Ausführlicher Homa mit Navagraha und Purnahuti

Aus Yogawiki

Ausführlicher Homa mit Navagraha und Purnahuti verbindet eine große Reihe göttlicher Anrufungen mit der Verehrung der neun Gestirnkräfte und einer gemeinsamen Abschlussgabe. Diese Yoga-Vidya-Form wurde für die Übernahme spiritueller Verantwortung verwendet und eignet sich besonders für eine feierliche Leitungsübergabe. Der Segen gilt der neuen Leitung, der bisherigen Leitung und dem ganzen Team. Eine erfahrene Homa-Leitung und eine Feuerassistenz bereiten die Darbringungen gemeinsam vor.

Vorbereitung und Materialien

Eine geeignete Feuerschale auf feuerfestem Untergrund aufstellen. Trockenes unbehandeltes Holz, gegebenenfalls die in der Tradition verwendeten gereinigten Kuhdungfladen, Anzündmaterial, Streichhölzer, einen langen Opferlöffel sowie Kokosfett bereitstellen. In der Yoga-Vidya-Praxis wird dieses feste Fett „Kokos-Ghee“ genannt; traditionell kann auch Ghee verwendet werden. Das Fett vor der Gabe bei Bedarf vorsichtig verflüssigen. Wasser und Löffel für Achamana, Asche, Sandelholzpaste, Kumkum, Blüten, Räucherwerk, Lampe und Prasad bereithalten.

Die Ritualleitung führt die Rezitation; eine Assistenz kann Feuer und Material betreuen. Die Feuerstelle braucht ausreichenden Abstand zu brennbaren Gegenständen, einen zugfreien und gut belüfteten Platz und eine geeignete Löschmöglichkeit. Nur kleine, kontrollierte Gaben verwenden. Das Feuer bis zum vollständigen Erlöschen beaufsichtigen. Bei einer Gruppe vorab erklären, wer wann an die Feuerstelle tritt und wie der Löffel übergeben wird.

Zusätzlich Reis, geeignete Homa-Samagri, Zucker oder fünf süße Gaben und eine vorbereitete Kokosnussgabe bereitlegen.

Einladung und Übergabe

Die bisherige Leitung würdigen, die neue Leitung begrüßen und die Gemeinschaft um Unterstützung bitten. Die Ernennung beziehungsweise Wahl ist vor der Feier abgeschlossen.

1. Einstimmen und dreimal Om

Die Ritualleitung verneigt sich vor dem Altar. Eine Assistenz kann die Glocke läuten und, wenn vorhanden, das Muschelhorn blasen. Alle singen gemeinsam:

oṃ oṃ oṃ

Übersetzung: Om, der heilige Urklang; dreimal zur Sammlung gesungen.

2. Achamana – innere und äußere Reinigung

Für Achamana mit dem Löffel jeweils eine kleine Menge Trinkwasser in die rechte Hand geben. Die Ritualleitung spricht die folgenden Anrufungen und führt die jeweils beschriebene Handlung aus. Die Geste macht die innere Ausrichtung auch körperlich erfahrbar.

Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.

oṃ keśavāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Keshava.

Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.

oṃ acyutāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Achyuta, dem Unvergänglichen.

Einen kleinen Schluck trinken; danach mit der Hand über den Scheitel, das Sahasrara Chakra, streichen.

oṃ anantāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Ananta, dem Unendlichen.

Wasser in die rechte Hand geben und nach oben und unten sprenkeln.

oṃ govindāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Govinda.

Wasser in die rechte Hand geben und in die vier Himmelsrichtungen sprenkeln.

oṃ nārāyaṇāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Narayana.

Nochmals etwas Wasser in die rechte Hand geben, die Hand über dem Kopf kreisen lassen und anschließend mit den Fingern schnippen. Dazu das Gebet an die heiligen Flüsse sprechen:

oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri namas tubhyaṃ namo namaḥ //

Übersetzung: O Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Verehrung euch, immer wieder Verehrung.

3. Tilaka – die heiligen Zeichen auftragen

Beim Tilaka zuerst mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger der rechten Hand drei Streifen Asche auf die Stirn auftragen:

oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi /
tan no rudraḥ pracodayāt //

Übersetzung: Om. Wir wollen jenes höchste Wesen erkennen und über den großen Gott meditieren. Möge Rudra unseren Geist anregen und erleuchten.

Mit dem rechten Ringfinger etwas Sandelholzpaste zwischen den Augenbrauen auftragen, am Ajna Chakra:

oṃ gandha-dvārāṃ durādharṣāṃ nitya-puṣṭāṃ karīṣiṇīm /
īśvarīṃ sarva-bhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam //
gandhān dhārayāmi

Übersetzung: Ich rufe hier Shri, die Herrin aller Wesen, herbei: durch Duft zugänglich, unüberwindlich, stets genährt und Fruchtbarkeit spendend. Ich trage die duftende Gabe auf.

