Partizip Präteritum Aktiv: Unterschied zwischen den Versionen

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:Dr phil Oliver Hahn
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:Tantra benutzt alle Sinne, um durch Achtsamkeits- und Meditationstechniken den Schleier der materiellen Welt zu lüften und hinter allen Erscheinungen reines Bewusstsein - unser wahres Selbst - zu entdecken …  


:Dr phil Oliver Hahn
:Dr phil Oliver Hahn

Version vom 30. Dezember 2025, 16:27 Uhr

Sarasvati

Das Partizip Präteritum Aktiv (kurz: PPA) ist ein Partizip (Verbaladjektiv) der Vergangenheit (Präteritum), das in aktiver Bedeutung gebraucht wird.

Bedeutung und Verwendung

Das Partizip Präteritum Aktiv entspricht in seiner Bedeutung weitestgehend dem deutschen Partizip 2 ("getanzt, gesungen, gelacht" usw.), bezeichnet also etwas Vergangenes und Abgeschlossenes. Es wird im Sanskrit ausschließlich in der aktiven Konstruktion (Kartari Prayoga) verwendet.

Bildung

Das Partizip Präteritum Aktiv wird direkt vom Partizip Präteritum Passiv (PPP) abgeleitet, indem an dieses das Suffix (Pratyaya) -vat tritt:

Das so entstandene Partizip Präteritum Aktiv folgt bei männlichen und sächlichen Substantiven der Deklination der Nominalstämme auf -at (wie Jagat oder Mahat, eine vollständige Übersicht hierzu gibt es unter Partizip Präsens). Die weiblichen Formen (Femininum) des Partizip Präsens Aktiv (z. B.: śrutavatī Nom. Sg. f.) folgen der Deklination der Nominalstämme auf (wie Devi oder Nadi).

Syntax und Beispielsätze

Das Partizip Präteritum Aktiv (PPA) nimmt wie ein Adjektiv (Visheshana) Fall (Kasus), Zahl (Numerus) und Geschlecht (Genus) des Substantivs an, auf das es sich bezieht. Es bezeichnet das logische Subjekt bzw. den Agens (Kartri) der Handlung und steht daher in der aktiven Konstruktion (Kartari Prayoga) im Nominativ (Prathama). Das logische Objekt (Karman) der Handlung steht dann im Akkusativ (Dvitiya).

Hier folgen drei Beispiele zur Verdeutlichung der grammatischen Übereinstimmung (Kongruenz) von Substantiv und PPA:

  • puruṣaḥ (Nom. Sg. m.) śabdaṃ (Akk.) śrutavān (Nom. Sg. m.) "Der Mann (Purusha) hat den Klang (Shabda) gehört."
  • mitraṃ (Nom. Sg. n.) śabdaṃ (Akk.) śrutavat (Nom. Sg. t.) "Der Freund (Mitra) hat den Klang (Shabda) gehört."
  • kanyā (Nom. Sg. f.) śabdaṃ (Akk.) śrutavatī (Nom. Sg. f.) "Das Mädchen (Kanya) hat den Klang (Shabda) gehört."


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