Nandi Hiranya Shraddha im Shukla Yajurveda – Ahnensegen mit Geld- und Speisengaben vor einem Familienfest

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Nandi Hiranya Shraddha im Shukla Yajurveda – Ahnensegen mit Geld- und Speisengaben vor einem Familienfest

Das Nandi Hiranya Shraddha im Shukla Yajurveda bittet vor einem glücklichen Neubeginn um das Wohlwollen der verstorbenen Angehörigen. In dieser ausführlichen Fassung werden die Mutter, die Großmutter und Urgroßmutter väterlicherseits, die väterlichen Vorfahren und die Großelternlinie der Mutter einzeln empfangen. Geld- und Speisengaben machen die Erinnerung zu konkreter Gastfreundschaft; eine gemeinsame Wasserweihe beschließt den Ahnensegen. Die Anleitung folgt dem Shraddha Prayoga Sangraha von Sri Rama Ramanuja Acharya in seiner Fassung des Shukla Yajurveda.

Anlass, Mitwirkende und Vorbereitung

Dieses Nandi Shraddha gehört vor ein freudiges Familienereignis, etwa Upanayana oder Vivaha. Es ist ein Abhyudayika Shraddha, ein Ahnengedenken zum Gedeihen, und wird vor der eigentlichen Feier am häuslichen Ritualplatz oder in einem geeigneten Tempelraum ausgeführt. Der genaue Termin folgt dem Hauptfest; der Abschnitt schreibt keine eigene Uhrzeit vor.

Die gastgebende Familie führt die Gaben unter Leitung eines mit dieser Überlieferung vertrauten Purohita aus. Eingeladene Brahmanen nehmen die Gaben entgegen und sprechen die Antworten. Hiranya bezeichnet hier die Geldgabe anstelle aufwendiger Opfergaben; die Einzeldarbringungen nennen zusätzlich ausdrücklich Speisen. Beides wird tatsächlich vorbereitet und übergeben.

Die folgenden neun Einladungen gelten verstorbenen Angehörigen. Lebende Eltern werden nicht als Pitri angerufen. Die Leitung klärt vorab die in der Familie zutreffenden Namen, Gotra und Generationen; wenn Eltern noch leben, muss sie die geltende Familienregel für die angesprochenen Vorfahren bestimmen. 〈GOTRA〉 und 〈NAME〉 werden durch die vorher festgelegten Angaben ersetzt. Namen werden bei den weiblichen Angehörigen mit Devī, bei den männlichen mit dem in der Familie gebrauchten rituellen Namenszusatz gesprochen.

Bereite vor:

  • Saubere Sitzplätze für Gastgeber, Leitung und Gäste; dreizehn bezeichnete Ehrensitze: drei für die Vishvedevas, neun für die nachstehend genannten Ahnen beziehungsweise Ahnenpaare, einer für Vishnu. Am Familienaltar können Kusha-Unterlagen die Ahnenplätze markieren; die menschlichen Empfänger sitzen gesondert.
  • Wasser, Löffel und Auffangschale; Sandelholzpaste mit den verfügbaren traditionellen Duftstoffen Kumkum, Kampfer, Aguru, Champaka und Padmaka; Blüten und Tulasi, Räucherduft, Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl), Gewandgaben, ungebrochener Reis und Betelgaben.
  • Zwei Geldgaben für die Vishvedevas, eine Geldgabe für die Vorfahrinnen als Gruppe; neun getrennte vegetarische Speisegaben, jede mit Dakshina, Betel und den zum Essen benötigten Utensilien. Die Höhe der Geldgaben richtet sich nach den Möglichkeiten der Familie und der vorherigen Absprache.
  • Für die abschließende Wasserweihe einen eigenen Kalasha mit frischem Wasser, Reisunterlage, Kusha, Sandelpaste, Kurkuma, Kumkum, Blüten, Lampe, Räucherduft, Frucht oder Rosinen, Betel sowie eine feuerfeste Schale für das Kampferlicht.

Durchführung

1. Sich sammeln und den Schutz Vishnus erbitten
Wasche Hände und Gesicht, setze dich gesammelt und beginne mit den folgenden Grüßen. Beim letzten Vers besprenge dich mit wenig frischem Wasser.

namo brahmaṇya devāya go-brāhmaṇa hitāya ca |
jagad-hitāya kṛṣṇāya govindāya namo namaḥ ||

नमो ब्रह्मण्य देवाय गो-ब्राह्मण हिताय च ।
जगद्-हिताय कृष्णाय गोविन्दाय नमो नमः ॥

Ehre dem Gott, der dem heiligen Wissen zugewandt ist, dem Wohltäter der Kühe und Brahmanen. Wieder und wieder Ehre Krishna, Govinda, dem Wohl der Welt.


namo namaste govinda purāṇa puruṣottama |
idaṁ śrāddhaṁ hṛṣīkeśa rakṣatāṁ sarvato diśaḥ ||

नमो नमस्ते गोविन्द पुराण पुरुषोत्तम ।
इदं श्राद्धं हृषीकेश रक्षतां सर्वतो दिशः ॥

Ehre, Ehre dir, Govinda, uranfänglicher Höchster. Hrishikesha, schütze dieses Shraddha nach allen Seiten.


devatābhyaḥ pitṛbhyaśca mahāyogībhya eva ca |
namaḥ svāhāyai svadhāyai nityam eva namo namaḥ ||

देवताभ्यः पितृभ्यश्च महायोगीभ्य एव च ।
नमः स्वाहायै स्वधायै नित्यम् एव नमो नमः ॥

Ehre den Gottheiten, den Ahnen und den großen Yogis. Ehre Svaha und Svadha, immer wieder Ehre.


apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṁ gato’pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṁ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थां गतोऽपि वा ।
यः स्मरेत् पुण्डरीकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरः शुचिः ॥

Unrein oder rein, in welchem Zustand jemand auch sein mag: Wer des Lotusäugigen gedenkt, wird innen und außen rein.

2. Den Anlass aussprechen
Nenne Datum, Ort und Familienereignis in deiner eigenen Sprache. Diese verständliche Datumsangabe füllt die Kalenderstelle des Sankalpa aus. Sprich dann die im Handbuch ausdrücklich vorgesehene Festfassung:

hariḥ oṁ tatsat |
varga dvaya pitṛṇāṁ abhyudayaṁ śrāddha hiraṇya-rūpeṇa adya kariṣye ||

हरिः ॐ तत्सत् ।
वर्ग द्वय पितृणां अभ्युदयं श्राद्ध हिरण्य-रूपेण अद्य करिष्ये ॥

Hari, Om, das ist die Wahrheit. Heute vollziehe ich das freudige Shraddha für die Ahnen beider Familienlinien in Form einer Geldgabe.