Mit dem rechten Ringfinger einen Punkt Kumkum auf die Sandelholzpaste setzen:

oṃ aiṃ tripurā-devyai ca vidmahe klīṃ kāmeśvaryai ca dhīmahi /
sauṃ tan naḥ klinne pracodayāt //

Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauṃ verehren wir Tripura Devi und meditieren über Kameshvari. Möge die von göttlicher Liebe erfüllte Göttin unseren Geist anregen. Die Keimsilben sind heilige Laute und werden nicht wie gewöhnliche Wörter übersetzt.

4. Avahana – Gottheiten und Lehrer begrüßen

Zur Avahana die Glocke läuten und zu jeder der folgenden Anrufungen eine Blüte darbringen. Die Anrufung öffnet die Verehrung für die verschiedenen göttlichen Kräfte und die Lehrer der Sivananda Tradition.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ

Übersetzung: Verehrung Ganesha, dem Herrn der Scharen.

oṃ śaravaṇabhavāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Subrahmanya, dem im Schilfwald Geborenen.

oṃ aiṃ sarasvatyai namaḥ

Übersetzung: Verehrung Saraswati, mit der Keimsilbe aiṃ.

oṃ guṃ gurubhyo namaḥ

Übersetzung: Verehrung den spirituellen Lehrern, mit der Keimsilbe guṃ.

oṃ namo bhagavate śivānandāya

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Sivananda.

oṃ namo bhagavate viṣṇu-devānandāya

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Vishnudevananda.

oṃ ādi-śaktyai namaḥ

Übersetzung: Verehrung der ursprünglichen göttlichen Kraft, Adi Shakti.

Ergänzend das Wasser zur Reinigung des Ritualplatzes verwenden:

Wasser in die linke Hand nehmen und mit den rechten Fingern über Gegenstände, Richtungen und den eigenen Körper sprenkeln:

oṃ apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato 'pi vā /
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ //

Übersetzung: Ob unrein oder rein, in welchem Zustand man sich auch befindet: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, ist äußerlich und innerlich rein.

Etwas Wasser über die rechte Schulter geben. Die folgende Formel ist die besondere Lesart dieser Homa-Überlieferung:

oṃ amṛtāṃ kuru svāhā

Übersetzung: Sinngemäß: Mache dies zu Nektar. Die Lesung amṛtāṃ ist auch in Swami Satyananda Saraswatis Kali-Puja beim Besprengen über die Schulter belegt und bleibt hier erhalten.

Etwas Wasser über die rechte Hand in eine Auffangschale laufen lassen. Die Vorlage begleitet die Handlung mit:

oṃ hastau prakṣālya

Bedeutung: Om. Nach dem Waschen der Hände. Hastau ist die Zweizahl „die beiden Hände“; prakṣālya bedeutet „nachdem gewaschen wurde“. Sprachlich ist dies eine Handlungsanweisung. In dieser Yoga-Vidya-Fassung wird sie mit Om auch ausgesprochen.

5. Dhyana und Sankalpa

Ein bis zwei Minuten in Meditation sitzen. Sich an die Gegenwart des Göttlichen erinnern und einen klaren, wohlwollenden Entschluss fassen. Um Führung, Klarheit und ein hilfreiches Zusammenwirken im Team bitten.

Feuer und Darbringungen

oṃ gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ havāmahe kaviṃ kavīnām upamaśravastamam /
jyeṣṭha-rājaṃ brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śṛṇvann ūtibhiḥ sīda sādanam //
oṃ śrī-mahā-gaṇapataye namaḥ //

Übersetzung: Unter den Scharen rufen wir dich als ihren Herrn an, den Seher unter den Sehern, den an Ruhm Unvergleichlichen, den ältesten König der heiligen Gebete, Brahmanaspati. Höre uns und nimm mit deinen Hilfen auf dem Sitz Platz. Verehrung dem ehrwürdigen großen Ganapati.

6. Agni Pratishthana

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ

Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt.

Das kleine Wassergefäß gegenüber der eigenen Sitzseite an der Feuerstelle abstellen. Fünfmal Agni anrufen:

oṃ agnaye namaḥ

Übersetzung: Verehrung Agni, dem göttlichen Feuer.

7. Agni anrufen und das Feuer entzünden

hrīṃ vahni-mūrtaye namaḥ

Übersetzung: Mit der Keimsilbe hrīṃ: Verehrung der Gestalt des Feuers.

vaṃ vahni-caitanyāya namaḥ

Übersetzung: Mit der Keimsilbe vaṃ: Verehrung dem Bewusstsein des Feuers.

Das Anzündmaterial an einer vorbereiteten Flamme entzünden und in die Feuerschale legen. Dabei dreimal die Feuer-Keimsilbe sprechen:

raṃ raṃ raṃ

Übersetzung: Dreimal die Keimsilbe raṃ, die hier das Feuer anruft.

oṃ cit piṅgala hana hana daha daha paca paca sarvaṃ jñāpaya svāhā

Übersetzung: Om, Bewusstseinsfeuer, goldbraun Leuchtender: Zerschlage, verbrenne und verwandle; lass alles erkannt werden. Svaha: Diese Gabe sei dargebracht. Die kraftvollen Verben werden in dieser Praxis auf Unwissenheit und innere Begrenzungen bezogen.

oṃ agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam /
suvarṇa-varṇam amalaṃ samiddhaṃ viśvato-mukham //

Übersetzung: Ich verehre das entflammte Feuer, Jatavedas, den Verzehrer der Opfergaben: goldfarben, rein, hell entfacht, mit Gesichtern nach allen Richtungen.

