Präkognition

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Präkognition - `Vorwissen´ oder `etwas vorher wissen´ bedeutet Präkognition (Prä = Vor / Kognition = Wissen). Man kann dieses auch gleichsetzen mit `Vorhersage´ oder `Vorahnung´.

Video Präkognition

Hier findest du ein Vortragsvideo mit dem Thema Präkognition :

Autor/Sprecher: Sukadev Bretz, Seminarleiter zu den Themen Yoga und Meditation.

Präkognition Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Präkognition :

Präkognition im Yoga Sutra

Verschmelzen mit dem Objekt gibt Herrschaft oder Wissen darüber

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2019 -

Kommentar zum 3. Kapitel, 16. Vers der Aphorismen von Patanjali.

Patanjali schreibt im 16. Vers des 3. Kapitels:

pariṇāmatraya-saṁyamāt-atītānāgata jñānam

Durch Samyama auf die drei Arten der Veränderungen Form, Zeit und Zustand, kommt Wissen um Vergangenheit und Zukunft. Mit diesem Vers beginnt Patanjali eine ganze Reihe von Spezial-Anwendungen von Samyama. Samyama ist die aufeinanderfolge von

Man könnte auch in der Anfangsphase sein: Entspanntes, vollkommenes Einlassen auf etwas. Eine entspannte Konzentration oder Bewusstseinsabsorption auf etwas. Und das geht dann schrittweise, Dharana, Dhyana, Samadhi und das hat Prajna und Jaya zur Folge. Prajna heißt intuitives Wissen. Jaya heißt Sieg über etwas, oder auch Triumph, Meisterschaft, Herrschaft.

In diesem Vers wendet er Samyama an, oder empfiehlt uns Samyama anzuwenden, auf die Veränderungen die wir jetzt sehen. Und er sagt das führt dann zum Wissen über die Zukunft.

Auf gewisse Weise funktioniert dieser Vers ja auch auf eine rationale Weise. Nehmen wir zum Beispiel an du hast irgendeine Grafik, und du siehst es hat sich bisher so entwickelt, dann würde man normalerweise annehmen es entwickelt sich so weiter. Also, wenn du zum Beispiel von Januar bis Februar merkst die Temperaturen gehen durchschnittlich immer etwas nach oben, vielleicht etwas fluktuierend, dann nimmst du an, dass das auch im März und im April so weiter geht. Spätestens im September wirst du aber feststellen: Es geht nicht so weiter.

Oder angenommen du misst die Größe deines Kindes und stellst dann irgendwo fest: Kind bei der Geburt vielleicht, ich weiß es nicht, ich bin jetzt kein Experte, habe selbst keine Kinder, vielleicht knapp 50cm, und dann sind Kinder mit 14 ja oft 1,80m oder 1,90m. Nehmen wir an: Das Kind wächst jeden Monat um knapp 1cm. Dann stellst du eben fest im ersten Jahr ist das Kind 10cm größer geworden, dann nimmst du an es wird im nächsten Jahr auch 10cm größer werden, und so weiter. Und das ist jetzt so eine Überlegung, und das ist erst mal logisch. Wenn du also feststellst: Vor einem Jahr war es so, jetzt ist es so, nimmst du an am Ende nächsten Jahres ist es so.

Samyama geht ähnlich, aber durch die Konzentration des Geistes beziehst du noch mehr mit ein. Wenn du also, zum Beispiel, wissen willst: Wie wird es höchst wahrscheinlich mit deiner Beziehung weitergehen? Dann kannst du überlegen: Wie war es vor einem Monat? Wie war es vor einem halben Jahr? Und wie ist es jetzt? Und dann konzentrierst du dich gleichzeitig, und das unterscheidet Samyama von Svadhyaya. Svadhyaya wäre Überlegen, Svadhyaya kannst du vorschalten im Sinne von du überlegst wie es gewesen ist, und wie es vor einem halben Jahr gewesen ist, vor einem Monat, wie ist es jetzt, und dann konzentrierst du dich auf die Veränderung. Und letztlich auf das Gefühl der Veränderung. Du gehst dort voll hinein, das wäre Dharana, du verschmilzt damit, Dhyana. Und dann kommt plötzlich Prajna, das intuitive Wissen: Wenn du jetzt nicht eingreifst, dann wird es so und so weitergehen oder enden. Und dann kannst du zum Beispiel auch eingreifen und könntest sagen: Nee, ich will es anders machen.

