Milchkuh

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Milchkuh‏‎ ist eine Kuh, die besonders wegen der Milch gehalten wird. Eine Milchkuh ist eine Kuh, die besonders viel Milch geben soll, heutzutage eine auf Milchleistung gezüchtete Kuh.

Milchkuh‏‎ - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Kühe in Indien

In früheren Zeiten, insbesondere in Indien hatten Kühe viele Verwendungen in der Landwirtschaft. Männliche Rinder, die meist kastriert waren, also Ochsen, dienten also Zugtiere für Pflüge oder Wägen. Die Mutterkuh war eben die Milchkuh, die Milch gegeben hat. Alle Kühe haben auch Mist gemacht. Die Kuhfladen wurden als Brennmaterial verwendet oder auch als Grundlage für verschiedene andere Materialien. In Indien waren die Kühe heilig, sie durften nicht getötet werden. Es gibt viele Geschichten um Kühe. Nicht nur die Geschichten um Krishna, auch viele Rishis hatten Kühe die nicht getötet werden durften.

Kühe in der modernen Landwirtschaft

Heutzutage sind Kühe in der Landwirtschaft nicht mehr nötig. Es gibt andere Weisen, die Felder zu düngen. Es gibt andere Weisen, den Pflug zu ziehen und kaum jemand fährt mit einem Ochsenfuhrwerk durch die Gegend. So werden auch in Indien Rinder hauptsächlich gehalten, um Milch und das Fleisch zu bekommen. So ist heutzutage die Milchproduktion notwendigerweise mit Grausamkeit verbunden.

Damit eine Kuh Milch gibt muss sie auch schwanger sein und muss danach ein Kalb gebären. Nur wenn die Kuh Kälber hat, gibt sie auch Milch. Aus hygienischen Gründen ist es heute üblich und sogar gesetzlich vorgeschrieben, dass das Kalb von der Mutter getrennt werden muss, und dass die Mutter nicht ihr Kind säugen kann. Die Mutter-Kind-Beziehung ist bei Kühen besonders stark. Das heißt, wenn das Kalb von der Mutter getrennt wird, leiden sowohl Mutter als auch Kalb. Auch ist durchschnittlich jedes zweite Kind männlich, und die männlichen Kälber werden relativ zügig getötet. Das bedeutet, dass in der Milch notwendigerweise großes Leid enthalten ist.

Da heutzutage eine Kuh sehr viel Milch geben muss, sind die meisten Kühe so gezüchtet, dass sie Rieseneuter haben, der letztlich schmerzhaft für die Kühe ist. Des weiteren geben Kühe nur ein paar Jahre lang so viel Milch. Die natürliche Lebensdauer von Kühen liegt bei etwa dreißig Jahren. Die meisten Kühe werden aber schon nach sechs bis acht Jahren getötet. Wer also Milch trinkt, der beteiligt sich auch an Grausamkeit gegenüber Kühen.

Auch in Indien gilt das inzwischen. Es gibt zwar weiterhin solche Inder, die die Kühe weiter sehr stark als heilig verehren und es gibt große Bewegungen, Kühe sehr natürlich zu halten. Doch eine artgerechte Tierhaltung für Kühe ist in größerem Stil kaum möglich. Wenn man Milch von Kühen haben will, wird desshalb jedes Jahr ein Kalb geboren und weil die Leistung der Milchkühe irgendwann abnimmt, ist es ökologisch und ökonomisch nicht möglich, keine Kuh zu töten. Deshalb werden in Indien Kühe von den Bundestaaten in denen das Töten von Kühen nicht erlaubt ist in andere Bundesstaaten verladen, oder gleich nach Bangladesch. Und das ist noch grausamer für die Kühe, weil sie Tausende von Kilometern gefahren werden, oft ohne ausreichend Wasser und Futter. Verletzungen sind in den heißen Waggons keine Seltenheit, in denen die Kühe oft für längere Zeit einfach stehen gelassen werden. Und so ist auch in Indien die Produktion von Milch mit großer Grausamkeit verbunden.

Es gibt also gute Gründe, vegan zu leben. Veganismus ist eine Frage der Ethik und kein Mensch in Europa oder in Indien braucht heutzutage Milch. Alles, was es in der Milch gibt, kann man auch zum Beispiel über Hülsenfrüchte, Lupinen oder Vollkornprodukte zu sich nehmen. Aus ökologischen Gründen und aus ethischen Gründen sollte man auch Milch verzichten. Nur Babys sollten die Milch ihrer Mutter trinken und die Säuglinge der verschiedenen Säugetiere sollten die Milch ihrer eigenen Mutter trinken. Dafür ist die Milch vorgesehen. Du könntest dir einfach überlegen, angenommen, du müsstest dich unter den Euter einer Kuh begeben und aus dem Euter der Kuh deine Milch saugen. Wie fühlt sich das an? Spätestens bei dieser Vorstellung wird dir klar: Das Trinken von Milch ist unnatürlich.

