Weg zur Gelassenheit

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Weg zur Gelassenheit - Zusammenfassung eines Vortrags von Sukadev Bretz auf dem Yogafestival Berlin 2014.

Gelassenheit ist der Schlüssel auf dem Weg zur Zufriedenheit. Im Alltag ergeben sich Herausforderungen, die unseren Geistzustand verändern. Die Fähigkeit der Anpassung an äußere Veränderungen in Gleichmut nennen wir Gelassenheit. Wie entwickeln wir Gelassenheit als Voraussetzung auch für körperliche Gesundheit. Sukadev Bretz, Yogameister aus Bad Meinberg, referierte zum Thema Gelassenheit anlässlich des Berliner Yogafestivals 2014.

Den Alltag erleben viele Menschen als Herausforderung. Kommen innere oder äußere Zwänge hinzu, entwickeln sich geistige Anspannungen, die als Stress erlebt werden. Schmerzhafte Prozesse wie Krankheit und Trennungen begleiten unser Leben. Oft fühlen wir dann Antriebslosigkeit und eine Lustlosigkeit.

Yoga als Übungssystem unterstützt den Prozess der Heilung und das Gefühl der Gelassenheit.

Auf dem Yogafestival in Berlin wurde das Thema von Sukadev Bretz anhand von 7 Prinzipien referiert. Es handelt sich hierbei um verschiedene Wege.

  1. Im ersten Punkt geht er auf Brahman ein – der höchsten Wirklichkeit. Eine Herangehensweise, die logisch und plausibel wirkt. In allem steht Brahman. Alles was uns begegnet ist Brahman im weiteren Kontext oder Liebe.
  2. Das 2. Prinzip ist Maya – die Täuschung. Wir sehen die Welt in Bilder, nehmen mit unseren Indriyas Wärme, Gerüche und Geräusche war. Die Natur lenkt uns und bestimmt die KonstitutionVata, Pitta und Kapha. Der Pitta-Mensch möchte die Welt einreißen und sprüht vor Energie. Im Vata-Typ ist der Luftanteil vorherrschend und auch die Gedanken und Ideen bewegen sich in einer Schnelligkeit. Die Welt erscheint uns im Farben und Formen – eine Täuschung oder auch Maya genannt. Wird diese These uns bewusst, können wir Gelassenheit entwickeln in den Verstrickungen von Maya.
  3. Im 3. Prinzip kommt Duhkha zum Ausdruck. Wir erfahren das Leben leidvoll in Form von Krankheit und Tod. Mit der Geburt wird uns ein Erdenleben angeboten, dass auch schmerzvolle Seiten hat. Gehen wir in die Analyse oder Selbststudium können wir die Ursachen von Leid feststellen. Durch Beobachtung und liebevollen Umgang mit allen unseren Ebenen – Körper, Verstand und Geist können wir schmerzhafte Erfahrungen mildern.
  4. Das 4. Prinzip ist MokshaBefreiung von den dem körperlichen Leben. Jeder wird diese Befreiung irgendwann erleben mit einem bewussten gottverbundenem Leben. Bis wir Moksha erreichen müssen wir einige Lektionen lernen und Karma abarbeiten. Yoga unterstützt den Weg.
  5. Abhyasa – Praktizieren. Nehmen wir das Leben als Schule an. Es zeigt uns Grenzen und Möglichkeiten der Entwicklung. Ein tägliches Sadhana unterstützt den Entwicklungsprozess körperlich, geistig und seelisch. Sivananda orientiert auf 20 Minuten Hatha-Yoga. Zeitiges Aufstehen gehört zu den Notwendigkeiten wie Satsang und Studium religiöser Schriften.
  6. Mit Karma, dem 6. Prinzip arbeiten wir unsere Aufgaben (Bestimmung) ab. Eine Art Gericht, die Gott lenkt. Viele erkennen ihre Berufung nicht, die von der Seele ausgeht. Es sind Menschen, die in Depressionen kommen, Unfälle haben und andere Zeichen, die erkannt werden müssen.
  7. Kripa, die Gnade Gottes bestimmt letztendlich den Weg, die spirituellen Früchte und auch das Gefühl der Gelassenheit.


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