Berühre anschließend frisches Wasser.

3. Die Vishvedevas empfangen
Lege für jede der drei folgenden Einladungen Blumen oder Reiskörner auf den zugehörigen Ehrensitz. Satya und Vasu sind hier die im Nandi angerufenen Vishvedevas.

asmin ābhyudayika śrāddhe mātrādi traya śrāddha saṁbandhinaḥ satya-vasu saṁjñakānāṁ viśveṣāṁ devānāṁ nāndīmukhānāṁ idaṁ āsanam |
svāhā namaḥ | iyaṁ ca vṛddhi ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे मात्रादि त्रय श्राद्ध संबन्धिनः सत्य-वसु संज्ञकानां विश्वेषां देवानां नान्दीमुखानां इदं आसनम् ।
स्वाहा नमः । इयं च वृद्धि ॥

Bei diesem Shraddha zum freudigen Gedeihen gilt dieser Sitz den Vishvedevas namens Satya und Vasu, den Nandimukhas, die mit dem Gedenken der drei Generationen der Vorfahrinnen verbunden sind. Svaha, Ehre; dies diene dem Gedeihen.


asmin ābhyudayika śrāddhe pitrādi traya śrāddha saṁbandhinaḥ satya-vasu saṁjñakānāṁ viśveṣāṁ devānāṁ nāndīmukhānāṁ idaṁ āsanam |
svāhā namaḥ | iyaṁ ca vṛddhi ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे पित्रादि त्रय श्राद्ध संबन्धिनः सत्य-वसु संज्ञकानां विश्वेषां देवानां नान्दीमुखानां इदं आसनम् ।
स्वाहा नमः । इयं च वृद्धि ॥

Bei diesem Shraddha zum freudigen Gedeihen gilt dieser Sitz den Vishvedevas namens Satya und Vasu, den Nandimukhas, die mit dem Gedenken der drei Generationen der väterlichen Vorfahren verbunden sind. Svaha, Ehre; dies diene dem Gedeihen.


asmin ābhyudayika śrāddhe mātāmahādi traya śrāddha saṁbandhinaḥ satya-vasu saṁjñakānāṁ viśveṣāṁ devānāṁ nāndīmukhānāṁ idaṁ āsanam |
svāhā namaḥ | iyaṁ ca vṛddhi ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे मातामहादि त्रय श्राद्ध संबन्धिनः सत्य-वसु संज्ञकानां विश्वेषां देवानां नान्दीमुखानां इदं आसनम् ।
स्वाहा नमः । इयं च वृद्धि ॥

Bei diesem Shraddha zum freudigen Gedeihen gilt dieser Sitz den Vishvedevas namens Satya und Vasu, den Nandimukhas, die mit dem Gedenken der drei Generationen der mütterlichen Großelternlinie verbunden sind. Svaha, Ehre; dies diene dem Gedeihen.

4. Die Angehörigen einzeln einladen
Wende dich nacheinander den neun vorbereiteten Plätzen zu. Sprich bei jedem Sitz die passende Formel und lege Blumen oder Reis dar. Nandimukha bezeichnet die im freudigen Ahnengedenken angesprochenen Vorfahren. Mutter

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotre mātara 〈NAME〉 devī gāyatrī svarūpiṇī nāndīmukhī idaṁ āsanam |
svāhā namaḥ | iyaṁ ca vṛddhi ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रे मातर 〈NAME〉 देवी गायत्री स्वरूपिणी नान्दीमुखी इदं आसनम् ।
स्वाहा नमः । इयं च वृद्धि ॥

Bei diesem Shraddha zum freudigen Gedeihen empfange den Sitz: meine Mutter in der Gestalt der Gayatri, mit dem genannten Namen und Gotra. Svaha, Ehre; dies diene dem Gedeihen.

Großmutter väterlicherseits

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotre pitāmahi 〈NAME〉 devī sāvitrī svarūpiṇī nāndīmukhī idaṁ āsanam |
svāhā namaḥ | iyaṁ ca vṛddhi ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रे पितामहि 〈NAME〉 देवी सावित्री स्वरूपिणी नान्दीमुखी इदं आसनम् ।
स्वाहा नमः । इयं च वृद्धि ॥

Bei diesem Shraddha zum freudigen Gedeihen empfange den Sitz: meine väterliche Großmutter in der Gestalt der Savitri, mit dem genannten Namen und Gotra. Svaha, Ehre; dies diene dem Gedeihen.

Urgroßmutter väterlicherseits

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotre prapitāmahi 〈NAME〉 devī sarasvati svarūpiṇī nāndīmukhī idaṁ āsanam |
svāhā namaḥ | iyaṁ ca vṛddhi ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रे प्रपितामहि 〈NAME〉 देवी सरस्वति स्वरूपिणी नान्दीमुखी इदं आसनम् ।
स्वाहा नमः । इयं च वृद्धि ॥

Bei diesem Shraddha zum freudigen Gedeihen empfange den Sitz: meine väterliche Urgroßmutter in der Gestalt der Sarasvati, mit dem genannten Namen und Gotra. Svaha, Ehre; dies diene dem Gedeihen.

Vater

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya pitara 〈NAME〉 śarman vasu svarūpa nāndīmukhe idaṁ āsanam |
svāhā namaḥ | iyaṁ ca vṛddhi ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य पितर 〈NAME〉 शर्मन् वसु स्वरूप नान्दीमुखे इदं आसनम् ।
स्वाहा नमः । इयं च वृद्धि ॥

Bei diesem Shraddha zum freudigen Gedeihen empfange den Sitz: mein Vater in der Gestalt eines Vasu, mit dem genannten Namen und Gotra. Svaha, Ehre; dies diene dem Gedeihen.

Großvater väterlicherseits

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya pitāmahaḥ 〈NAME〉 śarman rudra svarūpa nāndīmukhe idaṁ āsanam |
svāhā namaḥ | iyaṁ ca vṛddhi ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य पितामहः 〈NAME〉 शर्मन् रुद्र स्वरूप नान्दीमुखे इदं आसनम् ।
स्वाहा नमः । इयं च वृद्धि ॥

Bei diesem Shraddha zum freudigen Gedeihen empfange den Sitz: mein väterlicher Großvater in der Gestalt eines Rudra, mit dem genannten Namen und Gotra. Svaha, Ehre; dies diene dem Gedeihen.

