Aditya Hridaya Japa

Aus Yogawiki

Aditya Hridaya Japa – mit dem Sonnenhymnus Mut für eine schwierige Aufgabe sammeln: Das Aditya Hridaya Japa richtet sich an Menschen, die vor einer Aufgabe erschöpft, besorgt oder mutlos geworden sind. Sein Vorbild ist Rama: Vor der erneuten Begegnung mit Ravana empfängt er von Agastya einen Sonnenhymnus, rezitiert ihn und findet zu Entschlossenheit zurück. Die Verehrung verbindet die Hinwendung zu Surya, dreifache Rezitation und eine einfache Wasserreinigung. Sie führt aus dem Gebet wieder zum eigenen verantwortlichen Handeln.

Anlass, Tradition und Vorbereitung

Der Ablauf folgt dem Valmiki Ramayana, Yuddhakanda, Kapitel 105. Das Aditya Hridaya gehört zur überlieferten Sonnenverehrung und wird als Japa, gesammelte Wiederholung, ausgeführt. Die Erzählung nennt eine konkrete Bedrängnis als Anlass; der Text empfiehlt auch regelmäßige Rezitation. Ein bestimmter Wochentag, Monat oder Fastentag gehört nicht zu dieser Kapitelanweisung.

Du kannst die Verehrung allein zuhause, an einem ruhigen Platz im Freien oder gemeinsam mit anderen ausführen. Wähle für die äußere Hinwendung zur Sonne einen Zeitpunkt am Tag. Ein Priester wird im erzählten Ablauf nicht verlangt. Bereite ein sauberes Glas Trinkwasser vor. Eine Feuerstelle, besondere Opferstoffe oder ein großes Altararrangement sind für diese Form nicht nötig.

Die folgende Fassung enthält den vollständigen Kapiteltext mit 31 Versen, also auch die erzählerische Einleitung und den Abschluss. Sie folgt der Ramayana-Kapitelrezitation; die in späteren Ritualhandbüchern ergänzten Nyasa-Folgen gehören zu anderen Fassungen.

Durchführung

1. Ankommen und sich der Sonne zuwenden
Wasche deine Hände und nimm einen ruhigen Stand oder Sitz ein. Wende dich in die Richtung der Sonne; schaue dabei auf den Boden oder schließe die Augen, statt direkt in die Sonne zu blicken. Lass deine konkrete Aufgabe gegenwärtig werden. Bitte innerlich um Klarheit, Ausdauer und den Mut, das Nötige zu tun.

2. Dreifach rezitieren
Rezitiere die folgende vollständige Folge dreimal. Die dreifache Wiederholung entspricht Agastyas Anweisung in Vers 26; bei der hier gewählten vollständigen Kapitelrezitation wird auch der erzählerische Rahmen mitgelesen. Lies die deutsche Bedeutung zunächst in Ruhe und nutze für die Wiederholungen die zusammenhängenden Sanskritzeilen. Die in der Erzählung genannten Handlungen werden durch ihr Mitsprechen nicht jedes Mal zusätzlich ausgeführt.

1
tato yuddhapariśrāntaṃ samare cintayā sthitam |
rāvaṇaṃ cāgrato dṛṣṭvā yuddhāya samupasthitam ||

Bedeutung: Rama stand vom Kampf erschöpft und sorgenvoll auf dem Schlachtfeld. Vor sich sah er Ravana, der zum erneuten Kampf bereitstand.

2
daivataiśca samāgamya draṣṭumabhyāgato raṇam |
upagamyābravīdrāmamagastyo bhagavān ṛṣiḥ ||

Bedeutung: Der erhabene Weise Agastya, der mit den Göttern gekommen war, um den Kampf zu schauen, trat an Rama heran und sprach:

3
rāma rāma mahābāho śṛṇu guhyaṃ sanātanam |
yena sarvānarīnvatsa samare vijayiṣyase ||

Bedeutung: „Rama, Rama, Starkarmiger, höre das ewige Geheimnis, durch das du, mein Lieber, im Kampf alle Gegner überwinden wirst.

4
ādityahṛdayaṃ puṇyaṃ sarvaśatruvināśanam |
jayāvahaṃ japennityamakṣayyaṃ paramaṃ śivam ||

Bedeutung: Das heilige Aditya Hridaya tilgt alle Feinde, bringt Sieg, ist unvergänglich und höchst segensreich. Man möge es regelmäßig rezitieren.

