Kleine Navagraha Puja
Kleine Navagraha Puja ist eine gemeinsame Verehrung der neun Grahas: Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus, Saturn sowie Rahu und Ketu. Die Feier richtet sich an Menschen, die die verschiedenen Kräfte und Lebensbedingungen in einer friedlichen inneren Haltung annehmen und ausgleichen möchten. In der kurzen Yoga-Vidya-Fassung werden die neun Gottheiten einzeln begrüßt und anschließend gemeinsam mit Wasser, Blüten, Duft, Licht und Speise verehrt.
Die Anleitung folgt der Yoga Vidya-Praxis in der Sivananda Tradition. Eine mit dem Ablauf vertraute Person übernimmt die Leitung; weitere Teilnehmende können Wasser und Blüten darbringen. Für die gewöhnliche Andacht ist keine feste Tageszeit vorgeschrieben.
Vorbereitung und Materialien
Vor Beginn baden oder duschen, zumindest Hände, Füße und Gesicht waschen und frische, saubere Kleidung anziehen. Den Altar ruhig und sorgfältig vorbereiten. Gemeinsamer Kirtan kann einstimmen. Für die folgenden Darbringungen alles griffbereit anordnen:
- Geeignete Darstellungen, Steine oder wasserfeste Yantras für die neun Grahas, übersichtlich auf einem Tablett angeordnet. Blüten oder Reis möglichst in Rot, Weiß, Gelb sowie dunklen beziehungsweise rauchfarbenen Tönen bereitstellen.
- Ein bis zwei Kerzen oder Öllampen, Feuerzeug und standsichere Unterlagen.
- Ein eigenes Glas mit Trinkwasser und Löffel für die Reinigung sowie eine Schale mit Wasser und Löffel für das rituelle Bad.
- Tablett mit Auffangschale und saubere Tücher zum Trocknen.
- Asche, Sandelholzpaste und Kumkum für das Tilaka.
- Blüten, Blütenblätter oder Reis; nach Möglichkeit eine Blumengirlande oder anderer Schmuck.
- Räucherstäbchen mit Halter sowie Obst oder Süßigkeiten für Prasad.
- Nach Möglichkeit Glocke und Muschelhorn.
Die Hauptfassung verwendet Wasser für das rituelle Bad. Nur Gegenstände übergießen, deren Material dies verträgt. (Eventuell ergänzen: Bei einem empfindlichen Bild ein wasserfestes Symbol davor verwenden.) Die Leitung spricht die Rezitationen und führt die Handlungen aus; eine Assistenz kann Gefäße reichen und darauf achten, dass alle in Ruhe teilnehmen können.
Durchführung
1. Einstimmen und dreimal Om
Die Ritualleitung verneigt sich vor dem Altar. Eine Assistenz kann die Glocke läuten und, wenn vorhanden, das Muschelhorn blasen. Alle singen gemeinsam:
oṃ oṃ oṃ
Übersetzung: Om, der heilige Urklang; dreimal zur Sammlung gesungen.
2. Achamana – innere und äußere Reinigung
Für Achamana mit dem Löffel jeweils eine kleine Menge Trinkwasser in die rechte Hand geben. Die Ritualleitung spricht die folgenden Anrufungen und führt die jeweils beschriebene Handlung aus. Die Geste macht die innere Ausrichtung auch körperlich erfahrbar.
Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.
oṃ keśavāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Keshava.
Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.
oṃ acyutāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Achyuta, dem Unvergänglichen.
Einen kleinen Schluck trinken; danach mit der Hand über den Scheitel, das Sahasrara Chakra, streichen.
oṃ anantāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Ananta, dem Unendlichen.
Wasser in die rechte Hand geben und nach oben und unten sprenkeln.
oṃ govindāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Govinda.
Wasser in die rechte Hand geben und in die vier Himmelsrichtungen sprenkeln.
oṃ nārāyaṇāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Narayana.