Urgroßvater väterlicherseits

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya prapitāmahaḥ 〈NAME〉 śarman āditya svarūpa nāndīmukhe idaṁ āsanam |
svāhā namaḥ | iyaṁ ca vṛddhi ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य प्रपितामहः 〈NAME〉 शर्मन् आदित्य स्वरूप नान्दीमुखे इदं आसनम् ।
स्वाहा नमः । इयं च वृद्धि ॥

Bei diesem Shraddha zum freudigen Gedeihen empfange den Sitz: mein väterlicher Urgroßvater in der Gestalt eines Aditya, mit dem genannten Namen und Gotra. Svaha, Ehre; dies diene dem Gedeihen.

Großeltern mütterlicherseits

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya 〈NAME〉 mātāmaha sapatnīka vasu svarūpa nāndīmukhe idaṁ āsanam |
svāhā namaḥ | iyaṁ ca vṛddhi ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य 〈NAME〉 मातामह सपत्नीक वसु स्वरूप नान्दीमुखे इदं आसनम् ।
स्वाहा नमः । इयं च वृद्धि ॥

Bei diesem Shraddha zum freudigen Gedeihen empfange den Sitz: mein mütterlicher Großvater mit seiner Frau in der Gestalt eines Vasu, mit dem genannten Namen und Gotra. Svaha, Ehre; dies diene dem Gedeihen.

Urgroßeltern der mütterlichen Großvaterlinie

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya 〈NAME〉 pramātāmaha sapatnīka rudra svarūpa nāndīmukhe idaṁ āsanam |
svāhā namaḥ | iyaṁ ca vṛddhi ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य 〈NAME〉 प्रमातामह सपत्नीक रुद्र स्वरूप नान्दीमुखे इदं आसनम् ।
स्वाहा नमः । इयं च वृद्धि ॥

Bei diesem Shraddha zum freudigen Gedeihen empfange den Sitz: mein mütterlicher Urgroßvater mit seiner Frau in der Gestalt eines Rudra, mit dem genannten Namen und Gotra. Svaha, Ehre; dies diene dem Gedeihen.

Ururgroßeltern der mütterlichen Großvaterlinie

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya 〈NAME〉 vṛddha-pramātāmaha sapatnīka āditya svarūpa nāndīmukhe idaṁ āsanam |
svāhā namaḥ | iyaṁ ca vṛddhi ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य 〈NAME〉 वृद्ध-प्रमातामह सपत्नीक आदित्य स्वरूप नान्दीमुखे इदं आसनम् ।
स्वाहा नमः । इयं च वृद्धि ॥

Bei diesem Shraddha zum freudigen Gedeihen empfange den Sitz: mein mütterlicher Ururgroßvater mit seiner Frau in der Gestalt eines Aditya, mit dem genannten Namen und Gotra. Svaha, Ehre; dies diene dem Gedeihen.

5. Vishnu als Beschützer empfangen
Lege eine Blüte auf Vishnus Ehrensitz.

asmin ābhyudayika śrāddhe abhyudaya saṁrakṣaka śrī mahā-viṣṇoḥ idam āsanam |
svāhā namaḥ | iyaṁ ca vṛddhi ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे अभ्युदय संरक्षक श्री महा-विष्णोः इदम् आसनम् ।
स्वाहा नमः । इयं च वृद्धि ॥

Bei diesem Shraddha zum Gedeihen gilt dieser Sitz Shri Mahavishnu, dem Beschützer des freudigen Neubeginns. Svaha, Ehre; dies diene dem Gedeihen.

6. Die Gastgaben darbringen
Sprich zunächst den gemeinsamen Verehrungsvers:

arcata prārcata priyamedhaso arcata |
arcantu putrakā uta puraṁ na dhṛṣṇavarcata ||
idaṁ vo ’rcanaṁ |

अर्चत प्रार्चत प्रियमेधसो अर्चत ।
अर्चन्तु पुत्रका उत पुरं न धृष्णवर्चत ॥
इदं वो ऽर्चनं ।

Verehrt, verehrt innig, ihr mit liebender Einsicht. Auch die Kinder mögen verehren; verehrt kraftvoll wie eine feste Burg. Dies ist eure Verehrung.

Biete die vorbereitete duftende Sandelpaste an.

amī vaḥ sakuṁkuma karpūra aguru caṁpaka padmaka miśra gandhāḥ ||

अमी वः सकुंकुम कर्पूर अगुरु चंपक पद्मक मिश्र गन्धाः ॥

Dies sind eure Duftgaben, gemischt mit Kumkum, Kampfer, Aguru, Champaka und Padmaka.

Lege Blüten und Tulasi an die Ehrensitze.

imāni puṣpāni śrī tulasī dalāni ca ||

इमानि पुष्पानि श्री तुलसी दलानि च ॥

Dies sind die Blüten und heiligen Tulasi-Blätter.

Zeige den Räucherduft.

ghrāṇa tṛpti arthaṁ ayaṁ vo dhūpaḥ ||

घ्राण तृप्ति अर्थं अयं वो धूपः ॥

Zu eurer Freude am Duft dient dieses Räucherwerk.

Zeige die entzündete Lampe.

avalokana arthaṁ ayaṁ vo dīpaḥ ||

अवलोकन अर्थं अयं वो दीपः ॥

Damit ihr sehen möget, dient euch dieses Licht.

Lege die Gewandgaben bereit.

ācchādanārthaṁ idaṁ vastram ||

आच्छादनार्थं इदं वस्त्रम् ॥

Dies ist das Gewand, um euch zu bekleiden.

Lege einige ungebrochene Reiskörner für die übrigen Ehren dar.

śeṣa upacāra artham ime akṣatāḥ ||

शेष उपचार अर्थम् इमे अक्षताः ॥

Diese ungebrochenen Reiskörner gelten den weiteren Ehren.

Biete auch die Betelgaben an. Widme die Gaben in eigenen Worten beiden Familienlinien: „Ihr Vorfahren beider Seiten, nehmt diese Düfte, Blüten, Lichter und Gaben freundlich an.“ Diese deutsche Zusammenfassung wahrt hier den freudigen Anlass.

7. Die gemeinsamen Geldgaben übergeben
Nimm die erste Gabe auf und sprich den Hiranya Dana-Vers:

hiraṇyagarbha garbhasthaṁ hema bīja vibhāvasoḥ |
ananta puṇya phaladam ataḥ śāntiṁ prayaccha me ||

हिरण्यगर्भ गर्भस्थं हेम बीज विभावसोः ।
अनन्त पुण्य फलदम् अतः शान्तिं प्रयच्छ मे ॥

Gold, im Schoß des Hiranyagarbha geborgen, Same des Strahlenden, das unendliche Segensfrucht schenkt: Gewähre mir dadurch Frieden.

