Verwirren

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Verwirren bedeutet etwas in Ordnung bringen, etwas durcheinander bringen. z.B. kann eine Katze ein Wollknäuel verwirren. Verwirren kann auch bedeuten, jemanden durcheinander bringen, jemanden unsicher machen, jemanden irremachen. Das Wort Verwirren kommt vom althochdeutschen firwerran, beunruhigen, verwirren und ist schon seit 1000 n.Chr. belegt. Verwirren bedeutet, dass man etwas oder jemand aus einer schönen Ordnung herauskommt. Angenommen, man hat eine feste Überzeugung erlangt. Dann kommen Ereignisse, die dieser Überzeugung widersprechen.

Dann gerät man in Verwirren. Oder man hat sich etwas fest vorgenommen und gehofft, dass das Ausführen einer bestimmten Handlung bestimmte Ergebnisse bringt oder dass jemand das gut findet was man macht. Dann kann es sein, dass jemand Äußerungen tätigt, die das in Frage stellen und was einen in Verwirrung bringt. Das Leben ist oft so, dass es einen ziemlich verwirren kann. Auch auf dem spirituellen Weg kann man immer wieder verwirrt werden. Denn es gibt so viele Schriften, so viele Bücher, so viele Empfehlungen. Diese können sich auch widersprechen.

So weiß man manchmal nicht, was man wirklich tun soll. Manchmal hilft es jemanden zu haben, den man fragen kann, z.B. einen spirituellen Begleiter, einen Lehrer, einen Guru. Manchmal muss man aber auch in einem Zustand der Verwirrung leben lernen, trotzdem zu praktizieren und darauf vertrauen, dass sich alles schrittweise arrangieren wird. Ein vorübergehender Zustand der Verwirrtheit kann sehr heilsam sein und großes Wachstumspotential in sich bergen.

Meditation hilft bei Verwirren

Die Schriften können verwirren

Es wird immer wieder empfohlen, lies die Schriften und ich empfehle es auch. Aber es gibt so viele verschiedene Schriften und Schriften können auch verwirren. In manchen der Schriften stehen Dinge, von denen du annehmen würdest, so was sollte in den Schriften nicht stehen. Wenn du jemals die Bibel vollständig gelesen hast, dann wirst du manchmal verwirrt sein. Was im Alten Testament zum Teil steht, dort kannst du sagen wie ist so was möglich. Und auch manche Passagen im Neuen Testament auch manche Aussagen von Paulus. Kannst du sagen „was soll das“. Und manches wiederspricht sich auch. Es gibt Verse im Neuen Testament, wo man sagt „ja, da steht die Reinkarnationslehre beschrieben“. Es gibt andere Verse, da scheint sich Jesus klar gegen die Reinkarnation zu wenden.

Was ist da jetzt richtig? Wenn du z.B. die Bhagavand gita liest, sagt Krishna an der einen Stelle die eine Sache und er sagt an der anderen Stelle etwas anderes. Und dann gibt es auch Sachen, wo du sagen würdest, das wiederspricht, wie du Ethik heute siehst. Was gilt? Schriften können verwirren. Man sollte sich an die Schriften halten, so sagt Shankaracharya aber man muss sie auch analysieren und überlegen. Zunächst muss man überlegen, was in den Schriften ist wirklich spirituelle Lehre und was sind die Gebräuche der Zeit.

Angenommen du würdest die Mahabharata lesen, da wirst du eine Menge finden, wo du sagst, heute ist das nicht mehr von Relevanz. Heute leben wir etwas anders. Vielleicht würdest du auch sagen glücklicherweise oder du würdest vielleicht sagen bedauerlicherweise. Dann wirst du aber feststellen, es gibt eine ganze Menge, was ewige spirituelle Wahrheiten sind, die auch heute noch gelten. Dann musst du schauen, auch ewige spirituelle Wahrheiten können sich auch manchmal wiedersprechen. Dann musst du abwägen, was ist in meiner Lebenssituation jetzt gültig.

Im Allgemeinen ist es gut, einen Lehrer zu haben, der dich lehren kann. Insbesondere am Anfang oder in der Mitte des Weges, der dir zeigen kann, wie du die Schriften verstehen kannst. Oft ist es hilfreich einen Kommentar einer Schrift zu lesen, von jemandem von dem du annimmst, er weiß einiges. Vielleicht sogar von einem verwirklichten Meister, dessen Leben du etwas kennst oder über dessen Leben du viel gelesen hast. Wo du weißt, der scheint die Erleuchtung gehabt zu haben. Wenn er die Erleuchtung gehabt hat, dann wird auch sein Kommentar aus der Erleuchtung heraus stammen. Dann wird der Meister mit seinem Kommentar die Schriften etwas entwirren.

Wenn du über das Mittelstufen Niveau herausgekommen bist, dann kannst du selbst diese Fragen stellen im Umgang mit den Schriften. Was sind die ewigen Wahrheiten und was ist einfach nur aus der Zeit heraus erklärbar. Was davon ist jetzt für dich anwendbar und was ist das, was du aus den Schriften als Inspiration bekommst, wo du jetzt wirklich dran arbeiten solltest.

Verwirren in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Verwirren gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Verwirren - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Verwirren sind zum Beispiel Dumpfheit, Verstörtheit, Benommenheit, Betäubtheit, Desorganisiertheit, Durcheinander, Getrübtheit, Bestürztheit, Überwältigung, Aufgewühltheit, Entsetztheit, Irrsinnigkeit, Ergriffenheit, Vielfältigkeit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Verwirren - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Verwirren sind zum Beispiel Klarheit, Friedlichkeit, Selbstbeherrschung, Heiterkeit, Ruhe, Ungestörtheit, Sorglosigkeit, Ausgewogenheit, Unerschütterlichkeit, Unaufgeregtheit, Gelassenheit, Sorglosigkeit, . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Verwirren, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Verwirren, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Verwirren stehen:

Eigenschaftsgruppe

Verwirren kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Verwirren sind zum Beispiel das Adjektiv verwirrt, das Verb verwirrten, sowie das Substantiv Verwirrter.

Wer Verwirren hat, der ist verwirrt beziehungsweise ein Verwirrter.

Siehe auch

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