Swami Ramdas

Aus Yogawiki

Swami Ramdas: Swami Ramdas (1884-1963) war einer der größten Heiligen des 20. Jahrhunderts. Nachdem er bereits in jungen Jahren seine weltlichen Besitztümer aufgegeben hatte, wurde er ein Wandermönch. Die inspirierende Geschichte seiner Reisen durch Indien und seine Botschaft universeller Liebe wurde in mehreren Büchern veröffentlicht und er wird von vielen als spiritueller Meister betrachtet.

Biografie

Vittal Rao wurde am 10. April 1884 in Kanhangad im nördlichen Kerala, Indien, geboren.[1] Seine Eltern waren Shri Balakrishna Rao und Smt. Lalita Bai. Er arbeitete als Spinn-Meister in einer Baumwollspinnerei und heiratete im Jahr 1908. Er hatte Schwierigkeiten sowohl mit seinen finanziellen Zielen als auch im häuslichen Leben. Um sich aus diesen Umständen zu befreien, begann er „Ram“ zu chanten – den Namen eines Gottes. Wenig später gab sein Vater ihm ein heiliges Mantra, das er wiederholen sollte, das Ram Mantra: „Sri Ram Jaya Ram Jaya Jaya Ram“. Durch innere Führung ergänzte er vor jeder Wiederholung ein „Om“: „Om Sri Ram Jaya Ram Jaya Jaya Ram“. Er empfand, dass dies die Wirkung um das Dreifache verstärkte.

Er löst sich schnell von materialistischen Freuden, nahm den Namen Ramdas an und begann eine Pilgerreise, auf der er von Almosen lebte (obwohl er niemals Geld annahm). Seine Philosophie war es, die ganze Welt als Ausdrucksformen von Ram zu sehen – und somit alles, was ihm zustieß als den Willen Rams zu betrachten. Seine Mantra-Praxis übte er mit der Zeit rund um die Uhr aus.

1922 begegnete er dem Weisen Ramana Maharshi und empfing seine Gnade. Daraufhin zog er sich erstmals in die Einsamkeit zurück und lebte 21 Tage lang für sich in einer Höhle in Arunachala. Als er diese Höhle schließlich verließ, war er mit der Erkenntnis erfüllt, dass „alles Rama sei, nichts als Rama“.[2] Einige Zeit später löschte ein Erlebnis tiefer Versunkenheit nahe Mangalore vollständig seine persönliche Identität aus, so dass nur noch Einheit vorherrschte.

Nachdem er weiterhin viele Jahre lang auf der Straße gelebt hatte, gründeten seine Anhänger 1931 in Kanhangad, Kerala, für ihn Anadashram. Das Ashram widmete sich dem Ziel, die Lebensbedingungen der Bevölkerung der Umgebung zu verbessern, und verbreitet bis heute die Vision universeller Liebe und universellen Dienstes von Swami Ramdas.

Eine Liste von Ramdas sehr bekannten Schülern umfasst Mataji Krishnabai, Swami Satchidananda, Swami Mudrananda und Yogi Ramsuratkumar.

Er erreichte Mahasamadhi im Jahr 1963.

Spirituelle Erfahrungen

Nachdem er der Welt entsagt hatte, reiste er ein Jahr lang als Wandermönch. Das erste Jahr seiner Wanderschaft wird von Ramdas im Buch „Auf der Suche nach Gott“ beschrieben. In diesem Buch schreibt er von sich selbst in der dritten Person. Über „Auf der Suche nach Gott“ schrieb Swami Chidananda, der zweite Vorsitzende der Divine Life Society und bedeutender Schüler Swami Shivanandas:

„Als ich meine Hand auf der Oberseite der Kommode fühlte, fiel mir Papa Ramdas Buch ‚Auf der Suche nach Gott‘ in die Hände und ich nahm es an mich. Aus irgendeinem Grund faszinierte mich die Fotografie von Papa Ramdas, die vor den Kadri-Höhlen aufgenommen worden war (und das Titelbild von ‚Auf der Suche nach Gott‘ zierte), und zog meinen Blick wie ein Magnet auf sich. Je mehr ich die Fotografie betrachtete, desto mehr wollte ich sie weiterhin betrachten. Ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen. Nachmittag für Nachmittag, während ich auf einem Sofa in der oberen Halle lag, las ich das Buch und hatte es nach einer Woche von Anfang bis Ende durchgelesen. Von dem Moment an, als ich begann, das Buch ‚Auf der Suche nach Gott‘ zu lesen, war ich von dem überwältigenden Wunsch erfüllt, Swami Ramdas von Angesicht zu Angesicht zu begegnen.“

Im Folgenden findet sich eine Liste von Orten, die Swami Ramdas im Laufe des ersten Jahres seiner Wanderschaft besucht hatte:

Tiruvannamalai Had darshan von Ramana Maharshi, Swami Ramdas schrieb über seinen Besuch (1921-22): Der Maharshi richtete seine wunderschönen Augen auf Ramdas und blickte einige Minuten lang aufmerksam in seine Augen, als wollte er seinen Segen durch jene Kugeln überströmen lassen. Er schüttelte seinen Kopf, um auszudrücken, dass er ihn gesegnet habe. Ein Schauer unbeschreiblicher Freude strömte durch Ramdas Gestalt und sein ganzer Körper zitterte wie ein Blatt, das von einem Windhauch gestreift wird. Oh Ram, wie groß deine Liebe doch ist!“

Nach dieser Erfahrung bezog Swami Ramdas eine kleine Höhle auf dem Arunachala-Hügel. In dieser Höhle lebte er fast einen Monat lang in tiefer Meditation über Ram. Hier erfuhr er das kosmische Bewusstsein.

Zitate

„Die Menschen wissen nicht, was der Name Gottes zu vollbringen vermag. Allein jene, die ihn fortwährend wiederholen, wissen um seine Macht. Sie kann unseren Geist vollständig reinigen… Der Name kann uns auf den Gipfel spiritueller Erfahrungen führen.“ — Swami Ramdas[3]

„Lege dich selbst als Werkzeug in Gottes Hände, das sein eigenes Werk auf seine eigene Weise vollbringt.“ — Swami Ramdas[4]

„So, wie eine Blume ihren Duft an jeden abgibt, der sich ihr nähert oder sie pflückt, so strahlt die Liebe aus unserem Inneren zu einem jeden und äußert sich in spontanem Dienst am Gegenüber.“ — Swami Ramdas[5]

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Seminare

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