8. Einleitende Ahutis

Zu jedem svāhā einen kleinen Löffel Fett in die Flamme geben. Die Gaben werden dem innerlich vorgestellten rechten, linken und dritten Auge sowie dem Mund Agnis zugewendet.

oṃ agnaye svāhā

Übersetzung: Darbringung an Agni.

oṃ somāya svāhā

Übersetzung: Darbringung an Soma.

oṃ agni-ṣomābhyāṃ svāhā

Übersetzung: Darbringung an Agni und Soma.

oṃ agnaye sviṣṭakṛte svāhā

Übersetzung: Darbringung an Agni, der das Opfer zum guten Abschluss bringt.

oṃ bhūḥ svāhā

Übersetzung: Darbringung für die Erde.

oṃ bhuvaḥ svāhā

Übersetzung: Darbringung für die Zwischenraum.

oṃ svaḥ svāhā

Übersetzung: Darbringung für die Himmelswelt.

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ svāhā

Übersetzung: Darbringung für Erde, Zwischenraum und Himmelswelt.

Den folgenden Vers zweimal mit je einer Gabe sprechen:

oṃ vaiśvānara jātavedaḥ ihā vaha lohitākṣa /
sarva-karmāṇi sādhaya svāhā //

Übersetzung: Om, Vaishvanara, Jatavedas, Rotäugiger: Bringe hierher und lass alle rituellen Handlungen gelingen. Diese Gabe sei dargebracht.

9. Darbringungen an die göttlichen Kräfte

Ab jetzt zu svāhā jeweils eine kleine vorbereitete Gabe aus Homa-Samagri und Reis mit etwas Ghee beziehungsweise Kokosfett darbringen. Samagri bezeichnet die für das Ritual vorgesehene, brennbare Mischung aus Pflanzenbestandteilen. Keine unbekannten Duftmischungen verwenden.

oṃ gaṃ gaṇapataye svāhā

Übersetzung: Diese Darbringung gilt Ganesha.

oṃ gaṇeśāya svāhā

Übersetzung: Diese Darbringung gilt Ganesha.

oṃ lakṣmī-nārāyaṇāya svāhā

Übersetzung: Diese Darbringung gilt Lakshmi-Narayana.

oṃ umā-maheśvarāya svāhā

Übersetzung: Diese Darbringung gilt Uma-Maheshvara.

oṃ vāṇī-hiraṇyagarbhābhyāṃ namaḥ svāhā

Übersetzung: Diese Darbringung gilt Vani, Saraswati, und Hiranyagarbha, Brahma.

oṃ śacī-purandarābhyāṃ namaḥ svāhā

Übersetzung: Diese Darbringung gilt Shachi und Purandara, Indra.

oṃ mātṛ-pitṛ-caraṇa-kamalebhyo namaḥ svāhā

Übersetzung: Diese Darbringung gilt den Lotusfüßen von Mutter und Vater.

oṃ iṣṭa-devatābhyo namaḥ svāhā

Übersetzung: Diese Darbringung gilt den persönlichen Gottheiten.

oṃ vāstu-devatābhyo namaḥ svāhā

Übersetzung: Diese Darbringung gilt den Gottheiten des Wohn- und Ritualplatzes.

oṃ grāma-devatābhyo namaḥ svāhā

Übersetzung: Diese Darbringung gilt den Gottheiten des Ortes.

oṃ kṣetra-pāla-devatābhyo namaḥ svāhā

Übersetzung: Diese Darbringung gilt den Gottheiten, die den Bereich hüten.

oṃ annapūrṇābhyo namaḥ svāhā

Übersetzung: Diese Darbringung gilt den Formen Annapurnas.

oṃ mahā-durgā-mahā-lakṣmī-mahā-sarasvatībhyo namaḥ svāhā

Übersetzung: Diese Darbringung gilt Mahadurga, Mahalakshmi und Mahasaraswati.

oṃ śrī-mahā-gaṇādhipataye svāhā

Übersetzung: Diese Darbringung gilt dem großen Herrn der Scharen.

