Kumkuma

Aus Yogawiki
Kumkuma für das Ajna Chakra

kumkuma (Sanskrit: kumkuma n.) = Safran; farbiges Pulver, welches bei religiösen Zeremonien verwendet wird

Der Ausdruck kumkuma (manchmal auch kumkum geschrieben) bezieht sich auf das leuchtend rote Pulver, das im Hinduismus und in der indischen Spiritualität eine wichtige Rolle spielt. Es wird aus Kurkuma gewonnen, das mit Kalk oder anderen natürlichen Substanzen vermischt wird, um seine intensive Farbe zu verstärken.

In Ritualen und im täglichen Leben hat kumkuma eine tiefe symbolische Bedeutung. Es steht für Segen, Glück und die göttliche Energie der Göttin – besonders von Lakshmi (Göttin des Wohlstands) oder Durga (Göttin der Kraft). Vielleicht kennst du den roten Punkt (bindu oder tilaka) auf der Stirn von Hindus? Oft wird dafür kumkuma verwendet, als Zeichen der Hingabe und des Schutzes.

Im Yoga und der Meditation kann es helfen, das Ajna Chakra (das "Dritte Auge") zu aktivieren, denn die Stirn gilt als Sitz der Weisheit und Intuition. Viele praktizierende Yogis tragen nach der Meditation einen kleinen Punkt mit kumkuma, um diese Verbindung zu stärken.

Ein schönes Beispiel ist ein traditioneller Segensspruch, den Priester oder Älteste oft sagen, wenn sie kumkuma auf die Stirn geben: "Möge dieses Zeichen dich an die göttliche Gegenwart in dir erinnern."

Falls du mal in einem Tempel oder Ashram bei Yoga Vidya bist, wirst du sehen, wie kumkuma nicht nur Menschen, sondern auch Götterstatuen schmückt – ein Zeichen der Verehrung und Lebensfreude.

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