Übergib die beiden Vishvedeva-Gaben nacheinander den dafür bestimmten Empfängern; sprich bei jeder Gabe die ganze folgende Formel.

asmin ābhyudayika śrāddhe satya-vasu saṁjñakānāṁ viśveṣāṁ devānāṁ nāndīmukhānāṁ tṛptyarthaṁ idaṁ hiraṇyaṁ sadakṣiṇākaṁ satāṁbūlaṁ satyavasu saṁjñakebhyaḥ viśvebhyo devebhyaḥ saṁpradade namaḥ na mama ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे सत्य-वसु संज्ञकानां विश्वेषां देवानां नान्दीमुखानां तृप्त्यर्थं इदं हिरण्यं सदक्षिणाकं सतांबूलं सत्यवसु संज्ञकेभ्यः विश्वेभ्यो देवेभ्यः संप्रददे नमः न मम ॥

Bei diesem Shraddha zum Gedeihen übergebe ich zur Zufriedenheit der Vishvedevas namens Satya und Vasu diese Geldgabe mit Dankesgabe und Betel. Ehre; sie gehört nicht mehr mir.

Übergib danach die gemeinsame Gabe der Vorfahrinnen.

asmin ābhyudayika śrāddhe prapitāmahī pitāmahī mātṛṇāṁ nāndīmukhānāṁ tṛptyarthaṁ idaṁ hiraṇyaṁ prapitāmahī pitāmahī mātṛbhyaḥ ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे प्रपितामही पितामही मातृणां नान्दीमुखानां तृप्त्यर्थं इदं हिरण्यं प्रपितामही पितामही मातृभ्यः ॥

Bei diesem Shraddha zum Gedeihen gilt diese Geldgabe der Zufriedenheit der Nandimukha-Vorfahrinnen: Urgroßmutter, Großmutter und Mutter.

8. Die neun einzelnen Speisegaben übergeben
Nimm jede vorbereitete Speisegabe mit ihrer Dakshina, Betelgabe und ihren Utensilien einzeln auf. Die Formel wird beim Übergeben an den jeweiligen menschlichen Empfänger gesprochen; genannt wird der verstorbene Angehörige, dessen Erinnerung die Gabe trägt. Mutter

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya mātara 〈NAME〉 devī gāyatrī svarūpiṇī nāndīmukhī idaṁ annam sadakṣiṇākaṁ satāṁbūlaṁ sopakaraṇam te saṁpradade namaḥ na mama ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य मातर 〈NAME〉 देवी गायत्री स्वरूपिणी नान्दीमुखी इदं अन्नम् सदक्षिणाकं सतांबूलं सोपकरणम् ते संप्रददे नमः न मम ॥

Bei diesem Shraddha zum Gedeihen übergebe ich dir, meine Mutter in der Gestalt der Gayatri, mit dem genannten Namen und Gotra, diese Speise mit Dankesgabe, Betel und Zubehör. Ehre; sie gehört nicht mehr mir.

Großmutter väterlicherseits

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya pitāmahi 〈NAME〉 devī sāvitrī svarūpiṇī nāndīmukhī idaṁ annam sadakṣiṇākaṁ satāṁbūlaṁ sopakaraṇam te saṁpradade namaḥ na mama ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य पितामहि 〈NAME〉 देवी सावित्री स्वरूपिणी नान्दीमुखी इदं अन्नम् सदक्षिणाकं सतांबूलं सोपकरणम् ते संप्रददे नमः न मम ॥

Bei diesem Shraddha zum Gedeihen übergebe ich dir, meine väterliche Großmutter in der Gestalt der Savitri, mit dem genannten Namen und Gotra, diese Speise mit Dankesgabe, Betel und Zubehör. Ehre; sie gehört nicht mehr mir.

Urgroßmutter väterlicherseits

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya prapitāmahi 〈NAME〉 devī sarasvati svarūpiṇī nāndīmukhī idaṁ annam sadakṣiṇākaṁ satāṁbūlaṁ sopakaraṇam te saṁpradade namaḥ na mama ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य प्रपितामहि 〈NAME〉 देवी सरस्वति स्वरूपिणी नान्दीमुखी इदं अन्नम् सदक्षिणाकं सतांबूलं सोपकरणम् ते संप्रददे नमः न मम ॥

Bei diesem Shraddha zum Gedeihen übergebe ich dir, meine väterliche Urgroßmutter in der Gestalt der Sarasvati, mit dem genannten Namen und Gotra, diese Speise mit Dankesgabe, Betel und Zubehör. Ehre; sie gehört nicht mehr mir.

Vater

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya pitara 〈NAME〉 śarman vasu svarūpa nāndīmukhe idaṁ annam sadakṣiṇākaṁ satāṁbūlaṁ sopakaraṇam te saṁpradade namaḥ na mama ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य पितर 〈NAME〉 शर्मन् वसु स्वरूप नान्दीमुखे इदं अन्नम् सदक्षिणाकं सतांबूलं सोपकरणम् ते संप्रददे नमः न मम ॥

Bei diesem Shraddha zum Gedeihen übergebe ich dir, mein Vater in der Gestalt eines Vasu, mit dem genannten Namen und Gotra, diese Speise mit Dankesgabe, Betel und Zubehör. Ehre; sie gehört nicht mehr mir.

Großvater väterlicherseits

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya pitāmahaḥ 〈NAME〉 śarman rudra svarūpa nāndīmukhe idaṁ annam sadakṣiṇākaṁ satāṁbūlaṁ sopakaraṇam te saṁpradade namaḥ na mama ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य पितामहः 〈NAME〉 शर्मन् रुद्र स्वरूप नान्दीमुखे इदं अन्नम् सदक्षिणाकं सतांबूलं सोपकरणम् ते संप्रददे नमः न मम ॥

Bei diesem Shraddha zum Gedeihen übergebe ich dir, mein väterlicher Großvater in der Gestalt eines Rudra, mit dem genannten Namen und Gotra, diese Speise mit Dankesgabe, Betel und Zubehör. Ehre; sie gehört nicht mehr mir.

Urgroßvater väterlicherseits

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya prapitāmahaḥ 〈NAME〉 śarman āditya svarūpa nāndīmukhe idaṁ annam sadakṣiṇākaṁ satāṁbūlaṁ sopakaraṇam te saṁpradade namaḥ na mama ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य प्रपितामहः 〈NAME〉 शर्मन् आदित्य स्वरूप नान्दीमुखे इदं अन्नम् सदक्षिणाकं सतांबूलं सोपकरणम् ते संप्रददे नमः न मम ॥

Bei diesem Shraddha zum Gedeihen übergebe ich dir, mein väterlicher Urgroßvater in der Gestalt eines Aditya, mit dem genannten Namen und Gotra, diese Speise mit Dankesgabe, Betel und Zubehör. Ehre; sie gehört nicht mehr mir.