10. Navagraha – die neun Gestirnkräfte

Die neun Grahas der traditionellen indischen Zuordnung verehren. Rahu und Ketu bezeichnen die Mondknoten. Die vorliegende Mantrafolge verwendet für Chandra und Shukra dieselbe Bija-Reihe; die jeweilige Namensanrufung unterscheidet sie.

oṃ hrāṃ hrīṃ hrauṃ saḥ sūryāya svāhā

Übersetzung: Mit den Keimsilben hrāṃ hrīṃ hrauṃ saḥ gilt diese Gabe Surya.

oṃ śrāṃ śrīṃ śrauṃ saḥ candramase svāhā

Übersetzung: Mit den Keimsilben śrāṃ śrīṃ śrauṃ saḥ gilt diese Gabe Chandra.

oṃ krāṃ krīṃ krauṃ saḥ bhaumāya svāhā

Übersetzung: Mit den Keimsilben krāṃ krīṃ krauṃ saḥ gilt diese Gabe Mangala.

oṃ brāṃ brīṃ brauṃ saḥ budhāya svāhā

Übersetzung: Mit den Keimsilben brāṃ brīṃ brauṃ saḥ gilt diese Gabe Budha.

oṃ grāṃ grīṃ grauṃ saḥ gurave svāhā

Übersetzung: Mit den Keimsilben grāṃ grīṃ grauṃ saḥ gilt diese Gabe Brihaspati.

oṃ śrāṃ śrīṃ śrauṃ saḥ śukrāya svāhā

Übersetzung: Mit den Keimsilben śrāṃ śrīṃ śrauṃ saḥ gilt diese Gabe Shukra.

oṃ prāṃ prīṃ prauṃ saḥ śanaiścarāya svāhā

Übersetzung: Mit den Keimsilben prāṃ prīṃ prauṃ saḥ gilt diese Gabe Shani.

oṃ bhrāṃ bhrīṃ bhrauṃ saḥ rāhave svāhā

Übersetzung: Mit den Keimsilben bhrāṃ bhrīṃ bhrauṃ saḥ gilt diese Gabe Rahu.

oṃ srāṃ srīṃ srauṃ saḥ ketave svāhā

Übersetzung: Mit den Keimsilben srāṃ srīṃ srauṃ saḥ gilt diese Gabe Ketu.

11. Ganesha und Hauptmantra

3-mal rezitieren; bei jedem svāhā eine kleine Gabe in die Flamme geben.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ /
svāhā //

Übersetzung: Verehrung Ganesha. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

Als Hauptmantra Tryambakam oder Gayatri wählen; vor Beginn etwa 27, 54 oder 108 Wiederholungen vereinbaren. Zu jedem svāhā eine Gabe.

oṃ tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭi-vardhanam /
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt /
svāhā //

Übersetzung: Wir verehren den Dreiäugigen, der duftet und Gedeihen fördert. Wie eine reife Frucht sich von ihrem Stiel löst, möge ich von der Bindung des Todes frei werden, nicht aber von der Unsterblichkeit. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

Alternative Hauptrezitation:

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ /
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi /
dhiyo yo naḥ pracodayāt /
svāhā //

Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar. Möge er unsere Einsicht anregen und erleuchten. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

12. Süße Gaben und Purnahuti

Fünf vorbereitete süße Gaben oder etwas Zucker verwenden. Die Quelle erlaubt ausdrücklich die Zucker-Variante. Zu jeder der folgenden sechs Anrufungen eine kleine Teilgabe in das Feuer geben:

oṃ prāṇāya svāhā

Übersetzung: Darbringung an Prana.

oṃ apānāya svāhā

Übersetzung: Darbringung an Apana.

oṃ samānāya svāhā

Übersetzung: Darbringung an Samana.

oṃ udānāya svāhā

Übersetzung: Darbringung an Udana.

oṃ vyānāya svāhā

Übersetzung: Darbringung an Vyana.

oṃ brahmaṇe svāhā

Übersetzung: Darbringung an Brahman.

Die abschließende volle Gabe vorbereiten. Die Ritualleitung bemisst die Fettmenge passend zur Feuerstelle. Eine Kokosnussgabe und Blüten können hinzukommen; eine geschlossene Kokosnuss nicht als Druckkörper erhitzen, sondern vorbereitet geöffnet beziehungsweise in geeigneten Stücken darbringen. Die Gemeinschaft verbindet sich innerlich mit der Gabe.

oṃ pūrṇāhuti svāhā

Übersetzung: Om. Die vollständige abschließende Gabe sei dargebracht. Pūrṇāhuti wird in der Quelle als Ritualruf ohne weitere Kasusendung gesprochen.

oṃ tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭi-vardhanam /
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt /
svāhā //

Übersetzung: Wir verehren den Dreiäugigen, der duftet und Gedeihen fördert. Wie eine reife Frucht sich von ihrem Stiel löst, möge ich von der Bindung des Todes frei werden, nicht aber von der Unsterblichkeit. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

oṃ sarvaṃ vai pūrṇaṃ svāhā

Übersetzung: Om. Wahrlich, alles ist Fülle. Svaha.

oṃ vasoḥ pavitram asi śatadhāraṃ vasoḥ pavitram asi sahasradhāram /
devas tvā savitā punātu vasoḥ pavitreṇa śatadhāreṇa supvā kāmadhukṣaḥ //

Übersetzung: Du bist Vasus hundertströmiges Reinigungsmittel, du bist Vasus tausendströmiges Reinigungsmittel. Gott Savitar möge dich mit Vasus hundertströmigem Reinigungsmittel reinigen, das gut reinigt und das Ersehnte hervorströmen lässt.