5
sarvamaṅgalamaṅgalyaṃ sarvapāpapraṇāśanam |
cintāśokapraśamanamāyurvardhanamuttamam ||

Bedeutung: Es ist das Segensreichste unter allem Segensreichen, tilgt Verfehlungen, beruhigt Sorgen und Kummer und fördert das Leben.

6
raśmimantaṃ samudyantaṃ devāsuranamaskṛtam |
pūjayasva vivasvantaṃ bhāskaraṃ bhuvaneśvaram ||

Bedeutung: Verehre den strahlenreichen, aufsteigenden Vivasvan, dem Götter und Asuras huldigen: Bhaskara, den Lichtschöpfer und Herrn der Welt.

7
sarvadevātmako hyeṣa tejasvī raśmibhāvanaḥ |
eṣa devāsuragaṇān lokān pāti gabhastibhiḥ ||

Bedeutung: Er trägt alle Götter in sich, ist voller Glanz und lässt Strahlen entstehen. Mit seinen Strahlen behütet er die Welten mit ihren Göttern und Asuras.

8
eṣa brahmā ca viṣṇuśca śivaḥ skandaḥ prajāpatiḥ |
mahendro dhanadaḥ kālo yamaḥ somo hyapāṃpatiḥ ||

Bedeutung: Er ist Brahma, Vishnu, Shiva, Skanda und Prajapati; er ist Indra, der Reichtumspender Kubera, die Zeit, Yama, Soma und der Herr der Wasser, Varuna.

9
pitaro vasavaḥ sādhyā aśvinau maruto manuḥ |
vāyurvahniḥ prajāḥ prāṇa ṛtukartā prabhākaraḥ ||

Bedeutung: Er ist die Ahnen, die Vasus, die Sadhyas, die Ashvins, die Maruts und Manu; Wind, Feuer, Geschöpfe und Lebensatem. Er schafft die Jahreszeiten und bringt das Licht hervor.

10
ādityaḥ savitā sūryaḥ khagaḥ pūṣā gabhastimān |
suvarṇasadṛśo bhānurhiraṇyaretā divākaraḥ ||

Bedeutung: Er heißt Aditya, Savita, Surya, Himmelswanderer, Pushan und Strahlenreicher; er ist goldgleich, leuchtend, von goldenem Samen und Schöpfer des Tages.

11
haridaśvaḥ sahasrārciḥ saptasaptirmarīcimān |
timironmathanaḥ śambhustvaṣṭā mārtaṇḍako'ṃśumān ||

Bedeutung: Mit hellen Pferden, tausend Flammen und sieben Rossen ist er strahlenreich. Er vertreibt die Dunkelheit, bringt Segen, gestaltet als Tvashta und strahlt als Martanda.

12
hiraṇyagarbhaḥ śiśirastapano'haskaro raviḥ |
agnigarbho'diteḥ putraḥ śaṅkhaḥ śiśiranāśanaḥ ||

Bedeutung: Er ist Hiranyagarbha, der goldene Keim, Kühlung und Wärme, Schöpfer des Tages und Ravi. Feuer tragend ist er Aditis Sohn; er heißt Shankha und vertreibt die Kälte.

13
vyomanāthastamobhedī ṛgyajuḥ sāmapāragaḥ |
ghanavṛṣṭirapāṃ mitro vindhyavīthīplavaṃgamaḥ ||

Bedeutung: Herr des Himmels und Durchbrecher der Finsternis, Kenner von Rigveda, Yajurveda und Samaveda, bringt er dichten Regen, ist Freund der Wasser und durchmisst die Bahn über dem Vindhya.

14
ātapī maṇḍalī mṛtyuḥ piṅgalaḥ sarvatāpanaḥ |
kavirviśvo mahātejā raktaḥ sarvabhavodbhavaḥ ||

Bedeutung: Er spendet Wärme, trägt die runde Scheibe, ist der Tod und von goldbrauner Farbe; er erwärmt alles, ist der Seher, das All, von großer Leuchtkraft, rötlich und Ursprung alles Werdens.

15
nakṣatragrahatārāṇāmadhipo viśvabhāvanaḥ |
tejasāmapi tejasvī dvādaśātmannamo'stu te ||

Bedeutung: Herr der Mondhäuser, Planeten und Sterne, Hervorbringer der Welt, leuchtend selbst unter den Leuchtenden: Dir mit deinen zwölf Gestalten sei Verehrung!