Großeltern mütterlicherseits

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya 〈NAME〉 mātāmaha sapatnīka vasu svarūpa nāndīmukhe idaṁ annam sadakṣiṇākaṁ satāṁbūlaṁ sopakaraṇam te saṁpradade namaḥ na mama ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य 〈NAME〉 मातामह सपत्नीक वसु स्वरूप नान्दीमुखे इदं अन्नम् सदक्षिणाकं सतांबूलं सोपकरणम् ते संप्रददे नमः न मम ॥

Bei diesem Shraddha zum Gedeihen übergebe ich dir, mein mütterlicher Großvater mit seiner Frau in der Gestalt eines Vasu, mit dem genannten Namen und Gotra, diese Speise mit Dankesgabe, Betel und Zubehör. Ehre; sie gehört nicht mehr mir.

Urgroßeltern der mütterlichen Großvaterlinie

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya 〈NAME〉 pramātāmaha sapatnīka rudra svarūpa nāndīmukhe idaṁ annam sadakṣiṇākaṁ satāṁbūlaṁ sopakaraṇam te saṁpradade namaḥ na mama ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य 〈NAME〉 प्रमातामह सपत्नीक रुद्र स्वरूप नान्दीमुखे इदं अन्नम् सदक्षिणाकं सतांबूलं सोपकरणम् ते संप्रददे नमः न मम ॥

Bei diesem Shraddha zum Gedeihen übergebe ich dir, mein mütterlicher Urgroßvater mit seiner Frau in der Gestalt eines Rudra, mit dem genannten Namen und Gotra, diese Speise mit Dankesgabe, Betel und Zubehör. Ehre; sie gehört nicht mehr mir.

Ururgroßeltern der mütterlichen Großvaterlinie

asmin ābhyudayika śrāddhe 〈GOTRA〉 gotrasya 〈NAME〉 vṛddha-pramātāmaha sapatnīka āditya svarūpa nāndīmukhe idaṁ annam sadakṣiṇākaṁ satāṁbūlaṁ sopakaraṇam te saṁpradade namaḥ na mama ||

अस्मिन् आभ्युदयिक श्राद्धे 〈GOTRA〉 गोत्रस्य 〈NAME〉 वृद्ध-प्रमातामह सपत्नीक आदित्य स्वरूप नान्दीमुखे इदं अन्नम् सदक्षिणाकं सतांबूलं सोपकरणम् ते संप्रददे नमः न मम ॥

Bei diesem Shraddha zum Gedeihen übergebe ich dir, mein mütterlicher Ururgroßvater mit seiner Frau in der Gestalt eines Aditya, mit dem genannten Namen und Gotra, diese Speise mit Dankesgabe, Betel und Zubehör. Ehre; sie gehört nicht mehr mir.

9. Den Vollzug bestätigen und Frieden erbitten
Der Gastgeber spricht jeweils die erste Zeile, die Gäste die Antwort.

mayā hiraṇyena kṛtaṁ abhyudayikaṁ saṁpannam |
susaṁpannam ||

मया हिरण्येन कृतं अभ्युदयिकं संपन्नम् ।
सुसंपन्नम् ॥

Gastgeber: Das von mir mit Geldgaben vollzogene freudige Ahnengedenken ist abgeschlossen. Antwort: Gut abgeschlossen.


manas samādhīyatām |
samāhita manasaḥ smaḥ ||

मनस् समाधीयताम् ।
समाहित मनसः स्मः ॥

Gastgeber: Sammelt euren Geist. Antwort: Unser Geist ist gesammelt.


prasīdantu bhavantaḥ |
prasannāḥ smaḥ ||

प्रसीदन्तु भवन्तः ।
प्रसन्नाः स्मः ॥

Gastgeber: Seid freundlich gestimmt. Antwort: Wir sind freundlich gestimmt.


śrīr astv iti bhavanto bruvantu |
astu śrīḥ ||

श्रीर् अस्त्व् इति भवन्तो ब्रुवन्तु ।
अस्तु श्रीः ॥

Gastgeber: Sprecht aus: Heilvolle Fülle sei. Antwort: Heilvolle Fülle sei.


puṇyāha bhavanto bruvantu |
puṇyāham ||

पुण्याह भवन्तो ब्रुवन्तु ।
पुण्याहम् ॥

Gastgeber: Verkündet einen heilvollen Tag. Antwort: Ein heilvoller Tag.


bhadraṁ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṁ paśyemākṣibhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṁsas tanūbhir vyaśema devahitaṁ yad āyuḥ ||

भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवा भद्रं पश्येमाक्षिभिर् यजत्राः ।
स्थिरैर् अङ्गैस् तुष्टुवांसस् तनूभिर् व्यशेम देवहितं यद् आयुः ॥

Ihr Gottheiten, mögen wir mit den Ohren Gutes hören und mit den Augen Gutes sehen. Mit festen Gliedern und gesundem Leib mögen wir lobend die uns von den Göttern bestimmte Lebenszeit erfüllen.


svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||

स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः । स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस् तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः । स्वस्ति नो बृहस्पतिर् दधातु ॥

Indra von großem Ruhm schenke uns Wohl; der allwissende Pushan schenke uns Wohl. Tarkshya mit unversehrtem Rad schenke uns Wohl, und Brihaspati gewähre uns Wohl.


dyauḥ śāntir antarikṣaṁ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṁ śāntiḥ |
śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi ||

द्यौः शान्तिर् अन्तरिक्षं शान्तिः पृथिवी शान्तिर् आपः शान्तिर् ओषधयः शान्तिः ।
वनस्पतयः शान्तिर् विश्वेदेवाः शान्तिर् ब्रह्म शान्तिः सर्वं शान्तिः ।
शान्तिर् एव शान्तिः सा मा शान्तिर् एधि ॥

Friede sei im Himmel, im Zwischenraum und auf der Erde. Friede sei in Wasser, Kräutern und Bäumen, bei allen Göttern und in Brahman. Alles sei Friede, Friede allein. Dieser Friede werde mir zuteil.