Abschluss

13. Yajna Phala Stuti

yajño vai viṣṇuḥ yajño yajñena kalpatām /
yajñena kalpitāṃ devāḥ yajñaṃ kalpayatāṃ mahī /
yajñena kalpayā mahīm //

Übersetzung der ersten Zeile: Das Opfer ist wahrlich Vishnu. Möge das Opfer durch das Opfer gelingen. Die zweite Aussage folgt der belegten Formel der Vajasaneyi Samhita 9.21. Die beiden folgenden Zeilen werden in der besonderen Yoga-Vidya-Rezitationsfassung belassen; für sie ist keine zuverlässige vollständige Übersetzung gesichert. Ihre Begriffe beziehen sich auf Opfer, Gottheiten und Erde.

Die erste Zeile verwendet die vedische Lesung yajño yajñena kalpatām. Die besondere Schlussformel wird nach der vertrauten Rezitationsüberlieferung gesprochen; die verbleibenden Zeilen sind nicht als wörtliches Zitat eines vollständig identifizierten Veda-Mantras ausgewiesen.

oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ

Übersetzung: Om. Frieden, Frieden, Frieden.

14. Agni Samarpanam und Kshama

Fünfmal Agni verehren und ihm die ganze Handlung übergeben:

oṃ agnaye namaḥ

Übersetzung: Verehrung Agni, dem göttlichen Feuer.

yad akṣaraṃ paribhraṣṭaṃ mātrā-hīnaṃ ca yad bhavet /
pūrṇaṃ bhavatu tat sarvaṃ tvat-prasādān maheśvari //
mantra-hīnaṃ kriyā-hīnaṃ bhakti-hīnaṃ sureśvari /
yat pūjitaṃ mayā devi paripūrṇaṃ tad astu me //

Übersetzung: Was an Silben entfallen ist oder an richtiger Lautdauer fehlt: Möge durch deine Gnade alles vollständig werden, große Herrin. Was ich verehrt habe, obwohl es an Mantra, Handlung oder Hingabe mangelte, möge durch dich vollkommen sein, Göttin und Herrin der Götter.

15. Dhupa, Dipa und Naivedya

Räucherwerk entzünden, vor dem Altar schwenken und klingeln:

oṃ vanaspaty-udbhavair divyair nānā-gandha-samanvitaiḥ /
āghreya-dhūpa-dīpānāṃ dhūpo 'yaṃ pratigṛhyatām //

Übersetzung: Nimm dieses Räucherwerk entgegen, aus Pflanzen gewonnen und mit vielerlei göttlichen Düften versehen, als wohlriechende Darbringung.

Die Lampe oder Kerze entzünden und ebenso schwenken:

oṃ antar-jyotir bahir-jyotiḥ pratyag-jyotiḥ parātparaḥ /
jyotir-jyotiḥ svayaṃ-jyotir ātma-jyotiḥ śivo 'smy aham //
ātma-jyotir mano-jyotir jyotiś-cakṣus sa paśyati /
sa bāhyābhyantara-jyotiḥ taj jyotiḥ śivam ucyate //

Übersetzung: Licht im Inneren, Licht im Äußeren, innerstes Licht, höher als das Höchste; Licht des Lichtes, aus sich selbst leuchtend: Als Licht des Selbst bin ich Shiva. Licht des Selbst und Licht des Geistes: Wer das Licht zum Auge hat, sieht. Er ist das äußere und innere Licht; dieses Licht wird Shiva genannt.

Aufstehen und die vorbereiteten Prasad-Schalen zum Altar bringen. Die Speisen freilegen. Mit einer Blüte dreimal etwas Wasser darübersprenkeln und jedes Mal Gayatri rezitieren:

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ /
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi /
dhiyo yo naḥ pracodayāt //

Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar. Möge er unsere Einsicht anregen und erleuchten.

oṃ deva savitaḥ prasuva /
satyaṃ tv ṛtena pariṣiñcāmi /
amṛtam asy amṛtopastaraṇam asi //

Übersetzung: Göttlicher Savitar, bringe dies hervor. Dich, die Wahrheit, umsprenkle ich mit der kosmischen Ordnung. Du bist Nektar; du bist die Unterlage des Nektars.

Die Schale zum Altar anheben und zu jeder Anrufung die freie Hand über die Speise zum Altar führen:

oṃ prāṇāya svāhā /
oṃ apānāya svāhā /
oṃ samānāya svāhā /
oṃ udānāya svāhā /
oṃ vyānāya svāhā /
oṃ brahmaṇe svāhā //

Übersetzung: Darbringung an Prana, Apana, Samana, Udana und Vyana, die fünf Lebensströmungen; Darbringung an Brahman.

oṃ para-brahma-paramātmane namaḥ /
oṃ sadguru-śivānanda-svāmine namaḥ /
oṃ sarvam amṛtaṃ mahā-naivedyaṃ nivedayāmi //

Übersetzung: Verehrung dem höchsten Brahman, dem höchsten Selbst. Verehrung dem wahren Lehrer Swami Sivananda. Als Nektar bringe ich all dies als große Speisegabe dar.

Die Schalen abstellen und von jeder Speise ein Stück auf einem eigenen Altar-Teller darbringen.

oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ

Übersetzung: Om. Frieden, Frieden, Frieden.

