Kamadhenu

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Kamadhenu: (Sanskrit: कमधेनु kāmadhenu f.) die himmlische Kuh, die Wünsche erfüllt; sie wurde bei der Quirlung des Milchmeeres (vgl. Kurma) erschaffen und gehörte dem Heiligen Vasishtha.

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Ein Beispiel für ihre übernatürliche Kräfte war die Herbeischaffung eines Kriegheeres, das Vasishtha im Kampf gegen Kartavirya unterstützte. Kamadhenu wurde auch Kamaduh, Shavala und Surabhi genannt.

Sukadev über Kamadhenu

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Kamadhenu

Kamadhenu, die wunscherfüllende Kuh. In der indischen Mythologie gibt es die so genannte Kamadhenu. Dhenu heißt Kuh, heißt konkret "die Milchkuh". Kama heißt in diesem Kontext Wünsche. Kamadhenu ist die wunscherfüllende Kuh. Und so gibt es im alten Indien diese Kamadhenu in der Mythologie, die alle Wünsche erfüllt. Es gibt zum Beispiel die Mythologie um Vasishtha herum. Vasishtha war einer der großen Weisen, der großen Heiligen, der großen Rishis, ein Brahma Rishi, ein Rishi, der Brahman gekannt hat. Und er hatte eine Kamadhenu, eine wunscherfüllende Kuh. Wenn er irgendetwas brauchte, hat er das nur der Kamadhenu gesagt und sie hat alles manifestiert, was er gebraucht hatte. Natürlich hatte Vasishtha als großer Heiliger nicht viel gebraucht. Er brauchte nur ab und zu mal etwas Reis, etwas Dal, (Linsengericht), etwas zu essen und ab und zu mal kam ein Schüler, welcher Bedürfnisse hatte und die dann Kamadhenu erfüllen konnte.

Und so gibt es auch die Geschichte, dass irgendwann mal Vishvamitra gekommen ist. Dieser war ein König. Und der König ist dort vorbeigekommen und es ist üblich, dass wenn ein Fremder vorbeikommt, man ihm man etwas zu essen gibt. Natürlich kam der König nicht allein. Er hatte hunderte von Menschen in seinem Gefolge und Vasishtha hat ihn eingeladen, doch bei ihm zu essen. Aber Vishvamitra wollte jetzt nicht den Weisen in Verlegenheit bringen und sagte: „Oh, wir werden einfach hindurchgehen, wir werden einfach weitergehen, wir haben schon gegessen.“ Aber Vasishtha hat darauf bestanden, ihn zu bewirten und Vishvamitra war jetzt neugierig. Wie will ein Weiser, der in einer Einsiedelei lebt, eine ganze Gruppe von Menschen bewirten? Und Vasishtha ging einfach zur Kamadhenu und hat ihr ein paar Mantras ins Ohr geflüstert und die Kamadhenu hat schließlich ganze Tafeln voller hervorragenden Essensköstlichkeiten manifestiert. Und so konnte sich der König und sein ganzes Gefolge sich satt essen.

Nachher ging Vishvamitra zu Vasishtha und bat ihn darum, dass er die Kamadhenu doch mitnehmen könne. Aber Vasishtha weigerte sich und er antwortete: „Kamadhenu ist jetzt nicht nur einfach ein Lebewesen, sondern sie steht dafür, dass, wenn man viel spirituell praktiziert hat, der Geist sehr stark wird und was auch immer man dann braucht, das wird sich manifestieren.“ In diesem Sinne, wenn du viel Yoga übst, wenn du viel Pranayama übst, wenn du dafür sorgst, dass dein Prana stark wird, dann hast du deine Kamadhenu in dir. Wenn du wenige Wünsche hast und dann mal einen Wunsch hast und dich dann bemühst, ihn zu erfüllen, dann wird er sich manifestieren. Das ist das, wofür Kamadhenu steht. Krishna hat auch in der Bhagavad Gita gesagt, dass Yajna wie die Kamadhenu ist, das heißt, wenn man etwas opfert. Wenn man etwas opfert, wenn man etwas gibt, dann bekommt man etwas zurück. Und er sagt, dass die Welt geschaffen wurde zusammen mit Yajna. Und indem man Yajna darbringt, bekommt man alles, was man will.

Letztlich ist Yajna die Kamadhenu, diesen Ausdruck gebraucht auch Krishna, die wunscherfüllende Kuh. Was auch heißen soll, wenn du irgendetwas erreichen willst, dann musst du auch etwas dafür geben. Viele Menschen sagen: „Wäre doch schön, wenn sich das manifestiert. Oh, ich hätte gerne dieses, ich hätte gerne jenes und das auch.“ Aber von nichts kommt nichts, wie auch ein deutsches Sprichwort sagt. Wenn man etwas haben will, muss man sich auch anstrengen und muss man sich bemühen und muss Opfer bringen und muss auch bereit sein, auf das ein oder andere zu verzichten, man kann nicht alles gleichzeitig haben, sondern man muss Entscheidungen treffen und sagen: „Dafür rentiert es sich, mich zu bemühen.“ Und dann muss man auch überlegen: „Was braucht es, um es zu erreichen?“ Es reicht nicht aus, zu denken, „ja, das müsste ich machen, dann müsste es schon geschehen“, sondern man muss sich bemühen.

Und so sagt Krishna, das eigene Bemühen und die Bereitschaft, Opfer zu bringen, letztlich auch die Bereitschaft, aus sich selbst herauszugehen, sich zu lösen von vorgefassten Meinungen und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, das ist Kamadhenu, die wunscherfüllende Kuh. Aber natürlich, am klügsten ist, die Anzahl der Wünsche zu reduzieren. Wenn du wenige Wünsche hast und diese Wünsche nicht nur für dich sind, sondern hauptsächlich auch für andere, dann ist da eine Kraft dahinter. In diesem Sinne, Kamadhenu, die wunscherfüllende Kuh, ist zum einen die ganze Welt, ist die Kraft deines Geistes, ist die Kraft deiner Bemühung und ist das Prana. All das zusammen ist wie Kamadhenu, die wunscherfüllende Kuh.

Verschiedene Schreibweisen für Kamadhenu

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Kamadhenu auf Devanagari wird geschrieben " कामधेनु ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen " kāmadhenu ", in der Harvard-Kyoto Umschrift " kAmadhenu ", in der Velthuis Transkription " kaamadhenu ", in der modernen Internet Itrans Transkription " kAmadhenu ".

Video zum Thema Kamadhenu

Kamadhenu ist ein Sanskritwort. Sanskrit ist die Sprache des Yoga. Hier ein Vortrag zum Thema Yoga, Meditation und Spiritualität

Zusammenfassung Deutsch Sanskrit - Sanskrit Deutsch

Deutsch die, (mythische), Wunschkuh. Sanskrit Kamadhenu
Sanskrit Kamadhenu Deutsch die, (mythische), Wunschkuh.

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