Punarvivaha – eine bestehende Verbindung vor dem heiligen Feuer bekräftigen
Punarvivaha – eine bestehende Verbindung vor dem heiligen Feuer bekräftigen gibt einem Paar, das bereits aus eigener gegenseitiger Zuneigung zusammengefunden hat, eine feierliche Bekräftigung seiner Verbindung. Beide ehren einander mit Girlanden und Gewändern, sprechen ihre Treue aus, reichen sich die Hände und gehen sieben gemeinsame Schritte. Das Feuer bezeugt ihre Bereitschaft, Verantwortung, Lebensunterhalt und Freude miteinander zu teilen.
Diese Punarudvaha-Fassung folgt dem Sangopanga Vivaha Prayoga von Sri Rama Ramanuja Achari. Der Abschnitt stellt die nachgeholte sakramentale Bekräftigung einer Gandharva-Verbindung in den Mittelpunkt; er ist kein allgemeines Hochzeitsjubiläum. Hier wird die ausdrücklich angebotene Fassung ohne Kinderwunschgebet und mit Ringtausch gewählt. Die besonderen Zusatzverse für eine verwitwete Braut oder für Kinder des Mannes aus früherer Ehe werden dadurch nicht zu notwendigen Teilen dieser Hauptfassung.
Eine mit der vedischen Hochzeitsordnung vertraute Leitung führt das Paar an einem vereinbarten günstigen Termin in einem geeigneten Feierplatz mit sicherer Feuerstelle. Zu Beginn sitzen beide nach Osten, die Frau rechts vom Mann. Die traditionellen Rollenanreden der Quelle bleiben im Ablauf erkennbar. Die allgemeinen Hausvorbereitungen werden hier ausdrücklich mit dem puranischen Handbuch desselben Autors ausgeschrieben; die besondere Hochzeits- und Feuerabschlussfolge bleibt die des Punarvivaha-Abschnitts.
Vorbereitung
Eine mit diesen Hausriten vertraute Ritualleitung führt die Rezitation; die Familie beteiligt sich an den Antworten und Gaben. Für den Nandimukha-Ritus werden zwei Brahmanen eingeladen und Lebensmittel beziehungsweise Wertgaben für zwei Mahlzeiten vorbereitet: Reis, Linsen, Gemüse, unraffinierter Zucker, Betel und eine Geldgabe. Die Leitung darf einer der beiden Empfänger sein.
Am sauberen Hausaltar stehen ein Ganesha-Bild, Lampe mit Docht und Ghee (bzw. Pflanzenöl), Zündmittel, wenig Räucherwerk, ein Kalasha auf Reis, frische Blätter, Blumen, Akshata, Sandelpaste, Kumkuma, Kusha und ein Pavitra-Ring. Halte frisches Trinkwasser mit Löffel, mehrere Auffangschalen, für alle Darbringungen getrennte Portionen vegetarischer Speise, Früchte, Betelblatt und Betelnuss sowie eine abschließende Dakshina mit Frucht bereit. Pflanzenöl ist eine heutige Praxisalternative. Trinkwasser und Speise bleiben vom aufgefangenen Ritualwasser getrennt.
Die Ritualleitung bereitet die Orts- und Kalenderangaben des Sankalpa vor: Richtung von Meru beziehungsweise dem Himalaya, Land, Ort, Jahresname, Sonnenhalbjahr, Jahreszeit, Monat, Mondhälfte, Mondtag, Wochentag und Tagesnakshatra. Unbekannte Angaben werden vor der Feier geklärt. Die Wasserweihe verwendet die zweite Svasti-Fassung des Handbuchs.
Für das Homa stehen ein Kupfer-Kunda auf feuerfester Unterlage, trockenes unbehandeltes Holz, Reis- oder Weizenmehl, Kusha, Zünddocht, zwei Opferlöffel (Sruk und Sruva), Ghee (bzw. Pflanzenöl), ein Pranita-Wassergefäß östlich des Feuers und ein Sprenggefäß rechts der Leitung bereit. Blüten und Akshata werden für die Richtungen zurückgelegt. Für die Purnahuti bleiben eine kleine Fruchtportion, eine Blüte und etwas Ghee (bzw. Pflanzenöl) zurück. Eine erfahrene erwachsene Person betreut das Feuer an einem geeigneten gut belüfteten Platz und sorgt für sichere Löschmittel und das vollständige Erkalten.
Hinzu kommen zwei Girlanden, je ein Satz Gewänder als Geschenk aneinander, zwei Ringe, Kumkuma oder Sindur, ein fest liegender flacher Mahlstein nördlich des Feuers, gekochter vegetarischer Reis für vier Schlussgaben und kleine Blüten-/Fruchtgaben für die volle Opfergabe. Für die sieben Schritte wird ein stolperfreier Weg nach Osten oder Westen vorbereitet. Beide müssen am Feuer genügend Abstand und Bewegungsfreiheit haben. Die Personennamen und Gotras werden vor Beginn mit der Ritualleitung richtig eingesetzt.
Ablauf
1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen
Die ausführende erwachsene Person sitzt nach Osten. Mit dem Löffel in der linken Hand gibt sie dreimal ein wenig frisches Trinkwasser in die rechte Handfläche und nimmt von deren Ansatz je einen kleinen Schluck, zu jedem Namen einen. Danach Hände reinigen.
oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||
Bedeutung: Om. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren. Verehrung Ananta, dem Unendlichen. Verehrung Govinda, dem göttlichen Beschützer.
2. Pavitra anlegen
Lege den vorbereiteten Ring aus Kusha-Gras an den rechten Ringfinger. Er erinnert daran, Hände und Herz dem Heiligen zuzuwenden.
pūtā brahma pavitreṇa pūta sūryasya raśmibhiḥ |
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ ||
Bedeutung: Rein durch Brahmas Heiligkeit, rein durch die Strahlen der Sonne: Das Wasser aller heiligen Stätten ist segensreich und läuternd, Ursprung der Reinigung.
3. Das Licht entzünden
Entzünde den Docht der vorbereiteten Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl). Sie steht auf einer festen Unterlage am Altar. Sammle dich in ihrem Licht.
jyotir rūpam arūpañca vadanti muni puṅgavāḥ |
jyotir madhye sthito devo brahma jyotir namo’stu te ||
Bedeutung: Die großen Weisen nennen Dich Lichtgestalt und gestaltlos. Im Licht ist die göttliche Gegenwart: Verehrung Dir, dem Licht Brahmans.
4. Die Lehrer ehren
Falte die Hände. Erinnere dich an die Lehrer, die Eltern und an alle, durch die heiliges Wissen und Liebe in dein Leben kamen.
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
akhaṇḍamaṇḍalākāraṃ vyāptaṃ yena carācaram |
tatpadaṃ darśitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||
ajñānatimirāndhasya jñānāñjanaśalākayā |
cakṣur unmīlitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||
Bedeutung: Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara, unmittelbar das höchste Brahman; diesem ehrwürdigen Guru sei Verehrung. Verehrung dem Guru, der jene Wirklichkeit gezeigt hat, die als ungeteiltes Ganzes alles Bewegliche und Unbewegliche durchdringt. Verehrung dem Guru, der das vom Dunkel des Nichtwissens verschlossene Auge mit dem Salbstift der Erkenntnis geöffnet hat.
5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden
Sprich die vier Friedensverse. Denke dabei an das Paar, die Familie und alle Wesen. Die folgende Segensfeier ruht in diesem weiten Herzen.
śṛṇuyām sthirair aṅgair bhadraṃ karṇaiśca dṛṣṭibhiḥ |
bhadraṃ paśyema yad deva hitam āyur vyaśemahi ||
indro vṛddhaśravās tārkṣyo’riṣṭanemir bṛhaspatiḥ |
dadhātu svasti naḥ pūṣā viśvadevāśca svasti naḥ ||
viśvataḥ kratavo bhadrā āyantvāno vṛdhe yathā |
dive dive rakṣitāra āsan devā hi nityaśaḥ ||
viśvāni deva savitur duritāni parā suva |
subhaktyā praṇatānāṃ tu yad bhadraṃ tannaḥ āsuva ||
Bedeutung: Mögen wir mit festen Gliedern und offenen Sinnen Gutes hören und sehen und das uns göttlich bestimmte Leben erfüllen. Mögen Indra, Tarkshya Arishtanemi, Brihaspati, Pushan und alle Götter uns Wohlergehen geben. Mögen förderliche Gedanken aus allen Richtungen kommen; mögen die Götter uns Tag für Tag behüten. Göttlicher Savitar, führe Bedrängendes fort und schenke Deinen in Bhakti verneigten Verehrern das Gute.
6. Den Augenblick Gott anvertrauen
Bleibe mit gefalteten Händen sitzen und vergegenwärtige dir Lakshmi-Narayana.
tadeva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tāra balaṃ candra balaṃ tad eva |
vidyā balaṃ daiva balaṃ tad eva lakṣmīpate te aṅghriyugaṃ smarāmi ||
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
Bedeutung: Das ist der günstige Augenblick, der gesegnete Tag, die Kraft der Sterne und des Mondes, die Kraft des Wissens und göttlicher Führung: Herr der Lakshmi, ich denke an Deine beiden Füße. Zur Befriedung aller Hindernisse betrachten wir den weißgewandeten, mondhellen, vierarmigen Herrn mit gütigem Gesicht.
7. Sankalpa – das Anliegen aussprechen
Die hauptverantwortliche Person hält Blüten und Akshata in der rechten, von der linken gestützten Hand, spricht die vorbereiteten Orts- und Zeitangaben und das Anliegen; danach legt sie die Gaben vor den Altar.
hariḥ oṃtat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adye śrī bhagavato mahāpuruṣasya śrī viṣṇoḥ ājñayā pravartamānasya ādya brahmaṇaḥ dvitīya parārdhe śrī śveta varāha kalpe vaivasvata manvantare aṣṭāviṃśatīttame kali yuge kali yugasya prathama pāde jāmbudvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya varṣe hiraṇmaya deśe {Land} deśe {Ort} mahā nagari antargate vyavahārikānāṃ prabhavādi ṣaṣṭhi saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahresname} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara yuktāyāṃ {Tagesnakshatra} nakṣatra yuktāyām śrī viṣṇu yoge śrī viṣṇu karaṇe śubha yoga śubha karaṇe sakala graha guṇa viśeṣaṇa visiṣṭhāyām asyāṃ śubha tithau |
mama upātta samasta duritakṣaya dvārā śrī parameśvara prītyārthaṃ {Gotra_des_Mannes} gotrasya {Name_des_Mannes} nāmnā varasya {Gotra_der_Frau} gotrasya {Name_der_Frau} nāmnīḥ bhāminī deva agni guru brāhmaṇāḥ vaiṣṇavāḥ parivāra sannidhau agnyādi sākṣatayā saha dampatyoḥ praśasta gṛhasthāśrame dharma artha kāma ācaraṇāya sakala maṅgala prāptyarthaṃ punarudvāha saṃskāraṃ kariṣye ||
Bedeutung: Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda sei gepriesen. Unter Vishnus Führung, im genannten kosmischen Zeitalter, Land und Ort, Jahr, Sonnenhalbjahr, Jahreszeit, Monat, Mondhälfte, Mondtag, Wochentag und Mondgestirn, zu diesem gesegneten Zeitpunkt: Zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich für das genannte Paar vor Gottheiten, Feuer, Lehrern, Brahmanen, Verehrern und Familie den Punarudvaha-Samskara: zur gemeinsamen Verwirklichung von Dharma, Lebensunterhalt und Freude im Hausstand und zur Erlangung alles Guten.
8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen
Kündige die Ganesha-Verehrung und die Weihe von Menschen, Raum und Geräten an.
tad aṅgatvena nirvighnena parisampātyartham ādau vighneśvara pūjāṃ kariṣye |
tad aṅgatvena antaḥkaraṇa śuddhyarthaṃ śarīra śuddhyarthaṃ gṛha maṇḍapa śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa śuddhyarthaṃ svastipuṇyāha vācanaṃ kariṣye ||
Bedeutung: Als Glied dieses Ritus verehre ich zuerst Vighneshvara, damit alles ohne Hindernisse zur Vollendung komme. Zur Reinigung des inneren Wesens, des Körpers, des Hauses, des Feierplatzes und aller Geräte vollziehe ich die heilige Segens- und Wasserweihe.
9. Ganesha betrachten und einladen
Forme vor dem Herzen die Kurma-Mudra, die Schildkrötengeste: Berühre mit dem rechten kleinen Finger den linken Zeigefinger und mit dem linken Daumen den rechten Zeigefinger. Richte den rechten Daumen auf. Lege linken Mittel-, Ring- und kleinen Finger auf den Rücken der rechten Hand; führe rechten Mittel- und Ringfinger nach unten an die Stelle zwischen linkem Daumen und Zeigefinger. Wölbe die rechte Hand wie einen Schildkrötenrücken und trage darauf eine Blüte. Betrachte Ganesha mit einem Stoßzahn, großen Ohren, Fangleine und Führungsstachel; lege die Blüte an den Fuß seines Bildes. Gib danach Sandelpaste, Akshata und eine weitere Blüte dar.
gajānanaṃ bhūtagaṇādi sevitaṃ kapittha jambu phalasāra bhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvara pādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhi vināyakam ||
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich verneige mich vor den Lotusfüßen Vighneshvaras, Umas elefantengesichtigem Sohn, dem die Scharen der Wesen dienen, der Kapittha- und Jambu-Früchte genießt und Kummer hinwegnimmt. Wir betrachten den göttlichen Siddhi Vinayaka mit einem Stoßzahn, fächerartigen Ohren, Elefantengesicht und großem Bauch, mit Fangleine und Führungsstachel. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Verehrung dem großen Ganapati. Ich betrachte Dich, lade Dich ein, gebe Dir hier einen Sitz und bringe Duft, ungebrochenen Reis und Blüten dar.
10. Ganesha – Sitz
Lege einige Akshata vor das Bild beziehungsweise an den Fuß des Gefäßes.
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe Ganesha einen Sitz dar.
11. Ganesha – Ehrenwasser
Gib einen Löffel Wasser in die gesonderte Auffangschale.
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe Ganesha Ehrenwasser dar.
12. Ganesha – Fußwasser
Gib Wasser an den symbolischen Fuß des Bildes oder in die Auffangschale.
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe Ganesha Wasser für die Füße dar.
13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung
Gib einen Löffel Wasser in die Schale.
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | ācamanaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe Ganesha Wasser zur Mundreinigung dar.
14. Ganesha – Bad
Benetze mit einer Blüte die wasserfeste Murti oder die Außenseite des Gefäßes; ein Papierbild bleibt trocken.
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe Ganesha ein Bad dar.
15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden
Lege Akshata als die im Handbuch vorgesehene stellvertretende Gabe für Gewand und Faden dar.
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe Ganesha ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.
16. Ganesha – Duft
Lege etwas Sandelpaste auf einen dafür geeigneten Teil der Murti oder an den Gefäßfuß.
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe Ganesha Duft dar.
17. Ganesha – Kumkuma
Lege eine kleine Gabe des roten Pulvers auf den Gabenteller.
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | kuṅkumaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe Ganesha Kumkuma dar.
18. Ganeshas achtzehn Namen
Bringe zu jedem Namen eine Blüte oder einige Akshata dar.
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |
Bedeutung: 1. Verehrung dem Schöngesichtigen. 2. Verehrung dem Einstoßzahnigen. 3. Verehrung dem Gelbbraunen. 4. Verehrung dem Elefantenohrigen. 5. Verehrung dem Großbäuchigen. 6. Verehrung dem Außergewöhnlichen. 7. Verehrung dem König der Hindernisse. 8. Verehrung dem Führenden. 9. Verehrung dem mit rauchfarbenem Banner. 10. Verehrung dem Herrn der Scharen. 11. Verehrung dem mit jungem Mond. 12. Verehrung dem Elefantengesichtigen. 13. Verehrung dem mit gebogenem Rüssel. 14. Verehrung dem mit fächerartigen Ohren. 15. Verehrung Heramba, dem Beschützer. 16. Verehrung Skandas älterem Bruder. 17. Verehrung dem Vollendung schenkenden Vinayaka. 18. Verehrung dem Herrn der Hindernisse.
19. Ganesha – Räucherduft
Führe etwas Räucherduft vor dem Altar vorbei; halte den Platz von Paar und Familie rauchfrei.
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhūpaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe Ganesha Räucherduft dar.
20. Ganesha – Licht
Zeige die bereits entzündete Lampe.
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dīpaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe Ganesha Licht dar.
21. Ganesha – Speise
Stelle die vorbereitete Speise vor das Bild; schenke einen Augenblick stiller Hingabe.
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe Ganesha Nahrung dar.
22. Ganesha – Tambula
Lege ein Betelblatt mit der zugehörigen Gabe auf einen eigenen Teller; sie wird getrennt von der Mahlzeit gereicht.
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe Ganesha Tambula dar.
23. Ganesha – Arati
Zeige das besondere Schlusslicht vor dem Altar. Verwende die kleine Kampferflamme oder als heutige Alternative dieselbe Öllampe.
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe Ganesha das schwingende Licht dar.
24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten
Führe das eben begonnene Lichtopfer mit dem ersten Vers und der Gayatri fort. Biete danach dreimal einen Löffel Wasser in die Auffangschale. Halte zum Blütengebet eine Blüte in der Naraca-Mudra: Die Spitzen des rechten Daumens und Zeigefingers bilden einen Ring um den Blütenstiel, die übrigen drei Finger sind aufgerichtet. Lege die Blüte dar: Zur sichtbaren Blume treten die Blüten deiner Lebensführung.
candrādityau ca dharaṇī vidyud agnī sāthaiva ca |
tvam eva sarva jyotīṣi nīrājanaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno danti pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ ānanda karpūra nīrājanaṃ saṃdarśayāmi |
karpūra nīrājana anantaraṃ punar ācamaniyaṃ samarpayāmi |
ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriyanigrahaḥ |
sarvabhūta dayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śānti puṣpaṃ tapaḥ puṣpaṃ jñāna puṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ deva prītikaraṃ bhavet ||
Bedeutung: Mond, Sonne, Erde, Blitz und Feuer sind Deine Lichter. Du bist alles Licht; nimm dieses Lichtopfer an. Wir erkennen den Einstoßzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der göttliche Dantin möge uns erleuchten. Om Gam, Verehrung Ganapati; ich zeige Dir das freudige Kampferlicht und bringe anschließend nochmals Wasser zur Mundreinigung. Nichtverletzen ist die erste Blüte, Beherrschung der Sinne eine weitere; Mitgefühl mit allen Wesen, besonders Vergebung, Friede, Tapas, Erkenntnis und Wahrhaftigkeit bilden die acht Blüten, die Gott erfreuen.
25. Ganeshas Segen erbitten
Falte die Hände, verneige dich vor dem Bild und sprich alle drei Gebete.
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
Bedeutung: Großleibiger mit gebogenem Rüssel, strahlend wie Millionen Sonnen, mache alle meine Vorhaben stets frei von Hindernissen. Verehrung dem Herrn der Hindernisse, dem Gaben Schenkenden und Freund der Götter, dem Großbäuchigen, Allumfassenden, dem Wohl der Welt Zugewandten; Verehrung dem Elefantengesichtigen, den heiliges Wissen und Opfer schmücken, Gauris Sohn, dem Herrn der Scharen. Was ich trotz Unvollkommenheit von Mantra, Handlung und Hingabe getan habe, möge durch Dich, Vinayaka, ganz sein.
26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten
Stelle das mit frischem Wasser gefüllte Kalasha auf einen Teller mit Reis. Lege Blätter an seine Öffnung. Denke an Varuna, den Hüter der Wasser, und bringe eine Blüte dar. Die vier göttlichen Anrufungen erfolgen am selben Gefäß.
nāgapāśadharaṃ hṛṣṭaṃ raktaugha dyutivigraham |
śaśāṅka dhavalaṃ dhyāyet varuṇaṃ makarāsanam ||
varuṇaṃ śvetavarṇaṃ ca pāśahastaṃ rujāsanam |
mauktikālaṅkṛtaṃ devaṃ tīrthanātham ahaṃ bhaje ||
asmin pūrvasthāpita kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich betrachte den freudigen Varuna, der die Schlangenschlinge hält, von rotem Glanz und mondhell leuchtend, auf dem Makara. Ich verehre den weißstrahlenden, perlengezierten Gott mit der Schlinge, den Herrn der heiligen Wasser. In diesem bereitgestellten Gefäß betrachte ich Varuna, lade ihn ein, gebe ihm einen Sitz und bringe Duft, Akshata und Blüten dar.
27. Brahma am Gefäßfuß
Lege eine Blüte an den unteren Teil des Gefäßes.
brahmā caturmukhaḥ pītaś caturdordaṇḍamaṇḍitaḥ |
sṛgdaṇḍākṣa kuśopetaḥ sūryamaṇḍalamadhyagaḥ ||
dvādaśakalātmane arthapradāya sūryamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya mūlabhāge brahmaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||
Bedeutung: Brahma ist viergesichtig, gelbgewandet, mit vier Armen, Opferlöffel, Stab, Gebetskette und Kusha versehen und im Sonnenkreis gegenwärtig. Verehrung dem zwölfteiligen Sonnenkreis, der Gedeihen schenkt. Am Fuß dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Brahma; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.
28. Vishnu am Gefäßhals
Lege eine Blüte nahe dem Hals des Gefäßes.
viṣṇuś caturbhujo mauli śaṅkha cakra gadābja dhṛk |
nīlāmbuda pratīkāśaṃ somamaṇḍalamadhyagaḥ ||
ṣoḍaśakalātmane kāmapradāya somamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya kaṇṭhabhāge viṣṇuṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||
Bedeutung: Vishnu trägt Krone, Muschel, Diskus, Keule und Lotus, ist vierarmig, wie eine dunkle Regenwolke und im Mondkreis gegenwärtig. Verehrung dem sechzehnteiligen Mondkreis, der Erfüllung schenkt. Am Hals dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Vishnu; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.
29. Rudra in der Gefäßmitte
Lege eine Blüte an die Mitte des Gefäßes.
jñāna śūladharaṃ rudraṃ nīlakaṇṭhaṃ trilocanam |
maheśvaraṃ ca viśveśaṃ agnimaṇḍalamadhyagaḥ ||
daśakalātmane dharmapradāya agnimaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya madhyabhāge rudraṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich betrachte Rudra mit dem Dreizack der Erkenntnis, dem blauen Hals und drei Augen, den großen Herrn und Weltenherrn im Feuerkreis. Verehrung dem zehnteiligen Feuerkreis, der Dharma schenkt. In der Mitte dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Rudra; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.
30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen
Falte die Hände vor dem Kalasha. Betrachte ihn als gastlichen Ort der göttlichen Gegenwart.
āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ |
svāminaḥ sarvajagannāthāḥ yāvat pūjāvasānakam |
tāvat yūyaṃ prītibhāvena kumbhe sannidhiṃ kuruta ||
āvāhitā bhavata sthāpitā bhavata sannidhā bhavata sanniruddhā bhavata sannihitā bhavata avaguṇṭhitā bhavata prasīdata prasīdata svāgataṃ svāgatam ||
Bedeutung: Verehrung allen angerufenen Gottheiten. Ihr Herren der ganzen Welt, bleibt bis zum Abschluss der Verehrung liebevoll in diesem Gefäß gegenwärtig. Seid eingeladen und hier verankert, nahe und gesammelt, gegenwärtig und umhüllt; seid gnädig, willkommen, willkommen.
31. den angerufenen Gottheiten – Sitz
Lege einige Akshata vor das Bild beziehungsweise an den Fuß des Gefäßes.
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ āsanaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten einen Sitz dar.
32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser
Gib einen Löffel Wasser in die gesonderte Auffangschale.
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ arghyaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Ehrenwasser dar.
33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser
Gib Wasser an den symbolischen Fuß des Bildes oder in die Auffangschale.
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ pādyaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser für die Füße dar.
34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung
Gib einen Löffel Wasser in die Schale.
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ ācamanaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser zur Mundreinigung dar.
35. den angerufenen Gottheiten – Bad
Benetze mit einer Blüte die wasserfeste Murti oder die Außenseite des Gefäßes; ein Papierbild bleibt trocken.
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ snānaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten ein Bad dar.
36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden
Lege Akshata als die im Handbuch vorgesehene stellvertretende Gabe für Gewand und Faden dar.
