Versponnenheit

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Versponnenheit bedeutet Verträumtheit, Wunderlichkeit, Zurückgezogenheit. Versponnenheit kommt von spinnen, ursprünglich die Bezeichnung für die Tätigkeit, die eine Spinne macht, nämlich einen Faden aus ihrem Hinterleib absondern und daraus ein Netz spinnen. Spinnen kann auch heißen aus Fasern einen Faden drehen. Die Spinne spinnt aus sich selbst heraus etwas, was vorher nicht existiert. So hat sich das Verb spinnen die Bedeutung etwas erfinden, einen unwahre Geschichte erzählen, entwickelt.

Ursprünglich entstand das Wort spinnen als Synonym für ersinnen in der Seemannsprache: Dort spricht man über Seemannsgarn spinnen. Man kann seinen Gedankenfaden spinnen, Träume spinnen. Spinnen kann insbesondere auch bedeuten verrückte Ideen haben. Wer regelmäßig verrückte Ideen hat, dem kann man Versponnenheit attestieren. Das Wort Versponnenheit hat auch etwas mit dem Spinnen eines Kokons bei Seidenraupen bzw. Seidenspinner zu tun: Die Seidenraupe braucht um sich einen Kokon aus Seide, um sich zu verwandeln in die erwachsene Spinne. Diesen Prozess nennt man auch Verspinnen.

Der Ausdruck Versponnenheit auch die Bedeutung, dass sich jemand in die Einsamkeit zurückzieht, um etwas auszubrüten, etwas zu entwickeln, was sich nachher entweder als sehr hilfreich erweist - oder als großer Unsinn. Eine gewisse Versponnenheit brauchen die meisten Menschen. Etwas Verträumtheit, Phantasie, Gedanken auch an Unsinniges, das ist alles wichtig, um kreativ zu werden, auch um den grauen Alltag mal hinter sich zu lassen.

Träume sind nicht nur Schäume - Versponnenheit


Umgang mit Versponnenheit anderer

Es kann sein, dass du jemanden als ziemlich versponnen erlebst. D.h. er lebt in seiner eigenen Welt. Er macht alle möglichen Verrücktheiten, die niemanden interessieren. Er spinnt so vor sich hin. Wie gehst du damit um?

Eine Möglichkeit ist ihn oder sie einfach zu lassen. Manche Menschen haben ihre eigenen Spleens, ihre eigenen Macken und das ist gut so. Eine gewisse Versponnenheit zeigt auch ein gewisses Selbstbewusstsein, eine gewisse Unabhängigkeit. Man kann sogar viel lernen von Menschen, die versponnen sind. Die zweite Möglichkeit wäre, dass du mal auf den Menschen zugehst. Sprich mit ihm, höre ihm zu. Vielleicht braucht er einfach mal einen Kommunikationspartner, jemand, der ihm zuhört.

Die dritte Möglichkeit wäre, ihn um Hilfe zu bitten. Sag ihm, dass du ihn brauchst. Du brauchst seine Fähigkeiten, seine Talente und vielleicht hat er ja vieles beizutragen.

Die vierte Möglichkeit wäre, dass du ihn oder sie um seine Meinung bittest. Schimpfe nicht über seine Meinung, lache ihn oder sie nicht aus. Gerade die versponnen Menschen haben manchmal wertvolles beizutragen. Ganz neue Ideen, ganz andere Einsichten. Daher wertschätze auch die Versponnen. Spüre, dass sie besondere Manifestationen des Göttlichen sind.

Versponnenheit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Versponnenheit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Versponnenheit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Versponnenheit sind zum Beispiel Sonderbarkeit, Absonderlichkeit, Unrealismus, Weltfremdheit, Verstiegenheit, Verträumtheit, Schwärmerei, Lebensfremdlichkeit, Lebensferne, Weltverlorenheit, Verträumtheit, Schwärmerei .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Versponnenheit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Versponnenheit sind zum Beispiel Natürlichkeit, Sauberkeit, Gepflegtheit, Makellosigkeit, Reinlichkeit, Unverfälschtheit, Ursprünglichkeit, Echtheit, Jungfräulichkeit, Keuschheit, Lauterkeit, Natürlichkeit, Ordnung, Unbeflecktheit, Unberührtheit, Unfehlbarkeit, Unschuld, Untadeligkeit, Reinheit, Kleinlichkeit, Pingeligkeit . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Versponnenheit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Versponnenheit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Versponnenheit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Versponnenheit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Versponnenheit sind zum Beispiel das Adjektiv versponnen, das Verb verspinnen, sowie das Substantiv Versponnener.

Wer Versponnenheit hat, der ist versponnen beziehungsweise ein Versponnener.

Siehe auch

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