Tratschsucht

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Tratschsucht - Ursprung und Umgang. Tratschsucht ist die abfällige Bezeichnung für eine wahrgenommene starke Neigung zum Tratschen bei anderen. Tratschsucht kann man jemandem attestieren, der bei jeder Gelegenheit Negatives über andere erzählt, der ständig Neuigkeiten erfahren will und diese gleich ausplaudert. Tratschen ist etwas ganz Natürliches, etwas was in jedem Menschen steckt.

Vergebung ist nicht leicht bei Tratschsucht

Der Mensch ist ein Zoon Politikon, wie Aristoteles schon sagte, also ein geselliges Wesen. Der Mensch ist ein kommunikatives Wesen, das gerne mit anderen spricht, sich unterhält. Mensch ist besonders daran interessiert, was andere Menschen so tun. Über andere Menschen zu sprechen, ist eine Bedeutung des Verbes tratschen. Mensch ist dabei auch besonders daran interessiert, auch Intimes, auch Negatives über andere zu erfahren. Negativ über andere zu sprechen ist die heute verbreitetste Bedeutung des Wortes Tratschen.

Es gibt manche besonders kommunikative Zeitgenossen, wandelnde Auskunftszentralen. Man kann diese als gesellig bezeichnen - oder ihnen Tratschsucht zuschreiben. Einige psychologische Experimente zeigen, dass Klatsch und Tratsch sogar hilfreich sein können, weil sie eine Arbeitsgruppe, ein Team zusammenschweißen können. Aber zu viel Tratschsucht, insbesondere Tratschen über andere Teammitglieder, kann den Teamzusammenhalt wieder gefährden. Es ist gut mit anderen zu sprechen. Wenn man dabei lobend und anerkennend über andere spricht, ist das besser als Tratschen und Tratschsucht - und kann auch helfen, ein Team zusammenzuhalten, Menschen menschlich, kommunikativ, miteinander zu verbinden.

Umgang mit Tratschsucht bei anderen

Es gibt Menschen die lieben es zu tratschen, die lieben es Klatschgeschichten zu verbreiten und dich mag das vielleicht ärgern. Mein Tipp wäre vergiss es einfach, Menschen lieben es zu tratschen. Menschen lieben es zu klatschen und manchmal sind die Leute die sich am meisten über Tratsch aufregen diejenigen die selbst tratschen. Und wenn Menschen dir zutragen was andere über sich tratschen, was soll's? Wenn jemand grobe Lügengeschichten verbreitet, die dich irgendwelcher Verbrechen beschuldigen, dann solltest du natürlich einschreiten. Aber wenn die Menschen irgendwie etwas über dich verbreiten, was soll's.

Tratschsucht ist menschlich, es gibt sogar empirische Untersuchungen die zeigen, das Abteilungen die zusammen Klatsch- und Tratschgeschichten verbreiten, das dort ein guter Zusammenhalt ist. Also wenn sich Leute in deinem Team zusammen über andere austauschen, dann kann das ja der Gruppenzugehörigkeit zuträglich sein. Ich würde dir trotzdem raten dich nicht am Tratsch und an Klatschgeschichten zu beteiligen. Es gibt andere Weisen mit anderen Menschen sich gut auszutauschen und zu kommunizieren. Aber stehe über Tratschsucht und versuche gar nicht den Tratsch und Klatsch abzustellen, es ist kaum möglich.

Tratschsucht in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Tratschsucht gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Tratschsucht - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Tratschsucht sind zum Beispiel Klatschsucht, Sprachinkontinenz, Redseligkeit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Tratschsucht - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Tratschsucht sind zum Beispiel Meditation, Schweigen, Verstummung, Sprachlosigkeit, Apathie . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Tratschsucht, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Tratschsucht, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Tratschsucht stehen:

Eigenschaftsgruppe

Tratschsucht kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Tratschsucht sind zum Beispiel das Adjektiv tratschsüchtig, das Verb tratschen, sowie das Substantiv Tritscher.

Wer Tratschsucht hat, der ist tratschsüchtig beziehungsweise ein Tritscher.

Siehe auch

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