Vertrauensseligkeit

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Vertrauensseligkeit - was ist das? Wie geht man damit um? Vertrauensseligkeit ist eine Form des übermäßigen Vertrauens. Wer jemandem, einer Sache blindlings vertraut, kritiklos vertraut, der hat Vertrauensseligkeit. Vertrauensselige Menschen haben manchmal den Vorteil, dass sie mit rosaroter Brille durch die Welt gehen und dabei ganz glücklich sind. Manchmal ist die rosarote Brille so stark, dass jemand noch nicht mal bemerkt, wenn das Vertrauen missbraucht wird. Manchmal kann der Sturz aus der Vertrauensseligkeit, die Erfahrung des Vertrauensbruchs sehr stark belasten, ja den Menschen in seiner Seele erschüttern. Manchmal aber werden Menschen einem vertrauensseligen, freundlichen Menschen dieses Leid nicht zufügen wollen und werden seinem Vertrauen gerecht werden. Vertrauensselig zu sein, mag zu Missbrauch auffordern. Aber manchmal ist es Vertrauensseligkeit auch von Vorteil und öffnet die Herzen der anderen. Vertrauensselige Menschen denken über andere immer das Gute. Und diese Erwartung, dass andere gut sind, aktiviert in den meisten Menschen ihre positiven Seiten. Soll man misstrauisch werden, allen Menschen misstrauen, nur weil 2-10% der Menschen das in sie gesetzte Vertrauen missbraucht haben oder es nicht erfüllen? Das ist immer wieder eine Frage, vor der man stehen kann. Es gibt auch eine höhere Form der Vertrauensseligkeit: Man kann darauf vertrauen, dass Menschen tief im Inneren gut sind. Menschen mögen sich eigenartig verhalten. Menschen mögen Eigenartiges tun. Menschen mögen aus Verletzung oder auch aus Gier sich manchmal unfreundlich, ja brutal, egoistisch verhalten. Trotzdem sitzt in jedem ein guter Kern, ein göttlicher Funke. Wenn man diese tiefe Form von Vertrauensseligkeit hat, dann kann diese auch nicht erschüttert werden, wenn der Mensch sich unethisch verhält.

Freude, ein Hintergrund von Vertrauensseligkeit

Umgang mit Vertrauensseligkeit anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Wenn in deiner Umgebung jemand ist der sehr vertrauensselig ist, dann nutze es nicht aus. Das ist sehr wichtig. Und sei vorsichtig je mehr Vertrauen er oder sie in dich hat, umso freundlicher und mitfühlender solltest du sein. Umso mehr solltest du seine/ihre Bedürfnisse und Anliegen berücksichtigen. Wenn du das Gefühl hast, dass jemand vertrauensselig zu jemand anderem ist, dann überlege: Ist derjenige, in den der andere das Vertrauen setzt, wirklich vertrauenswürdig oder nicht? Eventuell musst du demjenigen, der sehr vertrauensselig ist, eine andere Sichtweise vermitteln.

Wenn es jedoch nur um Kleinigkeiten geht, ist es auch nicht alles so tragisch. Aber wenn du das Gefühl hast, ein anderer Mensch nutzt die Vertrauensseligkeit deines Bekannten, deines Freundes aus, dann solltest du klar Stellung beziehen. Was der andere dann daraus macht, ist seine Sache, aber du hast deine Aufgabe erledigt, und du bist deiner ethischen Verpflichtung nachgekommen, dem anderen die andere Sichtweise zu vermitteln.

Vertrauensseligkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Vertrauensseligkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Vertrauensseligkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Vertrauensseligkeit sind zum Beispiel Arglosigkeit, Leichtgläubigkeit, Harmlosigkeit, Biederkeit, Kritiklosigkeit, Simplizität, Torheit, Einfalt, Simplizität, Kritiklosigkeit, Herzenseinfalt, Harmlosigkeit, Treuherzigkeit, Gutgläubigkeit, Einfältigkeit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Vertrauensseligkeit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Vertrauensseligkeit sind zum Beispiel Vorbehalt, Zweifel, Unglaube, Ausnahme, Bedenken, Reserve, Skepsis, Zurückhaltung, Vorsicht,, Atheismus, Zweifel, Gottlosigkeit, Unglaube, Glaubenslosigkeit, Bedingung, Auflage, Vorbedingung, Bedenken, Zurückhaltung, Hoffnungslosigkeit, Pessimismus, Skepsis . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Vertrauensseligkeit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Vertrauensseligkeit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Vertrauensseligkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Vertrauensseligkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Vertrauensseligkeit sind zum Beispiel das Adjektiv treu, das Verb vertrauen, sowie das Substantiv Vertrauensseliger.

Wer Vertrauensseligkeit hat, der ist treu beziehungsweise ein Vertrauensseliger.

Siehe auch

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