Ratri

Aus Yogawiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ratri (Sanskrit: रात्रि rātri u. रात्री rātrī f.) Nacht. Ratri ist ein Sanskritwort und bedeutet Nacht. Es gibt z.B. Shivaratri, die Heilige Nacht des Shiva. Bekannt ist auch Navaratri, das Fest der Neun Nächte zur Verehrung der Göttlichen Mutter, der Devi. Die Polarität Tag und Nacht wird auch im Yoga immer wieder als Symbol für den Rhythmus des Lebens genommen.

Shiva in Meditation - Gemälde von Michael Ball im Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg

Ratri ist auch eine vedische Göttin, die mit der Nacht in Zusammenhang gebracht wird. Sie wird als die Gegenwart der Kraft angesehen.

Sukadev über Ratri

Niederschrift eines Vortragsvideos (2015) von Sukadev über Ratri

Ratri heißt Nacht. Ratri – Nacht. Es gibt Tag und es gibt Nacht. Vielleicht kennst du Shivaratri, die Heilige Nacht des Shiva. Oder Navaratri, die neun Nächte, insbesondere die neun Nächte zur Verehrung der göttlichen Mutter, meist im September oder Oktober. Also, Ratri – Nacht.

Die Nacht ist auch besonders geeignet für Meditation. Krishna sagt in der Bhagavad Gita: "Für einen Weisen ist das Nacht, was für den anderen Tag ist, und was für den anderen Tag ist, ist für den Weisen Nacht.“ Das heißt nicht, dass du die ganze Nacht aufbleiben solltest, auch wenn es mal gut ist, z.B. an Shivaratri, die ganze Nacht aufzubleiben, oder bei Krishna Janmashtami, Krishna Jayanti, der Geburtstagsfeier von Krishna, bis Mitternacht aufzubleiben, oder auch an Weihnachten, am 24., bis nach Mitternacht aufzubleiben.

Aber allgemein ist gut, entweder die frühen Morgenstunden für spirituelle Praktiken zu verwenden, so genannte Brahma Muhurta, letzter Teil der Nacht, oder auch spät abends für Meditation zu verwenden. Da ist der Geist typischerweise etwas ruhiger, die Schwingung ist ruhiger. Also, Ratri heißt Nacht.

Mehr über Ratri oder auch über Shivaratri, Navaratri findest du auf unseren Internetseiten, auf Yoga Vidya. Dort kannst du den Suchbegriff eingeben, "Ratri“ oder "Navaratri“, "Shivaratri“, dann findest du mehr Informationen über die Nacht als spirituelles Prinzip, wie auch wie du Shivaratri und Navaratri feiern kannst, zelebrieren kannst und du findest natürlich auch die Daten für Navaratri und Shivaratri.

Die Göttin Ratri

Nacht Hund Mond Baum.jpg

Die Göttin Ratri wird für Sicherheit und Behaglichkeit in der Nacht verehrt. Allerdings wurden ihre körperliche Merkmale an sich in keinem Text erwähnt. Manchmal wurde sie als schöne Magd beschrieben. Ihre Schwester ist die Göttin Usha, oder die Dämmerung. Sie wird als unsterblich angesehen, und wird dafür gepriesen, dass sie Licht in der Dunkelheit bringt. Sie wird als ein wohlwollendes Wesen angesehen. Sie wird ebenfalls gepriesen dafür, dass sie allen Geschöpfen Ruhe und Lebenskraft gibt.

Ratri wird als eine der uralten vedischen Gottheiten betrachtet, die bereits vor dem hinduistischen Pantheon existierte. Sie wird angerufen, um Menschen vor den Gefahren der Nacht zu beschützen. Sie wird verehrt, um Wölfe fern zu halten, zum Schutz gegen Diebe sowie gegen alle anderen Schäden.

Allerdings beziehen sich einige Texte in einer negativen Form auf sie. Sie wird manchmal mit Dingen in Verbindung gebracht, die Menschen ungünstig sind. Im Rig Veda wird sie erwähnt als von Lord Agni fortgejagt. Ratri wird im Vergleich zu ihrer Schwester, der Göttin Usha, als finster und unfruchtbar angesehen. Ratri gilt als Wächterin der Nacht. Sie ist gütig und feindselig zugleich. Die Erwähnung im Rig Veda ist immer im Zusammenhang mit ihrer Schwester Usha. Zusammen sind sie als Mütter des ewigen Gesetzes bekannt und auch als Weberinnen der Zeit. Sie verkörpern das stabile, rhythmische Muster des Universums, in dem Dunkelheit und Licht sich gegenseitig folgen. Sie stellen die Beständigkeit der erschaffenen Ordnung dar.

Die Göttin Ratri besitzt die üblichen Eigenschaften der Hindu Gottheiten, wie übermenschliche Kraft, Langlebigkeit, Unverletzbarkeit und einige mystische Kräfte. Sie wird als Hüterin von Gesetz und Ordnung angesehen. Sie lagert den Morgentau. Sie weist auch einen düsteren Aspekt auf als diejenige, die Schwermut und Unfruchtbarkeit bringt.

Verschiedene Schreibweisen für Ratri

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Ratri auf Devanagari wird geschrieben "रात्री ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen "rātrī", in der Harvard-Kyoto Umschrift "rAtrI", in der Velthuis Transkription "raatrii", in der modernen Internet Itrans Transkription "rAtrI".

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Seminare

Jnana Yoga, Philosophie Jnana Yoga, Philosophie

08.03.2019 - 10.03.2019 - Der spirituelle Weg
Der spirituelle Weg führt vom Relativen zum Absoluten, vom Individuellen zum Kosmischen, von der Getrenntheit zur Einheit. Dieses Yoga Seminar gibt dir das nötige Wissen, um diesen wunderbaren sp…
Ananda Schaak,
08.03.2019 - 10.03.2019 - Der spirituelle Weg
Der spirituelle Weg führt vom Relativen zum Absoluten, vom Individuellen zum Kosmischen, von der Getrenntheit zur Einheit. Dieses Yoga Seminar gibt dir das nötige Wissen, um diesen wunderbaren sp…
Swami Divyananda,

Indische Schriften

08.03.2019 - 10.03.2019 - Raja Yoga 2
Die Yoga Sutras von Patanjali sind die Grundlage des Raja Yoga. In diesem Raja Yoga Seminar behandeln wir das 2. Kapitel der Yoga Sutras von Pantanjali. Darin geht es um Sadhana, die spirituelle Pr…
Rama Schwab,Mohini Christine Wiume,
08.03.2019 - 10.03.2019 - Yoga Sutra Meditation
Die Yoga Sutra Meditation ist ein authentischer Leitfaden, der über unmittelbar nachvollziehbare und anwendbare Stufen zu einer Erweiterung der Selbstwahrnehmung und somit des Bewusstseins führt.…
Erkan Batmaz,