16
namaḥ pūrvāya giraye paścimāyādraye namaḥ |
jyotirgaṇānāṃ pataye dinādhipataye namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung dem östlichen Berg und Verehrung dem westlichen Berg! Verehrung dem Herrn der Himmelslichter und dem Herrn des Tages!

17
jayāya jayabhadrāya haryāśvāya namo namaḥ |
namo namaḥ sahasrāṃśo ādityāya namo namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung dem Sieg und dem heilvollen Gelingen, immer wieder Verehrung dem mit hellen Rossen! Tausendstrahliger, immer wieder Verehrung! Aditya, immer wieder Verehrung!

18
nama ugrāya vīrāya sāraṅgāya namo namaḥ |
namaḥ padmaprabodhāya pracaṇḍāya namo'stu te ||

Bedeutung: Verehrung dem Mächtigen, dem Helden, dem rasch Dahinziehenden! Verehrung dem, der den Lotos erweckt; dir, dem Gewaltigen, sei Verehrung!

19
brahmeśānācyuteśāya sūryāyādityavarcase |
bhāsvate sarvabhakṣāya raudrāya vapuṣe namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung dem Herrn von Brahma, Ishana und Achyuta, der Sonne mit Adityas Glanz; der strahlenden, alles verzehrenden, Rudra-gleichen Gestalt!

20
tamoghnāya himaghnāya śatrughnāyāmitātmane |
kṛtaghnaghnāya devāya jyotiṣāṃ pataye namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung dem, der Finsternis, Kälte und Feindschaft vertreibt, dessen Wesen unermesslich ist; dem göttlichen Vernichter der Undankbaren, dem Herrn der Lichter!

21
taptacāmīkarābhāya haraye viśvakarmaṇe |
namastamobhinighnāya rucaye lokasākṣiṇe ||

Bedeutung: Verehrung dem, der wie geschmolzenes Gold glänzt, dem hinwegnehmenden und alles gestaltenden Herrn; dem Vernichter der Finsternis, dem Licht, dem Zeugen der Welt!

22
nāśayatyeṣa vai bhūtaṃ tadeva sṛjati prabhuḥ |
pāyatyeṣa tapatyeṣa varṣatyeṣa gabhastibhiḥ ||

Bedeutung: Dieser Herr löst die Wesen auf und erschafft sie wieder. Er nimmt Wasser auf, erwärmt und lässt durch seine Strahlen Regen entstehen.

23
eṣa supteṣu jāgarti bhūteṣu pariniṣṭhitaḥ |
eṣa caivāgnihotraṃ ca phalaṃ caivāgnihotriṇām ||

Bedeutung: Er bleibt wach, wenn die Wesen schlafen, und wohnt in ihnen. Er ist das Agnihotra und zugleich die Frucht derer, die es vollziehen.

24
devāśca kratavaścaiva kratūnāṃ phalameva ca |
yāni kṛtyāni lokeṣu sarveṣu paramaprabhuḥ ||

Bedeutung: Er ist die Götter, die Opfer und deren Frucht. Bei allem, was in den Welten zu tun ist, ist er der höchste Herr.

25
enamāpatsu kṛcchreṣu kāntāreṣu bhayeṣu ca |
kīrtayan puruṣaḥ kaścinnāvasīdati rāghava ||

Bedeutung: Wer ihn in Not, Bedrängnis, Wildnis und Furcht preist, Raghava, wird nicht den Mut verlieren.

26
pūjayasvainamekāgro devadevaṃ jagatpatim |
etattriguṇitaṃ japtvā yuddheṣu vijayiṣyasi ||

Bedeutung: Verehre ihn mit gesammelter Aufmerksamkeit, den Gott der Götter und Herrn der Welt. Wenn du dies dreimal rezitiert hast, wirst du in den Kämpfen siegen.

27
asmin kṣaṇe mahābāho rāvaṇaṃ tvaṃ vadhiṣyasi |
evamuktvā tato'gastyo jagāma sa yathāgatam ||

Bedeutung: Noch in diesem Augenblick, Starkarmiger, wirst du Ravana überwinden.“ Nachdem Agastya so gesprochen hatte, ging er dorthin zurück, woher er gekommen war.