Nochmals etwas Wasser in die rechte Hand geben, die Hand über dem Kopf kreisen lassen und anschließend mit den Fingern schnippen. Dazu das Gebet an die heiligen Flüsse sprechen:
oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri namas tubhyaṃ namo namaḥ //
Übersetzung: O Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Verehrung euch, immer wieder Verehrung.
3. Tilaka – die heiligen Zeichen auftragen
Beim Tilaka zuerst mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger der rechten Hand drei Streifen Asche auf die Stirn auftragen:
oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi /
tan no rudraḥ pracodayāt //
Übersetzung: Om. Wir wollen jenes höchste Wesen erkennen und über den großen Gott meditieren. Möge Rudra unseren Geist anregen und erleuchten.
Mit dem rechten Ringfinger etwas Sandelholzpaste zwischen den Augenbrauen auftragen, am Ajna Chakra:
oṃ gandha-dvārāṃ durādharṣāṃ nitya-puṣṭāṃ karīṣiṇīm /
īśvarīṃ sarva-bhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam //
gandhān dhārayāmi
Übersetzung: Ich rufe hier Shri, die Herrin aller Wesen, herbei: durch Duft zugänglich, unüberwindlich, stets genährt und Fruchtbarkeit spendend. Ich trage die duftende Gabe auf.
Mit dem rechten Ringfinger einen Punkt Kumkum auf die Sandelholzpaste setzen:
oṃ aiṃ tripurā-devyai ca vidmahe klīṃ kāmeśvaryai ca dhīmahi /
sauṃ tan naḥ klinne pracodayāt //
Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauṃ verehren wir Tripura Devi und meditieren über Kameshvari. Möge die von göttlicher Liebe erfüllte Göttin unseren Geist anregen. Die Keimsilben sind heilige Laute und werden nicht wie gewöhnliche Wörter übersetzt.
4. Avahana – Gottheiten und Lehrer begrüßen
Zur Avahana die Glocke läuten und zu jeder der folgenden Anrufungen eine Blüte darbringen. Die Anrufung öffnet die Verehrung für die verschiedenen göttlichen Kräfte und die Lehrer der Sivananda Tradition.
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ
Übersetzung: Verehrung Ganesha, dem Herrn der Scharen.
oṃ śaravaṇabhavāya namaḥ
Übersetzung: Verehrung Subrahmanya, dem im Schilfwald Geborenen.
oṃ aiṃ sarasvatyai namaḥ
Übersetzung: Verehrung Saraswati, mit der Keimsilbe aiṃ.
oṃ guṃ gurubhyo namaḥ
Übersetzung: Verehrung den spirituellen Lehrern, mit der Keimsilbe guṃ.
oṃ namo bhagavate śivānandāya
Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Sivananda.
oṃ namo bhagavate viṣṇu-devānandāya
Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Vishnudevananda.
oṃ ādi-śaktyai namaḥ
Übersetzung: Verehrung der ursprünglichen göttlichen Kraft, Adi Shakti.
5. Die Hauptverehrung eröffnen und das Anliegen sammeln
Die neun Gottheiten einzeln auf ihre vorbereiteten Plätze einladen. Zu jeder Anrufung die genannte Reis- oder Blütengabe darbringen. Die Farbzuordnung folgt dieser Yoga-Vidya-Anleitung; sie wird nicht als einheitliche Vorgabe aller Navagraha-Traditionen verstanden.
Surya mit der entsprechenden Darstellung verbinden und rote Gaben darbringen:
oṃ sūryāya namaḥ /
śrī-sūryam āvāhayāmi sthāpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Surya. Ich lade Surya ein und gebe ihm hier einen festen Sitz.
Chandra mit der entsprechenden Darstellung verbinden und weiße Gaben darbringen:
oṃ somāya namaḥ /
śrī-somam āvāhayāmi sthāpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Chandra. Ich lade Chandra ein und gebe ihm hier einen festen Sitz.
