns anregen.

8.GY.145 Mögen wir Nīlapatākā erkennen. Wir meditieren über die große Ewige. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.146 Mögen wir die Göttin Vijayā erkennen. Wir meditieren über die große Ewige. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.147 Mögen wir Sarvamaṅgalā erkennen. Wir meditieren über die Gestalt des Mondes. Möge die Ewige uns anregen.

8.GY.148 Mögen wir Jvālāmālinī erkennen. Wir meditieren über die große Flamme. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.149 Mögen wir Vicitrā erkennen. Wir meditieren über die große Ewige. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.150 Mögen wir Nārāyaṇa erkennen. Wir meditieren über Vāsudeva. Möge Viṣṇu uns anregen.

8.GY.151 Mögen wir Āditya erkennen. Wir meditieren über Mārtaṇḍa. Möge Sūrya uns anregen. [„ādityāva“ wird als beschädigte Form von Āditya verstanden.]

8.GY.152 Mögen wir den großen Vollendeten erkennen. Wir meditieren über den Allwissenden. Möge Buddha uns anregen.

8.GY.153 Mögen wir die alles Bezaubernde erkennen. Wir meditieren über die Weltmutter. Möge die Śakti uns anregen.

8.GY.154 Mögen wir Sarvonmanī erkennen. Wir meditieren über die Weltmutter. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.155 Mögen wir die Mutter Bagalā erkennen. Wir meditieren über die Brahmāstra-Vidyā. Möge die Stillstellende uns anregen.

8.GY.156 Mögen wir Kālarātri erkennen. Wir meditieren über die Herrin der Zeit. Möge die Bezaubernde uns anregen.

8.GY.157 Mögen wir Nārāyaṇī erkennen. Wir meditieren über Durgā. Möge Gaurī uns anregen.

8.GY.158 Mögen wir Kubjikā erkennen. Wir meditieren über jene, die eine Kette aus menschlichen Eingeweiden trägt. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.159 Mögen wir die Unbesiegte erkennen. Wir meditieren über Pratyaṅgirā. Möge die Wilde uns anregen.

8.GY.160 Mögen wir die große Göttin erkennen. Wir meditieren über Durgā. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.161 Mögen wir Vajravairocinī erkennen. Wir meditieren über Chinnamastā. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.162 Mögen wir Kālikā erkennen. Wir meditieren über die auf dem Verbrennungsplatz Wohnende. Möge die Schreckliche uns anregen.

8.GY.163 Mögen wir Tārā erkennen. Wir meditieren über Chinnamastā. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.164 Mögen wir Śrīvidyā erkennen. Wir meditieren über die große Śrī. Möge Śrī uns anregen.

8.GY.165 Mögen wir die Göttin Lakṣmī erkennen. Wir meditieren über die Göttin Śrī. Möge Śrī uns anregen.

8.GY.166 Mögen wir Mahālakṣmī erkennen. Wir meditieren über die große Śrī. Möge Śrī uns anregen.

8.GY.167 Mögen wir Triśaktilakṣmī erkennen. Wir meditieren über Mahābhairavī. Möge Śrī uns anregen.

8.GY.168 Mögen wir Sāmrājyalakṣmī erkennen. Wir meditieren über die Sieg Bewirkende. Möge Śrī uns anregen.

8.GY.169 Mögen wir Śrīvidyā erkennen. Wir meditieren über die große Kośa-Herrscherin. Möge die Kośa-Göttin uns anregen.

8.GY.170 Mögen wir das höchste Licht erkennen. Wir meditieren über die Gestalt des Praṇava. Möge die Kośa-Göttin uns anregen.

8.GY.171 Mögen wir die höchste Teilelose erkennen. Wir meditieren über die höchste Śāmbhavī. Möge die Kośa-Göttin uns anregen.

8.GY.172 Mögen wir Ajapā erkennen. Wir meditieren über die Gestalt des Haṃsa. Möge die Kośa-Göttin uns anregen.

8.GY.173 Mögen wir Mātṛkā erkennen. Wir meditieren über die Herrin der Rede. Möge die Kośa-Göttin uns anregen.

8.GY.174 Mögen wir Śrīvidyā erkennen. Wir meditieren über die Herrin der Wunschlianen. Möge die Wunschliane uns anregen.