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.
37. den angerufenen Gottheiten – Duft
Lege etwas Sandelpaste auf einen dafür geeigneten Teil der Murti oder an den Gefäßfuß.
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ gandhaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Duft dar.
38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma
Lege eine kleine Gabe des roten Pulvers auf den Gabenteller.
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ kuṅkumaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Kumkuma dar.
39. Blüten für die Hüter des Wassers
Lege zu jedem Namen eine Blüte oder einige Akshata an den Gefäßfuß.
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ pracetase namaḥ |
oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ |
oṃ makaravāhanāya namaḥ |
oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ śivāya namaḥ |
nānāvidhāni parimala patra puṣpāṇi samarpayāmi ||
Bedeutung: Verehrung Varuna; dem Weisen; dem Schöngeformten; dem Herrn der Wasser; dem auf dem Makara Reitenden; dem Gebieter der Gewässer; dem mit der Schlinge; Varuna; Brahma; Vishnu und Shiva. Ich bringe vielerlei duftende Blätter und Blüten dar.
40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft
Führe etwas Räucherduft vor dem Altar vorbei; halte den Platz von Paar und Familie rauchfrei.
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dhūpaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Räucherduft dar.
41. den angerufenen Gottheiten – Licht
Zeige die bereits entzündete Lampe.
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dīpaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Licht dar.
42. den angerufenen Gottheiten – Speise
Stelle die vorbereitete Speise vor das Bild; schenke einen Augenblick stiller Hingabe.
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ naivedyaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Nahrung dar.
43. den angerufenen Gottheiten – Tambula
Lege ein Betelblatt mit der zugehörigen Gabe auf einen eigenen Teller; sie wird getrennt von der Mahlzeit gereicht.
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ tāmbūlaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Tambula dar.
44. den angerufenen Gottheiten – Arati
Zeige das besondere Schlusslicht vor dem Altar. Verwende die kleine Kampferflamme oder als heutige Alternative dieselbe Öllampe.
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten das schwingende Licht dar.
45. Varunas Klarheit verehren
Verneige dich und halte zum Abschluss eine Blüte vor dem Herzen.
namo namaste sphaṭika prabhāya suśveta vastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tanno varuṇa pracodayāt |
oṃ vedātmanāya vidmahe hiraṇyagarbhāya dhīmahi tanno brahma pracodayāt |
oṃ nārāyaṇāya vidmahe vāsudevāya dhīmahi tanno viṣṇu pracodayāt |
oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi tanno rudra pracodayāt ||
Bedeutung: Wiederholte Verehrung Varuna, kristallhell, weißgewandet und glückverheißend, mit der Schlinge in der Hand, auf dem Wasserwesen sitzend, dem Herrn der Gewässer. Wir erkennen den im Wasser Erscheinenden und betrachten den blauen göttlichen Geist; Varuna möge uns erleuchten. Wir erkennen das Wesen der Veden und betrachten Hiranyagarbha; Brahma möge uns erleuchten. Wir erkennen Narayana und betrachten Vasudeva; Vishnu möge uns erleuchten. Wir erkennen den höchsten Purusha und betrachten Mahadeva; Rudra möge uns erleuchten.
46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe
Berühre das Gefäß mit dem Kusha-Bündel. Die leitende Person spricht jeweils die erste, die mitwirkenden Erwachsenen die zweite Zeile. Die letzte Bitte wird ebenfalls beantwortet.
śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭaṃ cāstu | astv akṣataṃ ca ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ smaḥ ||
Bedeutung: Mögen die Wasser heilsam sein. – Mögen sie heilsam sein. Freude und Klarheit des Herzens seien. – So seien sie. Unversehrtheit und Wohlergehen seien. – So seien sie. Mit eurer Zustimmung werde ich den heiligen Tag verkünden. – Verkünde ihn. Seid uns gewogen. – Wir sind euch gewogen.
47. Die Welt im Kalasha
Sprich das Wassergebet vollständig und halte die Aufmerksamkeit beim Gefäß. Die Gottheiten, heiligen Flüsse und Veden werden als lebendige Fülle dieses Segenswassers betrachtet.
kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudra samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ ||
kukṣau tu sāgara sarva saptadvīpa vasundharā |
ṛgvedo’tha yajurvedaḥ sāmavedo hyatharvanaḥ |
aṅgaiśca sahita sarve kalaśāmbu samāśritāḥ ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale’smin sannidhiṃ kuru ||
puṣkarādyāni tīrthāni gaṅgādyāḥ saritas tathā |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
atra gāyatrī sāvitrī śāntiḥ puṣṭikari tadā |
āyantu yajamānasya duritakṣayakārakāḥ ||
imā āpa śivā santu śuddhā śubhāśca nirmalā |
pāvanaṃ śitalaścaiva pūta sūryasya raśmibhiḥ ||
pūta brahma pavitreṇa pūtam indra sunītibhiḥ |
varuṇa svastyā punātu yamo dharmeṇa punātu māṃ ||
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ |
viṣṇu pādodbhavaṃ śuddhaṃ sarva maṅgala dāyinā ||
sarva samudrāḥ saritāḥ tīrthāni ca nagā hradāḥ |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantv oṣadhayo tava |
āpo rakṣantu tvāṃ nityam āpo nārāyaṇaḥ svayam ||
Bedeutung: Am Mund des Kalasha ist Vishnu, am Hals Rudra, an der Basis Brahma, in der Mitte die göttlichen Mütter. In seinem Inneren ruhen alle Meere und die Erde mit ihren sieben Kontinenten. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda mit ihren Gliedern ruhen im Gefäßwasser. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid hier gegenwärtig. Heilige Wasserstätten und Ströme mögen zum Frieden der Welt und zur Läuterung kommen. Gayatri, Savitri, Friede und nährende Kraft mögen den Gastgeber läutern. Diese Wasser seien heilsam, rein, klar, kühl und durch die Sonne geläutert. Brahmas Heiligkeit, Indras gute Führung, Varunas Wohlergehen und Yamas Dharma mögen mich reinigen. Heiliges Wasser, entsprungen an Vishnus Füßen, schenke alles Gute. Meere, Flüsse, heilige Stätten, Berge und Seen seien zum Frieden der Welt gegenwärtig. Wasser und Pflanzen seien dir Freunde; Wasser behüte dich stets, denn Wasser ist Narayana selbst.
48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen
Lasse bei jeder kurzen Bitte einen Tropfen Wasser auf die Gefäßöffnung fallen.
ṛddhir astu | samṛddhir astu | puṇyāhasamṛddhir astu | śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu | śivam astu | śivaṃ karmāstu | karma samṛddhir astu | dharma samṛddhir astu | veda samṛddhir astu | śāstra samṛddhir astu | dhanadhānya samṛddhir astu | putra pautra saṃpad astu | iṣṭa saṃpad astu ||
Bedeutung: Gedeihen sei; Fülle sei; dieser heilige Tag gedeihe. Friede, Nahrung, Zufriedenheit und Wachstum seien. Hindernisfreiheit, langes Leben, Gesundheit und Segen seien. Das Handeln sei gesegnet; Handlung, Dharma, Veden und heiliges Wissen mögen gedeihen. Wohlstand und Korn mögen gedeihen; Kinder und Enkel seien gesegnet; das ersehnte Gute werde erfüllt.
49. Belastendes fortgeben
Gib etwas Wasser in eine eigene kleine Schale südwestlich des Ritualplatzes.
sakala ariṣṭa nirasanam astu | yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tat dūre pratihatam astu ||
Bedeutung: Alles Bedrängende möge weichen. Was an Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil besteht, möge ferngehalten werden.
50. Segen für Menschen und Tiere
Gib nochmals wenige Tropfen auf die Gefäßöffnung.
sarva śobhanaṃ bhavatu | sarva sampadāḥ santu | śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Bedeutung: Alles sei segensreich; alle Güter seien vorhanden. Wohlergehen sei den Zweibeinern, Wohlergehen den Vierbeinern. Om, Friede, Friede, Friede.
51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden
Falte die Hände und löse die besondere Einladung im Gefäß. Das Wasser wird danach als Segen verteilt. Die Anrufungsgegenwart wird dankbar ins allgegenwärtige Göttliche zurückgegeben.
oṃ varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||
Bedeutung: Om. Verehrung Varuna; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Verehrung allen eingeladenen Gottheiten; ich geleite euch an euren eigenen Ort.
52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen
Zeige über dem Gefäß nacheinander diese Mudras: Kumbha – lege den linken auf den rechten Daumen und umschließe beide locker mit den Fingern, sodass eine hohle Gefäßform entsteht. Garuda – verhake die kleinen Finger, bringe die Handrücken nahe zusammen, berühre die Daumen als Schnabel und spreize die übrigen Finger als Flügel. Dhenu – verbinde jeweils den kleinen Finger mit dem gegenüberliegenden Ringfinger und den Zeigefinger mit dem gegenüberliegenden Mittelfinger; die vier Fingerpaare weisen als Euter nach unten. Shankha – schließe die rechte Faust um den linken Daumen, berühre den rechten Daumen mit den ausgestreckten linken Fingern. Chakra – lege die weit gespreizten Handflächen gegeneinander, sodass jeder Daumen dem kleinen Finger der anderen Hand begegnet. Meru – verschränke die Finger; nur beide Mittelfinger werden gemeinsam nach unten gestreckt. Matsya – lege die linke Handfläche auf den rechten Handrücken und bewege die Daumen als Fischflossen. Nimm nun eine Blüte, tauche sie ins Wasser und besprenge Geräte, Raum und erwachsene Teilnehmende sparsam. Ein Segentropfen auf die Hand genügt.
imā āpaḥ śivā śivattamāḥ śāntā śāntattamāḥ śubhā śubhattamāḥ pūtā pūtattamāḥ puṇyā puṇyattamāḥ medhya medhyattamāḥ amṛtāmṛta rasāḥ tās te kṛṇvantu bheṣajam |
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūta dayā śuddhaṃ jalaśuddhañca pañcama ||
adbhir gātrāṇi śudhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyā tapobhyāṃ ca bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||
Bedeutung: Diese Wasser seien überaus heilsam, friedvoll, gesegnet, rein und heilig, voll des Nektars; mögen sie dir Heilendes bereiten. Wahrheit, Tapas, Erkenntnis, Mitgefühl mit allen Wesen und als Fünftes Wasser reinigen. Wasser reinigt den Leib, Erkenntnis den Verstand, Wissen und Tapas das innere Wesen, Wahrheit den Geist.
53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten
Die Ritualleitung spricht die zweite, in sich geschlossene Svasti-Fassung des Handbuchs. Die Familie lauscht mit gefalteten Händen. Die fünfzehn Verse werden einmal vollständig gesprochen.
karotu svasti te brahmā svasti vāpi dvijātayaḥ |
sarisṛpāśca ye śreṣṭās tebhyas te svasti sarvadā ||
svasti te’stu dvipādebhyaś catuṣpādebhya eva ca |
svasty astv apādakebhyaśca sarvebhyaḥ svasti sarvadā ||
svāhā svadhā śacī caiva svastiṃ kurvantu te sadā |
lakṣmīr arundhatī caiva kurutāṃ svasti te’nagha ||
asito devalaścaiva viśvāmitras tathāṅgirāḥ |
svasti te’dya prayacchantu kārtikeyaśca ṣaṇmukhaḥ ||
vivasvān bhagavān svastiṃ karotu tava sarvaśaḥ |
diggajāścaiva catvāraḥ kṣitiśca gaganaṃ grahāḥ ||
adhastād dharaṇīṃ yo’sau nāgo dhārayate sadā |
śeṣaśca pannagaśreṣṭhaḥ svasti tubhyaṃ prayacchatu ||
devāḥ svasti prakurvantu sagaṇāḥ sāyudhas tathā |
kinnarā deva gandharvāḥ sāpsarāḥ savināyakāḥ ||
sutale vitale devā hyatale ca tale’marāḥ |
tān sarvān praṇamāmy adya svakratoḥ pālanāya vai ||
bhūrloke ye sthitā devā bhuvarloke sthirāḥ sadā |
bhāvuke te prakurvantu svagaṇāḥ sāra saṃyutaḥ ||
svarloka vāsinaḥ sarve purandara mukhāś calāḥ |
kuśalaṃ ca suvāñchāmi karmārambhe viśeṣataḥ ||
maharjana tapo loke nivasanti savāhanāḥ |
nirjarās te prakurvantu kṣemaṃ suṣṭhu prakāśakaḥ ||
satyaloka prasīdanti brahmāṇaś śikhivāhanāḥ |
tridaśās te sukhāsīnā bhavyaṃ kurvantu sarvathā ||
rudrādi devatāḥ sarvās tathā vaikuṇṭhavāsinaḥ |
sagaṇāḥ parivārās te svastiṃ kurvantu nityaśaḥ ||
śivayāge viṣṇuyāge vāstu karmaṇi sarvadā |
iṣṭāpūrte mahādāne tān devān saṃsmarec ciram ||
tatastu karmārambhaḥ syān nirvighnena samāpayet |
ye vai naiva smaranty etān teṣāṃ naiva phalaṃ bhavet ||
Bedeutung: Brahma, die Zweimalgeborenen und die edlen Schlangenwesen mögen dich segnen. Segen komme von Zweibeinern, Vierbeinern und fußlosen Wesen, von allen und immer. Svaha, Svadha, Shachi, Lakshmi und Arundhati mögen dir Wohlergehen schenken. Die Weisen Asita, Devala, Vishvamitra und Angiras sowie der sechsgesichtige Karttikeya mögen dich heute segnen. Vivasvan, die vier Weltenelefanten, Erde, Himmel und Gestirne mögen dir Gutes bringen. Shesha, der die Erde trägt, gewähre dir Segen. Götter mit ihren Scharen und Waffen, Kinnaras, Gandharvas, Apsaras und Vinayakas mögen Gutes wirken. Ich verneige mich vor den Unsterblichen in Sutala, Vitala und Atala, damit sie diesen Ritus behüten. Die Götter der Erden- und Zwischenwelt mit ihren Scharen mögen Gutes bereiten. Besonders zum Beginn der Handlung erbitte ich Wohlergehen von den Bewohnern der Himmelswelt unter Indras Führung. Die Unsterblichen der Welten Mahas, Jana und Tapas mit ihren Fahrzeugen mögen Geborgenheit schenken. Die göttlichen Bewohner von Satyaloka mögen sich freuen und allseits Gutes bereiten. Rudra und alle Gottheiten sowie die Bewohner Vaikunthas mit ihrem Gefolge mögen stets segnen. Bei Shiva- und Vishnu-Verehrung, Vastu-Handlungen, Opfer, gemeinnützigen Werken und großen Gaben gedenke man dieser Gottheiten. So beginne die Handlung und gelange ohne Hindernis zum Abschluss; ohne dieses Gedenken bleibt ihre Frucht aus.
54. Nandimukha – dankbar die Ahnen ehren
Die Ausrichtenden stellen zwei vorbereitete Lebensmittelgaben für je eine Mahlzeit für die beiden eingeladenen Brahmanen bereit. Dieser freundliche Nandi-Ritus begrüßt einen freudigen Übergang. Sitze nach Osten und führe nochmals die drei Achamana-Schlucke aus: Zu den folgenden drei Namen jeweils ein kleiner Schluck; danach die Hände reinigen.
oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||
Bedeutung: Om. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren; Ananta, dem Unendlichen; Govinda, dem göttlichen Beschützer.
55. Govinda um Begleitung bitten
Falte die Hände vor den vorbereiteten Gaben.
namo brahmaṇya devāya gobrāhmaṇa hitāya ca |
jagaddhitāya kṛṣṇāya govindāya namo namaḥ ||
namo namaste govinda purāṇa puruṣottama |
idaṃ śrāddhaṃ hṛṣīkeśa rakṣa tvaṃ sarvadā ||
Bedeutung: Verehrung dem göttlichen Freund des heiligen Wissens, dem Wohltäter der Kühe und Brahmanen, Krishna, Govinda, dem Wohltäter der ganzen Welt. Verehrung Dir, Govinda, uranfänglicher höchster Purusha; Herr der Sinne, behüte dieses Shraddha stets.
56. Nandi-Sankalpa
Sprich die Absicht. Die Münzgabe steht hier für Hiraṇya, die traditionelle Wertgabe.
mama upātta samasta duritakṣaya dvārā śrī parameśvara prītyarthaṃ pūrva saṅkalpite saṃskāra aṅgatvena sāṅkalpika nāndīmukhānāṃ prītyarthaṃ hiraṇyarūpeṇa nāndi śrāddham adya kariṣye ||
Bedeutung: Zur Läuterung meines Handelns und zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich heute als Teil des angekündigten Samskara das Nandi-Shraddha in Gestalt einer Wertgabe, zur Freude der im Entschluss angerufenen Nandimukha-Ahnen.
57. Die Gaben den Familienlinien widmen
Lege Reis, Linsen, Gemüse, unraffinierten Zucker, Betel und die Münzgabe vor die Empfänger. Die folgende Sammelformel benennt Ahnenreihen beider Familienlinien. Die Ritualleitung klärt vorher die nach Familienbrauch angesprochenen verstorbenen Generationen; noch lebende Eltern werden nicht als verstorbene Ahnen angerufen.
varga dvaya pitā pitāmaha prapitāmahebhyo mātṛ pitāmahī prapitāmahī vṛddha prapitāmahībhyo tathā dvitīya gotrebhyo mātā pramātāmaha vṛddha pramātāmahābhyo dāsyamāna brāhmaṇa dvaya bhojana paryāptam annaṃ hiraṇyaṃ vā namaḥ saṃpadyatāṃ vṛddhiḥ ||
Bedeutung: Den Ahnenreihen beider Familien – Vätern, Großvätern und Urgroßvätern, den Müttern und Großmüttern der weiteren Generationen sowie der mütterlichen Familienlinie – sei diese Verehrung gewidmet: Lebensmittel oder Wertgaben, ausreichend für die Speisung zweier Brahmanen. Möge Gedeihen entstehen.
58. Nandi-Gaben überreichen
Übergib nun die beiden Lebensmittelportionen mit der Dakshina. Gib wenige Tropfen Wasser auf den Gabenteller als Zeichen der vollzogenen Gabe.
āma niṣkrayaṇīṃ dravyaṃ dakṣiṇāṃ dātum utsṛjya |
anena karmaṇā bhagavān mahāviṣṇuḥ prīyatām |
anena mayā hiraṇyena kṛtaṃ nāndī śobhana devatāḥ priyantām ||
eko viṣṇur mahad bhūtaṃ pṛthak bhūtāny anekaśaḥ |
trīn lokān vyāpya bhūtātmā bhuṅkte viśvabhug avyayaḥ ||
Bedeutung: Ich gebe die Lebensmittel und die Wertgabe hin. Durch dieses Tun möge der erhabene Mahavishnu erfreut werden; durch meinen mit Wertgaben vollzogenen Nandi-Ritus mögen die segensreichen Gottheiten erfreut werden. Der eine Vishnu ist das große Sein und erscheint vielfach als einzelne Wesen. Als innerstes Selbst durchdringt Er die drei Welten; der Unvergängliche trägt und genießt das ganze All.
59. Den Ahnenritus im Frieden vollenden
Verneige dich und sprich den Friedensruf. Die Familienlinien werden dankbar in Gottes Gegenwart geborgen.
oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Bedeutung: Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.
60. Paraspara Nirikshana – einander bewusst anschauen
Beide wenden sich einander zu. Für die hier gewählte Form ohne Kinderwunschgebet sprechen sie gemeinsam den vom Handbuch angebotenen Alternativvers.
eyaṃ agan pati-kāmā jani-kāmo'ham āgamam |
aśvaḥ kanikradad yathā bhagenāhaṃ sahāgamam ||
yad antaraṃ tad bāhyaṃ yad bāhyaṃ tad antaram ||
Bedeutung: Sie kam mit dem Wunsch nach einem Gatten; ich kam mit dem Wunsch nach einer Gattin. Wie ein freudig wieherndes Pferd kam ich mit Glück und Anteil am Leben. Was innen ist, sei auch außen, was außen ist, sei auch innen. Das Paar verbindet damit Aufrichtigkeit zwischen innerem Empfinden und äußerem Handeln.
61. Girlanden tauschen
Beide legen einander die vorbereiteten Girlanden um.
samañjantu viśvedevāḥ sam āpo hṛdayāni nau |
saṃ mātariśvā saṃ dhātā sam u deṣṭrī dideṣṭu nau ||
Bedeutung: Mögen alle Götter und die Wasser unsere Herzen zusammenfügen; Matarishvan, Dhata und die weisende göttliche Kraft mögen uns zusammenführen.
62. Vastra Dana – Gewänder überreichen
Jede Person schenkt der anderen die vorbereiteten Gewänder.
pari-dhāsye yośo-dhāsye dīrghāyutvāya jaradaṣṭir-asmi |
śataṃ ca jīvāmi śaradaḥ purūcī rāyas-poṣām abhisam-vyayiṣye ||
Bedeutung: Ich lege das Gewand an, ich lege Ansehen an, zum langen Leben und zum Erreichen hohen Alters. Hundert Herbste möchte ich leben und mich mit wachsender Fülle umhüllen. „Yośo“ ist die Lesart dieser Ausgabe.
63. Kama Stuti – die Liebe als Gabe würdigen
Beide sprechen den Gebetstext nach der Gewandgabe gemeinsam.
ka idaṃ kasmā adāt kāmaḥ kāmāya kāmo dātā kāmaḥ pratigrahītā | kāmaṃ samudram āviśa kāmeṇa tvā pratigṛhṇāmi kāmaitat te ||
Bedeutung: Wer gab dies wem? Liebe gab es der Liebe. Liebe ist der Geber, Liebe der Empfänger. Tritt ein in das Meer der Liebe. Durch Liebe nehme ich dich an. Liebe, dies ist für dich.
64. Das eheliche Feueropfer ankündigen
Der Mann berührt sauberes Wasser und spricht das besondere Anliegen des Feuerdienstes.
evaṃ pūrvokta guṇa viśeṣaṇa visiṣṭhāyām asyāṃ śubha tithau mama upātta samasta durita-kṣaya dvārā śrī parameśvara prītyarthaṃ {Gotra_des_Mannes} gotro {Name_des_Mannes} nāma aham asyā bhāryāyāḥ patnītva siddhaye vaivāhika homaṃ kariṣye udvāha karma kariṣye ||
Bedeutung: An diesem bereits näher bezeichneten gesegneten Tag vollziehe ich, mit genanntem Namen und Gotra, zur Läuterung und zur Freude des höchsten Herrn das eheliche Feueropfer, um unsere eheliche Verbindung zu bekräftigen.
65. Den Feuerplatz bereiten
Gib eine dünne Lage Reis- oder Weizenmehl in das kalte Kunda. Streiche mit drei Kusha-Halmen dreimal von Süden nach Norden darüber und lege diese Halme nordöstlich ab. Besprenge den Platz mit Wasser. Der traditionelle Zusatz von wenig Kuhdung zum Reinigungswasser wird hier durch reines Wasser ersetzt. Ziehe mit dem Griff des Opferlöffels drei Linien von Süden nach Norden, von West nach Ost fortschreitend, und danach drei von West nach Ost, von Süd nach Nord fortschreitend. Sprich zu jeder Linie den zugehörigen Namen.
oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||
Bedeutung: Om. Verehrung Rudra; Vishnu; Indra; Yama; Brahma; Soma.
66. Das Feuer entzünden
Nimm mit Daumen und Ringfinger drei Prisen Mehl aus der Mitte der Linien, lege sie zunächst in die linke, dann in die rechte Hand und gib sie nördlich neben das Kunda. Besprenge den Feuerplatz nochmals. Schichte das trockene Holz und entzünde es mit einem vorbereiteten Docht. Sprich beim Entzünden das Gebet; mit der letzten Formel begrüße das Feuer in der Mitte des Kunda.
agni dūtaṃ purodadhe havyavāham upabruve | devāṃ āsādayād iha |
raṃ havyavāham ayaṃ te yoniḥ | oṃ yojaka nāma agnaye namaḥ ||
Bedeutung: Ich stelle Agni, den Boten, voran und rufe den Träger der Gaben: Möge er die Götter hierher führen. Ram. Träger der Opfergaben, dies ist Dein Sitz. Om, Verehrung dem Feuer namens Yojaka.