Mangala mit der entsprechenden Darstellung verbinden und rote Gaben darbringen:
oṃ bhaumāya namaḥ /
śrī-bhaumam āvāhayāmi sthāpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Mangala. Ich lade Mangala ein und gebe ihm hier einen festen Sitz.
Budha mit der entsprechenden Darstellung verbinden und gelbe Gaben darbringen:
oṃ budhāya namaḥ /
śrī-budham āvāhayāmi sthāpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Budha. Ich lade Budha ein und gebe ihm hier einen festen Sitz.
Brihaspati mit der entsprechenden Darstellung verbinden und gelbe Gaben darbringen:
oṃ bṛhaspataye namaḥ /
śrī-bṛhaspatim āvāhayāmi sthāpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Brihaspati. Ich lade Brihaspati ein und gebe ihm hier einen festen Sitz.
Shukra mit der entsprechenden Darstellung verbinden und weiße Gaben darbringen:
oṃ śukrāya namaḥ /
śrī-śukram āvāhayāmi sthāpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Shukra. Ich lade Shukra ein und gebe ihm hier einen festen Sitz.
Shani mit der entsprechenden Darstellung verbinden und dunkle Gaben darbringen:
oṃ śanaiścarāya namaḥ /
śrī-śanaiścaram āvāhayāmi sthāpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Shani. Ich lade Shani ein und gebe ihm hier einen festen Sitz.
Rahu mit der entsprechenden Darstellung verbinden und dunkle Gaben darbringen:
oṃ rāhave namaḥ /
śrī-rāhum āvāhayāmi sthāpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Rahu. Ich lade Rahu ein und gebe ihm hier einen festen Sitz.
Ketu mit der entsprechenden Darstellung verbinden und rauchfarbene Gaben darbringen:
oṃ ketave namaḥ /
śrī-ketum āvāhayāmi sthāpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Ketu. Ich lade Ketu ein und gebe ihm hier einen festen Sitz.
oṃ asmin nava-graha-maṇḍale āvāhitāḥ sūryādi-nava-grahā devāḥ supratiṣṭhitā varadā bhavantu
Übersetzung: Mögen die hier in diesem Kreis eingeladenen neun Planetengottheiten, beginnend mit Surya, fest gegenwärtig sein und Segen schenken.
Verneigen und ein bis zwei Minuten still meditieren. Das Anliegen als Sankalpa sammeln und die Verehrung dem Frieden widmen.
6. Abhisheka – das rituelle Bad
Bereits dargebrachte Blüten vom Tablett nehmen und auf einen eigenen Platz am Altar legen. Mit dem Löffel Wasser über die wasserfeste Darstellung geben und es in der Schale auffangen. Die Teilnehmenden dürfen nacheinander nach vorn kommen, sich verneigen, einige Löffel darbringen und den nächsten Platz machen. Währenddessen das folgende Mantra wiederholen. Vor Beginn neun, 27 oder 108 Wiederholungen wählen; bei längerer Teilnahme kann weiterrezitiert werden.
oṃ sūryādi-nava-grahebhyo namaḥ
Übersetzung: Verehrung den neun Grahas, beginnend mit der Sonne.
Nach der letzten Darbringung die Darstellung achtsam mit einem sauberen Tuch trocknen und auf das trockene Tablett stellen. Die aufgefangene Flüssigkeit beiseitestellen.
7. Alankara – Zeichen, Blüten und Schmuck
Bei Alankara die gereinigte Darstellung mit den heiligen Zeichen versehen. Asche mit den mittleren drei Fingern auftragen:
oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi /
tan no rudraḥ pracodayāt //
Übersetzung: Om. Wir wollen jenes höchste Wesen erkennen und über den großen Gott meditieren. Möge Rudra unseren Geist anregen und erleuchten.