10. Mit der Wasserweihe abschließen
Wasserweihe zum Abschluss: Varuna empfangen
Die Leitung bereitet einen eigenen Kalasha mit frischem Wasser auf einer Unterlage aus Reis vor. Das Gabenwasser der Ahnenverehrung wird hierfür nicht verwendet. Varuna wird im Gefäß vergegenwärtigt. Die hier ausgeschriebenen Gastgaben erläutern die im Shraddha Prayoga Sangraha geforderte Verehrung anhand des Puja Sangraha desselben Herausgebers.

nāga-pāśa-dharaṁ hṛṣṭaṁ raktaugha dyuti-vigraham |
śaśāṅka dhavalaṁ dhyāyet varuṇaṁ makarāsanam ||
varuṇaṁ śveta-varṇaṁ ca pāśa-hastaṁ rujāsanam |
mauktikālaṅkṛtaṁ devaṁ tīrtha nātham ahaṁ bhaje ||
asmin kalaśe varuṇaṁ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata samarpayāmi |

नाग-पाश-धरं हृष्टं रक्तौघ द्युति-विग्रहम् ।
शशाङ्क धवलं ध्यायेत् वरुणं मकरासनम् ॥
वरुणं श्वेत-वर्णं च पाश-हस्तं रुजासनम् ।
मौक्तिकालङ्कृतं देवं तीर्थ नाथम् अहं भजे ॥
अस्मिन् कलशे वरुणं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत समर्पयामि ।

Man vergegenwärtige Varuna: freudig, mit der Schlangenschlinge, rötlich strahlend und mondhell, auf dem Makara. Ich verehre den weiß erscheinenden, die Schlinge tragenden und mit Perlen geschmückten Herrn der heiligen Wasserstätten. In diesem Gefäß betrachte und rufe ich Varuna an, lasse ihn gegenwärtig werden und biete Sandelpaste und ungebrochene Reiskörner dar.

Gib Sandelpaste und Reis an das Gefäß. Die folgenden Wasserangebote erfolgen symbolisch am Gefäß; das anschließend aufgefangene Gabenwasser kommt in eine eigene Schale, nicht in das später zum Segnen verwendete Wasser.

Lege Reiskörner als Sitz vor das Gefäß. oṁ varuṇāya namaḥ | āsanaṁ samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । आसनं समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Ich biete einen Sitz dar.

Biete zwei Löffel Wasser für die Füße an. oṁ varuṇāya namaḥ | pādyaṁ samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । पाद्यं समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Ich biete Wasser für die Füße dar.

Biete einen Löffel Ehrenwasser für die Hände an. oṁ varuṇāya namaḥ | arghyaṁ samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Ich biete Ehrenwasser dar.

Biete drei Löffel Wasser zum Nippen an. oṁ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṁ samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । आचमनीयं समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Ich biete Wasser zum Nippen dar.

Besprenge das Gefäß mit einer wasserbenetzten Blüte. oṁ varuṇāya namaḥ | snānaṁ samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । स्नानं समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Ich biete ein Bad dar.

Biete danach drei Löffel Wasser zum Nippen an. oṁ varuṇāya namaḥ | snāna anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । स्नान अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Nach dem Bad biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.

Lege Reiskörner als Gewand dar. oṁ varuṇāya namaḥ | vastra arthaṁ akṣatān samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । वस्त्र अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Ich biete Reiskörner als Gewand dar.

Lege Reiskörner als heilige Schnur dar. oṁ varuṇāya namaḥ | upavīta arthaṁ akṣatān samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । उपवीत अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Ich biete Reiskörner als heilige Schnur dar.

Lege Reiskörner als Schmuck dar. oṁ varuṇāya namaḥ | ābharaṇa arthaṁ akṣatān samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । आभरण अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Ich biete Reiskörner als Schmuck dar.

Gib Sandelpaste, danach etwas Kurkuma und Kumkum außen an das Gefäß. oṁ varuṇāya namaḥ | divya gandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrā-kumkumaṁ samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । दिव्य गन्धान् समर्पयामि । गन्धस्योपरि हरिद्रा-कुम्कुमं समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Ich biete heiligen Duft und darüber Kurkuma und Kumkum dar.

Lege eine Blüte oder Girlande dar. oṁ varuṇāya namaḥ | puṣpa mālikāṁ samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । पुष्प मालिकां समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Ich biete eine Blumengirlande dar.

Bei der Pushpa Archana lege zu jedem Namen eine Blüte oder ein Blütenblatt dar:

oṁ varuṇāya namaḥ |

ॐ वरुणाय नमः ।

Ehre Varuna.


oṁ pracetase namaḥ |

ॐ प्रचेतसे नमः ।

Ehre dem Einsichtigen.


oṁ surūpiṇe namaḥ |

ॐ सुरूपिणे नमः ।

Ehre dem Schöngeformten.


oṁ apām-pataye namaḥ |

ॐ अपाम्-पतये नमः ।

Ehre dem Herrn des Wassers.


oṁ makara-vāhanāya namaḥ |

ॐ मकर-वाहनाय नमः ।

Ehre dem auf dem Makara Reitenden.


oṁ aneka maṇi-bhūṣitāya namaḥ |

ॐ अनेक मणि-भूषिताय नमः ।

Ehre dem mit vielen Edelsteinen Geschmückten.


oṁ jalādhipataye namaḥ |

ॐ जलाधिपतये नमः ।

Ehre dem Gebieter der Wasser.


oṁ pāśa-hastāya namaḥ |

ॐ पाश-हस्ताय नमः ।

Ehre dem die Schlinge in der Hand Tragenden.


oṁ sakala-tīrthādhi-pataye namaḥ |

ॐ सकल-तीर्थाधि-पतये नमः ।

Ehre dem Herrn aller heiligen Wasserstätten.

Zeige entzündeten Räucherduft dreimal im Uhrzeigersinn. oṁ varuṇāya namaḥ | dhūpaṁ āghrāpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । धूपं आघ्रापयामि ।

Ehre Varuna. Ich lasse Räucherduft aufsteigen.

Entzünde die für Varuna vorbereitete Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) und zeige das Licht. oṁ varuṇāya namaḥ | pratyakṣa dīpaṁ darśayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । प्रत्यक्ष दीपं दर्शयामि ।

Ehre Varuna. Ich zeige das sichtbare Licht.

Biete drei Löffel Wasser an. oṁ varuṇāya namaḥ | dhūpa dīpa anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । धूप दीप अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Nach Duft und Licht biete ich Wasser zum Nippen dar.

Stelle die vorbereitete Frucht oder Rosinen vor das Gefäß. oṁ varuṇāya namaḥ | naivedyaṁ nivedayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ।

Ehre Varuna. Ich biete Speise dar.

Biete drei Löffel Wasser an. oṁ varuṇāya namaḥ | naivedya anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । नैवेद्य अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Nach der Speise biete ich Wasser zum Nippen dar.