67. Yojaka-Agni einladen
Falte die Hände zum Feuer hin und sprich die für diesen Samskara bestimmte Einladung.
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ yojaka nāma agnim āvāhayāmi sthāpayāmi |
oṃ yojaka nāma agnaye namaḥ supratiṣṭho varado bhava ||
Bedeutung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Ich lade das Feuer namens Yojaka ein und gebe ihm hier seinen Sitz. Verehrung Yojaka-Agni; sei fest gegenwärtig und schenke Deinen Segen.
68. Gras und Wasser um das Feuer ordnen
Lege an jede Seite des Kunda drei Kusha-Halme, beginnend im Osten, dann Süden, Westen und Norden. Stelle das Pranita-Gefäß mit frischem Wasser östlich vom Feuer auf und gib eine Blüte oder Akshata dazu. Das Sprenggefäß bleibt rechts von der Leitung.
oṃ varuṇāya namaḥ | sakala ārādhanaiḥ svarcitam ||
Bedeutung: Om. Verehrung Varuna; mit allen Ehren sei Dir Verehrung dargebracht.
69. Agni betrachten
Betrachte Agni als goldenes, allseitig gegenwärtiges Licht, wie die aufgehende Sonne, auf dem Ziegenbock, mit zwei Häuptern und sieben Flammenzungen. Die Ritualleitung zeigt die Jvala-Mudra, die Flammengeste: Halte die Handgelenke nebeneinander auf gleicher Höhe, spreize die Finger beider Hände, führe die beiden Mittelfinger zusammen und lege die Daumen in den Zwischenraum der Mittelfinger.
agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam |
suvarṇavarṇam amalaṃ sannidhiṃ viśvatomukham ||
bālārkāruṇa saṅkāśaṃ saptajihvaṃ dvimastakam |
ajārūḍhaṃ śaktidharaṃ jaṭāmukuṭamaṇḍitam ||
hrīṃ ehi ehi sarvāmara havyavāha munibhiḥ |
svagaṇaiḥ saha adhvaraṃ rakṣa rakṣa namaḥ svāhā ||
Bedeutung: Ich verehre das flammende Feuer, Jatavedas, den Empfänger der Gaben: goldfarben, rein, unmittelbar anwesend und nach allen Seiten gewandt. Es gleicht der rötlichen jungen Sonne, hat sieben Zungen und zwei Häupter, reitet auf dem Ziegenbock, trägt den Speer und eine Krone aus Haarflechten. Hrim. Komm, komm, Träger der Gaben zu allen Unsterblichen, mit den Weisen und Deinen Scharen. Behüte dieses Opfer, behüte es. Verehrung, Svaha.
70. Brahma als Zeugen ehren
Lege eine Blüte und Akshata südlich vom Feuer auf den vorbereiteten Platz.
khaṃ brahmaṇe namaḥ brahman ihāgaccha ihātiṣṭha | sakala ārādhanaiḥ svarcitam ||
Bedeutung: Kham. Verehrung Brahma. Brahma, komme hierher, bleibe hier; alle Ehren seien Dir dargebracht.
71. Die acht Richtungen mit Blüten verehren
Lege nacheinander eine Blüte außerhalb des Kunda in Osten, Südosten, Süden, Südwesten, Westen, Nordwesten, Norden und Nordosten. Jede Blüte gehört zum Namen derselben Listenposition.
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ agnaye namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ vāyave namaḥ |
oṃ somāya namaḥ |
oṃ īśānāya namaḥ ||
Bedeutung: Om. Verehrung Indra im Osten; Agni im Südosten; Yama im Süden; Nirriti im Südwesten; Varuna im Westen; Vayu im Nordwesten; Soma im Norden; Ishana im Nordosten.
72. Agni in den Richtungen und im Herzen ehren
Lege nun in derselben Richtungfolge Akshata dar. Nach den acht Richtungen gibst du Akshata zum Feuer, berührst mit einer kleinen Gabe deinen Kopf und überreichst dem Gastgeber eine Prise als Segen. Die Gaben bleiben außerhalb der Reichweite kleiner Kinder.
oṃ agnaye namaḥ |
oṃ jātavedase namaḥ |
oṃ sahojase namaḥ |
oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ |
oṃ naryāpase namaḥ |
oṃ paṅktirādhase namaḥ |
oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ yajñapuruṣāya namaḥ |
oṃ ātmane namaḥ namaḥ |
sarvebhyo mahājanebhyo namaḥ ||
Bedeutung: Verehrung Agni; Jatavedas, dem Kenner aller Geburten; dem mit Kraft Geborenen; dem Raschstrahlenden; Vaishvanara, dem alle Menschen Verbindenden; dem Wirksamen unter Menschen; dem Gedeihen Schenkenden; dem sich Ausbreitenden. Verehrung dem göttlichen Wesen des Opfers. Wiederholte Verehrung dem Atman. Verehrung allen ehrwürdigen Menschen.
73. Die Opferlöffel weihen
Halte Sruk und Sruva in der linken Hand. Berühre mit Kusha in der rechten Hand bei den ersten drei Formeln den Griffansatz, die Mitte und die Spitze beider Löffel. Streiche dann vom Griff zur Spitze; betrachte im Sruk die Shakti, im Sruva Shiva.
oṃ hrīṃ icchāśaktyai namaḥ |
oṃ hrīṃ jñānaśaktyai namaḥ |
oṃ hrīṃ kriyāśaktyai namaḥ |
oṃ hrīṃ paraśaktyai namaḥ |
oṃ hāṃ paramaśivāya namaḥ ||
Bedeutung: Om Hrim. Verehrung der Willenskraft, der Erkenntniskraft und der Handlungskraft. Om Hrim, Verehrung der höchsten Shakti. Om Ham, Verehrung dem höchsten Shiva.
74. Ghee beziehungsweise Pflanzenöl weihen
Fülle das Opfergefäß mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) und sprich Aim. Bilde mit rechtem Daumen und Ringfinger einen Kreis und blicke durch ihn auf die Gabe: Aim. Besprenge das Gefäß: Phat. Berühre die Gabe behutsam mit einem Kusha-Halm: Aim. Bilde mit der linken Hand eine Faust, strecke den Zeigefinger nach unten und umkreise das Gefäß als Avagunthana-Geste: Hum. Zeige die bereits beschriebene Dhenu-Geste: Vam. Führe zuletzt zwei brennende Kusha-Halme kurz über dem Gefäß im Kreis, ohne es zu berühren, sprich Hum und lege die Halme in das Kunda. Die Leitung führt diese Handgriffe mit Abstand zur Flamme aus.
aiṃ | aiṃ | phaṭ | aiṃ | huṃ | vaṃ | huṃ ||
Bedeutung: Aim ruft die Kraft klarer Erkenntnis an; Phat grenzt ab und reinigt; Hum hüllt schützend ein; Vam erinnert an nektargleiche Fülle. Die Bija-Laute haben keine gewöhnliche Satzübersetzung.
75. Sieben vorbereitende Gaben
Die Leitung gibt beim jeweiligen Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer. Die sieben Formeln sind die besondere Voropferfolge dieses Punarvivaha-Abschnitts.
oṃ prajāpataye svāhā |
oṃ indrāya svāhā |
oṃ somāya svāhā |
oṃ agnaye svāhā |
oṃ bhūḥ svāhā |
oṃ bhuvaḥ svāhā |
oṃ suvaḥ svāhā ||
Bedeutung: Prajapati sei die Gabe; Indra sei die Gabe; Soma sei die Gabe; Agni sei die Gabe. Der Erdenwelt, der Zwischenwelt und der Himmelswelt seien die Gaben geweiht.
76. Pratijna – die gegenseitige Treue erklären
Zuerst spricht der Mann die erste Formel, dann die Frau die zweite.
dharme ca arthe ca kāme ca imāṃ nāticarāmi |
dharme ca arthe ca kāme ca imaṃ nāticarāmi ||
Bedeutung: In Dharma, Lebensunterhalt und Freude werde ich ihr gegenüber nicht treulos handeln. In Dharma, Lebensunterhalt und Freude werde ich ihm gegenüber nicht treulos handeln.
77. Shubha Drishti – mit Wohlwollen anschauen
Das Paar blickt einander ruhig und freundlich an; die Leitung spricht die beiden Verse.
aghora cakṣur apatighnyedhi śivā patibhyaḥ sumanāḥ suvarcāḥ |
jīvasūr deva-kāmā syonā śaṃ no bhava dvipade śaṃ catuṣpade ||
abhrātṛghnīṃ varuṇāpatighnīṃ bṛhaspate |
indrāputraghnīṃ lakṣmyaṃ tām asyai savitaḥ suvaḥ ||
Bedeutung: Sei von mildem Blick, dem Gatten nicht schädlich, gütig, frohen Sinnes und leuchtend, Leben schenkend und den Göttern zugewandt. Sei uns Zweibeinern und Vierbeinern zum Heil. Varuna, Brihaspati, Indra und Savitar mögen ihr ein Wesen schenken, das Brüdern, Gatten und Kindern zum Heil gereicht und von Segen erfüllt ist.
78. Eheliche Hauptgabe: Glanz
Das Paar gibt unter Anleitung bei Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer.
bṛhaspatināva sṛṣṭāṃ viśve devā adhārayan |
varco goṣu praviṣṭaṃ yat tenemāṃ saṃsṛjāmasi svāhā ||
Bedeutung: Die von Brihaspati Hervorgebrachte haben alle Götter getragen. Mit Glanz, der in den Kühen gegenwärtig ist, verbinden wir diese Frau. Svaha. Die Bildsprache der Kühe steht hier für die nährende Fülle des Lebens.
79. Eheliche Hauptgabe: Leuchtkraft
Das Paar gibt unter Anleitung bei Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer.
bṛhaspatināva sṛṣṭāṃ viśve devā adhārayan |
tejo goṣu praviṣṭaṃ yat tenemāṃ saṃsṛjāmasi svāhā ||
Bedeutung: Die von Brihaspati Hervorgebrachte haben alle Götter getragen. Mit Leuchtkraft, die in den Kühen gegenwärtig ist, verbinden wir diese Frau. Svaha. Die Bildsprache der Kühe steht hier für die nährende Fülle des Lebens.
80. Eheliche Hauptgabe: Strahlkraft
Das Paar gibt unter Anleitung bei Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer.
bṛhaspatināva sṛṣṭāṃ viśve devā adhārayan |
bhargo goṣu praviṣṭaṃ yat tenemāṃ saṃsṛjāmasi svāhā ||
Bedeutung: Die von Brihaspati Hervorgebrachte haben alle Götter getragen. Mit Strahlkraft, die in den Kühen gegenwärtig ist, verbinden wir diese Frau. Svaha. Die Bildsprache der Kühe steht hier für die nährende Fülle des Lebens.
81. Eheliche Hauptgabe: Ansehen
Das Paar gibt unter Anleitung bei Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer.
bṛhaspatināva sṛṣṭāṃ viśve devā adhārayan |
yaśo goṣu praviṣṭaṃ yat tenemāṃ saṃsṛjāmasi svāhā ||
Bedeutung: Die von Brihaspati Hervorgebrachte haben alle Götter getragen. Mit Ansehen, das in den Kühen gegenwärtig ist, verbinden wir diese Frau. Svaha. Die Bildsprache der Kühe steht hier für die nährende Fülle des Lebens.
82. Eheliche Hauptgabe: nährende Fülle
Das Paar gibt unter Anleitung bei Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer.
bṛhaspatināva sṛṣṭāṃ viśve devā adhārayan |
payo goṣu praviṣṭaṃ yat tenemāṃ saṃsṛjāmasi svāhā ||
Bedeutung: Die von Brihaspati Hervorgebrachte haben alle Götter getragen. Mit nährender Fülle, die in den Kühen gegenwärtig ist, verbinden wir diese Frau. Svaha. Die Bildsprache der Kühe steht hier für die nährende Fülle des Lebens.
83. Eheliche Hauptgabe: Lebenssaft
Das Paar gibt unter Anleitung bei Svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer.
bṛhaspatināva sṛṣṭāṃ viśve devā adhārayan |
raso goṣu praviṣṭaṃ yat tenemāṃ saṃsṛjāmasi svāhā ||
Bedeutung: Die von Brihaspati Hervorgebrachte haben alle Götter getragen. Mit Lebenssaft, der in den Kühen gegenwärtig ist, verbinden wir diese Frau. Svaha. Die Bildsprache der Kühe steht hier für die nährende Fülle des Lebens.
84. Die göttliche Hochzeit erinnern
Gib bei Svaha eine weitere kleine Gabe in die Flamme.
somo vadhūyur abhavad aśvināstām ubhā varā |
sūryāṃ yat patye śaṃsantīṃ manasā savitā dadāt svāhā ||
Bedeutung: Soma war der Freier, die beiden Ashvins die Brautwerber, als Savitar Surya in seinem Herzen dem Gatten zusprach. Svaha.
85. Panigrahana – einander die Hand reichen
Das Paar reicht sich die Hände. Der Mann spricht den ersten Vers; die anschließenden Worte können beide gemeinsam sprechen.
gṛbhṇāmi te saubhagatvāya hastaṃ mayā patyā jaradaṣṭir yathāsaḥ |
bhago aryamā savitā purandhir mahyaṃ tvādur gārhapatyāya devāḥ ||
amo'ham asmi sā tvaṃ sā tvam asyam amo'ham |
sāmāham asmi ṛk tvaṃ dyaur ahaṃ pṛthivī tvam ||
te santu jaradaṣṭayaḥ saṃpriyau rociṣṇu sumanasyamānau |
paśyema śaradaḥ śataṃ jīvema śaradaḥ śataṃ śṛṇuyāma śaradaḥ śatam ||
Bedeutung: Ich nehme deine Hand zum Wohlergehen, damit du mit mir als Gatten das hohe Alter erreichst. Bhaga, Aryaman, Savitar und Purandhi haben uns zum Hausstand verbunden. Dies bin ich, jenes bist du; du bist jenes, ich bin dies. Ich bin die Melodie, du das Wort; ich der Himmel, du die Erde. Mögen wir bis ins Alter liebevoll, strahlend und einträchtig bleiben, hundert Herbste sehen, leben und einander hören.
86. Ashmarohana – Festigkeit, Runde 1
Beide gehen zum Stein nördlich des Feuers, stehen einander gegenüber und berühren ihn mit dem rechten Fuß. Sie halten sich an den Händen oder die Frau legt die Hände auf die Schultern des Mannes.
imaṃ aśmānam ārohata aśmeva yuvāṃ sthirau bhavata |
dviṣantam apabādhasva mā ca yuvāṃ dviṣatām adhaḥ ||
Bedeutung: Tretet beide auf diesen Stein und seid fest wie der Stein. Überwindet das Widerstrebende und geratet nicht unter die Macht feindlicher Kräfte.
87. Pradakshina – Umrundung 1
Geht einmal im Uhrzeigersinn um das Feuer und kehrt zum nördlichen Steinplatz zurück.
viśvā uta tvayā vayaṃ dhārā udanyā iva | ati-gāhemahi dviṣaḥ ||
Bedeutung: Mit Dir mögen wir alle Feindseligkeiten durchqueren, wie man Wasserläufe durchschreitet.
88. Ashmarohana – Festigkeit, Runde 2
Beide gehen zum Stein nördlich des Feuers, stehen einander gegenüber und berühren ihn mit dem rechten Fuß. Sie halten sich an den Händen oder die Frau legt die Hände auf die Schultern des Mannes.
imaṃ aśmānam ārohata aśmeva yuvāṃ sthirau bhavata |
dviṣantam apabādhasva mā ca yuvāṃ dviṣatām adhaḥ ||
Bedeutung: Tretet beide auf diesen Stein und seid fest wie der Stein. Überwindet das Widerstrebende und geratet nicht unter die Macht feindlicher Kräfte.
89. Pradakshina – Umrundung 2
Geht einmal im Uhrzeigersinn um das Feuer und kehrt zum nördlichen Steinplatz zurück.
viśvā uta tvayā vayaṃ dhārā udanyā iva | ati-gāhemahi dviṣaḥ ||
Bedeutung: Mit Dir mögen wir alle Feindseligkeiten durchqueren, wie man Wasserläufe durchschreitet.
90. Ashmarohana – Festigkeit, Runde 3
Beide gehen zum Stein nördlich des Feuers, stehen einander gegenüber und berühren ihn mit dem rechten Fuß. Sie halten sich an den Händen oder die Frau legt die Hände auf die Schultern des Mannes.
imaṃ aśmānam ārohata aśmeva yuvāṃ sthirau bhavata |
dviṣantam apabādhasva mā ca yuvāṃ dviṣatām adhaḥ ||
Bedeutung: Tretet beide auf diesen Stein und seid fest wie der Stein. Überwindet das Widerstrebende und geratet nicht unter die Macht feindlicher Kräfte.
91. Pradakshina – Umrundung 3
Geht einmal im Uhrzeigersinn um das Feuer und kehrt zum nördlichen Steinplatz zurück.
viśvā uta tvayā vayaṃ dhārā udanyā iva | ati-gāhemahi dviṣaḥ ||
Bedeutung: Mit Dir mögen wir alle Feindseligkeiten durchqueren, wie man Wasserläufe durchschreitet.
92. Saptapadi – Schritt 1
Geht gemeinsam den 1. Schritt auf dem vorbereiteten Weg nach Osten oder Westen.
ekam iṣe viṣṇuḥ yuvāṃ nayatu ||
Bedeutung: Dieser Schritt gilt Nahrung. Vishnu möge euch beide führen.
93. Saptapadi – Schritt 2
Geht gemeinsam den 2. Schritt auf dem vorbereiteten Weg nach Osten oder Westen.
dve ūrje viṣṇuḥ yuvāṃ nayatu ||
Bedeutung: Dieser Schritt gilt Kraft. Vishnu möge euch beide führen.
94. Saptapadi – Schritt 3
Geht gemeinsam den 3. Schritt auf dem vorbereiteten Weg nach Osten oder Westen.
trīṇi rāyas-poṣāya viṣṇuḥ yuvāṃ nayatu ||
Bedeutung: Dieser Schritt gilt wachsende Versorgung. Vishnu möge euch beide führen.
95. Saptapadi – Schritt 4
Geht gemeinsam den 4. Schritt auf dem vorbereiteten Weg nach Osten oder Westen.
catvāri māyo-bhavāya viṣṇuḥ yuvāṃ nayatu ||
Bedeutung: Dieser Schritt gilt Freude. Vishnu möge euch beide führen.
96. Saptapadi – Schritt 5
Geht gemeinsam den 5. Schritt auf dem vorbereiteten Weg nach Osten oder Westen.
pañca paśubhyo viṣṇuḥ yuvāṃ nayatu ||
Bedeutung: Dieser Schritt gilt Vieh und Lebensgrundlage. Vishnu möge euch beide führen.
97. Saptapadi – Schritt 6
Geht gemeinsam den 6. Schritt auf dem vorbereiteten Weg nach Osten oder Westen.
ṣaḍ ṛtubhyo viṣṇuḥ yuvāṃ nayatu ||
Bedeutung: Dieser Schritt gilt die Jahreszeiten. Vishnu möge euch beide führen.
98. Saptapadi – Schritt 7
Geht gemeinsam den 7. Schritt auf dem vorbereiteten Weg nach Osten oder Westen.
sapta sakhāya viṣṇuḥ yuvāṃ nayatu ||
Bedeutung: Dieser Schritt gilt Freundschaft. Vishnu möge euch beide führen.
99. Die Freundschaft besiegeln
Nach dem siebten Schritt sprechen beide gemeinsam:
sakhā sapta-padā bhava sakhāyau sapta-padā babhūva | sakhyaṃ te gameyam sakhyāt te mā yoṣam sakhyān me mā yoṣṭāḥ | samayāva saṅkalpāvahai iṣam ūrjam abhi-saṃvasānau | san nau manāṃsi saṃ vratā sam u citāny akaram ||
Bedeutung: Sei mir Freund durch diese sieben Schritte; Freunde sind wir durch sie geworden. Möge ich deine Freundschaft erlangen. Möge ich deine Freundschaft nicht verlassen und du die meine nicht. Lasst uns in Entschluss, Nahrung und Kraft verbunden leben; unsere Gedanken, Gelübde und Herzen habe ich zusammengefügt.
100. Vier weitere Feuerumrundungen
Beide umrunden das Feuer jetzt viermal im Uhrzeigersinn, kehren zu ihren Sitzen zurück und tauschen die Plätze. Zusammen mit den drei vorangegangenen Runden ergeben sich sieben Umrundungen. Für diese vier Runden nennt die Quelle keine eigene weitere Rezitation.
101. Hridaya Sparshana – die Herzen verbinden
Berührt einander einvernehmlich über der Kleidung an der Herzgegend.
mama hṛdaye hṛdayaṃ te astu mama citte cittam astu te |
mama vācam ekamanāḥ śṛṇu mām evānuvratā sahacaryā mayā bhava ||
Bedeutung: Dein Herz sei in meinem Herzen, dein Denken in meinem Denken. Höre mein Wort mit gesammeltem Geist; bleibe mir verbunden und sei meine Gefährtin. Beide nehmen den Wunsch nach gegenseitigem Zuhören an.
102. Ringe tauschen
Jede Person steckt der anderen den Ring an. Die Ringform ist im Handbuch eine ausdrückliche Alternative zum Halsband. Beide sprechen beim eigenen Überreichen:
māṅgalya mudrika anena mama premasya lakṣaṇam |
aṅgule dhārayiṣyāmi saṃjīva śaradaḥ śatam ||
hiraṇya-garbha saṃbhūtaṃ sauvarṇaṃ cāṅgulīyakam |
sarva-pradaṃ prayacchāmi prīto'stu ca prajā-patiḥ ||
Bedeutung: Diesen segensreichen Ring, Zeichen meiner Liebe, lege ich an deinen Finger; möge unser gemeinsames Leben hundert Herbste währen. Ich schenke den goldenen Ring, aus dem goldenen Ursprung hervorgegangen; Prajapati möge erfreut sein und allen Segen geben.
103. Sindura Dana – das Ehezeichen anbringen
Mit ihrem Einverständnis bringt der Mann der Frau einen kleinen roten Punkt auf der Stirn und etwas Kumkuma im Haarscheitel an.
sumaṅgalīr iyaṃ vadhūr imāṃ sameta paśyata |
saubhāgyam asyai dattvā yathāstaṃ viparetana ||
vāmam adya savitar vāmam u śvo dive dive vāmam asmabhyaṃ sāvīḥ |
vāmasya hi kṣayasya deva bhūrer ayā dhiyā vāma-bhājaḥ syāma ||
Bedeutung: Segensreich ist diese Braut: Kommt zusammen und schaut sie an. Wünscht ihr eheliches Glück und kehrt dann in eure Häuser zurück. Savitar, schenke uns Gutes heute, morgen und Tag für Tag. Mögen wir durch diese Andacht an Deiner reichen, guten Heimstatt Anteil gewinnen.
104. Vier abschließende Vyahriti-Gaben
Bringe vier kleine Gaben Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar, jeweils bei Svaha.
oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ svāhā | prajāpataye idaṃ na mama ||
Bedeutung: Om, Erde: Svaha. Dies gehört Agni, nicht mir. Om, Zwischenraum: Svaha. Dies gehört Vayu, nicht mir. Om, Himmel: Svaha. Dies gehört Surya, nicht mir. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Svaha. Dies gehört Prajapati, nicht mir.
105. Sthalipaka – vier Reisgaben
Gib zu jeder Formel bei Svaha eine kleine Portion des gekochten Reis in die Flamme.
oṃ agnaye svāhā agnaye idaṃ na mama ||
oṃ prajāpataye svāhā prajāpataye idaṃ na mama ||
oṃ viśvebhyo devebhyaḥ svāhā viśvebhyo devebhya idaṃ na mama ||
oṃ anumataye svāhā anumataye idaṃ na mama ||
Bedeutung: Agni, Prajapati, allen Göttern und Anumati seien diese vier Gaben geweiht. Jede Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.
106. Pancha Varuna Homa – Gabe 1
Gib bei Svaha einen kleinen Löffel Ghee (bzw. Pflanzenöl) in die Flamme.
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyāca mṛḍaya | tvām avasyurācake svāhā || varuṇāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig. Ich wende mich schutzsuchend an Dich. Diese Gabe gehört Varuna, nicht mir.
107. Pancha Varuna Homa – Gabe 2
Gib bei Svaha einen kleinen Löffel Ghee (bzw. Pflanzenöl) in die Flamme.