28
etacchrutvā mahātejā naṣṭaśoko'bhavattadā |
dhārayāmāsa suprīto rāghavaḥ prayatātmavān ||

Bedeutung: Als der kraftvolle Rama dies hörte, löste sich sein Kummer. Er bewahrte die Lehre freudig und mit gesammeltem Geist.

29
ādityaṃ prekṣya japtvā tu paraṃ harṣamavāptavān |
trirācamya śucirbhūtvā dhanurādāya vīryavān ||

Bedeutung: Er wandte sich Aditya zu, rezitierte und empfand große Freude. Dreimal nahm er reinigend Wasser zu sich; dann ergriff der Held seinen Bogen.

30
rāvaṇaṃ prekṣya hṛṣṭātmā yuddhārthaṃ samupāgamat |
sarvayatnena mahatā vadhe tasya dhṛto'bhavat ||

Bedeutung: Als er Ravana sah, trat er mit frohem Mut zum Kampf vor. Mit aller Kraft und Entschlossenheit richtete er sich auf dessen Überwindung aus.

31
atha raviravadannirīkṣya rāmaṃ |
muditamanāḥ paramaṃ prahṛṣyamāṇaḥ |
niśicarapatisaṃkṣayaṃ viditvā |
suragaṇamadhyagato vacastvareti ||

Bedeutung: Da schaute die Sonne, inmitten der Götter, auf Rama. In freudiger Gewissheit, dass das Ende des Herrschers der Nachtwanderer bevorstand, sprach sie: „Eile!“

3. Wasserreinigung
Nimm für das Achamana dreimal einen kleinen Schluck sauberes Wasser. Im Kapitel folgt diese Handlung auf die Rezitation. Es wird dafür keine zusätzliche Namensfolge vorgeschrieben. Stelle das Glas danach ab.

4. Das Gebet in Handeln überführen
Verneige dich vor Surya und bleibe einen Augenblick still. Frage dich, was jetzt der nächste angemessene Schritt ist. Rama nimmt nach dem Gebet seine Aufgabe wieder auf; für dich kann das ein aufgeschobenes Gespräch, konzentrierte Arbeit oder eine notwendige Entscheidung sein.

Die Bildsprache verstehen

Die Sonne wird im Hymnus als Gegenwart aller göttlichen Kräfte betrachtet. Licht und Wärme, Regen und Jahreszeiten, Entstehen und Vergehen erscheinen als zusammengehörig. Die wiederholte Verehrung verbindet den begrenzten eigenen Blick mit dieser größeren Ordnung.

Die Sprache des Kampfes stammt aus der Ramayana-Erzählung. Für eine persönliche Praxis im Alltag kann sie auf Mut angesichts von Hindernissen, auf das Überwinden von Trägheit und auf besonnenes Durchhalten bezogen werden. Der Hymnus lädt dazu ein, die eigene Kraft wieder zu sammeln und sie im Dharma einzusetzen.

Vollständige Rezitation in Devanagari

1
ततो युद्धपरिश्रान्तं समरे चिन्तया स्थितम् ।
रावणं चाग्रतो दृष्ट्वा युद्धाय समुपस्थितम् ॥

2
दैवतैश्च समागम्य द्रष्टुमभ्यागतो रणम् ।
उपगम्याब्रवीद्राममगस्त्यो भगवान् ऋषिः ॥

3
राम राम महाबाहो शृणु गुह्यं सनातनम् ।
येन सर्वानरीन्वत्स समरे विजयिष्यसे ॥

4
आदित्यहृदयं पुण्यं सर्वशत्रुविनाशनम् ।
जयावहं जपेन्नित्यमक्षय्यं परमं शिवम् ॥

5
सर्वमङ्गलमङ्गल्यं सर्वपापप्रणाशनम् ।
चिन्ताशोकप्रशमनमायुर्वर्धनमुत्तमम् ॥

6
रश्मिमन्तं समुद्यन्तं देवासुरनमस्कृतम् ।
पूजयस्व विवस्वन्तं भास्करं भुवनेश्वरम् ॥

7
सर्वदेवात्मको ह्येष तेजस्वी रश्मिभावनः ।
एष देवासुरगणान् लोकान् पाति गभस्तिभिः ॥

8
एष ब्रह्मा च विष्णुश्च शिवः स्कन्दः प्रजापतिः ।
महेन्द्रो धनदः कालो यमः सोमो ह्यपांपतिः ॥

