Alte indische Kultur

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Die alte indische Kultur ist durch eine prächtige und vielfältig zusammengesetzte Tradition angereichert. Dadurch wurde sie in den Bereich der Welt-Kultur-Fülle gehoben.

Das Epos Mahabharata gehört zu den großen Werken der alten indischen Kultur

Die kulturellen Elemente setzen sich zusammen aus Musik, Malereien, Vorträgen, Kunst und Handwerk. Die indische Kunst und Kultur, die heute ein fester Bestandteil der indischen Tradition ist, hat tiefreichende Wurzeln in die vedische Ära. Damals waren Rezitationen (Vorträge) eine geübte Praxis. Die antike Literatur, die Veden, Shrutis und Smritis wurden mündlich weitergegeben; die schriftliche Praxis kam sehr viel später.

Zur zeitgenössischen indischen Kultur siehe den Hauptartikel Indien.

Der Ursprung der antiken indischen Kultur

Die kulturelle Entwicklung des antiken Indiens beginnt mit der Kultur von Harappa und Mohenjo-Daro. Diese Zivilisation geht auf die Zeit von 3250 bis 2750 vor Christus zurück. Die vedische Kultur, das Zeitalter der Veden wird grob auf 2500 bis 1500 vor Christus datiert. Das Vedische Zeitalter wurde Zeuge wie Stammes-Herrschaften entstanden und demokratische Gemeinschaften. Erst im Zeitalter der Upanishaden entstanden Gebiets-Souveränität und das Konzept von Bharata Varsha wurde gebräuchlich.

Während der epischen Periode wurde Indien in mehrere Königreiche aufgeteilt. Das System der Gebiets-Herrschaft entstand und es gab Versuche, das ganze Land in eine Einheit unter einem Herrscher zu verschmelzen. Solche Versuche gab es unter Bharata, Ramachandra und Yudhisthira (welcher auch im großen Epos Mahabharata Erwähnung findet). Das Zeitalter von Bharata fiel ungefähr in die Zeit um das Jahr 2250 vor Christus, das von Ramachandra um 1900 v. Chr. und das von Mahabharata ca. um 1500 v. Chr.; also in den Entstehungszeitraum der Bhagavad Gita.

Die Kultur des Vedischen Zeitalters

Da keine schriftlichen Überlieferungen gefunden wurden, nimmt man an, dass das Drama 4000 Jahre v.Chr. zur Stammesgemeinschaft der Aryans gehörte. Wieder war es Natyashastra, der als Erster die Aufgabe übernahm den Ursprung und die Entwicklung des Dramas zu dokumentieren. In bemerkenswerter Weise wurde festgehalten, dass es Brahma war, der auch das Drama erschuf.

Tatsächlich hat der Heilige Narad verschiedene Aspekte des Dramas in seiner Meisterarbeit sehr sorgfältig beleuchtet. Das Ramayana und die Mahabharata können als die ersten anerkannten Stücke betrachtet werden, die in Indien entstanden. Diese Epen waren die Voraussetzung für die antiken indischen Dramaturgen. In der Geschichte des antiken indischen Schriftstellers Kalidasa, der Hofdichter des Gupta-Zeitalters, werden seine dramatischen Werke wie Abhijnanasakuntalam und Meghaduta in hohem Maße gewürdigt.

Kultur im klassischen Zeitalter

Im klassischen Zeitalter konnte Indien politisch und kulturell einen starken Aufschwung erleben. Politisch gesehen blieb Magadha das Zentrum der Attraktionen; als erstes wurde es von der Nanda Dynastie, danach von der Maurya Dynastie beherrscht. Die Herrschaft der Maurya Dynastie begann unter Chandragupta im Jahr 322 v.Chr. und endete im Jahr 185 v.Chr. Chandragupta Maurya und Ashoka waren die berühmten Könige dieser Dynastie. Die politische Einheit Indiens wurde unter der Herrschaft dieser Dynastie wieder hergestellt. Als Ergebnis kann gesagt werden, dass das politische und kulturelle Bewusstsein des Volkes auf einem hohen Level war. Im Umfeld von Verwaltung und Kultur konnten wichtige Experimente und Innovationen beobachtet werden.

Die Kultur im Nach-Mauryaschen Zeitalter

Nach dem Niedergang des Mauryaschen Imperiums wurde Indien in verschiedene unabhängige Königreiche aufgeteilt. In Magadha gab es die Sunya und die Kanva Dynastien von 185 v.Chr. bis 225 nach Christus. Gleichzeitig drangen fremde Rassen wie die Shakas, Griechen und die Kushans (ein Zweig der Yueh-Chi) in Indiens Süden und die Mitte ein. Kanishka war der berühmteste der Könige mit fremder Herkunft. Ein großer Teil von Nordindien war vereint und das Land erlebte einen großen kulturellen Aufschwung. Später musste das Land Kämpfe zwischen den Dynastien der Shakas und Satvahans erdulden.

Die Kultur im Gupta-Reich

Einige Zeit später entstand ein neues Kaiserreich unter den Guptas, entweder ab 319 oder 320 n.Chr. Pataliputra war damals die Hauptstadt. Das Gupta-Zeitalter war das goldene Zeitalter der indischen Kultur in der klassischen Ära. Samudragupta und Chandragupta waren die berühmtesten Könige dieser Dynastie. Sie stellten die politische Einheit wieder her, und die indische Kultur erlebte unter ihrer Förderung die absoluten Höhepunkte.

Die antike indische Kultur ist eine Schatztruhe voller klassischer Tanzformen. Üblicherweise wurden diese Tänze in den Tempeln aufgeführt, um die Götter und Göttinnen zu besänftigen; dabei wurden Tänze und Verehrung gemischt. Des Heiligen Naradas Natyashastra ist ein einfaches Dokument, das die Ästhetiken verschiedener Kunstarten enthält, unter anderem auch berühmte Tanzstile wie Bharatnatyam, Odissi und Kathakali. In verschiedenen Hindu-Tempeln wie Konark oder Rameshwaram, wird Nataraja (die tanzende Erscheinungsform von Shiva) in einer Tanzfigur mit dem Namen Tandava gezeigt.

Die reiche Tradition der antiken indischen Kultur geht zurück auf die antiken Gesellschaften, wie das epische oder das vedische Zeitalter. Die Gewohnheiten, Bräuche und Glauben, denen man heute folgt, sind ein Ergebnis der antiken indischen Kultur. Das Fundament des indischen Ethos bleibt trotz der Existenz mehrerer Glaubensrichtungen unberührt.

Siehe auch

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Zusammenfassung

Die alte indische Kultur hat ihren Ursprung im vedischen Zeitalter und ist reich an Literatur, Musik, Malerei, Kunsthandwerk und Tanz.