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tadā śāste yajamāno havirbhiḥ | aheḍamāno varuṇeha bodhyuruśaṃsa mā na āyuḥ pramoṣīḥ svāhā || varuṇāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Mit heiligem Wort verehrend suche ich Dich; der Opfernde bittet mit seinen Gaben. Varuna, sei hier ohne Zorn zugewandt, weithin Gepriesener, nimm uns nicht das Leben. Diese Gabe gehört Varuna, nicht mir.
108. Pancha Varuna Homa – Gabe 3
Gib bei Svaha einen kleinen Löffel Ghee (bzw. Pflanzenöl) in die Flamme.
tvaṃ no agne varuṇasya vidvān devasya heḍo avayāsi sīṣṭhāḥ | yajiṣṭho vahnitamaḥ śośucāno viśvā dveṣāṃsi pramumugdhyasmat svāhā || agni-varuṇābhyām idaṃ na mama ||
Bedeutung: Agni, Du kennst Varuna; wende den göttlichen Unwillen von uns ab. Höchst verehrter Träger der Gaben, leuchtend, löse uns aus aller Feindseligkeit. Dies gehört Agni und Varuna, nicht mir.
109. Pancha Varuna Homa – Gabe 4
Gib bei Svaha einen kleinen Löffel Ghee (bzw. Pflanzenöl) in die Flamme.
sa tvaṃ no agne avamo bhavotī nediṣṭho asyā uṣaso vyuṣṭau | avayakṣva no varuṇaṃ rarāṇo vīhi mṛḍīkaṃ suhavo na edhi svāhā || agni-varuṇābhyām idaṃ na mama ||
Bedeutung: Agni, sei uns nahe und hilfreich beim Anbruch dieser Morgenröte. Wende uns Varunas Gunst zu, komme mit Erbarmen und sei leicht anzurufen. Dies gehört Agni und Varuna, nicht mir.
110. Pancha Varuna Homa – Gabe 5
Gib bei Svaha einen kleinen Löffel Ghee (bzw. Pflanzenöl) in die Flamme.
tvam agne ayāsya yāsan manasā hitaḥ | ayāsan havyam ūhiṣe ayāno dhehi bheṣajaṃ svāhā || agni-ayase idaṃ na mama ||
Bedeutung: Agni, Du wirkst unermüdlich, dem Geist nahe; unermüdlich trägst Du die Gabe. Gewähre uns Heilendes. Diese Gabe gehört Agni Ayas, nicht mir.
111. Svishtakrit und Gayatri-Gaben
Gib zu jedem der drei Svaha-Rufe eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer.
oṃ agnaye sviṣṭakṛte svāhā agnaye sviṣṭakṛte idaṃ na mama ||
oṃ bhūḥ bhuvaḥ suvaḥ tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi dhiyo yo naḥ pracodayāt svāhā ||
oṃ āpo jyotī raso'mṛtaṃ brahma bhūr bhuvaḥ suvar oṃ svāhā ||
Bedeutung: Agni, dem Vollender der Darbringung, gehört die Gabe, nicht mir. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Wir betrachten das verehrungswürdige Licht des göttlichen Savitar; er möge unsere Einsicht anregen. Wasser, Licht, Lebenssaft, Unsterblichkeit, Brahman: Erde, Zwischenraum, Himmel, Om; Svaha.
112. Alles Unvollkommene ergänzen
Kündige die drei ergänzenden Schlussgaben an und gib dann zu jedem Svaha eine Gabe.
oṃ asmin vaivāhika homa karmaṇi madhye saṃbhāvita samasta doṣa prāyaścittārthaṃ sarva prāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā prajāpataye idaṃ na mama ||
oṃ śrī viṣṇave svāhā viṣṇave paramātmane idaṃ na mama ||
oṃ rudrāya paśupataye svāhā rudrāya paśupataye idaṃ na mama ||
Bedeutung: Zur Ergänzung aller möglicherweise im ehelichen Feueropfer entstandenen Unvollkommenheiten bringe ich die allgemeinen Läuterungsgaben dar. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört die Gabe. Vishnu, dem höchsten Selbst, gehört die Gabe. Rudra, dem Herrn der Wesen, gehört die Gabe. Nichts davon ist mein Eigentum.
113. Purnahuti – die volle Opfergabe
Die Leitung bringt die vorbereitete volle kleine Gabe aus Ghee (bzw. Pflanzenöl), Frucht und Blüte am Ende des Verses in die Flamme.
mūrdhānaṃ divo aratiṃ pṛthivyā vaiśvānaram ṛta ā jātam agnim |
kaviṃ samrājam atithiṃ janānām āsannā pātraṃ janayanta devāḥ ||
Bedeutung: Agni, Haupt des Himmels und Bote der Erde, Vaishvanara, aus der heiligen Ordnung geboren, den Seher, Herrscher und Gast der Menschen, haben die Götter als Gefäß ihrer Gaben hervorgebracht.
114. Vishva Kalyana Prarthana – das Paar mit der Welt verbinden
Alle falten die Hände zum Friedensgebet.
śaṃ no mitraḥ śaṃ varuṇaḥ śaṃ no bhavatv aryamā | śaṃ na indro bṛhaspatiḥ śaṃ no viṣṇur urukramaḥ | śaṃ no vātaḥ pavatāṃ mātariśvā śaṃ nas tapatu sūryaḥ | śaṃ naḥ kanikradad devaḥ parjanyo abhi varṣatu ||
Bedeutung: Mitra, Varuna und Aryaman seien uns günstig, ebenso Indra, Brihaspati und Vishnu mit seinen weiten Schritten. Der Wind wehe uns angenehm, die Sonne wärme uns wohltuend, Parjanya schenke mit seinem Donner guten Regen.
115. Den Frieden gemeinsam tragen
Sprich den Friedensruf erneut; lasse danach eine kurze gemeinsame Stille entstehen.
oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Bedeutung: Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.
116. Den abschließenden Ehesegen empfangen
Die Leitung spricht die beiden Schlussverse über das Paar.
sam itaṃ saṃ kalpethāṃ saṃpriyau rociṣṇu sumanasyamānau iṣam ūrjam abhi saṃvasānau ||
saṃ cen nayātho aśvinā kāminā saṃ ca vakṣathaḥ |
saṃ vāṃ bhagāso agmata saṃ cittāni sam u vratā ||
Bedeutung: Kommt zusammen und stimmt eure Entschlüsse aufeinander ab, einander lieb, strahlend und wohlgesinnt, gemeinsam in Nahrung und Kraft lebend. Ihr Liebenden, geht miteinander und wachst miteinander. Glück, Gedanken und Gelübde mögen euch gemeinsam gehören.
117. Das begleitende Wasser verabschieden und verteilen
Verabschiede Varuna aus dem Pranita-Gefäß. Gib dann etwas Wasser außen an den östlichen, südlichen, westlichen und nördlichen Rand des Kunda; beim letzten Ruf sprenge einige Tropfen nach oben. Gieße es nicht in das brennende Fett.
oṃ varuṇa yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
pūrvāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
dakṣiṇāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
pratīcyāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
udīcyāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
ūrdhvāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ ||
Bedeutung: Om, Varuna, ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Verehrung bei der Reinigung in östlicher, südlicher, westlicher, nördlicher und oberer Richtung.
118. Agni ehren und ins Herz zurücknehmen
Verneige dich zum Feuer hin. Beim letzten Satz lege die Hand an das Herz und betrachte das äußere Feuer als das göttliche Licht im Inneren.
rudrateja samudbhūto varado havyavāhanaḥ |
agnir vaiśvānaraḥ sākṣāt tasmai nityaṃ namo namaḥ ||
yajña yajñapatiṃ gaccha yajñaṃ gaccha hutāśana |
svāṃ yoniṃ gaccha yajñeśa pūrayāsman manoratham ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmani udvāsayāmi ||
Bedeutung: Aus Rudras Glanz entsprungen, Gaben schenkend und Opfergaben tragend, ist Agni unmittelbar Vaishvanara; ihm sei immer wieder Verehrung. Opferfeuer, gehe zum Herrn des Opfers, gehe in das Opfer ein, Empfänger der Gaben. Gehe an Deinen eigenen Ursprung, Herr des Opfers, und erfülle unsere Herzensanliegen. Om. Verehrung Agni; ich nehme Agnis besondere Gegenwart in mein Selbst zurück.
119. Das Aschezeichen empfangen
Die Leitung entnimmt mit einem geeigneten Löffel etwas vollständig erkaltete saubere Asche vom Rand. Erst wenn sie sicher kühl ist, wird eine kleine Menge als Tilaka auf die Stirn gegeben. Solange noch keine kühle Asche vorhanden ist, folgt das Zeichen später. Es erinnert an das Licht des Opfers und die Bereitschaft, das Wesentliche zu leben. Die Teilnehmenden empfangen das Zeichen, wenn sie es wünschen.
120. Dakshina – Dank an die Ritualleitung
Halte einen Teller mit einer angemessenen Gabe, Obst und Tambula. Die Ausrichtenden ehren die Ritualleitung, die den Samskara begleitet hat. Der Name dieses Ritus ist in der folgenden Formel bereits eingesetzt.
govinda pratigṛhṇāti govindāya dadāti ca |
govinda dhārikā dvābhyāṃ govindāya namo namaḥ ||
hiraṇyagarbha garbhasthaṃ hemabīja vibhāvasoḥ |
ananta puṇyaphaladam atha śāntiṃ prayaccha me ||
hariḥ oṃ tat sat | adya asmin śubha dine etat karma punarudvāha pratiṣṭhārthaṃ śrī lakṣmīnārāyaṇa prītyarthaṃ sampūrṇa phala siddhyarthaṃ pūrva pūjita brāhmaṇāya tubhyam idaṃ dakṣiṇāṃ satāmbūlaṃ saphalam ahaṃ saṃpradade ||
Bedeutung: Govinda empfängt, Govinda gibt, Govinda trägt beide: Verehrung Govinda. Die goldene Gabe ruht im goldenen Weltenschoß, als leuchtender Same; sie schenke heilige Frucht und Frieden. Hari, Om, das ist die Wahrheit. An diesem guten Tag überreiche ich Dir, dem geehrten Brahmanen, diese Dakshina mit Tambula und Frucht: zur Bekräftigung dieses Ritus, zur Freude Lakshmi-Narayanas und zur Vollendung seiner Frucht.
121. Die Gabe gemeinsam vollziehen
Eine mitwirkende Person gibt wenige Tropfen Wasser auf den Gabenteller als Zeichen ihres Mittragens; dann überreichen die Ausrichtenden die Gabe. Der Ritualleiter empfängt sie. Dank und Zuwendung werden so zu einer sichtbaren Frucht der Feier.
122. Visarjana – Ganesha danken
Verneige dich vor Ganesha und nimm die besondere Einladung zurück.
oṃ śrī mahāgaṇapataye namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||
Bedeutung: Verehrung dem großen Ganapati; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort.
123. Visarjana – den Brahma-Zeugen verabschieden
Verneige dich vor dem als Zeugen eingeladenen Brahma und schließe seine besondere Einladung.
oṃ brahmaṇe namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||
Bedeutung: Verehrung Brahma; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort.
124. Den Segen empfangen
Die Ritualleitung spricht die sechs puranischen Segensverse; die Familie empfängt sie mit gefalteten Händen. Die Anwesenden können dem Paar und Familie still ihre guten Wünsche mitgeben.
bhadram astu śivaṃ cā’stu mahālakṣmī prasīdatu |
rakṣantu tvāṃ surāḥ sarve sampadaḥ santu susthira ||
ṛṇa rogādi dāridryaṃ pāpa kṣut apamṛtyavaḥ |
bhaya śoka manastāpa naśyantu tava sarvadā ||
ārogyaṃ dṛḍhagātratvam anṛṇyam aghamocanam |
apāra vaśyaṃ niścintyam āstikyaṃ prāptir astu te ||
avyādhinā śarīreṇa manasā ca nirādhinā |
pūrayann arthinām āśāṃ jīva tvaṃ śaradaḥ śatam ||
sarve devāḥ sagandharvā brahmā viṣṇu śivādayaḥ |
rakṣantu tvāṃ sadā yāntaṃ tiṣṭhantaṃ nidrayāyutam ||
akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yadvac chreyaskaraṃ loke tattad astu sadā tava ||
Bedeutung: Wohlergehen und Heil seien dir beschieden; Mahalakshmi sei dir gnädig. Alle Götter mögen dich schützen; deine Güter seien beständig. Schulden, Krankheit, Armut, Unheil, Hunger, vorzeitiger Tod, Furcht, Kummer und Herzensqual mögen von dir weichen. Gesundheit, körperliche Festigkeit, Schuldenfreiheit und Befreiung von Fehlhandlungen, weitreichender Einfluss, Sorgenfreiheit und gläubiges Vertrauen mögen dir zuteilwerden. Mit gesundem Leib und unbelastetem Geist, den Hoffnungen der Bittenden entgegenkommend, mögest du hundert Herbste leben. Alle Götter mit den Gandharvas, Brahma, Vishnu und Shiva mögen dich im Gehen, Verweilen und Schlafen schützen. Dein Verdienst bleibe unversehrt; langes Leben, Ansehen und Kraft sowie alles, was in der Welt zum Wohle führt, seien stets bei dir.
125. Den Frieden gemeinsam tragen
Sprich den Friedensruf erneut; lasse danach eine kurze gemeinsame Stille entstehen.
oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Bedeutung: Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.
Nachklang und Quellen
Die Speisen werden als Prasad geteilt. Der Ring kann im Alltag an das gemeinsame Versprechen erinnern, in Verantwortung, Versorgung und Freude aufeinander zu achten. Der zusätzliche Dank an die Leitung und die Verabschiedung des vorbereiteten Feuerplatzes folgen dem hier ausdrücklich verwendeten puranischen Rahmen. Eine heutige persönliche Ergänzung ist, zum Abschluss je ein konkretes Versprechen der gegenseitigen Unterstützung auszusprechen.
- Sri Rama Ramanuja Achari: Sangopanga Vivaha Prayoga, 3. Dezember 2024, S. 78–87, vollständiger Punarvivaha-Abschnitt. Volltext. Gewählte Varianten: gemeinsamer Blickvers ohne Kinderwunsch, Ringtausch. Witwenverse und Verse bei Kindern aus früherer Ehe sind besondere, hier nicht vorausgesetzte Zusatzfälle.
- Derselbe: Puranokta Purva Prayoga, 3. November 2024, S. 20–24, 26–30, 33–39, 41 und 134, 136–137: ausdrücklich ergänzter Vorbereitungs- und Abschlussrahmen. Volltext. Die vedischen Texte sind als akzentlose Lesefassung wiedergegeben; die Leitung bewahrt im mündlichen Vollzug die erlernte Rezitation. Das traditionelle Varna-Zitat der Einleitung erklärt den historischen Anwendungsrahmen des Buches; die hier erläuterte Feier begründet keine Aussage über die heutige rechtliche Geltung einer Ehe.
Ergänzende Praxis
Übersicht der ausführlichen Ritualanleitungen
Seminare: Hinduistische Rituale
- 20.12.2026 - 20.12.2026 Gita Jayanti
Die Bhagavad Gita hat Geburtstag. Immer Ende November bis Mitte Dezember, abhängig von der Mondphase, wird Gita Jayanti gefeiert. Wir wollen den Geburt…- Vani Devi Beldzik
- 26.12.2026 - 02.01.2027 Indische Rituale Ausbildung
Du interessierst dich für indische Rituale? Du hast die einzigartige Gelegenheit, in dieser Rituale Ausbildung bei Yoga Vidya die kleine Puja, große P…- Sukadev Bretz, Shankari Winkelbauer
Vollständige Rezitationsanhänge
Die folgenden Texte entsprechen dem Ablauf. Persönliche Angaben in geschweiften Klammern werden vor Beginn eingesetzt; die Klammern werden nicht mitgesprochen. Die Devanagari-Fassung gibt dieselbe akzentlose Lesefassung wieder.
IAST
1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen
oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||
2. Pavitra anlegen
pūtā brahma pavitreṇa pūta sūryasya raśmibhiḥ |
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ ||
3. Das Licht entzünden
jyotir rūpam arūpañca vadanti muni puṅgavāḥ |
jyotir madhye sthito devo brahma jyotir namo’stu te ||
4. Die Lehrer ehren
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
akhaṇḍamaṇḍalākāraṃ vyāptaṃ yena carācaram |
tatpadaṃ darśitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||
ajñānatimirāndhasya jñānāñjanaśalākayā |
cakṣur unmīlitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||
5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden
śṛṇuyām sthirair aṅgair bhadraṃ karṇaiśca dṛṣṭibhiḥ |
bhadraṃ paśyema yad deva hitam āyur vyaśemahi ||
indro vṛddhaśravās tārkṣyo’riṣṭanemir bṛhaspatiḥ |
dadhātu svasti naḥ pūṣā viśvadevāśca svasti naḥ ||
viśvataḥ kratavo bhadrā āyantvāno vṛdhe yathā |
dive dive rakṣitāra āsan devā hi nityaśaḥ ||
viśvāni deva savitur duritāni parā suva |
subhaktyā praṇatānāṃ tu yad bhadraṃ tannaḥ āsuva ||
6. Den Augenblick Gott anvertrauen
tadeva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tāra balaṃ candra balaṃ tad eva |
vidyā balaṃ daiva balaṃ tad eva lakṣmīpate te aṅghriyugaṃ smarāmi ||
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
7. Sankalpa – das Anliegen aussprechen
hariḥ oṃtat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adye śrī bhagavato mahāpuruṣasya śrī viṣṇoḥ ājñayā pravartamānasya ādya brahmaṇaḥ dvitīya parārdhe śrī śveta varāha kalpe vaivasvata manvantare aṣṭāviṃśatīttame kali yuge kali yugasya prathama pāde jāmbudvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya varṣe hiraṇmaya deśe {Land} deśe {Ort} mahā nagari antargate vyavahārikānāṃ prabhavādi ṣaṣṭhi saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahresname} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara yuktāyāṃ {Tagesnakshatra} nakṣatra yuktāyām śrī viṣṇu yoge śrī viṣṇu karaṇe śubha yoga śubha karaṇe sakala graha guṇa viśeṣaṇa visiṣṭhāyām asyāṃ śubha tithau |
mama upātta samasta duritakṣaya dvārā śrī parameśvara prītyārthaṃ {Gotra_des_Mannes} gotrasya {Name_des_Mannes} nāmnā varasya {Gotra_der_Frau} gotrasya {Name_der_Frau} nāmnīḥ bhāminī deva agni guru brāhmaṇāḥ vaiṣṇavāḥ parivāra sannidhau agnyādi sākṣatayā saha dampatyoḥ praśasta gṛhasthāśrame dharma artha kāma ācaraṇāya sakala maṅgala prāptyarthaṃ punarudvāha saṃskāraṃ kariṣye ||
8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen
tad aṅgatvena nirvighnena parisampātyartham ādau vighneśvara pūjāṃ kariṣye |
tad aṅgatvena antaḥkaraṇa śuddhyarthaṃ śarīra śuddhyarthaṃ gṛha maṇḍapa śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa śuddhyarthaṃ svastipuṇyāha vācanaṃ kariṣye ||
9. Ganesha betrachten und einladen
gajānanaṃ bhūtagaṇādi sevitaṃ kapittha jambu phalasāra bhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvara pādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhi vināyakam ||
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||
10. Ganesha – Sitz
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||
11. Ganesha – Ehrenwasser
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||
12. Ganesha – Fußwasser
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||
13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | ācamanaṃ samarpayāmi ||
14. Ganesha – Bad
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||
15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||
16. Ganesha – Duft
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi ||
17. Ganesha – Kumkuma
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | kuṅkumaṃ samarpayāmi ||
18. Ganeshas achtzehn Namen
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |
19. Ganesha – Räucherduft
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhūpaṃ samarpayāmi ||
20. Ganesha – Licht
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dīpaṃ samarpayāmi ||
21. Ganesha – Speise
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi ||
22. Ganesha – Tambula
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||
23. Ganesha – Arati
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||
24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten
candrādityau ca dharaṇī vidyud agnī sāthaiva ca |
tvam eva sarva jyotīṣi nīrājanaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno danti pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ ānanda karpūra nīrājanaṃ saṃdarśayāmi |
karpūra nīrājana anantaraṃ punar ācamaniyaṃ samarpayāmi |
ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriyanigrahaḥ |
sarvabhūta dayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śānti puṣpaṃ tapaḥ puṣpaṃ jñāna puṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ deva prītikaraṃ bhavet ||
25. Ganeshas Segen erbitten
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten
nāgapāśadharaṃ hṛṣṭaṃ raktaugha dyutivigraham |
śaśāṅka dhavalaṃ dhyāyet varuṇaṃ makarāsanam ||
varuṇaṃ śvetavarṇaṃ ca pāśahastaṃ rujāsanam |
mauktikālaṅkṛtaṃ devaṃ tīrthanātham ahaṃ bhaje ||
asmin pūrvasthāpita kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||
27. Brahma am Gefäßfuß
brahmā caturmukhaḥ pītaś caturdordaṇḍamaṇḍitaḥ |
sṛgdaṇḍākṣa kuśopetaḥ sūryamaṇḍalamadhyagaḥ ||
dvādaśakalātmane arthapradāya sūryamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya mūlabhāge brahmaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||
28. Vishnu am Gefäßhals
viṣṇuś caturbhujo mauli śaṅkha cakra gadābja dhṛk |
nīlāmbuda pratīkāśaṃ somamaṇḍalamadhyagaḥ ||
ṣoḍaśakalātmane kāmapradāya somamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya kaṇṭhabhāge viṣṇuṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||
29. Rudra in der Gefäßmitte
jñāna śūladharaṃ rudraṃ nīlakaṇṭhaṃ trilocanam |
maheśvaraṃ ca viśveśaṃ agnimaṇḍalamadhyagaḥ ||
daśakalātmane dharmapradāya agnimaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya madhyabhāge rudraṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||
30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen
āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ |
svāminaḥ sarvajagannāthāḥ yāvat pūjāvasānakam |
tāvat yūyaṃ prītibhāvena kumbhe sannidhiṃ kuruta ||
āvāhitā bhavata sthāpitā bhavata sannidhā bhavata sanniruddhā bhavata sannihitā bhavata avaguṇṭhitā bhavata prasīdata prasīdata svāgataṃ svāgatam ||
31. den angerufenen Gottheiten – Sitz
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ āsanaṃ samarpayāmi ||
32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ arghyaṃ samarpayāmi ||
33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ pādyaṃ samarpayāmi ||
34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ ācamanaṃ samarpayāmi ||
35. den angerufenen Gottheiten – Bad
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ snānaṃ samarpayāmi ||
36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||
37. den angerufenen Gottheiten – Duft
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ gandhaṃ samarpayāmi ||
38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ kuṅkumaṃ samarpayāmi ||
39. Blüten für die Hüter des Wassers
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ pracetase namaḥ |
oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ |
oṃ makaravāhanāya namaḥ |
oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ śivāya namaḥ |
nānāvidhāni parimala patra puṣpāṇi samarpayāmi ||
40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dhūpaṃ samarpayāmi ||
41. den angerufenen Gottheiten – Licht
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dīpaṃ samarpayāmi ||
42. den angerufenen Gottheiten – Speise
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ naivedyaṃ samarpayāmi ||
43. den angerufenen Gottheiten – Tambula
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ tāmbūlaṃ samarpayāmi ||
44. den angerufenen Gottheiten – Arati
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||
45. Varunas Klarheit verehren
namo namaste sphaṭika prabhāya suśveta vastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tanno varuṇa pracodayāt |
oṃ vedātmanāya vidmahe hiraṇyagarbhāya dhīmahi tanno brahma pracodayāt |
oṃ nārāyaṇāya vidmahe vāsudevāya dhīmahi tanno viṣṇu pracodayāt |
oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi tanno rudra pracodayāt ||
46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe
śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭaṃ cāstu | astv akṣataṃ ca ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ smaḥ ||
47. Die Welt im Kalasha
kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudra samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ ||
kukṣau tu sāgara sarva saptadvīpa vasundharā |
ṛgvedo’tha yajurvedaḥ sāmavedo hyatharvanaḥ |
aṅgaiśca sahita sarve kalaśāmbu samāśritāḥ ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale’smin sannidhiṃ kuru ||
puṣkarādyāni tīrthāni gaṅgādyāḥ saritas tathā |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
atra gāyatrī sāvitrī śāntiḥ puṣṭikari tadā |
āyantu yajamānasya duritakṣayakārakāḥ ||
imā āpa śivā santu śuddhā śubhāśca nirmalā |
pāvanaṃ śitalaścaiva pūta sūryasya raśmibhiḥ ||
pūta brahma pavitreṇa pūtam indra sunītibhiḥ |
varuṇa svastyā punātu yamo dharmeṇa punātu māṃ ||
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ |
viṣṇu pādodbhavaṃ śuddhaṃ sarva maṅgala dāyinā ||
sarva samudrāḥ saritāḥ tīrthāni ca nagā hradāḥ |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantv oṣadhayo tava |
āpo rakṣantu tvāṃ nityam āpo nārāyaṇaḥ svayam ||
48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen
ṛddhir astu | samṛddhir astu | puṇyāhasamṛddhir astu | śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu | śivam astu | śivaṃ karmāstu | karma samṛddhir astu | dharma samṛddhir astu | veda samṛddhir astu | śāstra samṛddhir astu | dhanadhānya samṛddhir astu | putra pautra saṃpad astu | iṣṭa saṃpad astu ||
49. Belastendes fortgeben
sakala ariṣṭa nirasanam astu | yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tat dūre pratihatam astu ||
50. Segen für Menschen und Tiere
sarva śobhanaṃ bhavatu | sarva sampadāḥ santu | śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden
oṃ varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||
52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen
imā āpaḥ śivā śivattamāḥ śāntā śāntattamāḥ śubhā śubhattamāḥ pūtā pūtattamāḥ puṇyā puṇyattamāḥ medhya medhyattamāḥ amṛtāmṛta rasāḥ tās te kṛṇvantu bheṣajam |
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūta dayā śuddhaṃ jalaśuddhañca pañcama ||
adbhir gātrāṇi śudhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyā tapobhyāṃ ca bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||
53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten
karotu svasti te brahmā svasti vāpi dvijātayaḥ |
sarisṛpāśca ye śreṣṭās tebhyas te svasti sarvadā ||
svasti te’stu dvipādebhyaś catuṣpādebhya eva ca |
svasty astv apādakebhyaśca sarvebhyaḥ svasti sarvadā ||
svāhā svadhā śacī caiva svastiṃ kurvantu te sadā |
lakṣmīr arundhatī caiva kurutāṃ svasti te’nagha ||
asito devalaścaiva viśvāmitras tathāṅgirāḥ |
svasti te’dya prayacchantu kārtikeyaśca ṣaṇmukhaḥ ||
vivasvān bhagavān svastiṃ karotu tava sarvaśaḥ |
diggajāścaiva catvāraḥ kṣitiśca gaganaṃ grahāḥ ||
adhastād dharaṇīṃ yo’sau nāgo dhārayate sadā |
śeṣaśca pannagaśreṣṭhaḥ svasti tubhyaṃ prayacchatu ||
devāḥ svasti prakurvantu sagaṇāḥ sāyudhas tathā |
kinnarā deva gandharvāḥ sāpsarāḥ savināyakāḥ ||
sutale vitale devā hyatale ca tale’marāḥ |
tān sarvān praṇamāmy adya svakratoḥ pālanāya vai ||
bhūrloke ye sthitā devā bhuvarloke sthirāḥ sadā |
bhāvuke te prakurvantu svagaṇāḥ sāra saṃyutaḥ ||
svarloka vāsinaḥ sarve purandara mukhāś calāḥ |
kuśalaṃ ca suvāñchāmi karmārambhe viśeṣataḥ ||
maharjana tapo loke nivasanti savāhanāḥ |
nirjarās te prakurvantu kṣemaṃ suṣṭhu prakāśakaḥ ||
satyaloka prasīdanti brahmāṇaś śikhivāhanāḥ |
tridaśās te sukhāsīnā bhavyaṃ kurvantu sarvathā ||
rudrādi devatāḥ sarvās tathā vaikuṇṭhavāsinaḥ |
sagaṇāḥ parivārās te svastiṃ kurvantu nityaśaḥ ||
śivayāge viṣṇuyāge vāstu karmaṇi sarvadā |
iṣṭāpūrte mahādāne tān devān saṃsmarec ciram ||
tatastu karmārambhaḥ syān nirvighnena samāpayet |
ye vai naiva smaranty etān teṣāṃ naiva phalaṃ bhavet ||
54. Nandimukha – dankbar die Ahnen ehren
oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||
55. Govinda um Begleitung bitten
namo brahmaṇya devāya gobrāhmaṇa hitāya ca |
jagaddhitāya kṛṣṇāya govindāya namo namaḥ ||
namo namaste govinda purāṇa puruṣottama |
idaṃ śrāddhaṃ hṛṣīkeśa rakṣa tvaṃ sarvadā ||
56. Nandi-Sankalpa
mama upātta samasta duritakṣaya dvārā śrī parameśvara prītyarthaṃ pūrva saṅkalpite saṃskāra aṅgatvena sāṅkalpika nāndīmukhānāṃ prītyarthaṃ hiraṇyarūpeṇa nāndi śrāddham adya kariṣye ||
57. Die Gaben den Familienlinien widmen
varga dvaya pitā pitāmaha prapitāmahebhyo mātṛ pitāmahī prapitāmahī vṛddha prapitāmahībhyo tathā dvitīya gotrebhyo mātā pramātāmaha vṛddha pramātāmahābhyo dāsyamāna brāhmaṇa dvaya bhojana paryāptam annaṃ hiraṇyaṃ vā namaḥ saṃpadyatāṃ vṛddhiḥ ||
58. Nandi-Gaben überreichen
āma niṣkrayaṇīṃ dravyaṃ dakṣiṇāṃ dātum utsṛjya |
anena karmaṇā bhagavān mahāviṣṇuḥ prīyatām |
anena mayā hiraṇyena kṛtaṃ nāndī śobhana devatāḥ priyantām ||
eko viṣṇur mahad bhūtaṃ pṛthak bhūtāny anekaśaḥ |
trīn lokān vyāpya bhūtātmā bhuṅkte viśvabhug avyayaḥ ||
59. Den Ahnenritus im Frieden vollenden
oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
60. Paraspara Nirikshana – einander bewusst anschauen
eyaṃ agan pati-kāmā jani-kāmo'ham āgamam |
aśvaḥ kanikradad yathā bhagenāhaṃ sahāgamam ||
yad antaraṃ tad bāhyaṃ yad bāhyaṃ tad antaram ||
61. Girlanden tauschen
samañjantu viśvedevāḥ sam āpo hṛdayāni nau |
saṃ mātariśvā saṃ dhātā sam u deṣṭrī dideṣṭu nau ||
62. Vastra Dana – Gewänder überreichen
pari-dhāsye yośo-dhāsye dīrghāyutvāya jaradaṣṭir-asmi |
śataṃ ca jīvāmi śaradaḥ purūcī rāyas-poṣām abhisam-vyayiṣye ||
63. Kama Stuti – die Liebe als Gabe würdigen
ka idaṃ kasmā adāt kāmaḥ kāmāya kāmo dātā kāmaḥ pratigrahītā | kāmaṃ samudram āviśa kāmeṇa tvā pratigṛhṇāmi kāmaitat te ||
64. Das eheliche Feueropfer ankündigen
evaṃ pūrvokta guṇa viśeṣaṇa visiṣṭhāyām asyāṃ śubha tithau mama upātta samasta durita-kṣaya dvārā śrī parameśvara prītyarthaṃ {Gotra_des_Mannes} gotro {Name_des_Mannes} nāma aham asyā bhāryāyāḥ patnītva siddhaye vaivāhika homaṃ kariṣye udvāha karma kariṣye ||
65. Den Feuerplatz bereiten
oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||
66. Das Feuer entzünden
agni dūtaṃ purodadhe havyavāham upabruve | devāṃ āsādayād iha |
raṃ havyavāham ayaṃ te yoniḥ | oṃ yojaka nāma agnaye namaḥ ||
67. Yojaka-Agni einladen
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ yojaka nāma agnim āvāhayāmi sthāpayāmi |
oṃ yojaka nāma agnaye namaḥ supratiṣṭho varado bhava ||
68. Gras und Wasser um das Feuer ordnen
oṃ varuṇāya namaḥ | sakala ārādhanaiḥ svarcitam ||
69. Agni betrachten
agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam |
suvarṇavarṇam amalaṃ sannidhiṃ viśvatomukham ||
bālārkāruṇa saṅkāśaṃ saptajihvaṃ dvimastakam |
ajārūḍhaṃ śaktidharaṃ jaṭāmukuṭamaṇḍitam ||
hrīṃ ehi ehi sarvāmara havyavāha munibhiḥ |
svagaṇaiḥ saha adhvaraṃ rakṣa rakṣa namaḥ svāhā ||
70. Brahma als Zeugen ehren
khaṃ brahmaṇe namaḥ brahman ihāgaccha ihātiṣṭha | sakala ārādhanaiḥ svarcitam ||
71. Die acht Richtungen mit Blüten verehren
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ agnaye namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ vāyave namaḥ |
oṃ somāya namaḥ |
oṃ īśānāya namaḥ ||
72. Agni in den Richtungen und im Herzen ehren
oṃ agnaye namaḥ |
oṃ jātavedase namaḥ |
oṃ sahojase namaḥ |
oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ |
oṃ naryāpase namaḥ |
oṃ paṅktirādhase namaḥ |
oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ yajñapuruṣāya namaḥ |
oṃ ātmane namaḥ namaḥ |
sarvebhyo mahājanebhyo namaḥ ||
73. Die Opferlöffel weihen
oṃ hrīṃ icchāśaktyai namaḥ |
oṃ hrīṃ jñānaśaktyai namaḥ |
oṃ hrīṃ kriyāśaktyai namaḥ |
oṃ hrīṃ paraśaktyai namaḥ |
oṃ hāṃ paramaśivāya namaḥ ||
74. Ghee beziehungsweise Pflanzenöl weihen
aiṃ | aiṃ | phaṭ | aiṃ | huṃ | vaṃ | huṃ ||
75. Sieben vorbereitende Gaben
oṃ prajāpataye svāhā |
oṃ indrāya svāhā |
oṃ somāya svāhā |
oṃ agnaye svāhā |
oṃ bhūḥ svāhā |
oṃ bhuvaḥ svāhā |
oṃ suvaḥ svāhā ||
76. Pratijna – die gegenseitige Treue erklären
dharme ca arthe ca kāme ca imāṃ nāticarāmi |
dharme ca arthe ca kāme ca imaṃ nāticarāmi ||
77. Shubha Drishti – mit Wohlwollen anschauen
aghora cakṣur apatighnyedhi śivā patibhyaḥ sumanāḥ suvarcāḥ |
jīvasūr deva-kāmā syonā śaṃ no bhava dvipade śaṃ catuṣpade ||
abhrātṛghnīṃ varuṇāpatighnīṃ bṛhaspate |
indrāputraghnīṃ lakṣmyaṃ tām asyai savitaḥ suvaḥ ||
78. Eheliche Hauptgabe: Glanz
bṛhaspatināva sṛṣṭāṃ viśve devā adhārayan |
varco goṣu praviṣṭaṃ yat tenemāṃ saṃsṛjāmasi svāhā ||
79. Eheliche Hauptgabe: Leuchtkraft
bṛhaspatināva sṛṣṭāṃ viśve devā adhārayan |
tejo goṣu praviṣṭaṃ yat tenemāṃ saṃsṛjāmasi svāhā ||
80. Eheliche Hauptgabe: Strahlkraft
bṛhaspatināva sṛṣṭāṃ viśve devā adhārayan |
bhargo goṣu praviṣṭaṃ yat tenemāṃ saṃsṛjāmasi svāhā ||
81. Eheliche Hauptgabe: Ansehen
bṛhaspatināva sṛṣṭāṃ viśve devā adhārayan |
yaśo goṣu praviṣṭaṃ yat tenemāṃ saṃsṛjāmasi svāhā ||
82. Eheliche Hauptgabe: nährende Fülle
bṛhaspatināva sṛṣṭāṃ viśve devā adhārayan |
payo goṣu praviṣṭaṃ yat tenemāṃ saṃsṛjāmasi svāhā ||
83. Eheliche Hauptgabe: Lebenssaft
bṛhaspatināva sṛṣṭāṃ viśve devā adhārayan |
raso goṣu praviṣṭaṃ yat tenemāṃ saṃsṛjāmasi svāhā ||
84. Die göttliche Hochzeit erinnern
somo vadhūyur abhavad aśvināstām ubhā varā |
sūryāṃ yat patye śaṃsantīṃ manasā savitā dadāt svāhā ||
85. Panigrahana – einander die Hand reichen
gṛbhṇāmi te saubhagatvāya hastaṃ mayā patyā jaradaṣṭir yathāsaḥ |
bhago aryamā savitā purandhir mahyaṃ tvādur gārhapatyāya devāḥ ||
amo'ham asmi sā tvaṃ sā tvam asyam amo'ham |
sāmāham asmi ṛk tvaṃ dyaur ahaṃ pṛthivī tvam ||
te santu jaradaṣṭayaḥ saṃpriyau rociṣṇu sumanasyamānau |
paśyema śaradaḥ śataṃ jīvema śaradaḥ śataṃ śṛṇuyāma śaradaḥ śatam ||
86. Ashmarohana – Festigkeit, Runde 1
imaṃ aśmānam ārohata aśmeva yuvāṃ sthirau bhavata |
dviṣantam apabādhasva mā ca yuvāṃ dviṣatām adhaḥ ||
87. Pradakshina – Umrundung 1
viśvā uta tvayā vayaṃ dhārā udanyā iva | ati-gāhemahi dviṣaḥ ||
88. Ashmarohana – Festigkeit, Runde 2
imaṃ aśmānam ārohata aśmeva yuvāṃ sthirau bhavata |
dviṣantam apabādhasva mā ca yuvāṃ dviṣatām adhaḥ ||
89. Pradakshina – Umrundung 2
viśvā uta tvayā vayaṃ dhārā udanyā iva | ati-gāhemahi dviṣaḥ ||
90. Ashmarohana – Festigkeit, Runde 3
imaṃ aśmānam ārohata aśmeva yuvāṃ sthirau bhavata |
dviṣantam apabādhasva mā ca yuvāṃ dviṣatām adhaḥ ||
91. Pradakshina – Umrundung 3
viśvā uta tvayā vayaṃ dhārā udanyā iva | ati-gāhemahi dviṣaḥ ||
92. Saptapadi – Schritt 1
ekam iṣe viṣṇuḥ yuvāṃ nayatu ||
93. Saptapadi – Schritt 2
dve ūrje viṣṇuḥ yuvāṃ nayatu ||
94. Saptapadi – Schritt 3
trīṇi rāyas-poṣāya viṣṇuḥ yuvāṃ nayatu ||
95. Saptapadi – Schritt 4
catvāri māyo-bhavāya viṣṇuḥ yuvāṃ nayatu ||
96. Saptapadi – Schritt 5
pañca paśubhyo viṣṇuḥ yuvāṃ nayatu ||
97. Saptapadi – Schritt 6
ṣaḍ ṛtubhyo viṣṇuḥ yuvāṃ nayatu ||
98. Saptapadi – Schritt 7
sapta sakhāya viṣṇuḥ yuvāṃ nayatu ||
99. Die Freundschaft besiegeln
sakhā sapta-padā bhava sakhāyau sapta-padā babhūva | sakhyaṃ te gameyam sakhyāt te mā yoṣam sakhyān me mā yoṣṭāḥ | samayāva saṅkalpāvahai iṣam ūrjam abhi-saṃvasānau | san nau manāṃsi saṃ vratā sam u citāny akaram ||
101. Hridaya Sparshana – die Herzen verbinden
mama hṛdaye hṛdayaṃ te astu mama citte cittam astu te |
mama vācam ekamanāḥ śṛṇu mām evānuvratā sahacaryā mayā bhava ||
102. Ringe tauschen
māṅgalya mudrika anena mama premasya lakṣaṇam |
aṅgule dhārayiṣyāmi saṃjīva śaradaḥ śatam ||
hiraṇya-garbha saṃbhūtaṃ sauvarṇaṃ cāṅgulīyakam |
sarva-pradaṃ prayacchāmi prīto'stu ca prajā-patiḥ ||
103. Sindura Dana – das Ehezeichen anbringen
sumaṅgalīr iyaṃ vadhūr imāṃ sameta paśyata |
saubhāgyam asyai dattvā yathāstaṃ viparetana ||
vāmam adya savitar vāmam u śvo dive dive vāmam asmabhyaṃ sāvīḥ |
vāmasya hi kṣayasya deva bhūrer ayā dhiyā vāma-bhājaḥ syāma ||
104. Vier abschließende Vyahriti-Gaben
oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ svāhā | prajāpataye idaṃ na mama ||
105. Sthalipaka – vier Reisgaben
oṃ agnaye svāhā agnaye idaṃ na mama ||
oṃ prajāpataye svāhā prajāpataye idaṃ na mama ||
oṃ viśvebhyo devebhyaḥ svāhā viśvebhyo devebhya idaṃ na mama ||
oṃ anumataye svāhā anumataye idaṃ na mama ||
106. Pancha Varuna Homa – Gabe 1
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyāca mṛḍaya | tvām avasyurācake svāhā || varuṇāyedaṃ na mama ||
107. Pancha Varuna Homa – Gabe 2
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tadā śāste yajamāno havirbhiḥ | aheḍamāno varuṇeha bodhyuruśaṃsa mā na āyuḥ pramoṣīḥ svāhā || varuṇāyedaṃ na mama ||
108. Pancha Varuna Homa – Gabe 3
tvaṃ no agne varuṇasya vidvān devasya heḍo avayāsi sīṣṭhāḥ | yajiṣṭho vahnitamaḥ śośucāno viśvā dveṣāṃsi pramumugdhyasmat svāhā || agni-varuṇābhyām idaṃ na mama ||
109. Pancha Varuna Homa – Gabe 4
sa tvaṃ no agne avamo bhavotī nediṣṭho asyā uṣaso vyuṣṭau | avayakṣva no varuṇaṃ rarāṇo vīhi mṛḍīkaṃ suhavo na edhi svāhā || agni-varuṇābhyām idaṃ na mama ||
110. Pancha Varuna Homa – Gabe 5
tvam agne ayāsya yāsan manasā hitaḥ | ayāsan havyam ūhiṣe ayāno dhehi bheṣajaṃ svāhā || agni-ayase idaṃ na mama ||
111. Svishtakrit und Gayatri-Gaben
oṃ agnaye sviṣṭakṛte svāhā agnaye sviṣṭakṛte idaṃ na mama ||
oṃ bhūḥ bhuvaḥ suvaḥ tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi dhiyo yo naḥ pracodayāt svāhā ||
oṃ āpo jyotī raso'mṛtaṃ brahma bhūr bhuvaḥ suvar oṃ svāhā ||
112. Alles Unvollkommene ergänzen
oṃ asmin vaivāhika homa karmaṇi madhye saṃbhāvita samasta doṣa prāyaścittārthaṃ sarva prāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā prajāpataye idaṃ na mama ||
oṃ śrī viṣṇave svāhā viṣṇave paramātmane idaṃ na mama ||
oṃ rudrāya paśupataye svāhā rudrāya paśupataye idaṃ na mama ||
113. Purnahuti – die volle Opfergabe
mūrdhānaṃ divo aratiṃ pṛthivyā vaiśvānaram ṛta ā jātam agnim |
kaviṃ samrājam atithiṃ janānām āsannā pātraṃ janayanta devāḥ ||
114. Vishva Kalyana Prarthana – das Paar mit der Welt verbinden
śaṃ no mitraḥ śaṃ varuṇaḥ śaṃ no bhavatv aryamā | śaṃ na indro bṛhaspatiḥ śaṃ no viṣṇur urukramaḥ | śaṃ no vātaḥ pavatāṃ mātariśvā śaṃ nas tapatu sūryaḥ | śaṃ naḥ kanikradad devaḥ parjanyo abhi varṣatu ||
115. Den Frieden gemeinsam tragen
oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
116. Den abschließenden Ehesegen empfangen
sam itaṃ saṃ kalpethāṃ saṃpriyau rociṣṇu sumanasyamānau iṣam ūrjam abhi saṃvasānau ||
saṃ cen nayātho aśvinā kāminā saṃ ca vakṣathaḥ |
saṃ vāṃ bhagāso agmata saṃ cittāni sam u vratā ||
117. Das begleitende Wasser verabschieden und verteilen
oṃ varuṇa yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
pūrvāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
dakṣiṇāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
pratīcyāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
udīcyāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
ūrdhvāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ ||
118. Agni ehren und ins Herz zurücknehmen
rudrateja samudbhūto varado havyavāhanaḥ |
agnir vaiśvānaraḥ sākṣāt tasmai nityaṃ namo namaḥ ||
yajña yajñapatiṃ gaccha yajñaṃ gaccha hutāśana |
svāṃ yoniṃ gaccha yajñeśa pūrayāsman manoratham ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmani udvāsayāmi ||
120. Dakshina – Dank an die Ritualleitung
govinda pratigṛhṇāti govindāya dadāti ca |
govinda dhārikā dvābhyāṃ govindāya namo namaḥ ||
hiraṇyagarbha garbhasthaṃ hemabīja vibhāvasoḥ |
ananta puṇyaphaladam atha śāntiṃ prayaccha me ||
hariḥ oṃ tat sat | adya asmin śubha dine etat karma punarudvāha pratiṣṭhārthaṃ śrī lakṣmīnārāyaṇa prītyarthaṃ sampūrṇa phala siddhyarthaṃ pūrva pūjita brāhmaṇāya tubhyam idaṃ dakṣiṇāṃ satāmbūlaṃ saphalam ahaṃ saṃpradade ||
122. Visarjana – Ganesha danken
oṃ śrī mahāgaṇapataye namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||
123. Visarjana – den Brahma-Zeugen verabschieden
oṃ brahmaṇe namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||
124. Den Segen empfangen
bhadram astu śivaṃ cā’stu mahālakṣmī prasīdatu |
rakṣantu tvāṃ surāḥ sarve sampadaḥ santu susthira ||
ṛṇa rogādi dāridryaṃ pāpa kṣut apamṛtyavaḥ |
bhaya śoka manastāpa naśyantu tava sarvadā ||
ārogyaṃ dṛḍhagātratvam anṛṇyam aghamocanam |
apāra vaśyaṃ niścintyam āstikyaṃ prāptir astu te ||
avyādhinā śarīreṇa manasā ca nirādhinā |
pūrayann arthinām āśāṃ jīva tvaṃ śaradaḥ śatam ||
sarve devāḥ sagandharvā brahmā viṣṇu śivādayaḥ |
rakṣantu tvāṃ sadā yāntaṃ tiṣṭhantaṃ nidrayāyutam ||
akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yadvac chreyaskaraṃ loke tattad astu sadā tava ||
125. Den Frieden gemeinsam tragen
oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Devanagari
1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen
ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥
2. Pavitra anlegen
पूता ब्रह्म पवित्रेण पूत सूर्यस्य रश्मिभिः ।
सर्व तीर्थ जलं पुण्यं पावनं सर्व कारणं ॥
3. Das Licht entzünden
ज्योतिर् रूपम् अरूपञ्च वदन्ति मुनि पुङ्गवाः ।
ज्योतिर् मध्ये स्थितो देवो ब्रह्म ज्योतिर् नमो’स्तु ते ॥
4. Die Lehrer ehren
गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
अखण्डमण्डलाकारं व्याप्तं येन चराचरम् ।
तत्पदं दर्शितं येन तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
अज्ञानतिमिरान्धस्य ज्ञानाञ्जनशलाकया ।
चक्षुर् उन्मीलितं येन तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden
शृणुयाम् स्थिरैर् अङ्गैर् भद्रं कर्णैश्च दृष्टिभिः ।
भद्रं पश्येम यद् देव हितम् आयुर् व्यशेमहि ॥
इन्द्रो वृद्धश्रवास् तार्क्ष्यो’रिष्टनेमिर् बृहस्पतिः ।
दधातु स्वस्ति नः पूषा विश्वदेवाश्च स्वस्ति नः ॥
विश्वतः क्रतवो भद्रा आयन्त्वानो वृधे यथा ।
दिवे दिवे रक्षितार आसन् देवा हि नित्यशः ॥
विश्वानि देव सवितुर् दुरितानि परा सुव ।
सुभक्त्या प्रणतानां तु यद् भद्रं तन्नः आसुव ॥
6. Den Augenblick Gott anvertrauen
तदेव लग्नं सुदिनं तद् एव तार बलं चन्द्र बलं तद् एव ।
विद्या बलं दैव बलं तद् एव लक्ष्मीपते ते अङ्घ्रियुगं स्मरामि ॥
शुक्लाम्बरधरं विष्णुं शशिवर्णं चतुर्भुजम् ।
प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥
7. Sankalpa – das Anliegen aussprechen
हरिः ओंतत् सत् । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द ।
शुभे शोभने मुहूर्ते अद्ये श्री भगवतो महापुरुषस्य श्री विष्णोः आज्ञया प्रवर्तमानस्य आद्य ब्रह्मणः द्वितीय परार्धे श्री श्वेत वराह कल्पे वैवस्वत मन्वन्तरे अष्टाविंशतीत्तमे कलि युगे कलि युगस्य प्रथम पादे जाम्बुद्वीपे मेरोः {Richtung} दिग्भागे हिरण्मय वर्षे हिरण्मय देशे {Land} देशे {Ort} महा नगरि अन्तर्गते व्यवहारिकानां प्रभवादि षष्ठि संवत्सराणां मध्ये {Jahresname} नाम संवत्सरे {Ayana} अयने {Jahreszeit} ऋतौ मासोत्तमे {Monat} मासे {Paksha} पक्षे {Tithi} तिथौ {Wochentag} वासर युक्तायां {Tagesnakshatra} नक्षत्र युक्तायाम् श्री विष्णु योगे श्री विष्णु करणे शुभ योग शुभ करणे सकल ग्रह गुण विशेषण विसिष्ठायाम् अस्यां शुभ तिथौ ।
मम उपात्त समस्त दुरितक्षय द्वारा श्री परमेश्वर प्रीत्यार्थं {Gotra_des_Mannes} गोत्रस्य {Name_des_Mannes} नाम्ना वरस्य {Gotra_der_Frau} गोत्रस्य {Name_der_Frau} नाम्नीः भामिनी देव अग्नि गुरु ब्राह्मणाः वैष्णवाः परिवार सन्निधौ अग्न्यादि साक्षतया सह दम्पत्योः प्रशस्त गृहस्थाश्रमे धर्म अर्थ काम आचरणाय सकल मङ्गल प्राप्त्यर्थं पुनरुद्वाह संस्कारं करिष्ये ॥
8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen
तद् अङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसम्पात्यर्थम् आदौ विघ्नेश्वर पूजां करिष्ये ।
तद् अङ्गत्वेन अन्तःकरण शुद्ध्यर्थं शरीर शुद्ध्यर्थं गृह मण्डप शुद्ध्यर्थं सर्वोपकरण शुद्ध्यर्थं स्वस्तिपुण्याह वाचनं करिष्ये ॥
9. Ganesha betrachten und einladen
गजाननं भूतगणादि सेवितं कपित्थ जम्बु फलसार भक्षणम् ।
उमासुतं शोकविनाशकारणं नमामि विघ्नेश्वर पादपङ्कजम् ॥
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धि विनायकम् ॥
ॐ भूर् भुवस् सुवः श्री महागणपतये नमः । ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥
10. Ganesha – Sitz
श्री महागणपतये नमः । आसनं समर्पयामि ॥
11. Ganesha – Ehrenwasser
श्री महागणपतये नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥
12. Ganesha – Fußwasser
श्री महागणपतये नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥
13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung
श्री महागणपतये नमः । आचमनं समर्पयामि ॥
14. Ganesha – Bad
श्री महागणपतये नमः । स्नानं समर्पयामि ॥
15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden
श्री महागणपतये नमः । वस्त्र उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥
16. Ganesha – Duft
श्री महागणपतये नमः । गन्धं समर्पयामि ॥
17. Ganesha – Kumkuma
श्री महागणपतये नमः । कुङ्कुमं समर्पयामि ॥
18. Ganeshas achtzehn Namen
ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।
19. Ganesha – Räucherduft
श्री महागणपतये नमः । धूपं समर्पयामि ॥
20. Ganesha – Licht
श्री महागणपतये नमः । दीपं समर्पयामि ॥
21. Ganesha – Speise
श्री महागणपतये नमः । नैवेद्यं समर्पयामि ॥
22. Ganesha – Tambula
श्री महागणपतये नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥
23. Ganesha – Arati
श्री महागणपतये नमः । कर्पूर नीराजनं समर्पयामि ॥
24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten
चन्द्रादित्यौ च धरणी विद्युद् अग्नी साथैव च ।
त्वम् एव सर्व ज्योतीषि नीराजनं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन्नो दन्ति प्रचोदयात् ।
ॐ गं गणपतये नमः आनन्द कर्पूर नीराजनं संदर्शयामि ।
कर्पूर नीराजन अनन्तरं पुनर् आचमनियं समर्पयामि ।
अहिंसा प्रथमं पुष्पं पुष्पम् इन्द्रियनिग्रहः ।
सर्वभूत दया पुष्पं क्षमा पुष्पं विशेषतः ॥
शान्ति पुष्पं तपः पुष्पं ज्ञान पुष्पं तथैव च ।
सत्यम् अष्टविधं पुष्पं देव प्रीतिकरं भवेत् ॥
25. Ganeshas Segen erbitten
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
ॐ विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten
नागपाशधरं हृष्टं रक्तौघ द्युतिविग्रहम् ।
शशाङ्क धवलं ध्यायेत् वरुणं मकरासनम् ॥
वरुणं श्वेतवर्णं च पाशहस्तं रुजासनम् ।
मौक्तिकालङ्कृतं देवं तीर्थनाथम् अहं भजे ॥
अस्मिन् पूर्वस्थापित कुम्भे वरुणं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥
27. Brahma am Gefäßfuß
ब्रह्मा चतुर्मुखः पीतश् चतुर्दोर्दण्डमण्डितः ।
सृग्दण्डाक्ष कुशोपेतः सूर्यमण्डलमध्यगः ॥
द्वादशकलात्मने अर्थप्रदाय सूर्यमण्डलाय नमः ।
अस्य कुम्भस्य मूलभागे ब्रह्मं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥
28. Vishnu am Gefäßhals
विष्णुश् चतुर्भुजो मौलि शङ्ख चक्र गदाब्ज धृक् ।
नीलाम्बुद प्रतीकाशं सोममण्डलमध्यगः ॥
षोडशकलात्मने कामप्रदाय सोममण्डलाय नमः ।
अस्य कुम्भस्य कण्ठभागे विष्णुं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥
29. Rudra in der Gefäßmitte
ज्ञान शूलधरं रुद्रं नीलकण्ठं त्रिलोचनम् ।
महेश्वरं च विश्वेशं अग्निमण्डलमध्यगः ॥
दशकलात्मने धर्मप्रदाय अग्निमण्डलाय नमः ।
अस्य कुम्भस्य मध्यभागे रुद्रं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥
30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen
आवाहिताभ्यो सर्वेभ्यो देवताभ्यो नमः ।
स्वामिनः सर्वजगन्नाथाः यावत् पूजावसानकम् ।
तावत् यूयं प्रीतिभावेन कुम्भे सन्निधिं कुरुत ॥
आवाहिता भवत स्थापिता भवत सन्निधा भवत सन्निरुद्धा भवत सन्निहिता भवत अवगुण्ठिता भवत प्रसीदत प्रसीदत स्वागतं स्वागतम् ॥
31. den angerufenen Gottheiten – Sitz
आवाहितानां सर्वासां देवतानां आसनं समर्पयामि ॥
32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser
आवाहितानां सर्वासां देवतानां अर्घ्यं समर्पयामि ॥
33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser
आवाहितानां सर्वासां देवतानां पाद्यं समर्पयामि ॥
34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung
आवाहितानां सर्वासां देवतानां आचमनं समर्पयामि ॥
35. den angerufenen Gottheiten – Bad
आवाहितानां सर्वासां देवतानां स्नानं समर्पयामि ॥
36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden
आवाहितानां सर्वासां देवतानां वस्त्र उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥
37. den angerufenen Gottheiten – Duft
आवाहितानां सर्वासां देवतानां गन्धं समर्पयामि ॥
38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma
आवाहितानां सर्वासां देवतानां कुङ्कुमं समर्पयामि ॥
39. Blüten für die Hüter des Wassers
ॐ वरुणाय नमः ।
ॐ प्रचेतसे नमः ।
ॐ सुरूपिणे नमः ।
ॐ अपांपतये नमः ।
ॐ मकरवाहनाय नमः ।
ॐ जलाधिपतये नमः ।
ॐ पाशहस्ताय नमः ।
ॐ वरुणाय नमः ।
ॐ ब्रह्मणे नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ शिवाय नमः ।
नानाविधानि परिमल पत्र पुष्पाणि समर्पयामि ॥
40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft
आवाहितानां सर्वासां देवतानां धूपं समर्पयामि ॥
41. den angerufenen Gottheiten – Licht
आवाहितानां सर्वासां देवतानां दीपं समर्पयामि ॥
42. den angerufenen Gottheiten – Speise
आवाहितानां सर्वासां देवतानां नैवेद्यं समर्पयामि ॥
43. den angerufenen Gottheiten – Tambula
आवाहितानां सर्वासां देवतानां ताम्बूलं समर्पयामि ॥
44. den angerufenen Gottheiten – Arati
आवाहितानां सर्वासां देवतानां कर्पूर नीराजनं समर्पयामि ॥
45. Varunas Klarheit verehren
नमो नमस्ते स्फटिक प्रभाय सुश्वेत वस्त्राय सुमङ्गलाय ।
सुपाशहस्ताय झषासनाय जलाधिनाथाय वरुणाय नमो नमः ॥
ॐ जलबिम्बाय विद्महे नीलपुरुषाय धीमहि तन्नो वरुण प्रचोदयात् ।
ॐ वेदात्मनाय विद्महे हिरण्यगर्भाय धीमहि तन्नो ब्रह्म प्रचोदयात् ।
ॐ नारायणाय विद्महे वासुदेवाय धीमहि तन्नो विष्णु प्रचोदयात् ।
ॐ तत्पुरुषाय विद्महे महादेवाय धीमहि तन्नो रुद्र प्रचोदयात् ॥
46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe
शिवा आपः सन्तु । सन्तु शिवा आपः ।
सौमनस्यम् अस्तु । अस्तु सौमनस्यम् ।
अक्षतं चारिष्टं चास्तु । अस्त्व् अक्षतं च अरिष्टम् ।
भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये । वाच्यताम् ।
प्रसीदन्तु भवन्तः । प्रसन्नाः स्मः ॥
47. Die Welt im Kalasha
कलशस्य मुखे विष्णुः कण्ठे रुद्र समाश्रितः ।
मूले तत्र स्थितो ब्रह्मा मध्ये मातृगणाः स्मृताः ॥
कुक्षौ तु सागर सर्व सप्तद्वीप वसुन्धरा ।
ऋग्वेदो’थ यजुर्वेदः सामवेदो ह्यथर्वनः ।
अङ्गैश्च सहित सर्वे कलशाम्बु समाश्रिताः ॥
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरी सरस्वती ।
नर्मदे सिन्धु कावेरि जले’स्मिन् सन्निधिं कुरु ॥
पुष्कराद्यानि तीर्थानि गङ्गाद्याः सरितस् तथा ।
आयन्तु लोकशान्त्यर्थं दुरितक्षयकारकाः ॥
अत्र गायत्री सावित्री शान्तिः पुष्टिकरि तदा ।
आयन्तु यजमानस्य दुरितक्षयकारकाः ॥
इमा आप शिवा सन्तु शुद्धा शुभाश्च निर्मला ।
पावनं शितलश्चैव पूत सूर्यस्य रश्मिभिः ॥
पूत ब्रह्म पवित्रेण पूतम् इन्द्र सुनीतिभिः ।
वरुण स्वस्त्या पुनातु यमो धर्मेण पुनातु मां ॥
सर्व तीर्थ जलं पुण्यं पावनं सर्व कारणं ।
विष्णु पादोद्भवं शुद्धं सर्व मङ्गल दायिना ॥
सर्व समुद्राः सरिताः तीर्थानि च नगा ह्रदाः ।
आयन्तु लोकशान्त्यर्थं दुरितक्षयकारकाः ॥
आपः सुमित्रियाः सन्तु भवन्त्व् ओषधयो तव ।
आपो रक्षन्तु त्वां नित्यम् आपो नारायणः स्वयम् ॥
48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen
ऋद्धिर् अस्तु । समृद्धिर् अस्तु । पुण्याहसमृद्धिर् अस्तु । शान्तिर् अस्तु । पुष्टिर् अस्तु । तुष्टिर् अस्तु । वृद्धिर् अस्तु । अविघ्नम् अस्तु । आयुष्यम् अस्तु । आरोग्यम् अस्तु । शिवम् अस्तु । शिवं कर्मास्तु । कर्म समृद्धिर् अस्तु । धर्म समृद्धिर् अस्तु । वेद समृद्धिर् अस्तु । शास्त्र समृद्धिर् अस्तु । धनधान्य समृद्धिर् अस्तु । पुत्र पौत्र संपद् अस्तु । इष्ट संपद् अस्तु ॥
49. Belastendes fortgeben
सकल अरिष्ट निरसनम् अस्तु । यत् पापं रोगं शोकम् अकल्याणं तत् दूरे प्रतिहतम् अस्तु ॥
50. Segen für Menschen und Tiere
सर्व शोभनं भवतु । सर्व सम्पदाः सन्तु । शं नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे । ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden
ॐ वरुणाय नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ।
आवाहिताभ्यो सर्वेभ्यो देवताभ्यो नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ॥
52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen
इमा आपः शिवा शिवत्तमाः शान्ता शान्तत्तमाः शुभा शुभत्तमाः पूता पूतत्तमाः पुण्या पुण्यत्तमाः मेध्य मेध्यत्तमाः अमृतामृत रसाः तास् ते कृण्वन्तु भेषजम् ।
सत्यं शुद्धं तपः शुद्धं ज्ञानशुद्धं तथैव च ।
सर्वभूत दया शुद्धं जलशुद्धञ्च पञ्चम ॥
अद्भिर् गात्राणि शुध्यन्ति बुद्धिर् ज्ञानेन शुद्ध्यति ।
विद्या तपोभ्यां च भूतात्मा मनः सत्येन शुद्ध्यति ॥
53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten
करोतु स्वस्ति ते ब्रह्मा स्वस्ति वापि द्विजातयः ।
सरिसृपाश्च ये श्रेष्टास् तेभ्यस् ते स्वस्ति सर्वदा ॥
स्वस्ति ते’स्तु द्विपादेभ्यश् चतुष्पादेभ्य एव च ।
स्वस्त्य् अस्त्व् अपादकेभ्यश्च सर्वेभ्यः स्वस्ति सर्वदा ॥
स्वाहा स्वधा शची चैव स्वस्तिं कुर्वन्तु ते सदा ।
लक्ष्मीर् अरुन्धती चैव कुरुतां स्वस्ति ते’नघ ॥
असितो देवलश्चैव विश्वामित्रस् तथाङ्गिराः ।
स्वस्ति ते’द्य प्रयच्छन्तु कार्तिकेयश्च षण्मुखः ॥
विवस्वान् भगवान् स्वस्तिं करोतु तव सर्वशः ।
दिग्गजाश्चैव चत्वारः क्षितिश्च गगनं ग्रहाः ॥
अधस्ताद् धरणीं यो’सौ नागो धारयते सदा ।
शेषश्च पन्नगश्रेष्ठः स्वस्ति तुभ्यं प्रयच्छतु ॥
देवाः स्वस्ति प्रकुर्वन्तु सगणाः सायुधस् तथा ।
किन्नरा देव गन्धर्वाः साप्सराः सविनायकाः ॥
सुतले वितले देवा ह्यतले च तले’मराः ।
तान् सर्वान् प्रणमाम्य् अद्य स्वक्रतोः पालनाय वै ॥
भूर्लोके ये स्थिता देवा भुवर्लोके स्थिराः सदा ।
भावुके ते प्रकुर्वन्तु स्वगणाः सार संयुतः ॥
स्वर्लोक वासिनः सर्वे पुरन्दर मुखाश् चलाः ।
कुशलं च सुवाञ्छामि कर्मारम्भे विशेषतः ॥
महर्जन तपो लोके निवसन्ति सवाहनाः ।
निर्जरास् ते प्रकुर्वन्तु क्षेमं सुष्ठु प्रकाशकः ॥
सत्यलोक प्रसीदन्ति ब्रह्माणश् शिखिवाहनाः ।
त्रिदशास् ते सुखासीना भव्यं कुर्वन्तु सर्वथा ॥
रुद्रादि देवताः सर्वास् तथा वैकुण्ठवासिनः ।
सगणाः परिवारास् ते स्वस्तिं कुर्वन्तु नित्यशः ॥
शिवयागे विष्णुयागे वास्तु कर्मणि सर्वदा ।
इष्टापूर्ते महादाने तान् देवान् संस्मरेच् चिरम् ॥
ततस्तु कर्मारम्भः स्यान् निर्विघ्नेन समापयेत् ।
ये वै नैव स्मरन्त्य् एतान् तेषां नैव फलं भवेत् ॥
54. Nandimukha – dankbar die Ahnen ehren
ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥
55. Govinda um Begleitung bitten
नमो ब्रह्मण्य देवाय गोब्राह्मण हिताय च ।
जगद्धिताय कृष्णाय गोविन्दाय नमो नमः ॥
नमो नमस्ते गोविन्द पुराण पुरुषोत्तम ।
इदं श्राद्धं हृषीकेश रक्ष त्वं सर्वदा ॥
56. Nandi-Sankalpa
मम उपात्त समस्त दुरितक्षय द्वारा श्री परमेश्वर प्रीत्यर्थं पूर्व सङ्कल्पिते संस्कार अङ्गत्वेन साङ्कल्पिक नान्दीमुखानां प्रीत्यर्थं हिरण्यरूपेण नान्दि श्राद्धम् अद्य करिष्ये ॥
57. Die Gaben den Familienlinien widmen
वर्ग द्वय पिता पितामह प्रपितामहेभ्यो मातृ पितामही प्रपितामही वृद्ध प्रपितामहीभ्यो तथा द्वितीय गोत्रेभ्यो माता प्रमातामह वृद्ध प्रमातामहाभ्यो दास्यमान ब्राह्मण द्वय भोजन पर्याप्तम् अन्नं हिरण्यं वा नमः संपद्यतां वृद्धिः ॥
58. Nandi-Gaben überreichen
आम निष्क्रयणीं द्रव्यं दक्षिणां दातुम् उत्सृज्य ।
अनेन कर्मणा भगवान् महाविष्णुः प्रीयताम् ।
अनेन मया हिरण्येन कृतं नान्दी शोभन देवताः प्रियन्ताम् ॥
एको विष्णुर् महद् भूतं पृथक् भूतान्य् अनेकशः ।
त्रीन् लोकान् व्याप्य भूतात्मा भुङ्क्ते विश्वभुग् अव्ययः ॥
59. Den Ahnenritus im Frieden vollenden
ॐ द्यौः शान्तिर् अन्तरिक्षं शान्तिः पृथिवी शान्तिर् आपः शान्तिर् ओषधयः शान्तिः ।
वनस्पतयः शान्तिर् विश्वेदेवाः शान्तिर् ब्रह्म शान्तिः सर्वं शान्तिः शान्तिर् एव शान्तिः सा मा शान्तिर् एधि ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
60. Paraspara Nirikshana – einander bewusst anschauen
एयं अगन् पति-कामा जनि-कामोऽहम् आगमम् ।
अश्वः कनिक्रदद् यथा भगेनाहं सहागमम् ॥
यद् अन्तरं तद् बाह्यं यद् बाह्यं तद् अन्तरम् ॥
61. Girlanden tauschen
समञ्जन्तु विश्वेदेवाः सम् आपो हृदयानि नौ ।
सं मातरिश्वा सं धाता सम् उ देष्ट्री दिदेष्टु नौ ॥
62. Vastra Dana – Gewänder überreichen
परि-धास्ये योशो-धास्ये दीर्घायुत्वाय जरदष्टिर्-अस्मि ।
शतं च जीवामि शरदः पुरूची रायस्-पोषाम् अभिसम्-व्ययिष्ये ॥
63. Kama Stuti – die Liebe als Gabe würdigen
क इदं कस्मा अदात् कामः कामाय कामो दाता कामः प्रतिग्रहीता । कामं समुद्रम् आविश कामेण त्वा प्रतिगृह्णामि कामैतत् ते ॥
64. Das eheliche Feueropfer ankündigen
एवं पूर्वोक्त गुण विशेषण विसिष्ठायाम् अस्यां शुभ तिथौ मम उपात्त समस्त दुरित-क्षय द्वारा श्री परमेश्वर प्रीत्यर्थं {Gotra_des_Mannes} गोत्रो {Name_des_Mannes} नाम अहम् अस्या भार्यायाः पत्नीत्व सिद्धये वैवाहिक होमं करिष्ये उद्वाह कर्म करिष्ये ॥
65. Den Feuerplatz bereiten
ॐ रुद्राय नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ इन्द्राय नमः ।
ॐ यमाय नमः ।
ॐ ब्रह्मणे नमः ।
ॐ सोमाय नमः ॥
66. Das Feuer entzünden
अग्नि दूतं पुरोदधे हव्यवाहम् उपब्रुवे । देवां आसादयाद् इह ।
रं हव्यवाहम् अयं ते योनिः । ॐ योजक नाम अग्नये नमः ॥
67. Yojaka-Agni einladen
ॐ भूर् भुवस् सुवः योजक नाम अग्निम् आवाहयामि स्थापयामि ।
ॐ योजक नाम अग्नये नमः सुप्रतिष्ठो वरदो भव ॥
68. Gras und Wasser um das Feuer ordnen
ॐ वरुणाय नमः । सकल आराधनैः स्वर्चितम् ॥
69. Agni betrachten
अग्निं प्रज्वलितं वन्दे जातवेदं हुताशनम् ।
सुवर्णवर्णम् अमलं सन्निधिं विश्वतोमुखम् ॥
बालार्कारुण सङ्काशं सप्तजिह्वं द्विमस्तकम् ।
अजारूढं शक्तिधरं जटामुकुटमण्डितम् ॥
ह्रीं एहि एहि सर्वामर हव्यवाह मुनिभिः ।
स्वगणैः सह अध्वरं रक्ष रक्ष नमः स्वाहा ॥
70. Brahma als Zeugen ehren
खं ब्रह्मणे नमः ब्रह्मन् इहागच्छ इहातिष्ठ । सकल आराधनैः स्वर्चितम् ॥
71. Die acht Richtungen mit Blüten verehren
ॐ इन्द्राय नमः ।
ॐ अग्नये नमः ।
ॐ यमाय नमः ।
ॐ निरृतये नमः ।
ॐ वरुणाय नमः ।
ॐ वायवे नमः ।
ॐ सोमाय नमः ।
ॐ ईशानाय नमः ॥
72. Agni in den Richtungen und im Herzen ehren
ॐ अग्नये नमः ।
ॐ जातवेदसे नमः ।
ॐ सहोजसे नमः ।
ॐ अजिराप्रभवे नमः ।
ॐ वैश्वानराय नमः ।