Sandelholzpaste mit dem Ringfinger auftragen:
oṃ gandha-dvārāṃ durādharṣāṃ nitya-puṣṭāṃ karīṣiṇīm /
īśvarīṃ sarva-bhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam //
gandhān dhārayāmi
Übersetzung: Ich rufe hier Shri, die Herrin aller Wesen, herbei: durch Duft zugänglich, unüberwindlich, stets genährt und Fruchtbarkeit spendend. Ich trage die duftende Gabe auf.
Darauf mit dem Ringfinger einen Kumkum-Punkt setzen. In dieser Stufe der Puja wird gemäß den Einzelanleitungen das folgende Chamunda-Mantra gesprochen:
oṃ aiṃ hrīṃ klīṃ cāmuṇḍāyai vicce namaḥ
Übersetzung: Verehrung der Göttin Chamunda mit den heiligen Mantrasilben aiṃ hrīṃ klīṃ und vicce.
Anschließend die Darstellung mit der Girlande, Blüten und gegebenenfalls einer Mala schmücken. Dazu gemeinsam das folgende Gebet rezitieren. Wenn das Schmücken länger dauert, darf das Hauptmantra weitergesungen werden.
mālyādīni sugandhīni mālaty-ādīni vai devāḥ /
mayāhṛtāni puṣpāṇi pūjārthaṃ pratigṛhyatām //
Übersetzung: O Gottheiten, nehmt die duftenden Girlanden und Blumen, etwa Jasmin, entgegen, die ich für eure Verehrung gebracht habe.
8. Archana – Blüten oder Reis darbringen
Für Archanam eine Blüte, ein Blütenblatt oder etwas Reis mit der rechten Hand zum Herzen führen und dann auf die Darstellung legen. Zu jeder Anrufung eine Gabe darbringen. Die Hauptfassung verwendet neun, 27 oder 108 Wiederholungen des folgenden Mantras; auch die Teilnehmenden können nacheinander ihre Gaben darbringen.
oṃ sūryādi-nava-grahebhyo namaḥ
Übersetzung: Verehrung den neun Grahas, beginnend mit der Sonne.
9. Dhupa – Räucherwerk darbringen
Für Dhupa ein Räucherstäbchen entzünden, im Uhrzeigersinn vor der Darstellung schwenken und in den Halter stellen. Dabei die Glocke läuten.
oṃ sūryādi-nava-grahebhyo devebhyo namaḥ /
dhūpaṃ samarpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Navagraha. Ich bringe Räucherwerk dar.
10. Dipa – Licht darbringen
Für Dipa die brennende Kerze oder Öllampe im Uhrzeigersinn vor der Darstellung schwenken, dazu klingeln und sie anschließend sicher abstellen.
oṃ sūryādi-nava-grahebhyo devebhyo namaḥ /
dīpaṃ samarpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Navagraha. Ich bringe Licht dar.
11. Naivedya – die Speise weihen
Die Schale mit Obst oder Süßigkeiten vor den Altar stellen. Bei Naivedya mit einer Blüte oder der rechten Hand etwas sauberes Wasser im Uhrzeigersinn über die Speise sprenkeln und den Gayatri Mantra dreimal vollständig rezitieren.
oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ /
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi /
dhiyo yo naḥ pracodayāt //
Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar. Möge er unsere Einsicht anregen und erleuchten.
oṃ sūryādi-nava-grahebhyo devebhyo namaḥ /
naivedyaṃ samarpayāmi //
Übersetzung: Verehrung Navagraha. Ich bringe die Speise dar.
Ein oder mehrere Stücke der Speise auf einer eigenen kleinen Schale am Altar darbringen. Die übrige Gabe wird nach der Feier als Prasad geteilt.
12. Arati – die Lichtzeremonie
Alle stehen, soweit dies gut möglich ist. Die Ritualleitung oder eine Assistenz schwenkt die Lampe im Uhrzeigersinn vor dem Altar. Dazu kann die Glocke erklingen und das Muschelhorn geblasen werden. Die folgende Arati-Fassung gemeinsam singen:
karpūra-gauraṃ karuṇāvatāraṃ saṃsāra-sāraṃ bhujagendra-hāram /
sadā vasantaṃ hṛdayāravinde bhavaṃ bhavānī-sahitaṃ namāmi //
Übersetzung: Ich verneige mich vor Shiva, weiß wie Kampfer, Verkörperung des Mitgefühls, Essenz des Daseins, mit dem Schlangenfürsten als Schmuck, stets im Lotus des Herzens gegenwärtig, zusammen mit Bhavani.