8.GY.175 Mögen wir die Göttin Tvaritā erkennen. Wir meditieren über die große Göttin. Möge die Wunschliane uns anregen.

8.GY.176 Mögen wir Pārijāteśvarī erkennen. Wir meditieren über die Wünsche Gewährende. Möge die Wunschliane uns anregen.

8.GY.177 Mögen wir die Dreigliedrige erkennen. Wir meditieren über die Weltmutter. Möge die Wunschliane uns anregen.

8.GY.178 Mögen wir die Herrin der fünf Pfeile erkennen. Wir meditieren über die alles Erschütternde. Möge die Wunschliane uns anregen.

8.GY.179 Mögen wir Śrīvidyā erkennen. Wir meditieren über die Herrin der Wunscherfüllung. Möge die Wunscherfüllende uns anregen.

8.GY.180 Mögen wir die Herrin des Nektarsitzes erkennen. Wir meditieren über die Herrin des Nektars. Möge die Wunscherfüllende uns anregen.

8.GY.181 Mögen wir die Nektar Hervorbringende erkennen. Wir meditieren über die Gestalt des Nektars. Möge die Wunscherfüllende uns anregen.

8.GY.182 Mögen wir die Herrin des Nektars erkennen. Wir meditieren über die Welt Erleuchtende. Möge die Wunscherfüllende uns anregen.

8.GY.183 Mögen wir Annapūrṇā erkennen. Wir meditieren über die alles Belebende. Möge die Wunscherfüllende uns anregen.

8.GY.184 Mögen wir Śrīvidyā erkennen. Wir meditieren über die Juwelenherrin. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.185 Mögen wir Siddhalakṣmī erkennen. Wir meditieren über die Juwelenherrin. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.186 Mögen wir Mātaṅgī erkennen. Wir meditieren über die Juwelenherrin. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.187 Mögen wir Bhuvaneśvarī erkennen. Wir meditieren über die Juwelenherrin. Möge die Göttin uns anregen.

8.GY.188 Mögen wir Vārāhī erkennen. Wir meditieren über die Juwelenherrin. Möge die Göttin uns anregen.

Die zugehörigen Hinweise und nachfolgenden Verweise stehen im achten Kapitel der deutschen Übersetzung; die vollständige Sanskritumgebung in Shri Vidyarnava Tantra Sanskrit IAST Teil 1 und Shri Vidyarnava Tantra Sanskrit Devanagari Teil 1.

Mit dem Klang aufmerksam umgehen

Ein Mantra begegnet dir in dieser Sammlung als Klang und als Teil einer Überlieferung. Bei einem Gebetsvers kannst du seiner Bedeutung Satz für Satz folgen; bei einer Keimsilbe ist zunächst wichtig, wie die Quelle sie erklärt und verwendet. Beides verdient Aufmerksamkeit.

Für das Studium hilft eine kleine Notiz zu jeder gewählten Stelle: Welche Formel steht tatsächlich da? An wen richtet sie sich? Welche Funktion nennt der Text? Was bleibt unklar? So entsteht mit der Zeit ein persönlicher Zugang, der Hingabe und Genauigkeit verbindet. Wenn du bereits einen Mantra in deiner Praxis erhalten hast, können solche Fragen dein Verständnis seiner Überlieferung vertiefen.

Begleitende Vorträge

Heutige Yoga-Vidya-Erläuterungen; keine Wiedergabe der historischen Mantrareihen:

Teil 1: Kapitel 1–15 · Teil 2: Kapitel 16–23 · Teil 3: Kapitel 24–27 · Teil 4: Kapitel 28–31 · Teil 5: Kapitel 32–36

Textgrundlage

Die Sanskritstellen und Übersetzungen stammen aus der vorliegenden Ausgabe des Shri Vidyarnava Tantra. Für Śvāsa 1–18 liegt der Muktabodha-E-Text M00217 zugrunde (Erfassung unter Leitung von Mark S. G. Dyczkowski; CC BY-NC 4.0). Für Śvāsa 19–36 wurden die gespeicherten, am Druck abgeglichenen Transkriptionen der Ausgabe von Ram Chandra Kak und Harabhatta Shastri verwendet: Uttarārdha, 1937. Die zugehörigen Hinweise stehen im Hauptartikel. Diese Lesefassung beansprucht keine neue kritische Edition.

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