ॐ नर्यापसे नमः ।
ॐ पङ्क्तिराधसे नमः ।
ॐ विसर्पिणे नमः ।
ॐ यज्ञपुरुषाय नमः ।
ॐ आत्मने नमः नमः ।
सर्वेभ्यो महाजनेभ्यो नमः ॥
73. Die Opferlöffel weihen
ॐ ह्रीं इच्छाशक्त्यै नमः ।
ॐ ह्रीं ज्ञानशक्त्यै नमः ।
ॐ ह्रीं क्रियाशक्त्यै नमः ।
ॐ ह्रीं परशक्त्यै नमः ।
ॐ हां परमशिवाय नमः ॥
74. Ghee beziehungsweise Pflanzenöl weihen
ऐं । ऐं । फट् । ऐं । हुं । वं । हुं ॥
75. Sieben vorbereitende Gaben
ॐ प्रजापतये स्वाहा ।
ॐ इन्द्राय स्वाहा ।
ॐ सोमाय स्वाहा ।
ॐ अग्नये स्वाहा ।
ॐ भूः स्वाहा ।
ॐ भुवः स्वाहा ।
ॐ सुवः स्वाहा ॥
76. Pratijna – die gegenseitige Treue erklären
धर्मे च अर्थे च कामे च इमां नातिचरामि ।
धर्मे च अर्थे च कामे च इमं नातिचरामि ॥
77. Shubha Drishti – mit Wohlwollen anschauen
अघोर चक्षुर् अपतिघ्न्येधि शिवा पतिभ्यः सुमनाः सुवर्चाः ।
जीवसूर् देव-कामा स्योना शं नो भव द्विपदे शं चतुष्पदे ॥
अभ्रातृघ्नीं वरुणापतिघ्नीं बृहस्पते ।
इन्द्रापुत्रघ्नीं लक्ष्म्यं ताम् अस्यै सवितः सुवः ॥
78. Eheliche Hauptgabe: Glanz
बृहस्पतिनाव सृष्टां विश्वे देवा अधारयन् ।
वर्चो गोषु प्रविष्टं यत् तेनेमां संसृजामसि स्वाहा ॥
79. Eheliche Hauptgabe: Leuchtkraft
बृहस्पतिनाव सृष्टां विश्वे देवा अधारयन् ।
तेजो गोषु प्रविष्टं यत् तेनेमां संसृजामसि स्वाहा ॥
80. Eheliche Hauptgabe: Strahlkraft
बृहस्पतिनाव सृष्टां विश्वे देवा अधारयन् ।
भर्गो गोषु प्रविष्टं यत् तेनेमां संसृजामसि स्वाहा ॥
81. Eheliche Hauptgabe: Ansehen
बृहस्पतिनाव सृष्टां विश्वे देवा अधारयन् ।
यशो गोषु प्रविष्टं यत् तेनेमां संसृजामसि स्वाहा ॥
82. Eheliche Hauptgabe: nährende Fülle
बृहस्पतिनाव सृष्टां विश्वे देवा अधारयन् ।
पयो गोषु प्रविष्टं यत् तेनेमां संसृजामसि स्वाहा ॥
83. Eheliche Hauptgabe: Lebenssaft
बृहस्पतिनाव सृष्टां विश्वे देवा अधारयन् ।
रसो गोषु प्रविष्टं यत् तेनेमां संसृजामसि स्वाहा ॥
84. Die göttliche Hochzeit erinnern
सोमो वधूयुर् अभवद् अश्विनास्ताम् उभा वरा ।
सूर्यां यत् पत्ये शंसन्तीं मनसा सविता ददात् स्वाहा ॥
85. Panigrahana – einander die Hand reichen
गृभ्णामि ते सौभगत्वाय हस्तं मया पत्या जरदष्टिर् यथासः ।
भगो अर्यमा सविता पुरन्धिर् मह्यं त्वादुर् गार्हपत्याय देवाः ॥
अमोऽहम् अस्मि सा त्वं सा त्वम् अस्यम् अमोऽहम् ।
सामाहम् अस्मि ऋक् त्वं द्यौर् अहं पृथिवी त्वम् ॥
ते सन्तु जरदष्टयः संप्रियौ रोचिष्णु सुमनस्यमानौ ।
पश्येम शरदः शतं जीवेम शरदः शतं शृणुयाम शरदः शतम् ॥
86. Ashmarohana – Festigkeit, Runde 1
इमं अश्मानम् आरोहत अश्मेव युवां स्थिरौ भवत ।
द्विषन्तम् अपबाधस्व मा च युवां द्विषताम् अधः ॥
87. Pradakshina – Umrundung 1
विश्वा उत त्वया वयं धारा उदन्या इव । अति-गाहेमहि द्विषः ॥
88. Ashmarohana – Festigkeit, Runde 2
इमं अश्मानम् आरोहत अश्मेव युवां स्थिरौ भवत ।
द्विषन्तम् अपबाधस्व मा च युवां द्विषताम् अधः ॥
89. Pradakshina – Umrundung 2
विश्वा उत त्वया वयं धारा उदन्या इव । अति-गाहेमहि द्विषः ॥
90. Ashmarohana – Festigkeit, Runde 3
इमं अश्मानम् आरोहत अश्मेव युवां स्थिरौ भवत ।
द्विषन्तम् अपबाधस्व मा च युवां द्विषताम् अधः ॥
91. Pradakshina – Umrundung 3
विश्वा उत त्वया वयं धारा उदन्या इव । अति-गाहेमहि द्विषः ॥
92. Saptapadi – Schritt 1
एकम् इषे विष्णुः युवां नयतु ॥
93. Saptapadi – Schritt 2
द्वे ऊर्जे विष्णुः युवां नयतु ॥
94. Saptapadi – Schritt 3
त्रीणि रायस्-पोषाय विष्णुः युवां नयतु ॥
95. Saptapadi – Schritt 4
चत्वारि मायो-भवाय विष्णुः युवां नयतु ॥
96. Saptapadi – Schritt 5
पञ्च पशुभ्यो विष्णुः युवां नयतु ॥
97. Saptapadi – Schritt 6
षड् ऋतुभ्यो विष्णुः युवां नयतु ॥
98. Saptapadi – Schritt 7
सप्त सखाय विष्णुः युवां नयतु ॥
99. Die Freundschaft besiegeln
सखा सप्त-पदा भव सखायौ सप्त-पदा बभूव । सख्यं ते गमेयम् सख्यात् ते मा योषम् सख्यान् मे मा योष्टाः । समयाव सङ्कल्पावहै इषम् ऊर्जम् अभि-संवसानौ । सन् नौ मनांसि सं व्रता सम् उ चितान्य् अकरम् ॥
101. Hridaya Sparshana – die Herzen verbinden
मम हृदये हृदयं ते अस्तु मम चित्ते चित्तम् अस्तु ते ।
मम वाचम् एकमनाः शृणु माम् एवानुव्रता सहचर्या मया भव ॥
102. Ringe tauschen
माङ्गल्य मुद्रिक अनेन मम प्रेमस्य लक्षणम् ।
अङ्गुले धारयिष्यामि संजीव शरदः शतम् ॥
हिरण्य-गर्भ संभूतं सौवर्णं चाङ्गुलीयकम् ।
सर्व-प्रदं प्रयच्छामि प्रीतोऽस्तु च प्रजा-पतिः ॥
103. Sindura Dana – das Ehezeichen anbringen
सुमङ्गलीर् इयं वधूर् इमां समेत पश्यत ।
सौभाग्यम् अस्यै दत्त्वा यथास्तं विपरेतन ॥
वामम् अद्य सवितर् वामम् उ श्वो दिवे दिवे वामम् अस्मभ्यं सावीः ।
वामस्य हि क्षयस्य देव भूरेर् अया धिया वाम-भाजः स्याम ॥
104. Vier abschließende Vyahriti-Gaben
ॐ भूः स्वाहा । अग्नये इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्याय इदं न मम ।
ॐ भूर् भुवस् सुवः स्वाहा । प्रजापतये इदं न मम ॥
105. Sthalipaka – vier Reisgaben
ॐ अग्नये स्वाहा अग्नये इदं न मम ॥
ॐ प्रजापतये स्वाहा प्रजापतये इदं न मम ॥
ॐ विश्वेभ्यो देवेभ्यः स्वाहा विश्वेभ्यो देवेभ्य इदं न मम ॥
ॐ अनुमतये स्वाहा अनुमतये इदं न मम ॥
106. Pancha Varuna Homa – Gabe 1
इमं मे वरुण श्रुधी हवम् अद्याच मृडय । त्वाम् अवस्युराचके स्वाहा ॥ वरुणायेदं न मम ॥
107. Pancha Varuna Homa – Gabe 2
तत् त्वा यामि ब्रह्मणा वन्दमानस् तदा शास्ते यजमानो हविर्भिः । अहेडमानो वरुणेह बोध्युरुशंस मा न आयुः प्रमोषीः स्वाहा ॥ वरुणायेदं न मम ॥
108. Pancha Varuna Homa – Gabe 3
त्वं नो अग्ने वरुणस्य विद्वान् देवस्य हेडो अवयासि सीष्ठाः । यजिष्ठो वह्नितमः शोशुचानो विश्वा द्वेषांसि प्रमुमुग्ध्यस्मत् स्वाहा ॥ अग्नि-वरुणाभ्याम् इदं न मम ॥
109. Pancha Varuna Homa – Gabe 4
स त्वं नो अग्ने अवमो भवोती नेदिष्ठो अस्या उषसो व्युष्टौ । अवयक्ष्व नो वरुणं रराणो वीहि मृडीकं सुहवो न एधि स्वाहा ॥ अग्नि-वरुणाभ्याम् इदं न मम ॥
110. Pancha Varuna Homa – Gabe 5
त्वम् अग्ने अयास्य यासन् मनसा हितः । अयासन् हव्यम् ऊहिषे अयानो धेहि भेषजं स्वाहा ॥ अग्नि-अयसे इदं न मम ॥
111. Svishtakrit und Gayatri-Gaben
ॐ अग्नये स्विष्टकृते स्वाहा अग्नये स्विष्टकृते इदं न मम ॥
ॐ भूः भुवः सुवः तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि धियो यो नः प्रचोदयात् स्वाहा ॥
ॐ आपो ज्योती रसोऽमृतं ब्रह्म भूर् भुवः सुवर् ॐ स्वाहा ॥
112. Alles Unvollkommene ergänzen
ॐ अस्मिन् वैवाहिक होम कर्मणि मध्ये संभावित समस्त दोष प्रायश्चित्तार्थं सर्व प्रायश्चित्तं होष्यामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा प्रजापतये इदं न मम ॥
ॐ श्री विष्णवे स्वाहा विष्णवे परमात्मने इदं न मम ॥
ॐ रुद्राय पशुपतये स्वाहा रुद्राय पशुपतये इदं न मम ॥
113. Purnahuti – die volle Opfergabe
मूर्धानं दिवो अरतिं पृथिव्या वैश्वानरम् ऋत आ जातम् अग्निम् ।
कविं सम्राजम् अतिथिं जनानाम् आसन्ना पात्रं जनयन्त देवाः ॥
114. Vishva Kalyana Prarthana – das Paar mit der Welt verbinden
शं नो मित्रः शं वरुणः शं नो भवत्व् अर्यमा । शं न इन्द्रो बृहस्पतिः शं नो विष्णुर् उरुक्रमः । शं नो वातः पवतां मातरिश्वा शं नस् तपतु सूर्यः । शं नः कनिक्रदद् देवः पर्जन्यो अभि वर्षतु ॥
115. Den Frieden gemeinsam tragen
ॐ द्यौः शान्तिर् अन्तरिक्षं शान्तिः पृथिवी शान्तिर् आपः शान्तिर् ओषधयः शान्तिः ।
वनस्पतयः शान्तिर् विश्वेदेवाः शान्तिर् ब्रह्म शान्तिः सर्वं शान्तिः शान्तिर् एव शान्तिः सा मा शान्तिर् एधि ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
116. Den abschließenden Ehesegen empfangen
सम् इतं सं कल्पेथां संप्रियौ रोचिष्णु सुमनस्यमानौ इषम् ऊर्जम् अभि संवसानौ ॥
सं चेन् नयाथो अश्विना कामिना सं च वक्षथः ।
सं वां भगासो अग्मत सं चित्तानि सम् उ व्रता ॥
117. Das begleitende Wasser verabschieden und verteilen
ॐ वरुण यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ।
पूर्वां दिशि मार्जनं नमः ।
दक्षिणां दिशि मार्जनं नमः ।
प्रतीच्यां दिशि मार्जनं नमः ।
उदीच्यां दिशि मार्जनं नमः ।
ऊर्ध्वां दिशि मार्जनं नमः ॥
118. Agni ehren und ins Herz zurücknehmen
रुद्रतेज समुद्भूतो वरदो हव्यवाहनः ।
अग्निर् वैश्वानरः साक्षात् तस्मै नित्यं नमो नमः ॥
यज्ञ यज्ञपतिं गच्छ यज्ञं गच्छ हुताशन ।
स्वां योनिं गच्छ यज्ञेश पूरयास्मन् मनोरथम् ॥
ॐ अग्नये नमः । अग्निम् आत्मनि उद्वासयामि ॥
120. Dakshina – Dank an die Ritualleitung
गोविन्द प्रतिगृह्णाति गोविन्दाय ददाति च ।
गोविन्द धारिका द्वाभ्यां गोविन्दाय नमो नमः ॥
हिरण्यगर्भ गर्भस्थं हेमबीज विभावसोः ।
अनन्त पुण्यफलदम् अथ शान्तिं प्रयच्छ मे ॥
हरिः ॐ तत् सत् । अद्य अस्मिन् शुभ दिने एतत् कर्म पुनरुद्वाह प्रतिष्ठार्थं श्री लक्ष्मीनारायण प्रीत्यर्थं सम्पूर्ण फल सिद्ध्यर्थं पूर्व पूजित ब्राह्मणाय तुभ्यम् इदं दक्षिणां सताम्बूलं सफलम् अहं संप्रददे ॥
122. Visarjana – Ganesha danken
ॐ श्री महागणपतये नमः यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ॥
123. Visarjana – den Brahma-Zeugen verabschieden
ॐ ब्रह्मणे नमः यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ॥
124. Den Segen empfangen
भद्रम् अस्तु शिवं चा’स्तु महालक्ष्मी प्रसीदतु ।
रक्षन्तु त्वां सुराः सर्वे सम्पदः सन्तु सुस्थिर ॥
ऋण रोगादि दारिद्र्यं पाप क्षुत् अपमृत्यवः ।
भय शोक मनस्ताप नश्यन्तु तव सर्वदा ॥
आरोग्यं दृढगात्रत्वम् अनृण्यम् अघमोचनम् ।
अपार वश्यं निश्चिन्त्यम् आस्तिक्यं प्राप्तिर् अस्तु ते ॥
अव्याधिना शरीरेण मनसा च निराधिना ।
पूरयन्न् अर्थिनाम् आशां जीव त्वं शरदः शतम् ॥
सर्वे देवाः सगन्धर्वा ब्रह्मा विष्णु शिवादयः ।
रक्षन्तु त्वां सदा यान्तं तिष्ठन्तं निद्रयायुतम् ॥
अक्षतं चास्तु ते पुण्यं दीर्घम् आयुर् यशो बलम् ।
यद्वच् छ्रेयस्करं लोके तत्तद् अस्तु सदा तव ॥
125. Den Frieden gemeinsam tragen
ॐ द्यौः शान्तिर् अन्तरिक्षं शान्तिः पृथिवी शान्तिर् आपः शान्तिर् ओषधयः शान्तिः ।
वनस्पतयः शान्तिर् विश्वेदेवाः शान्तिर् ब्रह्म शान्तिः सर्वं शान्तिः शान्तिर् एव शान्तिः सा मा शान्तिर् एधि ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
Deutsch
1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen
Om. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren. Verehrung Ananta, dem Unendlichen. Verehrung Govinda, dem göttlichen Beschützer.
2. Pavitra anlegen
Rein durch Brahmas Heiligkeit, rein durch die Strahlen der Sonne: Das Wasser aller heiligen Stätten ist segensreich und läuternd, Ursprung der Reinigung.
3. Das Licht entzünden
Die großen Weisen nennen Dich Lichtgestalt und gestaltlos. Im Licht ist die göttliche Gegenwart: Verehrung Dir, dem Licht Brahmans.
4. Die Lehrer ehren
Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara, unmittelbar das höchste Brahman; diesem ehrwürdigen Guru sei Verehrung. Verehrung dem Guru, der jene Wirklichkeit gezeigt hat, die als ungeteiltes Ganzes alles Bewegliche und Unbewegliche durchdringt. Verehrung dem Guru, der das vom Dunkel des Nichtwissens verschlossene Auge mit dem Salbstift der Erkenntnis geöffnet hat.
5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden
Mögen wir mit festen Gliedern und offenen Sinnen Gutes hören und sehen und das uns göttlich bestimmte Leben erfüllen. Mögen Indra, Tarkshya Arishtanemi, Brihaspati, Pushan und alle Götter uns Wohlergehen geben. Mögen förderliche Gedanken aus allen Richtungen kommen; mögen die Götter uns Tag für Tag behüten. Göttlicher Savitar, führe Bedrängendes fort und schenke Deinen in Bhakti verneigten Verehrern das Gute.
6. Den Augenblick Gott anvertrauen
Das ist der günstige Augenblick, der gesegnete Tag, die Kraft der Sterne und des Mondes, die Kraft des Wissens und göttlicher Führung: Herr der Lakshmi, ich denke an Deine beiden Füße. Zur Befriedung aller Hindernisse betrachten wir den weißgewandeten, mondhellen, vierarmigen Herrn mit gütigem Gesicht.
7. Sankalpa – das Anliegen aussprechen
Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda sei gepriesen. Unter Vishnus Führung, im genannten kosmischen Zeitalter, Land und Ort, Jahr, Sonnenhalbjahr, Jahreszeit, Monat, Mondhälfte, Mondtag, Wochentag und Mondgestirn, zu diesem gesegneten Zeitpunkt: Zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich für das genannte Paar vor Gottheiten, Feuer, Lehrern, Brahmanen, Verehrern und Familie den Punarudvaha-Samskara: zur gemeinsamen Verwirklichung von Dharma, Lebensunterhalt und Freude im Hausstand und zur Erlangung alles Guten.
8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen
Als Glied dieses Ritus verehre ich zuerst Vighneshvara, damit alles ohne Hindernisse zur Vollendung komme. Zur Reinigung des inneren Wesens, des Körpers, des Hauses, des Feierplatzes und aller Geräte vollziehe ich die heilige Segens- und Wasserweihe.
9. Ganesha betrachten und einladen
Ich verneige mich vor den Lotusfüßen Vighneshvaras, Umas elefantengesichtigem Sohn, dem die Scharen der Wesen dienen, der Kapittha- und Jambu-Früchte genießt und Kummer hinwegnimmt. Wir betrachten den göttlichen Siddhi Vinayaka mit einem Stoßzahn, fächerartigen Ohren, Elefantengesicht und großem Bauch, mit Fangleine und Führungsstachel. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Verehrung dem großen Ganapati. Ich betrachte Dich, lade Dich ein, gebe Dir hier einen Sitz und bringe Duft, ungebrochenen Reis und Blüten dar.
10. Ganesha – Sitz
Ich bringe Ganesha einen Sitz dar.
11. Ganesha – Ehrenwasser
Ich bringe Ganesha Ehrenwasser dar.
12. Ganesha – Fußwasser
Ich bringe Ganesha Wasser für die Füße dar.
13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung
Ich bringe Ganesha Wasser zur Mundreinigung dar.
14. Ganesha – Bad
Ich bringe Ganesha ein Bad dar.
15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden
Ich bringe Ganesha ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.
16. Ganesha – Duft
Ich bringe Ganesha Duft dar.
17. Ganesha – Kumkuma
Ich bringe Ganesha Kumkuma dar.
18. Ganeshas achtzehn Namen
1. Verehrung dem Schöngesichtigen. 2. Verehrung dem Einstoßzahnigen. 3. Verehrung dem Gelbbraunen. 4. Verehrung dem Elefantenohrigen. 5. Verehrung dem Großbäuchigen. 6. Verehrung dem Außergewöhnlichen. 7. Verehrung dem König der Hindernisse. 8. Verehrung dem Führenden. 9. Verehrung dem mit rauchfarbenem Banner. 10. Verehrung dem Herrn der Scharen. 11. Verehrung dem mit jungem Mond. 12. Verehrung dem Elefantengesichtigen. 13. Verehrung dem mit gebogenem Rüssel. 14. Verehrung dem mit fächerartigen Ohren. 15. Verehrung Heramba, dem Beschützer. 16. Verehrung Skandas älterem Bruder. 17. Verehrung dem Vollendung schenkenden Vinayaka. 18. Verehrung dem Herrn der Hindernisse.
19. Ganesha – Räucherduft
Ich bringe Ganesha Räucherduft dar.
20. Ganesha – Licht
Ich bringe Ganesha Licht dar.
21. Ganesha – Speise
Ich bringe Ganesha Nahrung dar.
22. Ganesha – Tambula
Ich bringe Ganesha Tambula dar.
23. Ganesha – Arati
Ich bringe Ganesha das schwingende Licht dar.
24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten
Mond, Sonne, Erde, Blitz und Feuer sind Deine Lichter. Du bist alles Licht; nimm dieses Lichtopfer an. Wir erkennen den Einstoßzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der göttliche Dantin möge uns erleuchten. Om Gam, Verehrung Ganapati; ich zeige Dir das freudige Kampferlicht und bringe anschließend nochmals Wasser zur Mundreinigung. Nichtverletzen ist die erste Blüte, Beherrschung der Sinne eine weitere; Mitgefühl mit allen Wesen, besonders Vergebung, Friede, Tapas, Erkenntnis und Wahrhaftigkeit bilden die acht Blüten, die Gott erfreuen.
25. Ganeshas Segen erbitten
Großleibiger mit gebogenem Rüssel, strahlend wie Millionen Sonnen, mache alle meine Vorhaben stets frei von Hindernissen. Verehrung dem Herrn der Hindernisse, dem Gaben Schenkenden und Freund der Götter, dem Großbäuchigen, Allumfassenden, dem Wohl der Welt Zugewandten; Verehrung dem Elefantengesichtigen, den heiliges Wissen und Opfer schmücken, Gauris Sohn, dem Herrn der Scharen. Was ich trotz Unvollkommenheit von Mantra, Handlung und Hingabe getan habe, möge durch Dich, Vinayaka, ganz sein.
26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten
Ich betrachte den freudigen Varuna, der die Schlangenschlinge hält, von rotem Glanz und mondhell leuchtend, auf dem Makara. Ich verehre den weißstrahlenden, perlengezierten Gott mit der Schlinge, den Herrn der heiligen Wasser. In diesem bereitgestellten Gefäß betrachte ich Varuna, lade ihn ein, gebe ihm einen Sitz und bringe Duft, Akshata und Blüten dar.
27. Brahma am Gefäßfuß
Brahma ist viergesichtig, gelbgewandet, mit vier Armen, Opferlöffel, Stab, Gebetskette und Kusha versehen und im Sonnenkreis gegenwärtig. Verehrung dem zwölfteiligen Sonnenkreis, der Gedeihen schenkt. Am Fuß dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Brahma; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.
28. Vishnu am Gefäßhals
Vishnu trägt Krone, Muschel, Diskus, Keule und Lotus, ist vierarmig, wie eine dunkle Regenwolke und im Mondkreis gegenwärtig. Verehrung dem sechzehnteiligen Mondkreis, der Erfüllung schenkt. Am Hals dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Vishnu; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.
29. Rudra in der Gefäßmitte
Ich betrachte Rudra mit dem Dreizack der Erkenntnis, dem blauen Hals und drei Augen, den großen Herrn und Weltenherrn im Feuerkreis. Verehrung dem zehnteiligen Feuerkreis, der Dharma schenkt. In der Mitte dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Rudra; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.
30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen
Verehrung allen angerufenen Gottheiten. Ihr Herren der ganzen Welt, bleibt bis zum Abschluss der Verehrung liebevoll in diesem Gefäß gegenwärtig. Seid eingeladen und hier verankert, nahe und gesammelt, gegenwärtig und umhüllt; seid gnädig, willkommen, willkommen.
31. den angerufenen Gottheiten – Sitz
Ich bringe den angerufenen Gottheiten einen Sitz dar.
32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Ehrenwasser dar.
33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser für die Füße dar.
34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser zur Mundreinigung dar.
35. den angerufenen Gottheiten – Bad
Ich bringe den angerufenen Gottheiten ein Bad dar.
36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden
Ich bringe den angerufenen Gottheiten ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.
37. den angerufenen Gottheiten – Duft
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Duft dar.
38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Kumkuma dar.
39. Blüten für die Hüter des Wassers
Verehrung Varuna; dem Weisen; dem Schöngeformten; dem Herrn der Wasser; dem auf dem Makara Reitenden; dem Gebieter der Gewässer; dem mit der Schlinge; Varuna; Brahma; Vishnu und Shiva. Ich bringe vielerlei duftende Blätter und Blüten dar.
40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Räucherduft dar.
41. den angerufenen Gottheiten – Licht
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Licht dar.
42. den angerufenen Gottheiten – Speise
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Nahrung dar.