Oder wenn du überlegen willst: Wie geht es mit meinem Zentrum weiter, du hast zum Beispiel ein Yoga Zentrum. Dann kannst du sagen: Vor zwei Jahren eröffnet, vor einem Jahr war es so, vor einem halben Jahr so, jetzt ist es so. Und dann bringst du deine Konzentration auf diese Veränderung. Und wenn du so deinen Geist voll in diese Veränderung reinbringst, dann spürst du intuitiv was in der Zukunft sein wird, wenn du nicht eingreifst.

Oder angenommen du willst noch weiter in die Vergangenheit gehen, du weißt es aber nicht genau. Du bist zum Beispiel irgendwo Mitglied geworden in einem Yoga Zentrum, du weißt wie es vor einem Jahr war, du weißt wie es vor einem halben Jahr war, du weißt wie es jetzt ist. Und du würdest gerne so ein bisschen was wissen – wie war es vor drei Jahren, oder vor fünf Jahren? Dann konzentriere dich auf die Veränderung die es vor einem Jahr bis jetzt gegeben hat. Dann spürst du vielleicht wie es vor 3, 4, 5 Jahren war.

Der Unterschied gegenüber reinen Charts, die einfach fortführen was bisher war ist, dass dein Geist Zugriff hat auf unterbewusstes Wissen, und Zugriff hat auf die so genannte Akasha Chronik, und sich eben im Unter- oder Überbewusstsein auch auf Faktoren, die du nicht kennst, einstimmen kann. Nicht umsonst sagt ja Patanjali: Samyama führt zu Jaya und Prajna. Das heißt also es ist nicht nur logisches nachvollziehen, das kann ein Computer besser als der menschliche Geist, mindestens schon jetzt im Jahr 2017. Aber was der Computer nicht kann ist Dinge mit einzubeziehen, derer er sich nicht bewusst ist. Der Mensch kann das. Du brauchst nur ein paar Anhaltspunkte, das nutze zur Konzentration, und dann bekommst du Zugang zu einem Wissen von anderen Ebenen.

Ich will dich gleich zu einer Übung anleiten, vorher gerade noch ein paar Ansagen. Mein Name: Sukadev. Hinter der Kamera und auch Schnitt: Nanda. Wir sind von Yoga Vidya. Dies ist ein Vortrag im Rahmen der Reihe zum Yoga Sutra von Patanjali, Teil der ganzheitlichen Yoga Vidya Schulung, Begleitmaterial zur Yoga Vidya Yogalehrer Ausbildung und zu den Yogalehrer Weiterbildungen zum Thema Raja Yoga.

Anleitung - Praktische Übung

Wenn du willst mache die folgende Übung mit. Überlege gerade: Gibt es etwas, wo du gerne wissen willst, wie es weitergehen könnte? Dann greife dir von diesem Thema heraus was vielleicht vor längerer Zeit war, es kann auch vor einem Jahr gewesen sein. Greife heraus, was vor kurzem war, vielleicht vor einem Monat oder auch kürzer. Und dann mache dir bewusst: Was ist jetzt in diesem Moment? Spüre das vor längerer Zeit, und vor kurzem, und jetzt als Ganzes. Spüre die Veränderung. Volle Konzentration, und zwar entspannte Konzentration auf dieses Veränderungsgefühl. Und dann überlege kurz: Was wird vermutlich in der Zukunft sein wenn du nichts änderst? Und überlege: Willst du das? Oder willst du etwas ändern?

Om Shanti

Video - Präkognition im Yoga Sutra III 16

Hier ein Vortrag zum Thema Präkognition im Yoga Sutra III 16 von und mit Sukadev Bretz aus der Reihe Yoga Vidya Schulung, Vorträge zum ganzheitlichen Yoga.

Siehe auch

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