Traditioneller Yoga

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Die Tradition des Yoga wird durch die Meister der jeweiligen Tradition auf ihre Schüler übertragen - und die lehren sie wieder ihren Schülern. Zum Beispiel bei Patanjali ist nicht klar, ob er ein Yogi war, oder ob unter seinem Namen viele Yogis das Yogasutra verfassten. Auch das schließt die Definintion von Yoga nichgt aus: Einheit in der Vielfalt, all eins Sein, sich zentrieren, das unerreichbare Ziel erreichen, bewusste Handlung oder von Gott durchdrungen sein, um nur einige zentrale Begriffe zu nennen.

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Im Kapitel 6 der Bhagavad Gita wird Yoga zum ersten Mal namentlich erwähnt: “In unseren Herzen der Geist die Präsenz-Seele wahrnimmt, die Präsenz den Geist erkennt, dieser glückselige Zustand, der vom Verstand erfasst werden kann. Möge dies den Namen Yoga tragen"“


Yoga ist eins von sechs grundlegenden indischen Philospohie-Systemen:

Sie werden unter dem Begriff Darshana zusammengefasst. Darshana gleicht einem Spiegel, der uns ermöglicht uns selbst zu erkennen und eine Möglichkeit schafft, uns mit unserem Selbst auseinander setzen zu können. Das Einflussreichste unter diesen Systemen ist Yoga. Yoga seinen Ursprung in den Veden, den ältesten Schriften Indiens. Dieses wissen wurde aber erst durch den indischen Weisen Patanjali zu einem klassischen Text systematisiert: Dem Yogasutra. Neben dieser Schrift gibt es noch zahlreiche andere Schriften über Yoga, das Werk von Patanjali wird jedoch als das Wichtigste angesehen.


Bedeutung des Yogasutra

Die Bedeutung des Yogasutra liegt darin, dass der menschliche Geist in den Mittelpunkt gestellt wird. Es wird erklärt, wie er beschaffen ist und wie wir Einfluss auf unseren Geist nehmen können. Das Yogasutra gibt Hinweise darauf, wie der menschliche Geist fokussiert und ausgerichtet werden kann. Andere klassische Yoga-Schriften stellen die Themen Gott, Bewusstsein, Befreiung, Wiedergeburt und viele andere Dinge wie Philosophie oder Religion in den Vordergrund. Das mache die Yogasutras besonders. Das Thema Gott ist für Menschen oft schwer verständlich, da es für den menschlichen Verstand zu groß zu sein scheint. Das Yogasutra gibt hier einen tiefen und offenen Einblick. Zwar wird die Idee von Gott vorgestellt, Patanjali bewertet diese jedoch nicht. Das Yogasutra stellt die Fragen über die Beschaffenheit des Geistes als universelle Fragen in den Mittelpunkt und zeigt so, dass der Weg des Yoga für jeden Menschen möglich ist.

Die acht Glieder des Yogasutra:

  • Yama - Das richtige Verhalten gegen über der Natur und anderen Menschen
  • Niyama - Der Umgang mit der eigenen alltäglichen Energie
  • Asana - Der Umgang mit dem eigenen Körper
  • Pranayama - Der Umgang mit der Atemenergie
  • Pratyahara - Der Umgang mit den Körpersinnen
  • Dharana - Der Umgang mit der Wahrnehmung
  • Dhyana - Der Umgang mit dem Bewusstsein und
  • Samadhi - Das Erkennen der Zusammenhänge in der Gegenwart


Konzepte des Yogasutra:

Ahimsa bedeutet Verzicht auf Gewalt, wir wählen den Weg der Gewaltlosigkeit, wir lassen uns nicht ein auf etwas, was anderen oder uns selbst schadet. Ahimsa ist das oberste der fünf Yamas und ihm ordnen und fügen sich die folgenden Yamas an - Satya, Asteya, Brahmacharya und Aparigraha.


Eine weitere Idee des Yogasutra ist Avidya, wörtlich: "Wissen das kein richtiges Wissen ist". Wieso bekommen wir immer wieder Schwierigkeiten im Leben und wie können wir sie lösen? Avidya entsteht aus falscher Wahrnehmung und Ansichten, die wir uns von anderen oder uns selbst angeeignet haben. Wenn wir etwas für richtig halten und danach handeln, bis wir feststellen das es doch nicht das Richtige war. Dann können wir erkennen, wieso wir diese Probleme haben und können daran arbeiten, die Situation zu klären.

Wir müssen Avidya an seinen vier Gefühls-Schleiern und intellektuellen Schleiern erkennen:

Das Ergebnis dieser Aktivitäten von Avidya ist ein Gefühl von nicht Glücklichsein, Unzufriedenheit, Verzweiflung oder Angst. Yoga beschränkt Avidya, damit sich wahres Verstehen durchsetzen kann. Nur durch das Durchbrechen dieses Schleiers ist eine klare Sicht auf das Leben und das Höchste möglich.


Ein andere Idee des Yoga Sutra ist Parinama-Vada, wörtlich: "Wandel". Alles, was wir sehen, erfahren, empfinden, träumen, Vorstellungen und Phantasien sind real. Aber die sind ständig im Fluss und wandeln sich ständig. Das einzige was Präsenz - Purusha, Seele - besitzt, ist der ständige Wandel. Aus seiner Mitte heraus können wir sehen, hier ist die Kraft unserer Wahrnehmung, aus der wir sehen können, wie die Dinge wirklich sind.

Grundsätzliche Themen sind Abhyasa, Yogapraxis, Disziplin, mitfühlendes dranbleiben und Vairagya – Hingabe, Gelassenheit.


Entstanden aus von Büchern Desikachar, Sivananda, Sriram, Cornelia Novak und Seminare von SriRam und Sukadev.

Tri Ratna Dharmadhatu