16. Arati

Die brennende Lampe vor dem Altar im Uhrzeigersinn schwenken. Alle stehen, soweit dies möglich ist. Glocke und Muschelhorn können die Arati begleiten.

oṃ rājādhirājāya prasahya-sāhine namo vayaṃ vaiśravaṇāya kurmahe /
sa me kāmān kāma-kāmāya mahyaṃ kāmeśvaro vaiśravaṇo dadātu /
kuberāya vaiśravaṇāya mahā-rājāya namaḥ //

Übersetzung: Wir erweisen Vaishravana Verehrung, dem König der Könige, dessen Kraft überwindet. Möge Vaishravana, Herr der Wünsche, mir die ersehnten Gaben gewähren. Verehrung dem großen König Kubera Vaishravana.

oṃ na tatra sūryo bhāti na candra-tārakaṃ nemā vidyuto bhānti kuto 'yam agniḥ /
tam eva bhāntam anubhāti sarvaṃ tasya bhāsā sarvam idaṃ vibhāti //

Übersetzung: Dort leuchtet weder die Sonne noch Mond und Sterne, auch diese Blitze nicht – wie dann dieses Feuer? Alles leuchtet, indem es seinem Leuchten folgt; durch sein Licht erstrahlt dies alles.

oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri namas tubhyaṃ namo namaḥ //

Übersetzung: O Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Verehrung euch, immer wieder Verehrung.

Die Lichtkraft dreimal symbolisch dem Altar zuwenden. Anschließend das Licht den Anwesenden reichen; sie führen ihre Hände mit Abstand über die Flamme und streichen deren Wärme über Kopf oder Gesicht. Danach die Lampe sicher abstellen.

tvam eva mātā ca pitā tvam eva /
tvam eva bandhuś ca sakhā tvam eva /
tvam eva vidyā draviṇaṃ tvam eva /
tvam eva sarvaṃ mama deva-deva //

Übersetzung: Du allein bist Mutter und Vater; du bist Verwandter und Freund. Du bist Wissen und Reichtum; du bist mein Alles, o Gott der Götter.

kāyena vācā manasendriyair vā buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt /
karomi yad yat sakalaṃ parasmai nārāyaṇāyeti samarpayāmi //

Übersetzung: Was immer ich mit Körper, Sprache, Geist und Sinnen, mit Vernunft und innerem Wesen oder aus meiner natürlichen Veranlagung heraus tue: All dies bringe ich dem höchsten Narayana dar.

sarva-dharmān parityajya mām ekaṃ śaraṇaṃ vraja /
ahaṃ tvā sarva-pāpebhyo mokṣayiṣyāmi mā śucaḥ //

Übersetzung: Lass alle Pflichten los und nimm allein bei mir Zuflucht. Ich werde dich von allen Verfehlungen befreien; sorge dich nicht. Diese Worte Krishnas stammen aus der Bhagavad Gita, Vers 18.66.

In Stille verweilen, Prasad teilen und gegebenenfalls persönliche Segenswünsche aussprechen. Die Feuerstelle bis zum vollständigen Erlöschen betreuen.

Siehe auch

Quellen

  • Yoga Vidya, ausführliche Homa-Einzelvorlagen für Ashramleitungsweihen von 2025 und Chamundi Havan.
  • Puja Sangraha, Sri Matham, Abschnitt „Svasti Vachanam“: Parallelstellen zu den Paaranrufungen und zur Verehrung der Eltern.
  • Shukla Yajurveda, Vajasaneyi Samhita 1.3: „Vasoh Pavitram“. Grundablauf: Ashramleitungsweihe vom 2. Juni 2025.

Rezitationen in Devanagari

Die folgenden Texte entsprechen den ausgeschriebenen IAST-Rezitationen der Anleitung. Wiederholungszahlen und gleichzeitige Handlungen stehen beim jeweiligen Ritualschritt. Die Schriftübertragung enthält keine zusätzlichen vedischen Tonzeichen.

Om

ॐ ॐ ॐ

Achamana: Keshava

ॐ केशवाय नमः

Achamana: Achyuta, dem Unvergänglichen

ॐ अच्युताय नमः

Achamana: Ananta, dem Unendlichen

ॐ अनन्ताय नमः

Achamana: Govinda

ॐ गोविन्दाय नमः

Achamana: Narayana

ॐ नारायणाय नमः

Flussgebet

ॐ गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति /
नर्मदे सिन्धु कावेरि नमस् तुभ्यं नमो नमः //

Shiva Gayatri

ॐ तत्पुरुषाय विद्महे महादेवाय धीमहि /
तन् नो रुद्रः प्रचोदयात् //

Sandelholzgebet

ॐ गन्ध-द्वारां दुराधर्षां नित्य-पुष्टां करीषिणीम् /
ईश्वरीं सर्व-भूतानां ताम् इहोपह्वये श्रियम् //
गन्धान् धारयामि

Tripura Gayatri

ॐ ऐं त्रिपुरा-देव्यै च विद्महे क्लीं कामेश्वर्यै च धीमहि /
सौं तन् नः क्लिन्ने प्रचोदयात् //