Lege Betelblatt und Betelnuss dar. oṁ varuṇāya namaḥ | tāmbūlaṁ samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Ich biete Betel dar.

Entzünde etwas Kampfer auf der feuerfesten Lichtschale und führe das Licht dreimal im Uhrzeigersinn. oṁ varuṇāya namaḥ | karpūra nirājanaṁ sandarśayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । कर्पूर निराजनं सन्दर्शयामि ।

Ehre Varuna. Ich zeige die Kampferlichtverehrung.

Biete abschließend drei Löffel Wasser an. oṁ varuṇāya namaḥ | karpūra nirājana anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |

ॐ वरुणाय नमः । कर्पूर निराजन अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।

Ehre Varuna. Nach der Kampferlichtverehrung biete ich Wasser zum Nippen dar.

Sprich Varunas Gayatri und den Gruß:

oṁ jala-bimbāya vidmahe | nīla-puruṣāya dhīmahi | tanno varuṇa pracodayāt ||
namo namaste astu sphaṭika prabhāya suśveta-vastrāya sumaṅgalāya |
supāśa-hastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||

ॐ जल-बिम्बाय विद्महे । नील-पुरुषाय धीमहि । तन्नो वरुण प्रचोदयात् ॥
नमो नमस्ते अस्तु स्फटिक प्रभाय सुश्वेत-वस्त्राय सुमङ्गलाय ।
सुपाश-हस्ताय झषासनाय जलाधिनाथाय वरुणाय नमो नमः ॥

Wir erkennen die Erscheinung im Wasser und meditieren über den dunklen göttlichen Geist. Möge Varuna uns anregen. Wieder und wieder Ehre dem kristallhellen, weißgewandeten, heilvollen Herrn, der die Schlinge hält, auf dem Wassertier sitzt und die Wasser beherrscht.

Den guten Tag im Wechsel verkünden
Die Leitung legt die rechte Hand über die Gefäßöffnung oder berührt sie mit einem Bündel Kusha. Bei jedem folgenden Paar spricht zuerst die Leitung; die mitwirkenden Brahmanen antworten.

śivā āpaḥ santu |
santu śivā āpaḥ |

शिवा आपः सन्तु ।
सन्तु शिवा आपः ।

Leitung: Mögen die Wasser heilvoll sein. Antwort: Mögen die Wasser heilvoll sein.


saumanasyam astu |
astu saumanasyam |

सौमनस्यम् अस्तु ।
अस्तु सौमनस्यम् ।

Leitung: Freundlicher Sinn sei. Antwort: Freundlicher Sinn sei.


akṣataṁ cāriṣṭaṁ cāstu |
astvakṣatam ariṣṭam |

अक्षतं चारिष्टं चास्तु ।
अस्त्वक्षतम् अरिष्टम् ।

Leitung: Unversehrtheit und Wohlergehen seien. Antwort: Unversehrtheit und Wohlergehen seien.


bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṁ vācayiṣye |
vācyatām |

भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये ।
वाच्यताम् ।

Leitung: Mit eurer Zustimmung werde ich den guten Tag verkünden. Antwort: Er werde verkündet.

Die Leitung spricht den vedischen Vers; die folgende Antwort wird dreimal gegeben. Hier wird kein zusätzliches Feueropfer ausgeführt: Der Vers gehört zur Segensrezitation.

punastvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām |
punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṁ tanvaṁ vardhayasva |
satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||
bho brāhmaṇā asya yajamānasya puṇyāhaṁ bhavanto bruvantu |

पुनस्त्वादित्या रुद्रा वसवः समिन्धताम् ।
पुनर् ब्रह्माणो वसुनीथ यज्ञैः ।
घृतेन त्वं तन्वं वर्धयस्व ।
सत्याः सन्तु यजमानस्य कामाः ॥
भो ब्राह्मणा अस्य यजमानस्य पुण्याहं भवन्तो ब्रुवन्तु ।

Mögen die Adityas, Rudras, Vasus und Brahmanen dich erneut durch ihre Riten entzünden, du Reichtumbringender. Durch Ghee möge deine Gestalt wachsen; die guten Anliegen des Gastgebers mögen wahr werden. Verehrte Brahmanen, verkündet diesem Gastgeber den guten Tag.


oṁ puṇyāham astu |

ॐ पुण्याहम् अस्तु ।

Om, es sei ein heilvoller Tag. Diese Antwort dreimal sprechen.


svasti mitrā varuṇā svasti pathye revati |
svasti na indraścāgniśca svasti no adite kṛdhi ||
bho brāhmaṇā asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |

स्वस्ति मित्रा वरुणा स्वस्ति पथ्ये रेवति ।
स्वस्ति न इन्द्रश्चाग्निश्च स्वस्ति नो अदिते कृधि ॥
भो ब्राह्मणा अस्य यजमानस्य स्वस्ति भवन्तो ब्रुवन्तु ।

Mitra und Varuna, schenkt Wohl; reiche Pathya, schenke Wohl. Indra und Agni und du, Aditi, schenkt uns Wohl. Verehrte Brahmanen, sprecht diesem Gastgeber Wohlergehen zu.


oṁ svastir astu |

ॐ स्वस्तिर् अस्तु ।

Om, Wohlergehen sei. Diese Antwort dreimal sprechen.


ṛdhyāsmā havyair namaso pasadya |
mitraṁ devaṁ mitradheyaṁ no astu |
anūrādhān haviṣā vardhayantaḥ |
śataṁ jīvema śaradas savīrāḥ ||
bho brāhmaṇā asya yajamānasya ṛddhiṁ bhavanto bruvantu |

ऋध्यास्मा हव्यैर् नमसो पसद्य ।
मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनूराधान् हविषा वर्धयन्तः ।
शतं जीवेम शरदस् सवीराः ॥
भो ब्राह्मणा अस्य यजमानस्य ऋद्धिं भवन्तो ब्रुवन्तु ।

Mögen wir durch ehrfürchtige Gaben gedeihen; Mitra sei uns freundliche Stütze. Mögen die Gaben das Heilvolle mehren, und mögen wir hundert Herbste mit kraftvoller Nachkommenschaft erleben. Verehrte Brahmanen, sprecht diesem Gastgeber Gedeihen zu.


oṁ ṛddhir astu |

ॐ ऋद्धिर् अस्तु ।

Om, Gedeihen sei. Diese Antwort dreimal sprechen.

