Ritu: Unterschied zwischen den Versionen

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:Die AMRITA SIDDHI ("Erlangung der Unsterblichkeit") ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem asketisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 35 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen
:In diesem Workshop erlernen und praktizieren wir eine Serie von fünf energetisierenden Übungen, die mit Körper, Aufmerksamkeit und Atmung arbeiten. Diese TSA LUNG genannte und ursprünglich aus Tibet stammende Praxis dient zur Aktivierung und Reinigung der Chakras und zur Harmonisierung ...
 
:Dr phil Oliver Hahn
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:Die AMRITA SIDDHI ("Erlangung der Unsterblichkeit") ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem tantrisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 36 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen ...


:Dr phil Oliver Hahn
:Dr phil Oliver Hahn

Aktuelle Version vom 8. Juni 2026, 07:47 Uhr

Ritu (Sanskrit: ऋतु ṛtu m.) Zeitabschnitt, Jahresabschnitt, Jahreszeit, Opferzeit; zutreffende Zeit, Zeitpunkt, zugemessene Zeit, richtige Zeit für ein Ritual; symbolische Bezeichnung der Zahl sechs; Regel, Ordnung; die weibliche Regel, Menstruation, die zur Empfängnis geeigneten Tage; der Beischlaf zu dieser Zeit; bestimmte Folge, Ordnung, Regel; Glanz; schwarzes Schwefelantimon; Name eines Rishi und des zwölften Manu.

Es gibt im Hindu Kalender 6 Ritus, also sechs Jahreszeiten. Ursprünglich, in den Veden, bedeutet Ritu feste Zeit, Zeitraum Zeitpunkt, günstiger Zeitpunkt für Yajnas. Ritu kommt von "Rita", die Ordnung der Dinge.

Die Ritus, die Jahreszeiten sind Vasanta (Frühling) mit den Monaten Chaitra und Vaishakha; Grishma (Sommer) mit den Monaten Jyeshta und Ashadha; Varsha (Monsun) mit den Monaten Shravana und Bhadrapada; Sharad (Herbst) mit den Monaten Ashvin und Kartika; Hemanta (Spätherbst/Frühwinter) mit den Monaten Margashirsha und Pausha; Shishira (Winter) mit den Monaten Magha und Phalguna.

Sukadev über Ritu

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Ritu

In Indien ist ja alles sehr vom richtigen Zeitpunkt bestimmt, und wenn Inder etwas Wichtiges machen, befragen sie vorher einen Astrologen. In der Jyotisha findest du eine Berechnung, wann für was eine geeignete Zeit ist. Für wichtige Rituale wird dann auch Ritu, die richtige Zeit gefunden. Es könnte sogar sein, dass der deutsche Begriff „Ritual“ mit dem Sanskrit-Begriff „Ritu“ zu tun hat. Also, ein geeigneter Zeitpunkt für ein Ritual.

Ritu ist auch die Bezeichnung für die Menstruation, für die Tage, wie man ja auch im Deutschen sagt, für die Periode. Ritu hat also viele Bedeutungen, für das Spirituelle insbesondere, den geeigneten Zeitpunkt finden für ein Ritual. Du kannst dafür Jyotisha nehmen, du kannst aber auch in dich hineinhören und spüren und schauen, ob es stimmt.

Die indischen Jahreszeiten

Im Norden Indiens werden traditionell sechs Jahreszeiten (Ritu) unterschieden, die sich jeweils über zwei der zwölf Monate (Masa) erstrecken. Die indischen Monate beginnen jeweils um den 20. unserer Monate, also etwa Mitte März usw. Somit beginnt der Frühling (Vasanta) um die Zeit der Frühjahrstagundnachtgleiche und der Herbst (Sharad) um die Zeit der Herbsttagundnachtgleiche:

In der Charaka Samhita (Sutra Sthana 6.4-8) werden diese sechs Jahreszeiten (Ritu) in zwei Gruppen eingeteilt. Die Monate Shishira, Vasanta und Grishma fallen in die Zeit der nordwärts wandernden Sonne, in der die Tage länger und wärmer werden. Diese Zeit wird als Adana ("aufnehmend") bezeichnet, da die Atmosphäre, Sonne und Wind der Erde und ihren Bewohnern Feuchtigkeit entzieht. In Adana ist das Element Feuer (Agni) vorherrschend, daher ist diese Zeit Agneya ("feurig").

Die Monate Varsha, Sharad und Hemanta fallen in die Zeit der südwärts wandernden Sonne, in der die Tage kürzer und kühler werden. Diese Zeit wird als Visarga ("abgebend") bezeichnet, da die Atmosphäre, der Mond, Wolken und Regen Feuchtigkeit an die Erde und ihre Bewohner abgeben. In Visarga ist der kühlende und Feuchtigkeit spendende Mond (Soma) vorherrschend, daher ist diese Zeit Saumya ("mondig"), d.h. kühl und feucht.

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