Anrufung 1

ॐ गं गणपतये नमः

Anrufung 2

ॐ शरवणभवाय नमः

Anrufung 3

ॐ ऐं सरस्वत्यै नमः

Anrufung 4

ॐ गुं गुरुभ्यो नमः

Anrufung 5

ॐ नमो भगवते शिवानन्दाय

Anrufung 6

ॐ नमो भगवते विष्णु-देवानन्दाय

Anrufung 7

ॐ आदि-शक्त्यै नमः

Apavitra

ॐ अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थां गतो ऽपि वा /
यः स्मरेत् पुण्डरीकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरः शुचिः //

Nektarformel

ॐ अमृतां कुरु स्वाहा

Handreinigung

ॐ हस्तौ प्रक्षाल्य

Gananam Tva

ॐ गणानां त्वा गणपतिं हवामहे कविं कवीनाम् उपमश्रवस्तमम् /
ज्येष्ठ-राजं ब्रह्मणां ब्रह्मणस्पत आ नः शृण्वन्न् ऊतिभिः सीद सादनम् //
ॐ श्री-महा-गणपतये नमः //

Drei Welten

ॐ भूर् भुवः स्वः

Agni

ॐ अग्नये नमः

Feuergestalt

ह्रीं वह्नि-मूर्तये नमः

Feuerbewusstsein

वं वह्नि-चैतन्याय नमः

Feuerbija

रं रं रं

Cit Pingala

ॐ चित् पिङ्गल हन हन दह दह पच पच सर्वं ज्ञापय स्वाहा

Agni Lobpreis

ॐ अग्निं प्रज्वलितं वन्दे जातवेदं हुताशनम् /
सुवर्ण-वर्णम् अमलं समिद्धं विश्वतो-मुखम् //

Rechtes Auge

ॐ अग्नये स्वाहा

Linkes Auge

ॐ सोमाय स्वाहा

Drittes Auge

ॐ अग्नि-षोमाभ्यां स्वाहा

Mund

ॐ अग्नये स्विष्टकृते स्वाहा

Weltenopfer Erde

ॐ भूः स्वाहा

Weltenopfer Zwischenraum

ॐ भुवः स्वाहा

Weltenopfer Himmelswelt

ॐ स्वः स्वाहा

Vaishvanara

ॐ वैश्वानर जातवेदः इहा वह लोहिताक्ष /
सर्व-कर्माणि साधय स्वाहा //

Die drei Welten – gemeinsame Gabe

ॐ भूर् भुवः स्वः स्वाहा

Ganesha – Darbringung

ॐ गं गणपतये स्वाहा

Ganesha – Darbringung

ॐ गणेशाय स्वाहा

Lakshmi und Narayana – Darbringung

ॐ लक्ष्मी-नारायणाय स्वाहा

Uma und Maheshvara – Darbringung

ॐ उमा-महेश्वराय स्वाहा

Vani und Hiranyagarbha – Darbringung

ॐ वाणी-हिरण्यगर्भाभ्यां नमः स्वाहा

Shachi und Purandara – Darbringung

ॐ शची-पुरन्दराभ्यां नमः स्वाहा

Eltern – Darbringung

ॐ मातृ-पितृ-चरण-कमलेभ्यो नमः स्वाहा

Persönliche Gottheiten – Darbringung

ॐ इष्ट-देवताभ्यो नमः स्वाहा

Vastu – Darbringung

ॐ वास्तु-देवताभ्यो नमः स्वाहा

Ort – Darbringung

ॐ ग्राम-देवताभ्यो नमः स्वाहा

Feldhüter – Darbringung

ॐ क्षेत्र-पाल-देवताभ्यो नमः स्वाहा

Annapurna – Darbringung

ॐ अन्नपूर्णाभ्यो नमः स्वाहा

Die drei Göttinnen – Darbringung

ॐ महा-दुर्गा-महा-लक्ष्मी-महा-सरस्वतीभ्यो नमः स्वाहा

Mahaganapati – Darbringung

ॐ श्री-महा-गणाधिपतये स्वाहा

Surya – Ahuti

ॐ ह्रां ह्रीं ह्रौं सः सूर्याय स्वाहा

Chandra – Ahuti

ॐ श्रां श्रीं श्रौं सः चन्द्रमसे स्वाहा

Mangala – Ahuti

ॐ क्रां क्रीं क्रौं सः भौमाय स्वाहा

Budha – Ahuti

ॐ ब्रां ब्रीं ब्रौं सः बुधाय स्वाहा

Brihaspati – Ahuti

ॐ ग्रां ग्रीं ग्रौं सः गुरवे स्वाहा

Shukra – Ahuti

ॐ श्रां श्रीं श्रौं सः शुक्राय स्वाहा

Shani – Ahuti

ॐ प्रां प्रीं प्रौं सः शनैश्चराय स्वाहा

Rahu – Ahuti

ॐ भ्रां भ्रीं भ्रौं सः राहवे स्वाहा

Ketu – Ahuti

ॐ स्रां स्रीं स्रौं सः केतवे स्वाहा

Ganesha – Feuergabe

ॐ गं गणपतये नमः /
स्वाहा //

Tryambakam – Feuergabe

ॐ त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टि-वर्धनम् /
उर्वारुकम् इव बन्धनान् मृत्योर् मुक्षीय मामृतात् /
स्वाहा //

