Madhyamika Buddhismus

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Der Madhyamika Buddhismus (wörtlich Übersetzt: der mittlere Weg) wurde von Nagarjuna im zweiten Jhd. entwickelt. Er basiert auf dem Konzept des Sunyata und der nicht-intrinsischen Existenz aller Phänomene.

Buddhastatue in Bodhgaya (Bihar) in Indien

Entwicklung des Madhyamika Buddhismus

Der Madhyamika Buddhismus, wurde im 2. Jhd. begründet, etwa parallel zu den frühen Entwicklungsstufen des Mahayana Buddhismus. Er wurde von dem großen indischen Lehrer und Philosophen Nagarjuna entwickelt. Von den gleichnamigen Madhyamikas wird angenommen, dass alle Phänomene an sich leer sind und dass diese nur exisitieren aufgrund der Bedingungen, die von anderen Phänomenen erschaffen worden sind. Er wird als der mittlere Weg bezeichnet, da er die beiden extremen Philosophien – der Ewigkeit und des Nihilismus – ablehnt. Er ist eine dialektische Schule, die, so sagt Nagarjuna, von Buddha selbst begründet wurde.

Der Ursprung der Philosophie des Madhyamika Buddhismus

Die Madhyamika Philosophie wurde ursprünglich und wesentlich von Nagarjuna begründet. Er war ein großer Gelehrter der Mahayana Schule des Buddhismus. Von diesem großartigen Lehrer ist nicht viel überliefert und seine existierende Biographie scheint voller Rätsel zu sein. Er ist sehr bekannt durch seine „Weisheits-Sutras“, die um das erste Jhd. herum geschrieben sein müssen. Dabei handelt es sich um insgesamt etwa 40 Texte, die unter dem Titel Prajnaparamita (Perfektion der Weisheit) gesammelt und überliefert worden sind. Madhyamika entwickelt sich aus dieser Prajnaparamita Literatur.

Verschiedene Schulen bildeten sich im Laufe der Zeit

Neben Nagarjuna gibt es noch weitere wichtige Lehrer, die zu der Entwicklung der Madhyamika entscheidend beigetragen haben. Diese sind unter Anderem Aryaveda, der Schüler von Nagarjuna, und Buddhapalita, der wesentliche Kommentare zu dem Werk Nagarjuna erstellt haben. Es wird angenommen, dass sich die Madhyamikas sich später in verschiedenen Schulen aufgeteilt. In den Schriften aus dem 11. Jhd. wird der Madhyamika in drei verschiedenen Schulen aufgeteilt. Diese sind Prasangika, Svatantrika und dies Synthese aus später Yogacara und Madhyamika, die als Yogacara-Svatantrika-Madhyamika bezeichnet wird.

Die Philosophie of Madhyamika Buddhismus

Die Philosophie der Madhyamika basiert auf dem Konzept des Shunyata, wie es von Nagarjuna herausgearbeitet wurde. Shunyata bedeutet darin vereinfacht Leerheit. Und es wurde aus dem frühen Buddhistischen Konzept des Anatman weiterentwickelt. Gemäß des letzteren gibt es kein selbstständiges oder unabhängigies ewiges Selbst. Dies sind nur temporäre Entstehungen der Skandhas.

Das Konzept des Shunyata

Shunyata beschäftigt sich nun noch tiefer mit diesem Grundgedanken und entwickelt das dahinter liegende Konzept noch weiter. Durch die Erklärung und Erläuterung dieser Shunyata, hat Nagarjuna die Grundlagen der Madhyamika Schule gelegt. Er wird dabei angenommen, das ein einzelnes Phänomen keine intrische Existenz an sich hat. Denn alle Phänomen entstehen lediglich aus den Bedingungen, die andere Phänomene bereits erschaffen haben. Die sind dabei jeweils ohne ein dauerhaftes Selbst. Dieses Shunyata wird manchmals als das Absolute bezeichnet, denn als solches beinhaltet es alle Dinge und Lebewesen. Es bezieht sich auf den Dharmakaya Körper des Triyaka. Deshalb ist es weder Realität noch Nicht-Realität, sondern nur Shunyata, und damit Relativität und Erleuchtung. Dies sagt nichts darüber aus, ob nun alle Phänomene existieren oder nicht existieren. Es wird als Wahrheit angenommen, dass alle Phänomene an sich frei sind von einer Selbstexistenz, aber dass die Erscheinungen und Formen, die eine Welt der unzähligen Dinge erschaffen, nur eine Identität in ihrem jeweiligen Bezug zu allen anderen Phänomenen haben.

Verwandt mit der Shunyata sind die Lehren einer anderen großartigen Mahayana Sutras, der Avatamsaka oder Flower Garland Sutra. Die Flower Garland ist eine Kollektion von kleineren Sutras, die die gegenseitige Durchdringung und Abhängigkeit aller Dinge betont. Dies bedeutet dabei, dass sich alle Dinge und alle Lebewesen nicht nur in allen anderen Dingen und Lebewesen widerspiegeln, sondern auch in ihrer Gesamtheit an sich.

Konzept der zwei Wahrheiten

Eine andere wichtige Doktrin aus der Madhyamika Schule ist das "Konzept der zwei Wahrheiten" – einer relativen und einen absoluten. Darin ist die relative Wahrheit der Standard, oder die allgemeine/gewöhnliche Sichtweise, in der wir die Realität wahrnehmen. Auf der anderen Seite ist die absolute Wahrheit dann Shunyata. Und aus der relativen Betrachtungsweise sind dann die Phänomene und die Erscheinungen real. Und von der Perspektive des Absoluten, sind diese dann nicht real. Und es wird ferner dann beschrieben, dass beide Betrachtungsweisen wahr und richtig sind.

Madhyamika ist hauptsächlich ein Weg, der beschritten wird, um die "perfekte Weisheit" oder Prajnaparamita zu erreichen. Es ist der sechste von sechs Vollendungen oder Vervollkommnungen des Bodhisattva Weges. Jemand, der diesem Bodhisattva Weg geht, muss auf seinem Weg dabei die folgenden sechs Vollkommenheiten erlangen: Großzügigkeit oder Freigebigkeit, moralisches Verhalten oder gute Führung, Geduld, Durchhaltevermögen, Meditation und Weisheit. Der Begriff wird auch als der gemeinsame Titel der wesentlichen Mahayana Sutras verwendet. Madhyamika wurde als das zweite Drehen des Rad des Dharma oder "wheel of Dharma" angesehen.

Die Bedeutung des Madhyamika Buddhismus

Der Madhyamika hatte einen sehr großen Einfluss auf die verschiedenen Schulen des Mahayana. Auch wenn nicht alle unterschiedlichen Schulen des Mahayana dem gleichen Sichtweisen des Madhyamika folgen, so sind doch insbesondere die Tibetanischen Buddhisten und die Zen Traditionen enge Anhänger derselbigen. Die heutigen Schulen des Tendai, Sanron und des Maha Madhyamika sind ebenfalls Nachfolger der Madhyamika Tradition.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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