Milchkuh‏‎ Video

Vortragsvideo mit dem Thema Milchkuh‏‎:

Milchkuh‏‎ - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Erfahre einiges zum Thema Milchkuh‏‎ in diesem Vortragsvideo. Der Yogalehrer Sukadev denkt laut nach über das Wort bzw. den Ausdruck Milchkuh‏‎ vom einem Yogastandpunkt aus.

Dhenu - die Milchkuh im alten und modernen Indien

Dhenu ist einer der vielen Namen für Kühe, Rinder, also die populärsten Tiere in Indien. Dhenu ist aber ganz konkret die milchgebende Kuh, währenddessen z.B. Go jedes Rind ist. Dhenu, also die milchgebende Kuh, Dhenu, damit auch die Mutterkuh, die Milchkuh.

Vielleicht kennst du aus der indischen Mythologie Kamadhenu, das ist die wunscherfüllende Kuh. Dhenu ist die milchgebende Kuh bzw. Milchkuh. Das alte Indien war eine Rindergesellschaft. Das heißt, die ganze Wirtschaft, Landwirtschaft, wie auch die andere Wirtschaft, hing von den Kühen und von den Rindern ab. Deshalb galt die Kuh als heilige Kuh und durfte auch nicht umgebracht werden, durfte nicht getötet werden. In Indien wurden die Felder gepflügt mit der Kraft von Rindern. Die Wagen wurden gezogen von Rindern, auch die Bewässerungsanlagen wurden meist durch Rinder, zum Teil auch durch Esel, betrieben.

Der Dung der Kühe und der Rinder war wichtig zum Kochen: Getrockneter Kuhdung ist ein sehr guter Brennstoff.

Die Kuh gilt auch als Symbol für die Sanftheit, für Sanftmut. Wenn du mal einer Kuh in die Augen schaust, da spürst du, wie viel Sanftheit dort ist. Eine Kuh ist ein sanftes Tier, eine Kuh ist ein sehr freundliches Tier. Auch die Beziehung zwischen der Kuhmutter und dem Kalb ist eine sehr intensive und eine sehr tiefe und auch eine sehr innige. So wird in der indischen Mythologie auch immer wieder der Vergleich genommen, die Liebe zwischen Kuh und Kalb als ein Symbol für uneigennützige Liebe und tiefes Verständnis. Manchmal wird sogar gesagt, dass die Liebe Gottes zu den Menschen ist wie zwischen Kuh und Kalb. Und so ist Dhenu, die Milchkuh, etwas sehr Wichtiges. Es gibt den so genannten Dhenu Vrata, also den Vorsatz, sich um die Kühe zu kümmern, um die Rinder zu kümmern.

Leider ist auch in Indien die Realität weit entfernt von dem Ideal, dass man Rinder mit Ehrerbietung behandeln sollte. Heutzutage ist auch Indien motorisiert. Pflüge werden immer mehr eben mechanisch, also mit Benzin, gezogen, also mit Traktoren. Die Inder fahren nicht mehr in Ochsenkarren durch die Gegend und die LKWs haben natürlich auch die rindergezogenen Transportwagen ersetzt. So bleibt den Kühen oft ein trauriges Los als Milchkühe, maschinenangebunden in Ställen. Wenn sie dann älter werden und nicht mehr Milch geben können, dann werden sie dann an die Moslems verkauft. Denn ein Hindu darf ja keine Kuh töten. Das Verbot ist einfach zu umgehen, indem man die ehemaligen Milchkühe eben den Moslems verkauft.

So ist es auch in Indien nicht anders als im Westen: Milch trinken und Butter oder Butter-Ghee zu essen, ist vom ethischen Standpunkt aus nicht mehr rechtfertigbar. Im alten Indien ist Milch und Milch-Ghee entstanden fast als Nebenprodukt für alles andere, was die Kuh und die Ringer einem gegeben haben. Und so bleibt die Milchkuh als Symbol für uneigennützige Liebe und die Liebe zwischen Kalb und Mutterkuh auch als ein Symbol von tiefer, inniger Verbundenheit. Und wenn du Kühe siehst, schaue der Mutterkuh öfters mal in die Augen und überlege dann: Kannst du es vertreten, dass ein solches Geschöpf gequält wird, geschlachtet wird usw. Es gibt so viele gute Gründe dafür, vegetarisch zu leben, vegan zu leben.

Siehe auch

Weitere Begriffe im Kontext mit Milchkuh‏‎

Einige Ausdrücke die vielleicht nur sehr wage in Beziehung stehen mit Milchkuh‏‎, aber für dich von Interesse sein könnten, sind unter anterem Mexiko‏‎, Metaphysik‏‎, Metall‏‎, Milchreich‏‎, Minute‏‎, Mit Vorurteilen behaftet‏‎.

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Milchkuh‏‎ - weitere Infos

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Zusammenfassung

Das Substantiv Milchkuh‏‎ kann gesehen werden im Kontext von Tier, Landwirtschaft, Küche, Essen, Nahrung, Trinken und kann interpretiert werden vom Standpunkt von [1], Meditation, Ayurveda, Spiritualität, humanistische Psychologie.