Gayatri – Feuergabe

ॐ भूर् भुवः स्वः /
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि /
धियो यो नः प्रचोदयात् /
स्वाहा //

Schlussgabe prāṇāya

ॐ प्राणाय स्वाहा

Schlussgabe apānāya

ॐ अपानाय स्वाहा

Schlussgabe samānāya

ॐ समानाय स्वाहा

Schlussgabe udānāya

ॐ उदानाय स्वाहा

Schlussgabe vyānāya

ॐ व्यानाय स्वाहा

Schlussgabe brahmaṇe

ॐ ब्रह्मणे स्वाहा

Purnahuti

ॐ पूर्णाहुति स्वाहा

Alles ist Fülle

ॐ सर्वं वै पूर्णं स्वाहा

Vasoh Pavitram

ॐ वसोः पवित्रम् असि शतधारं वसोः पवित्रम् असि सहस्रधारम् /
देवस् त्वा सविता पुनातु वसोः पवित्रेण शतधारेण सुप्वा कामधुक्षः //

Lobpreis der Yajna-Frucht

यज्ञो वै विष्णुः यज्ञो यज्ञेन कल्पताम् /
यज्ञेन कल्पितां देवाः यज्ञं कल्पयतां मही /
यज्ञेन कल्पया महीम् //

Shanti

ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः

Kshama Devi

यद् अक्षरं परिभ्रष्टं मात्रा-हीनं च यद् भवेत् /
पूर्णं भवतु तत् सर्वं त्वत्-प्रसादान् महेश्वरि //
मन्त्र-हीनं क्रिया-हीनं भक्ति-हीनं सुरेश्वरि /
यत् पूजितं मया देवि परिपूर्णं तद् अस्तु मे //

Räuchergebet

ॐ वनस्पत्य्-उद्भवैर् दिव्यैर् नाना-गन्ध-समन्वितैः /
आघ्रेय-धूप-दीपानां धूपो ऽयं प्रतिगृह्यताम् //

Lichtgebet

ॐ अन्तर्-ज्योतिर् बहिर्-ज्योतिः प्रत्यग्-ज्योतिः परात्परः /
ज्योतिर्-ज्योतिः स्वयं-ज्योतिर् आत्म-ज्योतिः शिवो ऽस्म्य् अहम् //
आत्म-ज्योतिर् मनो-ज्योतिर् ज्योतिश्-चक्षुस् स पश्यति /
स बाह्याभ्यन्तर-ज्योतिः तज् ज्योतिः शिवम् उच्यते //

Gayatri

ॐ भूर् भुवः स्वः /
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि /
धियो यो नः प्रचोदयात् //

Speisewasser

ॐ देव सवितः प्रसुव /
सत्यं त्व् ऋतेन परिषिञ्चामि /
अमृतम् अस्य् अमृतोपस्तरणम् असि //

Lebenskräfte – Reihenfolge des Handbuchs

ॐ प्राणाय स्वाहा /
ॐ अपानाय स्वाहा /
ॐ समानाय स्वाहा /
ॐ उदानाय स्वाहा /
ॐ व्यानाय स्वाहा /
ॐ ब्रह्मणे स्वाहा //

Große Speisewidmung

ॐ पर-ब्रह्म-परमात्मने नमः /
ॐ सद्गुरु-शिवानन्द-स्वामिने नमः /
ॐ सर्वम् अमृतं महा-नैवेद्यं निवेदयामि //

Rajadhirajaya

ॐ राजाधिराजाय प्रसह्य-साहिने नमो वयं वैश्रवणाय कुर्महे /
स मे कामान् काम-कामाय मह्यं कामेश्वरो वैश्रवणो ददातु /
कुबेराय वैश्रवणाय महा-राजाय नमः //

Na Tatra Suryo

ॐ न तत्र सूर्यो भाति न चन्द्र-तारकं नेमा विद्युतो भान्ति कुतो ऽयम् अग्निः /
तम् एव भान्तम् अनुभाति सर्वं तस्य भासा सर्वम् इदं विभाति //

Tvam Eva

त्वम् एव माता च पिता त्वम् एव /
त्वम् एव बन्धुश् च सखा त्वम् एव /
त्वम् एव विद्या द्रविणं त्वम् एव /
त्वम् एव सर्वं मम देव-देव //

Kayena Vacha

कायेन वाचा मनसेन्द्रियैर् वा बुद्ध्यात्मना वा प्रकृतेः स्वभावात् /
करोमि यद् यत् सकलं परस्मै नारायणायेति समर्पयामि //

Sarva Dharman

सर्व-धर्मान् परित्यज्य माम् एकं शरणं व्रज /
अहं त्वा सर्व-पापेभ्यो मोक्षयिष्यामि मा शुचः //