Nach dem Gesang mit der rechten Hand dreimal die Lichtkraft zum Altar hin zuwenden. Dann das Licht den Anwesenden reichen. Sie führen die Hände mit Abstand über die Flamme und streichen die empfangene Wärme symbolisch über Kopf oder Gesicht. Die Lampe bleibt dabei unter sicherer Führung.
13. Segenswünsche
Dreimal gemeinsam sprechen:
lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu
Übersetzung: Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
oṃ brahmā murāris tri-purānta-kārī bhānuḥ śaśī bhūmi-suto budhaś ca /
guruś ca śukraḥ śani-rāhu-ketavaḥ sarve grahāḥ śānti-karā bhavantu //
Übersetzung: Brahma, Vishnu als Besieger Muras, Shiva als Zerstörer Tripuras, Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus, Saturn, Rahu und Ketu: Mögen alle Grahas Frieden schenken.
Verneigen und einige Minuten in Meditation sitzen.
oṃ tat sat /
brahmārpaṇam astu //
Übersetzung: Om, Das ist die Wahrheit. Möge alles Brahman dargebracht sein.
Abschluss und Weiterführung
Die geweihten Speisen als Prasad an alle verteilen, Helfenden danken und den Altar gemeinsam ordnen. (Eventuell ergänzen: Blüten kompostieren oder an einem geeigneten Platz dem Garten zurückgeben; Wasser aus einem Bad mit Pulver- oder Materialresten nicht als Trinkwasser verwenden.) Die Bitte um Harmonie im eigenen Verhalten weiterführen: aufmerksam planen, geduldig handeln und auch unter wechselnden Bedingungen freundlich bleiben.
Kleine und große Fassung
Diese kleine Puja bildet eine in sich abgeschlossene Feier. Die Große Navagraha Puja entfaltet die Verehrung mit weiteren Gaben und Gebeten. Die hier verwendete Blütenverehrung durch Wiederholung des Hauptmantras ist eine ausdrücklich zugelassene Form; eine Namensliste ist für diesen Ablauf nicht erforderlich.
Siehe auch
Quellen
- Yoga Vidya Purohita Handbuch, 3. erweiterte Auflage, Januar 2025, Teil 2: Durchführung von allgemeinen Ritualen, Abschnitt „Puja“.
- Navagrahapuja – Kurzform, Yoga Vidya, Einzelanleitung in IAST.
Rezitationen in Devanagari
Die folgenden Texte entsprechen den ausgeschriebenen IAST-Rezitationen der Anleitung. Wiederholungszahlen und gleichzeitige Handlungen stehen beim jeweiligen Ritualschritt. Die Schriftübertragung enthält keine zusätzlichen vedischen Tonzeichen.
