Shakuntala

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Shakuntala (Sanskrit: शकुन्तला Śakuntalā f. kleiner Vogel, die von Vögeln Aufgezogene) Name einer himmlischen Nymphe, der Mutter des Königs Bharata. Shakunta bedeutet Vogel. Shakuntala kann man übersetzen mit kleiner Vogel oder auch mit "die von Vögeln Aufgezogene".

Shakuntala, gemalt von Ravi Varma

Shakuntala war die Tochter des Weisen Vishvamitra und der Apsara Menaka, die Frau von Dushyanta und die Mutter von Bharata.

Die Geschichte von Shakuntala

Shakuntala ist laut Hindu Mythologie die Tochter des Rishis Vishwamitra und Apsara Menaka. Sie ist die Frau von Dushyanta und die Mutter von Bharata.

Ihre Geschichte ist in der Mahabharata dargelegt sowie in Kalidasas Theaterstück "Die Anerkennung Shakuntalas". In diesem wird Shakuntala beschrieben als von Vögeln großgezogen. Als sie ein Säugling war, wurde sie im Wald gefunden, gefüttert von Vögeln, nachdem ihre Mutter Menaka sie verlassen hatte.

Es gibt auch eine mythische Geschichte, die sich um die Geburt von Shakuntala rankt. Sie wurde nach der Vereinigung von Vishwamitra und Apsara Menaka geboren. Menaka war von Indra gesandt worden, um den Heiligen Vishwamitra von seiner Meditation mittels Verführung abzulenken. Menaka gelang ihre Aufgabe und gebar ein Kind von ihm. Als Vishwamitra davon erfuhr, machte ihn das sehr wütend. Er strafte sich dafür selbst, indem er sein Kind und seine Frau verstieß. Manaka, die himmlische Nymphe, erkannte, dass sie ihr Kind nicht bei Vishwamitra lassen konnte. Und so, bevor sie zurück in den Himmel kehrte, ließ sie ihr Baby Shakuntala an den Ufern des Flusses Malini, welcher im Himalaya entspringt, zurück.

Rishi Kanwa fand das Baby, umgeben und beschützt von Vögeln, und so wurde sie Shakuntala genannt. König Dushyanta begegente Shakuntala das erste Mal, als er mit seinen bewaffneten Truppen durch den Wald reiste. König Dushyanta hatte einen Pfeil auf ein Reh geschossen und das Tier nur verwundet. In der Nähe der Einsiedelei von Rishi Kanwa pflegte Shakuntala das verwundete Reh, welches ihr Haustier war. Dushyanta sah Shakuntala und verliebte sich auf den ersten Blick. König Dushyanta bat sie anständig für die Verletzung des Rehs um Verzeihung und blieb für einige Zeit im Ashram. Sie verbrachten Zeit miteinander und Shakuntala verliebte sich ebenso in den König. König Dushyanta heiratete Shakuntala noch in der Einsiedelei. Bevor Dushyanta abreiste, schenkte er Shakuntala einen königlichen Ring, als Zeichen seiner Liebe und versprach, dass er zurück zu ihr kommen würde.

Shakuntala weint

Nachdem König Dushyanta abgereist war, verbrachte Shakuntala viele Stunden damit, von ihrem neuen Mann zu träumen und wurde oft in ihrer Fantasiewelt versunken angetroffen. Eines Tages kam ein mächtiger Rishi, Duryasa, zur Einsiedelei.

Shakuntala befand sich in ihrem Tagtraum und vergaß, den Rishi angemessen zu grüßen. Der Heilige Duryasa war darüber sehr erbost und verwünschte Shakuntala indem er beschwor, dass die Person von der sie träumte, sie vergessen würde.

Nachdem der Heilige Duryasa sie verflucht hatte und aus dem Ashram abreisen wollte, erklärte einer der Freunde Shakuntalas ihm den Grund für ihre Abwesenheit. Der Rishi erkannte seinen Fehler und veränderte seinen Fluch, indem er sagte, dass die Person, welche Shakuntala vergessen hatte, sich wieder an sie erinnern würde, wenn Shakuntala ihr ein persönliches Zeichen, welches ihr gegeben worden war, zeigen würde. Shakuntala gebar ihren Sohn Bharata.

Viele Tage vergingen und Shakuntala fragte sich, warum König Dushyanta sie nicht wieder besuchte. Dann, eines Tages, entschied sie sich, gemeinsam mit ihrem Vater in die Stadt zu gehen, in der Dushyanta Herrscher war. Auf dem Weg mussten Shakuntala und Rishi Kanwa einen Fluss mit einem kleinen Boot überqueren. Sie fielen ins Wasser und der Ring rutschte Shakuntala von ihrem Finger, ohne dass sie es merkte.

Shakuntala kam an den Hof von König Dushyanata, wo der König sie aber nicht erkannte und er konnte sich auch nicht an sie erinnern. Shakuntala war verletzt und niedergeschlagen. Sie ging zurück, nahm ihren Sohn und lebte ganz allein und zurückgezogen tief im Inneren des Waldes. Der Ort war sehr isoliert und ohne Kontakt zur Außenwelt. Shakuntala verbrachte ihre Tage mit ihrem Sohn Bharata. Umgeben nur von wilden Tieren, wuchs Bharata zu einen starken Jungen heran. Er war berühmt dafür, mit wilden Tieren, wie Tigern und Löwen zu spielen. Er öffnete ihre Mäuler und zählte ihre Zähne.

Eines Tages fand ein Fischer den königlichen Ring, welchen Shakuntala vom König Dushyanta erhalten hatte. Der Fischer war erstaunt darüber, einen Ring im Magen eines Fisches zu finden, den er gefangen hatte. Der Ring hatte ein königliches Siegel und so nahm er ihn und brachte ihn zum Palast des Herrschers Dushyanta. Als er den Ring sah, erinnerte sich Dushyanta augenblicklich daran, dass dieser Shakuntala gehörte. Dushyantas Erinnerungen an seine geliebte Braut kamen augenblicklich zurück zu ihm. Er machte sich sofort auf den Weg, um sie zu finden und erreichte den Ashram des Heiligen Kanwa. Dushyanta musste erfahren, dass sie diesen Ort vor langer Zeit verlassen hatte.

Auf der Suche nach Shakuntala begab er sich tief in den Wald und bekam einen überraschenden Vorfall zu sehen. Der König sah den kleinen Jungen Bharata, wie er das Maul eines Löwen öffnete und fleißig dessen Zähne zählte. Der König Dushyanta grüßte den Jungen. Er war erstaunt über den Mut und die Stärke des Jungen und fragte ihn nach seinem Namen. Der König war überrascht, als der Junge ihm antwortete, dass er Bharata, der Sohn des Königs Dushyanta sei. Bharata nahm ihn mit zu Shakuntala und so wurden beide, der König Dushyanta und Shakuntala wieder vereint.

Siehe auch

Literatur

  • Bhagavad Gita, Teil der Mahabharata, mit Einführung in die Mahabharata

Weblinks

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