9
पितरो वसवः साध्या अश्विनौ मरुतो मनुः ।
वायुर्वह्निः प्रजाः प्राण ऋतुकर्ता प्रभाकरः ॥

10
आदित्यः सविता सूर्यः खगः पूषा गभस्तिमान् ।
सुवर्णसदृशो भानुर्हिरण्यरेता दिवाकरः ॥

11
हरिदश्वः सहस्रार्चिः सप्तसप्तिर्मरीचिमान् ।
तिमिरोन्मथनः शम्भुस्त्वष्टा मार्तण्डकोऽंशुमान् ॥

12
हिरण्यगर्भः शिशिरस्तपनोऽहस्करो रविः ।
अग्निगर्भोऽदितेः पुत्रः शङ्खः शिशिरनाशनः ॥

13
व्योमनाथस्तमोभेदी ऋग्यजुः सामपारगः ।
घनवृष्टिरपां मित्रो विन्ध्यवीथीप्लवंगमः ॥

14
आतपी मण्डली मृत्युः पिङ्गलः सर्वतापनः ।
कविर्विश्वो महातेजा रक्तः सर्वभवोद्भवः ॥

15
नक्षत्रग्रहताराणामधिपो विश्वभावनः ।
तेजसामपि तेजस्वी द्वादशात्मन्नमोऽस्तु ते ॥

16
नमः पूर्वाय गिरये पश्चिमायाद्रये नमः ।
ज्योतिर्गणानां पतये दिनाधिपतये नमः ॥

17
जयाय जयभद्राय हर्याश्वाय नमो नमः ।
नमो नमः सहस्रांशो आदित्याय नमो नमः ॥

18
नम उग्राय वीराय सारङ्गाय नमो नमः ।
नमः पद्मप्रबोधाय प्रचण्डाय नमोऽस्तु ते ॥

19
ब्रह्मेशानाच्युतेशाय सूर्यायादित्यवर्चसे ।
भास्वते सर्वभक्षाय रौद्राय वपुषे नमः ॥

20
तमोघ्नाय हिमघ्नाय शत्रुघ्नायामितात्मने ।
कृतघ्नघ्नाय देवाय ज्योतिषां पतये नमः ॥

21
तप्तचामीकराभाय हरये विश्वकर्मणे ।
नमस्तमोभिनिघ्नाय रुचये लोकसाक्षिणे ॥

22
नाशयत्येष वै भूतं तदेव सृजति प्रभुः ।
पायत्येष तपत्येष वर्षत्येष गभस्तिभिः ॥

23
एष सुप्तेषु जागर्ति भूतेषु परिनिष्ठितः ।
एष चैवाग्निहोत्रं च फलं चैवाग्निहोत्रिणाम् ॥

24
देवाश्च क्रतवश्चैव क्रतूनां फलमेव च ।
यानि कृत्यानि लोकेषु सर्वेषु परमप्रभुः ॥

25
एनमापत्सु कृच्छ्रेषु कान्तारेषु भयेषु च ।
कीर्तयन् पुरुषः कश्चिन्नावसीदति राघव ॥

26
पूजयस्वैनमेकाग्रो देवदेवं जगत्पतिम् ।
एतत्त्रिगुणितं जप्त्वा युद्धेषु विजयिष्यसि ॥

27
अस्मिन् क्षणे महाबाहो रावणं त्वं वधिष्यसि ।
एवमुक्त्वा ततोऽगस्त्यो जगाम स यथागतम् ॥

28
एतच्छ्रुत्वा महातेजा नष्टशोकोऽभवत्तदा ।
धारयामास सुप्रीतो राघवः प्रयतात्मवान् ॥

29
आदित्यं प्रेक्ष्य जप्त्वा तु परं हर्षमवाप्तवान् ।
त्रिराचम्य शुचिर्भूत्वा धनुरादाय वीर्यवान् ॥

30
रावणं प्रेक्ष्य हृष्टात्मा युद्धार्थं समुपागमत् ।
सर्वयत्नेन महता वधे तस्य धृतोऽभवत् ॥

31
अथ रविरवदन्निरीक्ष्य रामं ।
मुदितमनाः परमं प्रहृष्यमाणः ।
निशिचरपतिसंक्षयं विदित्वा ।
सुरगणमध्यगतो वचस्त्वरेति ॥

Quellen und weiterführende Artikel

Surya · Agastya · Rama · Japa · Hindu-Rituale – ausführliche Anleitungen

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