Om
ॐ ॐ ॐ
Achamana: Keshava
ॐ केशवाय नमः
Achamana: Achyuta, dem Unvergänglichen
ॐ अच्युताय नमः
Achamana: Ananta, dem Unendlichen
ॐ अनन्ताय नमः
Achamana: Govinda
ॐ गोविन्दाय नमः
Achamana: Narayana
ॐ नारायणाय नमः
Flussgebet
ॐ गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति /
नर्मदे सिन्धु कावेरि नमस् तुभ्यं नमो नमः //
Shiva Gayatri
ॐ तत्पुरुषाय विद्महे महादेवाय धीमहि /
तन् नो रुद्रः प्रचोदयात् //
Sandelholzgebet
ॐ गन्ध-द्वारां दुराधर्षां नित्य-पुष्टां करीषिणीम् /
ईश्वरीं सर्व-भूतानां ताम् इहोपह्वये श्रियम् //
गन्धान् धारयामि
Tripura Gayatri
ॐ ऐं त्रिपुरा-देव्यै च विद्महे क्लीं कामेश्वर्यै च धीमहि /
सौं तन् नः क्लिन्ने प्रचोदयात् //
Anrufung 1
ॐ गं गणपतये नमः
Anrufung 2
ॐ शरवणभवाय नमः
Anrufung 3
ॐ ऐं सरस्वत्यै नमः
Anrufung 4
ॐ गुं गुरुभ्यो नमः
Anrufung 5
ॐ नमो भगवते शिवानन्दाय
Anrufung 6
ॐ नमो भगवते विष्णु-देवानन्दाय
Anrufung 7
ॐ आदि-शक्त्यै नमः
Surya einladen
ॐ सूर्याय नमः /
श्री-सूर्यम् आवाहयामि स्थापयामि //
Chandra einladen
ॐ सोमाय नमः /
श्री-सोमम् आवाहयामि स्थापयामि //
Mangala einladen
ॐ भौमाय नमः /
श्री-भौमम् आवाहयामि स्थापयामि //
Budha einladen
ॐ बुधाय नमः /
श्री-बुधम् आवाहयामि स्थापयामि //
Brihaspati einladen
ॐ बृहस्पतये नमः /
श्री-बृहस्पतिम् आवाहयामि स्थापयामि //
Shukra einladen
ॐ शुक्राय नमः /
श्री-शुक्रम् आवाहयामि स्थापयामि //
Shani einladen
ॐ शनैश्चराय नमः /
श्री-शनैश्चरम् आवाहयामि स्थापयामि //
Rahu einladen
ॐ राहवे नमः /
श्री-राहुम् आवाहयामि स्थापयामि //
Ketu einladen
ॐ केतवे नमः /
श्री-केतुम् आवाहयामि स्थापयामि //
Gemeinsame Begrüßung der Grahas
ॐ अस्मिन् नव-ग्रह-मण्डले आवाहिताः सूर्यादि-नव-ग्रहा देवाः सुप्रतिष्ठिता वरदा भवन्तु
Navagraha beim Bad
ॐ सूर्यादि-नव-ग्रहेभ्यो नमः
Chamunda Mantra
ॐ ऐं ह्रीं क्लीं चामुण्डायै विच्चे नमः
Navagraha – Schmücken
माल्यादीनि सुगन्धीनि मालत्य्-आदीनि वै देवाः /
मयाहृतानि पुष्पाणि पूजार्थं प्रतिगृह्यताम् //
Navagraha – Räucherwerk
ॐ सूर्यादि-नव-ग्रहेभ्यो देवेभ्यो नमः /
धूपं समर्पयामि //
Navagraha – Licht
ॐ सूर्यादि-नव-ग्रहेभ्यो देवेभ्यो नमः /
दीपं समर्पयामि //
Gayatri
ॐ भूर् भुवः स्वः /
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि /
धियो यो नः प्रचोदयात् //
Navagraha – Speisegabe
ॐ सूर्यादि-नव-ग्रहेभ्यो देवेभ्यो नमः /
नैवेद्यं समर्पयामि //
Navagraha – Arati
कर्पूर-गौरं करुणावतारं संसार-सारं भुजगेन्द्र-हारम् /
सदा वसन्तं हृदयारविन्दे भवं भवानी-सहितं नमामि //
Lokah Samastah
लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु
Friedensgebet für die Grahas
ॐ ब्रह्मा मुरारिस् त्रि-पुरान्त-कारी भानुः शशी भूमि-सुतो बुधश् च /
गुरुश् च शुक्रः शनि-राहु-केतवः सर्वे ग्रहाः शान्ति-करा भवन्तु //
Om Tat Sat
ॐ तत् सत् /
ब्रह्मार्पणम् अस्तु //