43. den angerufenen Gottheiten – Tambula
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Tambula dar.
44. den angerufenen Gottheiten – Arati
Ich bringe den angerufenen Gottheiten das schwingende Licht dar.
45. Varunas Klarheit verehren
Wiederholte Verehrung Varuna, kristallhell, weißgewandet und glückverheißend, mit der Schlinge in der Hand, auf dem Wasserwesen sitzend, dem Herrn der Gewässer. Wir erkennen den im Wasser Erscheinenden und betrachten den blauen göttlichen Geist; Varuna möge uns erleuchten. Wir erkennen das Wesen der Veden und betrachten Hiranyagarbha; Brahma möge uns erleuchten. Wir erkennen Narayana und betrachten Vasudeva; Vishnu möge uns erleuchten. Wir erkennen den höchsten Purusha und betrachten Mahadeva; Rudra möge uns erleuchten.
46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe
Mögen die Wasser heilsam sein. – Mögen sie heilsam sein. Freude und Klarheit des Herzens seien. – So seien sie. Unversehrtheit und Wohlergehen seien. – So seien sie. Mit eurer Zustimmung werde ich den heiligen Tag verkünden. – Verkünde ihn. Seid uns gewogen. – Wir sind euch gewogen.
47. Die Welt im Kalasha
Am Mund des Kalasha ist Vishnu, am Hals Rudra, an der Basis Brahma, in der Mitte die göttlichen Mütter. In seinem Inneren ruhen alle Meere und die Erde mit ihren sieben Kontinenten. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda mit ihren Gliedern ruhen im Gefäßwasser. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid hier gegenwärtig. Heilige Wasserstätten und Ströme mögen zum Frieden der Welt und zur Läuterung kommen. Gayatri, Savitri, Friede und nährende Kraft mögen den Gastgeber läutern. Diese Wasser seien heilsam, rein, klar, kühl und durch die Sonne geläutert. Brahmas Heiligkeit, Indras gute Führung, Varunas Wohlergehen und Yamas Dharma mögen mich reinigen. Heiliges Wasser, entsprungen an Vishnus Füßen, schenke alles Gute. Meere, Flüsse, heilige Stätten, Berge und Seen seien zum Frieden der Welt gegenwärtig. Wasser und Pflanzen seien dir Freunde; Wasser behüte dich stets, denn Wasser ist Narayana selbst.
48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen
Gedeihen sei; Fülle sei; dieser heilige Tag gedeihe. Friede, Nahrung, Zufriedenheit und Wachstum seien. Hindernisfreiheit, langes Leben, Gesundheit und Segen seien. Das Handeln sei gesegnet; Handlung, Dharma, Veden und heiliges Wissen mögen gedeihen. Wohlstand und Korn mögen gedeihen; Kinder und Enkel seien gesegnet; das ersehnte Gute werde erfüllt.
49. Belastendes fortgeben
Alles Bedrängende möge weichen. Was an Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil besteht, möge ferngehalten werden.
50. Segen für Menschen und Tiere
Alles sei segensreich; alle Güter seien vorhanden. Wohlergehen sei den Zweibeinern, Wohlergehen den Vierbeinern. Om, Friede, Friede, Friede.
51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden
Om. Verehrung Varuna; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Verehrung allen eingeladenen Gottheiten; ich geleite euch an euren eigenen Ort.
52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen
Diese Wasser seien überaus heilsam, friedvoll, gesegnet, rein und heilig, voll des Nektars; mögen sie dir Heilendes bereiten. Wahrheit, Tapas, Erkenntnis, Mitgefühl mit allen Wesen und als Fünftes Wasser reinigen. Wasser reinigt den Leib, Erkenntnis den Verstand, Wissen und Tapas das innere Wesen, Wahrheit den Geist.
53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten
Brahma, die Zweimalgeborenen und die edlen Schlangenwesen mögen dich segnen. Segen komme von Zweibeinern, Vierbeinern und fußlosen Wesen, von allen und immer. Svaha, Svadha, Shachi, Lakshmi und Arundhati mögen dir Wohlergehen schenken. Die Weisen Asita, Devala, Vishvamitra und Angiras sowie der sechsgesichtige Karttikeya mögen dich heute segnen. Vivasvan, die vier Weltenelefanten, Erde, Himmel und Gestirne mögen dir Gutes bringen. Shesha, der die Erde trägt, gewähre dir Segen. Götter mit ihren Scharen und Waffen, Kinnaras, Gandharvas, Apsaras und Vinayakas mögen Gutes wirken. Ich verneige mich vor den Unsterblichen in Sutala, Vitala und Atala, damit sie diesen Ritus behüten. Die Götter der Erden- und Zwischenwelt mit ihren Scharen mögen Gutes bereiten. Besonders zum Beginn der Handlung erbitte ich Wohlergehen von den Bewohnern der Himmelswelt unter Indras Führung. Die Unsterblichen der Welten Mahas, Jana und Tapas mit ihren Fahrzeugen mögen Geborgenheit schenken. Die göttlichen Bewohner von Satyaloka mögen sich freuen und allseits Gutes bereiten. Rudra und alle Gottheiten sowie die Bewohner Vaikunthas mit ihrem Gefolge mögen stets segnen. Bei Shiva- und Vishnu-Verehrung, Vastu-Handlungen, Opfer, gemeinnützigen Werken und großen Gaben gedenke man dieser Gottheiten. So beginne die Handlung und gelange ohne Hindernis zum Abschluss; ohne dieses Gedenken bleibt ihre Frucht aus.
54. Nandimukha – dankbar die Ahnen ehren
Om. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren; Ananta, dem Unendlichen; Govinda, dem göttlichen Beschützer.
55. Govinda um Begleitung bitten
Verehrung dem göttlichen Freund des heiligen Wissens, dem Wohltäter der Kühe und Brahmanen, Krishna, Govinda, dem Wohltäter der ganzen Welt. Verehrung Dir, Govinda, uranfänglicher höchster Purusha; Herr der Sinne, behüte dieses Shraddha stets.
56. Nandi-Sankalpa
Zur Läuterung meines Handelns und zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich heute als Teil des angekündigten Samskara das Nandi-Shraddha in Gestalt einer Wertgabe, zur Freude der im Entschluss angerufenen Nandimukha-Ahnen.
57. Die Gaben den Familienlinien widmen
Den Ahnenreihen beider Familien – Vätern, Großvätern und Urgroßvätern, den Müttern und Großmüttern der weiteren Generationen sowie der mütterlichen Familienlinie – sei diese Verehrung gewidmet: Lebensmittel oder Wertgaben, ausreichend für die Speisung zweier Brahmanen. Möge Gedeihen entstehen.
58. Nandi-Gaben überreichen
Ich gebe die Lebensmittel und die Wertgabe hin. Durch dieses Tun möge der erhabene Mahavishnu erfreut werden; durch meinen mit Wertgaben vollzogenen Nandi-Ritus mögen die segensreichen Gottheiten erfreut werden. Der eine Vishnu ist das große Sein und erscheint vielfach als einzelne Wesen. Als innerstes Selbst durchdringt Er die drei Welten; der Unvergängliche trägt und genießt das ganze All.
59. Den Ahnenritus im Frieden vollenden
Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.
60. Paraspara Nirikshana – einander bewusst anschauen
Sie kam mit dem Wunsch nach einem Gatten; ich kam mit dem Wunsch nach einer Gattin. Wie ein freudig wieherndes Pferd kam ich mit Glück und Anteil am Leben. Was innen ist, sei auch außen, was außen ist, sei auch innen. Das Paar verbindet damit Aufrichtigkeit zwischen innerem Empfinden und äußerem Handeln.
61. Girlanden tauschen
Mögen alle Götter und die Wasser unsere Herzen zusammenfügen; Matarishvan, Dhata und die weisende göttliche Kraft mögen uns zusammenführen.
62. Vastra Dana – Gewänder überreichen
Ich lege das Gewand an, ich lege Ansehen an, zum langen Leben und zum Erreichen hohen Alters. Hundert Herbste möchte ich leben und mich mit wachsender Fülle umhüllen. „Yośo“ ist die Lesart dieser Ausgabe.
63. Kama Stuti – die Liebe als Gabe würdigen
Wer gab dies wem? Liebe gab es der Liebe. Liebe ist der Geber, Liebe der Empfänger. Tritt ein in das Meer der Liebe. Durch Liebe nehme ich dich an. Liebe, dies ist für dich.
64. Das eheliche Feueropfer ankündigen
An diesem bereits näher bezeichneten gesegneten Tag vollziehe ich, mit genanntem Namen und Gotra, zur Läuterung und zur Freude des höchsten Herrn das eheliche Feueropfer, um unsere eheliche Verbindung zu bekräftigen.
65. Den Feuerplatz bereiten
Om. Verehrung Rudra; Vishnu; Indra; Yama; Brahma; Soma.
66. Das Feuer entzünden
Ich stelle Agni, den Boten, voran und rufe den Träger der Gaben: Möge er die Götter hierher führen. Ram. Träger der Opfergaben, dies ist Dein Sitz. Om, Verehrung dem Feuer namens Yojaka.
67. Yojaka-Agni einladen
Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Ich lade das Feuer namens Yojaka ein und gebe ihm hier seinen Sitz. Verehrung Yojaka-Agni; sei fest gegenwärtig und schenke Deinen Segen.
68. Gras und Wasser um das Feuer ordnen
Om. Verehrung Varuna; mit allen Ehren sei Dir Verehrung dargebracht.
69. Agni betrachten
Ich verehre das flammende Feuer, Jatavedas, den Empfänger der Gaben: goldfarben, rein, unmittelbar anwesend und nach allen Seiten gewandt. Es gleicht der rötlichen jungen Sonne, hat sieben Zungen und zwei Häupter, reitet auf dem Ziegenbock, trägt den Speer und eine Krone aus Haarflechten. Hrim. Komm, komm, Träger der Gaben zu allen Unsterblichen, mit den Weisen und Deinen Scharen. Behüte dieses Opfer, behüte es. Verehrung, Svaha.
70. Brahma als Zeugen ehren
Kham. Verehrung Brahma. Brahma, komme hierher, bleibe hier; alle Ehren seien Dir dargebracht.
71. Die acht Richtungen mit Blüten verehren
Om. Verehrung Indra im Osten; Agni im Südosten; Yama im Süden; Nirriti im Südwesten; Varuna im Westen; Vayu im Nordwesten; Soma im Norden; Ishana im Nordosten.
72. Agni in den Richtungen und im Herzen ehren
Verehrung Agni; Jatavedas, dem Kenner aller Geburten; dem mit Kraft Geborenen; dem Raschstrahlenden; Vaishvanara, dem alle Menschen Verbindenden; dem Wirksamen unter Menschen; dem Gedeihen Schenkenden; dem sich Ausbreitenden. Verehrung dem göttlichen Wesen des Opfers. Wiederholte Verehrung dem Atman. Verehrung allen ehrwürdigen Menschen.
73. Die Opferlöffel weihen
Om Hrim. Verehrung der Willenskraft, der Erkenntniskraft und der Handlungskraft. Om Hrim, Verehrung der höchsten Shakti. Om Ham, Verehrung dem höchsten Shiva.
74. Ghee beziehungsweise Pflanzenöl weihen
Aim ruft die Kraft klarer Erkenntnis an; Phat grenzt ab und reinigt; Hum hüllt schützend ein; Vam erinnert an nektargleiche Fülle. Die Bija-Laute haben keine gewöhnliche Satzübersetzung.
75. Sieben vorbereitende Gaben
Prajapati sei die Gabe; Indra sei die Gabe; Soma sei die Gabe; Agni sei die Gabe. Der Erdenwelt, der Zwischenwelt und der Himmelswelt seien die Gaben geweiht.
76. Pratijna – die gegenseitige Treue erklären
In Dharma, Lebensunterhalt und Freude werde ich ihr gegenüber nicht treulos handeln. In Dharma, Lebensunterhalt und Freude werde ich ihm gegenüber nicht treulos handeln.
77. Shubha Drishti – mit Wohlwollen anschauen
Sei von mildem Blick, dem Gatten nicht schädlich, gütig, frohen Sinnes und leuchtend, Leben schenkend und den Göttern zugewandt. Sei uns Zweibeinern und Vierbeinern zum Heil. Varuna, Brihaspati, Indra und Savitar mögen ihr ein Wesen schenken, das Brüdern, Gatten und Kindern zum Heil gereicht und von Segen erfüllt ist.
78. Eheliche Hauptgabe: Glanz
Die von Brihaspati Hervorgebrachte haben alle Götter getragen. Mit Glanz, der in den Kühen gegenwärtig ist, verbinden wir diese Frau. Svaha. Die Bildsprache der Kühe steht hier für die nährende Fülle des Lebens.
79. Eheliche Hauptgabe: Leuchtkraft
Die von Brihaspati Hervorgebrachte haben alle Götter getragen. Mit Leuchtkraft, die in den Kühen gegenwärtig ist, verbinden wir diese Frau. Svaha. Die Bildsprache der Kühe steht hier für die nährende Fülle des Lebens.
80. Eheliche Hauptgabe: Strahlkraft
Die von Brihaspati Hervorgebrachte haben alle Götter getragen. Mit Strahlkraft, die in den Kühen gegenwärtig ist, verbinden wir diese Frau. Svaha. Die Bildsprache der Kühe steht hier für die nährende Fülle des Lebens.
81. Eheliche Hauptgabe: Ansehen
Die von Brihaspati Hervorgebrachte haben alle Götter getragen. Mit Ansehen, das in den Kühen gegenwärtig ist, verbinden wir diese Frau. Svaha. Die Bildsprache der Kühe steht hier für die nährende Fülle des Lebens.
82. Eheliche Hauptgabe: nährende Fülle
Die von Brihaspati Hervorgebrachte haben alle Götter getragen. Mit nährender Fülle, die in den Kühen gegenwärtig ist, verbinden wir diese Frau. Svaha. Die Bildsprache der Kühe steht hier für die nährende Fülle des Lebens.
83. Eheliche Hauptgabe: Lebenssaft
Die von Brihaspati Hervorgebrachte haben alle Götter getragen. Mit Lebenssaft, der in den Kühen gegenwärtig ist, verbinden wir diese Frau. Svaha. Die Bildsprache der Kühe steht hier für die nährende Fülle des Lebens.
84. Die göttliche Hochzeit erinnern
Soma war der Freier, die beiden Ashvins die Brautwerber, als Savitar Surya in seinem Herzen dem Gatten zusprach. Svaha.
85. Panigrahana – einander die Hand reichen
Ich nehme deine Hand zum Wohlergehen, damit du mit mir als Gatten das hohe Alter erreichst. Bhaga, Aryaman, Savitar und Purandhi haben uns zum Hausstand verbunden. Dies bin ich, jenes bist du; du bist jenes, ich bin dies. Ich bin die Melodie, du das Wort; ich der Himmel, du die Erde. Mögen wir bis ins Alter liebevoll, strahlend und einträchtig bleiben, hundert Herbste sehen, leben und einander hören.
86. Ashmarohana – Festigkeit, Runde 1
Tretet beide auf diesen Stein und seid fest wie der Stein. Überwindet das Widerstrebende und geratet nicht unter die Macht feindlicher Kräfte.
87. Pradakshina – Umrundung 1
Mit Dir mögen wir alle Feindseligkeiten durchqueren, wie man Wasserläufe durchschreitet.
88. Ashmarohana – Festigkeit, Runde 2
Tretet beide auf diesen Stein und seid fest wie der Stein. Überwindet das Widerstrebende und geratet nicht unter die Macht feindlicher Kräfte.
89. Pradakshina – Umrundung 2
Mit Dir mögen wir alle Feindseligkeiten durchqueren, wie man Wasserläufe durchschreitet.
90. Ashmarohana – Festigkeit, Runde 3
Tretet beide auf diesen Stein und seid fest wie der Stein. Überwindet das Widerstrebende und geratet nicht unter die Macht feindlicher Kräfte.
91. Pradakshina – Umrundung 3
Mit Dir mögen wir alle Feindseligkeiten durchqueren, wie man Wasserläufe durchschreitet.
92. Saptapadi – Schritt 1
Dieser Schritt gilt Nahrung. Vishnu möge euch beide führen.
93. Saptapadi – Schritt 2
Dieser Schritt gilt Kraft. Vishnu möge euch beide führen.
94. Saptapadi – Schritt 3
Dieser Schritt gilt wachsende Versorgung. Vishnu möge euch beide führen.
95. Saptapadi – Schritt 4
Dieser Schritt gilt Freude. Vishnu möge euch beide führen.
96. Saptapadi – Schritt 5
Dieser Schritt gilt Vieh und Lebensgrundlage. Vishnu möge euch beide führen.
97. Saptapadi – Schritt 6
Dieser Schritt gilt die Jahreszeiten. Vishnu möge euch beide führen.
98. Saptapadi – Schritt 7
Dieser Schritt gilt Freundschaft. Vishnu möge euch beide führen.
99. Die Freundschaft besiegeln
Sei mir Freund durch diese sieben Schritte; Freunde sind wir durch sie geworden. Möge ich deine Freundschaft erlangen. Möge ich deine Freundschaft nicht verlassen und du die meine nicht. Lasst uns in Entschluss, Nahrung und Kraft verbunden leben; unsere Gedanken, Gelübde und Herzen habe ich zusammengefügt.
101. Hridaya Sparshana – die Herzen verbinden
Dein Herz sei in meinem Herzen, dein Denken in meinem Denken. Höre mein Wort mit gesammeltem Geist; bleibe mir verbunden und sei meine Gefährtin. Beide nehmen den Wunsch nach gegenseitigem Zuhören an.
102. Ringe tauschen
Diesen segensreichen Ring, Zeichen meiner Liebe, lege ich an deinen Finger; möge unser gemeinsames Leben hundert Herbste währen. Ich schenke den goldenen Ring, aus dem goldenen Ursprung hervorgegangen; Prajapati möge erfreut sein und allen Segen geben.
103. Sindura Dana – das Ehezeichen anbringen
Segensreich ist diese Braut: Kommt zusammen und schaut sie an. Wünscht ihr eheliches Glück und kehrt dann in eure Häuser zurück. Savitar, schenke uns Gutes heute, morgen und Tag für Tag. Mögen wir durch diese Andacht an Deiner reichen, guten Heimstatt Anteil gewinnen.
104. Vier abschließende Vyahriti-Gaben
Om, Erde: Svaha. Dies gehört Agni, nicht mir. Om, Zwischenraum: Svaha. Dies gehört Vayu, nicht mir. Om, Himmel: Svaha. Dies gehört Surya, nicht mir. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Svaha. Dies gehört Prajapati, nicht mir.
105. Sthalipaka – vier Reisgaben
Agni, Prajapati, allen Göttern und Anumati seien diese vier Gaben geweiht. Jede Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.
106. Pancha Varuna Homa – Gabe 1
Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig. Ich wende mich schutzsuchend an Dich. Diese Gabe gehört Varuna, nicht mir.
107. Pancha Varuna Homa – Gabe 2
Mit heiligem Wort verehrend suche ich Dich; der Opfernde bittet mit seinen Gaben. Varuna, sei hier ohne Zorn zugewandt, weithin Gepriesener, nimm uns nicht das Leben. Diese Gabe gehört Varuna, nicht mir.
108. Pancha Varuna Homa – Gabe 3
Agni, Du kennst Varuna; wende den göttlichen Unwillen von uns ab. Höchst verehrter Träger der Gaben, leuchtend, löse uns aus aller Feindseligkeit. Dies gehört Agni und Varuna, nicht mir.
109. Pancha Varuna Homa – Gabe 4
Agni, sei uns nahe und hilfreich beim Anbruch dieser Morgenröte. Wende uns Varunas Gunst zu, komme mit Erbarmen und sei leicht anzurufen. Dies gehört Agni und Varuna, nicht mir.
110. Pancha Varuna Homa – Gabe 5
Agni, Du wirkst unermüdlich, dem Geist nahe; unermüdlich trägst Du die Gabe. Gewähre uns Heilendes. Diese Gabe gehört Agni Ayas, nicht mir.
111. Svishtakrit und Gayatri-Gaben
Agni, dem Vollender der Darbringung, gehört die Gabe, nicht mir. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Wir betrachten das verehrungswürdige Licht des göttlichen Savitar; er möge unsere Einsicht anregen. Wasser, Licht, Lebenssaft, Unsterblichkeit, Brahman: Erde, Zwischenraum, Himmel, Om; Svaha.
112. Alles Unvollkommene ergänzen
Zur Ergänzung aller möglicherweise im ehelichen Feueropfer entstandenen Unvollkommenheiten bringe ich die allgemeinen Läuterungsgaben dar. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört die Gabe. Vishnu, dem höchsten Selbst, gehört die Gabe. Rudra, dem Herrn der Wesen, gehört die Gabe. Nichts davon ist mein Eigentum.
113. Purnahuti – die volle Opfergabe
Agni, Haupt des Himmels und Bote der Erde, Vaishvanara, aus der heiligen Ordnung geboren, den Seher, Herrscher und Gast der Menschen, haben die Götter als Gefäß ihrer Gaben hervorgebracht.
114. Vishva Kalyana Prarthana – das Paar mit der Welt verbinden
Mitra, Varuna und Aryaman seien uns günstig, ebenso Indra, Brihaspati und Vishnu mit seinen weiten Schritten. Der Wind wehe uns angenehm, die Sonne wärme uns wohltuend, Parjanya schenke mit seinem Donner guten Regen.
115. Den Frieden gemeinsam tragen
Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.
116. Den abschließenden Ehesegen empfangen
Kommt zusammen und stimmt eure Entschlüsse aufeinander ab, einander lieb, strahlend und wohlgesinnt, gemeinsam in Nahrung und Kraft lebend. Ihr Liebenden, geht miteinander und wachst miteinander. Glück, Gedanken und Gelübde mögen euch gemeinsam gehören.
117. Das begleitende Wasser verabschieden und verteilen
Om, Varuna, ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Verehrung bei der Reinigung in östlicher, südlicher, westlicher, nördlicher und oberer Richtung.
118. Agni ehren und ins Herz zurücknehmen
Aus Rudras Glanz entsprungen, Gaben schenkend und Opfergaben tragend, ist Agni unmittelbar Vaishvanara; ihm sei immer wieder Verehrung. Opferfeuer, gehe zum Herrn des Opfers, gehe in das Opfer ein, Empfänger der Gaben. Gehe an Deinen eigenen Ursprung, Herr des Opfers, und erfülle unsere Herzensanliegen. Om. Verehrung Agni; ich nehme Agnis besondere Gegenwart in mein Selbst zurück.
120. Dakshina – Dank an die Ritualleitung
Govinda empfängt, Govinda gibt, Govinda trägt beide: Verehrung Govinda. Die goldene Gabe ruht im goldenen Weltenschoß, als leuchtender Same; sie schenke heilige Frucht und Frieden. Hari, Om, das ist die Wahrheit. An diesem guten Tag überreiche ich Dir, dem geehrten Brahmanen, diese Dakshina mit Tambula und Frucht: zur Bekräftigung dieses Ritus, zur Freude Lakshmi-Narayanas und zur Vollendung seiner Frucht.
122. Visarjana – Ganesha danken
Verehrung dem großen Ganapati; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort.
123. Visarjana – den Brahma-Zeugen verabschieden
Verehrung Brahma; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort.
124. Den Segen empfangen
Wohlergehen und Heil seien dir beschieden; Mahalakshmi sei dir gnädig. Alle Götter mögen dich schützen; deine Güter seien beständig. Schulden, Krankheit, Armut, Unheil, Hunger, vorzeitiger Tod, Furcht, Kummer und Herzensqual mögen von dir weichen. Gesundheit, körperliche Festigkeit, Schuldenfreiheit und Befreiung von Fehlhandlungen, weitreichender Einfluss, Sorgenfreiheit und gläubiges Vertrauen mögen dir zuteilwerden. Mit gesundem Leib und unbelastetem Geist, den Hoffnungen der Bittenden entgegenkommend, mögest du hundert Herbste leben. Alle Götter mit den Gandharvas, Brahma, Vishnu und Shiva mögen dich im Gehen, Verweilen und Schlafen schützen. Dein Verdienst bleibe unversehrt; langes Leben, Ansehen und Kraft sowie alles, was in der Welt zum Wohle führt, seien stets bei dir.
125. Den Frieden gemeinsam tragen
Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.