Die Leitung verkündet die zusammenhängenden Segenswünsche:

ṛddhir-astu | saṁṛddhir-astu | puṇyāhaṁ samṛdhir-astu |
śāntir-astu | puṣṭir-astu | tuṣṭir-asti | vṛddhir-astu | avighnam-astu |
āyuṣyam-astu | ārogyam-astu | śivam astu | śivaṁ karmāstu |
karma samṛddhir-astu | dharma samṛddhir-astu | veda samṛddhir-astu |
śāstra samṛddhir-astu | dhana-dhānya samṛddhir-astu |
putra pautra saṁpad-astu | iṣṭa-saṁpad-astu | sakala ariṣṭa nirasanam-astu |
yat pāpaṁ rogaṁ śokam akalyāṇaṁ tat dūre pratihatam-astu |
śanno astu dvipade śaṁ catuṣpade |
oṁ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

ऋद्धिर्-अस्तु । संऋद्धिर्-अस्तु । पुण्याहं समृधिर्-अस्तु ।
शान्तिर्-अस्तु । पुष्टिर्-अस्तु । तुष्टिर्-अस्ति । वृद्धिर्-अस्तु । अविघ्नम्-अस्तु ।
आयुष्यम्-अस्तु । आरोग्यम्-अस्तु । शिवम् अस्तु । शिवं कर्मास्तु ।
कर्म समृद्धिर्-अस्तु । धर्म समृद्धिर्-अस्तु । वेद समृद्धिर्-अस्तु ।
शास्त्र समृद्धिर्-अस्तु । धन-धान्य समृद्धिर्-अस्तु ।
पुत्र पौत्र संपद्-अस्तु । इष्ट-संपद्-अस्तु । सकल अरिष्ट निरसनम्-अस्तु ।
यत् पापं रोगं शोकम् अकल्याणं तत् दूरे प्रतिहतम्-अस्तु ।
शन्नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

Gedeihen, Fülle und ein guter Tag seien. Friede, Nahrung, Zufriedenheit, Wachstum, Hindernisfreiheit, langes Leben, Gesundheit und Heil seien. Heilvoll sei das Tun. Handlung, Dharma, Veda und Schriften mögen gedeihen; Besitz und Getreide mögen reichlich sein, Kinder und Enkel und gute Anliegen mögen gedeihen. Alles Unheil weiche; Verfehlung, Krankheit, Trauer und Unglück seien fern. Wohl sei Zweibeinern und Vierbeinern. Om, Friede, Friede, Friede.


ābrahman brāhmaṇo brahma varcasī jāyatām |
asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaś śūro mahāratho jāyatāṁ |
dogdhrī dhenur voḍhā 'nadhvān āśuḥ saptiḥ |
purandhri yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvā'sya yajamānasya vīro jāyatāṁ |
nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu |
phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṁ |
yoga kṣemo naḥ kalpatām ||

आब्रह्मन् ब्राह्मणो ब्रह्म वर्चसी जायताम् ।
अस्मिन् राष्ट्रे राजन्य इषव्यश् शूरो महारथो जायतां ।
दोग्ध्री धेनुर् वोढा ऽनध्वान् आशुः सप्तिः ।
पुरन्ध्रि योषा जिष्णू रथेष्ठाः सभेयो युवाऽस्य यजमानस्य वीरो जायतां ।
निकामे निकामे नः पर्जन्यो वर्षतु ।
फलिन्यो न ओषधयः पच्यन्तां ।
योग क्षेमो नः कल्पताम् ॥

Möge geistiges Wissen in kundigen Menschen aufleuchten. Mögen im Land mutige, fähige Beschützer heranwachsen, Kühe Milch geben, Zugtiere Lasten tragen und Pferde schnell sein. Mögen tatkräftige Frauen, siegreiche Kämpfer und gemeinschaftsfähige junge Menschen heranwachsen; dem Gastgeber möge kraftvolle Nachkommenschaft erwachsen. Regen falle zur rechten Zeit; Pflanzen mögen Früchte tragen. Erwerb und Bewahrung des Lebensnotwendigen mögen gelingen.


tacchaṁyo rāvṛṇīmahe | gātuṁ yajñāya | gātuṁ yajña-pataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ |
ūrdhvaṁ jigātu bheṣajam | śanno astu dvipade | śaṁ catuṣpade ||

तच्छंयो रावृणीमहे । गातुं यज्ञाय । गातुं यज्ञ-पतये ।
दैवी स्वस्तिर् अस्तु नः । स्वस्तिर् मानुषेभ्यः ।
ऊर्ध्वं जिगातु भेषजम् । शन्नो अस्तु द्विपदे । शं चतुष्पदे ॥

Wir erbitten das Heilvolle, den Weg zum Opfer und zum Herrn des Opfers. Göttlicher Segen sei mit uns, Wohlergehen mit den Menschen. Heilende Pflanzen mögen wachsen; Wohl sei Zweibeinern und Vierbeinern.


svāminaḥ manaḥ samādhīyatām | samāhita manasaḥ sma ||
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ sma ||

स्वामिनः मनः समाधीयताम् । समाहित मनसः स्म ॥
प्रसीदन्तु भवन्तः । प्रसन्नाः स्म ॥

Leitung: Verehrte, sammelt euren Geist. Antwort: Unser Geist ist gesammelt. Leitung: Seid freundlich gestimmt. Antwort: Wir sind freundlich gestimmt.

Die Leitung verabschiedet Varunas Gegenwart aus dem Gefäß, Udvasana, mit einer respektvollen Verneigung. Der Abschnitt gibt hierfür keine eigene feste Formel vor. Danach besprengt sie alle Anwesenden mit dem geweihten Wasser. Mit dem Friedensgebet und den ausgesprochenen Segenswünschen sind Shanti Patha und Ashirvada als Abschluss verwirklicht. Die Lampe der Wasserweihe wird nach dem Segen sicher gelöscht.

Versorge die Gäste mit den zugeeigneten Speisen und übergib alle zugesagten Gaben. Das anschließende Familienfest kann nun beginnen.

Quellen und weitere Praxis

  • Sri Rama Ramanuja Acharya: Shraddha Prayoga Sangraha, Fassung vom 27. August 2024, Abschnitt 9, „Hiranya Śrāddham [nāndī] (Śukla Yajurvedīya)“, S. 86–92; abschließendes Laghu Punyaha S. 83–85. Die ausdrücklich angebotene Abhyudayika-Fassung ist hier gewählt.
  • Ders.: Puja Sangraha, allgemeine Gastgabenfolge S. 9–11 und das auf S. 14 erläuterte Namensprinzip; hier bei Varuna angewendet, um die im Wasserweihe-Abschnitt verlangten sechzehn Gastgaben auszuführen.
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